{"id":19928,"date":"2014-01-15T09:01:42","date_gmt":"2014-01-15T08:01:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928"},"modified":"2014-01-15T09:08:45","modified_gmt":"2014-01-15T08:08:45","slug":"hinweise-des-tages-2044","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928#h01\">Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928#h02\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928#h03\">Die Blairisation oder Schr&ouml;derisierung des Fran&ccedil;ois Hollande?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928#h04\">&Ouml;konomische Ungleichheit spaltet nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Wirtschaftswissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928#h05\">Deutsche Leistungsbilanz-&Uuml;bersch&uuml;sse sind unproblematisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928#h06\">Leverage-Ratio; Basler Ausschuss legt sich nicht mit Amerikas Banken an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928#h07\">Greek Finance Minister Confesses: &ldquo;I turned down the IMF&rsquo;s offer of an alliance in favour of a debt restructure&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928#h08\">Wirtschafspolitische Fehleinsch&auml;tzung der Gr&uuml;nen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928#h09\">Warum der neoliberal radikalisierte Kapitalismus nun auch die Qualit&auml;t der Technik zu ruinieren beginnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928#h10\">Klassenziel: Bleiberecht in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928#h11\">Postenverteilung wie auf dem Basar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928#h12\">Das Wirken der Geostrategen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928#h13\">Von Edmund Burke zu Joachim Gauck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928#h14\">Bundesweites Konzept gegen Einbr&uuml;che: Reisefreiheit macht es Einbrechern leicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928#h15\">CSU wettert weiter gegen die EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928#h16\">Arabellion: Revolten dauern manchmal etwas l&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928#h17\">Pressefreiheit: Zensiert, bedroht, verboten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928#h18\">Zu guter Letzt: Wilfried Schmickler: Montagsfrage: Bundeswehrrevolution<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19928&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Aufruf: Arbeitsrechte verteidigen &ndash; Freihandelsabkommen zwischen USA und EU stoppen!<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140115_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Die geplante Wirtschaftszone des TTIP*-Vertrages gef&auml;hrdet grundlegende Arbeitsstandards. Ein Aufruf zum Widerstand&hellip;<br>\nElementare Arbeitsrechte und gesicherte Arbeitsverh&auml;ltnisse stehen in Europa wie den USA seit Jahren unter Druck. Dieser Trend w&uuml;rde sich durch das TTIP weiter versch&auml;rfen. In privaten Schiedsgerichten k&ouml;nnten multinationale Konzerne dann z.B. gegen einen gesetzlichen Mindestlohn klagen, weil er ihre Investition behindert.<br>\nDeshalb fordern wir den Stopp der Verhandlungen zur transatlantischen Freihandelszone!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140115_ttip-aufruf7_layout.pdf\">TTIP Aufruf [PDF &ndash; 102 KB]<\/a><\/p>\n<p>60 Erstunterzeichner_innen aus Deutschland wenden sich aus Sorge um Arbeitnehmerrechte gegen das geplante Investitions- und Freihandelsabkommen (Transatlantic Trade and Investment Partnership, TTIP), das derzeit zwischen der Europ&auml;ischen Union und den USA verhandelt wird.<br>\nIm Mittelpunkt der Ablehnung stehen &ndash; im Unterschied zu bisherigen Vorst&ouml;&szlig;en &ndash; die Koalitionsfreiheit am Arbeitsplatz und internationale Arbeitsstandards: <\/p>\n<ul>\n<li>Die USA haben sechs von acht Kernnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) NICHT ratifiziert<\/li>\n<li>In 25 von 50 US-Bundesstaaten gelten zus&auml;tzlich gewerkschaftfeindliche &bdquo;Right-to-work&ldquo;-Gesetze<\/li>\n<li>Die EU schafft insbesondere in Krisenstaaten mit Hilfe von &bdquo;Rettungsprogrammen&ldquo; Sonderzonen mit drastisch abgesenkten Arbeitsrechtsstandards.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die mit dem TTIP versprochenen &bdquo;Jobs&ldquo; (die Rede ist von ca. 180.000 in zehn bis zwanzig Jahren) k&ouml;nnten im Wesentlichen nur durch Produktionsverlagerungen und Senkung von Arbeitsstandards zustande kommen.<br>\nZu den Erstunterzeichner_innen z&auml;hlen neben Gewerkschaftern, Besch&auml;ftigten und Publizisten, Wissenschaftler wie die Professoren Wolfgang D&auml;ubler, Helga Spindler, Peter Wedde, Andreas Fisahn, Christoph Butterwegge, zudem zahlreiche Arbeitnehmer-Anw&auml;lte &ndash; darunter profilierte Kollegen wie Hans Decruppe, Stefan Bell, Wolfgang Trittin und Manfred Bobke.<br>\nDer Aufruf kann ab dem 15. Januar 2014 unter folgender URL eingesehen und unterst&uuml;tzt werden: http:\/\/arbeitsunrecht.de\/ttip<br>\nEr wurde von den K&ouml;lner Publizisten Werner R&uuml;gemer und Elmar Wigand initiiert. Beide besch&auml;ftigen sich seit Anfang 2012 in einem Forschungs-Projekt mit &bdquo;Union Busting in Deutschland &ndash; Bek&auml;mpfung von Arbeitnehmern, Betriebsr&auml;ten und Gewerkschaften mit Hilfe professionleller Dienstleister.&ldquo; Dabei spielt der transatlantische Transfer von Konzepten und bew&auml;hrten Methoden zur Zerschlagung von Gewerkschaften und organisierte Belegschaften eine wichtige Rolle. <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Roger Strassburg:<\/strong> Es mag sein, dass manche Normen der ILO nicht formal ratifiziert worden sind. Dennoch sind die meisten dieser Normen bereits Gesetz. