{"id":20330,"date":"2014-01-28T09:15:57","date_gmt":"2014-01-28T08:15:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330"},"modified":"2014-01-28T14:53:28","modified_gmt":"2014-01-28T13:53:28","slug":"hinweise-des-tages-2053","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330#h01\">Snowden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330#h02\">Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330#h03\">Demografische Desinformation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330#h04\">Deutschland: ph&auml;nomenaler Boom?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330#h05\">NRW-Finanzminister Walter-Borjans h&auml;lt Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r unvermeidlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330#h06\">Divergenz statt Konvergenz Ost-West<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330#h07\">Leck in der Steueroase<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330#h08\">Cameron will Jobs aus Asien zur&uuml;ckholen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330#h09\">Ausnahmen vom Mindestlohn: Zwei Millionen Niedriglohnbesch&auml;ftigte w&uuml;rden leer ausgehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330#h10\">Wirtschaftsweiser Schmidt: Mindestlohn kostet mehrere 100.000 Jobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330#h11\">450 Millionen Euro Eingliederungsmittel in geheim gehaltene Jobcenter-Verwaltungsbudgets?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330#h12\">Teure Finanzwette der BVG &ndash; Keine Ahnung, keine Schuld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330#h13\">Mali &ndash; Eine Topografie von Schuld und Zorn &ndash; ein Jahr nach dem Beginn der franz&ouml;sischen Intervention<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330#h14\">Italien &ndash; Ein Land in Tr&uuml;mmern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330#h15\">Hochschulzukunftsgesetz NRW &ndash; Stellungnahme des Hochschullehrerbundes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330#h16\">Lanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330#h17\">Volksbegehren f&uuml;r G 9 schafft H&uuml;rde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330#h18\">Leipziger Theaterwissenschaftler k&auml;mpfen um ihr Institut<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20330&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Snowden<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Sie k&ouml;nnen sich aufregen wie Sie wollen&ldquo;<\/strong><br>\n&hellip; die US-&Uuml;berwachung aller deutschen B&uuml;rger und Firmen werde trotzdem weitergehen. Der Satz des Ex-US-Botschafters John Kornblum fasste die Gespr&auml;chsrunde bei G&uuml;nther Jauch trefflich zusammen. In der Sendung &uuml;berwog freilich die Aufregung&hellip;<br>\nIn unserer Welt gibt es nicht nur die NSA-&Uuml;berwachung, die der IT-Experte Edward Snowden enth&uuml;llt hat. Sondern auch die Vorstellung, dass dem Fernsehzuschauer und Geb&uuml;hrenzahler Informationen vor 23 Uhr nur in Form von Infotainment serviert werden kann.<br>\nAm Sonntagabend bedeutete das konkret, dass die ARD ihr weltexklusives und durchaus informatives Interview mit NSA-Enth&uuml;ller Edward Snowden erst nach der Talkrunde von G&uuml;nther Jauch ausstrahlte, der sich mit der schon tausendfach beantworteten Frage befasste&hellip;<br>\nEine gute halbe Stunde nach Jauchs Abschlussrunde folgte das Snowden-Interview in ganzer L&auml;nge &ndash; und erwies sich trotz allem als informativ. Bei vielen Details h&auml;tte man sich eine Vertiefung gew&uuml;nscht&hellip;<br>\nBei Jauch waren die meisten dieser Aspekte nicht einmal angesprochen worden, geschweige denn vertieft. Aber Hauptsache, es wurde mal wieder ergebnislos gestritten in einer deutschen Talkshow.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/tv-kritik\/tv-kritik-jauch-ueber-snowden--sie-koennen-sich-aufregen-wie-sie-wollen-,1473344,26004158.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;britannien: Wie der &ldquo;Guardian&rdquo; den Geheimdiensten trotzt &ndash; Das ganze Interview (engl.) mit Herausgeber Alan Rusbridger<\/strong><br>\nAlan Rusbridger ist Chefredakteur und Herausgeber der linksliberalen britischen Tageszeitung &ldquo;The Guardian&rdquo; und ein sehr introvertierter Mann. Dem Weltspiegel gab er jetzt eines seiner sehr seltenen TV-Interviews.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/das-erste\/weltspiegel\/grossbritannien-wie-der-guardian-den-geheimdiensten?documentId=19272878\">ARD Mediathek<\/a> \n<p><strong>Siehe den Bericht im Weltspiegel mit Ausz&uuml;gen aus dem Interview &uuml;bersetzt<\/strong><br>\nEs ist ein m&auml;chtiger Gegner, gegen den der &bdquo;Guardian&ldquo; angetreten ist. Die Abh&ouml;rstationen der britischen Geheimdienste k&ouml;nnen jeden Schritt im Netz verfolgen und auswerten. Das wei&szlig; die Welt, seit im Londoner Hauptquartier des &bdquo;Guardian&ldquo; eine kleine Gruppe von Journalisten Monat f&uuml;r Monat das Material von Edward Snowden zu neuen Titelstorys verarbeitet.<br>\nWas bislang im Verborgenen geschah &ndash; der &ldquo;Guardian&rdquo; bringt es an den Tag: Die totale &Uuml;berwachung ist l&auml;ngst Realit&auml;t im Netz und entlarvt dabei vor allem den britischen Abh&ouml;rdienst GCHQ als Handlanger der NSA.<br>\nWir treffen den Mann, der seiner Redaktion dabei den R&uuml;cken freih&auml;lt, Alan Rusbridger. Ein leiser, aber z&auml;her Krieger im Kampf um die Freiheit im Netz. Der, als er das Snowden-Material das erste Mal in ganzem Umfang vor sich sah, selbst v&ouml;llig perplex war.<br>\nKurze Zeit sp&auml;ter wird er selber zur Zielscheibe. Im Parlament droht ihm der britische Premier h&ouml;chstpers&ouml;nlich  mit juristischen Schritten: &ldquo;Nat&uuml;rlich ist es besser, an die gesellschaftliche Verantwortung des &lsquo;Guardian&rsquo; zu appellieren, aber wenn das alles nichts n&uuml;tzt, wird es sehr schwer f&uuml;r mich sein, hier nicht zu handeln.&rdquo;<br>\nAber er l&auml;sst weiterschreiben, ver&ouml;ffentlicht immer neue Teile des Snowden-Materials &ndash; bis ein Anruf aus der Downing Street ihm ein Ultimatum setzt. Jetzt wird die Herausgabe des Snowden-Materials verlangt. Rusbridger l&auml;sst die Daten nach Amerika schaffen und l&auml;dt den britischen Geheimdienst zu sich in den Keller ein. Hier zerst&ouml;ren sie dann gemeinsam die Festplatten mit dem Snowden-Material.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/politik-weltgeschehen\/weltspiegel\/sendung\/ndr\/2014\/grossbritannien-130.html\">das erste<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Ein Beispiel daf&uuml;r wie kritischer Journalismus aussieht.  <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Transatlantische Freihandelszone &ndash; Die EU verspielt eine gro&szlig;e Chance<\/strong><br>\nDie EU-Kommission hat die Verhandlungen &uuml;ber ein Abkommen mit gro&szlig;em wirtschaftlichem Potenzial zum closed shop gemacht. Sie hat es zudem v&ouml;llig vers&auml;umt, bei der US-Regierung auf Gleichberechtigung in den Handelsgespr&auml;chen zu pochen. Um die jeweiligen US-Positionen zu erfahren, sollen sich akkreditierte europ&auml;ische Beamte k&uuml;nftig gar in einen eigens eingerichteten Br&uuml;sseler &ldquo;Leseraum&rdquo; begeben, fordert die US-Regierung. Dass dies eine gr&uuml;ndliche Evaluierung der Dokumente erschwert und Misstrauen weckt, liegt auf der Hand.<br>\nDabei bietet TTIP durchaus gute Chancen, neue Arbeitspl&auml;tze beiderseits des Atlantiks zu schaffen, Handelsanreize zu setzen, b&uuml;rokratische H&uuml;rden f&uuml;r Unternehmen zu eliminieren und industrielle Normen zu harmonisieren.