{"id":19818,"date":"2014-01-03T16:28:37","date_gmt":"2014-01-03T15:28:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818"},"modified":"2015-11-09T14:11:28","modified_gmt":"2015-11-09T13:11:28","slug":"hinweise-des-tages-ii-138","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818#h01\">Aufruf: Widersprecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818#h02\">Pofalla<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818#h03\">George Soros &ndash; The World Economy&rsquo;s Shifting Challenges<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818#h04\">Ulrike Herrmann: Ja, wir mussten zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818#h05\">Verm&ouml;genssteuern im Vergleich: Reichenparadies Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818#h06\">Paul Krugman: Die Angst-Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818#h07\">&bdquo;Mitmachen, nicht st&ouml;ren!&ldquo; &ndash; Altenpflege im Wettbewerbsstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818#h08\">Kassen geben endlich zu: Alte Versichertenkarten weiter nutzbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818#h09\">London: Beziehungsweise obdachlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818#h10\">Der Krieg der Generationen &ndash; Trau keinem unter sechzig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818#h11\">Unkorrekte Welt-Infografik zur Dauer des Hartz IV-Leistungsbezugs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818#h12\">Lettland bringt dubiose Gelder in die Eurozone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818#h13\">Zwischen Faszination und Verachtung: Die europ&auml;ische Gesellschaft der Minderheiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818#h14\">Lampedusa: Italien r&auml;umt Fl&uuml;chtlingslager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818#h15\">Italien: Hoffnung f&uuml;r eine Leiche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818#h16\">Die doppelte Doku<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818#h17\">Im Portr&auml;t: Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19818&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Aufruf: Widersprecht<\/strong><br>\nWidersprecht dem Narrativ, dass sich keiner in der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r die Snowden-Enth&uuml;llungen interessiert. Das stimmt schlicht nicht. [&hellip;]<br>\nUnser System hat die Bev&ouml;lkerung &uuml;berzeugt, dass Widerstand zwecklos ist. Seit Freiheit statt Angst wissen wir, dass selbst Gro&szlig;demos von der Politik entweder &uuml;ber Polizeiprovokateure die Z&auml;hne gezogen kriegen oder im Ergebnis einfach geleugnet oder wegdiskutiert werden k&ouml;nnen.<br>\nDass die Leute weiterhin die CDU und SPD w&auml;hlen, liegt an der Bed&uuml;rfnispyramide. Dinge wie Versammlungsfreiheit, Postgeheimnis, Unverletzlichkeit der Wohnung, das hat f&uuml;r die Menschen eine viel niedrigere Priorit&auml;t als ein Dach &uuml;ber dem Kopf und Essen auf dem Teller haben. Hier hat die Merkel zwar keine Besserung gebracht, aber sie hat das n&auml;chstbeste getan und Griechenland in Schutt und Asche gelegt. Das hat die Deutschen daran erinnert, wie gut sie es haben und wie schnell es zivilisatorisch bergab gehen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.fefe.de\/?ts=ac3c1c74\">Fefe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Pofalla<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Pofalla zur Bahn &ndash; der n&auml;chste brisante Seitenwechsel<\/strong><br>\n[&hellip;] LobbyControl fordert eine gesetzliche Karenzzeit von drei Jahren, bevor Spitzenpolitiker Lobbyjobs &uuml;bernehmen d&uuml;rfen. Im Koalitionsvertrag wurde vage eine &bdquo;angemessene Regel&ldquo; f&uuml;r Seitenwechsel von Regierungsmitgliedern vereinbart. Die gro&szlig;e Koalition muss jetzt schnell einen Vorschlag zur Umsetzung dieser Vereinbarung vorlegen. Angesichts der fortgesetzten Seitenwechsel aus dem Kanzleramt ist hier Bundeskanzlerin Merkel pers&ouml;nlich in der Verantwortung.<br>\nAls Lobbyist kann Pofalla nicht Abgeordneter bleiben<br>\nFalls der Seitenwechsels Pofallas zur Deutschen Bahn tats&auml;chlich zustande kommt, sollte Pofalla sofort sein Bundestagsmandat niederlegen. Ein Abgeordnetenmandat sollte generell nicht mit einer Lobbyt&auml;tigkeit vereinbar sein.<br>\nPofalla muss zudem offen legen, seit wann er mit der Bahn &uuml;ber seine neue T&auml;tigkeit verhandelt hat und welche Fragen er in seiner Amtszeit mit der Deutschen Bahn besprochen hat. Die Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage der Linken (pdf) listet neun Treffen Pofallas mit der Deutschen Bahn AG von 2010 bis 2012.