{"id":20527,"date":"2014-01-30T08:50:18","date_gmt":"2014-01-30T07:50:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527"},"modified":"2014-01-30T12:13:20","modified_gmt":"2014-01-30T11:13:20","slug":"hinweise-des-tages-2055","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h01\">Versteckte Staatshilfen f&uuml;r Gro&szlig;banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h02\">Europ&auml;ischer Gewerkschaftsbund ver&ouml;ffentlicht dramatisches Faktenpapier zu Rechtsbr&uuml;chen der Troika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h03\">Die EU &ndash; Europ&auml;ischer Traum oder Albtraum?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h04\">Wie einstmals C&aacute;novas und Sagasta <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h05\">Ulrike Herrmann: Hartz im &Eacute;lys&eacute;e-Palast<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h06\">Eurokrise: Auf Halde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h07\">Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h08\">Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h09\">Koalition erw&auml;gt Verzicht auf h&ouml;heres Kindergeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h10\">&ldquo;Wir sind der Motor Europas&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h11\">Arbeit und Gesundheit im &Ouml;ffentlichen Dienst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h12\">K&uuml;ndigungsgrund Sohn &ndash; Mutter des M&uuml;nchner DKP-Chefs verliert Commerzbank-Konto<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h13\">Die Linke: Die unsichtbare Oppositionsf&uuml;hrerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h14\">S 21: Aktionsb&uuml;ndnis auf Schrumpfkurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h15\">Wikipedia: Grenzenlose Exklusion?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h16\">GEW: Privatisierungsreport 15: Propaganda und Produktwerbung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h17\">Baf&ouml;G<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h18\">Armes Amerika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527#h19\">Katar: WM der Sklaven<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20527&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Versteckte Staatshilfen f&uuml;r Gro&szlig;banken<\/strong><br>\nSystemrelevante Institute finanzieren sich g&uuml;nstiger, weil sie im   Ernstfall gerettet werden. Eine neue Studie beziffert diesen Vorteil   in Europa seit 2008 auf 1,33 Billionen Euro Europas Gro&szlig;banken haben seit Ausbruch der Finanzkrise indirekte  Staatshilfen in Billionen-H&ouml;he erhalten. Zu diesem Ergebnis kommt eine   Studie, die die Gr&uuml;nen im Europ&auml;ischen Parlament in Auftrag gegeben haben und die der SZ vorliegt. Die Studie errechnet erstmals eine  Gesamtsumme f&uuml;r die Vorteile, die sich f&uuml;r gro&szlig;e Banken daraus ergeben, dass sie systemrelevant sind und Staaten sie im Falle einer Insolvenz retten m&uuml;ssen. Dadurch k&ouml;nnen sich solche Banken g&uuml;nstiger finanzieren als kleinere Institute: Wenn sie eine Anleihe herausgeben, zahlen sie Anlegern daf&uuml;r niedrigere Zinsen, da f&uuml;r diese das Risiko entf&auml;llt, dass die Bank pleitegeht und die Anleihe nicht zur&uuml;ckgezahlt wird. Es kommt einer kostenlosen staatlichen Garantie gleich&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2014\/suddeutsche\/\">Artikel von Harald Freiberger in S&uuml;ddeutsche Zeitung online vom 27.01.2014, dokumentiert bei Sven Giegold<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu die (engl.) Studie der Gr&uuml;nen vom Januar 2014 <\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Implicit-subsidies-in-the-EU-banking-sector.pdf\">zu versteckten Staatshilfen [PDF &ndash; 984 KB]<\/a>, dokumentiert bei Sven Giegold:<br>\nImplicit subsidies in the EU banking sector. An intermediary report which is part of the forthcoming study &ldquo;Banking structural reforms: a Green perspective&rdquo;<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Europ&auml;ischer Gewerkschaftsbund ver&ouml;ffentlicht dramatisches Faktenpapier zu Rechtsbr&uuml;chen der Troika<\/strong><br>\nDer Wirtschafts- und W&auml;hrungsausschuss des Europaparlaments (ECON) untersucht derzeit die Arbeit von Internationalem W&auml;hrungsfonds, Europ&auml;ischer Kommission und Europ&auml;ischer Zentralbank im Rahmen des sogenannten &ldquo;Troika-Berichts&rdquo;. Genau zur rechten Zeit hat der<br>\nEurop&auml;ische Gewerkschaftsbund (EGB\/ETUC) ein Papier ver&ouml;ffentlicht, in dem die Gewerkschaften aus den Krisenl&auml;ndern Griechenland, Portugal, Irland, Griechenland und Zypern ihre Erfahrungen schildern. Besonders brisant: Das Dokument beleuchtet die Rechtsbr&uuml;che der Troika bei der Umsetzung der Reformma&szlig;nahmen&hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2014\/ischer-gewerkschaftsbund-veroffentlicht-dramatisches-faktenpapier-zu-rechtsbruchen-der-troika\/\">Sven Giegold<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.etuc.org\/IMG\/pdf\/THE_FUNCTIONING_OF_THE_TROIKA_finaledit2afterveronika.pdf\">The Function oft the Troika: A Report from the  ETUC [PDF &ndash; 1.3 MB]<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu: ETUC report denounces the takeover by the Troika<\/strong><br>\nToday, at a hearing of the European Parliament, the ETUC presented the results of its own investigations into the activities of the Troika in Cyprus, Greece, Ireland and Portugal. The report shows that those countries where the Troika has implemented its policies have paid a high economic and social price. The ETUC demands substantial amendments to the existing programmes and mechanisms to ensure that the Troika&rsquo;s policy of austerity and deregulation cannot be repeated in the future&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.etuc.org\/a\/11966\">ETUC-Pressemeldung<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu noch: &raquo;Wir befinden uns im Klassenkampf&laquo; <\/strong><br>\nDer V&ouml;lkerrechtler Andreas Fischer-Lescano hat im Auftrag des Europ&auml;ischen Gewerkschaftsbundes und der &ouml;sterreichischen Gewerkschaften ein Gutachten &uuml;ber die menschenrechtlichen Auswirkungen der Ma&szlig;nahmen der Troika erstellt. Mit ihm sprach Simon Poelchau &uuml;ber die Verantwortung der EU-Institutionen, die N&ouml;te der Europ&auml;er und<br>\nEuroskeptiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/922301.wir-befinden-uns-im-klassenkampf.