{"id":19827,"date":"2014-01-06T09:11:32","date_gmt":"2014-01-06T08:11:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827"},"modified":"2014-01-06T09:11:32","modified_gmt":"2014-01-06T08:11:32","slug":"hinweise-des-tages-2037","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h01\">Heiner Flassbeck: 2014 &ndash; Nicht anders als vor einhundert Jahren ist die Unf&auml;higkeit zum Dialog das pr&auml;gende Zeichen unserer Zeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h02\">Pofallas Gang durch die Dreht&uuml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h03\">Verlogene europ&auml;ische Wertegemeinschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h04\">Justizminister Maas legt Vorratsdatenspeicherung auf Eis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h05\">TAFTA: Das Kapital gegen den Rest der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h06\">Professoren wollen von der Krise nichts wissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h07\">Zinsskandal: Finanzaufsicht erhebt schwere Vorw&uuml;rfe gegen Deutsche Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h08\">Zahl der Selbstanzeigen steigt drastisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h09\">Armutsl&ouml;hne haben eine wichtige Funktion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h10\">Teile Hamburgs werden Dauer-Gefahrengebiet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h11\">Energiewende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h12\">Ein Memorandum f&uuml;r die mitregierenden Genossen: Eine moderne Gesellschaft gibt es nur mit modernen Dienstleistungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h13\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h14\">Das gr&ouml;&szlig;te R&auml;tsel des NSU-Terrors<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h15\">Neue Oligarchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h16\">US-Studie: Republikaner werden zur Anti-Wissens-Partei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h17\">Bundesrechnungshof pr&uuml;ft Deutschlandstipendium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h18\">Das Letzte: EU-Kommissar schl&auml;gt Genscher f&uuml;r Nobelpreis vor<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: 2014 &ndash; Nicht anders als vor einhundert Jahren ist die Unf&auml;higkeit zum Dialog das pr&auml;gende Zeichen unserer Zeit<\/strong><br>\n&hellip;Das Ende der globalen Nachkriegsordnung Anfang der siebziger Jahre markierte auch den Beginn eines neuen Individualismus, der sowohl auf der Ebene der Staaten als auch auf der zwischenmenschlichen Ebene den Wettbewerb und Wettkampf um fast jeden Preis predigt. &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; ist die Peitsche, mit der ein Staat den anderen und ein Mensch den anderen zur Leistung antreibt, mit deren Einsatz man versucht, immer noch mehr aus den vorhandenen Ressourcen herauszuholen und mit deren Androhung man allen anderen klarmacht, dass Wohlstand nur dem erm&ouml;glicht wird, der sich dem System von vorneherein f&uuml;gt.<br>\nNach der Jahrtausendwende h&auml;tte es Anlass genug gegeben, dieses Ideologie und ihre Apologeten das Ruder zu entrei&szlig;en. Schwere globale Ersch&uuml;tterungen durch Finanzkrisen stellten das herrschende Dogma von der Selbstregulierung der M&auml;rkte fundamental in Frage. Vor allem aber die offenkundige Unf&auml;higkeit, einen erneuten dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern, obwohl die neoliberale Agenda bis dahin schon f&uuml;r zwanzig Jahre Umverteilung von unten nach oben gesorgt hatte, h&auml;tte kritische Wissenschaftler, B&uuml;rger und Medien auf den Plan rufen m&uuml;ssen. Doch kaum etwas geschah. Im Gegenteil, das herrschende Dogma wurde noch fester gezurrt. &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; wurde vor allem in Europa zur alles beherrschenden Doktrin, und die Macht der Finanzm&auml;rkte wurde nur kosmetisch behandelt. Sehenden Auges und voller Euphorie rennt fast die gesamte Welt in eine neue Finanzmarktblase und die Politik in Europa verweigert sich strikt der einfachen Erkenntnis, dass Wettkampf der Nationen und Schuldenbegrenzung keine durchhaltbaren Konzepte sind, weil sie systembedingte Notwendigkeiten ausblenden und gegen logische Zusammenh&auml;nge versto&szlig;en.<br>\n&hellip;eine Parallele zu 1914 ist f&uuml;r Menschen mit offenen Augen nicht mehr zu &uuml;bersehen: Die vermeintlich nationale L&ouml;sung verdr&auml;ngt mehr und mehr den Gedanken der internationalen Zusammenarbeit, und das gilt bedauerlicherweise auch f&uuml;r Europa, wo die Friedensordnung nach dem Zweiten Weltkrieg ihre gr&ouml;&szlig;ten Fr&uuml;chte hervorgebracht hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/2014-nicht-anders-als-vor-einhundert-jahren-ist-die-unfaehigkeit-zum-dialog-das-praegende-zeichen-unserer-zeit\/\">Flassbeck Economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Pofallas Gang durch die Dreht&uuml;r<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bahn First<\/strong><br>\nIm Spiegel (Printausgabe) hei&szlig;t es auf Seite 20: &bdquo;Vor allem Hartmut Mehdorn, Grubes Vorg&auml;nger als Bahn-Chef, sicherte sich die Dienste von ehemaligen Parteifunktion&auml;ren und Ministeriumsbeamten. Unter Mehdorn etablierte sich nicht nur ein Schattenreich aus PR-Firmen, die mit anonymen Kampagnen Journalisten und Politiker von der Privatisierung der Bahn &uuml;berzeugen sollten. &Uuml;ber die Parteigrenzen hinweg kn&uuml;pfte er ein Netz aus Politikern, die fortan im Auftrag der Bahn f&uuml;r deren Interessen stritten&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: Spiegel (Printfassung) 2\/2014 (Nicht im Netz)\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diese so nebenbei eingestreute Information &uuml;ber die Einbeziehung von PR-Firmen f&uuml;r Kampagnen zur Einflussnahme auf Journalisten und Politiker f&uuml;r die Privatisierung der Bahn hatte Albrecht M&uuml;ller auf den NachDenkSeiten vielfach gegei&szlig;elt. &ldquo;Viele Privatisierungen kann man nur verstehen, wenn man fragt: Wer verdient daran?&ldquo; schrieb er in <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3551\">einem Beitrag vom Oktober 2008<\/a>. Damals galt das als &Uuml;bertreibung, ja als Verschw&ouml;rungstheorie. Heute wird dar&uuml;ber als Tatsache berichtet, aber niemand regt sich mehr dar&uuml;ber auf oder zieht daraus Konsequenzen.<\/em><br>\n<em>Und es sind ja nicht nur die PR-Firmen, die bei solchen Kampagnen ihren Reibach machen, dazu kommen ja noch die Vielzahl an Wirtschaftsberatern und Privatisierungsexperten, die sich vor einem solchen B&ouml;rsengang eine goldene Nase verdienen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nicht gerade ein feiner Zug<\/strong><br>\nM&uuml;ller, Weidmann, Wilhelm, von Klaeden &ndash; und jetzt Pofalla: Viele Mitarbeiter von Angela Merkel haben es im Kanzleramt nicht so lange ausgehalten wie ihre Chefin, sie haben sich andere einflussreiche Positionen gesucht. Bei Klaeden und Pofalla zeigt die Kanzlerin &uuml;berraschende Schw&auml;chen in politischen Stilfragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/merkel-und-der-fall-pofalla-nicht-gerade-ein-feiner-zug-1.1855769\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.S.:<\/strong> System Statthalter! Endlich munkeln es &ndash; aber sehr leise und zwischen den Zeilen h&uuml;bsch versteckt &ndash; auch einige Journalisten und richten ihr Augenmerk auf das System &ldquo;Statthalter der Staatsratsvorsitzenden der ehemaligen DDR&rdquo;.<\/em><br>\n<em>Pofalla ist im vorliegenden Fall nicht &ldquo;von der Wirtschaft&rdquo; gezielt gekauft, sondern er wird &ldquo;gezielt bestens versorgt&rdquo;, was aber gleicherma&szlig;en abh&auml;ngig macht. Den extra neu f&uuml;r Pofalla zu schaffenden Posten bei der DB mit einem Jahresgehalt zwischen 1,3 bis 1,8 Millionen Euro haben die Bahnbenutzer &uuml;ber die Fahrpreise zu zahlen.<\/em><br>\n<em>Richtig bleibt im Ergebnis: gekauft ist gekauft. Beim internen Postengeschachere war SPD-Chef Sigmar Gabriel in den Deal eingebunden.