<br>\nTTIP bietet auch die M&ouml;glichkeit, &uuml;ber nachhaltige Aspekte der transatlantischen Kooperation zu verhandeln &ndash; von einem Auslaufen der Subventionen f&uuml;r fossile Energien, einem Abbau von Handelshemmnissen f&uuml;r die Zukunftsbranchen der Energiewende und hin zu einer gr&uuml;neren Wirtschaft. Es ist Aufgabe der Kommission, eine solch progressive Agenda f&uuml;r die TTIP-Verhandlungen zu gestalten und einzufordern, allein um der eigenen EU Klimastrategie gerecht zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-01\/freihandel-eu-usa\/seite-2\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Da muss man erst einmal schlucken, die Autorin ist Mitglied der Gr&uuml;nen (!) und  Ministerin f&uuml;r Wirtschaft, Klimaschutz,  Energie und Landesplanung in Rheinland-Pfalz und redet einem Abkommen das Wort, das die Interessen der transnationalen Konzerne &uuml;ber jede nationale und internationale Rechtsnorm stellen will. Als ob die Problematik nur in der Intransparenz der Verhandlungen liegen w&uuml;rde. Wie naiv ist diese Frau eigentlich?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Widerstand gegen das Pazifische Freihandelsabkommen<\/strong><br>\nW&auml;hrend in der EU noch &uuml;berlegt wird, wie es mit dem transatlantischen Freihandelsabkommen weitergehen soll, will der US-Pr&auml;sident die TPP-Vertr&auml;ge ohne den US-Kongress im Alleingang aushandeln.<br>\nVor zwanzig Jahren trat in Kraft, was &Ouml;konomen und Politiker als Heilsbringer f&uuml;r alle Beteiligten priesen: Mit dem Wirtschaftsverband NAFTA zwischen den USA, Mexiko und Kanada am 1. Januar 1994 war eine Freihandelszone geschaffen worden, die Wohlstand und Wachstum bringen w&uuml;rde. Durch den Abbau von Z&ouml;llen auf Waren und Dienstleistungen, so das damalige Versprechen, w&uuml;rde Armut reduziert und Arbeitspl&auml;tze geschaffen.<br>\nDas Gegenteil trat ein (Studie der Verbraucherorganisation Public Citizen&rsquo;s Global Trade Watch). Der zun&auml;chst sprunghafte Anstieg von Auslandsinvestitionen in Mexiko ist l&auml;ngst ersch&ouml;pft und blieb ohne nachhaltigen Einfluss auf die mexikanische Wirtschaft. Der Einkommensunterschied ist auf einem H&ouml;chststand, nach wie vor gibt es jedes Jahr hunderttausende Armutsfl&uuml;chtlinge, die das Land verlassen.<br>\nIn den USA verlor im Gegenzug ein Gro&szlig;teil der Mittelschicht ihre Produktionsjobs an den s&uuml;dlichen Nachbar. Und mit dem Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation (WTO) verlor schlie&szlig;lich auch Mexiko seinen Status als amerikanisches Fertigungszentrum.<br>\nGewinner der neoliberalen Freihandelskalkulation, wonach es auf der Welt immer Arbeitnehmer gibt, die, um &uuml;berleben zu k&ouml;nnen, f&uuml;r weniger Geld als andere arbeiten m&uuml;ssen, sind bisher vor allem die beteiligten Unternehmen. Entgegen wachsender Kritik t&uuml;ftelt die US-Administration unter Hochdruck an einer Ausweitung des Erfolgsrezepts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40852\/1.html\">heise.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Freihandelsabkommen &ndash; Schiedsgerichte sind gerechter<\/strong><br>\nDie Verhandlungen &uuml;ber ein Freihandelsabkommen zwischen EU und Amerika stocken. Der Grund ist heuchlerisch: Sogenannte Nichtregierungsorganisationen, die sich selbst gerne als lobbykritisch bezeichnen, machen exzellente Lobbyarbeit.<br>\nEs gibt aus europ&auml;ischer Sicht gute Gr&uuml;nde, internationale Schiedsgerichte mit der Streitschlichtung zwischen Investoren und Gaststaaten zu beauftragen &ndash; auch wenn die Argumente daf&uuml;r nicht so eing&auml;ngig sind wie die Schlagworte &bdquo;undemokratisch, intransparent und rechtsstaatsfeindlich&ldquo;. Regelungen &uuml;ber die Behandlung von Investoren laufen leer, wenn es keine M&ouml;glichkeit zur Durchsetzung gibt. Vor amerikanischen Gerichten kann sich ein Investor aus Europa generell nicht auf die Vorschriften des Freihandelsabkommens berufen. Und es ist in Deutschland in der Praxis schwerlich vorstellbar, dass ein Richter sich zust&auml;ndig f&uuml;hlt, wenn ein amerikanischer Investor seine Klage auf ein v&ouml;lkerrechtliches Abkommen st&uuml;tzt.<br>\nZudem m&uuml;sste ein Investor seine Klage gegen den Gaststaat vor den Gerichten ebendieses Staats erheben. Selbst wenn der Verdacht der Parteilichkeit zu Lasten des Ausl&auml;nders h&auml;ufig nicht begr&uuml;ndet ist, wird ihn jeder verstehen, der schon einmal in einer fremden Rechtsordnung um sein Recht gek&auml;mpft hat. F&uuml;r internationale Streitigkeiten sind internationale Gerichte das einzige neutrale Forum. Schiedsregeln im Freihandelsabkommen harmonisieren zudem die Rechtslage in Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/staat-und-recht\/freihandelsabkommen-schiedsgerichte-sind-gerechter-12768294.html\">FAZ.Net<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H. aus M&uuml;nchen:<\/strong> Dieser FAZ-Beitrag ist weder erhellend noch verwendet er korrekte Begriffe. Eine Institution, bei der drei private Wirtschaftsanw&auml;lte &uuml;ber Schadensersatzzahlungen in Milliardenh&ouml;he gegen Staaten &ndash; ohne jegliche  &Ouml;ffentlichkeit und ohne Berufungsm&ouml;glichkeit &ndash; entscheiden, ist nun mal kein Gericht, deshalb ist es irref&uuml;hrend, hier von einem Schiedsgericht  zu sprechen. Hier urteilen nicht unabh&auml;ngige Richter &uuml;ber  Schadenersatzklagen in Milliardenh&ouml;he, sondern private Wirtschaftsanw&auml;lte &ndash; mit einer Gerichtsentscheidung hat das nichts zu tun. Eine solche Institution mit dem hessischen Verwaltungsgerichtshof in einem Atemzug zu nennen, offenbart einen eklatanten Mangel an Verst&auml;ndnis. Die mit der Weltbank verbundene Institution ist eine private Schiedsstelle, der sich die EU, wenn es nach Handelskommissar de Gucht und der Gro&szlig;en Koalition geht, unterwerfen will. Deren Festlegung enorm hoher Schadensersatzzahlungen kann die Souver&auml;nit&auml;t ganzer Staaten beeintr&auml;chtigen &ndash; das verletzt nicht weniger als das K&ouml;nigsrecht eines jeden demokratischen Parlaments. Wer davon profitiert sind die Konzerne.<\/em><br>\n<em>Dass die CDU diesen traditionell engstens verbunden ist, ist kein Geheimnis, daher &uuml;berrascht es nicht, dass sie das TTIP-Abkommen mit den Sonderklagerechten f&uuml;r Konzerne in den Koalitionsvertrag geschrieben haben wollte. Und die SPD f&uuml;gt sich. Als sie noch in der Opposition war, h&auml;tte sie das EU-Verhandlungsmandat f&uuml;r das TTIP-Abkommen mit ihrer Mehrheit im Bundesrat verhindern k&ouml;nnen. Sie tat es nicht. Offenbar lag Steinbr&uuml;ck und Steinmeier daran, ebenso wirtschaftsfreundlich wie CDU\/CSU zu erscheinen. Wenn de Gucht jetzt so tut, als solle noch einmal drei Monate &uuml;ber die Schiedsstellen nachgedacht werden, ist das der Versuch, dieses Thema m&ouml;glichst aus dem Europawahlkampf auszuklammern. Denn sonst k&ouml;nnte das den TTIP-freundlichen Parteien empfindliche Stimmeneinbu&szlig;en bescheren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>TAFTA: Das Kapital gegen den Rest der Welt<\/strong><br>\nWer erinnert sich noch an das MAI? Das Multilaterale Abkommen &uuml;ber Investionen, gestartet von OECD und Europ&auml;ischer Union im Jahre 1995, scheiterte drei Jahre sp&auml;ter &ndash; weil die Verhandlungen zwar unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit gef&uuml;hrt wurden, aber nicht geheim blieben. Was durchsickerte, reichte aus, um einen Proteststurm zu entfachen. Am Ende weigerten sich einige europ&auml;ische L&auml;nder, Frankreich voran, &uuml;ber das Abkommen zu verhandeln.