{"id":2014,"date":"2007-01-15T08:59:37","date_gmt":"2007-01-15T07:59:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2014"},"modified":"2007-01-15T09:01:29","modified_gmt":"2007-01-15T08:01:29","slug":"hinweise-des-tages-305","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2014","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>SPD und Union einigen sich (mal wieder) auf letzte Details der Gesundheitsreform: Gewinner nach Punkten sind alles in allem die Union und die hinter ihr stehenden Interessenverb&auml;nde<\/strong>\n<ul>\n<li>Die Ver&auml;nderungen f&uuml;r die PKV werden um ein Jahr auf 2009 verschoben &ndash; ein Stich f&uuml;r die Union. Von dann an m&uuml;ssen die Privatunternehmen all ihren Versicherten und denen, die es werden k&ouml;nnten, eine Police zu bezahlbarem Preis und ohne Gesundheitscheck anbieten, den so genannten Basistarif. Aber nur sechs Monate lang, dann wird der Basistarif praktisch wieder geschlossen &ndash; noch ein Stich f&uuml;r die Union. Der Wettbewerb, den sich die SPD so sehnlichst f&uuml;r die Privaten w&uuml;nschte, bleibt so auf ein halbes Jahr beschr&auml;nkt. Als Gegenleistung f&uuml;r ihr Einknicken bei den privaten Versicherungsunternehmen durfte Schmidt eine Versicherungspflicht pr&auml;sentieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/01\/13\/a0123.1\/textdruck\">taz<\/a><\/li>\n<li>Karl Lauterbach: Gewinner sind klar die privaten Krankenversicherungen, die PKV also, weil sie nicht in den Gesundheitsfonds einzahlen, weil es bei der Zweiklassenfinanzierung bleibt und weil der Basistarif innerhalb der PKV nur sechs Monat offen bleibt und danach eher die gesetzlichen Krankenversicherungen geschw&auml;cht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/01\/13\/a0122.1\/textdruck\">taz<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Sonntagsgespr&auml;ch mit der Kanzlerin im DLF: Fetisch &bdquo;Ver&auml;nderungen&ldquo;<\/strong><br>\nMerkel: &bdquo;Wir hatten eine Klausurtagung des Kabinetts und wir sind ganz entschieden der Meinung, dass 2007 wieder ein Jahr von Ver&auml;nderungen sein muss. Die Ver&auml;nderungen sind aus unserer Sicht wesentliche Voraussetzungen daf&uuml;r, dass die Arbeitslosigkeit weiter sinken kann. Und ich bitte einfach auch die Menschen im Lande, nicht jede Ver&auml;nderung immer nur als Zumutung zu begreifen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/idw_dlf\/582145\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> &bdquo;Ver&auml;nderungen&ldquo; als inhaltsloser Fetisch. Wie sollten die &bdquo;Menschen im Lande&ldquo; angesichts der bisherigen &bdquo;Ver&auml;nderungen&ldquo; die Ank&uuml;ndigung weiterer Ver&auml;nderungen nicht als Zumutung begreifen. Siehe <a href=\"?p=1971\">&bdquo;Die Reformen greifen! Aber wo greifen sie hin?&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>DGB-Experte Reinhard Dombre &uuml;ber den Boom der Zeitarbeit und Grenzen der Tarifvertr&auml;ge<\/strong><br>\nDie Entwicklung ist zum Teil Besorgnis erregend. Wir sehen, dass billige Zeitarbeiter in den Unternehmen immer h&auml;ufiger Stammkr&auml;fte verdr&auml;ngen. Auf Dauer wird dies das gesamte Tarifgef&uuml;ge in Industrie, Handwerk und Dienstleistungen kaputt machen. In vielen Betrieben gibt es l&auml;ngst eine Zwei-Klassen-Gesellschaft: Hier die Kernbelegschaft, die den Branchentarifvertr&auml;gen unterliegt und zum Beispiel Zugang zur Qualifizierung hat. Und da die wachsende Zahl derer, die im Dienste von Zeitarbeitsfirmen stehen, deutlich weniger verdienen und von denen sich die Entleihbetriebe jederzeit ger&auml;uschlos trennen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/.bin\/_print.php\/berliner-zeitung\/print\/wirtschaft\/619894.