{"id":19901,"date":"2014-01-13T09:13:09","date_gmt":"2014-01-13T08:13:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901"},"modified":"2015-11-09T14:12:57","modified_gmt":"2015-11-09T13:12:57","slug":"hinweise-des-tages-2042","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h01\">Harald Schumann &ndash; Merkels Schuld am Rechtspopulismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h02\">&Ouml;ffentliche Anh&ouml;rung im Europ&auml;ischen Parlament zu den sozialen Folgen der Troikapolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h03\">32-Stunden-Woche f&uuml;r Eltern: Schwesig blitzt bei Merkel ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h04\">Der Ratspr&auml;sident &ndash; kaputt gespart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h05\">Ein reiches Land braucht &bdquo;mehr Staat&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h06\">Rekordmeldungen f&uuml;hren in die Irre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h07\">Paul Krugman: Der Kampf um die Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h08\">Restoring Shared Prosperity: A Policy Agenda from Leading Keynesian Economists<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h09\">BaFin r&uuml;ffelt Verg&uuml;tungssystem der Deutschen Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h10\">Deutschland ruft Milliarden f&uuml;r Arbeitsmarkt-Integration nicht ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h11\">Geschenk f&uuml;r Rechtspopulisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h12\">Wie &bdquo;relativ&ldquo; ist Kinderarmut? Armutsrisiko und Mangel im regionalen Vergleich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h13\">Die M&auml;r vom &Auml;rztemangel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h14\">Energiewende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h15\">EnBW-Deal:  Neue Details erh&ouml;hen Druck auf Mappus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h16\">Ukrainische Verh&auml;ltnisse in Hamburg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h17\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h18\">&raquo;Das Richtige und das Notwendige&laquo; (Brie\/Klein) &ndash; ohne zu sagen, was ist?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h19\">Deutsche Hochschulen und Forschungsinstitute forschen f&uuml;r ausl&auml;ndische Verteidigungsministerien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901#h20\">TV-Tipps<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19901&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Harald Schumann &ndash; Merkels Schuld am Rechtspopulismus<\/strong><br>\nEs ist kein Wunder, dass immer mehr W&auml;hler in der EU eine Bedrohung sehen. Die vor allem von den Deutschen geforderten Reformen bewirken vor allem eines: Die Kosten der Krise tragen Rentner und Arbeitnehmer &ndash; geschont werden dagegen Banken und Kapitaleigner. (&hellip;)<br>\nZentrales Merkmal dieser Schieflage ist die von Kanzlerin Angela Merkel und ihrem Gefolge durchgesetzte Politik f&uuml;r &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; &ndash; ein plumper Euphemismus f&uuml;r die Unterwerfung des Staates unter die Interessen der Kapitaleigner, der gemeinhin mit dem Ruf nach &bdquo;strukturellen&ldquo; Reformen garniert wird. Gemeint ist damit allerdings nicht etwa eine Reform der hypertrophen Gro&szlig;banken, um nach deren n&auml;chster Fehlspekulation weitere &bdquo;Rettungen&ldquo; auf Kosten der Allgemeinheit zu verhindern. Gemeint ist auch nicht die Europ&auml;isierung der Steuereintreibung, um die Steuerflucht der Verm&ouml;genden und ihrer Unternehmen zu unterbinden, die nach Sch&auml;tzung der EU-Kommission die Staatskassen gut 100 Milliarden Euro im Jahr kostet. Da hatte schon die alte Merkel-Regierung alles getan, um entsprechende Vorschl&auml;ge zu Fall zu bringen.<br>\nNein, gemeint sind stets nur solche Reformen, mit denen Renten, L&ouml;hne und Sozialleistungen gek&uuml;rzt und Arbeitnehmerrechte abgebaut werden. Auf diesem Weg wurden schon die Lasten in den Krisenstaaten ausschlie&szlig;lich Arbeitnehmern und Rentnern auferlegt, w&auml;hrend die wirtschaftlichen Eliten, ihre Banken und Unternehmen mit dreistelligen Milliardenbetr&auml;gen subventioniert werden. Nun fordern Merkels Abgesandte mit Unterst&uuml;tzung von Mario Draghi, dem Sozialstaatsver&auml;chter an der Spitze der EZB, das Gleiche von Frankreich und Italien.<br>\nDas ist nicht nur &ouml;konomisch unsinnig, weil es eine deflation&auml;re Abw&auml;rtsspirale in Gang gesetzt hat. Es ist auch politisch unverantwortlich, zig Millionen B&uuml;rger dem sozialen Abstieg preiszugeben, nur um das Kurzfristkalk&uuml;l der Akteure auf den Kapitalm&auml;rkten zu bedienen, und das auch noch im Namen der europ&auml;ischen Integration. Kein Wunder, dass immer mehr W&auml;hler diese nicht mehr als Verhei&szlig;ung sehen, sondern als Bedrohung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/europas-krise-merkels-schuld-am-rechtspopulismus\/9318970.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&Ouml;ffentliche Anh&ouml;rung im Europ&auml;ischen Parlament zu den sozialen Folgen der Troikapolitik<\/strong><br>\nThe impact of the Troika policy on wages and collective bargaining<br>\nAls geladener Experte hat Dr. Thorsten Schulten (WSI) am 09.01.2014 an einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Europ&auml;ischen Parlaments teilgenommen und ein kritisches Fazit zu den aktuellen Eingriffen in die Lohn- und Tarifpolitik gezogen. \n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140113_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/media.boeckler.de\/Sites\/A\/Online-Archiv\/12778\">WSI [PDF &ndash; 602 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>32-Stunden-Woche f&uuml;r Eltern: Schwesig blitzt bei Merkel ab<\/strong><br>\nDie von Manuela Schwesig vorgeschlagene Familienarbeitszeit wird vorerst nicht kommen. Angela Merkels Sprecher schmettert die Idee der Ministerin als &ldquo;pers&ouml;nlichen Debattenbeitrag&rdquo; ab. Auch die Sozialdemokratin selbst betont, es handle sich lediglich um eine Vision.<br>\nSelten verging zwischen Idee und Tod eines politischen Vorhabens so wenig Zeit. Familienministerin Manuela Schwesig ist mit ihrem Vorsto&szlig; einer 32-Stunden-Woche f&uuml;r junge Eltern bei Bundeskanzlerin Angela Merkel abgeblitzt &ndash; nur Stunden nachdem Schwesigs Interviews zum Thema gedruckt waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/regierung-lehnt-schwesigs-plan-fuer-familienzeit-ab-a-942910.html\">Spiegel Online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Nun ist wohl auch die Bundesfamilienministerin Schwesig in der Bundespolitik angekommen.<\/em><br>\n<em>Verbunden mit der Fahimi-Personalie sowie dem Maas-Versuch, die Vorratsdatenspeicherung wenigstens bis zum EuGH-Urteil zu verschieben und der Nahles-Rente hat die Bundes-SPD in dieser Woche ein Desaster erlebt. W&auml;hrend die CSU eine rechtspopulistische Ausl&auml;nderkampagne betreiben darf und die Kanzlerin prompt einen Staatssekret&auml;rsausschuss einrichtet. Werden alle Vorschl&auml;ge der SPD von Merkel nach wenigen Stunden abgew&uuml;rgt und die SPD stellt sich artig in die Ecke. <\/em><br>\n<em>Selbst Bild am Sonntag macht den neuen Au&szlig;enminister Steinmeier &bdquo;als diplomatisches Genie&ldquo; l&auml;cherlich: &bdquo;&hellip;am Freitag mimte er in Athen den harten Max, lehnte weitere Hilfen ab. Einen Tag sp&auml;ter erkl&auml;rte Finanzminister Sch&auml;uble, dass weitere Hilfen denkbar seien&hellip;&ldquo;<\/em><br>\n<em>Umfrage-Ergebnis: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/grosse-koalition\/grosse-koalition-mit-fehlstart-34200728.bild.html\">62% meinen Angela Merkel macht innerhalb der Bundesregierung die bessere Arbeit, nur 13% meinen das von Sigmar Gabriel<\/a>. Die CDU legt in Umfragen zu, die SPD stagniert oder nimmt ab.