{"id":19652,"date":"2013-12-13T09:42:35","date_gmt":"2013-12-13T08:42:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652"},"modified":"2013-12-13T09:42:35","modified_gmt":"2013-12-13T08:42:35","slug":"hinweise-des-tages-2028","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652#h01\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652#h02\">Alexis Tsipras: Wir Europ&auml;er<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652#h03\">Rafael Correa: Lehren aus Lateinamerika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652#h04\">US- Kompromisshaushalt: Einigung auf Kosten des Sozialen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652#h05\">Alternativen zur Austerit&auml;t &ndash; Progressive Wachstumsstrategien f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652#h06\">Freihandelsabkommen: Extrarechte f&uuml;r Multis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652#h07\">Abwicklung maroder Banken: Ein solides Boot mit einem mies geflickten Leck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652#h08\">Von Rankings und &Ouml;konomen-Hitparaden: Einige provokante &Uuml;berlegungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652#h09\">Wenn alle in die Stadt wollen: Wohnung verzweifelt gesucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652#h10\">Tarifabschl&uuml;sse im Schnitt &uuml;ber 3 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652#h11\">Wir brauchen die Ausbildungsgarantie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652#h12\">Foodwatch zu Lebensmittelkontrollen: &ldquo;Politik sch&uuml;tzt Schmuddelbetriebe besser als Verbraucher&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652#h13\">Halten Nebenjobs Abgeordnete von der Wahrnehmung ihrer eigentlichen T&auml;tigkeit ab?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652#h14\">Paul Kirchhofs wunderbare Welt der Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652#h15\">GEW: Koalitionsvertrag unter der Lupe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652#h16\">Jens Wernicke: Dringender Appell an die KoalitionsverhandlerInnen in Hessen: Menschenrechte haben auch hier G&uuml;ltigkeit!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652#h17\">Sebastian Turner steigt beim Tagesspiegel ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652#h18\">Rezension: &bdquo;Nicht von schlechten Eltern&ldquo; Ein Buch von Undine Zimmer &uuml;ber ihre Hartz-IV-Familie<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19652&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Vorratsdatenspeicherung laut Gutachten rechtswidrig<\/strong><br>\nDie umstrittene Vorratsdatenspeicherung verst&ouml;&szlig;t nach Ansicht eines Gutachters am Europ&auml;ischen Gerichtshof gegen EU-Grundrechte. Das geht aus einem in Luxemburg ver&ouml;ffentlichten Rechtsgutachten hervor. Das Aus f&uuml;r das anlasslose Sammeln von Verbindungsdaten bedeutet dies jedoch nicht&hellip;<br>\nDas Gutachten stellt die Vorratsdatenspeicherung an sich allerdings nicht in Frage. Darin hei&szlig;t es: Die Richtlinie verfolge &ldquo;ein vollkommen legitimes Ziel, das darin besteht, die Verf&uuml;gbarkeit der erhobenen und auf Vorrat gespeicherten Daten zum Zweck der Ermittlung, Feststellung und Verfolgung schwerer Straftaten sicherzustellen, und ist unter Ber&uuml;cksichtigung der beschr&auml;nkten Kontrolle, die der Gerichtshof insoweit aus&uuml;ben kann, als zur Erreichung dieses Endziels geeignet und &ndash; vorbehaltlich der Garantien, mit denen sie versehen sein sollte &ndash; sogar erforderlich anzusehen.&rdquo;<br>\nGeneralanwalt Villalon zufolge m&uuml;ssten Einschr&auml;nkungen von Rechten der EU-Charta jedoch verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig sein und d&uuml;rften nur vorgenommen werden, wenn sie &ldquo;erforderlich&rdquo; sind.<br>\nDer Gutachter empfiehlt dem Europ&auml;ischen Gerichtshof, die beanstandete Richtlinie in seinem Urteil nicht direkt auszusetzen. Vielmehr sollten die EU-Gesetzgeber ausreichend Zeit erhalten, um die notwendigen &Auml;nderungen vorzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/europaeischer-gerichtshof-vorratsdatenspeicherung-laut-gutachten-rechtswidrig-1.1841852\">SZ<\/a>\n<p>Hier noch einmal die <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/LexUriServ\/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2006:105:0054:0063:DE:PDF\">Richtlinie .. [PDF &ndash; 95 KB]<\/a><\/p>\n<p>Und hier die Schlussantr&auml;ge des Generalanwalts Pedro Cruz Willal&ograve;n mit folgendem Ergebnis:<\/p>\n<ol>\n<li>Die Richtlinie 2006\/24\/EG des Europ&auml;ischen Parlaments und des Rates vom 15. M&auml;rz 2006 &uuml;ber die Vorratsspeicherung von Daten, die bei der Bereitstellung &ouml;ffentlich zug&auml;nglicher elektronischer Kommunikationsdienste oder &ouml;ffentlicher Kommunikationsnetze erzeugt oder verarbeitet werden, und zur &Auml;nderung der Richtlinie 2002\/58\/EG ist in vollem Umfang unvereinbar mit Art. 52 Abs. 1 der Charta der Grundrechte der Europ&auml;ischen Union, da die Einschr&auml;nkungen der Grundrechtsaus&uuml;bung, die sie aufgrund der durch sie auferlegten Verpflichtung zur Vorratsdatenspeicherung enth&auml;lt, nicht mit unabdingbaren Grunds&auml;tzen einhergehen, die f&uuml;r die zur Beschr&auml;nkung des Zugangs zu den Daten und ihrer Auswertung notwendigen Garantien gelten m&uuml;ssen.<\/li>\n<li>Art. 6 der Richtlinie 2006\/24 ist mit den Art. 7 und 52 Abs. 1 der Charta der Grundrechte der Europ&auml;ischen Union unvereinbar, soweit er den Mitgliedstaaten vorschreibt, sicherzustellen, dass die in ihrem Art. 5 genannten Daten f&uuml;r die Dauer von bis zu zwei Jahren auf Vorrat gespeichert werden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/malte-spitz.