{"id":20010,"date":"2014-01-23T08:30:34","date_gmt":"2014-01-23T07:30:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20010"},"modified":"2014-01-23T08:30:54","modified_gmt":"2014-01-23T07:30:54","slug":"hinweise-des-tages-2050","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20010","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20010#h01\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20010#h02\">Deflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20010#h03\">Die USA lernen, Europa leidet: Haben die USA die besseren &Ouml;konomInnen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20010#h04\">&Uuml;ber Nacht im Schloss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20010#h05\">EU-Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20010#h06\">Die europ&auml;ische Einbahnstra&szlig;e<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20010#h07\">Berlin &ndash; Paris &ndash; Br&uuml;ssel: Wohin f&uuml;hrt die Reise? Bernard Schmid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20010#h08\">Carl Christian von Weizs&auml;cker: Macht mehr Schulden!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20010#h09\">EuGH weist britische Klage ab: Klares Ja zum Leerverk&auml;ufe-Verbot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20010#h10\">Soziale Ungleichheit: Klasse!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20010#h11\">TTIP: Presseerkl&auml;rung der Europ&auml;ischen Kommission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20010#h12\">Kontext Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20010#h13\">USA: Schwarze Kassen gegen Klimaschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20010#h14\">Offshore-Leaks: China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20010#h15\">Folter und die Verantwortung der Medien<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20010&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Komplett&uuml;berwachung: Russischer Geheimdienst erh&auml;lt vollst&auml;ndige Kontrolle im Internet<\/strong><br>\nDer russische Inlandsgeheimdienst FSB erh&auml;lt v&ouml;lligen Zugriff auf die Internet- und Telefonverbindungen. Der FSB k&ouml;nne vom 1. Juli 2014 an alle IP- und Telefonnummern sowie Email-Adressen kontrollieren und zudem Daten aus sozialen Netzwerken, Internettelefonaten und Chats abgreifen, schrieb die Moskauer Zeitung Kommersant. Pr&auml;sident Wladimir Putin war einst selbst Geheimdienstchef.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Komplettueberwachung-Russischer-Geheimdienst-erhaelt-vollstaendige-Kontrolle-im-Internet-1982856.html\">heise.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Geheimdienstexperte: Russischer FSB &uuml;berwacht wie die NSA<\/strong><br>\nMit einem direkten Spionagezugriff auf Server verfolge die NSA das gleiche Prinzip wie das russische Abh&ouml;rsystem SORM, erkl&auml;rte der Journalist Andrej Soldatow vor EU-Abgeordneten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Geheimdienstexperte-Russischer-FSB-ueberwacht-wie-die-NSA-2093655.html\">heise.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deflation<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das gef&auml;hrliche Ungeheuer hei&szlig;t Deflation &ndash; nicht Inflation<\/strong><br>\nNun hat auch IWF-Chefin Lagarde ausgesprochen, was kritische &Ouml;konomInnen schon l&auml;ngere Zeit thematisieren: &bdquo;Die Welt k&ouml;nnte mehr Arbeitspl&auml;tze schaffen, bevor wir uns um die Inflation Sorgen machen m&uuml;ssten&ldquo; wird sie in der Welt vom 16.1.2014 zitiert. Und weiter in der FAZ vom selben Tag: &bdquo;Wenn die Inflation der Geist aus der Flasche ist, dann ist die Deflation das Ungeheuer, das entschieden bek&auml;mpft werden muss.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/inflation-vs-deflation\/\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>Sinkende Preise: Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr hei&szlig;t Schuldendeflation<\/strong><br>\nEine Kolumne von Wolfgang M&uuml;nchau<br>\nDie Angst vor sinkenden Preisen wird gr&ouml;&szlig;er&nbsp;&ndash; doch besonders gro&szlig; ist das Risiko einer Schuldendeflation: Sie zwingt eine &uuml;berschuldete Wirtschaft in einen Teufelskreislauf fallender Preise und fallender Nachfrage. Schon jetzt ist sie m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deflation-eine-schuldendeflation-waere-besonders-gefaehrlich-a-944860.html\">Spiegel-Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die USA lernen, Europa leidet: Haben die USA die besseren &Ouml;konomInnen?