{"id":19637,"date":"2013-12-12T08:51:07","date_gmt":"2013-12-12T07:51:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637"},"modified":"2013-12-12T10:39:58","modified_gmt":"2013-12-12T09:39:58","slug":"hinweise-des-tages-2027","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h01\">Mit Vollgas daneben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h02\">Niederlande: Klassenprimus in der Krisen-Klemme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h03\">Joseph E. Stiglitz: Agenda f&uuml;r die Euro-Rettung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h04\">Studie zum Schuldenstand: Viele deutsche St&auml;dte l&auml;ngst bankrott<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h05\">Bankenunion: Der fatale Triumph der Deutschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h06\">Deutschland, die Zwei-Klassen-Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h07\">&Ouml;sterreichs Senioren geht es finanziell gut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h08\">Gescheitertes Abkommen mit der Ukraine &ldquo;Das Problem lag wohl in erster Linie in Br&uuml;ssel&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h09\">Fed verbietet Banken Eigenhandel mit Wertpapieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h10\">USA: Aufstand der Hungerl&ouml;hner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h11\">Ex-Verfassungsrichter: Paul Kirchhof gei&szlig;elt Zinspolitik der EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h12\">Mails von Mappus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h13\">Kunduz-Entscheidung des Landgerichts Bonn: Schwere Niederlage f&uuml;r das V&ouml;lkerrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h14\">Ein offener Brief von vormaligen Whistleblowern an alle Geheimdienstmitarbeiter nach Snowden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h15\">Vor Abstimmung zum Koalitionsvertrag <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h16\">M&uuml;lheim: Stadt zockte laut Gutachten mit h&ouml;herem Risiko als n&ouml;tig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h17\">Die Opposition darf l&auml;nger reden<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Mit Vollgas daneben<\/strong><br>\nGro&szlig;e Koalition hei&szlig;t Antworten auf gro&szlig;e Herausforderungen, sagt CDU-Kanzlerin Angela Merkel. Der verkehrspolitische Teil des Koalitionsvertrags mit der SPD fr&ouml;nt jedoch weiter dem Mobilit&auml;tswahn und verhei&szlig;t damit k&uuml;nftig noch mehr Stra&szlig;en- und Luftverkehr&hellip;<br>\nAlles spricht daf&uuml;r, dass die Mehreinnahmen erneut in den Ausbau des Stra&szlig;ennetzes flie&szlig;en. Und bei der Schiene werden die Mittel weiter auf Gro&szlig;projekte konzentriert, die f&uuml;r eine nachhaltige Entwicklung kontraproduktiv sind. Beredtes Schweigen im Vertrag zu Stuttgart 21. Also: &ldquo;Weiter so.&rdquo; Der Tag wird kommen, an dem die n&auml;chste S-21-Kostensteigerung bekannt wird. Vielleicht schon durch das neue Gutachten des Bundesrechnungshofs zum milliardenschweren Tiefbahnhof, das l&auml;nger als gedacht auf sich warten l&auml;sst, weil die Bahn den Pr&uuml;fern offenbar Unterlagen vorenth&auml;lt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/denkbuehne\/141\/mit-vollgas-daneben-1889.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Niederlande: Klassenprimus in der Krisen-Klemme<\/strong><br>\nJeroen Dijsselbloem, Finanzminister und Eurogruppen-Chef in Personalunion, bem&uuml;hte sich um Schadensbegrenzung: &ldquo;Entt&auml;uschend&rdquo; sei die Herabstufung der Kreditw&uuml;rdigkeit der Niederlande von AAA auf AA+ durch die Ratingagentur Standard &amp; Poor&rsquo;s &ndash; mehr nicht. Dabei macht das miesere Rating nur manifest, was zwischen Groningen und Maastricht die M&ouml;wen von den D&auml;chern kreischen. Die Krise hat jetzt auch die Niederlande erwischt. Ein Blick auf die Begr&uuml;ndung der S &amp; P-Abwertung f&ouml;rdert Bekanntes zu Tage: eine negative Wachstumsprognose von 1,3 Prozent im laufenden Jahr. F&uuml;r 2014 erwartet man einen Zuwachs von bestenfalls 0,5 Prozent. Damit l&auml;gen die Niederlande weit unter dem prognostizierten Eurozonen-Durchschnitt von 0,9 Prozent. Au&szlig;erdem ist der Immobilienmarkt in der Krise: Die Preise f&uuml;r Wohnungen sind seit 2008 um ein F&uuml;nftel gesunken. Viele Niederl&auml;nder haben sich f&uuml;r den Kauf einer Immobilie hoch verschuldet, wodurch das Konsumentenvertrauen schwer angeschlagen und die Binnennachfrage schwach ist. Weitere sozio&ouml;konomische Indikatoren zeigen, wie ernst die