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/C_0293_2012-DE-CNC.pdf\">Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union gepostet von Malte Spitz (Die Gr&uuml;nen) [PDF &ndash; 545 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131213_01.gif\" alt=\"Vorratsdatenspeicherung\" title=\"Vorratsdatenspeicherung\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harm Bengen<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Juli Zeh zu Vorratsdaten: &ldquo;Mir stellen sich die Nackenhaare auf&rdquo;<\/strong><br>\nUnion und SPD wollen die Vorratsdatenspeicherung einf&uuml;hren, so steht es im Koalitionsvertrag. Eine &ldquo;beleidigende Respektlosigkeit&rdquo;, findet Bestseller-Autorin Juli Zeh. Im Interview erkl&auml;rt sie, warum sie schon mit der Sammlung der Daten ein Problem hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/juli-zeh-ueber-koalitionsbeschluss-zur-vorratsdatenspeicherung-a-935861.html\">Spiegel ONLINE<\/a><\/li>\n<li><strong>Sie hassen unsere Freiheit<\/strong><br>\n&ldquo;Sie hassen unsere Freiheit&rdquo;, das war der zentrale Satz in George W. Bushs Ansprache vor dem US-Kongress kurz nach den Anschl&auml;gen vom 11. September 2001. Aus heutiger Sicht trieft der Satz des damaligen US-Pr&auml;sidenten vor tiefer, trauriger Ironie.<br>\nDer Sp&auml;hskandal besteht aus der Errichtung einer weltweiten digitalen &Uuml;berwachungs- und Kontrollmaschinerie. Betrieben wird diese Riesenmaschine von einem geheim agierenden, kaum entwirrbaren Geflecht aus Beh&ouml;rden und Unternehmen, toleriert, gedeckt oder gef&ouml;rdert von substantiellen Teilen der Politik in demokratischen L&auml;ndern. Als w&auml;re das f&uuml;r sich genommen nicht f&uuml;rchterlich genug, ist eben dieser Sp&auml;hskandal nur ein Symptom. Aber wof&uuml;r?<br>\nAn diesem Dienstag haben 560 Schriftsteller, darunter f&uuml;nf Nobelpreistr&auml;ger, weltweit in &uuml;ber 30 Zeitungen einen Aufruf gegen die Total&uuml;berwachung ver&ouml;ffentlicht. Darin findet sich die Passage: &ldquo;&Uuml;berwachung durchleuchtet den Einzelnen, w&auml;hrend die Staaten und Konzerne im Geheimen operieren. Wie wir gesehen haben, wird diese Macht systematisch missbraucht.&rdquo; Diese Macht. Exakt: &Uuml;berwachung ist vom Ermittlungsinstrument gegen Verbrechen zum Machtinstrument geworden. Und zwar gegen B&uuml;rger. &ldquo;Wissen ist Macht&rdquo; in einer neuen Dimension: Wissen &uuml;ber Menschen ist Macht &uuml;ber Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/sascha-lobo-zum-spaehskandal-geheimdienste-hassen-unsere-freiheit-a-938183.html\">Spiegel ONLINE<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Alexis Tsipras: Wir Europ&auml;er<\/strong><br>\nDie Eurozone sollte gerettet werden.<br>\nEs mag sein, dass die Eurozone ein Fehler war. Ihre Charta und ihre Vertr&auml;ge sind falsch konstruiert und m&uuml;ssen von Grund auf reformiert werden. Es gibt auch Leute, die sagen, bestimmte L&auml;nder h&auml;tten niemals beitreten sollen. All diese Fragen k&ouml;nnte man diskutieren, aber ich ziehe es vor, sie den Historikern zu &uuml;berlassen.<br>\nDenn die Eurozone existiert nun mal. Wir haben eine Wirtschaftsunion und eine gemeinsame W&auml;hrung, und die unmittelbaren Alternativen sind schlechter. Ein Ausscheiden aus der Eurozone w&uuml;rde keinem Krisenstaat nutzen. Im Gegenteil. Es w&uuml;rde nur neue Probleme schaffen: die Umstellung auf eine instabile W&auml;hrung, Sturm auf die Banken, Inflation, Kapitalflucht und Auswanderung. Schon deshalb sollte Griechenland nicht freiwillig aus der Eurozone ausscheiden.<br>\nAber es gibt noch einen zweiten Grund. Das Ausscheiden Griechenlands oder eines der anderen Krisenl&auml;nder w&auml;re eine Katastrophe f&uuml;r ganz Europa. Denn sobald ein Land ausscheidet, werden die M&auml;rkte und die Spekulanten sofort fragen, wer der N&auml;chste sein wird. Das ist ein Prozess, der &ndash; einmal begonnen &ndash; nicht mehr zu stoppen ist.<br>\nUnser Interesse als Europ&auml;er ist ein anderes: Wir wollen die Eurozone ver&auml;ndern. Und hier stellen sich drei Aufgaben. Erstens m&uuml;ssen wir andere Ideen entwickeln. Zweitens m&uuml;ssen wir eine entsprechend ver&auml;nderte Krisenpolitik betreiben. Und drittens m&uuml;ssen wir zwangsl&auml;ufig die Institutionen, ja die ganze Grundlage der EU ver&auml;ndern&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2013\/12\/13.mondeText1.artikel,a0046.idx,10\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Rafael Correa: Lehren aus Lateinamerika<\/strong><br>\nWir Lateinamerikaner kennen uns mit Krisen aus. Nicht weil wir kl&uuml;ger als andere sind, sondern weil wir schon so viele Krisen durchgemacht haben. Wir haben sie stets miserabel gemanagt, weil wir immer nur ein Ziel vor Augen hatten: die Interessen des Kapitals zu sch&uuml;tzen. Was dann die ganze Region in eine langwierige Schuldenkrise st&uuml;rzte. Heute sehen wir mit Sorge, wie Europa genau den gleichen Weg einschl&auml;gt&hellip;<br>\nIn den 1970er Jahren hatten die L&auml;nder Lateinamerikas gewaltige Auslandsschulden angeh&auml;uft. Laut offizieller Geschichtsschreibung war daf&uuml;r die &ldquo;unverantwortliche&rdquo; Regierungspolitik verantwortlich: Die Staatshaushalte seien aus der Balance geraten, weil der Subkontinent nach 1945 auf das falsche Entwicklungsmodell der Importsubstitution gesetzt habe, also den Aufbau einer Industrie, um bisher importierte Waren selbst zu produzieren&hellip;<br>\nDie staatliche Haushaltskrise &ndash; Resultat des gigantischen Kapitaltransfers an die Gl&auml;ubiger &ndash; zwang mehrere lateinamerikanische Staaten, vom Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) diktierte Absichtserkl&auml;rungen (&ldquo;letters of intent&rdquo;) zu unterschreiben &ndash; eine Vorbedingung f&uuml;r die Bewilligung von IWF-Darlehen.