{"id":2041,"date":"2007-01-23T08:22:00","date_gmt":"2007-01-23T07:22:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2041"},"modified":"2007-01-23T08:22:00","modified_gmt":"2007-01-23T07:22:00","slug":"hinweise-des-tages-311","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2041","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL\/KR)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Altersarmut weitgehend verschwunden<\/strong><br>\nProf. Winfried Schm&auml;hl: &bdquo;In der Bev&ouml;lkerung gibt es immer mehr Zweifel, ob es sich &uuml;berhaupt lohnt, in dieses System einzuzahlen. Nur, das ist eben zum Teil das Ergebnis einer interessengeleiteten gezielten Verunsicherung und liegt nicht an der Konstruktion. Das umlagefinanzierte dynamische System mit Lohnersatzfunktion ist auch aus heutiger Sicht ein zukunftstr&auml;chtiges Modell.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nd-online.de\/artikel.asp?AID=103860&amp;IDC=2\">ND<\/a><\/li>\n<li><strong>Inflation frisst private Rentenversicherung auf<\/strong><br>\nDie Anbieter von klassischen privaten Rentenversicherungen k&ouml;nnen Kunden nach Absenkung des Garantiezinses keinen Inflationsausgleich mehr auf die Beitr&auml;ge garantieren. Nach Berechnungen der Ratingagentur Assekurata reicht die durchschnittliche garantierte Beitragsrendite von privaten Rentenvertr&auml;gen mit 1,37 Prozent bei der aktuellen Inflation von 1,7 Prozent nicht f&uuml;r den Werterhalt des eingesetzten Kapitals. &ldquo;Anders als bei den vorhergehenden Tarifgenerationen reicht die garantierte Beitragsrendite bei Neuvertr&auml;gen nicht zum Ausgleich der derzeitigen Inflation&rdquo; sagte Assekurata-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Reiner Will.<br>\nNach Wegfall des Steuerprivilegs in der Kapitallebensversicherung 2005 sei der Absatz dieser Vertr&auml;ge drastisch eingebrochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/versicherungen\/151532.html#leftCol\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> In den fl&auml;chendeckenden Kampagnen der Versicherungswirtschaft und deren &bdquo;Mietm&auml;ulern&ldquo; in den Medien von ZDF (&bdquo;Aufstand der Alten&ldquo;) bis zu BILD (&bdquo;Alte kassieren! Junge zahlen nur drauf!&ldquo;) wird geradezu penetrant Propaganda f&uuml;r die private Vorsorge betrieben. Nur selten wird auf die Risiken der privaten Rentenversicherung f&uuml;r den Werterhalt des eingesetzten Kapitals hingewiesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Thomas Assheuer: Der Glaube an die Segnungen des freien Marktes ist ersch&uuml;ttert. Neue &bdquo;Heilsfiguren&ldquo; erobern die politische B&uuml;hne.<\/strong><br>\nSicher ist nur, dass das neoliberale Einheitsdenken, das pens&eacute;e unique, seinen Zauber verliert. Tats&auml;chlich sah es eine Weile so aus, als bes&auml;&szlig;en die Wirtschaftswissenschaften ein Monopol zur L&ouml;sung globaler Krisen, w&auml;hrend Sozialwissenschaftler als Heimatvertriebene eines gl&uuml;cklich abgewickelten Wohlfahrtsstaates am Rande standen. Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass hochabstrakte Wirtschaftstheorien, beispielsweise die eines Milton Friedman, weder patente Probleml&ouml;ser noch handels&uuml;bliche Exportg&uuml;ter sind, die man den &Ouml;konomien anderer L&auml;ndern ungestraft aufzw&auml;ngen darf. Auch in einer globalisierten Weltgesellschaft muss jede Volkswirtschaft ihren eigenen Pfad finden, ohne sich einer importierten Passepartout-Weisheit vollst&auml;ndig auszuliefern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2007\/04\/Neoliberalismus?page=all\">Die ZEIT online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein lesenswerter Beitrag. Nicht vergessen sollte man, dass unser Bundespr&auml;sident auf Vorschlag von Bundeskanzler Schr&ouml;der vom Jahr 2000 bis zu seinem Amtsantritt gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Direktor des Internationalen W&auml;hrungsfonds IWF in Washington war und, wie man bei fast allen seinen Reden feststellen kann, nach wie vor am Credo &bdquo;Mehr Markt, weniger Staat&ldquo; festh&auml;lt.