<\/em><br>\n<em>Wolfgang Lieb hat es <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19800#h03\">bereits als Erster auf den Nachdenkseiten<\/a> zutreffend kommentiert:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Die Bahn ist zu hundert Prozent im Staatsbesitz, im Aufsichtsrat sitzen drei Staatssekret&auml;re. Der Umstieg in ein Vorstandsressort der Bahn f&uuml;r Politik und Wirtschaft ist also gesichert. Und rund eine Verzehnfachung des Jahreseinkommens auch. Ein Vorstandsposten bei der Bahn wird mit 1,3 bis 1,8 Millionen Euro im Jahr verg&uuml;tet. Das passt richtig gut zusammen mit der j&uuml;ngsten Fahrpreiserh&ouml;hung der Bahn.<\/em><br>\n<em>Da l&auml;sst sich Pofalla noch bei der letzten Wahl in den Bundestag w&auml;hlen und wenige Monate geht er durch die Dreht&uuml;r in die Wirtschaft. Ein weiteres Beispiel f&uuml;r die Verwilderung der Sitten. Wie hie&szlig; es doch noch im Koalitionsvertrag:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Um den Anschein von Interessenkonflikten zu vermeiden, streben wir f&uuml;r ausscheidende Kabinettsmitglieder, Parlamentarische Staatssekret&auml;rinnen und Staatssekret&auml;re und politische Beamtinnen und Beamte eine angemessene Regelung an.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Lachen Sie nicht!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> &Uuml;blicherweise wird von den Verteidigern des &bdquo;Wechsels&ldquo; argumentiert, es sei doch gut und hilfreich, wenn ein Personalaustausch zwischen Politik und Wirtschaft stattfindet. Darum geht es aber in diesem Falle nicht einmal: Es wird ein Vorstandsposten f&uuml;r einen Politiker geschaffen, der keine andere Funktion hat als Lobbyist der Bahn AG in die Politik hinein zu sein. Merkel hat einen taktischen und kommunikativen Fehler gemacht: Sie h&auml;tte sagen m&uuml;ssen, dass es nur folgerichtig ist, dass die Bahn als 100-prozentige Tochter des Bundes ein fr&uuml;heres Mitglied der Bundesregierung gef&uuml;hrt im Vorstand hat. Doch dazu fehlte ihr der Mut und es widerspr&auml;che der Ideologie, dass ein privatwirtschaftlich gef&uuml;hrtes Unternehmen (im Staatseigentum) notwendigerweise besser gef&uuml;hrt wird, als ein staatlich gelenktes. Die Ergebnisse der privatwirtschaftlich organisierten Bahn AG kennen wir.<\/em><br>\n<em>Im &Uuml;brigen, genauso wie Merkel Pofalla den Vorstandsposten verschaffen kann, k&ouml;nnte sie ihn auch wieder zur&uuml;ckziehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Bundesregierung sollte Pofalla-Wechsel verhindern&ldquo;<\/strong><br>\nDie m&ouml;gliche Berufung von Ex-Kanzleramtsminister Pofalla in den Bahn-Vorstand st&ouml;&szlig;t auf heftige Kritik. Timo Lange vom Verein LobbyControl fordert im Interview die Bundesregierung auf, den Wechsel zu verhindern.<br>\nRonald Pofalla (CDU) als neuer Bahn-Vorstand &ndash; wie bewerten Sie den Vorgang?<br>\nDer Fall Pofalla zeigt erneut, dass wir eine Karenzzeit f&uuml;r Spitzenpolitiker in Deutschland brauchen. Die Gro&szlig;e Koalition hat eine solche Regelung im Koalitionsvertrag angek&uuml;ndigt. Auf politischer Ebene ist also offenbar ein Problembewusstsein vorhanden. Jetzt kann die Bundesregierung zeigen, dass sie es ernst meint. Da die Deutsche Bahn ein Staatsbetrieb ist, bleibt noch Zeit zum Handeln. Es kann nicht sein, dass das Kanzleramt zum Karrieresprungbrett f&uuml;r k&uuml;nftige Cheflobbyisten gro&szlig;er Unternehmen verkommt.<br>\n&hellip;<br>\nWas ist daran so problematisch?<br>\nAls Kanzleramtschef war Pofalla in einer Position, in der er sich zwangsl&auml;ufig mit Fragen der Deutschen Bahn besch&auml;ftigt hat. Durch seine fr&uuml;here T&auml;tigkeit hat er zudem einen privilegierten Zugang zu den entscheidenden Personen in der Politik, die Ansprechpartner f&uuml;r die Deutsche Bahn sind. Es ist einfach etwas ganz anderes, wenn ein ehemaliger Kollege oder Vorgesetzter um einen Termin bittet als wenn ein einfacher Lobbyist irgendwo anruft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/interview-mit-lobbycontrol-bundesregierung-sollte-pofalla-wechsel-verhindern\/9284264.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Pikantes Detail &uuml;ber m&ouml;glichen Pofalla-Wechsel<\/strong><br>\nSollte Ex-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla zur Bahn wechseln, w&auml;re das nicht nur aus politischen Gr&uuml;nden brisant. Offenbar hat er den Aufsichtsratschef des Konzerns vor drei Jahren ins Amt gehoben.<br>\nRonald Pofalla wird angeblich Bahnvorstand. Und f&uuml;r den m&ouml;glichen Wechsel auf diesen neuen, hoch dotierten Posten spricht vielleicht mehr als nur die Suche der Bahn nach einem besseren Draht in die Hauptstadt-Politik und die kolportierte Suche Pofallas nach einem ruhigeren Job.<br>\nM&ouml;glicherweise n&auml;mlich haben sich gute Freunde f&uuml;r ihn stark gemacht. Einen jedenfalls soll er sich in seiner Zeit als Kanzleramtsminister beim gr&ouml;&szlig;ten deutschen Logistikkonzern geschaffen haben, hei&szlig;t es in Regierungskreisen. Und der ist wichtig.<br>\nPofalla habe bei der Auswahl des heutigen Bahn-Aufsichtsratschefs Utz-Hellmuth Felcht eine entscheidende Rolle gespielt, sagen Eingeweihte. Der Kanzleramtsminister sei im Fr&uuml;hjahr 2010 in der schwarz-gelben Koalition f&uuml;r die Koordinierung der Suche nach einem neuen Oberkontrolleur auf Unionsseite zust&auml;ndig gewesen. Gegen den Willen des Koalitionspartners FDP habe er Felcht durchgesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article123538898\/Pikantes-Detail-ueber-moeglichen-Pofalla-Wechsel.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Irritierend an dieser Meldung ist u.a., dass sie aus dem Springer-Konzern stammt. Offenbar ist die Kritik innerhalb des konservativen Lagers nicht unerheblich.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Verlogene europ&auml;ische Wertegemeinschaft<\/strong><br>\nVon einer Migration in die sozialen Sicherungssysteme kann also keine Rede sein, da die Systeme weder sozial organisiert sind, noch etwas nachhaltig absichern. Denn mit dem Sanktionsparagraphen &sect; 31 im Sozialgesetzbuch II kommt ein perfides wie legales Machtinstrument der Beh&ouml;rden hinzu, das weniger mit Sicherheit als mit Bedrohung zu tun hat. Man muss wohl eher davon ausgehen, dass Zuwanderer die Repressalien eines vermeintlichen sozialen Sicherungssystems sehr genau kennen und deshalb lieber einen freiz&uuml;gigen Bogen um Deutschland machen werden.<br>\nDemnach kann auch keiner das Sozialsystem oder den deutschen Staat betr&uuml;gen. Es gibt keine ausl&auml;ndische Invasion, sondern eine Kluft zwischen Diskurs und Realit&auml;t. In diesem Diskurs verfolgt die Bundesregierung h&ouml;chst unterschiedliche Strategien. W&auml;hrend sie auf der einen Seite die Mitgliedsstaaten dazu auffordert, die Lebensbedingungen in den Herkunftsl&auml;ndern wie Rum&auml;nien und Bulgarien zu verbessern, um armutsbedingten Wanderungsbewegungen innerhalb der EU entgegenzuwirken (siehe Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken im Bundestag vom 26.04.2013), unterst&uuml;tzt Kanzlerin Merkel andererseits eine knallharte Reform- und K&uuml;rzungspolitik, die beispielsweise in Rum&auml;nien 2012 zu einer Versch&auml;rfung der Wirtschaftskrise f&uuml;hrte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2014\/01\/03\/verlogene-europaeische-wertegemeinschaft-17543229\/\">Tautenhahn Blog<\/a>\n<p><strong>Dazu: In der Populismus-Falle<\/strong><br>\nBei der Zuwanderung bedient nicht nur die CSU fremdenfeindliches Denken. Auch die Kritiker gehen ihr auf den Leim. Auch sie sind l&auml;ngst in die Falle der Fremdenfeindlichkeit getappt. Eine Analyse.<br>\nGeorg Streiter meinte es wohl positiv. &bdquo;Jeder, der lesen kann, wird feststellen, dass es keinen Unterschied gibt zwischen den Koalitionsparteien&ldquo;, sagte der stellvertretende Regierungssprecher am Freitag, als es um das Thema &bdquo;Armutszuwanderung&ldquo; ging. Die schlechte Nachricht: Wahrscheinlich hat er Recht.<br>\nSchon am Donnerstag hatten CSU-Politiker mit Genuss auf den Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD verwiesen, in dem es hei&szlig;t: &bdquo;Wir wollen die Akzeptanz f&uuml;r die Freiz&uuml;gigkeit in der EU erhalten. Wir werden deshalb der ungerechtfertigten Inanspruchnahme von Sozialleistungen durch EU-B&uuml;rger entgegenwirken.&ldquo; Das ist &uuml;brigens der Grund, aus dem CSU-Chef Horst Seehofer mit einigem Recht die Klage erhob: &bdquo;Wenn es alle machen, dann ist es State of the Art, und wenn die CSU was sagt, wird es pl&ouml;tzlich Rechtspopulismus.