{"id":19911,"date":"2014-01-14T09:11:03","date_gmt":"2014-01-14T08:11:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911"},"modified":"2014-01-14T13:24:50","modified_gmt":"2014-01-14T12:24:50","slug":"hinweise-des-tages-2043","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911#h01\">Stephan Hebel &ndash; Fliegt doch, ihr politischen Betr&uuml;ger!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911#h02\">NSA-&Uuml;berwachung so gut wie nutzlos im Anti-Terror-Kampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911#h03\">Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911#h04\">Ursula Engelen-Kefer &ndash; Bayerischer Stammtisch und die Willkommenskultur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911#h05\">Wirtschaftspolitisches Vakuum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911#h06\">Angst vor Deflation und &Uuml;berschuldung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911#h07\">Europe&rsquo;s left has seen how capitalism can bite back<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911#h08\">Hoene&szlig; soll sieben Jahre Steuern hinterzogen haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911#h09\">Die EU ist ein Hebel zur Zerst&ouml;rung der Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911#h10\">Die guten Arbeiter von Amazon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911#h11\">&bdquo;Fachkr&auml;ftemangel&ldquo; &ndash; gibt es den &uuml;berhaupt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911#h12\">&raquo;Ich f&uuml;rchte, dass unbezahlte B&uuml;rgerarbeit eingef&uuml;hrt wird&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911#h13\">Die letzten Mieter oder bleib doch, wenn du kannst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911#h14\">Bommel aus toten Katzen statt aus Polyester<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911#h15\">Deutsche Bahn, Lebensl&uuml;ge der Republik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911#h16\">Das neue Gesinde des Hauses Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911#h17\">Attention OECD-PISA: Your Silence on China is Wrong<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19911&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Stephan Hebel &ndash; Fliegt doch, ihr politischen Betr&uuml;ger!<\/strong><br>\nWieder wird ein Wunsch von Angela Merkel wahr: Man wolle jetzt arbeiten, hat sie im Dezember gesagt, als die Gro&szlig;e Koalition endlich in Amt und W&uuml;rden war. Jetzt ist es so weit: Der Bundestag hat seine erste Sitzungswoche im neuen Jahr, und zum ersten Mal seit der Wahl vor fast vier Monaten steht dem Parlament eine aktiv t&auml;tige Regierung gegen&uuml;ber.<br>\nDie Opposition im Hohen Haus ist zwar klein. Aber ein zugkr&auml;ftiges Motto h&auml;tten sie schon, die Linken und die Gr&uuml;nen. N&auml;mlich: Wer betr&uuml;gt, der fliegt.<br>\nDer Slogan ist zwar geklaut, ausgerechnet von der Regierungspartei CSU. Aber die hat es anders gemeint. Sie sprach nicht von Wahlbetrug.<br>\nWer betr&uuml;gt, der fliegt: So, wie er zum Jahreswechsel in die Welt kam, diente der Spruch dem Seehoferschen Salonrassismus, der populistischen Bedienung von Angst- und Abwehrgef&uuml;hlen gegen&uuml;ber zuwandernden Bulgaren und Rum&auml;nen.<br>\nSchon gleich, nachdem die Parole bekannt geworden war, zeigte vor allem die Twittergemeinde, dass man damit auch Sinnvolles anfangen kann. Schnell war der Satz &ldquo;Wer betr&uuml;gt, der fliegt&rdquo; in die Fotografien bayerischer Spezis montiert: Seehofer, bekennender Vater eines au&szlig;erehelichen Kindes, im Flugzeug. Uli Hoene&szlig;, bekennender Steuerbetr&uuml;ger, an der Gangway. Und dazu der eine oder andere Abgeordnete des bayerischen Landtags, der auf Staatskosten einen Verwandten besch&auml;ftigt hat. Ganz legal, wie man in Bayern gern hinterher bescheinigt.<br>\nDas waren diejenigen F&auml;lle, in denen ein bestimmtes Opfer auszumachen war, sei es die Ehefrau, der Fiskus oder der Freistaat Bayern. So richtig ergiebig aber wird es, wenn man die Ma&szlig;gabe &ldquo;Wer betr&uuml;gt, der fliegt&rdquo; auf eine politische Deliktgruppe ausdehnt, die landl&auml;ufig &ldquo;Wahlbetrug&rdquo; hei&szlig;t. Dann n&auml;mlich hat das Opfer einen anderen Namen: Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/politikbetrieb-fliegt-doch-ihr-politischen-betrueger.1005.de.html?dram:article_id=274373\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>NSA-&Uuml;berwachung so gut wie nutzlos im Anti-Terror-Kampf<\/strong><br>\nDie massenhafte Telefon&uuml;berwachung durch den US-Nachrichtendienst NSA hat bislang nur wenig dazu beigetragen, Anschl&auml;ge zu vereiteln. Zu diesem Ergebnis kommt ein unabh&auml;ngiges politisches Forschungsinstitut in den USA. Wie die Washington Post berichtet, hat die New America Foundation 225 Terrorismus-F&auml;lle seit den Anschl&auml;gen vom 11. September 2001 ausgewertet.<br>\nDie Untersuchung habe ergeben, dass die Ermittlungen meistens durch traditionelle Strafverfolgungs- und Fahndungsmethoden angesto&szlig;en worden seien. Dagegen habe das Telefondaten-Sammeln der NSA &ldquo;keinen erkennbaren Einfluss auf die Verhinderung von Terrorakten gehabt&rdquo;.<br>\nDer Studie zufolge lieferte das NSA-Programm in nur einem Fall die Hinweise, um Terrorermittlungen einzuleiten. Dabei sei es um einen Taxifahrer in San Diego gegangen. Dieser wurde demnach verurteilt, weil er einer Terrorgruppe in Somalia Geld geschickt hatte. Drei Komplizen seien ebenfalls verurteilt worden. Um einen drohenden Anschlag gegen die USA sei es aber nicht gegangen.