{"id":20557,"date":"2014-02-03T09:08:13","date_gmt":"2014-02-03T08:08:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557"},"modified":"2015-11-09T14:18:08","modified_gmt":"2015-11-09T13:18:08","slug":"hinweise-des-tages-2057","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557#h01\">Gaucks Rede auf der MSC<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557#h02\">Putin-Berater ruft zur Niederschlagung der ukrainischen Proteste auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557#h03\">Dirk Hirschel &ndash; Die d&uuml;rren Jahre sind vorbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557#h04\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557#h05\">Wirtschaftsmacht Deutschland: Studie entzaubert Hartz-Mythos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557#h06\">Selbstanzeige: Alice Schwarzer beichtet Schweizer Steuergeheimnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557#h07\">Kurswechsel der US-Notenbank und die Schwellenl&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557#h08\">Steigender Wohlstand f&uuml;r wen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557#h09\">Arbeitslosigkeit sinkt &ndash; aber bemerkenswert ist nur die Ideologie der Bundesagentur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557#h10\">&raquo;Armutsimport&laquo;: Wer betr&uuml;gt hier wen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557#h11\">Schavan soll deutsche Botschafterin im Vatikan werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557#h12\">ADAC in der Krise &ndash; Akt der Selbstzerst&ouml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557#h13\">Paul Krugman &ndash;  &Uuml;ber die N&ouml;te der T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557#h14\">SPD-Politiker f&uuml;r &raquo;progressiv-linkes Reformb&uuml;ndnis&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557#h15\">George Lakoff: &lsquo;Conservatives don&rsquo;t follow the polls, they want to change them &hellip; Liberals do everything wrong&rsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557#h16\">Durch die Nacht mit G&uuml;nter Wallraff und Daniel Domscheit-Berg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557#h17\">Willy Brandt und die Sozialdemokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557#h18\">Warnung vor einer &ldquo;Kristallnacht&rdquo; f&uuml;r die reichen 1 Prozent<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20557&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gaucks Rede auf der MSC<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gauck predigt gegen &ldquo;Dr&uuml;ckebergerei&rdquo;<\/strong><br>\nDer Bundespr&auml;sident ermuntert Deutschland, Weltmachtpolitik zu betreiben<br>\nDie Kanzel war geschickt gew&auml;hlt: Vor globaler Politikprominenz sprach Joachim Gauck zur Er&ouml;ffnung des &ldquo;wehrkundlichen&rdquo; Events in M&uuml;nchen, und er nutzte die Gelegenheit, um seine Richtlinien f&uuml;r eine deutsche Geopolitik zu verk&uuml;nden, die milit&auml;rischen Einsatz nicht scheuen soll.<br>\n&ldquo;Endlich spricht er Tacheles&rdquo;, kommentierte in der &ldquo;Welt&rdquo; Michael St&uuml;rmer, der als Historiker und Politikberater immer zur Stelle ist, wenn es deutsches Selbstbewusstsein zu kr&auml;ftigen gilt. (&hellip;)<br>\nEs leuchtet ein, dass da gelegentlich milit&auml;risch nachgeholfen werden muss, denn mitunter gibt es Territorien auf der Welt, in denen die Bef&uuml;rchtung aufkommt, bei solchem Handel und Tausch k&ouml;nnten sich dann Gewinner und Verlierer herausbilden.<br>\nDer Bundeswehreinsatz in Afghanistan? Da ist Gauck ganz glaubensfest: Der war &ldquo;notwendig&rdquo;, sagt er, mehr nicht. Kein Wort &uuml;ber die Motive und Folgen dieses milit&auml;rischen Zugriffs, nichts dar&uuml;ber, welche N&ouml;te denn dort gewendet wurden.