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2014\/01\/pofalla-zur-bahn-der-naechste-brisante-seitenwechsel\/\">LobbyControl<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Ein weiterer Punkt, der bei dieser Personalie &bdquo;erstaunlich&ldquo; ist: Pofallas Aufgaben bei der Deutschgen Bahn beinhalten vor allem das politische Lobbying bei den EU-Institutionen. Nun ist Pofalla aber nicht eben daf&uuml;r bekannt, sich in Br&uuml;ssel sonderlich gut auszukennen. Wie taz-EU-Korrespondent Eric Bonse <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/pofalla-ein-nobody-bruessel\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope+NEU%29\">s&uuml;ffisant anmerkt<\/a>, ist es nicht einmal sicher, ob er den EU-Verkehrskommissar Kallas &uuml;berhaupt kennt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Pofalla: Hiermit erkl&auml;re ich die Bahnversp&auml;tungen f&uuml;r beendet<\/strong><br>\nSein R&uuml;ckzug aus der Politik hatte famili&auml;re Gr&uuml;nde, jetzt herrscht Klarheit &uuml;ber seinen neuen Job. Ex-Kanzleramtschef Ronald Pofalla wechselt in den Vorstand der Deutschen Bahn. Im Netz wird der Wechsel in die Wirtschaft h&auml;misch kommentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ex-kanzleramtschef-zur-deutschen-bahn-pofalla-erklaert-bahn-verspaetungen-fuer-beendet-1.1854835\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Pofalla absurd: Wie der Postillon das Netz doppelt trollte<\/strong><br>\nPofalla zur Bahn? Oder doch nicht? Pl&ouml;tzlich blickte kaum noch jemand durch: Dem Satire-Magazin &ldquo;Der Postillon&rdquo; ist in der nachrichtenarmen Zeit der Coup gelungen &ndash; mit einer Meldung, die nur abgeschrieben war. Wie das klappen konnte und wie auch Prominente reingefallen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rhein-zeitung.de\/nachrichten\/netzwelt\/news_artikel,-Pofalla-absurd-Wie-der-Postillon-das-Netz-doppelt-trollte-_arid,1088341.html\">Rhein-Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>George Soros &ndash; The World Economy&rsquo;s Shifting Challenges<\/strong><br>\nAs 2013 comes to a close, efforts to revive growth in the world&rsquo;s most influential economies &ndash; with the exception of the eurozone &ndash; are having a beneficial effect worldwide. All of the looming problems for the global economy are political in character. [&hellip;]<br>\nBy contrast, the European Union is heading toward the type of long-lasting stagnation from which Japan is desperate to escape. The stakes are high: Nation-states can survive a lost decade or more; but the EU, an incomplete association of nation-states, could easily be destroyed by it. [&hellip;]<br>\nThis defect could have been corrected by replacing individual countries&rsquo; bonds with Eurobonds. Unfortunately, German Chancellor Angela Merkel, reflecting the radical change that Germans&rsquo; attitudes toward European integration have undergone, ruled that out. Prior to reunification, Germany was the main motor of integration; now, weighed down by reunification&rsquo;s costs, German taxpayers are determined to avoid becoming European debtors&rsquo; deep pocket.<br>\nCommentsView\/Create comment on this paragraphAfter the crash of 2008, Merkel insisted that each country should look after its own financial institutions and government debts should be paid in full. Without realizing it, Germany is repeating the tragic error of the French after World War I. Prime Minister Aristide Briand&rsquo;s insistence on reparations led to the rise of Hitler; Angela Merkel&rsquo;s policies are giving rise to extremist movements in the rest of Europe.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/george-soros-maps-the-terrain-of-a-global-economy-that-is-increasingly-shaped-by-china\">Project Syndicate &ndash; EN<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/george-soros-maps-the-terrain-of-a-global-economy-that-is-increasingly-shaped-by-china\/german\">Project Syndicate &ndash; DE<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Ja, wir mussten zahlen<\/strong><br>\nWar es richtig, die irischen Banken auf Kosten der europ&auml;ischen Steuerzahler zu retten? Attac &Ouml;sterreich hat sich nun bem&uuml;ht, zumindest f&uuml;r Irland nachzuzeichnen, was aus den Hilfskrediten geworden ist. &hellip; Die Rettungsgeschichte Irlands hinterl&auml;sst eine Frage, die kontrovers diskutiert wird: War es richtig, die irischen Banken zu retten, indem die Steuerzahler und das EZB-System s&auml;mtliche Kosten &uuml;bernahmen? Nur ein Beispiel: Man h&auml;tte die Besitzer von ungesicherten Bankanleihen heranziehen k&ouml;nnen, was 16 Milliarden Euro gespart h&auml;tte. Attac positioniert sich k&auml;mpferisch: &ldquo;Gut ist lediglich die Lage der europ&auml;ischen Finanzeliten. Gerettet wurde das Who&rsquo;s Who des Bankensystems, nicht die Menschen in Irland.