{"id":19857,"date":"2014-01-08T09:00:11","date_gmt":"2014-01-08T08:00:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857"},"modified":"2014-01-08T09:00:11","modified_gmt":"2014-01-08T08:00:11","slug":"hinweise-des-tages-2039","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h01\">Der schonungslose Realit&auml;tsabgleich mit Birzarrometer-Rekalibrierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h02\">Arbeitsmarkt im Dezember 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h03\">Arbeitslosigkeit im Jahr 2013: Mehr als zwei Drittel aller Arbeitslosen im Bereich des SGB II\/Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h04\">Jens Bastian &ndash; Athen 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h05\">Euro-Schuldenkrise: Spanien kommt ohne ESM-Finanzhilfen aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h06\">Schuldenkrise &ndash; das h&auml;tte man wissen k&ouml;nnen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h07\">Wie Investmentbanker den Bonusdeckel umgehen wollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h08\">Deutsche Bank: Libor keine Aufkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h09\">Amazons gespaltene Belegschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h10\">Lebensversicherung droht der n&auml;chste Schlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h11\">Betriebsratswahlen gesetzlich vorschreiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h12\">Ein Grundrecht auf billiges Personal gibt es nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h13\">Leben mit mehreren Jobs: Wenn ich&rsquo;s nicht mache, macht es keiner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h14\">Arbeitsausbeutung und Menschenhandel als Folgen von Diskriminierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h15\">Braunkohle-Strom &ndash; fast so viel wie 1990<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h16\">Kaputt gespart:Deutschlands Infrastruktur wird zum Sanierungsfall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h17\">Hamburger Polizei r&auml;umt falsche Darstellung ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h18\">Bundeswehr in Afghanistan: Abgekapselt und nutzlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857#h19\">Bernd Riexinger: Gespenst von links<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19857&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der schonungslose Realit&auml;tsabgleich mit Birzarrometer-Rekalibrierung<\/strong><br>\nIm Format einer lockeren Abendshow werden wir die Highlights des Jahres pr&auml;sentieren, die Meldungen zwischen den Meldungen, die subtilen Sensationen hinter den Schlagzeilen. Kommen Sie, h&ouml;ren Sie, sehen Sie! Lassen Sie sich mitrei&szlig;en!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/media.ccc.de\/browse\/congress\/2013\/30C3_-_5490_-_de_-_saal_1_-_201312300000_-_fnord_news_show_-_frank_-_fefe.html\">CCC<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unsers Lesers R.L.:<\/strong> Moin die Herren, das sollten Sie sich ansehen. Zwei Stunden komprimierte Fakten unterhaltsam pr&auml;sentiert auf dem Niveau von Neues aus der Anstalt &ndash; nur eben mit etwas h&ouml;herer Dichte und etwas internationaler: Der Jahresr&uuml;ckblick vom Chaos Computer Club. Politisch liegt er absolut auf der Linie der  Nachdenkseiten. Das sind eben kluge Leute. Sie finden dort auch andere aktuelle Videos vom CCC, zum Beispiel einen Vortrag von Prof. Foschepoth oder eine Veranstaltung auf der letzten Konferenz, auf der sehr aufschlussreich u.a. &uuml;ber eine offizielle Anh&ouml;rung zum Datenschutz (De-Mail) berichtet wurde.<\/em><br>\n<em>Tun Sie sich das Video ruhig an. Es lohnt sich selbst dann, wenn man viele Fakten schon kennt.<\/em><br>\n<em>Etliche werden aber auch f&uuml;r Sie &uuml;berraschend sein. Die ersten Minuten sind vielleicht etwas z&auml;h, aber dann geht es Schlag auf Schlag oder besser Treffer um Treffer.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im Dezember 2013<\/strong>\n<ul>\n<li>5,144 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II)<\/li>\n<li>4,358 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 1.148 (0,03%) mehr als im Dez. 2012<\/li>\n<li>2,873 Millionen registrierte Arbeitslose &ndash; 33.000 (1,2%) mehr als im Dezember 2012<br>\nVon den 2,873 Millionen Arbeitslosen waren 923.000 (32,1%) im Rechtskreis SGB III (bei 156 Arbeitsagenturen!) und 1,949 Millionen (67,9%) im Rechtskreis SGB II (bei den 410 Jobcentern!) registriert.<\/li>\n<li>Als Arbeitsuchende waren im Dezember 2013 insgesamt 5,092 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 40.000 (0,8%) mehr als im Dezember 2012. Die von der Statistik der BA ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im Dezember 2013 3,819 Millionen, 25.000 (0,6%) weniger als im Dezember 2012.<\/li>\n<li>Nach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten im Dezember 2013 888.000 (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,358 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 102.000 sog. Aufstocker\/Parallelbezieher (Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im Dezember 2013 etwa 5,144 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II, etwa genauso viele wie ein Jahr zuvor. (vgl. BA-Monatsbericht, S. 24 und ANBA 05\/2013; Dezember 2012: 5,146 Millionen; eigene Berechnungen)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2014-01-07_alo1213t.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 453 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.arbeitsagentur.de\/nn_27030\/zentraler-Content\/Pressemeldungen\/2014\/Presse-14-001.html\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Monatsbericht Dezember 2013<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: Alarm &ndash; Fachkr&auml;ftemangel im Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales und in der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/strong><br>\nEntscheidend aber ist, dass Nahles die Arbeitslosigkeit zwar zum Wetter, nicht aber zur Konjunktur ins Verh&auml;ltnis setzt. Die Worte Konjunktur, Wirtschaftswachstum oder Wirtschaftsentwicklung tauchen in ihrer Pressemitteilung &uuml;berhaupt nicht auf. Damit setzt die neue Arbeitsministerin eine unselige Tradition fort, die sie mit der Agenda 2010 selbst mit eingel&auml;utet hat: Arbeitslosigkeit und Besch&auml;ftigung losgel&ouml;st von der wirtschaftlichen Aktivit&auml;t, der Konjunktur, zu analysieren und zu bewerten.