{"id":19897,"date":"2014-01-10T16:11:49","date_gmt":"2014-01-10T15:11:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897"},"modified":"2014-01-10T16:12:23","modified_gmt":"2014-01-10T15:12:23","slug":"hinweise-des-tages-ii-139","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h01\">Z&uuml;nftig ausgebeutet: Wie Bayern von s&uuml;dosteurop&auml;ischen Wanderarbeitern profitiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h02\">Berlin ruled out haircut despite IMF pressure, Stournaras says<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h04\">Heimat-Bias bei L&auml;nderratings? <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h05\">Zinsklau:  Wie Banken ihre Kunden abzocken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h06\">Liberation Theology is back as Pope Francis holds capitalism to account<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h07\">Kinderarmut wirkt sich im Osten st&auml;rker aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h08\">Mindestbemessungsgrundlage f&uuml;r Rentenbeitr&auml;ge auf Arbeitsentgelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h09\">EU-Kommission: Br&uuml;ssel fordert Hartz IV f&uuml;r arbeitslose EU-Zuwanderer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h10\">Unser t&auml;glich Hormonfleisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h11\">Von makro&ouml;konomischen Konditionalit&auml;ten zu Leistungs&uuml;berpr&uuml;fungen &amp; Finanzkorrekturen<\/a> <\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h12\">Spanien: Jetzt auch noch die Infantin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h13\">Zentralafrikanischen Republik: Der Hilferuf von Bangui an die Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h14\">Zeltstadt auf dem Flughafen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h15\">The Voice of Peace<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h16\">Gefahrengebiet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h17\">Urheberrecht bei Videostream-Filmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h18\">Krieg der Geheimhaltung &ndash; Friede dem H&ouml;rsaal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897#h19\">Wissenschaftselite beklagt zu viel Forschungsm&uuml;ll<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19897&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Z&uuml;nftig ausgebeutet: Wie Bayern von s&uuml;dosteurop&auml;ischen Wanderarbeitern profitiert<\/strong><br>\n&bdquo;Wer betr&uuml;gt, der fliegt!&ldquo; Die schrillen Parolen der CSU verdecken, wie sehr gerade Bayern von Wanderarbeitern aus Bulgarien und Rum&auml;nien profitiert. Bayerische Unternehmen sind vorne mit dabei, wenn es um Niedrigstl&ouml;hne f&uuml;r Arbeiter aus S&uuml;dosteuropa geht. Betroffen sind davon auch hochqualifizierte Akademiker, die nur ein Bruchteil von dem verdienen, was ihre deutschen Kollegen erhalten. MONITOR-Reporter waren in Bayern und Rum&auml;nien unterwegs, wo junge Rum&auml;nen entsetzt sind &uuml;ber eine Kampagne, die die Bev&ouml;lkerung eines ganzen Landes unter Generalverdacht stellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2014\/ausgebeutet.php5\">WDR Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Berlin ruled out haircut despite IMF pressure, Stournaras says<\/strong><br>\nGreek Finance Minister Yannis Stournaras has said he came under pressure from IMF managing director Christine Lagarde and the head of the fund&rsquo;s mission in Greece Poul Thomsen to ask eurozone leaders to accept a haircut on their bailout loans, but such move was ruled out by German Foreign Minister Wolfgang Schaeuble.<br>\n&ldquo;Poul and Lagarde said I had to [stand] by their side,&rdquo; Stournaras said in an interview with the Financial Times published on Thursday.<br>\n&ldquo;I said: &lsquo;OK, but if I come by your side, it is what would really help Greece, but it&rsquo;s something which is totally out of the question.