&rdquo; Stimmt. Aber Moral allein reicht nicht. Dies zeigt Zypern. Dort wurde ausprobiert, was sich Attac offenbar als Idealfall vorstellt: In diesem M&auml;rz mussten alle Bankkunden haften, die mehr als 100.000 Euro besa&szlig;en. Das sparte zwar ein paar Milliarden an Rettungskosten, trotzdem ist das Ergebnis unerfreulich. Zypern geh&ouml;rt faktisch nicht mehr zur Eurozone, sondern wird durch rigide Kapitalkontrollen abgeschottet, damit nicht das gesamte Geld flieht. Ein Ende dieser Zwangsma&szlig;nahmen ist nicht in Sicht. Zypern f&uuml;hrt vor, wie extrem riskant es ist, die Gl&auml;ubiger von Pleitebanken heranzuziehen. Daher sollte sich die Debatte verlagern: Wie kann verhindert werden, dass Banken &uuml;berhaupt in Konkurs steuern? Es w&auml;re sch&ouml;n, wenn Attac dazu Vorschl&auml;ge pr&auml;sentieren w&uuml;rde, die gut durchdacht sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2013%2F12%2F28%2Fa0165&amp;cHash=b1b60f200c9670420f81c86c2579e1d7\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ob sich Ulrike Herrmann im Klaren ist, dass sie sozusagen mit einem Federstrich ein zentrales Konzept der viel gelobten Bankenunion in den Orkus schickte: die Haftungskaskade. Diese sieht vor, dass bei einer finanziellen Schieflage k&uuml;nftig zun&auml;chst die Aktion&auml;re, also die Besitzer der Bank, dann die Inhaber von Bankanleihen in die Pflicht genommen werden. Reicht das nicht aus, werden als n&auml;chstes Bankkunden mit einem Guthaben von mehr als 100.000 Euro zur Kasse gebeten &ndash; und erst wenn das immer noch nicht ausreicht, springt der Staat, sprich der Steuerzahler, ein. Was nicht im nationalen Rahmen m&ouml;glich ist, soll dann in 10 Jahren durch einen gemeinschaftlichen Abwicklungsfonds mit 55 Milliarden Euro erm&ouml;glicht werden. Deutsche Banken w&uuml;rden etwa 11 Milliarden Euro dazu beitragen. Wenn Herrmann die Heranziehung von Gl&auml;ubigern von Pleitebanken ausschlie&szlig;t, w&uuml;rde diese an sich mickrige Summe schon bei kleinen Krisen nicht mehr reichen. Und Deutschland m&uuml;sste, was Sch&auml;uble, wie der Teufel das Weihwasser, scheut, st&auml;rker herangezogen werden. (Nat&uuml;rlich w&auml;re es wunderbar, wenn es gelingen k&ouml;nnte, die hochriskanten Gesch&auml;fte der Banken zu unterbinden, welche die Banken ansonsten bis zum Konkurs ausreizen). &ndash; Zur Attac-Recherche &ldquo;Irland-&bdquo;Rettung&ldquo;: 67,5 Mrd. Hilfskredite, 89,5 Mrd. f&uuml;r die Banken&rdquo; <a href=\"http:\/\/www.attac.at\/presse\/attac-presseaussendung\/datum\/2013\/12\/27\/bailout-irland.html\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu: <strong>Lucas Zeise: Mogel- und Haftungskaskade<\/strong><br>\nDie Idee der Bankenunion wurde geboren, als einigen spanischen Instituten 2012 der Konkurs drohte, die Geldgeber also h&auml;tten bluten m&uuml;ssen. Da der Staat nicht genug Geld hatte und sich nur zu Wucherzinsen neues leihen konnte, mu&szlig;te welches aus anderen Euro-Staaten lockergemacht werden. Das geschah, indem der Rettungsmechanismus ESM, der zur finanziellen St&uuml;tzung der Staatshaushalte konstruiert worden war, die geforderten Milliarden bereitstellte. Da&szlig; Steuergeld zur Bankenrettung verwendet wird, ist ja nicht Neues. Im Herbst 2008 beschlo&szlig; die damalige gro&szlig;e Koalition die Rettung der deutschen Banken und stellte daf&uuml;r 480 Milliarden Euro (das sind ca. 150 Prozent der j&auml;hrlichen Ausgaben des Bundes) zur Verf&uuml;gung. Die Geldh&auml;user wurden gerettet, und die 480 Milliarden Euro wurden jedes Jahr wieder von der Bundesregierung bereitgestellt. So gl&uuml;cklich waren nicht-deutsche Banken nicht. Warum also nicht das Steuergeld der gut und schlecht situierten Staaten zusammenlegen? Als Euro und EU bedenklich wackelten, stimmte die letzte Regierung Merkel im Juni 2012 diesem Vorhaben im Grundsatz zu. Seitdem erz&auml;hlen die Regierungen fast aller Euro-L&auml;nder den heimischen Medien, die das wie &uuml;berall weiterreichen, da&szlig; mit der Bankenunion k&uuml;nftig Geld zwar leider nicht f&uuml;r alle, aber doch wenigstens f&uuml;r alle Banken dasein werde.