<\/strong><br>\nIn den USA herrscht Casino-Crash-Kapitalismus, in Europa dagegen Stabilit&auml;t und Wohlfahrtsstaat &ndash; stimmt das noch? Sp&auml;testens seit der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2007 hat sich die Rolle der beiden Regionen gewandelt: Die USA verabschiedeten Konjunkturprogramme und unterst&uuml;tzen &uuml;ber ihre Notenbank Banken und Wirtschaft. Auch wenn in den USA nicht alles das Gelbe vom Ei ist (vor allem bezogen auf Armut und die ungleiche Verteilung), w&auml;chst die amerikanische Wirtschaft seit 2008 langsam aus der Krise, und die Arbeitslosigkeit f&auml;llt &ndash; langsam, aber doch. Sie ist von ihrem H&ouml;hepunkt im Jahr 2010 mit fast zehn Prozent der Erwerbspersonen auf etwa sieben Prozent zur&uuml;ckgegangen. In Europa hingegen f&uuml;hrte eine v&ouml;llig verkehrte Reaktion auf die Krise, zuerst der Europ&auml;ischen Zentralbank und dann der Regierungen (Stichworte: Zinserh&ouml;hungen und Austerit&auml;t), zu Massenarbeitslosigkeit, Armut und einer sozialen Notsituation. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone ist von sieben Prozent der Erwerbspersonen vor der Krise auf zehn Prozent im Jahr 2010 und dann weiter auf zw&ouml;lf Prozent im Jahr 2013 gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1300\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&Uuml;ber Nacht im Schloss<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft steht eher vor einem Ab- denn vor einem Aufschwung. Wer die Fakten richtig liest, wei&szlig; das. Jetzt, da die SPD mit an der Regierung beteiligt ist, h&auml;tte es auch aus Sicht der Systemmedien eigentlich keinen Sinn mehr, die Lage weiter zu besch&ouml;nigen. Noch tun sie es aber, weil das gemeinsame Vorgehen gegen die n&uuml;chternen Analysen des Auslandes Lustgewinn verspricht. Dennoch: Dass es bergab geht, l&auml;sst sich nicht l&auml;nger leugnen, weshalb vorsorglich gegen einige Punkte des Koalitionsvertrages wie den Mindestlohn oder die Rentenregelung scharf geschossen wird. Es geht schlie&szlig;lich darum, dem bereits begonnenen und in der Zukunft nicht mehr l&auml;nger zu verheimlichenden Konjunkturwinter eine genehme Ursache zu verpassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2014\/01\/22\/nacht-schloss-17619127\/\">tautenhahn.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EU-Europa<\/strong><br>\nDas Jahr 2014 ist ein Jahr der Europawahlen und zugleich das Jahr des 100. Jahrestages des Ersten Weltkrieges. Die Apologeten der Europ&auml;ischen Union, die sie f&uuml;r die beste der m&ouml;glichen Welten halten, verhimmeln sie zur gro&szlig;en Schlussfolgerung aus den verheerenden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts, die mit dem Ersten Weltkrieg als dem &bdquo;Urereignis&ldquo; begannen. So muss es linke Positionierung sein, dieser Verhimmelung kritische Sichten entgegen zu setzen. Die aber d&uuml;rfen die Verbindung zu den wirklichen Verh&auml;ltnissen nicht verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2014\/01\/eu-europa-27905.html\">Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die europ&auml;ische Einbahnstra&szlig;e <\/strong><br>\nDas politische Establishment Deutschlands ist normalerweise strikt auf Europa getrimmt. Es lobt die Idee der Europ&auml;ischen Union. Kein Wunder, die deutsche Wirtschaft, f&uuml;r die es spricht, profitiert davon. Der Euro war ein Geschenk. Verbunden mit der Osterweiterung sowieso. Deutsche Unternehmen agieren jetzt zollfrei und ohne nennenswerte H&uuml;rden auf dem Kontinent. Der Export wurde gesteigert. Eine solche Idee m&uuml;ssen die Parlamentarier der Wirtschaftrepublik ja gut finden. Aber immer wieder sehen sie das Erreichte bedroht. Wenn diese st&ouml;rrische Union nicht so handelt, wie es die deutsche Wirtschaft gerne h&auml;tte. In solchen Momenten nennen sie die europ&auml;ische Idee pl&ouml;tzlich anf&auml;llig und pervertiert. Dann werden sie d&uuml;nnh&auml;utig und w&auml;hnen sich unverstanden von einem Kontinent, der nur neidisch ist auf ihr sch&ouml;nes und erfolgreiches Land.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/01\/die-europaische-einbahnstrae.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Berlin &ndash; Paris &ndash; Br&uuml;ssel: Wohin f&uuml;hrt die Reise? Bernard Schmid<\/strong><br>\nDer Antrittsbesuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel am 18. Dezember 2013 in der franz&ouml;sischen Hauptstadt fiel auf den Vorabend eines EU-Gipfels, bei dem es um die geplante Bankenunion &ndash; eine Einigung dazu fiel noch in der Nacht unter den Finanzministern &ndash; sowie um Verteidigungspolitik gehen sollte.<br>\nWas die Bankenunion betrifft, so einigte man sich im Kern auf die Ansiedlung einer Bankenaufsicht bei der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), die dar&uuml;ber entscheiden soll, wann eine angeschlagene Bank gerettet werden soll und wann nicht. F&uuml;r die Bank sollen erst die Aktion&auml;re der Bank, dann ihre Einleger &ndash; vor allem Gro&szlig;kunden -, und in einem dritten Schritt sollen erst &ouml;ffentliche Gelder bereitgestellt werden. Besonders, wenn das Institut als systemrelevant gilt. Dies in etwa das Schema, das bei der akuten spanischen Bankenkrise im Jahr 2012 zur Anwendung kam.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++cd0f7200-7eb6-11e3-a52f-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Carl Christian von Weizs&auml;cker: Macht mehr Schulden!