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>&Uuml;ber Korruption, Bestechung und das Verschwindenlassen von unerw&uuml;nschten Studienergebnissen in der Pharmaindustrie<\/strong><br>\nEin Pharmamanager packt aus<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/01\/12\/a0260.1\/textdruck\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/01\/12\/a0259.1\/textdruck\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Korruptionsverdacht gegen Manager von Aldi, Tengelmann und Metro<\/strong><br>\nVertreter namhafter Handelsketten sind unter Korruptionsverdacht in Zusammenhang mit der Einf&uuml;hrung des Dosenpfands geraten. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat vor wenigen Wochen Ermittlungen gegen vier langj&auml;hrige Manager der Handelskonzerne Aldi, Tengelmann und Metro wegen des Verdachts der Vorteilsgew&auml;hrung eingeleitet. Die Unternehmen waren bis Januar 2005 Gesellschafter des M&uuml;llkonzerns Duales System Deutschland (DSD). Das Unternehmen, bekannt als &ldquo;Gr&uuml;ner Punkt&rdquo;, opponierte jahrelang gegen das Dosenpfand. Den Beschuldigten wird zur Last gelegt, im November 2001 dem damaligen s&auml;chsischen Wirtschaftsminister Kajo Schommer (CDU), einem erkl&auml;rten Gegner des Dosenpfands, einen DSD-Beratervertrag zugeschanzt zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/0,1518,459524,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Gro&szlig;industrie ist seit Jahren in deutschen Ministerien vertreten und hat dort Einfluss auf die Gesetzgebung<\/strong><br>\nSie arbeiten in den meisten Bundesministerien; sie haben eigene Schreibtische und Telefone wie Beamte; sie schreiben an Gesetzen mit; sie bringen durch ihre Einflussnahme die Souver&auml;nit&auml;t in Gefahr. Die dauerhafte Pr&auml;senz von Industrie- und Wirtschaftsvertretern in Ministerien sorgt in Deutschland seit Jahren f&uuml;r immer neue Skandale und Diskussionen. Ge&auml;ndert hat sich dadurch aber wenig, wie zwei Anfragen im Bundestag aus den vergangenen Wochen belegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/24\/24394\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Buchbesprechung: Magnus-Sebastian Kutz: &ldquo;Public Relations oder Propaganda? Die &Ouml;ffentlichkeitsarbeit der US-Administration zum Krieg gegen den Irak 2003&rdquo;<\/strong><br>\nDie T&auml;uschung der Welt ging also mit der Selbstt&auml;uschung der Handelnden einher. Denn letztlich regierten die k&uuml;nstlich geschaffenen Bilder, Argumentationszusammenh&auml;nge und Sachzw&auml;nge die Realit&auml;t. Sie wurden wahr dadurch, dass sie in den Kreislauf der &ouml;ffentlichen Kommunikation gepumpt wurden, fortan Bestandteil des Diskurses waren und irgendwann als &ldquo;Fakten&rdquo; selbst zu ihren Urhebern zur&uuml;ckflossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/01\/13\/a0200.1\/textdruck\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Die eindimensionale &ouml;konomische Welt des Professor Sinn<\/strong><br>\nDass die L&ouml;hne durch die Einf&uuml;hrung der negativen Einkommensteuer sinken, ist ja gew&uuml;nscht und notwendig, denn nur so entstehen zus&auml;tzliche Jobs. Und wenn die L&ouml;hne allgemein sinken, dann m&uuml;ssen eben die Lohnersatzleistungen (Alg II) f&uuml;r diejenigen, die arbeitsf&auml;hig sind, aber nicht arbeiten, obwohl es Jobs gibt (?), gesenkt werden. Denn das Arbeitslosengeld II sei bereits eine negative Einkommensteuer, nur eine sehr schlechte. Man muss den Tarifverlauf ver&auml;ndern, um die von ihm implizierten Mindestlohnanspr&uuml;che zu senken.