{"id":1978,"date":"2007-01-03T10:24:01","date_gmt":"2007-01-03T09:24:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1978"},"modified":"2016-01-19T11:47:23","modified_gmt":"2016-01-19T10:47:23","slug":"die-zeit-drangt-deutschland-braucht-einen-dritten-arbeitsmarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1978","title":{"rendered":"&#8220;Die Zeit dr\u00e4ngt &#8211; Deutschland braucht einen dritten Arbeitsmarkt&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>Unter diesem Titel hat Iris Gleicke, Sprecherin der ostdeutschen SPD- Bundestagsabgeordneten ein <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,457022,00.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,457022,00.html\">15-Punkte-Papier vorgelegt<\/a>, das zum Jahresende einige Aufmerksamkeit auf sich zog. Text siehe unten. Obwohl die Vorschl&auml;ge inzwischen wieder ziemlich aus der Diskussion verschwunden sind, will ich einige Anmerkungen dazu machen und Fragen stellen. Auch deshalb, weil unsere Leser sich f&uuml;r dieses Dokument sehr interessiert haben.<br>\n<!--more--><\/p><p><strong>I. Zun&auml;chst das Positive:<\/strong><\/p><ol>\n<li>Die th&uuml;ringische Abgeordnete artikuliert, was viele Menschen in den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern, was Arbeitslose weit dar&uuml;ber hinaus und alle unter Druck und Pressionen stehenden Arbeitnehmer empfinden: So kann es nicht weitergehen, so kann man arbeitslose Menschen nicht h&auml;ngen lassen.<\/li>\n<li>Das 15-Punkte-Papier ist in Teilen ein harter Schlag gegen die Ideologie der Angebots&ouml;konomie. Vor allem beschreibt Frau Gleicke drastisch, dass die Idee, Vollbesch&auml;ftigung durch Senkung der Lohnnebenkosten, durch Entlastung der Unternehmen und andere Methoden zur Herstellung so genannter g&uuml;nstiger Investitionsbedingungen f&uuml;r Unternehmen zu einem sich selbst tragenden Aufschwung f&uuml;hren w&uuml;rden, eine Lebensl&uuml;ge ist. (Ob man das gleich &bdquo;Lebensl&uuml;ge&ldquo; nennen muss, kann man bezweifeln. &bdquo;L&uuml;ge&ldquo; gen&uuml;gt auch. Die Abgeordnete Gleicke h&auml;tte &uuml;brigens einfach vor nunmehr 2 1\/2 Jahren &bdquo;Die Reforml&uuml;ge&ldquo; lesen m&uuml;ssen. Da steht alles Wesentliche &uuml;ber den Mythos der Lohnnebenkosten und &uuml;ber die D&uuml;rftigkeit der angebots&ouml;konomischen Konzeption  drin. Man h&auml;tte als politisch Verantwortliche auch schon lange wissen k&ouml;nnen, dass der g&auml;ngige Glaubenssatz, wonach mit der Senkung der Lohnnebenkosten Jobs geschaffen w&uuml;rden, ziemlich abwegig ist und allenfalls eine interessengeleitete Parole zur Durchsetzung von Lohnsenkungen.)<\/li>\n<li>Es ist auch richtig gesehen, dass niemand mehr versteht, dass einerseits Millionen Menschen, auch hoch qualifizierte, arbeitslos sind und zur gleichen Zeit wichtige gesellschaftliche Bed&uuml;rfnisse zum Beispiel der Jugendhilfe und der Pflege von &auml;lteren Menschen nicht gestillt werden k&ouml;nnen. Das ist richtig diagnostiziert. Und es ist wichtig, dies auszusprechen.<\/li>\n<\/ol><p><strong>II. Das Papier enth&auml;lt aber eine Reihe von kritisch zu betrachtenden Einlassungen und Vorstellungen:<\/strong><\/p><p>Eine Kritik f&auml;llt mir nicht leicht, weil ich das Bed&uuml;rfnis der betroffenen Menschen verstehe, nach jedem Vorschlag zu greifen, auch wenn er  keine &ouml;konomische Grundlage hat und fiskalisch kaum darstellbar bin.  