{"id":19756,"date":"2013-12-23T09:17:51","date_gmt":"2013-12-23T08:17:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756"},"modified":"2013-12-23T09:17:51","modified_gmt":"2013-12-23T08:17:51","slug":"hinweise-des-tages-2034","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h01\">Chodorkowski<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h02\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h03\">EU-Gipfel: Merkel gegen die Reformmuffel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h04\">Wie wir lernten, die Banken zu hassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h05\">Reichenparadies Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h06\">HDE vermutet mal wieder viele Last Minute Eink&auml;ufe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h07\">Vorsicht vor Griechen mit Prim&auml;r&uuml;bersch&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h08\">Seehofer will Mindestlohn &ndash; aber nicht f&uuml;r jeden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h09\">Gr&uuml;ne Generationengerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h10\">Erfolg: Lobbyist muss EU-Ethikgremium verlassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h11\">R&ouml;sler erh&auml;lt Job in der Schweiz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h12\">Ackermann finanziert einen Lehrstuhl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h13\">Tomgram: Bill Moyers, Covering Class War<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h14\">Tanners Interview mit Olga Katsaros (ehemals Lomenko): Was gerade in der Ukraine stattfindet ist ein Putschversuch (Teil 1)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h15\">Gro&szlig;e Koalition kritisch begleiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h16\">Demokratiekrise: Das Problem der gentrifizierten SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h17\">Und die Opposition?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h18\">Sachbuch zur Industrialisierung: Im Maschinenraum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756#h19\">Zu guter Letzt: West ART Weihnachtsgeschenk<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19756&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Chodorkowski<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Chodorkowski-Mythos entschleiert &ndash; Viktor Timtschenko beleuchtet Aufstieg und Fall des vermeintlichen Putin-Opfers<\/strong><br>\nViktor Timtschenko jedenfalls hat sich in die Einzelheiten vertieft, er hat Fakten gesammelt und hinter die Legenden geleuchtet, die um den fr&uuml;heren Chef des &Ouml;lkonzerns Jukos gewoben werden. &raquo;Endlich! Endlich hat es jemand gewagt und auch die M&uuml;hen nicht gescheut&laquo;, schreibt Gabriele Krone-Schmalz, ehemalige Korrespondentin im ARD-Studio Moskau im Vorwort zu Timtschenkos Buch &ndash; und f&auml;llt damit zugleich ein wenig schmeichelhaftes Urteil &uuml;ber manche ihrer Nachfolger(innen).<br>\nDa gibt es die Legende vom Wohlt&auml;ter Chodorkowski: Als der ehemalige stellvertretende Energieminister (!) die &Ouml;lf&ouml;rderfirma Jukos &uuml;bernahm, setzte er zwei Drittel der Mitarbeiter vor die T&uuml;r und stie&szlig; die sozialen Einrichtungen des Unternehmens ab. Man kann das unter &raquo;gew&ouml;hnlicher Kapitalismus&laquo; verbuchen, erkl&auml;rt damit aber auch, warum 2003, als Chodorkowski verhaftet wurde, in der Jukos-Hauptstadt Neftejugansk niemand auf die Stra&szlig;e ging, um den &raquo;wohlt&auml;tigen&laquo; Konzernchef gegen die Willk&uuml;r des Staates zu verteidigen.<br>\nOder die Legende von der einzigartigen Transparenz in Chodorkowskis Unternehmen: Timtschenko z&auml;hlt auf einer ganzen Seite seines Buches 150 teils sehr exotisch klingende Namen von Firmen auf, die zu diesem Imperium geh&ouml;rten. Und die Aufz&auml;hlung ist nicht etwa vollst&auml;ndig. Da gab es Scheinfirmen mit Scheindirektoren, die Scheinauktionen veranstalteten, wie sie Timtschenko anschaulich beschreibt.<br>\nAls die &raquo;bedeutsamste Idee auf dem Weg Chodorkowskis nach oben&laquo; bezeichnet der Autor die Erfindung der &raquo;Bohrlochfl&uuml;ssigkeit &laquo;. Jukos f&ouml;rderte n&auml;mlich gar kein &Ouml;l, sondern eben diese minderwertige Fl&uuml;ssigkeit, die sich allerdings &ndash; sobald sie zu l&auml;cherlichem Prozentsatz versteuert war &ndash; in &Ouml;l verwandelte, das &uuml;ber Firmen und Zwischenfirmen schlie&szlig;lich zu Weltmarktpreisen verkauft wurde. &Ouml;l l&auml;sst sich also durchaus nicht nur in Kanistern stehlen.<br>\nDiebstahl, Steuerhinterziehung, Betrug nicht nur am russischen Staat, sondern auch an ausl&auml;ndischen Investoren, selbst Morde, die nachweislich im Auftrag von Jukos-Mitarbeitern begangen wurden &ndash; dies alles pflasterte den Weg des &raquo;Gutmenschen&laquo; Chodorkowski noch oben, &raquo;oder nach unten&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Russland\/chodorkowski-buch.html\">AG Friedensforschung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dazu m&ouml;chte ich gerne noch einmal auf meinen am Freitag erschienenen Artikel <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19739\">&bdquo;Guter Oligarch, b&ouml;ser Putin&ldquo;<\/a> und das <a href=\"http:\/\/www.netstudien.de\/Russland\/chodorkowski.htm#.UrQ5HI3Gldo\">Chodorkowski-Dossier auf Netstudien<\/a> hinweisen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie sich die Wege von Putin und Chodorkowski trennten<\/strong><br>\nF&uuml;r Wladimir Putin hatte der Erhalt Russlands Priorit&auml;t. Michail Chodorkowski wollte freies Unternehmertum und eine Parlaments-Republik<br>\nDie Karriere von Wladimir Putin und Michail Chodorkowski begann in der Sowjetunion. Der 1963 in einer Chemiker-Familie geborene Michail Chodorkowski ging den Weg seiner Eltern und studierte Chemie. Der elf Jahre &auml;ltere Wladimir Putin studierte in St. Petersburg Jura und wurde 1985 als Mitarbeiter des KGB in die DDR entsandt. Putins Schl&uuml;sselerlebnis geschah vor der KGB-Zentrale in Dresden. (&hellip;)<br>\nDer Moskauer Politologen Sergej Michejew vom Zentrum f&uuml;r politische Konjunktur glaubt nicht, dass der aus dem Arbeitslager Entlassene jetzt in Russland politisch aktiv wird. &ldquo;Mir scheint, in diesem Fall gibt es eine stillschweigende Vereinbarung zwischen ihm und Putin, dass er in n&auml;chster Zeit nicht in die Politik geht&rdquo;, sagte der Politologe gegen&uuml;ber Moskowski Komsomolez. Selbst wenn Chodorkowski in die Politik gehe, sei er f&uuml;r Putin &ldquo;nicht gef&auml;hrlich&rdquo;.<br>\nAuch Aleksej Malaschenko, Experte beim Moskauer Carnegie-Zentrum, meint in seinem Blog , die Freilassung zeige, dass Putin den ehemaligen Yukos-Chef &ldquo;wirklich nicht mehr f&uuml;rchtet, dass die Zeit von Chodorkowski abgelaufen ist&rdquo;. Mit der Freilassung nehme Putin dem ehemaligen &Ouml;l-Magnaten auch seine &ldquo;politische Heiligkeit&rdquo;.<br>\nF&uuml;r viele &ndash; auch f&uuml;r Gegner des ehemaligen &Ouml;l-Magnaten &ndash; war Chodorkowski ein M&auml;rtyrer, weil der ehemalige Yukos-Chef immer wieder erkl&auml;rte, er werde sich nicht begnadigen lassen. Denn eine Begnadigung werde vom Kreml in jedem Fall als Schuldeingest&auml;ndnis ausgelegt. Doch f&uuml;r seine Idee, ein westlich orientiertes Russland, wird der ehemalige &Ouml;l-Unternehmer vermutlich weiter streiten. Die Massen werden ihm jedoch nicht folgen. Die Strapazen der wilden Privatisierung in den 1990er Jahren &ndash; als monatelang keine L&ouml;hne und Renten gezahlt wurden und sich viele Russen nur mit Hilfe ihrer Datscheng&auml;rten ern&auml;hrten &ndash; sind noch nicht vergessen.