<br>\nWo geopolitisch gehobelt wird, da fliegen Sp&auml;ne &ndash; so lie&szlig;e sich das gedankliche Muster dieser Politik &ldquo;globaler Verantwortung&rdquo; formulieren. Freilich nicht in einer bundespr&auml;sidialen Predigt, so unverbl&uuml;mt kann da nicht gesprochen werden. Redete Gauck &ldquo;Tacheles&rdquo;? Das schon, aber f&uuml;r Kenner. Und die anwesenden Sponsoren der &ldquo;Sicherheits&rdquo;-Konferenz aus der R&uuml;stungsbranche werden den Bundespr&auml;sidenten verstanden haben, ganz wertebasiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40902\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Wort und Tat<\/strong><br>\nEndlich wird Deutschland erwachsen, so die hoffnungsvolle Reaktion, endlich ist Berlin bereit, die Verantwortung zu &uuml;bernehmen, die seinem Gewicht in der Welt entspricht. Und endlich hat der Bundespr&auml;sident das Thema seiner Amtszeit gefunden. Die gro&szlig;e Ruck-Rede des Pr&auml;sidenten &ndash; &ldquo;fr&uuml;her, entschiedener, substantieller&rdquo; &ndash; wurde gar in die N&auml;he von Weizs&auml;ckers ber&uuml;hmter Rede von 1987 ger&uuml;ckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/sicherheitskonferenz-deutschland-muss-engagement-beweisen-a-950611.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.R.:<\/strong> Der Spiegel-Artikel ist nur einer in einer ganzen Reihe, die bramarbasierend von der deutschen Verantwortung in der Welt schwadronieren und dabei doch nichts anderes als Krieg meinen. Aber das uns&auml;gliche Gauck-Geschw&auml;tz mit der historisch bedeutsamen Rede Weizs&auml;ckers gleichzusetzen ist unentschuldbar. Wie geschichtsvergessen und intellektuell unterbelichtet muss eine Journalistin sein, die so ein Machwerk produziert.<\/em><br>\n<em>Diese Kampagne von Medien, Bundespr&auml;sident und f&uuml;hrenden Regierungsvertretern ben&ouml;tigen diesmal fast gar nicht die &ndash; sonst so aufschluss- und hilfreiche &ndash; Analyse der NachDenkSeiten, so offensichtlich kommt sie daher.<\/em><br>\n<em>Grundgesetz und V&ouml;lkerrecht werden von unseren Eliten ignoriert, w&auml;hrend das &ldquo;gemeine&rdquo; Volk noch einen guten Kompass hat, was in dieser Frage richtig oder falsch ist. Zumindest sind die Kommentare unter zahlreichen Artikeln dieser Schlagrichtung sehr eindeutig. Aber wer kann diesen gef&auml;hrlichen Geisterfahrern kontra geben? Ich f&uuml;hle mich mittlerweile hilflos.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Freiheit Deutschlands in der Sahelzone verteidigen?<\/strong><br>\nIn Frankreich spricht der Chef des Generalstabes von einem Krieg, der im S&uuml;den Libyens n&ouml;tig sein k&ouml;nnte. In Deutschland mahnen der Au&szlig;enminister und die Verteidigungsministerin zu &ldquo;mehr Verantwortung&rdquo; und meinen Milit&auml;reins&auml;tze in Afrika<br>\nGeht es nach dem aktuellen ARD-DeutschlandTrend, so ist die Haltung der Bev&ouml;lkerung mehrheitlich deutlich gegen eine Politik ausgerichtet, die mehr Bundeswehr-Auslandseins&auml;tze fordert. 61 Prozent der Befragten sprachen sich demnach gegen einen Ausbau solcher Eins&auml;tze in internationalen Krisengebieten aus. Nur 30 Prozent, so die Umfrage, w&uuml;rden das &ldquo;Vorhaben&rdquo; der Verteidigungsministerin von der Leyen bef&uuml;rworten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40890\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>So viel Geld steckt in der Sicherheitskonferenz<\/strong><br>\nAls &ldquo;unabh&auml;ngiges Forum&rdquo; sieht sich die M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz. Das ist nur ein Teil der Wahrheit. Tats&auml;chlich wird sie mit viel Geld unterst&uuml;tzt. Von der Bundesregierung &ndash; und der R&uuml;stungsindustrie.<br>\nWenn an diesem Freitag die M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz beginnt, wird sich deren Chef Wolfgang Ischinger bei der Bundesregierung bedanken. Er hat dazu einigen Grund. Ohne die Regierung g&auml;be es n&auml;mlich die Konferenz nicht, die am Wochenende zum 50. Mal die bayerische Landeshauptstadt in Schach halten wird.<br>\nDie Konferenz stellt sich selbst als unabh&auml;ngig dar. Aber das stimmt wohl nur zum Teil. Denn die Konferenz selbst, die als &ldquo;Stiftung M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz (gemeinn&uuml;tzige) GmbH&rdquo; fimiert, profitiert ma&szlig;geblich vom Geld der Bundesregierung.