{"id":19840,"date":"2014-01-07T09:00:27","date_gmt":"2014-01-07T08:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840"},"modified":"2014-01-07T09:00:27","modified_gmt":"2014-01-07T08:00:27","slug":"hinweise-des-tages-2038","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840#h01\">Die Publizistin Ulrike Herrmann im Gespr&auml;ch mit Michael Langer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840#h02\">IMK: Wirtschaftspolitische Herausforderungen 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840#h03\">Lucas Zeise: Beim Lesen des Koalitionsvertrags<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840#h04\">Bankenunion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840#h05\">&bdquo;Die Troika-Politik ist rechtswidrig&ldquo; &ndash; Neues Gutachten bei NETLEX-Konferenz in Wien pr&auml;sentiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840#h06\">Goldschatz bringt Milliardenverlust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840#h07\">Profit statt Patientenwohl?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840#h08\">Die relative Bezahlung der Hochqualifizierten in Staat und Privatwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840#h09\">Schweiz: Masseneinwanderung der Deutschen stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840#h10\">Pofalla<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840#h11\">Rote Flora, Politik und Polizei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840#h12\">NSA schlie&szlig;t &Uuml;berwachung von US-Abgeordneten nicht aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840#h13\">Kaufen statt t&ouml;ten: Mafia-Netzwerke breiten sich in Deutschland aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840#h14\">Brasilien: Bitte mehr als &ldquo;Tooooor!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840#h15\">Indien: Der Diktator, der Prinz und der kleine Mann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840#h16\">Der Website-Tipp: www.NachDenkSeiten.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840#h17\">zu guter Letzt: Exklusiv bei den NachDenkSeiten &ndash; Merkels R&ouml;ntgenbild<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Publizistin Ulrike Herrmann im Gespr&auml;ch mit Michael Langer<\/strong><br>\nUlrike Herrmann, 1964 in Hamburg geboren, ist Sachbuchautorin und Wirtschaftsjournalistin. Sie machte eine Ausbildung zur Bankkauffrau und studierte Wirtschaftsgeschichte und Philosophie. Seit dem Jahr 2000 arbeitet sie als Wirtschaftskorrespondentin der Berliner Tageszeitung &ldquo;taz&rdquo;.<br>\nZu ihren Buchver&ouml;ffentlichungen z&auml;hlen Titel wie &bdquo;Hurra, wir d&uuml;rfen zahlen. Der Selbstbetrug der Mittelschicht&ldquo;. K&uuml;rzlich erschien von ihr das Buch &bdquo;Der Sieg des Kapitals. Wie der Reichtum in die Welt kam: Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen&ldquo;. (Westend Verlag).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/musik-und-fragen-zur-person-die-publizistin-ulrike-herrmann.1782.de.html?dram:article_id=273567&amp;dram:audio_id=245675&amp;dram:play=1#\">DLF<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19182\">Rezension des Buches &bdquo;Der Sieg des Kapitals&ldquo;<\/a><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ulrike Herrmann geht u.a. in diesem Gespr&auml;ch auf ihre B&uuml;cher &bdquo;Hurra, wir d&uuml;rfen zahlen. Der Selbstbetrug der Mittelschicht&ldquo; und  &bdquo;Der Sieg des Kapitals. Wie der Reichtum in die Welt kam: Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen&ldquo; ein. Auch wer unter der heutigen Form des Kapitalismus leidet und ihn ablehnt, sollte sich am kurzen Abriss der Geschichte des Kapitalismus und seiner positiven Wirkungen nicht st&ouml;ren und weiter zu h&ouml;ren.<\/em><br>\n<em>Nat&uuml;rlich kann nicht ausbleiben, dass man einiges anders sieht. So weist Herrmann auf die &Uuml;berlegenheit der englischen Textilproduktion gegen&uuml;ber Indien. Das ist zun&auml;chst sicherlich richtig, nur hat England Indien auch keine Chance gegeben aufzuholen. Im Gegenteil, um die indische Textilproduktion einzuschr&auml;nken, hat die englische Indienverwaltung Indien Produktionsquoten vorgeschrieben. Vom 18. Jahrhundert bis Mitte des 19.Jahrhunderts wurden indischen Textilien Z&ouml;lle von 40-60% auferlegt. In gewisser Weise wurde damals eine f&uuml;r Jahrzehnte geltende globale Arbeitsteilung zwischen dem Norden und dem S&uuml;den festgezurrt. Der S&uuml;den liefert Prim&auml;rg&uuml;ter (Rohstoffe, Energietr&auml;ger, landwirtschaftliche Produkte) und der Norden industrialisiert sich und liefert Fertigprodukte. Indien erfuhr im Verlaufe des 19.  