{"id":19712,"date":"2013-12-19T08:57:19","date_gmt":"2013-12-19T07:57:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19712"},"modified":"2013-12-19T08:57:19","modified_gmt":"2013-12-19T07:57:19","slug":"hinweise-des-tages-2032","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19712","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19712#h01\">Willy Brandt wurde Opfer einer Treibjagd<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19712#h02\">Hessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19712#h03\">Merkels GroKo-Kabinett: Deutschland f&auml;llt in den Tiefschlaf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19712#h04\">Der neue Geheimdienst-Staatssekret&auml;r, die NSA-Aff&auml;re und einige offene Fragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19712#h05\">Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19712#h06\">Schweden und die Zombie-&Ouml;konomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19712#h07\">Axel Troost &ndash; Krise der Euro-Zone &uuml;berwunden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19712#h08\">Sahra Wagenknecht &raquo;Frau Merkel, Sie haben uns den Banken ausgeliefert&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19712#h09\">Herzloser Herzenskandidat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19712#h10\">Die neoklassische Arbeitsmarkttheorie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19712#h11\">Stefan Mappus: Das Phantom von Pforzheim<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19712#h12\">Neoliberalismus und Feminismus: Eine gef&auml;hrliche Liaison<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19712#h13\">Wie die Kanzlerin von der SPD das Siegen lernte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19712#h14\">Die Stunde der Linken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19712#h15\">&bdquo;Unstatistik des Monats&ldquo; &ndash; Positive PISA-Studie &ndash; mehr Gl&uuml;ck als Verstand?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19712&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Willy Brandt wurde Opfer einer Treibjagd<\/strong><br>\nAlbrecht M&uuml;ller &uuml;ber den damaligen und den aktuellen Medienrummel um den Ex-Bundeskanzler<br>\nHeute w&auml;re Willy Brandt 100 Jahre alt geworden. W&auml;hrend die Medien an einer negativen Brandt-Legende basteln, nach der seinerzeit der Hoffnungstr&auml;ger der SPD zu labil f&uuml;r das gro&szlig;e Amt gewesen w&auml;re, zeichnet Albrecht M&uuml;ller in seinem unl&auml;ngst publizierten Buch Brandt aktuell ein anderes Bild: Nicht Brandt selber, sondern innerparteiliche Intrigen und eine von den Wirtschaftsverb&auml;nden lancierte Hetzkampagne h&auml;tten ihn politisch erledigt und pers&ouml;nlich zerm&uuml;rbt. Ein Gespr&auml;ch mit den Autor und Betreiber der Nachdenkseiten, der 1972 Brandts Wahlkampf f&uuml;hrte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40564\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hessen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>System Merkel erfolgreich kopiert<\/strong><br>\nDie schwarz-gr&uuml;ne Koalition in Hessen hilft der Union, sich zu modernisieren. Die Anh&auml;nger eines sozial-&ouml;kologischen Politikwechsels werden im Land der neuen B&uuml;ndnisse heimatlos&hellip;<br>\nNach der gro&szlig;en Koalition in Berlin nun auch noch Schwarz-Gr&uuml;n in Wiesbaden: Das ist f&uuml;r viele Menschen im rot-gr&uuml;nen Lager einfach zu viel des Bitteren&hellip;<br>\nLautstark haben die Gr&uuml;nen der Bouffier-Partei im Wahlkampf vorgeworfen, sie w&uuml;rde die Energiewende torpedieren. Nun geben sie im Koalitionsvertrag ihr Ziel auf, diese Wende so zu beschleunigen, dass eine Stromversorgung aus erneuerbaren Energien bis 2030 m&ouml;glich ist&hellip;<br>\nAuch vom Kampf gegen Flugl&auml;rm ist nicht viel &uuml;brig geblieben. Die Kernforderung der Gr&uuml;nen, ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr, wird nicht erf&uuml;llt. Kein Wunder, dass die B&uuml;rgerinitiativen sauer sind&hellip;<br>\nAm Ende schnurrt das schwarz-gr&uuml;ne Vorhaben auf eine Sparkoalition zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/landtagswahl-in-hessen---hintergrund\/leitartikel-zur-schwarz-gruenen-koalition-in-hessen-system-merkel-erfolgreich-kopiert,23897238,25649402.html#\/votingDistricts-vote1-s99-wk029\">FR<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Ein wichtiges Argument in Diskussionen ist immer wieder die Generationengerechtigkeit in der Frage der Staatsverschuldung. Auch in einem Artikel in der FR von heute, wird dieses Thema den herben Kompromissen in anderen Kernbereichen der Gr&uuml;nen Programmatik entgegengestellt. Nach Aussage von Al Wazir, war es insbesondere dieser Punkt, der eine Koalition mit der Linken in Hessen im Wege stand. Ich w&auml;re Ihnen sehr dankbar, wenn Sie diesen Artikel in der FR und zugleich einen Artikel von Frau Spiecker als aktuellen Hinweis des Tages oder besser als einen eigenen Beitrag aufnehmen w&uuml;rden. &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/belgiens-gruene-plaedieren-gegen-die-schuldenbremse-und-sind-damit-deutschlands-gruenen-meilen-voraus\/\">Belgiens Gr&uuml;ne pl&auml;dieren gegen die Schuldenbremse &ndash; und sind damit Deutschlands Gr&uuml;nen Meilen voraus<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Hessen ist eine Blaupause f&uuml;r den Bund&rdquo;<\/strong><br>\nIn Hessen haben CDU-Ministerpr&auml;sident Bouffier und Gr&uuml;nen-Landeschef Al-Wazir ihren Koalitionsvertrag vorgestellt. tagesschau.de sprach mit Parteienforscher Kronenberg &uuml;ber die Bedeutung des ersten schwarz-gr&uuml;nen B&uuml;ndnisses in einem Fl&auml;chenstaat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/interview-kronenberg100.html?r=&amp;lid=294932&amp;pm_ln=1\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Merkels GroKo-Kabinett: Deutschland f&auml;llt in den Tiefschlaf<\/strong><br>\nWas die SPD zu verantworten hat, ist etwas anderes: Sie hat einen Koalitionsvertrag unterschrieben, der an der Ungerechtigkeit im Land zu wenig &auml;ndert. Dabei war selten soviel von Gerechtigkeit die Rede. Der Koalitionsvertrag strotzt nur so davon: Er verspricht &ldquo;Generationengerechtigkeit&rdquo; und &ldquo;Chancengerechtigkeit&rdquo;, er redet von &ldquo;gerechter Bildung&rdquo; und &ldquo;gerechter Weltordnung&rdquo;, und &uuml;berhaupt soll es bei uns k&uuml;nftig &ldquo;altersgerecht&rdquo;, &ldquo;tiergerecht&rdquo; und &ldquo;geschlechtergerecht&rdquo; zugehen.<br>\nAber ein Wort sucht man vergebens: Verteilungsgerechtigkeit.<br>\nMit dieser Gro&szlig;en Koalition wird es kein Ende der Umverteilung von unten nach oben geben. Dieses einzige wirkliche Interesse ihrer Klientel hat Merkel durchgesetzt. Warum lobt sich die SPD f&uuml;r diesen Vertrag? Der Mindestlohn kann bis 2017 auf sich warten lassen, und die Rente mit 63 kommt nur einer schmaler werdenden Elite von langj&auml;hrig Besch&auml;ftigten zugute.<br>\nDie Wahrheit ist, dass sich viele der &ldquo;kleinen Leute&rdquo;, auf die sich Parteichef Gabriel beruft, l&auml;ngst von der SPD abgewendet haben, von der Politik &uuml;berhaupt. Nie wurde das deutlicher als bei dieser Bundestagswahl. Eine gro&szlig;e Studie hat jetzt den Zusammenhang zwischen sozialer Stellung und Wahlverhalten untersucht. Das Ergebnis ist eindeutig: Die gesellschaftlichen Verlierer wenden sich vom System ab. Sie f&uuml;hlen sich nicht mehr vertreten &ndash; und sie werden auch nicht vertreten. 17,6 Millionen Deutsche verweigerten die Wahl. 2,7 Millionen mehr als f&uuml;r die CDU stimmten. Und je niedriger der Status, desto gr&ouml;&szlig;er die Wahrscheinlichkeit, dass ein W&auml;hler zu Hause bleibt. Die Autoren der Studie sprechen von einer &ldquo;sozial prek&auml;ren&rdquo; Wahl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/augstein-kolumne-grosse-koalition-stabilisiert-soziale-spaltung-a-939284.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> So ganz kann man Augsteins einleitenden Worten nicht folgen. Wo sieht Augstein einen Fr&uuml;hling der Demokratie? Meint er den, sicher perfekt inszenierten, Mitgliederentscheid der SPD? Der, hier hat Augstein recht, vielen aus der konservativen und neoliberalen Ecke schon zu weit ging. Oder das seitenlange Geschreibe der Mainstreampresse dar&uuml;ber wer wohl welchen Kabinettsposten bekommt? Das ist sicher alles andere als eine lebendige politische Diskussion.