{"id":19971,"date":"2014-01-20T09:11:36","date_gmt":"2014-01-20T08:11:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971"},"modified":"2014-01-20T09:11:36","modified_gmt":"2014-01-20T08:11:36","slug":"hinweise-des-tages-2047","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971#h01\">Gauck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971#h02\">Obamas Kriegsl&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971#h03\">Wie Markus Lanz ein paar Mal bei der &raquo;sch&ouml;nsten Linken aller Zeiten&laquo; einhaken musste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971#h04\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971#h05\">Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971#h06\">SPD-Fraktion: Europa als Probleml&ouml;ser wahrnehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971#h07\">Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971#h08\">Schw&auml;chelnde Exportgralsh&uuml;ter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971#h09\">Risiko: Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971#h10\">Einkommenskluft gr&ouml;&szlig;te Bedrohung f&uuml;r die Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971#h11\">Hunderttausende Akademiker arbeiten f&uuml;r Niedriglohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971#h12\">Notreparaturen an der Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971#h13\">Wer Kinder hat, zahlt drauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971#h14\">Stiftung Warentest vs. Ritter Sport: L&auml;cherlich? Im Gegenteil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971#h15\">Studie der Otto Brenner Stiftung: Verdeckte PR in Wikipedia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971#h16\">&bdquo;Demokratie braucht Kritik an der Polizei&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971#h17\">Ausweitung der Kampfzone: Sind Soldaten Brause-Verk&auml;ufer?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971#h18\">Preise f&uuml;r Barroso und Van Rompuy &ndash; wof&uuml;r?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19971&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gauck<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Joachim Gauck: Die Freiheit der Rede<\/strong><br>\nEin Pr&auml;sident, ein Thema: In Freiburg hat Joachim Gauck wieder einmal &uuml;ber die Freiheit gesprochen, diesmal mit besonderem Bezug auf unsere Wirtschaftsordnung. Hat der Bundespr&auml;sident damit jeden Aspekt der Freiheit abgearbeitet? Noch lange nicht! Das beweist ein Blick auf seinen Terminplan.<br>\nFebruar: Die Gedanken sind frei&#8232;Beim deutschen Philologentag in Freilassing referiert Bundespr&auml;sident Joachim Gauck &uuml;ber das Thema &ldquo;Gedankenfreiheit&rdquo;: &ldquo;Lasst uns denken, lasst uns mehr denken, vor allem aber: Lasst uns frei denken!&rdquo; Die Freiheit des Gedankens n&auml;mlich sei die Voraussetzung f&uuml;r die Freiheit des Handelns &ndash; was l&auml;ge da n&auml;her als ein Freihandelsabkommen mit den USA? Nach anf&auml;nglicher Verwirrung erntet der Bundespr&auml;sident verhaltenen Applaus. (&hellip;)<br>\nNovember: Endlich frei &#8232;V&ouml;llig &uuml;berraschend sagt das Bundespr&auml;sidialamt zwei Tage vor dem zentralen Festakt eine geplante Rede Joachim Gaucks zum 25. Jahrestag des Mauerfalls ab: &ldquo;Der Pr&auml;sident sieht sich au&szlig;erstande, zur Feier dieses gl&uuml;cklichsten Tages der deutschen Geschichte noch etwas zu sagen, das er nicht bereits mehrmals gesagt hat.&rdquo; Man bitte um Verst&auml;ndnis; das Thema &ldquo;Freiheit&rdquo; sei f&uuml;r Gauck &ldquo;endg&uuml;ltig auserz&auml;hlt&rdquo;. Das Staatsoberhaupt befinde sich nun bis auf Weiteres in seiner frisch bezogenen Zweitwohnung im Hamburger Stadtteil St. Pauli, (Adresse: Gro&szlig;e Freiheit), und nehme sich die denkbar gr&ouml;&szlig;te Freiheit: &ldquo;Der Bundespr&auml;sident sucht nach einem neuen Thema.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/satire-ueber-bundespraesident-joachim-gauck-a-944143.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die &bdquo;Spiegel&ldquo;-Macher weisen extra darauf hin, dass es sich um eine Satire handelt. &Auml;hneln die wahren Handlungen und Reden unseres Staatsoberhauptes so sehr der Satire, dass hier unbedingt darauf hingewiesen werden muss?<\/em><br>\n<em>W&auml;re so eine Satire vom &bdquo;Spiegel&ldquo; &uuml;ber Frau Merkels Terminplan vorstellbar? Eine vergleichbare Satire zum Thema &bdquo;Deutschland geht es gut&ldquo; ist generell jedenfalls denkbar.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das hohle Geschw&auml;tz eines redlichen Intellektuellen<\/strong><br>\nGauck w&uuml;nscht sich mehr intellektuelle Redlichkeit. Gut. So will ich mich darin versuchen, lasse einige seiner Bl&uuml;ten links liegen, die er im Walter-Eucken-Institut fallen lie&szlig;, und st&uuml;rze mich auf diesen einzigen Satz, der als zentrale Botschaft seiner Rede gelten kann: &ldquo;Freiheit in der Gesellschaft und Freiheit in der Wirtschaft geh&ouml;ren zusammen.&rdquo;<br>\nSo, nun mal ganz redlich. Durchleuchten wir dieses Konstrukt aus dem Mund des Bundespr&auml;sidenten mal intellektuell. Stellen wir zun&auml;chst mal einige kritische Fragen, die sich zwangsl&auml;ufig aufdr&auml;ngen: Ist eine Gesellschaft unfrei, wenn sie der Wirtschaft Ma&szlig;gaben abverlangt, die zum materiellen und geistigen Wohl aller beitragen sollen? Ist sie es, nur weil sich ihre Wirtschaft an Regeln zu halten hat, die das Zusammenleben aller Menschen verbessern soll? Ist die Gesellschaftsfreiheit nur m&ouml;glich, wenn Wirtschaftsfreiheit hei&szlig;t, so wenig Steuern wie nur m&ouml;glich bezahlen zu m&uuml;ssen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/01\/das-hohle-geschwatz-eines-redlichen.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Obamas Kriegsl&uuml;ge<\/strong><br>\nZwei US-Forscher legen Studie zum Chemiewaffenangriff vom 21. August 2013 bei Damaskus vor: Washingtons Darstellung ist falsch<br>\nBereits am Dienstag vergangener Woche legten zwei US-Forscher einen Untersuchungsbericht zum Chemiewaffenangriff im syrischen Ghuta bei Damaskus im August 2013 vor. In westlichen L&auml;ndern berichteten dar&uuml;ber nur wenige Medien, obwohl die Studie zu dem Schlu&szlig; kommt: Die Giftgasmunition konnte nicht aus den Gebieten, die von syrischen Regierungstruppen kontrolliert wurden, abgefeuert worden sein.<br>\nAutoren der 23seitigen Analyse sind Richard Lloyd, ein fr&uuml;herer UN-Waffeninspekteur, und Theodore Postol, Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Unter dem Titel &raquo;M&ouml;gliche Auswirkungen falscher technischer US-Aufkl&auml;rung&laquo; legen sie ihre Ergebnisse der &Uuml;berpr&uuml;fung jener Raketen vor, mit denen nach Erkenntnis von UN-Waffeninspekteuren am 21. August vergangenen Jahres Sarin in mehrere Ortschaften in der Region Ghuta geschossen worden war.<br>\nLloyd und Postol fassen die Resultate, zu denen sie gelangten, so zusammen: &raquo;&ndash; Die syrischen unkonventionellen Chemiewaffentr&auml;ger, die beim Nervengasangriff vom 21. August in Damaskus benutzt wurden, hatten eine Reichweite von rund zwei Kilometern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/01-20\/050.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Erstes Opfer jeden Krieges ist die Wahrheit, hei&szlig;t es. Gut, dass die USA und ihre Verb&uuml;ndeten den Waffengang nicht angetreten sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wie Markus Lanz ein paar Mal bei der &raquo;sch&ouml;nsten Linken aller Zeiten&laquo; einhaken musste<\/strong><br>\nEs gab dann in der Sendung von &raquo;Markus Lanz&laquo; gestern zum Beispiel den Moment, als die stellvertretende Vorsitzende der Linken, Sahra Wagenknecht, dem Moderator Markus Lanz erkl&auml;ren wollte, warum sie die Europ&auml;ische Union &raquo;weithin undemokratisch&laquo; nennt, was Lanz eine Ungeheuerlichkeit fand.