<\/em><br>\n<em>Siehe dazu auch: &bdquo;<a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2014\/01\/12\/eu-pfusch-und-der-wind-der-spd\/?utm_source=Neolox+Mailings&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Politischer+Auftakt+des+neuen+Jahres&amp;utm_content=Mailing_7102018\">Der Wind der SPD<\/a>&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Dennoch sei angemerkt, dass Schwesigs &bdquo;Debattenbeitrag&ldquo; eine unausgegorene Schnapsidee ist. Nat&uuml;rlich w&auml;re es w&uuml;nschenswert, wenn junge Familien etwas mehr Zeit f&uuml;r die Kleinen haben. Hat der Staat aber wirklich so viel Geld, um diesen Arbeitszeitausgleich aus Steuermitteln zu bezahlen? Gibt es nicht zahlreiche Bereiche, in denen das Geld n&ouml;tiger gebraucht wird? Warum versucht Schwesig nicht einfach, wenn es denn schon ein &bdquo;Debattenbeitrag&ldquo; sein soll, hier die Arbeitgeber bei der Finanzierung mit ins Boot zu holen? Ist die SPD schon so marktkonform, dass ihr dazu noch nicht einmal die Idee kommt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Ratspr&auml;sident &ndash; kaputt gespart<\/strong><br>\nBis zum Sommer hat Griechenland die EU-Ratspr&auml;sidentschaft inne. F&uuml;r sechs Monate sitzt es einem Club von Regierungen vor, welche der griechischen Bev&ouml;lkerung immer wieder fatale K&uuml;rzungsorgien und damit wirtschaftliche Depression verordneten.<br>\nDa hilft es wenig, dass der deutsche Au&szlig;enminister jetzt die &bdquo;Fortschritte&ldquo; in Griechenland lobt und der griechische Regierungschef Samaras froh verk&uuml;ndet, der Staatshaushalt fahre &Uuml;bersch&uuml;sse ein, der Tourismus boome und die Bev&ouml;lkerung profitiere von sinkenden Mieten. Die griechische Wirklichkeit ist dunkel.<br>\nTats&auml;chlich wird Athen 2013 voraussichtlich ein Plus im Prim&auml;rhaushalt (also ohne Kreditzinszahlungen) erzielen. Allerdings wohl nur, weil &ouml;ffentliche Geh&auml;lter und Rechnungen noch nicht bezahlt sind. Zudem gelten die Defizite in den Sozialkassen und die Steuereinnahmen als optimistisch kalkuliert. Abgesehen davon: Wenn die Senkung des Haushaltsdefizits auf der drastischen Senkung des Lebensstandards beruht, werden Wirtschaftskraft und Steuereinnahmen nicht steigen, Zinszahlungen nicht sinken und die Schuldenlast bleibt langfristig untragbar. In Griechenland hat der fatale K&uuml;rzungskurs die Staatsschulden auf diese Weise auf 176 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ansteigen lassen.<br>\nDer Tourismus-Boom hat sich auf dem Arbeitsmarkt kaum positiv ausgewirkt. Zwar kamen &uuml;ber 15 Prozent mehr ausl&auml;ndische Touristen. Zugleich brach jedoch der Binnentourismus ein. Zudem gilt mittlerweile ein Tariflohn, der 15 Prozent niedriger liegt als 2012.<br>\nDie Mietpreise haben sich seit Beginn der Krise halbiert. Aber auch dies sehen viele Griechen nicht positiv, denn 77 Prozent haben Wohneigentum. F&uuml;r sie sind Mieteinnahmen wichtig. Stattdessen steigt die Belastung durch h&ouml;here Immobiliensteuern.<br>\nDas ganze Desaster zeigt sich jedoch erst an den Fundamentaldaten. Die Wirtschaftsleistung sank im dritten Quartal 2013 erneut &ndash; preisbereinigt um drei Prozent zum Vorjahr. Die privaten Konsumausgaben fielen im selben Zeitraum um 8,1 Prozent, seit Mitte 2008 insgesamt schon um rund 27 Prozent. Bei den Investitionen sieht es noch fataler aus: Seit sechs Jahren sinken die realen Bruttoanlageinvestitionen (siehe Grafik), im dritten Quartal 2013 erneut um 12,6 Prozent. Sie liegen heute fast um zwei Drittel niedriger als 2007.<br>\nDie Zahlen zeigen: Der Plan, mit Lohn- und Ausgabenk&uuml;rzungen Griechenlands Wirtschaftskraft zu st&auml;rken und Jobs zu schaffen funktioniert nicht. Wirtschaftliche Strukturen werden vielmehr unwiederbringlich zerst&ouml;rt &ndash; und mit ihnen Einkommen und Arbeitspl&auml;tze.<br>\nSelbst in der touristischen Hochsaison betrug die griechische Arbeitslosenquote 27,4 Prozent. &Uuml;ber zwei Drittel der Arbeitslosen erhalten inzwischen nur noch 200 Euro &Uuml;berlebenshilfe. 27 Prozent der Besch&auml;ftigten arbeiten unversichert. Die Summe der Arbeitnehmerentgelte sank im dritten Quartal 2013 um 8,9 Prozent zum Vorjahr und um 40 Prozent zu 2009.<br>\nDas Land der aktuellen EU-Ratspr&auml;sidentschaft steckt tats&auml;chlich in einer tiefgreifenden Depression. Griechenland braucht endlich einen Kurswechsel!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140113_klartext_europa_der_ratspraesident-kaputt_gespart.pdf\">DGB-Bundesvorstand, Abteilung Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik [PDF &ndash; 370 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe zur Situation in Griechenland auch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19831\">Die tiefe Kluft zwischen regierungsamtlichem Optimismus und der Wahrnehmung der Wirklichkeit durch die griechische Bev&ouml;lkerung<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ein reiches Land braucht &bdquo;mehr Staat&ldquo;<\/strong><br>\nSind die Parteien wirklich kaum noch zu unterscheiden, wie manche Kommentatoren und viele B&uuml;rger immer wieder behaupten? F&uuml;r die Steuer- und Finanzpolitik gilt dies ausdr&uuml;cklich nicht! Um dies zu erkennen, braucht man kein Fachmann auf diesem Gebiet zu sein. Schon ein kurzer Blick auf die Kernaussagen der Parteien und die internationale Statistik macht deutlich, wie sehr unterschiedliche gesellschaftspolitische Grundauffassungen unsere Parteien pr&auml;gen.<br>\nDeutschland &ndash; ein Niedrigsteuerland<br>\n&bdquo;Wir haben die h&ouml;chsten Steuereinnahmen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland&ldquo;, betonten CDU\/CSU im Wahlkampf und auch w&auml;hrend der Koalitionsverhandlungen. Das ist nicht zu bestreiten. Die Einnahmen von Bund, L&auml;ndern und Gemeinden betrugen 2012 rund 600 Mrd. Euro, 2013 werden es rund 620 Mrd. Euro sein. Sie erreichten damit ein bisher nie dagewesenes Volumen. Doch die daraus gezogene politische Schlussfolgerung, Steuererh&ouml;hungen seien nicht notwendig, basiert auf einem anderen Verst&auml;ndnis von Staat und Wirtschaft als das der SPD.<br>\nEntscheidend ist nicht die absolute H&ouml;he von Steuereinnahmen, sondern die Steuerquote, das ist der Anteil der Steuereinnahmen am Bruttoinlandsprodukt. Im internationalen Vergleich hat Deutschland eine sehr niedrige Steuerquote. Sie betrug 2011 nur 22,8 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/25-2014\/++co++9e18bf96-792b-11e3-a990-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rekordmeldungen f&uuml;hren in die Irre<\/strong><br>\n&ldquo;Einnahmerekorde&rdquo; bei den Steuern t&auml;uschen dar&uuml;ber hinweg, dass der Staat in Deutschland unterfinanziert ist. Das geht zu Lasten dringend notwendiger Investitionen.