<\/em><br>\n<em>Was Augstein &uuml;ber das Hartz IV System und dessen Folgen schreibt ist allerdings v&ouml;llig richtig. Das Hartz IV System ist nichts anderes als ein brutales, repressives System, dass den Betroffenen, durch teilweise groteske Sanktionen (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19673#h12\">hier<\/a>),  jeden Willen zum Widerstand rauben soll und diese gesellschaftlich und politisch paralysiert (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19637#h06\">nochmals zur Abh&auml;ngigkeit der Wahlbeteiligung von der sozialen Herkunft<\/a>). Was aber genauso wenig nachvollziehbar ist, wie Augsteins Einleitung, ist die Kritik, die Parteien w&uuml;rden &ldquo;zu wenig Politik f&uuml;r diese Menschen&rdquo; machen. Erwartet er von einer SPD, die dieses unmenschliche System erfunden, eingef&uuml;hrt und weiterhin als &ldquo;historische Leistung&rdquo; verteidigt, etwas anderes als Ignoranz gegen&uuml;ber den betroffenen B&uuml;rgern?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der neue Geheimdienst-Staatssekret&auml;r, die NSA-Aff&auml;re und einige offene Fragen<\/strong><br>\nIn der alten Bundesregierung war Kanzleramtschef Ronald Pofalla mit dieser Aufgabe sichtlich &uuml;berfordert gewesen, als er die NSA-Aff&auml;re einmal f&uuml;r beendet erkl&auml;rte und dann wiederum nicht. Nun soll der erfahrene Geheimdienstmann Klaus-Dieter Fritsche dem neuen Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) bei dieser Aufgabe zur Seite stehen. Fritsche war zuvor viele Jahre lang Vizepr&auml;sident des Verfassungsschutzes und Regierungskoordinator f&uuml;r die Geheimdienste, ist also ein Insider der Geheimdienstszene. In seiner letzten gro&szlig;en Rede anl&auml;sslich der Herbsttagung des Bundeskriminalamtes (BKA) in Wiesbaden forderte Fritsche eine erhebliche Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung und ging damit sogar &uuml;ber seinen Vorredner, BKA-Chef J&ouml;rg Ziercke, hinaus. Man brauche vor allem Daten und nochmals Daten, &ldquo;nicht nur Verkehrsdaten, sondern auch Inhalte von E-Mails&rdquo;, um der Internet-Kriminalit&auml;t Herr zu werden. Dabei gehe es nicht um die E-Mails unbescholtener B&uuml;rger, sondern um die Kommunikation der Kriminellen. So diese verschl&uuml;sselt erfolgt, m&uuml;ssten die Daten f&uuml;r weitere Ermittlungsans&auml;tze aufbewahrt werden. Dieser von Fritsche vertretene Ansatz ist nicht weit von der bisher bekannt gewordenen Praxis der NSA entfernt, erst einmal alles zu speichern, was gespeichert und vielleicht erst sp&auml;ter entschl&uuml;sselt werden kann. Ob er darum der richtige Mann ist, den Vertretern der NSA die richtigen Fragen zu stellen, ist daher mehr als fraglich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Kommentar-Der-neue-Geheimdienst-Staatssekretaer-die-NSA-Affaere-und-einige-offene-Fragen-2067189.html\">heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Dem Leser soll nicht ein Zitat des Sicherheitsexperten der CSU, Hans-Peter Uhlaus vorenthalten werden. Der hatte in der hitzigen Bundestagsdebatte zum Staatstrojaner scharf den Chaos Computer Club angegriffen und seine Rede mit der Aussage beendet, dass Deutschland nicht von Piraten und Chaoten regiert werde: &ldquo;Es wird regiert von Sicherheitsbeamten, die dem Recht und dem Gesetz verpflichtet sind.&rdquo; Diese Aussage wurde sp&auml;ter im Protokoll ver&auml;ndert zum Satz, dass deutsche Sicherheitsbeamte Recht und Gesetz verpflichtet sind.- Die Tr&auml;ume eines Sicherheitsexperten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Angriff auf L&ouml;hne, Soziales und Umwelt &ndash; Was steckt hinter dem transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP?<\/strong><br>\nForderungen und Perspektiven aus gewerkschaftlicher Sicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/131219_verdi_info_ttip.pdf\">ver.di [PDF &ndash; 217 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Welle der Kritik am Freihandelsabkommen TTIP<\/strong><br>\nDie dritte Verhandlungsrunde wird von einem wahren &ldquo;Shitstorm&rdquo; im Netz begleitet. Ausl&ouml;ser waren abf&auml;llige &Auml;u&szlig;erungen der Kommission gegen&uuml;ber Konsumentensch&uuml;tzern.