<br>\nDer Schriftsteller Boris Akunin sieht in der Freilassung von Chodorkowski und den Frauen von Pussy Riot eine positive Entwicklung. &ldquo;Ja, das Regime bleibt autorit&auml;r, nichtdemokratisch und korrumpiert. Aber Russland h&ouml;rt auf, ein Polizeistaat zu sein&rdquo;, schreibt der Schriftsteller in seinem Blog. Immerhin streite der Kreml jetzt mit den Opponenten und &ldquo;spricht mit ihnen&rdquo;, was insgesamt schon ein Fortschritt sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40629\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Akte Chodorkowski<\/strong><br>\nDer Ex-Oligarch und Ex-Yukos-Chef ist begnadigt worden. Es ist damit allerdings kein &ldquo;politisch Verfolgter&rdquo; wieder auf freiem Fu&szlig;, sondern ein Wirtschaftskrimineller.<br>\nDie Wortwahl spricht B&auml;nde und erm&uuml;det, weil sie immer wieder den gleiche Sound bedient. Der vom russischen Pr&auml;sidenten Putin begnadigte Michail Chodorkowski wird als &bdquo;Gegner Putins&ldquo; oder &ldquo;Kreml-Kritiker&rdquo; bezeichnet. Zur Auswahl steht auch die Floskel &bdquo;der pers&ouml;nliche Gefangene Putins&ldquo;, offenbar um keinen Zweifel am vorzivilisatorischen Zustand Russlands zu lassen. Diese semantische Glasur f&uuml;r einen Wirtschaftskriminellen verdient es, gew&uuml;rdigt zu werden. Warum nicht durch einen Blick in die &bdquo;Akte Chodorkowski&ldquo;? (&hellip;)<br>\nAls der Oligarch ab 2002 mit den US-&Ouml;l-Giganten Exxon Mobil Corporation und Chevron Corporation &uuml;ber eine &Uuml;bernahme von Yukos-Anteilen verhandelte und so nicht mehr und nicht weniger als die Preisgabe nationaler Ressourcen betrieb, war der Bogen &uuml;berspannt. Zuvor hatte Chodorkowski im &Uuml;berschwang mitgeteilt, er k&ouml;nne Parteien und sogar Wahlergebnisse kaufen. Das wirkte glaubw&uuml;rdig. Der Yukos-Chef hatte seine Macht nicht irgendwann zur &Uuml;bermacht erkl&auml;rt, sondern kurz vor der Duma-Wahl, die f&uuml;r den 7. Dezember 2003 angesetzt war.<br>\nDamit allerdings war der &bdquo;Gegner Putins&ldquo; im postsowjetischen Russland weit neben jeder Spur von Legalit&auml;t gelandet, so dass die Justiz dem Prinzip abschwor, bei Oligarchen m&ouml;glichst oft Gnade vor Recht walten zu lassen. Ohnehin nahm Wladimir Putin die Gelegenheit gern wahr, an Chodorkowski ein Exempel zu statuieren und den &bdquo;neuen Russen&ldquo; zu bedeuten: Das Chaos und die neoliberale Nonchalance des Jelzins-Jahrzehnts sind Geschichte. Ab jetzt stehen die nationalen Interessen Russlands &uuml;ber denen der Reichen und Superreichen. Wer danach handelt, hat nichts zu bef&uuml;rchten und kann weiter viel Geld verdienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/die-akte-chodorkowski\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Ganz unterirdisches Staatstheater als extremer Ausdruck eines neuen Totalitarismus<\/strong><br>\nEs ist wirklich zum Verzweifeln. Dieses unterirdische Klippschulniveau, diese dumme, selbstzufriedene, unreflektierte Kaltschn&auml;uzigkeit der deutschen Medien. Seit langem gibt dies allein bei wirtschaftlichen und wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Themen unabl&auml;ssigen Anlass zur kritischen Aufkl&auml;rung. Das aktuelle Theater rund um die Freilassung Chodorkowskis, das selbst &ouml;ffentlich-rechtliche Medien wie der Deutschlandfunk ernsthaft als seri&ouml;se Berichterstattung pr&auml;sentieren bzw. zu pr&auml;sentieren versuchen, setzt dem katastrophalen Zustand der Medien in Deutschland die Krone auf &ndash; weitere Steigerungen nicht ausgeschlossen. Der Moderator des Deutschlandfunks leitete das Informationsprogramm heute in der Fr&uuml;h mit den Worten ein, &ldquo;das ist heute Morgen unser erstes und wichtigstes Thema.&rdquo; Er meinte den Fall Chodorkowski. So verhielt es sich in den letzten Wochen schon mit dem Fall Timoschenko und der Ukraine. Das, was bei diesen Themen jedoch geboten wurde und wird, ist f&uuml;r einen neugierigen, intelligenten, freiheitsliebenden (sic!) Menschen wirklich nicht zum Aushalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/12\/chodorkowskigenschermerkelgauckspdpolitikmedien-ganz-unterirdisches-staatstheater-als-extremer-ausdruck-eines-neuen-totalitarismus\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>Chodorkowski in Berlin: Sch&ouml;ne, freie, wilde Welt<\/strong><br>\nEinfach mal Danke sagen. Viel mehr will Michail Chodorkowski gar nicht. Also macht sich der Kreml-Gegner sogleich ans Werk. Seine Freunde. Seine Familie. Hans-Dietrich Genscher. Angela Merkel. Die Liste seiner Danksagung ist lang. &ldquo;Und ich will daf&uuml;r alle Kan&auml;le nutzen&rdquo;, sagt Chodorkowski und l&auml;chelt.&#8232;Kurzes Innehalten. Alle Kan&auml;le? &ldquo;F&uuml;r mich ist das alles ziemlich neu. Facebook und Twitter und all das. Als ich ins Gef&auml;ngnis kam, gab es das doch alles noch gar nicht&rdquo;, sagt er. Lacher im Publikum.&#8232;Es ist ein in jeder Hinsicht bemerkenswerter Termin an diesem Nachmittag im Berliner Mauermuseum unweit des Checkpoint Charlie, dem Symbolort der Ost-West-Konfrontation. Historisch, klar. Bewegend, auch das.&#8232;Aber Chodorkowski selbst muss das alles etwas r&auml;tselhaft vorkommen, was da vor ihm und mit ihm geschieht. Es ist wie in einer Zeitmaschine. Zehn Jahre lang schmachtete der ehemalige Oligarch in russischen Lagern, abgeschottet von der &Ouml;ffentlichkeit. Dann, vor nicht einmal zwei Tagen, ging alles sehr schnell. Flugzeug, Berlin, Freiheit, und pl&ouml;tzlich will die Welt, diese ver&auml;nderte Welt alles von ihm wissen. Wie das war in Gefangenschaft. Was er von Wladimir Putin h&auml;lt. Und was er so vor hat mit seinem Leben. Seinem zweiten Leben.&#8232;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/chodorkowski-gibt-in-berlin-erste-pressekonferenz-in-freiheit-a-940552.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Die Berichterstattung &uuml;ber die Freilassung des Ex-Oligarchen Chodorkowski ist wieder ein sch&ouml;nes Beispiel f&uuml;r die allt&auml;gliche Meinungsmache und ein Fest f&uuml;r den Kampagnenjournalismus. S&auml;mtliche Bl&auml;tter, der Spiegel, inzwischen Deutschlands Kampagnenmedium Nr. 1, an vorderster Front, berichteten am Wochenende auf Seite eins und in epischer Ausf&uuml;hrlichkeit &uuml;ber den &ldquo;Freiheitshelden&rdquo;.  Allein auf FAZonline finden sich aktuell allein mehr als 12 Artikel zu Chodorkowski. Man wundert sich, dass Chodorkowski nicht gleich noch von Gauck, einem anderen &ldquo;Freiheitshelden&rdquo;, empfangen wurde.<br>\nBesonders hervorgehoben wird der offenbar massive Einsatz Merkels f&uuml;r die Begnadigung Chodorkowski. Solche marktkonforme &ldquo;Demokraten&rdquo; wie der R&auml;uberbaron Chodorkowski, dessen herausragende Eigenschaft erst einmal wohl darin besteht, dass er mit dem neuen Buhmann Putin in Konflikt geraden ist, sind offenbar ganz nach Muttis Geschmack.<br>\nJens Berger hat in seinem Beitrag bereits anschaulich dargestellt was man unter Oligarchen zu verstehen hat: Figuren, die in der Wendezeit nach dem Zerfall der Sowjetunion mit dubiosen und teilweise kriminellen Methoden ein Milliardenverm&ouml;gen zusammengerafft haben. Diese oder einem aus dieser Kaste als Garanten f&uuml;r ein demokratisches Russland anzusehen, ist geradezu grotesk. Anstatt nun Elogen &uuml;ber Chodorkowski zu Papier zu bringen, w&auml;re es doch eine echte journalistische Herausforderung das Publikum dar&uuml;ber aufzukl&auml;ren wie Chodorkowski und andere Oligarchen denn an ihre aberwitzigen Verm&ouml;gen gelangt sind.<br>\nIn Russland gibt es vermutlich viele Menschen, die sich unter hohem pers&ouml;nlichen Risiko f&uuml;r eine demokratische Gesellschaftsordnung einsetzen und die es sicher um einiges mehr verdient h&auml;tten als der R&auml;uberbaron Chodorkowski, dass sie politische Aufmerksamkeit und Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ihr Engagement bekommen. Aber im Gegensatz zu Chodorkowski haben oder hatten diese nichts anzubieten, etwa in Form eines Zugriffs westlicher Konzerne auf die Rohstoffquellen Russlands, was sie f&uuml;r Merkels marktkonforme Demokratie interessant machen w&uuml;rde.