<br>\nGanz anders in Deutschland. Hier warnen die Herren Weidmann (Bundesbankpr&auml;sident), Lucke (AfD-Vorsitzender) und Sinn (Pr&auml;sident des Ifo-Instituts) vor einem Haftungsverbund. Sie st&ouml;rt nicht, da&szlig; Geld &uuml;ppig aus dem Staatshaushalt in Richtung Banken str&ouml;mt. Sie st&ouml;rt, da&szlig; es pl&ouml;tzlich auch fremdl&auml;ndischen, undeutschen Banken zur Verf&uuml;gung stehen soll. Dagegen hat nun der schlaue Finanzminister Sch&auml;uble eine ganze Batterie mit Ablenkungsbegriffen abgeschossen. Der sch&ouml;nste davon ist die &raquo;Haftungskaskade&laquo;. Sie suggeriert, da&szlig; bei einer drohenden Bankenpleite eine F&uuml;lle von liquiden Mitteln sich kaskadenartig, von den Gl&auml;ubigern &uuml;ber die Pleitebank ergie&szlig;t, bis erst ganz am Schlu&szlig; ein Tr&ouml;pfchen Staatshaftung notwendig wird. Das ist kompletter Unsinn, wie es auch reine Finance Fiction ist, wenn bis zum Jahr 2025 ein Fonds von 55 Milliarden Euro aus Abgaben der Banken angespart werden soll. Die Wirklichkeit ist einfacher. Ist eine gr&ouml;&szlig;ere oder auch nur mittelgro&szlig;e Bank konkursreif, ist nirgendwo Geld da, um sie aufzufangen. Wer dann entscheidet, mu&szlig; den Segen der Regierungen von Staaten gr&ouml;&szlig;eren Finanzkalibers haben. Es bleibt also, wie es war: Berlin entscheidet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/12-21\/091.php\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vielleicht sollte man noch darauf hinweisen, dass diese 55 Mrd. (in zehn Jahren) ein Klacks sind, im Vergleich mit den Bankschulden von fast 30 Billionen Euro also dreimal soviel wie die 9 Billionen Euro Staatsschulden der Eurozone. Und wer kann sich vorstellen, dass die n&auml;chsten Jahre (banken)krisenfrei vergehen? Angesichts solcher Summen d&uuml;rfte sich der Entscheidungsspielraum Berlins klein halten oder auf die Entscheidung hinauslaufen: W&auml;hrungsunion, Ja oder Nein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Verm&ouml;genssteuern im Vergleich: Reichenparadies Deutschland<\/strong><br>\nIn keinem gro&szlig;en Industriestaat werden Verm&ouml;gen so gering besteuert wie hierzulande. Die britische Regierung etwa verlangt ihren &ldquo;Reichen&rdquo; sechs Mal so viel ab wie die deutsche. F&uuml;r die Berater von Finanzminister Sch&auml;uble ist das allerdings noch lange kein Grund f&uuml;r<br>\neine radikale Reform&hellip;\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140103_04.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140103_04.jpg\" alt=\"Verm&ouml;genssteuern im Vergleich: Reichenparadies Deutschland\" title=\"Verm&ouml;genssteuern im Vergleich: Reichenparadies Deutschland\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/vermoegenssteuern-im-vergleich-reichenparadies-deutschland-1.1849026\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Paul Krugman: Die Angst-Wirtschaft<\/strong><br>\nMehr als eine Million arbeitsloser Amerikaner werden bald ein sehr grausames &ldquo;Geschenk&rdquo; zu Weihnachten bekommen. Ihre Arbeitslosenunterst&uuml;tzung wird gestrichen werden. Sehen Sie, die Republikaner im Kongress behaupten, dass, wenn man nach Monaten der Arbeitssuche noch immer keinen Job gefunden hat, man sich einfach nicht genug bem&uuml;ht hat. Also braucht man einen zus&auml;tzlichen Anreiz in Form reiner Verzweiflung.<br>\nAls Folge davon wird die Situation der Arbeitslosen, die schon jetzt schlimm genug ist, noch schlimmer. Nat&uuml;rlich geht es denen, die Jobs haben, viel besser. Aber die fortw&auml;hrende Schw&auml;che des Arbeitsmarktes wirkt sich auch auf sie aus. Reden wir also kurz &uuml;ber die Situation derer, die jetzt Arbeit haben.<br>\nGewisse Leute wollen Ihnen weismachen, Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse seien dasselbe wie jede andere Markttransaktion; Arbeitnehmer haben etwas zu verkaufen, Arbeitgeber wollen das kaufen, und sie kommen zu einer Abmachung. Aber jeder, der je in der realen Welt einen Job gehabt  &ndash;  oder auch nur einen Dilbert-Cartoon gesehen  &ndash;  hat, wei&szlig;, dass dem nicht so ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2013\/12\/27\/opinion\/krugman-the-fear-economy.html\">The New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Mitmachen, nicht st&ouml;ren!&ldquo; &ndash; Altenpflege im Wettbewerbsstaat<\/strong><br>\n&bdquo;Du bist Deutschland!&ldquo; lautete eine Kampagne, die im Herbst 2005 von 25 deutschen Medienunternehmen gestartet wurde und zu einer national get&ouml;nten Aufbruchsstimmung im Land beitragen sollte. Als Kontrast zur Figur des widerst&auml;ndigen &bdquo;Protestierers&ldquo; und &bdquo;St&ouml;rers&ldquo; wurde der Idealtyp des aktiven, eigenverantwortlichen Menschen beschworen, der den &bdquo;schlanken&ldquo; Staat durch sein Engagement entlastet und im internationalen Standortwettbewerb st&auml;rkt. Bereits sp&auml;testens seit Mitte der 1990er Jahre und besonders seit Inkrafttreten der Agenda 2010 sind die Zivilgesellschaft und das so genannte b&uuml;rgerschaftliche Engagement zu einem zentralen Projekt der Gesellschaftspolitik avanciert. Auch f&uuml;r den Bereich der Altenpflege wird in den letzten Jahren in Teilen der Politik und von etablierten Denkfabriken eine verst&auml;rkte &bdquo;Kultur der Mitverantwortung und des Helfens&ldquo; in der Pflege eingefordert. &bdquo;Hilfemix&ldquo;, &bdquo;geteilte Verantwortung&ldquo; und &bdquo;gesellschaftliche Koproduktion&ldquo; sind weitere Leitbegriffe des Zivilgesellschafts-Diskurses.