<br>\nSeit Montag l&auml;uft die dritte Runde der Gespr&auml;che zum transatlantischen Handelsabkommmen (TTIP) zwischen den USA und Europa in Washington. Wie davor wird auch diese Runde hinter verschlossenen T&uuml;ren abgewickelt und wie zuvor gab es zum Auftakt gleich einmal ein Leak. Dessen Inhalte und die abf&auml;llige Reaktion des Sprechers der EU-Kommission John Clancy &uuml;ber die Kritiker des Abkommens am Dienstag l&ouml;sten dann einen &ldquo;Shitstorm&rdquo; im Netz aus, der noch immer andauert.<br>\nDer ver&ouml;ffentlichte TTIP-Text enth&auml;lt die Vorschl&auml;ge zur Gestaltung der k&uuml;nftigen Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA. Bekanntlich sollen ja die f&uuml;r das Abkommen prognostizierten Mehreinnahmen von jeweils etwa 100 Milliarden Euro pro Jahr durch Angleichung von Regulationen und Normen kommen. John Clancy, Pressesprecher der Kommission, hatte das Papier als &ldquo;ohnehin bekannte Position&rdquo; der EU heruntergespielt und die Konsumentensch&uuml;tzer von CEO, die das Dokument ver&ouml;ffentlicht hatten, als &ldquo;Feinde des Handels&rdquo; abqualifiziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fm4.orf.at\/stories\/1730192\/\">ORF FM4<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schweden und die Zombie-&Ouml;konomie<\/strong><br>\nSpar- und Strukturmassnahmen waren f&uuml;r die Schwedische Wirtschaft notwendig und haben das Land weitergebracht. Doch sie waren nicht die Ursache daf&uuml;r, dass das Land in den 1990er Jahren rasch der Krise entkommen konnte. Insofern taugt das Land auch nicht als Beispiel f&uuml;r die heutigen Krisenl&auml;nder der Eurozone. Auch hier sind Reformen notwendig. Doch die Instrumente, dank denen Schweden seine Krise so rasch &uuml;berwinden konnte und Reformen umsetzen konnte, stehen den Euro-Krisenl&auml;ndern nicht zur Vef&uuml;gung: Eine W&auml;hrungsabwertung und eine eigene Geldpolitik: Die Vorstellung, dass Schweden ein Beispiel f&uuml;r die Eurokrisenl&auml;nder bereith&auml;lt, wurde schon beerdigt &ndash; aber als Zombie lebt sie dennoch weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/33831\/schweden-und-die-zombie-oekonomie\/\">Never Mind the Markets<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Irgendwie wirkt das Bem&uuml;hen wirtschaftsliberaler Bl&auml;tter wie der NZZ oder auch letztlich der SZ im Falle Irlands, L&auml;nder auszumachen, die &uuml;ber Spar- und Strukturma&szlig;nahmen ihre Krisen bew&auml;ltigten, doch ziemlich verzweifelt. Diese Beispiele lassen sich, wie oben im Falle Schwedens, relativ leicht als widerlegen. Leider gibt es im Bundestag f&uuml;r die Opposition allein schon zeitlich keine M&ouml;glichkeit mehr zu erkl&auml;ren, warum die Kanzlerin, wie sie selbst einr&auml;umt, &ldquo;zum wiederholten Male&rdquo; in Br&uuml;ssel europ&auml;ischen Strukturreformen einfordern muss. Wie weit muss man von den Menschen, einem Lieblingswort der Kanzlerin, entfernt sein, um an Griechenland oder Zypern den Erfolg von Spar- und Strukturma&szlig;nahmen festzumachen. &ndash; Verwiesen sei noch auf einen &auml;lteren Beitrag zum <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13332\">Heraussparen aus der Krise auf den NachDenkSeiten.<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Axel Troost &ndash; Krise der Euro-Zone &uuml;berwunden?<\/strong><br>\nFolgt man den Argumenten der Konjunktur-Prognose der Wirtschaftsberatungsgesell-schaft Ernst &amp; Young (EY), &ldquo;mehren sich die Anzeichen, dass in einigen Krisenl&auml;ndern die wirtschaftliche Talsohle durchschritten ist.&rdquo; Demnach werden Spanien, Italien und Portugal der Prognose zufolge im kommenden Jahr wieder leicht wachsen. Kr&auml;ftiger wachsen wird die franz&ouml;sische Wirtschaft, f&uuml;r die manche Forscher ein Plus von einem Prozent prognostizieren. Ein wesentlicher Grund: eine auf Vollbesch&auml;ftigung zusteuernde deutsche Volkswirtschaft. Die Euro-Zone wird im kommenden Jahr die schwere Wirtschaftskrise endlich hinter sich lassen. Nach zwei Jahren Rezession soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der W&auml;hrungsunion im Jahr 2014 um 0,9 Prozent zulegen. Im Jahr 2015 k&ouml;nnte die Wirtschaft im Euro-Raum um 1,5 Prozent wachsen.