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131225_01.gif\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131225_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur_5105.html\">Klaus Stuttmann Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Da kommt noch was&hellip;<\/strong><br>\nDank Edward Snowden wissen nun alle: Geheimdienste h&ouml;ren grunds&auml;tzlich jeden ab &ndash; auch Regierungschefs. Was k&ouml;nnte 2014 noch an neuen Enth&uuml;llungen bringen?..<br>\nDie spannendere Frage lautet aber, welche Snowden-Enth&uuml;llungen uns bis jetzt vorenthalten wurden. Er hat sowohl f&uuml;r die NSA als auch die CIA gearbeitet, aber die Enth&uuml;llungen betreffen bisher fast nur die NSA. Die rechtfertigt ihre Schn&uuml;ffelei unter anderem damit, dass sie Zielkoordinaten f&uuml;r Drohnenschl&auml;ge der CIA bereitstellt. Wieso haben wir denn dar&uuml;ber so wenig aus den Snowden-Unterlagen erfahren?&hellip;<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Themenbereich, der bisher komplett ausgeblendet blieb, sind die Finanzm&auml;rkte. Die NSA hat ihre Datensammelwut in diesem Bereich damit begr&uuml;ndet, es ginge um ein Fr&uuml;hwarnsystem gegen Finanzkrisen. Wie konnte die Hypothekenkrise dann so weit kommen, dass sie die Weltwirtschaft ersch&uuml;tterte?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/sonntag\/snowden-und-die-folgen-da-kommt-noch-was-\/9250516.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Ex-CIA-Chef: &ldquo;Snowden sollte geh&auml;ngt werden&rdquo;<\/strong><br>\nDer ehemalige CIA-Chef James Woolsey hat gefordert, den NSA-Whistelbower Edward Snowden wegen Hochverrat anzuklagen: &ldquo;Wenn er dann von seinesgleichen verurteilt wurde, sollte er an seinem Hals aufgeh&auml;ngt werden, bis er tot ist.&rdquo; Das sagte er dem US-Fernsehsender Fox News und erkl&auml;rte, er halte die Idee f&uuml;r &ldquo;idiotisch&rdquo;, Snowden Amnestie zu gew&auml;hren. &Auml;hnlich habe sich Hugh Shelton ge&auml;u&szlig;ert, Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs der USA von 1997 bis 2001. Woolsey leitete die CIA von 1993 bis 1995.<br>\nDer harschen &Auml;u&szlig;erung ist der Vorschlag des NSA-Mitarbeiters Rick Ledgett vorausgegangen, Edward Snowden freies Geleit zuzusichern, wof&uuml;r der im Gegenzug ein Ende der Enth&uuml;llungen versprechen m&uuml;sste. Ledgett untersucht f&uuml;r den US-Geheimdienst den Schaden, den Snowden angerichtet hat und hat gegen&uuml;ber CBS einen offenen Dialog mit dem ehemaligen Analysten vorgeschlagen, um letztendlich die Ver&ouml;ffentlichung weiterer Geheiminformationen zu verhindern. NSA-Chef Alexander hatte dem widersprochen: Snowden zu amnestieren w&auml;re wie wenn ein Geiselnehmer 10 seiner 50 Geiseln erschie&szlig;t, um dann volle Straffreiheit zu verlangen, wenn er die restlichen am Leben l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Ex-CIA-Chef-Snowden-sollte-gehaengt-werden-2070809.html\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Spektakul&auml;re Wende im Redtubefall: Landgericht K&ouml;ln sieht im Streaming keine Urheberrechtsverletzung<\/strong><br>\nIn den letzten beiden Wochen gab es keinen Tag ohne Neuigkeiten in den Redtube Verfahren. Heute gab es positive Nachrichten von Landgericht K&ouml;ln. Offenbar haben einige Richter, die die Auskunftsbeschl&uuml;sse erlassen haben, nun &ndash; nach Kenntnis der kompletten Sachlage &ndash; ihre Meinung ge&auml;ndert (oder sich erstmals ein komplettes Meinungsbild erstellt) und halten Streaming nicht mehr f&uuml;r illegal.<br>\nRechtsanwalt Christian Solmecke kl&auml;rt, was das f&uuml;r die Betroffenen bedeutet:<br>\n&ldquo;Zun&auml;chst einmal geht aus der Pressemitteilung nicht hervor, welche Kammern genau ihre Meinung ge&auml;ndert haben. Ich habe daraufhin den Pressesprecher Dr. Hoppe angerufen und nachgehakt. Dr. Hoppe hat mir erkl&auml;rt, dass es hier zwar noch keine generelle Linie aller Richter g&auml;be. Dies l&auml;ge allerdings daran, dass sich bislang noch nicht alle Richter mit den F&auml;llen erneut befassen konnten. Offenbar ist es jedoch so, dass diejenigen Kammern, die die ersten Beschwerden gegen die Auskunftsbeschl&uuml;sse auf den Tisch bekommen haben, diese auch aufheben wollen.<br>\nAuszugsweise wird der Pressemitteilung die Rechtsauffassung einer der 16 Kammern, die mit diesen Sachen befasst sind, mitgeteilt. Und diese Auffassung hat es in sich &ndash; darin hei&szlig;t es: eine solche Handlung d&uuml;rfte vielmehr bei nur vor&uuml;bergehender Speicherung aufgrund einer nicht offensichtlich rechtswidrig hergestellten bzw. &ouml;ffentlich zug&auml;nglich gemachten Vorlage regelm&auml;&szlig;ig durch die Vorschrift des &sect; 44a Nummer 2 Urheberrechtsgesetz gedeckt sein. Offenbar wenden die Richter also nicht nur das Recht auf Privatkopie nach &sect; 53 Urheberrechtsgesetz an, sondern auch &sect; 44a, der vor&uuml;bergehende Vervielf&auml;ltigungshandlungen regelt. Sollte es tats&auml;chlich dabei bleiben, dann deutet vieles darauf hin, dass die Richter Streaming &ndash; egal ob von einer rechtm&auml;&szlig;igen oder von einer rechtswidrigen Plattform &ndash; immer als rechtm&auml;&szlig;ig ansehen. Anders sind die in der Pressemitteilung ver&ouml;ffentlichten Ausz&uuml;ge nicht zu deuten. Damit schwenkten die K&ouml;lner Richter um auf die bislang schon vorherrschende Meinung in der juristischen Literatur zum Thema Streaming. F&uuml;r die Betroffenen h&auml;tte die Anwendung dieser Norm den Vorteil, dass man sich &uuml;ber die Rechtm&auml;&szlig;igkeit einer Plattform k&uuml;nftig gar keine Gedanken mehr machen muss. Wir vertreten diese Rechtsauffassung schon lange, die genaue Begr&uuml;ndung daf&uuml;r ist in der Masterarbeit unserer Mitarbeiterin Annika Dam in hervorragender Weise nachzulesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wbs-law.de\/abmahnung-filesharing\/abmahnkanzleien\/abmahnung-u-c-rechtsanwaelte\/spektakulaere-wende-im-redtubefall-landgericht-koeln-sieht-im-streaming-keine-urheberrechtsverletzung-49376\/\">wbs-law.de<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe auf der Website eine Vielzahl von interessanten rechtlichen Informationen und hilfreichen Hinweisen zu den grassierenden Abmahnungswellen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EU-Gipfel: Merkel gegen die Reformmuffel<\/strong><br>\nDeutschland kann sich bei der EU-Bankenunion durchsetzen, aber in Europa w&auml;chst der Widerstand gegen Berlin: Mit ihrem Vorschlag f&uuml;r neue Reformvertr&auml;ge steht die Bundeskanzlerin allein &ndash; ihre Amtskollegen wollen die Europawahl abwarten.<br>\nDas Abendessen f&uuml;r Europas Staats- und Regierungschefs war im vorweihnachtlich geschm&uuml;ckten EU-Viertel angerichtet, doch Kanzlerin Angela Merkel st&ouml;rte die Festlaune. In der &ldquo;ihr eigenen entschlossenen Art&rdquo;, berichtet ein Teilnehmer der exklusiven Br&uuml;sseler Runde am Donnerstagabend, versuchte sie ihren Kollegen einen &ldquo;Schubs&rdquo; zu geben &ndash; hin zu &ldquo;Reformvertr&auml;gen&rdquo;, die auf europ&auml;ischer Ebene eine simple Gleichung festschreiben sollen: Hilfe f&uuml;r EU-Krisenstaaten kann nach wie vor flie&szlig;en. Doch nur, wenn diese sich zu weiteren substantiellen Reformschritten verpflichten.