{"id":19999,"date":"2014-01-22T08:56:43","date_gmt":"2014-01-22T07:56:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999"},"modified":"2014-01-22T08:56:43","modified_gmt":"2014-01-22T07:56:43","slug":"hinweise-des-tages-2049","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999#h01\">Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999#h02\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999#h03\">Manipulieren mit Zahlen &ndash; wie das Statistische Bundesamt die wirkliche Lage entstellt und die deutschen Medien die Propagandamaschine auf h&ouml;chste Touren jagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999#h04\">W&auml;hrungsfonds warnt vor Deflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999#h05\">Griechischer Ex-Finanzminister: &bdquo;Alles war legal&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999#h06\">Tektonik der monet&auml;ren Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999#h07\">Durchzogenes Bild der &ouml;konomischen Literatur: Kosten und Nutzen der Einwanderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999#h08\">Globale Besch&auml;ftigungstrends 2014: Schwache wirtschaftliche Erholung f&uuml;hrt nicht zu mehr Jobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999#h09\">Lohnplus f&uuml;r Osteurop&auml;er<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999#h10\">1968 &ndash; Gesetzlicher Mindestlohn in den Niederlanden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999#h11\">PCB-Kontamination von &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden &ndash; &bdquo;Bundesregierung verweigert Antworten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999#h12\">Schiefergas in Amerika: Das Fracking-Wunder bleibt aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999#h13\">J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer: Verhandelt mit Assad!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999#h14\">Anti-Lanz-Protest wird immer st&auml;rker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999#h15\">Rezension: Owen Jones: Prolls. Die D&auml;monisierung der Arbeiterklasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999#h16\">TV-Tipp: Arm trotz Arbeit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19999&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>EU setzt Freihandels-Gespr&auml;che teilweise aus<\/strong><br>\nDie EU und die USA wollen die gr&ouml;&szlig;te Freihandelszone der Welt schaffen. Doch die Europ&auml;er haben den &ouml;ffentlichen Protest untersch&auml;tzt. EU-Kommissar De Gucht zieht vier Monate vor den Europawahlen die Rei&szlig;leine.<br>\nWegen Kritik von B&uuml;rgern setzt die EU-Kommission die Freihandelsgespr&auml;che mit den USA teilweise aus&hellip;<br>\nDie Klauseln f&uuml;r den Investitionsschutz werden kritisiert, weil sie es Unternehmen erlauben, Staaten unter bestimmten Bedingungen vor nicht-&ouml;ffentlichen Schiedsgerichten zu verklagen.<br>\nDe Gucht k&uuml;ndigte an, Anfang M&auml;rz einen Text zur EU-Position zu dem Investitionsteil zu ver&ouml;ffentlichen. Dann k&ouml;nnten Interessierte Kommentare abgeben. Der liberale Belgier umschifft mit diesem Schritt die Europawahlen, die f&uuml;r den 25. Mai geplant sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/freihandelsabkommen-zwischen-den-usa-und-europa-eu-setzt-freihandels-gespraeche-teilweise-aus,1472596,25949584.html\">FR<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H. (eines ehemaligen Redakteurs der  Frankfurter Rundschau) aus M&uuml;nchen:<\/strong> Es ist eher der Ausnahmefall, doch ein dpa-Bericht, den die &bdquo;Frankfurter Rundschau&ldquo; zu de Guchts angeblichem Einlenken brachte, war diesmal  qualitativ besser als der Korrespondentenbericht der &bdquo;S&uuml;ddeutschen&ldquo;. Der  dpa-Bericht spricht aus, worum es de Gucht in Wirklichkeit geht: n&auml;mlich den  Europawahlkampf zu verschonen von Diskussionen um die Rolle der omin&ouml;sen  ICDS-Schiedsstellen (International Court of Dispute Settlements, angeschlossen an die Weltbank). Denn solche Diskussionen w&uuml;rden f&uuml;r CDU\/CSU  und SPD, die heute die Gro&szlig;e Koalition bilden, und f&uuml;r andere Regierungsparteien in EU-L&auml;ndern notwendig deutliche Stimmeneinbu&szlig;en zur Folge haben. In Deutschland ist &ndash; wegen eines fast fl&auml;chendeckenden  Versagens der Medien &ndash; den allermeisten B&uuml;rger_innen bis heute nicht  klar, dass das von  der Regierung Merkel\/Gabriel forcierte TTIP-Abkommen  zur Folge h&auml;tte, dass im Falle der Ratifizierung des Abkommens bis 2017  die Einf&uuml;hrung des fl&auml;chendeckenden Mindestlohns das TTIP-Abkommen  verletzen und Schadensersatzklagen in Milliardenh&ouml;he zur Folge h&auml;tte.<\/em><br>\n<em>Diese Klagen w&uuml;rden nicht vor ordentlichen Gerichten verhandelt, sondern  vor Schiedsstellen bestehend aus drei privaten Wirtschaftsjuristen.<\/em><br>\n<em>Deren &bdquo;Urteilen&ldquo; w&uuml;rde die deutsche Bundesregierung als letztinstanzlich anerkennen (m&uuml;ssen). Diskussionen &uuml;ber derart skandal&ouml;se Absichten will de Gucht  &ndash; sicher in Einklang mit Merkel und Gabriel &ndash; unterbinden, deshalb sein  &bdquo;Einlenken&ldquo;, das tats&auml;chlich nur beschwichtigen soll, ohne wirkliche  Zugest&auml;ndnisse zu machen.<\/em><br>\n<em>P.S. Der Bericht in der ARD-Tagesschau &uuml;ber de Guchts Vorsto&szlig; war sehr wenig informativ, der im ZDF-B&ouml;rsenbericht des &bdquo;heute-Journals&ldquo; klarer.