{"id":20260,"date":"2014-01-24T16:40:01","date_gmt":"2014-01-24T15:40:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260"},"modified":"2014-01-24T16:40:01","modified_gmt":"2014-01-24T15:40:01","slug":"hinweise-des-tages-ii-140","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h01\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h02\">&ldquo;Mein Fehler&rdquo;: Lanz &uuml;ber die Wagenknecht-Sendung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h04\">Weltwirtschaft tanzt auf Vulkan: &Ouml;konomen halten die &Auml;ra der aufstrebenden Schwellenl&auml;nder bereits f&uuml;r beendet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h05\">Die Finanzkrise war eine verpasste Chance<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h06\">Attac-Basis-Text zum geplanten EU-USA-Freihandelsabkommen erschienen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h07\">Davos Finds Inequality Its Business as Backlash Seen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h08\">Rechtsgutachten: Tariftreue-Gesetz in NRW mit Europarecht vereinbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h09\">Union widerspricht Kritik an Ehegattensplitting<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h10\">Die Entgrenzung der Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h11\">Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch eine neue Lohnersatzleistung bei Familienarbeitszeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h12\">&bdquo;Ich kann das nicht vertreten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h13\">ADAC-Pr&auml;sidiumsmitglieder unterwegs &ndash; Ich nehm&rsquo; den Rettungshubschrauber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h14\">Halfen UBS und CS Chinas Elite bei Steuerdelikten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h15\">&laquo;Wir haben die Unreife von Kindern in Krankheit verwandelt&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h16\">Kriegsgr&auml;uel: Die Bilder und die Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h17\">Der Wiener Weg &ndash; aktiv f&uuml;r die Menschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h18\">Steuerhinterziehung: Journalist Theo Sommer zu Bew&auml;hrungsstrafe verurteilt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260#h19\">Rezension: Martin Staiger: Rettet die Rente! &ndash; Wie sie ruiniert wurde und wie sie wieder sicher wird<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20260&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gewalt in Kiew: Steinmeier bestellt ukrainischen Botschafter ein<\/strong><br>\nDie Gewalt in Kiew alarmiert die Bundesregierung, nun erh&ouml;ht Berlin den diplomatischen Druck: Au&szlig;enminister Steinmeier hat f&uuml;r den Nachmittag den ukrainischen Botschafter einbestellt. Man wolle mit Nachdruck die &ldquo;offizielle Haltung &uuml;bermitteln&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/aussenminister-steinmeier-bestellt-ukrainischen-botschafter-ein-a-945340.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p>siehe dazu auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20254\">Jens Berger &ndash; Glosse &ndash; Weltpolitik f&uuml;r Anf&auml;nger<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Linke-Politiker Hunko: &ldquo;Kooperation mit Faschisten in Kiew beenden&rdquo;<\/strong><br>\n[&hellip;] Deutschland muss aufh&ouml;ren, den Konfrontationskurs in der Ukraine zu unterst&uuml;tzen, fordert der Linke-Politiker Andrej Hunko. Der Bundestagsabgeordnete kritisiert scharf das Vorgehen von Oppositionsf&uuml;hrer Witali Klitschko. Der mache gemeinsame Sache mit Faschisten. [&hellip;]<br>\nDie Bundesregierung und ein Teil der Medien h&auml;tten seit Monaten das Oppositionsb&uuml;ndnis von Klitschko, der Timoschenko-Partei und den Faschisten der &ldquo;Swoboda&rdquo;-Partei &ldquo;unkritisch unterst&uuml;tzt&rdquo;, kritisiert der Abgeordnete Hunko weiter. &ldquo;Sie k&ouml;nnen sich jetzt nicht darauf zur&uuml;ckziehen nur die friedlichen Demonstranten gemeint zu haben.&rdquo; Die deutsche Au&szlig;enpolitik und die Konrad-Adenauer-Stiftung sch&uuml;rten seit langem Oppositionsbewegungen in der Ukraine, &ldquo;um eine ihnen genehme Regierung zu bekommen&rdquo;. Dass sie dabei bereits sind, mit Faschisten zu paktieren, k&ouml;nnte sich jetzt r&auml;chen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.ruvr.ru\/2014_01_23\/Linke-Politiker-Hunko-Kooperation-mit-Faschisten-in-Kiew-beenden-8135\/\">Radio Stimme Russlands<\/a><\/li>\n<li><strong>Rechtsradikale &uuml;bernehmen Klitschkos Opposition &ndash; Ein Pakt mit dem Teufel<\/strong><br>\nSeit bald zwei Monaten demonstriert die Opposition gemeinsam gegen die Regierung von Pr&auml;sident Janukowitsch. Die rechtsradikale Swoboda-Partei wird dabei immer einflussreicher &ndash; und h&auml;lt wenig von friedlichen Protesten. [&hellip;]<br>\nEs ist eine paradoxe Situation, in der die prowestliche Opposition gemeinsame Sache mit erkl&auml;rten Feinden der &ldquo;EU-Diktatur&rdquo; macht &ndash; doch bei den Parlamentswahlen 2010 