{"id":2020,"date":"2007-01-17T07:16:07","date_gmt":"2007-01-17T06:16:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2020"},"modified":"2019-02-15T13:14:42","modified_gmt":"2019-02-15T12:14:42","slug":"die-sozialstaatsreformer-vor-der-grosen-weltwirtschaftskrise-vertraten-nicht-nur-dieselben-konzepte-sie-trugen-ironie-der-geschichte-auch-noch-den-gleichen-namen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2020","title":{"rendered":"Die Sozialstaatsreformer vor der gro\u00dfen Weltwirtschaftskrise vertraten nicht nur dieselben Konzepte, sie trugen \u2013 Ironie der Geschichte &#8211; auch noch den gleichen Namen"},"content":{"rendered":"<p>Peter Hartz, fr&uuml;her Personalvorstand des gr&ouml;&szlig;ten Automobilkonzerns in Europa, Leiter der Kommission &bdquo;Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt&ldquo; und Miturheber der nach ihm benannten vier Gesetze (Hartz I-IV), steht wegen seiner Verwicklung in den sog. VW-Skandal um &bdquo;Lustreisen&ldquo; f&uuml;r Manager wie Betriebsr&auml;te vor Gericht und mit einem Bein im Gef&auml;ngnis. Hier geht es allerdings weder um ihn als Person noch um sein Konzept, das die Arbeitslosigkeit nicht verringert, aber die Armut erh&ouml;ht hat, sondern um einen Namensvetter von Peter Hartz, der bisher weitgehend unbekannt, aufgrund seiner Rolle als geistiger Vorl&auml;ufer aktueller und Pionier w&auml;hrend der Weimarer Republik entwickelter &bdquo;Reformpl&auml;ne&ldquo; jedoch sehr interessant ist. Es mutet wie ein Treppenwitz der Geschichte an, dass die &bdquo;Sozialstaatsreformer&ldquo; damals und heute denselben Familiennamen hatten. Christoph Butterwegge hat uns die Langfassung seines heute in der FR ver&ouml;ffentlichten Beitrags zur Verf&uuml;gung gestellt.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Hartz &ndash; ein historischer R&uuml;ckblick<\/strong><\/p><p>Von Christoph Butterwegge<\/p><p>Schon bevor die Weltwirtschaftskrise 1929\/32 das Sozialsystem der Weimarer Republik bis ins Mark ersch&uuml;tterte, traten Kritiker des Wohlfahrtsstaates auf den Plan, die seine Leistungsf&auml;higkeit in Zweifel zogen und &ndash; ganz &auml;hnlich wie heute &ndash; statt &ouml;ffentlicher Verantwortung f&uuml;r die Hilfesuchenden mehr Privatinitiative forderten. Einer davon hie&szlig; &ndash; man h&ouml;re und staune &ndash; Gustav Hartz, geh&ouml;rte der DNVP an und war 1924 f&uuml;r ein paar Monate Reichstagsabgeordneter. 1928 erschien sein Buch &bdquo;Irrwege der deutschen Sozialpolitik und der Weg zur sozialen Freiheit&ldquo;, in dem Hartz viele Fragen stellte, die heute neoliberalen Kritikern des Sozialstaates auf den N&auml;geln brennen, auch wenn er noch nicht dieselben Antworten (z.B. Einf&uuml;hrung der Praxisgeb&uuml;hr) wie sie gab: &bdquo;Geht man nicht bedenkenlos ein dutzendmal zum Arzt, wenn einmal gen&uuml;gte &ndash; nur weil es die Kasse bezahlt?&ldquo; Hartz sah &uuml;berall &bdquo;Faulenzer und Dr&uuml;ckeberger&ldquo; den Sozialstaat pl&uuml;ndern, f&uuml;r die &bdquo;kein denkender Arbeiter einen Pfennig Arbeitslosenbeitr&auml;ge bezahlen&ldquo; wolle. &Uuml;berhaupt stelle der damals gerade erst geschaffene Versicherungszweig f&uuml;r die Lohnarbeiter &bdquo;kein gutes Gesch&auml;ft&ldquo; dar. Um &bdquo;den Mi&szlig;brauch der ungerechten und unn&ouml;tigen Inanspruchnahme&ldquo; unterbinden zu k&ouml;nnen bzw. &bdquo;asoziale Elemente&ldquo; nicht mehr &bdquo;auf allgemeine Unkosten reisen&ldquo; zu lassen, wollte Hartz die Hilfe auf Bed&uuml;rftige konzentrieren, was er in seinem n&auml;chsten Buch &bdquo;Neue Wege der Sozialpolitik&ldquo; sozialdarwinistisch begr&uuml;ndete: &bdquo;Eine soziale Politik darf nicht mit der Sorge um die Kranken, Invaliden, Witwen, Waisen und Arbeitslosen die F&ouml;rderung der Lebenst&uuml;chtigen, Leistungsf&auml;higen und Arbeitenden vergessen.