{"id":20268,"date":"2014-01-27T09:28:23","date_gmt":"2014-01-27T08:28:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268"},"modified":"2014-01-27T09:40:12","modified_gmt":"2014-01-27T08:40:12","slug":"hinweise-des-tages-2052","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h01\">Snowden exclusiv &ndash; Das Interview<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h02\">Lanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h04\">Antje Vollmer\/Hauke Ritz: Mutwillig verspielt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h05\">Was f&uuml;r ein Europa wollen Sie, Frau Wagenknecht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h06\">Paul Krugman &ndash; Paranoia of the Plutocrats<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h07\">Sch&auml;uble will kein Volkswirt, sondern Kaufmann sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h08\">Gro&szlig;e Teile der b&uuml;rgerlichen Mittelschicht sind dabei, sozial zu verrohen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h09\">Pflegenotstand in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h10\">Sozialintegrative Leistungen der Kommunen im Hartz-IV-System: Ziele wurden nicht erreicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h11\">Krieg in Mali &ndash; Schutztruppen im Goldrausch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h12\">This one map helps explain Ukraine&rsquo;s protests<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h13\">Der geheime Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h14\">&bdquo;Die Demokratie wird zerschreddert&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h15\">Why There&rsquo;s No Outcry<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h16\">Schwarz-Gr&uuml;n als Zukunftsoption?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h17\">Gabriel warnt vor anti-europ&auml;ischen Kr&auml;ften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h18\">Redezeit mit Andreas Kemper: Eine Alternative f&uuml;r Deutschland?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Snowden exclusiv &ndash; Das Interview<\/strong><br>\nNach sechs Monaten Vorbereitungszeit ist es NDR-Autor Hubert Seipel gelungen, das weltweit erste Fernsehinterview mit Edward Snowden nach dessen Flucht aus Hongkong zu f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/specials\/ueber-uns\/snowden-exklusiv-das-interview-100.html\">ARD<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das Interview ist hoch interessant, der Rahmen, in dem es von der ARD pr&auml;sentiert wurde, ist jedoch erb&auml;rmlich. Zun&auml;chst durften bei G&uuml;nther Jauch der ehemalige US-Botschafter Kornblum und der designierte Chefredakteur von Bild.de Julian Reichelt aus Snowden einen Verr&auml;ter machen und dabei unwidersprochen einem Millionenpublikum unversch&auml;mte L&uuml;gen auftischen und dann beklagte sich NDR-Journalist Thomas Berbner im Tagesthemen-Kommentar auch noch dar&uuml;ber, dass Snowden nach China und Russland gegangen ist und sich nicht den US-Beh&ouml;rden gestellt hat. Und das Interview selbst sendete die ARD zu nachtschlafender Zeit. So kann man einen echten Scoop versemmeln. Schade, ARD.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lanz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Was in der Lanz-Petition fehlt<\/strong><br>\nZehntausende B&uuml;rger unterschreiben gegen den ZDF-Moderator Markus Lanz. Die Petition trifft aber nicht den Kern des Problems: die Linksparteiphobie deutscher Journalisten<br>\nEine Welle der Emp&ouml;rung schwappt durch Deutschland: Mehr als 170.000 Menschen haben mittlerweile gegen den ZDF-Fernsehmoderator Markus Lanz unterschrieben. Man muss sich die Dimension verdeutlichen: Als Susanne Wiest vor wenigen Jahren eine Bundestags-Petition f&uuml;r ein bedingungsloses Grundeinkommen startete, unterschrieben 52.000 Menschen &ndash; damals war das ein Riesen-Erfolg und ging durch alle Medien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/felix-werdermann\/was-in-der-lanz-petition-fehlt-1\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>In einer Anmerkung verweist unser Leser M. auf einen Kommentar:<\/strong> M&ouml;glicherweise ist diese Petition gegen Markus Lanz einfach ein Signal gegen die RTLisierung des &Ouml;ffentlich-Rechtlichen-Rundfunks.<\/em><br>\n<em>Ein Teil des Problems liegt n&auml;mlich darin, dass im &Ouml;ffentlich-Rechtlichen-Rundfunk eben Leute wie Markus Lanz eingestellt werden, die bei den privaten Schmutz- und Schundkan&auml;len und\/oder ebensolchen Printmedien ausgebildet und sozialisiert wurden.<\/em><br>\n<em>Zu den Journalisten schrieb der verstorbene FAZ-Mitherausgeber in einem Leserbrief an den Spiegel: &ldquo;&hellip; Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten[n&auml;mlich den Zeitungsbesitzern], ihre Meinung zu verbreiten. Journalisten, die diese Meinung teilen, finden sie immer. &hellip;&rdquo; Der Volksmund fasst das k&uuml;rzer: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.<\/em><br>\n<em>Zur sozialen Herkunft und der sich daraus h&auml;ufig ergebenden politischen Einstellung von Journalisten schrieb Rolf Stumberger in Telepolis den aufschlussreichen Artikel: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36575\/1.html\">Plebejer m&uuml;ssen drau&szlig;en bleiben<\/a>.<\/em><br>\n<em>Eine Untersuchung f&uuml;r die Friedrich-Ebert-Stiftung befasst sich mit eben dem gleichen Thema: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/stabsabteilung\/05773.pdf\">Journalistensch&uuml;ler &ndash; Rollenselbstverst&auml;ndnis, Arbeitsbedingungen und soziale Herkunft einer medialen Elite [PDF &ndash; 364 KB].<\/a><\/em><br>\n<em>Schlie&szlig;lich sei noch Noam Chomskys Kritik der Intellektuellen genannt: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13260\">Wachhunde der Machtelite<\/a>.<\/em><br>\n<em>Dass der Springer-Konzern mit seinen Produkten BILD und WELT seit seiner Gr&uuml;ndung gegen den Kommunismus, den Sozialismus und auch gegen die wirkliche Sozialdemokratie k&auml;mpft ist ja nun nichts Neues, sondern sein ausgewiesenes und ausgesprochenes Selbstverst&auml;ndnis.<\/em><br>\n<em>Dass der SPIEGEL seit gut 30 Jahren als Bildzeitung der Intellektuellen bezeichnet wird, ist auch kein Zufall.<\/em><br>\n<em>Kurz, in der seit ihrer Gr&uuml;ndung auf Antikommunismus\/ Antisozialismus  getrimmten Bundesrepublik braucht man keine konspirativen Absprachen gegen die Partei Die Linke: das politisch-gesellschaftliche System als Ganzes steht gegen jede Partei und Person, die sozialistische Postitionen vertritt.<\/em><br>\n<em>Und nat&uuml;rlich gibt es konzertierte Kampagnen gegen die Partei die Linke, manmal liefert die Linke sogar selbst die Steilvorlagen daf&uuml;r.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung J.K.:<\/strong> Diese von unserem Leser empfohlene Beitr&auml;ge sind zwar schon etwas &auml;lter, bringt aber doch die Problematik bzw. das Elend des heutigen Journalismus ganz hervorragend auf den Punkt &ndash; bitte als Hinweise aufnehmen oder einen Themenblock daraus machen.<\/em><br>\n<em>Aus der sozialen Herkunft der Journalisten und den sozialen Selektionsmechanismen der entsprechenden Ausbildungsinstitutionen erkl&auml;rt sich wohl auch oft die geradezu hasserf&uuml;llte Berichterstattung &uuml;ber die Linke. Offensichtlich schwingt dabei, wenn auch nicht immer bewusst, die Verachtung und die Furcht der Angeh&ouml;rigen des gehobenen Mittelstandes, vor der durch die Linke vermeintlich vertretenen Klientel mit. Dazu manifestiert sich darin sicher ebenfalls  die zunehmende soziale Verrohung der b&uuml;rgerlichen Mittelschicht. Die zehnj&auml;hrige Langzeituntersuchung Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit der Forschergruppe um Wilhelm Heitmeyer in Bielefeld hat belegt, wie aggressiv, rassistisch und sozialver&auml;chtlich immer gr&ouml;&szlig;ere Teile des B&uuml;rgertums geworden sind. Und leider kommt man nicht umhin wieder darauf hinzuweisen, dass diese Entwicklung wesentlich durch die SPD und die Agenda 2010 angesto&szlig;en wurde.