[1] Ein Fiasko, das den beteiligten Akteuren leider keine Lehre war. Sie machen weiter, immer nach dem Motto: &bdquo;Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Beim n&auml;chsten Mal schaffen wir es, die Utopie der flachen Weltscheibe zustande zu bringen &ndash; den endlich eingeebneten Raum der globalen Konkurrenz.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/januar\/tafta-das-kapital-gegen-den-rest-der-welt\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Demografische Desinformation<\/strong><br>\nStatistik, als eine der Staatswissenschaften, ist mit Zahlen, S&auml;ulen, Tannenbaum- und Pyramidenformen permanent pr&auml;sent und erhebt Anspruch auf Pr&auml;zision und Glaubw&uuml;rdigkeit. Insbesondere der demografische Wandel als bedrohliche Voraussage unserer Zukunft hat inzwischen das Image einer unumst&ouml;&szlig;lichen Tatsache. Politiker, Medien, B&uuml;rger, selbst unsere Intellektuellen glauben daran. Alle sind sich einig dar&uuml;ber, dass gravierende Einschnitte ins Sozialsystem unvermeidlich und ein Akt weiser Voraussicht sind. Der Experte Herr Bosbach jedoch kam nach gr&uuml;ndlicher Analyse zu einem anderen Ergebnis.<br>\nHerr Bosbach nimmt es genau. Er hat kein Auto, geht viel zu Fu&szlig;, nimmt die &ouml;ffentlichen Verkehrsmittel, er ist ein ausdauernder L&auml;ufer und gibt seine s&auml;mtlichen Nebeneinnahmen als Spende weiter. Wir treffen uns im K&ouml;lner Hauptbahnhof, Erkennungszeichen: eine taz. Er hatte vorgeschlagen, einen Rundgang zu machen, spricht &uuml;ber das rigide Vorgehen gegen Personen ohne Geld, Reise- oder Konsumziel am Bahnhof und l&auml;dt mich zur Demonstration des Kontrasts in die DB-Lounge ein. Zutritt ist, vorbei an kontrollierendem Personal, nur f&uuml;r Kunden der 1. Klasse gestattet und f&uuml;r solche, die j&auml;hrlich 2.000 Euro bei der Deutschen Bahn umsetzen.<br>\nLetzteres trifft auf Herrn Bosbach zu. Ich hingegen, mit normalem Ticket, bin als DB-Kunde pl&ouml;tzlich einsortiert in die 3. Klasse und darf nur als Gast hinein, um in den roten Kunstledersesseln der 2. Klasse kostenlos einen Automatenkaffee zu trinken, w&auml;hrend es nebenan in der 1. Klasse Bedienung und Snacks gibt. Grotesk ist, wie hier b&uuml;hnenm&auml;&szlig;ig mit uniformiertem Personal, Ambiente und Miniservice die Klassenschranken zur Darstellung gebracht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=ku&amp;dig=2014%2F01%2F27%2Fa0082&amp;cHash=459ca768202dac2c3f87557b6bfa671b\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diesen Beitrag sollten Sie im Original lesen: Dort wird die ansonsten so trockene Statistik im lockeren Gespr&auml;ch mit Gerd Bosbach erl&auml;utert und verst&auml;ndlich gemacht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutschland: ph&auml;nomenaler Boom?<\/strong><br>\nDeutschlands heimlicher Boom titelt SPON und in Bezug auf die BIP-Prognose des Manager Magazins von +2,8% f&uuml;r 2014 werden Zweifel an der offiziellen Statistik gesch&uuml;rt, diese soll das Wirtschaftswachstum unterzeichnen, die Bundesregierung deshalb im Blindflug navigieren und Deutschland in Wirklichkeit einen heimlichen Boom erleben? Dabei wuchs das reale BIP laut Destatis 2013 nur mit +0,4%, was Stagnation viel n&auml;her liegt als den kolportierten &ldquo;&Uuml;berhitzungserscheinungen&rdquo; bei SPON. Hier nun der Blick auf viele Detaildaten aus Deutschland, zum gr&ouml;&szlig;ten Teil abseits der BIP-Daten um nicht in den Geruch von Unterzeichnung zu kommen.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140128_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140128_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Die Entwicklung der saisonbereinigten realen Einzelhandelsums&auml;tze seit Januar 1955 bis November 2013 (Index 2010=100) im Chart. Bis Dezember 1990 f&uuml;r die alten Bundesl&auml;nder, ab Januar 1991 f&uuml;r ganz Deutschland. Seit &uuml;ber zwei Jahrzehnten geht es nicht mehr aufw&auml;rts, w&auml;hrend in der alten Bundesrepublik die realen Einzelhandelsums&auml;tze &uuml;ber Jahrzehnte dynamisch anstiegen, ist im wiedervereinigten Deutschland und als Mitglied der Eurozone bestenfalls pure Stagnation angesagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/deutschland-phanomenaler-boom\/\">Quersch&uuml;sse<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sie sollten die Quersch&uuml;sse wirklich anklicken, Sie finden dort eine Vielzahl erhellender Grafiken, mit denen man sehr gut gegen die st&auml;ndigen Besch&ouml;niger argumentieren kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>NRW-Finanzminister Walter-Borjans h&auml;lt Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r unvermeidlich<\/strong><br>\n&bdquo;Schon unter den g&uuml;nstigen Bedingungen einer Normalkonjunktur halte ich das f&uuml;r schwierig&ldquo;, sagt NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans im Interview mit der am Montag erscheinenden WirtschaftsWoche. &bdquo;Wenn es zu einem wirtschaftlichen Abschwung k&auml;me, wird es noch schwieriger.&ldquo;<br>\nEntgegen dem im Koalitionsvertrag formulierten Verzicht auf Steuererh&ouml;hungen erkl&auml;rt der SPD-Politiker: &bdquo;Wenn wir als Wirtschaftsnation in der Champions League weiter vorne mitspielen und mehr f&uuml;r die B&uuml;rger hierzulande tun wollen, dann ist die Finanzdecke f&uuml;r Bund, L&auml;nder und Gemeinden daf&uuml;r nach meiner &Uuml;berzeugung zu klein. Da bringt es auch nichts, wenn wir L&auml;nder die Decke mehr zu uns r&uuml;berziehen. Die fehlt dann anderswo.&ldquo; Erneut bringt der SPD-Politiker die Reichensteuer ins Gespr&auml;ch. &bdquo;Auch unter dem Aspekt einer gerechten Lastenverteilung hielte ich es nach wie vor f&uuml;r richtig, die Spitzenverdiener st&auml;rker heranzuziehen&ldquo;, so Walter-Borjans.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/nrw-finanzminister-walter-borjans-haelt-steuererhoehungen-fuer-unvermeidlich\/9379682.html\">WirtschaftsWoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Divergenz statt Konvergenz Ost-West<\/strong><br>\n&ndash; Eine Polemik aus aktuellem Anlass &ndash;<br>\nAusgangspunkt: Die offizielle deutsche Politik hat l&auml;ngst die wirtschaftliche Konvergenz von  Ost- zu Westdeutschland  als eine  naheliegende,  realistische Zielstellung  f&uuml;r die Zukunft abgeschrieben, ohne dies ausdr&uuml;cklich zu erkl&auml;ren.  