<br>\nEU-Kommissionspr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Barroso, Ratspr&auml;sident Herman Van Rompuy und EZB-Chef Mario Draghi sprangen der deutschen Regierungschefin bei: Die Europ&auml;ische Union stecke auf dem Weg zu einer echten wirtschaftlichen Einheit noch in einer Zwischenphase, argumentierten sie, daher m&uuml;sse es auch weitere Anstrengungen geben. Zudem gehe es beim deutschen Vorsto&szlig; ja um &ldquo;partnerschaftliche&rdquo; Vereinbarungen zwischen den Mitgliedstaaten und EU-Institutionen. Von einem Berliner Diktat k&ouml;nne also keine Rede sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/eu-gipfel-merkel-draengt-auf-reformen-a-940312.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die neue Gro&szlig;e Koalition m&ouml;chte Schr&ouml;ders Agenda 2010 offensichtlich in der gesamten EU umgesetzt sehen. Zum Erhalt und Ausbau guter freundschaftlicher Beziehungen zu unseren europ&auml;ischen Nachbarn taugt diese Politik jedoch kaum.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie wir lernten, die Banken zu hassen<\/strong><br>\nBanken haben die Steuerzahler Milliarden gekostet. Und wollen jetzt einfach so weitermachen. Das emp&ouml;rt uns.<br>\nWar das jetzt der Durchbruch? &bdquo;EU entlastet Steuerzahler bei Bankenrettungen&ldquo; titelten die Nachrichtenagenturen in der vergangenen Woche. Soll hei&szlig;en: Hat sich eine Bank verspekuliert, m&uuml;ssen k&uuml;nftig die Banken selbst und ihre Aktion&auml;re daf&uuml;r geradestehen und nicht die B&uuml;rger wie damals bei der Finanzkrise. Das klingt gut.<br>\nIst es aber nicht. Das Jahr 2013 geht zu Ende. Und systemrelevante Banken gef&auml;hrden immer noch das Wohlergehen dieses Landes und vieler anderer Volkswirtschaften. Warum? Weil die Politik nur an den Symptomen herumkuriert, aber die Ursachen der Krise nicht bek&auml;mpft. Was sind die Ursachen der Krise? Dass die Banken zu wenig Aktienkapital haben, mit dem sie f&uuml;r Fehlspekulationen haften k&ouml;nnen. Aktienkapital (auch Eigenkapital genannt) ist das Geld, das die Eigent&uuml;mer der Bank zur Verf&uuml;gung stellen. Weil die Banken immer noch zu wenig Eigenkapital haben, w&auml;re auch bei der n&auml;chsten Krise solch ein Sicherheitspolster rasch aufgebraucht. Abermals m&uuml;sste der Steuerzahler einspringen.<br>\nDie linken Kritiker behalten recht: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren &ndash; so lautet das skandal&ouml;se Gesch&auml;ftsmodell der Banken. Mit diesem Modell haben sie die Welt an den Rand des Abgrunds gebracht. Sie t&auml;ten es heute wieder: Banken sind verantwortlich daf&uuml;r, dass der Ruf der Marktwirtschaft tief in Misskredit kam. Und sie tun bis heute viel zu wenig, diesen Schaden zu heilen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/gewinne-privatisieren-verluste-sozialisieren-wie-wir-lernten-die-banken-zu-hassen-12722023.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zum Fest bietet die FAZ einen Hauch von Systemkritik, mehr noch: &ldquo;Die linken Kritiker behalten recht&rdquo;. Sch&ouml;n von der FAZ, die Leverage Ratio, das Verh&auml;ltnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, zur Ma&szlig;gabe des zu haltenden Eigenkapitals zu verlangen. Aber wie hoch soll sie sein? Der Baseler Ausschuss f&uuml;r Bankenaufsicht hat eine Quote von drei Prozent ab 2018 vorgegeben. Dem schlie&szlig;t sich der Koalitionsvertrag von Schwarz\/Rot an. D. h. 97% ihres Gesch&auml;fts d&uuml;rfen Banken durch Schulden finanzieren. Die US-Aufsichtsbeh&ouml;rden fordern eine Leverage Ratio von sechs Prozent.  Das von der FAZ erw&auml;hnte Autorenpaar Admati\/Hellwig fordert  20-30 Prozent. Sie sehen absolut nicht ein, warum Industrie- oder Dienstleistungsunternehmen (in den USA) sich mit mehr als 50 Prozent mit Eigenkapital finanzieren, die Banken zumindest in Europa gro&szlig;es Geschrei erheben und Eigenkapital als &Uuml;bel ausmachen.<br>\nAber &uuml;ber die Eigenkapitalquote hinaus k&ouml;nnten die Banken durchaus Regulierung vertragen: Verbot bestimmter Finanzprodukte, Verbot des Eigenhandels usw. Warum eigentlich h&ouml;rt man eigentlich nie etwas von der EZB etwas aus dieser Richtung? Wo sie sich doch sonst gerne einmischt: Sparen, Lohnpolitik, Sozialstaat &hellip; Nun ja,  Goldman Sachs-Mann Draghi sieht das alles wahrscheinlich etwas anders. &ndash; Liebe FAZ, wie w&auml;re es mit einem klaren Forderungskatalog an Schwarz\/Rot!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Reichenparadies Deutschland<\/strong><br>\nIn keinem gro&szlig;en Industriestaat werden Verm&ouml;gen so gering besteuert wie hierzulande. Die britische Regierung etwa verlangt ihren &ldquo;Reichen&rdquo; sechs Mal so viel ab wie die deutsche. F&uuml;r die Berater von Finanzminister Sch&auml;uble ist das allerdings noch lange kein Grund f&uuml;r eine radikale Reform.<br>\nEs gibt Schaubilder, deren zentrale Botschaft erscheint so klar und unmissverst&auml;ndlich, dass man sich gar nicht vorstellen kann, wie sich daran ein Streit entz&uuml;nden kann. Die Grafik der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die im neuen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums gezeigt wird, ist so eine: Sie gibt Auskunft, welches OECD-Land seinen gut betuchten B&uuml;rgern wie viel an verm&ouml;gensbezogenen Steuern abkn&ouml;pft. Der Befund ist eindeutig: Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist die Quote in keinem gro&szlig;en Industriestaat so niedrig wie in Deutschland.<br>\nUnter allen 34 OECD-Mitgliedern liegt die Bundesrepublik mit einem BIP-Anteil von gerade einmal 0,6 Prozent auf Platz 25. Der Durchschnitt betr&auml;gt 1,3 Prozent, und vorne liegen nicht etwa die Sozialstaatsbef&uuml;rworter aus Frankreich, sondern ausgerechnet die Gralsh&uuml;ter des Kapitalismus: Gro&szlig;britannien mit 3,6, Kanada mit 3,3 und die USA mit 3,2 Prozent. Die britische Regierung verlangt ihren &ldquo;Reichen&rdquo; also sechs Mal so viel ab wie die deutsche. (&hellip;)<br>\nImmerhin: Die Berater von Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble halten eine Reform der Erbschafts-, der Einkommens- und der Grundsteuer zumindest f&uuml;r denkbar, um das Verm&ouml;gen im Land anders zu verteilen. Die R&uuml;ckkehr zu einer echten Verm&ouml;genssteuer aber lehnen sie strikt ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/vermoegenssteuern-im-vergleich-reichenparadies-deutschland-1.1849026\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p>Dazu: <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Monatsberichte\/2013\/12\/Downloads\/monatsbericht_2013_12_deutsch.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5\">Monatsbericht des BMF Dezember 2013 [PDF &ndash; 3 MB]<\/a>&#8232;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131225_02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/131225_02_th.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/polpix.sueddeutsche.com\/bild\/1.1848868.1387567459\/860x860\/vermoegenssteuer-deutschland.jpg\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>HDE vermutet mal wieder viele Last Minute Eink&auml;ufe<\/strong><br>\nDa ich gerade wieder etwas vom HDE-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Stefan Genth lese, der zu jedem Weihnachtsgesch&auml;ft seine Aussagen vom Vorjahr recycelt, und bittere Realit&auml;ten durch das Prinzip Hoffnung ersetzt, gebe ich hier ebenfalls meinen Beitrag vom vergangenen Jahr noch einmal aus. Er hat, bis auf die Angaben zum Wetter, kaum an Aktualit&auml;t verloren. Aber das ist wurscht. Deutschland ist ja trotz sinkender Reall&ouml;hne permanent im Kaufrausch.