{"id":20250,"date":"2014-01-24T09:16:56","date_gmt":"2014-01-24T08:16:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250"},"modified":"2014-01-24T09:34:53","modified_gmt":"2014-01-24T08:34:53","slug":"hinweise-des-tages-2051","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h01\">Milliarden f&uuml;r Senioren &ndash; Wie gerecht ist die neue Rente?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h02\">Freihandelsabkommen: Europa und die USA auf Augenh&ouml;he<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h03\">Briten versuchen EU zu erpressen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h04\">Hans-Olaf Henkel verst&auml;rkt die AfD &ndash; auch mit seinem Unwissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h05\">The Populist Imperative<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h06\">Tarifl&ouml;hne und -geh&auml;lter 2013: Reale Tarifsteigerungen von 1,2 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h07\">Sozialintegrative Leistungen der Kommunen im Hartz &ndash;IV-System<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h08\">Geb&auml;rpr&auml;mie statt Rente?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h09\">Jobcenter Neumarkt &ndash; H&ouml;chste Sanktionen gegen Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h10\">Sinkende L&ouml;hne machen nicht flexibel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h11\">Gabriels Energiewende l&auml;sst das Wesentliche au&szlig;en vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h12\">Gemeinsam mehr bewegen: Die Schlaum&auml;use auf gro&szlig;er Deutschland-Tour<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h13\">Innenministerium mahnt FragDenStaat.de ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h14\">Nur die Normalit&auml;t einer Konsumgesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h15\">Commerzbank k&uuml;ndigt M&uuml;nchnerin nach 45 Jahren Konto, weil ihr Sohn Kommunist ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h16\">Syrien: Islamisten setzen deutsche Raketen ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h17\">In die Offensive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h18\">NRW-Hochschulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250#h19\">Politik h&auml;lt die Schotten dicht: Engp&auml;sse beim Master-Zugang<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20250&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Milliarden f&uuml;r Senioren &ndash; Wie gerecht ist die neue Rente?<\/strong><br>\nAuf der Klausurtagung des schwarz- roten Kabinetts in Meseberg geht es unter anderem um die Frage, wer wie lange in Deutschland arbeiten muss und anschlie&szlig;end welche Rente bekommt. Hinter dem Paket, das auf dem Tisch liegt, steckt ein Gesch&auml;ft: Die Union hatte ihren treuesten W&auml;hlern versprochen, die Renten von M&uuml;ttern aufzuwerten, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. SPD-Chef Sigmar Gabriel wiederum wollte mit der abschlagsfreien Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren einen Graben zusch&uuml;tten, den die &bdquo;Rente mit 67&ldquo; und die rot-gr&uuml;nen Hartz-Reformen in den Jahren zuvor gerissen hatte. Und weil jeder etwas bekommen muss, gibt es jetzt beides &ndash; und die meisten B&uuml;rger wie auch die Gewerkschaften finden das gut und gerecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/maybrit-illner\/Milliarden-f%C3%BCr-Senioren-wie-gerecht-ist-die-neue-Rente-23-Januar-2014-31584176.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Um nochmals auch auf die Thematik Lanz zu sprechen zu kommen. Gerade zeigt die aktuelle Sendung von Maybritt Illner, dass Lanz nur ein Teil der Problematik bzw. dessen aktuell einfach griffig personalisiert Form darstellt. Mit der Thematik &ldquo;Milliarden f&uuml;r Senioren &ndash; wie gerecht ist die neue Rente?&rdquo; zeigt das ZDF wieder, dass es der neoliberale Propagandasender in Deutschland ist.<br>\nEs ist zudem traurig zu sehen und zu h&ouml;ren, dass die junge Generartion vertreten durch den Gr&uuml;nen Abgeordneten Sven-Christian Kindler offenbar auf die primitivste Form der neoliberalen Propaganda, das ausspielen von Bev&ouml;lkerungsgruppen gegeneinander, hereinf&auml;llt. Andererseits passt diese Haltung nat&uuml;rlich wiederum zur inhaltlichen Neuausrichtung der Gr&uuml;nen als FDP mit &Ouml;koanstrich.<br>\nDie reale gesellschaftliche Problematik kann man an einer Meldung dieser Woche erkennen. Nur 85 Personen verf&uuml;gen &uuml;ber so viel Verm&ouml;gen wie die &auml;rmere H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung, so eine Studie der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam. Es ist nat&uuml;rlich keine &Uuml;berraschung, dass diese Meldung sofort wieder aus den Schlagzeilen verschwand. Ganz davon zu schweigen, dass so etwas im Fernsehen einmal diskutiert wird.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Und wieder einmal wurde ein Vertreter vom Bund der Steuerzahler als &bdquo;neutraler Experte&ldquo; eingeladen. Kein Wort davon, wer den Bund der Steuerzahler finanziert, kein Wort davon, wessen Interessen dieses Lobbyinstitut vertritt.<br>\nLanz ist bestenfalls die Spitze des Eisbergs. Und dabei stellt Lanz noch nicht einmal das gr&ouml;&szlig;te Problem dar, denn er besitzt zum Gl&uuml;ck nicht die geistigen Kapazit&auml;ten, um sein Publikum &uuml;ber seine eigene Agenda zu t&auml;uschen. Seine Kollegen und Kolleginnen sind da ein anderes Kaliber, da sie es schaffen, neoliberale Propaganda zu verbreiten, ohne dass dies vom Zuschauer auf den ersten Blick erkannt wird. Daher gibt es auch eine Petition gegen Lanz und keine Petition gegen Jauch, Illner und Co. Dies ist einer der Gr&uuml;nde, warum die NachDenkSeiten beim Thema &bdquo;Lanz-Petition&ldquo; sehr zur&uuml;ckhaltend agieren. So seltsam dies klingen mag &ndash; eigentlich m&uuml;sste man Lanz dankbar sein, da sein geckenhafter Versuch, die Agenda seiner Kollegen mit weitaus bescheideneren geistigen Mitteln zu kopieren, dem einen oder anderen Zuschauer vielleicht die Augen ge&ouml;ffnet hat.<\/em><\/p>\n<p><strong>zum eigentlichen Thema: Ursula Engelen-Kefer<\/strong><br>\nWenig hilfreich sind die bisherigen Widerspr&uuml;chlichkeiten zur Finanzierung der Renten-Reform aus den Reihen der GroKo: So ist eine Teilfinanzierung &uuml;ber Steuern ab 2018 vorstellbar, aber ohne Steuererh&ouml;hungen (Originalton: Volker Kauder und Andrea Nahles) oder &ldquo;auf Pump&rdquo; &ndash; vielmehr &uuml;ber &ldquo;Umschichtungen, &Uuml;bersch&uuml;sse oder Steuererh&ouml;hungen in der n&auml;chsten Legislaturperiode&rdquo; (Originalton Thomas Oppermann, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion). Bis dahin sollen zun&auml;chst die Beitragszahler &ldquo;bluten&rdquo;. Die n&auml;chste Erh&ouml;hung der Rentenversicherungsbeitr&auml;ge ist bereits vorprogrammiert und damit die politische Auseinandersetzung &uuml;ber die Zukunft der gesetzlichen Altersrente. Genau dies spielt der Finanzbranche in die H&auml;nde, die seit Jahren darauf abstellt, die gesetzliche Altersrente auf ein Minimum zu reduzieren und damit die Notwendigkeit der privaten kapitalgedeckten Altersvorsorge zu erh&ouml;hen &ndash; als ob es keine Finanzkrise und st&auml;ndige Verschlechterung der privaten Altersvorsorge geben w&uuml;rde. Sie kann besonders frohlocken: Bei der Armutsrente hat sich die GroKo darauf verst&auml;ndigt, dass der Abschluss privater Zusatzrenten Voraussetzung bleibt &ndash; wenn auch nach einer &Uuml;bergangszeit &ndash; wie im urspr&uuml;nglichen Konzept der Lebensleistungsrente von CDU\/CSU vorgesehen&hellip;Die derzeitige Aufregung in Wirtschaft und &Ouml;ffentlichkeit hat Methode: Nicht nur zeigt sich dabei erneut die weitere Verschiebung der tats&auml;chlichen Machtverh&auml;ltnisse in Richtung Finanzbranche. Abgelenkt wird dar&uuml;ber hinaus von dem erforderlichen Gesamtkonzept f&uuml;r die Reform in der gesetzlichen Alterssicherung. Selbst amtliche Rentenberichte der letzten Jahre kommen nicht umhin, die drohende Altersarmut deutlich hervorzuheben. Trotz aller Unterschiedlichkeiten bei der Bewertung von Riester- und Hartz Reformen kann ihr Beitrag zur Absenkung von Rentenniveau und Rentenleistungen nicht in Abrede gestellt werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/01\/renten-reform-bleibt-flickwerk-von-ursula-engelen-kefer\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen: Europa und die USA auf Augenh&ouml;he<\/strong><br>\nDie Europ&auml;er sollten selbstbewusst verhandeln und kein Sonderrecht f&uuml;r Investoren einf&uuml;hren, sagt Soziologe Dani Rodrik: &rdquo; &hellip; Skepsis ist angebracht &ndash; besonders angesichts der Tendenz, dass die Interessen der Wirtschaft nicht selten eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen als die der Gesellschaft insgesamt. &hellip; Im Allgemeinen sind die Amerikaner Freunde des Freihandels. Internationalen Vertr&auml;gen jedoch stehen sowohl Rechte als auch Linke skeptisch gegen&uuml;ber. Letztere sorgen sich wegen der sozialen Konsequenzen. Sie bef&uuml;rchten, dass die einheimischen Arbeitsstandards und L&ouml;hne durch den Druck der ausl&auml;ndischen Konkurrenz sinken. Die Rechten und Libert&auml;ren sehen die geplante Transatlantische Handels- und Investment-Partnerschaft (TTIP) eher als Versuch der US-Regierung, zus&auml;tzliche regulatorische Kompetenzen in Anspruch zu nehmen. Das lehnt diese Seite grunds&auml;tzlich ab. &hellip; Die Intransparenz l&ouml;st Kritik aus. Deshalb sollten die Verhandler mehr Informationen &uuml;ber den Verlauf der Gespr&auml;che preisgeben und die Zivilgesellschaft besser einbeziehen. Das gilt gerade angesichts der Tatsache, dass ein internationales Investitionsabkommen vor Jahren unter anderem am Protest gescheitert ist. [MAI] &hellip; Der verst&auml;rkte Handel zwischen diesen beiden Giganten wird die Verteilung der Einkommen nicht verschlechtern. Die L&ouml;hne in den USA und der EU liegen ja auf &auml;hnlichem Niveau. Deshalb m&uuml;ssen weder die Europ&auml;er noch die US-B&uuml;rger bef&uuml;rchten, dass mehr billige Arbeitskr&auml;fte zu ihnen kommen. Durch TTIP geraten also die L&ouml;hne nicht unter Druck. &hellip; Grunds&auml;tzlich bin ich optimistisch, dass sich beide Seiten auf einen tragbaren Kompromiss einigen. Die EU ist durchsetzungsf&auml;higer als ein Schwellenland wie Mexiko. &hellip; Auf solche Sondergerichte oder Schlichtungsstellen sollte man verzichten. Denn damit w&uuml;rde sich ein Parallelweg au&szlig;erhalb der Jurisdiktion des demokratischen Rechtsstaats er&ouml;ffnen. &hellip; In fortgeschrittenen Gesellschaften jedoch ist der Wunsch, einen zus&auml;tzlichen Rechtsweg f&uuml;r Investoren zu etablieren, nicht akzeptabel. &hellip; Die Nafta ist ein Beispiel daf&uuml;r, dass Handelsvertr&auml;ge eine gute Wirtschaftspolitik nicht ersetzen k&ouml;nnen. Dies sollten die Europ&auml;er bedenken. Das Freihandelsabkommen mit den USA ist keine Antwort auf die europ&auml;ische Krise. Freihandel bringt nur dann Vorteile, wenn die &ouml;konomische Lage insgesamt stabil ist. &hellip; Freiheit f&uuml;r die Wirtschaft, nicht f&uuml;r die Menschen &ndash; das ist eine der auff&auml;lligsten Asymmetrien der Weltwirtschaft. Und ein gro&szlig;es Problem. Wenn sich die Menschen und Arbeitskr&auml;fte frei bewegen k&ouml;nnen, dient das eigentlich einer guten Entwicklung. Leider trifft Migration in den Einwanderungsl&auml;ndern jedoch auf gro&szlig;e Vorbehalte. &hellip;  [Auf die Frage: Bedeutet Freihandel automatisch mehr Wohlstand?] Nein, das Ergebnis h&auml;ngt davon ab, wie das jeweilige Land den Prozess gestaltet. China hat Erfolg, weil die schrittweise Integration in den Weltmarkt mit dem Aufbau der einheimischen Wirtschaft abgestimmt ist. Auch in Lateinamerika gibt es gute Beispiele. Brasilien ist es gelungen, die Einkommen gerechter zu verteilen. Um die Wirtschaftsentwicklung zu moderieren, hat die Regierung dort Programme gegen Armut, zur Gesundheitsvorsorge und f&uuml;r bessere Bildung umgesetzt. [Was m&uuml;ssen Industriestaaten wie Europa beachten?] Sie sollten Wert darauf legen, dass der Arbeitsmarkt sowie die Verhandlungsmacht von Besch&auml;ftigten und Gewerkschaften nicht erodieren. Sie m&uuml;ssen beispielsweise denjenigen, die ihre Arbeitspl&auml;tze verlieren, Bildungsprogramme anbieten, damit sie neue Jobs finden k&ouml;nnen. In dieser Hinsicht sind die USA schwach &ndash; schw&auml;cher als Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F01%2F24%2Fa0073&amp;cHash=f88a29098e33f173ae50e64da57a0778\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vorweg: Dani Rodrik ist nicht einfach Soziologe. Er ist einer der bedeutendsten Entwicklungs&ouml;konomen und Globalisierungstheoretiker. Siehe dazu auch zuletzt das Treffen <a href=\"http:\/\/www.srf.ch\/news\/wirtschaft\/wef-2014\/das-trilemma-der-globalisierung\">Maren Peters mit Rodrik in Davos<\/a>. Man muss nicht in allem die Auffassung Rodriks teilen, aber wichtig ist, dass hier ein Amerikaner viele Dinge anspricht, die TTIP-Kritiker in Europa &auml;hnlich thematisieren. Allerdings bef&uuml;rchte ich durchaus, dass einheimische Arbeitsstandards und L&ouml;hne durch den Druck der ausl&auml;ndischen Konkurrenz sinken k&ouml;nnen &ndash; selbst wenn es gelingt, dieses Themenfeld  aus dem Vertrag herauszuhalten bzw. die Unverletzbarkeit sozialer Standards festzuschreiben. Hier gilt es darauf zu achten, dass die bestens eingebundene Wirtschaftslobby nicht versucht, sowohl bei uns wie auch in den USA vorhandene Regulierung abzubauen. In einem tut Rodrik recht idealistisch naiv: &ldquo;Man sollte Handelsvertr&auml;ge immer einer menschenrechtlichen &Uuml;berpr&uuml;fung unterziehen.&rdquo; Er wei&szlig; doch selbst am besten, dass dies gerade in Verhandlungen mit wichtigen Schwellenl&auml;ndern nicht geschieht. Die EU, die USA werden den Teufel tun, es sich z.B. mit dem Riesenmarkt China zu verderben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Briten versuchen EU zu erpressen<\/strong><br>\nGro&szlig;britanniens Finanzminister George Osborne hat die Europ&auml;ische Union eindringlich dazu aufgerufen, das Reformtempo zu steigern &ndash; andernfalls k&ouml;nnte sich Gro&szlig;britannien gezwungen sehen, die EU zu verlassen. Dies sagte Osborne auf einer Veranstaltung zweier euro-skeptischer Institute. &ldquo;Die Finanzkrise hat dramatisch die Verschiebungen der tektonischen Platten in der Weltwirtschaft beschleunigt&rdquo;, sagte Osborne. Europa stehe f&uuml;r sieben Prozent der Weltbev&ouml;lkerung, 25 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung und 50 Prozent der weltweiten Sozialleistungen. &ldquo;So kann es nicht weitergehen&rdquo;, sagte Osborne. So m&uuml;ssten etwa die Ausgaben f&uuml;r Sozialleistungen in ganz Europa sinken, um die Wettbewerbsf&auml;higkeit der Union gegen&uuml;ber aufstrebenden Volkswirtschaften wie China und Indien zu erh&ouml;hen. Die EU m&uuml;sse nach dem Willen Osbornes auch mehr f&uuml;r L&auml;nder tun, die nicht Teil