<br>\nDiese verbindlichen Abkommen dienten zugleich als Sicherheit in den Neuverhandlungen &uuml;ber die ausstehenden Verbindlichkeiten mit den Gl&auml;ubigerstaaten, die sich im Pariser Club zusammengeschlossen hatten. Die darin formulierten Strukturanpassungsprogramme beinhalteten die &uuml;blichen Rezepte: Sparma&szlig;nahmen, h&ouml;here Preise f&uuml;r &ouml;ffentliche Dienstleistungen, Privatisierungen und anderes mehr.<br>\nDiese Ma&szlig;nahmen sollten nicht etwa zur raschen &Uuml;berwindung der Krise beitragen oder Wachstum und Besch&auml;ftigung f&ouml;rdern. Vielmehr sollten sie nur sicherstellen, dass die privaten Banken ihre ausstehenden Gelder zur&uuml;ckbekommen. Am Ende waren die betroffenen L&auml;nder immer noch verschuldet, wenn auch nicht mehr gegen&uuml;ber den Gl&auml;ubigerbanken, sondern gegen&uuml;ber dem IWF, der die Interessen der Banken sch&uuml;tzte&hellip;<br>\nDiese Darstellung der Krise d&uuml;rfte vielen Europ&auml;er vertraut vorkommen. Auch die EU leidet an einer Verschuldung, die durch den neoliberalen Fundamentalismus produziert und vertieft wurde. Bei allem Respekt f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit jeder Weltregion sind wir doch &uuml;berrascht dar&uuml;ber, dass selbst das ach so aufgekl&auml;rte Europa exakt dieselben Fehler macht, die damals in Lateinamerika begangen wurden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2013\/12\/13.mondeText1.artikel,a0045.idx,9\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> In der <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.aktaus\">aktuellen Ausgabe der Le Monde diplomatique<\/a> (morgen als Beilage zur taz und danach im Kiosk) finden Sie unter anderen interessanten Beitr&auml;gen eine ziemliche ern&uuml;chternde Analyse der Lage in Venezuela, eine realistische Analyse der politischen Lage in Bulgarien  (<a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2013\/12\/13.mondeText1.artikel,a0002.idx,0\">Staat und Mafia in Bulgarien<\/a>) und eine Darstellung, wie schwierig es in Westafrika ist, ein Schengen-Visum zu kriegen (weshalb man sich nicht wundern darf, wenn so viele es ohne Visum probieren).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>US-Kompromisshaushalt: Einigung auf Kosten des Sozialen<\/strong><br>\nEinen &ldquo;guten ersten Schritt&rdquo; nennt Barack Obama den Entwurf f&uuml;r einen US-Haushalt f&uuml;r zwei Jahre. Der Pr&auml;sident fordert die Kongress-Abgeordneten auf, dem Haushalt zuzustimmen. Der Entwurf sieht vor, Ausgabenk&uuml;rzungen in H&ouml;he von rund 63 Milliarden Dollar zu beenden. Das wird insbesondere die Milit&auml;rausgaben beg&uuml;nstigen. Das Budget f&uuml;r das Pentagon soll in dem neuen Haushalt sogar noch steigen. Ohne Steuererh&ouml;hungen wollen Ryan and Murray ihr Paket mit h&ouml;heren Flughafengeb&uuml;hren finanzieren sowie mit h&ouml;heren Eigenbeteiligungen von Staatsbediensteten an ihrer Sozialversicherung und Einschnitten in das Arbeitslosengeld. Doch von den R&auml;ndern kommt heftige Kritik an dem republikanisch-demokratischen Kompromiss. Die Dachorganisation der Gewerkschaften AFL-CIO beklagt, die Bundesbesch&auml;ftigten w&uuml;rden als &ldquo;Boxs&auml;cke&rdquo; behandelt. Von rechts rufen Tea-Party-Mitglieder dazwischen, der Entwurf sei &ldquo;verantwortungslos&rdquo; und sorge f&uuml;r einen &ldquo;k&uuml;nstlichen Frieden&rdquo; in Washington. F&uuml;r die rund 1,3 Millionen Langzeitarbeitslosen, deren Leistungen Ende dieses Monats auslaufen und infolge des Haushaltsentwurfs nicht verl&auml;ngert werden w&uuml;rden, spricht bislang niemand. Sie haben keine Lobby.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2013%2F12%2F12%2Fa0114&amp;cHash=092aaecc581969d8356510ec0cdf679a\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &Uuml;berall dasselbe: Die Angestellten der &Ouml;ffentlichen Hand sind die vorrangige Verf&uuml;gungsmasse, wenn es um das Sparen geht.<\/em><\/p>\n<p>Dazu folgendes von <strong>Paul Krugman: The Biggest Losers<\/strong><br>\n[&hellip;] if Republicans arguably lost this round, the unemployed lost even more: Extended benefits weren&rsquo;t renewed, so 1.3 million workers will be cut off at the end of this month, and many more will see their benefits run out in the months that follow. And if you take a longer perspective &mdash; if you look at what has happened since Republicans took control of the House of Representatives in 2010 &mdash; what you see is a triumph of anti-government ideology that has had enormously destructive effects on American workers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/12\/13\/opinion\/krugman-the-biggest-losers.html?partner=rssnyt&amp;emc=rss&amp;_r=0\">The New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Alternativen zur Austerit&auml;t &ndash; Progressive Wachstumsstrategien f&uuml;r Europa<\/strong>\n<ul>\n<li>Die Wachstumsmodelle in Europa vor der Krise waren unterschiedlich: Immobilienblasen in Spanien und Irland, Staatskonsum in Griechenland, hypertrophe Finanzsektoren in Gro&szlig;britannien und Zypern. Sie alle beruhten auf einer zunehmenden, meist privaten Verschuldung, f&uuml;hrten zu hohen Leistungsbilanzdefiziten und implodierten in der Finanzmarktkrise. Die staatlichen Ma&szlig;nahmen, den Finanzsektor durch Bankenrettung zu stabilisieren, erh&ouml;hten die Staatsverschuldung massiv.<\/li>\n<li>Ausgel&ouml;st durch die Probleme der griechischen Staatsverschuldung und die falsche Reaktion Europas und Deutschlands darauf, mutierte die Krise zu einer Staatsschuldenkrise. Damit bot sich der Vorwand daf&uuml;r, in den Krisenl&auml;ndern Austerit&auml;tspolitiken mit Lohnk&uuml;rzungen und Sozialabbau durchzusetzen. In der Folge brach das Wachstum ein, Arbeitslosigkeit und Armut nahmen zu, ohne dass die Staatsverschuldung gebremst werden konnte.