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/big-business-crime\/altenpflege-im-wettbewerbsstaat\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kassen geben endlich zu: Alte Versichertenkarten weiter nutzbar<\/strong><br>\nDer GKV-Spitzenverband hat eine Erkl&auml;rung zur Diskussion um die G&uuml;ltigkeit der noch nicht abgelaufenen Krankenversicherungskarten abgegeben. Diese seien auch &uuml;ber den 1. Januar 2014 hinaus anwendbar. Die Kassen best&auml;tigen damit nun doch die Auffassung von KBV und KVen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stoppt-die-e-card.de\/index.php?\/archives\/227-Kassen-geben-endlich-zu-Alte-Versichertenkarten-weiter-nutzbar.html\">Stoppt die e-Card!<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>London: Beziehungsweise obdachlos<\/strong><br>\nRosie Walker hat einen Job, aber keine Wohnung. Verdeckte Obdachlosigkeit kommt in London immer h&auml;ufiger vor. Rosie Walker lebt bei ihrem Freund, unfreiwillig. &ldquo;Wenn ich die Beziehung beende, habe ich kein Zuhause mehr&rdquo;, stellt sie n&uuml;chtern fest. Nein, obdachlos ist sie nicht. Niemand w&uuml;rde sie so nennen. Genau gesagt lebt Rosie Walker jetzt in der frisch renovierten WG ihres Freundes in zentraler Lage. Sie teilen sich ein 15-Quadratmeter-Zimmer, und es gibt eine gro&szlig;e K&uuml;che mit Balkon. Rosie Walker arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an ihrer ehemaligen Uni, der London School of Eonomics (LSE), einer der renommiertesten Universit&auml;ten Englands. Die Uni wirbt damit, dass die Einstiegsgeh&auml;lter des akademischen Nachwuchses ein gutes Drittel h&ouml;her sind als die des Durchschnitts. Die LSE ist eine Universit&auml;t der Elite. Doch der Mietmarkt in London macht es selbst der Elite nicht leicht, Leuten mit erstklassigem Uni-Abschluss, mit Job und ohne famili&auml;re Probleme im Nacken. Mindestens 36.000 Wohnungen m&uuml;ssten j&auml;hrlich gebaut werden, damit ausreichend Wohnraum f&uuml;r alle vorhanden ist. Nur ein Bruchteil dessen entsteht tats&auml;chlich. Und deshalb steigen die Mietpreise &ndash; achtmal so schnell wie die Geh&auml;lter. Im Schnitt zahlen Londoner derzeit knapp 1.500 Pfund monatlich f&uuml;r ihre Unterkunft. Jeder, der in London schon mal auf Wohnungssuche war, kennt die Diskrepanz zwischen den vielversprechenden Wohnungsbeschreibungen und der Realit&auml;t von fensterlosen Abstellkammern und verschimmelten Badezimmern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F01%2F03%2Fa0085&amp;cHash=da7c47724775bec08ad638f78670c19f\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Krieg der Generationen &ndash; Trau keinem unter sechzig<\/strong><br>\nRentner k&ouml;nnen sich von ihren Bez&uuml;gen heute fast zw&ouml;lf Prozent weniger leisten als vor zehn Jahren. Die Kosten f&uuml;r den Demografiewandel zahlen eindeutig die Alten&hellip;<br>\nEs war im Jahr 2004, als die damalige rot-gr&uuml;ne Bundesregierung ein Prinzip au&szlig;er Kraft setzte, das seit der gro&szlig;en Adenauer&rsquo;schen Rentenreform von 1957 gegolten hatte, das Prinzip der &bdquo;dynamischen Rente&ldquo;, nach dem die H&ouml;he der Ruhestandsbez&uuml;ge an die allgemeine Einkommensentwicklung gekoppelt war. Nun wurde in die ohnehin hochkomplizierte Renten-Mathematik eine sogenannte Nachhaltigkeitsklausel eingef&uuml;gt: Wenn sich die demografische Entwicklung zu Ungunsten der Rentenkasse ver&auml;nderte, konnten die Renten von der Lohnentwicklung abgel&ouml;st werden.<br>\nDie Folge: Die Altersbez&uuml;ge sanken kontinuierlich. In den vergangenen zehn Jahren gab es vier Mal eine Nullrunde f&uuml;r Rentner. Sie gingen leer aus, mochten die L&ouml;hne und Geh&auml;lter um sie herum auch steigen. Und selbst wenn es zu Erh&ouml;hungen kam, so waren sie minimaler Natur. Etwa im vergangenen Jahr, als es f&uuml;r Rentner in den alten Bundesl&auml;ndern die bemerkenswerte Steigerung um 0,25 Prozent gab, also f&uuml;r 1000 Euro Rente 2,50 Euro mehr pro Monat. Bei einer Inflationsrate zwischen 1,6 und 1,8 Prozent bedeutet selbst das faktisch einen Verlust.<br>\nUnd das ist seit Jahren nicht anders, die Kaufkraft schwand dauerhaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/der-krieg-der-generationen-trau-keinem-unter-sechzig\/9280984.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Unkorrekte Welt-Infografik zur Dauer des Hartz IV-Leistungsbezugs<\/strong><br>\nDie am 2. Januar 2014 von Welt-Online ver&ouml;ffentlichte Infografik &bdquo;Anteil der Personen, die seit mehr als zwei Jahren Hartz-IV beziehen&ldquo; ist unkorrekt.