<br>\nGut 620 Milliarden Euro werden Bund, L&auml;nder und Gemeinden nach der Steuersch&auml;tzung vom November in diesem Jahr an Steuern einnehmen. Das w&auml;re, wie viele Medien berichteten, ein &ldquo;historischer H&ouml;chststand&rdquo;. Doch solche Rekord-Meldungen f&uuml;hren in die Irre, denn bei normaler wirtschaftlicher Entwicklung sind Einnahmezuw&auml;chse schlicht eine Selbstverst&auml;ndlichkeit. Darauf weisen Katja Rietzler und Achim Truger hin, Steuerexpertin des IMK und Wirtschaftsprofessor in Berlin. Die beiden Autoren der IMK-Steuersch&auml;tzung warnen vielmehr vor einer dauerhaften strukturellen Unterfinanzierung des Staates. Wesentlicher Grund daf&uuml;r: Die deutlichen Steuersenkungen seit Ende der 1990er-Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/44962_44977.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Paul Krugman: Der Kampf um die Armut<\/strong><br>\n&hellip;wenn  die Fortschritte im Kampf gegen die Armut trotzdem entt&auml;uschend langsam gewesen sind  &ndash;  und das waren sie  &ndash;  dann ist das nicht den Armen anzukreiden, sondern einem sich wandelnden Arbeitsmarkt, der normalen Arbeitnehmern keine guten L&ouml;hne mehr zahlt. Fr&uuml;her war es so, dass die L&ouml;hne zusammen mit der Produktivit&auml;t der Arbeitnehmer anstiegen, aber diese Koppelung h&ouml;rte um 1980 herum auf. Das untere Drittel der amerikanischen Arbeitnehmerschaft hat seit Anfang der 1970er Jahre inflationsbereinigt wenig oder gar keinen Lohnanstieg gesehen; Und beim unteren Drittel der m&auml;nnlichen Arbeitnehmerschaft sind die L&ouml;hne sogar stark gesunken. Diese stagnierende Lohnentwicklung und nicht etwa sozialer Verfall ist der Grund daf&uuml;r, dass die Armut so schwer auszurotten ist.<br>\nOder, anders ausgedr&uuml;ckt, das Armutsproblem ist Teil der gr&ouml;&szlig;eren Problematik einer wachsenden Einkommensungleichheit, einer Wirtschaft, in der alle Ertr&auml;ge des Wachstums nur einer kleinen Elite zugute zu kommen scheinen, w&auml;hrend alle anderen leer ausgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/01\/10\/opinion\/krugman-the-war-over-poverty.html?_r=0\">The New York Times<\/a>\n<p><strong>Dazu passt: Das Parlament der Reichen<\/strong><br>\nIn Deutschland ist die &ldquo;Million&auml;rswahl&rdquo; eine TV-Show, in den USA Realit&auml;t. Zum ersten Mal sind mehr als die H&auml;lfte aller US-Abgeordneten Million&auml;re. Amerikas Volksvertreter sind schon lange viel reicher als ihre W&auml;hler: Ihnen geh&ouml;rt ein Milliardenverm&ouml;gen.<br>\nDass Geld in der US-Politik eine gro&szlig;e Rolle spielt, ist eine Binsenweisheit. Dass Geld aber auch f&uuml;r US-Politiker immer wichtiger wird, dagegen eine statistische Gewissheit. Denn zum ersten Mal in der Geschichte der USA ist mehr als jeder zweite US-Abgeordnete Million&auml;r. Das geht aus den offiziellen Berichten hervor, die alle Senatoren und Abgeordneten im Repr&auml;sentantenhaus einmal j&auml;hrlich &uuml;ber ihre pers&ouml;nlichen Finanzen ver&ouml;ffentlichen m&uuml;ssen. Die Daten ausgewertet hat das Center for Responsive Politics (CRP), eine &uuml;berparteiliche, gemeinn&uuml;tzige Organisation, die den Einfluss von Geld auf die US-Politik untersucht. Nur in Chinas Volkskongress sitzen noch mehr Superreiche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Das-Parlament-der-Reichen-article12057121.html\">n-tv<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Ob in China tats&auml;chlich viele &bdquo;Superreiche&ldquo; im Volkskongress sind, ist nicht bewiesen. In westlichen Medien wird es jedoch hartn&auml;ckig behauptet.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dennoch: Die USA lernt, Europa leidet: Haben die USA die besseren &Ouml;konomInnen?<\/strong><br>\nIn den USA herrscht Casino-Crash-Kapitalismus, in Europa dagegen Stabilit&auml;t und Wohlfahrtsstaat &ndash; stimmt das noch? Sp&auml;testens seit der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2007 hat sich die Rolle der beiden Regionen gewandelt: Die USA verabschiedeten Konjunkturprogramme und unterst&uuml;tzen &uuml;ber ihre Notenbank Banken und Wirtschaft. Die amerikanische Wirtschaft w&auml;chst seit 2008 langsam aus der Krise, und die Arbeitslosigkeit f&auml;llt &ndash; langsam, aber doch. Sie ist von ihrem H&ouml;hepunkt im Jahr 2010 mit fast zehn Prozent der Erwerbspersonen auf etwa sieben Prozent zur&uuml;ckgegangen. In Europa hingegen f&uuml;hrte eine v&ouml;llig verkehrte Reaktion auf die Krise, zuerst der Europ&auml;ischen Zentralbank und dann der Regierungen (Stichworte: Zinserh&ouml;hungen und Austerit&auml;t), zu Massenarbeitslosigkeit, Armut und einer sozialen Notsituation. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone ist von sieben Prozent der Erwerbspersonen vor der Krise auf zehn Prozent im Jahr 2010 und dann weiter auf zw&ouml;lf Prozent im Jahr 2013 gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/usa-bessere-oekonomen\/\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Restoring Shared Prosperity: A Policy Agenda from Leading Keynesian Economists,<\/strong><br>\nedited by Thomas I. Palley and Gustav A. Horn<br>\nThe economic recovery in the US since the Great Recession has remained sub-par and beset by persistent fear it might weaken again. Even if that is avoided, the most likely outcome is continued weak growth, accompanied by high unemployment and historically high levels of income inequality. In Europe, the recovery from the Great Recession has been even worse, with the euro zone beset by an unresolved euro crisis that has already contributed to a double-dip recession in the region. This book offers an alternative agenda for shared prosperity to that on offer from mainstream economists. The thinking is rooted in the Keynesian analytic tradition, which has been substantially vindicated by events. However, pure Keynesian macroeconomic analysis is supplemented by a focus on the institutions and policy interventions needed for an economy to generate productive full employment with contained income inequality. Such a perspective can be termed &ldquo;structural Keynesianism&rdquo;. These are critical times and the public deserves an open debate that does not arbitrarily or ideologically lock out alternative perspectives and policy ideas. The book contains a collection of essays that offer a credible policy program for shared prosperity, rooted in a clear narrative that cuts through the economic confusions that currently bedevil debate.\n<p>Mit Beitr&auml;gen von Richard L Trumka, Thomas I Palley, Gustav A Horn, Andreas Botsch, Josh Bivens, Achim Truger, Jared Bernstein, Robert Pollin, Dean Baker, Gerald Epstein, Damon Silvers, Jennifer Taub, Silke Tober, Jan Priewe, John Schmitt, Heidi Shierholz, William E Spriggs, Eckhard Hein, Heiner Flassbeck, Gerhard Bosch, Michael Dauderst&auml;dt.<\/p>\n<p>Das Buch ist <a href=\"http:\/\/www.thomaspalley.com\/docs\/research\/restoring_shared_prosperity.pdf\">hier [PDF &ndash; 4 MB]<\/a> als PDF herunterladbar.<\/p>\n<p><strong>Dazu: Paul Jorion: Die Lektionen des authentischen Keynes<\/strong><br>\nWenn Keynes heute zu uns zur&uuml;ckkehren k&ouml;nnte, was w&uuml;rde er mutma&szlig;lich zur heute vorherrschenden Wirtschafts- und Sozialpolitik sagen?<br>\nEr w&auml;re sicherlich &ndash; wie er das immer bei jeder Art von Austerit&auml;tspolitik war &ndash; fassungslos und wiese mit Abscheu die schulmeisterliche Verbindung eines Wettbewerbs-Imperativs von sich &ndash; die liebenswert verpackt daherkommende Besch&ouml;nigung einer zynischen Lohnk&uuml;rzungspolitik.<br>\nKeynes hielt einmal erreichte Lohnniveaus aus zwei Gr&uuml;nden f&uuml;r nicht nach unten korrigierbar: einmal aus rein &ouml;konomischen Gr&uuml;nden, zum andern aber auch aus moralisch-politisch-soziologischen Gr&uuml;nden.