<br>\nEine Million Euro etwa. Soviel l&auml;sst sich der Bund die Konferenz kosten, deren Chef Ischinger seit 2008 ist. 350.000 Euro werden vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung &uuml;berwiesen &ndash; ein Drittel der Kosten der Veranstaltung (ohne Personal), die von der Regierung mit etwa 1,1 Millionen beziffert werden. Das sei Teil der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit, schreibt die Bundesregierung in der Antwort auf eine kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Ulla Jelpke. Die Antwort vom 28. Januar liegt SZ.de vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundesregierung-als-unterstuetzer-so-viel-geld-steckt-in-der-sicherheitskonferenz-1.1876367\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Bei dieser Stiftung -aber z.B. auch bei der Bertelsmann Stiftung &ndash; stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Gemeinn&uuml;tzigkeit. N&uuml;tzt diese Konferenz der Gemeinschaft oder der R&uuml;stungs- und Sicherheitsindustrie?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Putin-Berater ruft zur Niederschlagung der ukrainischen Proteste auf<\/strong><br>\nEin Vertrauter des russischen Pr&auml;sidenten fordert harte Schritte gegen die Demonstranten in Kiew. Um das Chaos im Land zu beenden, m&uuml;sse die Rebellion vernichtet werden.<br>\nDer Druck auf den ukrainischen Pr&auml;sidenten Viktor Janukowitsch nimmt zu. Ein Berater von Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin hat Janukowitsch indirekt zur Niederschlagung der Proteste in seinem Land aufgefordert. &ldquo;Entweder er verteidigt den ukrainischen Staat und vernichtet die Rebellion, die von Kr&auml;ften aus der Finanzwelt und aus dem Ausland provoziert wird. Oder er riskiert den Machtverlust, zunehmendes Chaos und einen internen Konflikt, aus dem kein Ausweg zu sehen ist&rdquo;, sagte Putins Wirtschaftsberater Sergej Glasjew in einem Interview mit dem Firmenmagazin des Energieriesen Gazprom.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2014-01\/ukraine-proteste-putin-berater-glasjew\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB.:<\/strong> Die korrekte &Uuml;bersetzung der Passage, auf die die ZEIT sich bezieht, lautet: &bdquo;Entweder er verteidigt das ukrainische Staatswesen und unterdr&uuml;ckt die Rebellion, die von ausl&auml;ndischen Kr&auml;ften finanziert und provoziert wird, oder er riskiert den Machtverlust, und dann erwartet die Ukraine das zunehmende Chaos und ein interner Konflikt, aus dem kein Ausweg zu sehen ist.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Zwischen dem &bdquo;Unterdr&uuml;cken einer Rebellion (Glasjew) und der &bdquo;Vernichtung einer Rebellion (ZEIT) besteht ein gro&szlig;er Unterschied. Da stellt sich nat&uuml;rlich die Frage, ob die ZEIT niemanden hat, der die russische Sprache ausreichend beherrscht, um einen Artikel korrekt zu &uuml;bersetzen, oder ob sie die Passage vors&auml;tzlich falsch &uuml;bersetzt hat, um eine &bdquo;sch&ouml;ne&ldquo; Schlagzeile zu produzieren? Im ersten Fall dies ein Armutszeugnis f&uuml;r die selbsternannte Qualit&auml;tszeitung &bdquo;ZEIT&ldquo;, im letzteren Fall ein Armutszeugnis f&uuml;r die gesamte deutsche Presselandschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Dirk Hirschel &ndash; Die d&uuml;rren Jahre sind vorbei<\/strong><br>\nKaum arbeitet die gro&szlig;e Koalition, setzt es schon Pr&uuml;gel. Die Rentenpl&auml;ne werden von allen Seiten heftig kritisiert. Die Sozialverb&auml;nde klagen, dass das Rentenpaket der roten Arbeitsministerin nicht vor Altersarmut sch&uuml;tzt und ungerecht finanziert ist. Die Arbeitgeberverb&auml;nde und die &ouml;konomische Zunft verunglimpfen die Rente mit 63 und die sogenannte M&uuml;tterrente als unsinnige milliardenschwere Geschenke. Ungerecht gegen&uuml;ber der jungen Generation, die angeblich allein die Zeche zahlt. Und wirtschaftlich sch&auml;dlich, da sp&auml;ter steigende Beitr&auml;ge und Steuern angeblich Jobs kosten. Die Motive der Kritiker k&ouml;nnten nicht unterschiedlicher sein. Die Sozialverb&auml;nde ringen um eine armutsfeste und lebensstandardsichernde gesetzliche Rente. BDI, BDA und ihre wissenschaftlichen Mietm&auml;uler wollen hingegen verhindern, dass die Rentenk&uuml;rzungen des letzten Jahrzehnts korrigiert werden. [&hellip;]<br>\nDie Politik verkaufte die Rentenk&uuml;rzungen als alternativlos. Wider besseres Wissen wurde der demografische Wandel dramatisiert. Dabei liegen die gr&ouml;&szlig;ten Verschiebungen der Altersstruktur l&auml;ngst hinter uns: Der Altersquotient stieg zwischen 1900 und 1960 st&auml;rker als in den nachfolgenden 60 Jahren.