&ldquo; Wer w&uuml;rde da nicht an die Parole &bdquo;Leistung muss sich wieder lohnen&ldquo; denken, die Kurt Beck k&uuml;rzlich erneut in die Debatte gebracht hat?<\/p><p>Wortreich klagte Gustav Hartz &uuml;ber &bdquo;die Bleigewichte des B&uuml;rokratismus&ldquo;, kritisierte angeblich viel zu hohe Verwaltungskosten der Sozialversicherung und forderte eine Abkehr von dem Glauben, &bdquo;da&szlig; der Staat alles selber machen mu&szlig;.&ldquo; Die damalige prek&auml;re Situation der Sozialversicherung erschien ihm als Finanz-, mehr noch als Vertrauenskrise, welche alle Beteiligten erfasst habe. Einer der Lieblingsbegriffe, die Hartz st&auml;ndig verwendete, hie&szlig; &bdquo;Reform&ldquo;. Manchmal sprach er allerdings von einer &bdquo;Revolution&ldquo;, um damit grundlegende Ver&auml;nderungen des Systems zu kennzeichnen, die seiner Meinung nach unabdingbar waren.<\/p><p>Gustav Hartz tat, was damals eher ungew&ouml;hnlich war: Er fragte, welche Rendite die Zahlungen der Arbeitnehmer in die Sozialversicherung abwarfen und ob eine selbst angesparte, kapitalgedeckte Rente nicht mehr Gewinn verspreche. Au&szlig;erdem machte sich Hartz &ndash; hiermit gleichfalls modern wirkend &ndash; f&uuml;r &bdquo;eigenverantwortliche Selbsthilfe&ldquo; der Arbeitnehmer stark. In den Vordergrund r&uuml;ckte Hartz die &bdquo;Eigenverantwortung&ldquo;, von der man heute wieder h&auml;ufig spricht, um damit zu bem&auml;nteln, dass sich &Auml;mter und Beh&ouml;rden immer mehr aus der Verantwortung stehlen, die ihnen das Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes auferlegt. Die &bdquo;staatliche Zwangsversicherung&ldquo; wollte Hartz abschaffen und ein System der privaten Vorsorge errichten, das auf Zwangssparen hinauslief. Hiervon versprach sich Hartz einen Mentalit&auml;tswandel, der die abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten mit dem bestehenden Wirtschaftssystem auss&ouml;hnen sollte: &bdquo;Es erscheint mir fraglos, da&szlig; eine ganz andere Auffassung bei den Arbeitnehmern &uuml;ber den Wert des Kapitals und bez&uuml;glich der Verantwortung f&uuml;r seinen Verbrauch und seine Mehrung entstehen mu&szlig;, wenn jeder das Wachsen seines Kapitals t&auml;glich bzw. w&ouml;chentlich vor Augen hat.&ldquo; Hier liegt eine Hauptgemeinsamkeit zwischen Gustav und Peter Hartz: Beide wollten die Arbeiterschaft in das kapitalistische Gesellschaftssystem integrieren &ndash; sei es durch die Bildung von Eigentum, sei es durch relativ hohe L&ouml;hne f&uuml;r die Stammbelegschaften (VW-Haustarifvertrag) und eine bis zur Korruption reichende Privilegierung ihrer f&uuml;hrenden Repr&auml;sentanten (Luxus- bzw. Lustreisen f&uuml;r Betriebsr&auml;te).