Was ich deshalb kritisieren muss, sind jene Vorstellungen, die schon  konzeptionell wenig durchdacht sind und  von denen man mit ziemlicher Sicherheit sagen kann, dass sie selbst  bei gro&szlig;em Engagement keine Realisierungschance haben.<\/p><ol>\n<li>Die Aufteilung des Arbeitsmarkts in einen ersten, einen zweiten und jetzt noch einen dritten Arbeitsmarkt kann ich einfach nicht nachvollziehen. Das ist ein Kunstprodukt, ein Konstrukt. Es gibt keine Trennung von erstem,  zweitem und drittem Arbeitsmarkt und deshalb macht es eigentlich auch keinen Sinn, diesen Sprachgebrauch zu nutzen, auch wenn es unter Politologen, Soziologen, und anderen Sozialwissenschaftlern inzwischen Usus geworden ist. Es gibt die Durchl&auml;ssigkeit zwischen den verschiedenen Teilen des Arbeitsmarktes, wenn die makro&ouml;konomische Politik stimmt. Und auf dieser Durchl&auml;ssigkeit zu bestehen, ist geradezu essenziell f&uuml;r die betroffenen Menschen. Wenn ich die gegenw&auml;rtige Erfahrung vieler Menschen, dass sie nicht mehr in gesicherte Arbeitsverh&auml;ltnisse kommen, zur systemimmanenten Realit&auml;t erkl&auml;re, dann entlasse ich jene, die nichts daf&uuml;r tun, um die Abriegelung des Arbeitsmarktes aufzubrechen, aus  ihrer Verantwortung.<\/li>\n<li>Genauso gef&auml;hrlich ist die Behauptung, es k&ouml;nne keine Vollbesch&auml;ftigung mehr geben, der Traum von der klassischen Vollbesch&auml;ftigung als Basis eines allgemeinen, f&uuml;r alle erreichbaren Wohlstands  sei ausgetr&auml;umt, behauptet Iris Gleicke. &ndash; Woher wei&szlig; sie das? Wieso gilt das f&uuml;r unser Land aber nicht f&uuml;r vergleichbare L&auml;nder? Wieso nicht f&uuml;r Schweden und auch nicht f&uuml;r Irland oder Gro&szlig;britannien? Wieso gilt das heute und warum galt es nicht schon vor 30 Jahren?<br>\nMit der Behauptung, es k&ouml;nne keine Vollbesch&auml;ftigung mehr geben, entlastet die Sozialdemokratin Gleicke etwa den ehemaligen Bundeskanzler Kohl von der CDU und seine f&uuml;r die Wirtschafts- und Finanzpolitik Zust&auml;ndigen aus ihrer Verantwortung f&uuml;r den Abbruch der konjunkturellen Entwicklung ab 1992\/1993, dem sog. Einheitsboom. Diese Entlassung aus der Verantwortung f&uuml;r mehr Besch&auml;ftigung  ist nicht nur sachlich falsch sondern politisch ausgesprochen ungeschickt. Dar&uuml;ber freuen sich Horst K&ouml;hler und Hans Tietmeyer und all die andern, die damals den Aufschwung erstickten und die Schw&auml;cheperiode unserer Wirtschaft mit einem miserablen durchschnittlichen Wachstum von 1,2% von 1993 bis heute  zu verantworten haben.<br>\nJedes Jahr gehen uns so 700 Milliarden &euro; Wertsch&ouml;pfung verloren. Mit steigender Tendenz. Dieses Wachstum k&ouml;nnten wir f&uuml;r Arbeitspl&auml;tze und zum Schuldenabbau, f&uuml;r eine bessere Versorgung der Menschen und f&uuml;r die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme gebrauchen. <\/li>\n<li>In dem Iris  Gleicke die makro&ouml;konomische Verantwortung der Politik in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart nicht erkennt oder nicht erkennen darf, sieht sie nat&uuml;rlich auch nicht die M&ouml;glichkeiten, die eine bessere und dynamische makro&ouml;konomische Politik heute f&uuml;r alle Teile unseres Landes br&auml;chte.