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bei einem Freihandelsabkommen, w&auml;ren die ILO-Kernarbeitsnormen f&uuml;r die USA nicht verbindlich und die arbeitsrechtliche Lage k&ouml;nnten einseitig ver&auml;ndert werden. Anders gesagt: Aus meiner Sicht, w&auml;re es eine Bedingung, bevor man &uuml;berhaupt &uuml;ber ein solches Freihandelsabkommen verhandelt, dass dieses Abkommen von allen beteiligten Staaten unterzeichnet w&uuml;rde. So dass man dahinter jedenfalls nicht mehr zur&uuml;ckweichen kann. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>TTIP Wachstumsstudien: neoliberale Holographie, nichts weiter<\/strong><br>\nWas das in Verhandlung stehende Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen den Hauptakteuren EU und USA anbelangt, so scheint der Widerstand seitens zahlreicher Nichtregierungsorganisationen beiderseits des Atlantiks an Fahrt aufzunehmen. [&hellip;] Ich will an dieser Stelle nicht lang wiederholen, welch unheilvolle Elemente zum Abkommen trotz geheimer Verhandlungen bereits an die &Ouml;ffentlichkeit gelangt sind. Wer hier Nachholbedarf hat, sei auf andere Quellen verwiesen. Zwar stehen die Verhandlungsergebnisse nicht fest, doch offenbart allein der Verhandlungsprozess, der auf langen Wunschlisten von und ausgiebigen Treffen mit zahlreichen Unternehmensverb&auml;nden und Konzernen beruht, wohingegen die Zivilgesellschaft nahezu kein Geh&ouml;r erh&auml;lt, welch neoliberaler Geist dem ganzen Unterfangen inne wohnt. [&hellip;] Der Aspekt, um den es hier jedoch gehen soll, sind die mit dem Freihandelsabkommen verbundenen Prognosen in Bezug auf Wirtschaftswachstum und Besch&auml;ftigungszunahme, die angeblich durch die zunehmende transatlantische Konkurrenz aufkommen sollen. [&hellip;]<br>\nWer nun jedoch einen Blick in die &ouml;konomischen &bdquo;Studien&ldquo; wirft, die zur Absch&auml;tzung der Auswirkungen des geplanten Freihandelsabkommens angefertigt wurden, erh&auml;lt einen Eindruck davon, wie geradezu kurios weltfremd (und fahrl&auml;ssig) es in der Denkwelt der bestimmenden Eliten zugeht. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=3924\">Maskenfall<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kaum Hoffnung auf No-Spy-Abkommen &ndash;  &ldquo;Die Amerikaner haben uns belogen&rdquo;<\/strong><br>\nDas geplante No-Spy-Abkommen der Bundesrepublik mit den USA droht zu scheitern. Obwohl die Verhandlungen offiziell noch laufen, hat die Bundesregierung kaum noch Hoffnung, ein Abkommen, das einen bilateralen Verzicht auf Spionage beinhalten sollte, mit den USA abschlie&szlig;en zu k&ouml;nnen. So verweigern die USA sogar die Zusage, k&uuml;nftig keine deutschen Regierungsmitglieder und politischen Amtstr&auml;ger mehr abzuh&ouml;ren.<br>\nIn Kreisen des Bundesnachrichtendienstes (BND), der mit den Verhandlungen beauftragt ist, herrscht deshalb gro&szlig;e Entt&auml;uschung: &ldquo;Wir kriegen nichts&rdquo;, sagte ein mit dem Stand der Verhandlungen vertrauter Experte der S&uuml;ddeutschen Zeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kaum-hoffnung-auf-no-spy-abkommen-die-amerikaner-haben-uns-belogen-1.1862138\">SZ<\/a>\n<p><strong>Dazu: Das No-Spy-Abkommen war reine Kosmetik<\/strong><br>\nDie Amerikaner haben gelogen? Deren Position h&auml;tte jedem von Anfang an klar sein k&ouml;nnen. Wer so kompromisslos alles ausforscht und auch vor den eigenen Leuten damit nicht haltmacht, ist garantiert nicht bereit, mit irgendwelchen Fremden dar&uuml;ber zu verhandeln. Hat also nicht vielmehr die Bundesregierung gelogen, als sie vorgaukelte, ein solches Abkommen sei in der Region des Erreichbaren?<br>\nWie auch immer, das unselige Theater ist vorbei und das ist gut so. Denn nun kann man endlich wieder dar&uuml;ber reden, was die Bundesregierung, was Unternehmen und Nutzer wirklich gegen &Uuml;berwachung unternehmen k&ouml;nnen. Denn unternehmen k&ouml;nnte auch die Bundesregierung einiges, wenn sie es denn ernst meinte. Tut sie aber nicht, wie das Beispiel De-Mail beweist. Das h&auml;tte die Chance geboten, landesweit eine sichere Kommunikation einzuf&uuml;hren. Doch De-Mail wurde absichtlich unsicher gebaut, um deutschen Diensten zu erm&ouml;glichen, deutsche B&uuml;rger auszusp&auml;hen.<br>\nDas No-Spy-Abkommen war von Anfang an Kosmetik. Es war ein No-Abkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2014-01\/no-spy-abkommen-ende\">Zeit.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: Stephan Hebel &ndash; H&ouml;chste Zeit f&uuml;r den transatlantischen Konflikt<\/strong><br>\nUm wenigstens das &bdquo;No-Spy-Abkommen&ldquo; zu erzwingen, verf&uuml;gen Deutschland und Europa durchaus &uuml;ber Werkzeuge: Aber auch unsere neue Bundesregierung zieht es vor, untert&auml;nigst mit einem unwilligen &bdquo;Partner&ldquo; zu plaudern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/datenschutz\/kommentar-no-spy-abkommen-hoechste-zeit-fuer-den-transatlantischen-konflikt,1472644,25888020.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Nest-&Uuml;bernahme: Google will in Ihr Schlafzimmer<\/strong><br>\nWarum kauft Google f&uuml;r 3,2 Milliarden Dollar eine Firma, die Thermostate und Rauchmelder herstellt? Es k&ouml;nnte um den Chef gehen, denn der half einst, iPod und iPhone zu gestalten. Doch das ist nicht der einzige Grund f&uuml;r die &Uuml;bernahme von Nest Labs: Es geht um Daten aus Millionen Haushalten. [&hellip;]<br>\nNest-Thermostate erfassen eine Vielzahl von Informationen dar&uuml;ber, was in einem Haushalt gerade geschieht. Sie merken sich, wann der Nutzer die Temperatur hochregelt, wann herunter. Dank eingebauter Sensoren f&uuml;r &ldquo;Temperatur, Aktivit&auml;t, Luftfeuchtigkeit und Helligkeit&rdquo; (Nest-Website) kann der Thermostat sogar erraten, wann jemand zu Hause ist, in welchem Raum sich gerade jemand aufh&auml;lt. Steuern l&auml;sst er sich auch &uuml;ber eine Smartphone-App.