der Gemeinschaftsw&auml;hrung sind. &ldquo;Es ist im Interesse von niemandem, wenn Gro&szlig;britannien vor die Frage gestellt w&uuml;rde, dem Euro beizutreten oder die EU zu verlassen&rdquo;, sagte Osborne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-01\/osborne-grossbritannien-eu-wirtschaftsreformen\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ich habe einfach keine Lust mehr auf die Briten. &ndash; Es l&auml;uft vieles nicht rund in Europa. Auch in Deutschland erleben wir wieder eine versteckte Hetze gegen Zuwanderer aus S&uuml;dosteuropa, dabei wird gerade eben noch die Formulierung &ldquo;kriminelle Zigeuner&rdquo; vermieden. Aber wir regen uns auf, wenn wir Deutsche im Ausland  in ohnm&auml;chtiger Wut &ldquo;Nazis&rdquo; genannt werden. In Italien mussten wir jahrelang zusehen, wie ein Berlusconi sich Gesetze zum Schutz der eigenen Person zimmerte. In Lettland wird in geradezu best&uuml;rzendem Tempo der ohnehin schwache Sozialstaat zusammengestrichen- und wir stehen Pate. In Ungarn werden inhumane Gesetze gegen Obdachlose beschlossen &ndash; und manches mehr. In Kroatien initiiert die katholische Kirche &uuml;ber eine Volksbefragung eine Verfassungs&auml;nderung mit den Ziel, die Homo-Ehe zu verbieten. Sollen die Kroaten doch dar&uuml;ber diskutieren, ob sie mental im Mittelalter bleiben wollen, aber was geht das die katholische Kirche an? Geh&ouml;rt zu den hehren gemeinsamen Werten Europas nicht auch die Trennung von Kirche und Staat? &ndash; Und die Briten? Mein Gott, nicht ohne Grund haben es ihre Politiker vermieden, Referenden &uuml;ber Europa zu realisieren. Erst Cameron war so dumm, sich darauf einzulassen. Und was f&auml;llt ihm und seinen Spitzenleuten dazu ein? Europa-Bashing. Absurd! Genug ist genug, Osborne mag ja die Sozialausgaben als Ursache f&uuml;r die mangelnde Wettbewerbsf&auml;higkeit Gro&szlig;britanniens verkaufen wollen. Die Briten haben seit Thatcher auf das falsche Pferd gesetzt bzw. auf die These eines s&auml;kularen Trends zur Dienstleistungsgesellschaft ohne eine Verwurzelung in der verarbeitenden Industrie. Sie haben sich auf Finanzdienstleistungen spezialisiert, was bis jetzt (?) in London funktionierte, aber den Rest des Landes abkoppelte. Aber Europas gro&szlig;e Errungenschaft, den Sozialstaat, geradezu apodiktisch in der Sprache als das gro&szlig;e &Uuml;bel der EU zu verk&uuml;nden, als Grund daf&uuml;r, dass Gro&szlig;britannien nicht in der EU verbleiben k&ouml;nne, ist unertr&auml;glich, inakzeptabel.  &ndash; Ja ich wei&szlig;, wir Deutschen sind mitverantwortlich, dass selbst der noch nicht so ausgepr&auml;gte Sozialstaat in den Krisenl&auml;ndern zurzeit an die Wand gefahren wir &ndash; gar nicht so sehr Kalk&uuml;l, sondern aus Kompetenzdefiziten. Nicht umsonst rief die EU als Krisenl&ouml;ser den IWF zu Hilfe. Es hatte sich anscheinend in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik bei uns noch nicht herumgesprochen, dass die Anpassungsprogramme des IWF weltweit mehr Schaden als Nutzen gestiftet haben (siehe z.B. Argentinien). Dabei d&uuml;rfte klar sein, dass eine Regierung, die nur einen Bruchteil aus dem Ma&szlig;nahmenkatalog der Troika bei uns umzusetzen versuchte, abgew&auml;hlt w&uuml;rde. Die SPD sp&uuml;rt es bis heute. &ndash; Und die Briten, sie m&ouml;gen auch hierzulande bei einigen neokapitalistischen Kurzfristdenkern Anklang finden, sie disqualifizieren sich f&uuml;r den Dialog mit &ldquo;europawilligen&rdquo; Nationen. Unsere Regierung mag sich aus diplomatischer Gepflogenheit so nicht ausdr&uuml;cken, aber ich hoffe doch, dass Union und SPD angesichts dieser Entgleisungen so f&uuml;hlen und denken &ndash; und sich darauf einrichten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hans-Olaf Henkel verst&auml;rkt die AfD &ndash; auch mit seinem Unwissen<\/strong><br>\nVielen Medien war es eine Meldung wert: Hans-Olaf Henkel, der Standortmahner der ersten Stunde, schlie&szlig;t sich der &bdquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&ldquo; nun auch offiziell an, nachdem er schon lange mit der Partei sympathisiert hatte. Und prompt hat er kundgetan, dass er, wie viele andere, den entscheidenden Punkt in einer W&auml;hrungsunion nicht verstanden hat oder nicht verstehen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/hans-olaf-henkel-verstaerkt-die-afd-auch-mit-seinem-unwissen\/\">flassbeck-economics.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>The Populist Imperative<\/strong><br>\n&ldquo;The outstanding faults of the economic society in which we live are its failure to provide for full employment and its arbitrary and inequitable distribution of wealth and incomes.&rdquo;<br>\nJohn Maynard Keynes wrote that in 1936, but it applies to our own time, too. And, in a better world, our leaders would be doing all they could to address both faults.<br>\nUnfortunately, the world we actually live in falls far short of that ideal. In fact, we should count ourselves lucky when leaders confront even one of our two great economic failures. If, as has been widely reported, President Obama devotes much of his State of the Union address to inequality, everyone should be cheering him on.<br>\nThey won&rsquo;t, of course. Instead, he will face two kinds of sniping. The usual suspects on the right will, as always when questions of income distribution comes up, shriek &ldquo;Class warfare!&rdquo; But there will also be seemingly more sober voices arguing that he has picked the wrong target, that jobs, not inequality, should be at the top of his agenda.<br>\nHere&rsquo;s why they&rsquo;re wrong.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/01\/24\/opinion\/krugman-the-populist-imperative.html?partner=rssnyt&amp;emc=rss&amp;_r=0\">New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Es ist hier anzumerken, dass in den USA der Begriff &ldquo;Populismus&rdquo; nicht mit Hetzen gegen Minderheiten gleichgesetzt wird, wie in Europa.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Tarifl&ouml;hne und -geh&auml;lter 2013: Reale Tarifsteigerungen von 1,2 Prozent<\/strong><br>\nDie Tarifl&ouml;hne haben im Jahr 2013 real (nach Abzug der Inflation) sp&uuml;rbar zugelegt. Die Verbraucherpreise sind im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent gestiegen, die Tarifverg&uuml;tungen dagegen um 2,7 %. Daraus ergibt sich im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt ein reales Wachstum der Tarifl&ouml;hne und &ndash;geh&auml;lter um 1,2 Prozent &hellip;<br>\nBei den effektiven Bruttoeinkommen &ndash; hier flie&szlig;en unter anderem auch die Einkommen von Besch&auml;ftigten ein, die nicht nach Tarif bezahlt werden &ndash; fiel der Zuwachs im vergangenen Jahr etwas niedriger aus: Die Bruttol&ouml;hne und -geh&auml;lter sind 2013 nominal je Arbeitnehmer\/in um 2,2 Prozent gestiegen, preisbereinigt bedeutet dies einen Anstieg um 0,7 Prozent &hellip;<br>\n&bdquo;Mit Blick auf die erforderliche Stabilisierung dieser wirtschaftlichen Entwicklung und die anhaltende Rezession in vielen europ&auml;ischen L&auml;ndern kommt einer dauerhaften St&auml;rkung der Binnennachfrage gerade in Deutschland nach wie vor eine &uuml;berragende Bedeutung zu&ldquo;, sagt WSI-Tarifexperte Bispinck&hellip;Die Tarifpolitik kann dazu einen wirkungsvollen Beitrag leisten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2014_01_23.pdf\">WSI [PDF &ndash; 110 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sozialintegrative Leistungen der Kommunen im Hartz &ndash;IV-System &ndash; warum