Zuvor im letzten &ldquo;Bericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit&rdquo; (2013) hei&szlig;t es bereits  bzw. resignierend:<br>\n&ldquo;Die Konvergenzl&uuml;cke ist zu einem gro&szlig;en Teil durch wirtschafts- und siedlungsstrukturelle Faktoren bedingt. Dazu z&auml;hlt die d&uuml;nnere Siedlungsstruktur mit nur wenigen ausstrahlenden Wachstumszentren. Hinzu kommt eine Wirtschaft, die durch eine kleinteilige Betriebsgr&ouml;&szlig;enstruktur, das weitgehende Fehlen von Firmenzentralen gr&ouml;&szlig;erer Unternehmen und Unternehmen mit eigenen FuE-Einheiten gekennzeichnet ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140127_divergenz_statt_konvergenz.pdf\">Karl Mai [PDF &ndash; 70 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Leck in der Steueroase<\/strong><br>\nSteueroasen in der Karibik sind wahre Schatzinseln. Die EU sch&auml;tzt, dass ihr jedes Jahr etwa eine Billion Euro durch die Lappen geht. Der Verlustanteil f&uuml;r Deutschland soll bei 160 Milliarden Euro liegen. Das ist mehr als die H&auml;lfte des aktuellen Bundeshaushaltes. Die Steuervermeidungsindustrie arbeitet komplex und undurchsichtig, die Grenzen zwischen legal und illegal sind flie&szlig;end. Jetzt gew&auml;hrt das internationale Rechercheprojekt Offshore-Leaks Einblicke in ein ungeheuerliches System, das das Gemeinwohl untergr&auml;bt. &ldquo;Auch wenn der Volkswille da ist&rdquo;, sagt ein ehemaliger Bankmanager in der Karibik, &ldquo;wird sich die Politik kaum durchsetzen k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ard.de\/home\/radio\/Leck_in_der_Steueroase\/521526\/index.html\">ARD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Das sind nat&uuml;rlich Petitessen. Formen schwerster Kriminalit&auml;t hat dagegen wieder einmal die Lifestyle-Journaille des SZ-Magazins aufgedeckt: Das Schwarzfahren in den &ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln! http:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/41465\/Der-Schein-und-das-Bewusstsein  Und diese fr&ouml;nt dabei gleich ihrem sozialen Rassismus wie an der Bebilderung der Story zu sehen ist. Bei den symbolhaft abgebildeten Personen handelt es sich ganz offensichtlich nicht um angeh&ouml;rige des B&uuml;rgertums. So wei&szlig; der Leser sofort Bescheid, wo er die &bdquo;Schwarzfahrer&ldquo; sozial zu verorten hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Cameron will Jobs aus Asien zur&uuml;ckholen<\/strong><br>\nZur Sicherung von Arbeitspl&auml;tzen in Gro&szlig;britannien und zur Beschleunigung der R&uuml;ckf&uuml;hrung von verloren gegangenen Jobs h&auml;lt der Premier f&uuml;nf Dinge f&uuml;r essenziell. Erstens m&uuml;sse man fundamentale Dinge wie die Maximierung der Wettbewerbsf&auml;higkeit und die Minimierung der Schulden richtig anpacken. Zweitens m&uuml;ssten die Steuern sinken. Drittens solle der Wohlfahrtsstaat eingeschr&auml;nkt und die Immigration reduziert werden. Viertens m&uuml;sse man in die Schulen und die Ausbildung von Menschen investieren und f&uuml;nftens die Wirtschaft durch eine bessere Infrastruktur unterst&uuml;tzen.<br>\nCameron verteidigte in der anschlie&szlig;enden Fragerunde seine bereits mehrfach kund getane Forderung einer Reduktion der Immigration. Er sei sehr f&uuml;r Freiz&uuml;gigkeit, doch Basis daf&uuml;r m&uuml;sse die Aussicht auf einen vorhandenen Arbeitsplatz sein. Einwanderung in die Sozialsysteme lehne er ab. Immigration, meinte der Brite, m&uuml;sse mit Wohlfahrt und Ausbildung kombiniert werden.<br>\nEuropa m&uuml;sse ein wachstumsfreundlicher Kontinent werden. Als Beispiel nannte er die gro&szlig;en Vorteile niedriger Energiepreise und erinnerte an die Chancen, welche die Schiefergas-Revolution biete. Gro&szlig;britannien habe daher den Abbau durch das sogenannte Fracking zugelassen, w&auml;hrend sich viele andere L&auml;nder damit schwer t&auml;ten. Europa solle sich nicht selber seiner Chancen durch &uuml;berm&auml;&szlig;ige soziale Wohlfahrt und &Uuml;berregulierung berauben, forderte Cameron dar&uuml;ber hinaus. Arbeiter k&ouml;nne man nicht dadurch besch&uuml;tzen, dass man die Wirtschaft &uuml;berm&auml;&szlig;ig stark mit Regeln einenge, sondern indem man Firmen ein attraktives Umfeld biete. Dies fordere Flexibilit&auml;t auch von den Gewerkschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/world-economic-forum-2014\/grossbritannien-soll-reshore-nation-werden-1.18228547\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Es ist immer wieder interessant was Politiker so auf dem WWF in Davos von sich geben. Prahlte einst der SPD-Kanzler Schr&ouml;der mit der gezielten Verarmung und Dem&uuml;tigung von Millionen Menschen durch das Hartz-IV System, und tr&auml;umte Merkel von einer Agenda 2010 f&uuml;r ganz Europa (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15967\">Merkels Agenda des Schreckens<\/a>), m&ouml;chte der Upper-Class Z&ouml;gling und Million&auml;r Cameron, im Nebenberuf britischer Premierminister, Jobs aus Asien zur&uuml;ckholen und Gro&szlig;britannien zur &laquo;Reshore&raquo;-Nation in Europa machen. Dies nachdem das Land unter der neoliberalen Herrschaft Thatchers bewusst deindustrialisert wurde um die Macht der britischen Gewerkschaften zu brechen. Nat&uuml;rlich ist das wieder einmal nur das Deckm&auml;ntelchen zur weiteren Durchsetzung und Fortf&uuml;hrung der neoliberalen Agenda, da diese &bdquo;Reindustrialisierung&ldquo; selbstverst&auml;ndlich nur m&ouml;glich ist, wenn die Steuern, wohl f&uuml;r Cameron und seinesgleichen, sinken, der Wohlfahrtsstaat eingeschr&auml;nkt und der Arbeitsmarkt weiter flexibilisiert wird. Cameron will also mit den Jobs auch gleich asiatische Arbeitsverh&auml;ltnisse nach Europa holen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu passt: David Cameron to rip up green regulations<\/strong><br>\n&ldquo;We have trawled through thousands of pieces of regulation, from the serious to the ridiculous, and we will be scrapping or amending over 3,000 regulations &ndash; saving business well over &pound;850m every single year. That&rsquo;s half a million pounds which will be saved for businesses every single day of the year,&rdquo; Cameron will claim&hellip;<br>\nThe government also plans to scrap many building standards relating to things such as the size of windows and demands for renewable energy sources, saving builders about &pound;500 for each new home.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/politics\/2014\/jan\/27\/david-cameron-green-regulations\">theguardian<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.G.:<\/strong> Dieses intellektuelle Fliegengewicht treibt auch jede Woche eine neue Sau durchs Dorf. Vor einigen Monaten war es der Anspruch, zum Wiederauferstehen der britischen Wirtschaft einen Mittelstand nach  deutschem Muster aus der Taufe zu heben (so etwas geht nat&uuml;rlich nur in GB &uuml;ber Nacht und quasi ohne jede Anstrengung&hellip;), dann ist es der  bislang noch in Fetzen vorhandene europ&auml;ische Sozialstaat, der unbedingt abgeschafft werden muss, jetzt ist es also die Umweltgesetzgebung. Dass der Mann nicht alle Tassen im Schrank hat, ergibt sich allein schon aus dem Postulat, dass durch weitere Aufweichung der ohnehin schon lachhaften Bauvorschriften und die Abschaffung all des &ldquo;green crap&rdquo; (O-Ton Cameron) Bauunternehmer pro Haus etwas &uuml;ber &euro;400  &ldquo;einsparen&rdquo; k&ouml;nnten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ausnahmen vom Mindestlohn: Zwei Millionen Niedriglohnbesch&auml;ftigte w&uuml;rden leer ausgehen<\/strong><br>\nGut 5 Millionen Besch&auml;ftigte in Deutschland verdienen weniger als 8,50 Euro pro Stunde. W&uuml;rde die Bundesregierung Forderungen nach Ausnahmen vom Mindestlohn nachgeben, erhielten 2 Millionen dieser Niedriglohnbesch&auml;ftigten keinen Mindestlohn &ndash; und es k&ouml;nnte zu problematischen Verdr&auml;ngungseffekten auf dem Arbeitsmarkt kommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung&hellip;<br>\nAktuell mehren sich allerdings Forderungen von Politikern und Arbeitgeberverb&auml;nden nach Ausnahmeregelungen f&uuml;r bestimmte Arbeitnehmergruppen. Sollten sich diese Forderungen durchsetzen, w&uuml;rde der Mindestlohn zum &ldquo;Schweizer K&auml;se&rdquo;, zeigt eine Analyse des WSI. Die Forscher berechneten auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels, wie viele Menschen mit einem Arbeitsverh&auml;ltnis (also ohne Praktikanten oder Auszubildende) von solchen Ausnahmen betroffen w&auml;ren. Ergebnis: Im Jahr 2012 lag der Stundenlohn von rund 5,25 Millionen Besch&auml;ftigten unterhalb von 8,50 Euro. G&auml;lte der Mindestlohn nicht f&uuml;r Minijobber, Rentner, Sch&uuml;ler, Studenten und hinzuverdienende Arbeitslose, gingen 2 Millionen oder 37 Prozent der Geringverdiener leer aus. Ohne Ausnahmen f&uuml;r geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte w&auml;re es immer noch fast ein Viertel.