[&hellip;]<br>\nBei Google sieht man zweifellos nicht zuletzt die Big-Data-M&ouml;glichkeiten von Nest. Informationen &uuml;ber die Lebensgewohnheiten von Millionen Menschen, gepaart mit all dem, was der Konzern dank seiner Suchmaschine, dank Cookies, GMail und Android schon jetzt &uuml;ber Abermillionen von Menschen wei&szlig; &ndash; das ist ein wertvoller Schatz. Ein Android-Nutzer, der sich auch noch Nest-Thermostate ins Haus holt, wird Google mehr Informationen &uuml;ber sich und sein Privatleben geben, als jemals ein Konzern &uuml;ber einzelne Personen besessen hat. Damit erreichen potentielle Sicherheitsprobleme, wie man sie von Android kennt, eine v&ouml;llig neue Dimension.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/gadgets\/nest-uebernahme-google-will-in-ihr-schlafzimmer-a-943406.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Zu erg&auml;nzen w&auml;re, dass die Deutsche Telekom mit Qivicon und Mobilcom-Debitel mit SmartHome ganz &auml;hnliche Projekte bereits in Deutschland vermarkten. Dabei ist es vollkommen unverst&auml;ndlich, warum Kunden f&uuml;r eine Dienstleistung, die anderswo f&uuml;r einen Bruchteil der Kosten zu haben ist, die f&uuml;rstlichen Preise der Mobilfunkunternehmen zahlen und dann auch noch die erkennbaren Gefahren beim Datenschutz hinnehmen. Ob Google etwas von seiner Milliardeninvestition hat, wird sich zeigen. Immerhin kostet das zweifelsohne h&uuml;bsch designte Thermostat von Nest gut das Zehnfache eines leistungsf&auml;higeren &bdquo;intelligenten&ldquo; Thermostat des deutschen Anbieters eQ-3. Das bisherige Erfolgsmodell von Google war ja eher, mit kostenlosen Produkten Kunden zu sammeln, mit deren Daten man dann Gewinne macht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<p><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Blairisation oder Schr&ouml;derisierung des Fran&ccedil;ois Hollande?<\/strong><br>\nPr&auml;sident Hollande ist schon jetzt eine tragische Figur. Wie er sich auch immer entscheidet, er scheitert in jedem Fall. Geht er den deutschen Weg, folgt also Blair und Schr&ouml;der, ist er verloren, weil der Versuch einer Lohnsenkung unter den heute gegebenen Umst&auml;nden nur scheitern kann, da die Binnennachfrage, das einzige Standbein der franz&ouml;sischen Konjunktur, einbr&auml;che und die Arbeitslosigkeit weit &uuml;ber die schon jetzt erreichten 12 Prozent hinaus anstiege. Bleibt er wider erwarten Sozialist oder versucht, sich ohne Festlegung durchzumogeln, ist er auch verloren, weil Frankreich dann gegen das &uuml;berm&auml;chtige Deutschland nie mehr auf die Beine kommt und die Wirtschaft in ein langes Siechtum f&auml;llt. Jede der beiden Varianten spielt der Rechten in die H&auml;nde und in diesem Falle der extremen Rechten, dem Front National. Die Chance f&uuml;r Hollande im Jahr 2017 wiedergew&auml;hlt zu werden, ist schon jetzt nahe Null, wenn nicht er oder seine engsten Berater beginnen zu begreifen, dass ohne eine offene Herausforderung der deutschen Position (am besten in einer Koalition mit Italien und anderen S&uuml;deurop&auml;ern) weder die W&auml;hrungsunion noch die franz&ouml;sische Wirtschaft zu retten sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-blairisation-oder-schroederisierung-des-francois-hollande\/\">flassbeck-economics<\/a> \n<p><strong>dazu: Hollande will Firmen entlasten<\/strong><br>\nFrankreichs Pr&auml;sident Francois Hollande hat eine K&uuml;rzung der Staatsausgaben sowie Entlastungen f&uuml;r Unternehmen in Milliardenh&ouml;he angek&uuml;ndigt. Damit will er der stagnierenden Wirtschaft Impulse verleihen. Im Gegenzug sollen die Unternehmen Arbeitspl&auml;tze schaffen und Investitionen t&auml;tigen. Er erl&auml;uterte Details dieses &ldquo;Paktes der Verantwortung&rdquo; bei einer traditionellen Pressekonferenz zu Jahresbeginn.<br>\nZur Sanierung des Haushalts will Hollande in diesem Jahr 15 Milliarden Euro bei den Staatsausgaben einsparen. Zwischen 2015 und 2017 sollen die Ausgaben noch einmal um 50 Milliarden Euro gek&uuml;rzt werden. Die Einschnitte um vier Prozent w&uuml;rden gleichm&auml;&szlig;ig auf alle Aufgabenbereiche des Staates verteilt. Betroffen seien auch die kommunalen Verwaltungen. Diese m&uuml;ssten effizienter und enger zusammenarbeiten.<br>\nDer Pr&auml;sident k&uuml;ndigte an, die Unternehmen bis 2017 von Sozialausgaben f&uuml;r Familienleistungen zu befreien. Dies mache 30 Milliarden Euro an Entlastungen aus. Auch werde es Vereinfachungen bei den Vorschriften und Steuern geben. Die Gegenleistungen der Unternehmer sollten landesweit und konkret nach Branchen festgeschrieben werden. Dabei nannte Hollande neben der Schaffung neuer Arbeitspl&auml;tze auch Zusagen f&uuml;r &auml;ltere Arbeitnehmer oder f&uuml;r Ausbildung. Hollande erkl&auml;rte zugleich, das franz&ouml;sische Sozialmodell solle beibehalten werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/hollande372.html\">Tagesschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&Ouml;konomische Ungleichheit spaltet nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Wirtschaftswissenschaft<\/strong><br>\nWeniger als eine Stunde dauert die Autofahrt vom piekfeinen Montgomery County in die s&uuml;d&ouml;stlichen Stadtviertel der US-Hauptstadt Washington. Es ist eine Reise von einer der reichsten in eine der &auml;rmsten Regionen der USA und mit jedem Kilometer sinkt die Lebenserwartung der Bev&ouml;lkerung um sieben Monate: von 81 auf 60 Jahre. Noch n&auml;her liegen der noble New Yorker Stadtteil Upper East Side und das arme South Bronx beisammen, die nur einen Spaziergang voneinander entfernt sind. &Uuml;berquert man den Harlem River nach Norden, sinkt das Medianeinkommen der ans&auml;ssigen Menschen um mehr als 80 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/oekonomische-ungleichheit-spaltet-nicht-nur-die-gesellschaft-sondern-auch-die-wirtschaftswissenschaft\/\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>M&auml;rchen aus der Deutschen Bank (9): Deutsche Leistungsbilanz-&Uuml;bersch&uuml;sse sind unproblematisch<\/strong><br>\nEiner der wichtigsten Kritikpunkte an der g&auml;ngigen neoliberalen Krisenerz&auml;hlung betrifft die deutschen Leistungsbilanz-&Uuml;bersch&uuml;sse. W&auml;hrend Merkel, Barroso und Co. das Hohelied der Wettbewerbsf&auml;higkeit singen und entsprechende &bdquo;Strukturreformen&ldquo; in S&uuml;deuropa einfordern, blenden sie gerne aus, dass der &bdquo;mangelnden Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; dort spiegelbildlich notwendigerweise ein Zuviel an &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; anderswo entspricht. In einer Ver&ouml;ffentlichung hat sich auch Deutsche Bank Research Ende des vergangenen Jahres darangemacht, zu begr&uuml;nden, weshalb dieses Zuviel an &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo;, das in deutschen Leistungsbilanz-Export&uuml;bersch&uuml;ssen zum Ausdruck kommt, entgegen der Kritik gar kein Zuviel sei.