<br>\nWagenknecht: Ich hab doch im Europ&auml;ischen Parlament gesessen, f&uuml;nf Jahre. Ich hab &ndash;\n<p>Lanz: Was haben Sie da gemacht, eigentlich?<br>\nWagenknecht: Ich habe erlebt &mdash; Ich habe im Ausschuss f&uuml;r Wirtschaft und W&auml;hrung gesessen.<\/p>\n<p>Lanz: Ja.<br>\nWagenknecht: Zum Beispiel in diesem Ausschuss &ndash;<\/p>\n<p>Lanz: Was verdient man da?<br>\nWagenknecht: Man verdient das gleiche wie im Bundestag, aber das &ndash;<\/p>\n<p>Lanz: Wieviel? Wieviel verdient man da?<br>\nWagenknecht: Ich glaube, zur Zeit sind das im Europ&auml;ischen Parlament 7000 Euro oder so.<\/p>\n<p>Lanz: Kriegt man im Monat.<br>\nWagenknecht: Aber ich wollte Ihnen eigentlich was dar&uuml;ber erz&auml;hlen, wie Lobbymacht funktioniert.<\/p>\n<p>Ja, aber wer will das schon h&ouml;ren?<br>\nLanz warf ihr dann sp&auml;ter noch vor, dass er gar nichts davon mitgekriegt h&auml;tte, was sie im Europaparlament gemacht hat. Und dass in Europa ja wohl trotzdem noch Sachen schieflaufen, obwohl sie da Abgeordnete war.<br>\nEs war, als w&uuml;rde man versuchen, eine inhaltliche Diskussion mit einem Sechsj&auml;hrigen zu f&uuml;hren, der als Argumente zweihundert Fleischb&auml;llchen in Tomatenso&szlig;e hat und bereit ist, jedes einzelne abzufeuern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/wie-markus-lanz-ein-paar-mal-bei-der-schoensten-linken-aller-zeiten-einhaken-musste\/\">Stefan Niggemeier<\/a><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Das Streitgespr&auml;ch: Sahra Wagenknecht vs. Markus Lanz und J&ouml;rges 16.01.2014 &ndash; Bananenrepublik<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ZAYjDGP2kJQ\">YouTube<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.W.:<\/strong> Es muss, so finde ich, dringend darauf hingewiesen werden in welcher unversch&auml;mten Art und Weise sich der (ehemalige RTL-) Moderator Markus Lanz gegen&uuml;ber G&auml;sten (meist linken Politikern) verh&auml;lt, die offenbar eine andere Auffassung von Sachverhalten haben wie er selbst (&hellip;). Frau Wagenknecht durfte in der im Artikel erw&auml;hnten Sendung kaum einen Satz aussprechen ohne unterbrochen zu werden, ihre Argumente wurden nicht einmal angeh&ouml;rt, sondern gleich als dumm abgetan.<\/em><br>\n<em>Phoenix-Moderator Erhard Scherfer hat die Anforderungen an einen Moderator einer politischen Sendung treffend formuliert:<\/em><br>\n<em>Moderatoren&uuml;bung 1: Ich bin Moderator, nicht Partei.<br>\n<em>Moderatoren&uuml;bung 2: Wenn ich eine Frage stelle, warte ich auch mal die Antwort ab &ndash; egal von wem.<\/em><br>\n<em>Moderatoren&uuml;bung 3: Ich will nicht demonstrativ schlauer sein als meine G&auml;ste.<\/em><\/em><br>\n<em>(nachzulesen <a href=\"https:\/\/twitter.com\/ErhardScherfer\/status\/423951157820522497\">hier<\/a>, <a href=\"https:\/\/twitter.com\/ErhardScherfer\/status\/423951515724677120\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/twitter.com\/ErhardScherfer\/status\/423953139482382337\">hier<\/a>)<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.V.:<\/strong> Markus Lanz (ZDF) und auch Hans-Ulrich J&ouml;rges (Stern) haben sich wohl vorab vorgenommen, gemeinsam Frau Sahra Wagenknecht mal so richtig im neuen &bdquo;ZDF-Mioska-Stil&ldquo; blo&szlig;zustellen. Die Unversch&auml;mtheiten Beider waren nicht zu toppen. Allein die zig-fachen Unterbrechungen durch Stopp-Rufe in die Rede von Frau Wagenknecht durch Herrn Lanz hatten nichts, aber auch gar nichts mit qualitativ gutem Journalismus zu tun. So auch seine  K&ouml;rperhaltung in Richtung Frau Wagenknecht war absolut grenzwertig. Bei  jedem Ruf &bdquo;Stopp&ldquo;, beugte er sich drohend in Richtung Frau Wagenknecht. Die verbalen Angriffe seitens Herrn Lanz als auch von Herrn J&ouml;rges waren in Teilen tats&auml;chlich ehrabschneidend und beleidigend. Auch Herr J&ouml;rges war manchmal so laut sprechend und ungehalten, dass er mehrfach dabei war aus seinem  Sitz zu springen um seine Argumente &bdquo;quasi vor der Nase von Frau Wagenknecht&ldquo; zu unterstreichen. Dennoch lie&szlig; sich Frau Wagenknecht in bewundernswerter Weise nicht von ihrer sachlichen und trefflichen Argumentation abbringen. Beide M&auml;nner haben ihr Ziel einer &ouml;ffentlichen &ldquo;Hinrichtung der durchaus vorhandenen Reputation von Frau Wagenknecht in der deutschen Bev&ouml;lkerung&rdquo; nicht erreicht. Herr Lanz erlaubte sich auch mehrmals den Applaus den Frau Wagenknecht von dem Publikum erhielt in L&auml;cherliche zu ziehen. &Auml;u&szlig;erst abgeschmackt. Letztlich sah man, bevor zum n&auml;chsten Gast gewechselt wurde, zwei  M&auml;nner die ihrem Berufsstand einen B&auml;rendienst erwiesen haben. Herr Lanz seichtelte danach dr&ouml;ge mit den weiteren G&auml;sten herum, w&auml;hrend Herr J&ouml;rges, sichtlich ermattet, auff&auml;llig oft mit der Hand den Arm seines Nachbarn suchte zur Unterst&uuml;tzung seiner letzten verbalen Zuckungen an diesem Abend. Der Rest der Runde f&uuml;r diesen Abend geh&ouml;rte dann drei feigen M&auml;nnern (deren Namen zu erw&auml;hnen, es nicht die M&uuml;he wert ist). Keiner von diesen &bdquo;M&auml;nnern&ldquo; sprang  Frau Sahra Wagenknecht zur Seite w&auml;hrend des abscheulichen Theaters des Duos Lanz\/J&ouml;rges aus Misanthropia Germania.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Warum die &Uuml;berwacher geb&auml;ndigt werden m&uuml;ssen<\/strong><br>\nHilft exzessives Datensammeln beim Kampf gegen den Terror? Eine Studie belegt, wie fadenscheinig diese Rechtfertigung ist. Die NSA-Spionage brachte demnach so gut wie nichts, die Kritik an einem deutschen Politiker ist vernichtend: &ldquo;Er ist der NSA einfach auf den Leim gegangen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/debatte-um-nsa-datensammelwut-warum-die-ueberwacher-gebaendigt-werden-muessen-1.1864956\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Einigung bei Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nIn einem Papier der beiden Ministerien f&uuml;r die Kabinettsklausur kommende Woche in Meseberg hei&szlig;t es demnach, durch das Pl&auml;doyer des Generalanwalts beim EuGH sei &ldquo;eine besondere Situation eingetreten&rdquo;. Die Entscheidung des EuGH in diesem Verfahren werde in K&uuml;rze erwartet und voraussichtlich ma&szlig;gebliche Vorgaben f&uuml;r eine Gesetzesregelung auf EU-Ebene machen. &ldquo;Diese Vorgaben werden wir bei der Gesetzgebung zu ber&uuml;cksichtigen haben. Daher werden wir die Entscheidung des EuGH abwarten&rdquo;, so die beiden Ministerien. (&hellip;)<br>\nIn ihrem Koalitionsvertrag hatten Union und SPD festgelegt, die entsprechende EU-Richtlinie umzusetzen. &ldquo;Der Koalitionsvertrag gilt&rdquo;, hei&szlig;t es in der Einigung zwischen Maas und de Maizi&egrave;re. &ldquo;Wir werden vorbereitend alles daf&uuml;r tun, dass nach der Entscheidung des EuGH sehr z&uuml;gig dem Bundeskabinett ein Gesetzentwurf zur Entscheidung zugeleitet wird.&rdquo; Es sollten keine Zwangsgelder von Seiten der EU riskiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/vorratsdaten110.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Vertreter von SPD und Union legen also nach wie vor gro&szlig;en Wert auf die Speicherung von Daten der Bev&ouml;lkerung in Deutschland. So ist es im <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/koalitionsvertrag136.pdf\">Koalitionsvertrag auf Seite 147 nachzulesen [PDF &ndash; 1.2 MB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Generalbundesanwalt: Bundesregierung f&uuml;rchtet Ermittlungen wegen Merkels Handy<\/strong><br>\nWegen der Abh&ouml;raff&auml;re um das Handy der Kanzlerin k&ouml;nnte es nach SPIEGEL-Informationen zu einem Ermittlungsverfahren kommen. Generalbundesanwalt Range h&auml;lt einen Anfangsverdacht f&uuml;r begr&uuml;ndbar. Justizminister Maas rechnet mit einer neuen Belastungsprobe f&uuml;r das deutsch-amerikanische Verh&auml;ltnis.