&ldquo; (&hellip;)<br>\nDie Osterweiterung der Europ&auml;ischen Union war sicher ein historischer Schritt zur politischen &Uuml;berwindung der lange gepflegten Gr&auml;ben zwischen Ost und West. Aber &auml;hnlich wie beim Euro fehlt beim Bau des geeinten Europas insgesamt ein entscheidender Punkt: Er ist nicht verbunden mit einer Politik, die die &ouml;konomischen und sozialen Verh&auml;ltnisse der beteiligten Staaten konsequent anzugleichen versucht.<br>\nTrotz aller Europ&auml;ischen Sozialfonds, trotz aller Hilfs- und Kreditkonstruktionen existiert Europa als gemeinsames Projekt nur sehr begrenzt. Das wird sich nicht &auml;ndern, wenn nicht endlich eine gemeinsame Wirtschafts- und Sozialpolitik entwickelt wird &ndash; und solange die weniger entwickelten Staaten vor allem als Lieferanten f&uuml;r billige Fachkr&auml;fte dienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/arbeit---soziales\/zuwanderung-csu-seehofer-in-der-populismus-falle,1473632,25786134.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Justizminister Maas legt Vorratsdatenspeicherung auf Eis<\/strong><br>\nAnders als im Koalitionsvertrag vereinbart will der neue Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) die umstrittene Vorratsdatenspeicherung vorerst nicht einf&uuml;hren. &ldquo;Ich lege keinen Gesetzesentwurf vor, bevor der Europ&auml;ische Gerichtshof endg&uuml;ltig geurteilt hat, ob die Richtlinie die Rechte der EU-B&uuml;rger verletzt oder nicht&rdquo;, sagte Maas im Gespr&auml;ch mit dem SPIEGEL. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Richter die Richtlinie vollst&auml;ndig kassierten. &ldquo;Damit w&auml;re die &lsquo;Gesch&auml;ftsgrundlage&rsquo; f&uuml;r den Koalitionsvertrag komplett entfallen. Dann m&uuml;ssten wir &uuml;ber die Vorratsdatenspeicherung ganz neu reden. Bis dahin liegt das Instrument f&uuml;r mich auf Eis.&rdquo;<br>\nDer Justizminister k&uuml;ndigte zudem an, die B&uuml;rgerrechte zu einem Schwerpunkt seiner T&auml;tigkeit zu machen. &ldquo;Ich bin sehr skeptisch bei der Vorstellung, dass eine Flut von Daten der B&uuml;rger ohne Anlass gespeichert wird und so vielen Stellen zug&auml;nglich ist&rdquo;, sagte Maas. Hier bestehe ein erhebliches &ldquo;Missbrauchsrisiko&rdquo;. Er k&uuml;ndigte jedoch an, den Konflikt mit Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re weniger konfrontativ zu handhaben als seine Vorg&auml;ngerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). &ldquo;Wahrscheinlich hat der Innenminister beim Thema Sicherheit etwas andere Vorstellungen als ich&rdquo;, sagte Maas. &ldquo;Aber wir werden einen sachlicheren und konstruktiveren Dialog f&uuml;hren als in der vergangenen Legislaturperiode.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/justizminister-maas-legt-vorratsdatenspeicherung-auf-eis-a-941816.html#spRedirectedFrom=www&amp;referrrer=http:\/\/t.co\/V0MZncoa1R\">Spiegel Online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Wenn der neue Bundesjustizminister Maas (SPD) damit einen b&uuml;rgerfreundlichen, Verbraucher sch&uuml;tzenden Umgang mit Daten andeuten m&ouml;chte, ist das zu begr&uuml;&szlig;en. Er wird u.a. beweisen m&uuml;ssen, dass er sich auch gegen einen Bundesinnenminister de Maizi&egrave;re durchsetzen kann, der vermutlich auf die Sicherheitslage verweisen wird.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Es w&auml;re doch geradezu absurd die Richtlinie &uuml;ber <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/LexUriServ\/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2006:105:0054:0063:DE:PDF\">die Vorratsspeicherung von Daten [PDF &ndash; 128 KB]<\/a> umzusetzen bevor der Europ&auml;ische Gerichtshof geurteilt hat. W&uuml;rde sich denn die Bundesregierung der europ&auml;ischen Rechtsprechung nicht beugen wollen und an der Richtlinie festhalten oder wie bisher 8 Jahre lang warten, bis sie sich an die Rechtsprechung anpasst.<\/em><br>\n<em>Siehe hier noch einmal die Und hier die Schlussantr&auml;ge des Generalanwalts Pedro Cruz Willal&ograve;n mit folgendem Ergebnis:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li>Die Richtlinie 2006\/24\/EG des Europ&auml;ischen Parlaments und des Rates vom 15. M&auml;rz 2006 &uuml;ber die Vorratsspeicherung von Daten, die bei der Bereitstellung &ouml;ffentlich zug&auml;nglicher elektronischer Kommunikationsdienste oder &ouml;ffentlicher Kommunikationsnetze erzeugt oder verarbeitet werden, und zur &Auml;nderung der Richtlinie 2002\/58\/EG ist in vollem Umfang unvereinbar mit Art. 52 Abs. 1 der Charta der Grundrechte der Europ&auml;ischen Union, da die Einschr&auml;nkungen der Grundrechtsaus&uuml;bung, die sie aufgrund der durch sie auferlegten Verpflichtung zur Vorratsdatenspeicherung enth&auml;lt, nicht mit unabdingbaren Grunds&auml;tzen einhergehen, die f&uuml;r die zur Beschr&auml;nkung des Zugangs zu den Daten und ihrer Auswertung notwendigen Garantien gelten m&uuml;ssen.<\/li>\n<li>Art. 6 der Richtlinie 2006\/24 ist mit den Art. 7 und 52 Abs. 1 der Charta der Grundrechte der Europ&auml;ischen Union unvereinbar, soweit er den Mitgliedstaaten vorschreibt, sicherzustellen, dass die in ihrem Art. 5 genannten Daten f&uuml;r die Dauer von bis zu zwei Jahren auf Vorrat gespeichert werden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/malte-spitz.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/C_0293_2012-DE-CNC.pdf\">Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union gepostet von Malte Spitz (Die Gr&uuml;nen) [PDF &ndash; 545 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>TAFTA: Das Kapital gegen den Rest der Welt<\/strong><br>\nWer erinnert sich noch an das MAI? Das Multilaterale Abkommen &uuml;ber Investionen, gestartet von OECD und Europ&auml;ischer Union im Jahre 1995, scheiterte drei Jahre sp&auml;ter &ndash; weil die Verhandlungen zwar unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit gef&uuml;hrt wurden, aber nicht geheim blieben. Was durchsickerte, reichte aus, um einen Proteststurm zu entfachen. Am Ende weigerten sich einige europ&auml;ische L&auml;nder, Frankreich voran, &uuml;ber das Abkommen zu verhandeln. Ein Fiasko, das den beteiligten Akteuren leider keine Lehre war. Sie machen weiter, immer nach dem Motto: &bdquo;Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Beim n&auml;chsten Mal schaffen wir es, die Utopie der flachen Weltscheibe zustande zu bringen &ndash; den endlich eingeebneten Raum der globalen Konkurrenz.&ldquo;<br>\nTAFTA und TTIP &ndash; unter diesen beiden K&uuml;rzeln ist nun die neue transatlantische Freihandelszone im Anmarsch: &bdquo;Sie wird Europa und Nordamerika einen neuen Aufschwung bescheren, einen sanften Weg aus dem tiefen Tal der Stagnation und Depression.&ldquo; So verk&uuml;ndet es die EU-Kommission, so predigt es Kanzlerin Merkel, so hat es Pr&auml;sident Obama Anfang dieses Jahres versprochen. Warum aber gerade jetzt?<br>\nDie Antwort liegt auf der Hand: Die ehrgeizige Doha-Runde der Welthandelsorganisation (WTO) kommt seit zw&ouml;lf Jahren nicht vom Fleck. Auch der j&uuml;ngste WTO-Gipfel in Bali schien lange Zeit am hartn&auml;ckigen Widerstand Indiens zu scheitern. Am Ende einigten sich die fast 160 Staaten dann doch auf das erste gro&szlig;e Deregulierungsabkommen seit fast 20 Jahren. Das sogenannte Bali-Paket umfasst Handelserleichterungen, den Abbau von Agrarsubventionen und einige d&uuml;rre Hilfen f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder.<br>\nDoch angesichts der Unkalkulierbarkeit der WTO betreiben die gro&szlig;en Akteure der Weltpolitik ihre Neuordnung des Welthandels l&auml;ngst auf anderem Wege. Der Plan einer transamerikanischen Freihandelszone liegt derzeit zwar auf Eis, aber umso mehr ruhen die Hoffnungen auf TPP, der transpazifischen Freihandelszone, zu der neben den USA elf weitere Anrainerl&auml;nder des pazifischen Raumes geh&ouml;ren, und auf TAFTA, dem Gemeinschaftsprojekt von USA und EU.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/januar\/tafta-das-kapital-gegen-den-rest-der-welt\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Professoren wollen von der Krise nichts wissen<\/strong><br>\nViele Hochschul-Lehrer ignorieren bei der Ausbildung die Finanzkrise noch immer. Studenten protestieren &ndash; und unterrichten sich selbst.