<br>\nDamit w&uuml;rde der allgemeine Mindestlohn systematisch unterlaufen und ein neuer, eigener Niedriglohnsektor geschaffen, warnt Dr. Reinhard Bispinck, der Leiter des WSI. Die Ausgrenzung ganzer Arbeitnehmergruppen w&uuml;rde den eigentlichen Zweck der Regelung unterlaufen, n&auml;mlich den Schutz aller abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/2877_45583.htm\">WSI Pressemitteilung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_12_2014.pdf\">WSI-Report 12\/ Januar 2014 [PDF &ndash; 121 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wirtschaftsweiser Schmidt: Mindestlohn kostet mehrere 100.000 Jobs<\/strong><br>\nDie Einf&uuml;hrung des fl&auml;chendeckenden Mindestlohnes wird nach Einsch&auml;tzung des Chefs der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, mehrere 100.000 Arbeitspl&auml;tze kosten.<br>\n&bdquo;Es d&uuml;rften auf lange Sicht einige 100.000 Stellen im Niedriglohnbereich wegfallen oder in die Schattenwirtschaft abwandern, wenn es rasch und ohne Differenzierung zu Mindestl&ouml;hnen von 8,50 Euro pro Stunde kommt.&ldquo; Der &Ouml;konom ist auch Pr&auml;sident des Rheinisch-Westf&auml;lischen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen.<br>\nBesonders in strukturschwachen Regionen erwartet Schmidt negative Folgen. &bdquo;Gerade in strukturschwachen Regionen k&ouml;nnen Dienstleistungsbetriebe mit geringer Gewinnmarge die h&ouml;heren L&ouml;hne nicht auf die Preise &uuml;berw&auml;lzen. Dann bleibt nur der Personalabbau&ldquo;, erkl&auml;rt Schmidt. H&ouml;here Preise lie&szlig;en sich vielfach nicht durchsetzen, weil es zu Ausweichreaktionen der Kunden komme. &bdquo;Dann hei&szlig;t es beim Haareschneiden der Kinder wieder &lsquo;Do it yourself&rsquo;, und die Blumen f&uuml;r die Oma holt man nicht mehr beim Floristen, sondern am Wegesrand.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/mindestlohn-wirtschaftsweiser-schmidt-mindestlohn-kostet-mehrere-100-000-jobs\/9379538.html\">WirtschaftWoche<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das ist mal wieder das typische politische Stammtischgerede sog. Wissenschaftler. Der &bdquo;Wirtschaftsweise&ldquo; hat keinerlei neue Belege oder keine neuen Erkenntnisse  und er kann auf keine neue Studie verweisen, das ist ausschlie&szlig;lich vorurteilsbeladene aus-dem-Bauch-&Ouml;konomie.<\/em><br>\n<em>Siehe &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20002\">Zur Diskussion &uuml;ber die Besch&auml;ftigungseffekte von Mindestl&ouml;hnen<\/a>&ldquo; dass die Besch&auml;ftigungseffekte von Mindestl&ouml;hnen aufgrund der sehr komplexen Zusammenh&auml;nge (Einkommensr&uuml;ckwirkungen, Ver&auml;nderungen der Preis- und Mengenstruktur in der &Ouml;konomie etc.) nicht exakt zu bestimmen sind. Falsch ist aber in jedem Fall die Behauptung, dass von Mindestl&ouml;hnen bzw. Mindestlohnerh&ouml;hungen zwangsl&auml;ufig signifikante Besch&auml;ftigungsverluste ausgingen. Diese These ist weder theoretisch noch empirisch haltbar und kann daher auch nicht zur Begr&uuml;ndung einer ablehnenden Haltung gegen&uuml;ber Mindestl&ouml;hnen herangezogen werden.<\/em><br>\n<em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19255\">Neoliberales Zitierkartell &ndash; mit fragw&uuml;rdigen Zahlen gegen Mindestl&ouml;hne<\/a>.<\/em><br>\n<em>Siehe auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19265#h04%20\">Minderheitenvotum Peter Bofinger zum Gutachten des Sachverst&auml;ndigenrats<\/a>.<\/em><br>\n<em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19345#h05\">Gerhard Bosch<\/a> schreibt im <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/131121_hb_profbosch.pdf\">Handelsblatt vom 21.11.2013 [PDF &ndash; 27.8 KB]<\/a>: Neuere Untersuchungen h&auml;tten gezeigt, dass die Besch&auml;ftigten mehr Geld in der Tasche h&auml;tten und die Auswirkungen auf die Besch&auml;ftigung nicht signifikant seien. Mit verbesserten Methoden seien alte Studien mit einem negativen Ergebnis widerlegt. Die meisten britischen und amerikanischen &Ouml;konomen h&auml;tten angesichts dieser Faktenlage ihre Meinung &uuml;ber einen Mindestlohn ge&auml;ndert. Im neuen Jahresgutachten des Sachverst&auml;ndigenrates behaupte die Mehrheit, dass die meisten internationalen Studien auf negative Effekte von Mindestl&ouml;hnen hinwiesen. Belegt w&uuml;rde diese Fehldiagnose nur durch eine Literaturstudie, die den aktuellen Forschungsstand v&ouml;llig ausblende.<\/em><br>\n<em>Die Schwierigkeiten vieler &Ouml;konomen, Forschungsergebnisse zu akzeptieren, die nicht in ihr Weltbild passten, w&uuml;rden noch offenkundiger in einer Zusammenfassung der Evaluation von sechs Branchenmindestl&ouml;hnen in Deutschland vom Institut der deutschen Wirtschaft. Alle Studien zeigten, dass die Mindestl&ouml;hne der Besch&auml;ftigung nicht geschadet h&auml;tten. Beim IW lese man jedoch, dass 47 Prozent der Messungen negative Wirkungen signalisierten.<\/em><br>\n<em>In beiden genannten F&auml;llen sei gegen den Ethikkodex versto&szlig;en worden, den der Verein f&uuml;r Sozialpolitik 2012 aufgestellt habe, n&auml;mlich den &bdquo;Stand der Forschung angemessen und nach herrschenden Normen zu w&uuml;rdigen&ldquo;. Es dr&auml;nge sich die Frage auf, warum kluge Wissenschaftler ihre Reputation aufs Spiel setzten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>450 Millionen Euro Eingliederungsmittel in geheim gehaltene Jobcenter-Verwaltungsbudgets?<\/strong><br>\nNach 327 Millionen Euro im vergangenen Haushaltsjahr k&ouml;nnten im Verlauf des Haushaltsjahres 2014 von den 303 Jobcentern gE insgesamt bis zu 450 Millionen Euro der Bundesmittel f&uuml;r &bdquo;Leistungen zur Eingliederung nach dem SGB II&ldquo; (kurz: &bdquo;SGB II- Eingliederungsleistungen&ldquo;\/EGL) gesperrt und in deren Verwaltungskostenbudgets umgeschichtet werden &ndash; bis zu 450 Millionen Euro der knapp 2,6 Milliarden Euro f&uuml;r SGB II-Eingliederungsleistungen dieser 303 (von insgesamt 408) Jobcenter.<br>\nDiesen 303 Jobcentern gE werden nach gegenw&auml;rtigem Stand rechnerisch voraussichtlich etwa 3,6 Milliarden Euro f&uuml;r &bdquo;Verwaltungskosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; zugewiesen, davon etwa 3,0 Milliarden Euro vom Bund, der lediglich 84,8 Prozent der Gesamtverwaltungskosten der Jobcenter zu tragen hat&hellip;<br>\nDie Verwaltungskostenbudgets bleiben weitgehend geheim, oder es werden sogar die tats&auml;chlichen Ausgaben verzerrt dargestellt indem man den kommunalen Finanzierungsanteil (15,2 Prozent) an den Gesamtverwaltungskosten &ldquo;vergisst&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2014-01-27_jc-umschichtung-vk-geheim-2014.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 166 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Teure Finanzwette der BVG &ndash; Keine Ahnung, keine Schuld<\/strong><br>\nDie Berliner Verkehrsbetriebe lie&szlig;en sich unter der Aufsicht von Thilo Sarrazin auf eine riskante Finanzwette mit JP Morgan ein. Nun sollen sie Millionen zahlen. Im Prozess w&auml;hlt die BVG eine ungew&ouml;hnliche Verteidigungsstrategie: Sie sagt, sie habe den Deal nie kapiert&hellip;<br>\nDie Gro&szlig;bank JP Morgan hat den Betreiber der Berliner Busse und Bahnen verklagt, sie will Geld, dass ihr die BVG wegen eines komplizierten Finanzdeals schuldet, den beide 2007 abschlossen. Die BVG argumentiert, sie habe den Deal nie richtig verstanden und m&uuml;sse deshalb auch nicht zahlen.