{"id":20244,"date":"2014-01-24T09:49:13","date_gmt":"2014-01-24T08:49:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20244"},"modified":"2015-10-14T15:15:55","modified_gmt":"2015-10-14T13:15:55","slug":"chaos-bei-der-rente-mit-63","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20244","title":{"rendered":"Chaos bei der Rente mit 63"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem bislang nur die Hardliner der Agenda 2010, wie etwa die <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/Presse\/Pressemeldungen\/Chance2020-das-marktwirtschaftliche-Reformpaket.html\">&bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo; (INSM)<\/a> und die Wirtschaftsverb&auml;nde gegen die abschlagsfreie Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren politisch auf die Barrikaden gegangen sind, appellieren nun auch Sozialverb&auml;nde, auf dieses Gesetz zu verzichten. Ausl&ouml;ser f&uuml;r diese denkw&uuml;rdige au&szlig;erparlamentarische &bdquo;gro&szlig;e Koalition&ldquo; zwischen Wirtschafts- und Sozialverb&auml;nden sind Meldungen der Deutschen Rentenversicherung und der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, dass sie die f&uuml;r die Umsetzung des Gesetzes notwendigen Daten angeblich nicht liefern k&ouml;nnen. Die neue Sozialministerin Andrea Nahles setzt darauf, dass die <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/maybrit-illner\/Milliarden-f%C3%BCr-Senioren-wie-gerecht-ist-die-neue-Rente-23-Januar-2014-31584176.html\">Zahlen &bdquo;organisierbar&ldquo; seien<\/a> und die Kanzlerin erkl&auml;rt nach der Meseburger Klausur, dass das ganze Kabinett die Rentenpl&auml;ne unterst&uuml;tze. Doch ist die Debatte um die Rente mit 63 nicht nur &bdquo;hei&szlig;e Luft&ldquo;? Von <strong>Wolfgang Lieb<\/strong><br>\n<!--more--><br>\nDas Chaos ist dadurch entstanden, dass nach dem Referentenentwurf des Sozialministeriums von der Sonderregelung der Rente mit 63 eben jenseits der 45 Beitragsjahre auch noch profitieren soll, wer innerhalb dieser langen Zeitspanne bis zu 5 Jahre ein &ndash; aus der Arbeitslosenversicherung finanziertes &ndash; Arbeitslosengeld bezogen hat oder krankheitsbedingte Ausf&auml;lle in seinem Arbeitsleben hatte. Wer jedoch l&auml;ngere Zeit als Arbeitsloser steuerfinanzierte Unterst&uuml;tzungsleistungen &ndash; also fr&uuml;her die sog. Arbeitslosenhilfe und nach den Hartz-&bdquo;Reformen&ldquo; Arbeitslosengeld II bezogen hat &ndash;  soll nach dem Entwurf von Nahles nicht in den Genuss der abschlagsfreien Rente kommen k&ouml;nnen. <\/p><p>Nun aber erkl&auml;rte die &bdquo;Deutsche Rentenversicherung&ldquo; pl&ouml;tzlich, dass sie nach ihrem Datenbestand von 1978 bis 2001 nicht zwischen dem Bezug von &bdquo;Arbeitslosengeld&ldquo; und der damals sog. &bdquo;Arbeitslosenhilfe&ldquo; unterscheiden k&ouml;nne. Auch bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit seien diese Daten <a href=\"http:\/\/www.all-in.de\/nachrichten\/deutschland_welt\/politik\/Paritaetischer-Gesamtverband-Vorhaben-der-Rente-mit-63-fallen-lassen;art15808,1514735\">nicht zu bekommen<\/a>. Angesichts dieser &bdquo;technischen Probleme&ldquo; bekommen die Kritiker an diesem Gesetz aus allen Lagern wieder neuen Auftrieb. <\/p><p><strong>Wie kam es  zu der Idee einer abschlagfreien Rente mit 63<\/strong><\/p><p>Um das Chaos ein wenig  zu