<\/em><br>\n<em>Eine sehr sch&ouml;ne illustration &uuml;ber die Gedankenwelt der heutigen Journalistengeneration liefert die im Artikel zitierte Reportage aus dem SZ-Magazin, das in der Tat eine Spielwiese unkritischer Lifestyle-Journaille ist, die dort ihre Systemtauglichkeit unter Beweis stellen darf. Den Beitrag des Herren Haberl zu lesen ist sehr entlarvend, wenn auch die Arroganz und Verachtung der nicht-b&uuml;rgerlicher Lebenswelt, die aus dessen Zeilen trieft schwer zu ertragen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Georg Diez &ndash; Der Pesthauch des Konformismus<\/strong><br>\nDas unversch&auml;mte Interview von Markus Lanz mit Sahra Wagenknecht ist Ausdruck eines aggressiven Konformismus, der das gesamte ZDF durchzieht. Die Petition gegen den Moderator ist nur der gerechtfertige Aufschrei gegen das, was eigentlich das demokratische Fernsehen sein sollte. [&hellip;]<br>\nDenn das war der Kern, das Motiv, das eigentlich Verst&ouml;rende an dem Auftritt von Markus Lanz &ndash; die Art und Weise, wie er sein Denken als das Denken der Mehrheit und als das einzig vern&uuml;nftige und m&ouml;gliche und wahre Denken pr&auml;sentierte, alles auf die Spitze getrieben in der bekenntnishaften und zwanghaft wiederholten Quatschfrage an Sarah Wagenknecht: F&uuml;r Europa oder gegen Europa, sind Sie f&uuml;r oder gegen Europa, sagen Sie schon, im Ernst, ernsthaft, kommen Sie schon, f&uuml;r oder gegen Europa!? Was sich anh&ouml;rte wie: Sind Sie f&uuml;r uns oder gegen uns? Machst du mit oder bist du ein Verr&auml;ter?<br>\nWas sich hier zeigt, ist ein aggressiver Konformismus, der das Programm und das Denken dieses Senders durchzieht und letztlich im &ouml;ffentlich-rechtlichen Dauergerede &uuml;ber die Quote wieder auftaucht &ndash; denn das Wort Quote ist ja nur ein anderes Wort f&uuml;r Mehrheit, ist die Quantifizierung von Qualit&auml;t und die forcierte Homogenisierung von Geschmack. Und es hat weniger mit dem emanzipatorischen Aspekt von Masse zu tun, wie von &ouml;ffentlich-rechtlicher Seite gern angef&uuml;hrt wird, und mehr, wie es Lanz im Grunde vorbildlich entlarvend vorgef&uuml;hrt hat, mit dem forschen, fordernden, &ldquo;frechen&rdquo;, wie Lanz sagen w&uuml;rde, Umgang mit allen, die sich nicht aufs ZDF-Niveau begeben wollen und die sich nicht damit zufriedengeben wollen, dass das Fernsehen verloren ist.<br>\nDer Protest und die Petition gegen Markus Lanz sind damit vor allem ein Aufschrei gegen Stil, Inhalt und Zustand dessen, was eigentlich das demokratische Fernsehen sein sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/das-undemokratische-zdf-markus-lanz-und-sahra-wagenknecht-a-945361.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Deutsch-amerikanische Freundschaft &ndash; Wenn ein Staatsfunktion&auml;r in einer Nebenbemerkung eine Verschw&ouml;rungstheorie zur Verschw&ouml;rungspraxis erkl&auml;rt<\/strong><br>\nVor einigen Wochen erregte bei &ldquo;Beckmann&rdquo; &ndash; Thema der Sendung war das Treiben der US-Geheimdienste in Deutschland &ndash; eine Einlassung von Werner Weidenfeld, dem ehemaligen Amerikakoordinator der Regierungen Kohl und Schr&ouml;der, quasi nebenbei bemerkt, meine Aufmerksamkeit:<br>\n&ldquo;In den 12 jahren als Amerikakoordinator habe ich 3 Verhaltensweisen amerikanischer Regierungen kennengelernt: In dem Moment, wo man mit ihnen einer Meinung ist, sind wir die besten Freunde, wir umarmen uns &hellip; man hat Angst um seine Rippen, weil die Umarmungen so intensiv sind. Wenn wir in zweitrangigen Fragen nicht einer Meinung sind, dann sagt die amerikanische Regierung regelm&auml;&szlig;ig, das passiert mit uns, wo bleibt die Dankbarkeit in der Geschichte, wir haben die Freiheit und die Sicherheit der Deutschen erobert und erhalten und was passiert &hellip; wenn wir in einer ernsten Frage anderer Auffassung sind, dann kommt Geheimdienstmaterial auf den Tisch, das Deutschland belastet und entweder ihr macht mit oder ihr seid dran. Insofern gibts verschiedene Arten und die Amerikaner haben eine ganz klare Interessenlage.&rdquo;<br>\nWeidenfeld stellte klar, dass die US-Regierungen bei Widerspruch &ldquo;befreundeter&rdquo; Nationen also auch vor Erpressung nicht zur&uuml;ckschrecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/palaisdestuileries\/nebenbei-bemerkt\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Online-Fernseher: Der Spion in deinem Wohnzimmer<\/strong><br>\nSobald der Fernseher online ist, schickt er Daten an die Server des Herstellers. Das Fachmagazin &ldquo;c&rsquo;t&rdquo; hat Smart-TVs nun genauer analysiert: Sie speichern Cookies mit eindeutiger Kennung, die Verschl&uuml;sselung hat Sicherheitsl&uuml;cken.<br>\nIn der aktuellen Ausgabe beschreibt die &ldquo;c&rsquo;t&rdquo; unter anderem diese Beobachtungen: \n<ul>\n<li>Alle analysierten Ger&auml;te (je ein Modell der Hersteller LG, Panasonic, Philips, Samsung und Toshiba) schicken Daten an die Hersteller. Die &ldquo;c&rsquo;t&rdquo; hat eines der gr&ouml;&szlig;ten Testlabors in Deutschland, doch die Experten k&ouml;nnen sich die Inhalte nicht erkl&auml;ren: &ldquo;Welchen Zweck die Datenpakete der Smart-TVs an die Server der Hersteller erf&uuml;llen, konnten wir oft nicht einmal nach intensiver Recherche ergr&uuml;nden.&rdquo; Das schafft kein Vertrauen. Im November hatten Tester enth&uuml;llt, dass LG-Fernseher Informationen &uuml;ber Dateien auf angeschlossenen USB-Laufwerken an den Konzern &uuml;bermitteln.<\/li>\n<li>Beim Wechseln der Sender tauscht der Fernseher Daten mit Servern der Sender aus. Grund daf&uuml;r ist die bei den Ger&auml;ten standardm&auml;&szlig;ig aktivierte HbbTV-Erweiterung. Fernsehsender k&ouml;nnen im digitalen Fernsehsignal angeben, welche URL ein Fernsehger&auml;t beim Empfang aufrufen soll. Der HbbTV- R&uuml;ckkanal kann unbemerkt die IP-Adresse des Nutzers und den Zeitpunkt des Aufrufs &uuml;bertragen.<\/li>\n<li>&ldquo;c&rsquo;t&rdquo; hat festgestellt, dass viele TV-Sender kleine Textdateien mit eindeutiger Kennung im Speicher der Fernseher ablegen. Viele Privatsender &uuml;berwachen die Nutzung des R&uuml;ckkanals per Google Analytics.<\/li>\n<li>Die Verschl&uuml;sselung &uuml;bers Netz geschickter Daten hat bei den von &ldquo;c&rsquo;t&rdquo; getesteten Smart-TVs gravierende Sicherheitsl&uuml;cken. In dem Artikel hei&szlig;t es: &ldquo;Wir konnten uns mit &uuml;berschaubarem Aufwand in deren verschl&uuml;sselten Datenverkehr einklinken und fette Beute machen, darunter Zugangsdaten f&uuml;r Amazon (durch die Lovefilm-App) und Maxdome.&rdquo;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die &ldquo;c&rsquo;t&rdquo;-Redaktion r&auml;t Nutzern dazu, die HbbTV-Erweiterung zu deaktivieren. HbbTV-Senderportale kann man dennoch am Fernseher aufrufen, zum Beispiel &uuml;ber diese von der &ldquo;c&rsquo;t&rdquo; eingerichtete Startseite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/gadgets\/labortest-online-fernseher-ueberwachen-nutzungsgewohnheiten-a-945488.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Mit anderen Worten: Smart-TVs verhalten sich so wie &bdquo;echte&ldquo; Computer. Denn im Vergleich dazu, was die Betriebssysteme Microsoft Windows und Mac OS X und die installierten Programme (allen voran die Internetbrowser) an Nutzerinformationen durchs Netz schicken, sind die Smart-TVs Waisenknaben. Wer dies nicht will, kann beim Smart-TV auch ganz einfach das Netzwerkkabel kappen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Telekom versendet Kontodaten unverschl&uuml;sselt<\/strong><br>\nDie Telekom hat an Millionen Kunden Informationen zur SEPA-Umstellung samt unverschl&uuml;sselter Kontoverbindung per E-Mail verschickt. Das gef&auml;llt den Verbrauchersch&uuml;tzern aus Rheinland-Pfalz nicht, doch das Bonner Unternehmen ist sich keiner Schuld bewusst.