holte Swoboda 10,4 Prozent und bei den Demonstrationen auf dem Kiewer Maidan sind die Mitglieder der Partei stets ganz vorne mit dabei. &ldquo;Der Feind meines Feindes ist mein Freund&rdquo; scheint deshalb der Grundsatz der vereinigten Opposition zu lauten. Es ist ein Pakt mit dem Teufel, den Klitschko und seine Mitstreiter geschlossen haben &ndash; und bei dem sie vergessen haben, das Kleingedruckte zu lesen. [&hellip;]<br>\nWenn er die ukrainische Regierung als &ldquo;Gangster, Diebe und Tiere&rdquo; bezeichnet und im n&auml;chsten Satz die &ldquo;echten Ukrainer&rdquo; zum &ldquo;heroischen Kampf gegen das Regime&rdquo; auffordert, sind die Massen wie elektrisiert. Dass er bereits 2004 vor der &ldquo;Moskauer Juden-Mafia, die die Ukraine regiert&rdquo; ausgespuckt hat und das Parteiprogramm so antisemitisch und rassistisch daherkommt, dass die EU schon im Dezember 2012 vor Swoboda warnte: geschenkt. Was f&uuml;r die meisten Demonstranten auf dem Maidan stattdessen z&auml;hlt, ist das Gemeinschaftsgef&uuml;hl, das ihnen Swoboda im Gegensatz zu Klitschkos Udar-Partei und Julia Timoschenkos Vaterlands-Partei bietet &ndash; und die Entschlossenheit, mit der die Freiheits-Partei Janukowitsch vom Thron st&uuml;rzen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Ein-Pakt-mit-dem-Teufel-article12125121.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Mein Fehler&rdquo;: Lanz &uuml;ber die Wagenknecht-Sendung<\/strong><br>\n[&hellip;] Auf der inhaltlichen Ebene sage ich: Es muss m&ouml;glich sein, kritische Fragen zu stellen. Und ich finde, es ist legitim zu fragen, welche Haltung die Linkspartei &ndash; deren Ikone Frau Wagenkecht nun einmal ist &ndash; beispielsweise zu Europa hat, und wie das gemeint ist, wenn in einem Parteiprogramm-Entwurf in Bezug auf die EU die Adjektive &bdquo;militaristisch&ldquo; und &bdquo;diktatorisch&ldquo; auftauchen. Sie sagte in der Sendung zwar, das sei ungl&uuml;cklich formuliert, eine klare Distanzierung war das aber nicht. Und daran entz&uuml;ndete sich die Debatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/reaktion-auf-online-petition-markus-lanz-gesteht-fehler-ein\/9380952.html\">tagesspiegel.de<\/a>\n<p><em><strong>dazu Andrej Hunko (MdB\/Die Linke) auf Facebook:<\/strong> Mal abgesehen davon, dass Nachfragen nur Sinn machen, wenn auch Antworten zugelassen werden, &ndash; das Adjektiv &lsquo;diktatorisch&rsquo; steht gar nicht im Parteiprogramm-Entwurf der Linken.<br>\nWer den Unterschied zwischen &lsquo;diktatorisch&rsquo; und &lsquo;weithin undemokratisch&rsquo; nicht kennt und falsch zitiert, sollte die Moderation von politischen Formaten vielleicht wirklich besser lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Snowden: &bdquo;Die Regierung wei&szlig; alles&ldquo;<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Obama verteidigte k&uuml;rzlich erneut seinen Geheimdienst NSA. Jetzt antwortete Edward Snowden. In einem Livechat im Internet stellte sich der Informant Fragen der Nutzer &ndash; und gab teils &uuml;berraschende Antworten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/snowden-im-livechat-die-regierung-weiss-alles\/9378996.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Snowden im Livechat<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freesnowden.is\/asksnowden\/\">Free Snowden (eine Unterst&uuml;tzer-Seite)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung: Snowden:<\/strong> &bdquo;Wenn wir gut genug sind, um in jedes Ger&auml;t auf dem Planeten einzubrechen, in das wir wollen (und dazu geh&ouml;rt das Handy von Angela Merkel, wenn man den Berichten glauben kann), dann gibt es keine Entschuldigung daf&uuml;r, dass wir unsere Zeit damit verschwenden, die Verbindungsdaten von Gro&szlig;m&uuml;ttern in Missouri zu sammeln.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Unabh&auml;ngige US-Kommission h&auml;lt NSA-Sp&auml;haktionen f&uuml;r illegal<\/strong><br>\nDie unabh&auml;ngige Kommission Privacy and Civil Liberties Oversight Board (PCLOB), die die US-Regierung in Sachen Datenschutz ber&auml;t, h&auml;lt die Vorratsdatenspeicherung durch die NSA f&uuml;r illegal. Sie fordert sehr viel weitreichendere Konsequenzen, als jene, die US-Pr&auml;sident Barack Obama in seiner Rede am Freitag angek&uuml;ndigt hatte.<br>\nDie NSA-Praktiken stellten eine &ldquo;ernsthafte Bedrohung der B&uuml;rgerrechte&rdquo; dar, zitiert die Washington Post aus dem Bericht. Dar&uuml;ber hinaus h&auml;tten die Methoden bislang nur &ldquo;begrenzten Nutzen&rdquo; im Kampf gegen den Terrorismus gezeigt. &ldquo;Wir haben keinen Fall gefunden, in dem das Programm direkt dazu beigetragen hat, bislang unbekannte Pl&auml;ne f&uuml;r einen Terroranschlag aufzudecken oder zu verhindern&rdquo;, zitiert die Zeitung weiter aus dem Bericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/telefonueberwachung-unabhaengige-us-kommission-haelt-nsa-spaehaktionen-fuer-illegal-1.1869991\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Reform des EU-Datenschutzes &ndash; Aufschub f&uuml;r