<br>\nDen &ouml;konomischen Grund sah er darin, dass ein Klima, in dem zu Lohnk&uuml;rzungen aufgerufen wird, an sich schon den deflatorischen Kontext einer Volkswirtschaft anzeigt. Die Forderung nach Lohnreduktionen ist nach Keynes Symptom der sich stellenden Problematik.<br>\nGegen Deflation (als konjunkturelles Problem) m&uuml;sse mit Ma&szlig;nahmen der Geld- und Fiskalpolitik vorgegangen werden, jedoch nicht mit dem Kampf gegen eines ihrer Krisen-Symptome.<br>\nEine Lohnk&uuml;rzungspolitik hielt Keynes f&uuml;r zum Scheitern verurteilt, weil sie sich damit begn&uuml;ge, nur die Oberfl&auml;che der Dinge zu ber&uuml;hren und die eigentlichen Krisenursachen au&szlig;er Acht zu lassen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.lemonde.fr\/economie\/article\/2014\/01\/05\/la-lecon-du-vrai-keynes_4343208_3234.html\">Le Monde<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140113_jorion_keynes.pdf\">&Uuml;bersetzung von Gerhard Kilper [PDF &ndash; 66 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>BaFin r&uuml;ffelt Verg&uuml;tungssystem der Deutschen Bank<\/strong><br>\nDie Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin hat das Verg&uuml;tungssystem der Deutschen Bank ger&uuml;gt und Deutschlands gr&ouml;&szlig;tes Finanzinstitut aufgefordert, die gesetzlichen Regelungen einzuhalten. Wie die WirtschaftsWoche aus Kreisen der Deutschen Bank erfuhr, hat die BaFin kritisiert, dass die Boni der Spitzenmanager zu hoch sind und deshalb vor allem die Investmentbanker weiterhin zu risikoreichen Gesch&auml;ften animieren. Die BaFin will am Montag  das Ergebnis ihrer Sonderpr&uuml;fung der Gehaltsstrukturen bei deutschen Gro&szlig;banken der &Ouml;ffentlichkeit vorstellen. In Finanzkreisen ist bereits zu h&ouml;ren, dass das Ergebnis der Pr&uuml;fung &bdquo;schlecht&ldquo; bis &bdquo;desolat&ldquo; ausgefallen sei. Kaum eine Bank habe den Test ohne Beanstandungen gemeistert. Bei vielen Banken ist offenbar der Anteil der Boni am Einkommen der Top-Manager viel zu hoch. Per Gesetz ist vorgeschrieben, dass Boni nur die H&ouml;he des Festgehaltes erreichen d&uuml;rfen und nur in Ausnahmef&auml;llen h&ouml;her liegen d&uuml;rfen. Auch scheinen es die Banken bei der Bestimmung der sogenannten Risk Taker nicht so genau zu nehmen. F&uuml;r diese Top-Banker mit &bdquo;Verantwortung f&uuml;r einen wichtigen Gesch&auml;ftsbereich&ldquo;, so die Definition der Bafin, gelten zus&auml;tzliche Auflagen bei der Verg&uuml;tung. Entsprechend zur&uuml;ckhaltend waren die Banken bei der Identifizierung. Nach einer Auswertung der europ&auml;ischen Aufsicht EBA sind Hunderte Banker, die mehr als eine Million Euro im Jahr verdienen, nicht als Risk Taker eingestuft. Diese Zur&uuml;ckhaltung ist der BaFin ein besonderer Dorn im Auge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/banken\/finanzaufsicht-bafin-rueffelt-verguetungssystem-der-deutschen-bank\/9315244.html\">WirtschaftsWoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutschland ruft Milliarden f&uuml;r Arbeitsmarkt-Integration nicht ab<\/strong><br>\nAuch Deutschland hat Milliarden-Hilfen der EU zur Integration benachteiligter Menschen in den Arbeitsmarkt nicht genutzt. Es handelt sich nach einem Bericht der &lsquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&rsquo; (FAS) um insgesamt drei Milliarden Euro. Damit steht Deutschland in einer Reihe mit anderen L&auml;ndern, darunter auch Rum&auml;nien und Bulgarien. Sie alle haben Mittel aus dem Europ&auml;ischen Sozialfonds (ESF) nicht komplett abgerufen.<br>\nEine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums sagte dazu am Samstag in Berlin, in der F&ouml;rderperiode 2007 bis 2013 habe Deutschland rund 63 Prozent der zur Verf&uuml;gung stehenden ESF-Mittel bei der Europ&auml;ischen Kommission zur Erstattung geltend gemacht. &lsquo;Dies liegt &uuml;ber dem EU-Durchschnitt von rund 55 Prozent.&rsquo; Der Zeitung zufolge hat Bulgarien 53 Prozent der Mittel in Anspruch genommen, Rum&auml;nien 30 Prozent.<br>\nDem Bund standen im abgelaufenen F&ouml;rderzeitraum nach Angaben des Ministeriums rund 3,5 und den L&auml;ndern rund 5,8 Milliarden Euro an ESF-Mitteln zur Verf&uuml;gung. F&uuml;r F&ouml;rderprojekte wurden bis November 2013 knapp 5,9 Milliarden Euro beantragt. F&uuml;r den Bund ergibt sich nach den Worten der Sprecherin ein Bindungsstand f&uuml;r Mittel, die per Bescheid bereits an konkrete Projekte gebunden sind, von rund 93 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/agenturmeldungen\/unternehmensnachrichten\/roundup-fas-deutschland-ruft-milliarden-fuer-arbeitsmarkt-integration-nicht-ab-12748170.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Geschenk f&uuml;r Rechtspopulisten<\/strong><br>\nMan kann es Chuzpe nennen &ndash; oder hochgef&auml;hrlich: Die Europ&auml;ische Kommission fordert, dass Migranten aus EU-L&auml;ndern leichter Zugang zu Sozialleistungen in Deutschland erhalten sollen. Kurz vor der Europawahl kommt diese Aussage zur Unzeit. EU-Kritiker und Rechtspopulisten k&ouml;nnen sich freuen.<br>\nDie Forderung der EU-Kommission kommt zur Unzeit. Mitten hinein in eine scharfe Debatte um Armutszuwanderer nach Deutschland wird bekannt, dass sie vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof einen leichteren Zugang f&uuml;r EU-Migranten zu Sozialleistungen in Deutschland fordert&hellip;<br>\nWenige Monate vor der Europawahl steigert dies den Verdruss von B&uuml;rgern, die in der EU jetzt schon ein Vorschriftenmonster und eine Schuldenmaschine sehen. Es ist ohnehin zu bef&uuml;rchten, dass EU-Kritiker und Rechtspopulisten bei der Wahl im Mai erstarken. Sie k&ouml;nnen sich nun freuen. Man darf sich da nichts vormachen: Zuwanderer, die Sozialleistungen beziehen, sind h&ouml;chst unpopul&auml;r. Auch wenn sie die klare Ausnahme sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/eu-kommission-zu-zuwanderung-geschenk-fuer-rechtspopulisten-1.1859840\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.J.:<\/strong> Musterg&uuml;ltiges Beispiel daf&uuml;r wie eine gewisse politische Indoktrination funktioniert. Es ist offenbar nach kurzer Weile journalistisch schal erneut zu bemerken, was sich einzig zu den &Auml;u&szlig;erungen Horst Seehofers (des Initiators der aktuellen Debatte) und der CSU bemerken l&auml;sst: &Uuml;ble Hetze von Personen, die rechts neben sich wohl nur mehr die Wand haben. Zeitungen, auch die als links-liberal geltende S&uuml;ddeutsche scheinen gezwungen &ldquo;differenziert&rdquo; beurteilen zu m&uuml;ssen (also nicht rundweg abzulehnen) und machen sich dabei chauvinistische Argumentationen zu eigen. So warnt die &bdquo;S&uuml;ddeutsche&ldquo; vor der argumentativen Munitionslieferung f&uuml;r die rechten Hetzer durch die EU-Kommission und verkennt dabei wie sie damit die Argumentation jener st&uuml;tzt.<\/em><\/p>\n<p><em>War es zu langweilig wieder zu betonen, wie grundlegend falsch die Argumente Seehofers, der CSU und sonstiger Rechtspopulisten sind? Daran zu erinnern, dass beim Eintritt Rum&auml;niens und Bulgariens &Uuml;bergangsfristen zur allgemeinen Niederlassungsfreiheit vereinbart wurden und dass diese mit 1.1.2014 eben ausgelaufen sind? Und dass jemand der &ndash; wie Horst Seehofer &ndash; dieses Faktum unter den Tisch fallen l&auml;sst, nicht mehr als verl&auml;sslicher Vertragspartner in Europa angesehen werden kann. Denn schlie&szlig;lich ist ein Vertrag letztlich gar keiner mehr, wenn dieser immer wieder zu den eigenen Gunsten nachverhandelt werden soll. Und dass wer sich so auff&uuml;hrt fragen lassen muss, was denn f&uuml;r ihn &uuml;berhaupt eine Union sei und ob er darunter nicht nur einen peripheren Absatzmarkt f&uuml;r die in Kerneuropa (letztlich Bayern) hergestellten Waren sieht &ndash; ohne jede europ&auml;ische Solidarit&auml;t? Und dass wer so argumentiert sich des typisch konservativen Begriffs von Gemeinschaft bedient, der die gemeinsame Sache nur dann sich zu propagieren traut, wenn sie dem ureigenen Nutzen dient? Etc. etc.