&rsquo; Schaeuble told me: &lsquo;Yannis, forget it.&rsquo; So it cannot be done, so what can I do?&rdquo;, Stournaras told the FT.<br>\nIt was not clear when the conversation between the two ministers took place.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ekathimerini.com\/4dcgi\/_w_articles_wsite2_1_10\/01\/2014_535296\">ekathimerini.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>NSA-Skandal entzweit EU-Parlament und Rat<\/strong><br>\nW&auml;hrend das EU-Parlament Sanktionen gegen die USA diskutiert, zeigen bisher unver&ouml;ffentlichte Dokumente, wie die Aufkl&auml;rung des NSA-Skandals im EU-Ministerrat sabotiert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fm4.orf.at\/stories\/1731431\">ORF.at<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Die zur Gegnerschaft stilisierte Rechtsunsicherheit<\/strong><br>\nIm &Uuml;berwachungsstaat geh&ouml;rt nicht viel dazu, um als kritischer Geist wider die Kontrollsucht eingestuft zu werden. Das hat man gesehen, als Justizminister Heiko Maas (SPD) ank&uuml;ndigte, die Vorratsdatenspeicherung auf Eis zu legen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/920327.die-zur-gegnerschaft-stilisierte-rechsunsicherheit.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>US-Nutzer klagen gegen Facebook<\/strong><br>\nPrivate Nachrichten von Nutzern durchsuchen, um ihnen daraufhin Werbung zu pr&auml;sentieren &ndash; f&uuml;r einige Internetkonzerne ist das ein Teil des Gesch&auml;ftsmodells. Facebook hat wegen dieser Praxis jetzt eine Klage am Hals. Die Facebook-Nutzer Matthew Campbell und Michael Hurley haben in Kalifornien eine Sammelklage gegen das Unternehmen eingereicht, weitere Nutzer k&ouml;nnen sich anschlie&szlig;en. Die Kl&auml;ger st&uuml;tzen sich unter anderem auf die kalifornische Verfassung, die in Artikel 1 unter anderem das Recht auf &ldquo;Privatsph&auml;re&rdquo; festschreibt. Und Facebook selbst verspreche deutliche Unterschiede zwischen den &uuml;ber das Netzwerk m&ouml;glichen Kommunikationswegen, von &ouml;ffentlich und f&uuml;r alle einsehbar bis hin zu privaten Chats und Nachrichten. &ldquo;Facebook verletzt systematisch die Privatsph&auml;re der Nutzer, indem es die privaten Nachrichten der Nutzer ohne ihr Wissen mitliest&rdquo;, hei&szlig;t es in der Klageschrift. &ndash; In Deutschland, wo es keine Sammelklagen gibt, ist es deutlich schwieriger, gegen zweifelhafte Praktiken beim Datenschutz vorzugehen Verbrauchersch&uuml;tzer setzen daher darauf, dass die Koalition eines ihrer Versprechen aus dem Koalitionsvertrag schnell umsetzt. Dort hei&szlig;t es, dass Verbraucherverb&auml;nde auch das Recht bekommen sollen, Datenschutzverst&ouml;&szlig;e abzumahnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2014%2F01%2F07%2Fa0067&amp;cHash=520a9dbaabe79b30530a3e23a72f762e\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Heimat-Bias bei L&auml;nderratings? Wie das Heimatland einer Ratingagentur deren Ratings beeinflussen kann<\/strong><br>\nBewerten Ratingagenturen die Kreditw&uuml;rdigkeit ihres Heimatlandes positiver als jene von Drittstaaten? Die Vorzugsbehandlung des Heimatlandes tritt tats&auml;chlich auf, wie dieser Beitrag zeigt. Eine Erkl&auml;rung l&auml;sst sich in der &bdquo;kulturellen&ldquo; N&auml;he zwischen Ratingagentur und Heimatland finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2014\/01\/heimat-bias-beim-rating\/\">oekonomenstimme.org<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zinsklau: Wie Banken ihre Kunden abzocken<\/strong><br>\nNach mehr als 1000 Gutachten in den letzten Jahren und etwa 100 Gerichtsverfahren schlagen Kreditsachverst&auml;ndige und Verbrauchersch&uuml;tzer jetzt Alarm: Banken w&uuml;rden bei Krediten systematisch Zinsen falsch berechnen &ndash; zum massiven Nachteil der Kunden. 