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu auch noch: Projekt TroikaWatch<\/strong><br>\n&ldquo;TroikaWatch, eine neue Beobachtungsstelle f&uuml;r die Politik der Troika aus EZB, EU-Kommission und IWF, ist am heutigen Dienstag offiziell  gestartet. Nach einer einmonatigen Beta-Phase berichtet TroikaWatch ab sofort &uuml;ber die Troika, die Situation in den von ihrer Politik betroffenen L&auml;ndern sowie &uuml;ber die Opposition und den Widerstand dagegen. Monatlich wird ein Newsletter in neun Sprachen publiziert, der auf der <a href=\"http:\/\/www.troikawatch.net\">Homepage<\/a> verf&uuml;gbar ist sowie auf Twitter unter dem Hashtag #TroikaWatch beworben wird. Der TroikaWatch-Newsletter wird von einer internationalen Gruppe   herausgegeben. Ihre Mitglieder kommen aus ganz Europa und sind sowohl in zivilgesellschaftlichen Organisationen als auch in sozialen Bewegungen aktiv. Dazu geh&ouml;ren das Bretton Woods Project, das Corporate Europe Observatory, CADTM, Humanitas und das Transnational Institute. Andere Aktivisten stammen aus Netzwerken wie Attac, ICAN, dem spanischen PACD oder der 15M-Bewegung&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.troikawatch.net\/\">Pressemeldung von  TroikaWatch<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die EU &ndash; Europ&auml;ischer Traum oder Albtraum?<\/strong><br>\nOskar Lafontaine, Daniela Dahn, Elmar Altvater und Diether Dehm &ndash; weltnetz.tv-talk<br>\nWohin bewegt sich die EU in der Folge der Finanz- und Schuldenkrise? Ist die Demokratie in Gefahr? Welche Gefahren bauen sich am politischen Rand rechtsau&szlig;en auf? Wie geht es weiter mit der gemeinsamen W&auml;hrung? Bricht der Euro zusammen? Welche Ans&auml;tze gibt es, um aus der W&auml;hrungsunion auch eine Sozialunion zu machen? Bietet die EU eine F&uuml;lle von Chancen f&uuml;r das soziale und demokratische Europa oder droht ein antidemokratischer, asozialer und kriegerischer Albtraum? &Uuml;ber diese und andere Fragen wird diskutiert und gestritten im&hellip;weltnetz.tv-talk<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/weltnetz.tv\/video\/526\">weltnetz.tv-talk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie einstmals C&aacute;novas und Sagasta <\/strong><br>\nDie erste europ&auml;ische Postdemokratie und ihre Folgen.<br>\nWer sich mit der neueren spanischen Geschichte etwas auskennt, mit der Zeit des Restaurationssystems um es genauer zu sagen, der hat vielleicht den Begriff &ldquo;Pardo-Pakt&rdquo; oder &ldquo;Pacto del Pardo&rdquo; schon mal geh&ouml;rt. Er ist die &Uuml;berschrift zu einer partei&uuml;bergreifenden Scheindemokratie, die ab 1885 das restaurative Spanien pr&auml;gte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/01\/wie-einstmals-canovas-und-sagasta.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Hartz im &Eacute;lys&eacute;e-Palast<\/strong><br>\nPeter Hartz in Paris &ndash; das ist das perfekte Symbol, warum der Euro auseinanderbricht. Die deutsche Selbstzufriedenheit ist fehl am Platz&hellip;<br>\nJeder zus&auml;tzliche Arbeitslose in Frankreich best&auml;rkt hier den Eindruck: Die Agenda 2010 war richtig &ndash; und die anderen Eurol&auml;nder t&auml;ten gut daran, die Hartz-Reformen schleunigst zu &uuml;bernehmen&hellip;<br>\nNicht Frankreich ist der Versager, sondern Deutschland ist der Aggressor &ndash; weil es Lohndumping betreibt. Zwischen 2000 und 2010 sind die deutschen Reall&ouml;hne im Mittel um 4,2 Prozent gefallen, w&auml;hrend sie in Frankreich um etwa 15 Prozent gestiegen sind. Nun sind die franz&ouml;sischen Waren deutlich teurer als die deutschen Produkte.<br>\nDie Franzosen sind nicht mehr konkurrenzf&auml;hig, obwohl sie sich richtig verhalten haben. Sie haben ihre Reall&ouml;hne mit der Produktivit&auml;t erh&ouml;ht. Dies mag technisch klingen, beschreibt aber die eherne Regel des Kapitalismus: Wenn mehr Waren entstehen, m&uuml;ssen auch die Geh&auml;lter steigen, damit die zus&auml;tzlichen Produkte K&auml;ufer finden.<br>\nEigentlich m&uuml;ssten die Deutschen ihre Geh&auml;lter drastisch erh&ouml;hen, um das vergangene Lohndumping zu korrigieren. Stattdessen ist man stolz auf die Agenda 2010. Daher bleibt den Franzosen nur, ihre Geh&auml;lter ebenfalls abzusenken, wenn sie gegen die Deutschen bestehen wollen. Die Folgen sind unerfreulich&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Reform-der-Sozialsysteme\/!131907\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Eurokrise: Auf Halde<\/strong><br>\nDas europ&auml;ische Amt f&uuml;r Statistik, Eurostat, meldet heute, dass die Investitionsquote (Bruttoanlageinvestitionen\/Bruttowertsch&ouml;pfung) der Unternehmen au&szlig;erhalb des Finanzsektors, der Realwirtschaft also, im Euroraum saisonbereinigt im dritten Quartal des vergangenen Jahres auf 19 Prozent gesunken ist (Ursprungswert: 18,4%). Zwar sei die Bruttowertsch&ouml;pfung um 0,4 Prozent gegen&uuml;ber Vorquartal gestiegen. Die Bruttoanlageinvestitionen aber sanken um 0,9 Prozent. Die dazu ausgewiesene Graphik von Eurostat zeigt, dass sich die Investionen auch im f&uuml;nften Jahr nach Ausbruch der Finanz- und Eurokrise nicht nur immer noch nicht wieder erholt, sondern einen erneuten Tiefstand erreicht haben&hellip;<br>\nBei nur marginal steigenden Arbeitnehmerentgelten (L&ouml;hne und Sozialbeitr&auml;ge, nominal) nahmen die Lagerbest&auml;nde zu. Galant umkreist die Statistikbeh&ouml;rde das offensichtliche Nachfrageproblem mit dieser Umschreibung: &ldquo;Die Gewinnquote stieg im Euroraum, da die Wertsch&ouml;pfung (+0,4%) schneller stieg als Arbeitnehmerentgelte<br>\n(L&ouml;hne und Sozialbeitr&auml;ge) und Produktionsabgaben abz&uuml;glich sonstiger Subventionen (+0,1%).&rdquo; Liest bzw. denkt man die Erh&ouml;hung der Lagerbest&auml;nde in diesem Satz mit, dann wird zum einen deutlich, warum die Lagerbest&auml;nde steigen (weil die Arbeitnehmerentgelte schw&auml;cher zulegen) und warum die Investitionen zur&uuml;ckgehen (wenn sich die mit dem bestehenden Kapitalstock produzierte Produktion schon jetzt nicht absetzen l&auml;sst, warum dann noch mit Bruttoanlageinvestitionen den Kapitalstock erweitern?).<br>\nSo versucht der Euroraum auch weiterhin vergeblich &ldquo;aus der Krise herauszuschrumpfen&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/01\/eurokrise-auf-halde\/#sthash.1j3BxJUF.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mindestlohn<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Niedriglohnsektor: Jeder Dritte ohne Mindestlohn? Ausnahmen vom geplanten Mindestlohn und ihre Konsequenzen<\/strong><br>\nIn der aktuellen Debatte um das neue deutsche Mindestlohnmodell mehren sich Forderungen von Politikern und Arbeitgeberverb&auml;nden, die f&uuml;r zahlreiche Arbeitnehmergruppen Ausnahmeregelungen festlegen wollen. Genannt werden geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte, erwerbst&auml;tige Rentner, Sch&uuml;ler, Studenten, Langzeitarbeitslose, Saisonkr&auml;fte und Hilfsarbeiter.