{"id":19673,"date":"2013-12-17T09:07:30","date_gmt":"2013-12-17T08:07:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673"},"modified":"2015-11-09T14:09:40","modified_gmt":"2015-11-09T13:09:40","slug":"hinweise-des-tages-2030","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673#h01\">Albrecht M&uuml;ller bei Bayern 2 &bdquo;1 zu 1 der talk&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673#h02\">Kabinett<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673#h03\">SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673#h04\">Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673#h05\">Mehdorn und der BER &ndash; Von wegen &Uuml;berflieger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673#h06\">Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673#h07\">Paul Krugman: Warum Ungleichheit so wichtig ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673#h08\">Gipfel der gebrochenen Versprechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673#h09\">Prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673#h10\">Gro&szlig;e Koalition f&uuml;hrt zu Zwangsriestern f&uuml;r Geringverdiener<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673#h11\">Schwarzbuch Telekom &ndash; Verst&ouml;&szlig;e gegen Vereinigungsfreiheit, Menschenrechte und Arbeitsrecht im Ausland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673#h12\">Neuer Rekord: 350% Sanktion!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673#h13\">Klagen &uuml;ber Missst&auml;nde in der Versicherungsbranche: Ausgebeutete britische Rentner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673#h14\">P&auml;dagogen: Gleiche Arbeit f&uuml;r weniger Geld?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673#h15\">Washingtons Drehscheibe in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673#h16\">Der zornige Wortarbeiter &ndash; Georg Schramm beendet seine Kabarettkarriere<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Albrecht M&uuml;ller bei Bayern 2 &bdquo;1 zu 1 der talk&ldquo;<\/strong><br>\nDen Krieg erlebt Albrecht M&uuml;ller als Bub hautnah mit, sieht den Feuerschein der brennenden St&auml;dte Mannheim und Heilbronn am Himmel, zu Hause werden immer wieder ausgebombte Menschen untergebracht. Gepr&auml;gt von diesen Erfahrungen und vom christlichevangelischen Elternhaus sind die Friedensbewegung der damaligen Zeit und der Kampf gegen die Wiederbewaffnung f&uuml;r ihn die gro&szlig;en Themen seiner Jugend.<br>\nAn den Schaltstellen der Macht<br>\nSozialisiert wird er aber auch durch den Vater, der einen Z&uuml;ndholz-Gro&szlig;handel betreibt und den Albrecht auf dessen Gesch&auml;ftsreisen und Verhandlungen immer wieder begleitet. So lernt Albrecht M&uuml;ller fr&uuml;h die Verbindung der Themen Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit kennen. Und sie lassen ihn nicht mehr los. Weder beim Volkswirtschaftsstudium in Berlin, noch als Politiker. Eine Karriere, die ihn an die Schaltstellen der Macht f&uuml;hrt: Zun&auml;chst als Redenschreiber f&uuml;r den damaligen Wirtschaftsminister Schiller, danach als Wahlkampfmanager f&uuml;r Willy Brandt und Leiter der Planungsabteilung im Kanzleramt bis 1982.<br>\nPolitik und pers&ouml;nliches<br>\nIn &ldquo;Eins zu Eins. Der Talk&rdquo; bei Stefan Parrisius l&auml;sst Albrecht M&uuml;ller aber nicht nur einen Blick ins &ldquo;Eingemachte der Politik&rdquo; zu. Er erz&auml;hlt auch &uuml;ber sehr Pers&ouml;nliches: Zum Beispiel &uuml;ber seine Frau Anke, die seit fast vier Jahren im Koma liegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/eins-zu-eins-der-talk\/albrecht-mueller-100.html\">Bayern 2<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kabinett<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Von der Leyen im Wehrressort: Achtung, die Gewinnerin kommt!<\/strong><br>\nEine Frau als Verteidigungsministerin? Das hat es in Deutschland noch nicht gegeben, das weckt Neugier &ndash; bei den Soldaten, aber auch beim Publikum. Mit ihrer Idee, Ursula von der Leyen zur neuen Chefin des Wehrressorts zu k&uuml;ren, ist Angela Merkel ein geschickter Schachzug gelungen. Und das gleich aus mehreren Gr&uuml;nden:<br>\nVon der Leyen ist eine der beliebtesten Politikerinnen in Deutschland. Sie beim voraussichtlichen Verlust des Arbeitsministeriums an die SPD mit einem weniger wichtigen Ressort wie etwa dem Gesundheitsministerium abzufinden, w&uuml;rden weder sie noch die W&auml;hler verstehen. Merkel umgeht einen unangenehmen Konflikt mit der ehrgeizigen Unionsfrau und kritische Nachfragen der &Ouml;ffentlichkeit. Von der Leyen bleibt an herausgehobener Position, davon kann die Union bei den Zustimmungswerten insgesamt profitieren.<br>\nAngela Merkel wird nicht ewig Kanzlerin bleiben, Ursula von der Leyen k&ouml;nnte sich im Verteidigungsministerium ebenfalls f&uuml;r ihre Nachfolge warmlaufen. Dann h&auml;tte Merkel die Wahl, wem sie das Zepter &uuml;bergeben will. Die Aufmerksamkeit der &Ouml;ffentlichkeit wird Ursula von der Leyen sicher sein &ndash; schon bald d&uuml;rfte sie sich als &ldquo;Mutter der Kompanie&rdquo; profilieren und bei den Soldaten Punkte machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ursula-von-der-leyen-uebernimmt-das-verteidigungsministerium-a-939141.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine nette Volte von Merkel. Und die Kampagnen- und PR-Journaille steht, wie am obigen Artikel zu sehen, bereits Gewehr bei Fu&szlig; (man beachte die &Uuml;berschrift). Ist von der Lying damit bereits als Merkel Nachfolgerin gesetzt? Das w&auml;re absolut konsequent und ehrlich. Eine lupenreine Angeh&ouml;rige der Oberschicht als n&auml;chste Bundeskanzlerin. Dies w&uuml;rde dann perfekt zu den gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen in Deutschland passen &ndash; die Wahlbeteiligung in den weniger privilegierten Bev&ouml;lkerungsschichten sinkt nach aktuellen Studien best&auml;ndig (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h06\">hier<\/a>). Und Mutti in modernerer und dynamischer Ausgabe, wenn das nicht zieht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Datenautobahn&rdquo; reloaded &ndash; Wadenbei&szlig;er als Internet-Minister<\/strong><br>\nAngela Merkel betritt wieder einmal Neuland. Die Bundeskanzlerin kann nach Monaten des z&auml;hen Ringens endlich eine Regierung pr&auml;sentieren &ndash; und mit ihr ein Ministerium, das es in der Form noch nicht gab.  