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Freihandelsabkommen: Br&uuml;ssel will dreiste Milliardenklagen verhindern<\/strong><br>\nDas geplante Handelsabkommen mit den USA sieht einen Investorenschutz vor &ndash; den Konzerne wom&ouml;glich nutzen k&ouml;nnten, um gegen Umwelt- oder Gesundheitsstandards zu klagen. EU-Kommissar Karel De Gucht reagiert jetzt auf die Kritik. Bevor er weiterverhandelt, sollen Gegner (und Bef&uuml;rworter) in Europa in einer dreimonatigen Konsultation ihre Argumente vortragen. Das k&uuml;ndigt der Kommissar in einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) an. &ldquo;Die verbreitete Kritik am Investitionsschutz &uuml;berzeugt mich, dass &ouml;ffentliches Nachdenken &uuml;ber die Ziele der EU n&ouml;tig ist, bevor wir weitermachen&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Schreiben, das der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. Damit tut der Kommissar zumindest so, als sei er bereit, die Bedenken der NGOs aufzunehmen. Skeptiker bef&uuml;rchten, Konzerne k&ouml;nnten den im Abkommen vorgesehenen Investorenschutz ausnutzen, um Umwelt- oder Gesundheitsregeln aufzuweichen und Milliarden an Schadensersatz zu erstreiten &ndash; die der Staat und damit die B&uuml;rger bezahlen. Dies sei immer dann m&ouml;glich, wenn ein Konzern einen wirtschaftlichen Schaden erleide. Als abschreckende Beispiele verweisen die Skeptiker auf Klagen einer US-Firma gegen das Verbot umstrittener Erdgasf&ouml;rderung (Fracking) in Kanada, von Vattenfall gegen die deutsche Energiewende und von Philip Morris gegen eine Einschr&auml;nkung der Zigarettenwerbung in Australien. Das Handelsabkommen mit den USA k&ouml;nnte zu einer Vielzahl solcher Klagen f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/freihandelsabkommen-bruessel-will-dreiste-milliardenklagen-verhindern-1.1867707\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In einem hat der gute Mann recht. Deutschland hat bereits eine Reihe von <a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/B\/bilaterale-investitionsfoerderungs-und-schutzvertraege-IFV,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf\">Investitionsabkommen [PDF &ndash; 169 KB]<\/a> mit anderen Staaten abgeschlossen. Das wirft eigentlich die Frage auf, warum sich bis jetzt noch niemand dar&uuml;ber aufgeregt hat. Sollte es etwa daran liegen, dass wir dieses Mal mit einem potenten Handelspartner verhandeln. Was dr&uuml;cken wir denn gerade den Indern auf oder was haben wir in unseren bilateralen Investitionsf&ouml;rderungs- und -schutzvertr&auml;gen gefordert &ndash; meist von Entwicklungsl&auml;ndern?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gordon Lafer:Transpazifische Partnerschaft (TPP): Partnerschaft oder Putsch?<\/strong><br>\nIm Jahre 2010 sa&szlig; ich einmal bei einer Sitzung der Stellvertretenden US-Handelsbeauftragten Barbara Weisel gegen&uuml;ber, die f&uuml;r die Verhandlungen &uuml;ber die Transpazifische Partnerschaft (TPP) &ndash; den &uuml;berregionalen Freihandelsvertrag mit Vietnam, Malaysia und neun weiteren Pazifikanrainern, den die Regierung von Pr&auml;sident Barack Obama in den n&auml;chsten Wochen zum Abschluss bringen m&ouml;chte &ndash; verantwortlich. Ich stellte Weisel damals eine (wie ich dachte) einfache Frage: &bdquo;Was ist die Position des Wei&szlig;en Hauses zur Demokratie?&ldquo; Weisel gab vor, nicht zu verstehen; also erkl&auml;rte ich: Eine Mehrheit der demokratischen Kongressabgeordneten sei daf&uuml;r, dass die USA nur Handelsabkommen mit Demokratien unterzeichnen sollten. H&auml;tten wir in den entwickelten Demokratien nicht das Recht gehabt, zu protestieren, unsere Meinung zu &auml;u&szlig;ern, uns gewerkschaftlich zu organisieren und bei Abstimmungen f&uuml;r Repr&auml;sentanten unserer Wahl zu stimmen, h&auml;tten wir nie die Kinderarbeit beendet oder einen Acht-Stunden-Werktag eingerichtet. Nachdem wir diese Rechte genutzt haben, um unseren eigenen Lebensstandard zu erh&ouml;hen, sollten wir die Arbeitnehmer in den entwickelten L&auml;ndern jetzt keinem direkten Wettbewerb mit Arbeitern aussetzen, denen jene grundlegenden Freiheiten, die sie br&auml;uchten, um ihre eigene Lage zu verbessern, fehlen. Doch meine Erl&auml;uterung half nicht. Weisel erkl&auml;rte schlicht: &bdquo;Wir haben keine Position&ldquo; in Bezug auf die Demokratie. Ich hakte nach: Wie plane das Wei&szlig;e Haus etwa mit Vietnam umzugehen &ndash; einem Land, in dem schon Kinder von 14 Jahren gezwungen sind, zw&ouml;lf Stunden t&auml;glich zu arbeiten, und wo es kein Recht auf freie Meinungs&auml;u&szlig;erung, kein Protestrecht, kein Streikrecht und keine Koalitionsfreiheit gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/gordon-lafer-calls-attention-to-the-frighteningly-anti-democratic-implications-of-the-trans-pacific-partnership\/german\">Project Syndicate<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Manchmal vergessen wir vor lauter Klagen &uuml;ber die gef&auml;hrliche USA, dass a) die Kritik an den Freihandelsvertr&auml;gen in den USA selbst substanziell ist, dass b) Entwicklungsl&auml;nder (nicht nur durch die USA) am st&auml;rksten von solchen Vertr&auml;gen betroffen sind und dass c) der mit der Bedrohung der Mittelschicht durch die kurzfristige Profitorientierung des Neokapitalismus die Entwicklung zur bzw. der Erhalt der Demokratie in allen Unterzeichnerl&auml;ndern bedroht wird.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>NSA-Skandal: &ldquo;Obamas Reaktion ist ein Auftakt, nicht das letzte Wort!&rdquo;<\/strong><br>\nIn einer Anfang 2014 von der New America Foundation vorgelegten Analyse von 225 Terror-bezogenen F&auml;llen in den USA hie&szlig; es, dass die Massendatensammlung der NSA &bdquo;keine erkennbare Auswirkung auf die Verhinderung von Terrorakten&ldquo; und nur einen &auml;u&szlig;erst  &bdquo;marginalen Einfluss auf die Verhinderung von terror-bezogenen Aktivit&auml;ten habe&ldquo;. Entscheidend waren in der Mehrheit der F&auml;lle traditionelle polizeiliche Untersuchungen. Dies deckt sich mit der Aussage der von Pr&auml;sident Obama berufenen Beratergruppe, die das Anti-Terror-Programm der NSA als &bdquo;nicht essentiell f&uuml;r die Verhinderung von Angriffen&ldquo; bezeichnete.