<br>\nMit dieser Prognose bekommt die bisherige Krisenbew&auml;ltigungsstrategie der EU-Eliten, insbesondere der von der deutschen Kanzlerin durchgesetzte Austerit&auml;tskurs, scheinbar seine Best&auml;tigung. Ende November bekr&auml;ftigte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem F&uuml;hrungstreffen Wirtschaft der S&uuml;ddeutschen Zeitung: Deutschland darf seine Exportst&auml;rke nicht k&uuml;nstlich verringern. Vielmehr muss Europa insgesamt wettbewerbsf&auml;higer werden. Der Abbau der Gesamtverschuldung sei ein zentrales Projekt f&uuml;r die n&auml;chsten vier Jahre. Europa k&ouml;nne Erfolge vorweisen: Gesunkene Haushaltsdefizite, niedrigere Lohnst&uuml;ckkosten und geringere Leistungsbilanz-Defizite. Mit Blick auf die Programml&auml;nder verwies die Kanzlerin auf die Erfolge in Irland und Spanien. Irland werde das Euro-Rettungsprogramm verlassen, auch das spanische Programm werde auslaufen. &ldquo;Portugal ist auf einem harten, aber sehr sehr guten Weg&rdquo; und auch Griechenland habe &ldquo;unglaublich viel geleistet&rdquo;, die Arbeit sei aber noch nicht beendet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/nc\/die-linke\/nachrichten\/detail\/zurueck\/nachrichten\/artikel\/krise-der-euro-zone-ueberwunden\/\">Axel Troost\/Die Linke<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht &raquo;Frau Merkel, Sie haben uns den Banken ausgeliefert&laquo;<\/strong><br>\nHerr Pr&auml;sident, sehr geehrte Damen und Herren, Frau Bundeskanzlerin! W&auml;hrend der fast drei Monate, in denen Sie mit der SPD &uuml;ber den Koalitionsvertrag gefeilscht haben, haben sich in Griechenland aus Verzweiflung &uuml;ber ihre soziale Situation sch&auml;tzuungsweise 120 Menschen das Leben genommen. W&auml;hrend der gleichen haben in Spanien etwa 45.000 Familien ihre H&auml;user oder ihre Wohnungen durch Zwangsversteigerung verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4qvL97rtnxw\">Die Linke via YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Herzloser Herzenskandidat<\/strong><br>\nEigentlich deutet Joachim Gaucks mahnender Zeigefinger ja eher ganz weit gen Osten. Wir k&ouml;nnen aber beruhigt sein: Der Vater des Vaterlands macht sich nicht nur um russische Homosexuelle, sondern auch um uns alle Sorgen. Er bef&uuml;rchtet, wir k&ouml;nnten &ldquo;erschlaffen&rdquo;, hielte uns nicht staatliche Verfolgungsbetreuung st&auml;ndig mit n&ouml;tigenden Vorschriften auf Trab. Vieles was Gauck seit seiner Wahl von sich gegeben hat, w&auml;re schon zum Lachen im Sinn einer Selbstparodie neoliberaler Phrasen, wenn es nicht f&uuml;r viele Menschen bittere Konsequenzen h&auml;tte. Etwa sein Lob f&uuml;r den &ldquo;Mut&rdquo; Gerhard Schr&ouml;ders. Mut bedeutet, als Politiker genau das Gegenteil von dem zu tun, was f&uuml;r die Menschen gut ist und was sie wollen und dann ihre berechtigte Kritik an sich abtr&ouml;pfeln zu lassen. Das ganze nennt sich dann &ldquo;Demokratie&rdquo;. Holdger Platta mit einem &ldquo;Worst of Gauck&rdquo; zum Thema &ldquo;Soziales&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/2013\/12\/13\/herzloser-herzenskandidat\/\">Hinter den Schlagzeilen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die neoklassische Arbeitsmarkttheorie<\/strong><br>\nIm Sommer 1929 waren nur 3,2% der Arbeiter in den USA arbeitslos. Danach sanken die L&ouml;hne und im Fr&uuml;hjahr 1933 war mit 25% Erwerbslosen der Gipfel der Arbeitslosigkeit erreicht. Die Industrieproduktion war von 1929 bis 1932 um fast 45% gefallen, obwohl sinkende L&ouml;hne doch zu mehr Besch&auml;ftigung und damit steigender Produktion f&uuml;hren sollten, wie die VWL mit dem Modell des neoklassischen Arbeitsmarktes bis heute lehrt.