Der Verkehrsminister erh&auml;lt n&auml;mlich noch ein paar zus&auml;tzliche Aufgaben, die halbwegs verwandt klingen: Der &ldquo;Minister f&uuml;r Verkehr&rdquo; ist gleichzeitig der Minister f&uuml;r &ldquo;digitale Infrastruktur&rdquo;.<br>\nWie die beiden v&ouml;lligen unterschiedlichen Aufgabenbereiche zusammenpassen sollen &ndash; unklar. Vielleicht lag es ja an einem Modewort aus dem vergangenen Jahrhundert, das zusammenf&uuml;hrte, was nicht zusammengeh&ouml;rt: die Datenautobahn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/internet\/dobrindt-wadenbeisser-als-internet-minister\/2013\/12\/16.html?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">Meedia<\/a><\/li>\n<li><strong>Klaus T&ouml;pfer wird neuer Vorsitzender des Rates Agora Energiewende<\/strong><br>\nDer ehemalige Bundesumweltminister und Gr&uuml;ndungsdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS), Klaus T&ouml;pfer, wird neuer Vorsitzender des Rates der Agora Energiewende. Er folgt auf Rainer Baake, der von der neuen Bundesregierung als Staatssekret&auml;r ins Bundeswirtschaftsministerium unter Sigmar Gabriel berufen werden soll. Das gaben die Stiftung Mercator und die European Climate Foundation heute bekannt. Patrick Graichen, bisher stellvertretender Direktor der Agora Energiewende, wird ab Januar 2014 ihr Direktor und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer. Rainer Baake wird der Agora Energiewende in seiner neuen Funktion als einfaches Mitglied des Rates erhalten bleiben&hellip;<br>\n&bdquo;Die Arbeit der Agora Energiewende wird auch in der kommenden Legislaturperiode eine zentrale Rolle bei den Fragen der Umsetzung der Energiewende spielen. Eine enge Verbindung zwischen dieser erfolgreichen Arbeit der Agora und den energiepolitischen Aktivit&auml;ten des IASS st&auml;rkt die Arbeit f&uuml;r die gemeinsamen Ziele&ldquo;, so Klaus T&ouml;pfer&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.agora-energiewende.de\/themen\/die-energiewende\/detailansicht\/article\/erfolgreiche-arbeit-der-agora-energiewende-wird-mit-klaus-toepfer-als-neuem-vorsitzenden-des-rates-f\/%20\">Agora Energiewende<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass Rainer Baake Staatssekret&auml;r im vom Sigmar Gabriel geleiteten Wirtschafts- und Energieministerium werden soll, ist eine kleiner Lichtblick. Einen gr&uuml;nen Staatssekret&auml;r zu berufen, der unter\/&uuml;ber Fischer und Trittin gedient hat, ist jedenfalls eine bemerkenswerte Personalie. Auch dass der Pr&auml;sident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth Staatssekret&auml;r bei der neuen Umweltministerin Barbara Hendricks werden soll, &uuml;berrascht.<\/em><br>\n<em>Siehe zu den beamteten und parlamentarischen Staatssekret&auml;ren der neuen Regierung <a href=\"http:\/\/www.general-anzeiger-bonn.de\/bonn\/Ulrich-Kelber-wird-Parlamentarischer-Staatssekretaer-im-Justizministerium-article1222964.html\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>SPD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die SPD muss Merkel zur Kanzlerin machen<\/strong><br>\nKaum steht die gro&szlig;e Koalition, da sprie&szlig;en die Legenden. Ihre gr&ouml;&szlig;ten Bl&uuml;ten: Gabriel sei der starke Mann, und Merkel habe den Zenit &uuml;berschritten. Fakt ist: Merkel hat ihr Wahlziel erreicht. Sie wird heute erneut zur Kanzlerin gew&auml;hlt. Gabriel hat sein Wahlziel verfehlt. Er muss Merkel ins Amt hieven. Das ist f&uuml;r sie und die Union ein Triumph, f&uuml;r Gabriel und die SPD, die in Merkel eine Ursache ihres Elends sieht, eher dem&uuml;tigend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2013\/12\/17\/die-spd-muss-merkel-zur-kanzlerin-machen\/?utm_source=Neolox+Mailings&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Gro%C3%9Fe+Koalition&amp;utm_content=Mailing_6990494%20\">Post von Horn<\/a><\/li>\n<li><strong>Groko steht &ndash; und was dahinter?<\/strong><br>\nJetzt ist die Katze also aus dem Sack und alle scheinen zufrieden: Die Kanzlerin sowieso, die SPD jetzt erst recht &ndash; und auch wenn die CSU noch mal nachrechnet, was da eigentlich unterm Strich f&uuml;r sie rausgekommen ist, scheint ganz Deutschland einig Groko-Land. Mit einem Haken: Selten war Expertise wohl weniger n&ouml;tig als in dieser Regierung. Oder wie soll man sich erkl&auml;ren, dass Innenpolitik auch Landwirtschaft kann, Arbeit auch Verteidigung und Umwelt auch Europapolitik? Das muntere St&uuml;hler&uuml;cken lehrt uns: Es kommt nicht auf die Sachkunde an, sondern auf den Proporz. Einmal links einmal rechts, dann Frau, dann NRW &ndash; und wei&szlig; der Himmel, warum es pl&ouml;tzlich ein Mann aus dem Saarland sein musste. Die schwarz-roten Allesk&ouml;nner\/innen werden es wohl richten: Die L&ouml;sung der Finanzkrise, die Energiewende, den demografischen Wandel. Und die Kommentatoren applaudieren: Eine Frau als Verteidigungsministerin, ein neues Gesicht f&uuml;r die Umwelt! Als w&auml;ren das allein Kriterien f&uuml;r gutes Regieren. Nein, dieses Personal verspricht keinen Aufbruch; es zeugt eher davon, wie sehr parteipolitische Erw&auml;gungen mal wieder im Vordergrund stehen, wenn&rsquo;s ums Postenverteilen geht. Das gab&rsquo;s zwar fr&uuml;her auch schon, aber jetzt h&auml;tte es die Chance zum Umdenken gegeben. Gerade weil die Mehrheit so riesig und die Oppositon so schwach ist; gerade weil dieses Land vor so gro&szlig;en Herausforderungen steht!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/642172969154980?