<br>\nGeneralbundesanwalt Harald Range h&auml;lt im Fall des ausgesp&auml;hten Mobiltelefons von Kanzlerin Angela Merkel die Aufnahme eines f&ouml;rmlichen Ermittlungsverfahrens f&uuml;r m&ouml;glich. Nach SPIEGEL-Informationen hat Range dem Bundesjustizministerium unter Heiko Maas (SPD) &uuml;bermittelt, dass er nach monatelanger Pr&uuml;fung der Vorg&auml;nge rund um das &ldquo;Handy-Gate&rdquo; einen Anfangsverdacht f&uuml;r begr&uuml;ndbar h&auml;lt. (Die ganze Geschichte lesen Sie hier im aktuellen SPIEGEL.)<br>\nMaas hat bereits in einem Gespr&auml;ch mit Bundesau&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) darauf hingewiesen, dass dem deutsch-amerikanischen Verh&auml;ltnis im Zuge der Spionageaff&auml;re wom&ouml;glich eine neue Belastungsprobe bevorsteht. &ldquo;Es k&ouml;nnte da etwas auf uns zukommen&rdquo;, so Maas. Der Justizminister, der dem Generalbundesanwalt gegen&uuml;ber weisungsbefugt ist, w&uuml;rde sich gegen Ermittlungen nicht sperren. Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel dagegen sind noch unentschieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/merkel-handy-regierung-fuerchtet-ermittlungen-des-generalbundesanwalts-a-944218.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>H&ouml;rt die Signale<\/strong><br>\ndass der Netzb&uuml;rger von der Gro&szlig;en Koalition nichts Gutes zu erwarten h&auml;tte, lie&szlig; schon der Entwurf des Koalitionsvertrags vermuten (siehe Editorial LU 01\/2014). Inzwischen steht die Gro&szlig;e Koalition, und deren erste Ma&szlig;nahmen in Richtung Netzpolitik und Datenschutz lassen sich nur als desastr&ouml;s bezeichnen. So setzte der 18. Deutsche Bundestag zwar nicht weniger als 22 st&auml;ndige Aussch&uuml;sse sofort ein, einen Ausschuss f&uuml;r Internet und Digitale Agenda aber legte man auf Eis, mindestens bis Februar. Zur Datenschutzbeauftragten w&auml;hlte der Bundestag mit Andrea Vo&szlig;hoff eine CDU-Politikerin, die als Vorreiter der Vorratsdatenspeicherung gilt, heimliche Online-Durchsuchungen und Web-Sperren guthei&szlig;t, und mehrfach f&uuml;r h&auml;rtere &Uuml;berwachungsgesetze und erweiterte Geheimdienstbefugnisse pl&auml;dierte.<br>\nAngesichts solcher fatalen Signale verwundert es wenig, dass die US-Geheimdienste und ihre britischen Handlanger auch weiterhin ungeniert deutsche B&uuml;rger, Firmen, Ministerien und Botschaften bespitzeln. Bis jetzt hat man es in Washington noch nicht einmal f&uuml;r notwendig gehalten, auf die bereits im Juni gestellten Anfragen von deutscher Seite zu den dubiosen Machenschaften der NSA auch nur zu antworten. Ein No-Spy-Abkommen kommt f&uuml;r die amerikanischen &ldquo;Freunde&rdquo; schon gar nicht infrage. Reaktion von deutscher Seite: Null &ndash; Mutti &uuml;bt sich einmal mehr in Prokrastination. Dabei g&auml;be es durchaus Alternativen zum uns&auml;glichen merkelschen Drei-Affen-Spiel.<br>\nWie es richtig geht, das macht der deutschen Kanzlerin ausgerechnet eine andere Frau vor: Brasiliens Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff. Brasilien ist in S&uuml;damerika das am meisten von der NSA bespitzelte Land, so wie Deutschland in Europa. Als dies durch die Snowden-Enth&uuml;llungen publik wurde, sagte Rousseff umgehend einen anstehenden Staatsbesuch in den USA ab und wusch stattdessen Pr&auml;sident Obama vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen ordentlich den Kopf. Als j&uuml;ngste Reaktion ordnet sie Mitte Dezember an, einen milliardenschweren R&uuml;stungsauftrag nach Schweden zu vergeben, anstatt an den US-Konzern Boeing &ndash; US-Firmen sei vor dem Hintergrund der NSA-Aff&auml;re nicht mehr zu trauen. Eine solche konkrete Reaktion, die sich in Dollars beziffern l&auml;sst, d&uuml;rfte sich besser als jeder nominelle Protest dazu eignen, in den USA verstopfte Ohren zu &ouml;ffnen.<br>\nDas Muster lie&szlig;e sich durchaus f&uuml;r Deutschland parallelisieren, und auch ein konkreter Anlass dazu liegt vor: Wie gerade herauskam, hat die NSA offenbar das Sicherheitsunternehmen RSA Security daf&uuml;r bezahlt, mit dem unsicheren Verfahren Dual_EC_DRBG eine NSA-gestrickte Backdoor in millionenfach genutzte Verschl&uuml;sselungsprodukte einzubauen. Das hatten Experten bereits seit 2007 vermutet, und schlie&szlig;en schon seit 1999 &auml;hnliche Hintert&uuml;ren auch bei Microsoft-Produkten nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linux-community.de\/Internal\/Artikel\/Print-Artikel\/LinuxUser\/2014\/02\/Editorial-02-2014\">Linus Community<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.H.:<\/strong> Der Absatz &uuml;ber die Reaktion der brasillianischen Pr&auml;sidentin im Vergleich zu dem, was wir hierzulande an Reaktionen erleben, spricht eine deutliche Sprache.<\/em><br>\n<em>Freihandelsabkommen auf unbestimmte Zeit auf Eis legen? Offene Software empfehlen? Ach was. Lieber br&uuml;derlich ewiglich vereint mit den USA.<\/em><br>\n<em>Aber von Herrn Gauck beklagen lassen, das der Neoliberalismus so einen schlechten Ruf hat. Er als ehemaliger Stasi-Beaufttragter m&uuml;sste es doch am besten wissen, da&szlig; Voll&uuml;berwachung nichts taugt. Sonst w&uuml;rde es die Stasi inklusive der DDR noch geben.<\/em><br>\n<em>In der Fernsehwerbung l&auml;uft in letzter Zeit ein Spot mit dem alten Volkslied &ldquo;Die Gedanken sind frei&rdquo;. Wenn man wei&szlig;, aus welcher Zeit das stammt und wann es so richtig popul&auml;r war dann kanns einen nur noch gruseln, in welcher Zeit wir gerade leben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wenn die Maschine den Menschen steuert<\/strong><br>\nBarack Obama war einst ein Gegner des &Uuml;berwachungsstaats. Dann kam heraus, dass die USA die ganze Welt ausforschen. Trotzdem macht der US-Pr&auml;sident nicht Schluss mit seiner Sp&auml;hmaschine NSA. Das Wei&szlig;e Haus hat ihn ver&auml;ndert. Hat es ihn sogar paranoid gemacht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/obama-zur-nsa-affaere-wenn-die-maschine-den-menschen-steuert-1.1865983\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Ich w&uuml;rde ihm liebend gerne in den Kopf schie&szlig;en&rdquo;<\/strong><br>\nUS-Geheimdienstler sprechen unverbl&uuml;mt dar&uuml;ber, was sie Edward Snowden gerne antun w&uuml;rden. Dazu z&auml;hlen Erschie&szlig;en, H&auml;ngen ohne Gerichtsverfahren und ein Giftanschlag auf den Stra&szlig;en Moskaus.<br>\nEs klang wie eine Kehrtwende von US-Pr&auml;sident Barack Obama. Als er am Freitag &uuml;ber Konsequenzen aus der NSA-Aff&auml;re sprach, verk&uuml;ndete er: Befreundete Staats- und Regierungschefs d&uuml;rfen nicht mehr abgeh&ouml;rt, Ausl&auml;nder nicht mehr wahllos &uuml;berwacht werden, und f&uuml;r die Datensammlung gebe es k&uuml;nftig engere Grenzen.<br>\nIm Grundsatz verteidigte Obama aber die Arbeit seiner Spionagebeh&ouml;rden. Sie h&auml;tten mehrere Terrorangriffe auch im Ausland verhindert und Menschenleben gerettet. Und das Ausma&szlig; der Korrekturen d&uuml;rfte sich trotz der Rhetorik in Grenzen halten. Gleichwohl ist der Hass ebendieser Spionagebeh&ouml;rden auf den Enth&uuml;ller der US-Sp&auml;haktivit&auml;ten, Edward Snowden, gro&szlig;: Das Nachrichtenportal &ldquo;BuzzFeed&rdquo; sprach nun mit Geheimdienstlern, die dem Ex-NSA-Mitarbeiter vor allem eines w&uuml;nschen: den Tod.<br>\n&ldquo;In einer Welt, in der ich nicht davon abgehalten w&uuml;rde, einen Amerikaner zu t&ouml;ten, w&uuml;rde ich ihn pers&ouml;nlich t&ouml;ten&rdquo;, sagte etwa ein NSA-Analyst. &ldquo;Viele Leute empfinden das &auml;hnlich.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article123980655\/Ich-wuerde-ihm-liebend-gerne-in-den-Kopf-schiessen.