<br>\nTrotz des teils polemischen Untertons gegen s&uuml;damerikanische Regierungschefs, die sich vom &bdquo;Washingtoner Konsens&ldquo; losgesagt haben, sollte der Beitrag auch allen Kritikern etwa an Hugo Chavez deutlich machen, warum in S&uuml;damerika &bdquo;neue Heilsfiguren&ldquo; die politische B&uuml;hne erobert haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Auf den IWF kann Argentinien verzichten<\/strong><br>\nArgentinien hatte mit seiner Schuldenrestrukturierung 2005 erstmals bewiesen, dass viele bis dato als unverr&uuml;ckbar geltende Wahrheiten pass&eacute; sind. In den Schuldenkrisen der achtziger und neunziger Jahre glaubte die Welt noch, dass ein Land langfristig nur sich selbst schade, wenn es den Anlegern einen hohen Forderungsverzicht zumute.<br>\nAber es kam ganz anders: Bis heute hat Argentinien keine nennenswerten negativen Folgen der Umschuldung gesp&uuml;rt. Stattdessen reduzierte das Land seinen Schuldendienst deutlich. Argentiniens Volkswirtschaft w&auml;chst seit 2003 im Schnitt um j&auml;hrlich neun Prozent, eine der h&ouml;chsten Raten weltweit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2007\/04\/G-Argentinien?page=1\">Die ZEIT online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> &bdquo;Erfolg gegen jede Regel&ldquo; titelt die Zeit ihren Beitrag &uuml;ber Argentinien.<br>\nVielleicht sollte man einfach einmal die herrschenden Regeln &uuml;berdenken. Nicht nur in Argentinien.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Dagegen h&auml;lt der Pr&auml;sident des Kieler Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft, Dennis Snower, den IWF und die Weltbank f&uuml;r Institutionen, um Normen der Demokratie, Toleranz und menschliches Mitgef&uuml;hl zu f&ouml;rdern<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=113&amp;blogId=16\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Snowers Clash of Civilizations spielt sich zwischen &bdquo;Humanisten, die das menschliche Leben als h&ouml;chsten Wert betrachten, und denjenigen &ndash; nennen wir sie Instrumentalisten &ndash; die die Menschheit als Instrument zum Erlangen h&ouml;herer Werte verstehen&ldquo; ab. So schlicht ist das Weltbild unserer Star-&Ouml;konomen. Dass das Kapital und diejenigen, die dar&uuml;ber verf&uuml;gen, die Menschen als Instrument zur Erlangung h&ouml;herer Renditen nutzen, ist unserem &bdquo;Humanisten&ldquo; v&ouml;llig entgangen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschland hat 2005 Kriegswaffen im Wert von 1,6 Milliarden Euro exportiert; f&uuml;r R&uuml;stungsg&uuml;ter sind Einzelausfuhrgenehmigungen im Wert von insgesamt etwa 4,2 Milliarden Euro erteilt worden<\/strong><br>\nQuelle: Pressedienst des Deutschen Bundestags Nr.017 (Man kann sich kostenfrei einloggen)<\/li>\n<li><strong>Die EKD: die Effiziente Kirche Deutschlands<\/strong><br>\nIn einem Papier an die kirchlichen Amtstr&auml;ger geht es darum, &ldquo;den kirchlichen Auftrag der Verk&uuml;ndigung des Evangeliums von Jesus Christus an alles Volk m&ouml;glichst gut und effizient umzusetzen&rdquo;. Effizient &ndash; das ist das Wunschwort.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub5A6DAB001EA2420BAC082C25414D2760\/Doc~E3F8F6978DE334652985ECFFD67432BF2~ATpl~Ecommon~SContent~Afor~Eprint.html%20\">FAZ.NET<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine Stimme der Toleranz ist verstummt<\/strong><br>\nDen toten Hrant Dink &uuml;berh&auml;uft die Regierung mit Solidarit&auml;tsbekundungen. Aber warum schwieg sie zu Hasskampagnen und Gerichtsverfahren gegen Dink, als dieser noch lebte?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?em_cnt=1055921\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Verdr&auml;ngungseffekte<\/strong><br>\nDie zunehmende Spaltung zwischen Stamm- und Leiharbeitern hat f&uuml;r die Gewerkschaft gravierende Folgen: In manchen Betrieben d&uuml;rfte es k&uuml;nftig schwierig sein, per Streik &ouml;konomischen Druck zu erzeugen, da f&uuml;r einen Gro&szlig;teil der Belegschaften andere Tarifvertr&auml;ge gelten und die Besch&auml;ftigten deshalb trotz Ausstand weiterarbeiten m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/01-22\/025.