<br>\nHeiko Peters und Stefan Schneider f&uuml;hren in ihrer Ver&ouml;ffentlichung &bdquo;Deutsche Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse &ndash; Kritik nicht stichhaltig&ldquo; insgesamt sieben Argumente gegen die deutschen Leistungsbilanz-&Uuml;bersch&uuml;sse auf, um eben diese Argumente zu widerlegen. Ich konzentriere mich im Folgenden auf die zwei wichtigsten davon sowie auf die entsprechenden Entgegnungen durch Peters\/Schneider, n&auml;mlich:\n<ul>\n<li>Deutschland lebt &ldquo;auf Kosten anderer&rdquo; und &uuml;berschwemmt die Welt mit seinen Produkten (S. 3)<\/li>\n<li>Deutschland importiert zu wenig (S. 4)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1298\">annotazioni<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Leverage-Ratio; Basler Ausschuss legt sich nicht mit Amerikas Banken an<\/strong><br>\nEs ist viel auf dem Spiel gestanden f&uuml;r die amerikanischen Banken. Der Basler Ausschuss f&uuml;r Bankenregulierung wollte sich auf eine einheitliche Definition der Leverage Ratio genannten ungewichteten Eigenkapitalquote einigen. Dieses Verh&auml;ltnis basiert grunds&auml;tzlich auf den Buchhaltungszahlen der Finanzh&auml;user. Hier wiederum gibt es zwei verschiedene Regelwerke, die zu ganz unterschiedlichen Eigenkapitalquoten f&uuml;hren. Auf der einen Seite steht die internationale Norm IFRS. Diese zeigt sich restriktiv, was das Verrechnen gewisser derivativer Finanzinstrumente angeht. Die Folge ist, dass IFRS-Bank-Bilanzen l&auml;nger und die Eigenkapitalquoten tiefer sind. Auf der anderen Seite steht das amerikanische Modell mit umgekehrten Vorzeichen. Die internationale Norm benachteiligt also die europ&auml;ischen Banken, die alle IFRS anwenden, im Vergleich zu den amerikanischen Finanzh&auml;usern. Der Basler Ausschuss suchte aber nach einem identischen Massstab f&uuml;r alle. Die Frage war nur, ob man sich der gegen&uuml;ber den Banken grossz&uuml;gigeren Variante der Amerikaner oder der strikteren Vorgabe der IFRS anschliesst. Mit anderen Worten: Nimmt man den US-Banken etwas weg, oder gibt man den europ&auml;ischen Banken etwas hinzu, um gleich lange Spiesse zu gew&auml;hren? Der Basler Ausschuss hat nun den politisch wohl einfacheren Weg gew&auml;hlt, indem er sich der Philosophie des amerikanischen Regelwerks US-GAAP angeschlossen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/kommentare\/basler-ausschuss-legt-sich-nicht-mit-amerikas-banken-an-1.18220323\">NZZ<\/a>\n<p>Dazu: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/wirtschafts-und-finanzportal\/banken-erreichen-zugestaendnisse-1.18220003\">Einigung &uuml;ber Verschuldungsquote: Zugest&auml;ndnisse an die Banken<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Noch einmal: Der Basler Ausschuss Beh&ouml;rde hat festgelegt, dass die Banken ab 2018 Eigenkapital in H&ouml;he von 3% der Bilanzsumme ausweisen m&uuml;ssen. W&auml;hrend US-Gaap erm&ouml;glicht, die Bilanz um Positionen zur Absicherung von Risiken zu subtrahieren, ist dies im Regelwerk Europas (IFRS)  nicht m&ouml;glich, damit f&auml;llt die Bilanz h&ouml;her aus und erschwert die Erf&uuml;llung der Verschuldungsquote. Die Deutsche Bank kommt nach US-Gaap auf eine Bilanzsumme von rund 1,2 Bio. &euro; und nach IFRS auf etwa 2 Bio &euro;. Nach altem Standard braucht sie mehr  Kapital als ihre US-Konkurrenten, um die Leverage Ratio einzuhalten. Unter den Tisch f&auml;llt im Bericht, dass die USA und Gro&szlig;britannien eine strengere Quote wollen &ndash; die Rede ist von 4%. Nat&uuml;rlich ist sowohl eine Leverage Ratio von 3 Prozent oder auch von 4 Prozent viel zu niedrig. Wer es nicht glaubt, kann sich von Anat Admati und Martin Hellwig &uuml;berzeugen lassen. <a href=\"http:\/\/blogs.faz.net\/fazit\/2013\/02\/18\/meisterwerk-932\/\">Immerhin schreibt selbst Gerald Braunberger von der FAZ<\/a>: &ldquo;Die wenigsten B&uuml;cher ver&auml;ndern die Welt. Aber wenn die Bankenlobby k&uuml;nftig gr&ouml;&szlig;ere Schwierigkeiten besitzen sollte, wirtschaftlichen Unsinn zum eigenen Nutzen zu verbreiten, wird dieses Buch dazu einen wesentlichen Beitrag geleistet haben.&rdquo; Das Buch gibt inzwischen auch auf Deutsch: Martin Hellwig, Anat Admati: Des Bankers neue Kleider. Was bei Banken wirklich schiefl&auml;uft und was sich &auml;ndern muss. 350S., geb., &euro;25,70 (FinanzBuch Verlag, M&uuml;nchen)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Greek Finance Minister Confesses: &ldquo;I turned down the IMF&rsquo;s offer of an alliance in favour of a debt restructure&rdquo;<\/strong><br>\nThis is a stupendous story. Possibly for the first time in its tainted history, the International Monetary Fund had a major change of heart and tried to do the right thing by a &lsquo;program&rsquo; country, only to be turned down by that very same country&rsquo;s finance minister!