_fb_noscript=1\">Monitor via facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Soziales und Krieg und so<\/strong><br>\n[&hellip;] In kaum einem Fall kann die Vergabe der Ministerposten inhaltlich begr&uuml;ndet werden. Es war einfach ein Hauen und Stechen, im Ergebnis spiegelt sich nichts anderes als die jeweilige Hausmacht der Gewinner im gro&szlig;en Postengeschacher. Inhaltlich spielt es ohnehin keine Rolle, wer auf welchem Schreibtischsessel sitzt. Die Richtung ist vom Bundesverband der Deutschen Industrie und &auml;hnlichen Vereinigungen klar vorgegeben: Weiterf&uuml;hrung der Umverteilung von unten nach oben, kontinuierlicher Ausbau der notwendigen Bedingungen f&uuml;r die deutsche Dominanz in Europa und m&ouml;glichst weit dar&uuml;ber hinaus, Sicherung der daf&uuml;r notwendigen Rohstoffquellen. CDU und CSU sind f&uuml;r nichts anderes gegr&uuml;ndet worden, und f&uuml;r die SPD ist das seit Gerhard Schr&ouml;der Herzenssache.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/12-16\/062.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was soll&rsquo;s. Ende gut, alles gut. Die Hauptprotagonisten und &ndash;propagandisten der Gro&szlig;en Koalition in der SPD haben ihre Ministerp&ouml;stchen sicher erhalten. Um mehr ging es nicht. Besser konnte auch das Ergebnis von knapp 76 Prozent nicht ausfallen. W&auml;ren es nur eine knappe Mehrheit gewesen, st&uuml;nde die Gro&szlig;e Koalition auf wackeligen Beinen. Bei 90 Prozent oder mehr h&auml;tte man sich an Abstimmungsergebnisse  aus der ehemaligen Volkskammer erinnert gef&uuml;hlt. Die Parteibasis hat ihren Job gut gemacht und der Parteif&uuml;hrung die erwartete Legitimation verschafft und auch die Fortsetzung der neoliberalen Agenda gleich mit abgenickt.<\/em><br>\n<em>Die Berufung eines lupenreinen Agenten der Finanzindustrie, in Gestalt des vormaligen EZB-Direktoriumsmitglied J&ouml;rg Asmussen, zum Staatssekret&auml;r in einem SPD-gef&uuml;hrten Ministerium, zeigt wohin die Reise gehen soll. Die Agenda 2020 kann kommen. Der SPD ist einfach nicht mehr zu helfen.<\/em><br>\n<em>Eines muss man der SPD aber dennoch lassen, der Mitgliederentscheid war perfekt inszeniert. Man war fast geneigt zu glauben es g&auml;be in der SPD, im Gegensatz zu anderen Parteien wie etwa einer in Bayern,  so etwas wie innerparteiliche Demokratie. Aber wie Wolfgang Lieb bereits ausgef&uuml;hrt hat waren die Parteimitglieder alles andere als frei in ihrer Entscheidung. Aber h&auml;tte die Parteibasis je wirklich ernsthaft das Bestreben gehabt, durch eine Ablehnung der Gro&szlig;en Koalition, die Parteif&uuml;hrung zu desavouieren? Und wer h&auml;tte danach die F&uuml;hrung der Partei &uuml;bernehmen sollen?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Brosch&uuml;re: Das Freihandelsabkommen mit den USA in der Kritik<\/strong><br>\nDas TTIP &ndash; das Freihandelsabkommen mit den USA &ndash; wird seit diesem Jahr verhandelt. Seitdem nehmen die Bedenken zu. Welche Auswirkungen wird das Abkommen auf &Ouml;ko- und Sozialstandards &ndash; aber auch auf die Demokratie &ndash; auf beiden Seiten des Atlantiks haben?<br>\nSka Keller hat jetzt einen Sammelband mit kritischen Debattenbeitr&auml;gen zu verschieden Themen ver&ouml;ffentlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gruene-europa.de\/broschuere-das-freihandelsabkommen-mit-den-usa-in-der-kritik-11127.html\">Europagruppe der Gr&uuml;nen (Download)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> U.a. mit einem Beitrag von Frank Bsirkse (ver.di) zum Thema &bdquo;Marktwirtschaftliche Liberalisierung versus sozialstaatliche Regulierung&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Extrarechte f&uuml;r Multis<\/strong><br>\nDas Berliner Wirtschaftsministerium hat ein teures Problem. Es tr&auml;gt das Aktenzeichen &ldquo;ARB\/12\/12&rdquo;, der schwedische Energieriese Vattenfall hat die Bundesrepublik unter dieser Nummer verklagt. Weil er wegen der Energiewende seine Atomkraftwerke fr&uuml;her als geplant abschalten musste, soll Schadensersatz her. 3,7 Milliarden Euro sollen es angeblich sein. Genau wei&szlig; man das nicht, denn wie viel Geld Vattenfall haben will, mit welchen Argumenten oder auf Basis welcher Paragrafen, kann der Konzern der &Ouml;ffentlichkeit ganz einfach verschweigen &ndash; nur das Aktenzeichen ist bekannt. Der Konzern hat n&auml;mlich vor einem internationalen Schiedsgericht geklagt, dem International Centre for Settlement of Investment Disputes. Und das sitzt in Washington und verhandelt im Geheimen. Erst das Urteil wird ver&ouml;ffentlicht. Irgendwann. Berufung kann dann niemand mehr einlegen.<br>\nNoch steht Vattenfall mit dieser Klage gegen Deutschland ziemlich allein. Sie ist &uuml;berhaupt nur m&ouml;glich, weil f&uuml;r die Energiebranche in Europa eine besondere Charta gilt. Doch in Zukunft k&ouml;nnte es zur Normalit&auml;t werden, dass ausl&auml;ndische Konzerne sich Schadensersatz in Milliardenh&ouml;he erstreiten. Vor Gerichten, die kaum jemand kennt und die w&auml;hrend ihrer Prozesse niemand beobachten kann. Erm&ouml;glichen k&ouml;nnte so etwas das transatlantische Handels- und Partnerschaftsabkommen, das gerade zwischen der EU und den USA verhandelt wird. Das soll die Zust&auml;ndigkeit dieser Extragerichte auch in Europa ausbauen. &ldquo;Da wird zweierlei Recht geschaffen&rdquo;, warnt Pia Eberhardt vom Corporate Europe Observatory, einer Nichtregierungsorganisation, die Lobbyarbeit von Firmen &ouml;ffentlich macht. &ldquo;Ein Recht f&uuml;r jedermann. Und ein besseres f&uuml;r Konzerne.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/50\/handelsabkommen-europa-usa?commentstart=9#comments\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Regulation &ndash; none of our business?<\/strong><br>\nA leaked EU negotiating proposal for the far-reaching free trade agreement with the US reveals the European Commission&rsquo;s plans to fundamentally change the way regulations to protect consumers, labour and the environment will be adopted in the future. The proposal follows a persistent campaign by business lobby groups on both sides of the Atlantic to use the proposed transatlantic trade deal to maximise the deregulation of food and product safety standards. If they have it their way, future decision-making will go underground, escape democratic scrutiny and be wide open to business lobbying.