<br>\n&ldquo;Im Gro&szlig;en und Ganzen liegt das Problem der Anti-Terror-Beamten nicht darin, dass sie gr&ouml;&szlig;ere Mengen Information aus den massenhaften &Uuml;berwachungsprogrammen br&auml;uchten, sondern darin, dass sie die Informationen, die sie bereits besitzen und die mit herk&ouml;mmlichen Techniken gewonnen wurden, nicht ausreichend verstehen oder teilen&rdquo;, hei&szlig;t es der Zeitung zufolge in der Studie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/studie-zu-us-datensammlungen-nsa-ueberwachung-so-gut-wie-nutzlos-im-anti-terror-kampf-1.1861717\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Banken<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Baseler Experten stellen Schuldenbremse f&uuml;r Banken kalt<\/strong><br>\nDer Baseler Ausschuss hat nun beschlossen, die Leverage Ratio aufzuweichen und nicht mehr konsequent die Bruttorisiken anzusetzen. Insbesondere soll den Banken erlaubt werden, ihre Risiken in Zweckgesellschaften au&szlig;erhalb ihrer Bilanz auszulagern sowie ihre Derivatepositionen in gewissem Umfang gegeneinander aufzurechnen. Bei Derivaten braucht auch nicht das maximale Bruttorisiko in die Berechnung der Leverage Ratio einflie&szlig;en&hellip;<br>\nIm Vergleich zu normalen Unternehmen, die ihre Aktivit&auml;ten typischerweise mit 30% Eigenkapital finanzieren, war bereits die l&auml;cherlich niedrige Quote von 3% ein gewaltiger Erfolg der Bankenlobby. Wenn jetzt diese Quote auch noch durch den typischen Baseler Verhandlungsprozess zwischen Regulatoren und Lobby mit Dutzenden von Ausnahmen ausgeh&ouml;hlt wird, wird die gesamte Regulierung komplett ins Absurde gezogen.<br>\nWas hier passiert ist so, wie wenn Politik und Industrie &uuml;ber f&uuml;nf  Jahre verhandeln w&uuml;rden, ob ein generelles Tempolimit auf Autobahnen in H&ouml;he von 250 km\/h eingef&uuml;hrt wird oder ob es noch Dutzende von Ausnahmen geben soll, die z.B. bei besonders im Detail zu regelnden Sicht- und Stra&szlig;enbedingungen doch 320 oder 350 km\/h erlauben w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2014\/baseler-experten-stellen-schuldenbremse-fur-banken-kalt\/\">Sven Giegold<\/a><\/li>\n<li><strong>Banken mogeln bei Boni-Regeln<\/strong><br>\nDie Finanzaufsicht BaFin gibt vielen deutschen Gro&szlig;banken schlechte Noten f&uuml;r den Umgang mit ihren Boni. Viele Institute n&auml;hmen die Beschr&auml;nkungen f&uuml;r ihre Top-Mitarbeiter offenbar nicht richtig ernst, sagte Raimund R&ouml;seler, der bei der Beh&ouml;rde f&uuml;r den Bereich Banken verantwortlich ist.<br>\nNur bei vier von 15 Banken, die die BaFin im vergangenen Jahr untersucht habe, erreichten die Boni maximal die H&ouml;he des Grundgehalts &ndash; wie es seit Jahresbeginn eigentlich EU-weit vorgeschrieben ist. Sieben Geldh&auml;user machten von einer Ausnahmeregel Gebrauch. Diese besagt, dass die Boni unter bestimmten Umst&auml;nden doppelt so hoch wie die Fixgeh&auml;lter sein d&uuml;rfen. Die &uuml;brigen Institute h&auml;tten sogar diese Latte gerissen.<br>\n&ldquo;Wir sind mit keiner Bank vollst&auml;ndig zufrieden&rdquo;, sagte R&ouml;seler. &ldquo;Keine war gut, viele waren schlecht.&rdquo; In Schulnoten ausgedr&uuml;ckt l&auml;gen die Bewertungen zwischen &ldquo;befriedigend&rdquo; und &ldquo;ungen&uuml;gend&rdquo;.<br>\nOft passten die Boni nicht zu den f&uuml;r die ganze Bank vorgegebenen Zielen, kritisierte R&ouml;seler. &Auml;ndern w&uuml;rden die Institute diese Praxis nur auf Druck der Aufseher. Offenbar mogeln sich viele Banken um die Boni-Beschr&auml;nkungen herum &ndash; etwa indem sie die Zahl jener Banker, die als &ldquo;Risikotr&auml;ger&rdquo; gelten, k&uuml;nstlich verkleinern. Hintergrund: Die strengen Auflagen gelten bislang nur f&uuml;r diese Gruppe. In vielen Banken w&uuml;rden zurzeit nicht einmal Topmanager, die Schl&uuml;sselpositionen inneh&auml;tten, als &ldquo;Risikotr&auml;ger&rdquo; eingestuft, so R&ouml;seler.<br>\n87 Bankmitarbeiter in Deutschland erhielten 2012 Millionengeh&auml;lter, nur 40 davon wurden als &ldquo;Risikotr&auml;ger&rdquo; gemeldet. &ldquo;F&uuml;r mich ist schleierhaft, dass einer eine Million verdient und keinen wesentlichen Einfluss auf die Risikosituation der Bank hat&rdquo;, sagte R&ouml;seler. Angestellte deutscher Geldh&auml;user im Ausland &ndash; also etwa die Investmentbanker der Deutschen Bank in London &ndash; sind in dieser Rechnung noch gar nicht ber&uuml;cksichtigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/boni100.html\">ARD<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Macht der Finanzkonzerne<\/strong><br>\nWenn Arbeiter in Deutschland auf die Stra&szlig;e gehen, weil ihre Firma die L&ouml;hne dr&uuml;cken will, oder Mieter in einer deutschen Gro&szlig;stadt gegen den Verfall ihrer Wohnungen k&auml;mpfen, dann stecken nicht selten dieselben Verursacher dahinter: Finanzkonzerne, deren Namen nur Insidern etwas sagen. Sie sind die eigentlich M&auml;chtigen dieser Welt.<br>\nW&auml;hrend die gro&szlig;en Banken im Scheinwerferlicht von B&ouml;rsenkontrolle und &Ouml;ffentlichkeit stehen, l&auml;uft ein gro&szlig;er Teil des Finanzgesch&auml;fts heute im Verborgenen. Schattenbanken investieren und spekulieren mit Billionenbetr&auml;gen &ndash; ohne &ouml;ffentliche Kontrolle. Ihre Macht umspannt den ganzen Globus. Sie lassen Staatsm&auml;nner nach ihrer Pfeife tanzen, dominieren die Wirtschaft.<br>\nOb US-Konzerne oder schw&auml;bische Mittelst&auml;ndler, ob DAX-Unternehmen oder deutsche Immobiliengesellschaften: Die Finanzriesen stecken &uuml;berall mit drin, sorgen f&uuml;r Renditedruck. Und der wirkt sich ganz unten aus. Pl&ouml;tzlich werden kleine Leute auf der ganzen Welt zu Spielb&auml;llen in den H&auml;nden derer, die mit Billionen jonglieren.<br>\nDie &ldquo;Story im Ersten&rdquo; deckt Macht und Einfluss der Schattenbanken auf. Was und wen bewegen sie? Wessen Geld steckt eigentlich in diesen Gesch&auml;ften &ndash; und welche Gefahren gehen von diesen Finanzkonzernen aus? Eine Spurensuche, die zu den eigentlichen Machtzentren dieser Welt f&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/swr\/13012013-story-im-ersten-geld-regiert-die-welt-100.html\">ARD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ursula Engelen-Kefer &ndash; Bayerischer Stammtisch und die Willkommenskultur<\/strong><br>\nW&auml;hrend in der Bundesrepublik Demographie und Fachkr&auml;ftemangel beklagt und eine &ldquo;Willkommenskultur&rdquo; angemahnt werden, &uuml;bt sich Horst Seehofer, CSU Ministerpr&auml;sident von Bayern wieder einmal in dem Gesch&auml;ft des demagogischen Stammtisches:<br>\n&ldquo;Wer betr&uuml;gt, der fliegt&rdquo;, ist das j&uuml;ngste Schlagwort der CSU. Gemeint sind allerdings weder die hinterzogenen Steuermillionen von Fu&szlig;ballstar Ulli