Internetkonzerne<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union verschiebt den Beschluss &uuml;ber eine neue Datenschutzverordnung bis nach der Europawahl. Der Ausgang ist wieder v&ouml;llig offen&hellip;<br>\nWann und wie es mit der Datenschutzverordnung nun konkret weitergeht, ist also v&ouml;llig offen. Mit der Europawahl im Mai k&ouml;nnte es zu neuen Mehrheiten im EU-Parlament kommen. Weil jedoch nach der Wahl auch die EU-Kommission neu besetzt wird, k&ouml;nnte die datenschutzrechtlich fortschrittliche Kommissarin Viviane Reding dann ebenfalls ersetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Reform-des-EU-Datenschutzes\/!131605\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Weltwirtschaft tanzt auf Vulkan: &Ouml;konomen halten die &Auml;ra der aufstrebenden Schwellenl&auml;nder bereits f&uuml;r beendet<\/strong><br>\nAls Ben Bernanke, der Chef der US-Notenbank Fed, einmal laut &uuml;ber ein Ende seiner lockeren Geldpolitik nachdachte, kam es zu einem Mini-Crash an den B&ouml;rsen. Jahrelang hatten die westlichen Zentralbanken die Finanzakteure mit billigem Geld &uuml;berflutet. Ein Gro&szlig;teil davon floss in die Schwellenl&auml;nder, die mit hohen Zinss&auml;tzen und &raquo;aufstrebenden M&auml;rkten&laquo; lockten. Als Bernanke im Mai 2013 seine Gedankenspiele ausplauderte, zogen Banken, Investoren und Konzerne postwendend Abermilliarden aus den Schwellenl&auml;ndern ab. Die indische Rupie b&uuml;&szlig;te rund 15 Prozent an Wert ein, der brasilianische Real 20 und der s&uuml;dafrikanische Rand 25 Prozent. Solche Verluste halten die meisten Analysten der gro&szlig;en Banken f&uuml;r eine l&auml;ngerfristige Erscheinung. Aus Sicht der US-Gro&szlig;bank Morgan Stanley geht indes eine &Auml;ra zu Ende, der Aufholprozess der &raquo;Dritten Welt&laquo; sei vorbei. Der Boom war vor allem durch den Export von Energie und Rohstoffen in die &raquo;Erste Welt&laquo; getrieben. Doch kurz- und mittelfristig d&uuml;rfte deren H&ouml;hepunkt &uuml;berschritten sein, der Superzyklus bei vielen Rohstoffen l&auml;uft aus, wichtige Preise fallen wieder. Der Abstand beim Wachstum zwischen Nord und S&uuml;d wird laut Analysten der Credit Suisse 2014 in Prozentzahlen so gering ausfallen wie seit 2002 nicht mehr. Damit wird der wirtschaftliche Vorsprung der G8-Industriestaaten gegen&uuml;ber dem Rest der Welt real wieder zunehmen. Zwar ist das Wachstum in den &raquo;Emerging Markets&laquo; nominell immer noch st&auml;rker als in den Industriel&auml;ndern. Die Weltbank erwartet laut einem aktuellen Bericht ein Plus von 5,3 Prozent. Aber Zahlen k&ouml;nnen t&auml;uschen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf liegt in der zweitgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft der Welt, China, nur bei 6569 US-Dollar &ndash; Industriel&auml;nder wie Deutschland sind da l&auml;ngst unerreichbar enteilt. Angenommen, die deutsche Wirtschaftsleistung w&uuml;rde auf Dauer &uuml;berhaupt nicht mehr wachsen und Chinas Wirtschaft j&auml;hrlich um zehn Prozent zulegen, w&uuml;rde es sechs Jahrzehnte dauern, bis der heutige Lebensstandard eines durchschnittlichen Bundesb&uuml;rgers erreicht w&auml;re. Doch ein zweistelliges Wachstumstempo konnte selbst die Lokomotive der Weltwirtschaft nur kurze Zeit halten. F&uuml;r 2014 erwarten die Propheten nur sieben Prozent. In absoluten Zahlen entspr&auml;che dies einem BIP-Zuwachs in Deutschland von gerade mal einem Prozent.<br>\nDie Weltwirtschaft insgesamt d&uuml;rfte sich 2014 und 2015 einem Wachstum von rund vier Prozent ann&auml;hern. Dazu sollte die Zusage der Zentralbanken beitragen, ihre monet&auml;ren Geschenke nur langsam zu verringern. Doch die Weltwirtschaft tanzt gleichzeitig auf einem Vulkan. US-amerikanische Schattenbanken, Immobilienblasen in China oder die weiter schwelende Euro-Krise bedrohen ebenso wie der politische Inselstreit im Pazifik oder religi&ouml;s motivierte B&uuml;rgerkriege im arabischen Raum die Weltwirtschaft. Auch sind die privaten Schulden etwa in S&uuml;dkorea, Singapur und Thailand so hoch wie in den USA vor der Finanzkrise.  Doch als gr&ouml;&szlig;te globale Gefahr gilt selbst den wirtschaftlichen und politischen Eliten die stark zunehmende Einkommensungleichheit, wie eine Arbeitsgruppe des Weltwirtschaftsforums in ihrem &raquo;Global Risk Report&laquo; feststellt. Auch in den Industriestaaten: So klettern im reichen Japan die Aktienkurse flott, seit der neue Premierminister Shinzo Abe die Notenbank zwang, die Geldpresse anzuwerfen. Doch gleichzeitig hat mehr als ein Drittel aller Japaner &uuml;berhaupt kein Sparverm&ouml;gen mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/921622.weltwirtschaft-tanzt-auf-vulkan.html\">ND via AG Friedensforschung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Finanzkrise war eine verpasste Chance<\/strong><br>\nUS-&Ouml;konom und Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Robert Shiller &uuml;ber Palliativmedizin f&uuml;r Banken und M&auml;rkte und die unerh&ouml;rte Idee, gleichzeitig Steuern und Ausgaben zu erh&ouml;hen: &rdquo; &hellip; 2000 und 2007 waren die letzten dramatischen Einbr&uuml;che. Unter diesen B&ouml;rsenkrisen litt in der Folge auch die Realwirtschaft. Das schlimmste Szenario f&uuml;r den n&auml;chsten Absturz w&auml;re, dass die Finanzm&auml;rkte erneut eine tiefe Rezession in der Weltwirtschaft ausl&ouml;sen. In dieser Situation k&ouml;nnten die Staaten wegen ihrer hohen Verschuldung allerdings viel weniger konjunkturstimulierende Massnahmen ergreifen. Das macht die Ausgangslage doppelt gef&auml;hrlich. Mein aktueller Ratschlag w&auml;re, in L&auml;ndern wie den USA gleichzeitig die Steuern und die Ausgaben zu erh&ouml;hen. Daf&uuml;r scheint aber wenig Konsens vorhanden. &hellip; Es braucht sicher ein gewisses Mass an Ungleichheit in marktwirtschaftlich organisierten Gesellschaften &ndash; es braucht Anreize, sich anzustrengen. Die M&ouml;glichkeit, Geld zu verdienen, inspiriert die Menschen. Doch die Einkommensungleichheit darf nicht &uuml;ber ein gesundes Mass hinausgehen. Was tun wir in Zukunft, wenn sich die Diskrepanz wegen Faktoren wie der Informationstechnologie versch&auml;rfen? Dar&uuml;ber sollte sich die Gesellschaft unterhalten. &hellip; &Ouml;ffentliche Dienstleistungen wie die Bildung sind ein Teil der Antwort. Ein anderer wichtiger Teil sind die Umverteilungen &uuml;ber das Steuersystem: Auch niedrig qualifizierte Arbeitskr&auml;fte sollten einen anst&auml;ndigen Lebensunterhalt verdienen k&ouml;nnen und nicht in die Sozialhilfe gedr&auml;ngt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/wef\/Die-Finanzkrise-war-eine-verpasste-Chance\/story\/21778212?dossier_id=2521\">Tages-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Kein Gelaber dar&uuml;ber, dass niedrig qualifizierte Arbeitskr&auml;fte nicht die Wertsch&ouml;pfung bringen, das sie kosten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Attac-Basis-Text zum geplanten EU-USA-Freihandelsabkommen erschienen<\/strong><br>\nBeitr&auml;ge von Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Organisationen sind in den neu erschienen Attac-Basis-Text &ldquo;Die Freihandelsfalle. Transatlantische Industriepolitik ohne B&uuml;rgerbeteiligung &ndash; das TTIP&rdquo; eingeflossen. Die gemeinsame Bucharbeit spiegelt die breite Ablehnung des geplanten EU-USA-Freihandelsabkommens seitens zahlreicher Nichtregierungsorganisationen und sozialer Bewegungen&hellip;<br>\nCo-Autorin Marianne Henkel vom Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz (BUND): &ldquo;Das transatlantische Freihandelsabkommen droht viele unserer Errungenschaften im Umwelt- und Verbraucherschutz aufzuweichen &ndash; die Liste ist lang: Gentechnik-Kennzeichnungspflicht, Pestizidgrenzwerte, Hormonfleisch-Verbot, Datenschutz. Langfristige regulatorische Kooperation und Investitionsschutz w&uuml;rden den Gesetzgebern den Spielraum f&uuml;r anspruchsvolle Standards in der Zukunft nehmen. Diese Partnerschaft k&auml;me vor allem Konzernen zugute.&rdquo;<br>\nCo-Autor Harald Klimenta vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac und Koordinator des Attac-Basis-Texts: &ldquo;Durch den Handelspakt wird der Standortwettbewerb weiter angeheizt, also werden Einkommen und Verm&ouml;gen noch ungerechter verteilt, Arbeitnehmerrechte und Produktstandards noch st&auml;rker unter Druck geraten und Umweltpolitik noch schwieriger werden. Deshalb muss das komplette Vertragswerk vom Tisch. Handelspolitik muss auf eine neue Basis gestellt werden &ndash; auch dies wird in dem Basis-Text diskutiert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/presse\/detailansicht\/news\/attac-basis-text-zum-geplanten-eu-usa-freihandelsabkommen-erschienen\/?cHash=d8aaf820edf555aa15599d6d9b03f8f1\">attac<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Davos Finds Inequality Its Business as Backlash Seen<\/strong><br>\nReducing inequality is usually the business of protesters at the World Economic Forum in Davos. This year, it&rsquo;s the buzzword for the business elite worried about their bottom lines.<br>\nAs widening income disparity becomes a dominant theme at the annual meeting in the Swiss ski resort,&hellip;<br>\nFailure to narrow the gap risks robbing economies of demand and threatens banks and big businesses with political and regulatory backlashes if voters rebel at squeezed wages. A poll of Bloomberg subscribers released this week found 58 percent view income disparity as a brake on economic growth, with 68 percent urging governments to confront the problem&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bloomberg.com\/news\/2014-01-23\/davos-makes-inequality-its-business-as-political-backlash-seen.html\">Bloomberg<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es erscheint zynisch, nun interessieren sich also im Edel-Skiort Davos die &bdquo;0,1%&ldquo; f&uuml;r die Ungleichheit. Sie merken allm&auml;hlich, dass man ohne K&auml;ufer nichts verkaufen und keinen Profit machen kann. Nach einer Bloomberg-Umfrage ist eine Mehrheit der Bezieher der Meinung, dass die L&uuml;cke zwischen Reich und Arm die Nachfrage