Jahrhunderts eine regelrechte Deindustrialisierung, bestehenden Manufakturen bildeten sich zur&uuml;ck und eine m&ouml;gliche industrielle Entwicklung wurde abgeblockt. Wie wenig zimperlich England den Absatz seiner Produktion erzwang, zeigen auch die Opiumkriege gegen China.<\/em><br>\n<em>Auch &uuml;ber die These Ulrike Herrmanns, dass die Globalisierung im Wesentlichen nichts Neues darstelle, sondern nur durch die beiden Weltkriege und die Zwischenkriegszeit unterbrochen worden sei, l&auml;sst sich trefflich streiten. Selbst wenn man einmal davon absieht, dass der globale Handel sich damals nur auf einige wenige Destinationen beschr&auml;nkte, so hat das Volumen des Welthandels eine neue Qualit&auml;t erreicht. Die Weltexportquote betrug 1870: 4,6 Prozent, 1913:7,9 Prozent,1929: 9 Prozent, 1973: 10.5, 1998: 17,2 Prozent und 2006 fast 30 Prozent. 1913 machten landwirtschaftliche Produkte rund 70% des Welthandels aus. Heute bestimmen mit &uuml;ber 70 Prozent Industriewaren den Welthandel. Dabei sind Wertsch&ouml;pfungsketten entstanden, die sich &uuml;ber den ganzen Globus erstrecken. Aufgrund grenz&uuml;berschreitender Produktionsprozesse vollzog sich die Umwandlung nationaler Industrieg&uuml;term&auml;rkte in globale und musste zwangsl&auml;ufig zu einer Ausweitung des Warenhandels f&uuml;hren. Bereits 1999 beschrieb Lester Thurow diese Entwicklung an folgendem Beispiel: &ldquo;Wer sich in j&uuml;ngster Zeit ein neues Auto gekauft hat, wird wahrscheinlich feststellen, dass die Airbags seines Wagens durch einen Computerchip namens Accelerometer gesteuert werden, also durch einen Sensor auf einem Chip. Dieses 50 Dollar teure St&uuml;ck ersetzt die mechanischen Sensoren, die rund 650 Dollar kosten. Der Accelerometer wurde in Boston erfunden. In Boston wird noch immer ein gro&szlig;er Teil der Accelerometer produziert, die jedoch anschlie&szlig;end zum Testen auf die Philippinen geschickt werden. Zur Verpackung werden sie von dort nach Taiwan reexportiert, von Taiwan wiederum nach Deutschland zur Installation in einen BMW, um dann von neuem exportiert zu werden. &hellip; Ein Facharbeiter in Boston arbeitet mit einem unausgebildeten Arbeiter auf den Philippinen zusammen, der seinerseits mit einem halbausgebildeten Arbeiter auf Taiwan kooperiert; und sie alle arbeiten zusammen mit der weltweit h&ouml;chstbezahlten Arbeitskraft in den bayerischen BMW- Werken. Alle arbeiten f&uuml;r ein Teilchen, das 50 Dollar kostet. &hellip; Das ist globale &Ouml;konomie. Und eben nicht einfach internationaler Handel.&ldquo; &ndash; Wenn dies nicht eine Revolution ist! Wie beim Handel kann auch bez&uuml;glich der Direktinvestitionsbest&auml;nde die Bedeutung der Globalisierung im historischen Vergleich nicht relativiert werden. Die Quote der Direktinvestitionsbest&auml;nde in Prozent des BIP betrug im Jahre 1913 9% und stieg bis 2012 auf 32% an. Ganz zu schweigen von der Entwicklung der Finanzm&auml;rkte. Diese Entwicklung  &auml;ndert nat&uuml;rlich nichts daran, dass f&uuml;r vieles, was in unserer Gesellschaft nicht funktioniert, das Schlagwort die Globalisierung herhalten muss und damit f&auml;lschlicherweise zu einem Muster ver&auml;nderter Funktionalit&auml;t erkl&auml;rt wird. &ndash; Trotz der partiellen Einw&auml;nde bietet das Gespr&auml;ch hoffentlich einen Anreiz, Ulrike Herrmanns letztes Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen. Ein Ausschnitt ihres Buches ist <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39907\/1.html\">hier zu lesen<\/a> und, wer sich das Gespr&auml;ch sp&auml;ter anh&ouml;ren will, kann es <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradio.de\/text-und-audio-suche.287.de.html?search%5Bsubmit%5D=1&amp;search%5Bword%5D=ZWISCHENT%C3%96NE\">hier<\/a> herunterladen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>IMK: Wirtschaftspolitische Herausforderungen 2014<\/strong>\n<ul>\n<li>Die bedeutsamste Herausforderung f&uuml;r die Wirtschaftspolitik bleibt auch f&uuml;r 2014 die nachhaltige &Uuml;berwindung der Krise des Euroraums. Nachdem die Geldpolitik am Ende ihrer<br>\nkonventionellen M&ouml;glichkeiten angelangt ist, ist nun die Fiskalpolitik im Euroraum insgesamt<br>\ngefordert, expansive Impulse zu geben. Das sollte insbesondere &uuml;ber h&ouml;here &ouml;ffentliche Investitionen geschehen.<\/li>\n<li>Einigen sich die Regierungen auf die Einrichtung eines tempor&auml;ren Schuldentilgungsfonds k&ouml;nnte die Geldpolitik zu massiven unkonventionellen Ma&szlig;nahmen wie einer Angleichung der Renditen auf Staatsanleihen durch gezielte Aufk&auml;ufe &uuml;bergehen. Damit w&uuml;rde das Zinsniveau in den Krisenl&auml;ndern deutlich sinken und die Wirtschaft angeregt.