<br>\nH&auml;tte sie stattdessen die Arbeitslosigkeit und Besch&auml;ftigung auf die Konjunkturentwicklung bezogen, h&auml;tte sie sich wohl nicht so schnell zu einem &ldquo;Ein guter Start f&uuml;r 2014!&rdquo; hinrei&szlig;en lassen, wie heute auf der Pressekonferenz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/01\/arbeitsmarkt-alarm-fachkraftemangel-im-bundesministerium-fur-arbeit-und-soziales-und-in-der-bundesagentur-fur-arbeit-2\/#sthash.N8k0jQzD.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit im Jahr 2013: Mehr als zwei Drittel aller Arbeitslosen im Bereich des SGB II\/Hartz IV<\/strong>\n<ul>\n<li>Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Jahr 2013 mit etwa 2.95 Mio. zwar leicht h&ouml;her ausgefallen als im Jahr 2012 mit 2,9 Mio.  Aber unver&auml;ndert zeigt sich in der mittelfristigen Entwicklung eine deutliche Entspannung auf dem Arbeitsmarkt: Seit 2005 ist die Zahl der registrierten Arbeitslosen um 40,4 % zur&uuml;ckgegangen.<\/li>\n<li>Hinter diesen aggregierten Daten verbergen sich jedoch erhebliche Strukturverschiebungen: So hat sich der Anteil der Langzeitarbeitslosen seit 2008 kontinuierlich erh&ouml;ht und liegt im Jahr 2013 bei &uuml;ber 36 %. Unterscheidet man bei den Arbeitslosen nach ihrer Zuordnung zu den  Rechtskreisen SGB III und SGB II, zeigt sich, dass die Arbeitslosenversicherung (SGB III) an Bedeutung verloren hat. Denn im Jahr 2013 sind mehr als zwei Drittel (67,0 %) aller Arbeitslosen dem Bereich des SGB II zugeordnet. 2005 waren es hingegen &bdquo;nur&ldquo; 57 %. <\/li>\n<li>Die Absicherung durch die Versicherungsleistung Arbeitslosengeld ist damit eher zur Ausnahme, der Verweis auf das f&uuml;rsorgef&ouml;rmige, bed&uuml;rftigkeitsgepr&uuml;fte Arbeitslosengeld II und die Betreuung durch die Job-Center zum Regelfall geworden. <\/li>\n<li>Zu ber&uuml;cksichtigen ist dabei zus&auml;tzlich, dass keineswegs alle Arbeitslosen, die dem SGB III zugeordnet sind, auch Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Denn auch jene, die die Bezugsdauer des Arbeitslosengelds &uuml;berschritten haben, aber wegen fehlender Bed&uuml;rftigkeit nicht  in den Bereich des SGB II fallen, werden weiterhin dem Rechtskreis des SGB III zugerechnet. <\/li>\n<li>In den St&auml;dten und Kreisen mit einer besonders hohen Arbeitslosigkeit, wie im Ruhrgebiet, f&auml;llt der Bedeutungsverlust der Arbeitslosenversicherung besonders drastisch aus. Drei Beispiele: In Gelsenkirchen (Dezember 2013) geh&ouml;ren nur noch 16,3 % der Arbeitslosen zum Zust&auml;ndigkeitsbereich des SGB III. In Dortmund sind es 18,2 % und in Duisburg 19,7 %.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140108_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140108_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Arbeitsmarkt\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbIV39_grafik_monat_01_2014.pdf\">Sozialpolitik aktuell.de [PDF &ndash; 147 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> auf <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\">sozialpolitik-aktuell.de<\/a> finden Sie wieder eine Reihe neuer interessanter Dokumente zur Sozialpolitik.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Jens Bastian &ndash; Athen 2014<\/strong><br>\nSeit Anfang des Jahres hat Griechenland die EU-Ratspr&auml;sidentschaft f&uuml;r sechs Monate &uuml;bernommen. Was f&uuml;r Risiken und M&ouml;glichkeiten birgt dies f&uuml;r das Land? F&uuml;r die Koalitionsregierung von Premierminister Antonios Samaras bietet die Pr&auml;sidentschaft die Chance, ihre Reformbem&uuml;hungen einer skeptischen europ&auml;ischen &Ouml;ffentlichkeit n&auml;her zu erl&auml;utern. Die sich daraus ergebende M&ouml;glichkeit einer nachhaltigen internationalen Imageverbesserung des Landes sollte nicht untersch&auml;tzt werden. Es gibt jedoch auch Risiken und Nebenwirkungen. Es k&ouml;nnte auch neue Negativschlagzeilen geben, die aus der Instabilit&auml;t der Zwei-Parteien-Koalitionsregierung in Athen und einem zunehmend unertr&auml;glich hohen Niveau an Massenarbeitslosigkeit (eine Quote von mehr als 27 Prozent) herr&uuml;hrt. Letztere birgt hohe Kosten und Gefahren f&uuml;r den sozialen Zusammenhalt der griechischen Gesellschaft. Schlie&szlig;lich ist da auch noch der Wahlkalender: es wird in Griechenland mitten in der Ratspr&auml;sidentschaft Europa-, Kommunal- und Regionalwahlen geben. F&uuml;r die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger des Landes, ergibt sich damit eine dreifache Gelegenheit, den Wahlzettel als Sanktionsinstrument zu nutzen. Auch im neuen Jahr wird Griechenland mit harten Entscheidungen und ern&uuml;chternden Realit&auml;ten konfrontiert werden. Noch gibt es keine nachhaltige L&ouml;sung, wie die Steuerbasis verbreitert und die gesellschaftliche Steuermoral vertieft werden kann. Auch m&uuml;ssten Investitionsanreize gesetzt werden, welche eine R&uuml;ckkehr zu Wirtschaftswachstum unterst&uuml;tzen. Die Kernfrage betrifft die Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen in einer Gesellschaft, die zunehmend polarisiert ist zwischen jenen, die (noch) Arbeit haben und den Vielen, welche die Suche entweder aufgegeben haben oder ins Ausland abwandern. &ndash; Nachdem Athen in den vergangenen drei Jahren die gr&ouml;&szlig;te Anpassung im Staatshaushalt geschafft hat, die es in einem Land der Eurozone oder des OECD-Raums je gegeben hat, stellt sich nun f&uuml;r Finanzminister Stournaras die Frage, wie viel fiskalpolitischen Handlungsspielraum sich Griechenland 2014 leisten kann. Dabei gibt es schon jetzt eine &ouml;ffentlich ausgetragene Kontroverse mit der Troika, ob die mittelfristige Finanzplanung &uuml;ber 2014 hinaus &uuml;berhaupt solche Spielr&auml;ume zul&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2014\/01\/04\/jens-bastian-athen-2014-risiken-und-moglichkeiten-einen-schritt-vorwarts-zu-machen\/\">WirtschaftsWunder<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Jens Bastian war zwischen 2011 und 2013 Mitglied der &lsquo;Task Force for Greece&rsquo; der EU Kommission in Athen. Jetzt ist er als freier Wirtschaftsberater und Finanzanalyst f&uuml;r S&uuml;dosteuropa t&auml;tig. Er lebt und arbeitet seit 16 Jahren in Griechenland.