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140103_03.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140103_03.jpg\" alt=\"Unkorrekte Welt-Infografik zur Dauer des Hartz IV-Leistungsbezugs\" title=\"Unkorrekte Welt-Infografik zur Dauer des Hartz IV-Leistungsbezugs\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article123461851\/Hartz-IV-wird-fuer-breite-Schicht-zum-Dauerzustand.html\">Welt.de<\/a><\/p>\n<p>In der Zeitreihe von 2009 bis 2012 werden in der Welt-Infografik von der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) methodisch unterschiedlich ermittelte Anteilswerte verglichen. Von 2009 bis 2011 (jeweils Dezember) wurde der Anteil der erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten, die zwei Jahre und l&auml;nger Anspruch auf SGB II-Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts hatten, auf Grundlage der 7-Tage-L&uuml;cke-Regel* ermittelt: 55,9 Prozent (2009), 58,3 Prozent (2010) und 60,7 Prozent (2011).<br>\nF&uuml;r 2012 wurde der entsprechende Anteil dann von der Statistik der BA sowohl nach der 7-Tage-L&uuml;cke-Regel* als auch nach der 31-Tage-L&uuml;cke-Regel* ermittelt. Nach der 7-Tage-L&uuml;cke-Regel* betrug der Anteil der erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten, die zwei Jahre und l&auml;nger Anspruch auf SGB II-Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts hatten, 60,4 Prozent. Nach der aussagekr&auml;ftigeren 31-Tage-L&uuml;cke-Regel* betrug dieser Anteil 66,0 Prozent. Auswertungen nach der 31-Tage-L&uuml;cke-Regel* f&uuml;r die Jahre vor 2012 wurden von der Statistik der BA (bisher) nicht durchgef&uuml;hrt bzw. nicht ver&ouml;ffentlicht.<br>\nIn der Welt-Infografik wird mit dem Vergleich der auf Grundlage der 7-Tage-L&uuml;cke-Regel* ermittelten 60,7 Prozent in 2011 und der auf Grundlage der 31-Tage-L&uuml;cke-Regel* ermittelten 66,0 Prozent in 2012 der Eindruck erweckt, der Anteil sei 2012 gegen&uuml;ber dem Vorjahr besonders schnell gestiegen. Ein Vergleich der f&uuml;r 2011 und 2012 mit derselben Methode (7-Tage-L&uuml;cke-Regel*) ermittelten Anteilswerte zeigt jedoch keinen weiteren Anstieg sondern sogar ein leichtes Sinken von 60,7 Prozent (2011) auf 60,4 Prozent (2012).<br>\nEinem Sinken dieses Anteilswertes muss nicht unbedingt eine positive Entwicklung der Hilfebed&uuml;rftigkeit zu Grunde liegen. In Zeiten, in denen die Zahl der erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten w&auml;chst, sinkt in der Regel der Anteil derjenigen, die bereits l&auml;nger auf SGB II-Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts angewiesen sind (und umgekehrt).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/36-texte-biaj-kurzmitteilungen\/440-unkorrekte-welt-infografik-zur-dauer-des-hartz-iv-leistungsbezugs.html\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ)<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Lettland bringt dubiose Gelder in die Eurozone<\/strong><br>\nDie Letten erhalten den Euro und in Br&uuml;ssel wird das als historisch gefeiert. Aber nicht alles ist eitel Sonnenschein. Der Bankensektor schwimmt geradezu in schmutzigen Geldern&hellip;<br>\nLettland hat 20 einheimisch registrierte Banken, das heisst, eine pro 100 000 Einwohner &ndash; eine extrem hohe Rate. 13 dieser zumeist sehr kleinen Einrichtungen st&uuml;tzen sich weitgehend oder sogar fast ganz auf ausl&auml;ndische Gelder, haupts&auml;chlich aus instabilen L&auml;ndern der fr&uuml;heren Sowjetunion. Statt Kredite zu vergeben, dienen sie haupts&auml;chlich als sichere H&auml;fen oder Transfer-Unternehmen. L&auml;ngerfristige feste Anlagen sind selten, die Mittel sollen schnell bewegt werden k&ouml;nnen.<br>\nManche der Gelder sind schmutzig. Lettlands Banken-Regulierer verh&auml;ngte in diesem Jahr gegen ein Geldinstitut eine Busse von umgerechnet 145 000 Euro wegen mangelnder interner Aufsicht im Zusammenhang mit dem Magnitski-Fall. Sergej Magnitski war ein russischer Anwalt, der f&uuml;r den Investmentfonds Hermitage Capital gearbeitet hatte. Dessen Topmanager beschuldigte russische Polizeivertreter, nach illegaler Beschlagnahme von Hermitage-Tochterunternehmen Steuerr&uuml;ckzahlungen im Umfang von umgerechnet fast 170 Millionen Euro gestohlen zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.20min.ch\/finance\/news\/story\/Lettland-bringt-dubiose-Gelder-in-die-Eurozone-24788440\">20 Minuten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zwischen Faszination und Verachtung: Die europ&auml;ische Gesellschaft der Minderheiten<\/strong><br>\nIn der europ&auml;ischen Gesellschaft gibt es keine &ouml;konomische, politische und ethnische Vereinheitlichung mehr. Individualisierung und Zuwanderung produzieren dabei zunehmend mehr Minderheiten. Manche werden von der Mehrheitsgesellschaft