Lage ist. &ldquo;Dramatisch hoch&rdquo; nennt Sozial- und Arbeitsminister Lodewijk Asscher die Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent. Laut einer Studie der Bank Abn Amro wird sie im kommenden Jahr auf 9,2 Prozent klettern. Die Folgen beschreibt der aktuelle Armutsreport des Centraal Bureau voor de Statistiek, das dem Statistischen Bundesamt entspricht. Demnach leben in den Niederlanden etwa 1,2 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze von 990 Euro f&uuml;r Alleinstehende und 1.850 Euro f&uuml;r eine vierk&ouml;pfige Familie. Damit ist die offizielle Zahl der Verarmten im Vergleich zu 2012 um 150.000 gewachsen. Ein Drittel sind j&uuml;nger als 18 Jahre. Weitere 10 Prozent aller Haushalte seien gef&auml;hrdet, ebenfalls unter die Armutsgrenze zu rutschen. &ndash; Die konservative Zeitschrift Elsevier h&auml;lt fest: &ldquo;Die Zeiten, als die Niederlande sich auf die Brust klopften, sind vorbei.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2013%2F12%2F09%2Fa0075&amp;cHash=9f23872e2329a0b0fc21c84005fce8e7\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Kaum &ouml;ffentlich wahrgenommen ist unser Nachbar in die Krise geschlittert und befindet sich seit einem Jahr in einer Rezession. Dabei spielt auch hier eine veritable Immobilienkrise eine Hauptrolle. Immobilienk&auml;ufer in den Niederlanden konnten ihre Kreditzinsen von der Steuer absetzen. In der sich darauf bildenden Immobilienblase haben sich die Niederl&auml;nder mehr Geld geliehen, als ihr Haus real wert war. Heute sind H&auml;user rund 20 Prozent weniger wert als im Jahr 2008 und die Schulden der privaten Haushalte &uuml;bersteigen die j&auml;hrliche Wirtschaftsleistung der Niederlande. Entsprechend schwach ist die Binnennachfrage und es besteht wenig Hoffnung auf Erholung. In klassisch neoliberaler Rezeptur setzt Premier Mark Rutte auf Sparprogramme, um das Haushaltsdefizit niedrig zu halten. Dennoch wird prognostiziert, dass das Defizit 2014 h&ouml;her als 2013 liegen wird. Vom Widerwillen gegen die Sparpolitik Ruttes hat die rechte Partij voor de Vrijheid (PVV) von Geert Wilders profitiert. Er ist wieder da und ist in Umfragen mit 22 Prozent so stark wie nie zuvor.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Joseph E. Stiglitz: Agenda f&uuml;r die Euro-Rettung<\/strong><br>\nEinige stellen fest, dass der erneute Absturz in die Rezession der Eurozone beendet ist und kommen zu dem Schluss, dass die Sparmedizin funktioniert hat. Das d&uuml;rfte ein schwacher Trost f&uuml;r L&auml;nder sein, in denen der Konjunkturr&uuml;ckgang anh&auml;lt, das Pro-Kopf-BIP immer noch unter dem Niveau von 2008 liegt, die Arbeitslosenquote &uuml;ber 20% und die Jugendarbeitslosigkeit bei &uuml;ber 50%. Beim derzeitigen Tempo der &bdquo;Erholung&ldquo; kann bis weit ins n&auml;chste Jahrzehnt hinein keine R&uuml;ckkehr zur Normalit&auml;t erwartet werden. In einer aktuellen Studie der US-Notenbank Federal Reserve sind Wirtschaftswissenschaftler zu dem Schluss gelangt, dass Amerikas anhaltend hohe Arbeitslosigkeit auf Jahre hinaus schwere negative Auswirkungen auf das BIP haben wird. Wenn das auf die Vereinigten Staaten zutrifft, wo die Arbeitslosigkeit 40% geringer ist als in Europa, sind die Aussichten f&uuml;r europ&auml;isches Wachstum wahrhaftig tr&uuml;be.<br>\nWas in erster Linie gebraucht wird, ist eine grundlegende Reform der Struktur der Eurozone. Inzwischen existiert ein recht klares Verst&auml;ndnis dessen, was erforderlich ist:\n<ul>\n<li>Eine echte Bankenunion mit gemeinsamer Aufsicht, gemeinsamer Einlagensicherung und gemeinsamer Abwicklung; ohne dies w&uuml;rde das Geld weiter von den schw&auml;chsten L&auml;ndern in die st&auml;rksten flie&szlig;en;<\/li>\n<li>Eine Form der Vergemeinschaftung von Schulden, wie etwa Eurobonds: Da Europas Staatsschuldenquote geringer ist als die der USA, k&ouml;nnte die Eurozone, so wie die USA, Kredite zu negativen Realzinsen aufnehmen. Die niedrigeren Zinss&auml;tze w&uuml;rden Geld zur Konjunkturbelebung freisetzen und den Teufelskreis der krisengesch&uuml;ttelten L&auml;nder durchbrechen, in dem der Sparkurs die Schuldenlast erh&ouml;ht und die Schulden durch die Schrumpfung des BIP weniger tragf&auml;hig werden;<\/li>\n<li>Industriepolitische Ma&szlig;nahmen, die s&auml;umige L&auml;nder in die Lage versetzen aufzuholen; dazu geh&ouml;rt die Neuregelung derzeitig geltender Einschr&auml;nkungen, die solche Ma&szlig;nahmen als inakzeptable Eingriffe in freie M&auml;rkte verhindern;<\/li>\n<li>Eine Zentralbank, die sich nicht nur auf Inflation konzentriert, sondern