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Griechenland in der Krise: Ein Land geht zu Fu&szlig;<\/strong><br>\nImmer weniger Griechen k&ouml;nnen sich ein Auto leisten und melden es ab.  Seit Beginn der Krise 2009 haben bereits 1,5 Millionen Griechinnen und Griechen ihre Fahrzeuge stillgelegt. Am Stra&szlig;enrand ohne Nummernschilder geparkte Autos sind inzwischen ein gewohnter Anblick, obwohl diese Art des Dauerparkens nicht erlaubt ist. Die Besitzer m&uuml;ssen f&uuml;rchten, dass die Autos irgendwann abgeschleppt und verschrottet werden. Vielleicht hoffen sie sogar darauf, um die Kosten f&uuml;r den Abtransport zu sparen. Andere Autobesitzer haben ihre stillgelegten Fahrzeuge auf Privatgrundst&uuml;cken abgestellt und mit Planen gesch&uuml;tzt &ndash; in der Hoffnung auf bessere Zeiten. Mit der Einf&uuml;hrung der neuen Luxussteuer auf alle Fahrzeuge mit mehr als 1929 Kubikzentimetern Hubraum wird der Kfz-Bestand noch einmal deutlich dezimiert. Seit Anfang November haben mehr als 100 000 Fahrzeugbesitzer ihre Kennzeichen bei den Beh&ouml;rden abgeliefert. Auto- und Luxussteuern k&ouml;nnen sich f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Fahrzeuge auf bis zu 6700 Euro im Jahr summieren. Es gibt nur noch wenige, die sich das leisten k&ouml;nnen. Die Arbeitslosenquote betr&auml;gt aktuell 27 Prozent. Die Kaufkraft der griechischen Privathaushalte hat sich seit Beginn der Krise um durchschnittlich fast 40 Prozent verringert. Im dritten Quartal 2013 lagen die L&ouml;hne um 5,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/griechenland-in-der-krise-ein-land-geht-zu-fuss\/9288018.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Euro-Schuldenkrise: Spanien kommt ohne ESM-Finanzhilfen aus<\/strong><br>\nZudem hat Spanien den Verzicht auf weitere Hilfen durch den europ&auml;ischen Rettungsschirm ESM erkl&auml;rt. Von dem im Fr&uuml;hjahr 2012 aufgelegten Hilfsplan zur Rettung des maroden spanischen Bankensystems wurden 41,3 der maximal zur Verf&uuml;gung gestellten 100 Milliarden Euro abgerufen. Der Rettungsfonds werde weiterhin mit der spanischen Regierung zusammenarbeiten, um die R&uuml;ckzahlung dieser Summe entsprechend den vereinbarten Fristen sicherzustellen, erkl&auml;rte der ESM.<br>\nWas nicht so ganz zu dieser spanischen Erfolgs-Story passen will, sind die neuen Repressionen, die im Rahmen eines Gesetzes &bdquo;zum Schutz der Sicherheit der B&uuml;rger&rdquo; zu Jahresbeginn verabschiedet werden. Demnach gelten spontane Versammlungen vor dem Parlament, dem Senat oder dem Obersten Gerichtshof als schwere Vergehen, die k&uuml;nftig mit exorbitanten Geldstrafen bis zu 600.000 Euro pro Person geahndet werden. Auch wer vor Politiker-Wohnungen demonstriert oder auf andere Weise deren Leben st&ouml;rt, macht sich einer schweren Ordnungswidrigkeit schuldig. Harte Strafen drohen in Zukunft auch, wenn man Polizisten bei ihrer Arbeit filmt oder Fotos des K&ouml;nigs oder die Nationalflagge verbrennt. Stra&szlig;en- oder Sitzblockaden gegen Zwangsr&auml;umungen von Wohnungen werden ebenfalls untersagt. Im Grunde ist nach Verabschiedung des Gesetzes in Spanien nahezu alles verboten, was fr&uuml;her als freie Meinungs&auml;u&szlig;erung galt. Das gegen Politik und Banken aufgebrachte Volk soll eingesch&uuml;chtert werden. Die hohen Geldstrafen dienen einer Politikerkaste, die sich nur noch unter dem Schutz von Polizisten bewegen k&ouml;nne, so die Polizeigewerkschaft SUP zu dem neuen Gesetz. Noch treffender formulierte es Julio Anguitavo von der Vereinten Linken und ehemaliger B&uuml;rgermeister von C&oacute;rdoba: &bdquo;Spanien befindet sich im Vorzimmer des Faschismus&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dax-analyse.de\/dax-daily\/7\/newsletter-archiv.html?id=101184801\">DAX Daily<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.F:<\/strong> Ist es nicht seltsam, dass ausgerechnet ein B&ouml;rsendienst das Aushebeln der Meinungsfreiheit in Spanien thematisiert und vor den faschistischen Tendenzen warnt? Wo bleiben unsere Mainstream-Medien?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schuldenkrise &ndash; das h&auml;tte man wissen k&ouml;nnen!<\/strong><br>\nZum Einstieg ins neue Jahr ver&ouml;ffentlichen wir einen Animationsfilm zur immer noch hei&szlig;en Debatte um die Schuldenfrage. Die Schuldenkrise in Griechenland ist kein Einzelfall &ndash; in den 1980er und 1990er Jahren gerieten viele Entwicklungsl&auml;nder in die Schuldenfalle. Die Schuldenkrise der Dritten Welt bedeutete f&uuml;r fast eine ganze Generation in den Schuldnerl&auml;ndern ein verlorenes Entwicklungsjahrzehnt. Die L&ouml;sung der Krise dauerte viele Jahre &ndash; aufgrund der gleichen Fehler, die heute im Umgang mit der griechischen Schuldenkrise gemacht werden. Die Krisenmanager in Europa haben offensichtlich nichts aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Der Film zeigt, warum Staaten ein Recht auf faire Entschuldung haben m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?feature=player_embedded&amp;v=9rrdMoc4Ce0\">erlassjahr.de via YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie Investmentbanker den Bonusdeckel umgehen wollen<\/strong><br>\nEin Gesetz soll in Europa neue Pr&auml;mien-Exzesse der Banken verhindern. Die Geldh&auml;user ersinnen aber schon neue Zulagen f&uuml;r Spitzenverdiener&hellip;<br>\nSeit Jahresanfang gilt in der Europ&auml;ischen Union ein gesetzlicher &bdquo;Bonusdeckel&ldquo;, der die manchmal himmelhohen variablen Erfolgspr&auml;mien in der Finanzbranche eind&auml;mmen soll&hellip;<br>\nDie Personalabteilungen der Banken arbeiten l&auml;ngst an neuen, gesetzeskonformen Zulagen zum Grundgehalt als Kompensation f&uuml;r die schm&auml;leren Boni ihrer Topverdiener&hellip;<br>\nIm November k&uuml;ndigte Barclays in einem internen Rundschreiben eine neue &bdquo;funktionsbezogene Bezahlung&ldquo; f&uuml;r ihre Topleute an &ndash; eine weitere Gehaltskomponente, die k&uuml;nftig neben dem Grundgehalt und dem gedeckelten Bonus flie&szlig;en soll, um die Einkommensverluste auszugleichen.