<br>\nAls Notanker will Sinn die M&ouml;glichkeit bieten, das Arbeitslosengeld II in heutiger H&ouml;he weiter zu beziehen, wenn der Arbeitslose daf&uuml;r acht Stunden am Tag f&uuml;r die Gemeinde arbeitet oder sich &uuml;ber Zeitarbeitsfirmen zu einem frei aushandelbaren Honorarsatz an die Privatwirtschaft vermitteln l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/pswiwo\/fn\/ww2\/sfn\/buildww\/id\/125\/id\/239741\/fm\/0\/artpage\/0\/artprint\/0\/SH\/0\/depot\/0\/index.html\">wiwo.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> &bdquo;Wenn man ein solches Programm realisiert, wird die Arbeitslosigkeit in Deutschland verschwinden, und zwar &uuml;berall, nicht nur bei den gering Qualifizierten&ldquo;, meint Sinn. Es ist halt die alte neoliberale Leier: Arbeitslosigkeit sei das Ergebnis zu hoher Entgeltanspr&uuml;che. Dies gelte insbesondere f&uuml;r die Arbeitslosigkeit von gering Qualifizierten. Die Angebotstheoretiker haben auf die Arbeitslosigkeit immer nur eine Antwort: Senkung der Lohnkosten. Einmal abgesehen von der D&uuml;rftigkeit des theoretischen Gehalts dieser These hat auch die Empirie diese Behauptung in den letzten zehn Jahren l&auml;ngst widerlegt. Denn in diesem Zeitraum sind gerade in Deutschland die L&ouml;hne im unteren Bereich drastisch gesunken, und es gibt immer mehr Niedrigl&ouml;hne. Und dennoch ist die Arbeitslosigkeit der gering Qualifizierten am st&auml;rksten angestiegen. Die besonders hohe Arbeitslosigkeit von gering Qualifizierten liegt daran, dass sie bei anhaltender Massenarbeitslosigkeit und &Uuml;berangebot an Arbeitskr&auml;ften von den Qualifizierteren und Leistungsf&auml;higeren auch aus den Jobs verdr&auml;ngt werden, f&uuml;r die sie grunds&auml;tzlich geeignet sind. Tats&auml;chlich liegt die Massenarbeitslosigkeit an der anhaltenden Wachstumsschw&auml;che und der zu schwachen Entwicklung der Binnennachfrage. Die L&ouml;hne sind nicht zu stark, sondern sie zu wenig gestiegen &ndash; wegen des Drucks der Arbeitslosigkeit und einer immensen Ausweitung der Niedrigl&ouml;hne. Die negative Einkommensteuer, d.h. die Befreiung der Minijobs von Arbeitnehmerbeitr&auml;gen zur Sozialversicherung und von der Lohnsteuer, ist in Wirklichkeit haupts&auml;chlich eine Subventionierung der Arbeitgeber. Denn weil sie geringere Abz&uuml;ge haben, akzeptieren Minijobber niedrigere Bruttol&ouml;hne als andere Besch&auml;ftigte. Das Ergebnis w&auml;re mehr Besch&auml;ftigung im Niedriglohnsektor durch noch niedrigere L&ouml;hne. Die Abw&auml;rtsspirale beim Lohn w&uuml;rde nicht gestoppt, sondern noch beschleunigt werden, sie f&uuml;hrte zu einem verst&auml;rkten Druck auf die L&ouml;hne im unteren Bereich, der bis in mittlere Einkommensbereiche ausstrahlen w&uuml;rde. Aber das ist nach Sinn ja gerade &bdquo;gew&uuml;nscht&ldquo;.<br>\nSiehe dagegen auch die <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/asfo\/03980.pdf\">Studie des IAT [PDF &ndash; 1.2 MB]<\/a> und die <a href=\"http:\/\/www.arbeitnehmerkammer.de\/sozialpolitik\/doku\/01_aktuell\/ticker\/2007\/2007_01_08_verdi.pdf\">Argumente von ver.di [PDF &ndash; 144 KB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Michael Hartmann zur Exzellenzinitiative: Die meisten Unis werden verlieren<\/strong><br>\nDie staatliche F&ouml;rderung der einzelnen Eliteunis wird auch eine Umverteilung anderer Gelder wie vor allem der Drittmittel zugunsten der Gewinner nach sich ziehen. Die meisten Hochschulen werden dadurch aber ins finanzielle Abseits gedr&auml;ngt. Sie &uuml;bernehmen dann nur noch die schnelle Ausbildung der gro&szlig;en Studierendenmehrheit und verlieren ihre Bedeutung f&uuml;r die Forschung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/01\/13\/a0052.1\/textdruck\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>UN-Studie liefert Daten zum Verh&auml;ltnis von Armut und Reichtum in der Welt von heute.