auch auf Wachstum, Besch&auml;ftigung und Finanzstabilit&auml;t;<\/li>\n<li>Ein Ersatz wachstumsfeindlicher Sparpolitiken durch wachstumsfreundliche Politiken, die Investitionen in Menschen, Technologie und Infrastruktur in den Mittelpunkt stellen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn die Eurozone dem oben dargelegten Programm folgt, d&uuml;rfte es keine Notwendigkeit f&uuml;r Deutschland geben, irgendeine Rechnung zu &uuml;bernehmen. Aber die widersinnige Politik, die Europa eingeschlagen hat, l&auml;sst eine Umschuldung der n&auml;chsten folgen. Wenn Deutschland und die anderen nordeurop&auml;ischen L&auml;nder weiter auf einer Fortsetzung der derzeitigen Politik beharren, werden sie, zusammen mit ihren Nachbarn im S&uuml;den, am Ende einen hohen Preis zahlen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/joseph-e--stiglitz-says-that-the-europe-will-not-recover-unless-and-until-the-eurozone-is-fundamentally-reformed\/german\">Project Syndicate<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So utopisch die Forderungen von Stiglitz angesichts der nordeurop&auml;ischen Eliten (inklusive der deutschen SPD-Spitzen) sein m&ouml;gen, so sehr bleibt seine Analyse der Krise lesenswert. Allerdings vermisse ich die Analyse der Banken. Was soll z.B. dieses Vertrauen in die Aufsicht der Banken, wenn die EZB auch nicht im Geringsten die Fehlentwicklungen des Finanzmarktes zum Kasino mitbekommen hat. Die Banken geh&ouml;ren zur&uuml;ckgestutzt auf ihre eigentliche Funktion: als Dienstleiter der Realwirtschaft. Das Abweichen von dieser Funktion lie&szlig;e sich gut kontrollieren &ndash;&nbsp; aber wohl kaum die neuen strukturierten Produkte, Derivate von Derivaten usw., von unserer cleveren, v&ouml;llig skrupellosen Jugend entworfen und unter Anleitung der &ldquo;altbew&auml;hrten&rdquo; Zyniker auf den Markt geworfen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Studie zum Schuldenstand: Viele deutsche St&auml;dte l&auml;ngst bankrott<\/strong><br>\nIn Dresden und Wolfsburg haben die K&auml;mmerer gut lachen: Als einzige Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern sind die beiden St&auml;dte schuldenfrei. Dagegen dr&uuml;cken andernorts Verbindlichkeiten in Milliardenh&ouml;he. Die Schere zwischen armen und reichen Gro&szlig;st&auml;dten in Deutschland &ouml;ffnet sich immer weiter. Das hat eine Studie der Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft Ernst &amp; Young ergeben, f&uuml;r die Daten der Statistik&auml;mter von Bund und L&auml;ndern ausgewertet wurden (2010-2012). W&auml;hrend die wirtschaftsstarken St&auml;dte 2012 beim Schuldenabbau vorankamen, gerieten hoch verschuldete Kommunen noch st&auml;rker in die Miesen. So stieg zwischen in den zwei Jahren die Zahl der Gro&szlig;st&auml;dte mit einer geringen Pro-Kopf-Verschuldung (unter 1000 Euro) von 15 auf 19. Gleichzeitig gab es bei Kommunen mit sehr hoher Pro-Kopf-Verschuldung (mehr als 4000 Euro) einen Zuwachs von 14 auf 21. Immer mehr St&auml;dten droht der Studie zufolge die Zahlungsunf&auml;higkeit. &ldquo;De facto sind viele deutsche St&auml;dte l&auml;ngst bankrott&rdquo;, sagte Hans-Peter Busson von Ernst &amp; Young. &ldquo;Und wir sind nach wie vor weit von einer nachhaltigen und strukturellen L&ouml;sung des kommunalen Schuldenproblems entfernt.&rdquo; In vielen St&auml;dten gebe es kaum noch freiwillige Leistungen, die gek&uuml;rzt werden k&ouml;nnen. Und auch bei Geb&uuml;hrenerh&ouml;hungen gebe es Grenzen des Zumutbaren. Die im Grundgesetz festgeschriebene Schuldenbremse zwinge viele Bundesl&auml;nder dazu, ihre Zahlungen an die Kommunen zu k&uuml;rzen. Das drohe deren Finanznot zu versch&auml;rfen.- Insgesamt wuchs der Schuldenberg der deutschen Gro&szlig;st&auml;dte im untersuchten Zeitraum von 44,8 Milliarden auf 47,9 Milliarden Euro &ndash; ein Anstieg um knapp sieben Prozent innerhalb von zwei Jahren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/schuldenstand100.html\">Tagesschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/schuldenstand102~_origin-27ee39c3-e9d4-40e8-a579-f6086df3968a.pdf\">Verschuldung der deutschen Gro&szlig;st&auml;dte 2010 bis 2012 [PDF &ndash; 252 KB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/schuldenstand104~_origin-27ee39c3-e9d4-40e8-a579-f6086df3968a.xls\">Schuldenstand aus Krediten, Wertpapieren und Kassenkrediten (ohne Schulden der Eigenbetriebe)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bankenunion: Der fatale Triumph der Deutschen<\/strong><br>\nDeutschland hat sich in Br&uuml;ssel wieder einmal durchgesetzt: Die Bankenunion kommt zwar &ndash; aber nur als Light-Version. Die Folgen f&uuml;r die europ&auml;ische Wirtschaft d&uuml;rften verheerend sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/bankenunion-wolfgang-muenchau-ueber-die-fatalen-folgen-a-938464.