<br>\nSollten sich diese Ausnahmen durchsetzen, w&uuml;rde mehr als jeder Dritte aus dem Geltungsbereich des Mindestlohns herausfallen. Dies entspr&auml;che knapp 2 Millionen Besch&auml;ftigten. Damit w&uuml;rde der allgemeine Mindestlohn systematisch unterlaufen und ein neuer, eigener Niedriglohnsektor unterhalb der Mindestlohngrenze geschaffen.<br>\nDie Untersuchung des WSI belegt des Weiteren, dass sich die Ausnahmeregelungen stark auf einige wenige Branchen konzentrieren w&uuml;rden. In diesen Branchen d&uuml;rfte die Ausnahme gro&szlig;er Arbeitnehmergruppen erhebliche Risiken in der Form von Verdr&auml;ngungs- und Substitutionseffekten zur Folge haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_12_2014.pdf\">WSI Report 12\/Januar 2014 [PDF &ndash; 121 KB]<\/a>\n<p><strong>Dazu: Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags<\/strong><br>\nFazit:<br>\nDie im politischen Raum diskutierte Ausnahme einzelner Personengruppen von einer gesetzlichen Mindestlohnregelung stellt sich vorbehaltlich des konkreten Zuschnitts der Gruppen, f&uuml;r die Ausnahmen gelten sollen, als Ungleichbehandlung dar, sofern es sich dabei um Arbeitnehmer handelt. Zur Rechtfertigung dieser Ungleichbehandlung eignen sich grunds&auml;tzlich &uuml;bergeordnete arbeitsmarkt- oder wirtschaftspolitische Gr&uuml;nde. Eine verbindliche verfassungsrechtliche Beurteilung der Rechtfertigung ist mangels hinreichender Konkretisierung der angesprochenen Vorschl&auml;ge nicht m&ouml;glich. F&uuml;r die erforderliche Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitspr&uuml;fung wird angesichts der &uuml;beraus differenzierten Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum allgemeinen Gleichheitssatz auch der politischen Begr&uuml;ndung der Ausnahmen im Einzelfall besondere Bedeutung zukommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pothmer.de\/fileadmin\/media\/MdB\/pothmer_de\/brigitte_pothmer_arbeitsmarktpolitische\/2012_pothmer\/PDF\/Politische_Initiativen\/140113_WD_Ausnahmen_Mindestlohn.pdf\">Brigitte Pothmer, MdB, Die Gr&uuml;nen [PDF &ndash; 129 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Mindestlohn: Zahl der anspruchsberechtigten Arbeitnehmer wird weit unter f&uuml;nf Millionen liegen<\/strong><br>\nDas DIW Berlin hat im Herbst 2013 eine Studie &uuml;ber Mindestl&ouml;hne vorgelegt, die auf Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) f&uuml;r das Jahr 2011 beruhte. Inzwischen liegen Daten f&uuml;r 2012 vor.<br>\nIm Jahr 2012 erhielten 5,2 Millionen Arbeitnehmer einen Bruttostundenlohn von weniger als 8,50 Euro je Stunde; das waren 15 Prozent aller Arbeitnehmer. Es gibt Hinweise darauf, dass die Zahl dieser Geringentlohnten im Vergleich zum vorangegangenen Jahr abgenommen hat &ndash; um ungef&auml;hr eine halbe Million. Ein statistisch signifikanter R&uuml;ckgang zeigt sich aber lediglich bei den Vollzeitkr&auml;ften sowie bei den Arbeitnehmern mit einfachen T&auml;tigkeiten; diese stellen allerdings mehr als die H&auml;lfte aller Geringentlohnten. Bemerkbar machte sich zum einen, dass ein erheblicher Teil der Besch&auml;ftigten, die 2011 noch weniger als 8,50 Euro bekamen, 2012 &uuml;ber der Mindestlohngrenze lagen &ndash; etwa infolge von Lohnerh&ouml;hungen. Die Zahl der Anspruchsberechtigten d&uuml;rfte sich inzwischen wegen weiterer Lohnanhebungen verringert haben und sich bis zur Einf&uuml;hrung des Mindestlohns um bis zu 700.000 Menschen vermindern. Zum anderen verlieren einfache T&auml;tigkeiten weiter an Bedeutung &ndash; also solche Jobs, die oft nur gering entlohnt werden.<br>\nPolitisch umstritten ist, ob bestimmte Gruppen aus der k&uuml;nftigen Mindestlohnregelung ausgeklammert werden &ndash; w&auml;ren es Rentner, Sch&uuml;ler und Studenten, w&uuml;rde die Zahl der Menschen mit einem Anspruch auf Mindestlohn um etwa eine weitere Million abnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.436181.de\/14-5-1.pdf\">DIW Wochenbericht 5\/2014 [PDF &ndash; 153 KB]<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Fragt sich nur, ob diejenigen, die nun aus der Mindestlohngrenze von 8,50 Euro herausgewachsen sind, angesichts der Inflationsrate mehr Kaufkraft als  zuvor haben.<\/em><br>\n<em>Wenn man lange genug an 8,50 Euro als Mindestlohn festh&auml;lt, wird die Zahl der Anspruchsberechtigten immer weiter sinken, weil dieser Lohn immer weniger Wert ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rente<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Altkanzler Schr&ouml;der kritisiert Pl&auml;ne der GroKo: &bdquo;Wie sollen die Renten finanziert werden?&ldquo; <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/gerhard-schroeder\/wie-soll-die-rente-finanziert-werden-34438308.bild.html\">Bild.de<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Schr&ouml;der, laut Tagesspiegel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/nord-stream-ostseepipeline-laengst-in-betrieb-gerhard-schroeder-kassiert-weiter\/9383154.html\">einer der am gro&szlig;z&uuml;gigsten bezahlten Aufsichtsratschefs Europas<\/a>&ldquo; braucht sich um seine Rente nat&uuml;rlich keine Sorgen zu machen. Im Gegenteil er l&auml;sst sich von seiner Lieblingszeitung Bild (und Glotze) gegen die Rentenpl&auml;ne seiner Partei und die GroKo einspannen. Der Artikel ist nur insofern interessant, als Schr&ouml;der in wenigen S&auml;tzen die Agenda-Ideologie herunterbetet: Rente mit 63 gleich &bdquo;absolut falsches Signal&ldquo;  an unsere europ&auml;ischen Partner, von denen wir &bdquo;Strukturreformen einfordern&ldquo;, d.h. politische &bdquo;Signale&ldquo; auf dem R&uuml;cken von Millionen von Menschen, d.h. &bdquo;Strukturreformen&ldquo; gleich Abbau von sozialen Errungenschaften und des Wohlfahrtsstaates. Rentenbeitr&auml;ge gleich Lohnnebenkosten, die m&uuml;ssen gesenkt werden, daf&uuml;r aber private Vorsorge allein von Seiten der Arbeitnehmer.