Hoene&szlig; noch Spitzenpolitiker der CSU, die &uuml;ber Jahrzehnte Familienmitglieder auf Kosten der bayerischen Steuerzahler komfortabel unterhalten haben. Vielmehr geht es um die Menschen in Bulgarien und Rum&auml;nien. Denn f&uuml;r sie gilt ab Anfang des Jahres die volle Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit. Und v&ouml;llig unbeeindruckt von den Tatsachen wird einfach behauptet: Rum&auml;nen und Bulgaren, teilweise behaftet mit dem Menetekel der auch in ihren L&auml;ndern diskriminierten Roma, w&uuml;rden massenweise in die Bundesrepublik str&ouml;men, um die Sozialkassen zu pl&uuml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/01\/europa-bayerischer-stammtisch-und-die-willkommenskultur-von-ursula-engelen-kefer\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Anschlag auf Asylheim: In Kreuth &uuml;ber Rassismus reden<\/strong><br>\nSeit Monaten warnt die CSU vor so genannten Armutsfl&uuml;chtlingen. In Germering brennt nun ein Asylheim. Ob das Fl&uuml;chtlingsheim in Germering bei M&uuml;nchen von einem Rassisten angez&uuml;ndet wurde, ist zwar noch unklar. Die Unterkunft ist aber nicht die erste ihrer Art, die in den letzten Monaten brannte. Und die &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit ist gering. Seit Monaten warnen Konservative vor vermeintlichen Armutsfl&uuml;chtlingen aus S&uuml;dosteuropa. Zahlen des Arbeitsministeriums beweisen, dass sie &uuml;bertreiben. Die CSU lie&szlig; sich aber nicht davon abhalten, vor ihrer Klausurtagung in Wildbad Kreuth plumpe Parolen zu verbreiten. Die Konservativen wollen nicht, dass Menschen brennen. Aber wieder verbreiten sie eine Stimmung, die Rassisten das Gef&uuml;hl vermittelt, selbst Hand anlegen zu m&uuml;ssen. Mindestens zehn Anschl&auml;ge gab es seit August auf Fl&uuml;chtlingsheime und &auml;hnliche Unterk&uuml;nfte. Dass bislang niemand gestorben ist: purer Zufall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!130706\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wirtschaftspolitisches Vakuum<\/strong><br>\nGemeinsam mit vielen anderen habe ich einen Aufruf unterzeichnet, der begr&uuml;ndet, warum die SPD nicht in die schwarz-rote Koalition eintreten sollte. Offensichtlich ohne Erfolg. Dennoch sprechen meines Erachtens weiterhin drei zentrale Gr&uuml;nde gegen diese Koalition und ihren Vertrag: n&auml;mlich die darin vereinbarte Europa-, Steuer- und Wirtschaftspolitik.<br>\nBetrachten wir erstens die Schicksalsfrage Europa, bei der sich die SPD im gesamten Wahlkampf durch beredtes Schweigen hervorgetan hat. In der Eurokrise hat Angela Merkel, offenbar weitgehend unbemerkt von der Opposition, aber sicher stark beeindruckt von der internationalen Diskussion, einen Schwenk vollzogen, der es in sich hat. Aus der &bdquo;Staatsschuldenkrise einiger kleiner L&auml;nder&ldquo; (in S&uuml;deuropa) wurde innerhalb relativ kurzer Zeit eine Krise der Wettbewerbsf&auml;higkeit fast aller L&auml;nder (einschlie&szlig;lich Frankreichs) gegen Deutschland. Und mit der heftigen amerikanischen Kritik an Deutschland ist es sogar eine Krise &bdquo;Rest der Welt gegen Deutschland&ldquo; als dem globalen Lohndr&uuml;cker geworden.<br>\nDer Koalitionsvertrag schafft in diesem Punkt keine Abhilfe, sondern beschr&auml;nkt sich auf Kosmetik beim Mindestlohn. Doch kann es sich der kleine Koalitionspartner leisten, in Bezug auf eine solche absolut zentrale Frage f&uuml;r Deutschland und Europa keine dezidiert eigene Meinung zu haben, ohne gewaltigen Schaden anzurichten &ndash; und selbst daran Schaden zu nehmen? Was hat die SPD zu Merkels Austerit&auml;tspolitik zu sagen? Was sagt die SPD zu der Forderung der Kanzlerin, die anderen L&auml;nder in Europa m&uuml;ssten jetzt so wettbewerbsf&auml;hig werden wie Deutschland und ihre L&ouml;hne senken? K&ouml;nnen alle gleichzeitig ihre Schulden verringern und &Uuml;bersch&uuml;sse in den Leistungsbilanzen haben? Offensichtlich eine Unm&ouml;glichkeit. Ist die Politik der Agenda 2010 also auf ganz Europa &uuml;bertragbar? Offensichtlich nicht. Was aus dem allgemeinen Versuch, die L&ouml;hne zu senken, aber mit Sicherheit folgt, ist der Weg in die Deflation. Ist das die Position der SPD? Also nicht nur deutscher Merkantilismus, &uuml;ber den sich mittlerweile die ganze Welt mokiert, sondern europ&auml;ischer Merkantilismus. Was aber wird dann mit dem Euro passieren? Muss der nicht aufwerten und diesen Versuch von vornherein zunichte machen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/januar\/wirtschaftspolitisches-vakuum\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Angst vor Deflation und &Uuml;berschuldung<\/strong><br>\nDer globale Kapitalmarkt hat das Jahr recht schwungvoll begonnen. Der Eindruck eines &laquo;heissen Marktes&raquo; ist aber insofern verzerrt, als die Hauptnachfrage von Handelsh&auml;usern ausgeht, die ihr Inventar nach dem Jahreswechsel wieder aufbauen; institutionelle Investoren stehen vorl&auml;ufig abseits. In der Euro-Zone k&ouml;nnte die Euphorie auch kurzlebig sein, weil die Wirtschaftsdaten, die derzeit von Marktteilnehmern weitgehend ausgeblendet werden, sehr unbefriedigend sind. Trotz allen Massnahmen der Krisenbek&auml;mpfung w&auml;chst die Staatsverschuldung, verharrt die Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau bzw. steigt weiter, ist die Wirtschaftsleistung von vor dem Ausbruch der Finanzkrise nicht wieder erreicht, sinken die Ausleihungen der Banken und ist die Preisentwicklung flach.