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutschland, die Zwei-Klassen-Demokratie<\/strong><br>\nNur jeder Zweite hat seine Stimme den Parteien der k&uuml;nftigen schwarz-roten Bundesregierung gegeben. Eine neue Studie zeigt, wie ungleich die sozialen Schichten im neuen Bundestag repr&auml;sentiert sind: W&auml;hrend Wohlhabende die Demokratie mitgestalten, koppeln sich die &Auml;rmeren zunehmend ab.<br>\nSigmar Gabriel bem&uuml;ht gern die &ldquo;kleinen Leute&rdquo;, wenn er f&uuml;r den Koalitionsvertrag mit der Union wirbt. Dann z&auml;hlt der SPD-Chef den fl&auml;chendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro auf, der sp&auml;testens 2017 kommen soll, und die abschlagsfreie Rente f&uuml;r langj&auml;hrig Versicherte mit 63 Jahren. Nur: Viele der &ldquo;kleinen Leute&rdquo; haben sich l&auml;ngst abgewandt von Gabriel, den Versprechen der k&uuml;nftigen Gro&szlig;en Koalition, der Politik insgesamt.<br>\nUm die Dimensionen deutlich zu machen: Rund 29,4 Millionen W&auml;hler haben bei der Bundestagswahl im September ihre Stimme CDU, CSU und SPD gegeben &ndash; gerade einmal etwas mehr als die H&auml;lfte der Wahlberechtigten. 17,6 Millionen Deutsche entschieden sich daf&uuml;r, Nichtw&auml;hler zu sein. Immerhin 2,7 Millionen Menschen mehr als f&uuml;r den Wahlsieger CDU gestimmt haben.<br>\n&Uuml;berdurchschnittlich viele Wahlverweigerer stammen aus sozial schwachen Milieus, wie eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung belegt, die SPIEGEL ONLINE vorliegt. Beteiligt waren auch das Max-Planck-Institut f&uuml;r Gesellschaftsforschung und die Meinungsforscher von Infratest dimap. Deutschland entwickelt sich demnach zu einer Demokratie der zwei Klassen: Die oberen zwei Drittel der Gesellschaft haben deutlich mehr Einfluss auf die Zusammensetzung des Bundestags und der neuen Regierung genommen als das untere Drittel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/datenlese-deutschland-die-zwei-klassen-demokratie-a-938299.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130405_wahlbeteiligung.pdf\">&bdquo;Wer sind die Nichtw&auml;hler?&ldquo; [PDF &ndash; 1.4 MB]<\/a><\/em><br>\n<em>Die Studie zeigt eindeutig auf, wie die sinkende Wahlbeteiligung vor allem der SPD geschadet hat und dass gerade die benachteiligten Schichten und Menschen mit niedrigen Einkommen der Wahlurne fern geblieben sind &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16779\">eindeutig zu Lasten der SPD<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich haben wir das irgendwie schon immer gewusst. Wer nicht v&ouml;llig blind durch das Leben stolpert, sich auch in anderen Milieus bewegt, den einen oder anderen Hinweis auf Studien zur Wahlbeteiligung bzw., zum politischen Engagement zur Kenntnis nimmt, der wei&szlig; um die Einstellung von Menschen, die z.B. das Team um Wilhelm Heitmeyer untersucht hat. Wei&szlig; um Mehrheiten, die da sagen: &ldquo;es ist sinnlos, sich politisch zu engagieren&rdquo; oder &ldquo;Leute wie ich haben sowieso keinen Einfluss darauf, was die Regierung tut&rdquo; und ahnt, in welchen Schichten diese Auffassungen vorherrschen. Nat&uuml;rlich ist es gut, etwas pr&auml;ziser zu wissen (wissenschaftlich), dass die niedrige Wahlbeteiligung mit der prek&auml;ren sozialen Situation einzelner Stadtviertel korreliert.- Aber fast noch wichtiger ist, und da korreliert wohl auch einiges, ist die Einstellung der Wohlhabenden zu den &Auml;rmeren.  Im Zuge der &Ouml;konomisierung aller Gesellschaft z&auml;hlt diese &auml;rmere Schicht in den Augen der Wohlhabenderen kaum. Nur wer etwas leistet, wer n&uuml;tzlich ist, wer effizient ist, z&auml;hlt etwas &ndash; definiert durch die Ineinssetzung des Leistungstr&auml;gers mit dem Besserverdienenden. Zuwanderer, Obdachlose, Langzeitarbeitslose, Behinderte, hat Heitmeyer aufgezeigt, sind dann weniger wert. Ich w&uuml;rde noch weiter gehen: Auch der Weniger-gut-Verdienende, der Niedriglohnbezieher, der Arbeitslose, der Hartz-IV-Bezieher ist in den Augen der &ldquo;leistungstragengenden&rdquo; Besserverdiener nicht viel wert. Und wirklich schlimm ist, dass diese Gruppe sich diesen Stiefel zumindest unbewusst anzieht. Die monet&auml;re Bewertung des Menschen ist in die Schulen, Hochschulen, in das Berufsleben, eigentliche in das ganze Alltagsleben eingedrungen. &ldquo;Haste Geld, biste wer.