auch acht Jahre nach Einf&uuml;hrung der ganzheitliche Unterst&uuml;tzungsansatz nicht eingel&ouml;st wurde<\/strong><br>\nZwei neue Berichte werfen ein Schlaglicht auf die Umsetzung der sozialintegrativen Leistungen im Hartz IV-System &ndash; der Forschungsbericht im Auftrag des BMAS <a href=\"http:\/\/www.bmas.de\/DE\/Service\/Publikationen\/Forschungsberichte\/Forschungsberichte-Arbeitsmarkt\/fb434-kommunalen-leistungen-zielsteuerung-sgb2.html\">&bdquo;Einbeziehung der kommunalen Leistungen in die Zielsteuerung des SGB II&ldquo;<\/a> sowie der KGSt-Ergebnisbericht im Auftrag des Senats von Berlin <a href=\"http:\/\/www.sgb-ii.net\/portal\/material_aktuell\/KGSt_Evaluation-Berlin.pdf\/view\">&bdquo;Evaluation der Organisation und Steuerung in der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo;<\/a>. Aktuell vorliegende statistische Auswertungen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), die nachfolgend erstmals aufbereitet werden, geben einen vertiefenden Einblick in die Umsetzung der kommunalen Eingliederungsleistungen. Nicht &uuml;berraschend, aber dennoch alarmierend best&auml;tigen beide Berichte und die vorliegenden BA-Daten die Erfahrungen, z. T. auch die Vermutungen, dass die zentrale Idee von Hartz IV einer ganzheitlichen Bearbeitung von vermittlungsorientierten sowie sozialen, psychischen und gesundheitlichen Problemen auch acht Jahre nach Einf&uuml;hrung von Hartz IV nur v&ouml;llig unzureichend umgesetzt wird. So kommt der im Auftrag des BMAS erstellte Bericht zu der fatalen Erkenntnis, dass es oft abh&auml;ngig von der Kompetenz und dem Engagement der lokalen Akteure ist, ob das Angebot der sozialintegrativen Leistungen und deren Verzahnung mit den arbeitsmarktpolitischen Leistungen funktionieren oder nicht. Belastbare Zahlen oder bundesweite Standards f&uuml;r die Umsetzung der Schuldner-, Sucht- und psychosozialen Beratung wie auch der Kinderbetreuung gibt es allerdings bis heute nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++ba428d76-837d-11e3-af64-52540023ef1a\">DGB arbeitsmarkt aktuell zum Download<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Geb&auml;rpr&auml;mie statt Rente?<\/strong><br>\nDie Bertelsmann-Stiftung hat wieder zugeschlagen: Sie fordert eine von der Kinderzahl abh&auml;ngige Rentenh&ouml;he. Ordentliche Renten nur noch f&uuml;r Eltern mit drei und mehr Kindern. Kinderlose hingegen sollten nur noch Hungerrenten erhalten. Mit dem Konzept der &bdquo;Kinderrente&ldquo; will die Bertelsmann-Stiftung gleichzeitig die k&uuml;nftigen demographischen Probleme l&ouml;sen und die Rentenkasse retten.<br>\nUnterf&uuml;ttert wird die j&uuml;ngste Rentenstudie mit einer erschreckenden Zahl: ein heute Jugendlicher zahle im Laufe seines Lebens durchschnittlich 77.000 Euro mehr an Beitr&auml;gen als er sp&auml;ter selber an Rente rausbekomme. Seri&ouml;se Quellen st&uuml;tzen das nicht. Vom Sachverst&auml;ndigenrat der Bundesregierung bis zur Stiftung Warentest, vom fr&uuml;heren &bdquo;Rentenpapst&ldquo; Bert R&uuml;rup bis zu seinem Nachfolger Axel B&ouml;rsch-Supan best&auml;tigen alle den scheidenden Chef der Deutschen Rentenversicherung Herbert Rische, der versichert: &bdquo;Auch in Zukunft bleibt die Rendite in der gesetzlichen Rente positiv. Auch f&uuml;r die Jungen wird die Rente kein Minusgesch&auml;ft.&ldquo;<br>\nAuch Rische wei&szlig;: Vieles l&auml;uft falsch in der Rente, auch bei den j&uuml;ngsten Rentenpl&auml;nen der GroKo. Doch eine Kinderrente &agrave; la Bertelsmann w&auml;re das Ende eines bew&auml;hrten Rentenkonzepts: Eine ausreichende Versorgung im Alter auf Basis eines langj&auml;hrigen Arbeitslebens, gekoppelt am erzielten Einkommen. Die Kinderrente hingegen ist eine Art Geb&auml;rpr&auml;mie mit kruden Folgen.<br>\nEntscheidend f&uuml;r ein funktionierendes Rentensystem ist nicht die absolute Zahl der hier geborenen Kinder, sondern eine m&ouml;glichst hohe Zahl sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigter mit fairen L&ouml;hnen. Vorschlag: Ausnahmslos alle Erwerbst&auml;tigen rein in die Rentenkasse! Dann g&auml;be es 13 Millionen Beitragszahler mehr und die demografische Entwicklung verl&ouml;re viel von ihrem Schrecken. Au&szlig;erdem kann heute niemand seri&ouml;s vorhersagen, ob nicht eine erhebliche Zuwanderung von jungen Arbeitskr&auml;ften Rente und Arbeitsmarkt einer Frischzellenkur unterzieht. Bereits seit drei Jahren w&auml;chst die Wohnbev&ouml;lkerung kontinuierlich an. Angst muss diese Zuwanderung nur dem machen, der sie nicht aktiv gestaltet und seine Chancen nicht nutzt. Fazit: In Sachen Rente ist der Reformbedarf unverkennbar. Nur mit einer Ausweitung der versicherungspflichtigen Jobs und einer Korrektur des sinkenden Rentenniveaus ist wachsende Altersarmut zu stoppen. Die Reduzierung der Rentenkasse auf ein Belohnungssystem f&uuml;rs Kinderkriegen ist jedoch ein Irrweg. Ein R&uuml;ckfall in v&ouml;lkisches Denken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vorsorgeluege.de\/newsletter\/index.html\">Holger Balodis und Dagmar H&uuml;hne f&uuml;r www.vorsorgeluege.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jobcenter Neumarkt &ndash; H&ouml;chste Sanktionen gegen Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/strong><br>\nDas Jobcenter Neumarkt verh&auml;ngt im bundesweiten Vergleich die h&ouml;chsten Sanktionen gegen Empf&auml;nger von Hartz-IV-Leistungen. Das geht aus einer Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) hervor.<br>\nLaut der Statistik zog das Jobcenter Neumarkt den Betroffenen im September 2013 durchschnittlich 215,89 Euro vom monatlichen Hartz-IV-Satz ab. Der Bundesdurchschnitt f&uuml;r derartige Strafen lag bei 106,89 Euro. Der niedrigste bayerische Wert wurde im Berchtesgadener Land mit 67,20 Euro registriert.<br>\nIn keinem Bundesland lag die H&ouml;he der Strafen so weit auseinander wie im Freistaat. Eine Sprecherin der BA konnte die Unterschiede auf Nachfrage nur teilweise erkl&auml;ren. Eine m&ouml;gliche Ursache seien die unterschiedlichen, regionalen Arbeitsm&auml;rkte: Wo es ein gutes Arbeitsangebot gebe, k&ouml;nnten die Jobcenter Arbeitslosen &ouml;fter eine Stelle anbieten. Wenn diese das Angebot dann ablehnten, komme es zur Sanktion.<br>\nEs gebe aber auch unterschiedliche Stile im Umgang mit Hartz-IV-Empf&auml;ngern. Die Jobcenter mindern den Hartz-IV-Regelsatz von derzeit 391 Euro bei Verst&ouml;&szlig;en um bestimmte Prozents&auml;tze. Wer einen Termin vers&auml;umt, muss mit einer 10-prozentigen K&uuml;rzung rechnen, wer ein Arbeits- oder Fortbildungsangebot ausschl&auml;gt, bekommt 30 Prozent abgezogen. Im Wiederholungsfall steigen die S&auml;tze auf bis zu 100 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/oberpfalz\/neumarkt-hartziv-kuerzung-100.html\">BR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Das Aberwitzige daran ist, dass sich offenbar niemand an diesem menschenverachtenden Vorgehen st&ouml;rt. Wenn der Hartz-IV-Satz das Existenzminimum markiert wie kann dann davon noch etwas gek&uuml;rzt werden? Damit d&uuml;rfte die Sanktionspraxis doch eindeutig gegen die Menschenw&uuml;rde versto&szlig;en und somit verfassungswidrig sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sinkende L&ouml;hne machen nicht flexibel<\/strong><br>\nErkl&auml;rtes Ziel von Hartz I bis IV war es, die hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland durch Flexibilisierung zu bek&auml;mpfen. Tats&auml;chlich sei nach 2005 die Zahl der Arbeitslosen gesunken und mehr Besch&auml;ftigung