<br>\nKrise? Welche Krise? Das fragen sich Lisa Gro&szlig;mann und Felix Kersting immer &ouml;fter, wenn sie im H&ouml;rsaal sitzen und ihren Professoren lauschen&hellip;<br>\nAls vor f&uuml;nf Jahren in den USA die Finanzkrise ausbrach, waren viele Volkswirte &uuml;berrascht.<br>\nNur die wenigsten hatten sie vorhergesagt. Kritiker meinen, das liege auch an der Art und Weise, wie &Ouml;konomen ausgebildet werden. Ge&auml;ndert haben sich die Lehrpl&auml;ne an den Universit&auml;ten aber seitdem nicht. Studenten wie Felix Kersting und Lisa Gro&szlig;mann k&ouml;nnen das nicht verstehen und begehren jetzt auf.<br>\nAn vielen Wirtschaftsfakult&auml;ten tun sich Nachwuchs&ouml;konomen derzeit zusammen und fordern eine Reform der Lehrpl&auml;ne. Kersting und Gro&szlig;mann engagieren sich an ihrer Universit&auml;t in einer Gruppe, die sich &bdquo;Was ist &Ouml;konomie?&ldquo; nennt. An der FU Berlin suchen die Kritischen Wirtschaftswissenschaftler &bdquo;alternative Ans&auml;tze zur Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft&ldquo;. In Hamburg, Heidelberg und Mainz setzen sich Studenten im Arbeitskreis Real World Economics f&uuml;r die &bdquo;Vielfalt &ouml;konomischer Theorien&ldquo; ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/volkswirtschaft-im-hoersaal-professoren-wollen-von-der-krise-nichts-wissen\/9288094.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zinsskandal: Finanzaufsicht erhebt schwere Vorw&uuml;rfe gegen Deutsche Bank<\/strong><br>\nIn der Aff&auml;re um manipulierte Zinss&auml;tze ger&auml;t die F&uuml;hrung der Deutschen Bank unter Druck. Nach SPIEGEL-Informationen kritisiert die Finanzaufsicht BaFin in einem Bericht die mangelnde Aufarbeitung der Vorw&uuml;rfe &ndash; und spricht personelle Konsequenzen an.<br>\nDie deutsche Finanzaufsicht BaFin hat in einem Bericht zur Libor-Aff&auml;re um manipulierte Zinss&auml;tze die F&uuml;hrung der Deutschen Bank um die Co-Chefs Anshu Jain und J&uuml;rgen Fitschen scharf kritisiert. Der gesamte Vorstand sowie der Aufsichtsrat h&auml;tten die Aff&auml;re nicht angemessen aufgearbeitet, hei&szlig;t es in dem Bericht, der dem SPIEGEL vorliegt. Nach wie vor sei daher nicht gekl&auml;rt, &ldquo;ob eine Beteiligung oder Kenntnis des Senior Managements bez&uuml;glich m&ouml;glicher Manipulationsversuche bestand&rdquo;&hellip;<br>\n&ldquo;Im Ergebnis zeigt der Ernst &amp; Young-Bericht, dass es im Umgang mit den Vorw&uuml;rfen zum Libor keine hinreichende Aufkl&auml;rung und Untersuchung der Vorg&auml;nge innerhalb der Bank gab&rdquo;, so fasst die BaFin ihre Erkenntnisse nach SPIEGEL-Informationen zusammen. Auch die Berichte der Deutschen Bundesbank zeigten &ldquo;schwerwiegende Missst&auml;nde und gravierende organisatorische Defizite&rdquo; auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/bafin-erhebt-schwere-vorwuerfe-gegen-deutsche-bank-a-941809.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zahl der Selbstanzeigen steigt drastisch<\/strong><br>\nIm vergangenen Jahr haben sich fast dreimal mehr B&uuml;rger wegen Steuerhinterziehung selbst angezeigt als im Vorjahr. Ein Interview mit Norbert Walter-Borjans, SPD, Finanzminister von Nordrhein-Westfalen&hellip;<br>\nDas Steuerverfahren gegen einen Prominenten wie Uli Hoene&szlig; habe Wirkung gezeigt, erkl&auml;rte der nordrhein-westf&auml;lische Finanzminister im WDR 5-Morgenecho. Auch der Ankauf der Steuer-CDs verst&auml;rke die Angst vor Entdeckung der bertreffenden Steuers&uuml;nder und habe so die Zahl der Selbstanzeigen erh&ouml;ht.<br>\nEin automatischer Informationsaustausch zwischen Steuerbeh&ouml;rden und Banken k&ouml;nne k&uuml;nftig langwierige und komplizierte Ermittlungsverfahren verhindern, glaubt Norbert Walter-Borjans.<br>\nEine Strafbefreiung durch Selbstanzeige werde k&uuml;nftig nur m&ouml;glich sein, wenn alle steuerrelevanten Bereiche erkl&auml;rt w&uuml;rden, erkl&auml;rte der Finanzminister. Daneben soll der steuerrechtlich relevante Zeitrahmen auf zehn Jahre erweitert werden, und eine Selbstanzeige komme nur bei relativ kleinen Betr&auml;gen in Betracht. &ldquo;Bei gro&szlig;en Summen gehen wir immer noch vor einer Betrugsabsicht aus&rdquo;, so Walter-Borjans.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/morgenecho\/interviewwalterborjans102.html\">WDR5<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Armutsl&ouml;hne haben eine wichtige Funktion<\/strong><br>\nArbeits- und Sozialrechtsprofessorin Helga Spindler &uuml;ber den Zusammenhang von Armut und wirtschaftlicher Prosperit&auml;t. Teil 1<br>\nLaut einem unl&auml;ngst publizierten Bericht des Statistischen Bundesamts war im Jahr 2012 fast jeder F&uuml;nfte in Deutschland von Armut betroffen. Das sind rund 16 Millionen Menschen. Gleichwohl wird Deutschland immer wieder f&uuml;r die niedrige Arbeitslosenquote und das relativ positive Wirtschaftswachstum gelobt. Wie geht das zusammen? Telepolis fragte dazu die Sozial- und Arbeitsrechtsprofessorin Helga Spindler.<br>\nFrau Spindler, Deutschland steht, was die wirtschaftliche Entwicklung betrifft, gar nicht so schlecht da. Warum hat diese Situation keine positive Auswirkung auf gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung?<br>\nHelga Spindler: Ganz einfach deshalb, weil der gemeldete wirtschaftliche Erfolg teilweise auf wachsender Armut von Arbeitnehmern aufbaut. Dieser Zusammenhang wird jedoch verleugnet und verdr&auml;ngt. Wir werden wohl informiert, dass einerseits &ldquo;die Wirtschaft&rdquo; zulegt und andererseits die Armutsquote steigt. Das Problem aber ist, dass die Statistiken keine Zusammenh&auml;nge aufzeigen k&ouml;nnen, dass sie mehr oder weniger als Zahlenspiele erscheinen.<br>\nJe nachdem, ob Sie f&uuml;r 2011 die Armutsgrenze f&uuml;r eine Person bei einem Haushaltseinkommen von 980 Euro netto pro Monat oder eher unter 900 Euro pro Monat ansetzen, welche statistische Datens&auml;tze &uuml;berhaupt zur Verf&uuml;gung stehen, liegt die Armutsquote zwischen 14 und 16 Prozent. Aber niemand kann bei dieser abstrakten Quote so richtig einsch&auml;tzen, ob sie schon beunruhigend ist, welcher Lebensstandard damit noch m&ouml;glich ist.<br>\nGerade auch die Regierung beruhigt uns damit, dass die Armutsrisikoquote in unserem reichen Land nichts &uuml;ber den Grad individueller Bed&uuml;rftigkeit aussage. Typisch etwa die Irritation der Redaktion meiner Lokalzeitung, die sich seit Oktober wundert: &ldquo;Trotz Boom mehr Arme&rdquo;. Aber vielleicht m&uuml;sste sie nur mit einer andern Deutung herangehen, um die Entwicklung zu verstehen: Boom wegen mehr Armen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40612\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Teile Hamburgs werden Dauer-Gefahrengebiet<\/strong><br>\nGro&szlig;e Teile der Sternschanze, Altonas und St. Paulis gelten ab Sonnabend, 6 Uhr, als Gefahrengebiet &ndash; und zwar bis auf weiteres. Damit reagiert die Polizei auf teilweise schwere Angriffe auf Beamte und Wachen in den vergangenen Wochen, insbesondere auf den Anschlag auf die Davidwache am vergangenen Wochenende. &ldquo;Sehr deutlich&rdquo; soll werden, dass die Hamburger Polizei &ldquo;alle rechtlichen M&ouml;glichkeiten&rdquo; aussch&ouml;pfe, um Leib und Leben ihrer Beamten zu sch&uuml;tzen, teilte die Polizei am Freitag mit. (&hellip;)<br>\nDie Deklarierung zum Gefahrengebiet berechtigt die Beamten, in der &ouml;rtlich begrenzten Zone Menschen unangek&uuml;ndigt zu kontrollieren. Sie d&uuml;rfen Platzverweise erteilen, Aufenthaltsverbote aussprechen und Personen in Gewahrsam nehmen. &ldquo;Dadurch k&ouml;nnen relevante Personengruppen einschlie&szlig;lich ihrer mitgef&uuml;hrten Sachen &uuml;berpr&uuml;ft und aus der Anonymit&auml;t geholt werden&rdquo;, so die Polizei weiter.<br>\nInsbesondere die Angriffe auf ein Polizeikommissariat in Hamburg-Mitte im Dezember sowie die beiden Angriffe auf die Davidwache h&auml;tten zu der Entscheidung gef&uuml;hrt, das Gefahrengebiet einzurichten. Bei den Demonstrationen im Zusammenhang mit der Roten Flora waren Polizeibeamte zum Teil erheblich verletzt worden. Ein so umfangreiches wie das aktuell beschlossene Gefahrengebiet hat es in Hamburg bisher noch nicht gegeben, wie NDR 90,3 berichtete. Voraussichtlich soll es mindestens mehrere Wochen lang bestehen bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/regional\/hamburg\/gefahrengebiet111.html\">NDR.