<\/em><br>\n<em>Stolz auf die Rente mit 67  und auf Franz M&uuml;ntefering. Als Hebel des Ganzen wird die &bdquo;Bev&ouml;lkerungsentwicklung&ldquo; eingesetzt. Bis heute also noch nichts dazu gelernt, nichts von Vollbesch&auml;ftigung, mehr Erwerbsbeteiligung von Frauen, Entwicklung der Produktivit&auml;t etc. geh&ouml;rt. Und nun auch noch Arbeiten &uuml;ber 67 hinaus. Das schafft einer der halt als Aufsichtsrat &uuml;ber 50 Mitarbeiter allein f&uuml;r die Gazprom-Tochter Nord-Stream 250.000 Euro im Jahr nachgeworfen bekommt. Was er als Berater des Schweizer Ringier-Verlages, als Aufsichtsrat des Pipeline-Konsortiums NEGP Company, als Berater der Libyan Investment Authority, und Berater der Rothschild Bank oder als Redner eine New Yorker Redneragentur http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gerhard_Schr%C3%B6der  abkassiert steht in den Sternen. So l&auml;sst sich als Rentner leicht &bdquo;&uuml;ber die &uuml;ber die Grenze von 65 oder dann 67 Jahren hinaus arbeiten&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Zur Kritik an den Prognosen &uuml;ber die Kosten siehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19990\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mogelpackung f&uuml;rs Alter<\/strong><br>\nIch hatte einen ganz, ganz kleinen Moment des Stolzes, als ich den unterschrieben hab&rsquo;. Den hab&rsquo; ich mir genehmigt.<br>\nArbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) &uuml;ber ihre Gef&uuml;hle bei der Unterschrift unter den Gesetzentwurf f&uuml;r die Rentenreform<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/01-30\/041.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Rezension: Martin Staiger, Rettet die Rente! &ndash; Wie sie ruiniert wurde und wie sie wieder sicher wird<\/strong><br>\nDie gesetzliche Rente wird immer teurer, dachten Sie? Stimmt aber gar nicht. Der Stuttgarter Journalist und Sozialrechtexperte Martin Staiger rechnet es in seiner 100-Seiten-Streitschrift &raquo;Rettet die Rente!&laquo; vor: &raquo;H&auml;tte die gesetzliche Rentenversicherung 2011 den gleichen Anteil vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) zur Verf&uuml;gung gehabt wie 2004, h&auml;tte sie rund 25 Milliarden Euro mehr ausgeben k&ouml;nnen.&laquo;&hellip;<br>\nSie sinkt also &ndash; obwohl der Bev&ouml;lke&shy;rungsanteil derjenigen, die Rente beziehen, steigt. In seiner kurzen Geschichte der negativen Rentenreformen seit 1990 zeichnet Staiger nach, wie es zu dieser paradoxen und eifrig verschleierten Entwicklung kommen konnte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2013\/12-18\/023.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Koalition erw&auml;gt Verzicht auf h&ouml;heres Kindergeld<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e Koalition erw&auml;gt auf eine Anhebung des Kindergeldes zu verzichten und stattdessen Familien mit niedrigem Einkommen st&auml;rker zu unterst&uuml;tzen.<br>\nFamilienministerin Manuela Schwesig habe Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet, hie&szlig; es am Mittwoch von mehreren Stellen der gro&szlig;en Koalition. Ziel sei es, statt einer minimalen Erh&ouml;hung f&uuml;r alle Familien den Kinderzuschlag f&uuml;r Geringverdiener um 20 Euro pro Kind heraufzusetzen, sagte die stellvertretende SPD-Fraktionschefin Carola Reimann zu Reuters.<br>\nDer Kinderzuschlag wird vom Staat an Familien gezahlt, die neben ihrem eigenen Einkommen noch auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind. Derzeit betr&auml;gt er 140 Euro im Monat.<br>\nHintergrund der Debatte ist, dass die Bundesregierung die Kinderfreibetr&auml;ge bei der Einkommensteuer aus verfassungsrechtlichen Gr&uuml;nden anheben muss &ndash; um 72 Euro auf 7080 Euro. Von den Freibetr&auml;gen profitieren aber vor allem Eltern mit hohem Einkommen. Parallel wird daher in der Regel auch das breiter gestreute Kindergeld angepasst. W&uuml;rde es in einer entsprechenden H&ouml;he zum Freibetrag heraufgesetzt, m&uuml;sste es pro Kind um etwa zwei Euro pro Monat steigen. F&uuml;r die ersten beiden Kinder w&uuml;rde es dann je 186 Euro betragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/domesticNews\/idDEBEEA0S04320140129\">Reuters<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein Vorschlag, der in die richtige Richtung geht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Wir sind der Motor Europas&rdquo;<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel hat die Deutschen in ihrer ersten Regierungserkl&auml;rung zur Arbeit der Gro&szlig;en Koalition dazu aufgerufen, mit den Entwicklungen der Globalisierung Schritt zu halten. Aufgrund einer Skiverletzung kurz vor Neujahr hielt sie die Rede im Sitzen. Es war somit die erste Regierungserkl&auml;rung in der Geschichte der Bundesrepublik, die im Sitzen gehalten wurde.<br>\n&ldquo;Anfang des 20. Jahrhunderts galten wir als der kranke Mann Europas&rdquo;, sagte Merkel. Heute sei Deutschland der Motor der wirtschaftlichen Entwicklung der EU. &ldquo;Deutschland geht es so gut wie lange nicht&rdquo;, f&uuml;gte die Kanzlerin hinzu. Im Land herrsche ein &ldquo;Zukunftsoptimismus wie seit dem Mauerfall nicht mehr&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/innenpolitik\/id_67654138\/-wir-sind-der-motor-europas-merkel-haelt-regierungserklaerung-im-sitzen.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Solle jetzt keiner sagen, er wusste nicht, was ihn mit dieser Kanzlerin erwartet. Trotzdem: Es geh&ouml;rt entweder eine Riesenportion Mut oder Ignoranz dazu, wenn Merkel von einem &ldquo;Zukunftsoptimismus wie seit dem Mauerfall nicht mehr&rdquo; spricht. Dass der &ldquo;Kompass&rdquo; die soziale Marktwirtschaft sein soll, ist leider ebenfalls sehr bezeichnend. Eigentlich sollte doch der Mensch im Mittelpunkt allen Handelns stehen, dieser wird von Merkel nur am Rande erw&auml;hnt. Etwa wenn es um die in ihren Augen &ldquo;stockende Regulierung der Finanzm&auml;rkte&rdquo; geht. Im &Uuml;brigen gilt: &ldquo;Deutschland geht es gut wie lange nicht mehr!&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Arbeit und Gesundheit im &Ouml;ffentlichen Dienst<\/strong><br>\nDer &Ouml;ffentliche Dienst hat im Vergleich die h&ouml;chsten Krankenst&auml;nde in Deutschland. Sebastian Brandl und Bernhard Stelzl haben diverse Befunde analysiert, um die Ursachen dieses Zustands zu hinterfragen:<br>\nDie Besch&auml;ftigten des &Ouml;ffentlichen Dienstes (&Ouml;D) altern. Der durchschnittliche Bundesbesch&auml;ftigte ist seit dem Jahr 1993 um drei Jahre auf etwas &uuml;ber 45 Jahre im Jahr 2010 &auml;lter geworden&hellip;<br>\nDiese Alterung ist ein Ergebnis des Personalabbaus und der damit verbundenen restriktiven Einstellungspraxis&hellip;<br>\nVor dem skizzierten Hintergrund ist der Befund, dass sich die Besch&auml;ftigten im &Ouml;D h&ouml;her belastet f&uuml;hlen als diejenigen der Privatwirtschaft, ein Warnsignal&hellip;<br>\nPersonalmangel und &Uuml;berlastung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++b8a21582-8831-11e3-b035-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>K&uuml;ndigungsgrund Sohn &ndash; Mutter des M&uuml;nchner DKP-Chefs verliert Commerzbank-Konto<\/strong><br>\nSeltsam sei dieser Anruf gewesen, berichtet die Frau. Aber vielleicht war es ja auch nur ein bl&ouml;der Scherz, habe sie sich gedacht, damals im Dezember. Eine Mitarbeiterin der Commerzbank habe sie aufgefordert, die Vollmacht f&uuml;r ihr Konto zu &auml;ndern. Der Bank l&auml;gen n&auml;mlich Erkenntnisse &uuml;ber den Bevollm&auml;chtigten vor, weshalb man diese Vollmacht nicht aufrechterhalten k&ouml;nne.Pikant daran ist, dass der Bevollm&auml;chtigte der Sohn der Commerzbank-Kundin ist: Kerem Schamberger, 27. Und der ist Kommunist, Sprecher der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) in M&uuml;nchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/c5T38Y\/1800952\/Kuendigungsgrund-Sohn.