<br>\nSchlie&szlig;lich h&auml;tten sich die Kunden selbst entschieden, ihre Rechnungen per E-Mail zugeschickt zu bekommen. Bisher waren in den Rechnungen der Telekom nur die ersten Ziffern der Kontonummer abgedruckt.<br>\nDie Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und ein Sprecher der Datenschutzbeauftragten des Bundes, Andrea Vo&szlig;hoff, kritisieren am Samstag in der Mainzer &ldquo;Allgemeinen Zeitung&rdquo; die ungesch&uuml;tzte E-Mail-Versendung der sensiblen Daten. &ldquo;Offenbar fehlt der Telekom hier die Sensibilit&auml;t f&uuml;r den Datenschutz&rdquo;, sagt der Rechtsexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Christian Gollner.<br>\nDer Sprecher der Datenschutzbeauftragten versprach, dass man der Sache nachgehe und &ldquo;auf eine datenschutzgerechte Gestaltung des Rechnungsversands&rdquo; dr&auml;ngen werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/landesschau-aktuell\/rp\/telekom-versendet-kontodaten\/-\/id=1682\/nid=1682\/did=12760280\/1fam80j\/index.html\">SWR<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Antje Vollmer\/Hauke Ritz: Mutwillig verspielt<\/strong><br>\nNach dem Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs begann eine neue Epoche westlicher Au&szlig;enpolitik, die durch die neokonservative Strategie gepr&auml;gt war. Viele der damals formulierten &uuml;berschw&auml;nglichen Ziele und Erwartungen haben sich nicht erf&uuml;llt. Stattdessen h&auml;ufen sich Misserfolge, f&uuml;r die die Namen Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Georgien und seit kurzem auch Ukraine stehen. Wie ist es zu dieser Situation gekommen? Und gibt es &uuml;berhaupt noch Alternativen zu einer geopolitischen Interessenpolitik, die offensichtlich so wenig erfolgreich ist?\n<ol>\n<li>Der Sieg im Kalten Krieg und seine strategischen Illusionen&hellip;<\/li>\n<li>Vision und Fehleinsch&auml;tzung Michael Gorbatschows&hellip;<\/li>\n<li>Das Zerschellen einiger westlicher Illusionen an der realen Welt&hellip;<\/li>\n<li>Gibt es noch eine R&uuml;ckkehr zur Diplomatie, zur Entspannungspolitik und zum V&ouml;lkerrecht?&hellip;<\/li>\n<\/ol>\n<p>Es gab einmal andere Politik-Methoden, in jener Zeit, als die Welt noch nahe am Abgrund eines nuklearen Weltkrieges stand und unter der Knute rassistischer Diktaturen litt. Willy Brandt und Egon Bahr entwickelten sie gegen&uuml;ber der (nicht-reformierten) SU, Henry Kissinger und Richard Nixon gegen&uuml;ber der (maoistischen) VR China, Nelson Mandela innerhalb des Apartheid-Regimes S&uuml;dafrika. Es war eine Politik des Dialogs ohne Vorbedingungen, die auf Entspannung, Wandel durch Ann&auml;herung, Offenheit f&uuml;r innere Reformen, Vers&ouml;hnungsbereitschaft mit den Eliten der gegnerischen Seite und das Bewusstsein einer gemeinsamen Welt-Verantwortung setzten, nicht auf den Sieg des St&auml;rkeren oder auf die Dem&uuml;tigung des Besiegten. Aus dieser Politik ist der KSZE-Prozess entstanden, eine St&auml;rkung der UNO, eine &Uuml;berwindung der Blockkonfrontation, eine Politik der vertrauensschaffenden Ma&szlig;nahmen und gemeinsamer Sicherheitspartnerschaften.<br>\nWenn alle neokonservativen Illusionen und Weltherrschaftstr&auml;ume verflogen sind, bleibt uns hoffentlich noch Zeit genug, dahin zur&uuml;ckzukehren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/25-jahre-nach-dem-mauerfall-mutwillig-verspielt,1472786,25987816.html\">FR<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Selbst wenn man nicht allen Thesen folgen mag, ein wirklich lesenswerter  und zum Nachdenken anregender Artikel &uuml;ber die von der neokonservativen Strategie bestimmte westliche Au&szlig;enpolitik nach dem Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Was f&uuml;r ein Europa wollen Sie, Frau Wagenknecht?<\/strong><br>\nIm Tagesspiegel-Interview &ldquo;Die EU ist ein Hebel zur Zerst&ouml;rung der Demokratie&rdquo; hat die Vize-Vorsitzende der Linken die Europ&auml;ische Union heftig kritisiert. Jetzt antwortet Wagenknecht unserem Leser, was sich aus ihrer Sicht &auml;ndern muss &ndash; und warum sie trotzdem f&uuml;r mehr Europa ist. (&hellip;)<br>\nDie Europ&auml;ische Union (EU) hat ein Problem mit Demokratie: In Griechenland und Italien &uuml;bernahmen zeitweise nicht gew&auml;hlte, ehemalige Topbanker die Regierungsgesch&auml;fte. Die Parlamente durften in der Euro-Krise Bankenrettungen nur noch abnicken, um das &bdquo;Vertrauen der Finanzm&auml;rkte&ldquo; zu gewinnen. Der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) griff die Mitbestimmung der Arbeitnehmer bei Volkswagen, die Tariftreue bei &ouml;ffentlichen Auftr&auml;gen oder das Streikrecht an. Und selbst Europaabgeordnete kennen die Details der Verhandlungen der EU-Kommission &uuml;ber das Freihandelsabkommen mit den USA nicht, w&auml;hrend &uuml;ber 600 Wirtschaftslobbyisten exklusiven Zugang zu allen Dokumenten haben. Die nationalen Regierungen spielen daher oft &uuml;ber die Br&uuml;sseler Bande, wenn sie zu feige sind, Angriffe auf Demokratie und Sozialstaat zu verantworten.<br>\nDas zerst&ouml;rt die europ&auml;ische Idee. Die Europawahlen sind l&auml;ngst eine Zwei-Klassen-Wahl, weil Menschen mit geringen Einkommen kaum noch w&auml;hlen. Demokratie bedeutet nach einer Definition der Antike auch, dass sich die Interessen der Mehrheit durchsetzen. Demokratie ist daher der Schl&uuml;ssel, um Europa den Reichen und M&auml;chtigen zu nehmen. Die EU ist eine Vertragsgemeinschaft. Der Vertrag von Lissabon verpflichtet auf einen weitgehend ungehemmten Wettbewerb bzw. den Wettlauf um die niedrigsten L&ouml;hne, &ouml;kologische und soziale Standards. Die EU-Vertr&auml;ge enthalten auch ein Aufr&uuml;stungsgebot. Eine &Auml;nderung der Vertr&auml;ge ist jedoch nur mit Zustimmung aller 28 Mitgliedsstaaten m&ouml;glich. Daher fordert Die Linke eine Neugr&uuml;ndung der EU mit neuen Vertr&auml;gen, die Volksabstimmungen unterworfen werden. Gesetzentw&uuml;rfe der Linken f&uuml;r Volksabstimmungen zu EU-Vertr&auml;gen wurden aber von den anderen Parteien im Bundestag bisher stets abgelehnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/leserfrage-an-sahra-wagenknecht-was-fuer-ein-europa-wollen-sie-frau-wagenknecht\/9384656.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Es ist noch gar nicht so lange her, da waren die von Frau Wagenknecht formulierten Positionen mit der SPD verbunden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Paranoia of the Plutocrats<\/strong><br>\nRising inequality has obvious economic costs: stagnant wages despite rising productivity, rising debt that makes us more vulnerable to financial crisis. It also has big social and human costs. There is, for example, strong evidence that high inequality leads to worse health and higher mortality.<br>\nBut there&rsquo;s more. Extreme inequality, it turns out, creates a class of people who are alarmingly detached from reality &mdash; and simultaneously gives these people great power.