15 Milliarden Euro j&auml;hrlich, sch&auml;tzt der Bundesverband der Kreditsachverst&auml;ndigen, w&uuml;rden die Banken so an zu hohen Zinsen kassieren. Doch wer kontrolliert die Kreditinstitute und deren Zinsgesch&auml;fte? Die staatliche Bankenaufsicht und das Bundesfinanzministerium sehen hier keinerlei Handlungsbedarf. Ein Freibrief f&uuml;r falsche Zinsberechnungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2014\/zinsklau.php5\">WDR Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Liberation Theology is back as Pope Francis holds capitalism to account<\/strong><br>\nAmid accusations of Marxism, Pope Francis has turned the Vatican into the spearhead of radical economic thinking<br>\nLiberation Theology is taking over the Vatican a quarter of a century after John-Paul II systematically sought to stamp out the &ldquo;singular heresy&rdquo; in the radical parishes and dioceses of Latin America, a task carried out with dutiful efficiency by Cardinal Ratzinger at the Congregation for the Doctrine of the Faith.<br>\nThe &ldquo;preferential option for the poor&rdquo; is back. The doctrine that so inflamed controversy in the 1970s and 1980, famously wedded to Nicaragua&rsquo;s Sandinista cause, now has a Papal imprimatur. It is close to becoming official doctrine for the world&rsquo;s 1.2bn Roman Catholics under &ldquo;Evangilii Gaudium&rdquo;, the Pope&rsquo;s first apostolic exhortation. This will have consequences.<br>\n&ldquo;While the earnings of a minority are growing exponentially, so too is the gap separating the majority from the prosperity enjoyed by the happy few. This imbalance is the result of ideologies that defend the absolute autonomy of the marketplace and financial speculation,&rdquo; Pope Francis says.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/finance\/comment\/ambroseevans_pritchard\/10559802\/Liberation-Theology-is-back-as-Pope-Francis-holds-capitalism-to-account.html\">The Telegraph<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.J.:<\/strong> So sehr man es begr&uuml;&szlig;t, dass sich Papst Franziskus explizit gegen die Folgen der mit dem Neoliberalismus verbundenen Wirtschaftspolitik &ndash; m&ouml;glicherweise auch speziell f&uuml;r Europa &ndash; ausspricht, die prominente Rolle des deutschen Kardinals Reinhard Marx sowohl als Vorsitzender der Kommission der Bischofskonferenzen der Europ&auml;ischen Gemeinschaft als auch als Mitglied des achtk&ouml;pfigen von Franziskus eingesetzten Kardinalsrats, einer Art Kardinalsregierungskabinett, verhei&szlig;t nichts Gutes. In Deutschland sitzt Marx der Kommission f&uuml;r gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz vor und gilt &ndash; nomen est omen &ndash; als eine Art &ldquo;Wirtschaftsfachmann&rdquo; der katholischen Kirche. Ob er allerdings au&szlig;er der F&auml;higkeit zu moralischer Entr&uuml;stung &uuml;ber das notwendige R&uuml;stzeug f&uuml;r eine solche Bezeichnung verf&uuml;gt, darf angesichts seiner Charakterisierung staatlicher Defizite als &ldquo;S&uuml;ndenfall&rdquo; bezweifelt werden. Die katholische Kirche wird es daher aller Wahrscheinlichkeit nach so halten wie der Rest des Abendlands: Austerit&auml;t ja, aber keiner bedauert die Folgen mehr als wir. Besonders Sonntags.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kinderarmut wirkt sich im Osten st&auml;rker aus<\/strong><br>\nIn keinem anderen deutschen Fl&auml;chenland sind Kinder so stark von Armut bedroht wie in Mecklenburg- Vorpommern. Jedes dritte Kind muss wegen geringen Familieneinkommens mit sp&uuml;rbaren materiellen Entbehrungen leben, geht aus einer Studie hervor, die das gewerkschaftsnahe Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) am Donnerstag ver&ouml;ffentlichte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/regional\/mecklenburg-vorpommern\/kinderarmut187.