<br>\nW&auml;hrend der Bonus r&uuml;ckwirkend auf Basis des Gesch&auml;ftserfolges eines Mitarbeiters festgelegt wird, soll die H&ouml;he der neuen Zulage bereits zu Jahresanfang fixiert und in monatlichen Raten ausgezahlt werden. Sie gilt deshalb aufsichtsrechtlich nicht als Leistungsbonus, sondern als Teil des Fixgehalts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/folgen-der-finanzkrise-wie-investmentbanker-den-bonusdeckel-umgehen-wollen-12738601.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutsche Bank: Libor keine Aufkl&auml;rung<\/strong><br>\nDie Bankaufsicht Bafin hat in einem internen Bericht die Deutsche Bank heftig kritisiert. Die Beh&ouml;rde wirft den Chefs Anshu Jain und J&uuml;rgen Fitschen vor, die Verstrickungen ihres Instituts in den Libor-Skandal nicht ausreichend aufzukl&auml;ren und personelle Konsequenzen zu scheuen. Dies ist internen Pr&uuml;fberichten zu entnehmen, aus denen der Spiegel in seiner neuesten Ausgabe zitiert. Die Bafin beklagt &ldquo;schwerwiegende Missst&auml;nde und gravierende organisatorische Defizite&rdquo; bei Deutschlands f&uuml;hrendem Geldinstitut. Vom versprochenen &ldquo;Kulturwandel&rdquo; sei in der Bank nichts zu sehen. Stattdessen seien viele Personen &ldquo;an neuralgischer Stelle t&auml;tig&rdquo;, die direkt oder indirekt in den Libor-Skandal verstrickt waren. Der Libor ist ein Referenzzins, der t&auml;glich von 18 europ&auml;ischen Gro&szlig;banken ermittelt wird und an dem Kredit- und Derivatgesch&auml;fte im Wert von gesch&auml;tzten 500 Billionen Dollar h&auml;ngen. Diesen Zinssatz haben die Deutsche Bank und andere Gro&szlig;banken von 2005 bis 2010 manipuliert, um ihre Gewinne zu maximieren. Der Schaden f&uuml;r die Kunden wird auf etwa 17 Milliarden Dollar gesch&auml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2014%2F01%2F06%2Fa0045&amp;cHash=1678f46546b4198eb20c2c685ac81abc\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Zinsskandal bei der Deutschen Bank: F&uuml;r Jains Vertrauten wird es eng<\/strong><br>\nBei der Deutschen Bank steigt der Druck auf die F&uuml;hrungsriege. Vor allem ein enger Vertrauter von Co-Chef Anshu Jain r&uuml;ckt in den Mittelpunkt. Besonders eng k&ouml;nnte es nun f&uuml;r einen Vretrauten von Bankchef Jain werden: Alan Cloete, S&uuml;dafrikaner und Vollblut-Investmentbanker, der bis 2012 den Handel mit Zinsprodukten und Devisen leitete. Cloete sitzt heute im erweiterten Vorstand der Bank &ndash; und hat dies vor allem seinem F&ouml;rderer Jain zu verdanken, der jahrelang die Investmentbanking-Sparte der Bank leitete. Als Jain im Juni 2012 zusammen mit J&uuml;rgen Fitschen die F&uuml;hrung der Deutschen Bank &uuml;bernahm, sorgte er daf&uuml;r, dass auch Cloete nach oben r&uuml;ckte. Im sogenannten Group Executive Committee verantwortet Cloete gemeinsam mit Gunit Chadha das Asien-Gesch&auml;ft. Insider sahen in der Versetzung schon damals auch einen Versuch, Cloete aus der Schusslinie zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bank-fuer-jains-mann-cloete-wird-es-im-libor-skandal-eng-a-942076.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Amazons gespaltene Belegschaft<\/strong><br>\nVer.di prangert die Bedingungen bei Amazon an und ruft zum Streik auf. Aber nicht alle f&uuml;hlen sich schlecht behandelt. Unter den Mitarbeitern ist ein Streit entbrannt.<br>\nDie Gewerkschaft bezweifelt, dass die meisten Kollegen tats&auml;chlich aus freien St&uuml;cken unterschrieben haben. Sicher gebe es Mitarbeiter, die zufrieden mit den Bedingungen bei Amazon seien und einen Streik ablehnten, sagt Thomas Schneider, ver.di-Sprecher in Leipzig. Trotzdem seien viele Unterschriften unter fragw&uuml;rdigen Bedingungen zustande gekommen: &ldquo;Da hat dann auch mal ein Manager neben der Liste gestanden und Mitarbeiter gefragt, ob sie nicht unterschreiben wollten&rdquo;, sagt Schneider und beruft sich dabei auf Berichte von Besch&auml;ftigten.<br>\nGerade befristete Angestellte und Saisonkr&auml;fte h&auml;tten sich gen&ouml;tigt gef&uuml;hlt, an der Kampagne teilzunehmen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-01\/amazon-unterschriftenliste-streik-leipzig-bad-hersfeld\">Zeit.de<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.amazon-logistikblog.de\/2013\/12\/20\/ueber-1-000-unterschriften-mitarbeiter-rufen-zur-aktion-auf\/\">Unterschriftenaktion Amazon Logistikzentren<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In einem Gespr&auml;ch mit der jungen Welt (<a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/loginFailed.php?ref=\/2014\/01-08\/046.php?sstr=Wallraff\">Aboausgabe von heute<\/a>) sagt G&uuml;nter Wallraff, der in engem Kontakt mit Amazon-Mitarbeitern steht, dass es lancierte Schreiben mit Gewerkschaftshetze gebe. &bdquo;Kollegen, wehr euch, gegen Hetzkampagnen und Unwahrheiten, f&uuml;r loyale Mitarbeiter bei Amazon&ldquo;, hei&szlig; es dort. Es werde dazu aufgefordert bei der Betriebsversammlung am 14. Januar den Saal zu verlassen, wenn Vertreter der Gewerkschaft ver.di reden: &bdquo;Steht auf und geht, wenn die ver.di ihre Rede h&auml;lt&ldquo;. Auf Facebook- Blogs t&auml;ten sich Einpeitscher in dieser Weise hervor, die wohl auf Aufstiegschancen hofften.<\/em><br>\n<em>Siehe auch G&uuml;nter Wallraff: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19811\">Lug und Trug statt Treu und Glauben<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lebensversicherung droht der n&auml;chste Schlag<\/strong><br>\nDie Lebensversicherer planen den n&auml;chsten Zinsschnitt. Nach der &Uuml;berschussbeteiligung wollen sie auch den Garantiezins weiter senken. Der Klassiker der Altersvorsorge w&uuml;rde darunter leiden&hellip;<br>\nDer Vorstand der DAV, in dem die wichtigsten Versicherungsmakler sitzen, empfehle eine Senkung auf 1,25 von 1,75 Prozent zum 1. Januar 2015, sagten zwei mit dem Beschluss vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/vorsorge-versicherung\/nachrichten\/garantiezins-vor-senkung-lebensversicherung-droht-der-naechste-schlag\/9296806.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So sicher ist also die private Altersvorsorge, dass nicht einmal mehr den Inflationsausgleich garantiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Betriebsratswahlen gesetzlich vorschreiben<\/strong><br>\nMehr Mitbestimmung f&uuml;r Betriebsr&auml;te &ndash; diese Forderung war im letzten Wahlprogramm der SPD zu lesen. Betriebsr&auml;te sollten u.a. beim Einsatz von Leiharbeit, befristeter Besch&auml;ftigung und Werkvertr&auml;gen mehr mitbestimmen d&uuml;rfen.