<\/em><\/p>\n<p><em>Kurzum &ndash; w&auml;re mit diesem Kommentar etwa belegt, wie die Haltung der CSU nun auch jene der &bdquo;S&uuml;ddeutschen&ldquo; geworden ist? Wohl kaum &ndash; anderen &Auml;u&szlig;erungen der Zeitung zu Folge &ndash; aber das Blatt ist mit diesem Kommentar den Populisten auf den bekannten Vogelleim spaziert, indem eine &Auml;u&szlig;erung, die von ganz rechts hervorgeschleudert wurde, nun irgendwie publizistisch &ldquo;differenziert&rdquo; kommentiert werden muss und dabei teilweise &uuml;bernommen wird. So wird perfide das ganze Spektrum verschoben, indem auf einmal ein Problem auftaucht wo fr&uuml;her nur Vertragssicherheit und Solidarit&auml;t zu finden waren. Pl&ouml;tzlich ist nicht mehr der Populismus Seehofers &ldquo;Chuzpe&rdquo; sondern das Erinnern der EU an geltendes Recht. Pl&ouml;tzlich wird internalisiert, dass es keine europ&auml;ische Gleichheit geben kann, sondern Europ&auml;er von unterschiedlichem &bdquo;Wert&ldquo;, denen nur die jeweils wertgem&auml;&szlig;en Leistungen zustehen. Diese kaum ertr&auml;gliche Verschiebung ist ein Prozess der nahezu alle Medien in Deutschland betrifft und der seit Jahrzehnten in Gang ist. Leider.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wie &bdquo;relativ&ldquo; ist Kinderarmut? Armutsrisiko und Mangel im regionalen Vergleich<\/strong><br>\nDie Kinderarmut variiert regional deutlich. W&auml;hrend in Bremen und Mecklenburg-Vorpommern mehr als ein Drittel der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren einkommensarm sind, leben nur knapp 10 Prozent der Gleichaltrigen in Oberbayern in Armut. Generell ist die Einkommensarmut unter Kindern im Osten verbreiteter als im Westen. W&auml;hrend die Kinderarmut in den Regionen Ostdeutschlands jedoch seit 2005 gesunken ist, stieg sie insbesondere in einigen Regierungsbezirken Nordrhein-Westfalens deutlich an.<br>\nDie relative Einkommensarmut hat f&uuml;r die davon betroffenen Kinder durchaus materielle Folgen. Armutsgef&auml;hrdete Haushalte mit Kindern weisen generell eine<br>\nschlechtere Versorgung mit relevanten G&uuml;tern auf. Trotz eines m&ouml;glicherweise niedrigeren Preisniveaus gilt das in besonderem Ma&szlig;e f&uuml;r den Osten. Armutsgef&auml;hrdete Kinder im Osten leben teilweise in Haushalten, in denen auch wesentliche G&uuml;ter nicht in ausreichendem Ma&szlig;e vorhanden sind.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/media.boeckler.de\/Sites\/A\/Online-Archiv\/12774\">WSI Report [PDF &ndash; 168 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/43707_45146.htm\">Interaktive Karte Armutsgef&auml;hrdete Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/kinderarmut-in-deutschland-hier-wohnen-die-meisten-armen-kinder-a-942431.html\">Wo die meisten armen Kinder wohnen, Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die M&auml;r vom &Auml;rztemangel<\/strong><br>\nWir haben keinen &Auml;rztemangel, sondern ein gravierendes Verteilungsproblem: 350 000 im Beruf stehende Mediziner sind wahrlich kein Zeichen eines Mangels. Verglichen mit vor 25 Jahren gibt es heute etwa 110 000 mehr berufst&auml;tige Wei&szlig;kittel!&hellip;<br>\nDer Verein demokratischer &Auml;rztinnen und &Auml;rzte sieht den eigenen Berufsstand in der sozialen Verantwortung. Wir brauchen eine neue Bedarfsplanung, einen Abbau der (fach&auml;rztlichen) &Uuml;berversorgung der St&auml;dte, ein Ende der Zwei-Klassen-Medizin, eine Neuausrichtung des Medizinstudiums, die Steuerung der &auml;rztlichen Weiterbildung und F&ouml;rderung der Allgemeinmedizin, Unterst&uuml;tzung der Land&auml;rzte durch speziell ausgebildete Gemeindeschwestern und Rettungsassistenten sowie die &Ouml;ffnung der regionalen Krankenh&auml;user f&uuml;r regul&auml;re ambulante Versorgung. Daf&uuml;r m&uuml;ssen Bund und L&auml;nder, Kassen&auml;rzte, Kassen und Kliniken endlich an einem Tisch sitzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/920380.die-maer-vom-aerztemangel.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Energiewende<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die IG BCE r&uuml;stet Energieminister Gabriel ein<\/strong><br>\nIn Berlin nehmen die Akteure der gro&szlig;en Koalition ihre Pl&auml;tze ein. Fast alle kennen sich seit langem. Im verholzten Beziehungsgeflecht der Hauptstadt tauchen nur wenige neue Gesichter auf. Einen spektakul&auml;ren Zugang kann die SPD vorweisen. Die IG BCE-Funktion&auml;rin Yasmin Fahimi soll Generalsekret&auml;rin werden. Der Transfer ist ein Signal. (&hellip;)<br>\nFahimi leitete bisher bei der IG BCE die Abteilung f&uuml;r politische Planung, eine Schl&uuml;sselposition in der Gewerkschaft, deren Organisationsbereich sehr stark von politischen Entscheidungen gepr&auml;gt wird. Es dr&auml;ngt sich die Frage auf: Hat die SPD sie der IG BCE abgeworben oder hat die IG BCE sie zur SPD abkommandiert?<br>\nWer die Gewerkschaft kennt, wird die zweite Variante favorisieren. Die IG BCE &uuml;bt seit jeher politischen Einfluss aus, vor allem in der SPD. Die Gewerkschaft steht dem rechten Fl&uuml;gel der Partei nahe, der sich im Seeheimer Kreis sammelt. Mit ihm st&uuml;tzte sie Schr&ouml;ders Agenda-Politik und verteidigte sie gegen Kritik aus dem linken Gewerkschaftsspektrum.<br>\nBisher neigte die IG BCE dazu, die Strippen hinter den Kulissen zu ziehen. Nun will sie offenbar st&auml;rker als politische Kraft in Erscheinung treten. Die verkorkste Energiewende ist auch f&uuml;r die Gewerkschaften eine gro&szlig;e Herausforderung. Fehlsteuerungen k&ouml;nnen viele Zehntausend Arbeitspl&auml;tze vor allem in der Industrie kosten. Daher wollen die Gewerkschaften die Energiewende mitgestalten, allen voran die Energie-Gewerkschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2014\/01\/10\/die-ig-bce-ruestet-energieminister-gabriel-ein\/\">Post von Horn<\/a><\/li>\n<li><strong>K&uuml;nftige SPD-Generalin unter Lobbyismus-Verdacht<\/strong><br>\nWegen eines Vorstandspostens in einem m&auml;chtigen Energieforum ger&auml;t Yasmin Fahimi unter Druck. Die Linke sieht in ihr eine Lobbyistin der Stromwirtschaft. Die Gewerkschafterin gibt den Nebenjob nun ab.<br>\nDie designierte SPD-Generalsekret&auml;rin Yasmin Fahimi steht bereits vor ihrem Amtsantritt in der Kritik. Die Linkspartei forderte von der Gewerkschaftssekret&auml;rin, ihren Posten als gesch&auml;ftsf&uuml;hrendes Vorstandsmitglied des Innovationsforums Energiewende niederzulegen. Es schade dem Ansehen der Politik insgesamt, wenn die Stromwirtschaft eine ihrer wichtigsten Lobbyistinnen direkt in der Schaltzentrale einer Regierungspartei platziere, begr&uuml;ndete Linke-Chefin Katja Kipping die Forderung in der &ldquo;Welt&rdquo;.<br>\nFahimi reagierte umgehend auf den Angriff und k&uuml;ndigte an, den Nebenjob abzugeben: &ldquo;Es ist selbstverst&auml;ndlich, dass ich das Amt als gesch&auml;ftsf&uuml;hrendes Vorstandsmitglied des Innovationsforums Energiewende niederlege. Das ist l&auml;ngst abgesprochen&rdquo;, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. &ldquo;Das Innovationsforum ist im &Uuml;brigen kein Lobbyisten-Verein&rdquo;, erkl&auml;rte sie weiter.