entstanden, schreiben Gianna C. Giannelli, Ursula Jaenichen und Thomas Rothe. Zu fragen sei allerdings, welchen Anteil die Reformen daran haben und wie es um die Qualit&auml;t der neuen Jobs bestellt ist. Zur Kl&auml;rung dieser Frage haben die Wirtschaftswissenschaftler von der Universit&auml;t Florenz und vom Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Personendaten aus der Besch&auml;ftigtenstatistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ausgewertet. Ihre Berechnungen zeigen, dass sich die durchschnittliche Dauer neuer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse kaum ge&auml;ndert hat. Dagegen sind die Reall&ouml;hne deutlich gesunken, vor allem im unteren Bereich der Lohnverteilung. Die Reall&ouml;hne von Vollzeitbesch&auml;ftigten sind seit 2001 zum Teil drastisch gesunken. Besonders stark war der R&uuml;ckgang beim 25. und 50. Perzentil, also in der unteren H&auml;lfte der Lohnverteilung. Dadurch hat sich der Abstand zu den oberen Einkommensgruppen vergr&ouml;&szlig;ert. Betrachtet man einzelne Personengruppen, zeigen sich die st&auml;rksten Lohnverluste bei den Geringqualifizierten. Bei Leiharbeitern sind die Medianl&ouml;hne zwischen der ersten und der letzten Untersuchungsperiode um zehn Prozent gesunken, bei Leiharbeiterinnen um zw&ouml;lf Prozent. Ohnehin benachteiligte Besch&auml;ftigtengruppen h&auml;tten also die gr&ouml;&szlig;ten Einbu&szlig;en bei der Bezahlung erlitten, konstatieren die Autoren. Druck auf das Lohnniveau habe man zwar auch vor dem Jahr 2003 schon feststellen k&ouml;nnen, diese Tendenz sei aber durch die Hartz-Gesetze verst&auml;rkt worden. Zu vermuten sei, dass Arbeitsuchende wegen der gesunkenen Unterst&uuml;tzungsleistungen auch schlechter bezahlte T&auml;tigkeiten annehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/impuls_2014_01_2.pdf\">B&ouml;ckler Impuls [PDF &ndash; 120 KB]<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140124_01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140124_01.gif\" alt=\"Sinkende L&ouml;hne\" title=\"Sinkende L&ouml;hne\"><\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gabriels Energiewende l&auml;sst das Wesentliche au&szlig;en vor<\/strong><br>\nWie lautet  der gro&szlig;e Plan des neuen Bundeswirtschaftsministers mit besonderen Zust&auml;ndigkeiten in Sachen Erneuerbare Energien? Sigmar Gabriel will den Anstieg der Strompreise begrenzen und glaubt, dieses Ziel mit deutlichen Abstrichen bei der F&ouml;rderung von &Ouml;kostrom erreichen zu k&ouml;nnen. EEG 2.0 nennt er sein Projekt, das wesentliche Fragen unbeantwortet l&auml;sst.<br>\nDer Sachverst&auml;ndigenrat f&uuml;r Umweltfragen (SRU) hat in seinem Sondergutachten mit dem Titel &bdquo;Den Strommarkt der Zukunft gestalten&ldquo;, das seit Montag den Abgeordneten des Bundestages als Drucksache 18\/281 vorliegt, klare Zusammenh&auml;nge benannt. Die Experten warnen vor Fehldeutungen und raten zu einer Versachlichung der Kostendebatte. Sie schreiben in ihrem Bericht:<br>\n&bdquo;Die grundlegende Reformbed&uuml;rftigkeit des EEG wird in der &ouml;ffentlichen Diskussion oft damit begr&uuml;ndet, dass das EEG hohe Stromkosten verursache, deren weiteres Anwachsen gestoppt werden m&uuml;sse. Allerdings werden in dieser Diskussion verschiedene Argumentationsebenen vermengt. Erstens wird der Strompreisanstieg der letzten Jahre einseitig mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien erkl&auml;rt. Zweitens konzentriert sich die Auseinandersetzung auf einen Indikator, der zur Ermittlung der tats&auml;chlichen F&ouml;rderkosten der erneuerbaren Energien ungeeignet ist. Drittens werden die resultierenden sozialen Probleme und die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Entwicklungen &uuml;berzeichnet.<br>\nDer SRU warnt ausdr&uuml;cklich vor solchen Fehldeutungen. Die Verdoppelung des Haushaltsstrompreises im Laufe der letzten Dekade war vor allem durch den Kostenanstieg der fossilen Energietr&auml;ger getrieben. Zudem ist die EEG-Umlage als Indikator f&uuml;r die Kosten der erneuerbaren Energien untauglich.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2014\/01\/23\/gabriels-energiewende-laesst-wesentliche-aussen-17620162\/\">Blog von Andr&eacute; Tautenhahn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gemeinsam mehr bewegen: Die Schlaum&auml;use auf gro&szlig;er Deutschland-Tour<\/strong><br>\nVon Braunschweig nach Ludwigshafen, von Hannover bis Bad Kissingen: Die Schlaum&auml;use-Initiative macht mobil und f&auml;hrt auf ihrer gro&szlig;en Bildungs-Tour durch die gesamte Bundesrepublik. Mit im Reisegep&auml;ck sind die neue Lernsoftware sowie 130 gespendete PC-Tablets von Lenovo. Bis Juli 2013 werden Kinderg&auml;rten in rund 20 deutschen St&auml;dten mit dem XXL-Schlaum&auml;use-Lernpaket ausgestattet.<br>\n(&hellip;)<br>\nFlorian Bernschneider, Jugendpolitischer Sprecher der FDP Bundestagsfraktion, begleitete die Schlaum&auml;use-Tour in Braunschweig. Der 26-J&auml;hrige Politiker, der die Schlaum&auml;use-Initiative auf der diesj&auml;hrigen CeBIT in Hannover kennengelernt hatte, war schnell davon &uuml;berzeugt, dass die Software in seiner Heimatstadt zum Einsatz kommen sollte. Gemeinsam mit seinem Kollegen und integrationspolitischem Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Serkan T&ouml;ren &uuml;berreichte Florian Bernschneider die Software und einen Tablet-PC der Kita Ahrplatz. Florian Bernschneider erkl&auml;rte bei der Veranstaltung: &bdquo;Kindertageseinrichtungen sind Orte fr&uuml;hkindlicher Bildung. Hier werden die Grundlagen f&uuml;r den weiteren Bildungsweg und damit die Fundamente f&uuml;r die Zukunft unserer Kinder gelegt. Das Programm von Microsoft und seinen Partnern f&ouml;rdert die Sprachentwicklung, die wichtig ist f&uuml;r den Erfolg unserer Kinder. Aus diesem Grund bin ich sehr gl&uuml;cklich, dass das Projekt nun auch hier durchgef&uuml;hrt wird.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.schlaumaeuse.de\/Initiative\/Ueberblick\/1190_Schlaumaeuse_Tour_2013.htm\">schlaumaeuse.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Heute Morgen sollte ich in der Kita eine Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung unterschreiben, dass s&auml;mtliche Bildrechte in Bild und Ton von meinem Kind, die w&auml;hrend der Pr&auml;sentationsveranstaltung in das Eigentum der Veranstalter (Helliwood Media &amp; Education und Microsoft) &uuml;bergehen. Auf meine Frage, was passiert, wenn ich das nicht unterschreibe war die Antwort: &ldquo;Dann darf ihr Kind nicht daran teilnehmen&hellip;&rdquo; Sehr sch&ouml;n, jetzt darf ich einem F&uuml;nfj&auml;hrigen erkl&auml;ren, warum er nicht darf, was die Anderen d&uuml;rfen&hellip; Sprachf&ouml;rderung an Kitas halte ich f&uuml;r eine wichtige Sache und ich habe auch nicht Grunds&auml;tzlich etwas gegen die Anwendung von Computern und Software. Aber die Art und Weise, wie hier vorgegangen wird finde ich erschreckend. Hier wird meiner Meinung nach nur hinter hehren Zielen versteckt, was in Wahrheit nur eine Marketingkampagne darstellt. In erster Linie sollen die Kinder mal an Software von Microsoft herangef&uuml;hrt werden. Schirmherr des Ganzen: Das Bundesfamilienministerium. Das wird wohl zu lang f&uuml;r die Hinweise des Tages und ist ja auch kein Journalistischer Beitrag&hellip;wie auch immer, das musste ich gerade loswerden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Innenministerium mahnt FragDenStaat.de ab<\/strong><br>\nHintergrund: Dank des Informationsfreiheitsgesetzes k&ouml;nnen B&uuml;rger Einsicht in amtliche Akten verlangen, soweit dies von &ouml;ffentlichem Interesse ist. FragDenStaat, hinter dem der Verein Open Knowledge Foundation steht, ver&ouml;ffentlicht die Antworten auf solche Anfragen, um f&uuml;r mehr Transparenz zu sorgen.