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Mit dem Vorwand der tats&auml;chlichen oder vermeintlichen Sicherheitslage wird die &Uuml;berwachung immer weiter vorangetrieben.<\/em><br>\n<em>Freiheit und Sicherheit werden auch hier gegeneinander ausgespielt. Ein in Hamburg lebender Blogger formuliert es so:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Auf dem Weg in den Polizeistaat &ndash; denn der ist genau dadurch definiert, dass die Polizei eigenm&auml;chtig entscheiden kann, wen sie, ohne dass Gefahr im Verzuge ist oder auch nur ein halbwegs begr&uuml;ndeter Verdacht vorliegt, kontrolliert, wem sie Platzverweise oder Aufenthaltsverbote erteilen kann oder wen sie in Gewahrsam nimmt. Und genau das ist in Hamburg der Fall. Hier ist es die Polizei selbst, die dar&uuml;ber entscheidet, ob, wie lange und wie umfangreich ein Gefahrengebiet eingerichtet wird &ndash; und nicht etwa das demokratisch gew&auml;hlte Landesparlament, die B&uuml;rgerschaft, die sich unter CDU-Herrschaft in dieser Frage durch eine Novellierung des Polizeigesetzes 2005 selbst entmachtet hat. Diese politisch gewollte Polizeiwillk&uuml;r ist ein Skandal sondergleichen und eine gro&szlig;e Gefahr f&uuml;r die politische Demokratie, die B&uuml;rgerrechte und die politische Freiheit. Ich bringe hiermit meine Emp&ouml;rung zum Ausdruck und protestiere in aller Form! Weg mit dem Polizeiwillk&uuml;rgesetz! Weg mit der Selbstentmachtung der Politik!&ldquo;; aus <a href=\"http:\/\/www.egbert-scheunemann.de\/chronik-des-neoliberalen-irrsinns-10.pdf\">Chronik des (nicht nur) neoliberalen Irrsins<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Energiewende<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Um die Umlage herumgetrickst<\/strong><br>\nAnfang des Jahres stiegen die Strompreise. Profitiert haben davon die Versorger und 2.090 Firmen, die von der EEG-Umlage ausgenommen wurden.<br>\nF&uuml;r rund 9 Millionen deutsche Haushalte begann auch das Jahr 2014 mit einer schlechten Nachricht. Denn jeder dritte Stromanbieter hat zum Jahreswechsel die Preise erh&ouml;ht; im Schnitt lag der Anstieg nach Berechnungen verschiedener Internet-Vergleichsportale bei gut 3 Prozent &ndash; was etwa 0,8 Cent pro Kilowattstunde entspricht.<br>\nDie deutsche Industrie startete hingegen mit guten Neuigkeiten ins Jahr: Die Zahl der Unternehmen, die von den Kosten der Energiewende weitgehend befreit sind, erreicht 2014 einen neuen H&ouml;chststand. Nachdem sie bereits in der Vergangenheit stark zugenommen hatte, stieg die Zahl der Befreiten nach Informationen der taz nun um 21,5 Prozent auf 2.090 Firmen.<br>\nGrund daf&uuml;r ist eine im Jahr 2012 unter der schwarz-gelben Regierung beschlossene Aufweichung der Kriterien: Seitdem k&ouml;nnen Unternehmen schon ab einem j&auml;hrlichen Stromverbrauch von 1 Gigawattstunde von der EEG-Umlage befreit werden, mit der der &Ouml;kostrom-Ausbau finanziert wird; zuvor lag der Schwellenwert bei 10 Gigawattstunden.<br>\nAuch der notwendige Anteil des Stromverbrauchs an der Wertsch&ouml;pfung war von 15 auf 14 Prozent gesenkt worden. Neben Stahlwerken und Aluminiumh&uuml;tten profitieren seitdem auch immer mehr Futtermittelerzeuger, Molkereien und Verpackungshersteller von den Privilegien. (&hellip;)<br>\nW&auml;hrend die SPD im Wahlkampf noch mit Preiskontrollen gegen &uuml;berh&ouml;hte Tarife vorgehen und die Industrie-Ausnahmen zumindest etwas einschr&auml;nken wollte, war davon im Koalitionsvertrag keine Rede mehr. Stattdessen einigten sich Union und SPD darauf, den Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich zu bremsen.<br>\nW&auml;hrend sich die konventionellen Stromversorger dadurch &uuml;ber eine h&ouml;here Auslastung ihrer Kohlekraftwerke freuen k&ouml;nnen, haben die Stromkunden davon kaum etwas: Durch das Abbremsen der Energiewende sinkt der Strompreis nach Berechnung des Forums &Ouml;kologische Marktwirtschaft im n&auml;chsten Jahr um bestenfalls 0,17 Cent pro Kilowattstunde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/EEG-Freistellung-fuer-Unternehmen\/!130380\/\">taz.de<\/a><\/li>\n<li><strong>CSU will Energiewende auf Pump<\/strong><br>\nDie &Ouml;kostrom-Umlage treibt die Energiepreise seit Jahren. Nun kommt die CSU mit einem neuen Vorschlag zur Begrenzung der Kosten. Allerdings werden die Belastungen nur verschoben &ndash; auf sp&auml;ter.<br>\nDie Energiewende soll nach dem Willen der CSU teilweise &uuml;ber Schulden finanziert werden. Ein Fonds, der am Kapitalmarkt platziert wird, soll &uuml;berm&auml;&szlig;ige Kostensteigerungen auffangen und sp&auml;ter &uuml;ber Jahre abtragen. Das ist der Kern eines neuen Vorschlags von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU). Er gehe zur&uuml;ck auf ein Diskussionspapier, &uuml;ber das das bayerische Kabinett demn&auml;chst beraten wolle, sagte ein Ministeriumssprecher am Samstag. Allerdings sei es nur eines von mehreren Vorschl&auml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/schulden-machen-fuer-gruenen-strom-csu-will-energiewende-auf-pump\/9287526.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein Vorschlag von der Partei, die &ldquo;f&uuml;r die Generationengerechtigkeit&rdquo; eine &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; f&uuml;r den Staat dogmatisch verteidigt und angeblich &ldquo;vom Schuldenmachen wegkommen will&rdquo; (wobei sie an der Entstehung des gr&ouml;&szlig;ten Teils des Schuldenbergs ma&szlig;geblich beteiligt war). Wenn das Geld f&uuml;r diesen sinnlosen Fonds &ldquo;am Kapitalmarkt&rdquo; aufgenommen werden soll, dann d&uuml;rften die Zinsen deutlich &uuml;ber den Zinsen f&uuml;r Bundesanleihen liegen. Verr&uuml;ckter und f&uuml;r die B&uuml;rger teurer geht es nicht mehr &ndash; aber die Kosten sind in die Zukunft verschoben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Strom: Neuer Export-Rekord<\/strong><br>\nDeutschlands Kohlekraftwerke laufen f&uuml;r den Export und verdr&auml;ngen umweltfreundlichere Gaskraftwerke. Anteil der Erneuerbaren w&auml;chst weiter<br>\nMit rund 33 Terawattstunden (TWh) hat der deutsche Nettostromexport 2013 einen neuen Rekordwert erreicht. Das geht aus vorl&auml;ufigen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) hervor. Der bisherige Rekord lag bei 23,1 TWh und wurde 2012 erreicht. Insgesamt wurden mit 629 TWh fast genauso viel wie im Vorjahr erzeugt. Eine TWh entspricht einer Milliarde Kilowattstunden. (&hellip;)<br>\nDer Anteil der erneuerbaren Energietr&auml;ger an der Bruttostromerzeugung stieg 2013 leicht von 22,8 auf 23,4 Prozent (von 143,5 auf 147,1 TWh). Der Anteil an der f&uuml;r den Inlandsbedarf ben&ouml;tigten Nettostromerzeugung d&uuml;rfte damit in etwa 26 Prozent betragen haben, aber genauer l&auml;sst sich das erst sagen, wenn die Zahlen f&uuml;r den Eigenverbrauch vorliegen. Atomkraftwerke lieferten 97 TWh (2,5 TWh weniger als 2012) womit die Erneuerbaren im dritten Jahr in Folge die AKW &uuml;berfl&uuml;gelten. (&hellip;)<br>\nDer Strom aus Braunkohlekraftwerken hat mit 162 TWh nochmals leicht zugenommen. Zuletzt hatten die besonders klimasch&auml;dlichen Kraftwerke 1990 mehr geliefert. Auch die Steinkohlekraftwerke steigerten ihren Anteil nochmals gegen&uuml;ber dem Vorjahr, und zwar um 7,6 TWh. Der Anteil der Erdgaskraftwerke ging hingegen um 9,6 TWh zur&uuml;ck. Insgesamt d&uuml;rfte damit der Aussto&szlig; des Treibhausgases CO2 aus dem deutschen Stromsektor 2013 etwas gestiegen sein.<br>\nDas ist allerdings zum einen der Benachteiligung der Gaskraftwerke durch den geringen Preis f&uuml;r CO2-Emissionsrechte und zum anderen dem wachsenden Stromexport zuzuschreiben. Letzteres ist auch insofern fatal, als der Export zu einem erheblichen Teil in die Niederlande geht, wo damit emissionsarme Kraftwerke niederkonkurriert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/2\/155606\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Eine wesentliche &ouml;kologische Verbesserung durch die Gro&szlig;e Koalition ist nicht in Sicht. Anhand des Koalitionsvertrages ist zu bef&uuml;rchten, dass die &bdquo;Zeit&ldquo; mit ihrer Aussage Recht haben k&ouml;nnte:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Die Idee, dass &Ouml;kostromproduzenten einen Grundlastanteil ihrer Einspeisung garantieren sollen, ist weiterhin im Koalitionsvertrag enthalten. Es w&uuml;rde de facto das Aus f&uuml;r die Energiewende bedeuten, weil &Ouml;kostromproduzenten wohl zu Gesch&auml;ften mit Versorgern wie RWE gezwungen werden.