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die Welt von Geheimdienstlern scheint eine Art Parallelgesellschaft zu sein, f&uuml;r die strenge, aber auch eindeutige Gesetze notwendig sind &ndash; bevor aus solchen Fantasien reale Ereignisse werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>TTIP-Wachstumsstudien: neoliberale Holographie<\/strong><br>\nEine kritische Analyse der Prognosen in Bezug auf Wirtschaftswachstum und Besch&auml;ftigungszunahme, die angeblich durch die zunehmende transatlantische Konkurrenz aufgrund des Freihandelsabkommens (TTIP) entstehen sollen<br>\nWas das in Verhandlung stehende Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen den Hauptakteuren EU und USA anbelangt, so scheint der Widerstand seitens zahlreicher Nichtregierungsorganisationen beiderseits des Atlantiks an Fahrt aufzunehmen. Auch Gewerkschaften positionieren sich zumindest klar gegen zahlreiche, gef&auml;hrliche Elemente des geplanten Freihandelsabkommens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40780\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Glyn Moody: Das TTIP-Freihandelsabkommen ist ein Angriff auf das Vorsorgeprinzip<\/strong><br>\nDie Transatlantische Handels- und Investment-Partnerschaft (Transatlantic Trade and Investment Partnership, TTIP) soll einer krisengesch&uuml;ttelten Region neues &ouml;konomisches Wachstum bescheren. Wird TTIP das neue ACTA? Und was bedeutet eigentlich &bdquo;Investor State Dispute Settlement&ldquo;?<br>\nDas Interview mit Glyn Moody* wurde in englischer Sprache gef&uuml;hrt, das Transkript des Originaltextes findet sich im Anschluss an die &Uuml;bersetzung.<br>\nInterview mit Glyn Moody (Audio, 20:37 Min., 48kbit)<br>\nSie haben in letzter Zeit h&auml;ufig &uuml;ber die Transatlantische Handels- und Investment-Partnerschaft (TTIP) geschrieben, die derzeit zwischen der EU und den US verhandelt wird. Ihr erkl&auml;rtes Ziel ist die Beseitigung von Handelshemmnissen. Was ist damit genau gemeint?<br>\nMoody: TTIP hie&szlig; urspr&uuml;nglich TAFTA, f&uuml;r &bdquo;Transatlantic Free Trade Agreement&ldquo;, aber dann haben sie die Bezeichnung ge&auml;ndert, damit sie nicht zu sehr an NAFTA erinnert, das &bdquo;North American Free Trade Agreement&ldquo;, das die gro&szlig;en Versprechungen, die mit ihm einhergingen, kaum erf&uuml;llt hat. Aber auch, weil TTIP eigentlich mit Handel gar nicht viel zu tun hat, aus einem einfachen Grund: Die EU und die USA unterhalten schon so lange Handelsbeziehungen, dass die meisten Handelshemmnisse l&auml;ngst beseitigt sind.<br>\n&Uuml;brig geblieben sind allenfalls sogenannte nicht-tarif&auml;re Handelshemmnisse, und genau die m&ouml;chte das TTIP-Abkommen angehen. Aber anscheinend handelt es sich dabei vor allem um gesetzliche Vorschriften: zum Gesundheitsschutz, zur Produktsicherheit oder zum Umweltschutz. Aus Wirtschaftssicht sind das alles nur Hemmnisse bei der Gewinnerzielung. Unter dem Strich k&ouml;nnte beim TTIP also herauskommen, dass wir unsere europ&auml;ischen Regulierungsstandards auf das US-amerikanische Niveau absenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.carta.info\/65784\/glyn-moody-das-ttip-freihandelsabkommen-ist-ein-angriff-auf-das-vorsorgeprinzip\/\">CARTA<\/a><\/li>\n<li><strong>TTIP: Abkommen gegen Mindestl&ouml;hne?<\/strong><br>\nWerner R&uuml;gemer &uuml;ber das beabsichtigte Freihandelsabkommen zwischen der USA und der EU als Offensive gegen Arbeitnehmerrechte<br>\nSeit Mitte 2013 verhandeln EU und USA &uuml;ber das Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP). Dies wird vielfach als &ldquo;Freihandelsabkommen&rdquo; bezeichnet, jedoch bestehen Handelshindernisse wie Z&ouml;lle zwischen den USA und der EU nur noch in sehr geringen Ma&szlig;en. Statt dessen geht es hier vor allem um &ldquo;Investitionshemmnisse&rdquo; wie Arbeits- und Sozialstandards, um die es aber gerade in den USA und gegenw&auml;rtig auch in der EU besonders schlecht steht. Somit ist ein drastischer Einschnitt in Arbeitnehmerrechte zu erwarten, wenn die Verhandlungspartner USA und EU ihre Standards miteinander harmonisieren.<br>\nDie beiden K&ouml;lner Publizisten Werner R&uuml;gemer und Elmar Wigand haben deshalb einen Aufruf gegen das TTIP angesto&szlig;en, der diese bislang wenig thematisierte Problematik in den Mittelpunkt stellt: &ldquo;Arbeitsrechte verteidigen: Freihandelsabkommen zwischen USA und EU stoppen!&rdquo;. Der Aufruf ist auf der Website Arbeitsunrechtver&ouml;ffentlicht und kann dort unterzeichnet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40760\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>SPD-Fraktion: Europa als Probleml&ouml;ser wahrnehmen<\/strong><br>\nGut vier Monate vor der Europawahl hat der Deutsche Bundestag am 17. Januar &uuml;ber das Arbeitsprogramm der Europ&auml;ischen Union und die Herausforderungen der Europapolitik debattiert&hellip;<br>\nEuropa m&uuml;sse zeigen, dass es die Menschen mit ihren Sorgen und &Auml;ngsten nicht allein lasse. Deshalb m&uuml;sse Europa wieder vor dem Hintergrund der andauernden Krise als Probleml&ouml;ser wahrgenommen werden, forderte Roth.  F&uuml;r die Umsetzung des Arbeitsprogramms der Europ&auml;ischen Kommission bleibe nicht viel Zeit, weshalb es richtig sei, es unter das Motto &bdquo;Jahr der Ergebnisse&ldquo; zu stellen. Vieles m&uuml;sse noch bis zur Europawahl im Mai umgesetzt werden. Neben den notwendigen Strukturreformen geh&ouml;rten dazu die Schaffung der Bankenunion, Ma&szlig;nahmen f&uuml;r wirtschaftliches Wachstum und Besch&auml;ftigung sowie vor allem gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Roth betonte, dass Europa jedoch mehr sei als ein gemeinsamer Binnenmarkt und eine W&auml;hrungsunion: &bdquo;Europa ist vor allem eine Wertegemeinschaft&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spdfraktion.de\/themen\/europa-als-probleml%C3%B6ser-wahrnehmen\">SPD-Bundestagsfraktion<\/a>\n<p><strong>Siehe aber kritisch dazu: Nur Allgemeinpl&auml;tze f&uuml;r Europa?<\/strong><br>\nF&uuml;r die &uuml;ber 19 Millionen Arbeitslosen in der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion und die &uuml;ber 26 Millionen Arbeitslosen in der EU insgesamt d&uuml;rfte Europa aber nunmehr schon seit einigen Jahren vor allem eine Gemeinschaft der Hoffnungslosen sein&hellip;<br>\nSind die &ldquo;Strukturreformen&rdquo;, die den von Arbeitslosigkeit am meisten betroffenen L&auml;ndern von der EU-Kommission aufgezwungenen wurden, etwa nicht die Hauptursache f&uuml;r die hohe Arbeitslosigkeit? Die Statistik spricht hier eine eindeutige Sprache: Die Arbeitslosigkeit schnellte erst nach dem Beginn der &ldquo;Strukturreformen&rdquo; so richtig in die H&ouml;he und verfestigte sich in Folge bis heute auf unertr&auml;glich hohem Niveau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/01\/spd-nur-allgemeinplatze-fur-europa\/#sthash.Q6FuhThO.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Liebesaff&auml;re Fran&ccedil;ois Hollandes mit dem Unternehmerlager&ldquo;<\/strong><br>\nDie sozialliberale Pariser Abendzeitung ,Le Monde&rsquo; ihrerseits titelte vor nunmehr einer Woche, Hollande schwenke auf die (bei Erscheinen des Schr&ouml;der-Blair-Papiers 1999 bei franz&ouml;sischen ,Sozialisten&rsquo; noch verp&ouml;nte) ideologische Linie Tony Blairs ein&hellip;<br>\nDiese wirtschaftsliberale Ausrichtung der franz&ouml;sischen Regierungspolitik kam zun&auml;chst im, Anfang November 2012 beschlossenen, im &bdquo;Steuerkredit&ldquo; f&uuml;r Unternehmen (einer Subvention von j&auml;hrlich 20 Milliarden Euro ohne &uuml;berpr&uuml;fbare Gegenleistung) zum Ausdruck&hellip;<br>\nIn seinen Neujahrsw&uuml;nschen von 2014 ging er noch einen Schritt auf die Unternehmen zu und bot ihnen einen &bdquo;Pakt der Verantwortung&ldquo; an. Ihnen will er noch weitere Nachl&auml;sse bei Steuern und Abgaben gew&auml;hren, erhofft sich davon jedoch laut eigenen Worten Zugest&auml;ndnisse der Unternehmen bei Einstellung von Arbeitskr&auml;ften und Ausbildung&hellip;<br>\nBei seiner Pressekonferenz vom 14. Januar 2014 im Elys&eacute;e-Palast ging Hollande abermals einen Schritt weiter. Er k&uuml;ndigte weitere f&uuml;nfzehn Milliarden Euro j&auml;hrlich an Abgabensenkung f&uuml;r die Unternehmen bis 2017 an, und betonte: &bdquo;Auf die Angebotsseite kommt es an.