<br>\nDoch damit nicht genug. Ein l&auml;ngeres Leben und weniger Kinder machen die Rente nicht unbezahlbar. Ob die demografische Belastung tragbar ist, h&auml;ngt wesentlich von der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit einer Volkswirtschaft ab. Dieser grundlegende &ouml;konomische Zusammenhang wird von den meisten &bdquo;Rentenexperten&ldquo; systematisch ausgeblendet. Wenn die Produktivit&auml;t je Besch&auml;ftigten nur um ein Prozent j&auml;hrlich wachsen w&uuml;rde, w&auml;re das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf im Jahr 2060 um ein Drittel gr&ouml;&szlig;er als heute. Damit h&auml;tte der Produktivit&auml;tszuwachs den gesch&auml;tzten R&uuml;ckgang der arbeitenden Bev&ouml;lkerung wettgemacht. Produktivit&auml;t schl&auml;gt Demografie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/geastbeitrag-die-duerren-jahre-sind-vorbei,1472602,26044384.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die App f&uuml;r Diktatoren<\/strong><br>\nEin Handyprogramm, das den Sicherheitsbeh&ouml;rden meldet, wo sich Menschen versammeln: Was Google gerade zum Patent anmeldet, klingt wie von Potentaten ersonnen.<br>\nWie w&auml;re das: Auf der Demo kurz das Handy in die H&ouml;he gereckt und ein Video aufgenommen, schon werden die Sicherheitsbeh&ouml;rden alarmiert. Die k&ouml;nnten dann auch gleich Zugriff auf den Datenspeicher haben, in den die Videos und vielleicht auch Fotos automatisch hochgeladen wurden. Nicht nur die eigenen, sondern die aller anderen Smartphone-Fotografierer drum herum gleich mit. Doch keine Sorge, die Leute von &ndash; sagen wir mal &ndash; der NSA oder des wei&szlig;russischen Autokraten Lukaschenka bek&auml;men keine in trauter Zweisamkeit gedrehten Videos zu Gesicht. Das kleine Programm auf dem Mobiltelefon w&uuml;rde nur anspringen, wenn viele Menschen gleichzeitig ihre Handykameras z&uuml;cken. Und w&auml;hrend drau&szlig;en schon Polizeieinheiten in die Wagen spr&auml;ngen, liefe im Rechenzentrum der Beh&ouml;rden l&auml;ngst die Gesichtserkennungssoftware &uuml;ber das reiche Datenmaterial.<br>\nViele Handyvideos vom selben Ort, dann gibt es Alarm<br>\nWas nach &Uuml;berwachungsparanoia oder Schurkenstaat-Thriller klingt, ist nur eine m&ouml;gliche k&uuml;nftige Anwendung f&uuml;r ein Programm, das Google gerade zum Patent angemeldet hat. Es soll, so hei&szlig;t es im US-Patentantrag 20140025755, geeignet sein &bdquo;herauszufinden, dass wahrscheinlich ein Ereignis von Interesse stattgefunden hat&ldquo;. Eine &ouml;ffentliche Versammlung etwa, eine Popkonzert oder auch ein Unfall. Wann immer Menschen in gro&szlig;er Zahl zusammenkommen, soll das Programm Meldung an Dritte geben. Potentielle Empf&auml;nger? Strafverfolgungsbeh&ouml;rden. Sie nennt Google an erster Stelle, um noch Zeitschriftenverlage und Blogs nachzuschieben. Dabei d&uuml;rfte die Idee vor allem f&uuml;r Sicherheitsdienste interessant sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/google-plant-mobile-video-ueberwachung-die-app-fuer-diktatoren-12778888.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><strong>Snowden: Der kanadische Geheimdienst trackt Flugg&auml;ste &uuml;ber kostenloses W-LAN<\/strong><br>\nDurch ein von CBC News ver&ouml;ffentlichtes Dokument des kanadischen Geheimdienstes CSEC wurde bekannt, dass 2012 im gro&szlig;en Stil Ger&auml;tedaten von Passagieren an einem gro&szlig;en kanadischen Flughafen systematisch gesammelt wurden. Diese wurden dazu genutzt um Bewegungsprofile der betreffenden Personen &uuml;ber einen Zeitraum von insgesamt einem Monat zu erstellen. Dazu hatte sich das CSEC Zugang zum kostenlosen W-LAN des Flughafens verschafft und die Ger&auml;te-Identifikatoren aller angemeldeten Ger&auml;te gesammelt.