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/corporateeurope.org\/publications\/regulation-none-our-business\">Corporate Europe Observatory<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mehdorn und der BER &ndash; Von wegen &Uuml;berflieger<\/strong><br>\nEr kam, er sah und wollte fliegen: Doch inzwischen ist BER-Chef Hartmut Mehdorn, 72, der im M&auml;rz antrat und im April sein Beschleunigungsprogramm &ldquo;Sprint&rdquo; startete, auf dem Boden der Realit&auml;t gelandet. Wenn am Freitag der BER-Aufsichtsrat im Golfhotel in Motzen tagt, steht Mehdorn mit ziemlich leeren H&auml;nden da. Ein Er&ouml;ffnungstermin ist nicht in Sicht, ein BER-Start vor 2016 nach Tagesspiegel-Recherchen faktisch unm&ouml;glich. Fast nichts von dem, was er ank&uuml;ndigte, kommt voran. &Uuml;berall hakt und klemmt es. Im Aufsichtsrat w&auml;chst der Frust &uuml;ber Mehdorn &ndash; und die Sorge, dass der alles hinwerfen k&ouml;nnte. Und Mehdorn provoziert, verlangt Beschl&uuml;sse des Gremiums &ndash; und weniger Einmischung des &ldquo;zu kleinteilig&rdquo; agierenden Aufsichtsrates, gr&ouml;&szlig;ere eigene &ldquo;Entscheidungsspielr&auml;ume&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2013-12\/hartmut-mehdorn-ber-flughafen\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> H&auml;tte man bei Mehdorn etwas anderes erwarten d&uuml;rfen? Mehdorn ist ein klassisches Beispiel der Meinungsmache, der durch die Mainstreampresse zum Supermanager und knallharten Sanierer hochgeschrieben wurde. Seine Bilanz sieht bei genauem hinsehen eher bescheiden aus. In seinem Gr&ouml;&szlig;enwahn die Bahn zu einem Globalplayer zu machen und an die B&ouml;rse zu bringen, hat Mehdorn durch gnadenlose Renditemaximierung und ebensolche Sparma&szlig;nahmen die Grundlage f&uuml;r den heutigen, maroden Zustand der Schieneninfrastruktur gelegt. Es sei nur an das Berliner S-Bahn-Desaster erinnert.<\/em><br>\n<em>Auch sein agieren bei der Heidelberger Druckmaschinen AG war alles andere als r&uuml;hmlich. Bei Air Berlin bleibt vor allem sein wieder einmal brutales Sparprogramm, insbesondere auf Kosten der Belegschaft, in Erinnerung. Gerettet wurde Air Berlin dann durch eine Finanzspritze des neuen Partners, der Fluggesellschaft Etihad aus Abu Dhabi und nicht durch den &bdquo;Supermanager&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Was Mehdorn auszeichnet ist die ihm nachgesagte absolute R&uuml;cksichts- und Skrupellosigkeit, fast wie ein lebender Beweis der These des britische Psychologe Kevin Dutton, dass  unter Spitzenmanagern eine hohe Anzahl an Psychopathen zu finden ist.<\/em><br>\n<em>Mit Mehdorn als Chef der Berliner Flughafengesellschaft hat man sicher die Grundlage f&uuml;r eines der gr&ouml;&szlig;ten Desaster in der Geschichte &ouml;ffentlicher Bauvorhaben in Deutschland gelegt. Aber es g&auml;be ja noch einen Posten danach, als neuer Verantwortlicher f&uuml;r Stuttgart 21.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Banken<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Staatsbank HSH soll Staat gepl&uuml;ndert haben<\/strong><br>\nViele Banken haben, so vermutet der deutsche Fiskus, jahrelang dreiste Gesch&auml;fte auf Kosten des Staates gemacht. Haben zusammen mit Fonds und anderen Partnern f&uuml;r viele Milliarden Euro Aktien so schnell und kompliziert gehandelt, dass die Finanz&auml;mter den &Uuml;berblick verloren. Sodass sie am Ende mehr Steuern erstattet haben, als zuvor bei diesen Deals gezahlt wurden.<br>\nEs handelt sich um sogenannte Cum-Ex-Gesch&auml;fte. Der Verdacht richtet sich bislang gegen Privatbanken aus dem In- und Ausland, etwa die Hypo-Vereinsbank. Jetzt aber wird das erste Staatsinstitut aktenkundig, das den Fiskus auf diese Weise ausgenommen haben soll. Oder das angeblich dazu beigetragen hat. Es ist die HSH Nordbank, die mehrheitlich den L&auml;ndern Hamburg und Schleswig-Holstein geh&ouml;rt.<br>\nEine Staatsbank, die den Staat gepl&uuml;ndert hat? Das w&auml;re schon verwerflich genug. In diesem Fall kommt erschwerend hinzu, dass das Geldinstitut vor mehreren Jahren von ihren Eignern, also von den Steuerzahlern, nach schiefgegangenen Zockereien mit drei Milliarden Euro Kapital und B&uuml;rgschaften &uuml;ber zehn Milliarden Euro vor der Pleite bewahrt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/dubiose-aktiengeschaefte-staatsbank-hsh-soll-staat-gepluendert-haben-1.1845408\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Zu gro&szlig; f&uuml;rs Gef&auml;ngnis<\/strong><br>\nAuf der Titelseite der &laquo;Frankfurter Allgemeinen&raquo; (FAZ) waren am Freitag folgende S&auml;tze zu lesen: &laquo;Banken haben die Weltwirtschaft in den Abgrund gef&uuml;hrt. Banken haben unglaubliche Verluste auf den Steuerzahler abgew&auml;lzt. Banken haben durch die Sozialisierung ihrer Billionenverluste die Staatsschulden in die H&ouml;he und L&auml;nder in den Bankrott getrieben. Banken sollen den wichtigsten Zins der Welt sowie den Goldpreis und Devisenkurse manipuliert haben.&raquo;<br>\nDie FAZ ist eine konservative Zeitung, das Heimatblatt des Frankfurter Finanzplatzes. Sie zielt mit ihren finsteren Zeilen auf die global t&auml;tigen Grossbanken, von JP Morgan &uuml;ber die UBS bis hin zur Deutschen Bank. Sie schreibt &uuml;ber diese Sorte Banken wie &uuml;ber ein Verbrecher-Kartell.<br>\n&laquo;Die Welt&raquo;, Springer-Blatt aus Berlin, das sich der marktradikalen Ideologie mit Haut und Haaren verschrieben hat, widmet den Skandalen der Grossbanken unter dem Titel &laquo;Wer einmal l&uuml;gt &hellip;&raquo; Worte der Ver&shy;achtung: &laquo;Mittlerweile weiss man schon gar nicht mehr, was nicht manipuliert wird. Und wenn neue Verdachtsf&auml;lle auftauchen, ist man auch nicht mehr verwundert.