<\/p><p>Klar war Gustav Hartz, dass &Uuml;bergangsschwierigkeiten nicht zu vermeiden sein w&uuml;rden, was er aber in Kauf nehmen zu m&uuml;ssen glaubte &ndash; heute w&uuml;rde man in diesem Zusammenhang von &bdquo;schmerzhaften Reformen&ldquo; sprechen und sie mit diesem Argument gerade als notwendige Radikalkur empfehlen. Die &bdquo;grundst&uuml;rzende &Auml;nderung&ldquo; ben&ouml;tige &bdquo;eine geh&ouml;rige Portion Mut beim Gesetzgeber&ldquo;, damit dieser nicht vor den vielen zu erwartenden &bdquo;Wenns&ldquo; und &bdquo;Abers&ldquo; zur&uuml;ckschrecke, befand Gustav Hartz. 75 Jahre sp&auml;ter bildete &bdquo;Mut zur Ver&auml;nderung&ldquo; das Motto der Agenda 2010. Warum es zwangsl&auml;ufig zu &bdquo;sozialen H&auml;rten&ldquo; komme, erl&auml;uterte Hartz anhand des folgenden Beispiels, das bei der Einf&uuml;hrung der kapitalgedeckten Riester-Rente gleichfalls zu h&ouml;ren war: &bdquo;Einem im vorgeschrittenen Alter von etwa 40 bis 50 Jahren stehenden Arbeitnehmer bleibt nicht mehr Zeit genug, um mit der Ersparung seiner Sozialbeitr&auml;ge ein f&uuml;r Alter und Krankheit ausreichendes Sparkapital zusammenzubringen.&ldquo; <\/p><p>An die Stelle der Sozialversicherung wollte Gustav Hartz &bdquo;soziale Gemeinschaften&ldquo; (Gewerkschaften, Arbeitgeberverb&auml;nde, Genossenschaften, Religionsgemeinschaften usw.) mit von ihnen betriebenen &bdquo;Sozialsparkassen&ldquo; treten lassen. Die einen Zankapfel der Politik bildenden Arbeitgeberbeitr&auml;ge zur Sozialversicherung sollten dem Bruttolohn zugeschlagen, davon 15 Prozent als Sparbetrag abgef&uuml;hrt werden. Hartz hoffte, dies w&uuml;rde zur Folge haben, dass der st&auml;ndige Streit &uuml;ber die &bdquo;soziale Belastung der Wirtschaft&ldquo; (heute hie&szlig;e es: die Explosion der Lohnnebenkosten) unterbliebe. Unklar blieb, wie ein Wegfall der Arbeitgeberbeitr&auml;ge angesichts des Machtvorsprungs der Unternehmer durch Lohn- und Gehaltssteigerungen kompensiert werden sollte. Auch w&uuml;rde sich der durch die Hinweise auf &uuml;berh&ouml;hte, im Weltma&szlig;stab nicht &bdquo;konkurrenzf&auml;hige&ldquo; Lohnnebenkosten entfachte Druck des Kapitals nur andere Kan&auml;le zur Entladung suchen. Statt der Personalzusatz- st&uuml;nden vermutlich die Lohnkosten dann selbst noch st&auml;rker als bisher im Brennpunkt von Kampagnen.<\/p><p>F&uuml;r die Ende der 20er-\/Anfang der 30er-Jahre drastisch wachsende Arbeitslosigkeit machte Gustav Hartz die Weimarer Republik, ihr &bdquo;unf&auml;higes politisches System&ldquo; und das Ausland verantwortlich. Durch all seine Schriften zogen sich rassistische Klischees, antisemitische Stereotypen und ein f&uuml;r die damalige Zeit typischer Kulturpessimismus, wie folgendes Beispiel aus dem 1932 erschienenen Buch &bdquo;Die national-soziale Revolution&ldquo; zeigt: &bdquo;In den Konzertkaffees der Gro&szlig;st&auml;dte spielen Nigger- und andere Auslandskapellen, w&auml;hrend der deutsche Musiker verhungert; polnische Bergarbeiter nehmen unseren deutschen Arbeitern die Arbeit weg, w&auml;hrend die Polen unsere deutschen Br&uuml;der in Oberschlesien zu Tode pr&uuml;geln.&ldquo; Von den Erwerbslosen sprach Gustav Hartz &ndash; in gewisser Weise entsprechende Gedanken seines ber&uuml;hmten Namensvetters vorwegnehmend &ndash; als &bdquo;Kunden&ldquo; (noch in Anf&uuml;hrungszeichen), die sich nach ihrer Entlassung &bdquo;sofort bei der Arbeitsvermittlung zu melden&ldquo; h&auml;tten, damit diese sie kennen lerne und &bdquo;die beste Kontrolle&ldquo; habe.