<br>\nDer Koalitionsvertrag geht im Hinblick auf seine Vereinbarungen f&uuml;r den Arbeitsmarkt in die richtige Richtung. Die rentenpolitischen Vorhaben sind aber Flickwerk, die das Grundproblem einer zu starken Senkung des Rentenniveaus mit seinen weitreichenden Folgen f&uuml;r ein erh&ouml;htes Armutsrisiko k&uuml;nftiger Rentengenerationen nicht l&ouml;sen k&ouml;nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_90_2014.pdf\">IMK Report 90, 2014 [PDF &ndash; 1.4 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wahrscheinlich wird uns der Direktor des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung, Gustav Horn, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18247\">wieder vorwerfen<\/a>, die NachDenkSeiten w&uuml;rden die Fortschritte auf dem Arbeitsmarkt leugnen, wenn wir diesem IMK-Report vorhalten, dass er den arbeitsmarktpolitischen Teil des Koalitionsvertrages (Reform der Allgemeinverbindlichkeitserkl&auml;rung von Tarifvertr&auml;gen , die Einf&uuml;hrung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns und die Pr&uuml;fung der Einf&uuml;hrung eines Vergabegesetzes auf Bundesebene) viel zu optimistisch sieht. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19448\">Siehe unsere Kritik etwa zur Regelung des Mindestlohns<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Beim Lesen des Koalitionsvertrags<\/strong><br>\nWeihnachten &ndash; das Fest der Besinnung. Endlich etwas Zeit, um das ziemlich umfangreiche Dokument, den Koalitionsvertrag, mit Mu&szlig;e durchzubl&auml;ttern. Dabei zun&auml;chst eine herbe Entt&auml;uschung: Banken werden im Koalitionsvertrag kaum erw&auml;hnt. Weder soll, wie fr&uuml;her &uuml;blich, der Finanzplatz Deutschland gest&auml;rkt noch umgekehrt der Finanzsektor st&auml;rker reguliert oder, wie eigentlich n&ouml;tig, verkleinert werden. Auch die Regierungserkl&auml;rung der wieder frisch gew&auml;hlten Kanzlerin hatte keinen Ersatz f&uuml;r die str&auml;flich nachl&auml;ssige Nichtber&uuml;cksichtigung unserer deutschen Banken geboten. Sie fand vor den Schlu&szlig;beratungen der EU zur Bankenunion statt. Da w&auml;re eigentlich ein Bekenntnis zum deutschen Bankwesen f&auml;llig gewesen. Es unterblieb, oder es wurde in der Presse verschwiegen, weil Bankenrettung und -st&auml;rkung als Quasi-Naturrecht ohnehin Grundlage des Regierungshandelns ist.<br>\nWenig beachtet wurde bisher die Absicht der neuen Regierung, eine neue &raquo;wirtschafts- und wachstumspolitische Strategie&laquo; zu entwickeln. Der Koalitionsvertrag bezieht sich dabei auf die erste gro&szlig;e Koalition (1966 bis 1969) und ihr von Karl Schiller (damals noch SPD) inspiriertes Stabilit&auml;ts- und Wachstumsgesetz, das verd&uuml;nnt keynesianische Wirtschaftspolitik vertrat. Dieses immer noch geltende Gesetz soll nun &raquo;gemeinsam mit dem Sachverst&auml;ndigenrat&laquo; &uuml;berpr&uuml;ft werden. Das kann nur hei&szlig;en, es soll nach Jahrzehnten der Nichtbeachtung in den Orkus geworfen und durch ein neues Strategiegesetz ersetzt werden. Schon die Auflistung der Probleme, die dieses l&ouml;sen soll, l&auml;&szlig;t Schlimmes ahnen: Erstens der demographische Wandel, zweitens die Internationalisierung, drittens die Digitalisierung und viertens die Ressourcenknappheit. Die Weltwirtschaftskrise, der ausufernde Finanzsektor oder gar das Drama der immer ungleicher werdenden Verteilung kommen bei Merkel, Gabriel und Co. als &ouml;konomische Probleme gar nicht vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/12-28\/048.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> F&uuml;r diejenigen, die 1967 noch nicht &ldquo;aktiv&rdquo; waren: Das &ldquo;Gesetz zur F&ouml;rderung der Stabilit&auml;t und des Wachstums der Wirtschaft&rdquo;, ein Gesetz der ersten Gro&szlig;en Koalition, formuliert  als Staatsziel das gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts in &sect; 1 wie folgt: &ldquo;Bund und L&auml;nder haben bei ihren wirtschafts- und finanzpolitischen Ma&szlig;nahmen die Erfordernisse des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts zu beachten. Die Ma&szlig;nahmen sind so zu treffen, da&szlig; sie im Rahmen der marktwirtschaftlichen Ordnung gleichzeitig zur Stabilit&auml;t des Preisniveaus, zu einem hohen Besch&auml;ftigungsstand und au&szlig;enwirtschaftlichem Gleichgewicht bei stetigem und angemessenem Wirtschaftswachstum beitragen.