<br>\nBeim 2011 gegr&uuml;ndeten Gremium handelt es sich um einen Zusammenschluss von f&uuml;hrenden Vertretern und Betriebsr&auml;ten der wichtigsten deutschen Energieunternehmen sowie der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). Der Vorsitzende des Forums ist auch der Vorsitzende der IG BCE, Michael Vassiliadis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article123688262\/Kuenftige-SPD-Generalin-unter-Lobbyismus-Verdacht.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Energie-Trojanerin<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Koalition nach dem katastrophalen, lobbydurchseuchten Koalitionsvertrag (siehe &ldquo;Groko CSPDU: Die Energiewende-Abw&uuml;rger&rdquo; und &ldquo;Energielobbytik der CSPDU&ldquo;) mit den ersten Ressort- und Personalentscheidungen positiv &uuml;berraschte und zumindest etwas hoffen lie&szlig; (siehe &ldquo;Berliner Energiepolitik: Hochspannend&ldquo;), ist das energiepolitische Pendel zum Jahresbeginn 2014 mit der Personalie Yasmin Fahimi wieder voll in die Gegenrichtung ausgeschlagen. Fahimi soll am 26. Januar 2014 auf einem au&szlig;erordentlichen SPD-Parteitag, zu dem gem&auml;&szlig; Organisationsstatut eingeladen wurde, zur Generalsekret&auml;rin der Partei gew&auml;hlt werden.<br>\nHat &uuml;berhaupt jemand bemerkt, was f&uuml;r ein trojanisches Pferd diese Frau ist? Ist schon irgendwo ein Aufschrei zu h&ouml;ren gewesen &ndash; au&szlig;er von der LINKEN? Nein. Das ist wenig erstaunlich, denn es liegt in der Natur von trojanischen Pferden, dass man sie erst erkennt, wenn es zu sp&auml;t ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.metropolsolar.de\/2014\/01\/skandal-fahimi-die-energiepolitische-bundestrojanerin\/\">MetropolSolar Rhein-Neckar<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>EnBW-Deal:  Neue Details erh&ouml;hen Druck auf Mappus<\/strong><br>\nNeue Details zum R&uuml;ckkauf der EnBW-Aktien durch das Land Baden-W&uuml;rttemberg: Nach Informationen des SWR gibt es bislang unbekannte Vernehmungsprotokolle, die dem Untersuchungsausschuss inzwischen vorliegen. Hat Ex-Ministerpr&auml;sidenten Stefan Mappus (CDU) etwa die Unwahrheit gesagt?&hellip;<br>\nAllerdings widersprechen die EdF-Verantwortlichen in den Vernehmungsprotokollen in wichtigen Punkten den Aussagen von Mappus. Anders als er immer behauptet hatte, wollte die EdF ihren Aktienanteil an der EnBW gar nicht verkaufen. Daf&uuml;r spricht auch eine E-Mail, in der es hei&szlig;t, dass der damalige franz&ouml;sische Staatspr&auml;sident Nicolas Sarkozy von einem Verkauf der Aktienanteile nicht begeistert gewesen sei. Diese E-Mail liegt dem SWR vor&hellip;<br>\nF&uuml;r das EnBW-Aktienpaket hat es den Vernehmungsprotokollen zufolge keinen weiteren Interessenten gegeben. Mappus hatte den raschen Abschluss des EnBW-Deals aber stets damit begr&uuml;ndet, es gebe ernstzunehmende Konkurrenten. Nachdem es nur einen Kaufinteressenten, n&auml;mlich das Land Baden-W&uuml;rttemberg gab, und die EdF eigentlich nicht verkaufen wollte, konnte sie den Preis diktieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/landesschau-aktuell\/bw\/enbw-mappus-aktienpreis\/-\/id=1622\/vv=teaser-12\/nid=1622\/did=12677268\/134rryf\/index.html\">SWR Landesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ukrainische Verh&auml;ltnisse in Hamburg<\/strong><br>\nHamburg brennt. Lichterloh, sagt die Politik. Lebensgef&auml;hrlich, schreibt der Boulevard. Ordnungswidrig, sekundiert die Polizei. Ein riesiges Areal zwischen Schanzenviertel und Reeperbahn auch nur zu betreten, sei also ein Risiko. Weshalb Politik, Polizei und Presse nach vermeintlich linken Attacken auf Polizeistationen in gro&szlig;er Eintracht vorangetrieben haben, was Hamburg juristisch einzigartig macht in Deutschland: ein Gefahrengebiet. (&hellip;)<br>\nDer martialische Daueraufmarsch seiner Ordnungskr&auml;fte, gepanzert wie beim Castortransport, nicht selten unzug&auml;nglich wie eine Horde Hooligans vorm Hassspiel, zeigt sich n&auml;mlich nicht als exekutive Reaktion auf sicherheitsrelevante Umst&auml;nde. Nein: Die Polizei bastelt sich diese Umst&auml;nde selbst, wirkt somit quasi legislativ, macht Politik, anstatt ihr zur Durchsetzung zu verhelfen. Sie schafft durch eine Art institutionalisierter Dauerdemonstration in der willk&uuml;rlich gefassten Gefahrenzone exakt jene Sicherheitsgef&auml;hrdung, die sie doch eigentlich einzud&auml;mmen vorgibt.<br>\nDas ist ganz im Sinne des konservativen Staatsrechtler Carl Schmitt. F&uuml;r den war nur jene Regierung wirklich souver&auml;n, die den Ausnahmezustand beherrscht. In Hamburg geht die Polizei, aufgestachelt von journalistisch halbseidenen Sensationsbl&auml;ttern, angetrieben vom zusehends autorit&auml;r agierenden SPD-Senat, sogar noch einen Schritt weiter und erkl&auml;rt den hausgemachten Ausnahmezustand zur Grundlage seiner selbst. Subtiler h&auml;tte auch Thomas Hobbes&rsquo; Leviathan kaum seine Macht gesichert.<br>\nUm nicht missverstanden zu werden: Gezielte Angriffe auf den Staat sind nicht nur juristisch inakzeptabel; als Rechtstaat darf, ja muss er sie sogar etwas weniger dulden als die auf seine B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger. Schon weil es die Grundfesten des Systems betrifft, seinen Wesenskern. Dass auch der Rechtsstaat mit H&auml;rte reagiert, wenn Polizeistationen attackiert und Beamte dabei aufs Schwerste verletzt werden, ist da konsequent.<br>\nNur: Wer die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeiten nicht verletzt, sondern ad absurdum f&uuml;hrt, wer zivile Gewalt mit uniformierter Willk&uuml;r bis hin zu bewusst lancierten Falschmeldungen &uuml;ber den Ablauf linker Attacken beantwortet, der nutzt den Ausnahmezustand nicht zur Ordnung, sondern manipuliert sie zum eigenen Machterhalt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gefahrenzone-ukrainische-verhaeltnisse-in-hamburg.720.de.html?dram%3Aarticle_id=274341\">Deutschlandfunk<\/a> \n<p><strong>Passend dazu: Das bange Warten auf eine Einreisegenehmigung ins Gefahrengebiet<\/strong><br>\nUlli W. (Name ge&auml;ndert), wohnhaft in K&ouml;ln, macht sich Sorgen. Um die Gesundheitslage der Tante, die in unmittelbarer N&auml;he der Hamburger Gefahrenzonen lebt und um die Sicherheitslage in der derzeit nicht ganz so freien Hansestadt. Aus diesen Gr&uuml;nden hat W. sich an mehrere Beh&ouml;rden gewandt, um Informationen &uuml;ber die Situation vor Ort zu erhalten, sowie eine Einreisegenehmigung, die vor Repressionsma&szlig;nahmen der Polizei sch&uuml;tzen soll.<br>\nZwar l&auml;sst beides fast eine Woche nach der ersten Anfrage weiter auf sich warten, doch hat W.s Vorsto&szlig; gro&szlig;e mediale Beachtung hervorgerufen. Nach eigenen Angaben klickten u. a. mehr als 100 000 User das im Netz hochgeladene Antragsdokument.<br>\nObwohl grunds&auml;tzlich sehr medienscheu &ndash; &bdquo;Ich bin sehr froh, meinen Namen im letzten Moment noch geschw&auml;rzt zu haben&ldquo; &ndash; hat sich Ulli W. bereit erkl&auml;rt, uns f&uuml;r ein Exklusivinterview zur Verf&uuml;gung zu stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ruhrbarone.de\/das-bange-warten-auf-eine-einreisegenehmigung-ins-gefahrengebiet\/\">Ruhrbarone<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Laus im Pelz<\/strong><br>\nAbh&ouml;ren in Zeiten des Kalten Krieges<br>\nEinst schmuggelte ein Spion des DDR-Auslandsgeheimdienstes brisante Akten aus der heute verfallenen US-Abh&ouml;rstation auf dem Berliner Teufelsberg. Nur landeten die nicht wie im Fall Edward Snowden in der &Ouml;ffentlichkeit, sondern beim Systemgegner in der DDR &ndash; und dort war ihre Reise noch lange nicht vorbei.