<br>\nThe example many are buzzing about right now is the billionaire investor Tom Perkins, a founding member of the venture capital firm Kleiner Perkins Caufield &amp; Byers. In a letter to the editor of The Wall Street Journal, Mr. Perkins lamented public criticism of the &ldquo;one percent&rdquo; &mdash; and compared such criticism to Nazi attacks on the Jews, suggesting that we are on the road to another Kristallnacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/01\/27\/opinion\/krugman-paranoia-of-the-plutocrats.html?partner=rssnyt&amp;emc=rss&amp;_r=1\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sch&auml;uble will kein Volkswirt, sondern Kaufmann sein<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble will in seinem Amt ein vorsichtiger Kaufmann sein. Die Medien nehmen es hin und applaudieren sogar, wenn er verspricht, im Jahr 2015 keine neuen Schulden mehr aufnehmen zu wollen (Wie oft hat das ein Finanzminister schon versprochen?). Doch was ein vorsichtiger Kaufmann im Bundesfinanzministerium zu suchen hat, interessiert niemanden. Nur wird in diesem Haus keine Fachkraft f&uuml;r Betriebswirtschaft ben&ouml;tigt, sondern jemand, der volkswirtschaftliche Zusammenh&auml;nge versteht und danach handelt. Das tut Sch&auml;uble aber nicht. (&hellip;)<br>\nInflation gleich Instabilit&auml;t. Das ist ein weiterer Tiefpunkt in der Diskussion, die so arm an volkswirtschaftlichen Sachverstand ist. Die omin&ouml;sen zwei Prozent Inflation sind ja nicht aus der Luft gegriffen und haben auch nicht viel mit Wahlkampf zu tun, wie Sch&auml;uble unseren h&ouml;rigen Medien in die Bl&ouml;cke diktiert, sondern gehen auf eine Zielvereinbarung zur&uuml;ck, die einzuhalten sich auch Deutschland bei der Gr&uuml;ndung der W&auml;hrungsunion verpflichtet hat. Worauf sonst sollte sich eine W&auml;hrungsunion auch verst&auml;ndigen, wenn nicht auf eine Harmonisierung der Lohnst&uuml;ckkostenentwicklung, die die Inflation bestimmt? (&hellip;)<br>\nDer s&auml;he es hingegen gerne, wenn alle sparen so wie er, irgendwann einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen und am Ende keine neuen Schulden mehr machen w&uuml;rden. Dann, so Sch&auml;ubles &Uuml;berzeugung, st&uuml;nden auch die anderen wirtschaftlich so gut da wie die teutonische &ldquo;Wachstumslokomotive&rdquo; mit ihren l&auml;cherlich mickrigen 0,4 Prozent BIP-Zuwachs im abgelaufenen Jahr. In diesem desastr&ouml;sen Klima der verordneten Sparsamkeit investiert nur niemand mehr, obwohl gerade Sch&auml;uble und die deutsche Wirtschaft weiterhin darauf hoffen. Sie haben ja bis jetzt auch davon profitiert. Denn ohne die Schuldner des Auslands, die man mit erhobenen Zeigefinger ordentlich beschimpft und ma&szlig;regelt, g&auml;be es keinen Export&uuml;berschuss, den man bejubeln k&ouml;nnte.<br>\nEinem Volkswirt mit makro&ouml;konomischen Sachverstand w&auml;re das wohl klar, einem studierten Juristen, der gern ein Kaufmann sein m&ouml;chte aber nicht. Der hat zu komplizierten &ouml;konomischen Sachfragen n&auml;mlich nix zu sagen, und fl&uuml;chtet sich daher ins Prozedurale, sagt Heiner Flassbeck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2014\/01\/26\/schaeuble-volkswirt-kaufmann-17630166\/\">Tautenhahn Blog<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Sch&auml;uble &ldquo;Europa ist auf einem guten Weg&rdquo;<\/strong><br>\nMario Draghi und Wolfgang Sch&auml;uble sehen Vertrauenskrise &uuml;berwunden<br>\nIn den Chor der Stimmen in Davos, die eine Erholung in Europa sehen, fielen am Freitag auch EZB-Chef Mario Draghi und der deutsche Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble ein. &ldquo;Wenn man sich die Situation heute anschaut und mit der vor einem Jahr vergleicht, dann ist viel geschehen&rdquo; , sagte der Chef der Europ&auml;ischen Zentralbank, der eine &ldquo;fragile Erholung&rdquo;, aber noch Konjunkturrisiken sieht.<br>\n&Auml;hnlich war f&uuml;nf Stunden davor der Befund von Sch&auml;uble ausgefallen: &ldquo;Europa ist nicht mehr der Kern der Besorgnis.&rdquo; Aller Skepsis, auch hier in Davos, zum Trotz sei es gelungen, den Euro &ldquo;aus einer gef&auml;hrlichen Vertrauenskrise herauszubringen&rdquo;, sagte Sch&auml;uble. Europa sei noch nicht ganz &uuml;ber den Berg, &ldquo;aber schon auf der H&ouml;he von Davos, Europa ist auf einem guten Weg.&rdquo;<br>\nEbenso unisono gab es Lob f&uuml;r Griechenland. Draghi sprach von &ldquo;bedeutenden&rdquo;, Sch&auml;uble von &ldquo;gr&ouml;&szlig;eren&rdquo; Fortschritten. Der deutsche Finanzminister f&uuml;gte hinzu: Die griechische Bev&ouml;lkerung habe schwere Einschnitte hinnehmen m&uuml;ssen. &ldquo;Ich wollte das nicht in Deutschland durchsetzen m&uuml;ssen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1389858216870\/Schaeuble-Europa-ist-auf-einem-guten-Weg\">derStabdard.at<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Leidet der deutsche Bundesfinanzminister an Realit&auml;tsverlust? Schwere Einschnitte muss die deutsche Bev&ouml;lkerung seit Jahrzehnten erleiden. Bereits unter der Kohl-Regierung ging es mit dem deutschen Sozialstaat bergab; unter der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung Schr&ouml;der-Fischer gab es eine enorme Beschleunigung des Sozialabbaus, die bis heute kein Ende gefunden hat.<\/em><br>\n<em>Der stets erzkonservative Sch&auml;uble bleibt seiner Rolle als Technokrat treu. Er kann offensichtlich eine Sache lediglich verwalten, jedoch nicht einmal ansatzweise progressiv gestalten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Teile der b&uuml;rgerlichen Mittelschicht sind dabei, sozial zu verrohen<\/strong><br>\nJutta Ditfurth &uuml;ber den verwandlungsf&auml;higen Kapitalismus, den zunehmenden Rassismus, den ausbleibenden Widerstand<br>\nDie Publizistin, Soziologin und politische Aktivistin Jutta Ditfurth setzt sich seit Jahrzehnten kritisch mit dem Kapitalismus und dem politischen Zeitgeschehen auseinander. Im Gespr&auml;ch erkl&auml;rt sie, warum Reformen und Parteien nichts am Kapitalismus &auml;ndern und weshalb die Revolution noch immer nicht ausgebrochen ist. (&hellip;)\n<p>Frau Ditfurth, in Ihrem Buch &ldquo;Zeit des Zorns&rdquo; schreiben Sie: &ldquo;Der Kapitalismus ist durch Reformen nicht in eine humane Gesellschaft zu &uuml;berf&uuml;hren.&rdquo; Haben Sie &uuml;berhaupt noch Hoffnung in die Parteipolitik? <\/p>\n<p>Jutta Ditfurth: Nein. Reformen sind ja heute keine Reformen mehr, also keine wirklichen Verbesserungen der Lage der Menschen. Wenn eine Reform angek&uuml;ndigt wird, ist das eher eine Drohung, denn es folgt meistens eine Verschlechterung der sozialen Lage, sp&auml;testens durch die Hintert&uuml;r. Durch das, was heute &ldquo;Reformen&rdquo; genannt wird, sind keine &Auml;nderungen hin zu sozialer Gleichheit und wirklicher Freiheit in einer dann humanistischen Gesellschaft m&ouml;glich.<br>\nAber nicht nur Parteien sind reformistisch, sondern auch etliche soziale Bewegungen sind es. Selbst wenn in einer bestimmten historischen Phase die gesellschaftlichen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse gewisse Verbesserungen, sogenannte &ldquo;Reformen&rdquo; f&uuml;r Mensch und Natur zulassen, sind diese nicht von Dauer, denn sobald der emanzipatorische Druck nachl&auml;sst, werden diese wieder abger&auml;umt.<br>\nDie dem Kapital eigene gnadenlose Konkurrenz und Profitmaximierung erzwingen die Spaltung der Gesellschaft in wenige Reiche und viele Arme. Der Brutalit&auml;t und der Vernichtungslogik des Kapitals sind weltweit keine Grenzen gesetzt. Der Staat des Kapitals und seine Parteien sind Ausdruck dieser kapitalistischen Gewaltverh&auml;ltnisse. Linke Fl&uuml;gel staatstragender Parteien sind gestutzte Fl&uuml;gel, sie fliegen nie zu den Wurzeln des Problems.