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>17. BAf&ouml;G-Bericht der Bundesregierung<\/strong><br>\n&bdquo;Auch bei anderen Sozialleistungen wie etwa der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitssuchende konnten in den vergangenen Jahren keine Leistungsverbesserungen vorgenommen werden, so dass der Verzicht auf eine sofortige Anhebung der Bedarfss&auml;tze und Freibetr&auml;ge beim Baf&ouml;G nicht unangemessen erscheint. Da der Kreis der BAf&ouml;G-Gef&ouml;rderten weiter angewachsen ist, besteht aus Sicht der Bundesregierung auch kein diesbez&uuml;glicher ausbildungsf&ouml;rderungspolitisch dringlicher Handlungsbedarf.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bmbf.de\/pub\/17_bafoeg-bericht.pdf\">Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung [PDF &ndash; 586 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das sieht der Beirat f&uuml;r Ausbildungsf&ouml;rderung ganz anders und &bdquo;h&auml;lt deshalb eine Anpassung der Bedarfss&auml;tze und Freibetr&auml;ge f&uuml;r dringend erforderlich; dies insbesondere, weil der Ausbau von Studienpl&auml;tzen im Rahmen des Hochschulpaktes auch einer sozialen Flankierung bedarf. &hellip; Um im Jahr 2007 wieder das F&ouml;rderniveau des Jahres 2002 und damit den Stand nach der letzen Anpassung zu erreichen, m&uuml;ssten die Freibetr&auml;ge damit insgesamt um rund 8,7% oder etwa 125 Euro und die Bedarfss&auml;tze um rund 10,3 % , also etwa 48 Euro f&uuml;r Studierende bzw. 36 Euro f&uuml;r Sch&uuml;ler erh&ouml;ht werden. &hellip;&ldquo; (siehe Seite 58 ff.).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Europarechtliche Risiken durch Abschw&auml;chung des Solidarprinzips<\/strong><br>\nDie von der Bundesregierung geplante Gesundheitsreform schw&auml;cht das Solidarprinzip in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Dadurch w&auml;chst das Risiko, dass das System der GKV l&auml;ngerfristig in Konflikt mit dem europ&auml;ischen Kartellrecht geraten k&ouml;nnte. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Dr. Thorsten Kingreen, Professor f&uuml;r Sozial- und Gesundheitsrecht an der Universit&auml;t Regensburg in einem Rechtsgutachten im Auftrag der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news?print=1&amp;id=192535\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>IAB: W&ouml;chentliche Arbeitszeit ist leicht gestiegen<\/strong><br>\nDie Pro-Kopf- Arbeitszeit der Besch&auml;ftigten wurde auch deshalb l&auml;nger, weil immer mehr Personen einer Nebenbesch&auml;ftigung nachgehen. So stieg die Zahl der Personen mit einem oder mehreren Nebenjobs 2006 um gut 100.000 auf 2,09 Millionen an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news?print=1&amp;id=192233\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>Jagdish Bhagwati &ndash; It`s technology, stupid!<\/strong><br>\nBetrachtet man die allgemeinen Argumente genauer, die darauf hinauslaufen, die Globalisierung mit der Verteilungsschieflage in Zusammenhang zu bringen, bleibt am Ende wenig &Uuml;berzeugendes &uuml;brig. So zeigen alle empirischen Studien (inklusive derer, die von einigen der besten Handels&ouml;konomen wie Paul Krugman und Robert Feenstra durchgef&uuml;hrt wurden), dass der Handel keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die L&ouml;hne hat.<br>\nSchuld am Lohnverfall in den USA ist nicht die Globalisierung. Schuld sind vielmehr arbeitssparende technische Ver&auml;nderungen, die den Druck auf die L&ouml;hne der Ungelernten immer weiter erh&ouml;hen. Technischer Wandel f&uuml;hrt zu st&auml;ndigen Einsparungen bei der Verwendung unqualifizierter Arbeitskr&auml;fte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=77&amp;blogId=16\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung (AM):<\/strong> Are you stupid, Jagdish Bhagwati?<br>\n&Uuml;ber weite Strecken folge ich Bhagwati, nicht allerdings bei der Aussage, die technologische Entwicklung verdr&auml;nge Arbeitskr&auml;fte. Prinzipiell ist das ja richtig, wenn sich nichts Neues tut. Wenn ein Roboter Arbeitskr&auml;fte ersetzt und nichts anderes geschieht, dann haben die Arbeitskr&auml;fte keine Arbeit mehr. Da aber auch die Roboter selbst und zus&auml;tzlich viele andere, v&ouml;llig neue Produkte hergestellt werden, haben die ersetzten Arbeiter wieder neue Arbeit. Technologische Entwicklung gab es doch schon immer. Unterscheidet sie sich heute qualitativ oder sprunghaft von fr&uuml;her? Schon vor 40 Jahren haben Steinbuch und andere &Auml;hnliches behauptet.