&ldquo;&hellip;<br>\nBis 2017 sollen die Unternehmensbeitr&auml;ge f&uuml;r diesen Zweig der Sozialversicherungskassen komplett abgeschafft werden. Die abgeschafften Beitr&auml;ge belaufen sich auf insgesamt 35 Milliarden Euro j&auml;hrlich&hellip;<br>\nErneut ist keinerlei nachpr&uuml;fbare, einforderbare Gegenleistung seitens der Unternehmen vorgesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/frankreich\/politik-frankreich\/francois-hollande-der-genosse-der-bosse\/\">LabourNet<\/a><\/li>\n<li><strong>Leserbrief: Medienberichterstattung zu Fran&ccedil;ois Hollande<\/strong><br>\nLaut europ&auml;ischem Statistikamt Eurostat betrug die Sozialquote (Sozialleistungen in Prozent des BIP) im Jahre 2010 (vorl&auml;ufige Werte) f&uuml;r Frankreich 33,8 Prozent, f&uuml;r Deutschland 30,7 Prozent (siehe <a href=\"http:\/\/www.bmask.gv.at\/cms\/site\/attachments\/9\/0\/3\/CH2293\/CMS1314019560422\/sozialpolitik_im_internationalen_vergleich_-_05-13.pdf\">hier [PDF &ndash; 2 MB] S. 10<\/a>). Die d&auml;nische Sozialquote lag mit 33,3 Prozent nur knapp unterhalb des franz&ouml;sischen Wertes. Von sch&auml;dlichen Auswirkungen der vergleichsweise guten sozialen Absicherung der d&auml;nischen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger auf die dortige Wirtschaft ist nichts bekannt. Die deutsche Sozialquote wurde im Jahre 2010 gar von der griechischen Sozialquote (29,1 Prozent) unterboten, obwohl nicht nur die Medien des Springerkonzerns h&auml;ufig den Eindruck erwecken, die griechischen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger l&auml;gen seit vielen Jahren den lieben langen Tag faul in der Sonne.<br>\nWichtiger als dieser Zahlenvergleich ist jedoch folgender Hinweis: Die &ouml;konomischen Sch&auml;den, die durch das von Deutschland seit Ende der 90er Jahre betriebene Lohndumping verursacht wurden (siehe den fe-Beitrag vom 18.11.2013: Abo-Version \/ Preview), haben seit der Jahrtausendwende die franz&ouml;sische Sozialquote wegen der dadurch verursachten Wachstumseinbu&szlig;en von 29,5 auf 33,8 Prozent nach oben getrieben.<br>\nEs ist unredlich, wenn der FR-Redakteur Axel Veiel die hohe franz&ouml;sische Sozialquote kritisiert, gleichzeitig aber die Hauptursache f&uuml;r deren Ansteigen verschweigt.<br>\nEs ist augenf&auml;llig, dass unsere Medien &lsquo;Argumente&rsquo; (treffender: Vorurteile) vorbeten (m&ouml;glicherweise auch nachbeten), die zwar nicht auf belastbaren Fakten basieren, daf&uuml;r jedoch scheinbar die &lsquo;Alternativlosigkeit&rsquo; (Margaret Thatchers &lsquo;Tina-Prinzip&rsquo; l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en) von neoliberal motivierten &lsquo;Reformen&rsquo; auch in Frankreich belegen.<br>\nAuf welch t&ouml;nernen F&uuml;&szlig;en die vom Medienmainstream verbreiteten &lsquo;Fakten&rsquo; stehen, zeigt sich insbesondere dann, wenn diese mit scheinbar unwiderlegbaren Zahlen untermalt werden. Ein Beispiel hierf&uuml;r liefert neben dem bereits zitierten FR-Beitrag der von Ihnen im Beitrag &lsquo;Die Blairisation oder Schr&ouml;derisierung des Fran&ccedil;ois Hollande?&rsquo; zitierte Artikel aus der S&uuml;ddeutschen Zeitung, in dem es hei&szlig;t:<br>\n&lsquo;Diese &ldquo;Methode Hollande&rdquo; gen&uuml;gt nun nicht mehr. Denn sie wirkt unzureichend angesichts eines Staatsapparats, der mehr als die H&auml;lfte (56 Prozent) aller Wirtschaftsleistung der Nation verschlingt und der sich &ndash; proportional berechnet &ndash; fast doppelt so viele Besch&auml;ftigte im &ouml;ffentlichen Dienst leistet wie die Bundesrepublik.&rsquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/medienberichterstattung-zu-francois-hollande\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Mofawende<\/strong><br>\nHat er? Oder nicht? Nur von einem Bodyguard gesch&uuml;tzt? Allein auf offener Stra&szlig;e? Mit einem Mofa? Vom Palast in ein Haus, das einem korsischen Mafioso geh&ouml;rt? Maitresse oder neue Premiere Madame? Die Weltpresse stellt die Lauscher auf und h&auml;lt den Atem an. Die j&auml;hrliche Neujahrspressekonferenz des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten am 14. Januar ist mit 600 Journalist_innen aus aller Welt gut besucht.<br>\nAch ja, da war ja noch etwas. Noch etwas? Frankreichs Wirtschaft ist auf abrutschendem Ast. Die Arbeitslosigkeit hoch wie lange nicht. Der Pr&auml;sident hat innerhalb von nur einem Jahr so schlechte Umfragewerte wie kaum ein Pr&auml;sident zuvor. Da wird ihm Nicolas Sarkozy auf dem Weg nach S&uuml;dafrika zur Trauerfeier f&uuml;r Nelson Mandela einen Rat gegeben haben. Steht der Scheinwerfer zu lange auf einem Thema, nimm einen gr&ouml;&szlig;eren Scheinwerfer und halte ihn auf ein neues Thema. Schon ist das andere langweilig. Der Beliebtheitswert steigt um einen Punkt. Das Ding mit dem Mofa bringt die Wende.<br>\nDas andere Thema klingt schon fast wie eine alte Leier. Das deutsch-franz&ouml;sische Verh&auml;ltnis ist GUT. Aber Frankreich ist im Vergleich wirtschaftlich und politisch von der Symmetrie in die Asymmetrie gerutscht. La Grande Nation ist nicht auf dem deutschen, sondern auf einem italienischen oder gar griechischen Weg. Im vergangenen Jahr wurde ein Latin-Empire gefordert, ein politischer Kr&auml;fteschluss von Italien, Spanien und Frankreich gegen Deutschland, um die EU- und Euro-Symmetrie wieder herzustellen. Letztens hat der Franzose Fran&ccedil;ois Heisbourg die Idee verk&uuml;ndet, Merkel und Hollande m&ouml;gen gemeinsam vor die Presse treten und das Ende des Euro verk&uuml;nden. Nur so scheint es ihm m&ouml;glich, die deutsch-franz&ouml;sische Freundschaft und das europ&auml;ische Projekt zu retten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/die-mofawende\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schw&auml;chelnde Exportgralsh&uuml;ter<\/strong><br>\nEs ist schon ein bisschen zum Fremdsch&auml;men, wie furchtbar entr&uuml;stet hierzulande auf jedwede Kritik an unseren historisch atemberaubend hohen &Uuml;bersch&uuml;ssen im Au&szlig;enhandel reagiert wird. Mit einem bizarren Selbstbewusstsein. Und dass niemandem auff&auml;llt, wie schwach die Argumente der Exportgralsh&uuml;ter wirken.<br>\nWer alle drei Wochen schimpft, die Welt wolle nur unseren sch&ouml;nen Export kaputt machen, macht es sich nun mal zu einfach. Es geht um die Bilanz aus Export und Import. Und da gibt es eben ganz gute Gr&uuml;nde anzunehmen, dass diese Bilanz schon in unserem eigenen Interesse ausgeglichener sein sollte, am besten durch st&auml;rkere Importe &ndash; weil jeder &Uuml;berschuss in der Leistungsbilanz (also Export, der nicht durch Importe finanziell ein Pendant findet) bedeutet, dass sich irgendwer auf der Welt gegen&uuml;ber uns verschuldet, sprich: wir auf Pump verkaufen, und uns dann irgendwann wieder wundern, dass andere L&auml;nder Schuldenkrisen bekommen, deren Folgen wir wohl oder &uuml;bel auffangen m&uuml;ssen. Siehe Euro-Krise. Wer jedes Jahr 200 Milliarden Euro mehr an andere verkauft, als andere durch unsere K&auml;ufe verdienen k&ouml;nnen, l&auml;sst jedes Jahr nicht nur eine F&uuml;nftel Billion Euro Schulden entstehen, sondern hat auch eben diese enorme Summe an &Uuml;bersch&uuml;ssen (im wahrsten Sinne des Wortes) irgendwo anzulegen. Das geht auf Dauer schief. Da hilft auch kein Wehklagen, dass die anderen dann mal bitte mehr exportieren sollen. Wohin? Zu uns? Solange es bei uns nur m&auml;&szlig;ig steigende Einkommen und entsprechende Kaufkraft gibt, st&ouml;&szlig;t das ja schnell an Grenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2014\/01\/17\/schwachelnde-exportgralshuter\/\">WirtschaftsWunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Risiko: Deutschland<\/strong><br>\nNicht die S&uuml;deurop&auml;er bedrohen die Finanzstabilit&auml;t &ndash; sondern die gro&szlig;en EU-Staaten. Die Banken in Deutschland und Frankreich ben&ouml;tigen einer Untersuchung zufolge zus&auml;tzliches Kapital von bis zu 485 Milliarden Euro, um gegen k&uuml;nftige Finanzkrisen gewappnet zu sein.