ordnen, ist es vielleicht gut, noch einmal zur&uuml;ckzublicken, wie es zu der Idee der &bdquo;Rente mit 63 nach einem langen Arbeitsleben&ldquo; (Sigmar Gabriel) gekommen ist:<\/p><p>Der Ansto&szlig; daf&uuml;r war, dass die SPD die immerhin noch ziemlich einheitliche Ablehnungsfront der Gewerkschaften gegen die &bdquo;Rente mit 67&ldquo; vor der Bundestagswahl durchbrechen wollte. Sigmar Gabriel hat dann f&uuml;r die Rente mit 63 gek&auml;mpft, um die Industriegewerkschaften f&uuml;r eine Gro&szlig;e Koalition zu gewinnen. Denn es war klar, dass vor allem Arbeitnehmer aus den klassischen Industriesektoren davon profitieren k&ouml;nnten &ndash; nach Angaben der Rentenversicherung zu 86 Prozent M&auml;nner, die ohnehin etwas &uuml;berdurchschnittliche, jedenfalls eine h&ouml;here Rente als Frauen bez&ouml;gen. <\/p><p>Die Rente mit 63  ist zwar f&uuml;r die Beg&uuml;nstigten eine Verbesserung, die man gar nicht klein reden sollte, sie ist aber keine L&ouml;sung des Rentenproblems.<\/p><p>Man kommt nicht darum  herum:<\/p><ol>\n<li>Die Rente mit 63 ist eine Flickschusterei am politisch bewusst zerst&ouml;rten gesetzlichen Rentensystem.<\/li>\n<li>Sie ist dar&uuml;ber hinaus ein politisches Ablenkungsman&ouml;ver der SPD von deren Festhalten an der durch ihre &bdquo;Reformen&ldquo; nach wie vor festgeschriebenen Senkung der gesetzlichen Rente auf das Niveau (Netto vor Steuern) von 43 Prozent bis 2030.<\/li>\n<li>Die Debatte um die Rente mit 63 sollte schlie&szlig;lich auch noch dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass die Formulierungen im Koalitionsvertrag von CDU\/CSU\/SPD zur Rente sogar noch hinter die derzeitig geltende Gesetzeslage zur&uuml;ckfallen:\n\n<p>Nach &sect; 154 Abs. 4 des Sechsten Sozialgesetzbuches m&uuml;sste n&auml;mlich alle vier Jahre erst noch gepr&uuml;ft werden, ob die Anhebung der Regelaltersgrenze unter Ber&uuml;cksichtigung der Entwicklung der Arbeitsmarktlage sowie der wirtschaftlichen und sozialen Situation &auml;lterer Arbeitnehmer weiterhin vertretbar erscheint und die getroffenen gesetzlichen Regelungen bestehen bleiben k&ouml;nnen.<\/p><\/li>\n<\/ol><p><strong>Warum zweifeln Sozialverb&auml;nde an der Rente mit 63<\/strong><\/p><p>Da &ndash; wie schon erw&auml;hnt &ndash; derzeit nur noch jeder achte Erwerbst&auml;tige mit 63 Jahren voll besch&auml;ftigt ist und mit 64 Jahren sogar 90 Prozent nicht mehr vollzeitbesch&auml;ftigt sind, w&auml;ren gegenw&auml;rtig noch nicht einmal die gesetzlichen Voraussetzungen f&uuml;r die Umsetzung der Rente mit 67 <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19650\">erf&uuml;llt<\/a>. <\/p><p>Ber&uuml;cksichtigt man ferner, dass das Zugangsalter, mit der ein abschlagsfreie Rentenbezug m&ouml;glich werden soll, parallel zur Anhebung des allgemeinen gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 67 ohnehin auf das vollendete 65. Lebensjahr <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19506\">ansteigen w&uuml;rde<\/a>, ist es nur zu verst&auml;ndlich, wenn etwa der Pr&auml;sident des Sozialverbandes Deutschland (SoVD), Adolf Bauer daf&uuml;r pl&auml;diert, die Rente mit 63 fallen zu lassen und eben die Rente ab 67 <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/domesticNews\/idDEBEEA0M02S20140123\">komplett auszusetzen<\/a>.