<\/li>\n<li>Die Niedrigzinspolitik der EZB hat, wenn auch zu sp&auml;t, die Staatsschuldenpanik der Finanzm&auml;rkte beendet. Sie kann aber offensichtlich kein neues Wachstum schaffen. Dazu sind neue Investitionen notwendig. Nur ein im Zuge einer Bankenunion rekapitalisierter Bankensektor und europ&auml;ische koordinierte Wachstumsinitiativen werden diesen Prozess umsetzen k&ouml;nnen. Dazu geh&ouml;ren aber auch eine Verbesserung der Wettbewerbsf&auml;higkeit der Unternehmen der Krisenl&auml;nder und eine gerechtere Einkommensverteilung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/10409.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF &ndash; 1.6 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen: Extrarechte f&uuml;r Multis<\/strong><br>\nDas Berliner Wirtschaftsministerium hat ein teures Problem. Es tr&auml;gt das Aktenzeichen &ldquo;ARB\/12\/12&rdquo;, der schwedische Energieriese Vattenfall hat die Bundesrepublik unter dieser Nummer verklagt. Weil er wegen der Energiewende seine Atomkraftwerke fr&uuml;her als geplant abschalten musste, soll Schadensersatz her. 3,7 Milliarden Euro sollen es angeblich sein&hellip;<br>\nNoch steht Vattenfall mit dieser Klage gegen Deutschland ziemlich allein. Sie ist &uuml;berhaupt nur m&ouml;glich, weil f&uuml;r die Energiebranche in Europa eine besondere Charta gilt. Doch in Zukunft k&ouml;nnte es zur Normalit&auml;t werden, dass ausl&auml;ndische Konzerne sich Schadensersatz in Milliardenh&ouml;he erstreiten. Vor Gerichten, die kaum jemand kennt und die w&auml;hrend ihrer Prozesse niemand beobachten kann. Erm&ouml;glichen k&ouml;nnte so etwas das transatlantische Handels- und Partnerschaftsabkommen, das gerade zwischen der EU und den USA verhandelt wird. Das soll die Zust&auml;ndigkeit dieser Extragerichte auch in Europa ausbauen&hellip;<br>\nSchon jetzt liegt der Durchschnittszoll zwischen den USA und Europa bei nur vier Prozent. Damit europ&auml;ische Unternehmen k&uuml;nftig nochmals deutlich leichter in die USA exportieren k&ouml;nnen, m&uuml;ssen jetzt die sogenannten nicht tarif&auml;ren Hindernisse fallen: Das sind zum Beispiel Nahrungsmittelvorschriften und andere Standards f&uuml;r Produktsicherheit. Um auch Investitionen zu erleichtern, k&auml;mpft die EU-Kommission zudem f&uuml;r ein &ldquo;Investitionsschutzabkommen&rdquo;. Doch genau damit beginnt das Problem&hellip; Amerikanische Unternehmen k&ouml;nnten dann beispielsweise klagen, wenn EU-Umweltgesetze ihre Gewinnaussichten schm&auml;lern&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/50\/handelsabkommen-europa-usa\">Die Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Campact hat eine <a href=\"https:\/\/www.campact.de\/ttip\/appell\/5-minuten-info\/?utm_campaign=%2Fttip%2F&amp;utm_term=Mehr+Hintergrund+finden+Sie+im+5-Minuten-Info...&amp;utm_content=random-a&amp;utm_source=%2Fttip%2Fappell%2F&amp;utm_medium=Email\">Initiative gegen das TTIP-Abkommen<\/a> gestartet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Abwicklung maroder Banken: Ein solides Boot mit einem mies geflickten Leck<\/strong><br>\nGestern Nacht haben sich die Verhandler aus dem Europaparlament, dem Rat der Mitgliedsl&auml;nder und der EU-Kommission auf die neuen Regeln zur Abwicklung maroder Banken geeinigt. Die Abwicklungsrichtlinie soll in Zukunft verhindern, dass Steuerzahler Banken retten m&uuml;ssen. Gl&auml;ubiger sollen k&uuml;nftig haften und nicht die Staaten&hellip;<br>\nSven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Gr&uuml;nen im Europaparlament, kommentiert die Einigung:<br>\n&ldquo;Der Deal gleicht einem soliden Boot mit einem mies geflickten Leck. Zwar wird in Zukunft die Grundregel gelten, dass vor allen Staatshilfen Gl&auml;ubigerbeteiligung von 8% an der Bilanzsumme stattfinden muss. Erst dann d&uuml;rfen Bankenrettungsfonds eingesetzt werden. In den meisten F&auml;llen der Bankenrettungen der letzten Jahre h&auml;tte das den Steuerzahler gesch&uuml;tzt. Das ist ein gro&szlig;er Fortschritt, um dem Haftungsprinzip auch im Bankenbereich Geltung zu verschaffen. Auch konnten wir weitere geplante L&ouml;cher stopfen, etwa bei Staats&uuml;bernahmen von Banken oder dem Schutz selbst von millionenschweren Einlagen, die die sozialdemokratische Schattenberichterstatterin Ferreira aus Portugal durchsetzen wollte.<br>\nAber der Rat der Mitgliedsl&auml;nder hat ein gro&szlig;es Loch in das Rettungsboot f&uuml;r die Steuerzahler geschlagen: Staaten d&uuml;rfen Banken weiterhin pr&auml;ventiv retten (pr&auml;ventive Bankenrekapitalisierung, Art. 27 (2), d), etwa wenn Stresstest oder Bilanztest anstehen. Lediglich die Kontrolle der EU-Kommission setzt hier eine harte Grenze zum Schutz der Steuerzahler. Wenn der politische Druck der Bankenlobby nur hoch genug ist, kann das Retten von Banken weitergehen. Die Banken m&uuml;ssen sich lediglich rechtzeitig melden, damit die Rettung noch als pr&auml;ventiv gilt. Selbst die Regeln der EU-Kommission zu staatlichen Beihilfen, die ein Minimum an Gl&auml;ubigerbeteiligung sicherstellen, k&ouml;nnen bei gr&ouml;&szlig;eren Krisen wieder ausgesetzt werden.<br>\nOhnehin gelten die Regeln f&uuml;r die Haftungskaskade erst ab 2016. Wenn also im Rahmen der laufenden Bilanz- und Stresstest gro&szlig;e L&uuml;cken in den Bankbilanzen aufgedeckt werden, kann eine neue Welle von Bankenrettungen kommen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2013\/abwicklung-maroder-banken-ein-solides-boot-mit-einem-mies-geflickten-leck\/\">Sven Giegold<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Von Rankings und &Ouml;konomen-Hitparaden: Einige provokante &Uuml;berlegungen<\/strong><br>\nAber auch &uuml;ber die Erkenntnis hinaus, dass noch Arbeit vor uns liegt, bis vielleicht ein allgemein akzeptiertes Ranking f&uuml;r die gesamte &Ouml;konomenzunft vorliegt, lassen sich schon ein paar weitere Erkenntnisse zusammenfassen:\n<ol>\n<li>Traue keinem Ranking, das Du nicht selbst erstellt hast.