<br>\nDie geringe Inflation bzw. die in einigen Euro-L&auml;ndern r&uuml;ckl&auml;ufigen Konsumentenpreise haben die Diskussion &uuml;ber Deflationsgefahren angeheizt. Droht nach der Austerit&auml;tsspirale (Austerit&auml;t reduziert Wachstum und Steueraufkommen, was wiederum mehr Austerit&auml;t verlangt) nun auch eine von den Notenbanken bisher nur knapp verhinderte Deflationsspirale (sinkendes Preisniveau erh&ouml;ht den Zwang zum Schuldenabbau, bremst so das Wachstum und dr&uuml;ckt die Preise)? Hinzu kommt der Preiswettbewerb aus dem nichteurop&auml;ischen Ausland, besonders aus Asien. Manche Beobachter meinen, das Deflationsrisiko werde erst verschwinden, wenn die Entschuldung von Staat und Privatsektor beendet sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/finanzportal\/angst-vor-deflation-und-ueberschuldung-1.18219590\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dazu kommt die &uuml;bliche diesmal auf Portugal bezogene Forderung, sich auch bei Portugal in einen Schuldenschnitt zu begeben. Die Schulden seien nicht tragbar und die Ansteckungsgefahr f&uuml;r andere europ&auml;ischen Banken gering. <a href=\"http:\/\/rehabilitatingportugal.com\/rehabilitating_portugal.pdf\">Hier [PDF &ndash; 840 KB]<\/a> die Analyse von David Salanic. &ndash; Zur zentralen Aussage einer m&ouml;glichen Deflationsspirale siehe <a href=\"http:\/\/europa.eu\/rapid\/press-release_STAT-14-1_de.pdf\">die j&uuml;ngsten Daten von eurostat [PDF &ndash; 40.1 KB]<\/a>. Die j&auml;hrliche Inflation im Euro-Raum ist im Dezember auf 0,8 Prozent gefallen. Die j&auml;hrliche Kernrate, also der um besonders schwankungsanf&auml;llige G&uuml;ter wie Nahrung und Energie bereinigte Wert, lag sogar nur bei 0,7 Prozent. Leider hat in Deutschland die Bundesbank &uuml;ber Jahrzehnte den Eindruck vermittelt, je tiefer die Inflation, desto besser. Das von der EZB vorgegebene Inflationsziel von 2 Prozent ist aber auch als Untergrenze gedacht, pr&auml;ziser als ein Schutzabstand vor einer m&ouml;glichen Deflation. Eine einmal in Gang gesetzte Deflation ist das wahrscheinlich am schwersten zu b&auml;ndigende Monster einer Volkswirtschaft &ndash; siehe Japan. Nat&uuml;rlich leugnet das offizielle Europa den Vergleich. <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/01-11\/044.php\">Lucas Zeise beschreibt das sch&ouml;n:<\/a> &ldquo;Nein, hier ist es nicht wie in Japan, jammerte am Donnerstag Signore Draghi und sah davon ab, den Leitzins von 0,25 Prozent wie dort auf 0,0 Prozent zu senken. Aber er zeigte, wie ihm die Angst im Nacken sitzt. Die Stagnation im Euro-Gebiet dauert fort, die Inflation sinkt, besonders schnell in den von Sparkommissaren geplagten S&uuml;dl&auml;ndern.&rdquo; Die Aussage einiger Analysten, &ldquo;das Deflationsrisiko werde erst verschwinden, wenn die Entschuldung von Staat und Privatsektor beendet sei,&rdquo; ist wohlfeil, denn bis es dazu kommt, werden Schulden abgebaut. Und wenn alle sparen, findet keine Nachfrage, keine Investition statt, das Wachstum schwindet. Gerade dadurch wird Deflation in Gang gesetzt. &ndash; Nun d&uuml;rfte allerdings d&uuml;rfte eine weitere Zinsabsenkung der EZB auch nicht mehr viel bringen, der Spielraum ist auf 0,25 Prozent geschrumpft. Eine weitere Flutung der Banken bringt es auch nicht, da die Banken kaum Geld verleihen. Gefragt w&auml;re eher eine Wirtschaftspolitik, die staatlicherseits entspart und das Sparen der Privaten auszugleichen versucht. Nat&uuml;rlich stellt sich die Frage der Finanzierung. Eine weitere Schuldenaufnahme ist nicht nur den Krisenl&auml;ndern verboten, sondern auch bei uns verp&ouml;nt. Abgesehen davon, Konjunktur- und Wachstumsprogramme bilden noch keine Erfolgsgarantie. In Japan wurde dadurch gerade noch der Kollaps verhindert. Ein Lohnerh&ouml;hung, zumindest &uuml;ber den Mindestlohn, ist in den Krisenl&auml;ndern undenkbar, ist doch dieser durch die Troika gerade abgesenkt worden. Und bei uns greift der Mindestlohn erst in ferner Zukunft. (Nicht einmal f&uuml;r die tariflich nicht gebundene Wirtschaft konnt f&uuml;r 2014 ein Signal gesetzt werden) &ndash; Wer sich &uuml;ber Deflation informieren m&ouml;chte, sie auf den sch&ouml;nen Exkurs von Ulrike Herrmann hingewiesen: &ldquo;Vom Lohn hoher L&ouml;hne. Wer den Untergang des Geldes f&uuml;rchtet, sollte die Inflation lieben.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Europe&rsquo;s left has seen how capitalism can bite back<\/strong><br>\nSocial democrats wrongly thought the reforms they won were won for good&hellip;<br>\nThe left used to beat itself up, sometimes quite literally, with debates over reform v revolution, parliamentarianism v extra-parliamentarianism, party v movement &ndash; as if one ruled out the other. The question for the 21st century is not reform v revolution, but rather what kinds of reforms, with what kinds of popular movements behind them engaging in the kinds of mobilisations that can inspire similar developments elsewhere, can prove revolutionary enough to withstand the pressures of capitalism.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2014\/jan\/12\/europe-left-capitalism-social-democrats-reforms\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hoene&szlig; soll sieben Jahre Steuern hinterzogen haben<\/strong><br>\nFC-Bayern-Pr&auml;sident Uli Hoene&szlig; muss sich insgesamt wegen sieben F&auml;llen der Steuerhinterziehung verantworten. Experten sch&auml;tzen, dass es am Ende auf einen Vergleich hinauslaufen k&ouml;nnte.<br>\nIm 10. M&auml;rz soll der Prozess gegen Hoene&szlig; vor dem Landgericht M&uuml;nchen beginnen. Der Bayern-Pr&auml;sident soll &uuml;ber ein Konto in der Schweiz insgesamt 3,2 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben. Bereits ab einer Million Euro sollen nach einem Grundsatzentscheid des Bundesgerichtshofes Gef&auml;ngnisstrafen verh&auml;ngt werden, sofern keine Selbstanzeige vorliegt. Eine misslungene Selbstanzeige kann eine Strafe lindern. Ist die Selbstanzeige voll wirksam, geht der Steuerbetr&uuml;ger straffrei aus.<br>\nHoene&szlig; hatte eine Selbstanzeige zwar Anfang 2013 bei dem f&uuml;r ihn zust&auml;ndigen Finanzamt Rosenheim eingereicht. Die Staatsanwaltschaft betrachtet die Selbstanzeige aber als unwirksam und klagte Hoene&szlig; deshalb an. Im Fall einer Verurteilung droht dem 62-J&auml;hrigen eine Haftstrafe. Bei der m&ouml;glichen Verurteilung wird aus den sieben Einzelf&auml;llen eine Gesamtstrafe gebildet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article123832693\/Hoeness-soll-sieben-Jahre-Steuern-hinterzogen-haben.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> &bdquo;Experten sch&auml;tzen, dass es am Ende auf einen Vergleich hinauslaufen k&ouml;nnte.&ldquo; Daran hat sicher niemals irgendein Zweifel bestanden. Einen verdienten Mitb&uuml;rger wie Hoene&szlig; wirft man nicht einfach ins Gef&auml;ngnis. Lieber startet man Hetzkampagnen gegen vorgebliche &bdquo;Armutsfl&uuml;chtlinge&ldquo; aus Rum&auml;nien und Bulgarien um eben auch von so noblen Herrschaften abzulenken.