&ldquo;; aus: Was im Koalitionsvertrag steht Seite 5\/17: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2013-11\/koalitionsvertrag-beschluesse-ueberblick\/seite-5\">Umwelt: Aus f&uuml;r die Energiewende?<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Eine neue Rubrik bei Wirtschaft und Gesellschaft<\/strong><br>\nDas Wort Energiewende steht f&uuml;r die Transformation des Energiesystems in Deutschland, Europa und weltweit mit dem Ziel einer Vollversorgung aus erneuerbaren Energien.<br>\nSeit der industriellen Revolution beruht die weltweite Energieversorgung gr&ouml;&szlig;tenteils auf fossilen Energietr&auml;gern wie Erd&ouml;l, Erdgas und Kohle. Die Nuklearindustrie entwickelte sich, im Gefolge der Entdeckung der Kernspaltung durch Otto Hahn 1938, seit den 1950er Jahren  zum zweiten Standbein der Stromversorgung der Industriel&auml;nder. In L&auml;ndern wie Frankreich wurde die Kernenergie sogar &ndash; politisch gewollt als Antwort auf die &Ouml;lkrise des Jahres 1973 &ndash;  zur dominierenden Gr&ouml;&szlig;e im elektrischen Energiemix.<br>\nIn den historisch so entstandenen, stark zentralisierten Energieversorgungsstrukturen bekamen fossil-nukleare Energiekonzerne eine starke gesellschaftliche Machtstellung. Mit der Liberali-sierung des Elektrizit&auml;tsmarktes in Deutschland  mutierten aus Privatisierungs- und Fusionie-rungsvorg&auml;ngen hervorgegangene Energiekonzerne wie Eon, RWE, Vattenfall und EnBW  zu privaten Quasi-Monopolen des Strom- und Gasmarktes. Energiewende bedeutet daher marktwirtschaftlich ein Aufbrechen dieser Quasi-Monopol-Strukturen und ihre &Uuml;berleitung in eine dezentral-regionale Versorgungswirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/12\/eine-neue-rubrik-bei-wirtschaft-und-gesellschaft-analyse-meinung-energiewende-aber-richtig-von-gerhard-kilper-thilo-kilper-und-thorsten-hild\/#sthash.UayEzuoV.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ein Memorandum f&uuml;r die mitregierenden Genossen: Eine moderne Gesellschaft gibt es nur mit modernen Dienstleistungen<\/strong><br>\nEs wird von Tag zu Tag immer erstaunlicher, dass diese SPD mit dieser CDU\/CSU koaliert. Fast jede einzelne politische Philosophie unterscheidet sich &ndash; zuweilen sind es komplette Gegens&auml;tze. Etwa bei der Frage, was eigentlich ein Staat ist. Ein Monster, das reinweg nur Geld verschlingt und ansonsten den Aufpasser spielt? &ndash; Oder doch eher eine von uns Allen geschaffene Dienstleistungsmaschine?<br>\nDie SPD neigt in ihren Sternstunden zur zweiten Ansicht. Die Sternstunden sind meist die, wenn sich die F&uuml;hrungsriege der Partei darauf besinnt, dass sie seit 1925 &uuml;ber einen eigenen &ldquo;Think Tank&rdquo; verf&uuml;gt, der nichts anderes tut, als permanent &uuml;ber die aktuellen gesellschaftlichen Probleme nachzudenken, zu diskutieren und in zahllosen Schriften dazu auch &ouml;ffentliches Handwerkszeug zu liefern &ndash; die Friedrich-Ebert-Stiftung.<br>\nSie produziert zum Beispiel &ldquo;Expertisen und Dokumentationen zur Wirtschafts- und Sozialpolitik&rdquo;. Ende 2013 &ndash; noch bevor sich CDU, CSU und SPD auf ihren eher durchwachsenen Koalitionsvertrag geeinigt haben &ndash; hat sie in dieser Reihe einen Diskurs &ldquo;Gesellschaftlich notwendige Dienstleistungen &ndash; gestalten und finanzieren&rdquo; vorgelegt, der eigentlich ein Memorandum zur Zukunftsf&auml;higkeit unserer Gesellschaft ist.<br>\nDie Autoren haben es nicht extra drauf geschrieben, aber es geht um ein neues, nachhaltiges Verst&auml;ndnis &uuml;ber den Staat, der eben in allererster Linie ein Produzent von Dienstleistungen ist, die daf&uuml;r sorgen, dass unsere Gesellschaft funktioniert und vor allem stabil bleibt. Stichworte: &ldquo;Energie- und Wasserversorgung, Bildung und Erziehung, Gesundheitswesen, &ouml;ffentlicher Nahverkehr, Verwaltung und der Sozialstaat.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDas Ergebnis ist in der gesamten Republik und im Freistaat Sachsen auch im Besonderen sichtbar: &ldquo;Wo urspr&uuml;nglich durch Sparen ein Defizitabbau bei den &ouml;ffentlichen Finanzen intendiert war, droht eine Erh&ouml;hung der Verschuldungsquoten und ein Unterminieren der eigenen Zukunftsf&auml;higkeit. Die Investitionsbedarfe und -r&uuml;ckst&auml;nde der &ouml;ffentlichen Infrastrukturen werden von ver.di bei den kommunalen Infrastrukturen auf j&auml;hrlich rund 47 Milliarden Euro bis 2020, in &ouml;ffentlichen Krankenh&auml;usern auf rd. 50 Milliarden Euro und im Bildungswesen auf rd. 45 Milliarden Euro gesch&auml;tzt. Deutlich h&ouml;her f&auml;llt die Sch&auml;tzung der Investitionsbedarfe in den Bereichen Verkehr (rd. 800 Milliarden Euro j&auml;hrlich) und Energie (216 Milliarden bis 2015) aus (ver.di 2013).&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/Wirtschaft\/Metropolregion\/2014\/01\/Expertisen-und-Dokumentationen-zur-Wirtschafts-und-Sozialpolitik-53028.html\">Leipziger Internet Zeitung<\/a>\n<p><em>Das komplette Memorandum findet man <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/10358.pdf\">hier [PDF &ndash; 616 KB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Echt jetzt? Wirklich? Die NSA forscht am Quantencomputer<\/strong><br>\nEin bisschen unverst&auml;ndlich ist es schon, dass die Medien sich auf die neueste NSA-Enth&uuml;llung st&uuml;rzen, die gestern von der Washington Post ver&ouml;ffentlicht wurde. Demnach arbeite die NSA an der Entwicklung eines Quantencomputers, um Kryptoverfahren, die auf schwierigen mathematischen Problemen beruhen, brechen zu k&ouml;nnen.<br>\nDas w&uuml;rde funktionieren, weil mit Mitteln der Quanteninformatik bestimmte Probleme effizienter gel&ouml;st werden k&ouml;nnen als mit herk&ouml;mmlichen Methoden &ndash; eines dieser Probleme ist die Bestimmung der Teiler einer zusammengesetzten Zahl. Auf einer solchen Faktorisierung beruhen Verfahren wie RSA, wo ausgenutzt wird, dass es extrem aufw&auml;ndig ist, eine gro&szlig;e Zahl, die aus einer Multiplikation zweier unbekannter Primzahlen entstanden ist, wieder in diese zu zerlegen.<br>\nDer Shor-Algorithmus f&uuml;r Quantencomputer k&ouml;nnte dieses Problem mit gen&uuml;gend &ldquo;Quantenbits&rdquo; so schnell l&ouml;sen, dass RSA und andere Verfahren, die auf dieser oder &auml;hnlichen Grundlagen beruhen, gebrochen w&auml;ren.<br>\nAber die Forschung an Quantencomputern ist nicht Neues, es wurden sogar bereits Forschungsprototypen gebaut. Nur praktisch nutzbar sind diese noch nicht. Maximal wurden an der Universit&auml;t Innsbruck 2011 14 Quantenbits erm&ouml;glicht. Damit lassen sich noch lange keine Schl&uuml;ssel in der Gr&ouml;&szlig;e von beispielsweise 4096 bit berechnen, wie sie heutzutage bei RSA &uuml;blich sind (oder sein sollten) &ndash; diese haben in etwa 1200 Dezimalstellen. 14 Quantenbits reichen unter der Annahme, dass man log(n) Bits ben&ouml;tigt, um eine n Stellen lange Zahl zu faktorisieren, gerade einmal aus, um circa 7-stellige Zahlen zu berechnen. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r symmetrische Verfahren, wie passwortbasierte Verschl&uuml;sselung, w&uuml;rden heute bekannte Quantenverfahren wie der Grover-Suchalgorithmus die Sicherheit &ldquo;nur&rdquo; halbieren, was aber relativ leicht durch Verdopplung der Schl&uuml;ssell&auml;nge aufgehoben werden kann. Und dann bleibt noch die Quantenkryptographie selbst, die neue M&ouml;glichkeiten der Verschl&uuml;sselung bereithalten k&ouml;nnte, mit denen man sich auch gegen st&auml;rkere Angreifer verteidigen kann &ndash; ein sicheres Protokoll zum Quantenschl&uuml;sselaustausch wurde schon 1984 ver&ouml;ffentlicht. Eines der wenigen Dinge, die helfen k&ouml;nnen, um beim Rennen mit der NSA nicht g&auml;nzlich ins Hintertreffen zu geraten, d&uuml;rfte die F&ouml;rderung freier und transparenter Forschung sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2014\/echt-jetzt-wirklich-die-nsa-forscht-am-quantencomputer\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><strong>Akademiker gegen Massen&uuml;berwachung<\/strong><br>\nNach Rechtsanw&auml;lten und Schriftstellern hat sich nun auch die akademische Welt gemeinsam gegen die Massen&uuml;berwachung positioniert. Mit ihrer Erkl&auml;rung &ldquo;Academics Against Mass Surveillance&rdquo; machen die bisher &uuml;ber 200 unterzeichnenden Akademiker ihren Standpunkt klar: Die Aussp&auml;hung muss aufh&ouml;ren und das Grundrecht Privatsph&auml;re muss wieder erk&auml;mpft werden. Es wird an die L&auml;nder appelliert, aktiv zu werden und sich daf&uuml;r einzusetzen, die Menschenrechte, die Freiheiten und die Privatsph&auml;re ihrer B&uuml;rger effektiv zu sch&uuml;tzen.