und damit das Wachstum hemmt. Sie erwarten von den Regierungen, dass sie gegen die Einkommensungleichheit angehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rechtsgutachten: Tariftreue-Gesetz in NRW mit Europarecht vereinbar<\/strong><br>\nDas nordrhein-westf&auml;lische Tariftreue- und Vergabegesetz (TVgG NRW) ist europarechtskonform. Zu diesem Ergebnis kommt der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang D&auml;ubler in einem Gutachten, welches das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung in Auftrag gegeben hat. Anlass f&uuml;r die Expertise war eine Klage der bundeseigenen Bundesdruckerei gegen das TVgG NRW. Die Bundesdruckerei hatte sich um einen Auftrag der Stadt Dortmund zur Aktendigitalisierung beworben, bestand jedoch darauf, dass ihre polnische Tochter INCO Spolka nicht den im NRW-Gesetz verankerten Mindestlohn in H&ouml;he von 8,62 Euro pro Stunde bezahlen m&uuml;sse. Eine solche Vorgabe versto&szlig;e gegen das Unionsrecht; der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) muss entscheiden, ob dies wirklich der Fall ist.<br>\nIn dem Gutachten f&uuml;hrt der Juraprofessor D&auml;ubler gleich mehrere Gr&uuml;nde an, weshalb die Auffassung der Bundesdruckerei keine Aussicht auf Erfolg hat. Neben prozessualen Bedenken, die gegen die Einschaltung des EuGH sprechen, ist das Gesetz nach seiner Analyse auch inhaltlich mit dem Unionsrecht vereinbar: Weder die Entsenderichtlinie noch die Dienstleistungsfreiheit sind verletzt. Dar&uuml;ber hinaus macht D&auml;ubler deutlich, dass auch das &Uuml;bereinkommen Nr. 94 der Internationalen Arbeitsorganisation ILO Regelungen wie die im TVgG NRW ausdr&uuml;cklich legitimiere.<br>\nDie Entsenderichtlinie stand bereits bei fr&uuml;heren Verfahren vor dem EuGH im Mittelpunkt. So entschied der Gerichtshof im Jahr 2008, dass das damalige nieders&auml;chsische Tariftreuegesetz nicht europarechtskonform sei. In dem so genannten &ldquo;R&uuml;ffert-Urteil&rdquo; ging es allerdings nicht um einen vergabespezifischen Mindestlohn, sondern ganz generell um die Einhaltung von Tarifvertr&auml;gen. Gesetzliche Mindestl&ouml;hne deckt dagegen die Entsenderichtlinie ausdr&uuml;cklich ab, so das Gutachten. Die gelegentlich vorgebrachte Kritik, dass es sich lediglich um einen &ldquo;Partikularschutz&rdquo; f&uuml;r Arbeitnehmer handle, die &ouml;ffentliche Auftr&auml;ge ausf&uuml;hren, ist f&uuml;r D&auml;ubler nicht &uuml;berzeugend. Sie nehme nicht zur Kenntnis, dass die vom Unionsrecht ausdr&uuml;cklich zugelassenen sozialpolitischen und umweltbezogenen Vorgaben immer nur diejenigen betreffen, die mit der Ausf&uuml;hrung des vergebenen Auftrags betraut sind. Auch sind Branchenmindestl&ouml;hne in der Entsenderichtlinie erlaubt. Ein fl&auml;chendeckender Mindestlohn werde dort nicht gefordert, so der Rechtswissenschaftler.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.lifepr.de\/inaktiv\/hans-boeckler-stiftung\/Rechtswissenschaftler-analysiert-Klage-der-Bundesdruckerei\/boxid\/468857\">Pressemitteilung der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung auf lifePR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/wsi_ta_rechtsgutachten_daeubler_2014.pdf\">Rechtsgutachten &bdquo;Sind die Mindestlohnvorgaben des TVgG NRW f&uuml;r &ouml;ffentliche Auftragnehmer und deren Nachunternehmer mit dem Unionsrecht vereinbar?&ldquo; zum Download [PDF &ndash; 370 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Union widerspricht Kritik an Ehegattensplitting<\/strong><br>\nDie Familienpolitik hat laut einer Studie keine gro&szlig;e Wirkung. Vor allem das Ehegattensplitting schneidet schlecht ab. Die Union sieht das anders.<br>\nLaut der Studie, die 2009 vom Bundesfinanzministerium und dem Familienministerium in Auftrag gegeben worden war, tr&auml;gt das Ehegattensplitting langfristig nicht zur wirtschaftlichen Stabilit&auml;t von Familien bei. Kurzfristig w&uuml;rden die Familien zwar entlastet, hei&szlig;t es. H&auml;ufig w&uuml;rden Frauen aber dauerhaft ihre Arbeitszeit verk&uuml;rzen und dadurch berufliche Nachteile haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2014-01\/reaktion-studie-familienpolitik\">Zeit.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Entgrenzung der Arbeit<\/strong><br>\nDie ehemals klaren Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verwischen immer mehr &ndash; &bdquo;Entgrenzung&ldquo; hei&szlig;t das Ph&auml;nomen von dem hier immer mehr gesprochen wird. Gemeint ist die Aufl&ouml;sung von bisher existenten Abgrenzungen und Gliederungen in der Erwerbsarbeit &ndash; &bdquo;Normalarbeitsverh&auml;ltnisse&ldquo; sind nicht mehr so &bdquo;normal&ldquo;. Das Verh&auml;ltnis der ArbeitnehmerInnen zu ihrer Arbeit wird zum Teil neu organisiert und neu definiert. Davon betroffen sind unterschiedlichste Dimensionen wie Besch&auml;ftigungsformen, Arbeitszeitregelungen, die Trennung von Erwerbsarbeit von Versorgungsarbeit und vom Privatleben.<br>\nZentrales Kennzeichen neuer Arbeitsformen ist eine vermeintliche Selbstkontrolle der ArbeitnehmerInnen und ihrer Aufgaben&hellip;.