<\/strong><br>\nDas World Institute for Development Economics Research (WIDER) der UN-Universit&auml;t in Helsinki hat die globale Verteilung des Reichtums f&uuml;r die erwachsene Weltbev&ouml;lkerung im Blick auf Haushaltsverm&ouml;gen (netto, nach Abzug der Schulden) untersucht. Danach geh&ouml;ren den obersten zehn Prozent gut 85 Prozent des Weltverm&ouml;gens. Wer sich zu dieser Gruppe rechnen darf, besitzt im Durchschnitt 40 mal mehr als der Weltdurchschnittsb&uuml;rger. In der unteren H&auml;lfte dieser Pyramide muss sich die H&auml;lfte der erwachsenen Weltbev&ouml;lkerung hingegen mit gerade einmal einem Prozent des Weltverm&ouml;gens begn&uuml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/freitag.de\/2007\/02\/07020601.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Legende von der chinesischen Bedrohung<\/strong><br>\nUntergangsszenarien erfreuen sich in den deutschen Medien gro&szlig;er Beliebtheit. Waren es zu Beginn der 1980er Jahre noch die Japaner, die nach Ansicht des ehemaligen Wirtschaftsministers Otto Graf Lambsdorff und anderer den Standort Deutschland massiv unter Druck setzten, so wechselte die Bedrohung zehn Jahre sp&auml;ter auf die &bdquo;kleinen asiatischen Tiger&ldquo; S&uuml;dkorea, Singapur und Malaysia und wiederum zehn Jahre danach auf Indien und vor allem China &uuml;ber, die nach Meinung des &bdquo;Spiegel&ldquo; zu den neuen &bdquo;Masters of the Universe&ldquo; heranreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew-osnabrueck.de\/PAUKOS\/2-2006\/Die%20Legende%20von%20der%20chinesischen%20Bedrohung.pdf\">PAUKOS 02\/2006 [PDF &ndash; 140 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Pro und contra: Wird Venezuela zur Diktatur?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/01\/12\/a0204.1\/textdruck\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen von Volker Bahl:<\/strong> Ich tue mich erst einmal schwer, auf diese s&uuml;damerikanischen Verh&auml;ltnisse das Wort &ldquo;Diktatur&rdquo; anzuwenden. &ldquo;Altdemokratische&rdquo; Traditionen findet man dort kaum irgendwo. Von Chavez habe ich &ndash; anders als etwa von manchem vom Westen hofierten Demokraten &agrave; la Pinochet &ndash; noch nicht geh&ouml;rt, dass er politische Gegner einsperren, foltern und &ldquo;verschwinden&rdquo; l&auml;sst (eine bisher sehr &uuml;bliche Praxis auch bei sog. &ldquo;Demokratien&rdquo; in S&uuml;damerika). Eine stark ausgepr&auml;gte katholische Kultur st&auml;rkt auch sicher dieses &ldquo;Autorit&auml;ts&rdquo;-Geprotze. Aber wieso soll man jetzt diese Tradition allein diesem Chavez anlasten.<br>\nChavez tut vielerlei Gutes und Richtiges &ndash; wie auch Stiglitz bemerkt &ndash; mit in unseren Augen nicht immer ganz feinen Mitteln.<br>\nDas R&uuml;ckg&auml;ngigmachen der ganzen Privatisierungen per Staatsdekret halte ich f&uuml;r kein gravierendes Problem &ndash; au&szlig;er dass man das Parlament der M&uuml;he enthebt, &uuml;berhaupt &uuml;ber so etwas nachzudenken (die meisten Parlamentarier sind eh alle &ldquo;chavinistisch&rdquo;, weil die Opposition die letzten Wahlen boykottiert hat ). Gerade deshalb halte ich es aber nicht f&uuml;r &ldquo;sauber&rdquo;, dass er den popul&auml;rsten Sender, weil er auf kritischen Kurs zu ihm bleibt, abstellen lassen will. Wenn schon keine vern&uuml;nftige politische Opposition mehr funktioniert, sollte dieses &ldquo;Ventil&rdquo; erhalten bleiben.<br>\nChavez macht &ndash; verglichen mit s&uuml;damerikanischen &bdquo;Verh&auml;ltnissen&ldquo; &ndash; eine ziemlich gute Politik, aber man muss ihn bei einzelnen Ma&szlig;nahmen durchaus kritisieren.<br>\nAls &bdquo;Diktator&ldquo; o.&auml;. w&uuml;rde ich ihn nicht bezeichnen, aber man sollte und muss gewisse autorit&auml;re Z&uuml;ge an ihm kritisieren.