<br>\nAuch die Behauptung, die technologische Entwicklung w&uuml;rde Arbeit einfacher verschwinden lassen, ist aus meiner Sicht empirisch nicht nachweisbar. So hat z.B. das IAT in einer <a href=\"?p=1012\">empirischen Studie<\/a> nachgewiesen, dass durch mehr Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r qualifiziertere Besch&auml;ftigte die Verdr&auml;ngung gering Qualifizierter auf Arbeitspl&auml;tzen mit eher niedrigen Anforderungen verringert werden k&ouml;nnte.<br>\nUnd in vielen Industriebetrieben gibt es gerade wegen der hohen Rationalisierung durchaus auch einfache Jobs. Am Beispiel der Heidelberger Lackfabrik konnte ich das unl&auml;ngst wieder studieren. Gar nicht erst zu reden von den vielen, gesellschaftlich notwendigen, &bdquo;einfachen&ldquo; T&auml;tigkeiten im Sozialbereich oder angesichts der zunehmenden Verslumung unserer St&auml;dte.<br>\nLeider schw&auml;tzt auch Bhagwati da einfach eine auf den ersten Blick eing&auml;ngige Behauptung nach.<br>\nDass die einfach Besch&auml;ftigten unter Lohndruck leiden, ist auch ein Ergebnis der total zusammengehauenen Konjunktur. In solchen Situationen, die wir hier immerhin mit wenigen Unterbrechungen seit 1980 haben, verdr&auml;ngen gut Ausgebildete die schlechter Ausgebildeten, und die schlechter Ausgebildeten verdr&auml;ngen die ganz schlecht Ausgebildeten und diese wieder die gar nicht Ausgebildeten. Wenn es wirklich gelingt, die Konjunktur anzuschieben, dann entsteht ein gegenl&auml;ufiger Effekt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesbank: Von einem flexiblen Arbeitsmarkt gehen positive Impulse auf die wirtschaftliche Dynamik aus<\/strong><br>\nWegen der deutlichen Verbesserung der Arbeitsmarktlage in einer Reihe von Partnerl&auml;ndern des Euro-Gebiets hat sich die relative Position Deutschlands erheblich verschlechtert. W&auml;hrend die deutsche Arbeitslosenquote 1995 noch 2 &frac12; Prozentpunkte unter dem Durchschnitt der L&auml;nder des Euro-Raums gelegen hatte, &uuml;bertraf sie den Mittelwert 2005 um einen Prozentpunkt. Gemessen an der Besch&auml;ftigtenquote lag Deutschland 1995 noch 61_2 Prozentpunkte &uuml;ber dem Durchschnitt des Euro-Raums, 2005 waren es aber nur noch zwei Prozentpunkte.<br>\nEs ist nicht zu erwarten, dass ohne weitere Reformschritte &auml;hnlich geringe Arbeitslosenzahlen erreicht werden k&ouml;nnen wie im angels&auml;chsischen Raum oder in einigen kontinentaleurop&auml;ischen Partnerl&auml;ndern. Bei der &Uuml;bertragung erfolgreicher Reformen aus dem Ausland auf Deutschland kann es jedoch nicht darum gehen, einzelne Elemente aus einem im Ausland insgesamt erfolgreichen Modell isoliert zu<br>\n&uuml;bernehmen, ohne deren gegenseitige Bedingtheit zu ber&uuml;cksichtigen. Dies gilt sowohl<br>\nf&uuml;r Mindest- als auch f&uuml;r Kombil&ouml;hne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/download\/volkswirtschaft\/mba\/2007\/200701mba_arbeitsmarkt.pdf\">Monatsbericht der Deutschen Bundesbank [PDF &ndash; 300 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Erstens: F&uuml;r unsere Bundesb&auml;nker ist Wachstum ist die abh&auml;ngige Variable, und der Arbeitsmarkt setzt die entscheidenden Impulse f&uuml;r die Wirtschaftsdynamik. Die Bundesbank mit dem Kopf auf der Erde!<br>\nZweitens: W&auml;hrend man sonst immer sofort dabei ist mit der Rosinenpickerei bei den erfolgreichen &bdquo;Reformen&ldquo; der anderen L&auml;nder, gilt das f&uuml;r den Mindestlohn nat&uuml;rlich nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL\/KR)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2041","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2041","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2041"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2041\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2041"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2041"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2041"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}