<\/li>\n<li>Letztlich l&auml;sst sich die Gewichtung der Wertung von Ranking-Inputs immer so gestalten, dass &sbquo;gew&uuml;nschte&lsquo; Ergebnisse dabei herauskommen.<br>\n&hellip;<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ein Personenranking, das sich ausschlie&szlig;lich auf den Fachzeitschriftenoutput beschr&auml;nkt, ist eindimensional und somit grunds&auml;tzlich nicht in der Lage, die Qualit&auml;t von Wissenschaftlern ad&auml;quat abzubilden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/econstor.eu\/bitstream\/10419\/85332\/1\/769550908.pdf\">econstor [PDF &ndash; 260 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wenn alle in die Stadt wollen: Wohnung verzweifelt gesucht<\/strong><br>\nWeg vom Dorf! Immer mehr Menschen zieht es zur&uuml;ck in die Gro&szlig;st&auml;dte. Dort aber ist Wohnraum knapp und teuer. Oft unbezahlbar vor allem f&uuml;r Familien und Rentner. betrifft begleitet Rivalen im Rennen um Wohnungen und zeigt, wer an dem Mangel verdient und wie die Politik helfen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/betrifft\/betrifft-wohung-suchen-verzweifelt\/-\/id=98466\/nid=98466\/did=12320180\/1eg2ti2\/index.html\">SWR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Zu den zumindest &ouml;konomischen Gewinnern der &bdquo;Landflucht&ldquo; z&auml;hlen Mieter und H&auml;uslebauer\/-k&auml;ufer in den l&auml;ndlichen Regionen, wo die Preise seit Jahren mindestens stagnieren und oft sogar sinken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Tarifabschl&uuml;sse im Schnitt &uuml;ber 3 Prozent<\/strong><br>\nDie Tarifabschl&uuml;sse 2013 sahen in den meisten Branchen f&uuml;r dieses Jahr Tarifsteigerungen zwischen 2 und 4 Prozent vor, mit einem Schwerpunkt zwischen 3 und 3,5 Prozent. In den l&auml;nger laufenden Abschl&uuml;ssen bewegen sich die Steigerungsraten f&uuml;r das kommende Jahr zwischen 1,8 und 3,0 Prozent&hellip;<br>\nDas zeigt die Tarifbilanz des WSI-Tarifarchivs in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung (siehe &Uuml;bersicht im Anhang). Der Anstieg der Verbraucherpreise bleibt in diesem Jahr mit rund 1,5 Prozent sehr moderat. &ldquo;Auf das ganze Jahr gerechnet ist daher mit einer realen Steigerung der Tarifverdienste von gut einem Prozent zu rechnen&rdquo; sagt WSI-Tarifexperte Dr. Reinhard Bispinck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2013_12_12.pdf\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung [PDF &ndash; 140 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wir brauchen die Ausbildungsgarantie<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich der Ver&ouml;ffentlichung aktueller Zahlen zum Ausbildungsmarkt erkl&auml;rte Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, am Donnerstag in Berlin:<br>\n&bdquo;Die Bilanz des Ausbildungsjahres 2013 ist verheerend: Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsvertr&auml;ge ist mit 530.715 auf den mit Abstand niedrigsten Wert seit der Deutschen Einheit gefallen. Erneut ist die Zahl der Berufsausbildungspl&auml;tze um 20.544 Stellen und damit 3,7 Prozent gesunken. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen fliehen aus der Ausbildung. Die Quote der Ausbildungsbetriebe ist mit  21,7 Prozent auf dem tiefsten Stand seit 1999 angelangt. Gleichzeitig k&ouml;nnen vor allem Betriebe in den Problembranchen mit schlechter Ausbildungsqualit&auml;t &ndash; wie etwa Gastst&auml;tten und Hotels &ndash; ihre Ausbildungspl&auml;tze oft nicht besetzen. Junge Menschen mit Hauptschul- und mittlerem Schulabschluss schaffen allzu oft noch immer nicht den Sprung von der Schule in die Ausbildung. Noch immer befinden sich rund 267.000 Jugendliche in den Warteschleifen des &Uuml;bergangsbereichs&hellip;<br>\nDer bisher niedrigste Stand  an abgeschlossenen Ausbildungsvertr&auml;gen wurde im Jahr 2005 mit 550.180 erreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++1d607b44-6311-11e3-81b7-00188b4dc422\">DGB<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsvertr&auml;ge erneut gesunken &ndash; Passungsprobleme nehmen zu<\/strong><br>\nDie Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsvertr&auml;ge ist 2013 auf einen historischen Tiefstand gefallen. Sowohl das Ausbildungsplatzangebot als auch die Ausbildungsplatznachfrage gingen im Vergleich zum Vorjahr zur&uuml;ck. Zugleich nahmen die Passungsprobleme zu: ein h&ouml;herer Anteil des betrieblichen Ausbildungsangebots blieb unbesetzt, und mehr Ausbildungsplatznachfrager blieben bei ihrer Ausbildungsplatzsuche erfolglos. Insgesamt verschlechterte sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt zu Lasten der Jugendlichen, und es gelang nicht mehr im selben Ausma&szlig; wie in den drei Jahren zuvor, ausbildungsinteressierte Jugendliche an dualer Berufsausbildung zu beteiligen. Auf Seiten der Betriebe zeichnen sich zunehmende Stellenbesetzungsprobleme vor allem im Handwerk und in der Landwirtschaft ab.<br>\nSo wurden 2013 bundesweit rund 564.200 Ausbildungsplatzangebote registriert (-20.300 beziehungsweise -3,5 % gegen&uuml;ber dem Vorjahr). Von diesen waren 542.600 betriebliche Angebote (-16.100 beziehungsweise -2,9 %) und 21.700 &ldquo;au&szlig;erbetrieblich&rdquo;, das hei&szlig;t &uuml;berwiegend &ouml;ffentlich finanzierte und zus&auml;tzlich bereitgestellte Pl&auml;tze (-4.200 beziehungsweise -16,3 %). Im Zust&auml;ndigkeitsbereich von Industrie und Handel sank die Zahl der Ausbildungsplatzangebote bundesweit im Vergleich zum Vorjahr um 14.200 (-4,0 %), im Handwerk um 4.700 (-3,0 %).