[1] Im Koalitionsvertrag[2] ist dagegen von einer Ausweitung der Mitbestimmungsrechte nicht mehr die Rede. Umso wichtiger ist es, darauf hinzuweisen, dass selbst eine massive St&auml;rkung der Rechte der Betriebsr&auml;te nur einen geringen Effekt h&auml;tte. Der Grund daf&uuml;r ist einfach: Die meisten Arbeitnehmer haben keinen Betriebsrat. Lediglich 43% der in der Privatwirtschaft Besch&auml;ftigten in Westdeutschland werden &uuml;ber einen Betriebsrat vertreten, in Ostdeutschland sind es nur 36%. Rund 91 % der betriebsratsf&auml;higen Betriebe (das hei&szlig;t, mit mindestens 5 Besch&auml;ftigten) in der Privatwirtschaft haben keinen Betriebsrat.[3] Dabei sind es vor allem die kleineren Betriebe, in denen kein Betriebsrat gew&auml;hlt wird. Insgesamt ist also die Deckungsrate gering. Wenn man daher der Forderung des SPD-Wahlprogramms &bdquo;Wir wollen mehr Demokratie im Betrieb&ldquo; (S. 21) ein St&uuml;ck weit umsetzen will, dann ist die Frage zu stellen: Wie kann man erreichen, dass in mehr Betrieben Betriebsr&auml;te gew&auml;hlt werden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++3ed63a4c-76ef-11e3-a19f-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ein Grundrecht auf billiges Personal gibt es nicht<\/strong><br>\nDie Frankfurter Allgemeine hat sich mal einen neuen Grund gegen den Mindestlohn einfallen lassen. Weil n&auml;mlich viele Selbst&auml;ndige nicht mal ann&auml;hernd einen umgerechneten Stundenlohn von 8,50 Euro h&auml;tten, ist er irgendwie nicht gerecht. Und wovon sollen Unternehmer, die selbst so wenig in der Stunde haben, ihren Mitarbeitern Mindestlohn bezahlen? Das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) unterf&uuml;ttert diese Erkenntnis mit Zahlen und belegt, dass &ldquo;ein gro&szlig;er Teil der Selbst&auml;ndigen [&hellip;] von der Hand in den Mund [lebt]&rdquo;.<br>\nKlar, an den Zahlen ist schwer zu zweifeln. Der Verfasser dieses Textes hat, wenn er es auf die investierte Arbeitszeit und das Einnahmevolumen umrechnet, nicht ann&auml;hernd 8,50 Euro in der Stunde. Aber das ist kein Argument gegen einen Mindestlohn &ndash; es ist eines daf&uuml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/01\/ein-grundrecht-auf-billiges-personal.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Leben mit mehreren Jobs: Wenn ich&rsquo;s nicht mache, macht es keiner<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen haben zwei oder mehr Stellen, fast drei Millionen &ldquo;Multi-Jobber&rdquo; gibt es in Deutschland. Christine Sch&ouml;pfel aus Th&uuml;ringen etwa arbeitet in Kaffeek&uuml;chen, mit dem Putzk&uuml;bel und an der N&auml;hmaschine. Wie sie das alles schafft? &ldquo;Eigentlich gar nicht mehr&rdquo;, sagt Christine Sch&ouml;pfel und verbirgt ihr Gesicht hinter einer Hand. F&uuml;nf Jobs hat sie im Moment &ndash; denn zu den verschiedenen Putz-Jobs, zum Waschen-Wischen-B&uuml;geln in einem fremden Haushalt kommt noch ein privater N&auml;hbetrieb, &Auml;nderungsschneiderei in den eigenen vier W&auml;nden. Dass Sch&ouml;pfel 62 Jahre alt und inzwischen in Rente ist, z&auml;hlt nicht: Die 40-Stunden-Woche ist bei ihr sp&auml;testens Donnerstagmittag voll &ndash; und am Wochenende wird gen&auml;ht. &ldquo;F&uuml;r mich hat sich das ein bisschen bl&ouml;d entwickelt&rdquo;, sagt sie und zuckt mit den Achseln. So viel Multi-Job wie bei Christine Sch&ouml;pfel ist allerdings selten. Dabei ist sie ein Musterbeispiel f&uuml;r das, was sich die Erfinder der Mini-Jobs vor mehr als zehn Jahren gedacht haben: Sch&ouml;pfel wird immer dann gefragt, wenn gerade Not am Mann ist. F&uuml;r Auftragsspitzen und saisonale H&ouml;hepunkte seien Mini-Jobber ideal, befand man damals, als die neuen Arbeits- und Sozialgesetze gemacht wurden. Schnell eingestellt, ein paar Stunden die Woche, ein paar Euro auf die Hand. Wunderbar flexibel.<br>\nTrotzdem sagt Christine Sch&ouml;pfel, die Arbeit mache ihr Spa&szlig;. &ldquo;Sonst w&uuml;rd&rsquo; ich es nicht machen.&rdquo; Sie ist stolz, Geld zu verdienen, stolz auf ihre Leistungsf&auml;higkeit. &ldquo;Das sitzt einfach so bei mir drin.&rdquo; Sch&ouml;pfel hat zwei Kinder gro&szlig;gezogen, voll gearbeitet, immer schon.Und trotzdem. W&auml;hrend sie mit ihrem Wassereimer, exakt ein Tropfen Sp&uuml;lmittel darin, durch die Sanit&auml;ranlagen zieht, konzentriert Toiletten und B&ouml;den wischt, wei&szlig; sie, dass sie eigentlich nicht hierher geh&ouml;rt. &ldquo;Mein Traumjob?&rdquo;, sagt Christine Sch&ouml;pfel und wringt den Lappen aus, &ldquo;mein Traumjob w&auml;re im B&uuml;ro, am Schreibtisch. Aber da ist mein Zug abgefahren.&rdquo; Ihre Mutter, sagt Sch&ouml;pfel, w&uuml;rde sich &ldquo;im Grabe umdrehen, wenn sie w&uuml;sste, dass ich heute putzen gehe.&rdquo; Ihre Mutter hat schlie&szlig;lich erlebt, wie die Tochter ein Postamt leitete, wie sie Ingenieurswissenschaften an der Uni Halle im Fernstudium absolvierte. Und jetzt putzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/leben-mit-mehreren-jobs-wenn-ichs-nicht-mache-macht-es-keiner-1.1855922\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein Bericht, der an die Nieren geht. Vor allem deswegen, weil in Christine Sch&ouml;pfel keine Spur von Revolte zu entdecken ist. Sie ist Stolz auf ihre Leistungsf&auml;higkeit, es sei ein Unding, wenn die Leute jammerten, sie h&auml;tten kein Geld, aber dann nicht putzen gehen w&uuml;rden. Da kennt sie einige. Sie &uuml;bersieht aber viele, die wie ihr Lebensgef&auml;hrte, gesundheitlich so eingeschr&auml;nkt sind, dass sie nicht voll arbeiten k&ouml;nnen. Sie selbst leidet an Arthrose und Stress-Diabetes. D.h. es kann ganz schnell gehen, dass Sie mit ihrer kleinen Rente und der Witwenrente ihres verstorbenen Mannes auskommen muss. Damit kein Missverst&auml;ndnis aufkommt. Ihre Leistung ist bewundernswert. Aber was ist das f&uuml;r ein Wirtschaftssystem, in dem der Zuverdienst unter der Bedingung realisiert wird, dass Christine Sch&ouml;pfel zum Beispiel die W&auml;sche von der Arbeit mit nach Hause nehmen muss, weil sie dort nicht warten kann, bis die Waschmaschine durchgelaufen ist?