<br>\nDie Banken in Deutschland und Frankreich ben&ouml;tigen nach einer wissenschaftlichen Untersuchung zus&auml;tzliches Eigenkapital in einer Gr&ouml;&szlig;enordnung von bis zu 485 Milliarden Euro, um gegen eine Finanzkrise wie die j&uuml;ngste k&uuml;nftig gewappnet zu sein. Anders als oft vermutet, stellen damit nicht die Probleml&auml;nder in S&uuml;deuropa die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung f&uuml;r die Finanzstabilit&auml;t dar, sondern ausgerechnet die beiden EU-Schwergewichte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/finanzstabilitaet-risiko-deutschland-1.1865808\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Einkommenskluft gr&ouml;&szlig;te Bedrohung f&uuml;r die Welt<\/strong><br>\nChronisches Einkommensgef&auml;lle zwischen Arm und Reich, Arbeitslosigkeit, Umwelt- und Haushaltskrisen: F&uuml;r Experten sieht es im Jahr 2014 d&uuml;ster aus<br>\nWas die Welt am meisten bedroht, dieser Frage geht jedes Jahr eine Arbeitsgruppe im Auftrag des Weltwirtschaftsforums nach. Sie befragt rund tausend Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und sozialen Organisationen und sammelt die Ergebnisse im &ldquo;Global Risks Report&rdquo;. In einer Vorschau auf die kommenden zehn Jahre beleuchtet der Bericht 31 Risiken von weltweiter Bedeutung, die im Eintrittsfall &uuml;ber ganze L&auml;nder und Industriezweige hinweg erheblichen &ouml;konomischen Schaden anrichten k&ouml;nnten.<br>\nSchenkt man dem neuesten Bericht Glauben, sieht die Welt im Jahr 2014 wenig erfreulich aus. Das gr&ouml;&szlig;te Problem sehen die befragten Experten &ndash; so wie schon im vergangenen Jahr &ndash; im chronischen Einkommensgef&auml;lle zwischen Arm und Reich. Dieses verf&uuml;ge &uuml;ber das gr&ouml;&szlig;te Potenzial, im kommenden Jahrzehnt weltweit schwerwiegenden Schaden zu verursachen. Weiteres Gefahrenpotenzial sehen die Befragten in extremen Wetterereignissen. Sie weisen nach dem Einkommensgef&auml;lle die zweith&ouml;chste Wahrscheinlichkeit auf, weltweit systemische Ersch&uuml;tterungen zu verursachen. Dahinter folgen die Risiken Arbeitslosigkeit und Unterbesch&auml;ftigung, Klimawandel und Cyber-Attacken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1389857264560\/Einkommensschere-groesste-Bedrohung-fuer-die-Welt\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hunderttausende Akademiker arbeiten f&uuml;r Niedriglohn<\/strong><br>\nEin Studium zahlt sich in Deutschland nicht immer aus. Fast jeder zehnte Akademiker kommt nur auf einen mageren Stundenlohn. F&uuml;r Frauen ist das Risiko gr&ouml;&szlig;er als f&uuml;r M&auml;nner. Es gibt aber Hoffnung.<br>\nNahezu jeder zehnte Akademiker verdiente 2012 nicht mehr als 9,30 Euro brutto in der Stunde. Hunderttausende, die jahrelang in ihre Bildung investiert haben, arbeiten zu Niedrigl&ouml;hnen.<br>\nRund 8,6 Prozent der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten mit einem Hochschulabschluss waren im vorletzten Jahr auf dem Niedriglohnsektor t&auml;tig. Das ergaben neue Berechnungen des Instituts f&uuml;r Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen, die der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; vorliegen. Insgesamt waren das rund 688.000 Menschen. Die Niedriglohnschwelle definiert das IAQ bei zwei Dritteln des mittleren Stundenlohns &ndash; 2012 waren das 9,30 Euro brutto in der Stunde.<br>\nDas ist zwar ein R&uuml;ckgang zum Vorjahr, als der Anteil 9,3 Prozent betrug. Doch diese Schwankung d&uuml;rfe man nicht &uuml;berbewerten, sagt Claudia Weinkopf vom IAQ. Sie sieht keinen Abw&auml;rtstrend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article123993919\/Hunderttausende-Akademiker-arbeiten-fuer-Niedriglohn.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Notreparaturen an der Rente<\/strong><br>\nH&auml;tten die Parteien das Rentenniveau nicht von 53 auf 43 Prozent bis zum Jahr 2030 gesenkt, h&auml;tten sie die ganzen Riester-, D&auml;mpfungs- und Nachholfaktoren nicht in die Rentenformel eingef&uuml;gt, w&uuml;rde sich das Problem der Altersarmut nicht so dramatisch stellen. Doch das schafft man nicht aus der Welt, indem man M&uuml;ttern jetzt einen winzigen Kindererziehungs-Aufschlag gew&auml;hrt.<br>\nUnd eine abschlagsfreie Rente mit 63 w&auml;re nicht so dringend n&ouml;tig, h&auml;tten die Sozialpolitiker nicht das Renteneintrittsalter von 65 auf 67 Jahre heraufgesetzt &mdash; wohl wissend, dass nur ein Drittel der &uuml;ber 59-J&auml;hrigen eine Vollzeitstelle hat.<br>\nNahles stopft also Gerechtigkeitsl&uuml;cken (und das auch noch unvollst&auml;ndig), die es bei einer Rentenpolitik mit Augenma&szlig; gar nicht gegeben h&auml;tte. An die naheliegende L&ouml;sung &mdash; Heraufsetzung des Rentenniveaus auf die alte H&ouml;he, Rente mit 65 &mdash; wollte in der Gro&szlig;en Koalition hingegen niemand denken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/nuernberger-nachrichten\/kommentar-notreparaturen-an-der-rente-1.3399757\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von NDS-Leser G.G.:<\/strong> Einer der wenigen Kommentare in den Medien, die den zur Zeit geballten Angriffen auch auf nur kleinste &Auml;nderungen zu Gunsten der gesetzliche Rente entgegentritt. Das Finanz- und Versicherungsgewerbe hat sich nur kurz durch Berichte &uuml;ber die finanzielle Erfolglosigkeit und die Risiken f&uuml;r die Rentner bei der privaten Altersvorsorge in der Defensive befunden. Jetzt kann man mit Horrorzahlen bei geplanten Verbesserungen der Regelungen in der gesetzlichen Altersvorsorge wieder punkten. Und die Mehrzahl der Medienschaffenden in den Mainstream-Medien machen wieder munter mit. Es ist zum Heulen!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wer Kinder hat, zahlt drauf<\/strong><br>\nTrotz vieler Steuermilliarden ist das Rentensystem in Deutschland familienfeindlich und ungerecht. Die Rechenbeispiele in einer neuen Bertelsmann-Studie sind alarmierend.<br>\nRund 200 Milliarden Euro gibt der Staat im weitesten Sinn pro Jahr f&uuml;r familienbezogene Leistungen aus &ndash; und ausgerechnet bei der Rente gibt es offensichtlich ein gro&szlig;es Defizit: Die Rentenversicherung benachteiligt nach einer neuen Studie der Bertelsmann-Stiftung V&auml;ter, M&uuml;tter und Kinder massiv. Also jene, auf die das System besonders angewiesen ist, sagt Stiftungs-Vorstand J&ouml;rg Dr&auml;ger. Die Studie der Bertelsmann-Stiftung wird am Freitag, 17. Januar, ab 8 Uhr unter diesem Link freigeschaltet.<br>\nDie Rente ist derzeit ein viel diskutiertes Thema. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) plant, bis zum 1. Juli die M&uuml;tterrente f&uuml;r vor 1992 geborene Kinder, die abschlagsfreie Rente ab 63 nach 45 Beitragsjahren und eine verbesserte Erwerbsminderungsrente einzuf&uuml;hren. Sie wird kritisiert, weil das zus&auml;tzliche Milliardenbelastungen f&uuml;r die Beitragszahler bedeutet.<br>\nLieber echte Reform als teure Geschenke<br>\nFolgt man der Argumentation der Studie, helfen solche &Auml;nderungen, wie sie Nahles plant, nichts, denn sie &auml;ndern nichts am System der Rente in Deutschland. Das Fazit der Studie l&auml;sst sich schlicht so umschreiben: &ldquo;Wer Kinder hat, zahlt drauf.