<\/p><p>Hartz wandte sich sowohl gegen Forderungen der Freien Gewerkschaften nach einer Verk&uuml;rzung der Wochenarbeitszeit wie auch gegen (&uuml;berh&ouml;hte) Sozialtransfers f&uuml;r Erwerbslose: &bdquo;Es ist ein geradezu absurder Gedanke, der Arbeitslosigkeit mit Unterst&uuml;tzungsleistungen zu begegnen oder sie damit auch nur mildern zu wollen. Es ist ein absurder Gedanke, die noch vorhandene Arbeit durch Verk&uuml;rzung der Arbeitszeit auf m&ouml;glichst viele Menschen verteilen zu wollen, ein Gedanke, der sich w&uuml;rdig der vom Marxismus verbreiteten Meinung anschlie&szlig;t, dass der Einzelne m&ouml;glichst wenig arbeite, damit er anderen die Arbeit nicht wegn&auml;hme.&ldquo; Um ihrer Sparpflicht nachkommen und gen&uuml;gend Kapital im Rahmen der Sozialkassen ansparen zu k&ouml;nnen, sollten die Arbeitnehmer\/innen laut Hartz t&auml;glich mindestens 9 Stunden im B&uuml;ro oder Betrieb verbringen: &bdquo;Eine Stunde Mehrarbeit am Tage, als Sparstunde gen&uuml;tzt, w&uuml;rde weit sozialer wirken, als der Achtstundentag je an sozialer Wirkung zeitigen kann.&ldquo;<\/p><p>Wenn man den gegenw&auml;rtigen Demografie-Diskurs und das mit ihm verbundene Katastrophenszenario betrachtet, wirkt Gustav Hartz ebenfalls hochaktuell. Hartz f&uuml;hrte Kostensteigerungen und Krisenerscheinungen des von ihm &bdquo;kollektivistisch&ldquo; genannten Sozialversicherungssystems auf die demografische Alterung zur&uuml;ck: &bdquo;Diese &sbquo;Vergreisung&lsquo; unseres Volkes hat eine dauernd steigende Zahl der Rentner und eine fortgesetzt steigende Rentenzahlungsdauer und absinkenden Beitragseingang im Gefolge.&ldquo; Man erlebe gerade das Vorspiel einer Trag&ouml;die, meinte Hartz weiter: &bdquo;In einer Reihe von Jahren sind nicht mehr genug junge beitragszahlende Menschen da, die in der Lage sind, die Summen aufzubringen, die zur Ern&auml;hrung einer immer gr&ouml;&szlig;er werdenden Zahl von Alten und Invaliden n&ouml;tig werden.&ldquo; Entweder m&uuml;ssten die Beitr&auml;ge um nahezu das Doppelte steigen oder die Renten um etwa die H&auml;lfte sinken. Als ein m&ouml;glicher Ausweg erschien Hartz der systematische Aufbau individuell-famili&auml;rer Vorsorge, gekoppelt an die Pflicht zur Selbsthilfe und die pers&ouml;nliche Eigenverantwortung.<\/p><p>Zudem hielt Hartz eine &bdquo;H&ouml;herbesteuerung der Ledigen und Kinderlosen&ldquo; f&uuml;r sinnvoll, die zu fordern man nicht wage, weil &bdquo;der Mut zu einer positiven Bev&ouml;lkerungspolitik&ldquo; fehle. Hans-Werner Sinn, Pr&auml;sident des ifo Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung an der Universit&auml;t M&uuml;nchen, setzt heute gleichfalls auf eine aktive Bev&ouml;lkerungspolitik zur Problembew&auml;ltigung: &bdquo;Wenn es gel&auml;nge, die Geburtenraten auf ein Niveau anzuheben, wie es eine station&auml;re Bev&ouml;lkerung kennzeichnet, dann lie&szlig;e sich die Bev&ouml;lkerung allm&auml;hlich wieder verj&uuml;ngen. Das Rentenproblem w&uuml;rde sich l&ouml;sen, der Arbeitsmarkt w&uuml;rde stabilisiert, und unser Land w&uuml;rde wieder zu der Dynamik bei der Wirtschaft und Wissenschaft zur&uuml;ckkehren, die es einmal besa&szlig;.&ldquo; Um dieses Ziel zu erreichen, will Sinn die Fertilit&auml;tsrate mittels finanzieller Anreize f&uuml;r Familien, aber auch mittels gezielter Sanktionen f&uuml;r Kinderlose steigern. Sinn empfiehlt die Staffelung von Altersrenten nach der Kinderzahl und eine Rentenk&uuml;rzung f&uuml;r Kinderlose auf die H&auml;lfte der &bdquo;normalen&ldquo; H&ouml;he: &bdquo;Wer keine Kinder hat und insofern zu wenig tut, um seine eigene Rente im Umlagesystem zu sichern, muss die Konsequenzen tragen und selbst auf dem Wege der Ersparnis f&uuml;r Ersatz sorgen.