<br>\nDie Erkl&auml;rung ist nicht auf die 207 Erstunterzeichner beschr&auml;nkt, wer Akademiker ist und sich beteiligen will kann eine Mail an info(at)academicsagainstsurveillance.net senden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2014\/akademiker-verfassen-statement-gegen-massenueberwachung\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Vierte Gewalt im Tumult<\/strong><br>\nSchlie&szlig;lich m&uuml;ssen wir uns auch mit dem Sachverhalt einer Kr&auml;nkung besch&auml;ftigen. Das Interview Barton Gellmans mit Edward Snowden in der Washington Post illustriert diese Kr&auml;nkung subtil. Ein Mann aus dem Zentrum der Dienste, ein Ex-Schlapphut mit eigener Agenda (&bdquo;mission accomplished&ldquo;), zieht an den etablierten Medien vorbei und nutzt sie als Vertriebspartner f&uuml;r eine Botschaft, die seit sechs Monaten von Tag zu Tag an Brisanz gewinnt. Die Gatekeeper-Rolle ist ramponiert. Der Wert der Nachricht wird nicht mehr allein durch die Medien bestimmt. Aktivisten wie Glenn Greenwald und Jacob Appelbaum bezeugen durch ihre Vortr&auml;ge auf dem 30C3-Kongress die Kraft eines global orientierten zivilgesellschaftlichen Engagements. Es geh&ouml;rt nicht viel Phantasie zu der Annahme, dass damit auch die bisher den Medien unterstellte Macht, Skandale unter dem Teppich zu halten, dahinschwindet. Das Whistle-Blowing macht Schule. Wer im Spiel der alten Eliten diesen Sachverhalt &uuml;bersieht, l&auml;uft Gefahr, sich l&auml;cherlich zu machen. W&auml;hrend die Vertriebsabteilungen der Printmedien fieberhaft &uuml;ber neue Vertriebswege und Online-Gesch&auml;ftsmodelle nachdenken, schaffen manche Netzaktivisten, oft nur mit Minimalbudgets, neue Tatsachen.<br>\nWeit weg von den etablierten ehrw&uuml;rdigen medialen Plattformen entsteht etwas Neues. Das muss nicht auf Verdr&auml;ngung hinauslaufen. Die Idee w&auml;re vermessen, aber der Sachverhalt selbst l&auml;sst sich auch nicht mehr verdr&auml;ngen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesaussieht.de\/2014\/01\/02\/die-vierte-gewalt-im-tumult\/#comment-80430\">Wiesaussieht<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das gr&ouml;&szlig;te R&auml;tsel des NSU-Terrors<\/strong><br>\nWarum wurde die Polizistin Mich&egrave;le Kiesewetter ermordet? Wieso endete die NSU-Mordserie danach abrupt? Im NSU-Prozess soll der damals schwer verletzte Beamte Martin A. aussagen. Doch der hat Angst.<br>\nWenn er die Wahl h&auml;tte, Martin A. w&uuml;rde am 16. Januar wohl nicht nach M&uuml;nchen fahren. Er habe Angst, so hei&szlig;t es im Umfeld des Polizisten. Aber der Kommissar hat keine Wahl, er muss zur Aussage vor dem M&uuml;nchner Oberlandesgericht bei der Verhandlung gegen den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) antreten. (&hellip;)<br>\nKlar ist nur: Die Vernehmung von Martin A. ist eine der spektakul&auml;rsten Befragungen im gesamten Prozess &ndash; auch wenn er nur ganz wenige Erinnerungen hat. Denn A. ist vermutlich der einzige Mensch, der einen aus n&auml;chster N&auml;he ver&uuml;bten Mordanschlag des NSU durch eine Schusswaffe &uuml;berlebt hat. (&hellip;)<br>\nDer Obmann der CDU im Untersuchungsausschuss des alten Bundestags, Clemens Binninger, hatte im Oktober gemahnt: &ldquo;Wir haben uns im Ausschuss nur zweieinhalb Tage mit dem Fallkomplex Heilbronn besch&auml;ftigt. Da sind so viele Fragen offengeblieben. In anderen Bundesl&auml;ndern werden die in Untersuchungsaussch&uuml;ssen der Landtage gekl&auml;rt.&rdquo; Einen Untersuchungsausschuss lehnt das SPD-gef&uuml;hrte Innenministerium von Baden-W&uuml;rttemberg aber vehement ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article123521793\/Das-groesste-Raetsel-des-NSU-Terrors.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Neue Oligarchen<\/strong><br>\nDie Reichen in den USA werden immer reicher? Ach &ndash; wenn es nur das w&auml;re!<br>\nEin krasses, auf den ersten Blick nicht zu erkl&auml;rendes Paradox charakterisiert die Entwicklung der US-Gesellschaft in den letzten 40 Jahren: Es gibt riesige Fortschritte in der Bek&auml;mpfung der Ungleichheit bez&uuml;glich ethnischer Zugeh&ouml;rigkeit, des Geschlechts, sexueller Orientierung und k&ouml;rperlicher Einschr&auml;nkungen; zugleich aber ist die &ouml;konomische Ungleichheit in schwindelerregendem Ausma&szlig; gewachsen. Mit anderen Worten: W&auml;hrend Schwarze, Hispanics, Frauen, Schwule, Lesben, Gehandicapte weniger diskriminiert werden, ist die Kluft zwischen Armen und Reichen immer gr&ouml;&szlig;er und die &ouml;konomische Diskriminierung zur un&uuml;berwindbaren H&uuml;rde geworden.<br>\nDie Entwicklung ist so merkw&uuml;rdig, dass die American Political Science Association, der Fachverband der US-Politikwissenschaftler, sich der Sache annahm und eine Taskforce aus Wissenschaftlern einsetzte &ndash; mit allerdings wenig &uuml;berzeugenden Ergebnissen.<br>\nFesthalten kann man Folgendes: Zwischen 1970 und 2012 ist das Durchschnittseinkommen der &auml;rmeren 90 Prozent der US-Bev&ouml;lkerung von 33.000 auf 30.000 Dollar gesunken, w&auml;hrend das der reicheren zehn Prozent von 137.000 auf 244.000 Dollar gestiegen ist (sich also fast verdoppelt hat).<br>\nBeschr&auml;nken wir uns auf das reichste eine Prozent der Bev&ouml;lkerung, ist das Einkommen von 340.000 auf 1,021 Millionen Dollar gestiegen, hat sich also verdreifacht; und wenn wir innerhalb dieses einen Prozents auf die reichsten zehn Prozent schauen &ndash; also auf 0,1 Prozent der US-Bev&ouml;lkerung -, so ist hier das Durchschnittseinkommen von 844.000 auf 4,661 Millionen Dollar gestiegen, hat sich also mehr als verf&uuml;nffacht; und wenn wir dann noch die 0,001 Prozent der reichsten US-Familien in den Blick nehmen (im Jahr 1970 waren das 13.000 Familien, heute sind es 16.068), so ist ihr Durchschnittseinkommen von 2,29 Millionen auf 21,57 Millionen Dollar angewachsen, hat sich also fast verzehnfacht (Zahlen des franz&ouml;sischen Berkley-&Ouml;konomen Emmanuel Saez).<br>\nDas Bild ist klar: W&auml;hrend in den 1970er Jahren das Durchschnittseinkommen der reichsten zehn Prozent viermal h&ouml;her war als das der restlichen 90 Prozent, ist es nun achtmal h&ouml;her; das des reichsten einen Prozents ist von elfmal auf 33-mal h&ouml;her gestiegen, das von 0,1 Prozent von 28- auf 165-mal h&ouml;her und das von 0,01 Prozent von 76- auf 720-mal h&ouml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F01%2F04%2Fa0154&amp;cHash=403bcf2c04c5828bd0efc77337fb2e49\">taz.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung R.S.:<\/strong> Der Autor schreibt ziemlich eindeutig, was daran paradox sei: &ldquo;riesige Fortschritte gibt es in der Bek&auml;mpfung der Ungleichheit bez&uuml;glich ethnischer Zugeh&ouml;rigkeit, des Geschlechts, sexueller Orientierung und k&ouml;rperlicher Einschr&auml;nkungen&rdquo; auf der einen Seite, das schwindelerregende Wachstum der &ouml;konomischer Ungleichheit auf der anderen. Progressive Fortschritte auf der einen Seite, R&uuml;ckschritte auf der anderen. Einerseits mehr Menschlichkeit, andererseits mehr Ausbeutung der Menschen. Es ist nicht schwer, daran ein Paradox zu sehen.<\/em><br>\n<em>Der Autor schreibt, &ldquo;Auch die Erbschaftsteuer macht nicht mehr viel her&rdquo;, obwohl die Erbschaftsteuer der USA  zu den h&ouml;chsten weltweit geh&ouml;rt. Will er damit sagen, dass eine Erbschaftsteuer nichts bringt?<\/em><br>\n<em>Der Autor macht dabei u.a. die Globalisierung daf&uuml;r verantwortlich, da die Geh&auml;lter an die der konkurrierenden Nationen anpassen m&uuml;ssten. Das ist aber Quatsch, denn f&uuml;r die Preisanpassung sorgt der Wechselkurs.