<\/p><p>Und hier spaltet sich nat&uuml;rlich die &bdquo;Koalition&ldquo; zwischen Wirtschafts- und Sozialverb&auml;nden.<\/p><p>Auch Ulrich Schneider vom Parit&auml;tischen Gesamtverband sagte dem &bdquo;K&ouml;lner Stadt-Anzeiger&ldquo;, man solle auf dieses Gesetz besser verzichten, weil es ein &bdquo;blo&szlig;es Gesetz f&uuml;r die Generation 50plus&ldquo; ist  und <a href=\"http:\/\/www.all-in.de\/nachrichten\/deutschland_welt\/politik\/Paritaetischer-Gesamtverband-Vorhaben-der-Rente-mit-63-fallen-lassen;art15808,1514735\">zu neuen Ungerechtigkeiten f&uuml;hrte<\/a>: <\/p><ul>\n<li>Ungerecht, einmal gegen&uuml;ber Frauen, f&uuml;r die in ihrer Berufsbiografie eine Einzahlung in die Rentenkasse &uuml;ber 45 Jahre viel seltener m&ouml;glich war als f&uuml;r M&auml;nner.<\/li>\n<li>Zum anderen aber auch deshalb, weil die Unterscheidung zwischen Beziehern von Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II bei der Errechnung der erforderlichen 45 Beitragsjahre zu einer doppelten Bestrafung von solchen Arbeitslosen f&uuml;hrt, die l&auml;ngere Zeit keinen Arbeitsplatz gefunden haben. <\/li>\n<\/ul><p>In der Tat stellt sich sogar (verfassungs-)juristisch die Gerechtigkeitsfrage, warum nun gerade diejenigen, die in ihrem Arbeitsleben eher Gl&uuml;ck hatten und allenfalls kurze Zeit arbeitslos waren, bei der Rente besser gestellt werden sollten, als diejenigen, die das Pech hatten, z.B. als &auml;ltere Arbeitnehmer keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt mehr bekommen zu haben und deshalb die 45 (Eigen-)Beitragsjahre trotz aller Bem&uuml;hungen nicht erreichen k&ouml;nnen.<\/p><p>Eine neue Wende hat die Debatte um die Rente mit 63 dadurch bekommen, dass der DGB bef&uuml;rchtet, dass die Arbeitgeber dieses Gesetz missbrauchen und Besch&auml;ftigte schon mit 61 auf die Stra&szlig;e setzen k&ouml;nnten. Das zust&auml;ndige Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach, f&auml;hrt sogar ein schweres Gesch&uuml;tz auf und <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++0bd58890-82b2-11e3-a32d-52540023ef1a\">schl&auml;gt vor<\/a>, &bdquo;die &sbquo;Erstattungspflicht&lsquo; wiedereinzuf&uuml;hren und die Unternehmen dazu zu verpflichten, bei Entlassungen von Besch&auml;ftigten ab 60 Jahren die Kosten der Arbeitslosigkeit in voller H&ouml;he zu tragen&ldquo;.<br>\nNa ja, man kann ja mal drohen und fordern &hellip;<\/p><p><strong>Ist die Debatte um die Rente mit 63 nur &bdquo;hei&szlig;e Luft&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Die Frage stellt sich aber noch viel grunds&auml;tzlicher: <\/p><p>War und ist nicht die gesamte Debatte um die abschlagsfreie Rente mit 63 nicht mehr als &bdquo;hei&szlig;e Luft&ldquo;?<\/p><p>Aus dem Lager der neoliberalen Propagandaagenturen ging es beim Kampf gegen dieses Gesetz von Anfang an nur darum, eine &bdquo;Aufweichung&ldquo; der Agenda-Reformen auf Teufel komm raus zu verhindern. Dieses Lager strebt n&auml;mlich sogar noch eine Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit an, n&auml;mlich eine Koppelung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung. (Fragt sich nur an die Lebenserwartung welcher Berufsgruppen, etwa der von Stahlarbeitern oder der von Lobbyisten.)<br>\nDiese Meinungsmache l&auml;sst sich also leicht unter der Rubrik Ideologie abbuchen.