<br>\nDie Zahl der Ausbildungsplatznachfrager\/-innen verringerte sich bundesweit um 13.000 beziehungsweise -2,1 % auf insgesamt 614.300. Verglichen mit dem Jahr 2007 nahm die Ausbildungsnachfrage um 142.600 beziehungsweise -18,8 % ab. Ursache hierf&uuml;r ist vor allem die demografische Entwicklung in Deutschland.<br>\nDie Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsvertr&auml;ge sank gegen&uuml;ber dem Vorjahr um 20.500 beziehungsweise 3,7 % auf 530.700. So wenig neu abgeschlossene Ausbildungsvertr&auml;ge gab es im wiedervereinigten Deutschland noch nie. In Ostdeutschland wurden in diesem Jahr 74.200 Neuabschl&uuml;sse registriert (-4.700 bzw. -5,9 %). Im Jahr 1999 waren es noch 148.800. In Westdeutschland fiel die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsvertr&auml;ge im Vergleich zum Vorjahr auf 456.500 (-15.900 beziehungsweise &ndash; 3,4 %).<br>\n2013 konnten 6,2 % (2012: 6,0 %) der betrieblichen Ausbildungsplatzangebote nicht besetzt werden. Dabei fiel die Quote in Ostdeutschland mit 8,4 % deutlich h&ouml;her aus als in Westdeutschland mit 5,8 %. Die Zahl der unbesetzten Ausbildungspl&auml;tze stieg bundesweit um +300 beziehungsweise + 0,8 % auf 33.500. Dies ist der h&ouml;chste Wert seit 1996. Dass es zu einem erneuten Anstieg der unbesetzten Ausbildungspl&auml;tze kam, obwohl die Zahl der betrieblichen Ausbildungsangebote insgesamt zur&uuml;ckging, zeigt, dass es f&uuml;r die Betriebe zunehmend schwieriger wird, Auszubildende zu finden.<br>\nGestiegen ist auch die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber, die zum Stichtag 30. September weiterhin auf Ausbildungsplatzsuche sind. Sie umfasst 83.600 Personen (+ 7.600 beziehungsweise + 10,0 %). Darunter befinden sich rund 21.000 Jugendliche ohne und rund 62.500 Jugendliche mit alternativem Verbleib.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bibb.de\/de\/65816.htm\">Bundesinstitut f&uuml;r Berufsbildung (BiBB), dort auch weitere Tabellen<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da h&ouml;ren wir st&auml;ndig Klagen &uuml;ber den &bdquo;Fachkr&auml;ftemangel&ldquo; und die Zahl der Ausbildungsvertr&auml;ge sinkt auf einen Tiefstand.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131213_02.gif\" alt=\"Ausbildungsvertr&auml;ge sinkt auf einen Tiefstand\" title=\"Ausbildungsvertr&auml;ge sinkt auf einen Tiefstand\"><br>\n<em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bibb.de\/images\/inhalte\/grafik_fachbeitrag_2013.jpg\">BiBB<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Nicht einmal ein Drittel aller Betriebe sieht einen Anlass selbst etwas gegen den &bdquo;Fachkr&auml;ftemangel&ldquo; zu tun. Gerade bei Industrie- und Handel gab es einen &uuml;berdurchschnittlichen R&uuml;ckgang des Ausbildungsangebots (4,2 %).<br>\nDie Zahl der ausbildungsinteressierten Personen liegt mit 816.500 Personen noch deutlich h&ouml;her als die offiziell registrierte Ausbildungsplatznachfrage (614.300 Personen) und schon gar die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsvertr&auml;ge (530.700 Personen).<br>\nMit minus 5,9% ist der R&uuml;ckgang der Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsvertr&auml;ge im Osten Deutschlands (inkl. Berlin) gegen&uuml;ber dem Westen minus 3,4% besonders hoch. Am h&ouml;chsten ist der R&uuml;ckgang im Saarland mit minus 11,6%.<br>\nDie absolute Zahl der am 30. September noch unbesetzten Ausbildungspl&auml;tze hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Belief sie sich 2005 noch auf 12.600, waren es 2013 bereits 33.500.<br>\nAnteil der zum Stichtag 30. September noch unbesetzten Berufsausbildungsstellen an allen gemeldeten betrieblichen Stellen 2009 bis 2013 in Deutschland (in %):<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131213_03.gif\" alt=\"Berufsausbildungsstellen an allen gemeldeten betrieblichen Stellen 2009 bis 2013 in Deutschland\" title=\"Berufsausbildungsstellen an allen gemeldeten betrieblichen Stellen 2009 bis 2013 in Deutschland\"><\/p>\n<p><em>Die Besetzungsprobleme nehmen vor allem dort zu, wo der Anteil der Bewerber mit ausl&auml;ndischer Staatsangeh&ouml;rigkeit steigt. Dies selbst dann, wenn die schulische Vorbildung gleich ist, mit der von Personen deutscher Staatsangeh&ouml;rigkeit.<br>\nDie Zahl der erfolglosen Ausbildungsplatznachfrager liegt mit 83.600 Nachfragen knapp 10% h&ouml;her als im Vorjahr und um rd. 50.000 h&ouml;her als die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen.<br>\nDie h&ouml;chsten Anteile erfolgloser Ausbildungsstellenbewerber (an allen gemeldeten Ausbildungsstellenbewerbern) wurden 2013 in den L&auml;ndern Hamburg (28,7%), Niedersachsen (19,4%) Schleswig-Holstein (19,2%) und Bremen (18,6%) gemessen. Die niedrigsten Anteile wurden in Th&uuml;ringen (8,5%), Bayern (9,5%), Mecklenburg-Vorpommern (9,7%) und Sachsen-Anhalt (9,7%) beobachtet.<br>\nVon den noch suchenden Bewerbern 2013 verf&uuml;gten 40,8% &uuml;ber einen mittleren Schulabschluss und 25,1% sogar &uuml;ber eine Studienberechtigung. Bei den Bewerbern, die in eine Berufsausbildungsstelle einm&uuml;nden, f&auml;llt der Anteil der Personen mit mittlerem Abschluss mit 47,8% deutlich h&ouml;her, der Anteil der Studienberechtigten mit insgesamt 19,6% dagegen deutlich niedriger aus:<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131213_04.gif\" alt=\"Ausbildungsmarktstatistik\" title=\"Ausbildungsmarktstatistik\"><\/p>\n<p><em>In die so vorbildlich gelobte &bdquo;duale Berufsausbildung&ldquo; m&uuml;nden insgesamt nur 65% der ausbildungsinteressierten Jugendlichen ein. (66,6% m&auml;nnlich, 62,7% weiblich. Mit insgesamt r&uuml;ckl&auml;ufiger Tendenz und).