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mindestbemessungsgrundlage f&uuml;r Rentenbeitr&auml;ge auf Arbeitsentgelt<\/strong><br>\nDie im schwarz-roten Koalitionsvertrag festgelegte Mindestlohnh&ouml;he ist zu gering, um nach erwerbslebenslanger Pflichtmitgliedschaft eine Rente in H&ouml;he des Existenzminimums zu erreichen. Die alleine dem Grunde nach bestehende Versicherungspflicht abh&auml;ngig Besch&auml;ftigter reicht somit nicht aus und bedarf dringend einer Erg&auml;nzung auch der H&ouml;he nach. Es muss der Grundsatz gelten, dass jede versicherte Arbeitsstunde f&uuml;r sich genommen einen ad&auml;quaten Vorsorgebeitrag zur Existenzabsicherung im Alter leistet &ndash; ad&auml;quat bedeutet: Mindestens entsprechend dem erforderlichen Entgeltpunkte-Anteil einer Arbeitsstunde an der zur Existenzsicherung notwendigen Entgeltpunkte-Summe&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/rente\/mindestbemessungsgrundlage\">Portal Sozialpolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>EU-Kommission: Br&uuml;ssel fordert Hartz IV f&uuml;r arbeitslose EU-Zuwanderer<\/strong><br>\nIst das deutsche Sozialsystem rechtswidrig? Nach Ansicht der Europ&auml;ischen Kommission darf der Staat EU-Ausl&auml;ndern, die ohne Job nach Deutschland kommen, Hilfe nicht pauschal verweigern. Die Stellungnahme d&uuml;rfte die Debatte um Zuwanderung weiter befeuern. Armutszuwanderer m&uuml;ssen nach Ansicht der EU-Kommission in Deutschland leichter Zugang zu Sozialleistungen erhalten. Dies geht aus einer Stellungnahme der Kommission zu einem Verfahren vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hervor, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/eu-kommission-bruessel-fordert-hartz-iv-fuer-arbeitslose-auslaender-1.1859619\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Unser t&auml;glich Hormonfleisch<\/strong><br>\nEs ist der Einsatz von Medikamenten mit bizarren Folgen: In der deutschen Schweinemast erhalten die Sauen nach Einsch&auml;tzung des Bunds f&uuml;r Umwelt- und Naturschutz immer &ouml;fter systematisch Sexualhormone. Die Hormone schalten den Sexualzyklus der Tiere gleich und f&uuml;hren dazu, dass unnat&uuml;rlich viele Ferkel geboren werden. Hormonell wirksame Substanzen, unter ihnen die als krebserregend und erbgutsch&auml;digend geltenden Steroide, gelangen mit der G&uuml;lle aufs Feld und ins Trinkwasser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-01\/fleischatlas-hormonfleisch-freihandel\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Von makro&ouml;konomischen Konditionalit&auml;ten zu Leistungs&uuml;berpr&uuml;fungen &amp; Finanzkorrekturen &ndash; die neuen Unget&uuml;mer der europ&auml;ischen Strukturfonds mit Giftz&auml;hnen!<\/strong><br>\nDie europ&auml;ische Koh&auml;sionspolitik wird in der neuen Finanzperiode von 2014 bis 2020 mit der Haushaltsdisziplin der Mitgliedstaaten verkn&uuml;pft! Die Auszahlung von europ&auml;ischen Koh&auml;sionsmittel wird an die effektive Umsetzung von Austerit&auml;tspolitiken und Strukturanpassungen im Rahmen der Economic Governace (&bdquo;Six Pack&ldquo;) sowie an die Zielerreichung von Indikatoren, die in Partnerschaftsabkommen vereinbart werden, gebunden. Ist das nicht ein eklatanter Missbrauch der europ&auml;ischen Koh&auml;sionspolitik?  In diesem Beitrag wollen wir die neuen Sanktionsmechanismen der europ&auml;ischen  Koh&auml;sionspolitik kommentieren. Denn durch diese Mechanismen wird der Solidarit&auml;tsgedanke der Koh&auml;sionspolitik ignoriert, wodurch die europ&auml;ische Koh&auml;sionspolitik ein v&ouml;llig anderes Gesicht bekommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/die-neuen-ungetuemer-der-europaeischen-strukturfonds\/\">Blog Arbeit&amp;Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Spanien: Jetzt auch noch die Infantin<\/strong><br>\nEs ist zweifellos einiges faul im Staate Spanien. Korrupte Unternehmer, geschmierte Politiker, eine Regierungspartei, die Schwarzgeld an ihre F&uuml;hrungsmitglieder verteilte, und jetzt auch noch die Infantin: Gegen die zweitgeborene Tochter von K&ouml;nig Juan Carlos I. und Schwester des Kronprinzen