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/yanisvaroufakis.eu\/2014\/01\/10\/greek-finance-minister-confesses-i-turned-down-the-imfs-offer-of-an-alliance-in-favour-of-a-debt-restructure\/#more-4921\">Yanis Varoufakis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wirtschafspolitische Fehleinsch&auml;tzung der Gr&uuml;nen<\/strong><br>\n&ldquo;Es droht sich mal wieder zu bewahrheiten, dass die schwersten politischen Fehler in den Zeiten guter Konjunktur gemacht werden&hellip;&ldquo;<br>\nEine Wirtschaft aber, die schon 2012 real nur um 0,7 Prozent gewachsen ist, und deren Zuwachsraten seit 2011 so deutlich gesunken sind, wie es die Graphik oben veranschaulicht, kann niemals Grundlage daf&uuml;r sein, zu schreiben: &ldquo;&hellip;in den Zeiten guter Konjunktur&hellip;&rdquo;<br>\nEin Arbeitsmarkt, in dem die Zahl der Arbeitslosen (Arbeitsangebot) h&ouml;her ausf&auml;llt, als ein Jahr zuvor, und in dem gleichzeitig die Zahl der offenen Stellen (Arbeitsnachfrage) niedriger ausf&auml;llt, als ein Jahr zuvor, kann niemals ein &ldquo;insgesamt boomender Arbeitsmarkt&rdquo; sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/01\/wirtschaftsverstandnisbundnis-90die-grunendie-welt-in-zeiten-guter-konjunktur\/#sthash.WJ8LtMmZ.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Warum der neoliberal radikalisierte Kapitalismus nun auch die Qualit&auml;t der Technik zu ruinieren beginnt<\/strong><br>\nWenn man sich z.B. die Serie der Pannen bei Gro&szlig;projekten in den letzten 15 Jahren vor Augen f&uuml;hrt, fragt man sich, ob dieser Zustand inzwischen erreicht ist&hellip;.<br>\nIn der &Ouml;ffentlichkeit werden diese Blamagen meist unter der &Uuml;berschrift verbucht: &bdquo;Die Politik ist schuld&ldquo;: Unf&auml;hige Politiker in Aufsichtsr&auml;ten, st&auml;ndige politisch begr&uuml;ndete Eingriffe in die Planung, zu hohe Sicherheitsanforderungen und nat&uuml;rlich: Die Wutb&uuml;rger machen eine schnelle, gute Planung und Ausf&uuml;hrung immer unm&ouml;glich&hellip;.<br>\nIm Kapitalismus stehen sich zwei Denkweisen und Methoden gegen&uuml;ber und oft im Konflikt: Die der Ingenieure, die es mit den Naturgesetzen der Chemie und Physik zu tun haben, die man nicht umgehen kann und dar&uuml;ber hinaus den T&uuml;cken der Praxis ausgesetzt sind, die sich immer anders entwickelt, als die Theorie und die Berechnung es vorsieht. Auf der anderen Seite  stehen die &Ouml;konomen, die nach den von Menschen gemachten &bdquo;Gesetzen&ldquo; des Marktes, der Konkurrenz und der Rendite als einzigem Erfolgskriterium eines Unternehmens arbeiten. So lange beide Denkweisen ihren Platz in den Betrieben hatten, konnte man als Ingenieur zun&auml;chst einmal nach technischen Gegebenheiten und Notwendigkeiten handeln, um sich dann mit den Kaufleuten auseinander zu setzen, die die Entwicklung und Produktion m&ouml;glichst kosteng&uuml;nstig halten und die Produkte am Markt absetzen m&uuml;ssen. Heraus kamen dann Produkte, die nach professionellen Grunds&auml;tzen entwickelt und konstruiert und f&uuml;r die meisten Menschen erschwinglich waren.<br>\nSeit etwa dem Jahr 1985, mit dem Beginn der neoliberalen Radikalisierung des Kapitalismus, hat sich dieses Gleichgewicht aber immer mehr zu Gunsten der Betriebswirtschaft verschoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++1e74bb7e-7c5e-11e3-96bf-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Klassenziel: Bleiberecht in Deutschland<\/strong><br>\nViele waren noch Kinder, als sie sich in Afghanistan oder Somalia allein auf den Weg machten. Die beschwerliche Reise der jugendlichen Fl&uuml;chtlinge nach Deutschland dauerte oft Jahre. Jetzt gehen sie in M&uuml;nchen auf eine Berufsschule. Zu Besuch bei einem wegweisenden Projekt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/45026_45049.htm\">Magazin Mitbestimmung<\/a>\n<p><strong>Dazu: Gute Argumente f&uuml;r eine dauerhafte Anerkennung<\/strong><br>\nPhilip Anderson, Migrationsforscher in Regensburg und Vertrauensdozent der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, &uuml;ber das Modellprojekt zur beruflichen Bildung f&uuml;r junge Fl&uuml;chtlinge, das er evaluiert: &ldquo;&hellip; Allein in M&uuml;nchen gehen wir von rund 1500 Jugendlichen unter 21 aus, bei steigender Tendenz. Vor allem aus den Krisenl&auml;ndern des Nahen Ostens, Syrien zum Beispiel, kommen immer mehr. &hellip; Die daf&uuml;r das Geld zusammenbekommen, sind die, denen zugetraut wird, sich in Europa eine Existenz aufzubauen. Dazu kommt, dass eine h&auml;ufig jahrelange Reise enorme Lebensf&auml;higkeit mit sich bringt. Etwas zynisch k&ouml;nnte man sagen: Auf dem Weg nach Deutschland findet eine positive Auslese statt. &hellip; Einige haben viele Vorkenntnisse. Ich habe aber auch schon einen Hirtenjungen erlebt, der sich nach dem Tod des Vaters auf den Weg machte und nicht einmal lesen und schreiben konnte. Als er hier war, hat er es auf schnellstem Weg zum mittleren Schulabschluss und in eine Elektrikerlehre geschafft. &hellip; M&uuml;nchen ist eine der ersten St&auml;dte, die fragt: Wie k&ouml;nnen wir professionell mit diesen Menschen umgehen? Und auch das Land Bayern hat 2011 mit der Ausdehnung der Berufsschulpflicht f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge auf 21 Jahre einen gro&szlig;en Schritt gemacht. Das gibt Jugendlichen trotz ihres unsicheren Aufenthaltsstatus eine echte Chance. Nicht zuletzt gibt ihnen schulischer Erfolg auch ein Argument f&uuml;r eine dauerhafte Anerkennung in die Hand. &hellip; Mit Schule ist es nicht getan. Der neuralgische Punkt ist die Unterbringung, vor allem die Betreuung. Immer noch werden Jugendliche, wenn auch zum Gl&uuml;ck meist nicht lange, in einer Kaserne untergebracht und dort zu sehr sich selbst &uuml;berlassen. Im besseren Fall leben sie in Jugendwohngemeinschaften mit st&auml;ndigen Ansprechpartnern. Die Vernetzung ist das A und O. Das Leben auf Basis des Ausl&auml;nder- und Asylrechts f&uuml;hrt zu enormem Koordinierungsbedarf. Von der Schule &uuml;ber das Amt f&uuml;r Wohnen, den Fl&uuml;chtlingsrat und das Kreisverwaltungsreferat bis zum Kultusministerium braucht es st&auml;ndige Kontakte. Denn die Verhandlungsspielr&auml;ume werden gr&ouml;&szlig;er, wenn man im Gespr&auml;ch ist. &hellip; Entscheidend sind Praktika. Wenn sie einmal im Betrieb sind, k&ouml;nnen sie mit ihrer hohen Motivation viele Arbeitgeber &uuml;berzeugen, die nicht nur nach den Noten schauen. Auch die noch nicht perfekten Deutschkenntnisse werden zum &uuml;berwindbaren Hindernis, wenn man merkt: Der oder die will wirklich im