<br>\nDer technische Fortschritt und die damit einhergehende M&ouml;glichkeiten f&uuml;r eine neue Arbeitsorganisation erfordern es vermehrter denn je, bestimmte Regelungen und Richtlinien anzuwenden, um weiterhin eine Trennung zwischen Arbeit und Freizeit zu gew&auml;hrleisten..<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/die-entgrenzung-der-arbeit\/\">Arbeit&amp;Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch eine neue Lohnersatzleistung bei Familienarbeitszeit<\/strong><br>\nUmfragen zeigen, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf f&uuml;r  viele Eltern nach wie vor schwierig ist. Ein Gro&szlig;teil der Eltern  w&uuml;nscht sich eine gleichm&auml;&szlig;igere Aufteilung von Familien- und  Erwerbsarbeit. Finanzielle Gr&uuml;nde sprechen aber h&auml;ufig f&uuml;r ein  klassisches Ein- oder Eineinhalb-Verdiener-Modell.<br>\nDas DIW Berlin hat  im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Hans-B&ouml;ckler- Stiftung   die Wirkungen und Kosten einer neuen familienpolitischen  Lohnersatzleistung bei Familienarbeitszeit untersucht, die Eltern bei  einer partnerschaftlicheren Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit  unterst&uuml;tzen soll.<br>\nDiese Leistung sollen Eltern von Kindern im Alter zwischen ein und drei Jahren im Anschluss an das Elterngeld erhalten k&ouml;nnen, wenn beide Partner sich f&uuml;r eine sogenannte reduzierte Vollzeit-Erwerbst&auml;tigkeit entscheiden. Damit ist im Folgenden eine Arbeitszeit in H&ouml;he von etwa 80 Prozent einer Vollzeit-Stelle gemeint, was einer Wochenarbeitszeit von zirka 32 Stunden entspricht. Der finanzielle Zuschuss soll sich dabei am Nettoeinkommen der Eltern orientieren und f&uuml;r kleinere Einkommen prozentual gr&ouml;&szlig;er ausfallen als f&uuml;r h&ouml;here. Die Studie zeigt, dass sich der Anteil der Familien, in denen beide Elternteile einer solchen reduzierten Vollzeit-Besch&auml;ftigung nachgehen, ausgehend von derzeit einem Prozent nahezu verdoppeln k&ouml;nnte. Die Kosten w&auml;ren kurzfristig moderat. Es ist allerdings denkbar, dass die neue Leistung dazu beitr&auml;gt, die sozialen Normen hinsichtlich der Arbeitsteilung innerhalb der Familie zu ver&auml;ndern, und so mehr Eltern ermutigt, diese Arbeitszeitkombination zu w&auml;hlen. Dann w&uuml;rden die Kosten der Lohnersatzleistung langfristig steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.431408.de\/13-46-1.pdf\">DIW Wochenbericht 46\/2013 [PDF &ndash; 230 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Ich kann das nicht vertreten&ldquo;<\/strong><br>\nDie SPD-Spitze hat die Erh&ouml;hung der Entwicklungshilfe sabotiert, angeblich interessiere das nur eine Minderheit. Nun hat die Koalition ihren ersten Rebellen: Sascha Raabe [&hellip;]<br>\nder Freitag: Herr Raabe, Sie waren acht Jahre lang entwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Nun haben Sie den Job hingeschmissen. Warum?<br>\nSascha Raabe: Ich kann das Verhalten der Parteif&uuml;hrung in den Koalitionsverhandlungen nicht nach au&szlig;en vertreten. Wir haben im Wahlprogramm versprochen, dass die Mittel f&uuml;r Entwicklungszusammenarbeit um j&auml;hrlich eine Milliarde Euro erh&ouml;ht werden sollen. Nun ist eine deutliche Aufstockung gescheitert &ndash; aber nicht an der Union, sondern an der SPD-Spitze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/felix-werdermann\/ich-kann-das-nicht-vertreten\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>ADAC-Pr&auml;sidiumsmitglieder unterwegs &ndash; Ich nehm&rsquo; den Rettungshubschrauber<\/strong><br>\nMitglieder des ADAC-Pr&auml;sidiums haben Rettungshelikopter f&uuml;r Dienstreisen genutzt. Vor allem Peter Meyer, der Clubpr&auml;sident, reiste mehrfach auf diese Art. [&hellip;]<br>\nDie Rettungshubschrauber geh&ouml;ren zur gemeinn&uuml;tzigen ADAC-Luftrettung. Sie werden laut Stern aus Bundesmitteln, Krankenkassenbeitr&auml;gen, von den ADAC-Mitgliedern und durch Spenden finanziert.<br>\nDer Autoclub teilte dem Magazin mit, die Mitglieder seines Pr&auml;sidiums seien &bdquo;als offizielle Organe dazu berechtigt, f&uuml;r dienstliche Anl&auml;sse bei Verf&uuml;gbarkeit ausschlie&szlig;lich auf Reservemaschinen der Luftrettung zur&uuml;ckzugreifen&ldquo;. Wenn die Hubschrauber anders als f&uuml;r den Rettungsdienst verwendet w&uuml;rden, &bdquo;tun wir dies im Rahmen unserer unternehmerischen Verantwortung zur Senkung unserer Fixkosten&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/ADAC-Praesidiumsmitglieder-unterwegs\/!131632\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist auch an der Zeit, dass der ADAC endlich einmal genauer durchleuchtet wird. Was anl&auml;sslich der j&uuml;ngst aufgedeckten Skandale jedoch ein wenig zu kurz kommt, sind die Lobbyt&auml;tigkeiten des ADAC. Die allermeisten Mitglieder ADAC sehen in dem Verein eher eine Art &bdquo;Versicherung&ldquo;, die ihnen gegen eine j&auml;hrliche Geb&uuml;hr Pannenhilfe gibt. Das hei&szlig;t jedoch noch lange nicht, dass sie auch die politischen Forderungen des ADAC teilen. Aber dieses Problem betrifft ja nicht nur den ADAC. Auch bei den meisten Verb&auml;nden sieht die Lage &auml;hnlich aus. Vor allem die Industrie- und Handelskammern, denen man als Selbstst&auml;ndiger (je nach Branche) beitreten muss, betreiben eine Lobbypolitik, die ganz sicher nicht im Interesse vieler Mitglieder ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Halfen UBS und CS Chinas Elite bei Steuerdelikten?