<br>\nWo gibt es in Europa ein Vorbild f&uuml;r mehr soziale Gerechtigkeit, das wir ihm glaubhaft anbieten k&ouml;nnten?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>RTL-Moderator G&uuml;nther Jauch wird in der ARD keinen Polittalk &uuml;bernehmen. Gut f&uuml;r die ARD: Denn andere Nachfolger sind l&auml;ngst im Gespr&auml;ch<\/strong><br>\nDa die ARD darauf gedrungen habe, er solle &ldquo;journalistisch exklusiv&rdquo; im Ersten t&auml;tig sein und noch eine weitere Sendung &uuml;bernehmen, zog der RTL-Moderator zur&uuml;ck. &Uuml;ber seine in der ARD stets umstrittenen Werbevertr&auml;ge (SKL-Lotterie, Krombacher Bier, Telekom) hatte man zwar offenbar Einigung erzielen k&ouml;nnen &ndash; Jauch wollte sie &uuml;berwiegend ruhen lassen. Aber f&uuml;r die ARD sein Engagement bei RTL ruhen zu lassen (&ldquo;Wer wird Million&auml;r?&rdquo;, &ldquo;stern tv&rdquo;), das ging dann doch zu weit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/01\/12\/a0169.1\/textdruck\">taz<\/a>\n<p><em>Anmerkung: Im Gespr&auml;ch sind wieder mal nur die &bdquo;&uuml;blichen Verd&auml;chtigen&ldquo; Plasberg oder der Werbefachmann Beckmann. Warum denkt man eigentlich in der ARD nicht einmal auch an einen kritischeren, politischen Journalisten oder eine Journalistin etwa vom Magazin Monitor, die sich beruflich mit Politik und weniger mit Show besch&auml;ftigen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber die Krise im Bl&auml;tterwald und den Arbeitskampf in der FR<\/strong><br>\nDie &raquo;gute alte Tante&laquo; Rundschau kreiselt vor sich hin, un&uuml;bersehbar auf der Suche nach Konzept und Profil, das ihr aus der Krise helfen k&ouml;nnte: Geneigte LeserInnen bedauern den sinkenden Umfang eigenst&auml;ndiger Recherche in der FR und bef&uuml;rchten, dass ihr &raquo;Alleinstellungsmerkmal&laquo; als linksliberale Tageszeitung im Zuge der immer kurzlebigeren &rsaquo;Modellwechsel&lsaquo; verloren gehen k&ouml;nnte, frei nach dem Motto: mehr Luft &ndash; weniger Text = weniger Substanz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/branchen\/medien-it\/fr_interview.html\">LabourNet.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Widerstand bei den &ouml;sterreichischen Sozialdemokraten gegen den Koalitionsvertrag: Wir sind die SP&Ouml;<\/strong>\n<p>Es gibt <\/p>\n<ul>\n<li>keine R&uuml;cknahme der Pensionsk&uuml;rzungsreform,<\/li>\n<li>keine abschlagsfreie Pension nach 45 Arbeitsjahren,<\/li>\n<li>keine Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren,<\/li>\n<li>kein neues Geld f&uuml;r Kinderg&auml;rten,<\/li>\n<li>keine Anhebung der Gewinn- und Verm&ouml;genssteuern,<\/li>\n<li>keine Abbestellung der Eurofighter<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die &Ouml;VP hat daf&uuml;r durchgesetzt <\/p>\n<ul>\n<li>eine Verl&auml;ngerung der H&ouml;chstarbeitszeiten auf 12 Stunden\/Tag,<\/li>\n<li>Ausweitung der Laden&ouml;ffnungszeiten,<\/li>\n<li>eine Aufweichung des Lehrlingsschutzes,<\/li>\n<li>die versch&auml;rfte Schikanierung von Arbeitslosen und<\/li>\n<li>kein Kurswechsel in der fremdenfeindlichen schwarzen Asylpolitik<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wirsindspoe.at\/was.html\">Wir sind SP&Ouml;<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2014","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2014","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2014"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2014\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2014"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2014"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2014"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}