&rdquo; In welchem Ausma&szlig;, hat der Autor der Analyse, der Bochumer &Ouml;konom und Berater der Bundesregierung Martin Werding, ermittelt: In sogenannten Projektionen, die weit in die Zukunft reichen. Danach wird ein heute 13-J&auml;hriger im Laufe seines Lebens im Schnitt etwa 77.000 Euro mehr in die Rentenkasse einzahlen als er sp&auml;ter daraus erhalten wird. F&uuml;r Werding steht damit fest: &ldquo;Das rentenfinanzierte Umlagesystem belastet Familien in besonderer Weise &ndash; und beengt damit die Spielr&auml;ume, unter denen Kinder aufwachsen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/bertelsmann-studie-wer-kinder-hat-zahlt-drauf-2083724.html\">stern.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> &hellip;. einer neuen Bertelsmann-Studie&hellip;. Noch Fragen? Laut Wikipedia leitete dessen Autor Werding von 2000 bis 2008 am M&uuml;nchner ifo Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung den Bereich Sozialpolitik und Arbeitsm&auml;rkte. Somit d&uuml;rfte klar sein wo Werding ideologisch zu verorten ist. Der Inhalt dieses Machwerks, mit einem klaren Pl&auml;doyer f&uuml;r eine Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters, aus der Feder Werdings spricht dann auch f&uuml;r sich:<\/em><br>\n<em>Demographie und &ouml;ffentliche Haushalte<\/em><br>\n<em>Simulationen zur langfristigen Tragf&auml;higkeit der gesamtstaatlichen Finanzpolitik in Deutschland<\/em><br>\n<em>&ldquo;Ein gangbarer Weg, der zugleich einer wichtigen Ursache des demographischen Wandels Rechnung tr&auml;gt, f&uuml;hrt aus heutiger Sicht zur Begrenzung des weiteren Wachstums der Rentenlaufzeiten &hellip;. durch weitere Erh&ouml;hungen der Regelaltersgrenze. Schl&uuml;ssig w&auml;re dabei, die Altersgrenze durch eine Regelbindung an die Entwicklung der Lebenserwartung zu kn&uuml;pfen. (&hellip;) Die Bedeutung einer Erh&ouml;hung der effektiven Lebensarbeitszeit f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Finanzen liegt dabei nicht allein in einer Begrenzung des Anstiegs der Rentenausgaben. Wenn es gelingt, &auml;ltere Arbeitskr&auml;fte wirklich l&auml;nger in Erwerbst&auml;tigkeit zu halten, steigen zugleich die Beitragseinnahmen der GRV und aller anderen Sozialversicherungen, die Steuereinnahmen und nicht zuletzt das BIP.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de\/fileadmin\/dateiablage\/download\/publikationen\/arbeitspapier_03_2011.pdf\">Sachverst&auml;ndigenrat [PDF &ndash; 438 KB]<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Das deutsche Rentensystem beutet die Familien aus<\/strong><br>\nJedes Kind bringt der staatlichen Alterssicherung ein Plus von 77.000 Euro. Doch Eltern werden daf&uuml;r nicht belohnt, sondern belastet. Dabei lie&szlig;e sich das mit kleinen Reformen leicht &auml;ndern.<br>\nIn der gesetzlichen Rentenversicherung sind Familien stark gegen&uuml;ber Kinderlosen benachteiligt. Wie eine von der Bertelsmann-Stiftung pr&auml;sentierte Studie zeigt, wird ein im Jahr 2000 geborenes Kind im Laufe seines Lebens durchschnittlich 77.000 Euro mehr in die Rentenkasse einzahlen, als es im Alter an Rente beziehen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article123932260\/Das-deutsche-Rentensystem-beutet-die-Familien-aus.html\">Die Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.V.:<\/strong> ebenso in der S&uuml;ddeutschen und im ARD &ndash; Morgenmagazin die Meldung, dass ein 13 j&auml;hriger 77.000 Euro mehr in die Rentenversicherung einzahlt, als er herausbekommt.<\/em><br>\n<em>Ironie Anfang<\/em><br>\n<em>Der &ldquo;Fehler&rdquo; in der gesetzlichen Rentenversicherung liege darin, dass nicht angespart wird (wie in jeder vern&uuml;nftigen Riester-Versicherung), sondern immer an die Alten das ausgezahlt wird, was die Jungen gerade einzahlen. Da die Jungen aber von der Zahl her Abnehmen &hellip; .<\/em><br>\n<em>Mal ein Bespiel: 2 Junge zahlen je 1000 Euro ein, damit an 2 Alte je 1000 Euro ausgesch&uuml;ttet werden. Wenn die 2 Jungen alt sind gibt es aber nur noch &ndash; sagen wir mal &ndash; 1 Junges, das zahlt 1000 Euro ein, dann werden an die zwei neuen Alten (die ja jeder 1000 eingezahlt haben) nur noch 500 Euro ausgezahlt, die haben also jeder 500 Euro verloren, &auml;tsch.<\/em><br>\n<em>Wo steckt der Fehler? (Tipp: wenn 2 mal 3 gleich 5 w&auml;re, dann w&auml;re 1 minus 0 ein Fahrrad).<\/em><br>\n<em>Ironie Ende<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: die Nahlessche Rentenreform soll ja bis 2020 60 Milliarden kosten. Ich frage mich, ob es ein Zufall ist, dass das so ziemlich die j&auml;hrlichen Ausgaben (nach Verrechnung des Bundeszuschusses) der gesetzlichen Sozialversicherungen f&uuml;r versicherungsfremde Leistungen sind.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers L.S.:<\/strong> Hinterlistig ist auch, wie vordergr&uuml;ndig positive &Auml;nderungen (Basisrente + Kinderrente) angef&uuml;hrt werden (ohne Erl&auml;uterung), und die Einschr&auml;nkung erst danach (und negativ besetzt: Wer weniger hat, soll privat vorsorgen) genannt wird. Das Ergebnis (Rentensenkung) wird gleich ganz verschwiegen&hellip; Deutscher Qualit&auml;tsjournalismus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Stiftung Warentest vs. Ritter Sport: L&auml;cherlich? Im Gegenteil<\/strong><br>\nDer Streit zwischen der Stiftung Warentest und dem Schokoladenhersteller Ritter Sport ist keine Petitesse. F&uuml;r die Verbrauchersch&uuml;tzer geht es um ihre Glaubw&uuml;rdigkeit. Seit Jahren pr&uuml;fen die Verbrauchersch&uuml;tzer alle erdenklichen Produkte, sie haben sich den Ruf erarbeitet, &auml;u&szlig;erst korrekt und neutral vorzugehen. Ausgerechnet jetzt aber, im 50. Jahr des Bestehens, steht dieser Ruf auf dem Spiel &ndash; aus einem Grund, der zun&auml;chst fast l&auml;cherlich klingt: wegen Schokolade. Der Hersteller Ritter Sport behauptet, die ihrige enthalte nur nat&uuml;rliches Aroma. Die Verbrauchersch&uuml;tzer halten das f&uuml;r falsch. Der Streit klingt deshalb l&auml;cherlich, weil es den meisten Verbrauchern wahrscheinlich v&ouml;llig egal ist, welche Aromen die Schokolade enth&auml;lt. Hauptsache, sie schmeckt. Andererseits darf ein Hersteller nat&uuml;rlich nicht mit falschen Angaben werben. Und daher ist der Streit in Wahrheit auch nicht l&auml;cherlich. Die Stiftung hat Berufung eingelegt. Denn sie wei&szlig;: Es geht um viel mehr als nur um Schokolade. Es geht um ihre Glaubw&uuml;rdigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/stiftung-warentest-vs-ritter-sport-laecherlich-im-gegenteil-1.1862251\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die SZ &uuml;bertreibt wieder einmal! In die Unternehmen freut&rsquo;s. <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/niederlage-fuer-stiftung-warentest-gegen-ritter-sport-aergerlich-aber-noch-nicht-schmerzlich-1.1861531\">Dabei schreibt die Zeitung in einem anderen Artikel<\/a>, dass die Stiftung Warentest auf dieser Rechtsebene nach Angaben einer Sprecherin auch schon fr&uuml;her Niederlagen einstecken musste. Ritter Sport hatte dem Gericht versichert, dass es sich bei Piperonal um ein nat&uuml;rliches Aroma handelt und sich dabei auf eine Garantieerkl&auml;rung des Aromenherstellers Symrise berufen, die einen Milliardenumsatz mit Aromastoffen macht, gab vor Gericht eine eidesstattliche Versicherung ab, dass das Aroma nat&uuml;rlichen Ursprungs sei. Piperonal kommt nach Angaben von Ritter Sport unter anderem in Bl&uuml;ten&ouml;len und Pflanzen wie Pfeffer oder Dill vor. Ritter Sport setzt es in Minimengen in allen Schokoladen ein. Warentest k&uuml;ndigte umgehend Berufung an: Im bisherigen Verfahren h&auml;tten Ritter Sport und Symrise den tats&auml;chlichen Herstellungsprozess nicht offengelegt. Bei Wikipedia ist zu lesen: &ldquo;Es gibt mehrere M&ouml;glichkeiten zur Darstellung von Piperonal. Die &uuml;bliche Herstellung ist die Isomerisierung des Naturstoffs Safrol zu Isosafrol und anschlie&szlig;ender Oxidation zu Piperonal mit Kaliumpermanganat, Kaliumdichromat oder Ozon.