<\/strong><br>\nDer Abbau der &ouml;ffentlichen Verbindlichkeiten gilt gemeinhin als erstrebenswertes Ziel &ndash; nicht aber f&uuml;r Carl Christian von Weizs&auml;cker. Der Bonner &Ouml;konom pl&auml;diert daf&uuml;r, dass die B&uuml;rger dem Staat noch mehr Geld anvertrauen. Weizs&auml;cker, 75, leitete die deutsche Monopolkommission, heute arbeitet er am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsg&uuml;tern in Bonn: &rdquo; &hellip;&nbsp; Es hat sich ein &Uuml;berhang privater Ersparnisse gegen&uuml;ber Investitionen aufgebaut: Wir werden immer &auml;lter, wir sparen immer mehr, aber es gibt nicht gen&uuml;gend M&ouml;glichkeiten, das Kapital zu investieren. Die Sparer stehen sich sozusagen gegenseitig im Wege. Und wenn das Angebot gro&szlig; ist, also viel Kapital zur Verf&uuml;gung steht, dann sinken die Preise, in diesem Fall die Zinsen. &hellip; Der Wirtschaft mangelt es nicht an Mitteln, es gibt keinen Engpass bei der Finanzierung von Investitionsvorhaben. Die Kreditinstitute wissen doch gar nicht, wohin mit dem Geld. Sobald ein Unternehmer dem Banker nachweisen kann, dass er Absatz hat, bekommt er leicht einen Kredit. &hellip; Das Problem ist vielmehr, dass moderne Volkswirtschaften weniger Kapital ben&ouml;tigen, weil Dienstleistungen eine zunehmende Bedeutung gewinnen. Wer heute in eine Unternehmensbilanz schaut, der wird feststellen, dass selten mehr als ein Jahresumsatz an Kapital gebunden ist. In der IT-Branche etwa wird &uuml;berwiegend in Produkte investiert, die sich schnell bezahlt machen und nicht erst nach zehn Jahren, wie es im klassischen, produzierenden Gewerbe oft der Fall ist. Wie viel Kapital ben&ouml;tigt ein Rechtsanwalt oder eine Werbeagentur? Sehr wenig. &hellip; Der Staat sollte die L&uuml;cke ausf&uuml;llen. Er kann die privaten Ersparnisse aufnehmen, die die B&uuml;rger f&uuml;r ihre Vorsorge bilden. Er ist die letzte Instanz, die eine sichere Kapitalanlage bietet. So k&ouml;nnte es gelingen, wieder ein Gleichgewicht zwischen dem Sparangebot und der Sparnachfrage herzustellen. &hellip; Die Staatsverschuldung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist nicht unbedingt sinnvoll. Deutschland ist weit entfernt von einer Staatspleite, obwohl der Staat solch hohe Verbindlichkeiten hat. &hellip; Mein Pl&auml;doyer f&uuml;r die deutsche Volkswirtschaft jedenfalls lautet, vereinfacht gesagt: Macht mehr Schulden! Solange der Zins bei null liegt und die Wirtschaft w&auml;chst, gibt es im Grunde keine Grenze. Dann sollte der Staat sich weiter verschulden und mit dem Geld beispielsweise die Infrastruktur erneuern. Eine st&auml;rkere Verschuldung h&auml;tte noch einen weiteren Effekt: Sie w&uuml;rde die Konjunktur im Euro-Raum beleben. Das zahlte sich f&uuml;r den deutschen Fiskus aus, denn dann w&auml;re weniger Hilfe n&ouml;tig, um den Euro zu stabilisieren. &hellip; Nat&uuml;rlich gibt es Staaten, die zu viele Schulden aufgeh&auml;uft haben, dazu geh&ouml;rt sicher Griechenland. Aber dennoch muss jeder Staat beim Zur&uuml;ckfahren der Verbindlichkeiten vorsichtig sein. Diese Strategie kann Besch&auml;ftigung kosten und der Volkswirtschaft Schaden zuf&uuml;gen. Davor hat schon vor mehr als 80 Jahren der britische &Ouml;konom John Maynard Keynes gewarnt. &hellip; Keynes&rsquo; These war darauf gerichtet, die Konjunktur zu beeinflussen, meine These zielt auf eine l&auml;ngerfristige Entwicklung ab. Nehmen Sie eine Bank, die im 19. Jahrhundert gegr&uuml;ndet wurde. Seitdem hat sie praktisch nie ihre Schulden zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen. Zwar hat jeder Kunde, der dies wollte, seine Einlage ausgezahlt bekommen. Aber dem Institut flossen immer neue Einlagen zu, die Bilanzsumme ist stetig gestiegen. Heute hat die Bank mehr Schulden denn je, aber offensichtlich funktioniert das System. Es ist eine verkehrte Vorstellung, eines Tages m&uuml;sse man all seine Schulden zur&uuml;ckzahlen. &hellip; &Ouml;ffentliche Schulden sind zugleich auch privates Verm&ouml;gen. Das hat sich historisch entwickelt: Der Sozialstaat basiert seit der Bismarck-Zeit auf dem Prinzip individueller Anspr&uuml;che gegen&uuml;ber dem Staat. Die Summe dieser Anspr&uuml;che ist aufgrund des demografischen Wandels stark gewachsen. Der Staat ist der einzige Akteur, der sie bedienen kann: Er kann sich immer weiter verschulden, weil er als Einziger in der Lage ist, Sicherheit zu versprechen. &hellip;. Die Zentralbank m&uuml;sste eine neue Funktion ausf&uuml;llen. Heute achtet sie unter anderem auf die Verschuldung. K&uuml;nftig sollte sie anstreben, den Realzins, also den Zins abz&uuml;glich der Inflationsrate, bei null zu halten, jedenfalls niedriger, als die Volkswirtschaft w&auml;chst. Solange dies der Fall ist, kann ein Staat mehr ausgeben als einnehmen. &hellip; Ich bin ja &uuml;berhaupt kein Linker. Ich m&ouml;chte lieber den Staatsanteil schrumpfen, als ihn auszudehnen. Aber was hilft mir meine liberale Anschauung, wenn wir die Konjunktur gef&auml;hrden, nur weil wir auf Teufel komm raus die Staatsverschuldung herunterfahren wollen? Da bin ich lieber pragmatisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-124097507.