&rdquo; Auch wenn die teilweise Unvereinbarkeit der Umsetzung dieser Ziele in die Praxis jedem klar war, so ist das &ldquo;magische Viereck&rdquo; doch als Absichtserkl&auml;rung Lichtjahre von den entfernt, was heute herrscht. Das begann nat&uuml;rlich schon damit, dass bereits der Vorl&auml;ufer der EZB die Bundesbank schon damals allein der Preisstabilit&auml;t verpflichtet war und in der Folge so manche Fehlentwicklung zu verantworten hatte. Die Stelle im Koalitionsvertrag lautet: &ldquo;Das Stabilit&auml;ts- und Wachstumsgesetz von 1967 war die Antwort der ersten Gro&szlig;en Koalition auf den ersten wirtschaftlichen Einbruch in der Bundesrepublik. Seitdem haben sich die Herausforderungen grundlegend ver&auml;ndert: Heute liegen sie im demografischen Wandel, der Internationalisierung, der Digitalisierung und der Ressourcenknappheit. Es ist an der Zeit, im Lichte dieser Herausforderungen eine neue wirtschafts- und wachstumspolitische Strategie zu entwickeln. Wir werden deshalb gemeinsam mit dem Sachverst&auml;ndigenrat das bestehende Stabilit&auml;ts- und Wachstumsgesetz &uuml;berpr&uuml;fen.&rdquo; Klar, dass die heutige &ldquo;Internationalisierung&rdquo; Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse &uuml;ber derjenigen Chinas erfordert und deshalb nat&uuml;rlich Lohnzur&uuml;ckhaltung und &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bankenunion<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sahra Wagenknecht: &ldquo;Wir brauchen keinen Bankenunion sondern eine ordentliche Bankenregulierung&ldquo;<\/strong><br>\nWir brauchen Regeln, die die Banken kleinmachen. Wir haben doch nicht nur das Problem &bdquo;too big to fail&rdquo;, das hei&szlig;t, die Banken sind nicht nur zu gro&szlig;, um zu fallen, sondern sie sind auch zu gro&szlig;, um reguliert zu werden. Das ist doch das Kernproblem: das Problem wirtschaftlicher Macht.<br>\nDas ist das Problem, das einst Walter Eucken als Vertreter des Ordoliberalismus ins Zentrum seiner Theorie gestellt hat. Er hat gesagt: Wirtschaftliche Macht kann man nicht kontrollieren; man kann nur verhindern, dass sie entsteht, oder man liefert sich ihr aus. &#8209; Sie haben uns den Banken ausgeliefert, und genau so sieht Ihre Bankenunion jetzt auch aus.<br>\nWenn man dann noch wei&szlig;, dass die Aufsicht &uuml;ber die europ&auml;ischen Banken ausgerechnet an den ehemaligen Investmentbanker und Goldman-Sachs-Mann Mario Draghi &uuml;bergeben werden soll, dann kann man nur sagen: Gute Nacht.<br>\nIch stelle deshalb f&uuml;r meine Fraktion fest: Diese Bankenunion ist eine Lebensversicherung f&uuml;r Schrottbanken und eine schwere Hypothek f&uuml;r die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Das ist Wahlbetrug, ganz klar Wahlbetrug und nichts anderes.<br>\nSie von der SPD haben so sch&ouml;n plakatiert: &bdquo;Das Wir entscheidet.&rdquo; Ich glaube, es w&auml;re ehrlicher gewesen, Sie h&auml;tten plakatiert: &bdquo;Die Deutsche Bank entscheidet, und das Wir bezahlt.&rdquo; Das ist n&auml;mlich die Politik, die Sie machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.ibtimes.com\/articles\/26685\/20131220\/sahra-wagenknecht-wir-brauchen-keinen-bankenunion-sondern-eine-ordentliche-bankenregulierung.htm\">International Business Times<\/a><\/li>\n<li><strong>Axel Troost &ndash; Ja zu vern&uuml;nftigen Regelungen<\/strong><br>\nAxel Troost &uuml;ber die europ&auml;ische Finanzkrise, die Politik der SPD und warum ein &raquo;Nein zur Bankenunion&laquo; zu kurz greift<br>\nKanzlerin Merkel hat die Einigung der EU-Finanzminister auf den zweiten Pfeiler der europ&auml;ischen Bankenunion als &raquo;gro&szlig;en Erfolg&laquo; begr&uuml;&szlig;t. Die Finanzmister hatten sich darauf verst&auml;ndigt, dass die europ&auml;ische Bankenunion durch ein Regelwerk und einen europ&auml;ischen Fonds zur Abwicklung von Pleitebanken erg&auml;nzt werde. Frau Merkel hat aber auch wahrgenommen, dass dieser &raquo;gro&szlig;e Erfolg&laquo; nicht &uuml;berall geteilt wird. So erwartet die Kanzlerin noch &raquo;intensive Verhandlungen&laquo; mit dem Europaparlament. &raquo;Das wird nicht ganz einfach.&laquo; [&hellip;]<br>\nDer Grundgedanke der linken Alternative in der bis heute anhaltenden Krise der Euro-Zone ist daher: es muss eine gewaltige Anstrengung zur Beendigung der depressiven Abw&auml;rtsspirale und zur Schaffung einer neuen wirtschaftlichen Arbeitsteilung in Europa unternommen werden. Dieses Investitions- und Umgestaltungsprogramm muss begleitet werden von einem Schrumpfungs- und gesellschaftlichen Kontrollprozess des Finanzsektors. [&hellip;]<br>\nDie Sanierung des Bankensystems ist &ndash; neben der Bek&auml;mpfung der depressiven Abw&auml;rtsspiralen und Stagnation in einigen L&auml;ndern &ndash; eines der dringendsten Probleme in Europa geworden. Die Bankenfrage ist zu einer wesentlichen &Uuml;berlebensfrage der EU geworden. Von dem ordnungspolitischen Grundsatz im Kapitalismus &ndash; nicht der Staat soll wankende Banken st&uuml;tzen, sondern die privaten Investoren &ndash; ist die Bankenunion weit entfernt. Die neuen Regeln