akzeptiert, andere weniger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/11\/07\/dlf_20131107_2040_49fcf3bd.mp3\">Deutschlandradio [MP3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Lampedusa: Italien r&auml;umt Fl&uuml;chtlingslager<\/strong><br>\nDer Beschluss, das Lager zu r&auml;umen, geht vermutlich auf eine Protestaktion des marokkanisch-st&auml;mmigen Abgeordneten Khalid Chaouki zur&uuml;ck. Der Politiker der italienischen Sozialdemokraten war aus Solidarit&auml;t und Protest in das Camp auf Lampedusa eingezogen, um auf die menschenunw&uuml;rdigen Zust&auml;nde dort aufmerksam zu machen. Ein Video, das von einem Fl&uuml;chtling mit dem Handy gedreht worden war, hatte zuvor ganz Italien schockiert. Bilder des Films in italienischen Medien zeigen, wie sich Migranten in dem Zentrum reihenweise im Freien nackt an einer Wand aufstellen m&uuml;ssen, um dann in der winterlichen K&auml;lte &ndash; angeblich aus hygienischen Gr&uuml;nden &ndash; mit einem Desinfektionsmittel abgespritzt zu werden. Missst&auml;nde in dem zumeist &uuml;berf&uuml;llten Aufnahmelager auf der kleinen Insel zwischen Tunesien und Italien sorgten bereits mehrfach f&uuml;r negative Schlagzeilen. In Rom prangerte Italiens Regierungschef Enrico Letta die &ldquo;schlimmen Bilder&rdquo; von Lampedusa an. Fehlverhalten werde bestraft, k&uuml;ndigte Innenminister Angelino Alfano an. Die B&uuml;rgermeisterin von Lampedusa, Giusi Nicolini, macht das Innenministerium in Rom f&uuml;r die Situation verantwortlich und spricht von &ldquo;KZ-&auml;hnlicher&rdquo; Behandlung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/lampedusa-italien-raeumt-fluechtlingslager-1.1850785\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Aus den Augen aus dem Sinn k&ouml;nnte man sagen. Aber das Problem bleibt ungel&ouml;st, und dies gilt f&uuml;r ganz Europa. Die richtige Balance zwischen der Kontrolle der EU-Au&szlig;engrenze und der &Ouml;ffnung der Europ&auml;ischen Union f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge ist immer noch nicht gefunden. Wie auch, wenn selbst die Integration &auml;rmerer EU-B&uuml;rger aus der eurp&auml;ischen Peripherie schon solche &Auml;ngste ausl&ouml;st. &ndash; Erschreckend und skandal&ouml;s bleibt aber, dass die Toten im Mittelmeer sowenig Nachdenken, so wenig Mitgef&uuml;hl und keine Taten zeitigten. Waren die &uuml;ber 300 Toten Anfang Oktober wenigstens einige Tage in den Medien, wurden die 50 Toten eine Woche sp&auml;ter kaum noch wahrgenommen. Inzwischen ist bekannt geworden, dass die Notlage dieses Schiffes schon lange vor dem endg&uuml;ltigen Kentern bekannt war. Diese 50 h&auml;tten gerettet werden k&ouml;nnen. Unterlassung ist auch Schuld. H&auml;tte die US-Armee in Afghanistan 50 Zivilisten massakriert, wir w&uuml;rden ein zweites M&#7929; Lai ausrufen. Vielleicht sollten wir damit anfangen, solche Vorf&auml;lle vor Lampedusa bzw. im ganzen Frontex-Zust&auml;ndigkeitsgebiet auch als Massaker zu bezeichnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Italien: Hoffnung f&uuml;r eine Leiche<\/strong><br>\nHoffnungstr&auml;ger oder Totengr&auml;ber? Seit knapp einem Monat ist Matteo Renzi, der erst 38-j&auml;hrige B&uuml;rgermeister von Florenz, Chef der gr&ouml;&szlig;ten italienischen Regierungspartei, des gem&auml;&szlig;igt linken Partito Democratico (PD). Den einen steht er f&uuml;r die wom&ouml;glich letzte Chance der Partei, den schleichenden Niedergang abzuwenden, den anderen dagegen f&uuml;r die schon eingetretene Katastrophe: f&uuml;r das schm&auml;hliche Ende der italienischen Linken. Hoffnungstr&auml;ger ist der ebenso smarte wie grundkatholische Renzi ganz gewiss f&uuml;r jene stolzen 70 Prozent der drei Millionen Parteianh&auml;nger, die ihn Anfang Dezember in einer Urwahl zum neuen Parteichef k&uuml;rten, w&auml;hrend der Kandidat des alten Parteiapparates, Gianni Cuperlo, bei dem&uuml;tigenden 18 Prozent h&auml;ngen blieb. Ebendaher r&uuml;hrt die Faszination Renzis: dass er sich &ndash; mit flotten Spr&uuml;chen &uuml;ber die notwendige &ldquo;Verschrottung&rdquo; der alten Garde der Partei genauso wie &uuml;ber das Abschneiden alter Z&ouml;pfe &ndash; seit Beginn seiner Karriere systematisch als Politiker inszeniert hat, der f&uuml;r den Kontinuit&auml;tsbruch in der PD steht. F&uuml;r einen Kontinuit&auml;tsbruch, der recht besehen die mehr als 90-j&auml;hrige Geschichte des &ldquo;Comunismo all&rsquo;italiana&rdquo; beendet. Denn die PD mag zwar in ihrer heutigen Gestalt erst sieben Jahre alt sein, doch sie steht in direkter Kontinuit&auml;t zur glorreichen KPI, die im Januar 1921 in Livorno von Antonio Gramsci, Palmiro Togliatti und ihren Mitstreitern aus der Taufe gehoben worden