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Bundesgerichtshof &ndash; Mitteilung der Pressestelle Nr. 20\/2012<\/strong><br>\nStrafzumessung bei Steuerhinterziehung in Millionenh&ouml;he<br>\nDas Landgericht Augsburg hat den Angeklagten mit Urteil vom 8. April 2011 wegen Steuerhinterziehung in zwei F&auml;llen &ndash; insgesamt wurden mehr als 1,1 Mio. Euro hinterzogen &ndash; zu zwei Jahren Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt und deren Vollstreckung zur Bew&auml;hrung ausgesetzt. Dieses Urteil hat der Bundesgerichtshof auf die mit dem Ziel h&ouml;herer Bestrafung eingelegte Revision der Staatsanwaltschaft im Strafausspruch aufgehoben und die Sache zu erneuter Verhandlung und Entscheidung an eine andere Strafkammer des Landgerichts zur&uuml;ckverwiesen.<br>\n1. Der Angeklagte war im Jahr 2001 Mitgesellschafter und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der P. GmbH. Diese und eine weitere Gesellschaft verkaufte er an die T. AG f&uuml;r 80 Mio. (damals noch) DM. Zus&auml;tzlich zum gezahlten Kaufpreis erhielt er Aktien der T. AG im Wert von 7,2 Mio. DM als Gegenleistung daf&uuml;r, dass er der T. AG den Kauf auch der anderen Gesellschaftsanteile erm&ouml;glicht hatte. Dieses Aktienpaket deklarierte er in seiner Einkommensteuererkl&auml;rung wahrheitswidrig als weiteres Kaufpreiselement. Dadurch erlangte er die g&uuml;nstigere Versteuerung nach dem damals geltenden Halbeink&uuml;nfteverfahren f&uuml;r Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;se, so dass f&uuml;r das Jahr 2002 Einkommensteuer in H&ouml;he von mehr als 890.000 Euro verk&uuml;rzt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/juris.bundesgerichtshof.de\/cgi-bin\/rechtsprechung\/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;Datum=Aktuell&amp;nr=59128&amp;linked=pm\">Bundesgerichtshof<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die EU ist ein Hebel zur Zerst&ouml;rung der Demokratie<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht, stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, spricht im Interview mit dem Tagesspiegel &uuml;ber falsche Europapolitik, olle Kamellen &ndash; und Papst Franziskus. (&hellip;)<br>\nTagesspiegel: Die Europ&auml;ische Union ist neoliberal, militaristisch und weitgehend undemokratisch. So steht es im Entwurf zum Europawahlprogramm der Linken. Alles richtig?<br>\nWagenknecht: Dass die EU eine neoliberale Politik im Interesse gro&szlig;er Konzerne und Banken macht, ist sp&auml;testens seit den Maastrichter Vertr&auml;gen offensichtlich. Wir haben einen st&auml;ndigen Druck in Richtung Privatisierung, Liberalisierung und Deregulierung. Bis heute. Man muss die EU nicht mit dem Begriff militaristisch verbinden, aber richtig ist auf jeden Fall, dass die EU immer st&auml;rker militarisiert wird. Im Lissabon-Vertrag gibt es ein Aufr&uuml;stungsgebot. Beim letzten EU-Gipfel wurde wieder &uuml;ber eine bessere R&uuml;stungskooperation und h&ouml;here R&uuml;stungsausgaben verhandelt &ndash; als h&auml;tten wir keine anderen Probleme. Ja, und die EU ist auch ein Hebel zur Zerst&ouml;rung von Demokratie. Sie wird von den nationalen Regierungen teilweise bewusst genutzt, um unpopul&auml;re Entscheidungen auf Br&uuml;ssel abzuw&auml;lzen und sie damit durchzusetzen: Sozialk&uuml;rzungen, Ausverkauf &ouml;ffentlichen Eigentums &ndash; schaun Sie sich doch das Agieren der EU-Kommission und die EuGH-Entscheidungen des letzten 20 Jahre an. Mit dem Fiskalpakt und &auml;hnlichen Vereinbarungen wird diese Entm&uuml;ndigung der nationalen Parlamente zunehmend institutionalisiert.<br>\nTagesspiegel: Bei so einem schlimmen Verein kann man doch nicht Mitglied sein.<br>\nWagenknecht: Doch, um ihn zu ver&auml;ndern. Wir fordern einen Neustart der EU auf neuer vertraglicher Grundlage. Ziel muss sein, soziale Rechte auf hohem Niveau zu vereinheitlichen, Mindeststeuers&auml;tze f&uuml;r Unternehmen festzulegen, Stoppschilder gegen Privatisierung zu setzen. Das w&auml;re genau das Gegenteil des heutigen Dumpingwettlaufs. Nat&uuml;rlich macht es Sinn, wenn Staaten kooperieren, um ihr Sozialmodell gegen die wirtschaftlich M&auml;chtigen und entfesselte M&auml;rkte zu verteidigen. Die heutigen europ&auml;ischen Vertr&auml;ge geben daf&uuml;r aber keinen Raum. Im Gegenteil: Sie zerst&ouml;ren den Sozialstaat. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/sahra-wagenknecht-im-interview-die-eu-ist-ein-hebel-zur-zerstoerung-der-demokratie\/9318826.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die guten Arbeiter von Amazon<\/strong><br>\nTeile und herrsche! Dieses Rezept zum Erhalt und Ausbau der eigenen Macht ist uralt &ndash; auch bei K&auml;mpfen zwischen Kapitalisten und Arbeitern. Eine Neuauflage bietet nun der US-Versandhandelskonzern Amazon, der die Forderung der Gewerkschaft Ver.di nach h&ouml;heren Verdiensten f&uuml;r die Besch&auml;ftigten und tarifvertraglich geregelten Arbeitsbedingungen vehement ablehnt. &ldquo;Alle Unterzeichnenden distanzieren sich von den derzeitigen Zielen, Argumenten und &Auml;u&szlig;erungen der Ver.di, die in der &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber Amazon und damit &uuml;ber uns verbreitet werden.