<br>\nNiemand wundert sich, die h&ouml;chsten L&ouml;hne in den L&auml;ndern zu finden, in denen Mangel an Arbeitskr&auml;ften herrscht, wie in der Schweiz. Dabei m&uuml;ssten nach der neoklassischen Theorie die h&ouml;chsten L&ouml;hne dort schon die h&ouml;chste Arbeitslosigkeit verursacht haben, weil der Mangel an Arbeitskr&auml;ften zwar die L&ouml;hne erh&ouml;ht, aber sicher nicht im genau gleichen Ausma&szlig; die Produktivit&auml;t. W&uuml;rde die Theorie an der Realit&auml;t gemessen, br&auml;uchten wir den neoklassischen Arbeitsmarkt nicht weiter diskutieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-neoklassische-arbeitsmarkttheorie\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Stefan Mappus: Das Phantom von Pforzheim<\/strong><br>\nAn diesem Mittwoch beschlie&szlig;t der baden-w&uuml;rttembergische Landtag einen zweiten Untersuchungsausschuss, um die Umst&auml;nde des gewaltsamen Polizeieinsatzes im Stuttgarter Schlossgarten im Herbst 2010 aufzukl&auml;ren. Der wichtigste Figur dabei, der fr&uuml;here CDU-Ministerpr&auml;sident Stefan Mappus, ist von der Bildfl&auml;che verschwunden. Kontext hat sich auf die Suche gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/142\/das-phantom-von-pforzheim-1935.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch in dieser Woche finden sie wieder interessante Beitr&auml;ge in Kontext:Wochenzeitung (morgen im Kiosk, am Samstag in der taz), u.a.: <\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Albtr&auml;ume in Hohenstadt: Dem einen ist seine Wiese abgesackt. Der andere hat es amtlich, dass seine Existenz gef&auml;hrdet ist. Hohenstadt liegt auf der Schw&auml;bischen Alb und seit Anfang des Jahres am Steinb&uuml;hltunnel. Das Bahnprojekt S 21 hat das Dorf gespalten.<\/em><\/li>\n<li><em>Mister Samthandschuh: Stuttgart-21-Gegner &auml;rgert seine Zur&uuml;ckhaltung gegen&uuml;ber der Staatsanwaltschaft, Antifaschisten treibt allein die Erw&auml;hnung seines Namens die Zornesr&ouml;te ins Gesicht. Doch Baden-W&uuml;rttembergs Justizminister Rainer Stickelberger ist mit sich im Reinen.<\/em><\/li>\n<li><em>Rot-Gr&uuml;ne Gesinnungsschn&uuml;ffelei: Baden-W&uuml;rttemberg m&ouml;chte Staatsdiener vor ihrer Einstellung schon bald &uuml;ber ihre Zugeh&ouml;rigkeit zu politischen Organisationen befragen. Der Rechtsprofessor Wolfgang D&auml;ubler h&auml;lt diese Gesinnungsschn&uuml;ffelei f&uuml;r unzul&auml;ssig. <\/em><\/li>\n<li><em>Landesverrat, Justiz und Medienmacht: Whistleblower wie Edward Snowden und Bradley Manning gab es auch fr&uuml;her. Etwa den Verfassungssch&uuml;tzer Werner Paetsch. Meist wurden sie als Landesverr&auml;ter verfolgt, h&auml;ufig standen die Medien nicht auf ihrer Seite.  Eine Bestandsaufnahme.<\/em><\/li>\n<li><em>Wider das Duckm&auml;usertum: 1977 verfasste der langj&auml;hrige Pr&auml;sident des Stuttgarter Oberlandesgerichts Richard Schmid einen Appell f&uuml;r mehr Zivilcourage unter Staatsdienern und gegen die Verfolgung Andersdenkender. Der ist immer noch aktuell.<\/em><\/li>\n<li><em>Apo &ndash; so wertvoll wie nie: Wetterer Peter Grohmann &uuml;ber die Groko, die Apo und den  Weihnachtsfrieden.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Neoliberalismus und Feminismus: Eine gef&auml;hrliche Liaison<\/strong><br>\nDie zweite Welle der Frauenbewegung entstand einst als Kritik an zentralen Institutionen des Nachkriegskapitalismus. Inzwischen aber ist sie selbst zur Handlangerin eines neuen, deregulierten Kapitalismus geworden. Diese gef&auml;hrliche Liaison gilt es aufzubrechen, fordert Nancy Fraser.<br>\nAls Feministin habe ich immer angenommen, mein Kampf f&uuml;r die Frauenemanzipation diene der Errichtung einer besseren Welt &ndash; egalit&auml;rer, gerecht und frei. Doch seit einiger Zeit erf&uuml;llt mich die Sorge, dass urspr&uuml;nglich feministische Ideale f&uuml;r g&auml;nzlich andere Zwecke eingespannt werden. Besonders beunruhigt mich, dass unsere Sexismus-Kritik heute als Rechtfertigung neuer Formen von Ungleichheit und Ausbeutung herhalten muss.