<br>\nDarum geht es: Im November 2011 urteilte das Bundesverfassungsgericht &uuml;ber die Sperrklausel bei Europawahlen. In einer internen Stellungnahme bewerteten Juristen des Bundesinnenministeriums wenige Tage sp&auml;ter das Urteil und kamen zu dem Schluss, Sperrklauseln bei Europawahlen seien generell nicht haltbar. Dennoch verabschiedete der Bundestag sp&auml;ter mit gro&szlig;er Mehrheit eine Drei-Prozent-H&uuml;rde. Guido Strack, Gr&uuml;nder des &ldquo;Whistleblower Netzwerks&rdquo;, forderte das Gutachten des Innenministeriums an &ndash; unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz.<br>\nDer Streitpunkt: Im Dezember 2013 erhielt Strack das interne Gutachten &ndash; allerdings mit dem Hinweis, es sei nur f&uuml;r den privaten Gebrauch, nicht zur Ver&ouml;ffentlichung. Wenig sp&auml;ter publizierte es FragdenStaat.de dennoch. Am 17. Januar erhielten die Betreiber des Portals deshalb eine Abmahnung. Absender: das Bundesinnenministerium. Der Seitenbetreiber solle 887,03 Euro zahlen und eine Verpflichtung abgeben, das Dokument offline zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/europawahl-gutachten-innenministerium-mahnt-fragdenstaatde-ab-1.1869374\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nur die Normalit&auml;t einer Konsumgesellschaft<\/strong><br>\nWas in den Medien im Falle des ADAC jetzt Manipulation genannt wird, ist in vielen Branchen g&auml;ngige Gesch&auml;ftspraxis. Wer glaubt denn ernstlich, dass allerlei Empfehlungen auf Seite Eins aus &Uuml;berzeugung beworben werden?<br>\nDie Abstimmung des &ldquo;Lieblingsautos der Deutschen&rdquo; wurde &uuml;ber mehrere Jahre manipuliert. Das emp&ouml;rt die &Ouml;ffentlichkeit und viele ADAC-Mitglieder. Sie glauben nun ein falsches Bild von der Realit&auml;t aus Deutschlands Autoh&auml;usern vermittelt bekommen zu haben. Von der massenpsychologischen Warte aus k&ouml;nnte man feststellen, dass dieses falsche Bild auch das Kaufverhalten manches Kunden beeinflusst hat. Denn viele VW-Golf-K&auml;ufer k&ouml;nnen doch nicht irren. Also kaufe ich mir auch einen!<br>\nHier greift die unterbewusste Veranlagung, dass die Mehrheit aufgrund ihrer Mehrheit nicht falsch liegen kann. Francis Galton sprach schon 1906 von diesem Prinzip als die &ldquo;Weisheit der Vielen&rdquo;. Bei Amazon oder Bonprix nennen sie denselben Schmu einfach Topseller. Da bekommt man auch quasi auf Mehrheitsbasis ein beliebtes Produkt eingeblendet. Von diesem Rang ist es dann auch schwer zu verdr&auml;ngen &ndash; die Einblendung potenziert die Absatzzahlen. &Auml;hnlich, wenn auch nicht ganz so dramatisch, war es vermutlich in all den Jahren, da der ADAC sich das deutsche Lieblingsauto ersonnen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/01\/nur-die-normalitat-einer.html\">Ad Sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Commerzbank k&uuml;ndigt M&uuml;nchnerin nach 45 Jahren Konto, weil ihr Sohn Kommunist ist<\/strong><br>\nDiese Geschichte erinnert an die Zeit des Kalten Krieges:<br>\nAm 08.01.14 wurde Evelyn S. (62 Jahre) nach 45 Kundenjahren ihr Konto bei der Commerzbank M&uuml;nchen gek&uuml;ndigt. Sie wollte nicht akzeptieren, dass ihrem politisch aktiven Sohn, Kerem Schamberger (27 Jahre), die Bankvollmacht f&uuml;r das Konto entzogen wird. Mit genau dieser Forderung wurde sie telefonisch am 12.12.13 von einer Mitarbeiterin der Commerzbank &uuml;berrascht: Ihr Sohn geh&ouml;re zu einer Personengruppe, mit denen die Bank keine Gesch&auml;fte mache. Auf R&uuml;ckfrage der Kontoinhaberin und des bevollm&auml;chtigen Sohnes wollte die Commerzbank keinerlei Gr&uuml;nde f&uuml;r die weitere Nicht-Anerkennung der bereits seit drei Jahren laufenden Vollmacht nennen. Einer internen Abteilung der Bank w&auml;ren, so die Mitarbeiterin, Erkenntnisse zugespielt worden, die eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr m&ouml;glich machen. Diese Informationen seien geheim, Gr&uuml;nde k&ouml;nnten nicht genannt werden, die K&uuml;ndigung sei aber unabdingbar. Auch eine Email (siehe Anhang) mit der Bitte, die Gr&uuml;nde offenzulegen blieb unbeantwortet, stattdessen erfolgte nun die komplette K&uuml;ndigung des Kontos ohne weitere Erkl&auml;rungen.<br>\nDie Gr&uuml;nde f&uuml;r die K&uuml;ndigung liegen dabei auf der Hand. Evelyn Schamberger wird in Sippenhaft genommen f&uuml;r die politischen Aktivit&auml;ten ihres Sohnes. Dieser ist seit Jahren ein bekannter, politisch aktiver Mitb&uuml;rger, der sich unter anderem in der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) M&uuml;nchen als Kreissprecher engagiert, aber zum Beispiel auch ein gew&auml;hltes Mitglied der Fachschaft Kommunikationswissenschaft in seinem Studiengang ist.<br>\n&Uuml;ber die Rolle des Verfassungsschutzes bei der Weiterreichung etwaiger Kenntnisse an die unbekannte interne Abteilung der Commerzbank kann nur spekuliert werden. Dass dieser dabei seine Finger im Spiel gehabt haben d&uuml;rfte liegt auf der Hand.<br>\nDas eine Bankvollmacht aus politischen Gr&uuml;nden verweigert wird und die zweitgr&ouml;&szlig;te Bank Deutschlands daf&uuml;r sogar so weit geht, der Inhaberin des Kontos nach fast f&uuml;nf Jahrzehnten zu k&uuml;ndigen, ist ein Novum und Skandal. Noch dazu von einer Bank, die sich massiv verzockte und im Jahr 2009 mit insgesamt 18,2 Milliarden Euro Steuergeldern &bdquo;gerettet&ldquo; werden musste. Insgesamt hat dies den Steuerzahler bisher 2,5 Milliarden Euro gekostet. Als weitaus gr&ouml;&szlig;ter Einzelaktion&auml;r &ndash; 17% der Aktien &ndash; hat der Staat entscheidenen Einfluss auf die Politik der Bank.Dies ist ein weiteres pikantes Detail: &Uuml;ber mehrere Ecken erfolgt eine Verfolgung politisch unbequemer B&uuml;rgerInnen durch eine quasi-staatliche Bank.<br>\nDass diese Bank schon seit langer Zeit schmutzige Spielchen spielt, ist sp&auml;testens durch die Unterst&uuml;tzung des S&uuml;dafrikanischen Apartheidregimes in den 80er Jahren bekannt. Damals verhinderte u.a. die Commerzbank einen Staatsbankrot der rassistischen Diktatur und verl&auml;ngerte damit das Leiden hunderttausender Menschen. Auch danach machte die Bank mit Geldw&auml;sche-Aff&auml;ren in Russland und Osteuropa und herabw&uuml;rdigender Kunden-kategorisierungen auf sich aufmerksam.<br>\nJetzt steht ihr mit der K&uuml;ndigung des Kontos der M&uuml;nchnerin wegen ihres links denkenden Sohnes ein weiterer Skandal ins Haus.<br>\nKerem Schamberger l&auml;sst sich dadurch allerdings nicht einsch&uuml;chtern. F&uuml;r ihn ist diese Verfolgung von ungewohnter Seite nur ein weiterer Grund im kommenden Mai, gemeinsam mit zehntausenden weiteren Menschen, in Frankfurt am Main bei Blockupy f&uuml;r die Vergesellschaftung und Entmachtung der Banken zu demonstrieren.