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Tat ist Carl Christian von Weizs&auml;cker, einer der letzten bedeutenden, deutschen Kapitaltheoretiker, kein Linker, sondern ein Liberaler reinsten Wassers, u.a. ehemals Mitglied der Grundsatzkommission der Freien Demokraten. Man merkt den Interviewern an, dass sie doch etwas verdutzt ob der Antworten Weizs&auml;ckers waren. &ndash; Um kein Missverst&auml;ndnis aufkommen zu lassen, wenn Weizs&auml;cker von den Ersparnissen spricht, die die B&uuml;rger f&uuml;r ihre Vorsorge bilden, meint er nicht die private Vorsorge unserer besserverdienenden Schichten. Er meint dezidiert nicht die Vorsorge f&uuml;r reiche Leute, sondern diejenige f&uuml;r jedermann, die im Sozialstaat realisiert wird. Er meint mit Staatsschulden <a href=\"http:\/\/blogs.faz.net\/fazit\/2012\/07\/24\/oekonomen-im-gespraech-3-carl-christian-von-weizsaecker-ueber-den-nutzen-der-staatsverschuldung-fuer-die-schwaebische-haushfrau-und-die-logik-niedriger-anleiherenditen-503\/\">auch nicht die Schuldenquote<\/a>, die im Blickfeld der Finanzm&auml;rkte oder der Ratingagenturen sind, sondern &ldquo;die impliziten Staatsschulden in der Form von Verpflichtungen zu k&uuml;nftigen Rentenzahlungen oder k&uuml;nftigen Krankenkassenzahlungen, die von den Menschen durch Betragszahlungen &ldquo;angespart&rdquo; worden sind, ohne dass der Staat einen entsprechenden Deckungsstock gebildet h&auml;tte.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140113_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wissen.spiegel.de\/wissen\/image\/show.html?did=124097507&amp;aref=imageArchive\/2013\/12\/19\/CO-SP-2013-052-0065-01-GR.JPG&amp;thumb=false\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>EuGH weist britische Klage ab: Klares Ja zum Leerverk&auml;ufe-Verbot<\/strong><br>\nDas europaweite Verbot bestimmter Leerverk&auml;ufe verst&ouml;&szlig;t nicht gegen EU-Recht. Zu diesem Urteil ist der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) gekommen. Er wies damit &uuml;berraschend eine Klage Gro&szlig;britanniens zur&uuml;ck, das die Kompetenzen der EU-B&ouml;rsenaufsicht ESMA bei der Regelung &uuml;berschritten sah.&nbsp; Unter Leerverk&auml;ufen versteht man riskante B&ouml;rsenwetten, bei denen ein H&auml;ndler Wertpapiere verkauft, die er zum Verkaufszeitpunkt nicht besitzt. W&auml;hrend der Finanzkrise waren Leerverk&auml;ufe in die Kritik geraten, weil sie die Aktienkurse m&auml;chtig ins Rutschen brachten. Das Urteil des EuGH war so nicht erwartet worden, nachdem der Generalanwalt vor dem Gericht im September seine Bedenken gegen das geltende Verbot vorgebracht hatte. In vielen F&auml;llen folgt das Gericht der Einsch&auml;tzung des Generalanwalts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/leerverkaeufe136.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: Teufelszeug oder B&ouml;rsenb&auml;ndiger?<\/strong><br>\nSubprime, Lehman, Eurokrise &ndash; solche Erinnerungen werden wach, wenn der Europ&auml;ische Gerichtshof am Mittwoch &uuml;ber das Verbot von Leerverk&auml;ufen entscheidet. Doch wie funktioniert dieses Instrument eigentlich? Und was hat das Verbot gebracht? &hellip; Wie Leerverk&auml;ufe funktionieren, l&auml;sst sich am besten mittels eines fiktiven Beispiels erkl&auml;ren: Die Aktie des Stromkonzerns RWE steht bei 100 Euro. Der Fondsmanager Meyer h&auml;lt diesen Kurs aber f&uuml;r zu hoch, weil er der Ansicht ist, dass der Atomausstieg noch viel st&auml;rker auf dem Gewinn von RWE lasten wird, als allgemein erwartet.&nbsp; Nun steht Meyer aber vor einem Problem, vor dem schon Generationen von Investoren vor ihm standen: Im normalen Wertpapierhandel kann man immer nur auf eine Aktie setzen &ndash; nie aber dagegen. Klar, wer ein Wertpapier besitzt, nun aber glaubt, dass es f&auml;llt, kann das Wertpapier verkaufen, um m&ouml;gliche Verluste zu vermeiden. Gewinnen jedoch kann er nicht.<br>\nMeyer geht daher nun einen Deal mit einem Fondsmanager ein, der tats&auml;chlich RWE-Papiere besitzt. Er leiht sich beim ihm 1000 Aktien, zahlt ihm daf&uuml;r eine Leihgeb&uuml;hr von sagen wir 2500 Euro &ndash; und verkauft die geliehenen Aktien sogleich an der B&ouml;rse f&uuml;r 100.000 Euro (1000 Aktien &agrave; 100 Euro). Nehmen wir nun an, Meyers Prognose geht auf. Ein paar Wochen sp&auml;ter steht die RWE-Aktie tats&auml;chlich nur noch bei 92,50 Euro.&nbsp; Jetzt kauft Meyer f&uuml;r 92.500 Euro jene 1000 RWE-Aktien zur&uuml;ck, die er ben&ouml;tigt, um das urspr&uuml;ngliche Leihgesch&auml;ft zu begleichen. Bei einem Einsatz von 2500 Euro (die Leihgeb&uuml;hr) erl&ouml;st Meyer also 7500 Euro (die 100.000 minus der 92.500 Euro). Obwohl die Aktie also nur um 7,5 Prozent gefallen ist, hat Meyer dank des sogenannten Hebeleffekts sein Geld verdreifacht, also einen Spekulationsgewinn von 200 Prozent gemacht (5000 Euro Gewinn bei 2500 Euro Einsatz). &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/leerverkaeufe128.html\">tageschau.