Felipe wird seit Dienstag wegen Geldw&auml;sche und Steuerhinterziehung ermittelt. Statt den korrupten Stall auszumisten, behindert die Regierung der Partido Popular die Ermittlungen. Richter werden diszipliniert oder aus dem Dienst entfernt. Neue Gesetze, die das Recht auf Proteste ebenso einschr&auml;nken sollen wie das, frei &uuml;ber Korruptionsf&auml;lle zu berichten, solange diese vor Gericht verhandelt werden, sind in Planung. Spanien ist auf dem Weg zum autorit&auml;ren Staat. Nicht nur sozial f&auml;llt das Land durch die Krise und die harten K&uuml;rzungen weiter auseinander. Die Tiefe institutionelle, politische und moralische Krise, in der Spanien steckt, bedroht den Bestand des Landes als solches. Katalonien will im Herbst diesen Jahres &uuml;ber seine Unabh&auml;ngigkeit abstimmen. Im Baskenland wird an &auml;hnlichen Pl&auml;nen geschmiedet. Es gibt niemanden, der die moralische Integrit&auml;t besitzt, um das Ruder herumzurei&szlig;en. Wohin die Reise geht, ist damit v&ouml;llig unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F01%2F08%2Fa0087&amp;cHash=baa5b63bcb728efce0aa01cac0e447c0\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zentralafrikanischen Republik: Der Hilferuf von Bangui an die Welt<\/strong><br>\nEs ist das gr&ouml;&szlig;te Fl&uuml;chtlingsdrama auf der Welt nach dem in Syrien. Ein Viertel der Bev&ouml;lkerung der Zentralafrikanischen Republik rennt um ihr Leben &ndash; gejagt von Mordmilizen, die ihren Krieg um die Macht im Land mit dem Mittel der Vertreibung ganzer Bev&ouml;lkerungsgruppen f&uuml;hren. Die spektakul&auml;ren Fl&uuml;chtlingslager direkt auf dem internationalen Flughafen der Hauptstadt Bangui sind ein Hilferuf an die Welt: Schaut auf dieses Land &ndash; und tut etwas dagegen, dass hier ein Staat komplett verschwindet und seine Bev&ouml;lkerung mit dazu! Dass die Fl&uuml;chtlingszahlen in der Zentralafrikanischen Republik und vor allem in ihrer Hauptstadt enorm gewachsen sind, seit Frankreich vor gut einem Monat eine Milit&auml;rintervention in Bangui startete, ist eine Ohrfeige f&uuml;r die Weltgemeinschaft. Frankreich, frisch auftrumpfend wegen seiner Erfolge gegen radikale Islamisten in Mali, hielt das Eingreifen in Bangui offensichtlich f&uuml;r einen Spaziergang.<br>\nZu den Nachbarn der Zentralafrikanischen Republik geh&ouml;rt S&uuml;dsudan, Schauplatz eines hochgef&auml;hrlichen B&uuml;rgerkrieges. Die Demokratische Republik Kongo, an deren Grenze Bangui liegt, f&uuml;rchtet ein direktes &Uuml;berschwappen der Milizengewalt in Zeiten gro&szlig;er eigener Instabilit&auml;t. Von Zentralafrika nur durch einen Streifen Kamerun getrennt, k&auml;mpfen in Nigeria die radikalen Islamisten von Boko Haram einen m&ouml;rderischen Religionskrieg. Eine Verschr&auml;nkung all dieser Konflikte kann sich Afrika nicht leisten. Aber es geht nicht nur um die Gefahr eines Fl&auml;chenbrands. Der Schutz der Bev&ouml;lkerung der Zentralafrikanischen Republik geh&ouml;rt auf die Agenda der Weltpolitik. Wenn Bangui wichtig genug ist f&uuml;r Frankreichs Prestige, ist es auch wichtig genug f&uuml;r die Humanit&auml;t der Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2014%2F01%2F08%2Fa0025&amp;cHash=485c745f0264399793669ecc9041b985\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zeltstadt auf dem Flughafen<\/strong><br>\nEs ist eine Fl&uuml;chtlingskatastrophe, die auf der Welt ihresgleichen sucht. Nicht im Regenwald oder einer entlegenen W&uuml;ste, sondern auf einem internationalen Flughafen kampieren rund 100.000 Menschen. Sie sitzen auf dem Gras teils direkt am Rande der Rollbahn, teils am S&uuml;drand des Terminals, in gigantischen Zeltst&auml;dten. Es sind Bewohner der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui, die um ihr Leben f&uuml;rchten. &ndash; &ldquo;Akte von Gewalt und Rache, bei denen Opfer und T&auml;ter st&auml;ndig wechseln, breiten sich rapide aus&rdquo;, warnte UN-Untergeneralsekret&auml;r Jeffrey Feltman vor dem UN-Sicherheitsrat am Montag. Es drohe &ldquo;eine Auseinandersetzung gro&szlig;en Ausma&szlig;es zwischen Christen und Muslimen&rdquo; in der gesamten Region.