<br>\nWie albern die Konsumpropaganda zu Weihnachten geworden ist, zeigen die w&ouml;chentlichen Wasserstandsmeldungen des Einzelhandelsverbandes (HDE), der seit Beginn der Adventszeit mal wieder von einem traumhaften Weihnachtsgesch&auml;ft fabuliert. Leider l&auml;uft es seit Jahren schon nicht rund, um nicht zu sagen, BESCHISSEN, was aber eigentlich klar sein m&uuml;sste, wenn man die Statistik zu Einkommen der Deutschen und den Ums&auml;tzen im Einzelhandel ernst nimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2013\/12\/22\/hde-vermutet-mal-viele-last-minute-einkaeufe-17449303\/\">Tautenhahn Blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Und dabei haben die Scherzbolde von der GfK doch erst vor wenigen Tagen wieder einmal <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konsumklima126.html\">das Gegenteil behauptet<\/a>. Es ist schon m&uuml;&szlig;ig, sich &uuml;ber den Unfug der GfK aufzuregen. Die eigentliche Frage ist doch: Warum zitieren die Medien immer noch die GfK-Zahlen ohne dabei schamrot anzulaufen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Vorsicht vor Griechen mit Prim&auml;r&uuml;bersch&uuml;ssen<\/strong><br>\nDie Meldung ging am Donnerstag um die Welt: Griechenland hat in den ersten elf Monaten des laufenden Jahres im Staatshaushalt einen Prim&auml;r&uuml;berschuss von 2,7 Milliarden Euro erzielt. Dieser bedeutet n&auml;mlich nichts anderes, als dass der Staat f&auml;hig ist, seine laufenden Ausgaben durch laufende Einnahmen zu decken und somit nicht mehr auf das Wohlwollen des internationalen Bondmarktes angewiesen ist. Das st&auml;rkt die Verhandlungsposition Athens, wenn es darum geht, eine weitere (dritte) Schuldenrestrukturierung durchzuf&uuml;hren. Wie der &Ouml;konom Benn Steil vom New Yorker Think Tank Council on Foreign Relations darlegt, haben Staaten in der Vergangenheit sehr oft kurz nach Erreichen eines Prim&auml;r&uuml;berschusses beschlossen, ihre ausstehenden Schulden nicht mehr zu bedienen. Der obere Teil der Grafik zeigt die Prim&auml;rdefizite und -&Uuml;bersch&uuml;sse von elf Staaten, die seit 1998 einen Default auf ihren Schulden verh&auml;ngten. Der gelbe Diamant zeigt den Durchschnitt des Prim&auml;rsaldos der elf L&auml;nder. In den Jahren vor dem Default lag die Prim&auml;rbilanz in der Regel im Defizit, und das Jahr des Defaults war in der Regel das erste mit einem Prim&auml;r&uuml;berschuss. Die Staaten w&auml;hlten also ganz bewusst den Zeitpunkt, an dem sie f&uuml;r ihre laufenden Ausgaben nicht mehr auf neue Kapitalzufl&uuml;sse von Bond-Investoren angewiesen waren, f&uuml;r ihren Zahlungsausfall. Der untere Teil der Grafik zeigt, dass Griechenland soeben diesen Punkt durchschritten hat. &ndash; Wetten, dass Griechenland im Jahr 2014 eine weitere Schuldenrestrukturierung erhalten wird?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/33861\/vorsicht-vor-griechen-mit-primaerueberschuessen\/\"> Never Mind the Markets<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine sch&ouml;ne Wette von Mark Dittli. Ob sich die europ&auml;ischen Entscheidungstr&auml;ger dieser Zwickm&uuml;hle, die sich die Troika mit ihrem brutalen Sparprogramm eingebrockt hat, im Klaren sind? Der endlich erreichte Prim&auml;r&uuml;berschuss erh&ouml;ht  die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls. Nat&uuml;rlich kann man nur kurz bitter auflachen. Dittli zeigt den Preis dieses Prim&auml;r&uuml;berschuss  auf:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Einbruch der realen Wirtschaftsleistung seit 2008: mehr als 20 Prozent<\/em><\/li>\n<li><em>Aktuelle Arbeitslosenquote: 27,3 Prozent<\/em><\/li>\n<li><em>Aktuelle Jugendarbeitslosenrate: 58 Prozent<\/em><\/li>\n<li><em>Aktueller Stand der Staatsschulden, in Prozent des Bruttoinlandsprodukts: 175 Prozent<\/em><\/li>\n<li><em>Aktuelle j&auml;hrliche Deflationsrate: 2,9 Prozent (das ist der h&ouml;chste je verzeichnete Wert in den vergangenen 15 Jahren)<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Konkret hei&szlig;t das z.B., dass sich etwa ein Drittel aller Griechen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19623#h04\">keine Krankenversischerung leisten k&ouml;nnen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Seehofer will Mindestlohn &ndash; aber nicht f&uuml;r jeden<\/strong><br>\nCSU-Chef verlangt Ausnahmen f&uuml;r Saisonarbeiter, Rentner, Praktikanten&hellip;<br>\nCSU-Chef Horst Seehofer will Ausnahmen beim vereinbarten Mindestlohn gegen den Widerstand der SPD durchsetzen. F&uuml;r Saisonarbeiter, Praktikanten oder Ehrenamtliche k&ouml;nne die Regelung nicht gelten, sagte er der &raquo;Welt am Sonntag&laquo;. Auch bei der Besch&auml;ftigung von Rentnern soll laut Seehofer eine Ausnahme gemacht werden. Wer von seiner Altersrente lebe und noch etwas dazuverdiene, m&uuml;sse das nicht unter den Bedingungen des Mindestlohns tun, erkl&auml;rte der bayerische Ministerpr&auml;sident. SPD-Politiker wiesen die Forderung Seehofers zur&uuml;ck. (&hellip;)<br>\nDer schleswig-holsteinische SPD-Landeschef und designierte Bundesvize Ralf Stegner sagte der &raquo;Welt&laquo; (Montagsausgabe): &raquo;Es ist wohl der etwas eigenwillige bayerische L&ouml;we, der nur eine Woche, nachdem wir eine gemeinsame Regierung gebildet haben, gegen Einzelheiten im Koalitionsvertrag anbr&uuml;llt, die der CSU nicht so gut gefallen.&laquo; Alle Beteiligten m&uuml;ssten aber wissen, dass gerade der Mindestlohn f&uuml;r die SPD &raquo;ein elementarer und unumst&ouml;&szlig;licher Bestandteil des Koalitionsvertrages&laquo; sei.<br>\nNiedersachsens Ministerpr&auml;sident Stephan Weil (SPD) sagt der &raquo;Welt&laquo;: &raquo;Der Koalitionsvertrag gilt in allen seinen Teilen, und er tr&auml;gt auch die Unterschrift von Horst Seehofer.&laquo; Zuvor hatte bereits Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) Ausnahmeregelungen klar abgelehnt. &raquo;Ausnahmen wird es nicht geben &ndash; trotz aller Fluchtphantasien in Teilen der Union&laquo;, sagte sie. &raquo;Ohne gesetzlichen Mindestlohn g&auml;be es keine gro&szlig;e Koalition. Deshalb kann ich garantieren: Ab 1. Januar 2017 wird niemand in Deutschland weniger als 8,50 Euro pro Stunde verdienen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/918854.seehofer-will-mindestlohn-aber-nicht-fuer-jeden.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Im Koalitionsvertrag finden sich zum Thema Mindestlohn bereits Ausnahmen: U.a. soll er erst ab 2017 wirken &ndash; Betriebe mit Tarifvertr&auml;gen sind w&auml;hrend dieser Zeit benachteiligt.<br>\nNach nicht einmal einer Woche im Amt soll dieser bereits aufgeweichte Mindestlohn also noch geschmeidiger f&uuml;r zahlreiche Unternehmen und Branchen werden &ndash; so jedenfalls der stets fr&ouml;hliche und angeblich volksnahe bayerische Ministerpr&auml;sident Seehofer.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne Generationengerechtigkeit<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen machen also eine Koalition mit der CDU in Hessen. Gut und sch&ouml;n, das m&uuml;ssen die Gr&uuml;nen mit sich selbst ausmachen. Wenn aber ihr Spitzenkandidat Tarek Al-Wazir gefragt wird, was das wichtigste Ergebnis der Koalitionsvereinbarung sei, dann sagt er, dass Hessen ab 2015 keine Schulden mehr machen werde. Das ist bizarr.<br>\nIn der FAZ hei&szlig;t es dazu: &bdquo;Auch Al-Wazir hob als herausragendes Ziel hervor, dass eine schwarz-gr&uuml;ne Koalition am Ende der Legislaturperiode den &bdquo;ersten ausgeglichenen Haushalt&ldquo; seit 50 Jahren vorlegen werde.&ldquo; Kann es wirklich sein, dass ein Spitzenkandidat der Gr&uuml;nen in einem gro&szlig;en Bundesland noch nie davon geh&ouml;rt hat, dass eine solche Aussage in Deutschland ein Armutszeugnis ersten Ranges ist? Hat er eine Ahnung davon, wie gro&szlig; die Summe war, die vor 50 Jahren jedes Jahr von den privaten Haushalten neu gespart wurde im Vergleich zu heute? Hat er jemals geh&ouml;rt, dass der Versuch zu sparen nur dann erfolgreich sein kann, wenn sich jemand in gleicher H&ouml;he verschuldet? Hat er eine Ahnung davon, dass sich vor 50 Jahren vor allem die Unternehmen verschuldet haben, w&auml;hrend es heute ausschlie&szlig;lich das Ausland ist? Wie kann man stolz darauf sein, dass das Ausland alle Schulden macht und im Inland nur gespart wird? Wie kann man von Generationengerechtigkeit sprechen, wenn klar ist, dass jedem Schuldenpapier, das heute ausgegeben wird, eine gleichgro&szlig;e Forderung gegen&uuml;bersteht?