<br>\nDas Verfahren zeigt, auf welch wilde Wetten &ouml;ffentliche Institutionen sich vor der Finanzkrise einlie&szlig;en und wie wenig Ahnung sie hatten, was sie da taten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/teure-finanzwette-der-bvg-keine-ahnung-keine-schuld-1.1872910\">SZ<\/a>\n<p><strong>Dazu: Der Kontrollverlust der BVG<\/strong><br>\nMit einer Finanzwette haben die Berliner Verkehrsbetriebe 150 Millionen verloren.<br>\nDer taz liegen die Schrifts&auml;tze der Verkehrsbetriebe und von JPMorgan an das Gericht vor. Die Verkehrsbetriebe argumentieren: Das Gesch&auml;ft sei von Anfang an nichtig gewesen, weil es &bdquo;vollkommen unangemessen f&uuml;r eine staatliche Transportgesellschaft&ldquo; sei. Weiter hei&szlig;t es: &bdquo;Die Berliner Verkehrsbetriebe waren als Anstalt des &ouml;ffentlichen Rechts durch Gesetz und Satzung begrenzt auf Gesch&auml;fte innerhalb dieser vorgegebenen Funktion, wozu &ndash; nicht &uuml;berraschend &ndash; nicht der Verkauf von Kreditsicherheiten geh&ouml;rte.&ldquo;<br>\nIn ungew&ouml;hnlicher Offenheit gibt das landeseigene Unternehmen zu: &bdquo;Die BVG hat wesentliche Aspekte der Transaktion nicht verstanden.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/taz.de\/!131733\/\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/s3.documentcloud.org\/documents\/1008847\/bvg-opening-submissions-pdf.pdf\">Der gesamte Schriftsatz [PDF &ndash; 1.3 MB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Investmentdesaster-der-BVG\/!131762\/\">Kommentar: Der Betrug an dummen Deutschen, in der taz<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: Die unwissenden Spekulanten<\/strong><\/p>\n<p>Wie die Berliner Verkehrsbetriebe sich einmal von der US-Bank JPMorgan reinlegen lie&szlig;en &ndash; und jetzt Millionen zahlen m&uuml;ssen. Bei einer riskanten Finanzwette haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) 150 Millionen Euro verloren. Interne Dokumente zeigen das Versagen der Verantwortlichen. In ungew&ouml;hnlicher Offenheit gibt das landeseigene Unternehmen zu: &ldquo;Die BVG hat wesentliche Aspekte der Transaktion nicht verstanden.&rdquo; Das gilt insbesondere f&uuml;r den Mitarbeiter, der bei der BVG f&uuml;r das Gesch&auml;ft zust&auml;ndig war und sich in seiner E-Mail-Signatur &ldquo;Experte f&uuml;r Finanzprodukte&rdquo; nannte. Die Verkehrsbetriebe schreiben: &ldquo;Der Ansprechpartner auf Seite der BVG hatte das Verlustprofil der Transaktion grundlegend missverstanden, n&auml;mlich unter welchen Umst&auml;nden die BVG wie viel zahlen muss.&rdquo; Was die BVG immerhin richtig verstanden hatte: dass es bei dem Gesch&auml;ft eigentlich um nicht mehr als eine profane Wette geht, auch wenn sie den umst&auml;ndlichen Namen &ldquo;Synthetic Collateralized Debt Obligation&rdquo; (CDO) tr&auml;gt. Eine Wette mit einer Londoner Tochterfirma der Investmentbank JPMorgan. Gewettet wurde darum, ob 150 Unternehmen in den n&auml;chsten Jahren in Zahlungsschwierigkeiten kommen. Wenn es eine Pleitewelle gibt, w&uuml;rde JPMorgan gewinnen. Sonst die BVG. Was der BVG-Finanzexperte falsch verstanden hatte: wie viele der 150 Unternehmen pleitegehen m&uuml;ssen, damit sie den vollen Betrag zahlen m&uuml;ssen. Er dachte: alle 150. Tats&auml;chlich reichten schon weniger als zehn Unternehmen. Laut einem Audio-Mitschnitt der Aufsichtsratssitzung der Berliner Verkehrsbetriebe vom 25. April 2007 wurde die CDO-Transaktion dort vier Minuten lang besprochen. <strong>Wie JPMorgan in dem Schriftsatz an das Gericht ausf&uuml;hrt, gab der Aufsichtsratsvorsitzende zu erkennen, dass er die Transaktion nicht versteht. Es handelte sich dabei &uuml;brigens um Thilo Sarrazin, damals Berliner Finanzsenator, sp&auml;ter Bundesbankvorstand, heute Buchautor und niemals verlegen um Spartipps f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger. Der Aufsichtsrat stimmte trotzdem zu.<\/strong> &ndash; Die BVG wirft JPMorgan in dem Gerichtsverfahren vor, die Pflicht zur umfassenden Beratung verletzt zu haben. Die Bank dagegen &ldquo;weist es zur&uuml;ck, dass JPMorgan gegen&uuml;ber der BVG irgendeine relevante F&uuml;rsorgepflicht hatte&rdquo;. Der Prozess, der am vergangenen Montag begann, ist auf 40 Verhandlungstage angesetzt. Wenn die BVG verliert, haftet das Land Berlin f&uuml;r die Verluste. Dann m&uuml;sste wohl der Landeshaushalt einspringen. Oder die Fahrpreise steigen. Ein Urteil wird im Sommer oder Fr&uuml;hherbst dieses Jahres erwartet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F01%2F27%2Fa0068&amp;cHash=e07466755ecb59f42ac1fefb9258be58\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Also noch einmal zum Mitschreiben. Thilo Sarrazin, der Mann, der sp&auml;ter unter Beifall eines gro&szlig;en Publikums (wissenschaftlich) nachweisen wollte, dass sich Deutschland &uuml;ber eine wachsende Unterschicht und die Zuwanderung von Muslimen selbst abschaffe, hat laut JPMorgan als Aufsichtsrat nicht verstanden, dass es sich bei der Transaktion um eine hochriskante Wette handelte. Was f&uuml;r sonderbare Bef&auml;higungen ein Bundesbanker doch f&uuml;r sein Amt ben&ouml;tigt oder auch nicht?!<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2014%2F01%2F27%2Fa0021&amp;cHash=f3356a7b79a7fc14bd83fefaeb85333a\">Ulrike Herrmann: JPMorgan und der Betrug an dummen Deutschen<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mali &ndash; Eine Topografie von Schuld und Zorn &ndash; ein Jahr nach dem Beginn der franz&ouml;sischen Intervention<\/strong><br>\nFast ein Jahr nach Beginn der franz&ouml;sischen Intervention in Mali ist noch wenig geschehen, um grundlegende Fragen zu beantworten: Wer waren die Hauptt&auml;ter? Wer gilt als Opfer? Wo ist Vers&ouml;hnung n&ouml;tig und wo eine formelle Anklage? Und wie k&ouml;nnen die Malier &uuml;ber diese Fragen selbst so entscheiden, dass sie mit sich und ihrer j&uuml;ngsten Geschichte ins Reine kommen?&hellip;<br>\nGao, 1 200 Kilometer von der Hauptstadt Bamako entfernt, schien mir der richtige Ort, diesen Fragen nachzugehen. Gao ist mit etwa 90 000 Einwohnern die gr&ouml;&szlig;te Stadt im d&uuml;nn besiedelten Norden. Hier, und nicht im viel kleineren Timbuktu, war die eigentliche B&uuml;hne des Dramas. In Gao riefen die bewaffneten Tuareg der MNLA (Nationale Bewegung f&uuml;r die Befreiung von Azawad) am 6. April 2012 ihren Staat Azawad aus; zuvor hatten sie die Stadt systematisch gepl&uuml;ndert und &ouml;ffentliche Geb&auml;ude, Banken und Schulen zerst&ouml;rt. Nach knapp drei Monaten Herrschaft wurde die MNLA in offener Schlacht aus der Stadt getrieben: durch ihre vorherigen dschihadistischen Waffenbr&uuml;der. Es folgten sieben Monate unter deren Herrschaft, ausge&uuml;bt vor allem von der Gruppe Mujao (Bewegung f&uuml;r Monotheismus und Dschihad in Westafrika)&hellip;<br>\nAm 26. Januar 2013 nahmen die franz&ouml;sischen Streitkr&auml;fte, unterst&uuml;tzt von der malischen Armee, Gao ein. Doch um die Stadt liegt bis heute ein G&uuml;rtel der Unsicherheit. Bewaffnete verschiedener Provenienz greifen immer wieder an&hellip;<br>\nNichts erkl&auml;rt sich in Gao von selbst, durch blo&szlig;en Augenschein. Wenn man ein zerst&ouml;rtes Haus sieht, eine eingeschlagene T&uuml;r, ein zerschossenes Vorh&auml;ngeschloss, muss man fragen: Wer, wann, warum? Die m&ouml;glichen Antworten sind: Das war die MNLA. Das waren die Dschihadisten. Das waren die franz&ouml;sischen Streitkr&auml;fte, als sie die Djschhadisten bek&auml;mpften. Das war die Bev&ouml;lkerung, beim Pl&uuml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/01\/10.mondeText1.artikel,a0047.idx,12\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Gestern haben wir auf einen Beitrag &uuml;ber Mali hingewiesen, in dem als materielles Motiv f&uuml;r die milit&auml;rische Intervention auf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20268#h11\">die Gold-Bodensch&auml;tze verwiesen wurde<\/a>. Wenn allerdings auf materielle Interessen hingewiesen wird, so l&auml;gen diese eher in den Uran-Vorr&auml;ten in Niger und in Mali. Von dort her stammen nahezu das gesamte Uran f&uuml;r die franz&ouml;sische Atomindustrie.