<br>\nDer Teufelsberg in Berlin war w&auml;hrend des Kalten Krieges eine wichtige Abh&ouml;rstation der US-Amerikaner in Europa. Der Historiker Josef Foschepoth besch&auml;ftigt sich seit Jahren mit der &Uuml;berwachung Deutschlands. Die NSA-Aff&auml;re hat ihn wenig &uuml;berrascht, denn sie steht in einer jahrzehntelangen Tradition. &ldquo;Man kann diese NSA-Aff&auml;re eigentlich nur verstehen&rdquo;, so Foschepoth, &ldquo;wenn man sie nicht als singul&auml;res Ereignis begreift, sondern als einen jetzt erreichten H&ouml;hepunkt einer &uuml;ber 60-j&auml;hrigen Geschichte der &Uuml;berwachung.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/kulturzeit\/themen\/174323\/index.html\">3sat<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/?mode=play&amp;obj=40909\">Video: Laus im Pelz 3sat Mediathek<\/a><\/li>\n<li><strong>Ford Exec: &lsquo;We Know Everyone Who Breaks the Law&rsquo; Thanks To Our GPS In Your Car<\/strong><br>\nAn anonymous reader sends this report from Business Insider: &ldquo;[Ford VP Jim Farley] was trying to describe how much data Ford has on its customers, and illustrate the fact that the company uses very little of it in order to avoid raising privacy concerns: &lsquo;We know everyone who breaks the law, we know when you&rsquo;re doing it. We have GPS in your car, so we know what you&rsquo;re doing. By the way, we don&rsquo;t supply that data to anyone,&rsquo; he told attendees. Rather, he said, he imagined a day when the data might be used anonymously and in aggregate to help other marketers with traffic related problems. Suppose a stadium is holding an event; knowing how much traffic is making its way toward the arena might help the venue change its parking lot resources accordingly, he said.&rdquo; Farley later realized how his statement sounded, and added, &ldquo;We do not track our customers in their cars without their approval or consent.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/yro-beta.slashdot.org\/story\/14\/01\/10\/1348222\/ford-exec-we-know-everyone-who-breaks-the-law-thanks-to-our-gps-in-your-car\">Beta Slashdot<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Geheimdienst f&auml;hrt mit<\/strong><br>\nLange Zeit haben Autohersteller die Entwicklung im IT-Bereich ignoriert. Arrogant ignoriert, muss man sagen. Bis heute ist es oft schwer bis gar nicht m&ouml;glich, mit seinem Smartphone Musik ins Auto zu spielen, bestenfalls per Bluetooth. Es hat ewig gedauert, bis erste Autos mit iPod-Schnittstelle gebaut wurden. Dabei sind solche Aspekte gerade f&uuml;r j&uuml;ngere Menschen wichtig. Das hat offensichtlich auch die Autoindustrie kapiert und beginnt nun, diese Dinge in ihre Fahrzeuge zu integrieren. Das birgt aber keineswegs nur Vorteile. (&hellip;)<br>\nSo praktisch es zweifellos sein kann, wenn die eigenen Mobilger&auml;te mit dem Auto kooperieren und Daten austauschen. Die ganze Sache hat einen unangenehmen Beigeschmack. Bekanntlich ignorieren die USA r&uuml;cksichtslos geltendes Rechts wie das Safe Harbor Abkommen. Es landen Daten in den USA, die dort gar nichts zu suchen haben. Wenn nun amerikanische Onlinedienste auch noch die Autos in aller Welt kontrollieren oder doch zumindest &uuml;berwachen k&ouml;nnen, so ist das keine sch&ouml;ne Vorstellung.<br>\nDieser Aspekt wurde in meinen Augen in den letzten Tagen nicht ausreichend beleuchtet. Was treibt deutsche Autohersteller dazu, sich US-Dienste ins Fahrzeug zu holen, ohne dieses so wichtige Thema anzusprechen, ohne den Unternehmen die Garantie abzuringen, europ&auml;isches Datenschutzrecht umzusetzen? Die deutsche Autoindustrie ist die st&auml;rkste der Welt. Hier h&auml;tte man mal mit den Muskeln spielen k&ouml;nnen. Die Chance wurde offenbar vertan. Stattdessen rollt man den US-Unternehmen einen roten Teppich aus und gew&auml;hrt ihnen Einblicke in unsere Autos. Das ist vielleicht wirtschaftlich clever, aber nicht besonders verantwortungsvoll.<br>\nDass Autohersteller, Google, nVidia und Co. auch noch an selbstfahrenden Autos t&uuml;fteln, die nicht nur selbst einparken, sondern auch eigenst&auml;ndig &uuml;ber die Stra&szlig;e fahren k&ouml;nnen, weckt unerfreuliche Phantasien. Ein Knopfdruck in der NSA-Zentrale, und das eigene Auto verriegelt die T&uuml;ren und f&auml;hrt einen gleich zum n&auml;chsten NSA-Verh&ouml;rzentrum. M&ouml;glich w&auml;re es. Und wie wir wissen, scheut die NSA nicht davor zur&uuml;ck, zu tun, was m&ouml;glich ist &ndash; freilich immer nur im Interesse unserer Sicherheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wdrblog.de\/digitalistan\/archives\/2014\/01\/das_vernetzte_auto.html\">WDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&raquo;Das Richtige und das Notwendige&laquo; (Brie\/Klein) &ndash; ohne zu sagen, was ist?<\/strong><br>\n&raquo;Die gro&szlig;e Frage auf dem linken Fl&uuml;gel des Parteienspektrums lautet: Wie schafft man in den n&auml;chsten vier Jahren aus einer bisher blo&szlig; arithmetischen Mehrheit f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n erst eine gesellschaftliche und dann auch eine politische Mehrheit?&laquo; Mit dieser These versuchte Albrecht von Lucke (Merkelland: Die blockierte Demokratie, in: Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik, 10\/2013) dem Verzicht auf eine gr&uuml;ndliche Wahlauswertung seitens der politischen Linken gegenzusteuern und eine Strategiedebatte anzusto&szlig;en.<br>\nMichael Brie und Dieter Klein greifen im ND vom 30.12.2013 diese Provokation zu einer politischen Grundsatzdebatte auf und stellen das &raquo;Richtige und Notwendige&laquo; eines immer noch anstehenden Politikwechsels in das Zentrum ihres Debattenbeitrages. In der Tat ist es eine zutreffende Einsch&auml;tzung, dass ein wirklicher Politikwechsel &uuml;berf&auml;llig ist; zutreffend ist unseres Erachtens auch, dass der Schl&uuml;ssel f&uuml;r eine alternative Regierungspolitik nicht allein bei der Partei der LINKEN liegt, was nicht hei&szlig;en kann, dass sie ihre bisherige Politik in der bisherigen Grundausrichtung fortf&uuml;hren kann.<br>\nWie aber kann eine umfassende Erneuerung und Konkretisierung eines wirklichen Politikwechsels praktisch wahr werden? Erst wenn sich neben der Linkspartei nicht auch SPD und Gr&uuml;ne &raquo;entschieden auf einen Politikwechsel einlassen, k&ouml;nnte die plurale Linke die Merkel-Union aus dem Sattel werfen. Sonst bleibt es dabei, dass einzelne Reformen wie der Mindestlohn in die neoliberale Politik integriert werden.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/das-richtige-und-das-notwendige-brieklein-ohne-zu-sagen-was-ist\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Soll die Linke die EU reformieren oder ablehnen?<\/strong><br>\nDie aktuelle Diskussion entz&uuml;ndet sich einem Satz in der Einleitung des Leitantrags zum Programm der Linkspartei zur Europawahl:<br>\n&ldquo;Sp&auml;testens seit dem Vertrag von Maastricht wurde die EU zu einer neoliberalen, militaristischen und weithin undemokratischen Macht, die nach 2008 eine der gr&ouml;&szlig;ten Krisen der letzten 100 Jahre mit verursachte.&rdquo;<br>\nNachdem der Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi sich von diesen Satz distanzierte, diskutiert die Linke nicht nur &uuml;ber ihre Europaperspektive. Dabei geht es auch darum, ob sie eine grunds&auml;tzliche Oppositionskraft bleiben will oder sich als Teil der Regierungsparteien versteht. Der Fl&uuml;gel, der auf das Mitregieren setzt, will mit einer moderaten EU-Kritik die Chancen daf&uuml;r verbessern.