&raquo;<br>\nDie &laquo;Neue Z&uuml;rcher Zeitung&raquo; endlich, das treu ergebene Hausblatt der Schweizer Finanzszene, zieht bitter entt&auml;uscht das Fazit: &laquo;Verfehlungen in den Handelsr&auml;umen der Banken m&uuml;ssen angesichts ihrer H&auml;ufung in den vergangenen Jahren als systemisch bezeichnet werden.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blick.ch\/news\/politik\/fam\/zu-gross-fuers-gefaengnis-ein-sittenbild-id2576994.html\">Blick<\/a><\/li>\n<li><strong>Island sperrt Bankster ein<\/strong><br>\nKaupthing-Bosse zu Strafen zwischen drei und f&uuml;nfeinhalb Jahren Gef&auml;ngnis verurteilt<br>\nDie Kaupthing-Bank war das gr&ouml;&szlig;te isl&auml;ndische Geldinstitut. In der Finanzkrise 2008 stellte sich heraus, dass ihre Manager &ndash; wie die vieler anderer Banken &ndash; durch ihr Handeln erheblichen Schaden verursachten. Anders als andere L&auml;nder &ldquo;rettete&rdquo; Island Kaupthing aber nicht einfach mit Steuergeld und Staatsschulden, sondern stellte die Manager vor Gericht. Vier davon wurden nun zu Strafen zwischen drei und f&uuml;nfeinhalb Jahren Gef&auml;ngnis verurteilt. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskr&auml;ftig und Prozessbeobachter erwarten, dass die bei der Verk&uuml;ndung abwesenden Beschuldigten Berufung einlegen.<br>\nIm Einzelnen handelt es sich dabei um den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Hreidar Mar Sigurdsson (der zu f&uuml;nfeinhalb Jahren Haft verurteilt wurde), den Vorstandsvorsitzenden Sigurdur Einarsson (der f&uuml;nf Jahre erhielt), Olafur Olafsson, einen der Mehrheitseigner (der mit drei Jahren davonkam) und Magnus Gudmundsson, den Chef der Luxemburger Filiale, der f&uuml;r dreieinhalb Jahre ins Gef&auml;ngnis muss. Die Strafen sind die h&ouml;chsten, die in der j&uuml;ngeren Geschichte Islands f&uuml;r Finanzbetrug ausgesprochen wurden.<br>\nDer Staatsanwalt hatte den Bankern unter anderem vorgeworfen, dass sie zu verschleiern versuchten, dass ein Scheich aus Katar einen f&uuml;nfprozentigen Anteil an der Bank mit Geld kaufte, das er sich von ihr selbst geliehen hatte. Dieses Gesch&auml;ft wickelte man &uuml;ber Firmen auf den britischen Jungferninseln und die Finanzoase Zypern ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/155507\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Paul Krugman: Warum Ungleichheit so wichtig ist<\/strong><br>\nDie immer gr&ouml;&szlig;er werdende Ungleichheit ist nichts Neues. Schon 1987 gab es Oliver Stones Film &ldquo;Wall Street&rdquo; mit seiner Schilderung einer wachsenden Plutokratie, die behauptet, Gier sei gut. Aber unsere durch das &ldquo;Klassenkampf&rdquo;- Geschrei verunsicherten Politiker trauten sich nicht, die sich st&auml;ndig vergr&ouml;&szlig;ernde Kluft zwischen den Reichen und dem Rest zum Thema zu machen.<br>\nJetzt aber mag sich das &auml;ndern. Man kann &uuml;ber die Bedeutung von Bill de Blasios Sieg bei der Wahl zum B&uuml;rgermeister von New York oder Elizabeth Warrens Unterst&uuml;tzung der Ausweitung von Social Security geteilter Meinung sein. Und es muss sich noch zeigen, ob Pr&auml;sident Obamas Erkl&auml;rung, Ungleichheit sei die &ldquo;gr&ouml;&szlig;te Herausforderung unserer Zeit&rdquo; zu politischen Ver&auml;nderungen f&uuml;hren wird. Aber immerhin hat sich die Diskussion schon so weit ver&auml;ndert, dass sie zu einer Gegenreaktion der Kritiker gef&uuml;hrt hat, die nun sagen, so schlimm sei das mit der Ungleichheit ja gar nicht.<br>\nDa haben sie nicht Recht.<br>\nDas beste Argument daf&uuml;r, die Ungleichheit hintanzustellen, ist der schlechte Zustand unserer Wirtschaft. Ist es nicht viel wichtiger, das Wirtschaftswachstum wieder herzustellen, als sich darum zu sorgen, wie die Wachstumsgewinne verteilt werden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/12\/16\/opinion\/krugman-why-inequality-matters.html?_r=0\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gipfel der gebrochenen Versprechen<\/strong><br>\nAm 19. und 20. Dezember treffen sich die europ&auml;ischen Staat-und Regierungschefs zum Europ&auml;ischen Rat. Urspr&uuml;nglich war geplant nach mehrmaligem Verschieben und der &uuml;berstandenen Bundestagswahl die Diskussion um die Zukunft der Eurozone in den Mittelpunkt zu stellen und dadurch Schwung in die Debatte zu bringen. Au&szlig;erdem hatten die<br>\nStaats- und Regierungschefs in ihrer Gipfelerkl&auml;rung vom Mai dieses Jahres zugesagt, bis zum jetzigen Treffen ihren Fortschritt im den Kampf gegen Steuerhinterziehung, Steuervermeidung und aggressiver Steuerplanung zu pr&auml;sentieren.<br>\nZum bevorstehenden Gipfel erkl&auml;rt Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Gr&uuml;nen im Europaparlament:<br>\n&ldquo;Dieses Treffen des Europ&auml;ischen Rats ist ein Gipfel der gebrochenen Versprechen. Die fehlende Einigung der Finanzminister bei der Bankenunion verleitet die Staats- und Regierungschefs dazu, sich nicht mehr an ihre Ank&uuml;ndigung zu halten. Die geplante Diskussion &uuml;ber die Zukunft der Eurozone wurde weitestgehend von der Tagesordnung genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2013\/gipfel-der-gebrochenen-versprechen\/\">Sven Giegold<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Aufstand gegen Amazon<\/strong><br>\nP&uuml;nktlich zur Zeit der Weihnachtsgeschenke also die Moralfrage: Darf ich bei Online-H&auml;ndlern einkaufen und gerade bei diesem total bequemen Marktf&uuml;hrer Amazon? Liegen dort doch zwischen Geschenkauswahl und -bestellung gef&uuml;hlt nur zehn Sekunden &ndash; die &ldquo;One-Click&rdquo;-Funktion macht&rsquo;s m&ouml;glich.