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Linke: Die unsichtbare Oppositionsf&uuml;hrerin<\/strong><br>\nDass die Linkspartei ein Medienproblem hat, d&uuml;rfte den meisten Zuschauern schon l&auml;nger bewusst sein. In den vergangenen Tagen erschienen mehrere wissenschaftliche Beitr&auml;ge, die Hinweise darauf geben, wie gro&szlig; dieses Problem tats&auml;chlich ist. So wurde Die Linke bei den vergangenen Bundestagswahlen zwar drittst&auml;rkste Partei und im Ergebnis der Koalitionsverhandlungen zur Oppositionsf&uuml;hrerin. Dieser neue Status im Bundestag beeinflusst die mediale Wahrnehmung bisher jedoch nicht. Im Gegenteil: Seit den Wahlen treten zunehmend weniger Politiker der Linkspartei in den Nachrichten auf und auch in der gedruckten Presse kam Die Linke immer weniger vor.<br>\nAuf einen historischen Tiefststand fiel die Pr&auml;senz der Linken nach Angaben des K&ouml;lner Instituts f&uuml;r empirische Medienforschung (IFEM) im vergangenen Monat Dezember. In den wichtigsten Nachrichtensendungen von ARD, ZDF, RTL und SAT1 geh&ouml;rten gerade noch 2,6 Prozent der auftretenden Politiker der Linken an. Damit liegt die Partei abgeschlagen noch weit hinter parteilosen Mandatstr&auml;gern und nahe bei der Kategorie &ldquo;Sonstige&rdquo;, die sich Piraten, AfD und NPD teilen. Die Gr&uuml;nen, im Bundestag nur geringf&uuml;gig schw&auml;cher aufgestellt als Die Linke, erreichten in diesem Monat mit fast acht Prozent mehr als die dreifache Medienpr&auml;senz in den untersuchten Sendungen. &Auml;hnlich h&auml;ufig waren im Dezember auch Politiker der FDP zu Gast in den Nachrichten, obwohl die Partei weder im Bundestag noch in einer Landesregierung vertreten ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40847\/1.html?utm_content=buffer4e051&amp;utm_medium=social&amp;utm_source=twitter.com&amp;utm_campaign=buffer\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>S 21: Aktionsb&uuml;ndnis auf Schrumpfkurs<\/strong><br>\nDie Protestbewegung gegen Stuttgart 21 habe sich gespalten in Realisten hier und Unbelehrbare dort. W&auml;hrend die Gr&uuml;nen, knapp davongekommen, die Pl&auml;tze des &ouml;ffentlichen Protests verlassen, blieben nur noch Extremisten &uuml;brig. Der Austritt war sogar eine dpa-Meldung wert, und die Zeitung &ldquo;Die Welt&rdquo; fragte umgehend: &ldquo;Verl&auml;uft der Widerstand gegen das Bahnprojekt nun im Sande?&rdquo;&hellip;<br>\nNach eigenem Bekunden tendieren die vormals im Aktionsb&uuml;ndnis vereinten Gruppen in zwei Richtungen. Die einen wollen &ldquo;Facharbeit&rdquo; leisten, sich etwa in Genehmigungsverfahren einmischen oder auf den Artenschutz achten. Die anderen wollen weiterhin &ldquo;aktiven Widerstand&rdquo; leisten und ihren Protest in den &ouml;ffentlichen Raum tragen. W&auml;hrend Letztere davon &uuml;berzeugt sind, dass Stuttgart 21 an sich selbst zusammenbrechen werde, erheben Erstere keinen &ldquo;Anspruch mehr darauf, das Projekt zu stoppen&rdquo;, so Gerhard Pfeifer vom BUND gegen&uuml;ber Kontext.<br>\nSelbst nach dem Austritt der Gr&uuml;nen-nahen Vereinigungen besteht das Aktionsb&uuml;ndnis gegen Stuttgart 21 aus zehn Gruppen. Vertreten sind die aktiven Parksch&uuml;tzer, der Parksch&uuml;tzerrat, die &ldquo;Gewerkschafter gegen Stuttgart 21&rdquo;, die Gruppe &ldquo;SPDler gegen Stuttgart 21&rdquo;, die Schutzgemeinschaft Filder, die &ldquo;Architekten gegen Stuttgart 21&rdquo;, das Architekturforum von Roland Ostertag, die Gruppe &ldquo;B&uuml;rgerbahn statt B&ouml;rsenbahn&rdquo;, die Linkspartei und das W&auml;hlerb&uuml;ndnis S&Ouml;S. Die beiden Letzteren sind wiederum im Gemeinderat vertreten. Das ist immer noch ein breites B&uuml;ndnis. Auch die Zahl der Montagsdemonstranten war nach dem Austritt nicht geringer als vorher. Warum also pl&ouml;tzlich die gro&szlig;e mediale Aufmerksamkeit?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/pulsschlag\/148\/aktionsbuendnis-auf-schrumpfkurs-1999.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a> \n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch in dieser Woche wieder eine Reihe interessanter Beitr&auml;ge in Kontext:Wochenzeitung, u.a.: <\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>&bdquo;Erst schreien, wenn etwas geschafft ist&ldquo;: Was hat Fritz Kuhn (58) bisher geschafft? Nur den Fernsehturm geschlossen, meinen viele. Im Kontext-Gespr&auml;ch h&auml;lt der Stuttgarter Oberb&uuml;rgermeister dagegen. Er sei kein &ldquo;Marktschreier, der Seifen verkauft&rdquo;, betont der Gr&uuml;ne.<\/em><\/li>\n<li><em>Ehrenkodex der Bahn nichts wert? Mit der m&ouml;glichen Berufung von Ex-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) in den Vorstand verletzt die Deutsche Bahn den eigenen Ehrenkodex. Demnach sind &ldquo;Zuwendungen jeglicher Art&rdquo; an Politiker und Mandatstr&auml;ger strengstens untersagt. <\/em><\/li>\n<li><em>Der Unvollendete: Thomas Strobl will Winfried Kretschmann beerben. Er ist bald 40 Jahre in der CDU und auf der Karriereleiter bis in die Bundes-Spitze geklettert. Falls es bei der n&auml;chste Landtagswahl nicht zum CDU-Spitzenkandidaten reicht, hat  er das vor allem sich selber zuzuschreiben.<\/em><\/li>\n<li><em>Keine Milch mehr: Die Schwarzwaldmilch kennt jeder. Sie ist ein bisschen teurer, daf&uuml;r kommt sie aus dem Schwarzwald und der verspricht Idylle und saftige Wiesen. Jetzt geht der Schwarzwaldmilch die Milch aus.