&rdquo; So steht es in einem offenen Brief Leipziger Amazonier, den &uuml;ber 1.000 Besch&auml;ftigte des Konzern in Deutschland unterschrieben haben sollen. Der Brief, der in dieser Woche bekannt wurde, ist ein Schlag ins Gesicht der streikenden Amazon-Besch&auml;ftigten, die den Konzern mit ihrem Ausstand w&auml;hrend des Weihnachtsgesch&auml;fts unter Druck setzen wollten. Teilweise, so berichten Gewerkschafter, seien die Unterschriften im Beisein von Vorgesetzten geleistet worden; auch h&auml;tten viele befristet Besch&auml;ftigte unterzeichnet &ndash; offenbar in der Hoffnung, durch Wohlverhalten ihre Besch&auml;ftigungsaussichten zu verbessern. Was kommt beim n&auml;chsten Ausstand? Die pers&ouml;nliche Ansprache von streikenden Mitarbeitern und Gewerkschaftern durch das Management im Beisein von Sicherheitspersonal? &ndash; Es wird Zeit, dass auch die Konsumenten begreifen, welches Spiel bei Amazon gespielt wird. Der bequeme Klick, der die Waren ins traute Heim bestellt, ist nicht folgenlos &ndash; weder f&uuml;r die Produzenten noch f&uuml;r die Lieferanten. Wer humane Arbeitsbedingungen will, sollte einem Branchenf&uuml;hrer wie Amazon nicht durchgehen lassen, seine Besch&auml;ftigten nach Gutsherrenart zu behandeln. Schlie&szlig;lich gibt es Alternativen &ndash; auch f&uuml;r Bestellungen im Internet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F01%2F11%2Fa0187&amp;cHash=134d4d023699494afecd0cbb4f32a476\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wir halten neuerdings viel von Antidiskriminierungsma&szlig;nahmen, warum nicht ein Gesetz gegen die Diskriminierung von Gewerkschaftsmitgliedern? Oder anders herum gefragt, sollen die Bedingungen menschenw&uuml;rdiger Arbeit allein durch die Gewerkschaften vertreten werden? Die Aufforderung zum Konsumentenboykott ist etwas schlicht, da die Alternativen so gro&szlig; nicht sind, wenn man bedenkt, wie vielf&auml;ltig das Angebot, wie weit die Einbindung der H&auml;ndler gediegen ist bis hin zu den Sonderangeboten von Amazonmarket. Aber ich lasse mich gerne belehren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Fachkr&auml;ftemangel&ldquo; &ndash; gibt es den &uuml;berhaupt?<\/strong><br>\nEr ist in aller Munde und allein durch die Anzahl der Wiederholungen des Begriffs glauben viele an seinen Wahrheitsgehalt. Manchmal noch mit direktem Artikel versehen, wird &bdquo;der Fachkr&auml;ftemangel&ldquo; zu unhinterfragten Realit&auml;t. Dabei w&auml;re es dringend geboten, seinen Realit&auml;tsgehalt und somit seine Existenz zu hinterfragen.<br>\nSo sagte der Referent f&uuml;r Konjunkturanalyse und -prognose am Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), Karl Brenke, 2012 in einem Interview mit Echo-online, dass er die Zahlen vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) f&uuml;r eine falsche Hochrechnung halte. Er stellt den angeblich 110.000 offenen Ingenieursstellen 30.000 selbst berechnete gegen&uuml;ber und belegte marktanalytisch, dass die Stagnation in der Lohnentwicklung bei Ingenieuren nicht daf&uuml;r spreche, dass zu wenig Angebot und eine zu hohe Nachfrage vorhanden w&auml;re. Hingegen vermutete er, dass man durch die &Ouml;ffnung des Arbeitsmarktes f&uuml;r gut Ausgebildete aus Schwellenl&auml;ndern lediglich das Lohnniveau weiter niedrig halten wolle. Daf&uuml;r spreche auch, dass man das j&auml;hrliche Mindestgehalt f&uuml;r gut ausgebildete Arbeitsmigranten auf 35.000 Euro festgelegt habe &ndash; wohlgemerkt in Berufen, die angeblich nach Arbeitskr&auml;ften ringen und deshalb rein marktwirtschaftlich gedacht viel h&ouml;here Preise\/L&ouml;hne erzielen m&uuml;ssten.<br>\n&Auml;ltere Fachkr&auml;fte, die nun arbeitslos sind oder auf Lohnsteigerungen verzichten, weil sie teuer sind und durch den Lohndruck dank der Billigkr&auml;fte Konkurrenz auf einem k&uuml;nstlich vergr&ouml;&szlig;erten Anbietermarkt erfahren, beklagen genau diese Entwicklung. Auch im Gesundheitsbereich ist dieser Trend im Zusammenhang mit der Privatisierung von Krankenh&auml;usern und Pflegest&auml;tten zu verzeichnen. Gerade in der Pflege ist die Nachfrage besonders hoch, die L&ouml;hne steigen aber nicht &ndash; sondern es werden aus fernen L&auml;ndern Menschen eingeladen, die bereit sind, Tag- und Nachtschichten in Vollzeit + &Uuml;berstunden f&uuml;r 2400 Euro brutto im monatlich zu leisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dtj-online.de\/fachkraeftemangel-lohndumping-arbeitsmarkt-17980\">dtj-online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&raquo;Ich f&uuml;rchte, dass unbezahlte B&uuml;rgerarbeit eingef&uuml;hrt wird&laquo;<\/strong><br>\nInge Hannemann war Fallmanagerin im Jobcenter Hamburg Altona. Weil sie das Hartz-IV-System als menschenrechts- und verfassungswidrig anprangerte, ist sie seit neun Monaten freigestellt.<br>\njw: Manipulierte Statistiken, Hartz-IV-Geld, das in den Verwaltungsapparat umgeschichtet wird, Pr&auml;mien f&uuml;r hart sanktionierende Jobcenterchefs &ndash; die Meldungen der vergangenen Monate lie&szlig;en die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) nicht gut wegkommen. Offenbar unber&uuml;hrt davon, hat die Beh&ouml;rde jetzt eine neue Werbekampagne gestartet. Worum geht es?<br>\nHannemann: Mit ihrer Kampagne will die Bundesagentur vorrangig Jugendliche und Wiedereinsteiger, also meist junge M&uuml;tter nach der Erziehungspause, erreichen.<br>\nBA-Chef Frank-J&uuml;rgen Weise hatte ja zum Jahresende bereits angek&uuml;ndigt, neue Wege zu gehen. Anstatt sich endlich mehr um die Vermittlung von Erwerbslosen in gut bezahlte Arbeit zu k&uuml;mmern, soll das Image der Beh&ouml;rde wieder einmal mit Werbung aufpoliert werden. Das Besondere ist dieses Mal die Breite der Kampagne. Erstmals tritt die BA im Fernsehen auf, was wohl Millionen verschlingt &ndash; und bei Facebook unter dem Motto &raquo;Das bringt mich weiter&laquo;.<br>\njw: Bei Facebook kann jeder Nutzer seinen Kommentar abgeben &hellip;<br>\nHannemann: In der Tat, und diese Kommentare hagelt es bereits. Ich glaube, die BA hat die Situation falsch eingesch&auml;tzt, wohl deshalb l&ouml;scht sie mittlerweile viele kritische Kommentare, obwohl diese keineswegs beleidigend sind<br>\nIch denke, das ist eine Gelegenheit f&uuml;r Betroffene, ihre Kritik am System an die richtige Adresse zu bringen. Um einiges zu nennen: Vermittlung in Niedriglohnjobs; Erpressung durch Sanktionen wie K&uuml;rzung der Grundsicherung; Verweigerung von Kosten&uuml;bernahmen, wodurch oft Bildungswege von Jugendlichen behindert werden. Wir wollen auch dagegenhalten, da&szlig; die Beh&ouml;rde mit der Unwissenheit ihrer jungen Zielgruppe spielt.<br>\njw: Was sind die h&auml;ufigsten Kritiken?