<\/p>\n<p>Aber gerade in den Jugendorganisationen der Parteien finden sich doch h&auml;ufig Leute, die wirklich etwas &auml;ndern wollen. <\/p>\n<p>Jutta Ditfurth: Einigen glaube ich, dass sie es ernsthaft wollen. Aber diese Jugend-Organisationen b&uuml;rgerlicher Parteien sind Durchlauferhitzer. Die Parteispitzen sagen sich: Lass die jungen Leute sich dort mal austoben. Wir pr&uuml;fen dann, wer bereit ist, seine &ldquo;linken Illusionen&rdquo; aufzugeben, wer n&uuml;tzlich f&uuml;r uns ist. Die Partei macht Angebote: Stipendien, Jobs, soziale Reputation. Die Anpassungsbereiten fischen sie sich raus. So ist das schon immer gewesen. <\/p>\n<p>Wenn von der Parteipolitik nichts zu erwarten ist: Wo ist sie dann, die Revolution? Wo ist die Wut der Bev&ouml;lkerung auf die kapitalistische Ausbeutung? Wo sind zum Beispiel all die Ausgesto&szlig;enen und all die drangsalierten Sozialhilfeempf&auml;nger? <\/p>\n<p>Jutta Ditfurth: Es ist ein verbreiteter Irrtum zu glauben, dass die Gedem&uuml;tigtsten und Ausgebeutesten gleichsam automatisch das revolution&auml;rste Bewusstsein besitzen. Manchmal wissen linke AktivistInnen wenig von den sozialpsychologischen Voraussetzungen politischen Bewusstseins. Da spielt doch vieles eine Rolle.<br>\nManche Menschen sind &uuml;ber einen langen Zeitraum so kaputt gemacht und entmutigt worden, dass sie froh sind, mit ihren Angeh&ouml;rigen jeden einzelnen Tag zu &uuml;berstehen. Andere schuften sich in zwei oder drei Jobs fr&uuml;hzeitig ins Grab. Wieder andere fliehen vor der Ausweglosigkeit f&uuml;r sich und ihre Kinder in verschiedene Suchtformen oder tr&auml;umen sich weg. Und diejenigen, die es irgendwie schaffen, sich durchzuschlagen, sto&szlig;en dann auf unsichtbare Mauern in dieser Gesellschaft: perfide soziale Selektionssysteme, undurchl&auml;ssige Strukturen. Der kritisch denkende Teil junger Menschen, ob aus proletarischen, kleinb&uuml;rgerlichen oder b&uuml;rgerlichen Familien, wird in oft hierarchischen, verschulten Ausbildungseinrichtungen der Ideologie der herrschenden Verh&auml;ltnisse ausgesetzt &ndash; und wer trotzdem ernsthaft Ver&auml;nderungen durchsetzen will, st&ouml;&szlig;t, grob gesagt, auf zwei Reaktionsweisen des Staates: Zuckerbrot oder Peitsche, Integrationsangebot oder Repression.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40798\/1.html?zanpid=1862088844695294976\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Pflegenotstand in Deutschland<\/strong><br>\nSt&auml;rker als die Angst vorm Tod ist heute oft die Angst, im Pflegeheim dahinzusiechen. Zweieinhalb Millionen Pflegebed&uuml;rftige gibt es in Deutschland. 2050 werden es 5 Millionen sein. Das Pflegepersonal ist meist miserabel bezahlt und lebt im Dauerstress. (&hellip;)<br>\nDieses Land geh&ouml;rt umgesteuert. Statt mit superg&uuml;nstigen Exportpreisen Partnerstaaten in den Ruin zu treiben, sollten wir uns menschenw&uuml;rdige Lebensbedingungen auch f&uuml;r pflegebed&uuml;rftige alte Menschen g&ouml;nnen. Das erfordert auch einen kr&auml;ftigen Zuwachs bei den Bruttol&ouml;hnen, damit &uuml;ber h&ouml;here Sozialbeitr&auml;ge angemessene Pflege endlich bezahlt wird. Leisten kann sich das Deutschlands Wirtschaft allemal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/politikum\/kongresspflege100.html\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.M.:<\/strong> man wird ja leider auch im &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk so dermassen mit schlechten Nachrichten und Meinungen &uuml;bersch&uuml;ttet, dass mir gestern ein Kommentar im Radioprogramm von WDR5 &uuml;berraschend positiv aufgefallen ist. In &ldquo;Politikum&rdquo; kam Stefan Welzk zu Wort, der den Knackpunkt bei der Pflegeversicherung pointiert auf den Punkt bringt. Man k&ouml;nnte leicht den Begriff &ldquo;Pflege&rdquo; auch durch &ldquo;Rente, Krankenversorgung, Wirtschaftsinvestitionen, oder Arbeitslosenunterst&uuml;tzung ersetzen. NDS-Leser wissen das sicher schon alles, aber es ist doch auch mal sch&ouml;n, auf erfreuliche Ausnahmen im Einheitsbrei hinzuweisen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sozialintegrative Leistungen der Kommunen im Hartz-IV-System: Ziele wurden nicht erreicht<\/strong><br>\nWarum auch acht Jahre nach Einf&uuml;hrung von Hartz-IV der ganzheitliche Unterst&uuml;tzungsansatz nicht eingel&ouml;st wurde Einleitung Mit Hartz IV wurde die gr&ouml;&szlig;te Sozialreform in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland umgesetzt wurde (&hellip;)<br>\nMit der Hartz-IV-Reform sollten Arbeitslose soziale und arbeitsmarktliche Integrationshilfen aus einer Hand erhalten. Doch aktuelle Berichte aus dem Bundesarbeitsministerium und dem Berliner Senat zeigen: auch acht Jahre nach der Einf&uuml;hrung von Hartz-IV sind diese Ziele nicht erreicht. Der DGB fordert rechtliche und finanzielle Korrekturen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++ba428d76-837d-11e3-af64-52540023ef1a\">DGB<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140127_arbeitsmarkt-aktuell.pdf\">DGB &ndash; Arbeitsmarkt aktuell [PDF &ndash; 549 KB]<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Laut @Bundesagentur hat jemand, der #Sozialleistungen empf&auml;ngt, kein Recht auf eine #ehrenamtlicheT&auml;tigkeit.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140127_01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140127_01_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/guidoV4\/status\/426339159125397505\">Twitter<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Krieg in Mali &ndash; Schutztruppen im Goldrausch<\/strong><br>\nWer deutsche Medien konsumiert, der entdeckt rund um den anhaltenden Mali-B&uuml;rgerkrieg die alten abgegriffenen Vokabeln: Die &ldquo;Mission&rdquo; (SPIEGEL) ist wieder da, auch der neutrale &ldquo;Einsatz&rdquo; (FAZ), der wohl leider &ldquo;robust&rdquo; sein wird, feiert seine Auferstehung. Die extrem bescheuerte S&Uuml;DDEUTSCHE ZEITUNG l&auml;sst sogar den Begriff &ldquo;Schutztruppe&rdquo; wieder aufleben. Weil die deutsch-franz&ouml;sische Brigade bald nach Mali marschiert. Als wisse sie nicht, dass unter dem euphemistischen Namen &ldquo;Schutztruppe&rdquo; schon einmal deutsche M&ouml;rderbanden in Afrika marodierend unterwegs waren. Und nat&uuml;rlich geht es, wie schon vor einem Jahr, als die franz&ouml;sischen Truppen einen angeblich kurzen Rein-Raus-Krieg in Mali f&uuml;hren wollten, nur um eine &ldquo;Sicherung&rdquo;, das klingt wie Versicherung und kann nicht so schlimm sein. &ldquo;Deutschland bereitet Afrika-Einsatz vor&rdquo; so lautet die durchg&auml;ngige Schlagzeile. Und bestenfalls erf&auml;hrt der Medienkonsument noch, dass die deutschen Truppen die franz&ouml;sischen in Mali entlasten sollen, weil die gerade in der Zentralafrikanischen Republik besch&auml;ftigt sind. Vermutlich auch mit einer &ldquo;Mission&rdquo;.<br>\nWas man in den deutschen Medien nicht findet, ist das Wort &ldquo;Gold&rdquo;. Zwar haben mehr als ein Drittel der Bev&ouml;lkerung in Mali keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zwar liegt die durchschnittliche Lebenserwartung dort bei 48,1 Jahren. Aber in Mali gibt es jede Menge Gold.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/krieg-in-mali.html\">Rationalgalerie<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/von-der-leyen-plaene-mehr-verantwortung-fuer-afrika-12770671.html\">Von-der-Leyen-Pl&auml;ne &ndash; Mehr Verantwortung f&uuml;r Afrika<\/a>&ldquo;,  &bdquo;Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen k&uuml;ndigte am Wochenende an, der Schwerpunkt eines st&auml;rkeren milit&auml;rischen Beitrages zur Stabilisierung afrikanischer Krisenl&auml;nder werde in Mali liegen. Sie sagte der Zeitschrift &bdquo;Der Spiegel&ldquo;, Deutschlands Verb&uuml;ndete, allen voran die Franzosen, erwarteten, dass die Bundeswehr ihre Ausbildungst&auml;tigkeit in Mali verst&auml;rke; vorstellbar sei eine Erh&ouml;hung des deutschen Kontingents um 70 auf 250 Soldaten.<\/em><br>\n<em>Dieses aktualisierte Ausbildungsmandat f&uuml;r Mali m&uuml;sste in den beiden Sitzungswochen des Bundestags im Februar beschlossen werden.