<\/strong><br>\n&Uuml;ber Scheinfirmen sollen chinesische Staatsdiener riesige Verm&ouml;gen in Steueroasen halten. Beim Aufbau der Konstrukte sollen auch Schweizer Gro&szlig;banken UBS und Credit Suisse geholfen haben&hellip;<br>\nChinas Machtelite betreibt offenbar seit Jahren tausende Scheinfirmen in der Karibik, um ihr Verm&ouml;gen zu verschleiern. Diese Firmen sollen oft von Angeh&ouml;rigen hoher Staatsfunktion&auml;re beherrscht sein. Sowohl ein Angeh&ouml;riger von Pr&auml;sident Xi Jinping als auch die Familie des fr&uuml;heren Regierungschefs Wen Jiabao in die geheimen Gesch&auml;fte in der Karibik verwickelt sein, schreiben die &laquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&raquo; und der britische &laquo;Guardian&raquo;&hellip;<br>\nSch&auml;tzungen zufolge wurden seit dem Jahr 2000 Gelder und Firmenanteile im Wert bis zu 4000 Milliarden Dollar aus China verschoben&hellip;<br>\nDie vertraulichen Unterlagen dokumentieren nach Angaben der Medien auch, dass westliche Banken, unter ihnen auch die Schweizer Grossbanken UBS und CS, aber etwa auch die Deutsche Bank, dabei halfen, die Strukturen in den Steueroasen zu errichten und instand zu halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelszeitung.ch\/unternehmen\/halfen-ubs-und-cs-chinas-elite-bei-steuerdelikten-555441\">Handelszeitung.ch<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&laquo;Wir haben die Unreife von Kindern in Krankheit verwandelt&raquo;<\/strong><br>\nHerr Frances, wenn ich es richtig sehe, haben Sie ein Problem mit Ihrer eigenen Berufsgattung.<br>\nPsychiatrie, richtig ausge&uuml;bt an Personen, die effektiv darauf angewiesen sind, hilft wunderbar und ist absolut notwendig, aber wir haben die Grenze f&uuml;r Funktionsst&ouml;rungen nach unten verschoben. Wir brauchen zu viele Medikamente f&uuml;r Leute, die ohne Medikamente oder mit Psychotherapie besser zurechtk&auml;men.<br>\nIn Ihrem Buch &laquo;Normal&raquo; schreiben Sie, es habe eine Inflation psychiatrischer Diagnosen gegeben. Haben Sie daf&uuml;r Beispiele?<br>\nJa. In den USA qualifizieren 25 Prozent der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r Angstst&ouml;rungen, und sogar 50 Prozent m&uuml;ssen mit einer lebensl&auml;nglichen Diagnose einer psychischen St&ouml;rung rechnen. 20 Prozent der Bev&ouml;lkerung nehmen Psychopharmaka zu sich. Jedes Jahr sterben mehr Menschen an einer &Uuml;berdosis von verschriebenen Medikamenten als an einer &Uuml;berdosis von Rauschgift.<br>\nWas f&uuml;r psychische Krankheiten werden inflation&auml;r diagnostiziert?<br>\nIn den letzten 20 Jahren hat es haupts&auml;chlich drei falsche Epidemien gegeben: Die bipolare St&ouml;rung bei Kindern (manisch-depressive St&ouml;rung, Red.) hat um das Vierzigfache zugenommen, Autismus um das Zwanzigfache und das Aufmerksamkeitsdefizit um das Dreifache. &laquo;Aufmerksamkeitsdefizit&raquo; wird jetzt auch bei Erwachsenen diagnostiziert, und &laquo;bipolare St&ouml;rungen&raquo; haben sich bei Erwachsenen verdoppelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bazonline.ch\/wissen\/medizin-und-psychologie\/Wir-haben-die-Unreife-von-Kindern-in-Krankheit-verwandelt\/story\/22036496\">Basler Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kriegsgr&auml;uel: Die Bilder und die Wahrheit<\/strong><br>\n27 000 Photos will ein angeblich &uuml;bergelaufener syrischer Milit&auml;rpolizist selbst aufgenommen haben. Sie zeigen offenbar Folteropfer. Und sie sollen beweisen, dass es in Syrien T&ouml;tungen in industriellem Ausma&szlig; gibt. Davon ist jedenfalls der ehemalige Chefankl&auml;ger eines internationalen Kriegsverbrechertribunals &uuml;berzeugt. Sind diese Fotos aber tats&auml;chlich authentisch? Sind sie ein Beweis, der vor Gericht Bestand haben wird? Bilder sind nicht so eindeutig, wie sie scheinen. Und ein Zufall ist es sicher nicht, dass sie unmittelbar vor der Friedenskonferenz in Genf ver&ouml;ffentlicht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/mp3\/podcast\/derTag\/derTag_20140123_52177024.mp3\">hr2 der Tag [MP3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der Wiener Weg &ndash; aktiv f&uuml;r die Menschen<\/strong><br>\n&bdquo;The world might want to look to Vienna, Austria to solve all of its problems&ldquo;, schrieb die Huffington Post am 23. Oktober 2012 anl&auml;sslich der Ver&ouml;ffentlichung einer Studie der Vereinten Nationen, in der Wien zur prosperierendsten Stadt der Welt ernannt wurde. Zum vierten Mal in Folge ist Wien laut Mercer die lebenswerteste Stadt der Welt, und eine neue Untersuchung der australischen Agentur 2thinknow kommt zu dem Ergebnis, dass Wien die innovativste Stadt Europas ist und weltweit in diesem Ranking Platz drei belegt.