<br>\nDurch die Enth&uuml;llungen von Edward Snowden ist in den USA somit eine innen- und au&szlig;enpolitische Gro&szlig;baustelle entstanden. Gewohnt, im Verborgenen zu agieren (Sp&ouml;tter sprechen von &bdquo;No Such Agency&ldquo;), sieht sich die NSA nun &ouml;ffentlich unter Beschuss  und in der Defensive. Kritische Analysen und Kommentare thematisieren einen au&szlig;er Kontrolle geratenen Spionage-Apparat und die Grenzen seiner Wirksamkeit. Der Pr&auml;sident hat in seiner Rede am 17. Januar festgehalten, dass es kein Beispiel f&uuml;r Machtmissbrauch seitens der NSA gebe. Aber das Fazit der Kritiker lautet aktuell: Die NSA hat ihre Machtbefugnisse &uuml;berschritten, ihr Mandat missbraucht und massiv Vertrauen verspielt. Die amerikanische Regierung, der Kongress und US-Gerichte reagieren nun auf den wachsenden Reformdruck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kurzinterview\/artikel\/nsa-skandal-ein-auftakt-nicht-das-letzte-wort\/\">IPG<\/a><\/li>\n<li><strong>Wolfgang Bittner: NSA: Welch ein verbrecherischer Irrsinn!<\/strong><br>\nDer &ouml;ffentliche Protest von 562 namhaften Schriftstellern gegen die NSA-&Uuml;berwachung verlief im Sande. Die Schriftsteller erkl&auml;rten: &bdquo;Ein Mensch unter Beobachtung ist niemals frei; und eine Gesellschaft unter st&auml;ndiger Beobachtung ist keine Demokratie mehr.&ldquo; Aber wen k&uuml;mmert das?..<br>\nIm Gegenteil, Barack Obama ist stolz auf die Effizienz der US-Geheimdienste und sieht keine Veranlassung, sich zu entschuldigen. Er sichert lediglich ausl&auml;ndischen Staatsoberh&auml;uptern zu, dass ihre Kommunikation nicht mehr &uuml;berwacht wird.<br>\nWelch ein bodenloser Irrsinn, der da zu Tage tritt. Welch gewissenlose, verbrecherische Lumperei, von der Abermillionen Menschen betroffen sind&hellip;<br>\nVertreter von Koalition und Opposition sehen in Obamas Erkl&auml;rungen positive Signale, so hei&szlig;t es. Dabei erwartet in Wirklichkeit kaum jemand noch das Zustandekommen eines deutsch-amerikanischen Geheimdienstabkommens mit wirksamen Beschr&auml;nkungen f&uuml;r die NSA-Spionage&hellip;<br>\nSolche Aussagen, denen nur weitere Worth&uuml;lsen folgen werden, sind der eigentliche Skandal, die eigentliche Ungeheuerlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201401202956\/politik\/welt\/nsa-welch-ein-verbrecherischer-irrsinn.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Manipulieren mit Zahlen &ndash; wie das Statistische Bundesamt die wirkliche Lage entstellt und die deutschen Medien die Propagandamaschine auf h&ouml;chste Touren jagen<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt meldet, wuchs die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr gerade mal um 0,4 Prozent (was der Pr&auml;sident des Bundesamtes ein &bdquo;moderates&ldquo; Wachstum nennt). Nach 0,7 Prozent im vergangenen Jahr w&uuml;rde jeder n&uuml;chterne Beobachter folgern, dass eine Wirtschaft in ganz sch&ouml;nen Schwierigkeiten steckt, wenn sie geschlagene zwei Jahre nicht von der Stelle kommt, daher die Kapazit&auml;tsauslastung der Unternehmen (bei weiter wachsenden Kapazit&auml;ten) sinkt und diese folglich (und tats&auml;chlich) weniger investieren. Trotz unglaublicher Gewinne der Unternehmen in den letzten zehn Jahren, einer historisch extrem niedrigen Steuerquote f&uuml;r die Unternehmen und dem niedrigsten Zinsniveau aller Zeiten fallen die Investitionen (-0,8 %)! Normalerweise w&uuml;rde man sich auch wundern, dass selbst die Bauinvestitionen sinken (-0,3 %), wo man doch in Deutschland allenthalben davon redet, es g&auml;be einen Bau- und Immobilienboom.<br>\nIn einem normalen Land w&uuml;rde man auch diskutieren, dass die Produktivit&auml;t seit zwei Jahren auf der Stelle tritt. Die Stundenproduktivit&auml;t legte &ldquo;passend&rdquo; zu den r&uuml;ckl&auml;ufigen Ausr&uuml;stungsinvestitionen nur noch schwach zu: 2012 um 0,5 % und 2013 nur noch um 0,2 %, so wenig wie seit Aufzeichnung der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung f&uuml;r Gesamtdeutschland, also 1991, nicht mehr, sieht man von den Krisenjahren 2008 und 2009 ab. Die Pro-Kopf-Produktivit&auml;t ging sogar zur&uuml;ck (2012 um 0,4 % und 2013 um 0,2 %), wiederum mit Ausnahme der Krisenjahre 2008 und 2009 einmalig f&uuml;r die Bundesrepublik. Dass die durchschnittliche Stundenproduktivit&auml;t nicht ebenfalls fiel, ist nur dem Umstand geschuldet, dass die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden pro Kopf st&auml;rker abnahm als die Produktivit&auml;t pro Kopf. Mit anderen Worten: Der regelm&auml;&szlig;ig als positives Merkmal des deutschen Arbeitsmarktes herausgestellte Zuwachs der Besch&auml;ftigung hat zum einen nicht &uuml;berwiegend im Bereich von Vollzeitstellen stattgefunden und auch nicht in Bereichen mit hoher Produktivit&auml;tssteigerung. Das erkl&auml;rt, warum das verf&uuml;gbare Einkommen der privaten Haushalte in den letzten beiden Jahren deutlich schw&auml;cher gestiegen ist als in den zwei Jahren davor&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/manipulieren-mit-zahlen-wie-das-statistische-bundesamt-die-wirkliche-lage-entstellt-und-die-deutschen-medien-die-propagandamaschine-auf-hoechste-touren-jagen\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>W&auml;hrungsfonds warnt vor Deflation<\/strong><br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) sieht in dem nachlassenden Preisdruck in Industriel&auml;ndern wie Deutschland eine Gefahr f&uuml;r das Wachstum der Weltwirtschaft. Aus der niedrigen Inflation &ndash; insbesondere in der Euro-Zone &ndash; k&ouml;nne schnell eine Deflation werden, warnte der Fonds am Dienstag. Ein solcher Preisverfall auf breiter Front ist wirtschaftlich gef&auml;hrlich, weil Unternehmen dann weniger investieren und sich auch die Konsumenten zur&uuml;ckhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/deutliche-worte-waehrungsfonds-warnt-vor-deflation\/9364024.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Griechischer Ex-Finanzminister: &bdquo;Alles war legal&ldquo;<\/strong><br>\nHat Griechenland geschummelt, um sich f&uuml;r den Beitritt zu qualifizieren?