<br>\nQuelle: Pressemitteilung (nicht im Netz)\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Kerem Schamberger ist ein kluger, politisch engagierter junger Mann. Der Angriff auf ihn ist zugleich eine Attacke auf die wenigen politisch interessierten und nicht angepassten jungen Menschen. Offenbar wollen die herrschenden Kreise angepasste Typen. Die mit dem Vorgang verbundene Sippenhaft ist ein zus&auml;tzlicher Skandal. Und dass sich dies mit der Commerzbank eine Bank leistet, die wir mit 18,2 Milliarden Euro Steuergeld gerettet haben, setzt dem allem noch die Krone auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Syrien: Islamisten setzen deutsche Raketen ein<\/strong><br>\nPanzerabwehrraketen vom Typ MILAN aus deutsch-franz&ouml;sischer Produktion werden nach Recherchen des NDR und der &ldquo;Berliner Zeitung&rdquo; im syrischen B&uuml;rgerkrieg eingesetzt, auch von Rebellen der Al-Kaida-nahen Al-Nusrah-Front. Das belegen Videoaufnahmen aus dem B&uuml;rgerkriegsland und der Augenzeugenbericht des deutschen Bundestagsabgeordneten Jan van Aken (Die Linke), der in der vergangenen Woche in die nordsyrischen Kurdengebiete reiste.<br>\nKurdische Rebellen erkl&auml;rten van Aken und mitgereisten Journalisten, sie h&auml;tten in einem Gefecht mit Al-Nusrah Waffen erbeutet. &ldquo;Dann haben sie mir pl&ouml;tzlich eine deutsche MILAN-Rakete gezeigt&rdquo;. Die vom Bundestagsabgeordneten van Aken gesichtete MILAN-Rakete k&ouml;nnte aus einer Lieferung an das Assad-Regime im Jahre 1978 stammen. Die Ausfuhr von 4.400 Raketen hatte damals bereits eine Kontroverse im Bundestag und Proteste der israelischen Regierung hervorgerufen.<br>\nWeitere Recherchen von NDR und Berliner &ldquo;Zeitung&rdquo; belegen zus&auml;tzlich die Rolle der MILAN-Rakete im syrischen Krieg. Ein Video, das eine islamistische Rebellengruppe ins Internet gestellt hat, zeigt, wie Milizion&auml;re ein Waffenlager der Regierung pl&uuml;ndern. Unter den erbeuteten Waffen befinden sich MILAN-Raketen. Auf weiterem Bildmaterial aus dem Krieg in Syrien ist zu sehen, wie MILAN-Raketen in Gefechten eingesetzt werden. Darunter sind auch Raketen neueren Baujahrs, wie die vorliegenden Registrierungsnummern belegen. Zus&auml;tzliche Fotos dokumentieren eine Schiffsladung, die aus Libyen stammte und f&uuml;r die syrischen Rebellen bestimmt war. Einige Container enthalten MILAN-Raketen mit der deutschsprachigen Aufschrift &ldquo;Bodenziel&rdquo;und dem K&uuml;rzel &ldquo;LFK&rdquo;, das f&uuml;r &ldquo;Lenkflugk&ouml;rper&rdquo; steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/aktuell\/deutscheraketen101.html\">Das Erste Panorama<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>In die Offensive<\/strong><br>\nNach der blutigen Eskalation der Proteste in Kiew droht Witali Klitschko, der Favorit Berlins in der Ukraine, mit einer neuen &ldquo;Offensive&rdquo; gegen die Regierung. Diese werde gestartet, sollte Pr&auml;sident Janukowitsch nicht bis zum gestrigen Abend zur&uuml;cktreten, hatte Klitschko am Mittwoch angek&uuml;ndigt. Der R&uuml;cktritt ist bis zum Ablauf des Ultimatums nicht erfolgt; die Spannungen steigen. Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier sei &ldquo;in verschiedener Weise&rdquo; mit der ukrainischen Opposition &ldquo;in Kontakt&rdquo;, teilt Bundeskanzlerin Merkel mit und erh&ouml;ht den Druck auf die ukrainische Regierung: Diese m&uuml;sse &ldquo;die freie Meinungs&auml;u&szlig;erung und friedliche Versammlungen&rdquo; sch&uuml;tzen. Die Gewalteskalation am letzten Wochenende, die der brutalen Polizei- Repression vorausging, wurde von Aktivisten der extremen Rechten initiiert, die von Anfang an an den Protesten des &ldquo;Euromaidan&rdquo; teilnahmen und dort inzwischen Beobachtern zufolge zunehmend auf Akzeptanz sto&szlig;en. &ldquo;Fortschrittliche Aktivisten&rdquo; m&uuml;ssten heute in Kiew &ldquo;an zwei Fronten k&auml;mpfen&rdquo;, hei&szlig;t es: &ldquo;gegen ein Regime, das Polizeigewalt unterst&uuml;tzt&rdquo;, aber auch &ldquo;gegen extremen Nationalismus&rdquo;. Anf&uuml;hrer der extremen Rechten drohen mittlerweile mit einem B&uuml;rgerkrieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58782\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>NRW-Hochschulen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gewerkschaften zum NRW-Hochschulzukunftsgesetz<\/strong><br>\nDer vorgelegte Gesetzentwurf weist in die richtige Richtung. Das schwarz-gelbe Hochschulgesetz von 2007 hat zu Fehlentwicklungen gef&uuml;hrt, die dringend beseitigt werden m&uuml;ssen. Nicht &ouml;konomischer Wettbewerb, sondern bestm&ouml;gliche Studien-, Forschungs- und Arbeits-bedingungen m&uuml;ssen die Leitplanken der NRW-Hochschulpolitik sein. Dennoch enth&auml;lt der Gesetzentwurf L&uuml;cken, die es nachzuarbeiten gilt. An vielen Stellen fehlt es an den richtigen Instrumenten, um die formulierten Ziele konsequent umsetzen zu k&ouml;nnen.<br>\nDer DGB hat Respekt vor der grundgesetzlich garantierten Freiheit der Wissenschaften. Die Aufgaben der Hochschulen m&uuml;ssen aber gesetzlich festgelegt werden und die Gewerkschaften erwarten, dass gesetzlich normierte gute Arbeitsbedingungen f&uuml;r alle Hochschulbesch&auml;ftigten zum Standard werden. Sichere Arbeitspl&auml;tze, eine faire Entlohnung und berufliche Perspektiven sind Voraussetzung f&uuml;r gute Lehre und Forschung und f&uuml;r die Zukunftsf&auml;higkeit Nordrhein-Westfalens. Insbesondere m&uuml;ssen die gigantischen Ausw&uuml;chse befristeter Besch&auml;ftigungen an unseren Hochschulen zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden. Dazu geh&ouml;rt auch, dass die Arbeitnehmer auf Augenh&ouml;he mitbestimmen k&ouml;nnen &ndash; in den universit&auml;ren Gremien ebenso wie in den Personalvertretungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nrw.dgb.de\/presse\/++co++bfe744e6-76b8-11e3-af5e-52540023ef1a\">DGB NRW, dort auch die ausf&uuml;hrliche Stellungnahme zum Download<\/a><\/li>\n<li><strong>Demokratisch, offen und sozial statt unternehmerisch!<\/strong><br>\n&ldquo;Die unternehmerisch gef&uuml;hrten Hochschulen haben sich nicht erfolgreich gegen schlechte Studienbedingungen, &uuml;bervolle H&ouml;rs&auml;le und unzureichende Arbeitsbedingungen eingesetzt. Die GEW bekennt sich zum Leitbild einer demokratischen, offenen und sozialen Hochschule. Aus dieser Perspektive begr&uuml;&szlig;en wir den von der Landesregierung eingeschlagenen Kurs der Hochschulreform. Die Situation der Besch&auml;ftigten muss allerdings noch weitergehend verbessert werden.&rdquo;, erkl&auml;rte heute GEW Landesvorsitzende Dorothea Sch&auml;fer.<br>\nDie GEW spricht sich daf&uuml;r aus, die Besch&auml;ftigten der Hochschulen wieder zu Besch&auml;ftigten des Landes zu machen. Nur so k&ouml;nne eine gesicherte Besch&auml;ftigungsperspektive, Klarheit bei der tariflichen Bezahlung und eine vollwirksame Personalvertretung gew&auml;hrleistet werden. Die im Gesetzentwurf formulierten Grunds&auml;tze &ldquo;Guter Arbeit&rdquo; an den Hochschulen seien zwar vern&uuml;nftig, die f&uuml;r die Umsetzung vorgesehenen Instrumentarien aber v&ouml;llig unzureichend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew-nrw.de\/index.php?id=2837\">GEW NRW<\/a><\/li>\n<li><strong>Gesellschaft muss Verantwortung f&uuml;r die Hochschulen NRW tragen<\/strong><br>\n&bdquo;Fundamentalopposition gegen die Weiterentwicklung des Hochschulgesetzes in Nordrhein-Westfalen&ldquo; hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) den Hochschulleitungen im Land vorgeworfen. &ldquo;Wir brauchen jedoch dringend eine Reform des Hochschulrechts&rdquo;, erkl&auml;rte ver.di-Hochschulexperte Uwe Meyeringh. &ldquo;Nach wie vor h&ouml;ren wir viele Klagen von Studierenden und Besch&auml;ftigten &uuml;ber schlechte Studien- und Arbeitsbedingungen. Das Land muss hier eingreifen.&rdquo;<br>\nDie Zukunft der Hochschulen sei eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. &bdquo;Deshalb ist es Aufgabe des Parlaments, die zentrale Steuerung und Planung zu &uuml;bernehmen. Verschiedene gesellschaftliche Gruppen sollen in den Hochschulr&auml;ten vertreten sein und die Hochschulleitungen beraten&ldquo;, sagte Meyeringh.