<br>\nWenn wir beispielsweise nicht jetzt schon wieder von Boom reden w&uuml;rden, obwohl nur ein kleines Pfl&auml;nzchen eines Aufschwungs sichtbar ist, wenn wir alle Kraft darauf verwenden w&uuml;rden, unsere Volkswirtschaft wirklich in eine Hochkonjunktur zu f&uuml;hren, dann w&uuml;rden davon auch in den weniger prosperierenden Gebieten sehr viel mehr Menschen profitieren, als Iris Gleicke mit noch so vielen Ma&szlig;nahmen &uuml;ber den dritten Arbeitsmarkt erreichen k&ouml;nnte. Und das w&auml;re um vieles billiger und unb&uuml;rokratischer.<br>\nWarum macht die Politik dies nicht? Warum beten die f&uuml;hrenden Sozialdemokraten, zu denen Iris  Gleicke z&auml;hlt, die herrschende Ideologie nach, wonach wir keine Konjunktur- sondern nur Strukturprobleme h&auml;tten, wonach keynsianische oder die wirtschaft ankurbelnde Methoden auf den Misthaufen der Geschichte geh&ouml;rten? Obwohl sie in vielen L&auml;ndern erfolgreich eingesetzt worden sind und eingesetzt werden. Hier ist Iris Gleicke dringend zu empfehlen, wenn sie schon von Lebensl&uuml;gen spricht, noch die Lebensl&uuml;ge hinzuzuf&uuml;gen, n&auml;mlich dass wir  in der heutigen globalisierten Welt keinen eigenen Entscheidungsspielraum mehr h&auml;tten.<br>\nDeutschland hat sogar mehr Entscheidungsspielraum als fast alle anderen L&auml;nder um uns herum. Weil wir mit die geringsten au&szlig;enwirtschaftliche Restriktionen haben. Der Leistungsbilanz&uuml;berschuss ist so hoch, dass wir die Binnenkonjunktur gewaltig steigern k&ouml;nnten, bevor die Importe so anstiegen, dass ein Minuszeichen vor dem Leistungsbilanzsaldo stehen w&uuml;rde. Andere L&auml;nder wie Frankreich oder Italien und Spanien und noch mehr die USA sind viel mehr gefesselt und tun dennoch mehr f&uuml;r die Binnennachfrage ihrer L&auml;nder. <\/li>\n<li>Bei der Begr&uuml;ndung ihrer These vom Ende der Vollbesch&auml;ftigung tauchen die &uuml;blichen Hinweise auf fortschreitende Rationalisierungsprozesse und Globalisierung auf. Diese werden durch ihre st&auml;ndige Wiederholung nicht wahrer. Und auch hier ist zu fragen, warum gerade nur in Deutschland die Gefahr besteht, dass &bdquo;die Arbeit ausgeht&ldquo;. Iris Gleicke  beschreibt richtigerweise den Irrsinn richtig, dass einerseits ein gro&szlig;er Bedarf an vielen Leistungen, auch an &ouml;ffentlichen Leistungen, besteht und andererseits gen&uuml;gend unbesch&auml;ftigte Menschen da sind, die ihn decken k&ouml;nnten (siehe oben I. 3).<br>\nWarum sie den Versuch, dringende gesellschaftliche Bedarfe und vorhandene Kapazit&auml;ten zusammenzubringen, &uuml;ber einen dritten Arbeitsmarkt regeln will, statt zum Beispiel die daf&uuml;r n&ouml;tigen &ouml;ffentlichen Mittel bereitzustellen, das begreife ich nicht, zumal sie f&uuml;r den dritten Arbeitsmarkt (jetzt &uuml;bernehme ich ihre Terminologie der Einfachheit halber) ja auch Geld braucht.