<br>\nAber zu welchem Preis, fragen jetzt Gewerkschaften und Kirchen? Am Montag begannen an deutschen Standorten und sogar vor der Amazon-Konzernzentrale in Seattle Protestaktionen, die bis Freitag andauern. Seit Jahren schon k&auml;mpft vor allem die Gewerkschaft Verdi beim weltgr&ouml;&szlig;ten Internet-Versandh&auml;ndler um h&ouml;here L&ouml;hne und tarifliche Regelungen, wie sie im Einzel- und Versandhandel &uuml;blich sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/umstrittener-online-haendler-aufstand-gegen-amazon-1.1845385\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Streiks bei Amazon Deutschland, Aktion bei Amazon USA<\/strong><br>\nver.di ruft heute die Amazon-Besch&auml;ftigten der Standorte Leipzig und Bad Hersfeld und erstmals auch die Besch&auml;ftigen des Standortes in Graben zum Streik auf. Vor der Amazon-Firmenzentrale in Seattle veranstalten heute ebenfalls mehrere amerikanische Gewerkschaften eine Solidarit&auml;tsaktion unter Beteiligung einer Streik-Delegation aus Deutschland. Dar&uuml;ber hinaus findet am Dienstag eine Aktion am deutschen Amazon-Standort in Werne statt. (&hellip;)  Gleichzeitig begr&uuml;&szlig;te Nutzenberger die Solidarit&auml;tsaktion mehrerer amerikanischer Gewerkschaften, die am heutigen Tag vor der Firmenzentrale in Seattle stattfindet. &bdquo;Die Solidarit&auml;t unter deutschen und amerikanischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist ein ermutigendes Signal und die einzig richtige Antwort an das global aufgestellte US-Unternehmen Amazon.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/themen\/nachrichten\/++co++52d6064a-65dc-11e3-83df-5254008a33df\">ver.di<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Paketboten im Weihnachtsgesch&auml;ft: F&uuml;nf Tonnen am Tag<\/strong><br>\nPaketboten schleppen K&uuml;hlschr&auml;nke und Matratzen, B&uuml;cher und Schuhe:<br>\nNoch nie haben die Deutschen so viel bestellt wie heute. Um die Pakete billig zu liefern, werden auch Zusteller der DHL ausgebeutet&hellip;<br>\nZur Wahrheit &uuml;ber den Paketboom geh&ouml;rt auch, dass diejenigen den Preis dr&uuml;cken, die die Pakete verschicken: Experten sch&auml;tzen, dass H&auml;ndler wie Zalando gerade mal zwei Euro pro Paket bezahlen. Das d&uuml;rfte die Kosten der Zusteller kaum decken. Den Druck gibt die Post nach unten weiter, immer tiefer, bis er bei Stefan Maier ankommt. Jeden Morgen trifft Maier die anderen DHL-Zusteller an den Ladeluken. Lastwagen haben die Pakete &uuml;ber Nacht in riesigen Containern in eine Halle gekarrt, Lagerarbeiter verteilen sie fr&uuml;h morgens auf Rutschen. Am unteren Ende einer solchen Rutsche wartet Maier darauf, was der Tag ihm bringt. Er sucht seine Pakete heraus, sortiert sie und bel&auml;dt seinen Transporter. Zwei Stunden dauert das.<br>\nIn diesen beiden Stunden verdient Maier kein Geld, auch am Abend, wenn er den Wagen mit den nicht zugestellten Paketen zur&uuml;ckbringt, verdient er nichts. Geld verdient Maier nur, wenn er ein Paket zustellt. Pro Paket bekommt er rund 50 Cent. Wenn niemand da ist, der sein Paket annimmt, bekommt er nichts&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-dienstleister\/paketboten-im-weihnachtsgeschaeft-fuenf-tonnen-am-tag-seite-all\/9207394-all.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das sollten sich alle vor Augen halten, die bequem am Computer sitzen und sich Weihnachtsgeschenke (nat&uuml;rlich &uuml;ber Nacht) zusenden lassen und (bei Nichtgefallen) ggf. wieder zur&uuml;ckschicken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Moderne Stundenl&ouml;hner<\/strong><br>\nModetempel wie H&amp;M oder C&amp;A w&auml;lzen ihr Gesch&auml;ftsrisiko auf die Angestellten ab. Daran wird auch der neue Tarifvertrag nichts &auml;ndern.<br>\n&hellip;In der H&amp;M-Filiale in der Stuttgarter K&ouml;nigsstra&szlig;e arbeiten laut Angaben des Betriebsrats von 54 Mitarbeitern nur 13 in Vollzeit. Der Rest wird in unterschiedlich flexiblen Teilzeitmodellen oder als Minijobber eingesetzt. 20 der H&amp;M-Mitarbeiter sind moderne Stundenl&ouml;hner. Mit Modellen wie diesen w&auml;lzen Textil-Einzelhandelsunternehmen wie H&amp;M einen Teil ihres Gesch&auml;ftsrisikos auf die Arbeitnehmer ab. Der taz liegen Arbeitsvertr&auml;ge aus mehreren Filialen vor. Flexibel Besch&auml;ftigte gehen mal mit rund 1.200 oder 1.500 Euro Monatsverdienst nach Hause, ein anderes mal nur mit 200, 300 oder 500 Euro. H&amp;M, Deutschlands zweitgr&ouml;&szlig;ter Textileinzelh&auml;ndler mit mehr als 400 Filialen und einem Bruttoumsatz von 3,48 Milliarden Euro im Jahr 2012, spart Lohnkosten und Sp&auml;tzuschl&auml;ge&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Tarifeinigung-im-Einzelhandel-\/!129279\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Koalition f&uuml;hrt zu Zwangsriestern f&uuml;r Geringverdiener<\/strong><br>\nNach dem Koalitionsvertrag sollen Geringverdiener eine h&ouml;here gesetzliche Rente bekommen, sofern sie langj&auml;hrig in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Wer nach 1957 geboren wurde und die h&ouml;here Regelaltersrente beziehen will, muss f&uuml;r den Rentenzuschlag zus&auml;tzlich nachweisen, dass er auch privat vorgesorgt hat. Aus Sicht des Bundes der Versicherten e. V. (BdV) kommt dies einem Zwangsriestern gleich, da f&uuml;r Geringverdiener meist nur ein Riester-Vertrag in Betracht kommt. &bdquo;Die Pl&auml;ne der gro&szlig;en Koalition zwingen Geringverdiener zum Riestern&ldquo;, so Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des BdV. Dabei haben Riester-Vertr&auml;ge aber besonders f&uuml;r Geringverdiener ihre T&uuml;cken.