<br>\nAus dem Dokument heraus wird nicht einwandfrei ersichtlich, mit welchen Methoden CSEC Zugriff auf W-LAN des unbekannten Flughafens erhalten hat, noch wie sie Ger&auml;te auch zwei Wochen sp&auml;ter in den W-LANs von Hotels, Bibliotheke, Coffee-Shops oder auch US-amerikanischen Flugh&auml;fen orten konnten. Sowohl die Sprecher des Flughaven Vancouvers wie des Hardwareliferanten Boingo, der f&uuml;r die W-LAN&ndash;Infrastruktur an mehreren kanadischen Flugh&auml;fen verantwortlich ist, sprechen jede Kooperation mit den Geheimdiensten ab. Aber wie wir wissen, hat der NSA schon seit geraumer Zeit die technische Infrastruktur, auf W-LANs in der Entfernung zuzugreifen. Zur Not auch per Drohne.<br>\nNach Einsch&auml;tzung von Ronald Deibert, dem Direktor des Canada Centre for Global Security Studies spricht jedoch einiges daf&uuml;r, dass CSEC einen direkten Zugriff auf die Haupttelefonkabel und Internetkabel in Kanada haben muss. Diese Aktion selbst war ein Testlauf f&uuml;r gemeinsam mit der NSA entwickelte Software zur Personenverfolgung via IP Profiling. Ein &ldquo;game-changer&rdquo;, wie die interne Pr&auml;sentation es nennt. M&ouml;gliche Anwendungsbereiche skizziert das Dokument zum Beispiel auch, wie vollautomatisiertes Alarmschlagen, sobald ein &ldquo;Terrorist&rdquo; ein Flugzeug oder ein Hotel betreten will, oder das R&uuml;ckverfolgen der Position von auff&auml;lligen Personen. In beiden F&auml;llen greift der Geheimdienst auf &ouml;ffentliche W-Lan-Zug&auml;nge zur&uuml;ck und &uuml;berwacht sie in Echtzeit (zwar wird angemerkt, dass das Programm in der Praxis noch viel zu langsam laufen w&uuml;rde, nach Informationen des CBC ist das Programm aber mittlerweile lauff&auml;hig und nutzbar).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2014\/snowden-der-kanadische-geheimdienst-trackt-fluggaeste-ueber-kostenloses-w-lan\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><strong>Mehrere deutsche Beteiligte bei EU-Forschungsprojekten zum Anhalten von &ldquo;nicht kooperativen Fahrzeugen&rdquo; aus der Ferne<\/strong><br>\nViele Medien hatten sich diese Woche auf die Meldung gest&uuml;rzt, dass in einer EU-Arbeitsgruppe das Stoppen von Kraftfahrzeugen aus der Distanz vorangetrieben wird. &ldquo;Die Polizei von morgen h&auml;lt Diebe oder Raser per Knopfdruck an: An einem Schaltpult auf der Wache f&auml;hrt ein Beamter den Motor des Wagens herunter wie abends seinen Computer&rdquo;, beschreibt die Tageszeitung Welt die Technologie zum ferngesteuerten Abw&uuml;rgen der Motoren.<br>\nHintergrund der Berichte war ein Posting der britischen B&uuml;rgerrechtsorganisation Statewatch &uuml;ber das &ldquo;European Network of Law Enforcement Technology Services&rdquo; (ENLETS), einem in den letzten Jahren immer wichtiger werdenden Netzwerk von Polizeibeh&ouml;rden der EU-Mitgliedstaaten. Statewatch ver&ouml;ffentlichte auch das bis 2020 w&auml;hrende Arbeitsprogramm von ENLETS. So neu ist das aber gar nicht; bei Netzpolitik war das Papier schon vor vier Wochen zu lesen. Auch auf Telepolis wurde schon vor &uuml;ber einem Jahr &uuml;ber die ENLETS-Pl&auml;ne berichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2014\/mehrere-deutsche-beteiligte-bei-eu-forschungsprojekten-zum-anhalten-von-nicht-kooperativen-fahrzeugen-aus-der-ferne\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wirtschaftsmacht Deutschland: Studie entzaubert Hartz-Mythos<\/strong><br>\nDas deutsche Jobwunder machte die Hartz-Reformen zum Vorbild f&uuml;r die Krisenl&auml;nder Europas. Eine neue Studie r&auml;umt mit diesem Mythos auf: Nicht die Agenda 2010 habe Deutschland zum &ouml;konomischen Superstar gemacht, sondern die Unabh&auml;ngigkeit der Betriebe und der Gewerkschaften vom Staat.<br>\nSo einig wie bei der Agenda 2010 hat man Europa selten erlebt. Die vor gut einem Jahrzehnt gestartete Reform &ndash; besser bekannt unter dem Namen Hartz &ndash; habe Deutschland zu dem gemacht, was es heute ist: eine wirtschaftliche Supermacht mit niedrigen Arbeitslosenzahlen und einem starken Selbstbewusstsein.