<br>\nNat&uuml;rlich hat Griechenland die Flexibilit&auml;t genutzt, die zur damaligen Zeit f&uuml;r alle Beitrittsl&auml;nder m&ouml;glich war. Es gab aber keine Extraw&uuml;rste f&uuml;r uns und wir haben auch keine verlangt. Wenn Griechenland geschummelt h&auml;tte, w&auml;ren einige Dinge l&auml;ngst von Eurostat (Europ&auml;ische Statistikbeh&ouml;rde, Anm. d. Red.) oder den M&auml;rkten aufgedeckt worden&hellip;<br>\nAlles, was wir getan haben, war legal und transparent&hellip;<br>\nWir haben einige Dinge getan, um in den Euro reinzukommen. Zum Beispiel haben wir die Mehrwertsteuer 1999 gesenkt, um die Inflation zu dr&uuml;cken. Wir haben Verm&ouml;gensteuern angehoben, um die Einnahmen zu erh&ouml;hen. Und wir haben die Verteidigungsausgaben zwar in die Gesamtverschuldung eingerechnet, aber nur schrittweise ins Haushaltsdefizit. Diese Methode wurde zun&auml;chst kritisiert. Seit 2006 ist sie aber zum Standard  f&uuml;r die gesamte EU geworden&hellip;<br>\nZum damaligen Zeitpunkt w&auml;ren nach der urspr&uuml;nglichen Interpretation nur sehr wenige L&auml;nder in der Lage gewesen, der Euro-Zone beizutreten. Dann w&auml;re der Euro eine sehr kurzlebige Angelegenheit geworden&hellip;<br>\nDeutschland hat seine Krankenh&auml;user nicht zum &ouml;ffentlichen Sektor gez&auml;hlt und aus der Berechnung herausgenommen. Frankreich beschloss, dass der Sozialversicherungsfonds des staatlichen Telefonkonzerns nicht mehr zum &ouml;ffentlichen Sektor geh&ouml;re. Belgien verkaufte Gold.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/griechischer-ex-finanzminister-alles-war-legal-seite-all\/9355796-all.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man mag das, was  Christodoulakis sagt, als Verharmlosung oder als schlitzohrig betrachten, aber klar ist auch, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen nach den Griechen werfen.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Tektonik der monet&auml;ren Politik<\/strong><br>\nDurch die gestiegene Abh&auml;ngigkeit der Finanzm&auml;rkte von der Politik der Zentralbanken ist es f&uuml;r Anleger zunehmend wichtig geworden, das dauernde Wechselspiel monet&auml;rer Kr&auml;fte zu erkennen. Eine griffige Metapher daf&uuml;r hat der Verm&ouml;gensverwalter Incrementum entwickelt. In einer Pr&auml;sentation erkl&auml;ren zwei der Partner der Liechtensteiner Firma, Ronald-Peter St&ouml;ferle und Mark Valek, den von ihnen entwickelten Begriff der &laquo;monet&auml;ren Tektonik&raquo;. Ohne die expansiven Notenbankinterventionen h&auml;tte die Finanzkrise viel st&auml;rker wirkende Deflationstendenzen entwickelt. Die Wechselwirkung zwischen der durch die Interventionen entstandenen inflation&auml;ren Kraft und der durch die Kreditschrumpfung der Gesch&auml;ftsbanken erzeugten deflation&auml;ren Kraft k&ouml;nne am besten mit dem gegenseitigen Druck zweier tektonischer Erdplatten verglichen werden. Zwischen Phasen scheinbarer Stabilit&auml;t k&ouml;nne es zu alternierenden heftigen inflation&auml;ren oder disinflation&auml;ren\/deflation&auml;ren Eruptionen kommen. St&ouml;ferle und Valek weisen auf ein Problem der Asymmetrie hin. Zwar seien die Zentralbanken verantwortlich f&uuml;r die Sicherung des Geldwertes, doch nur ein kleiner Teil der gesamten Geldmenge stehe unter ihrer direkten Kontrolle. Der &uuml;berwiegende Teil der totalen Liquidit&auml;t werde dagegen vom Bankensystem geschaffen, dessen Einfluss auf die Entwicklung der Geldmenge entsprechend hoch ist. Das Jahr 2013 war f&uuml;r Incrementum ein eindrucksvolles Beispiel f&uuml;r Disinflation (und zum Teil auch Deflation). Zu den deflation&auml;ren Kr&auml;ften seien vor allem zu rechnen: schleppende Kreditvergabe, Abbau von Verschuldung, verlangsamtes Wachstum der Geldmenge, abnehmende Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, versch&auml;rfte Bankenregulierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/finanzportal\/tektonik-der-monetaeren-politik-1.18224850\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Durchzogenes Bild der &ouml;konomischen Literatur: Kosten und Nutzen der Einwanderung<\/strong><br>\nDer Schweizer Abstimmungskampf um die SVP-Einwanderungsinitiative dreht sich nicht nur um wirtschaftliche Fragen. Es geht auch massgeblich um Bauchgef&uuml;hle &uuml;ber mutmassliche &laquo;&Uuml;berfremdung&raquo; und m&ouml;glichen &laquo;Dichtestress&raquo;. Trotzdem spielen wirtschaftliche Erw&auml;gungen eine bedeutende Rolle. Nehmen Ausl&auml;nder den Inl&auml;ndern die Arbeitspl&auml;tze weg? F&uuml;hrt Einwanderung zu einem Lohndruck im Inland? Welche Folgen hat die Zuwanderung auf das Wirtschaftswachstum und die Sozialwerke? Solche und &auml;hnliche Fragen haben auch in vielen anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern Ausl&auml;nderdebatten angetrieben. Die &Ouml;konomen befassen sich seit vielen Jahrzehnten intensiv mit den Ursachen und Folgen der Einwanderung. Die Osterweiterung der EU ab 2004 hat in Europa nochmals einen Literaturschub gebracht. In der Theorie erm&ouml;glichen offene Grenzen nicht nur beim Warenhandel, sondern auch in Bezug auf Arbeitskr&auml;fte eine Steigerung des weltweiten Wohlstands: Arbeitskr&auml;fte k&ouml;nnen dorthin gehen, wo sie den gr&ouml;ssten Nutzen stiften und den h&ouml;chsten Lohn bekommen. Politisch ist aber f&uuml;r Regierungen, Parlamente und B&uuml;rger in der Regel nicht der &laquo;Weltwohlstand&raquo; entscheidend, sondern die nationale Betrachtung. Ob die Einwanderung der angestammten Bev&ouml;lkerung per saldo mehr n&uuml;tzt als schadet, l&auml;sst sich theoretisch nicht schl&uuml;ssig beantworten. Die Einwanderung kann diverse positive Effekte haben. Die Wirtschaft kann durch den Zugriff auf ausl&auml;ndische Arbeitskr&auml;fte Personalengp&auml;sse &uuml;berwinden (die Anstellung zus&auml;tzlicher Spezialisten kann eine st&auml;rkere Expansion erm&ouml;glichen und damit auch erg&auml;nzende Arbeitspl&auml;tze schaffen), Fachleute aus dem Ausland k&ouml;nnen die Vielfalt und Innovation im Inland f&ouml;rdern, die Einwanderer besetzen nicht nur Arbeitspl&auml;tze, sondern sind auch Konsumenten und