sollen schrittweise von 2014 bis 2016 in Kraft treten, deutlich fr&uuml;her als bisher an-gestrebt. In einer Bankenunion soll die EZB mit einer effizienten Aufsichtsbeh&ouml;rde deutlich ausgeweitete Kompetenzen erhalten. Solange in den Krisenl&auml;ndern an der s&uuml;dlichen Peripherie die Kreditklemme aber nicht &uuml;berwunden wird, bleibt die Erholung der Wirtschaft oder gar ein Wirtschaftsaufschwung eine Illusion. [&hellip;]<br>\nDIE LINKE lehnt die gegenw&auml;rtig umgesetzte Bankenunion ab, kann sich angesichts der weltweiten Vernetzungen der Finanzinstitute aber nicht vern&uuml;nftigen gemeinsamen europaweiten Regelungen zur Beaufsichtigung und f&uuml;r Abwicklungsmechanismen von Gro&szlig;banken sowie einer gemeinsamen &ndash; die nationalen Besonderheiten ber&uuml;cksichtigenden &ndash; Einlagensicherung verschlie&szlig;en. Ein Zur&uuml;ck zum Nationalstaat ist keine Perspektive.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/919729.ja-zu-vernuenftigen-regelungen.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Die Troika-Politik ist rechtswidrig&ldquo; &ndash; Neues Gutachten bei NETLEX-Konferenz in Wien pr&auml;sentiert<\/strong><br>\nErstmals tagte die internationale NETLEX-Konferenz des EGB in der vergangenen Woche in der &Ouml;GB-Zentrale in Wien: Rund 100 GewerkschaftsjuristInnen, Professoren und Politiker diskutierten zwei Tage lang aktuelle Themen aus dem Sozialen Dialog, das zunehmende grenz&uuml;berschreitende Sozialdumping, den Kampf gegen Schwarzarbeit und die Zusammenarbeit der europ&auml;ischen Arbeitsinspektoren. Im Zentrum der Debatte stand aber eine aufsehenerregende neue Studie zum Vorgehen der so genannten &bdquo;Troika&ldquo; in den Krisenstaaten. Die Hauptaussage der Studie: Die Beteiligung der EU an der Troika-Politik des sozialen Kahlschlages ist nicht nur unsozial und &ouml;konomisch widersinnig, sondern verst&ouml;&szlig;t gegen EU-Recht und die Menschenrechte. Mit anderen Worten: Die EU-Institutionen ignorieren ihr eigenes Recht und versto&szlig;en gegen die sozialen Grundrechte.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.oegb-eu.at\/servlet\/ContentServer?pagename=S05\/Page\/Index&amp;n=S05_0.a&amp;cid=1384551676290\">Europab&uuml;ro des &Ouml;sterreichischen Gewerkschaftsbundes (&Ouml;GB)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Goldschatz bringt Milliardenverlust<\/strong><br>\nDie Schweizerische Nationalbank macht 2013 einen Verlust von 7,3 Milliarden Euro. Grund ist der drastische Wertverfall der Goldreserven. Auch die Bundesbank leidet &ndash; bei ihr macht sich das aber nicht im Gewinn bemerkbar.<br>\nDie Zentralbank des Alpenlandes k&uuml;ndigt an, f&uuml;r das Gesch&auml;ftsjahr 2013 einen Verlust in H&ouml;he von etwa neun Milliarden Franken auszuweisen (7,3 Milliarden Euro). Hauptgrund ist die Neubewertung des Goldbestands, der mit 15 Milliarden Franken weniger bewertet wird. Auch die Bundesbank hat einen gro&szlig;en Goldbestand. Bei ihr macht sich der Preisverfall jedoch nicht im Gewinn bemerkbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/geldpolitik\/zentralbank-snb-goldschatz-bringt-milliardenverlust\/9290890.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Von wegen, Gold als sichere Anlage!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Profit statt Patientenwohl?<\/strong><br>\nL&auml;ngst &uuml;bernehmen gro&szlig;e Klinik-Konzerne wie Rh&ouml;n, Helios, Sana und Asklepios fl&auml;chendeckend fr&uuml;here kommunale oder kirchliche Kliniken und ver&auml;ndern damit die Krankenversorgung grundlegend. Auch Arztpraxen werden aufgekauft und zu profitablen Gesundheitszentren ausgebaut.<br>\nPrivate Zusatzversicherungen sollen zudem f&uuml;r eine bessere station&auml;re Versorgung gew&auml;hrleisten &ndash; nat&uuml;rlich in den eigenen kommerziellen Kliniken. Das Ziel der gro&szlig;en Klinik-Konzerne: Die Gesundheitsversorgung soll Rendite bringen. Patienten sind &bdquo;Kunden&ldquo;, es geht um &bdquo;St&uuml;ckkosten&ldquo;.<br>\ndie story berichtet &uuml;ber die dramatischen Folgen f&uuml;r Patienten, &Auml;rzte und Pflegepersonal. Die medizinische Versorgung wird zu einem reinen Kostenfaktor. Bleibt eine Gesundheitssicherung auf gutem Niveau auch in Zukunft noch allen Bev&ouml;lkerungsgruppen frei zug&auml;nglich? &Auml;rzte und Patientenorganisationen fordern radikales Umdenken, ermuntern das Krankenhauspersonal, Missst&auml;nde &ouml;ffentlich zu machen und sich gegen das Diktat der Medizinkonzerne zu wehren.