<\/em><br>\n<em>Es ist bezeichnend f&uuml;r die wirtschaftsliberale SZ, dass Sie jemanden herausgesucht hat, der 5 Nebenjobs bew&auml;ltigt, um im Alter noch einen gewissen Lebensstandard realisieren zu k&ouml;nnen. Sozusagen eine wohlfeile Best&auml;tigung der von den oberen St&auml;nden gepflegten Haltung, dass jeder, der Arbeit suche, sie auch finde. Unter den Tisch f&auml;llt, wenn die SZ von einer Aufbesserung des Gehalts spricht, dass viele der 7,5 Millionen Mini-Jobber, darunter 2,7 Millionen Multi-Jobber, auf den Zuverdienst existenziell angewiesen sind.<\/em><br>\n<em>Als Gipfel der Zumutung titelt die SZ mit der Aussage der stolzen Frau: &ldquo;Ich sehe ja: Wenn ich&rsquo;s nicht mache, macht es keiner.&rdquo; Ist damit gemeint, dass es keiner in der Familie machen kann. Oder meint sie, dass sonst keiner diese Arbeit macht. Das w&auml;re Unsinn, die 550 000 Reinigungskr&auml;fte in Deutschland verrichten eine unbedingt notwendige Arbeit, die auch nach dem Tarifkompromiss im Sommer mit 7,96 Euro ab dem 1. Januar unterbezahlt sind. So oder so ist der Titel tendenzi&ouml;s. Denn es gibt zu viele Rentner, die wohl wollen, aber nicht mehr k&ouml;nnen: Ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen. Schlimm genug, dass etliche es unter nicht zumutbaren Bedingungen versuchen m&uuml;ssen. &ndash; Auf die grunds&auml;tzliche Problematik der durch die Hartz-Gesetze geschaffene &ldquo;Mini-Job-Unkultur&rdquo; sei auf den Beitrag von Ursula Engelen-Kefer hingewiesen: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2013\/08\/frauen-im-minijob-wundersames-kleinreden-der-minijob-falle-von-ursula-engelen-kefer\/\">Frauen im Minijob &ndash; Wundersames Kleinreden der Minijob-Falle<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Arbeitsausbeutung und Menschenhandel als Folgen von Diskriminierung<\/strong><br>\nIn immer neuen Auspr&auml;gungen der sich ausbreitenden Prekarisierung von Arbeits- und Lebensverh&auml;ltnissen arbeiten auch in den westeurop&auml;ischen Staaten vor allem migrantische und mobile Besch&auml;ftigte in extrem prek&auml;ren und gewaltvollen Arbeitsverh&auml;ltnissen. Ein Fallbeispiel: Eine Gruppe rum&auml;nischer M&auml;nner und Frauen wird mit dem Versprechen auf eine legale und ordentlich verg&uuml;tete T&auml;tigkeit als Reinigungskraft f&uuml;r Hotels in Deutschland angeworben. F&uuml;r Vermittlung und Anreise zahlen sie 250 Euro pro Person. In Deutschland angekommen, werden sie in einer herunter gekommenen Wohnung ohne jegliche Einrichtung und zu acht in einem Zimmer untergebracht. Die Vermieterin, Schwester des Vermittlers, stellt pro Person daf&uuml;r knapp 200 Euro Monatsmiete in Rechnung. Nach vier Wochen Arbeit im Auftrag eines deutschen Unternehmens werden den ArbeitnehmerInnen weitere 300 Euro abgezogen &ndash; als &ldquo;Geb&uuml;hr&rdquo;, um weiter arbeiten zu d&uuml;rfen. Auf der Arbeit werden die Besch&auml;ftigten beleidigt, stark unter Druck gesetzt und um Teile ihres Lohns betrogen. Als vier der ArbeitnehmerInnen sich entscheiden zu k&uuml;ndigen, wird ihnen mit dem Rauswurf aus der Wohnung gedroht. Geld um nach Rum&auml;nien zur&uuml;ck zu kehren haben sie keines.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++bf254fba-77b9-11e3-9d79-52540066f352\">Gegenblende<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und ein Herr Lindner meint, Deutschland m&uuml;sse endlich gegen die missbr&auml;uchliche Einwanderung in die Sozialsysteme vorgehen. Das europ&auml;ische Recht erlaube es, Ausl&auml;nder, die nicht integriert werden k&ouml;nnten, in ihre Heimatl&auml;nder zur&uuml;ckzuschicken, <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/fdp-lindner-fuer-ausweisung-nicht-integrierbarer-zuwanderer-12741076.html\">sagte Lindner am Dienstag in D&uuml;sseldorf<\/a>. Man fragt sich unwillk&uuml;rlich, was die FDP mit nicht in das Sozialsystem integrierten Hoteliers machen w&uuml;rde. Da liefern das DIW oder das IAB wissenschaftlich fundierte Untersuchungen, dass sich z.B. die Zuwanderung von Bulgaren und Rum&auml;nen sich f&uuml;r Deutschland positiv auswirke, aber Leute wie Seehofer bis Lindner appellieren an die niederen Instinkte und meinen unsere Sozialkassen vor Armutsfl&uuml;chtlingen sch&uuml;tzen zu m&uuml;ssen. Nat&uuml;rlich haben wir soziale Brennpunkte, wie z.B. in Duisburg, Dortmund oder Berlin, in denen sich Zuwanderer mit prek&auml;rem Status ballen. Nat&uuml;rlich muss dar&uuml;ber diskutiert werden, vor allem &uuml;ber Beihilfen durch den Bund. Schlie&szlig;lich verantwortet dieser die Erweiterungspolitik der EU. Lindner stellt sich gegen &ldquo;Stimmungsmacher&rdquo; und pl&auml;diert f&uuml;r eine Willkommenskultur und entlarvt sich selbst, wenn er gleichgewichtig fordert, Fachleute und Praktiker m&uuml;ssten sich der Aufgabe stellen, Kriterien f&uuml;r Integrations- oder R&uuml;ckf&uuml;hrungsm&ouml;glichkeiten zu entwickeln.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die FDP ist sich treu geblieben: gleichzeitig neoliberale (billige Arbeitskr&auml;fte f&uuml;r die Firmen) und nationalkonservative (&ldquo;Ausl&auml;nder raus&rdquo;) Forderungen verbinden, und das in der typischen Mischung von Selbst&uuml;berheblichkeit und Asozialit&auml;t &ndash; Chapeau. Da&szlig; die geforderten Ausweisungen ggf. gegen EU-Recht (Freiz&uuml;gigkeit f&uuml;r alle EU-B&uuml;rger) oder Verst&ouml;&szlig;e gegen das Menschenrecht versto&szlig;en, mu&szlig; Pseudo-B&uuml;rgerrechtler wie die FDP nat&uuml;rlich auch nicht st&ouml;ren. Lindner ist h&ouml;chstens das sch&ouml;nere Gesicht f&uuml;r den weiterhin widerlichen Inhalt dieser Mogelpackung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Braunkohle-Strom &ndash; fast so viel wie 1990<\/strong><br>\nTrotz der milliardenschweren F&ouml;rderung erneuerbarer Energien ist die klimasch&auml;dliche Stromproduktion aus Braunkohle 2013 in Deutschland auf den h&ouml;chsten Wert seit 1990 geklettert. Das geht aus vorl&auml;ufigen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen hervor.<br>\nDemnach wurden 2013 mehr als 162 Milliarden Kilowattstunden Strom in Braunkohlekraftwerken erzeugt. 1990, als noch viele alte DDR-Meiler liefen, waren es knapp 171 Milliarden Kilowattstunden. Obwohl der &Ouml;kostromanteil inzwischen knapp 25 Prozent betr&auml;gt, wird dadurch mit einem erneut gestiegenen CO2-Aussto&szlig; in Deutschland gerechnet. Besonders im Rheinland und in der Lausitz wird derzeit der Strom aus Braunkohle produziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/braunkohle106.