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Soziale Ungleichheit: Klasse!<\/strong><br>\nDeindustrialisierung in Gro&szlig;britannien auch als politisches Projekt zur Deklassierung der Arbeiter<br>\nDer Daily Telegraph beschreibt den 29j&auml;hrigen Owen Jones als einen der zehn einflussreichsten Linken Gro&szlig;britanniens. Begr&uuml;ndung: seine Medienpr&auml;senz, die gr&ouml;&szlig;er sei als die der gesamten Labour-F&uuml;hrung.[1] Doch woraus resultiert seine Medienpr&auml;senz? Sicherlich hat sein Buch dazu beigetragen, das im Originaltitel Chavs. The Demonization of the Working Class lautet. Darin beschreibt der britische Historiker und Journalist den Untergang der britischen Arbeiterklasse als politisches Projekt Margaret Thatchers und der Wirtschaftseliten. Die Deindustrialisierung sei weitaus st&auml;rker politisch als wirtschaftlich motiviert gewesen. Damit sind hunderttausende gut bezahlte Arbeitspl&auml;tze verloren gegangen, und die Macht der Gewerkschaften wurde gebrochen. F&uuml;r einen Teil der einst so starken und stolzen britischen Arbeiterklasse war dies der Beginn eines enormen wirtschaftlichen Abstiegs: schlecht bezahlte Dienstleistungsjobs, Arbeitslosigkeit, Ghettoisierung, Perspektivlosigkeit. Das Wort Arbeiterklasse wurde aus dem politischen Sprachschatz getilgt; es gab nur noch Mittelschichten und Prolls.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++2ce926c0-82af-11e3-b9ef-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>TTIP: Presseerkl&auml;rung der Europ&auml;ischen Kommission<\/strong><br>\nCommission to consult European public on provisions in EU-US trade deal on investment and investor-state dispute settlement<br>\nEU Trade Commissioner Karel De Gucht today announced his decision to consult the public on the investment provisions of a future EU-US trade deal, known as the Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP). The decision follows unprecedented public interest in the talks. It also reflects the Commissioner&rsquo;s determination to secure the right balance between protecting European investment interests and upholding governments&rsquo; right to regulate in the public interest. In early March, he will publish a proposed EU text for the investment part of the talks which will include sections on investment protection and on investor-to-state dispute settlement, or ISDS. This draft text will be accompanied by clear explanations for the non-expert. People across the EU will then have three months to comment.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/europa.eu\/rapid\/press-release_IP-14-56_en.htm\">europa.eu<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers V.B.:<\/strong> W&ouml;rtlich aus der verlinkten Presseerkl&auml;rung:<\/em><br>\n<em>&ldquo;It also reflects the Commissioner&rsquo;s determination to secure the right balance between protecting European investment interests and upholding governments&rsquo; right to regulate in the public interest.&rdquo;<\/em><br>\n<em>(&uuml;bersetzt: &ldquo;Es reflektiert ebenso den Entschluss des EU-Kommissars, die richtige Balance zu sichern zwischen dem Schutz der europ&auml;ischen Interessen im Investitionsbereich und der Aufrechterhaltung des Rechts der Regierungen, im &ouml;ffentlichen Interesse zu regulieren.&rdquo;)<\/em><br>\n<em>Dumm nur: in einer Demokratie gibt es keine &ldquo;europ&auml;ischen Interessen im Investitionsbereich&rdquo;, die mit einem angeblichen &ldquo;Recht der Regierungen auf Regulierung&rdquo; ausgeglichen werden m&uuml;ssten. Die Regierungen sind ja die Exekutive der europ&auml;ischen L&auml;nder. Was sollen das also f&uuml;r (offensichtlich andere) &ldquo;europ&auml;ische Interessen&rdquo; sein, die den Regierungen zumindest gleichgestellt werden? Nun, verschleiernd welche &ldquo;im Investitionsbereich&rdquo; (&ldquo;investment interests&rdquo;), sprich: Reiche und Konzerne.<\/em><br>\n<em>Eine Regierung hat jedoch nicht ein &ldquo;Recht auf Regulierung&rdquo;, das mit solchen &ndash; anderen &ndash; &ldquo;Interessen&rdquo; &ldquo;balanciert&rdquo; werden m&uuml;sste. Gesetzgeber und Regierungen setzen ja gerade mit der Regulierung den rechtlichen Rahmen, in dem alle &ldquo;europ&auml;ischen Interessen&rdquo; dann t&auml;tig sein und dieselben vertreten d&uuml;rfen. Das gilt f&uuml;r jedermann, entsprechend auch f&uuml;r Reiche und Konzerne.<\/em><br>\n<em>Nat&uuml;rlich nur in einer Demokratie. Offensichtlich ist keine mehr geplant.<\/em><br>\n<em>Ebenso vielsagend ist, dass der Gesetzgeber f&uuml;r Regulierungen gar nicht mehr erw&auml;hnt wird. Das passt sehr gut zum Kaltstellen der Parlamente und zur Machtverschiebung in die Exekutive in der Postdemokratie.<\/em><br>\n<em>Die neue Hierarchie ist also: die &ldquo;Interessen im Investitionsbereich&rdquo; beherrschen die Regierung, und jene dann das Parlament &ndash; Demokratie auf den Kopf gestellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kontext Wochenzeitung<\/strong>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/pulsschlag\/147\/schweigen-auf-der-burg-1977.html\">Altbundespr&auml;sident Roman Herzog (CDU) bewohnt ein schmuckes Schloss in Jagsthausen (Landkreis Heilbronn). Auf ihn geht der 27. Januar als Gedenktag f&uuml;r NS-Opfer zur&uuml;ck. Merkw&uuml;rdig nur, dass vor seiner T&uuml;r SS-Gedenksteine stehen. Aber dazu mag er nichts sagen.