<br>\nWie k&ouml;nnen in dieser wirtschaftlichen Konkurrenzsituation kommunale Krankenh&auml;user &uuml;berleben? Und was bedeutet die Gesundheitssicherung f&uuml;r unsere Gesellschaft &uuml;berhaupt: einen ethischen, moralischen oder gar religi&ouml;sen Auftrag, einen Kitt &uuml;ber alle sozialen Grenzen hinweg oder ein selektives, auf Gewinnmaximierung ausgerichtetes Profitcenter, in dem nur die St&auml;rksten die besten Chancen haben?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/diestory\/sendungsbeitraege\/2014\/0106\/patientenwohl.jsp\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Wieder ein sch&ouml;nes Beispiel wie im neoliberalen Kapitalismus alle Bereiche menschlicher Existenz der Profitmaximierung unterworfen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die relative Bezahlung der Hochqualifizierten in Staat und Privatwirtschaft<\/strong><br>\nDeutschland, 1977- 2011<br>\nDieser Beitrag schildert die Entwicklung der relativen Bezahlung der Hochqualifizierten in Staat und Privatwirtschaft in Westdeutschland seit 1977.<br>\nEs zeigt sich, dass seit ca. 1987 die relative Bezahlung der Hochqualifizierten im &ouml;ffentlichen Dienst im Vergleich zur Privatwirtschaft massiv zur&uuml;ckgegangen ist:<br>\nGegen&uuml;ber vergleichbaren Stellen in der Privatwirtschaft betr&auml;gt der relative R&uuml;ckgang zwischen 25 % und 55 %.<br>\nDieser betr&auml;chtliche Verlust an Wettbewerbsf&auml;higkeit seitens des &ouml;ffentlichen Dienstes suggeriert, dass in dieser Zeit eine bedeutsame Verschiebung bei der Befriedigung von Bed&uuml;rfnissen stattgefunden hat: von sozialen hin zu privaten Bed&uuml;rfnissen.<br>\nDer R&uuml;ckgang der relativen Bezahlung der Hochqualifizierten im &ouml;ffentlichen Dienst<br>\nHat aller Voraussicht nach eine betr&auml;chtliche Reallokation menschlicher Begabung zugunsten der Privatwirtschaft verursacht. Letztendlich bedeutet eine derartige Reallokation, dass das Ausma&szlig;, in dem soziale Bed&uuml;rfnisse (wie Bildung, Gesundheit, Sicherheit, usw.) befriedigt werden, sinkt, w&auml;hrend das Ausma&szlig;, in dem private Bed&uuml;rfnisse (die sich auf M&auml;rkten manifestieren) befriedigt werden, steigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/edocs.fu-berlin.de\/docs\/servlets\/MCRFileNodeServlet\/FUDOCS_derivate_000000002877\/discpaper19_2013.pdf;jsessionid=DA3DC1E5D45383C316E3336E4C01AD2C?hosts=\">Giacomo Corneo, Freie Universit&auml;t Berlin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schweiz: Masseneinwanderung der Deutschen stoppen<\/strong><br>\nAn deutschen Stammtischen sind es Bulgaren und Rum&auml;nen, in der Schweiz hingegen m&uuml;ssen eher Deutsche als Buhm&auml;nner f&uuml;r Zuwanderungsdebatten herhalten. Gern wird zwischen Bern und St. Gallen die von der Boulevardzeitung &bdquo;Blick&ldquo; formulierte Frage er&ouml;rtert: &bdquo;Wie viele Deutsche vertr&auml;gt die Schweiz?&ldquo;. Sie ist Teil eines heftigen Streits um die Initiative der national-konservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) &bdquo;gegen Masseneinwanderung&ldquo;.<br>\nRund 300 000 Deutsche leben derzeit in der Alpenrepublik. Mit einem Anteil von fast 16 Prozent unter den 1,8 Millionen Ausl&auml;ndern stehen sie insgesamt an zweiter Stelle hinter den Italienern, in der Deutsch-Schweiz gar an erster.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/deutsche-unerwuenscht-schweizer-streiten-ueber-masseneinwanderung\/9290930.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auch wir Deutsche sind alle Ausl&auml;nder, fast &uuml;berall.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Pofalla<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Debatte um Pofalla: Das dr&ouml;hnende Schweigen der Genossen<\/strong><br>\nIst was? Noch vor kurzem nutzten SPD-Politiker jede Gelegenheit, um die Union zu kritisieren. Im Fall Pofalla verhalten sich die Genossen auffallend ruhig, manche unterst&uuml;tzen den m&ouml;glichen Wechsel des Ex-Kanzleramtschefs zur Bahn sogar. Warum eigentlich?<br>\nSchwarz-Rot f&auml;ngt gerade erst an, da will niemand der St&ouml;renfried sein. Das ist einerseits verst&auml;ndlich. Denn die g&auml;ngige Lesart ist, dass die SPD nur dann eine Chance hat, aus der Gro&szlig;en Koalition erfolgreich herauszukommen, wenn sie solide Arbeit abliefert. Gemecker und Attacken auf den eigenen Partner helfen da nicht unbedingt weiter.<br>\nAndererseits ist der Kurs auch nicht ganz ungef&auml;hrlich, denn je l&auml;nger die Sozialdemokraten sich aus der Debatte heraushalten, desto st&auml;rker gewinnt man den Eindruck, die SPD schaue bei sensiblen Sachverhalten nicht mehr so genau hin, um es sich mit der Union nur nicht zu verscherzen. Das ist einer Partei, die sich moralisch &ndash; durchaus zu Recht &ndash; in einer Vorreiterrolle w&auml;hnt, unw&uuml;rdig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/warum-sich-die-spd-aus-der-pofalla-debatte-heraushaelt-a-942061.