<br>\nDoch so einm&uuml;tig Kanzlerin Angela Merkel, ihr Vorg&auml;nger Gerhard Schr&ouml;der oder etwa der franz&ouml;sische Ex-Pr&auml;sident Nicolas Sarkozy auch sind &ndash; sie alle haben unrecht. Das zumindest behaupten die vier Autoren einer neuen Untersuchung*, die in der kommenden Woche im renommierten &ldquo;Journal of Economic Perspectives&rdquo; erscheint.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/hartz-reformen-in-deutschland-studie-entzaubert-den-mythos-a-950620.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Bemerkenswert finde ich folgenden Satz:<\/em><br>\n<em>&bdquo;So einig wie bei der Agenda 2010 hat man Europa selten erlebt. Die vor gut einem Jahrzehnt gestartete Reform &ndash; besser bekannt unter dem Namen Hartz &ndash; habe Deutschland zu dem gemacht, was es heute ist: eine wirtschaftliche Supermacht mit niedrigen Arbeitslosenzahlen und einem starken Selbstbewusstsein.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Nicht nur Leser der NachDenkSeiten wissen, dass es keinesfalls Einigkeit &uuml;ber die vermeintlich segensreichen Wirkungen der Hartz-Reformen gibt. Mit diesem Satz beweist SPIEGEL Online &ndash; h&ouml;chstwahrscheinlich sogar unbewusst &ndash; einmal mehr seinen eingeschr&auml;nkten geistigen Horizont.<\/em><br>\n<em>Aber auch die genannte Studie ist keinesfalls besser, auch wenn sie laut SPIEGEL den &bdquo;Hartz-Mythos&ldquo; entzaubert. Die Schlagrichtung ist eindeutig, hier soll der Staat wieder einmal als sch&auml;dlicher Einfluss f&uuml;r die wirtschaftliche Entwicklung hingestellt werden. Auf die nahe liegende Erkl&auml;rung, dass das exportstarke Deutschland vor allem von der damals ungemein starken Weltkonjunktur profitiert hat, kommt erstaunlicherweise niemand. Dabei w&auml;re es schon ein Wunder gewesen, wenn die deutsche Wirtschaft in einem Umfeld, in dem die USA, Osteuropa, China und nahezu alle Schwellenl&auml;nder kr&auml;ftig wuchsen, nicht auch gewachsen w&auml;re.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Selbstanzeige: Alice Schwarzer beichtet Schweizer Steuergeheimnis<\/strong><br>\nJahrelang soll Alice Schwarzer eine erhebliche Geldsumme in der Schweiz gebunkert haben, ohne dass der deutsche Fiskus davon wusste. Nach SPIEGEL-Informationen hat die Feministin Selbstanzeige erstattet und eine sechsstellige Summe nachgezahlt. (&hellip;)<br>\nNach SPIEGEL-Informationen hat Alice Schwarzer, Herausgeberin der Frauenzeitschrift &ldquo;Emma&rdquo; und streitbare Feministin, den Steuerbeh&ouml;rden gegen&uuml;ber aufgedeckt, dass sie &uuml;ber viele Jahre eine erhebliche Summe in der Schweiz gebunkert und die dort angefallenen Zinsen nicht, wie vorgeschrieben, dem deutschen Fiskus zur Besteuerung angegeben hatte.<br>\nSchwarzer erstattete die Selbstanzeige dem Vernehmen nach im vergangenen Jahr, in dem es immer wieder Medienberichte &uuml;ber neue Steuer-CDs und Schwarzgeldkonten im Ausland gegeben hatte. Dadurch waren auch zahlreiche Anleger mit Konten in der Schweiz aufgeschreckt worden.<br>\nWie es hei&szlig;t, soll Schwarzer nun eine sechsstellige Summe nachgezahlt haben, um ihre Steuerpflicht zu erf&uuml;llen. Darin enthalten soll auch ein Sicherheitspuffer gewesen sein, den Steuers&uuml;nder in solchen F&auml;llen in der Regel vorsichtshalber zahlen, damit die Selbstanzeige nicht wegen einer m&ouml;glicherweise falschen Berechnung der Steuerschuld unwirksam wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/alice-schwarzer-beichtet-schweizer-steuergeheimnis-a-950622.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Schmerzhaft peinlich<\/strong><br>\nAlice Schwarzer ist eine T&auml;terin, die ihre Eigeninteressen maximiert hat. Und dennoch versucht sie sich als ein von der Gesellschaft verfolgtes Opfert reinzuwaschen.<br>\nAlice Schwarzer hat Steuern hinterzogen. Finanziell war dies f&uuml;r sie ein bombiges Gesch&auml;ft &ndash; auch nachdem sie sich im vergangenen Jahr selbst angezeigt hat. Denn Steuers&uuml;nden verj&auml;hren nach sp&auml;testens zehn Jahren, und daher hat sie auch nur die Steuern f&uuml;r die vergangenen zehn Jahre nachgezahlt. Ihr Schweizer Konto besteht aber seit den 1980er Jahren, wie Schwarzer selbst einr&auml;umt.