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nrw.verdi.de\/presse\/pressemitteilungen\/++co++d8d92de0-7cfb-11e3-890a-52540059119e\">ver.di<\/a><\/li>\n<li><strong>DGB-NRW: Hochschulen sind schlechte Arbeitgeber<\/strong><br>\n&bdquo;Die NRW-Hochschulen sind schlechte Arbeitgeber&rdquo; erkl&auml;rt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW, anl&auml;sslich der heutigen Sitzung des Ausschusses f&uuml;r Innovation, Wissenschaft und Forschung des D&uuml;sseldorfer Landtags. Im Rahmen der Ausschusssitzung wird der DGB NRW die Ergebnisse seiner Umfrage Arbeitsbedingungen an Hochschulen vorstellen und mit den Ausschussmitgliedern diskutieren. Im Fr&uuml;hjahr 2013 hatte der DGB NRW 900 Wissenschaftler und Verwaltungsmitarbeiter an NRW-Hochschulen nach ihren Besch&auml;ftigungsbedingungen befragt.<br>\n&bdquo;Unsere Befragung hat gezeigt, dass die pinkwartsche Hochschulpolitik zu prek&auml;ren Zust&auml;nden an den nordrhein-westf&auml;lischen Universit&auml;ten und Fachhochschulen gef&uuml;hrt hat&ldquo;, so Meyer-Lauber weiter. &bdquo;Wenn man eine Hochschule wie ein Unternehmen f&uuml;hren will, muss man auch seiner Verantwortung als Arbeitgeber gerecht werden. Das haben die Rektoren vers&auml;umt. Die Arbeitsbedingungen an unseren Hochschulen sind untragbar.&ldquo;<br>\n79 Prozent der Wissenschaftler an Universit&auml;ten hatten in der Umfrage angegeben, befristet besch&auml;ftigt zu sein, an den Fachhochschulen sind es 57 Prozent. Zudem machen rund zwei Drittel aller vollzeitbesch&auml;ftigten Wissenschaftler nach eigenen Angaben regelm&auml;&szlig;ig &Uuml;berstunden. Bei den Halbtagsbesch&auml;ftigten ist die Lage noch dramatischer, hier sind es 75 Prozent, die &ndash; zumeist unbezahlte &ndash;  &Uuml;berstunden leisten. Vier von zehn Befragten halten zudem ihr Einkommen f&uuml;r nicht angemessen, jeder f&uuml;nfte Besch&auml;ftigte klagt &uuml;ber eine zu hohe Arbeitsbelastung. &bdquo;Diese unzureichenden Bedingungen f&uuml;hren dazu, dass sich jeder vierte Besch&auml;ftigte nicht vorstellen kann, langfristig an einer Hochschule zu arbeiten&ldquo;, kommentiert Meyer-Lauber. &bdquo;Das ist nicht nur f&uuml;r die Arbeitnehmer ein Problem, sondern auch f&uuml;r den Wissenschaftsstandort NRW.&ldquo;<br>\nDie Hochschulen seien dringend gefordert, die Bedingungen f&uuml;r ihre Besch&auml;ftigten zu verbessern, erg&auml;nzt der DGB-Chef. &bdquo;Zugleich muss aber auch das Land wieder st&auml;rker an Hochschulen aktiv werden. Wir brauchen mit der Novellierung des Hochschulgesetzes verbindliche Regelungen f&uuml;r bessere Arbeitsbedingungen.&ldquo; Der vorgelegte Referentenentwurf weise in die richtige Richtung, gehe aber nicht weit genug, um grunds&auml;tzlich etwas zu verbessern.<br>\nDie Ergebnisse der Befragung und Grafiken zum Download finden Sie hier<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nrw.dgb.de\/presse\/++co++dabf28e0-8349-11e3-ae95-52540023ef1a\">DGB NRW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich habe diese gewerkschaftlichen Stimmen zum Referentenentwurf f&uuml;r ein Hochschulzukunftsgesetz ganz bewusst einmal in unsere Hinweise gestellt. Sie sind n&auml;mlich in den &uuml;blichen Medien kaum irgendwo zu lesen. Ich habe &uuml;ber mehrere Suchmaschinen gesucht. Wenn jedoch ein paar Hochschulratsvorsitzende vor die Presse treten und als Wirtschaftslobby die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19873\">R&uuml;cknahme des Gesetzentwurfes fordert<\/a>, dann gibt es einen riesigen Medienspektakel. Wieder einmal ein konkretes Beispiel f&uuml;r die asymmetrische und unternehmerfreundliche ver&ouml;ffentlichte Meinung.<\/em> <\/p>\n<p><em>W&auml;hrend die meisten Medien ins Horn der vermeintlich f&uuml;r die Hochschulautonomie k&auml;mpfenden Rektoren und Hochschulr&auml;te blasen, macht die FAZ in der Rubrik Forschung und Lehre (wieder einmal) eine l&ouml;bliche Ausnahme:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Vorsicht Autonomiefalle<\/strong><br>\nUnter dieser &Uuml;berschrift schreibt der Pr&auml;sident des Wuppertal Institutes f&uuml;r Klima, Umwelt Energie und Aufsichtsratsvorsitzende der Universit&auml;t Witten\/Herdecke Uwe Schneidewind, in der <a href=\"http:\/\/www.seiten.faz-archiv.de\/faz\/20140122\/fd1201401224165851.html\">Printfassung der FAZ  (v. 22. Januar 2014, S. N 5) &uuml;ber Abo<\/a> dass der Hochschulgesetzentwurf in NRW die Frage nach richtig verstandener Autonomie im Wissenschaftsbereich stelle. Das dahinterstehende Anliegen treffe einen wichtigen Nerv in der Debatte &uuml;ber das Verh&auml;ltnis von Wissenschaft und Gesellschaft. Der Gesetzentwurf solle deshalb als &bdquo;Weckruf&ldquo; verstanden werden, er zeuge vom Mut eines Ministeriums die Autonomiefrage neu zu stellen, trotz des erwartbaren Widerstands.<br>\nSchneidewind pl&auml;diert daf&uuml;r  wieder st&auml;rker zwischen individueller und institutioneller Wissenschaftsfreiheit zu unterscheiden. Die vor alle auf die Institution Hochschule begrenzte Sicht der Autonomie k&ouml;nne zur Selbstbez&uuml;glichkeit und Abschottung ganzer Disziplinen f&uuml;hren. Gerade durch die massiven Ver&auml;nderungen in der Steuerung von Hochschulen, z.B. durch die St&auml;rkung der Rektorate und die Schaffung von Hochschulr&auml;ten sei eine Schw&auml;chung der Selbstverwaltung einhergegangen und damit die Gefahr der Schw&auml;chung individueller Wissenschaftsfreiheit<br>\nStaatliche Rahmensetzungen k&ouml;nnten durchaus zu einem Garanten f&uuml;r ein Mehr an individueller Wissenschaftsfreiheit sein. Die Universit&auml;ten h&auml;tten ihre Freiheiten eher in gleichf&ouml;rmiger Weise genutzt, n&auml;mlich durch den Ausbau der Forschungsorientierung und kaum der Lehre und das in der Regel bei den MINT-F&auml;chern und durch einen R&uuml;ckzug aus gesellschaftlich motivierten Bet&auml;tigungsfeldern. Es mehrten sich die Zweifel, ob die Autonomie ausreichend w&uuml;nschenswerte gesellschaftliche Ertr&auml;ge zeige.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Politik h&auml;lt die Schotten dicht: Engp&auml;sse beim Master-Zugang<\/strong><br>\nGenug oder nicht genug? Dreiviertel aller Bachelor-Absolventen wollen einen Master-Abschluss draufsatteln. Aber h&auml;lt das Angebot an Studienpl&auml;tzen da &uuml;berhaupt mit? Ja, meinen die politisch Verantwortlichen in Bund und L&auml;ndern. Nein, sagen Studierendenvertreter und Gewerkschaften. Auf alle F&auml;lle gilt: Weil inzwischen knallhart ausgesiebt wird, haut es mit dem Wunschfach an der Wunschhochschule immer seltener hin. Ganz wehrlos sind die Zukurzgekommenen aber auch nicht. Der Gang vors Gericht kann sich lohnen, wie ein aktuelles Urteil aus Osnabr&uuml;ck beweist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-1599-master-lehramt.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-20250","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20250","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20250"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20250\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20253,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20250\/revisions\/20253"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20250"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20250"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20250"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}