Steuerzahler, f&uuml;r die fr&uuml;heren Ausbildungskosten der erwachsenen Einwanderer muss das Gastland nicht aufkommen, und der Zugriff auf ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte kann die Entwicklung wachstumstr&auml;chtiger Kompetenzzentren erleichtern. Doch viel h&auml;ngt davon ab, welche Einwanderer kommen. Die Kosten f&uuml;r das Gastland k&ouml;nnen den Nutzen der Zuwanderung vor allem dann &uuml;berwiegen, wenn die Einwanderer die angestammten Arbeitskr&auml;fte nicht erg&auml;nzen, sondern verdr&auml;ngen. Dann kann die Einwanderung erh&ouml;hte Arbeitslosigkeit und Lohndruck produzieren, ohne einen positiven Innovations- und Wachstumseffekt zu bewirken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/wirtschafts-und-finanzportal\/was-die-einwanderung-den-gastlaendern-bringt-1.18225411?extcid=Newsletter_21012014_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie so oft in den Wirtschaftswissenschaften, proportional zur Zahl der hinzugenommenen Studien, kommt es zu keiner eineindeutigen Aussage. Wer eine eindeutige Aussage zur Belastung der Sozialkassen erhofft, muss sich damit abfinden, dass der mittelfristige Trend positiv ist. In der von der CSU angez&uuml;ndelten Diskussion dreht es sich vor allem um die Zuwanderer den Armutsh&auml;usern Europas, Bulgarien und Rum&auml;nien. Das IAB schreibt: &ldquo;Die Arbeitslosenquote der Bulgaren und Rum&auml;nen lag zum Jahresende 2012 bei 9,6 Prozent. Im Durchschnitt der ausl&auml;ndischen Erwerbspersonen waren es 16,4 Prozent und im Bev&ouml;lkerungsdurchschnitt 7,4 Prozent. Die entsprechenden Anteile der SGB-II- Leistungsbezieher sind &auml;hnlich hoch: 9,3 Prozent im Vergleich zu 15,9 bzw. 7,4 Prozent.&rdquo; Die Bulgaren und Rum&auml;nen geh&ouml;ren damit zu den am besten integrierten Ausl&auml;ndergruppen in Deutschland. Ihr Beitrag in die Sozialkassen &uuml;bersteigt bei weitem die Belastung. Dass in einigen St&auml;dten wie Duisburg  und Dortmund soziale Probleme zusammenballen, sollte die Bundesregierung endlich dazu veranlassen, diesen St&auml;dten wie versprochen beizustehn.<\/em><br>\n<em>Nat&uuml;rlich m&uuml;ssen wir uns darauf einstellen, dass unter den Neuzuwanderern auch ein hoher Anteil  ohne abgeschlossene Berufsausbildung zu uns kommt. Hier sollten wir endlich die Programme realisieren, die wir bei der ersten &ldquo;Gastarbeiterwelle&rdquo; zu installieren vers&auml;umt haben. Wenn wir nur an ausgebildetem, jungem Humankapital interessiert sind und nicht an der Integration des Kontinents Europa, h&auml;tten wir es bei einer europ&auml;ischen Freihandelszone belassen sollen. Stellt sich nur die Frage, ob die anderen zugesehen h&auml;tten, wie die Waren Kerneuropas ihre M&auml;rkte &uuml;berschwemmt h&auml;tten. Wenn wir ein Europa &uuml;ber den Handelsraum hinaus haben wollen, m&uuml;ssen wir die Formen und Gesetze der Armut in Europa verstehen lernen. Einen intelligenten Versuch leistet Norbert Mappes-Niediek:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Gesetze der Armut verstehen<\/strong><br>\nDie Logik der Armut wird nicht verstanden, auch in Osteuropa nicht. &Uuml;berall h&ouml;rt man dort immer wieder die traurige Geschichte von dem begabten Roma-Jungen, dem wir alle helfen wollten, dem wir schlie&szlig;lich sogar unter erheblichen M&uuml;hen einen Arbeitsplatz beschafft haben &ndash; und der dann schon eine Woche sp&auml;ter unentschuldigt der Arbeit fernblieb, weil er dem Onkel bei der Reparatur seiner H&uuml;tte zur Hand gehen musste. Die Interpretation der Geschichte ist dann meistens, dass sich da das &ldquo;Ewigzigeunerische&rdquo; durchgeschlagen habe. Dabei hat der Junge in der Geschichte nur vern&uuml;nftig gehandelt. Der Job kann schnell wieder weg sein. Der Onkel bleibt. Man nennt das die &Ouml;konomie der Armut. Sie ist nicht weniger vern&uuml;nftig als unsere &Ouml;konomie des Sparens und Investierens; nur ist sie eben den Bedingungen des Dauerelends angepasst. Bildung, Bildung, Bildung, pflegen wohlmeinende Politiker zu sagen, wenn sie einen Ausweg aus der Misere weisen sollen. Bildung sei der Schl&uuml;ssel, hei&szlig;t es in den einschl&auml;gigen Papieren der EU-Kommission, des Europaparlaments und des Europarats. An der Botschaft ist nat&uuml;rlich nichts auszusetzen &ndash; au&szlig;er, dass sie nicht stimmt. Bildung ist nicht der Schl&uuml;ssel, oder wenigstens nicht dort, wo die Armutszuwanderer herkommen. &Uuml;berall in Ost- und S&uuml;dosteuropa ist der Zusammenhang zwischen Bildung und gutem Leben zerrissen, und zwar f&uuml;r alle, nicht nur f&uuml;r Roma. Eine ganze Generation hat die Erfahrung gemacht, dass Bildung es eben nicht bringt. Sie haben es an ihren Eltern gesehen. Der Vater war Ingenieur, die Mutter Russischlehrerin. Heute geht die Mutter putzen, und der Vater s&auml;uft &ndash; aber der Nachbarsjunge, der die Schule abgebrochen hat, um finsteren Gesch&auml;ften nachzugehen, f&auml;hrt heute mit einem Porsche Cayenne durchs Viertel. Erst wenn die Verh&auml;ltnisse sich &auml;ndern, &auml;ndert sich auch die Einstellung zur Bildung. Eine Studie der Soros-Stiftung unter Roma in Italien und Spanien auf der einen und in Rum&auml;nien und Bulgarien auf der anderen Seite hat gezeigt, dass die Bereitschaft, die Kinder zur Schule zu schicken, in den Aufnahmel&auml;ndern deutlich h&ouml;her ist als in den Herkunftsl&auml;ndern, und zwar bei denselben Familien.