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F01%2F08%2Fa0077&amp;cHash=be42ce9cfe11f8b6c6f03ff644799ddd\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>The Voice of Peace<\/strong><br>\nEin Mann &ndash; und sein Traum von einer heilbaren Welt. So k&ouml;nnte die &Uuml;berschrift &uuml;ber dem Leben des au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Friedensaktivisten Abie Nathan (1927 &ndash; 2008) aus Tel Aviv lauten. Abie Nathan, ehemaliger Kampfpilot und sp&auml;ter &uuml;berzeugter Pazifist, lebte nach dem Motto: &ldquo;Sei du selbst die Ver&auml;nderung, die du in der Welt sehen willst.&rdquo; Mit einer Handvoll Freiwilliger machte er sich auf in die Krisenregionen seiner Zeit: Naturkatastrophen, Hungersn&ouml;te, Kriegssch&auml;den &ndash; Abie Nathan verlie&szlig; sich nicht auf Organisationen, sondern mobilisierte Freiwillige und Sponsoren, half spontan und unb&uuml;rokratisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/das-erste\/reportage-dokumentation\/the-voice-of-peace?documentId=18958228\">ARD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gefahrengebiet<\/strong><br>\nDie Hamburger Polizei hat in mehreren Vierteln der Stadt eine Art Kriegsrecht verh&auml;ngt. Verzeihung, wir haben uns im Ton vergriffen, sie hat nat&uuml;rlich ein G. eingerichtet. Die Auswirkungen sind allerdings &auml;hnlich: grundlose Ausweiskontrollen und Durchsuchungen, Platzverweise wegen Nichtigkeiten, Generalverdacht, Versammlungsverbot, keine rechtsstaatliche Kontrolle der Schikanen. Begr&uuml;ndet wird diese Verletzung von Grundrechten mit einem Hamburger Polizeigesetz. Dort hei&szlig;t es: &bdquo;Die Polizei darf im &ouml;ffentlichen Raum in einem bestimmten Gebiet Personen kurzfristig anhalten, befragen, ihre Identit&auml;t feststellen und mitgef&uuml;hrte Sachen in Augenschein nehmen, soweit auf Grund von konkreten Lageerkenntnissen anzunehmen ist, dass in diesem Gebiet Straftaten von erheblicher Bedeutung begangen werden und die Ma&szlig;nahme zur Verh&uuml;tung der Straftaten erforderlich ist.&ldquo; Nebenbei: &bdquo;Straftaten von erheblicher Bedeutung&ldquo; sind ein wunderbar schwammiger Begriff, &uuml;ber den Juristen trefflich streiten. Hier waren es &uuml;brigens auf Polizisten geworfene Steine. Berlin-Kreuzberg m&uuml;sste demnach gro&szlig;e Teile des Jahres zum G. erkl&auml;rt werden, aber lassen wir das. Der Ausdruck ist interessant genug. Sprachlich gesehen entsteht ein G. erst, indem es zu einem solchen erkl&auml;rt wird &ndash; siehe die willk&uuml;rlich von der Polizei gezogenen Grenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neusprech.org\/gefahrengebiet\/\">Neusprech<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Urheberrecht bei Videostream-Filmen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung h&auml;lt das &bdquo;reine Betrachten&ldquo; eines Videostreams nicht f&uuml;r eine Urheberrechtsverletzung: So lautet die Kernbotschaft der Antwort (18\/246) auf eine Kleine Anfrage (18\/195) der Linksfraktion, die Auskunft &uuml;ber die juristische Bewertung der Aff&auml;re um das im Internet zug&auml;ngliche Videostream-Portal Redtube verlangt hatte, das Sexfilme im Programm hat. Allerdings sei bislang noch nicht h&ouml;chstrichterlich gekl&auml;rt worden, so die Regierung, ob die Nutzung von Streaming-Angeboten eine Vervielf&auml;ltigung darstelle, die Rechte von Urhebern verletze. Letztlich k&ouml;nne diese Frage nur vom Europ&auml;ischen Gerichtshof entschieden werden. Bei dieser in Luxemburg ans&auml;ssigen Instanz handelt es sich um das EU-Gericht.