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Ob Mutter von der Leyen auch so locker  &uuml;ber einen &bdquo;st&auml;rkeren milit&auml;rischen Beitrag&ldquo; in Afrika reden w&uuml;rde, wenn sie bef&uuml;rchten m&uuml;sste, dass einer ihrer S&ouml;hne oder gar T&ouml;chter dort Kriegsdienst leisten m&uuml;sste.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung M.S.:<\/strong> Im TV-Interview mit Bettina Schausten, bereitet die neue &bdquo;Verteidigungs&ldquo;-Ministerin die &Ouml;ffentlichkeit auf zuk&uuml;nftige m&ouml;gliche milit&auml;rische Eins&auml;tze unter deutscher Beteiligung in Afrika vor. Sie bedient sich dabei der manipulativen Konstruktion, Kampfeins&auml;tze k&ouml;nnten Fl&uuml;chtlingselend und &bdquo;Einwanderungsproblematik&ldquo; gleichzeitig verhindern, indem sie zur Stabilisierung des afrikanischen Kontinents beitr&uuml;gen. Raffinierter Weise bedient sie dabei rechte &Uuml;berfremdungs&auml;ngste und linke, christliche, humanit&auml;re Empathie mit den Fl&uuml;chtlingen gleicherma&szlig;en. Dies deutet nicht nur auf eine ausgepr&auml;gt zynisch-opportunistische Grundhaltung der Ministerin hin &ndash; es ist auch inhaltlich absurd:<\/em><br>\n<em>Von der Leyen will der &Ouml;ffentlichkeit weismachen, dass die Konflikte in Afrika und das Fl&uuml;chtlingselend der Boatpeople vor Lampedusa und anderswo milit&auml;risch zu l&ouml;sen seien. Sie sind es genauso wenig, wie sie es in Afghanistan waren. (Im Gegenteil hat der von Frankreich und Gro&szlig;britannien gest&uuml;tzte Umsturz in Libyen neue Fluchtgr&uuml;nde geschaffen, etwa f&uuml;r die Schwarzafrikaner, denen der Hamburger Senat j&uuml;ngst jede ernste Hilfe verweigert hat). <\/em><br>\n<em>Wohl aber k&ouml;nnte eine grundlegende Umkehr in der europ&auml;ischen Agrarpolitik sehr viel zur Befriedung und Entwicklung des Kontinents beitragen.<\/em><br>\n<em>Ein Beispiel : Die EU gibt j&auml;hrlich viele Steuermilliarden an Agrarsubventionen aus, es ist &ndash; anders als von J&ouml;rges in seinen Wagenknecht-Anw&uuml;rfen behauptet der gr&ouml;&szlig;ter Einzelposten im EU-Haushalt (nicht der Posten f&uuml;r Soziales). Kein geringer Teil davon flie&szlig;t in die F&ouml;rderung von Massentierhaltung. Die &Uuml;berproduktion allein in der deutschen Fleischproduktion wird auf &uuml;ber 15% gesch&auml;tzt. Die Haltungs- und Umweltbedingungen sind als katastrophal zu bezeichnen. Anschlie&szlig;end werden weitere Steuer-Milliarden verteilt, damit die europ&auml;ische Lebensmittelindustrie die &Uuml;bersch&uuml;sse in Staaten der 3. Welt exportieren kann (in meiner Kindheit wurde das &uuml;brigens noch als Entwicklungshilfe verkauft). Tats&auml;chlich zerst&ouml;ren bekanntlich die massenhaften Lebensmittelimporte aus der EU die Grundlage der regionalen Produktion in Afrika, weil kein Kleinbauer mit den subventionierten europ&auml;ischen Dumpingpreisen konkurrieren kann.<\/em><br>\n<em>Ein konsequentes Zur&uuml;ckfahren der sch&auml;dlichsten aller Subventionen k&ouml;nnte eher zur Befriedung des afrikanischen Kontinents beitragen &ndash; die &Auml;u&szlig;erungen der neuen &bdquo;Verteidigungs&ldquo;-Ministerin k&ouml;nnen es nicht.<\/em><br>\n<em>Sie lassen vielmehr Schlimmes bef&uuml;rchten: Vielleicht ist ihr das Elend der Betroffenen in Afrika in Wahrheit reichlich egal, vielleicht interessiert sie sich f&uuml;r Verbesserungen f&uuml;r diese Menschen genauso wenig, wie sie sich als Arbeitsministerin f&uuml;r die von ihr mitverantwortete Rentenmisere interessiert hat oder f&uuml;r die Situation der Leiharbeiter und Niedrigl&ouml;hner. Offenbar sind das Dinge, die man auf dem heimischen Reiterhof schnell hinter sich l&auml;sst.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Bundeswehr wirbt um Minderj&auml;hrige<\/strong><br>\nUm den Bedarf an Soldaten zu decken, greift Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen auch auf Minderj&auml;hrige zur&uuml;ck. Diese werden auch an der Waffe ausgebildet, wie die Bundesregierung in einer unserer Zeitung vorliegenden Antwort auf eine Anfrage der Linken best&auml;tigte.<br>\nAllein im Jahr 2012 wurden nach offiziellen Regierungsangaben 1216 freiwillig Wehrdienstleistende und Soldaten auf Zeit unter 18 Jahren eingestellt.<br>\nDie Praxis erscheint der Linken-Verteidigungsexpertin Katrin Kunert h&ouml;chst problematisch angesichts der unter deutscher Federf&uuml;hrung stehenden Anstrengungen, die Rekrutierung von Kindersoldaten zu verhindern. Mit ihrer &ldquo;Doppelmoral&rdquo; erweise die Regierung dem Anliegen einen &ldquo;B&auml;rendienst&rdquo;, meint Kunert. Der UN-Ausschuss f&uuml;r die Rechte der Kinder habe die Bundesregierung schon 2008 aufgefordert, das Mindestrekrutierungsalter auf 18 Jahre anzuheben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rhein-zeitung.de\/nachrichten\/deutschland-und-welt_artikel,-Bundeswehr-wirbt-um-Minderjaehrige-_arid,1097590.html\">Rhein-Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>This one map helps explain Ukraine&rsquo;s protests<\/strong><br>\nHere&rsquo;s why this matters for what&rsquo;s happening in Ukraine now: Since it declared independence in 1991, the country has been politically divided along these ethnic-linguistic lines. In national elections, people from districts dominated by that majority group (Ukrainian-speakers who are ethnically Ukrainian) tend to vote for one candidate. And people from districts with lots of ethnic Russians or Russian-speakers tend to vote for the other candidate.<br>\nTo see what I mean, check out these two maps that show the results of Ukraine&rsquo;s 2004 and 2010 presidential elections, both of which were very close. Yanukovych lost the 2004 vote (on the second round of voting, that is; the first round was annulled after protests over fraud allegations) by 52 to 44. But he won in 2010 by 49 to 45 percent. In both cases, you can see a clear and consistent regional divide. Maps of other presidential and parliamentary elections look very similar.<br>\nUkraine&rsquo;s ethno-lingistic political division is sort of like the United States&rsquo; &ldquo;red America&rdquo; and &ldquo;blue America&rdquo; divide, but in many ways much deeper &mdash; imagine if red and blue America literally spoke different languages. The current political conflict, which at its most basic level is over whether the country will lean toward Europe or toward Russia, is like the Ukrainian equivalent of gun control, abortion and same-sex marriage all rolled into one.<br>\nBased on the protests in Kiev, it can sure look like Ukrainians want their country to integrate with the European Union and turn away from Russia. But a November poll found slightly different attitudes: 45 percent said they wanted the EU deal, 14 percent said they wanted to join with the Russian-led trade union, and 41 percent said they were undecided or wanted neither. In other words, joining the EU is about as popular as not joining the EU, both of which are more popular than snuggling up to Moscow.