<br>\nWer nach 1957 geboren wurde und zu den Geringverdienern z&auml;hlt, muss nach dem Willen der geplanten gro&szlig;en Koalition einen privaten Altersvorsorgevertrag abschlie&szlig;en, wenn er sich die Chance auf den Rentenzuschlag bewahren will. &bdquo;Die gro&szlig;e Koalition treibt genau diejenigen in die Arme der Versicherungsindustrie, die nur wenig Geld haben&ldquo;, kritisiert Kleinlein. Wer aber nur wenig einzahlen kann, dem wird meist ein Riester-Vertrag angeboten. &bdquo;Riestern wird nach dem Willen der gro&szlig;en Koalition zum Eintrittsgeld f&uuml;r die Hoffnung auf den Rentenzuschlag f&uuml;r Geringverdiener&ldquo;, so Kleinlein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundderversicherten.de\/Pressemitteilungen\/Grosse-Koalition-fuehrt-zu-Zwangsriestern-fuer-Geringverdiener\">BdV<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schwarzbuch Telekom &ndash; Verst&ouml;&szlig;e gegen Vereinigungsfreiheit, Menschenrechte und Arbeitsrecht im Ausland<\/strong><br>\nSeit Jahren steht die Deutsche Telekom AG weltweit in der Kritik, in den USA und anderen ausl&auml;ndischen Tochterunternehmen und\/oder Beteiligungsgesellschaften mit zum Teil r&uuml;den Methoden,\n<ul>\n<li>gewerkschaftliche Vereinigung zu verhindern\/behindern,<\/li>\n<li>gegen internationale Kernarbeitsrechtsnormen (IAO) zu versto&szlig;en,<\/li>\n<li>gegen OECD-Regelungen\/Richtlinien zu handeln,<\/li>\n<li>den Global Compact der Vereinten Nationen nicht einzuhalten,<\/li>\n<li>Leitlinienprinzipien &bdquo;Wirtschaft und Menschenrechte&ldquo; der Vereinten Nationen zu missachten,<\/li>\n<li>die eigenen Sozialcharta au&szlig;er Acht zu lassen sowie<\/li>\n<li>selbst gestellte CSR-Regelungen (Corporate Social Responsibility) nicht einzuhalten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine gewerkschaftliche Allianz* aus den L&auml;ndern<br>\nUSA, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Tschechische Republik, Griechenland, Montenegro und Rum&auml;nien hat nun eine Befragung unter Besch&auml;ftigten durchgef&uuml;hrt, die von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begleitet und unterst&uuml;tzt wurde.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/++file++52aad19dbdf98d17ba000004\/download\/SchwarzbuchTelekom_Zusammenfassung.pdf\">Zusammenfassung Schwarzbuch Telekom [PDF &ndash; 252 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/++file++52aad1d36f6844031a000000\/download\/SchwarzbuchTelekom.pdf\">Schwarzbuch Telekom [PDF &ndash; 1 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Neuer Rekord: 350% Sanktion!<\/strong><br>\nDie MainArbeit, das ber&uuml;hmte Vorzeigejobcenter der kreisfreien Stadt Offenbach, hat einen neuen Rekord aufgestellt: Eine Sachbearbeiterin hat einem ihrer Kunden eine Sanktion von 350% ausgesprochen.<br>\n&ldquo;Sanktion&rdquo; bedeutet bei Hartz IV, dass ein Empf&auml;nger von Arbeitslosengeld II f&uuml;r tats&auml;chliche oder angebliche Verletzungen seiner Pflichten die monatlichen Bez&uuml;ge um einen gewissen Prozentsatz &ldquo;abgesenkt&rdquo; bekommt.<br>\nHerr R. aus Offenbach bekommt also derzeit 350% weniger Arbeitslosengeld als die &uuml;blichen 330 Euro im Monat, m&uuml;sste demnach also aufgrund der Tatsache, dass er einen Antrag gestellt hat, jetzt theoretisch monatlich 1155 Euro Sozialleistungen an die Stadt bezahlen.<br>\nDie Sachbearbeiterin Fr. F., die f&uuml;r ihre kreativen Bescheide bei Beratungsstellen und beim zust&auml;ndigen Sozialgericht bereits bestens bekannt ist, hat sich f&uuml;r das Problem, dass 350% K&uuml;rzung in der Praxis unm&ouml;glich umzusetzen sind, eine L&ouml;sung einfallen lassen. Sie k&uuml;rzt dem Mann das Arbeitslosengeld nur um 100% zuz&uuml;glich seines Mietanteils von 190 Euro, will daf&uuml;r dann aber den laut Gesetz dreimonatigen K&uuml;rzungszeitraum einfach von Oktober 2013 bis in den Sommer 2014 verl&auml;ngern. Oder mit anderen Worten: Sie will die insgesamt sechzehn oder siebzehn Einzelstrafen &uuml;ber acht Monate so verteilen, bis die theoretischen 350% &ldquo;Absenkung&rdquo; auf der Basis eines Dreimonatszeitraumes in der Summe erreicht wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hartz4hilfe.blogsport.eu\/2013\/12\/12\/189\/\">Hartz IV Hilfe Offenbach<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Klagen &uuml;ber Missst&auml;nde in der Versicherungsbranche: Ausgebeutete britische Rentner<\/strong><br>\nDie britische Versicherungsbranche steht im Verdacht, mit privaten Altersrenten allzu gut zu verdienen. Im Markt f&uuml;r Annuit&auml;ten fehlt es an Transparenz. Annuit&auml;ten sind die j&auml;hrlichen Leistungen, in die Lebensversicherer oder Pensionskassen privat angespartes Alterskapital gew&ouml;hnlich beim Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren umwandeln. Seit 1975 haben Briten das Recht, ihr bei Pensionskassen (mit Beitragsprimat) angespartes Altersguthaben beim Erreichen des Pensionsalters abzuziehen und bei einem Anbieter ihrer Wahl in eine Annuit&auml;t umzuwandeln. Die H&auml;lfte der angehenden Rentner macht heute von diesem Recht Gebrauch; im letzten Jahr wurden 400 000 Annuit&auml;ten verkauft. Sie sind das wichtigste private Vorsorgeinstrument. Das FSCP meint warnend, die Rentner w&uuml;rden bei diesem einmaligen, irreversiblen Entscheid allzu oft &uuml;berfordert und &uuml;bervorteilt. Die Option, sich beim Eintritt ins Rentenalter selbst einen Anbieter der Rentenzahlungen zu suchen, war seinerzeit zur St&auml;rkung der Wahlfreiheit und des Wettbewerbs eingef&uuml;hrt worden. Doch wie auch immer sich die Rentner entscheiden, sie scheinen stets in einem Haifischbecken zu landen. Bleiben sie beim alten Versicherer, so erhalten sie eine oft &laquo;ausbeuterisch&raquo; magere Rente angeboten, wie das FSCP schreibt. Der Pensions-Minister, Steve Webb, sprach vor einem Monat von &laquo;exzessiven&raquo; Gewinnen in der Branche. Die Wettbewerbskommission OFT hat im Januar eine Untersuchung des Pensionskassen-Marktes eingeleitet. Die Annuit&auml;ten liegen wegen der Niedrigzinspolitik der Bank of England und der steigenden Lebenserwartung auf einem Rekordtief. Gleichzeitig wird die Zahl der Versicherten nach der Einf&uuml;hrung eines Pensionskassen-Zwangs 2012 um das Drei- bis Vierfache steigen. Hier k&ouml;nnte ein neuer, gravierender Missbrauchsskandal der City schlummern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/unternehmen\/ausgebeutete-britische-rentner-1.18202092?extcid=Newsletter_11122013_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>P&auml;dagogen: Gleiche Arbeit f&uuml;r weniger Geld?