<br>\nDie betr&uuml;blichste Tatsache ist allerdings, dass sich immer noch rund 267.000 Jugendliche in den Warteschleifen des &Uuml;bergangsbereichs befinden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Foodwatch zu Lebensmittelkontrollen: &ldquo;Politik sch&uuml;tzt Schmuddelbetriebe besser als Verbraucher&rdquo;<\/strong><br>\nGammelfleisch, Betrug mit Analogk&auml;se, Pferdefleisch in Fertigprodukten: Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch beklagt, dass es in Deutschland viel zu wenige Lebensmittelkontrollen gibt. Hinzu komme eine katastrophale Informationspolitik der Beh&ouml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/foodwatch-zu-lebensmittelkontrollen-politik-schuetzt-schmuddelbetriebe-besser-als-verbraucher-1.1842042\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p>Dazu passt: <strong>ARIWA erstattet Strafanzeige gegen einen der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Schweinehalter<\/strong><br>\nTierrechtler dokumentieren mit Undercover-Aufnahmen massenweise Verst&ouml;&szlig;e gegen Tierschutzrecht. Animal Rights Watch erstattet Strafanzeige gegen einen der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Schweinehalter. ARD Brisant berichtet dar&uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ariwa.org\/aktivitaeten\/aufgedeckt\/recherchearchiv\/698-strafanzeige-gegen-mega-schweinehalter.html\">Animal Rights Watch<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Halten Nebenjobs Abgeordnete von der Wahrnehmung ihrer eigentlichen T&auml;tigkeit ab?<\/strong><br>\nEine Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaft zeigt f&uuml;r die letzte Legislaturperiode, dass Nebenjobs nicht nur auf Kosten der Anwesenheitszeiten im Parlament gehen, sondern auch andere Aktivit&auml;ten beeintr&auml;chtigen&hellip;<br>\nSteinbr&uuml;ck war aber keineswegs ein Sonderfall. Viele Abgeordnete, vor allem aus den Reihen der Union und der FDP hatten in der letzten Legislaturperiode Millionen nebenbei verdient. 2012 hatte abgeordnetenwatch.de eruiert, dass 192 der 620 Abgeordneten ihre Di&auml;ten mit mindestens 22,5 Millionen aufgestockt hatten, 126 hatten einen Nebenverdienst in der H&ouml;chststufe von &ldquo;&uuml;ber 7000 Euro&rdquo; angegeben&hellip;<br>\nNach Arnolds Untersuchungen gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen der Zahl der Nebent&auml;tigkeiten und der parlamentarischen Aktivit&auml;ten, d.h. die bezahlten Nebenjobs gehen auf Kosten der T&auml;tigkeiten, f&uuml;r die ein Abgeordneter gew&auml;hlt und mit Steuergeldern bezahlt wird. Bekannt war schon durch Untersuchungen, dass Nebenjobs dazu f&uuml;hren, dass Abgeordnete weniger oft im Parlament an Sitzungen teilnehmen. Arnold hat erstmals noch weitere Aktivit&auml;ten untersucht. Wer nebenbei verdient, ist weniger h&auml;ufig im Parlament anwesend, er h&auml;lt weniger oft Reden oder engagiert sich Redebeitr&auml;ge, er startet weniger parlamentarische Anfragen und beteiligt sich auch weniger an Gruppeninitiativen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40549\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Paul Kirchhofs wunderbare Welt der Wirtschaft<\/strong><br>\nDas vorab: Ich halte Paul Kirchhof f&uuml;r einen gro&szlig;en Verfassungsrechtler und Rechtsphilosophen, auch wenn ich etwa mit seinen Thesen zur Rolle der Nation nicht &uuml;bereinstimme.  Wenn er sich allerdings in das Feld der &Ouml;konomie begibt, macht er einen Fehler, den viele Juristen machen: Er ist so fasziniert von der normativen Kraft des Rechts, dass er soziale und &ouml;konomische Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten ausblendet.  So kommt es zu Interviews wie heute im Handelsblatt, &uuml;ber die man nur den Kopf sch&uuml;tteln kann&hellip;<br>\nPaul Kirchhof wollte einmal Finanzminister werden. Mit solchen Ideen h&auml;tte er das Land innerhalb einer Legislaturperiode ruiniert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2013\/12\/11\/paul-kirchhofs-wunderbare-welt-der-wirtschaft_6868\">Blog Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>GEW: Koalitionsvertrag unter der Lupe<\/strong><br>\n&bdquo;Wir werden in den n&auml;chsten vier Jahren seitens des Bundes den Hochschulen mehr Geld zur Grundfinanzierung zur Verf&uuml;gung stellen&ldquo;, wird vollmundig versprochen.<br>\nDas klingt viel versprechend, aber die Antwort auf die Frage, wie das erreicht werden soll, bleiben die Koalitionsparteien schuldig. Auch wenn das Kooperationsverbot f&uuml;r die Hochschulen einige Schlupfl&ouml;cher aufweist: Nach wie vor verbietet das von der letzten Gro&szlig;en Koalition 2006 &uuml;berarbeitete Grundgesetz (F&ouml;deralismusreform) dem Bund, die L&auml;nder auf Dauer und in der Fl&auml;che in der Hochschulfinanzierung zu unterst&uuml;tzen. Sogar die Bund-L&auml;nder-Gemeinschaftsaufgabe Hochschulbau wurde abgeschafft, die Zweckbindung der &uuml;bergangsweise vom Bund bereit gestellten Kompensationsmittel l&auml;uft 2014 aus, ab 2020 entfallen sie ganz. Auf eine Verfassungs&auml;nderung zur Aufhebung oder wenigstens Lockerung des Kooperationsverbots haben sich CDU, CSU und SPD jedoch gerade nicht verst&auml;ndigt, obwohl sie &uuml;ber die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit in Bundestag und Bundesrat verf&uuml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gew.de\/Koalitionsvertrag_unter_der_Lupe.html\">GEW<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Protest gegen Kahlschl&auml;ger: K&uuml;rzungswelle an Hochschulen<\/strong><br>\nDie kommende Bundesregierung verspricht eine &ldquo;klare Priorit&auml;tensetzung&rdquo; zugunsten von Bildung. Die Realit&auml;t sieht anders aus. In einer ganzen Reihe von Bundesl&auml;ndern drohen massive K&uuml;rzungen bei Schulen und Hochschulen. Vor allem in den neuen Bundesl&auml;ndern stehen tausende Studienpl&auml;tze und etliche Studieng&auml;nge zur Disposition. Aber auch in Bremen, in Berlin und im Saarland deckt das vorhandene Geld l&auml;ngst nicht den Bedarf. In dieser Woche traten Studierende mancherorts gegen die Misere in Aktion. War das der Anfang gr&ouml;&szlig;erer Proteste?