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/blogs\/worldviews\/wp\/2013\/12\/09\/this-one-map-helps-explain-ukraines-protests\/\">The Washington Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers L.H.:<\/strong> Zwar erschien dieser bereits im Dezember 2013, allerdings veranschaulichen die darin verwendeten Karten sehr deutlich die demografischen Wurzeln der Auseinandersetzungen. Sehr interessant ist au&szlig;erdem der Verweis auf eine Umfrage vom November 2013: Demnach waren zwar 45% der Befragten f&uuml;r den Assoziationsvertrag mit der EU und nur 14% f&uuml;r eine Ann&auml;hrung an Russland; allerdings sagten auch 41% dass sie entweder unentschlossen waren oder keines der vorgeschlagenen B&uuml;ndnisse unterst&uuml;tzten. Dies widerspricht der westlichen Berichterstattung, welche nahelegt, dass sich die &ldquo;ukrainische Bev&ouml;lkerung&rdquo; gegen ihre Regierung erhebt. &ldquo;Die&rdquo; ukrainische Bev&ouml;lkerung ist eben tief gespalten und f&uuml;hlt sich sicherlich nicht unisono von Klitschko, Timotschenko, oder den Nationalisten vertreten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der geheime Krieg<\/strong><br>\nKonstanze Kurz und Frank Rieger haben in der FAZ ein sehr wichtiges Thema angerissen: High-Tech Waffen, dort etwas rei&szlig;erisch &ldquo;Killerroboter&rdquo; genannt. Der Artikel streift alle wichtigen Aspekte, ich m&ouml;chte aber den Fokus etwas anders setzen und damit auf Folgen aufmerksam machen, die m.E. aktuell gerade fatal sind. Im Artikel wird dies durch den Satz skizziert:<br>\n&ldquo;Milit&auml;rs und Geheimdienstler schaffen Fakten, weitgehend unbeeintr&auml;chtigt von politischer und demokratischer Kontrolle&ldquo;.<br>\nDas genau ist der gelebte Albtraum, auf den wir zugehen, ein weiterer Fall f&uuml;r das, was ich &ldquo;Theorie der Verschw&ouml;rung&rdquo; nenne. Die Strukturen sind von der Art, die jene Sicherheitsdienste und Geheimpolizeien, die sich ihrer bedienen, selbst ausdr&uuml;cklich &ldquo;konspirativ&rdquo;, also verschw&ouml;rerisch nennen. W&auml;hrend auf der einen Seite &ndash; dort ganz &ouml;ffentlich &ndash; Legalit&auml;t unterwandert wird durch schriftliche Verabredungen, die gegen die Verfassungen versto&szlig;en, auf denen sie letztendlich fu&szlig;en, wird in der Praxis zunehmend geheim gehandelt. Der Einsatz von Hightechwaffen und &Uuml;berwachungstechnik bringt genau das mit sich: Es entf&auml;llt sowohl die staatliche Kontrolle als auch die der &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nDie Geheimniskr&auml;merei, einhergehend mit Datenmissbrauch und Willk&uuml;r, findet dabei vielschichtig statt. Der Drohnenangriff geschieht auf Basis geheim erhobener Daten und deren Auswertung durch geheim operierende Dienste, um nach der einsamen geheimen Entscheidung eines Einzelnen oder kleiner geheimer Gremien zum Einsatz zu kommen. Dies ist schlimmer als jede Verschw&ouml;rung, denn es pervertiert die Basis der Macht, die den Entscheidern verliehen ist: Diese verlangt Gewaltenteilung, gegenseitige Kontrolle, &ouml;ffentliche Rechtfertigung und die Einhaltung der Grundrechte. Jede einzelne dieser grundlegenden Anforderungen an einen demokratischen Rechtsstaat wird ins Gegenteil verkehrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=379\">Feynsinn<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Wenn Geheimdienste nicht wissen, wen sie t&ouml;ten<\/strong><br>\nObamas F&uuml;nfjahres-Bilanz: 2.400 Todesopfer bei 390 &ldquo;verdeckten Drohnenangriffen&rdquo;<br>\nSeit dem Amtsantritt Obamas, der sich gestern zum f&uuml;nften Mal j&auml;hrte, haben die USA 390 &ldquo;verdeckte Drohnenangriffe&rdquo; ausgef&uuml;hrt. Meist &uuml;ber die CIA. 330 Angriffe galten allein Zielen in Pakistan. Als weitere dem Beschuss von Drohnen ausgesetzte L&auml;nder nennt das Bureau of Investigative Journalism den Jemen und Somalia.<br>\nNach den Informationen der f&uuml;r Recherchen der Eins&auml;tze von bewaffneten Drohnen bekannten Organisation (siehe dazu die Kampfdrohnen-&Uuml;bersicht) haben die Exekutionen im Auftrag des Friedensnobelpreistr&auml;gers mehr als 2.400 Todesopfer gefordert.<br>\nDie Journalisten des Bureau machen termingerecht zum Obama-Amtsjubil&auml;um erneut darauf aufmerksam, dass der Hoffungstr&auml;ger des Politik-Wechsels beim Gebrauch dieser Angriffswaffe seinen Vorg&auml;nger George W. Bush bei Weitem &uuml;bertrifft. Unter dessen Amtszeit werden lediglich 51 Angriffe verzeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40842\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Die Demokratie wird zerschreddert&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Jeder sollte ein Anarchist sein&ldquo;: Ein Gespr&auml;ch mit dem Linguisten Noam Chomsky &uuml;ber die Krise des Neoliberalismus, die kriminelle Energie in den Banken und die unterschiedlichen Lesarten seiner Sprachtheorie. (&hellip;)<br>\nDie Etablierung gro&szlig;er Wohlfahrtsstaaten waren eine der gr&ouml;&szlig;ten Errungenschaften Europas. Dann wurde Hand an sie gelegt. Ich erinnere mich an ein Interview von Mario Draghi, der in die Kameras sagte: &bdquo;Der Wohlfahrtsstaat ist tot.&ldquo; Er sagte nicht, ob er dies w&uuml;nsche oder nicht, sondern nur, dass es so ist. Das ist ein Einschnitt. Es ist in der Tat so, dass einige Wirtschaftsmacher die zivilisatorischen Errungenschaften Europas unterlaufen. Dasselbe gilt f&uuml;r Amerika. (&hellip;)<br>\nHeute stehen alle ratlos da. Weder Liberalismus noch Keynesianismus haben Antworten auf die Krise.<br>\nDas stimmt nicht. Die Krise von 2007\/2008 war das Resultat eines kriminellen Verhaltens der Gro&szlig;banken. Das gilt f&uuml;r die USA, f&uuml;r Spanien und andere Schaupl&auml;tze. Es ist eine Krise des Neoliberalismus. Das Prinzip der Deregulierung, der Sicherungspakete f&uuml;r die Banken, die angeblich too big to fail sind, das alles f&uuml;hrte in ein Desaster. In den 50er und 60er Jahren lief es gut, weil die Strukturen des New Deal griffen und die Banken taten, was sie zu tun haben. Doch seit den 80ern ist die Deregulierung fortgeschritten, haben Investmentbanken das traditionelle Bankgesch&auml;ft in den Hintergrund gedr&auml;ngt. Das alles f&uuml;hrte in die Krise. Und wenn wir nichts dagegen tun, wird die n&auml;chste Krise auf uns warten.<br>\nAlso hilft doch Keynes?<br>\nWir k&ouml;nnen diese Probleme mit Hilfe der keynesianischen Methoden l&ouml;sen. Was wir aber zurzeit hier debattieren, ist, wie wir das Schuldendefizit reduzieren. Darum k&uuml;mmert sich die politische Klasse. Der einzige Grund hierf&uuml;r ist, dass die Finanzm&auml;rkte sich auf die Defizite konzentrieren. Ihr politischer Einfluss ist so riesig, dass die politische Klasse sich mit ihren Vorgaben befasst und sich auf die Staatsausgaben konzentriert. Defizit ist eine gute Sache in einer Phase der Rezession, es sorgt f&uuml;r eine Stimulierung der Nachfrage. Wenn keine Nachfrage im Markt vorhanden ist, gibt es die M&ouml;glichkeit, dass die Regierung sie stimuliert. Aber das ist nicht das, was die Finanzm&auml;rkte wollen. Es ist aber das, was die Bev&ouml;lkerung will. Sie will Arbeit, das Hauptproblem ist die Arbeitslosigkeit und nicht das Defizit. Die Demokratie wird auf diesem Weg zerschreddert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/anarchist-noam-chomsky--die-demokratie-wird-zerschreddert-,1472786,25979624.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Why There&rsquo;s No Outcry<\/strong><br>\nPeople ask me all the time why we don&rsquo;t have a revolution in America, or at least a major wave of reform similar to that of the Progressive Era or the New Deal or the Great Society.&#8232;Middle incomes are sinking, the ranks of the poor are swelling, almost all the economic gains are going to the top, and big money is corrupting our democracy. So why isn&rsquo;t there more of a ruckus?&#8232;The answer is complex, but three reasons stand out.<br>\nFirst, the working class is paralyzed with fear it will lose the jobs and wages it already has.<br>\nIn earlier decades, the working class fomented reform. The labor movement led the charge for a minimum wage, 40-hour workweek, unemployment insurance, and Social Security.<br>\nNo longer. Working people don&rsquo;t dare. The share of working-age Americans holding jobs is now lower than at any time in the last three decades and 76 percent of them are living paycheck to paycheck.<br>\nNo one has any job security. The last thing they want to do is make a fuss and risk losing the little they have.