<br>\nWer dagegen will, dass sich in Deutschland keine Slumverh&auml;ltnisse breitmachen, muss f&uuml;r die bessere Alternative erst einmal die Voraussetzungen schaffen. Etwas verlangen kann man nur von einem Menschen, der etwas zu verlieren hat. Eine nach unseren Ma&szlig;st&auml;ben vern&uuml;nftige &Ouml;konomie seines Lebens kann nur entwickeln, wer sicher sein darf, dass es morgen noch genug zu essen gibt, dass er nicht n&auml;chste Woche auf der Stra&szlig;e steht oder festgenommen und irgendwo hingeflogen wird. Das hei&szlig;t nicht, dass Deutschland &ldquo;das Sozialamt der ganzen Welt&rdquo; werden muss. Es muss aber auch in seinem eigenen Interesse die Menschen, die hier leben, menschenw&uuml;rdig behandeln. Dass dann &ldquo;alle kommen&rdquo;, ist blo&szlig; Propaganda &ndash; ebenso wie die Rede von den &ldquo;ganzen Landstrichen&rdquo;, die schon &ldquo;entv&ouml;lkert&rdquo; seien, weil alle jetzt im Ruhrgebiet leben w&uuml;rden. Die &Auml;rmsten der Armen, die in Rum&auml;nien &uuml;berwiegend auf dem Lande leben, migrieren so gut wie &uuml;berhaupt nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F01%2F18%2Fa0186&amp;cHash=9b0d5e512ff58c3d41e4f9ff9944011a\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Globale Besch&auml;ftigungstrends 2014: Schwache wirtschaftliche Erholung f&uuml;hrt nicht zu mehr Jobs<\/strong><br>\nDie weltweit schwache wirtschaftliche Erholung hat nicht zu Verbesserungen auf dem globalen Arbeitsmarkt gef&uuml;hrt. Im Jahr 2013 waren fast 202 Millionen Menschen ohne Arbeit, so das Ergebnis eines Berichts &uuml;ber Globale Besch&auml;ftigungstrends. Demnach blieb das Besch&auml;ftigungswachstum schwach, die Arbeitslosigkeit, besonders unter jungen Menschen, stieg weiter an und eine hohe Anzahl zunehmend entmutigter Arbeitnehmer konnten nicht in den Arbeitsmarkt integriert werden. Die in vielen Wirtschaftszweigen erzielten Gewinne wurden in Verm&ouml;genswerte investiert und nicht zur Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen genutzt. Dies beeintr&auml;chtigt die langfristigen Besch&auml;ftigungsaussichten. Nach den derzeitigen Trends werden bis zum Jahr 2018 zus&auml;tzlich 200 Millionen Jobs geschaffen &ndash; zu wenig, um die wachsende Zahl von neu in den Arbeitsmarkt eintretenden Menschen aufzunehmen. In Entwicklungsl&auml;ndern bleibt informelle Arbeit weit verbreitet w&auml;hrend sich die Entwicklung hin zu besserer Jobqualit&auml;t verlangsamt hat.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ilo.org\/berlin\/presseinformationen\/WCMS_234158\/lang--de\/index.htm\">ILO<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ilo.org\/wcmsp5\/groups\/public\/---dgreports\/---dcomm\/---publ\/documents\/publication\/wcms_233953.pdf\">Global Employment Trends 2014: Risk of a jobless recovery? [PDF &ndash; 3 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lohnplus f&uuml;r Osteurop&auml;er<\/strong><br>\nViel ist in den letzten Wochen &uuml;ber Armutszuwanderung gesagt und geschrieben worden. Und wenig dar&uuml;ber, wie Menschen aus Osteuropa bei uns teilweise arbeiten m&uuml;ssen: zu Niedrigl&ouml;hnen und in unsicheren Jobs. Auch mit der neuen Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit wird sich f&uuml;r etliche Rum&auml;nen und Bulgaren daran nicht unbedingt etwas &auml;ndern, so die Erfahrung mancher Beratungsstelle. Denn es ist gar nicht so einfach, in eine regul&auml;re Anstellung mit anst&auml;ndigem Lohn zu rutschen. Umso erfreulicher ist nun, dass zumindest in der Fleischindustrie das &auml;rgste Lohndumping bald der Vergangenheit angeh&ouml;rt. Dass der Mindestlohn von anf&auml;nglich 7,75 Euro, auf den sich Arbeitgeber und Gewerkschaft jetzt geeinigt haben, von der Politik f&uuml;r die ganze Branche vorgeschrieben wird, ist nur noch eine Frage der Zeit. Auch Besch&auml;ftigte, die von Subunternehmern per Werkvertrag angeheuert werden, haben dann Anspruch auf den Mindestlohn. &ndash; Doch nicht alle Probleme sind gel&ouml;st: Tricks, den Mindestlohn zu umgehen, gibt es viele. Indem man Arbeitskleidung in Rechnung stellt oder Subunternehmer die Miete f&uuml;r Bruchbuden erh&ouml;hen, in denen so mancher Schlachter aus Osteuropa untergebracht wird. Dagegen helfen nur regelm&auml;&szlig;ige Kontrollen der zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden &ndash; und Ideen, wie man auch gegen die Praxis vorgehen kann, noch die letzten Absteigen &uuml;berteuert zu vermieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F01%2F15%2Fa0070&amp;cHash=2e94e8d648298b1d98635d5a8a40d1cc\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu: Mehr Geld f&uuml;rs Tiereschlachten<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2014%2F01%2F15%2Fa0027&amp;cHash=0547284b5c3abac24bbd29e3d717e147\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist zu hoffen, dass dies die Vorwehen der Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Mindestlohns sind und auch die Arbeitgeberseite in anderen Branchen sich allm&auml;hlich bewegt, statt sich eines Tages mit einem schlagartig eingef&uuml;hrten Mindestlohn konfrontiert zu sehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>1968 &ndash; Gesetzlicher Mindestlohn in den Niederlanden<\/strong><br>\nIn den Koalitionsverhandlungen von CDU und SPD war die Einf&uuml;hrung eines fl&auml;chendeckenden Mindestlohns ein zentrales Thema. Deutschland ist sp&auml;t dran. Die USA f&uuml;hrten ihn nach der Weltwirtschaftskrise ein. Als eines der ersten europ&auml;ischen L&auml;nder entschieden sich die Niederlande am 27. November 1968 daf&uuml;r<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/podcast-ww.wdr.de\/medstdp\/fsk0\/26\/263523\/263523_2502730.mp3\">WDR5 [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mein Gott, was waren das f&uuml;r Zeiten, als die Arbeiter in den Niederlanden zum Teil in wilden Streiks, oft gegen die Gewerkschaftsf&uuml;hrung, f&uuml;r den Mindestlohn auf die Stra&szlig;e gingen. Weiter erfahren wir, dass es 1894 in Amsterdam schon oder noch Politiker gab, die per Dekret einen Mindestlohn einf&uuml;hrten. Er galt f&uuml;r die eigenen Besch&auml;ftigten und alle Firmen, die Auftr&auml;ge f&uuml;r die Stadt erledigen. Viele Gemeinden folgten bald dem Beispiel Amsterdams. Heute wird allerorten als erstes am Lohn im &ouml;ffentlichen Dienst gespart.