<br>\nHannemann: Sehr oft geht es um Schikanen, aber auch um fehlende Beratung, um unsinnige Ma&szlig;nahmen. Angeprangert wird ferner, da&szlig; Qualifizierungen h&auml;ufig aus Kostengr&uuml;nden abgelehnt werden. Deshalb rate ich dazu, Ausbildungen bis sp&auml;testens M&auml;rz zu beantragen. In diesem Jahr hat die Bundesregierung 600 Millionen Euro mehr f&uuml;r &raquo;Integration&laquo; veranschlagt, insgesamt 3,1 Milliarden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/01-13\/051.php\">junge welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die letzten Mieter oder bleib doch, wenn du kannst<\/strong><br>\nDer neue Eigent&uuml;mer machte keinen Hehl daraus, dass er die junge Familie aus der Wohnung haben wollte. Ein leeres Haus erm&ouml;glicht Um- und Ausbauten, die modernisierte Wohnung h&ouml;here Mieten. Doch was, wenn die Bewohner bleiben wollen?<br>\nDas Mietrecht ist auf ihrer Seite. Aber es gibt Eigent&uuml;mer, die finden Mittel und Wege, ihren Mietern das Leben schwer zu machen.<br>\nDie Autorin hatte keine M&uuml;he, unglaubliche Geschichten zu sammeln, die von zugemauerten oder monatelang verhangenen Fenstern erz&auml;hlen, von Baul&auml;rm und abgedeckten D&auml;chern zu Weihnachten, von fliegenden M&ouml;beln, L&auml;rm und Staub. Geschichten, die oft mit dem &ldquo;freiwilligen&rdquo; Auszug der Mieter enden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/stadtgespraeche-die-letzten-mieter-oder-bleib-doch-wenn-du.958.de.html?dram:article_id=270932\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bommel aus toten Katzen statt aus Polyester<\/strong><br>\nDie Entschuldigungen kamen per Facebook. Sowohl die Modemarke Tom Tailor als auch die Drogeriekette M&uuml;ller bedauerten offiziell, Winterm&uuml;tzen mit Bommeln aus Katzenfell verkauft zu haben. Es handle sich um einen Einzelfall, schrieb das Label. In der EU gibt es seit 2009 ein Importverbot von Haustierfellen. Allerdings gibt es generell bei Pelzen keine Kennzeichnungspflicht, durch die der Verbraucher erfahren w&uuml;rde, wo Tiere herkommen und wie sie gehalten wurden. &ldquo;Tierfell ist auf dem globalisierten Markt billiger als Kunstfell&rdquo;, sagt Julia Akra von AnimalsLiberty. Der Grund daf&uuml;r liegt in China, von wo 85 Prozent des weltweiten Angebots stammt. J&auml;hrlich werden in der Volksrepublik etwa 70 Millionen Tiere wegen ihres Pelzes get&ouml;tet. Und schon ihre Haltung findet unter grausamen Bedingungen statt. Nach Recherchen der Tierschutzorganisation Peta werden die Katzen zu Tausenden in Transporter gequetscht, wo sie hungern und dehydrieren, bis sie erschlagen, erdrosselt oder bei lebendigem Leibe geh&auml;utet werden. Um die Nachfrage zu stillen, werden laut der Tierschutzorganisation Humane Society International auch Haustiere entf&uuml;hrt. Um ihn haltbarer zu machen, wird der Pelz danach mit Chemikalien wie dem nervensch&auml;digenden Mittel Tetrachlorethen behandelt. Die Arbeiter, aber auch die sp&auml;teren Konsumenten seien dem Gift praktisch ungesch&uuml;tzt ausgesetzt, so Peta-Kampagnenleiter Peter H&ouml;ffken. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten fand bei Tests in vielen Pelzprodukten im deutschen Verkauf siebenmal so viel krebserregendes Formaldehyd wie erlaubt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2014%2F01%2F08%2Fa0064&amp;cHash=5436d707877dca46283ec1c06595d6c3\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und ich dachte, Tierfelle seien in der Modebranche OUT, dabei ist es schlimm genug, was wir uns und den Tieren <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-01\/fleischatlas-hormonfleisch-freihandel\">mit der industriellen Massentierhaltung antun<\/a>. Ich habe mich belehren lassen: Bei der riesigen Auswahl an Winterjacken- und M&auml;nteln mit schicken Pelzkragen sollen diese zu einem gro&szlig;en Teil nicht aus Kunstfell, sondern aus Hundefell bestehen. Was die Tiere durchleiden m&uuml;ssen, <a href=\"http:\/\/www.peta.de\/web\/chinapelz.1732.html\">k&ouml;nnen Sie hier sehen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutsche Bahn, Lebensl&uuml;ge der Republik<\/strong><br>\nWieso braucht die Bahn, die dem Staat geh&ouml;rt, einen Lobbyisten im Vorstand, um ihren Einfluss in der Politik geltend zu machen? Vielleicht ist es doch anders. M&ouml;glicherweise braucht ja die Regierung einen Verbindungsmann im Bahnvorstand, damit dort alles so l&auml;uft, wie es die Kanzlerin gerne h&auml;tte. Vielleicht ist es auch ganz primitiv und die Bahn dient dem simplen Zweck, einen verdienten Vertrauten der Kanzlerin zum Dank einen gut bezahlten Posten zuzuschieben. Die Bahn ist ein Zwitter und eine Lebensl&uuml;ge der Republik. Sie soll handeln wie ein privates Unternehmen, darf es aber nicht. Die Politiker planten vor 20 Jahren die Privatisierung. Als es soweit war, schreckten sie zur&uuml;ck. Der eigene Einfluss auf den Verkehrsbetrieb war ihnen wichtiger. Als Staatskonzern hat die Bahn einen Versorgungsauftrag. Die Folge der wirren F&uuml;hrungsstruktur sind die Ergebnisse: Es beklagen sich nicht nur versp&auml;tungsgeplagte Reisende &uuml;ber das Totsparen der Bahn. Auch gro&szlig;e Ziele bleiben unerreicht. Der Anteil der Schiene am gesamten G&uuml;ter- und Personenverkehr w&auml;chst trotz aller Politiker-Bekenntnisse wenig. Das Auto bleibt im Zentrum der Verkehrspolitik. Die Eisenbahn kann kaum noch eine zeitgem&auml;&szlig;e Infrastruktur erhalten, weil sich der Staat aus der Verantwortung f&uuml;r die Schiene weit zur&uuml;ckgezogen hat. Das System von Strecken, Stellwerken oder Bahnh&ouml;fen ist einer f&uuml;hrenden Industrienation in Europa nicht angemessen. &Uuml;ber 3000 Stellwerke stammen noch aus Kaisers Zeiten. Zahllose Br&uuml;cken sind &uuml;ber 100 Jahre alt und am Ende. Der Investitionsstau der Bahn liegt bei atemberaubenden 30 Milliarden Euro. Ein echter Grund zur Sorge. Die Bundesregierung muss den Erhalt des technischen R&uuml;ckgrats der Volkswirtschaft in den Vordergrund stellen und die daf&uuml;r anfallenden Kosten aus dem Steuertopf bezahlen. Daran f&uuml;hrt kein Weg vorbei. Andere L&auml;nder machen das auch. Dazu muss aber nicht die ganze Bahn mit rollendem Material und Schienen beim Staat bleiben. Es bliebe die M&ouml;glichkeit, die Bahn zu teilen. Diesen Schritt h&auml;tte die Bundesregierung schon lange tun sollen. Das Schienennetz mit Stellwerken und Bahnh&ouml;fen bleibt in staatlicher Hand, der Betrieb von Z&uuml;gen und Waggons wird privatisiert. Das dient dem Wettbewerb &ndash; und die Struktur der komplizierten Bahn w&auml;re transparenter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/verantwortung-der-bundesregierung-deutsche-bahn-lebensluege-der-republik-1.1860750\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein wirrer, vor allem recht durchsichtiger Artikel aus der wirtschaftsliberalen Ecke der SZ. Ronald Pofalla als pers&ouml;nlicher Kontrolleur der Kanzlerin bei der Bahn? Aber das ist noch gar nichts. Karl-Heinz B&uuml;schemann beklagt den Zustand der Bahninfrastruktur. Kann man aus guten Gr&uuml;nden machen. Nur, was hat das mit dem privaten Betrieb von Z&uuml;gen zu tun? Verschwinden dadurch Stellwerke aus Kaisers Zeiten, werden dadurch Br&uuml;cken repariert, werden dadurch verst&auml;rkt G&uuml;ter von der Stra&szlig;e auf die Schiene verlagert? Der private Wettbewerb auf der Schiene bringt nur Rosinenpickerei, Fahrkostenaufschl&auml;ge um den Profit der so bescheidenen Privatwirtschaft, eventuell sogar Vernachl&auml;ssigung der Sicherheitsstandards und vernichtet so ganz nebenbei die Versorgung in der Fl&auml;che. Da wird eine M&auml;ngelliste aufgebaut und am Ende die Privatisierung, der angebliche Wettbewerb der Z&uuml;ge auf der Schiene quasi als L&ouml;sung suggeriert. Aber das Streckennetz, worauf sich die M&auml;ngelliste konzentriert und wirklich Geld kostet, soll beim Bund bleiben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das neue Gesinde des Hauses Deutschland<\/strong><br>\nDie sp&auml;tviktiorianische Popkultur, in der wer leben.<br>\nWenn man eine Sozialgeschichte des viktorianischen B&uuml;rgertums und seines Gesindes liest, erf&auml;hrt man von arbeitenden Menschen, die keinen Dank oder gar eine angemessene Bezahlung erhalten haben. Sie mussten ihren Dienst unsichtbar erledigen und es kam nicht selten vor, dass die Herrschaften nicht mal wussten, wie ihr Personal eigentlich hei&szlig;t. Man wollte es auch nicht wissen, um m&ouml;glichst Distanz zwischen sich und diese Unterprivilegierten zu bekommen. Viele stolze M&auml;nner und Frauen zerbrachen und litten. Denn h&auml;tten sie aufgemuckt, w&auml;ren sie auf alle Zeit gesellschaftlich ge&auml;chtet gewesen. Wir sind dabei, diese Sozialgeschichte neu zu schreiben, indem wir diese Gesellschaft zu einem Haushalt machen, in dem es von domestic workers, wie dieser Stand im Englischen viel trefflicher hei&szlig;t, nur so wimmelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/01\/das-neue-gesinde-des-hauses-deutschland.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Attention OECD-PISA: Your Silence on China is Wrong<\/strong><br>\nOn December 3, scores were released from the 2012 Programme for International Student Assessment (PISA), a test given every three years to 15 year-olds around the globe. Shanghai led the world in all three subjects&mdash;math, science, and reading. But that ranking is misleading. Shanghai has a school system that excludes most migrant students, the children of families that have moved to the city from rural areas of China. And now for three years running, the OECD and PISA continue to promote a distorted picture of Shanghai&rsquo;s school system by remaining silent on the plight of Chinese migrant children and what is one of the greatest human rights calamities of our time.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/educationnext.org\/attention-oecd-pisa-your-silence-on-china-is-wrong\/\">Education next<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung GL:<\/strong> PISA-Gl&auml;ubige werden nicht m&uuml;de, uns aus auf der Basis ihrer Rankingtabellen wohlfeile Ratschl&auml;ge zu erteilen. Dabei m&uuml;ssen sie aber immer wieder korrigiert werden, weil Vergleichstests wie PISA keinerlei gesicherte Hinweise auf m&ouml;gliche Ursachen f&uuml;r geringe Leistungen in Rechen-, Lese- und Wissenstests geben (und alle anderen, wichtigen F&auml;higkeiten ganz ausblenden).  Ganz schlimm ist es, wenn sie starke Verzerrungsfaktoren in ihren Daten nicht erw&auml;hnen, weil sie diese nicht kennen (was auf Naivit&auml;t hindeuten w&uuml;rde), oder unterschlagen. Beides m&uuml;sste Sanktionen durch die Auftraggeber, also die Kultusministerien nach sich ziehen.<\/em><br>\n<em>So ein schlimmer Fall ist jetzt wieder gegeben. Die PISA-Industrie pr&auml;sentiert uns den hohen Rankplatz der Sch&uuml;ler aus Schanghai als Ausdruck der besonders guten Schulqualit&auml;t in Schanghai, und will uns die Schanghai zum Vorbild f&uuml;r unsere Schulen machen. Dabei unterschl&auml;gt diese Industrie aber, dass fast die H&auml;lfte aller 15-J&auml;hrigen in Schanghai von der Studie ausgeschlossen wurden, n&auml;mlich fast alle Migrantenkinder, die aufgrund der chinesischen Politik wie Ausl&auml;nder behandelt und aus den meisten Schulen und den sozialen Dienstleistungen ausgeschlossen werden.<\/em><br>\n<em>Die deutschen Kultusministerien sollten diesen Vorfall zum Anlass nehmen, die teueren und irref&uuml;hrenden PISA-Tests einzustellen, und sich auf Datenerhebungen zu besinnen, die wirklich helfen, Verbesserungsm&ouml;glichkeiten in unserem Schulsystem zu finden.<\/em><br>\n<em>Falls weiter Vergleiche zwischen Bundesl&auml;ndern gemacht werden, m&uuml;ssen bei diesen endlich, wie an dieser Stelle schon &ouml;fter gefordert, alle F&ouml;rderschulsch&uuml;ler in den Vergleich einbezogen werden. Sonst &uuml;berbieten sich die Bundesl&auml;nder bei der Aussonderung von lernschwachen Kindern aus den Regelschulen, damit die PISA-Werte steigen. Sie machen  Wahlpolitik auf dem R&uuml;cken dieser Kinder. Das ist unverantwortlich.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-19911","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19911","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19911"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19911\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19925,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19911\/revisions\/19925"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19911"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19911"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19911"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}