<br>\nIch kenne Herrn Al-Wazir nicht, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er das alles einfach nicht wei&szlig;. Bezeichnend ist aber vielleicht, dass Priska Hinz den zweiten Ministerposten erh&auml;lt. Mit ihr habe ich schon diskutiert, als sie noch haushaltspolitische Sprecherin der gr&uuml;nen Bundestagsfraktion war. Da ist es ganz sicher: Sie wei&szlig; das alles nicht!<br>\nDazu passt auch, dass in einem Kommentar der FR festgestellt wird: &bdquo;Am Ende schnurrt das schwarz-gr&uuml;ne Vorhaben auf eine Sparkoalition zusammen. In ihrem Bem&uuml;hen, durch eine Konsolidierung des Haushalts Generationengerechtigkeit herzustellen, sind die Gr&uuml;nen glaubw&uuml;rdig geblieben.&ldquo; Armes Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/gruene-generationengerechtigkeit\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Erfolg: Lobbyist muss EU-Ethikgremium verlassen<\/strong><br>\nUnsere Beschwerde bei Ombudsfrau zwingt EU-Kommission zum Handeln<br>\nUnsere Beschwerde gegen die Berufung eines Lobbyisten und Seitenwechslers in das Ethik-Komittee der EU-Kommission hatte Erfolg. Michel Petite, der als Anwalt unter anderem f&uuml;r Philip Morris arbeitete und auch in den Dalligate-Skandal verstrickt war, hat das Ethik-Komitee der EU-Kommission verlassen. Die EU-Kommission spricht davon, er sei zur&uuml;ckgetreten. Der reale Hintergrund war, dass die bevorstehende Entscheidung des Europ&auml;ischen Ombudsmans zu unseren Gunsten die EU-Kommission zum Handeln gezwungen hat. EU-Ombudsfrau Emily O&rsquo;Reilly hatte die EU-Kommission aufgefordert, den Posten neu zu besetzen.<br>\nIm Februar diesen Jahres hatten wir gegen Petites Berufung in das Ethikgremium Beschwerde eingelegt, zusammen mit Corporate Europe Observatory und Corporate Accountability International. Das Ethik-Komitee pr&uuml;ft unter anderem, ob es bei Seitenwechseln ausscheidender EU-Kommissare zu Interessenkonflikten kommt. In diesem Fall kann das Komitee Seitenwechsel unterbinden oder nur mit Auflagen genehmigen. Michel Petite war eine denkbar schlechte Besetzung f&uuml;r diese Aufgabe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2013\/12\/erfolg-lobbyist-muss-eu-ethikgremium-verlassen\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>R&ouml;sler erh&auml;lt Job in der Schweiz<\/strong><br>\nPhilipp R&ouml;sler, der Ex-Chef der deutschen FDP, verlegt seinen Wohnsitz in die Schweiz. Der 40-J&auml;hrige soll k&uuml;nftig f&uuml;r das WEF arbeiten &ndash; in einer speziellen Funktion.<br>\nDer ehemalige Chef der deutschen FDP und Ex-Wirtschaftsminister Philipp R&ouml;sler arbeitet k&uuml;nftig f&uuml;r das Weltwirtschaftsforum (WEF). &laquo;Ich werde nunmehr mit meiner Familie in die Schweiz ziehen und von Genf aus f&uuml;r das Weltwirtschaftsforum t&auml;tig sein&raquo;, sagte R&ouml;sler dem Nachrichtenmagazin &laquo;Focus&raquo;.<br>\nDem Vorabbericht zufolge soll er dort ab dem 20. Februar als Managing Director f&uuml;r die weltweiten Regierungskontakte der Stiftung zust&auml;ndig sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/konjunktur\/Roesler-erhaelt-neuen-Job-in-der-Schweiz-\/story\/23094822\">Tages-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Dass der Ex-Bundeswirtschaftsminister einen Folge-Job in der unternehmensnahen Wirtschaft finden wird, stand au&szlig;er Zweifel. Ein Kommentator formuliert es passend: &bdquo;Angesichts der miserable Leistung des Herrn muss er wirklich einer dieser uns&auml;glichen &ldquo;global leaders of tomorrow&rdquo; sein&hellip; Und wenn man keine Job mehr hat in DE, dann macht man weg in die Schweiz, aber logo&hellip; Und hier wird er sich dann lauthals beschweren was alles schief l&auml;uft in DE, wie gehabt&hellip;&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ackermann finanziert einen Lehrstuhl<\/strong><br>\nEx-Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann finanziert einen Lehrstuhl f&uuml;r Betriebswirtschaft und Politik.<br>\nDer fr&uuml;here Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann finanziert an der renommierten Universit&auml;t St. Gallen (HSG) einen Lehrstuhl f&uuml;r Betriebswirtschaft und Politik. Die Professur solle dazu beitragen, &ldquo;Gesch&auml;ftsstrategien aus einem volkswirtschaftlichen Blickwinkel zu betrachten und wirtschaftspolitische Ans&auml;tze im Management-Denken zu verankern&rdquo;, teilte die Universit&auml;t am Freitag mit.<br>\nWie viel Geld Ackermann (65) f&uuml;r den Lehrstuhl &ldquo;Business Economics and Public Policy&rdquo; zur Verf&uuml;gung stellt, wurde nicht mitgeteilt. Sein Engagement sei auf f&uuml;nf Jahre begrenzt. Die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) &auml;u&szlig;erte sich kritisch: &ldquo;Manager Josef Ackermann will sich einen HSG-Lehrstuhl kaufen&rdquo;, hie&szlig; es in einer Stellungnahme der SP des Kantons St. Gallen. Dies sei bedenklich, weil es die Unabh&auml;ngigkeit von Lehre und Forschung gef&auml;hrde.<br>\nWinfried Ruigrok, Dekan der &ldquo;Executive School of Management, Technology and Law&rdquo; der HSG, wies die Bedenken zur&uuml;ck. Sowohl die HSG als auch Ackermann w&uuml;rden gro&szlig;en Wert auf die Unabh&auml;ngigkeit des Lehrstuhls legen, sagte er der Schweizer Nachrichtenagentur sda.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/josef-ackermann-ackermann-finanziert-einen-lehrstuhl,1472780,25680322.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Wie sagte Urban Priol sinngem&auml;&szlig; in seinem &bdquo;Tilt&ldquo;-Jahresr&uuml;ckblick: Es sind die kleinen Meldungen, die f&uuml;r Aufsehen sorgen. Dieses ist so eine.<br>\nDer Dekan wies Bedenken zur&uuml;ck. Na dann scheint ja alles klar. Hat er noch nie etwas davon geh&ouml;rt, dass derjenige, der das Orchester bezahlt auch dessen Musik bestimmt?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> So hei&szlig;t das bei den gestifteten Lehrst&uuml;hlen immer, n&auml;mlich dass die &bdquo;Unabh&auml;ngigkeit&ldquo; des Lehrstuhls gesichert werde. Aber es gibt wohl kaum einen Stiftungslehrstuhl bei dem der Stifter nicht zumindest einen informellen Einfluss auf den zu Berufenden hatte. Und was ist dann nach den f&uuml;nf Jahren. &Uuml;blicherweise f&auml;llt die weitere Finanzierung dann an die Hochschule und bei den staatlichen Hochschulen in Deutschland dann auf den Steuerzahler zur&uuml;ck.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Tomgram: Bill Moyers, Covering Class War<\/strong><br>\nIf you&rsquo;ve heard the phrase &ldquo;class war&rdquo; in twenty-first-century America, the odds are that it&rsquo;s been a curse spat from the mouths of Republican warriors castigating Democrats for engaging in high crimes and misdemeanors like trying to tax the rich. Back in 2011, for example, President Obama&rsquo;s modest proposal of a &ldquo;millionaire tax&rdquo; was typically labeled &ldquo;class warfare&rdquo; and he was accused by Congressman Paul Ryan, among others, of heading down the &ldquo;class warfare path.&rdquo; Similarly, in 2012, Mitt Romney and other Republican presidential hopefuls blasted the president for encouraging &ldquo;class warfare&rdquo; by attacking entrepreneurial success. In the face of such charges, Democrats invariably go on the defensive, denying that they are in any way inciters of class warfare. In the meantime, unions and the poor are blasted by the same right-wing crew for having the devastatingly bad taste to act in a manner that supposedly might lead to such conflict.