&rdquo; Das macht den Status aus, und nicht mehr, dass Du ein liebevoller Vater, ein hilfsbereiter Mensch, ein sorgf&auml;ltiger, flei&szlig;iger Arbeiter bist. <\/em><br>\n<em>Und wenn wir diese Entwicklung vor dem Hintergrund der &ldquo;sozialen Selektivit&auml;t der Wahlbeteiligung&rdquo; betrachten, dann k&ouml;nnen wir etwas &uuml;berspitzt feststellen: Es bestimmen W&auml;hler mit ihrer Wahl &uuml;ber Menschen, die sie verachten. Sei es der wohlsituierte &auml;ltere Mitb&uuml;rger im Lodenmantel oder derjenige, wie es Heitmeyer formuliert, der Angst vor dem Abstieg hat, der bef&uuml;rchtet, morgen nutzlos zu sein. &ldquo;Der wird Schw&auml;chere abwerten, um sich damit zu beweisen, dass noch jemand unter ihm auf der Leiter steht.&rdquo; &ndash; Kein Wunder, dass die Spaltung der Gesellschaft zulegt, wenn solche, ob nun bewusst oder unbewusst, die Politik, die Regierung  w&auml;hlen, der an prek&auml;ren Stadtvierteln wenig liegt -bis zur Revolte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&Ouml;sterreichs Senioren geht es finanziell gut<\/strong><br>\nWie lange die &Ouml;sterreicher im Erwerbsleben bleiben sollen, ist noch nicht ausdiskutiert.<br>\nDer Lebensstandard der Menschen &uuml;ber 65 ist relativ hoch, die Altersarmut vergleichsweise gering, im internationalen Vergleich geht man fr&uuml;h in Pension<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1385168814687\/Oesterreichs-Senioren-geht-es-finanziell-gut\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.K.:<\/strong> Deutsche Rentner suchen in diesem Land in M&uuml;lltonnen!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung RS:<\/strong> Wenn man sich die angeh&auml;ngten Tabellen anschaut, siieht man deutlich, dass das deutsche Rentenniveau sehr weit unter dem OECD Median liegt, f&uuml;r Geringverdiener sogar am allerletzten Platz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gescheitertes Abkommen mit der Ukraine &ldquo;Das Problem lag wohl in erster Linie in Br&uuml;ssel&rdquo;<\/strong><br>\nG&uuml;nter Verheugen im Gespr&auml;ch mit Thielko Grie&szlig;<br>\nDie Europ&auml;ische Union habe bei ihren Verhandlungen f&uuml;r ein Assoziierungsabkommen mit der Ukraine zwei gro&szlig;e Fehler gemacht, sagt der fr&uuml;here EU-Erweiterungskommissar G&uuml;nter Verheugen. Es gebe aber noch eine Chance.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gescheitertes-abkommen-mit-der-ukraine-das-problem-lag-wohl.694.de.html?dram:article_id=270613\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> die Berichterstattung zur Ukraine ist schon nahe an der Propaganda. Gerade in den Tagesthemen, Ukraine rauf und runter. W&auml;hrend man Putin Druck und Erpressung gegen&uuml;ber der Ukraine vorwirft, sieht das mit der gerade von Deutschland den s&uuml;deurop&auml;ischen EU-Partnern oktroyierten Austerit&auml;tspolitik nat&uuml;rlich ganz anders aus. Deswegen wird &uuml;ber die massiven Proteste dort auch gar nicht berichtet. Als ob der Protest in der Ukraine legitimer w&auml;re als der in Griechenland, Spanien oder Portugal.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Fed verbietet Banken Eigenhandel mit Wertpapieren<\/strong><br>\nEs ist ein Kernelement der Finanzmarktreform in Amerika: Banken ist bis auf wenige Ausnahmen der Eigenhandel mit Wertpapieren verboten. Und sie d&uuml;rfen keine Hedgefonds-Teilhaber mehr sein&hellip;<br>\nDie Volcker-Regel gilt von 1. April 2014 an. Die Federal Reserve verlangt indes, dass die Gro&szlig;banken die Regel erst von Sommer 2015 an einhalten m&uuml;ssen&hellip;<br>\nNach einer &Uuml;bersicht der Anwaltskanzlei Davis Polk sind fast 60 Prozent der mit dem Gesetz vorgegebenen Regeln noch nicht im Detail geschrieben und fixiert. F&uuml;r 28 Prozent der Regeln gibt es noch nicht mal Regulierungsentw&uuml;rfe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/finanzreform-fed-verbietet-banken-eigenhandel-mit-wertpapieren-12704985.