<br>\nWenn das zu finanzieren ist, dann ist auch  eine normale &ouml;ffentliche Leistung in bezahlten Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen zu finanzieren. Es macht doch keinen Sinn, neue Apparate aufzubauen, nur weil es die neoliberalen Ideologen geschafft haben, den Staat und die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge in jeder Hinsicht auszuhungern. Im &Uuml;brigen: Wenn wir diese Ideologien nicht brechen, dann wird es auch  nicht das n&ouml;tige Geld f&uuml;r einen dritten Arbeitsmarkt geben.<br>\nWie n&ouml;tig der Bruch mit der herrschenden Praxis ist, kann man aktuell auch daran sehen, welche absurde prozyklische Politik gerade in ostdeutschen L&auml;ndern betrieben wird. Mitten in einer Wirtschaftskrise soll dort die Sparpolitik der &ouml;ffentlichen Haushalte noch forciert werden.<br>\nIch verweise etwa auf eine Meldung der taz vom 2.1.2007:<br>\n&bdquo;Die Zukunft im Osten: K&uuml;rzen, k&uuml;rzen, k&uuml;rzen&ldquo;<br>\nDie neuen Bundesl&auml;nder leben &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse und m&uuml;ssen sparsamer wirtschaften. Das zeigt eine Studie beispielhaft f&uuml;r Sachsen-Anhalt. Statt langfristiger Ma&szlig;nahmen <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/01\/02\/a0072.1\/text\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/01\/02\/a0072.1\/text\">setzen viele Regierungen jedoch auf Paniksparen<\/a>.<br>\nWie will Iris Gleiche in einem solchen politischen Klima die Mittel f&uuml;r einen dritten Arbeitsmarkt beschaffen k&ouml;nnen?<\/li>\n<li>Wenn Iris Gleicke darauf verzichtet h&auml;tte, an anderen Lebensl&uuml;gen festzuhalten, dann h&auml;tte sie in ihrem Papier die Forderung festschreiben k&ouml;nnen, endlich alle Instrumente der Wirtschaftspolitik zu nutzen und ihren Einsatz zu optimieren:<br>\nMeinetwegen angebots&ouml;konomische zur F&ouml;rderung der Wettbewerbsf&auml;higkeit &ndash; also Forschung, Bildung, Ausbau der Leistungen f&uuml;r Kinder und Familien, damit die Erwerbsquote steigen kann, der Ausbau der Infrastruktur und so weiter.<br>\nDann alle m&ouml;glichen Instrumente zur F&ouml;rderung der Binnennachfrage. Wir brauchen eine massive expansive Makropolitik &ndash; ein gro&szlig;es Investitionsprogramm, eine auch der Arbeitsplatzsicherheit gewidmete Geldpolitik, deshalb kommen wir an einer &ouml;ffentlichen Debatte an der schon wieder restriktiven und damit miserablen Geldpolitik der Europ&auml;ischen Zentralbank nicht vorbei;  antizyklisches Verhalten der &ouml;ffentlichen Haushalte, Ermunterung der Tarifpartner zu besseren Lohnabschl&uuml;ssen und so weiter.<br>\nUnd dann auch noch &ouml;ffentliche Aktivit&auml;ten zur Besch&auml;ftigung von Menschen, die trotz der expansiven Politik keine Chance f&uuml;r einen Job haben. Das kann man dann dritter Arbeitsmarkt nennen, wenn dies der Umsetzung dient.<\/li>\n<li>Meine gr&ouml;&szlig;ten Bedenken gelten dem Problem, wie eigentlich dieser dritte Arbeitsmarkt gestaltet und organisiert werden soll. Die Abgeordnete verweist auf zwei Beispiele in Leipzig und Bad D&uuml;rkheim. Der Hinweis auf zwei Beispiele reicht aber nicht, um die Schl&uuml;ssigkeit eines solchen Projektes auszuloten.<\/li>\n<li>Wirklich problematisch finde ich, mit welcher Sorglosigkeit die Abgeordnete die Arbeitslosen gegen die noch Arbeitenden ausspielt.