<br>\nIm Dezember hatten zehntausende deutsche Internetnutzer, die sich Redtube-Filme angeschaut hatten, von einer Anwaltskanzlei im Auftrag der in der Schweiz ans&auml;ssigen &bdquo;The Archive AG&ldquo; Abmahnungen erhalten: Die Betroffenen sollten 250 Euro zahlen und f&uuml;r die Zukunft eine Unterlassungserkl&auml;rung abgeben. Anders als bei einem Download werden beim Streaming Filme nicht dauerhaft heruntergeladen und vervielf&auml;ltigt, sondern nur vor&uuml;bergehend zwischengespeichert, um das Betrachten zu erm&ouml;glichen. Mit Hilfe zahlreicher Fragen wollte die Linke die Redtube-Aff&auml;re durchleuchten und rechtliche Klarheit in die Nutzung von Streaming-Angeboten im Internet bringen.<br>\nIn ihrer Antwort erl&auml;utert die Regierung, dass grunds&auml;tzlich ein Urheber &uuml;ber das alleinige Recht verf&uuml;ge, sein Werk zu verwerten, es also zu verbreiten, zu vervielf&auml;ltigen oder im Internet &ouml;ffentlich zug&auml;nglich zu machen. Eine Vervielf&auml;ltigung von Filmen ohne Zustimmung der Rechteinhaber sei jedoch zul&auml;ssig, &bdquo;wenn es sich um vor&uuml;bergehende Vervielf&auml;ltigungshandlungen handelt, die fl&uuml;chtig oder begleitend sind&ldquo;. Insofern sei das Betrachten eines Videostreams erlaubt. Einzelne Vervielf&auml;ltigungen eines Werks seien zum privaten Gebrauch zul&auml;ssig, hei&szlig;t es in der Stellungnahme auf die Anfrage der Linksfraktion, wenn dies keinen Erwerbszwecken diene. Allerdings d&uuml;rfe f&uuml;r eine solche Vervielf&auml;ltigung keine &bdquo;offensichtlich rechtswidrig hergestellte&ldquo; Vorlage verwendet werden. Diese Rechtswidrigkeit m&uuml;sse f&uuml;r den Nutzer erkennbar sein.<br>\nDie Linke wollte wissen, ob die Regierung es f&uuml;r n&ouml;tig erachte, rechtlich verbindlich zu regeln, ob das reine Betrachten eines Videostreams eine urheberrechtlich bedeutsame Vervielf&auml;ltigung darstellt. Die Regierung wolle &bdquo;das Urheberrecht den Erfordernissen und Herausforderungen des digitalen Zeitalters anpassen und dabei die digitalen Nutzungspraktiken ber&uuml;cksichtigen&ldquo;, erl&auml;utert die Antwort. Zudem pr&uuml;fe die EU-Kommission derzeit, ob &bdquo;tempor&auml;re Vervielf&auml;ltigungen&ldquo;, die mit dem Anschauen urheberrechtlich gesch&uuml;tzter Inhalte auf Webseiten einhergehen, von entsprechenden EU-Vorschriften gedeckt seien.<br>\nGefragt hatte die Linksfraktion auch, wie man sich gegen unberechtigte Abmahnungen wehren k&ouml;nne, wenn wie im Fall Redtube die Auftraggeber der Anwaltskanzlei, von der die Abmahnungen verschickt wurden, in der Schweiz beheimatet sind. In ihrer Antwort schreibt die Regierung, dass Betroffene auch gegen&uuml;ber Abmahnern, die im Ausland ans&auml;ssig seien, gerichtlich kl&auml;ren lassen k&ouml;nnten, ob eine Abmahnung berechtigt sei oder nicht. Dies sei bei Gerichten in Deutschland m&ouml;glich.<br>\nDie Linke hatte kritisiert, dass in der Redtube-Aff&auml;re zehntausende Internet-Nutzer abgemahnt worden seien, obwohl doch das Gesetz gegen unseri&ouml;se Gesch&auml;ftspraktiken solche Massenabmahnungen habe unterbinden sollen. Dieses Gesetz sei im Oktober 2013 in Kraft getreten, erkl&auml;rt dazu die Regierung, und nach so kurzer Zeit k&ouml;nnten die Auswirkungen dieser Regelung noch nicht beurteilt werden. Man werde das Gesetz im Jahr 2015 bewerten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2014_01\/2014_013\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Krieg der Geheimhaltung &ndash; Friede dem H&ouml;rsaal<\/strong><br>\nDer freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) e.V. fordert anl&auml;sslich der Ergebnisse der Kleinen Anfrage der LINKEN im Bundestag  zu R&uuml;stungsforschung die fl&auml;chendeckende Einf&uuml;hrung von Zivilklauseln an Hochschulen.<br>\nDazu Jan Cloppenburg, Vorstand des fzs:<br>\n&ldquo;Auftr&auml;ge zur R&uuml;stungsforschung kommen einem Waffenexport gleich. &Ouml;ffentliche Forschungseinrichtungen und Hochschulen d&uuml;rfen nicht an milit&auml;rischen Interessen Anteil nehmen und von ihnen profitieren. Wir wollen an Hochschulen studieren, bei denen wir uns auch nach dem Abschluss noch sicher sein k&ouml;nnen, nicht heimlich von der Waffenlobby profitiert oder sie unterst&uuml;tzt zu haben. Deshalb m&uuml;ssen an allen Hochschulen Zivilklauseln eingef&uuml;hrt und in die L&auml;ndergesetzen aufgenommen werden.