Beruf Fu&szlig; fassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/45026_45048.htm\">Magazin Mitbestimmung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das gibt es also auch: Von Bayern lernen. Bayern ist allerdings reich, deshalb ist es unbedingt notwendig, dass z.B. die St&auml;dte des Ruhrgebiets f&uuml;r solche Projekte zus&auml;tzliche Beihilfen durch den Bund erhalten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Postenverteilung wie auf dem Basar<\/strong><br>\nWie wird man Chef eines Bundestagsausschusses? Mundart, Quote, Entsorgung z&auml;hlen. Eines kaum: Kompetenz. Der Bundestag ist als Arbeitsparlament in 23 Aussch&uuml;sse gegliedert. Bevor sie sich an diesem Mittwoch zum ersten Mal konstituieren, spielen die Parteien Politiker-Sudoku. Die Union darf ihrem Wahlergebnis gem&auml;&szlig; 12 Chefposten besetzen, die SPD 7, Linke und Gr&uuml;ne je 2. Die Bedeutung der Ausschussvorsitzenden ist f&uuml;r Regierungs- und Oppositionsparteien unterschiedlich. Bei Union und SPD geht der Ausschuss eher an die Leute, die keinen der h&ouml;herwertigen und besser bezahlten Posten von Ministerium bis Fraktionsvize bekamen, aus Quoten- und L&auml;nderproporzgr&uuml;nden aber dennoch bedient werden sollten. Weil Helge Braun aus Gie&szlig;en ins Kanzleramt umzieht, wird sein Hessen-Stuhl im Bildungsausschuss frei. F&uuml;r diesen qualifizierte sich Lips, weil sie Hessin, weiblich und seit 12 Jahren im Bundestag ist. Fachkompetenz? Geschenkt. Jemand wie Norbert R&ouml;ttgen (CDU), der 2012 als Verlierer der NRW-Wahl in Ungnade fiel, kann als Chef des Ausw&auml;rtigen Ausschusses dagegen so tun, als habe er ein Comeback. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2014%2F01%2F15%2Fa0033&amp;cHash=e339d5bdb1e0073c1a945b94ed28b23b\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Wirken der Geostrategen<\/strong><br>\nMit den blutigen K&auml;mpfen im S&uuml;dsudan m&uuml;ndet ein von Berlin unterst&uuml;tztes staatliches Sezessionsprojekt in die Katastrophe. J&uuml;ngsten Sch&auml;tzungen zufolge sind bei den bewaffneten Auseinandersetzungen dort seit Mitte Dezember rund 10.000 Menschen zu Tode gekommen. Die Bundesrepublik hatte die Abspaltung des S&uuml;dsudan energisch gef&ouml;rdert, nicht nur mit politischer R&uuml;ckendeckung, sondern auch mit konkreten Programmen zum &ldquo;Staatsaufbau&rdquo;. Ursache war das Interesse an einer Schw&auml;chung des Sudan, der dem tendenziell antiwestlichen Teil der arabischen Welt zugerechnet wird. Der S&uuml;dsudan besitzt drei Viertel der gesamtsudanesischen &Ouml;lvorr&auml;te. Er ist inzwischen eng an prowestliche Staaten Ostafrikas (Kenia, Uganda) angebunden. Die Bundesregierung trieb das geostrategisch motivierte Sezessionsvorhaben entschlossen voran, obwohl Beobachter warnten, es k&ouml;nne im S&uuml;dsudan erneut Gewalt freisetzen: Rivalisierende Kr&auml;fte dort hatten sich bereits in den 1990er Jahren brutal bek&auml;mpft; gebe es in Juba staatliche Ressourcen zu verteilen, dann sei mit einem Wiederaufflammen dieser K&auml;mpfe zu rechnen, hie&szlig; es. Genau dies ist nun eingetreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58772\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Die Kriege dieses Jahres<\/strong><br>\nDie Zeitschrift der &ldquo;Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik&rdquo; (DGAP) publiziert einen &Uuml;berblick &uuml;ber die zehn wom&ouml;glich gef&auml;hrlichsten Konflikte des neuen Jahres. Wie die Autorin, die ehemalige UN-Hochkommissarin f&uuml;r Menschenrechte Louise Arbour, schreibt, handelt es sich bei ihrer Aufstellung um zehn Konfliktl&auml;nder bzw. -regionen, in denen unterschiedlichste Konfliktursachen zur Eskalation gef&uuml;hrt haben oder noch f&uuml;hren k&ouml;nnen. Arbour nennt als Ursachen etwa &ldquo;organisiertes Verbrechen&rdquo;, &ldquo;politische Machtk&auml;mpfe&rdquo;, &ldquo;autorit&auml;re Regierungsf&uuml;hrung&rdquo; sowie eine Reihe weiterer Elemente. Westliche Interventionen tauchen als Ursachen f&uuml;r die desolate Situation einer ganzen Reihe von L&auml;ndern nicht auf, obwohl die Autorin zum Beispiel Libyen auf ihrer &ldquo;Top 10&rdquo;-Konfliktliste auff&uuml;hrt. Libyen ist durch den NATO-Krieg des Jahres 2011 zerschlagen worden, es hat sich seitdem nicht wieder erholt. Nicht auf der von der DGAP publizierten Liste aufgef&uuml;hrt ist der S&uuml;dsudan &ndash; ein Spaltprodukt geostrategisch motivierter westlicher Sezessionspolitik, das im Dezember in blutigen K&auml;mpfen versunken ist. Arbour rechnet f&uuml;r dieses Jahr insbesondere mit der Versch&auml;rfung der Konflikte im russischen Nordkaukasus. Ernste Konflikte in dem Gebiet k&ouml;nnten Russland empfindlich schw&auml;chen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58773\">German Foreign Policy<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Von Edmund Burke zu Joachim Gauck<\/strong><br>\nEine besonders kurze Geschichte der politisch konservativen Freiheit.<br>\nEdund Burke, der gegen die &ldquo;Gleichmacherei&rdquo; der Franz&ouml;sischen Revolution&auml;re anschrieb, gilt heute als der Vater des politischen Konservatismus. Joachim Gauck, der sich die Aura eines Liberalen zugelegt hat, ist sein Urenkel. Ein kurzer Blick auf die Quintessenz von Burkes Werk verdeutlicht das. Auch er predigte Freiheit und meinte etwas ganz anderes damit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/01\/von-edmund-burke-zu-joachim-gauck.