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>USA: Aufstand der Hungerl&ouml;hner<\/strong><br>\nVon Taco Bells bis McDonald&rsquo;s, vom Staat Washington im Westen bis zur Stadt Washington im Osten w&auml;chst der Druck der &bdquo;Working Poor&ldquo;. die Fast-Food-Wirtschaft, die fr&uuml;her typischerweise Sch&uuml;lern erste Berufserfahrung und ein bisschen Taschengeld ohne existenzielle Risken erm&ouml;glichte, hat sich wesentlich ge&auml;ndert. Das Durchschnittsalter der Arbeitnehmer in der Branche betr&auml;gt 29 Jahre &ndash; so alt, wie Nyah Potts ist. Und so wie sie haben immer mehr Fast-Food-Arbeiter Familien, die sie mit den niedrigen L&ouml;hnen erhalten m&uuml;ssen. Es ist nicht &uuml;berzogen, sie Hungerl&ouml;hne zu nennen: Laut den Vorgaben der US-Regierung ist ein Haushalt mit zwei Personen, der weniger als 15.510 Dollar (11.390 Euro) Einkommen hat, arm. Jene rund 3,55 Millionen Arbeiter, die den bundesgesetzlichen Mindestlohn von 7,25 Dollar pro Stunde oder weniger verdienen (das ist f&uuml;r Stellen wie jene von Nyah Potts erlaubt, in denen Trinkgeld &uuml;blich ist), kommen &ndash; so sie Vollzeit arbeiten &ndash; nur auf 15.080 Dollar. Der Unmut dar&uuml;ber steigt. In 130 St&auml;dten streikten Fast-Food-Arbeiter am Donnerstag. Zahlreiche Gemeinden haben in j&uuml;ngerer Vergangenheit h&ouml;here lokale Lohngrenzen beschlossen, zuletzt Sea-Tac, eine Kommune zwischen Seattle und Tacoma im Bundesstaat Washington und das Stadtparlament der Bundeshauptstadt. Ob das Stellen vernichtet oder vielmehr die schwache Konsumnachfrage f&ouml;rdert, entzweit die Wirtschaftsforscher.<br>\nPr&auml;sident Barack Obama ist in einer unbequemen Lage. Er unterst&uuml;tzt die Forderung, den Bundesmindestlohn auf 10,10 Dollar zu erh&ouml;hen. Das wird aber nicht passieren, solange die Republikaner das Abgeordnetenhaus kontrollieren. Dennoch k&ouml;nnte Obama per Dekret verordnen, dass alle Unternehmer, die in Regierungsgeb&auml;uden Kantinen betreiben, ihre Arbeiter anst&auml;ndig bezahlen m&uuml;ssen. Wieso er das nicht tut, verschweigt Obama. &bdquo;Ich m&ouml;chte, dass die Regierung daf&uuml;r sorgt, dass wir L&ouml;hne verdienen, von denen wir leben k&ouml;nnen&ldquo;, sagt Nyah Potts. &bdquo;Das w&auml;re ein Vorbild f&uuml;r den Privatsektor.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/international\/1501488\/USA_Aufstand-der-Hungerlohner?_vl_backlink=\/home\/wirtschaft\/international\/index.do\">Die Presse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Ganz so, wie im Artikel beschrieben, funktioniert der Mindestlohn in den USA doch nicht. Es stimmt aber schon, dass der Mindestlohn durch das Trinkgeld reduziert wird.<\/em><br>\n<em>Der Mindestlohn ist $7,25. F&uuml;r <a href=\"http:\/\/www.dol.gov\/whd\/regs\/compliance\/whdfs15.htm\">Angestellte, die mehr als $30 im Monat Trinkgeld bekommen<\/a>, kann Arbeitgeber bis zu $5,12 vom tats&auml;chlichen Trinkgeld auf den Mindestlohn anrechnen. Also wenn der Arbeitnehmer durchschnittlich $4,00 pro Stunde Trinkgeld bekommt, reduziert sich der Mindestlohn um $4,00 auf $3,25. Bekommt der Mitarbeiter im Durchschnitt $6,00 pro Stunde, reduziert sich der Mindestlohn um $5,12 auf $2,13.<\/em><br>\n<em>Die <a href=\"http:\/\/www.dol.gov\/whd\/minwage\/america.htm\">meisten Bundesstaaten haben eigene Mindestl&ouml;hne<\/a>, die oft anders sind, als der nationale. In dem Fall gilt stets der h&ouml;here Mindestlohn. Gleiches gilt f&uuml;r Arbeitnehmer, die Trinkgeld bekommen. Arbeitnehmer in dem im Artikel genannten Beispiel Washington, D.C. bekommen insgesamt mindestens $8,25, wovon mindestens $2,77 vom Arbeitgeber kommen muss.<\/em><br>\n<em>Der <a href=\"http:\/\/business.time.com\/2013\/12\/02\/fast-food-protests-planned-in-100-cities-thursday\/\">Durchschnittslohn f&uuml;r Fast-Food-Arbeitnehmer in den USA ist ca. $9,00 pro Stunde<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ex-Verfassungsrichter: Paul Kirchhof gei&szlig;elt Zinspolitik der EZB<\/strong><br>\n&ldquo;Eine Kernidee des Privateigentums ist abgeschafft&rdquo;: Ex-Verfassungsrichter Paul Kirchhof &uuml;bt scharfe Kritik an der Europ&auml;ischen Zentralbank. Durch die Niedrigzinsen werde das Grundrecht auf Eigentum verletzt, sagte der ehemalige Berater der CDU dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/paul-kirchhof-kritisiert-zinspolitik-der-ezb-a-938365.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.M.:<\/strong> Laut Paul Kirchhof gibt es ein Grundrecht auf Rendite.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmkerung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das ist selbst f&uuml;r Kirchhof extrem verr&uuml;ckte Gedankenwelt bizarr. Nat&uuml;rlich gew&auml;hrt Art. 14 GG das Recht auf Eigentum &ndash; aber ein Grundrecht auf Rendite gibt es nicht. Vielleicht kann Kirchhof als ehemaliger Verfassungsrichter auf den bisher unbekannt gebliebenen entsprechenden Grundgesetzartikel hinweisen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mails von Mappus<\/strong><br>\nNeue alte E-Mails von Ex-Regierungschef Stefan Mappus (CDU) bringen Bewegung ins hohe Haus. Ein zweiter U-Ausschuss des Landtags soll nun Licht ins vertuschte Dunkel rund um den Schwarzen Donnerstag bringen. Wie ein erster Ausschuss zum Ausschuss wurde.