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>PCB-Kontamination von &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden &ndash; &bdquo;Bundesregierung verweigert Antworten&ldquo;<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat in dieser Woche die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei zu Gesundheitssch&auml;den durch Polychlorierte Biphenyle (PCB) ver&ouml;ffentlicht. Zentrale Fragen zur PCB-Kontamination &ouml;ffentlicher Geb&auml;ude blieben dabei unbeantwortet. Auch die Verantwortung der Hersteller &ndash; in erster Linie der Firmen MONSANTO und BAYER &ndash; wurde in der vom Bundesumweltministerium verfassten Stellungnahme ausgeklammert.<br>\nDie Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) verurteilt die Kumpanei der Regierung mit den Verursachern des PCB-Desasters. Philipp Mimkes vom Vorstand der CBG: &bdquo;Die Bundesregierung behauptet allen Ernstes, dass aus den letzten zehn Jahren keine Gesundheitssch&auml;den durch PCB bekannt w&auml;ren. Hier w&uuml;rde ein Blick in die Zeitung gen&uuml;gen: allein in Dortmund wurden Hunderte Arbeiter der Firma Envio mit PCB vergiftet.&ldquo; Dass die Regierung zudem keinerlei Angaben zur Belastung &ouml;ffentlicher Geb&auml;ude sowie zu den daraus resultierenden Gesundheitsrisiken macht, bezeichnet Mimkes als &bdquo;Armutszeugnis&ldquo;.<br>\nDagmar von Lojewski-Paschke vom Bundesverband B&uuml;rgerinitiativen Umweltschutz (BBU) erg&auml;nzt: &bdquo;Die Ruinierung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sowie die &bdquo;Nichtzust&auml;ndigkeit&ldquo; und das Versagen der zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden und Aufsichts&auml;mter bis hinauf in die obersten Bundes&auml;mter ist ein Verbrechen gegen die n&auml;chste und weitere Generationen. Dies geschieht allein im Interesse des wirtschaftlichen Wachstums und der ausufernden Profitgier der Industrie.&ldquo;<br>\nWeltweit wurden von 1930 bis 1990 rund 1,3 Millionen Tonnen PCB produziert. Die Chemikalien kamen u.a. in Elektroger&auml;ten, Fugendichtungen, Lacken und Bodenbel&auml;gen zum Einsatz. Die Entsorgung dauert Jahrzehnte und kostet Milliarden. Die Hersteller MONSANTO und BAYER w&auml;lzen die Kosten auf die Allgemeinheit ab.<br>\nDer nordrhein-westf&auml;lische Landesverband des Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz (BUND), die Coordination gegen BAYER-Gefahren, die Naturfreunde und der Bundesverband B&uuml;rgerinitiativen Umweltschutz (BBU) forderten in einer Stellungnahme, die Produzenten an den horrenden Entsorgungskosten zu beteiligen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.cbgnetwork.de\/5420.html\">CBG Network<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/dipbt.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/002\/1800293.pdf\">Antwort der Bundesregierung [PDF &ndash; 169 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schiefergas in Amerika: Das Fracking-Wunder bleibt aus<\/strong><br>\nIn nackten Zahlen ist die Erdgasf&ouml;rderung in den Vereinigten Staaten um 30 Prozent gestiegen, die von &Ouml;l sogar um 50 Prozent. Doch der &Ouml;l-Spuk k&ouml;nnte so schnell wieder vorbei sein, wie er angefangen hat. F&uuml;r Aufsehen sorgte besonders eine Studie der amerikanischen &Ouml;konomin Deborah Rogers. Auf 30 Seiten legt sie dar, wie Unternehmen offenbar systematisch die Vorkommen k&uuml;nstlich hochgerechnet haben. Einige k&ouml;nnten ihre Schiefergasvorr&auml;te um bis zu 500 Prozent hochgerechnet haben. Sie haben auch gute Gr&uuml;nde daf&uuml;r: Je mehr Gas in einer Schieferformation vermutet wird, umso mehr Investoren werden angezogen. Eine Studie der Unternehmensberatung IHS Herold kommt zu dem Schluss, dass seit 2008 sogar mehr investiert wurde, als durch den Verkauf von Schiefergas- und &Ouml;l wieder in die Kassen gesp&uuml;lt wurde &ndash; ein Minusgesch&auml;ft also. Im vergangenen Jahr waren daher f&uuml;r viele Unternehmen eine Reihe an Abschreibungen f&auml;llig &ndash; verursacht durch die sinkenden Energiepreise und entt&auml;uschenden F&ouml;rderraten, wie die Finanzagentur Bloomberg feststellte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/schiefergas-in-amerika-das-fracking-wunder-bleibt-aus-12753461.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider eine Meldung, die viel zu wenig Beachtung findet. Sowohl die Meldung, dass die momentan niedrigen Preise nicht einmal die Produktionskosten einfahren, als auch die falsch eingesch&auml;tzte Ergiebigkeit der Schiefergasvorr&auml;te d&uuml;rfte die Drohung einiger energieintensiver Unternehmen hierzulande, wegen Einsparungen bei der Stromrechnung das Land in Richtung USA zu verlassen, in Luft aufl&ouml;sen. Der britische Energiekonzern Shell musste erst vor einigen Monaten Abschreibungen in H&ouml;he von zwei Milliarden Dollar auf seine Beteiligungen an nordamerikanischen Vorkommen vornehmen. Eine Korrektur mussten auch BP, Encana und die britische BG Group und viele kleinere Unternehmen vornehmen. Es stellt sich die Frage, ob die Industrie &uuml;berhaupt noch gen&uuml;gend Geld in die F&ouml;rderung stecken wird und viele Quellen gar nicht mehr erschlossen. F&uuml;r die USA d&uuml;rfte diese Entwicklung die Chance f&uuml;r Reindustrialisierung des Landes &ndash; zumindest &uuml;ber diesen Weg &ndash; betr&auml;chtlich reduzieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer: Verhandelt mit Assad!