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bundesweites Konzept gegen Einbr&uuml;che: Reisefreiheit macht es Einbrechern leicht<\/strong><br>\nEinbrecherbanden aus S&uuml;dosteuropa gehen verst&auml;rkt auf Beutezug in Deutschland, erkl&auml;rte NRW-Innenminister J&auml;ger, der neue Vorsitzende der Innenministerkonferenz, am Montag in D&uuml;sseldorf. Er will die Banden l&auml;nder&uuml;bergreifend verfolgen, denn die Aufkl&auml;rungsquote ist miserabel. &ldquo;Auch Kriminelle nutzen die Freiz&uuml;gigkeit&rdquo;, sagte J&auml;ger. Als neuer IMK-Vorsitzender wolle er den mobilen Banden mobile Polizeibeh&ouml;rden entgegensetzen. Es sollen Konzepte entwickelt werden, um l&auml;nder&uuml;bergreifend und international gegen die Banden vorzugehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/politik\/einbrueche118.html\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Gleichzeitig lese ich in meiner neuen Heimat im Mindener Tageblatt: &ldquo;Grunds&auml;tzlich haben wir es kreisweit mit durchreisenden, aber auch heimischen Straft&auml;tern zu tun&rdquo;, meint Ralf Steinmeyer, Pressesprecher der Kreispolizeibeh&ouml;rde. Bei Wohnungseinbr&uuml;chen in Minden sei aber vorwiegend die heimische Szene ma&szlig;geblich. <a href=\"http:\/\/www.mt-online.de\/lokales\/minden\/10072159_Die_Taeter_wohnen_oft_nur_um_die_Ecke.html\">Viele T&auml;ter seien polizeibekannt<\/a>, finanzierten ihren Lebensstil durch Eigentumsdelikte und wechselten den Wohnort lediglich im Stadtgebiet.&rdquo; In einer anderen Ausgabe lese ich zum auch in Minden nicht angekommenen viel propagierten Boom der letzten Jahre: &ldquo;Anders als beim Armutsbericht der Bundesregierung sind diese Zahlen &uuml;ber den Verdacht erhaben, gesch&ouml;nt zu sein. Sie sind weit schlimmer, als die meisten Ausschussmitglieder, egal welcher Partei, erwartet haben. &ldquo;Jedes vierte Kind in Minden w&auml;chst in armen Verh&auml;ltnissen auf&rdquo;, <a href=\"http:\/\/www.mt-online.de\/lokales\/minden\/8171048_Sozialatlas_Wo_in_Minden_die_Armut_wohnt.html\">rechnet Uta Betzhold vor<\/a>.&rdquo; Das ist nat&uuml;rlich zu wenig, um einen tragf&auml;higen statistischen Zusammenhang zwischen Armut und Kriminalit&auml;t herzustellen (Das ist in Rio eher m&ouml;glich). Aber der Verdacht kommt auf.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Dazu die Anmerkung unseres Lesers W.W:<\/strong> Schade Herr Minister J&auml;ger, leider am eigentlichen Thema vorbei. Solange der neoliberale Kurs des Turbo-Kapitalismus nicht endlich gestoppt wird, wird sich die Zahl der Wohnungseinbr&uuml;che eher noch versch&auml;rfen. Ihre u.a. Politik mit &bdquo;Privat vor Staat&ldquo; ist kl&auml;glich gescheitert, und viele Ihrer Untergebenen und Mitarbeiter, die sich nicht trauen, sich  &ouml;ffentlich zu &auml;u&szlig;ern, werden das &auml;hnlich sehen und weiter resignieren bzw. kapitulieren. Wenn der Schutz der fu&szlig;ballkickenden Million&auml;re in den Stadien oberste polit-polizeiliche Priorit&auml;t (auf Kosten der Steuerzahler) hat, wird sich nichts &auml;ndern. Die zunehmende Spaltung der Gesellschaft zwischen Arm und Reich und der weitere Personalabbau bei der Polizei werden die Einbruchzahlen eher noch steigen lassen. Pressemitteilungen, die Sie verbreiten, sehr geehrter Herr J&auml;ger, sind nicht einmal Placebos, da leicht f&uuml;r Jedemann\/Frau durchschaubar. Nein, auch Sie betreiben damit Volksverdummung\/Verschleierung, um die einzig wahre Erkenntnis, n&auml;mlich die zunehmende Armut, zu vertuschen. Auch wenn ich kaum auf Geh&ouml;r hoffe, habe ich doch meinem Unmut Luft gemacht. Die Politikerverdrossenheit wird weiterhin zunehmen. &hellip; &ndash;  Mit freundlichen aber frustrierten Gr&uuml;&szlig;en aus der alten Hauptstadt Bonn (waren das noch Zeiten).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>CSU wettert weiter gegen die EU<\/strong><br>\nIn der Debatte um Sozialleistungen f&uuml;r arbeitslose EU-Ausl&auml;nder geht die Union immer mehr auf Konfrontationskurs zur EU. Es sei &bdquo;zum Verzweifeln, wie wenig diese EU-Kommission die Lebensrealit&auml;t der Menschen in Europa zur Kenntnis nimmt&ldquo;, sagte CSU-Chef Horst Seehofer dem Magazin &bdquo;Spiegel&ldquo;. &bdquo;Beinahe jede Woche kommt diese EU-Kommission mit einem Vorschlag, der entweder Arbeitspl&auml;tze in Deutschland gef&auml;hrdet oder die Zustimmung der Bev&ouml;lkerung zur europ&auml;ischen Idee&ldquo;, sagte Seehofer weiter. CSU-Generalsekret&auml;r Andreas Scheuer warnte in dem Magazin vor einem &bdquo;Freifahrtschein in das deutsche soziale Sicherungssystem&ldquo;. Unionsfraktionschef Volker Kauder nannte die Haltung der Kommission in der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung vom Samstag &bdquo;v&ouml;llig inakzeptabel&ldquo;.Die EU-Kommission hatte zuvor in einem Rechtsgutachten eine pauschale Ablehnung von Sozialleistungen f&uuml;r EU-Ausl&auml;nder kritisiert und Einzelfallpr&uuml;fungen gefordert. W&uuml;rde sich deren Ansicht durchsetzen, k&auml;men vermutlich viele Menschen &bdquo;allein wegen der Hartz-IV-Zahlungen&ldquo; nach Deutschland, sagte Kauder dazu. Das sei aber nie Sinn der Freiz&uuml;gigkeit in der EU gewesen. Die EU-Kommission hatte allerdings am Freitag Berichte zur&uuml;ckgewiesen, sie w&uuml;rde Deutschland zu einem leichteren Zugang von EU-B&uuml;rgern zu deutschen Sozialleistungen dr&auml;ngen. Deutschland werde durch das EU-Recht nicht verpflichtet, an &bdquo;wirtschaftlich inaktive&ldquo; EU-B&uuml;rger Sozialleistungen w&auml;hrend der ersten drei Monate ihres Aufenthalts im Land zu zahlen, relativierte eine Kommissionssprecherin die Forderung nach Einzelfallpr&uuml;fungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/csu-wettert-weiter-gegen-die-eu\/9321206.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was so eine Kommunalwahl ausmacht. Aber leider ist es nicht nur die Bayernwahl allein, die CDU in Person von Volker Kauder springt auf den fahrenden Zug. Und die Bild-Zeitung transportiert den Brandstifter. Dagegen haben wissenschaftliche Studien, die seit Monaten Entwarnung geben, keine Chance.