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Armutswanderung eines Merkel-Knappen<\/strong><br>\nEs war einer der besinnlichen Tage w&auml;hrend der Koalitionsverhandlungen. Der politische Betrieb stockte faktisch. Denn erst nach der Bildung einer neuen Regierung w&uuml;rde es wieder richtig losgehen. Ronald Pofalla, Chef des Bundeskanzleramtes, sa&szlig; in seinem B&uuml;ro und rechnete so vor sich hin: Da waren die 8.000 Euro monatlich aus seinem Bundestagsmandat, dazu kamen die rund 14.000 Euro monatlich aus seiner T&auml;tigkeit als Bundesminister f&uuml;r besondere Aufgaben, macht unterm Strich 22.000. Aber die Kosten! Zwei Scheidungen, also zweimal Unterhalt. Pofalla seufzte, zog das Kleingeld aus der Hosentasche, z&auml;hlte und kam auf magere zweidreiundf&uuml;nfzig. Es konnte nicht mehr so weitergehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/schmock\/ronald-pofalla.html%20\">Rationalgalerie<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Achtung Satire!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Rote Flora, Politik und Polizei<\/strong><br>\nDie Hamburger Polizei f&uuml;hrt sich auf wie eine Ordnungsmacht des finsteren Mittelalters. Die Hamburger Politik l&auml;sst sich wie hilflos von &bdquo;ihrer&ldquo; Polizei vorf&uuml;hren. Die Rolle von Exekutive und Legislative scheint verkehrt worden zu sein&hellip; Seitens der Polizei Hamburg gab es in der nachfolgenden Aneinanderreihung mindestens drei Begr&uuml;ndungen f&uuml;r ihr rechtswidriges Vorgehen gegen die angemeldete Versammlung vom 21.12.2013:\n<ol>\n<li>Die Demonstranten seien zu fr&uuml;h losgegangen,<\/li>\n<li>Die Demonstranten h&auml;tten Gewalt ausge&uuml;bt (Steine von einer Eisenbahnbr&uuml;cke N&auml;he des Bahnhofes Sternschanze), und<\/li>\n<li>Weil in der Demonstration ohnehin Gewaltt&auml;ter waren, wollte man die genehmigte Demonstration nicht in die Innenstadt gehen lassen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die beiden ersten &bdquo;Begr&uuml;ndungen&ldquo; stellen glatte L&uuml;gen dar und wurden schnell widerlegt; sie schliefen dann gewisserma&szlig;en ein. Die dritte Begr&uuml;ndung ist hier einschl&auml;gig. Nur ist genau diese &bdquo;Begr&uuml;ndung&ldquo; rechts- und verfassungswidrig; deshalb auch die beiden ersten Schutzbehauptungen (&bdquo;zu fr&uuml;h losmarschiert&ldquo; bzw. &bdquo;Gewalt gegen PolizeibeamtInnen&ldquo;) zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kritische-polizisten.de\/pressemitteilungen\/dokumente\/2014-01-05-PM-Rote-Flora.pdf\">Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizistinnen und Polizisten [PDF &ndash; 149 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>NSA schlie&szlig;t &Uuml;berwachung von US-Abgeordneten nicht aus<\/strong><br>\nUS-Senator Bernie Sanders aus Vermont hat eine ganz einfache Frage an den Sp&auml;hdienst NSA gestellt: &ldquo;&Uuml;berwachen Sie Abgeordnete im US-Kongress oder andere gew&auml;hlte US-Volksvertreter? Oder haben Sie das in der Vergangenheit getan?&rdquo;<br>\nDie Antwort f&auml;llt der NSA schwer. In einer Stellungnahme des Dienstes hei&szlig;t es, man pr&uuml;fe das. Und:<br>\n&ldquo;Die Erm&auml;chtigungen der NSA zum &Uuml;berwachen enthalten Ma&szlig;nahmen, die die Privatsph&auml;re von US-B&uuml;rgern sch&uuml;tzen. (&hellip;) Mitglieder des US-Kongresses genie&szlig;en denselben Schutz wie alle US-B&uuml;rger.&rdquo;<br>\nEin Nein ist das nicht. Denn trotz der &ldquo;Ma&szlig;nahmen&rdquo; sind Telefondaten von Millionen US-B&uuml;rgern in NSA-Datenbanken gespeichert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/nsa-schliesst-ueberwachung-von-us-kongress-abgeordneten-nicht-aus-a-941872.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kaufen statt t&ouml;ten: Mafia-Netzwerke breiten sich in Deutschland aus<\/strong><br>\nDie italienische Mafia ist l&auml;ngst in der deutschen Gesellschaft verankert. Durch die Morde von Duisburg im August 2007, bei denen sechs Menschen ums Leben kamen, wurde dies weiten Kreisen der Bev&ouml;lkerung erstmals bewusst. Doch weil neue Gewalttaten ausblieben, war es mit der allgemeinen Aufmerksamkeit schnell wieder vorbei. So konnte die Bundesrepublik in den vergangenen Jahren unbemerkt zu einem Paradies f&uuml;r Geldw&auml;scher werden. &ldquo;80 Prozent der Gewinne gehen nach Deutschland&rdquo;, sch&auml;tzt der italienische Staatsanwalt Raffaele Mazzotta. Eisdielen, Pizzerien und Maklerb&uuml;ros waschen Millionenbetr&auml;ge und deutsche Strohm&auml;nner arbeiten in seri&ouml;s erscheinenden Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mp3-download.ard.de\/radio\/radiofeature\/kaufen_statt_toeten_swr_compl.mp3\">SWR [mp3 &ndash; 48.5 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wir beklagen den zu starken Einfluss der Privatwirtschaft auf die Politik und &uuml;bersehen anscheinend, dass der echten Mafia &uuml;ber ihre betr&auml;chtlichen Investitionen in unsere Wirtschaft die M&ouml;glichkeit zur politischer Einflussnahme erw&auml;chst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Brasilien: Bitte mehr als &ldquo;Tooooor!