<br>\nZiemlich falsch ist auch falsch: Eintr&auml;chtig stellten die Regierungsfraktionen von CDU und FDP im Januar 2011 &ldquo;fest, dass es von Seiten der Politik keine direkte oder indirekte Einflussnahme auf die Polizei und den Einsatz am 30. September 2010 im Schlossgarten gegeben hat&rdquo;. Diese Bewertung war von der Beweislage schon damals nur bruchst&uuml;ckhaft gedeckt. Jetzt sprechen neue Indizien vollends dagegen &ndash; und daf&uuml;r, dass im zweiten Untersuchungsausschuss die (Vor-)Geschichte des Schwarzen Donnerstags umgeschrieben werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/141\/mails-von-mappus-1899.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><strong>Dazu: Abholzen protokolliert<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) war im Herbst 2010 &uuml;ber den Protest gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 und die Baumf&auml;llungen im Stuttgarter Schlossgarten offenbar gut unterrichtet. Das belegen Protokolle des Bundeskanzleramts&hellip;<br>\nBereits am 18. August 2010 informierte das zust&auml;ndige Verkehrs- und Baureferat 323 des Bundeskanzleramts Angela Merkel dar&uuml;ber, dass ein &ldquo;weiterer H&ouml;hepunkt der Auseinandersetzung mit den Gegnern des Projektes vermutlich die geplante F&auml;llung von etwa 280 B&auml;umen im nahe gelegenen Schlossgarten sein wird&rdquo;&hellip;<br>\nNach den Protokollen traf sich Angela Merkel am 24. September 2010 mit Bahnchef Grube zu einem Gespr&auml;ch &uuml;ber Stuttgart 21. Die Beamten des Bundeskanzleramts fertigten hierzu einen &ldquo;Gespr&auml;chsf&uuml;hrungsvermerk&rdquo; mit folgender informativer Passage an: &ldquo;Der aktuelle Protest in Stuttgart konzentriert sich auf den am 13. 8. begonnenen Teilabriss des denkmalgesch&uuml;tzten Bahnhofsgeb&auml;udes und die bevorstehende F&auml;llung von 280 B&auml;umen im Schlossgarten, richtet sich aber gegen die Verwirklichung des Projektes insgesamt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/141\/abholzen-protokolliert-1898.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> In dieser Woche wieder aktuell Kontext:Wochenzeitung ab heute im Kiosk und am Samstag als Beilage zur taz, u.a. zu folgenden Themen:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Editorial:<\/strong> Nochmal Mappus? Jawohl und zwar gr&uuml;ndlich. <\/em><\/li>\n<li><em><strong>Straftat, nein danke:<\/strong> Strafanzeigen gegen Bahnchef R&uuml;diger Grube bleiben folgenlos. Berlins Generalstaatsanwalt lehnt es ab, nach der Weiterbau-Entscheidung zu Stuttgart 21 wegen Untreue zu ermitteln.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Leviten gelesen:<\/strong> Das neue Kontext-Buch &bdquo;Politische Justiz in unserem Land&ldquo; ist druckfrisch im Handel. Am Mittwochabend (11. Dezember) wird es um 18 Uhr im W&uuml;rttembergischen Kunstverein in Stuttgart im Rahmen einer Autorenlesung vorgestellt. <\/em><\/li>\n<li><em><strong>Setzen, sechs!:<\/strong> Der gr&uuml;n-rote Ministerrat segnete eine Lehrerbildungsreform ab, die dieses Etikett kaum noch verdient. Und legte zugleich die Axt an Grundprinzipien des versprochenen Bildungsaufbruchs.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Quorum stoppt Stadtbus:<\/strong> In keinem anderen Bundesland scheitern so viele B&uuml;rgerentscheide am extrem hohen Zustimmungsquorum wie in Baden-W&uuml;rttemberg. Wie j&uuml;ngst in Pforzheim. Kontext erkl&auml;rt, warum das so ist. <\/em><\/li>\n<li><em><strong>Alles so sch&ouml;n bunt hier:<\/strong>&nbsp; Kinder stehen auf Smarties. Was drin ist, interessiert wenig. Fr&uuml;her gl&auml;nzten sie mit Aluminium, heute mit &bdquo;nat&uuml;rlichen&ldquo; Farben, an die der Nahrungsmittelkritiker Hans-Ulrich Grimm auch nicht glaubt. Kontext-Fotograf Joe R&ouml;ttgers hat bei der Produktion zugeschaut. <\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kunduz-Entscheidung des Landgerichts Bonn: Schwere Niederlage f&uuml;r das V&ouml;lkerrecht<\/strong><br>\nDas Landgericht Bonn hat am 11. Dezember 2013 die Klage von Opfern des Bombenabwurfes bei Kunduz abgewiesen. Oberst Klein hatte am 4. September 2009 befohlen, zwei auf einer Sandbank festgefahrene Tanklaster und die umstehenden Menschen durch Bombenabw&uuml;rfe zu vernichten. Etwa 140 Menschen, vorwiegend Zivilisten, kamen in den Flammen um.