<\/strong><br>\nDie Gemeinde Gleichen im Landkreis G&ouml;ttingen betreibt vier offene Ganztagsschulen. Sie k&ouml;nnte damit Modell stehen f&uuml;r Niedersachsen, wo SPD und Gr&uuml;ne eine &ldquo;Qualit&auml;tsoffensive Bildung&rdquo; und eine bessere Ausstattung der Ganztagsschulen versprochen haben. Doch jetzt droht sie zum Negativbeispiel zu werden. Denn in Gleichen legte das Land Niedersachsen den p&auml;dagogischen Mitarbeiterinnen, die die Kinder am Nachmittag betreuen, im Sommer neue, deutlich schlechtere Vertr&auml;ge vor: Stunden wurden gestrichen, zum Teil wurden sie zu &ldquo;Ungelernten&rdquo; herabgestuft. &ldquo;Es ging nicht mehr ums Betreuen, sondern ums Aufbewahren&rdquo;, kritisiert die p&auml;dagogische Mitarbeiterin Ruth Paquet. Ihr drohen harte finanzielle Einbu&szlig;en. Mit sieben anderen Kollegen weigerte sie sich deshalb, die Vertr&auml;ge zu unterzeichnen, und klagte gegen das Land. Am vergangenen Dienstag gab ihnen das Arbeitsgericht G&ouml;ttingen recht. Ein Pr&auml;zedenzfall, der die rot-gr&uuml;ne Regierung in Bedr&auml;ngnis bringt. &ldquo;&Uuml;berall melden sich jetzt Kollegen&rdquo;, berichtet Schulbezirkspersonalrat Bernd Brombacher. Er meint, es gebe in ganz Niedersachen etwa 1.000 weitere Mitarbeiterinnen, die betroffen sein k&ouml;nnten. Den Boden bereitet hat die Vorg&auml;ngerregierung. FDP und CDU hatten vor einigen Jahren Ganztagsschulen eingef&uuml;hrt, ihnen allerdings kaum Personal, sondern lediglich etwas Geld zugestanden, mit dem sie ihre Nachmittagsangebote selbst organisieren sollten. Nach Auskunft des SPD-gef&uuml;hrten Kultusministeriums arbeiten 1.200 der 1.600 Ganztagsschulen mit sogenannten Kooperationsmodellen &ndash; das hei&szlig;t, die Schulen tun sich mit Vereinen zusammen, heuern Ein-Euro-Jobber an oder stellen Leute ein, die ein freiwilliges soziales Jahr absolvierten. &ldquo;Es gibt hier einen Wildwuchs an Besch&auml;ftigung&rdquo;, st&ouml;hnt Hans-Georg Schwedhelm. Der Rechtsberater des Deutschen Gewerkschaftsbunds hat Paquet und ihre Kolleginnen vor Gericht vertreten und findet es grunds&auml;tzlich gut, dass die Landesregierung nun aufr&auml;umen und die Nachmittagsbetreuer selbst anstellen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2013%2F12%2F16%2Fa0039&amp;cHash=f5854fad986db12e3fbd8e1692e90425\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es sind vor allem zwei Fragen, die einen angesichts dieser Situation besch&auml;ftigen: Was sind uns unsere Kinder wert, wenn wir sie von unterbezahlten, frustrierten P&auml;dagogen betreuen lassen? Und, w&auml;ren wir mit Rot\/Gr&uuml;n auf Bundesebene wirklich soviel besser gefahren als mit einer unionsgef&uuml;hrten Regierung? Auch Rot\/Gr&uuml;n stellt Bildung und Betreuung unter einen Finanzierungsvorbehalt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Washingtons Drehscheibe in Deutschland<\/strong><br>\nIn Frankfurt betreibt Amerika sein weltweit gr&ouml;&szlig;tes Konsulat, in Wiesbaden bezieht es gerade das neue Europa-Hauptquartier der Army. F&uuml;r alle Milit&auml;r- und Geheimdienst-Operationen der Supermacht ist das Rhein-Main-Gebiet von zentraler Bedeutung.<br>\nDas Frankfurter Generalkonsulat, dessen F&uuml;hrung zu den &bdquo;begehrtesten Posten im gesamten diplomatischen Dienst&ldquo; geh&ouml;rt, wie ein ranghoher Mitarbeiter es formuliert, ist seit dem Umzug in das fr&uuml;here Milit&auml;rhospital Ende 2005 zur wichtigsten logistischen Drehscheibe f&uuml;r die amerikanische Pr&auml;senz in Europa und weit dar&uuml;ber hinaus ausgebaut worden.<br>\nDas gilt auch f&uuml;r die Mitarbeiter der Geheimdienste. Genaue Zahlen gibt es selbstverst&auml;ndlich nicht, schon gar keine offizielle Best&auml;tigung, aber schon lange ist von mindestens 200 CIA-Leuten die Rede, die in Frankfurt oder von Frankfurt aus ihren Dienst tun. Die Vorw&uuml;rfe gegen sie sind massiv und inzwischen teilweise belegt. Ein fr&uuml;herer CIA-Agent, der von 2001 bis 2004 das &bdquo;Frankfurt Regional Support Terminal&ldquo; (Fransupt) geleitet hat und dabei offiziell Mitarbeiter des Konsulats war, hat gegen&uuml;ber der &bdquo;New York Times&ldquo; schon vor vier Jahren best&auml;tigt, dass von Frankfurt aus geheime Operationen gesteuert und unterst&uuml;tzt und dass Agenten in Afghanistan, Pakistan, auf der Arabischen Halbinsel und in Afrika aus Frankfurt versorgt werden. Auch Geheimgef&auml;ngnisse des Auslandsgeheimdienstes in Marokko und Osteuropa seien von Frankfurt aus geplant, ausgestattet und organisiert worden. Au&szlig;erdem wurden dem Mann zufolge Fl&uuml;ge mit Gefangenen &uuml;ber die Mainmetropole abgewickelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/nsa-skandal-washingtons-drehscheibe-in-deutschland-12712833.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der zornige Wortarbeiter &ndash; Georg Schramm beendet seine Kabarettkarriere<\/strong><br>\nIm M&auml;rz wird er 65. Schramm findet, dass seine Ersch&ouml;pfung also zum richtigen Zeitpunkt gekommen sei. Nicht nur f&uuml;r ihn. Auch f&uuml;r Lothar Dombrowski sei es gut, wenn er aufh&ouml;re: &bdquo;Er hat alles gesagt. Er ist mit seiner Verzweiflung am Ende.&ldquo;<br>\nUnd doch werden die Figuren in Schramms Kopf noch lange weiterleben. Wenn er Zeitung liest oder Radio h&ouml;rt, wird August &uuml;ber die SPD sinnieren und Dombrowski sich &uuml;ber den Pflegenotstand ereifern, w&auml;hrend ein Bericht &uuml;ber Kampfdrohnen den anges&auml;uselten Oberstleutnant Sanftleben (&bdquo;das Weichziel ist der Mensch&ldquo;) aus seinem D&auml;mmerschlaf rei&szlig;t.<br>\nSchade, dass wir diese Wortmeldungen nicht mehr h&ouml;ren d&uuml;rfen. Wir w&uuml;rden gerne noch einmal klatschen, auch wenn Lothar Dombrowski uns sofort wieder anraunzen w&uuml;rde: &bdquo;Ach, h&ouml;ren Sie doch auf mit dem albernen H&auml;ndchenpatschen.&ldquo; Und wie immer w&uuml;rde Schramms ber&uuml;hmter Kotzbrocken an dieser Stelle sehr laut mit der Glocke bimmeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.magda.de\/76\/artikel\/der-zornige-wortarbeiter\/\">MAGDA<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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