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Kohle, speziell die Braunkohle, ist der Elefant im Raum, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19667\">&uuml;ber den nicht gesprochen wird<\/a>, weder im Koalitionsvertrag noch in der energiepolitischen Debatte um die Energiewende.<\/em><br>\n<em>Siehe zur Kritik an der &bdquo;Kohlewende&ldquo; auch <a href=\"http:\/\/www.duh.de\/uploads\/media\/DUH-Analyse_Kohleboom_treibt_Stromexport_08-2013.pdf\">das Gutachten der Deutschen Umwelthilfe [PDF &ndash; 886 KB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kaputt gespart:Deutschlands Infrastruktur wird zum Sanierungsfall<\/strong><br>\nIrgendwann, vor ungef&auml;hr zwei Jahren, es muss an ihrem Schreibtisch gewesen sein, sa&szlig; Gabriele K&ouml;stner vor einem R&auml;tsel. Sie schlug, einem vagen Gef&uuml;hl folgend, ein Notizbuch auf. Sie blickte auf Zahlen und Stichworte, handgeschrieben und in Spalten sortiert, bl&auml;tterte durch die Seiten, verglich, rechnete hoch und rechnete herunter und bemerkte eine schleichende Ver&auml;nderung. Sie war kaum wahrnehmbar am Anfang, am Ende des Buches aber war K&ouml;stner gewiss: Ihre Einbildung hatte sie nicht getrogen. Ihre Firma war unproduktiver geworden. Das Notizbuch war K&ouml;stners Warenausgangsbuch. Jedes Mal, wenn einer ihrer Lastwagen das Firmengel&auml;nde verl&auml;sst und sich auf den Weg zu einem Kunden macht, wird das darin vermerkt. Schaffte jeder dieser Lastwagen auf den ersten Seiten des Buches oft noch drei Fahrten durch Berlin am Tag, waren es am Ende in der Regel nur noch zwei. Derselben Logik folgend waren am Notizbuchende t&auml;glich oft drei Lastwagen auf den Berliner Stra&szlig;en f&uuml;r K&ouml;stner unterwegs, wo zu Beginn noch zwei ausgereicht hatten. Und das alles, ohne dass sich an der Zahl der Firmenkunden, an den Entfernungen und der Zahl der Touren insgesamt etwas Gravierendes ge&auml;ndert hatte. Auch die Lastwagen selbst waren die gleichen geblieben, deren Fahrer auch. Gleiche Kundenanzahl, gleiche Entfernungen zu ihnen und gleiche Zahl der Lieferungen, gleich schnelle Lastwagen und gleich flei&szlig;ige Fahrer: Wenn die penibel dokumentierte Verlangsamung also an nichts von alldem liegen konnte, woran dann? Als Erkl&auml;rung blieben K&ouml;stner nur die Stra&szlig;en &uuml;brig. Auf denen musste sich irgendetwas ver&auml;ndert haben. Irgendetwas bremste dort. &ndash; K&ouml;stner staunte. Ihre damalige Ungl&auml;ubigkeit klingt noch an, wenn sie heute sagt: &bdquo;Die Stra&szlig;en, &uuml;berhaupt die ganze Infrastruktur &ndash; das ist unser Reichtum. Wir sind uns dessen aber nicht bewusst.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/kaputt-gespart-deutschlands-infrastruktur-wird-zum-sanierungsfall\/9294736.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein wirklich gelungener Beitrag, der von einem einzelwirtschaftlichen Beispiel ausgehend die verheerenden gesamtwirtschaftlichen Konsequenzen aufzeigt. Der Tagesspiegel schreibt vorweg: 41 Prozent der Bundesstra&szlig;en sind marode, 20 Prozent der Autobahnen, 45 Prozent der Autobahnbr&uuml;cken. Auch in Berlin kommen die Ausbesserungsarbeiten nicht voran. Die Folge: endlose Baustellen, Staus, zornige B&uuml;rger. &ndash; Was sagt der Koalitionsvertrag: &bdquo;Eine leistungsf&auml;hige Verkehrsinfrastruktur ist die Grundlage f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit unserer Volkswirtschaft. Deshalb werden wir besondere Anstrengungen unternehmen, um zus&auml;tzliche Ausgaben f&uuml;r eine moderne, sichere und leistungsstarke Verkehrsinfrastruktur auf den Weg zu bringen. Damit wollen wir Stra&szlig;en, Bahnen und Wasserwege erhalten und wo n&ouml;tig ausbauen.&ldquo; &ndash; Papier ist geduldig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Hamburger Polizei r&auml;umt falsche Darstellung ein<\/strong><br>\nDie Polizei hat den Angriff auf die Davidwache falsch dargestellt &ndash; das musste sie jetzt zugeben. Ein Anwalt wirft ihr vor, bewusst Falschinformationen gestreut zu haben&hellip;<br>\nDie Hamburger Polizei r&auml;umt ein, den Angriff auf die Davidwache an der Reeperbahn am 28. Dezember falsch dargestellt zu haben. Die Opfer der Attacke seien keine Beamten der Davidwache gewesen, sondern drei Beamte einer Streifenwagenbesatzung, zitiert Spiegel Online Pressesprecher Mirko Streiber. Die Attacke habe auch nicht vor der Wache, sondern 200 Meter entfernt an der Ecke Hein-Hoyer-Stra&szlig;e und Seilerstra&szlig;e stattgefunden.<br>\nBislang hatte die Polizei angegeben, 30 bis 40 vermummte Autonome h&auml;tten die Davidwache an der Reeperbahn angegriffen und Steine geworfen auf Polizisten, die aus der Wache gekommen waren. Dabei sei ein Polizist schwer verletzt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2014-01\/hamburg-davidwache-angriff-polizei-darstellung\">Zeit.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu nochmals <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19840#h11\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bundeswehr in Afghanistan: Abgekapselt und nutzlos<\/strong><br>\nDie Bundeswehr in Afghanistan war von Anbeginn ein Mythos. Und einen Mythos muss man vor der Entmythologisierung sch&uuml;tzen und bewahren. Deshalb fliegen auch die Minister, Staatssekret&auml;re, Abgeordnete aller Parteien, Tausendschaften von Journalisten immer wieder dorthin, bis kein deutscher Soldat mehr da ist. Sie alle behaupten, nach Afghanistan zu fliegen. In Wirklichkeit begeben sie sich wie ein Dieb in der Nacht in eine der Kasernen der Bundeswehr, die einen exterritorialen Flughafen haben. Der damalige deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maizi&egrave;re flog am 11. Dezember zu seinem traditionellen Weihnachtsbesuch nach Mazar-i-Scharif. D. h., er flog nat&uuml;rlich nicht in die afghanische Stadt, sondern in das au&szlig;erhalb gelegene Camp der Bundeswehr. Ursula von der Leyen lie&szlig; die Gelegenheit nicht aus, einen Tag nach ihrer Ernennung als Verteidigungsministerin einen zweiten Weihnachtsbesuch in der Kaserne zu machen, sie nahm nat&uuml;rlich ein Team des ZDF und ein Team der ARD und vierzig Journalisten mit. Es gab und gibt keinerlei Verbindung mit dem Leben der Afghanen au&szlig;erhalb der exterritorialen Weltraumkapsel, genannt Camp Marmal. Diese reine Pr&auml;senz ohne Kontakt zur Bev&ouml;lkerung ist auf Dauer unsinnig, in einem Land, das von dem geschichtlichen Stolz zehrt, Kolonialm&auml;chte wie Gro&szlig;britannien aus seinen Grenzen geworfen zu haben. Das Entscheidende, was man den Soldaten wirklich abnehmen kann: Sie haben Langeweile. Sie treiben exzessiv Sport. Die meisten sind Schreibstubenagenten und sollen das auch sein, denn auf einen k&auml;mpfenden Soldaten in Afghanistan kommen etwa vier Logistiker in Uniform. So haben 85 Prozent der Soldaten nie Ber&uuml;hrung mit einem normalen Afghanen auf der Stra&szlig;e.  