<br>\nIn our own time, to adapt a classic line slightly, how the mighty have risen! And that story could be told in terms of the fate of the phrase &ldquo;class war,&rdquo; which deserves its Stephen Colbert or Jon Stewart moment. After all, for at least a century, it was a commonplace in an all-American lexicon in which &ldquo;class struggle,&rdquo; &ldquo;working class,&rdquo; and &ldquo;plutocrat&rdquo; were typical everyday words and it was used not to indict those on the bottom but the rich of whatever gilded age we were passing into or out of. It was essentially purged from the national vocabulary in the economic good times (and rabidly anti-communist years) after World War II, only to resurface with the Republican resurgence of the 1980s as a way to dismiss anyone challenging those who controlled ever more of the wealth and power in America.<br>\nIt was a phrase, that is, impounded by Republicans in the name of, and in the defense of, those who were already impounding so much else in American life. All you have to do is take a look at recent figures on income and wealth inequality, on where the money&rsquo;s really going in this society, to recognize the truth of Warren Buffet&rsquo;s famed comment: &ldquo;There&rsquo;s class warfare, all right, but it&rsquo;s my class, the rich class, that&rsquo;s making war, and we&rsquo;re winning.&rdquo;<br>\nRecently, Bill Moyers (who needs no introduction) gave a speech at the Brennan Center in New York City in which he laid out what class warfare really means in this society. The first appearance of the host of Moyers &amp; Company at TomDispatch is a full-throated call to save what&rsquo;s left of American democracy from &mdash; another of those banned words that should come back into use &mdash; the plutocrats.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tomdispatch.com\/post\/175783\/tomgram%3A_bill_moyers%2C_covering_class_war\/\">Tom Dispatch.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Tanners Interview mit Olga Katsaros (ehemals Lomenko): Was gerade in der Ukraine stattfindet ist ein Putschversuch (Teil 1)<\/strong><br>\nIn der Ukraine geht es f&uuml;r den interessierten Mitteleurop&auml;er schon lange nicht mehr um Demokratie. Hier wird ein Boxer zum F&uuml;hrer und die verknappten Antworten der Medien schaffen eben auch nur ein &auml;u&szlig;erst einseitiges Bild. Deshalb fragte Volly Tanner nach &ndash; und zwar eine Frau, die etwas genauer hinschaut, weil sie es eben auch pers&ouml;nlich betrifft. Die ehemals in Leipzig aktive Olga Lomenko, die jetzt Katsaros hei&szlig;t, gab Auskunft.<br>\nHallo Olga &ndash; hier in Leipzig kennen Dich die Kulturinteressierten noch unter Deinem M&auml;dchennamen Lomenko als B&uuml;hnenstar, Diva und Gesangsfeuerwerk. Jetzt hast Du geheiratet und lebst und arbeitest als Olga Katsaros in Esslingen, betrachtest und kommentierst aber die Bewegungen in Deinem Geburtsland, der Ukraine, &uuml;ber die sozialen Netzwerke. Wie stellt sich f&uuml;r Dich die derzeitige Lage dar?<br>\nHallo Volly, erstens: vielen Dank f&uuml;r die M&ouml;glichkeit, mich zur Lage in der Ukraine zu &auml;u&szlig;ern. Zweitens: Trotz hoher Emotionalit&auml;t werde ich versuchen, ohne Polemik auszukommen. Zu Deiner Frage. Was gerade in der Ukraine stattfindet, ist ein Putschversuch gegen die Regierung des demokratisch gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Wiktor Janukowitsch (&bdquo;Partei der Regionen&ldquo;) und grobe Einmischung seitens der USA und der EU in die inneren Angelegenheiten eines souver&auml;nen Staates.<br>\n70 bis 80 % aller Demonstranten in Kiew stammen aus dem Westen der Ukraine. Allein Lvov \/ Lemberg gibt t&auml;glich zwischen 11 und 35 Tausend Griwna (1.000 bis ca. 3.300 Euro) aus, um den Transport von Menschen nach Kiew und zur&uuml;ck zu gew&auml;hrleisten. Und dies bereits seit drei Wochen. Der Oberb&uuml;rgermeister von Lvov Petro Kolodij (&bdquo;Swoboda&ldquo; \/ &bdquo;Freiheit&ldquo;) spricht von 50.000 Menschen, die an verschiedenen Tagen in Kiew an den Protesten teilnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/Leben\/Gesellschaft\/2013\/12\/Olga-Katsaros-Was-in-der-Ukraine-stattfindet-ist-Putschversuch-1-52726.html\">Leipziger Internet Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Teil 2 des Interviews kann hier nachgelesen werden: Tanners Interview mit Olga Katsaros (ehemals Lomenko): <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/Leben\/Gesellschaft\/2013\/12\/Olga-Katsaros-Was-in-der-Ukraine-stattfindet-ist-ein-Putschversuch-52727.html\">Was gerade in der Ukraine stattfindet ist ein Putschversuch (Teil 2)<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Koalition kritisch begleiten<\/strong><br>\nIch war einer der wenigen Mandatstr&auml;ger, der sich auch &ouml;ffentlich kritisch der Gro&szlig;en Koalition ge&auml;u&szlig;ert und f&uuml;r ein Nein in der Parteidiskussion geworben hat (siehe dazu Link unten). Nachdem nun das Ergebnis des Mitgliederentscheides vorliegt, m&ouml;chte ich dazu folgende Erkl&auml;rung abgeben:<br>\nAls erstes m&ouml;chte ich betonen, dass ich das Ergebnis des Mitgliederentscheides nat&uuml;rlich akzeptiere. Ich wollte, dass die Partei befragt wird und sehe deshalb auch dieses Ergebnis als einen Auftrag f&uuml;r meine Arbeit an. F&uuml;r mich bleibt aber klar, dass auch die vielen Parteimitglieder, die keine Gro&szlig;e Koalition wollen oder nur mit gro&szlig;en Bauchschmerzen zugestimmt haben, repr&auml;sentiert und mitgenommen werden m&uuml;ssen.<br>\nLogischerweise bleibt meine Skepsis bestehen und weiterhin bin ich als Abgeordneter in erster Linie meinem Gewissen verantwortlich. Zudem bleibt zu ber&uuml;cksichtigen, dass an meiner Basis eine Menge Unmut gegen&uuml;ber der Gro&szlig;en Koalition herrscht und ich sehr viel Zuspruch bez&uuml;glich meiner kritischen Position erhalten habe. Ich werde mich bem&uuml;hen, die Gro&szlig;e Koalition konstruktiv kritisch zu begleiten. Auch das Viertel der Partei, das Nein gesagt hat, muss durch Mandatstr&auml;ger repr&auml;sentiert werden. Ich werde weiterhin nachhaken, Themen setzen, die ich f&uuml;r wichtig halte, die meine Heimatstadt Dortmund betreffen, und ich werde mir das Recht vorbehalten, auch die eigene Regierung zu befragen und gegebenenfalls zu kritisieren. Die Akzeptanz des Mitgliedervotums ist kein Blankoscheck f&uuml;r meine Zustimmung zu allen Vorhaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.marco-buelow.de\/neuigkeiten\/meldung\/artikel\/2013\/dezember\/grosse-koalition-kritisch-begleiten.html\">Marco B&uuml;low<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Demokratiekrise: Das Problem der gentrifizierten SPD<\/strong><br>\nEine Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt, dass gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung nicht mehr w&auml;hlen gehen. Vor allem Arbeitslose, Arme und unterdurchschnittlich gebildete verweigern den Gang an die Urne. Aus guten Gr&uuml;nden, meint Stefan Laurin, Betreiber des Blogs Ruhrbarone.<br>\nDie am Mittwoch ver&ouml;ffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung &uuml;ber die unterschiedliche Wahlbeteiligung sorgte bei gleichzeitig geringem Erkenntnisgewinn f&uuml;r Aufmerksamkeit. Das Arbeitslose, Arme und eher schlecht gebildete nicht nur Wahl gehen ist seit langem bekannt &ndash; wer sich regelm&auml;&szlig;ig Wahlstatistiken anschaut wei&szlig; das: In den b&uuml;rgerlichen Vierteln ist die Wahlbeteiligung hoch, in der Vierteln der Unterschicht gering. Noch deutlicher wird das bei Volksabstimmungen. Und dieser Trend h&auml;lt an. J&ouml;rg Dr&auml;ger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung ist aus gutem Grund besorgt:<br>\n&bdquo;Der enge Zusammenhang zwischen Wahlbeteiligung und Sozialstatus ist besorgniserregend. Noch nie war das Gef&auml;lle in der Wahlbeteiligung so gro&szlig; wie bei den beiden letzten Bundestagswahlen 2009 und 2013&Prime;, sagte Dr&auml;ger. Noch 1998 lagen &uuml;ber ganz Deutschland die Stimmbezirke mit der jeweils h&ouml;chsten und niedrigsten Beteiligung bei der Bundestagswahl 19,1 Prozentpunkte auseinander. 