<br>\nAlice Schwarzer ist also eine T&auml;terin, die knallhart ihre Eigeninteressen maximiert hat. Dennoch w&auml;re sie nicht Alice Schwarzer, wenn sie sich nicht zum Opfer stilisieren w&uuml;rde. &bdquo;In eigener Sache&ldquo; hat sie sich in ihrem Blog ge&auml;u&szlig;ert, und dieser Eintrag ist bisweilen schmerzhaft peinlich.<br>\nBesonders schlimm: Schwarzer dichtet ihre Steuerflucht in eine Flucht aus politischen Gr&uuml;nden um. Die &bdquo;Hatz&ldquo; gegen sie h&auml;tte damals &bdquo;solche Ausma&szlig;e&ldquo; angenommen, dass sie &bdquo;ernsthaft&ldquo; dachte, dass sie vielleicht ins Ausland gehen &bdquo;muss&ldquo;. Daher h&auml;tte sie ihr Geld vorsorglich &uuml;ber die Grenze geschafft.<br>\nSchwarzer schreckt also nicht davor zur&uuml;ck, sich als politisch Verfolgte aufzuplustern &ndash; und sich damit implizit mit den Opfern im Dritten Reich zu vergleichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Alice-Schwarzer\/!132181\/\">taz.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Ohne Frau Schwarzer pers&ouml;nlich zu nahe treten zu wollen: Hochmut kommt vor dem Fall, hei&szlig;t es volksmundartig. Sie hat ihren (auch moralischen) Zenit l&auml;ngst &uuml;berschritten und ist in Steuerangelegenheiten offensichtlich mit einigen reicheren M&auml;nnern, f&uuml;r die eine Steuerflucht &uuml;berhaupt erst infrage kommen k&ouml;nnte, gleichgezogen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kurswechsel der US-Notenbank und die Schwellenl&auml;nder<\/strong><br>\nIm Zentrum der Global&ouml;konomie stehen aktuell die Turbulenzen der W&auml;hrungen von wichtigen Schwellenl&auml;ndern. Schon in den letzten Monaten hatten Anleger aus den Hauptl&auml;ndern kurzfristige Kapitalanlagen und W&auml;hrungsdevisen in gro&szlig;em Stil abgesto&szlig;en.<br>\nBesonders der argentinische Peso, der russische Rubel und die t&uuml;rkische Lira mussten starke Kursverluste hinnehmen. Die W&auml;hrungen werten deutlich ab, die Kurse von Anleihen und Aktien sinken.<br>\nSeit der Finanzkrise haben sich die Gewichte in der Weltwirtschaft verschoben. Europa und die USA schw&auml;chelten &ndash; Schwellenl&auml;nder wie die T&uuml;rkei, China oder Brasilien boomten. Um die wirtschaftliche Stagnation zu &uuml;berwinden, griffen die W&auml;hrungsh&uuml;ter der kapitalistischen Hauptl&auml;nder zu unkonventionellen Ma&szlig;nahmen: Sie senkten die Zinsen  &ndash; und beg&uuml;nstigten die Kreditversorgung der Wirtschaft. Allein die Federal Reserve (FED) spendierte mehr als drei Bio. US-Dollar f&uuml;r den Ankauf von Staatsanleihen und Immobilienpapieren. Ein Teil des Geldes floss direkt in die so genannten Emerging Markets, wo die Zinsen deutlich h&ouml;her lagen. Nach Sch&auml;tzungen sind seit 2009 rund vier Bio. US-Dollar in die Schwellenl&auml;nder gestr&ouml;mt.<br>\nVerst&auml;rkt wird diese Abw&auml;rtstendenz sowohl in den W&auml;hrungen als auch an den Wertpapierb&ouml;rsen durch die aktuelle Entscheidung der US-Notenbank, an ihrem Programm der schrittweisen Drosselung ihres Ankaufprogramms festzuhalten. Die Notenbank kauft von Februar an nur noch Staatsanleihen f&uuml;r 35 Mrd. US-Dollar und Hypothekenwertpapiere f&uuml;r 30 Mrd. US-Dollar im Monat. Die FED betonte, dass sie damit immer noch Anleihen zu ihrem in den letzten Jahren stark angewachsenen Portfolio hinzuf&uuml;ge, was die langfristigen Zinss&auml;tze senken und die Hypothekenm&auml;rkte st&uuml;tzen solle. Die FED legt sich f&uuml;r die weitere Zukunft nicht fest und macht k&uuml;nftige Ma&szlig;nahmen allein von der Wirtschaftsentwicklung abh&auml;ngig.<br>\nIn manchen L&auml;ndern versuchen Zentralbanken, durch Erh&ouml;hungen der Leitzinsen ihre W&auml;hrungen zu stabilisieren. In den Hauptl&auml;ndern w&auml;chst die Sorge, die Schwellenl&auml;nder w&uuml;rden zum Epizentrum einer neuen und schweren Finanzkrise. Gerade die deutsche Wirtschaft mit ihrer starken internationalen Ausrichtung wird von einer anhaltenden Abw&auml;rtstendenz erheblich tangiert. Stockt der Kapitalfluss in die Schwellenl&auml;nder, w&uuml;rde auch der Leistungsbilanz&uuml;berschuss Deutschlands und des Eurogebiets letztlich davon betroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/kurswechsel-der-us-notenbank-und-die-schwellenlaender\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steigender Wohlstand f&uuml;r wen?