&ldquo; Damals schrieb Gustav Hartz &auml;hnlich klingende S&auml;tze, die jedoch noch mehr Pathos enthielten: &bdquo;Mit aller Deutlichkeit mu&szlig; jedem zum Bewu&szlig;tsein gebracht werden, da&szlig; die Zukunft unseres Volkes und Reiches eine ausreichende und gesunde Kinderschar und da&szlig; der Mensch immer noch das wertvollste &sbquo;Produkt&lsquo; ist. Wer an der Zukunft unseres Volkes durch eigene Kinder keinen Anteil hat &ndash; oder haben kann &ndash;, der soll wenigstens die Gegenwart f&uuml;r die Kinderreichen materiell ertr&auml;glich gestalten helfen.&ldquo;<\/p><p>Mit der Zeit r&uuml;ckte Gustav Hartz politisch immer weiter nach rechts. Gleicherma&szlig;en den &bdquo;sozialdemokratischen Marxismus&ldquo; wie das &bdquo;bolschewistische Chaos&ldquo; f&uuml;rchtend, suchte er nunmehr in einem &bdquo;zum Kampfe auf Leben und Tod bereite(n) Nationalismus&ldquo; das Heil. Endziel des &bdquo;v&ouml;lkischen Freiheitskampf(es)&ldquo; sollte der faschistische St&auml;ndestaat sein, wobei Italien unter Mussolini als Vorbild diente. &bdquo;Den Weg aus dem jetzigen Chaos der Arbeitslosigkeit wird nur ein nationaler Staat finden, der Arbeit und Pflicht als Mittel zur nationalen Befreiung und zur L&ouml;sung der sozialen Frage dem Volke zum Bewusstsein zu bringen vermag.&ldquo; Gustav Hartz sprach nicht vom &bdquo;Umbau&ldquo; des Sozialstaates, vielmehr vom &bdquo;Abbau der Sozialversicherung&ldquo; und von einer staatlichen Neuordnung, die einen &bdquo;Sozialstaat des Willens und der Tat&ldquo; hervorbringen sollte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Peter Hartz, fr&uuml;her Personalvorstand des gr&ouml;&szlig;ten Automobilkonzerns in Europa, Leiter der Kommission &bdquo;Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt&ldquo; und Miturheber der nach ihm benannten vier Gesetze (Hartz I-IV), steht wegen seiner Verwicklung in den sog. VW-Skandal um &bdquo;Lustreisen&ldquo; f&uuml;r Manager wie Betriebsr&auml;te vor Gericht und mit einem Bein im Gef&auml;ngnis. Hier geht es allerdings weder um ihn<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2020\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[155,140,40,145],"tags":[1740,273,312,1738,476],"class_list":["post-2020","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-demografische-entwicklung","category-hartz-gesetze-buergergeld-grundsicherung","category-riester-ruerup-taeuschung-privatrente","category-sozialstaat","tag-arbeitsbedingungen","tag-privatvorsorge","tag-reformpolitik","tag-sozialmissbrauch","tag-weltwirtschaftskrise"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2020","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2020"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2020\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49385,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2020\/revisions\/49385"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2020"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2020"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2020"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}