<\/p><p>Blickt man aber einmal &uuml;ber den politischen Pulverdampf hinaus auf die Tatsachen, so muss man feststellen, dass seit der Einf&uuml;hrung der Rente mit 67 im Jahre 2007 vier Jahre sp&auml;ter immer noch nur 12,5 Prozent der 63-J&auml;hrigen und gerade mal  9,9 Prozent der 64-J&auml;hrigen (M&auml;nner und Frauen) Vollzeitbesch&auml;ftigt sind. <\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/abbIV105-1.gif\" alt=\"Sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung im rentennahen Alter 2000 - 2011\" title=\"Sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung im rentennahen Alter 2000 - 2011\"><\/p><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Arbeitsmarkt\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbIV105.pdf\">Sozialpolitik aktuell [PDF &ndash; 115 KB]<\/a><\/p><p>Schon heute kann also nur jeder achte 63-J&auml;hrige und nur jeder zehnte 64-J&auml;hrige (M&auml;nner und Frauen) hoffen, abschlagfrei in Rente gehen zu k&ouml;nnen. (Die Zahlen d&uuml;rften sich im Jahr 2013 leicht nach oben verbessert haben, aber sicher nicht wesentlich.)<\/p><p>Schaut man dar&uuml;ber hinaus die Rentenstatistik genauer an, so machten 2012 Altersrenten f&uuml;r &bdquo;besonders langj&auml;hrig Versicherte&ldquo; (also mit 45 Versicherungsjahren und dar&uuml;ber) gerade einmal  12.306 Personen (10.417 in den alten und 1.889 Menschen in den neuen Bundesl&auml;ndern; 10.555 M&auml;nner, 1.751 Frauen) aus. (Siehe Bd. 193 &ndash; Der Rentenzugang 2012, Seite 7, bei Eingabe des <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140124_statistikband_rentenzugang-2012.pdf\">PDF Dokuments S. 31 von 380 [6 MB]<\/a>)<\/p><p>Nat&uuml;rlich sind dabei diejenigen, die 5 Jahre Arbeitslosengeld I bezogen haben noch nicht eingerechnet. Aber so dramatisch kann die Zahl derjenigen, die von dem neuen Gesetz der Rente mit 63 profitieren k&ouml;nnten, nicht steigen.<\/p><p>Zumindest w&auml;re das, bevor man den ganzen politischen Aufwand betreibt, die abschlagsfreie Rente mit 63 auf den Weg zu bringen, die wichtigste Frage, die man beantworten m&uuml;sste.<br>\nOhne solche Fakten ist der politische Kampf daf&uuml;r ein reiner Schau-Kampf. <\/p><p><strong>Nachbemerkung: H&auml;tte man das Chaos nicht ahnen m&uuml;ssen<\/strong><\/p><p>Es stellt sich angesichts des jetzt entstandenen Chaos die Frage: War eigentlich der am Tisch der Koalitionsverhandlungen sitzenden damaligen Sozialministerin von der Leyen die angeblich jetzt erst festgestellte Datenl&uuml;cke nicht bekannt? <\/p><p>Das ist f&uuml;r jeden, der auf Regierungsseite schon einmal an Koalitionsverhandlungen teilgenommen hat, eigentlich kaum vorstellbar. Schlie&szlig;lich war die Rente mit 63 nicht etwa ein Nebenthema der Koalitionsverhandlungen und es war von Anfang an klar, dass das f&uuml;r Schwarz  und Rot ein zentrales Streitthema und wichtige Verhandlungsmasse war. Es w&auml;re doch &auml;u&szlig;erst merkw&uuml;rdig, wenn das Sozialministerium nicht bei der Deutschen Rentenversicherung nachgefragt h&auml;tte, ob und wie eine solche Regelung technisch umsetzbar ist.