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Dar&uuml;ber hinaus startet Kontext eine neue Aktion: Kontext will wissen, wie Petitionen funktionieren, was sie tats&auml;chlich bringen und ob mit ihnen Recht, Gesetz oder auch nur Anstand durchzusetzen sind. Unser Redakteur J&uuml;rgen Lessat hat Petitionen an die Deutsche Bahn in Sachen Pofalla und an den Deutschen Bundestag wg. NSA-Bespitzelung ins Netz gestellt. Voller Wortlaut <a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/prellbock-fuer-pofalla-co-deutsche-bahn-ag-nicht-laenger-verschiebebahnhof-fuer-politiker\">hier<\/a>. <\/em><br>\n<em>Dazu&nbsp; stehen drei Texte in der aktuellen Ausgabe, die sich mit dem Thema Pofalla und Petitionen besch&auml;ftigen.<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/pulsschlag\/148\/prellbock-fuer-pofalla-co-1989.html\">Prellbock f&uuml;r Pofalla &amp; Co.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/pulsschlag\/148\/ehrenkodex-der-bahn-nichts-wert-1988.html\">Ehrenkodex der Bahn nichts wert?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/148\/petitionen-sind-keine-petitessen-mehr-1990.html\">Petitionen sind keine Petitessen mehr<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kontext:Wochenzeitung ab heute im Kiosk, am Samstag als Beilage  zur taz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wikipedia: Grenzenlose Exklusion?<\/strong><br>\nAlle k&ouml;nnen mitschreiben, aber immer weniger tun es. Angesichts der weltweit immer noch zunehmenden Zahl an InternetnutzerInnen und angesichts der weiterhin gro&szlig;en L&uuml;cken in den meisten Wikipedia-Versionen (auch denen von Sprachen mit sehr vielen SprecherInnen) ist diese Stagnation umso erkl&auml;rungsbed&uuml;rftiger. Vor allem aber f&uuml;hrt sie dazu, dass der vorhandene &bdquo;Bias&ldquo; im Wikipedia-Wissen auch nicht von neuen EditorInnen verringert wird. Wikipedia-Wissen bleibt deshalb wei&szlig;, westlich und m&auml;nnlich.<br>\nDiesem Befund steht eine zunehmende Bedeutung der Wikipedia als Wissensressource gegen&uuml;ber. Unternehmen und PolitikerInnen sind h&auml;ufig ungl&uuml;cklich, wenn sie noch &uuml;ber<br>\nkeinen Wikipedia-Eintrag verf&uuml;gen, oder sie versuchen bestehende Eintr&auml;ge zu sch&ouml;nen.<br>\nHistorisch betrachtet ist die Herstellung von Wissen immer schon Ergebnis von Aushandlungs- und Legitimationsprozessen gewesen. Das technologische Potenzial, diesen Aushandlungsprozess nicht nur transparent, sondern auch inklusiver zu gestalten, wird jedoch bislang auch von der Wikipedia nicht eingel&ouml;st. Weite Teile der Bev&ouml;lkerung nehmen trotz technologischer und rechtlicher Offenheit an dieser kollektiven Wissensherstellung und<br>\n-archivierung nicht teil. Paradoxerweise wird so aus der Inklusionsutopie einer grenzenlosen Enzyklop&auml;die, die jeder &auml;ndern kann, ein Untersuchungsobjekt f&uuml;r Exklusionsdynamiken&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/akademie\/10463.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung, Gespr&auml;chskreis Junge Soziale Demokratie [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>GEW: Privatisierungsreport 15: Propaganda und Produktwerbung<\/strong><br>\nDer neue Privatisierungsreport beleuchtet auch die Interessen und Strategien von Unternehmen und Wirtschaftsverb&auml;nden bei der Verteilung von Unterrichtsmaterial. Diese liegen teilweise in schlichter Werbung, gehen aber mitunter weit dar&uuml;ber hinaus. Ein gesondertes Kapitel widmet sich den Akteuren und ihren Netzwerken. Und schlie&szlig;lich kommen die Kritiker dieser Entwicklung zu Wort: Wissenschaftler, Verb&auml;nde, Verbrauchersch&uuml;tzer und nicht zuletzt die GEW. Wir freuen uns, wenn die Kolleginnen und Kollegen durch die Brosch&uuml;re ermuntert werden, genauer hinzuschauen: Von wem stammen die Materialien? Wer bezahlt sie? Und welche Interessen stecken &ndash; offen oder verdeckt &ndash; dahinter?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary109439\/PrivaReport_15_web.pdf\">GEW [PDF &ndash; 689 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Baf&ouml;G<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>BAf&ouml;G-Bericht der Bundesregierung verkauft &ldquo;weniger&rdquo; als &ldquo;mehr&rdquo;<\/strong><br>\nDer freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) e.V. fordert die Bundesregierung anl&auml;sslich des heutigen BAf&ouml;G-Berichts auf, das BAf&ouml;G umfassend zu reformieren und an die wirkliche Lebensrealit&auml;t der Studierenden anzupassen.<br>\nKatharina Mahrt, Vorstandsmitglied im fzs, kritisiert: &ldquo;Die Bundesregierung rechnet sich im Bericht ihre Zahlen sch&ouml;n und legt keine Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine umfassende Reform vor. Tats&auml;chlich bekommen nur 18,7 Prozent aller Studierenden Leistungen nach dem BAf&ouml;G, weil ein Drittel der Studierenden bei der Berechnung ignoriert wird. Eine strukturelle Anpassung ist notwendig, um mehr Studierenden eine F&ouml;rderberechtigung zu gew&auml;hren. Dies gilt ebenso f&uuml;r die H&ouml;he der F&ouml;rders&auml;tze: Studierende sind mit Hauptausgaben f&uuml;r Miete und Lebensmittel von Preissteigerungen &uuml;berdurchschnittlich stark betroffen. Der Anteil f&uuml;r Wohnen liegt mit 224 Euro ganze 74 Euro unter den wirklichen durchschnittlichen Mietkosten der Studierenden. Wir brauchen deshalb eine Erh&ouml;hung der F&ouml;rders&auml;tze um mindestens 100 Euro und fordern eine grundlegende Reform des BAf&ouml;G hin zu einem eltern-, alters-und herkunftsunabh&auml;ngigen Vollzuschuss. Ebenso ist eine Anpassung an das BA\/MA-System &uuml;berf&auml;llig. Es ist nicht nachvollziehbar, dass dies nach 15 Jahren des Bologna-Prozesses noch immer nicht geschehen ist.&rdquo;<br>\nDer 20. Baf&ouml;G-Bericht enth&auml;lt eine Gef&ouml;rdertenquote von 28 %. Tats&auml;chlich wurden 2012 aber nicht 28 %, sondern nur 18,7 % der Studierenden gef&ouml;rdert. Dies ergibt sich aus dem Verh&auml;ltnis aller Studierenden zu allen Gef&ouml;rderten. Die Bundesregierung rechnet jene Studierenden nicht mit, die laut Gesetz dem Grunde nach nicht f&ouml;rderberechtigt sind. Dies sind Studierenden, die zum Beispiel die Altersgrenze &uuml;berschritten haben oder sich nicht mehr in der Regelstudienzeit befinden.<br>\nJan Cloppenburg, ebenfalls Vorstandsmitglied im fzs, erg&auml;nzt: &ldquo;Das BAf&ouml;G muss die individuelle Lebens- und Ausbildungssituation der Studierenden ber&uuml;cksichtigen. Der Empf&auml;nger*innenkreis muss deutlich erh&ouml;ht werden, damit mehr Menschen ein Studium m&ouml;glich ist. Die Bundesregierung k&uuml;ndigt nichts an, was nicht sowieso unumg&auml;nglich ist. Wenn weiter nichts passiert, ist das BAf&ouml;G kein Breitenf&ouml;rderungsinstrument mehr. Wir brauchen eine regelm&auml;&szlig;ige, gesetzlich verankerte Anpassung und wir brauchen mehr BAf&ouml;G f&uuml;r mehr Studierende.