<br>\nLebenswert, prosperierend, innovativ &ndash; das wird in Wien oft als Selbstverst&auml;ndlichkeit hingenommen, obwohl dies die Ergebnisse langer Arbeit und kontinuierlicher Politik sind. Der &bdquo;Wiener Weg&ldquo; verkn&uuml;pft dabei Investitionen, antizyklische Fiskalpolitik und eine solide Haushaltf&uuml;hrung miteinander und schafft es so, die Infrastruktur f&uuml;r m&ouml;glichst alle Bewohnerinnen und Bewohner gleicherma&szlig;en bereitzustellen, &ouml;ffentliche Dienstleistungen in einer international beachteten Qualit&auml;t anzubieten, krisenhafte Entwicklungen zu entsch&auml;rfen und eine solide finanzielle Basis der Stadt sicherzustellen. Die Kreativit&auml;t der Wienerinnen und Wiener, die Innovationskraft der Wiener Unternehmen und eine vorausschauende Politik sind die Grundlage f&uuml;r die herausragende Lebensqualit&auml;t der Stadt.<br>\nUm diese Lebensqualit&auml;t zu sichern und weiter auszubauen, bedarf es einer Finanzpolitik, die die Zukunft fest im Auge hat: Es geht darum, solide Haushaltspolitik mit aktiver Konjunkturpolitik und einer vorausschauenden Investitionspolitik zu verbinden. Diese S&auml;ulen sind das sch&ouml;ne Erbe der Vergangenheit &ndash; und die Herausforderungen f&uuml;r die Zukunft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/der_wiener_weg_18102013.pdf\">Renate Brauner [PDF &ndash; 75 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Steuerhinterziehung: Journalist Theo Sommer zu Bew&auml;hrungsstrafe verurteilt<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here &ldquo;Zeit&rdquo;-Herausgeber Theo Sommer ist wegen Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sieben Monaten auf Bew&auml;hrung verurteilt worden. Au&szlig;erdem muss er eine Geldbu&szlig;e von 20.000 Euro zahlen. Das entschied das Hamburger Amtsgericht am Mittwoch. Laut Anklage hat der 83-J&auml;hrige zwischen 2007 und 2011 Steuern in H&ouml;he von 649.000 Euro nicht bezahlt, die aus Einkommen aus freiberuflicher Nebent&auml;tigkeit f&auml;llig geworden w&auml;ren. Der Publizist bezeichnete die Strafe als &ldquo;schmerzlich, aber angemessen&rdquo;. Sommer sagte: &ldquo;Ich wei&szlig;, was ich getan habe.&rdquo; Er bereue seine Torheit, sagte er dem &ldquo;Abendblatt&rdquo;; er habe inzwischen die gesamte Steuerschuld abgetragen, &ldquo;und zwar unter Inkaufnahme gro&szlig;er Opfer f&uuml;r meine Altersversorgung und die meiner Frau&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/ex-zeit-chef-theo-sommer-wegen-steuerhinterziehung-verurteilt-a-944935.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eigentlich sind solche Personalien kaum der Rede wert, aber war das von einem Herrn Sommer zu erwarten? Und er nervt. Wenn ein journalistischer Gro&szlig;verdiener, Inhaber diverser Orden, dar&uuml;ber klagt, dass er unter &ldquo;Inkaufnahme gro&szlig;er Opfer&rdquo; die Steuerschuld abgetragen habe, ist das schlicht l&auml;cherlich. Er d&uuml;rfte an seiner freiberuflicher Nebent&auml;tigkeit gen&uuml;gend verdient haben. Und ganz gewiss d&uuml;rfte seine Altersvorsorge nicht allein auf hinterzogenem Steuergeld basieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Rezension: Martin Staiger: Rettet die Rente! &ndash; Wie sie ruiniert wurde und wie sie wieder sicher wird<\/strong><br>\nDie gesetzliche Rente wird immer teurer, dachten Sie? Stimmt aber gar nicht. Der Stuttgarter Journalist und Sozialrechtexperte Martin Staiger rechnet es in seiner 100-Seiten-Streitschrift &raquo;Rettet die Rente!&laquo; vor: &raquo;H&auml;tte die gesetzliche Rentenversicherung 2011 den gleichen Anteil vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) zur Verf&uuml;gung gehabt wie 2004, h&auml;tte sie rund 25 Milliarden Euro mehr ausgeben k&ouml;nnen.&laquo;&hellip;<br>\nIn seiner kurzen Geschichte der negativen Rentenreformen seit 1990 zeichnet Staiger nach, wie es zu dieser paradoxen und eifrig verschleierten Entwicklung kommen konnte. F&uuml;nf Stationen in Stichworten: 1990 waren die Begriffe &raquo;soziale Sicherheit&laquo;, &raquo;soziales Netz&laquo; und &raquo;Solidargemeinschaft&laquo; noch durchg&auml;ngig positiv besetzt. Der viel beklagte &raquo;Anstieg der Lohnnebenkosten&laquo; um 1993\/94 wurde ausgel&ouml;st durch steigende Arbeitslosigkeit, Fr&uuml;hverrentungsprogramme und das Abw&auml;lzen von Wieder&shy;vereinigungskosten auf die Sozialversicherungen. 1999 begann die gro&szlig;e Kampagne gegen den Sozialstaat und f&uuml;r die angeblichen Wunderkr&auml;fte des entfesselten Finanzmarkts. Die Privatisierung der Rente begann mit der &raquo;Riester-Rente&laquo; und der sogenannten Entgeltumwandlung, d. h. privaten Betriebsrenten. Zw&ouml;lf Milliarden Euro Steuergelder und wahrscheinlich die dreifache Summe an Sozialbeitr&auml;gen wanderten in den Finanzmarkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/12-18\/023.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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