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/147\/hoeren-ja-aber-nicht-erhoeren-1974.html\">Ein Kontext-Interview mit Baden-W&uuml;rttembergs Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann. Seine Politik des Geh&ouml;rtwerdens hat er sich einfacher vorgestellt. Der &ldquo;Floh der Besserwisserei&rdquo; sei auf die Zivilgesellschaft &uuml;bergesprungen, klagt er.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/ueberm-kesselrand\/147\/zu-viel-zufall-1978.html\">Ein Interview mit dem Anwalt des Polizisten Martin Arnold, der den Mordanschlag auf der Heilbronner Theresienwiese &uuml;berlebt hat. Anwalt Walter Martinek will einen U-Ausschuss.<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Und hier das komplette Angebot:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>H&ouml;ren ja, aber nicht erh&ouml;ren:<\/strong> Das Geh&ouml;rtwerden hat sich Winfried Kretschmann (65) offenbar einfacher vorgestellt. Der &ldquo;Floh der Besserwisserei&rdquo; sei auf die Zivilgesellschaft &uuml;bergesprungen, sagt der gr&uuml;ne Ministerpr&auml;sident im Gespr&auml;ch mit Kontext, und beklagt, dass sich Teile des Protests &ldquo;fanatisieren&rdquo;. Das bezieht er auf Stuttgart 21, den Nationalpark und die Akzeptanz der sexuellen Vielfalt an Schulen. &ldquo;Dieser K&auml;s&rsquo;, so Kretschmann, &ldquo;ist noch nicht gegessen&rdquo;.<\/li>\n<li><strong>Milliardenschwere Luftnummer:<\/strong> Ex-CDU-Ministerpr&auml;sident Stefan Mappus hat einen angemessenen Preis beim EnBW-Deal bezahlt. Das sagen die Anw&auml;lte des einstigen Investmentbankers Dirk Notheis, der das Gesch&auml;ft miteingef&auml;delt hat. Wer anderes behaupte, &uuml;bersehe milliardenschwere F&ouml;rdergelder, die in Zukunft an das EnBW-Kernkraftwerk Philippsburg flie&szlig;en w&uuml;rden. Doch von dem Geldsegen wei&szlig; der AKW-Eigent&uuml;mer nichts.<\/li>\n<li><strong>Meiler mit Macken:<\/strong> In Grundremmingen, einem 1.500-Seelen-Dorf zwischen Ulm und Augsburg,&nbsp; betreiben die Energiekonzerne RWE und E.ON die einzigen in Deutschland noch verbliebenen Reaktoren vom Typ Fukushima. Block B des als &ldquo;Techno-Dino&rdquo;&nbsp; kritisierten Atomkraftwerks macht wieder Probleme und stand deshalb drei Wochen lang still.<\/li>\n<li><strong>Strompreis-Bl&ouml;dsinn 2.0:<\/strong> SPD-Energiesuperminister Sigmar Gabriel hat ein 12-seitiges Papier vorgestellt, mit dem er die F&ouml;rderung der erneuerbaren Energien reformieren will. Der B&uuml;rger, mein Kontext-Redakteur J&uuml;rgen Lessat, wird weiter belogen und betrogen.<\/li>\n<li><strong>Aufkl&auml;ren, bevor es wieder brennt:<\/strong> Die Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen stellt viele Gemeinden vor Probleme. Mancherorts vermengen sich die Ressentiments der Bev&ouml;lkerung mit der rassistischen Hetze der organisierten Rechten. Doch wo fr&uuml;hzeitig informiert wird, gibt es positive Erfahrungen.<\/li>\n<li><strong>&ldquo;Zu viel Zufall&rdquo;:<\/strong> Martin Arnold, schwerverletzter Kollege der beim Heilbronner NSU-Polizistenmord ums Leben gekommenen Mich&egrave;le Kiesewetter, hat am vergangenen Donnerstag vor Gericht in M&uuml;nchen ausgesagt. Kontext hat mit seinem Rechtsanwalt Walter Martinek gesprochen.<\/li>\n<li><strong>Die Quelle der Lust:<\/strong> Die Kehrwoche geh&ouml;re zu den Schwaben wie Maultaschen und H&auml;usle bauen, schreibt die &ldquo;Bild&rdquo;. Und die &ldquo;Stuttgarter Nachrichten&rdquo; erheben sie in den Rang von Lederhose und Sauerkraut. Jetzt soll der organisierte Putzfimmel 300 Jahre alt geworden sein.<\/li>\n<li><strong>Schweigen auf der Burg:<\/strong> Der Initiative von Roman Herzog (79) als damaligem Bundespr&auml;sident ist es zu verdanken, dass der 27. Januar zum Gedenktag f&uuml;r die Opfer des Nationalsozialismus wurde. Im&nbsp; Vorgarten seines Wohnsitzes allerdings stehen zwei SS-Gedenksteine.<\/li>\n<li><strong>Der steingewordene Gr&ouml;&szlig;enwahn:<\/strong> Anfang 2012 hat &ldquo;Schlecker&rdquo; Insolvenz angemeldet. Das Logistikzentrum der ehemaligen Drogeriemarkt-Kette in Ehingen steht seitdem leer &ndash; 300 000 Quadratmeter unverk&auml;uflicher Beton. Was sonst noch &uuml;brig ist vom einstigen Drogerieriesen hat Kontext-Fotograf Joachim E. R&ouml;ttgers fotografiert.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>USA: Schwarze Kassen gegen Klimaschutz<\/strong><br>\nWenn &ldquo;Klimaskeptiker&rdquo; seri&ouml;se Wissenschaftler attackieren, dehnen sie oft die Grenzen der Informationsfreiheit: Sie hacken berufliche und private E- Mails, schmuggeln sich in Gremien oder verlangen totale Offenheit bei internen Vorg&auml;ngen von Umweltbeh&ouml;rden und beim Klimarat der Vereinten Nationen (IPCC). Ihre eigenen Finanzierungsquellen dagegen verschleiert die Szene der US-Klimawandelleugner: Drei Viertel aller Zuwendungen f&uuml;r klimaskeptische Organisationen kommen nach einer aufw&auml;ndiger Recherche eines US-Wissenschaftlers aus &ldquo;schwarzen Quellen&rdquo;, sind also nicht nachvollziehbar. 