2013 betrug diese Differenz bereits 29,5 Prozentpunkte. &bdquo;<br>\nDie Ungleichheit der Wahlbeteiligung hat sich in den vergangenen vier Jahrzehnten verdreifacht&rdquo;, sagte Dr&auml;ger. &bdquo;Die Wahlbeteiligung bei der diesj&auml;hrigen Bundestagswahl stagnierte auf dem historisch niedrigen Niveau von 2009. Die soziale Selektivit&auml;t der W&auml;hlerschaft verfestigt sich und f&uuml;hrt zu einer zunehmenden sozialen Spaltung unserer Demokratie&ldquo;, so J&ouml;rg Dr&auml;ger weiter.<br>\nWas Dr&auml;ger nicht sagt: Die Unterschicht hat gute Gr&uuml;nde nicht zur Wahl zu gehen. Sie w&auml;hlt nicht, weil sie Unterschicht ist, wie die Studie nahelegt, sondern weil sie keinen Grund zu w&auml;hlen hat: Keine Partei macht ihr ein Angebot, niemand fragt sie nach ihren Interessen und erst recht setzt sich niemand f&uuml;r sie ein.<br>\nF&uuml;r CDU und Gr&uuml;ne ist die Studie eine gute Nachricht: Ihre Milieus sind wahlfreudig wie immer &ndash; die nordrhein-westf&auml;lische Landtagswahl 2012, als die Union mit ihrem Spitzenkandidat Norbert R&ouml;ttgen kein Angebot sondern eine Zumutung unterbreitete, ist eine Ausnahme, die die Regel best&auml;tigt.<br>\nProbleme hat mit dieser Entwicklung vor allem die SPD: Seit der Bundestagswahl 2005 haben die Sozialdemokraten fast ein Drittel ihrer W&auml;hler verloren. 34,2 Prozent erhielt die Schr&ouml;der-SPD trotz Hartz-IV 2005 &ndash; heute sind es gerade einmal 25,7 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.novo-argumente.com\/magazin.php\/novo_notizen\/artikel\/0001491\">NovoArgumente<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Und die Opposition?<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Joachim Gauck hat die Ernennung von Kanzlerin und Kabinett zu einer Ermutigung der Opposition im Bundestag genutzt. Zahlenm&auml;&szlig;ig sei sie zwar klein. &raquo;Das &auml;ndert nichts an ihrer unver&auml;ndert wichtigen Rolle, Ihre Regierung zu kontrollieren und politische Alternativen zu formulieren&laquo;, sagte Gauck an die Adresse von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Minister.<br>\nOffensichtlich war diese Ermutigung der parlamentarischen Opposition notwendig, denn die Zeit zur Ausarbeitung des Regierungsvertrages haben Linkspartei und Gr&uuml;ne nicht optimal zur Vorbereitung ihrer Aufgaben genutzt.<br>\nEine &uuml;berm&auml;chtige Regierungskoalition beherrscht einen Bundestag; die Regierung braucht mit ihrem Stimmengewicht von 80% der Mandate die Opposition nicht zu f&uuml;rchten. Von 22 Aussch&uuml;ssen besetzen die &raquo;Koalition&auml;re&laquo; 18; die Verschiebung der Redezeiten bewegt sich im Bereich weniger Minuten zugunsten der Opposition.<br>\nDie Gr&uuml;nen und die Linkspartei im Bundestag haben ihren Willen zur Durchsetzung von mehr Rechten f&uuml;r die parlamentarische Opposition auf dem Weg einer Verfassungsklage bekr&auml;ftigt. Sollten Union und SPD der Opposition &raquo;nicht z&uuml;gig nach dem SPD-Mitgliederentscheid&laquo; &uuml;ber den schwarz-roten Koalitionsvertrag freiwillig angemessene Rechte einr&auml;umen, &raquo;werden die Gr&uuml;nen vor dem Bundesverfassungsgericht klagen&laquo;, sagte Fraktionschef Anton Hofreiter. Es h&auml;tten bereits Beratungen mit Staatsrechtlern stattgefunden. &raquo;Mauert die gro&szlig;e Koalition, haben wir gute Chancen mit einer Klage&laquo;, sagte Hofreiter.<br>\nDer Kampf um mehr Rechte ist nachvollziehbar, allerdings macht er auch nur Sinn, wenn die Opposition etwas zu sagen wei&szlig;. Wenn die kleinen Oppositionsparteien nicht ihre Alternativen deutlicher auf den Punkt bringen, wird selbst ein erweiterter Spielraum im Bundestag keine gr&ouml;&szlig;ere Resonanz in der gesellschaftlichen &Ouml;ffentlichkeit bringen. Was haben die Oppositionspartien aktuell zu sagen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/und-die-opposition\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Sachbuch zur Industrialisierung: Im Maschinenraum<\/strong><br>\nConstanze Kurz und Frank Rieger beschreiben in ihrem Buch &bdquo;Arbeitsfrei&ldquo; eine &bdquo;Entdeckungsreise zu den Maschinen, die uns ersetzen&ldquo;. Von der industrialisierten Landwirtschaft erz&auml;hlen sie, von l&uuml;ckenlos &uuml;berwachten K&uuml;hen, von gigantischen M&auml;hdreschern, von den Folgekosten eines in die Ackerfurche geduckten Rehkitzes, das in die Messer gelangt, von den Fabriken, in denen die Riesenmaschinen konstruiert und optimiert werden. Sie gehen in die Getreidem&uuml;hlen, deren fortgeschrittenste Generation bis zu 5.000 Tonnen Getreide an einem Tag verarbeiten, und berichten von hochaufl&ouml;senden Kameras, die jedes einzelne Getreidek&ouml;rnchen pr&uuml;fen, ob es ein giftiges Mutterkorn ist. In dem Fall gen&uuml;gt ein kleiner Luftsto&szlig;, das K&ouml;rnchen auszusondern. Im Unterschied zur letzten industriellen Revolution der Landwirtschaft dauert die n&auml;chste keine Jahrzehnte, sondern vollzieht sich von Ernte zu Ernte. Der Bauer und seine hoch spezialisierten Mitarbeiter oder Subunternehmer verwandeln sich in &Uuml;berwachungsspezialisten und Katastrophenhelfer. In der automatisierten Welt sind sie zust&auml;ndig f&uuml;r den Ernstfall, wenn etwas schiefgeht, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert.<br>\nDas Kapitel &uuml;ber die Automatisierung des Geistes und der Epilog beschreiben die n&auml;chsten Etappen der politischen, gesellschaftlichen und industriellen Entwicklung. Welche sozialwissenschaftlich noch nicht modellierten Disparit&auml;ten kommen auf uns zu? In welcher Pfadlogik schreitet Machtkonzentration fort? Welche Folgen hat die ungeheure private Akkumulation von &bdquo;fixem Kapital&ldquo;? Was wir bisher &uuml;ber den Koalitionsvertrag der n&auml;chsten Bundesregierung lesen, deutet darauf hin, dass die Verhandlungspartner noch in der Logik der alten Gesellschaft planen und auf die n&auml;chste nicht vorbereitet sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Sachbuch-zur-Industrialisierung\/!129619\/\">taz&#8232;<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Unl&auml;ngst verwiesen die NachDenkSeiten bereits auf das Thema <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19233#h12\">Automatisierung<\/a>. Was in diesem Buch besonders auff&auml;llt, ist Beschreibung des landwirtschaftlichen Fortschritts, der bei &auml;hnlichen Fragestellungen h&auml;ufig zu kurz kommt. Unsere Leserin und Hinweisgeberin A.F. m&ouml;chte einen im kritischen Mainstream oft vernachl&auml;ssigten Aspekt herausheben, den brutalen Umgang mit Tieren in einer automatisierten und robotisierten Landwirtschaft. Ein Bild, das weit entfernt ist von dem Bild, das sich in Weihnachtszeit seit Jahrhunderten den Menschen einpr&auml;gt hat: Die Geburt Christi umgeben von Ochs, Esel und Schafen, anderen Gesch&ouml;pfen Gottes. &ndash; Weitere Rezensionen des Buches &ldquo;Arbeitsfrei&rdquo; finden Sie <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2013-10\/arbeitsfrei-kurz-rieger-rezension\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/buecher\/rezensionen\/sachbuch\/constanze-kurz-und-frank-rieger-arbeitsfrei-wo-du-hingehst-da-will-auch-die-maschine-hingehen-12622669.html\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: West ART Weihnachtsgeschenk<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/westart\/dienstag\/sendungsbeitraege\/2013\/1210\/kulturmob_adeste_fidelis.jsp\">WDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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