<br>\nDas geschieht in  Ziffer11, wo sie das Argument zur&uuml;ckweist, dass regul&auml;re Arbeitspl&auml;tze durch gef&ouml;rderte Arbeitspl&auml;tze gef&auml;hrdet werden. Wie man so leichtfertig mit diesem Problem umgehen kann, wenn man die Erfahrung mit den verschiedenen Minijobs und ihrer negativen Wirkung auf die bisherigen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsvertr&auml;ge schon hinter sich hat, verstehe ich nicht. Wir haben in den NachDenkSeiten schon mehrmals &uuml;ber die Verdr&auml;ngungseffekte berichtet.<\/li>\n<p>Es gibt dann noch einige kleinere kritische Punkte, die ich nur noch in Stichworten anmerke:<\/p>\n<li>Iris Gleicke spricht vom &bdquo;Zusammenbruch&ldquo; der industriellen Strukturen in Ostdeutschland. Als Sozialdemokratin w&uuml;rde ich dar&uuml;ber anders sprechen: n&auml;mlich dass die dortigen Strukturen sind zum Teil bewusst zerst&ouml;rt, zum Teil aus Nachl&auml;ssigkeit  nicht gerettet worden sind. Man h&auml;tte viel mehr tun m&uuml;ssen, um mehr zu retten. Man hat daf&uuml;r viel zu wenig getan. Und man hat das &Uuml;berleben von Betrieben auf vielfacher Weise erschwert, zum Beispiel auch durch die k&uuml;nstliche Verschuldung der ostdeutschen Betriebe. Der Zusammenbruch der ostdeutschen Wirtschaftsstruktur war auch gemacht, unter anderem weil mit dem Zusammenbrechen bisheriger industriellen Kapazit&auml;ten Interessen anderswo bedient worden sind.<\/li>\n<li>Die Hartz-Reformen seien keine Lebensl&uuml;ge behauptet die Abgeordnete in Ziffer 3 und begr&uuml;ndet das mit einer Menge hei&szlig;er Luft. Sie hat offenbar immer noch  nicht wahrgenommen, welch ein verheerendes Urteil selbst ein regierungsoffizieller Bericht gerade vor kurzem noch einmal &uuml;ber die Hartz-Reformen I bis III  getroffen hat . Und sie will offenbar immer noch nicht wahrnehmen, dass Hartz IV nicht nur die schon arbeitslos Gewordenen  drangsaliert, sondern auch die gro&szlig;e Zahl der noch Arbeitenden der kleinen Sicherheit beraubt hat, eine einigerma&szlig;en funktionierende Arbeitslosenversicherung zu haben, die nicht nach kurzer Zeit in Armut und Bed&uuml;rftigkeit f&uuml;hrt.<\/li>\n<li>Auch Iris  Gleicke kommt nicht an dem g&auml;ngigen Sprachmuster vom herk&ouml;mmlichen,  f&uuml;rsorgenden Sozialstaat und vom neuen vorsorgenden Sozialstaat vorbei. Das sind wirklich Lebensl&uuml;gen. Der bisherige war nicht nur ein &bdquo;Versorgender&ldquo;, und der k&uuml;nftige ist kein nur &bdquo;Vorsorgender&ldquo;. Das sind Propagandaformeln  und argumentative Verschiebebahnh&ouml;fe, auf die wir in einem solchen Papier getrost h&auml;tten verzichten k&ouml;nnen.<\/li>\n<\/ol><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,457022,00.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,457022,00.html\">Spiegel Online: Iris Gleicke &bdquo;Die Zeit dr&auml;ngt &ndash; Deutschland braucht einen dritten Arbeitsmarkt&ldquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter diesem Titel hat Iris Gleicke, Sprecherin der ostdeutschen SPD- Bundestagsabgeordneten ein <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,457022,00.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,457022,00.html\">15-Punkte-Papier vorgelegt<\/a>, das zum Jahresende einige Aufmerksamkeit auf sich zog. Text siehe unten. 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