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/show\/314791.html\">freier Zusammenschluss von StudentInnenschaften fzs<\/a><\/li>\n<li><strong>BAf&ouml;G-Reform ist &uuml;berf&auml;llig<\/strong><br>\nZum 20. BAf&ouml;G-Bericht, der voraussichtlich heute vom Bundeskabinett beschlossen wird, erkl&auml;rte Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, am Mittwoch in Berlin:<br>\n&bdquo;Eine BAf&ouml;G-Reform ist l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig. Das BAf&ouml;G droht auszutrocknen, wenn die Bedarfs&auml;tze und Freibetr&auml;ge nicht schnell um jeweils mindestens zehn Prozent erh&ouml;ht werden. Seit genau vier Jahren mussten die Studierenden trotz steigender Preise vier Nullrunden beim BAf&ouml;G hinnehmen. Die Bundesregierung darf die Studierenden aus armen Elternh&auml;usern nicht l&auml;nger im Regen stehen lassen.<br>\nDas BAf&ouml;G als Herzst&uuml;ck der staatlichen Studienfinanzierung braucht neben h&ouml;heren S&auml;tzen auch eine Strukturreform, um die F&ouml;rderung an die ver&auml;nderten Lebenswirklichkeiten der Studierenden anzupassen. Wer einen Bachelor ablegt, dann arbeitet, um einige Jahre sp&auml;ter einen Master an der Hochschule zu machen, kommt heute kaum zum Zuge. Mehr als 20 Prozent der Studierenden studieren de facto in Teilzeit &ndash; in Vollzeitstudieng&auml;ngen. Sie erziehen Kinder, pflegen Angeh&ouml;rige oder sind nebenbei noch berufst&auml;tig. Die Studienf&ouml;rderung muss solche Lebens- und Studienbedingungen ber&uuml;cksichtigten. Deshalb sind Reformen dringend notwendig. Ein Teilzeitstudium muss f&ouml;rderf&auml;hig sein.<br>\nDas BAf&ouml;G muss zudem Bologna-tauglich gemacht werden. Mehr als zehn Jahre nach dem Beginn der gro&szlig;en Studienreform ist beim &Uuml;bergang vom Bachelor zum Master noch immer keine kontinuierliche F&ouml;rderung gesichert. Und: Damit die Studienf&ouml;rderung dem Anspruch des lebenslangen Lernens gerecht wird, muss die Altersgrenze von 30 Jahren bei Studienbeginn und 35 Jahren bei einem Master-Studium ersatzlos gestrichen werden. So k&ouml;nnen auch Menschen, die neben dem Beruf studieren wollen, noch gef&ouml;rdert werden.<br>\nDamit gerade junge Menschen aus &auml;rmeren Familien nach dem Studium nicht mit einem Schuldenberg in den Beruf starten, sollten Bund und L&auml;nder den Darlehensteil senken. Bisher zahlt der Staat die F&ouml;rderung je zur H&auml;lfte als Zuschuss beziehungsweise als zinsloses Darlehen. Grunds&auml;tzlich sollte das BAf&ouml;G wie in den 1970er Jahren in einen Vollzuschuss umgewandelt werden.<br>\nEine BAf&ouml;G-Reform gibt es nicht zum Nulltarif. Bund und L&auml;nder werden f&uuml;r ein besseres BAf&ouml;G bis 2017 insgesamt mindestens 1,5 Milliarden Euro investieren m&uuml;ssen. Um einen Beitrag zur Finanzierung der BAf&ouml;G-Reform zu leisten, sollte die Bundesregierung das bildungspolitisch nutzlose Deutschland-Stipendium auslaufen lassen.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++dade60ea-88b5-11e3-8bf4-52540023ef1a\">DGB<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bmbf.de\/de\/892.php\">20. BAf&ouml;G-Bericht zum Download<\/a><\/li>\n<li><strong>GEW: &bdquo;BAf&ouml;G um zehn Prozent rauf &ndash; und zwar schnell!&ldquo;<\/strong><br>\nBildungsgewerkschaft zum BAf&ouml;G-Bericht der Bundesregierung<br>\nFrankfurt a.M.\/Berlin &ndash; Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert, die&nbsp; Leistungen nach dem Bundesausbildungsf&ouml;rderungsgesetz (BAf&ouml;G) rasch zu erh&ouml;hen. &bdquo;Die Zahl der Studierenden, die BAf&ouml;G bekommen, sinkt &ndash; 2012 waren es gerade einmal 18,7 Prozent. DieBAf&ouml;G-Empf&auml;nger erhalten im Durchschnitt nur 448 Euro. Mit anderen Worten: Zu wenige Studierende erhalten zu wenig BAf&ouml;G. Es ist h&ouml;chste Zeit f&uuml;r eine schnelle, sp&uuml;rbare BAf&ouml;G-Erh&ouml;hung: Freibetr&auml;ge und Bedarfss&auml;tze m&uuml;ssen um mindestens zehn Prozent angehoben werden&ldquo;, betonte der stellvertretende GEW-Vorsitzende und Hochschulexperte, Andreas Keller, am Mittwoch mit Blick auf die Beratung des BAf&ouml;G-Berichts der Bundesregierung im Bundeskabinett.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/GEW_BAfoeG_um_zehn_Prozent_rauf_und_zwar_schnell.html\">GEW<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Armes Amerika<\/strong><br>\nDie USA sind nach wie vor das reichste Land mit der gr&ouml;ssten Volkswirtschaft. Rund ein Viertel aller G&uuml;ter und Dienstleistungen weltweit werden von amerikanischen Konsumenten in Anspruch genommen. Gleichzeitig tragen die USA aber zunehmend Z&uuml;ge eines Drittweltlands. 15 Prozent der Bev&ouml;lkerung &ndash; rund 50 Millionen Menschen, 13 Millionen von ihnen Kinder &ndash; leben an der Armutsgrenze und sind auf die karge Sozialhilfe angewiesen. Diese kommt meist in Form von Food Stamps daher: Lebensmittelmarken. Die Arbeitslosenunterst&uuml;tzung wird laufend gek&uuml;rzt. Rund 1,3 Millionen Arbeitslose sind Ende 2013 ausgesteuert worden, etwa 1 Million wird es Mitte 2014 treffen. Obwohl die Wirtschaft wieder w&auml;chst, verharrt die Arbeitslosigkeit bei 7 Prozent. Ein Grossteil des amerikanischen Mittelstands verdient heute weniger als vor der grossen Krise 2008. Wer seinen Lebensunterhalt in einem Fast-Food-Restaurant oder hinter einer Warenhauskasse verdient, hat gr&ouml;sste M&uuml;he, sich finanziell &uuml;ber Wasser zu halten. Inflationsbereinigt sind die L&ouml;hne dieser Angestellten seit den 70er-Jahren um rund ein Drittel gefallen. Auch immer mehr von ihnen greifen &ndash; trotz einer festen Arbeit &ndash; auf Food Stamps und Medicaid zur&uuml;ck, um ihren Familien einen minimalen Standard zu sichern. Selbst ein kr&auml;ftiger Wirtschaftsaufschwung d&uuml;rfte an diesen Zust&auml;nden wenig &auml;ndern. &laquo;Auch wenn die Rezession vorbei ist, werden die guten Mittelstandsjobs nicht zur&uuml;ckkehren&raquo;, konstatiert der &Ouml;konom Tyler Cowen in seinem aktuellen Kultbuch &laquo;Average Is Over&raquo; (Mittelmass ist vorbei). Cowen ist alles andere als ein linker Aktivist, er bezeichnet sich selbst als Konservativer und Marktliberaler. Trotzdem beschreibt er die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt schonungslos. &laquo;Wahrscheinlich werden Zonen entstehen, die Mexiko oder Brasilien gleichen, allerdings mit mehr technischen Spielzeugen und mit mehr Sicherheit&raquo;, mutmasst Cowen. &Uuml;berspitzt ausgedr&uuml;ckt: Die USA werden eine moderne Aristokratie mit einem neuen Geldadel; und die k&uuml;nftige Marie Antoinette wird auf die Forderung nach mehr Brot nicht mehr antworten, &laquo;dann esst halt Kuchen&raquo;, sondern: &laquo;Lasst sie Internet schauen.