<br>\nIch bef&uuml;rchte, eine Laune des Schicksals hat die Frauenbewegung auf gef&auml;hrliche Weise in neoliberale Bestrebungen verstrickt, die auf den Aufbau einer Marktgesellschaft abzielen. Das w&uuml;rde erkl&auml;ren, wieso feministische Vorstellungen, die ehemals Bestandteil einer radikalen Weltanschauung waren, zunehmend in individualistischen Kategorien Ausdruck finden. Anders als fr&uuml;her, als sie eine auf Karrierismus ausgerichtete Gesellschaft kritisierten, raten Feministinnen den Frauen heute, sich in einer solchen einzurichten. Eine Bewegung, f&uuml;r die ehemals soziale Solidarit&auml;t Vorrang hatte, feiert heute weibliches Unternehmertum. Eine Perspektive, die einst der Sorgearbeit (care) und der Erkenntnis wechselseitiger Abh&auml;ngigkeit, der Interdependenz, Wert beima&szlig;, f&ouml;rdert heute das individuelle Vorankommen und meritokratisches Denken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2013\/dezember\/neoliberalismus-und-feminismus-eine-gefaehrliche-liaison\">Bl&auml;tter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie die Kanzlerin von der SPD das Siegen lernte<\/strong><br>\nAusgerechnet die Erkenntnisse einer von der SPD in Auftrag gegebenen Studie &uuml;ber politische Milieus in Deutschland lieferten Angela Merkel das Rezept f&uuml;r ihren Erfolg: W&auml;hler gewinnt man nicht durch rationale &Uuml;berzeugungsrhetorik, sondern mit dem Image der sicheren Probleml&ouml;serin&hellip;<br>\nDer Politikwissenschaftler Gero Neugebauer hatte in seiner Studie akribisch nachgewiesen, warum die SPD mit all ihren Bem&uuml;hungen gescheitert war, der eigenen Anh&auml;ngerschaft die Notwendigkeit schmerzhafter Reformen wieder und wieder zu erkl&auml;ren. Ein simpler Grund war daf&uuml;r entscheidend:<br>\n&ldquo;Etwas pathetisch formuliert hie&szlig;e es: Die Politiker m&uuml;ssten sich daran erinnern, dass sie ein eigener Stand mit einer eigenen Sprache sind, die nicht notwendigerweise au&szlig;erhalb ihres Standes verstanden wird.&rdquo;&hellip;<br>\nAngela Merkel zog aus Neugebauers Studie einen radikalen Schluss: Man kann Politik in der Kommunikation mit den zunehmend unberechenbaren W&auml;hlermassen nicht rational erkl&auml;ren. Wenn es darum geht, in der heterogenen Mediengesellschaft Mehrheiten zu mobilisieren, z&auml;hlen andere, weichere und irrationalere Kriterien.<br>\nIn einer immer vielschichtigeren und schwer verst&auml;ndlicheren Welt kommt es nicht mehr auf ausgiebige Erkl&auml;rungen oder auf die Zuspitzung einfacher Botschaften an. Was z&auml;hlt, ist die L&ouml;sung von Problemen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/angela-merkel-wie-die-kanzlerin-von-der-spd-das-siegen.724.de.html?dram:article_id=272240\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser G.F.:<\/strong> Dieses Konzept wurde im Wischi-Waschi-Programm der CDU\/CSU zum Bundestags-Wahlkampf 2013 erfolgreich angewandt und auch weiter umgesetzt in dem schwarz-roten Koalitionsvertrag, der damit eindeutig die Handschrift nicht der CDU, sondern Angela Merkels tr&auml;gt. Der Autor der Studie, Gero Neugebauer, sagt dazu:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Ich glaube, das hat sie gut begriffen, dass man Gesellschaften, die sich in einem Wandel befinden, ein notwendiges Ma&szlig; an Sicherheit und Orientierung geben muss. Also anders als eine Parole, die sagt: Ich sag euch jetzt mal, wo es lang geht, so eine Art: Basta, nun marschieren wir mal voran und sehen zu, was kommt &ndash; so sagt sie jetzt: Ich fahre auf Sicht. Und dieses Auf-Sicht-Fahren vermittelt gleichzeitig denen, die im Anh&auml;nger sitzen oder hinten im Bus das Gef&uuml;hl: Die wei&szlig;, wo es hingehen soll. Und wir werden auch nicht mit unsicheren Situationen hinter der Kurve oder hinter dem Tunnel konfrontiert.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Damit komme ich zu dem recht deprimierenden Schluss: sich hinstellen, die H&auml;nde zur Raute formen und S&auml;tze sagen wie: &ldquo;Sie kennen mich.&rdquo; und &ldquo;Sch&ouml;nen guten Abend.&rdquo; &ndash; das reicht vollkommen aus, um von den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern dieses Landes zum Kanzler gew&auml;hlt zu werden. Mehr braucht es nicht und ist auch nicht erw&uuml;nscht. Debatten im Bundestag nerven das geneigte Volk nur und sind damit &uuml;berfl&uuml;ssig geworden. <\/em><br>\n<em>Das Parlament kann abgeschafft werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Stunde der Linken<\/strong><br>\nIm Bundestag kam es zum ersten Schlagabtausch. Die Mehrheit der Gro&szlig;en Koalition ist erdr&uuml;ckend, die Opposition machtlos wie lange nicht. Umso deftiger m&uuml;ssen ihre Reden sein &ndash; wie Linken-Frontfrau Wagenknecht bewies.