<br>\nBesides, their major means of organizing and protecting themselves &mdash; labor unions &mdash; have been decimated. Four decades ago more than a third of private-sector workers were unionized. Now, fewer than 7 percent belong to a union.<br>\nSecond, students don&rsquo;t dare rock the boat. (&hellip;)<br>\nReformers and revolutionaries don&rsquo;t look forward to living with mom and dad or worrying about credit ratings and job recommendations.<br>\nThird and finally, the American public has become so cynical about government that many no longer think reform is possible.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/robertreich.org\/post\/74519195381\">Robert Reich<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schwarz-Gr&uuml;n als Zukunftsoption?<\/strong><br>\nVier Monate nach der Landtagswahl und einen Monat nach dem Abschluss des Koalitionsvertrages f&uuml;r die k&uuml;nftige schwarz-gr&uuml;ne Regierung in Hessen ist der bisherige Ministerpr&auml;sident Volker Bouffier (CDU) wiedergew&auml;hlt worden. Er erhielt mit 62 Stimmen eine Stimme mehr, als die Koalitionspartner CDU und Gr&uuml;ne im Landesparlament Mandate haben.<br>\nBouffier f&uuml;hrt die erste schwarz-gr&uuml;ne Koalition in einem Fl&auml;chenland. Er f&uuml;hrte seit 2010 eine schwarz-gelbe Koalition. In der neuen Koalition stellt die CDU acht Minister. Die Gr&uuml;nen haben zwei Ressorts erhalten. Neben dem erweiterten Wirtschaftsressort &uuml;bernehmen sie das Umweltministerium. (&hellip;)<br>\nDie SPD kritisiert zu Recht: &raquo;Der dringend notwendige Politikwechsel ist im Koalitionsvertrag der k&uuml;nftigen schwarz-gr&uuml;nen Landesregierung leider nicht erkennbar. Obwohl die schwarz-gelbe Mehrheit bei der Landtagswahl abgew&auml;hlt wurde, wird sich in zentralen landespolitischen Fragen voraussichtlich nur wenig &auml;ndern. Der Koalition fehlt eine politische Perspektive&rdquo;, sagt Oppositionschef Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel.<br>\n&raquo;Die schwarz-gelbe Stillstandskoalition wird durch eine schwarz-gr&uuml;ne Koalition des kleinsten gemeinsamen Nenners abgel&ouml;st.&laquo; Besonders deutlich sei dies in der Bildungspolitik, f&uuml;r die im Grunde nur der Ist-Zustand festgeschrieben worden sei. &raquo;Alles Weitere wurde auf einen Bildungsgipfel vertagt, der nur dann sinnvoll sein kann, wenn insbesondere die CDU zu substantiellen Ver&auml;nderungen bereit ist. Davon scheint sie noch weit entfernt zu sein.&laquo;<br>\nDie Verlierer der neuen Koalition sind ausgemacht: Die Kommunen m&uuml;ssen sich auf schwere Zeiten einstellen und ebenso die Besch&auml;ftigten im &Ouml;ffentlichen Dienst. Mit dem unver&auml;nderten Fortbestand des Kinderf&ouml;rderungsgesetzes werden die Rahmenbedingungen f&uuml;r die Kitas verschlechtert. Die Energiewende droht weiter zu erlahmen. Und beim L&auml;rmschutz und dem Frankfurter Flughafen sind die vollmundigen Ank&uuml;ndigungen der B&uuml;rgern&auml;he ebenfalls auf der Strecke geblieben.<br>\nOb diese Koalition und ihre Ziele wirklich eine neue Etappe im politischen System einleiten, darf angesichts der fragw&uuml;rdigen Kompromisse bezweifelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/schwarz-gruen-als-zukunftsoption\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gabriel warnt vor anti-europ&auml;ischen Kr&auml;ften<\/strong><br>\nGegen &ldquo;dumme Parolen&rdquo; von links und rechts und die &ldquo;Feinde Europas&rdquo; wendet sich SPD-Chef Sigmar Gabriel beim au&szlig;erordentlichen Parteitag &ndash; und stimmt so die Genossen auf die Europawahl ein. Die Delegierten w&auml;hlen Yasmin Fahimi zur neuen Generalsekret&auml;rin &ndash; mit einem beachtlichen Ergebnis.<br>\nAuf dem au&szlig;erordentlichen Bundesparteitag der SPD in Berlin ist Yasmin Fahimi zur neuen Generalsekret&auml;rin gew&auml;hlt worden. Mit 88,5 Prozent Stimmen erzielte die 46-J&auml;hrige, die aus dem Vorstand der Gewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie kommt, ein &uuml;berzeugendes Ergebnis &ndash; mit dem sie die Voten &uuml;bertrifft, die ihre Vorg&auml;ngerin Andrea Nahles in der Vergangenheit einfuhr. Fahimi l&ouml;st Nahles ab, die in der gro&szlig;en Koalition dem Arbeitministerium vorsteht und deswegen den Posten der Generalsekret&auml;rin aufgibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-sonderparteitag-in-berlin-gabriel-warnt-vor-anti-europaeischen-kraeften-1.1872079\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Auf dem Parteitag versuchte die SPD-Spitze, die Partei als die einzige &bdquo;Europapartei&ldquo; zu pr&auml;sentieren. Viele Jahre hat die Partei die Geschicke Europas anderen &uuml;berlassen und zu oft lediglich &bdquo;abgenickt&ldquo;, was Merkel f&uuml;r die EU wollte: Bankenrettungen und faktischer Abbau des Sozialstaats nach deutschem Vorbild a la Agenda 2010.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Die Marionetten von Angela Merkel<\/strong><br>\nAlexis Tsipras, Politiker der Europ&auml;ischen Linken, hat dem sozialdemokratischen EU-Parlamentspr&auml;sidenten Martin Schulz vorgeworfen, er handle wie ein Kandidat Merkels. [&hellip;]<br>\nTsipras zeigte sich &bdquo;verwundert&ldquo;, nachdem er vor ein paar Tagen ein Interview von Martin Schulz gelesen habe, in dem Schulz die Ansicht &auml;u&szlig;erte, dass Bundeskanzlerin Merkel zu Unrecht f&uuml;r jede negative Entwicklung in Europa verantwortlich gemacht werde. Sie sei eine von insgesamt 28 Regierungschefs, die gemeinsam Entscheidungen treffen, hatte Schulz gesagt.<br>\n&bdquo;Ist Herr Schulz ein Kandidat der Sozialdemokraten oder ein Kandidat von Frau Merkel und der CDU?&ldquo;, sagte Tsipras. &bdquo;In seinem Interview hat Schulz mir den Eindruck gegeben, dass er &ouml;ffentlich seinen Wunsch kundgetan hat, Frau Merkels bevorzugter Kandidat f&uuml;r Europa zu sein. Die Frage ist, ob die soziale Basis der Sozialdemokraten diesen Wunsch teilt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!131640\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Redezeit mit Andreas Kemper: Eine Alternative f&uuml;r Deutschland?<\/strong><br>\nDie erst im April 2013 gegr&uuml;ndete Partei &ldquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&rdquo; (AfD) hat neun Monate sp&auml;ter bereits rund 17.000 Mitglieder. Sie rechnet sich gute Chancen aus, in das Europ&auml;ische Parlament einzuziehen.<br>\nGast: Andreas Kemper, Soziologe, Autorin, Moderation: Sabine Brandi<br>\nDie Sperrklausel bei Europawahlen liegt bei nur drei Prozent. Schon bei der Bundestagswahl im Herbst 2013 erzielte die AfD aus dem Stand 4,7 Prozent und scheiterte knapp an der dort g&uuml;ltigen F&uuml;nfprozenth&uuml;rde &ndash; obwohl sie zu diesem Zeitpunkt vielen Wahlberechtigten noch gar nicht bekannt war. Wichtigster Anliegen der neuen Partei &ndash; ein offizielles Parteiprogramm gibt es bislang nicht &ndash; ist der Austritt Deutschlands aus der Euro-Zone, ein zentrales europapolitisches Thema also. Die politisch eher weniger bedeutsame Europawahl nutzten die W&auml;hler in der Vergangenheit immer wieder f&uuml;r die Abgabe von Proteststimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/neugiergenuegt\/redezeit\/antieuropa100.html\">WDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-20268","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20268","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20268"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20268\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20272,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20268\/revisions\/20272"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20268"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20268"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20268"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}