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Italien &ndash; Ein Land in Tr&uuml;mmern<\/strong><br>\nEines hatte die zwanzigj&auml;hrige Hegemonie Berlusconis allerdings schon von Beginn an gezeigt: Er ist ein ernstes, ein in grauenhafter Weise ernstzunehmendes, ein tragisches Ph&auml;nomen. In Europa hat man Berlusconi viel zu lange als komische Figur, als Clown und jedenfalls als eine vorr&uuml;bergehende Erscheinung gesehen. Es war die Partei Angela Merkels, die es dann entscheidend &uuml;bernahm, ihm und seiner Partei Forza Italia die notwendige internationale Legitimation zu verschaffen (,seiner&rsquo; Partei durchaus im Sinne von Privatbesitz), indem die CDU die Aufnahme in die Europ&auml;ische Volkspartei unterst&uuml;tzte.<br>\nTragisch an der Sache ist, dass Berlusconi die Transformation der Demokratie markiert, von einer schon l&auml;nger etablierten Parteienherrschaft hin zu einer legalisierten Oligarchie. Dabei bilden der Strau&szlig; von Gesetzen ad personam, mit denen Berlusconi mehr als einem Dutzend anstehender Verurteilungen entgehen konnte, nur die schmutzige Spitze des Eisbergs. Berlusconis Herrschaft war immer janusk&ouml;pfig. Es ging um die Abschaffung b&uuml;rgerlicher Freiheiten und gleichzeitig um die Feier des &ouml;konomischen Liberalismus und eines allen Regeln ledigen Unternehmertums.<br>\nDer Berlusconismus will die italienische Verfassung zerst&ouml;ren, die, was die sozialen und die Freiheitsrechte der B&uuml;rger angeht, au&szlig;erordentlich fortschrittlich ist. Der Berlusconismus m&ouml;chte Justiz und mediale Berichterstattung seiner Herrschaft unterwerfen. Gegen all jene Richter und Staatsanw&auml;lte, die in den vergangenen 20 Jahren ihre Pflicht getan haben, im Kampf gegen die Mafia, gegen die politische Korruption und die illegalen Praktiken der Manager und Banker, l&auml;sst Berlusconi seine TV-Sender hetzen &ndash; und zwar insbesondere dann und besonders heftig, wenn die Ermittlungen die immer deutlicher zu Tage tretenden Querverbindungen zwischen diesen Formen der Kriminalit&auml;t aufzudecken drohen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F01%2F27%2Fa0077&amp;cHash=d33b6f33e9c6f61e0cd0997e9894515c\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong>  Berlusconi als Vork&auml;mpfer der &bdquo;marktkonformen&ldquo; Demokratie: &bdquo; Es war die Partei Angela Merkels, die es dann entscheidend &uuml;bernahm, ihm und seiner Partei Forza Italia die notwendige internationale Legitimation zu verschaffen, indem die CDU die Aufnahme in die Europ&auml;ische Volkspartei unterst&uuml;tzte.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Hochschulzukunftsgesetz NRW &ndash; Stellungnahme des Hochschullehrerbundes<\/strong><br>\nDie vom aktuellen Hochschulgesetz erm&ouml;glichte Autonomie der Hochschulen des Landes ist zu begr&uuml;&szlig;en, weil sie auf Hochschulebene neue Freiheiten gew&auml;hrt&hellip;<br>\nDiese Freiheiten liegen allerdings in erster Linie auf der Leitungsebene. Die Umfragen des hlbNRW unter Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen in NRW von 2008 und 2011\/12 machen sehr deutlich, dass die Freiheiten und die Motivation auf individueller Ebene eingeschr&auml;nkt wurden. Die daraus resultierenden Defizite der Leistungsf&auml;higkeit von Hochschulen d&uuml;rften allerdings nicht unerheblich sein, da die allgemeine Berufszufriedenheit der Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen in den letzten Jahren signifikant abgenommen hat&hellip;<br>\nDer Hochschulrat erh&auml;lt durch das neue Gesetz eine starke Position bei wesentlichen hochschulinternen Entscheidungen im Vergleich zum Senat. Das gilt f&uuml;r die Zustimmung zu wesentlichen und richtungweisenden Beschl&uuml;ssen wie dem Hochschulentwicklungsplan.<br>\nDie Zustimmung des Hochschulrats zum Hochschulentwicklungsplan und zum Wirtschaftsplan sieht der hlbNRW nicht als zielf&uuml;hrend an. Im Sinne der St&auml;rkung der Eigenverantwortung der Hochschule sollten eine Stellungnahme seitens des Hochschulrats sowie seine Aufsichtsfunktion ausreichend sein. Die Genehmigung des Hochschulentwicklungsplans sollte durch den Senat erfolgen, dem im Entwurf des Gesetzes lediglich die M&ouml;glichkeiten der Empfehlung und der Stellungnahme zugestanden werden (&sect; 22, Absatz 1). Die Umsetzung dieser Idee h&auml;lt der hlbNRW f&uuml;r wesentlich, weil sie im Gesamtsystem Konsistenz in der Weise herstellt, dass die Betroffenen konsequent zu Beteiligten gemacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140127_hlbnrw-stellungnahme-hs-zukunftsgesetz.pdf\">Hochschullehrerbund hlb NRW [PDF &ndash; 66 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es gibt offenbar bei den Hochschulangeh&ouml;rigen andere Positionen als die, die lautstark gegen den NRW-Referentenentwurf f&uuml;r eine Novelle des Hochschulgesetzes von Seiten der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19384\">Hochschulpr&auml;sidien<\/a> und der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19873\">Hochschulratsvorsitzenden<\/a> <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19895\">vertreten werden<\/a>. Leider werden die Stimmen von der Basis der Hochschulen von den Medien kaum aufgegriffen. Siehe auch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20014\">F&uuml;r eine demokratische und soziale Hochschule, f&uuml;r eine freie Forschung und Lehre in Verantwortung vor der Gesellschaft<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Lanz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Stefan Niggemeier: Eine Kritik der Kritik an der Lanz-Petition<\/strong><br>\nNorbert Himmler, der Programmdirektor des ZDF, hat einen einfachen Trick gefunden, mit der Aufregung um seinen Star-Moderator Markus Lanz umzugehen. Dem &raquo;Spiegel&laquo;-Redakteur Alexander K&uuml;hn sagte er:<br>\n&bdquo;(&hellip;) Markus Lanz hat in mehr als 500 Sendungen einen hervorragenden Job gemacht. Dann geht es einmal nicht gut, und das sorgt dann f&uuml;r eine Riesenwelle. Das ist unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig.&ldquo;<br>\nJa, das w&auml;re, wenn es so w&auml;re, wirklich unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig.<br>\nWenn es also nicht so w&auml;re, dass die Sendung mit Sahra Wagenknecht zwar extrem war, aber eigentlich typisch f&uuml;r die Art, wie Markus Lanz &uuml;ber Politik und mit Politikern redet. Und wenn es nicht so w&auml;re, dass man Markus Lanz auch als Symptom und Symbol sehen kann f&uuml;r das, was im &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk allgemein schiefl&auml;uft.