<\/em><br>\n<em>Dar&uuml;ber hinaus darf man nicht vergessen, dass die amerikanische Wirtschaft haupts&auml;chlich eine Binnenwirtschaft ist. Unternehmer m&ouml;gen vielleicht ihre eigenen Mitarbeiter ausbeuten, aber sie sind nicht so doof, um sich f&uuml;r die Verarmung der eigenen Kunden einzusetzen. Da sehe ich ein weiteres Paradox: In den USA macht man sich Sorgen dar&uuml;ber, dass die Einkommen der arbeitenden Bev&ouml;lkerung stagnieren, in Deutschland will man gerade, dass sie stagnieren &ndash; Stichwort &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo;.<\/em><br>\n<em>Das &auml;ndert nat&uuml;rlich nichts daran, dass das alles die oberen 0,1 Prozent nicht interessiert, sofern sie ihre Einkommen aus spekulativen Finanzgesch&auml;ften beziehen, und nicht aus unternehmerischer T&auml;tigkeit. Wir haben das an Romneys Bemerkungen &uuml;ber die &ldquo;47%&rdquo; gesehen, wie auch an ver&ouml;ffentlichten &Auml;u&szlig;erungen von Einwohnern der Hamptons (Wohnorte f&uuml;r Reiche und Superreiche am &ouml;stlichen Ende von Long Island), <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atlas_wirft_die_Welt_ab\">die dem Gedankengut von Ayn Rand widerspiegelten<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>US-Studie: Republikaner werden zur Anti-Wissens-Partei<\/strong><br>\nReligion gewinnt, Bildung verliert &ndash; in den USA wird das naturwissenschaftliche Weltbild zur&uuml;ckgedr&auml;ngt. Eine aktuelle Studie l&auml;sst den Hauptgrund erahnen: Die politische Rechte driftet in eine vormoderne Gedankenwelt ab. (&hellip;)<br>\nDie Evolutionsstudie best&auml;tigt die Annahme, dass f&uuml;r westliche Verh&auml;ltnisse ungew&ouml;hnlich viele US-B&uuml;rger einem religi&ouml;sen Weltbild anh&auml;ngen und wissenschaftliche Erkenntnisse ablehnen. Hier einige der Resultate im &Uuml;berblick:\n<ul>\n<li>Immerhin 60 Prozent aller Amerikaner glauben an eine graduelle Entwicklung hin zum heutigen Menschen.<\/li>\n<li>33 Prozent aber glauben das nicht: F&uuml;r sie ist der Mensch eine g&ouml;ttliche Sch&ouml;pfung &ndash; und war vom ersten Tag an so, wie er heute ist.<\/li>\n<li>Die Welten der Demokraten und Republikaner klaffen immer weiter auseinander. 2009 unterschieden sich die Anh&auml;nger der Parteien bei der Frage, ob sie das Prinzip der Evolution akzeptieren, nur um zehn Prozent. 2013 ist dieser Unterschied auf 24 Prozentpunkte angewachsen.<\/li>\n<li>57 Prozent und damit die Mehrheit der Amerikaner sind generell sch&ouml;pfungsgl&auml;ubig: Zu dem Drittel der Bev&ouml;lkerung, das der Sch&ouml;pfungsgeschichte der Bibel w&ouml;rtlich anh&auml;ngt, kommen noch einmal 24 Prozent, die glauben, Gott pers&ouml;nlich habe die Evolution eingeleitet und zu dem Zweck gelenkt, den Menschen zu schaffen.<\/li>\n<li>Religi&ouml;ser Fundamentalismus ist unter wei&szlig;en Amerikanern am st&auml;rksten verbreitet, und hier besonders unter den sogenannten Evangelikalen: 64 Prozent aller wei&szlig;en Anh&auml;nger dieser protestantischen Kirchen glauben der Bibel aufs Wort. F&uuml;r die Farbigen unter ihnen gilt das nur f&uuml;r jeden Zweiten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In den USA ist all das mehr als ein klassisches Bildungsthema. Nat&uuml;rlich ist auch dort der Sch&ouml;pfungsglaube vom Bildungsstand abh&auml;ngig: 72 Prozent der Befragten mit Universit&auml;tsbildung folgen der Naturwissenschaft. Wichtiger als Schulabschluss und Qualifikation scheint in diesem Zusammenhang aber die politische Orientierung zu sein.<br>\nDenn die Studie belegt auch, dass sich die politischen Lager in den Vereinigten Staaten immer st&auml;rker entlang der Linie &ldquo;Wissenschaft versus Religion&rdquo; orientieren. Insbesondere Republikaner definieren sich selbst zunehmend durch eine Negierung wissenschaftlicher Erkenntnisse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/pew-studie-republikaner-in-usa-lehnen-wissenschaft-ab-a-941618.html\">Spiegel Online<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Es ist zu bef&uuml;rchten, dass auch dieser Trend nach Deutschland kommen wird. Bereits jetzt ist in zahlreichen Nachrichtensendungen bzw. Talkshows z.B. zu beobachten, dass vermehrt religi&ouml;se Meldungen an Bedeutung gewinnen.<\/em><br>\n<em>Im Vergleich zur Wissenschaft hat der Glaube einen wesentlichen Vorteil: Er muss nicht bewiesen werden; an etwas zu glauben reicht vollkommen aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bundesrechnungshof pr&uuml;ft Deutschlandstipendium<\/strong><br>\nNur 60 Prozent der Bundesmittel geht an die Studenten, der Rest flie&szlig;t in die Verwaltung, bem&auml;ngeln die Pr&uuml;fer. Probleme sehen sie auch in der Exzellenzinitiative.<br>\nGerade einmal 60 Prozent der Bundesmittel, die in den Jahren 2010 bis 2012 in das Deutschlandstipendium flossen, kamen in Form von Stipendien bei den Studenten an. Knapp 40 Prozent der Mittel entfielen auf Verwaltungskosten. Das kritisiert der Bundesrechnungshof (BRH) in seinem Jahresbericht. Nach Informationen des Tagesspiegels l&auml;uft gleichzeitig ein Pr&uuml;fverfahren des BRH zum Stipendium. Es sei bedenklich, wenn 40 Prozent der Haushaltsmittel allein f&uuml;r die Umsetzung aufgewendet werden, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Das Bundesbildungsministerium (BMBF) will sich angesichts des laufenden Pr&uuml;fverfahrens dazu nicht &auml;u&szlig;ern.<br>\nMit dem Deutschlandstipendium sollen besonders leistungsf&auml;hige Studierende gef&ouml;rdert werden. Ein Grund f&uuml;r die hohen Verwaltungskosten sind die Werbekampagnen des BMBF. F&uuml;nf Werbeagenturen arbeiteten bis Ende 2013 an &ldquo;Mediastrategien&rdquo; f&uuml;r das Deutschlandstipendium. Das war im September aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervorgegangen. SPD und Gr&uuml;ne im Bundestag hatten daraufhin eine &Uuml;berpr&uuml;fung durch den Rechnungshof gefordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wissen\/2014-01\/deutschlandstipendium-pruefverfahren-bundesrechnungshof\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> CDU\/CSU haben also eine enorme B&uuml;rokratie aufgebaut, dort, wo sie nun ganz sicher keinen Nutzen bringt. W&uuml;rde man das Geld &uuml;ber BaF&ouml;G an alle Studenten verteilen, dann l&auml;ge der B&uuml;rokratieaufwand daf&uuml;r wahrscheinlich unter 5%.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: EU-Kommissar schl&auml;gt Genscher f&uuml;r Nobelpreis vor<\/strong><br>\nEU-W&auml;hrungskommissar Olli Rehn hat den fr&uuml;heren deutschen Au&szlig;enminister Hans-Dietrich Genscher (86) f&uuml;r den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. In einem Beitrag f&uuml;r die finnische Zeitung &bdquo;Suomenmaa&ldquo; verwies der liberale Finne Rehn am Freitag auf die Rolle Genschers bei der Haftentlassung des russischen Kremlgegners Michail Chodorkowski. Dies sei eine &bdquo;Kr&ouml;nung&ldquo; f&uuml;r Genschers langj&auml;hriges Bem&uuml;hen um eine Verbesserung der Ost-West-Beziehungen und Durchsetzung der Menschenrechte gewesen. &bdquo;Wenn irgendjemand, dann sollte Genscher den Friedensnobelpreis f&uuml;r sein Lebenswerk bekommen&ldquo;, schrieb Rehn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/olli-rehn-eu-kommissar-schlaegt-genscher-fuer-nobelpreis-vor\/9283778.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.H.:<\/strong> Was f&uuml;r ein Irrsinn, ein auch nach dem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschenrechte zu Recht verurteilter Pl&uuml;nderer von Volksverm&ouml;gen wird von Putin begnadigt, und ein FDPler soll daf&uuml;r noch einen Nobelpreis erhalten &ndash; Haben die denn gar keine Moral mehr, die &Ouml;konomen?<\/em><br>\n<em>Ein Beispiel f&uuml;r die Kampagne der Edel-Mafia der Pl&uuml;nderer und ihrer regierungsamtlicher Helfer. Siehe dazu Albrecht M&uuml;ller:  <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19751\">Die Edel-Mafia der Pl&uuml;nderer und Ausbeuter und ihrer regierungsamtlichen und ehedem regierungsamtlichen Helfer dirigiert den Kampagnenteil unserer Medien und regiert die Welt<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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