war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F01%2F03%2Fa0088&amp;cHash=f2c98787f9ab17c421080e94b765b95f\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man fragt sich, warum die Partei es seinerzeit zugelassen hat, dass Angeh&ouml;rige des traditionellen Parteiapparats eine graue Maus wie Bersani auf das Schild hoben, der prompt die an sich schon fast gewonnene Wahl verdarb. Michael Braun schafft es in einem krzen Abriss, den Finger auf den wunden Punkt auf das Agieren der KPI bis zur PD als &ldquo;Partei &uuml;bervorsichtiger Bedenkentr&auml;ger&rdquo; zu legen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die doppelte Doku<\/strong><br>\nWDR-Reportage zu Verwicklungen von Mercedes-Benz in Diktatur-Verbrechen in Argentinien.<br>\nEines der dunkelsten Kapitel deutscher Industriegeschichte nach 1945 fand in S&uuml;damerika statt. W&auml;hrend der Milit&auml;rdiktatur in Argentinien (1976&ndash;1983) wurden 14 Gewerkschaftsfunktion&auml;re des dortigen Mercedes-Benz-Werks verschleppt und wahrscheinlich ermordet. Die Verantwortung der Firmenleitung besch&auml;ftigt bis heute Menschenrechtsgruppen und Gerichte. Anfang Dezember nun strahlte die ARD eine WDR-Produktion zum Thema aus &ndash; und provozierte damit Protest.<br>\nDass die blutige Geschichte von &bdquo;Mercedes-Benz-Argentina&ldquo; nun endlich im deutschen Fernsehen thematisiert wird, ist positiv. Dennoch sorgt der Beitrag, der am 2. Dezember im sp&auml;ten Abendprogramm lief, f&uuml;r Kritik von Fachjournalisten und Aktivisten, die sich seit Jahren f&uuml;r eine Aufkl&auml;rung der mutma&szlig;lichen Verbrechen des Automobilunternehmens in dem s&uuml;damerikanischen Land einsetzen. Es geht dabei um die Frage, ob die Unternehmensleitung die Namen der verschwundenen Gewerkschafter an das Milit&auml;r weitergegeben hat. Ob der Konzern Arbeitervertreter in Komplizenschaft mit der Junta ermorden lies.<br>\nRecherchiert hatte das Thema die deutsche Journalistin Gaby Weber bereits 1999 f&uuml;r den WDR-H&ouml;rfunk. Anders als die Radio-Redaktion lehnten die Kollegen des WDR-Fernsehens die Dokumentation Webers jedoch wiederholt ab. Dass die TV-Programmplaner des WDR das Thema nun an eine Produktionsfirma vergeben haben, die Webers aufw&auml;ndige Recherchen quasi nachgedreht hat, sorgte nicht nur bei der Journalistin f&uuml;r Emp&ouml;rung.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/mmm.verdi.de\/tarife-beruf\/08-2013\/die-doppelte-doku\">ver.di<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/wdr\/23092013-geschichte-im-ersten-mercedes-benz-argentina-100.html\">Das Video dieser Doku ist &bdquo;aus rechtlichen Gr&uuml;nden&ldquo; in der WDR-Mediathek nicht mehr verf&uuml;gbar<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oMAzTQzfXfk\">Die Doku von Gaby Weber auf YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Im Portr&auml;t: Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/strong><br>\nDie &ldquo;Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik&rdquo; gibt es seit mehr als 50 Jahren. W&auml;hrend dieser Zeit hat sich das Organ von einer Anti-Adenauer-Ausrichtung in den Anf&auml;ngen &uuml;ber eine sp&auml;tere DKP-N&auml;he bis hin zur links-gem&auml;&szlig;igten Publikation ver&auml;ndert. Albrecht von Lucke, geboren 1967, geh&ouml;rt dem in Berlin ans&auml;ssigen Redaktionsquartett an. Und die zentralen Projekte f&uuml;r 2014? Die Arbeit an der deutschen Schuld beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs und die Entwicklung eines Gegenmodells zur GroKo. &ldquo;In der Januar-Ausgabe wird eine der gro&szlig;en Fragen sein, die Thematisierung geschichtspolitischer Art: Was war der Erste Weltkrieg? Die gro&szlig;e Debatte um Christopher Clarks Buch zum einen. Aber nat&uuml;rlich wird uns mit Blick auf 2014 auch die ganz gro&szlig;e Frage zentral interessieren: Wie ist eine Alternative jenseits der Gro&szlig;en Koalition zu denken, und zwar vor allem vor dem Hintergrund: Wie ist eben eine solche Alternative ( &hellip; ), die Abschied nimmt von der Wachstumsfrage?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2013\/12\/30\/dlf_20131230_1940_72e98e18.mp3\">Deutschlandradio [MP3]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-19818","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19818","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19818"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19818\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28513,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19818\/revisions\/28513"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19818"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19818"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19818"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}