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Arabellion: Revolten dauern manchmal etwas l&auml;nger<\/strong><br>\nDie Zeit der Euphorie ist lange vorbei. Die Umbr&uuml;che in der arabischen Welt gehen weiter &ndash; mit ungewissem Ausgang. B&uuml;rgerkrieg in Syrien, Milit&auml;rregierung am Nil: Es scheint, als sei beim Arabischen Fr&uuml;hling alles schiefgegangen, was schiefgehen konnte. Doch in Wahrheit ist der Streit noch lange nicht ausgefochten. Islamisten stehen gegen Liberale, Revolution&auml;re contra Reaktion&auml;re. Diese beiden politischen Fronten liberal versus islamistisch und Restauration versus Revolution &uuml;berlappen sich zum Teil in &Auml;gypten. Bisher funktioniert dort die Vermarktungsstrategie der Restauration und des Sicherheitsapparats relativ gut, als vermeintliche Verteidiger der Freiheit wieder die Unfreiheit einzuf&uuml;hren. Aber auch hier tickt f&uuml;r die Restauration eine Zeitbombe. Denn die Menschen erwarten von Milit&auml;r und Sicherheitsapparat, dass auch ihre wirtschaftlichen Probleme gel&ouml;st werden und eine Perspektive f&uuml;r mehr Fairness er&ouml;ffnet wird. Das neue Prinzip der Rechenschaftspflicht wird fr&uuml;her oder sp&auml;ter auch die Restauration wieder einholen. Denn die alten restriktiven Regime waren auf Angst gebaut und diese haben die Menschen inzwischen verloren. Das gilt aber auch f&uuml;r die Regime, die wie im Falle Syriens und &Auml;gyptens immer skrupelloser werden und die auch nichts mehr darum geben, wie auf internationaler Ebene &uuml;ber sie gedacht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F01%2F14%2Fa0076&amp;cHash=ba44d087c9fc68ff320610c7b2bd00fc\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Westen beurteilt die Arabellion meist ziemlich arrogant aus der Warte seiner Demokratien, ohne zu ber&uuml;cksichtigen, wie lange unser Weg zu einer funktionierenden Demokratie dauerte. Selbst Frankreich, die Mutter dessen, was wir Revolution nennen, konnte erst nach 86 Jahren mit der Dritten Franz&ouml;sischen Republik das Versprechen der Revolution, ein echtes parlamentarische System, auf Dauer einl&ouml;sen. Und was f&uuml;r R&uuml;ckschl&auml;ge mussten auf diesen Weg hingenommen werden. Allein innerhalb der ersten 10 Jahre: Die Erhebung des Dritten Standes, der Sturm auf die Bastille, die Erkl&auml;rung der Menschen- und B&uuml;rgerrechte, der Versuch einer Konstitutionellen Monarchie, die kriegerische Reaktion des Auslands, die Hinrichtung des K&ouml;nigs, die Radikalisierung der Revolution bis zum &ldquo;Grande Terreur&rdquo; (Robespierre), die &Uuml;bernahme der Revolution durch das Besitzb&uuml;rgertum (Direktorium) nach den Sieg gegen inl&auml;ndische und ausl&auml;ndische Gegner, Staatsstreich Napoleons als Antwort auf die jakobinische Wiedergeburt 1899). Und weiter geht es: Napoleons Konsulat, Kaiserkr&ouml;nung, Kriegsz&uuml;ge in ganz Europa, aber auch Code Civil, Niederlage bei Waterloo (1815), Restauration, &ldquo;terreur blanche&rdquo; (Jagd auf Anh&auml;nger der Revolution und Napoleons), Versuch einer konstitutionellen Monarchie, nach Aufl&ouml;sung der Abgeordnetenkammer und Ver&auml;nderung des Wahlzensus Julirevolution (1830, Ausgleich zwischen Parlament und Monarchie unter B&uuml;rgerk&ouml;nig Louis-Philippe I., Februarrevolution 1848, kurze Phase der Zweiten Franz&ouml;sischen Republik, Zweites Kaiserreich unter Napoleon III., Nach der Niederlage gegen Preu&szlig;en 1871 Ausrufung der Dritten franz&ouml;sischen Republik, 1875  Verfassungsgesetze von 1875. Davon waren Preu&szlig;en, Russland, &Ouml;sterreich-Ungarn zu diesem Zeitpunkt noch Lichtjahre entfernt. &ndash; Gewiss die heutige Zeit ist schnelllebiger, aber ist sehr &uuml;berheblich die &ldquo;Arabellion&rdquo; im fragw&uuml;rdigen Tempo unserer Medienberichterstattung zu bewerten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Pressefreiheit: Zensiert, bedroht, verboten<\/strong><br>\nEs gibt viele Methoden, die Pressefreiheit zu untergraben. Manche L&auml;nder verbieten sie einfach: China geh&ouml;rt dazu. Es gibt aber auch L&auml;nder, die nicht ganz so einfach zu beurteilen sind. In &Auml;thiopien, Tansania, Uganda und demn&auml;chst auch Kenia gibt es Pressegesetze, die es sehr schwer bis unm&ouml;glich machen, frei zu berichten. Oft wird die Versch&auml;rfung des Presserechts mit Terrorgefahren und der inneren Sicherheit begr&uuml;ndet. Einige L&auml;nder lassen wenig unversucht, um das Internet unter Kontrolle zu behalten oder zumindest den Zugang zu Informationen im Netz zu erschweren. Vielerorts reicht bereits der wirtschaftliche Druck auf die Medien aus, um eine nicht allzu kritische Berichterstattung zu erzwingen. In Nigeria etwa kann keine Zeitung &uuml;berleben, in der die Regierung keine Anzeigen schaltet. Aber auch in den L&auml;ndern, in denen Pressefreiheit herrscht, wie in den USA oder Deutschland, hat der wirtschaftliche Druck Einfluss auf die Qualit&auml;t der Berichterstattung. An einigen Orten der Welt bedeutet Journalismus aber auch Gefahr f&uuml;r Leib und Leben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/pressefreiheit-zensiert-bedroht-verboten\/9318994.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So l&ouml;blich es ist, einen kleinen Schwerpunkt zum Thema &ldquo;Pressefreiheit&rdquo; zu bringen (weitere Links am Ende des Artikels), so ist dieser doch sehr lateinamerikalastig. Sicherlich ist es sinnvoll, zentrale Einflussfaktoren f&uuml;r die Gef&auml;hrdung von Pressefreiheit zu herauszuarbeiten: organisiertes Verbrechen, Konzentration von Medienmacht und linke Regierungen, aber warum nun in Brasilien gerade alle drei Faktoren eine Rolle spielen, erschlie&szlig;t sich aus dem Artikel nicht. Dass ein Kritiker des Gouverneurs von Sergipe (Nepotismus) durch dessen Richter-Schwager zu acht Monaten Gef&auml;ngnis verurteilt wurde, l&auml;sst sich schwerlich als typisch f&uuml;r linke Regierungen einordnen. Vor allem fehlt dem Artikel die versprochene Analyse des Einflusses des wirtschaftlichen Drucks auf die Qualit&auml;t der Berichterstattung in den USA und Deutschland oder auch die Schere im Kopf mancher Journalisten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wilfried Schmickler: Montagsfrage: Bundeswehrrevolution<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/wilfried_schmickler100.html\">WDR 2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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