<\/strong><br>\nIn Syrien haben religi&ouml;se Fanatiker das Lager der Rebellen &uuml;bernommen. Al-Qaida ist die gr&ouml;&szlig;ere Gefahr als das alte Regime. Der Westen ist mitverantwortlich daf&uuml;r, dass aus einem Terroristenhaufen eine schlagkr&auml;ftige Armee wurde. In Afghanistan gab es 2001 gerade einmal einige hundert Al-Qaida-K&auml;mpfer, im Irak 2006 waren es kaum mehr als tausend. In Syrien aber k&auml;mpfen inzwischen mehr als 25.000 Al- Qaida-Terroristen ihren unheiligen Krieg. Sie k&auml;mpfen nicht nur gegen Assad, sie k&auml;mpfen auch gegen andere Rebellengruppen und gegen Teile des Volkes. In Afghanistan und im Irak war al-Qaida eine &auml;u&szlig;erst umstrittene, meist ge&auml;chtete Minderheit. In Syrien jedoch stellt al-Qaida mit &ldquo;Jabhat al Nusra&rdquo; und &ldquo;ISIS&rdquo; inzwischen die m&auml;chtigsten, effektivsten und bestbezahlten Rebelleneinheiten. Respektiert werden sie wegen ihrer Kampfkraft und ihres Todesmutes, gef&uuml;rchtet wegen ihrer grenzenlosen Brutalit&auml;t. Ihre K&auml;mpfer verachten jede Form westlicher Demokratie. Sie streben eine Diktatur religi&ouml;ser Fanatiker an, die sie in v&ouml;lliger Verkennung der arabischen Geschichte islamisches Emirat oder Kalifat nennen. Der Westen muss diese absurde Politik beenden. Er muss hierzu, ob es ihm gef&auml;llt oder nicht, auch direkt mit dem syrischen Pr&auml;sidenten verhandeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/syrien-und-der-westen-verhandelt-mit-assad-1.1867870\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jenseits der Frage, ob Todenh&ouml;fer recht damit hat, dass die religi&ouml;sen Fanatiker eine gr&ouml;&szlig;ere Gefahr bilden als das Assad-Regime, d&uuml;rfte es gar nicht so einfach sein, die saudisch-katarischen Waffenlieferungen zu stoppen. Schlie&szlig;lich wei&szlig; jeder, dass das wahabitische Saudi-Arabien seit Jahrzehnten nichts unversucht l&auml;sst, Muslime weltweit zu  radikalisieren. Und dennoch hat sich der Westen nie aufraffen k&ouml;nnen, den Saudis Grenzen zu setzten. Dass Assad, wie Todenh&ouml;fer meint, die Bev&ouml;lkerung mehrheitlich hinter sich habe, ist gerade heute, angesichts der gerade an das Tageslicht gelangten Fotos von systematischer Folter und T&ouml;tung von 11.000 Gefangenen, nicht vorstellbar. Ziemlich naiv ist die Annahme, dass Assad &ldquo;nicht an einer lebenslangen Pr&auml;sidentschaft interessiert&rdquo; sei. Angesichts seiner Untaten bleibt ihm gar nichts anderes &uuml;brig, als bis an sein Lebensende an der Macht zu bleiben. In letzter Konsequenz fordert Todenh&ouml;fer Friedhofsruhe in Syrien. Mag sein, dass der Westen dies bald &auml;hnlich sieht und der Ruhe (Stabilit&auml;t) wegen das B&uuml;ndnis restaurativer Kr&auml;fte in Syrien, &Auml;gypten bzw. im Nahen Osten sucht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Anti-Lanz-Protest wird immer st&auml;rker<\/strong><br>\nDie Online-Petition gegen Markus Lanz findet im Web enormen Zuspruch. Die Zahl der Unterzeichner klettert von Minute zu Minute. Aktuell sind es 24.000. ZDF-Moderator Markus Lanz ist nach seiner Talksendung am vergangenen Donnerstag in die Kritik geraten. Er habe seinen Gast, die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht, mehrfach unterbrochen und unh&ouml;flich behandelt. In einer Stellungnahme versichert das ZDF, Wagenknecht habe sich nach der Sendung zufrieden ge&auml;u&szlig;ert &ndash; sie widerspricht.<br>\nWagenknecht: &bdquo;Liebes ZDF, nach dem breiten Protest gegen markus #Lanz&acute; Gespr&auml;chsstil zu behaupten, ich sei  zufrieden gewesen, ist doch etwas arg frech.&ldquo;<br>\nMittlerweile hat das ZDF auf den Tweet von Sahra Wagenknecht reagiert. Via Twitter entschuldigte sich der Sender bei der Poltikerin daf&uuml;r, dass ihre &Auml;u&szlig;erungen im Nachgespr&auml;ch nach der Sendung &ldquo;falsch angekommen&rdquo; seien. Es gebe &ldquo;sicher noch mal die M&ouml;glichkeit dies auszur&auml;umen&rdquo;, so der Sender. Wagenknecht reagiert in der Bild-Zeitung. &ldquo;Vorerst ist mein Bedarf gedeckt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/fernsehen\/anti-lanz-protest-wird-immer-staerker\/2014\/01\/21.html?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">MEEDIA<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Rezension: Owen Jones: Prolls. Die D&auml;monisierung der Arbeiterklasse<\/strong><br>\nDarin beschreibt der britische Historiker und Journalist den Untergang der britischen Arbeiterklasse als politisches Projekt Margaret Thatchers und der Wirtschaftseliten. Die Deindustrialisierung sei weitaus st&auml;rker politisch als wirtschaftlich motiviert gewesen. Damit sind hunderttausende gut bezahlte Arbeitspl&auml;tze verloren gegangen, und die Macht der Gewerkschaften wurde gebrochen. F&uuml;r einen Teil der einst so starken und stolzen britischen Arbeiterklasse war dies der Beginn eines enormen wirtschaftlichen Abstiegs: schlecht bezahlte Dienstleistungsjobs, Arbeitslosigkeit, Ghettoisierung, Perspektivlosigkeit. Das Wort Arbeiterklasse wurde aus dem politischen Sprachschatz getilgt; es gab nur noch Mittelschichten und Prolls.<br>\nDie &Uuml;bersetzung des Wortes &bdquo;Chav&ldquo; ist mit Proll nur sehr ungenau, doch naheliegend&hellip;<br>\nNat&uuml;rlich wurde Deutschland nicht so deindustrialisiert wie Gro&szlig;britannien, und eine derartige Deklassierung hat auch nicht stattgefunden. Doch gibt es diesseits des Kanals nicht auch eine Karikatur der Proll-Frau im Trainingsanzug aus einer wenig schicken Gegend? Finden wir in niveauvollen Tageszeitungen nicht negative Werturteile mit &bdquo;prollig&ldquo; als Ausdruck? Haben auch bei uns Politiker den Kontakt zur arbeitenden Bev&ouml;lkerung verloren? Ist das Wort Arbeiterklasse auch in unserer Republik weitgehend verbannt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++2ce926c0-82af-11e3-b9ef-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>TV-Tipp: Arm trotz Arbeit<\/strong><br>\nIm Einzelhandel sind in den vergangenen Jahren viele Vollzeitstellen abgebaut worden. Mehr als die H&auml;lfte der rund drei Millionen Arbeitskr&auml;fte arbeitet in Teilzeit, fast 700.000 als Minijobber. 300.000 verdienen laut ver.di weniger als 5 Euro pro Stunde. Nur etwa 40 Prozent der Arbeitsvertr&auml;ge in der Branche sind durch Tarifvertr&auml;ge reguliert.<br>\nUngef&auml;hr drei Viertel der Besch&auml;ftigten im Einzelhandel sind Frauen, die durch diese Arbeitsbedingungen z.B. keine Rentenanspr&uuml;che erwerben und somit langfristig auch noch in der Altersarmut landen.<br>\nSendetermin: WDR1, frau TV, Donnerstag 23. Januar, 22.00 bis 22.30<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/frautv\/sendungsbeitraege\/2014\/0123\/ArmtrotzArbeit.jsp\">WDR.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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