&rdquo; Eines d&uuml;rfte klar sein: Vanillegeschmack ist nicht gleich Vanille. &ndash; Warum wartet die SZ nicht einfach den weiteren Verlauf ab und macht jetzt einen solchen Bohai? &ndash; Siehe zum Thema auch: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F01%2F14%2Fa0095&amp;cHash=90f953e2c3cd7aead1cb6f08f94b2f5b\">T&auml;uschung ist Alltag<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Studie der Otto Brenner Stiftung: Verdeckte PR in Wikipedia<\/strong><br>\nDie Otto Brenner Stiftung hat eine interessante Studie &uuml;ber verdeckte PR in der Wikipedia ver&ouml;ffentlicht. In der Studie geht es zum einen um allgemeine M&ouml;glichkeiten zur Beeinflussung und Manipulation der &Ouml;ffentlichkeit durch Wikipedia. Zum anderen werden gro&szlig;e Unternehmen wie RWE oder Daimler als Fallbeispiele f&uuml;r PR-Ma&szlig;nahmen in Wikipedia herangezogen. Au&szlig;erdem werden einzelne Autoren beleuchtet, die dadurch aufgefallen sind, dass sie kritische Betrachtungen von Einzelpersonen oder Unternehmen &uuml;berarbeitet haben. Die Studie sensibilisiert damit f&uuml;r das Problem der verdecken Einflussnahme, die als solche nur schwer zu identifizieren ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2014\/01\/studie-der-otto-brenner-stiftung-verdeckte-pr-in-wikipedia\/\">Die Studie Verdeckte &bdquo;PR in Wikipedia &ndash; das Weltwissen im Visier von Unternehmen&ldquo; zum Download hier<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Demokratie braucht Kritik an der Polizei&ldquo;<\/strong><br>\nHamburg droht &uuml;berall: Der Philosoph Daniel Loick &auml;u&szlig;ert sich im FR-Interview &uuml;ber Hamburger Gefahrenzonen, Polizeialltag und Demokratie.<br>\nHerr Loick, in Hamburg hat die Polizei tagelang ein Gefahrengebiet ausgerufen. Gibt es so etwas eigentlich nur dort?<br>\nDie Situation in Hamburg ist insofern besonders, als dass dort durch das Wirken von Ronald Schill eine besondere Personalstruktur bei der Polizei entstanden ist. Auch die rechtliche M&ouml;glichkeit f&uuml;r die Polizei, ohne richterlichen oder parlamentarischen Beschluss eigenst&auml;ndig Gefahrengebiete einzurichten, ist eine Hamburger Besonderheit und vermutlich verfassungswidrig. Gleichzeitig ist das Problem, dass die Polizei nicht nur das Recht durchsetzt, sondern anf&auml;ngt, wie ein eigener Souver&auml;n zu agieren, keine Seltenheit, sondern etwas, was immer wieder auch in Demokratien vorkommt. Ein Beispiel hatten wir ja hier letztes Jahr in Frankfurt, als die Blockupy-Demonstration eindeutig aus einer politischen Entscheidung heraus gestoppt wurde.<br>\nManche Kritiker sehen in Hamburg schon die Vorform eines Polizeistaates. Zu Recht?<br>\nSchwer zu sagen. Einerseits finde ich die Tatsache, dass so etwas unter einer sozialdemokratischen Regierung m&ouml;glich ist, extrem beunruhigend, auch weil damit eine Stadt gewisserma&szlig;en zum Laboratorium wird. Andererseits sollte man mit Begriffen wie Polizeistaat vorsichtig sein. Es gibt ja in Deutschland eine relativ lebendige Presse, die &uuml;berraschend vital auf die Einrichtung des Gefahrengebiets reagiert hat. Und es gab in Hamburg einen breiten politischen Widerstand gegen diese autorit&auml;re Polizeipolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/gefahrengebiet-hamburg--demokratie-braucht-kritik-an-der-polizei-,1472786,25926664.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ausweitung der Kampfzone: Sind Soldaten Brause-Verk&auml;ufer?<\/strong><br>\nMacht Ursula von der Leyen jetzt den Horst K&ouml;hler? Bei ihrem ersten Auftritt im Bundestag als neue Verteidigungsministerin hat sie jedenfalls den bemerkenswerten Satz gesagt: &bdquo;Die Bundeswehr, ja, sie hat einen besonderen Auftrag. Aber sie ist auch ein global agierender Konzern.&ldquo; So weit ich bis jetzt sehe, hat das nur die FAZ &uuml;berhaupt f&uuml;r zitierensw&uuml;rdig gehalten. Aufzuregen scheint es niemanden. Nicht in den Mainstream-Medien, nicht in der organisierten &Ouml;ffentlichkeit. Soldaten sind&hellip; seit gestern offiziell Teil eines global agierenden Konzerns. Er hat halt auch Schie&szlig;en und Bomben im Angebot.<br>\nUrsula von der Leyen hei&szlig;t uns endg&uuml;ltig willkommen in der Milit&auml;rpolitik des 21. Jahrhunderts, die sich inzwischen ebenso verbal wie praktisch maximal von Wehrpflicht, Verteidigungsarmee und dem B&uuml;rger in Uniform verabschiedet hat. Was einmal f&uuml;r eine gewisse L&auml;uterung der deutschen Politik nach zwei Weltkriegen stand, versucht die Politik schon seit vielen Jahren abzusch&uuml;tteln, ohne sich  zu trauen, das auch klar zu sagen. Es hinten rum zu tun, ist nat&uuml;rlich extra verlogen und eine ganz besondere Form der Verachtung der w&auml;hlenden Bev&ouml;lkerung. Die stellt sich ja &ndash; b&ouml;se, b&ouml;se aber auch f&uuml;r die &bdquo;deutschen Interessen&ldquo; &ndash; in Umfragen immer wieder solide gegen alle m&ouml;glichen Milit&auml;reins&auml;tze.<br>\nNach dem K&ouml;hlerschen &bdquo;Krieg f&uuml;r freien Handel&ldquo; (SZ) kommt Ursula von der Leyen nun mit einer ganz besonderen Pointe. Horst K&ouml;hler sprach als damaliger Bundespr&auml;sident immerhin noch davon, dass &bdquo;im Notfall&ldquo; ein &bdquo;milit&auml;rischer Einsatz&ldquo; notwendig sein k&ouml;nnte, &bdquo;um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege&ldquo;. Er dr&uuml;ckte damit, so darf man annehmen, praktisch nur aus, was fast die gesamte politische Bundesklasse so dachte und nicht sagte. Von den Kollegen f&uuml;hlte er sich hernach aber offenbar so allein gelassen, dass er fahnenfl&uuml;chtig wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/debattiersalon.de\/ausweitung-der-kampfzone-sind-soldaten-brause-verkaufer\/\">debattiersalon<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Preise f&uuml;r Barroso und Van Rompuy &ndash; wof&uuml;r?<\/strong><br>\nEU-Kommisionspr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Barroso erh&auml;lt den spanischen Europa-Preis &ldquo;Karl V.&rdquo;, Ratspr&auml;sident Herman Van Rompuy den Aachener Karlspreis. H&ouml;chste Zeit, die Promi-Preis-Inflation zu problematisieren und f&uuml;r eine Preis-Pause zu pl&auml;dieren.<br>\nEinst bedeutende Europa-Preise wie den Aachener Karlspreis oder den spanischen Karl-V.-Preis erhielten fr&uuml;her Pers&ouml;nlichkeiten f&uuml;r ihr Lebenswerk, f&uuml;r ihren Mut, f&uuml;r au&szlig;ergew&ouml;hnliche Leistungen in Sachen Europa.<br>\nHeute kann man den Preis auch daf&uuml;r bekommen, dass man in Br&uuml;ssel zur Arbeit geht und ein Amt tr&auml;gt. Ein Amt, das ohnehin hoch bezahlt ist. EU-Ratspr&auml;sident Herman Van Rompuy bezieht f&uuml;r seine T&auml;tigkeit ein h&ouml;heres Einkommen als US-Pr&auml;sident Barack Obama. F&uuml;r eine T&auml;tigkeit, die nicht nur Begeisterung ausl&ouml;st, was auch an der Konstruktion dieses Amtes liegen mag.<br>\nAls die Aachener B&uuml;rgerschaft den Preis vor 65 Jahren auslob, war das Ziel folgendes: &ldquo;Der Karlspreis wirkt in die Zukunft, er birgt gleichsam eine Verpflichtung in sich, aber eine Verpflichtung von h&ouml;chstem ethischem Gehalt.&rdquo; In die Zukunft wirkt diesmal nichts. Die komplette Riege der Top-Jobs in Br&uuml;ssel &ndash; Kommissionspr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Barroso, Van Rompuy und auch die Au&szlig;enbeauftragte Catherine Ashton &ndash; tritt in K&uuml;rze ab. Da ist nichts mit Zukunft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/soziales-europa\/artikel\/preise-fr-barroso-und-van-rompuy--wofr-008439\">EurActiv.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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