55 Prozent der US-Amerikaner glauben nach Umfragen von 2012 nicht, dass es einen Quasi-Konsens der Wissenschaft gebe, wonach die Erde sich wegen des Einflusses des Menschen erw&auml;rmt. &ldquo;Das zeigt ein grobes Missverst&auml;ndnis der Klimawissenschaft durch die &Ouml;ffentlichkeit&rdquo;, schreibt Brulle in seiner Studie, die in der der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Climatic Change publiziert ist. Der falsche Eindruck der meisten US-B&uuml;rger ist auch ein Erfolg der massiven Lobbyarbeit konservativer Thinktanks. Er hat nun deren Finanzierung untersucht: Daten aus der Stiftungsforschung und aus &ouml;ffentlichen Steuerunterlagen zeigen, dass von 2003 bis 2010 insgesamt 140 Stiftungen 558 Millionen Dollar an 91 konservative Institute verteilt haben.<br>\nGespendet f&uuml;r die Attacken auf Klimawissenschaftler und ihre Arbeiten wurde bis 2007 auch im gro&szlig;en Stil direkt von den Stiftungen des &Ouml;lmultis ExxonMobil oder der &ldquo;Koch Industries&rdquo;, eines der gr&ouml;&szlig;ten US-Privatunternehmen, &Ouml;linvestor und Finanzier der ultrakonservativen Tea Party. Ab 2008 sind die Zuwendungen der Stiftungen nicht mehr &ouml;ffentlich nachzuverfolgen. Wie sorgf&auml;ltig gerade die Milliard&auml;re Charles und David Koch ihren finanziellen Einfluss auf die Politik verbergen, hat gerade eine Recherche der Washington Post enth&uuml;llt. Demnach hat ein verschachteltes System aus Organisationen allein im Wahlkampf 2012 &uuml;ber 400 Millionen Dollar f&uuml;r rechte und neoliberale Propaganda gesammelt und ausgegeben &ndash; um Stimmung gegen Themen wie Klimaschutz oder Gesundheitsreform zu machen.&nbsp; Und f&uuml;r die Kongresswahlen 2014 w&uuml;rden bereits eifrig Mitarbeiter angestellt und Anzeigen entworfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2014%2F01%2F20%2Fa0081&amp;cHash=b3549451a3c0617197eb0eee018bced3\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Offshore-Leaks: China<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Chinas Elite hortet Geld in Steueroasen<\/strong><br>\nChinas Machtelite wickelt offenbar seit etlichen Jahren heimlich und in gro&szlig;em Stil lukrative Gesch&auml;fte &uuml;ber Steueroasen ab. Auch nahe Verwandte wichtiger chinesischer Politiker steuern Transaktionen &uuml;ber anonyme Briefkastenfirmen in der Karibik. Das geht aus bislang vertraulichen Unterlagen &ndash; den sogenannten Offshore-Leaks-Daten &ndash; hervor. In den Dokumenten tauchen neben dem Schwager des amtierenden Staatschefs Xi Jinping auch der Sohn, die Tochter und der Schwiegersohn von Ex-Premierminister Wen Jiabao auf. Der Name der Tochter des fr&uuml;heren Premiers Li Peng steht ebenso in den Unterlagen wie der Name eines Neffen zweiten Grades von Ex-Staatschef Hu Jintao. Selbst der Name eines der Schwiegers&ouml;hne des einstigen Reformers Deng Xiaoping findet sich in den Papieren. Zudem sind etliche Mitglieder des Nationalen Volkskongresses gelistet, genauso wie einige der reichsten M&auml;nner und Frauen des Landes sowie F&uuml;hrungskr&auml;fte staatlicher Unternehmen, die in Korruptionsskandale verwickelt waren.<br>\nBei Offshore-Gesch&auml;ften soll es g&auml;ngige Praxis von Politikern sein, Firmen auf Namen von Angeh&ouml;rigen laufen zu lassen, um bei Enth&uuml;llungen nicht selbst mit diesen in Verbindung gebracht werden zu k&ouml;nnen. Auf Anfrage &auml;u&szlig;erte sich keine der betroffenen Politikerfamilien. Die Dokumente belegen auch, wie viel M&uuml;he einflussreiche Chinesen offenkundig darauf verwenden, ihren Reichtum vor den Augen der &Ouml;ffentlichkeit zu verbergen. Die Unterlagen dokumentieren, dass westliche Banken &ndash; darunter die Schweizer Institute UBS und Credit Suisse sowie die Deutsche Bank &ndash; dabei behilflich waren, f&uuml;r chinesische Kunden klandestine Strukturen in Steueroasen zu errichten und instand zu halten. Die Deutsche Bank teilte auf Anfrage mit, die Kunden w&uuml;rden &ldquo;ihre Steuerangelegenheiten vollumf&auml;nglich regeln und dabei alle Steuergesetze und Meldeverpflichtungen befolgen&rdquo;. Credit Suisse &auml;u&szlig;erte sich auf Nachfrage nicht zu dem Sachverhalt. Ein Sprecher der UBS betonte, die internen Regularien der Bank geh&ouml;rten &ldquo;zu den striktesten der Branche&rdquo;. In den Unterlagen finden sich mehr als 21.000 Offshore-Firmen von Kunden aus China und Hongkong. Auf diesem Weg werden h&auml;ufig auch Schmiergelder oder gro&szlig;e Verm&ouml;gen au&szlig;er Landes gebracht. Sch&auml;tzungen zufolge wurden seit dem Jahr 2000 Gelder und Firmenanteile im Wert von bis zu vier Billionen Dollar aus der Volksrepublik verschoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/offshore-leaks-chinas-elite-hortet-geld-in-steueroasen-1.1868433\">SZ<\/a>\n<p>Siehe