<\/p><p>Wenn von der Leyen nichts von dieser Datenl&uuml;cke wusste, w&auml;re das ein schweres Versagen ihres Hauses gewesen, dem die neue Sozialministerin Nahles eigentlich nachgehen m&uuml;sste. Wenn von der Leyen aber davon wusste und dieses Problem nicht in die Gespr&auml;che eingebracht hat, dann muss man das als einen Versuch ansehen, die SPD als neuen Koalitionspartner ins offene Messer laufen zu lassen. <\/p><p><strong>P.S.:<\/strong> Ich sehe gerade, dass sich auch das ZDF in der Sendung von Maybrit Illner dieser Thematik <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/maybrit-illner\/Milliarden-f%C3%BCr-Senioren-wie-gerecht-ist-die-neue-Rente-23-Januar-2014-31584176.html\">angenommen hat<\/a>. <\/p><p>Der NachDenkSeiten-Freund J.K. schreibt dazu: <\/p><blockquote><p>Gerade zeigt die aktuelle Sendung von Maybritt Illner, dass Lanz nur ein Teil der Problematik bzw. dessen aktuell einfach griffig personalisiert Form darstellt. Mit der Thematik &ldquo;Milliarden f&uuml;r Senioren &ndash; wie gerecht ist die neue Rente?&rdquo; zeigt das ZDF wieder, dass es der neoliberale Propagandasender in Deutschland ist.<br>\nEs ist zudem traurig zu sehen und zu h&ouml;ren, dass die junge Generation vertreten durch den Gr&uuml;nen Abgeordneten Sven-Christian Kindler offenbar auf die primitivste Form der neoliberalen Propaganda, das ausspielen von Bev&ouml;lkerungsgruppen gegeneinander, hereinf&auml;llt. Andererseits passt diese Haltung nat&uuml;rlich wiederum zur inhaltlichen Neuausrichtung der Gr&uuml;nen als FDP mit &Ouml;koanstrich.<br>\nDie reale gesellschaftliche Problematik kann man an einer Meldung dieser Woche erkennen. Nur 85 Personen verf&uuml;gen &uuml;ber so viel Verm&ouml;gen wie die &auml;rmere H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung, so eine Studie der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam. Es ist nat&uuml;rlich keine &Uuml;berraschung, dass diese Meldung sofort wieder aus den Schlagzeilen verschwand. Ganz davon zu schweigen, dass so etwas im Fernsehen einmal diskutiert wird.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem bislang nur die Hardliner der Agenda 2010, wie etwa die <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/Presse\/Pressemeldungen\/Chance2020-das-marktwirtschaftliche-Reformpaket.html\">&bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo; (INSM)<\/a> und die Wirtschaftsverb&auml;nde gegen die abschlagsfreie Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren politisch auf die Barrikaden gegangen sind, appellieren nun auch Sozialverb&auml;nde, auf dieses Gesetz zu verzichten. Ausl&ouml;ser f&uuml;r diese denkw&uuml;rdige au&szlig;erparlamentarische &bdquo;gro&szlig;e Koalition&ldquo; zwischen Wirtschafts- und Sozialverb&auml;nden<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20244\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[39,146],"tags":[1592,401,301],"class_list":["post-20244","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-rente","category-soziale-gerechtigkeit","tag-deutsche-rentenversicherung","tag-gabriel-sigmar","tag-rentenalter"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20244","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20244"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20244\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20249,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20244\/revisions\/20249"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20244"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20244"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20244"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}