&raquo; Wird der amerikanische Mittelstand seinen Niedergang kampflos hinnehmen? Ohne Aufst&auml;nde oder gar eine Revolution? Cowen winkt ab: &laquo;Ich erwarte eine Gesellschaft, die konservativer sein wird, insbesondere politisch.&raquo; Aufruhr wie in den 60er-Jahren sei unwahrscheinlich. Stattdessen w&uuml;rden sich die Menschen vermehrt wieder auf lokale Gemeinschaften zur&uuml;ckziehen und auf diesem Weg versuchen, sich vor wirtschaftlicher Unsicherheit zu sch&uuml;tzen. &laquo;Wir werden zusehen, wie die Einkommen vieler Arbeitnehmer weiter sinken werden und eine neue Unterschicht entsteht&raquo;, sagt Cowen. &laquo;Wir k&ouml;nnen diesen Prozess schlicht nicht stoppen. Und trotzdem wird es eine seltsam friedliche Zeit werden, mit einer &auml;lter werdenden Bev&ouml;lkerung und viel billigem Vergn&uuml;gen.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/amerika\/Armes-Amerika\/story\/14963093\">Tages-Anzeiger<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Cowen d&uuml;rfte wohl recht behalten. Die USA eignen sich nicht f&uuml;r eine Revolution. Denn die US-Plutokratie lebt anscheinend von der Vorstellung, dass Reichtum den begnadeten Menschen auszeichnet. Jeder, der sich nur gen&uuml;gend bem&uuml;ht, kann diesen Gnadenstand erfahren. Genauso wie Lloyd Blankfein, Chief Executive Officer (CEO ) und Pr&auml;sident von Goldman Sachs 2009 in einem Interview voller &Uuml;berzeugung meinte, seine Firma &bdquo;is doing God&rsquo; s work&rdquo;, sich also in der &ldquo;Gnadengewissheit&rdquo; Gottes sieht, hat sich derjenige, der bettelarm bleibt, nicht gen&uuml;gend um die Gnadengewissheit bem&uuml;ht.<br>\nDen USA fehlt die europ&auml;ische Urerfahrung, das Abtrennen eines Kopfes von Gottes Gnaden vom Rumpfe, das Bewusstsein, dass es einen adligen Stand gibt, der &ldquo;sich nicht in die Gesellschaftsorganisation einf&uuml;gt; da&szlig; er wohl eine Last f&uuml;r die Nation sein kann, nicht aber einen Teil von ihr zu bilden vermag&rdquo; (Abb&eacute; Siey&egrave;s 1789). In der &Uuml;berwindung, einen gesalbten Kopf abzuschlagen, liegt die zentrale Bem&uuml;hung der Franz&ouml;sischen Revolution, die bestehende gesellschaftliche Ordnung nicht als eine g&ouml;ttliche Ordnung, sondern von Menschen gemachte, menschlichen Interessen dienende Ordnung zu sehen. Es k&ouml;nnte dem amerikanischen Volk nicht schaden, sich davon zu l&ouml;sen, seine Plutokraten als begnadete Reiche zu bewundern, sondern sich der europ&auml;ischen Tugenden von 1793 zu besinnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Katar: WM der Sklaven<\/strong><br>\nVor gut drei Jahren erhielt Katar den Zuschlag f&uuml;r die Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft 2022, und der Botschafter des Emirats in Deutschland sprach aus, welche Bedeutung es habe, dass ein solches Ereignis zum ersten Mal dieser Gegend anvertraut wird. Es zeige &ldquo;die &Ouml;ffnung der Kultur und der Gesellschaft Katars f&uuml;r die Welt&rdquo;. Wenn man die Berichte von den Baustellen des Landes h&ouml;rt, kommt man an der Feststellung kaum vorbei: Nichts liegt den Herrschern dieses Landes ferner als dies. Ja, sie spielen Fu&szlig;ball nach denselben Regeln wie &uuml;berall auf der Welt: zwei Tore, 22 Spieler, zweimal 45 Minuten. Ja, sie werden bestimmt jedem Besucher ein Visum geben. Aber sie lassen ihre Pl&auml;tze und ihre Stadien offenbar auf dieselbe brutale Art und Weise bauen, in der auch ihre Stra&szlig;en, Flugh&auml;fen und Einkaufszentren errichtet werden. Schon vor einigen Monaten wurde bekannt, dass allein im Juli und August des vergangenen Jahres 44 Arbeiter aus Nepal in Katar zu Tode gekommen sind. Nun berichtet die englische Tageszeitung The Guardian unwidersprochen, dass dies bei Weitem nicht alle Toten sind: 382, nur aus Nepal, nur in den beiden vergangenen Jahren.<br>\nAber auch wer den Job dort &uuml;berlebt, ist Arbeitsbedingungen ausgesetzt, die im Wortsinne menschenverachtend sind. Katar ist nach Luxemburg das reichste Land der Welt, aber ein Arbeiter aus Nepal darf dort nur mit 300 Euro im Monat rechnen. Damit er diese Arbeit bekommt, muss er zudem 1000 Euro Vermittlungsgeb&uuml;hr zahlen, er wird morgens um halb f&uuml;nf zur Arbeit abgeholt und abends um sieben zur&uuml;ckgebracht &ndash; in ein Zimmer, das er sich mitunter mit 25 Mann teilt. Der Lohn wird mal ausgezahlt, mal nicht; und schlie&szlig;lich gibt es das &ldquo;Kafala&rdquo;-System, das Arbeitgebern die Verf&uuml;gungsgewalt &uuml;ber die P&auml;sse ihrer Untergebenen sichert. Womit Letztere zu nichts anderem als zu Zwangsarbeitern werden. &ldquo;Sklaven&auml;hnlich gehaltene Wanderarbeiter&rdquo; hat Michael Sommer, der deutsche Pr&auml;sident des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB), dazu gesagt. Manchmal &uuml;bertreiben Gewerkschafter ja. In dem Fall ist es eine pr&auml;zise Formulierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/stadionbau-in-katar-wm-der-sklaven-1.1873471\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ohne die Zust&auml;nde rund um das russische Prestigeobjekt Sotschi besch&ouml;nigen zu wollen, dr&auml;ngt sich einem schon die Frage auf, warum &uuml;ber Sotschi fast jeden Tag kritisch berichtet wird und &uuml;ber Katar so selten. Dabei muss man davon ausgehen, dass die Menschrechtsverletzungen &ndash; zumindest nach meinem Kenntnisstand &ndash; in Katar weitaus gravierender ausfallen. &ndash; &Uuml;brigens, in Katar wird eine homosexuelle Handlung&nbsp; nach dem Gesetz mit bis zu f&uuml;nf Jahren Gef&auml;ngnis bestraft &ndash; auch gegen&uuml;ber Ausl&auml;ndern. Ein US-Amerikaner erhielt 1996 sechs Monate Haft und 90 Peitschenhiebe. Ach ja, auch Heteros sollten aufpassen: H&auml;ndchenhalten in der &Ouml;ffentlichkeit&nbsp; ist auch verboten (Reise- und Sicherheitshinweise des AA).<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-20527","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20527","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20527"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20527\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20532,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20527\/revisions\/20532"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20527"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20527"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20527"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}