auch <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/interaktive-grafik-zu-offshore-leaks-geheime-geschaefte-der-maechtigen-und-reichen-1.1866146\">die Interaktive Grafik der SZ zu den geheimen Gesch&auml;ften der M&auml;chtigen und Reichen Chinas<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> An diesem Land ist alles gro&szlig;, so auch die Korruption. Mehr als eine Million Funktion&auml;re sollen schon Frau, Kinder und zusammengeraffte Bestechungsgelder au&szlig;er Landes gebracht haben. Man darf gespannt sein, wie der normale chinesische B&uuml;rger auf solche Nachrichten reagieren wird. Wer wei&szlig;, vielleicht sogar mit Bewunderung &ndash; wie im Falle Berlusconis in Italien. Vor allem aber werden sie sich den Prozess gegen den Korruptionsbek&auml;mpfer und Rechtsanwalt Xu Zhiyong&nbsp;vor Augen halten, der von den Funktion&auml;ren der KP die Offenlegung ihrer Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse verlangt und seit Mittwoch mit seinen Mitstreiten wegen &ldquo;St&ouml;rung der &ouml;ffentlichen Ordnung&rdquo; angeklagt ist. F&uuml;r uns sind diese Vorg&auml;nge nur ein weiterer Beleg daf&uuml;r, dass global agierende Banken kriminelle Strukturen sch&uuml;tzen. &ndash; Der Tages-Anzeiger hat die Situation am Beispiel von Tochter und Sohn von Ex-Premier Wen Jiabao konkretisiert:<\/em><br>\n<em><a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/unternehmen-und-konjunktur\/OffshoreLeaks-Die-Geschaefte-der-CS-mit-den-PotentatenKindern-\/story\/23187694\">Offshore-Leaks: Die Gesch&auml;fte der CS mit den Potentaten-Kindern<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Offshore-Leaks China: Dubisoe Gesch&auml;fte der Familie Wen<\/strong><br>\nSeine Kinder sollen f&uuml;r Geld vieles m&ouml;glich machen. Selbst Vater Wen Jiabao, Chinas Ex-Premier, distanziert sich von ihren Deals. In den Offshore-Leaks-Unterlagen findet sich nun eine verr&auml;terische E-Mail.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/offshore-leaks-china-familie-wen-im-offshore-paradies-1.1868108\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Internet: China zensiert Offshore-Leaks-Berichte<\/strong><br>\nDie Internetseite der S&uuml;ddeutschen Zeitung ist in China teilweise nicht erreichbar. SZ-Artikel verschwinden von chinesischen Seiten. Auch Medienpartner werden zensiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/internet-china-zensiert-offshore-leaks-berichte-1.1868616\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Folter und die Verantwortung der Medien<\/strong><br>\nDer Report &uuml;ber die Gefangenenmorde wurde von einer bekannten Londoner Kanzlei als Rechtsgutachten im Auftrag des Emirats Katar erstellt. Katar unterst&uuml;tzt syrische Rebellen. Es handelt sich also um einen interessengeleiteten Auftrag, und die Informationen wurden mit Bedacht zun&auml;chst dem US-Sender CNN und dem britischen Guardian zugeleitet. Ist der Report deshalb in Wahrheit Propaganda? Der Tag der Ver&ouml;ffentlichung und der Auftaggeber der Studie k&ouml;nnten darauf schlie&szlig;en lassen. Jedoch: Nur weil der Zeitpunkt der Ver&ouml;ffentlichung im Interesse einer der Konfliktparteien liegt, muss die darin enthaltene Information nicht falsch sein.<br>\nDie Studie ist von drei sehr renommierten ehemaligen Chefankl&auml;gern von UN-Tribunalen vorgelegt worden, die gro&szlig;e Erfahrung bei der Untersuchung von Kriegsverbrechern haben. Um die Informationen zu pr&uuml;fen, zogen sie weitere Experten, darunter Forensiker und Fotospezialisten, zu Rate. Sie sprachen ausf&uuml;hrlich mit der Quelle der Bilder, dem gefl&uuml;chteten Polizeifotografen mit dem Decknamen &ldquo;Caesar&rdquo;. Sie kommen zu klaren Schl&uuml;ssen, was die Glaubw&uuml;rdigkeit des Informanten und seines Materials angeht &ndash; mit aller gebotenen Vorsicht, beispielsweise was die Zahlenangabe von 11.000 get&ouml;teten Gefangenen angeht, die nicht &uuml;berpr&uuml;fbar ist. Ihre Anschuldigungen erscheinen daher weder leichtfertig, noch sind sie einfach von der Hand zu weisen. Und sie entsprechen den Berichten, die seit Jahrzehnten &uuml;ber Folter in Syrien bekannt sind. Deshalb hat sich die taz dazu entschlossen, diese Berichte so ernst zu nehmen, wie es angebracht ist, und ausf&uuml;hrlicher als sonst dar&uuml;ber zu berichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2014%2F01%2F22%2Fa0039&amp;cHash=2e36a3c00cb2baad855f148f37459c80\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-20010","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20010","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20010"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20010\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20013,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20010\/revisions\/20013"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20010"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20010"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20010"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}