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/kuerzungswelle-an-hochschulen.php\">Studis Online<\/a><\/p>\n<p>Dazu noch: <strong>Hochschulen: Freiheitskampf gegen Militarisierung durch R&uuml;stungs-Drittmittel<\/strong><br>\nDas B&uuml;ndnis &ldquo;Bildung braucht Zukunft&rdquo; (1) hat vom 9. bis 12. Dezember zu bundesweiten Aktionstagen gegen die K&uuml;rzungen an den Hochschulen aufgerufen. Auf der genannten Webseite finden sich Lageberichte und geplante Aktionen in Bremen, Rostock, Greifswald, Erfurt und Magdeburg. Unter dem treffenden Titel &bdquo;Alma Kater&ldquo; berichtete &bdquo;Die Welt am Sonntag&ldquo; (WamS) am 8. Dezember von &uuml;berf&uuml;llten Vorlesungen, verrottenden Bauten und einem Infrastruktur-Zusammenbruch in Erlangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=19783\">NRHZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Jens Wernicke: Dringender Appell an die KoalitionsverhandlerInnen in Hessen: Menschenrechte haben auch hier G&uuml;ltigkeit!<\/strong><br>\nDie Gruppe Inklusionsbeobachtung (GIB) Hessen, ein breites zivilgesellschaftliches B&uuml;ndnis aus Sch&uuml;lern, Eltern, Lehrern und anderen, hat sich mit dem dringenden Appell an die schwarz-gr&uuml;nen Koalition&auml;re in Hessen gewandt, sich endlich klar zu inklusiver Bildung zu bekennen und die f&uuml;r diese notwendigen Bedingungen und Voraussetzungen zu schaffen. Erneut kritisierte sie dabei aufs Sch&auml;rfste das &bdquo;Relativieren, Leugnen und Ablenken&ldquo; (O-Ton Frau Prof. Anne-Dore Stein, Vorsitzende des Vereins Politik gegen Aussonderung e.V.) der bisherigen Landesregierung zum Thema.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=19724\">NRHZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sebastian Turner steigt beim Tagesspiegel ein<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Werbe-Manager (Scholz + Friends) und Medienunternehmer Sebastian Turner wird Gesellschafter und Herausgeber beim Berliner Tagesspiegel. Wie die Zeitung mitteilt, erwirbt er von Verleger Dieter von Holtzbrinck zum 1. Januar 2014 20 Prozent an dem Blatt. Gleichzeitig wird er neben Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo Herausgeber und soll den Tagesspiegel in Print und Digital gemeinsam mit Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und Chefredaktion weiterentwickeln.<br>\nGemeinsam mit Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Florian Kranefu&szlig; und den amtierenden Chefredakteuren Stephan-Andreas Casdorff und Lorenz Maroldt soll Turner den Tagesspiegel im Print und im Digitalen weiterentwickeln und die Kernmarke &ldquo;durch Innovationen um markenaffine Produkte arrondieren&rdquo;.<br>\nTurner engagierte sich zudem f&uuml;r die Lobby-Gruppierung &ldquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo; und kandierte 2012 als parteiloser Kandidat erfolglos f&uuml;r CDU, FDP und Freie W&auml;hler bei der Oberb&uuml;rgermeisterwahl in Stuttgart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/print\/sebastian-turner-steigt-beim-tagesspiegel-ein\/2013\/12\/12.html?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nun wissen wir also, was wir k&uuml;nftig vom Tagesspiegel zu erwarten haben. Es ist be&auml;ngstigend wie immer mehr &bdquo;liberale&ldquo; Zeitungen in die F&auml;nge von Propagandisten der neoliberalen Politik geraten. Hatten die fr&uuml;her (vielleicht sogar konservativen) Verleger- und Herausgeberfiguren wenigstens noch ein journalistisches Ethos, so dringen in die Verlage und die Entscheidungsebenen der Tageszeitungen immer mehr Kampagnenmanager ein. Siehe auch <a href=\"http:\/\/meedia.de\/internet\/thurm-soll-funkes-digitalsparte-ausbauen\/2013\/12\/12.html?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">Mark Multhaup wird gesch&auml;ftsf&uuml;hrender WAZ-Redakteur<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Rezension: &bdquo;Nicht von schlechten Eltern&ldquo; Ein Buch von Undine Zimmer &uuml;ber ihre Hartz-IV-Familie<\/strong><br>\nUndine Zimmer &ndash; Jahrgang 1979 &ndash; hat Gl&uuml;ck gehabt. Trotzalledem und alledem. Denn ihre Mutter hat trotz der Armut als alleinerziehende Langzeitarbeitslose durch ein unerm&uuml;tlich am Humanismus orientiertes Bildungsideal ihrer Tochter in allem bedr&auml;ngenden materiellen Mangel eine Kindheit in gewissen, haltgebenden Strukturen erm&ouml;glichen k&ouml;nnen. Das durchschnittliche Schicksal von arbeitslosen Unterschichtsfamilien sieht anders aus. Deren Abstand von jeglicher gesellschaftlicher Anerkennung zieht sie oft quasi zwangsl&auml;ufig in einen untr&ouml;stlichen Sog von Depression und Sucht, zumal die bet&auml;ubenden legalen &bdquo;Angebotsdrogen&ldquo; immer schon um die Ecke im Discounter f&uuml;r sie bereitliegen, flankiert von den frohen Botschaften des Konsumfernsehens. Nur also diese relativ seltene Ausnahmebedingung ihrer aller Widrigkeiten zum Trotz bildungshungrigen Mutter darf als Chance f&uuml;r die begabte Undine Zimmer begriffen werden, sich aus der Exklusion heraus schreiben zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/131213_Hinweise_Rezension_Hartz_IV_Familie_Baeumler.pdf\">Eine Rezension von Marianne B&auml;umler [PDF &ndash; 50 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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