<br>\nDer Programmdirektor des ZDF verleugnet, dass die Kritik an Lanz sich an der Wagenknecht-Show nur entz&uuml;ndet hat, aber grunds&auml;tzlicher Natur ist. Das kann man aus seiner Sicht nachvollziehen, so ignoriert sie sich viel leichter&hellip;<br>\nIn der Art, wie die professionellen Medien &uuml;ber die Kritik an Lanz im Netz berichten, werden wieder die Ressentiments der richtigen Journalisten gegen die unqualifizierten Normalb&uuml;rger sichtbar, die im Netz pl&ouml;tzlich einfach die Absetzung von Moderatoren im &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehen fordern d&uuml;rfen und daf&uuml;r sogar Aufmerksamkeit bekommen. Beides war fr&uuml;her Journalisten vorbehalten&hellip;<br>\nNat&uuml;rlich kann man die Petition kritisieren, Form und Inhalt von Lanz-Beschimpfungen und &uuml;berhaupt die Emp&ouml;rungskultur im Netz und anderswo. Doch die Art, wie eine ganze Reihe professioneller Medien &uuml;ber die Petition berichten, zeigt, dass sie ein grunds&auml;tzliches und nachhaltiges Problem damit haben, dass ihnen das Kritik&ndash; und das Aufmerksamkeits-Monopol abhanden gekommen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/so-moegen-sie-gulaschsuppe-essen-eine-kritik-der-kritik-an-der-lanz-petition\/\">Stefan Niggemeier<\/a><\/li>\n<li><strong>Proteste gegen Lanz: Dieter Nuhr startet Online-Petition gegen Online-Petitionen<\/strong><br>\nNuhr will damit nach eigenen Angaben gegen eine Petitionsflut im Internet aufmerksam machen. Bereits am Freitag hatte der Journalist und Autor Hajo Schumacher unter dem Schlagwort &ldquo;Digitales Mobbing&rdquo; eine solche Gegen-Petition gefordert. Der darauf folgende Nuhr-Aufruf unter dem Motto &ldquo;Gegen digitales Mobbing, bin&auml;re Erregung und Onlinepetitionswahn&rdquo;, die er am Sonntag startete, wurde allerdings wenige Stunden sp&auml;ter von der Plattform &ldquo;openPetition&rdquo; gel&ouml;scht. Nuhr habe die Nutzungsbedingungen missachtet, erkl&auml;rte das Portal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/lanz-dieter-nuhr-startet-online-petition-gegen-online-petitionen-a-945684.html\">SPON<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Die Thematisierung der Parteilichkeit der Mainstreammedien hat offenbar eine empfindliche Stelle der neoliberalen Journaille getroffen. Wie aber schon mehrfach betont ist das Aufh&auml;ngen der Problematik allein an der Figur Lanz eben zu kurz gegriffen und macht es, wie man nun sehr gut sieht, relativ einfach das ganze als Mobbing und Hetzjagd gegen eine einzelne Person abzuqualifizieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nach Lanz-Kritik: Portal verbietet Petitionen gegen Personen<\/strong><br>\nAls &ldquo;politisches Werkzeug&rdquo; und nicht als &ldquo;Meinungsportal&rdquo; soll &ldquo;openpetition.de&rdquo; von Nutzern verwendet werden. Das sagt der Gr&uuml;nder des Portals J&ouml;rg Mitzlaff und will deshalb nun Petitionen beenden und l&ouml;schen lassen, die &uuml;ber das Verhalten einzelner Personen urteilen. &ldquo;Erziehung per Unterschriftensammlung ist nicht die Idee&rdquo;, erkl&auml;rt Mitzlaff in einem Gespr&auml;ch mit &ldquo;meedia.de&rdquo;. Es sei nicht der Sinn, dass nun alle m&ouml;glichen Menschen auf dem Portal angeprangert w&uuml;rden.<br>\nVielmehr sei &ldquo;openpetition&rdquo; ein politisches Werkzeug, &ldquo;um mit demokratischen Mitteln Einfluss auf die Regeln unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens und der Entscheidungsfindung zu nehmen.&rdquo; Aus diesem Grund seien jetzt nur noch Petitionen in Bezug auf Sach-Entscheidungen oder Regelungen erlaubt.<br>\nTrotzdem soll die Petition gegen Markus Lanz auf der Seite bleiben. Mitzlaff begr&uuml;ndet die Entscheidung damit, dass diese &ldquo;in erster Linie eine Forderung an das ZDF nach journalistischen Qualit&auml;tsstandards&rdquo; sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gmx.net\/themen\/tv\/stars\/62b1qsq-markus-lanz-petition-verbot-dieter-nuhr\">gmx<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Volksbegehren f&uuml;r G 9 schafft H&uuml;rde<\/strong><br>\nSeit seiner Einf&uuml;hrung ist das achtj&auml;hrige Gymnasium umstritten. Wenn es nach den Freien W&auml;hlern geht, sollen die Bayern dar&uuml;ber abstimmen. Nach SZ-Informationen haben sie jetzt die erforderlichen 25.000 Unterschriften daf&uuml;r beisammen. Damit ger&auml;t Ministerpr&auml;sident Seehofer bei einem brisanten Thema unter Druck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/gymnasium-in-bayern-volksbegehren-fuer-g-schafft-huerde-1.1872438\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Leipziger Theaterwissenschaftler k&auml;mpfen um ihr Institut<\/strong><br>\nDie Theaterwissenschaftler der Universit&auml;t Leipzig wehren sich gegen die Schlie&szlig;ung ihres Instituts. Sie fordern von der Universit&auml;tsleitung die R&uuml;cknahme der Entscheidung. Dem Rektorat werfen sie Intransparenz vor. Der gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Direktor des Instituts, Prof. G&uuml;nther Heeg, sagte, die Theaterwissenschaftler seien von der Nachricht &uuml;berfallen worden. Man habe weder Grund noch Kriterien f&uuml;r die Schlie&szlig;ung erfahren. Rektorin Beate Sch&uuml;cking hatte am Dienstag angek&uuml;ndigt, die Institute f&uuml;r Arch&auml;ologie und Theaterwissenschaften schlie&szlig;en zu wollen. Grund daf&uuml;r ist ein mit dem s&auml;chsischen Wissenschaftsministerium vereinbarter Stellenabbau.<br>\nAm Institut f&uuml;r Theaterwissenschaften der Uni Leipzig sollen f&uuml;nf Stellen gestrichen werden. Wenn 2020 die Vertr&auml;ge dreier Professoren und zweier Mitarbeiter auslaufen, endet nach jetzigem Stand der Dinge die 20-j&auml;hrige Geschichte des Instituts. Laut Prof. Gerald Siegmund, dem Pr&auml;sidenten der Gesellschaft f&uuml;r Theaterwissenschaft, hat die Stellenstreichung auch bundesweit Auswirkungen, denn damit fielen mehr als zehn Prozent aller Professorenstellen der Theaterwissenschaften in Deutschland weg.<br>\nDas Leipziger Institut ist das einzige f&uuml;r Theaterwissenschaft in Sachsen und den neuen Bundesl&auml;ndern. Derzeit sind hier 277 Studenten eingeschrieben. Noch einmal so viele studieren Theaterwissenschaften im Nebenfach. Nach Angaben des Instituts z&auml;hlen die Studieng&auml;nge zu den am meisten nachgefragten der Universit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/sachsen\/theaterwissenschaften-leipzig-protest100_zc-f1f179a7_zs-9f2fcd56.html\">MDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Eine Meldung welche die Auswirkungen der neoliberalen Ideologie der &ldquo;unternehmerischen&rdquo; Hochschule in der &ldquo;marktkonformen&rdquo; Demokratie illustriert. Alle Fachbereiche, die keine Inhalte liefern, die sich unmittelbar &ouml;konomisch Verwerten lassen oder keine verwertbaren &ldquo;Human Resources&rdquo; aussto&szlig;en h&auml;ngen an einem seidenen Faden. Die fadenscheinige Begr&uuml;ndung liefern dazu wie immer Schuldenbremse und Austerit&auml;tspolitik. Der angenehme Nebeneffekt f&uuml;r die herrschenden Eliten, bei der Austrocknung der Geisteswissenschaften werden zugleich die wenigen Orte an denen noch kritisches Denken gelehrt wird eliminiert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-20330","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20330","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20330"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20330\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20410,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20330\/revisions\/20410"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20330"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20330"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20330"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}