&rdquo;<br>\nAus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die LINKE im Bundestag geht hervor, dass es in den letzten Jahren allein an au&szlig;eruniversit&auml;ren Forschungseinrichtungen 42 Forschungsprojekte mit einem Finanzvolumen von &uuml;ber neun Millionen Euro gab, davon 33 Auftr&auml;ge im Umfang von 4,6 Millionen Euro im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums. Der Gro&szlig;teil der Projekte wurde noch in den letzten f&uuml;nf Jahren begonnen. &Uuml;ber entsprechende, teilweise bekannt gewordene Forschungsauftr&auml;ge von Hochschulen schweigt sich die Bundesregierung unter Verweis auf die L&auml;nderkompetenz aus.<br>\nQuelle: Pressemitteilung des fzs (noch nicht im Netz)<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Wissenschaftselite beklagt zu viel Forschungsm&uuml;ll<\/strong><br>\nMit einem einzigartigen Spezial hat sich das Magazin &ldquo;The Lancet&rdquo; jetzt der Kritik vieler Wissenschaftler angenommen, im Forschungsbetrieb werde zu viel Unwichtiges produziert. Die Anreizsysteme von Forschungseinrichtungen und Instituten seien oft unsinnig, Geld werde verschleudert, Patienten gesch&auml;digt.<br>\nEs gebe ein starkes Gef&uuml;hl unter Wissenschaftlern, darunter auch viele Nobelpreistr&auml;ger, dass etwas falsch l&auml;uft in der Wissenschaft, schreiben Sabine Kleinert und Richard Horton in einem Kommentar, gleichsam der Auftakt zu f&uuml;nf gro&szlig;en Analysen, in denen dargestellt wird, wie die Qualit&auml;t in der Forschung verbessert und Verschwendung verringert werden kann. Das einzigartige Spezial &ldquo;Inscreasing Value, Reducing Waste&rdquo; ist im aktuellen &ldquo;Lancet&rdquo; ver&ouml;ffentlicht.<br>\nEs braucht in diesen Tagen vielleicht einen Nobelpreis, um den Wissenschaftsbetrieb wirksam kritisieren zu k&ouml;nnen: Randy Schekman, der 2013 zusammen mit James Rothman und Thomas S&uuml;dhof den Preis in Medizin erhielt, hatte erst k&uuml;rzlich die Auszeichnung f&uuml;r eine ungew&ouml;hnlich deutliche Attacke genutzt. &ldquo;Die Tyrannei der Luxusmagazine muss gebrochen werden&rdquo;, sagte er in einem Interview mit dem &ldquo;Guardian&rdquo;. Der Appell richtete sich gegen gro&szlig;e Fachbl&auml;tter wie &ldquo;Science&rdquo;, &ldquo;Nature&rdquo; und &ldquo;Cell&rdquo;.<br>\nDer Druck, in diesen Magazinen zu publizieren, verleite dazu, eher angesagter statt wirklich wichtiger Forschung nachzugehen. Die Chefredakteure seien &ldquo;keine Wissenschaftler, sondern Fachleute, die Furore machenden Studien den Vorzug geben und dabei so restriktiv vorgehen wie Modedesigner bei Limited-Edition-Handtaschen&rdquo;, sagte Schekman. Er selbst und seine Kollegen w&uuml;rden ab sofort nicht mehr in diesen Journals ver&ouml;ffentlichen und riefen alle Forscher zum Boykott auf.<br>\nDer Biologe kritisierte auch das System des sogenannten Impact Factor, wonach die Qualit&auml;t eines Journals daran bemessen wird, wie oft seine Ver&ouml;ffentlichungen zitiert werden: &ldquo;Eine Arbeit kann zitiert werden, weil sie gut ist, oder aber weil sie provokativ, auffallend oder falsch ist&rdquo;, kritisierte Schekman.<br>\nPeter Higgs, 2013 mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnet, erkl&auml;rte, dass es ihm beinah unangenehm gegen&uuml;ber seiner Universit&auml;t in Edinburgh sei, wie wenig er in seiner Laufbahn publiziert habe. In der heutigen Zeit h&auml;tte er wohl keinen akademischen Job mehr bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/lancet-spezial-fuer-mehr-qualitaet-in-der-wissenschaft-a-942328.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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