<br>\nDas Gericht hatte mit einer konkreten Beweisaufnahme zun&auml;chst Hoffnungen geweckt, dass das V&ouml;lkerrecht zur Geltung kommen k&ouml;nnte. Eine vom Gericht vorgeschlagene Einigung zwischen Kl&auml;gern und der beklagten Bundesregierung hatten die Regierungsvertreter abgelehnt mit dem Ziel, &bdquo;Rechtsklarheit&ldquo; herzustellen. Nun hat die Regierung ihr Recht nach dem Motto &bdquo;Recht ist, was den Waffen n&uuml;tzt&ldquo; (Helmut Kramer\/Wolfram Wette). So reihte der Richter sein Urteil auch in die Geschichte der Entscheidungen von Distomo und Varvarin ein. Deutsche Soldaten sollen auch k&uuml;nftig ohne Angst vor Strafe bombardieren d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.grundrechtekomitee.de\/node\/608\">grundrechtekomitee<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ein offener Brief von vormaligen Whistleblowern an alle Geheimdienstmitarbeiter nach Snowden<\/strong><br>\nMindestens seit den Ereignissen am 11. September 2001 arbeiten die westlichen Regierungen und die Geheimdienste an ihrer eigenen Machtausweitung und schleifen dabei den Datenschutz, die B&uuml;rgerrechte sowie die &ouml;ffentliche Kontrolle der Politik. Was vormals als paranoide Orwellsche Fantasien von Spinnern betrachtet wurde, stellt sich nach Snowden als nur ein Teil einer noch gr&ouml;sseren Sache heraus.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2013\/dec\/11\/whistleblowers-open-letter-after-snowden-revelations\">The Guardian<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.auchdieserschwachsinnmussinsinternet.de\/2013-12\/s1386778907\">b&rsquo;s weblog: Deutsche &Uuml;bersetzung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Vor Abstimmung zum Koalitionsvertrag <\/strong><br>\nDie SPD-Spitze hintergeht ihre Basis<br>\nDie Sozialdemokraten sind dabei, den ersten Wahlbetrug zu begehen. Besonders deutlich zu sehen ist das an der Befreiung der Industrie von der &Ouml;kostrom-Umlage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/vor-abstimmung-zum-koalitionsvertrag-die-spd-spitze-hintergeht-ihre-basis\/9199938.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>M&uuml;lheim: Stadt zockte laut Gutachten mit h&ouml;herem Risiko als n&ouml;tig<\/strong><br>\nBereits 2008 hat das st&auml;dtische Rechtsamt zu den Millionen-Verlusten der Stadt mit Zinswetten festgestellt, dass Ex-K&auml;mmerer Gerd Bultmann und leitende Finanzbeamte ein &bdquo;erhebliches Mitverschulden&ldquo; an dem Wettdebakel haben. Die WAZ hatte auf Akteneinsicht geklagt.<br>\nDie lange von der Stadt unter Verschluss gehaltenen Gutachten aus 2008 und 2009 zum M&uuml;lheimer Zinswetten-Debake l offenbaren, dass das st&auml;dtische Rechtsamt ein &bdquo;erhebliches Mitverschulden&ldquo; der eigenen Beamten f&uuml;r die Millionenverluste festgestellt hat. Dies hat nun die Akteneinsicht der WAZ ans Tageslicht gebracht, die das Rechtsamt nach zweieinhalbj&auml;hrigem Rechtsstreit nun gew&auml;hren musste.<br>\nStadt zockte laut Gutachten mit h&ouml;herem Risiko als n&ouml;tig&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/muelheim\/stadt-zockte-laut-gutachten-mit-hoeherem-risiko-als-noetig-id8763137.html#plx487823864\">WAZ.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Opposition darf l&auml;nger reden<\/strong><br>\nUnion, SPD und Linkspartei haben sich dar&uuml;ber verst&auml;ndigt, dass die beiden Oppositionsfraktionen einige Minuten mehr Redezeit erhalten, als ihnen im Bundestag zusteht. Die Gr&uuml;nen stimmten nicht zu&hellip;<br>\nBei kurzen Debatten von insgesamt 25 Minuten L&auml;nge soll demnach jede Oppositionsfraktion vier Redeminuten erhalten, bei 38-Minuten-Debatten sollen es f&uuml;nf Minuten sein, bei einst&uuml;ndigen Debatten betr&auml;gt der Anteil der Oppositionsfraktionen k&uuml;nftig je acht Minuten. Falls die Debatten Antr&auml;ge oder Gesetzentw&uuml;rfe der Opposition behandeln, soll der einbringenden Fraktion eine weitere Minute Zeit f&uuml;r ihre Begr&uuml;ndung zustehen. Bei aktuellen Stunden, bei denen die Redezeiten je Redner auf f&uuml;nf Minuten begrenzt sind, sollen beiden Oppositionsfraktionen je zwei Redebeitr&auml;ge zugestanden werden.<br>\nDie Gr&uuml;nen h&auml;tten nach Hinweisen aus ihrer Fraktion gerne eine andere Berechnungsgrundlage f&uuml;r die Redezeit-Verteilung eingef&uuml;hrt. Sie wollten dem Muster einiger Landtage folgen, in denen jeder Fraktion ein Grundkontingent von Redezeit je Stunde zugerechnet wird und in denen dann die verbleibenden Minuten je Stunde dann nach Fraktionsst&auml;rke aufgeteilt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/bundestag-die-opposition-darf-laenger-reden-12704757.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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