&rdquo;<\/strong><br>\nFu&szlig;ball-WM, Pr&auml;sidentschaftswahl und Konsumrausch. Gerade jetzt w&auml;re die Zeit f&uuml;r neue Proteste und laute Schreie in den Stra&szlig;en &ndash; stattdessen Stillstand<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F01%2F04%2Fa0133&amp;cHash=658335a727859f8c024d96bae3e64401\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Hinzukommt, dass der Glanz der viel ger&uuml;hmten BRIC-Staaten eingetr&uuml;bt wurde. Brasilien erfuhr in den letzten Jahren einem kreditfinanzierten Konsumboom und als  im Sommer die US-Zentralbank andeutete, dass das Aufkaufprogramm f&uuml;r Staatsanleihen und Hypotheken reduziert werden k&ouml;nnte, litten zwar alle Emerging Markets unter einem Kapitalr&uuml;ckzug durch westliche Investoren, aber Volkswirtschaften mit einem fremdfinanzierten Konsum wie Brasilien besonders. Der IWF prognostiziert f&uuml;r Brasilien 2014 ein Wirtschaftswachstum von nur noch 2,5%. Verbleibt die Hoffnung auf ein Anziehen der Weltwirtschaft. Neben den grundlegenden sozialen Problemen, wogegen sich die Proteste im letzten Jahr richteten, leidet Brasilien immer noch darunter, dass es nicht gelungen ist, den Wandel von einer rohstoffbasierten zu einem modernen Industrieland zu vollziehen. Dies zeigt auch die aktuelle und sehr heftige Diskussion um die Deindustrialisierung des Landes durch chinesische Importe.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Indien: Der Diktator, der Prinz und der kleine Mann<\/strong><br>\nIm Mai stehen landesweite Parlamentswahlen an. Das ist ein alle f&uuml;nf Jahre stattfindender gigantischer Prozess. Viel Cash str&ouml;mt in das Wirtschaftssystem, wenn Schurken jeder Couleur versuchen, sich gegenseitig auszustechen. Es wird erwartet, dass sich mehr als 300 Parteien in den Wahlkampf st&uuml;rzen. Sie repr&auml;sentieren eine Menge von unterschiedlichen politischen, gesch&auml;ftlichen, sozialen und Kasteninteressen &ndash; merkw&uuml;rdigerweise nur nicht das direkte Wohl der Frauen, obwohl diese fast die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung ausmachen. Die Entscheidungsschlacht werden drei unter sich ausmachen &ndash; der Prinz, der wohlmeinende Diktator und der Almosenempf&auml;nger. Lassen wir ihre Namen erst mal au&szlig;en vor. Man muss vorausschicken, warum ihre Auseinandersetzung so au&szlig;ergew&ouml;hnlich und wichtig f&uuml;r die Inder ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F01%2F04%2Fa0142&amp;cHash=440e86e467a3f2b82b23d1a7892ec5c9\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Website-Tipp: www.NachDenkSeiten.de<\/strong><br>\nDiese weitreichende inhaltliche Gleichschaltung der Mainstream-Medien ist auch ein Ergebnis der Konzentrationsprozesse auf dem deutschen Pressemarkt in den letzten Jahrzehnten &ndash; politisch bedenklich ist dabei nicht nur die Konzentration der Meinungs- und Publikationshoheit auf einige wenige Verlagsh&auml;user, sondern vor allem die damit einhergehende Verarmung des politischen Diskurses sowohl in der thematischen Breite (wor&uuml;ber diskutieren wir?) als auch in der argumentativen Intensit&auml;t (auf welchem Niveau diskutieren wir &uuml;ber das jeweilige Thema?).<br>\nErfreulicherweise gibt es im Internet auch Webseiten, deren Betreiber f&uuml;r eine kritische Gegen&ouml;ffentlichkeit sorgen, und eine der renommiertesten Seiten sei den Lesern hiermit ans Herz gelegt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.christel-oldenburg.de\/einzelansicht_173.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=705&amp;tx_ttnews[backPid]=5&amp;cHash=c03d1d6be558a5e89ba8fd5c4483d266\">Christel Oldenburg<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Exklusiv bei den NachDenkSeiten &ndash; Merkels R&ouml;ntgenbild<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140107_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: Werner Schulten\/Facebook<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-19840","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19840"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19840\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19843,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19840\/revisions\/19843"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}