Sie sollen dadurch Eindruck machen, dass sie in mauerbetonierten Riesenarealen Achtung gebietend einfach nur au&szlig;erhalb-innerhalb Afghanistans da sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundeswehr-in-afghanistan-abgekapselt-und-nutzlos-1.1856865\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich polemisiert Rupert Neudeck, aber sein Verweis darauf, dass 85 Prozent der Soldaten keine k&auml;mpfenden Soldaten waren, zeigt schon einmal auf, dass jenseits aller sonstigen Fehler 100.000 ISAF-Soldaten keine Chance gegen im Guerillakrieg geschulten 35.000 Talibank&auml;mpfern hatten, den tats&auml;chlich k&auml;mpften nur 15.000 ISAF-Soldaten tats&auml;chlich &ndash; ein geradezu absurdes Verh&auml;ltnis in einem Guerillakrieg. Leider sucht sich Neudecker in der Studie von Philipp M&uuml;nch nur die kritischen Passagen zur Rolle der Bundeswehr heraus. M&uuml;nch res&uuml;miert, in den meisten F&auml;llen h&auml;tten die Deutschen den Auftrag des Staatsaufbaus so verstanden, mit offiziellen Stellen zusammenzuarbeiten &ndash; und seien es staatsfeindliche Warlords. Sie h&auml;tten dabei an der Bev&ouml;lkerung vorbei nur die bestehenden Machtstrukturen zementiert. Nur, der Mangel an Informationen, die falsche Strategie, das gilt f&uuml;r ISAF insgesamt. M&uuml;nch zeigt n&auml;mlich auch, dass das massivere Vorgehen des US-Milit&auml;rs oder auch die sensiblere Einmischung der Niederl&auml;nder in der Provinz Urusgan nicht erfolgreicher waren als das Vorgehen der Deutschen. L&ouml;sungen hat er aber auch nicht. Die gab es nie, der Krieg war, und das h&auml;tte man durchaus vorher recherchieren k&ouml;nnen, worauf die NachDenkSeiten immer wieder hinwiesen, eine &ldquo;mission impossible&rdquo;. &ndash; Das Schlusswort zu Afghanistan sei dem ehemalige Bundeswehr-Generalinspekteur Harald Kujat &uuml;berlassen, der zu Beginn des Afghanistankrieges der erste Soldat der Bundeswehr war: &bdquo;Wenn wir 2014 aus Afghanistan rausgegangen sind, dann werden die Taliban die Macht in wenigen Monaten wieder &uuml;bernehmen.&ldquo; Der Einsatz habe den politischen Zweck erf&uuml;llt, Solidarit&auml;t mit den USA zu &uuml;ben. &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/ex-generalinspekteur-kujat-erklaert-afghanistan-einsatz-fuer-gescheitert-seite-all\/4694744-all.html\">Wenn man aber das Ziel zum Ma&szlig;stab nimmt, ein Land und eine Region zu stabilisieren, dann ist dieser Einsatz gescheitert<\/a>.&ldquo; &ndash; Die Studie von Philipp M&uuml;nch kann <a href=\"http:\/\/www.afghanistan-analysts.org\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/20131110_PMunch_Kunduz-final.pdf\">hier [PDF &ndash; 2.1 MB]<\/a> heruntergeladen werden.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Afghanistan: Sicherheitsl&uuml;cke<\/strong><br>\nDie Lage in Afghanistan hat sich 2013 deutlich verschlechtert &ndash; genaue Daten &uuml;ber Angriffe und Anschl&auml;ge der Taliban und anderer Aufst&auml;ndischer ver&ouml;ffentlicht die Bundeswehr aber nicht mehr. Das Einsatzf&uuml;hrungskommando der Bundeswehr begr&uuml;ndet die seit Mitte 2013 geltende Informationspolitik mit der schlechten Datenbasis, seit die Afghanen in den meisten Regionen selbst f&uuml;r die Sicherheit verantwortlich sind. Afghanistan-Experten Thomas Ruttig, Co-Direktor des unabh&auml;ngigen &bdquo;Afghan Analysts Network&ldquo;, klingt es dennoch nach einer Ausrede, wenn die Deutschen und die Nato deshalb nun ganz auf Statistiken zur Sicherheitslage verzichten. &bdquo;Die Isaf-Schutztruppe k&ouml;nnte diese Daten gemeinsam mit den Afghanen erheben&ldquo;, sagt er. Und: &bdquo;Nun ist es deutlich schwerer, herauszufinden, wie sich die Sicherheitslage entwickelt.&ldquo; Vielleicht sei dies den Nato-Staaten im Jahr des Abzugs aber auch ganz recht. Klar ist: 2013 war eines der gef&auml;hrlichsten in Afghanistan. Allein im ersten Halbjahr, in dem noch eine Statistik gef&uuml;hrt wurde, gab es deutlich mehr Zwischenf&auml;lle als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Einsatzf&uuml;hrungskommando geht man davon aus, dass sich dieser Trend fortgesetzt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/afghanistan-sicherheitsluecke\/9299440.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Bernd Riexinger: Gespenst von links<\/strong><br>\nDer Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, wird auf der XIX. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz am 11. Januar an der Podiumsdiskussion &uuml;ber die Frage &raquo;Wie kann der Kampf gegen Faschismus, Krieg, Sozialabbau geb&uuml;ndelt werden?&laquo; teilnehmen. Im vorliegenden Beitrag geht er dem Problem nach, wie es linken Bewegungen und Parteien angesichts eines europaweiten Vormarschs rechter Parteien gelingen kann, politischen Widerstand zu entwickeln und die Hegemonie des herrschenden Blocks zu untergraben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/01-07\/041.php?sstr=Riexinger|Gespenst\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-19857","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19857","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19857"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19857\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19861,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19857\/revisions\/19861"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19857"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19857"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19857"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}