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/opposition-im-bundestag-die-stunde-der-linken\/9235116.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Artikel ist an und f&uuml;r sich unbedeutend, ja sogar in gewisser Weise sogar fair gegen die Linkspartei und die Gr&uuml;nen. Aber achten Sie einmal auf den Unterton: Er zeigt, dass die verbliebene Opposition eigentlich nicht mehr ernst genommen wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;Unstatistik des Monats&ldquo; &ndash; Positive PISA-Studie &ndash; mehr Gl&uuml;ck als Verstand?<\/strong><br>\nDie Unstatistik des Monats Dezember ist die aktuelle PISA-Studie der OECD. &Uuml;ber sie und auch &uuml;ber das im Vergleich zu fr&uuml;heren Studien bessere Abschneiden deutscher Sch&uuml;ler haben fast alle deutschen Medien ausf&uuml;hrlich berichtet&hellip;<br>\nDennoch muss man aus mehreren Gr&uuml;nden vor einer &Uuml;berinterpretation dieser Zahlen warnen. Zum einen kann man sich grunds&auml;tzlich dar&uuml;ber streiten, welche Kompetenzen im Rahmen der PISA-Studie gemessen werden und ob die im Rahmen der Studie durchgef&uuml;hrten Tests bestimmte Lernformen bevorzugen. Zudem ist nur eine kleine Stichprobe deutscher Sch&uuml;ler getestet worden, bei einer anderen Stichprobe w&auml;re etwas anderes herausgekommen. So erreichten die Sch&uuml;ler in der deutschen Stichprobe im Jahr 2012 in der Mathematik 514 Punkte, 11 Punkte mehr als in der letzten Studie 2003. Unter insgesamt 65 untersuchten L&auml;ndern belegen sie damit Rang 16. Aber aufgrund des Stichprobenfehlers h&auml;tten es auch 508 (Rang 18) oder 520 Punkte (Rang 12) werden k&ouml;nnen.<br>\nZur Unstatistik des Monats wird die PISA-Studie jedoch, weil in der &ouml;ffentlichen Diskussion weitgehend ignoriert wird, welchen Einfluss die Zusammensetzung der Stichprobe auf die Ergebnisse der Studie hat. Richtig ist, dass &ndash; in der Stichprobe &ndash; die Sch&uuml;ler in Deutschland in Mathematik besser abschneiden als der durchschnittliche Sch&uuml;ler in der OECD und dass sich die Mathematikergebnisse im Vergleich zu den Sch&uuml;lern in der Stichprobe des Jahres 2003 verbessert haben. Dabei wird aber au&szlig;er Acht gelassen, dass sich &uuml;ber die Jahre hinweg die Zusammensetzung der Stichprobe ver&auml;ndert hat. Ber&uuml;cksichtigt man die Unterschiede der befragten Sch&uuml;ler in den verschiedenen Stichproben hinsichtlich beispielsweise des Alters, des Geschlechts, des sozio-&ouml;konomischen Hintergrunds und des Migrationshintergrunds, haben sich die Leistungen der Sch&uuml;ler in Deutschland seit 2003 nicht signifikant ver&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.unstatistik.de\/\">RWI, Rheinisch-westf&auml;lisches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung G.L.:<\/strong> Es ist noch viel schlimmer! Bei so gro&szlig;en Untersuchungsgruppen wie bei PISA wird jeder Unterschied &ldquo;signifikant&rdquo; und wenn er noch so klein ist. Wenn, wie die Autoren zeigen, die Ver&auml;nderungen nicht mehr &ldquo;signifikant&rdquo; sind, wenn man die Ver&auml;nderungen in der Zusammensetzung der Sch&uuml;lerschaft ber&uuml;cksichtigt, dann sind sie nur noch kleiner als klein. Wenn es in den Redaktionsstuben unserer Zeitungen ein bisschen Kompetenz g&auml;be, w&uuml;rden alle &Uuml;berschriften zu PISA widerrufen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-19712","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19712","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19712"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19712\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19715,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19712\/revisions\/19715"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19712"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19712"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19712"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}