<br>\nDenn es ist nat&uuml;rlich klar, dass eine m&ouml;gliche Regierungspartei in spe sich keine Unklarheiten bei der Positionierung zur EU leisten kann. Das machte der Taz-Kommentator Stefan Reinecke deutlich, der sich schon lange darum bem&uuml;ht, die Linkspartei auf den Pfad von SPD und Gr&uuml;nen zu bringen:<br>\n&ldquo;Wenn die Linkspartei nicht mal bei der Haltung zur EU kristallklar f&uuml;r eine aktive Reformpolitik Position beziehen kann &ndash; wo soll sie es dann k&ouml;nnen?&rdquo;<br>\nNicht nur f&uuml;r ihn ist klar, dass &uuml;ber ein positives EU-Bekenntnis die Chancen f&uuml;r die Linke wachsen, in einigen Jahren auch auf Regierungsb&auml;nken sitzen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/155656\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.B.:<\/strong> Wenn die Linke sich nicht ernsthaft und kritisch mit der &ldquo;real existierenden EU&rdquo; statt mit dem Ideal derselben auseinandersetzte, dann w&auml;re das h&ouml;chst fatal.<\/em><br>\n<em>Ein Einschwenken auf den dominanten neoliberalen Politikkurs d&uuml;rfte die Linke als Partei kaum &uuml;berstehen &ndash; jedenfalls nicht ohne Identit&auml;tsverlust. Sie k&ouml;nnte dann von der Seeheimer Partei Deutschlands, der SPD, &uuml;bernommen werden.<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu auch:  Lafontaine wirft Bundesregierung Europafeindlichkeit vor<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/lafontaine-wirft-bundesregierung-europafeindlichkeit-vor-a-943123.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Deutsche Hochschulen und Forschungsinstitute forschen f&uuml;r ausl&auml;ndische Verteidigungsministerien<\/strong><br>\nAntwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE: Auftr&auml;ge von US-Milit&auml;rs an &ouml;ffentliche Hochschulen und Forschungseinrichtungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nicole-gohlke.de\/images\/largedocuments\/20140109_ka_antwort_18_241%20sm2.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a>\n<p><strong>Dazu:  Bewertung der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion die Linke von Nicole Gohlke<\/strong><br>\nEs ist f&uuml;r eine demokratische &Ouml;ffentlichkeit nicht akzeptabel, wenn sich &ouml;ffentliche Einrichtungen &ndash; vollkommen an der &Ouml;ffentlichkeit und jeglicher Diskussion vorbei &ndash; an gesellschaftlich umstrittenen Projekten wie milit&auml;rischer Forschung beteiligen. Dies gilt umso mehr, wenn es sich dabei um Unterst&uuml;tzung gesellschaftlich kontroverser, nicht diskutierter und zugleich parlamentarisch nicht mandatierter Projekte handelt: bei der vorliegenden Finanzierung durch das US-Verteidigungsministerium und andere ausl&auml;ndische Verteidigungsministerien ist davon auszugehen, dass die Forschung auch milit&auml;risch nutzbare Ergebnisse liefert, mithin also auch indirekt oder direkt nutzbar zum Beispiel f&uuml;r eine Unterst&uuml;tzung US-gef&uuml;hrter Kriege ist. Aktuell k&ouml;nnen weder Bundes- noch Landesregierungen aufgrund ihres Informationsdefizits eine Nicht-Beteiligung &ouml;ffentlicher Hochschulen garantieren.<br>\nEine politische wie wissenschaftsethische Entscheidung kann nur auf Grundlage fundierter<br>\nInformationen getroffen werden &ndash; Transparenz &uuml;ber derartige Auftr&auml;ge ist unbedingt herzustellen, durch die Hochschulen selbst, aber selbstverst&auml;ndlich auch durch Bundes- und Landesregierungen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nicole-gohlke.de\/images\/201401_Bewertung_KA_US-R%C3%BCFo_final.pdf\">Nicole Gohlke<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/geheimer_krieg\/geheimerkrieg353.html\">Deutsche forschen f&uuml;r ausl&auml;ndische Armeen, NDR.de<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/ruestungsforschung-auslaendische-militaers-finanzieren-deutsche-wissenschaftler-1.1857549\">Ausl&auml;ndische Milit&auml;rs finanzieren deutsche Wissenschaftler, S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu auch nochmals &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19895\">Freie Wissenschaft als Geisel der Wirtschaft<\/a>&ldquo;. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>TV-Tipps:<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bis zum letzten Fang<\/strong><br>\nDas Gesch&auml;ft mit dem Fisch<br>\nDonnerstag, 16. Januar um 9:00 Uhr (62 Min.)<br>\nErstausstrahlung am Dienstag, 07.01. um 20:15 Uhr<br>\nDAS GESCH&Auml;FT MIT DEM FISCH Seit Jahrzehnten pl&uuml;ndert eine Armada von Fangflotten mit verheerenden Folgen die Weltmeere. Experten sch&auml;tzen, dass 90 Prozent des Mittelmeers &uuml;berfischt sind. Die Dokumentation ergr&uuml;ndet, wie schlecht es um die Meere steht und welche Folgen der st&auml;ndig steigende Konsum f&uuml;r die Europ&auml;er, aber auch f&uuml;r die Menschen in Afrika und Asien, hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/047873-000\/bis-zum-letzten-fang?autoplay=1\">ARTE<\/a><\/li>\n<li><strong>Die geheimen Deals der Rohstoffh&auml;ndler<\/strong><br>\nDienstag, 14. Januar um 20:15 Uhr (78 Min.)<br>\nSeit der Finanzkrise haben Gro&szlig;banken und Versicherungen die Spekulation mit Agrar-Rohstoffen entdeckt. Klima, Krisen und Kriege bestimmen die Preise, und die Branche verzeichnet satte Gewinne. Business auf Kosten der &Auml;rmsten? Investigation &uuml;ber eines der dunkelsten Kapitel der Weltwirtschaft.<br>\n&bdquo;Die geheimen Deals der Rohstoffh&auml;ndler&ldquo; ist der erste Dokumentarfilm, der die Funktionsweise des internationalen Rohstoffmarkts mit Folgen auf wirtschaftlicher, politischer und weltern&auml;hrungstechnischer Ebene aufdeckt. Er zeigt den Arbeitsalltag der H&auml;ndler, die die Rohstoffe vor Ort pr&uuml;fen, erstehen und weiterverkaufen, und durchleuchtet das Business der Trader, die mit Termingesch&auml;ften auf die Preisentwicklung der kostbaren G&uuml;ter spekulieren.<br>\nVon afrikanischen Baumwollplantagen bis zu brasilianischen Sojafeldern, von Importfirmen in Hongkong &uuml;ber die Handelsh&auml;fen von Porto de Santos und Le Havre bis zur B&ouml;rse von Chicago &ndash; in aufwendigen Recherchen auf vier Kontinenten und auf hoher See enth&uuml;llt der Film die geheimen Gesetze des internationalen Rohstoffgesch&auml;fts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/047556-000\/die-geheimen-deals-der-rohstoffhandler\">ARTE<\/a><\/li>\n<li><strong>Audio-Tipp: &ldquo;Es ist Zeit, sich einzumischen&rdquo;<\/strong><br>\nAls Schauspieler kennt ihn ein Millionenpublikum &ndash; jetzt hat Walter Sittler (61) ein Buch &uuml;ber Protestbewegung in Europa geschrieben. Ausgangspunkt war sein Widerstand gegen das Milliarden-Projekt der Deutschen Bahn, &ldquo;Stuttgart 21&rdquo;.<br>\nDer Serienstar (&ldquo;Nikola&rdquo;, &ldquo;Girl Friends&rdquo;, &ldquo;Der Kommissar und das Meer&rdquo;) fordert mehr Transparenz in der Politik: Immer entscheidener k&auml;mpften B&uuml;rger f&uuml;r die Mitsprache, ob in Stuttgart, in Budapest oder auf dem Taksim-Platz in Istandbul. Im Tischgespr&auml;ch mit Lothar Lenz erz&auml;hlt Walter Sittler aber auch von seiner Arbeit als Schauspieler, als Sachbuchautor und als Erich-K&auml;stner-Rezitator. Sein neuestes Projekt: 199 kurze Dokumentarfilme &uuml;ber Kinder in aller Welt, die auf dem Weg in ihre Schule sind. So will Sittler deutlich machen, wie lebenswichtig Bildung ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/tischgespraech\/tischgespraech_sittler100.html\">WDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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