<\/strong><br>\nEin wachsendes Bruttoinlandsprodukt wird h&auml;ufig als Indikator f&uuml;r steigenden Wohlstand herangezogen. Durch die Steigerung der wirtschaftlichen Produktivit&auml;t ist die Menge an G&uuml;tern und Dienstleistungen, die pro erwerbst&auml;tiger Person in &Ouml;sterreich hergestellt wird, in den letzten Jahrzehnte erheblich gestiegen. Von dieser Produktionssteigerung profitierten allerdings nicht alle Personen im gleichen Ausma&szlig;. Seit Beginn der 1990er Jahre blieben die preisbereinigten ArbeitnehmerInnenentgelte deutlich hinter dem gesamtwirtschaftlichen Produktivit&auml;tszuwachs zur&uuml;ck. &Uuml;berproportional profitiert haben spiegelbildlich die BezieherInnen von Gewinn- und Besitzeinkommen. Europaweit koordinierte Reallohnsteigerungen, Arbeitszeitverk&uuml;rzung und staatliche Umverteilung k&ouml;nnten eine Trendwende bringen.<br>\nW&auml;hrend z. B. Marx im 19. Jahrhundert noch davon ausging, dass sich der Anteil der ArbeiterInnen am Gesamtprodukt aufgrund der gesellschaftlichen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse auf Dauer nur verringern k&ouml;nne, gelang es den Gewerkschaften in den 1960er und 70er Jahren durchzusetzen, dass die Lohnabh&auml;ngigen am Produktivit&auml;tsfortschritt in Form von h&ouml;herer Entlohnung (und mehr Freizeit) beteiligt wurden. Somit war der Anteil der Arbeitnehmerentgelte am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in dieser Zeit konstant oder stieg sogar leicht an. Seitdem pr&auml;gte die als Benya-Formel bekanntgewordene lohnpolitische Forderung, dass die realen Einkommen der Lohnabh&auml;ngigen entsprechend des langfristigen Produktivit&auml;tswachstums steigen sollen, die &ouml;sterreichische Lohnentwicklung. Dies &auml;nderte sich aber ab Mitte der neunziger Jahre. W&auml;hrend das erzielte Output pro Erwerbst&auml;tigen weiter zulegte, stagnierten die realen ArbeitnehmerInnenentgelte beinahe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/steigender-wohlstand-fuer-wen\/#more-4735\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit sinkt &ndash; aber bemerkenswert ist nur die Ideologie der Bundesagentur<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit meldet, dass die Arbeitslosigkeit saisonbereinigt im Januar deutlich, n&auml;mlich um 28 000 Personen gesunken ist. Das w&auml;re beachtlich, wenn nicht gleichzeitig gemeldet w&uuml;rde, dass die Unterbesch&auml;ftigung nur um 7000 Personen abgenommen hat (weil laut Bundesagentur der Einsatz entlastender Arbeitsmarktpolitik weniger gesunken ist als sonst saisonal &uuml;blich) und die Zahl der offenen Stellen praktisch unver&auml;ndert geblieben ist. Wenn man noch hinzunimmt, dass es im Januar eine ungew&ouml;hnlich milde Witterung gab, ist es vollkommen offen, ob die Zahlen eine Bedeutung f&uuml;r die Frage nach einer Wende in der konjunkturellen Entwicklung haben.<br>\nDie Art und Weise jedoch, wie die Bundesagentur in ihrem Monatsbericht den Duktus und die Darstellungsweise des Statistischen Bundesamtes &uuml;bernimmt, die wir hier vergangene Woche kritisiert haben, ist schon bezeichnend f&uuml;r den Geist, der in N&uuml;rnberg in gleicher Weise wie in Wiesbaden an der Spitze dieser &Auml;mter zu herrschen scheint. Da wird der private Konsum als &bdquo;starke St&uuml;tze der Konjunktur&ldquo; bezeichnet (S.8) und von einem sehr hohen Niveau der &bdquo;Konsumneigung&ldquo; der privaten Haushalte gesprochen. Damit ist wohl die geringe Sparneigung, also die geringe bzw. sinkende Sparquote der privaten Haushalte gemeint. Deswegen seien die Konsumaussichten weiterhin gut, sagt die Bundesagentur. Das ist also das, worauf man mehr und mehr in Deutschland setzt: auf ein Sinken der Sparquote. Kein Hinweis darauf, dass die nahe liegendste St&uuml;tze des privaten Verbrauchs, n&auml;mlich die realen Arbeitseinkommen, nicht vern&uuml;nftig steigt, und daher die Konsumaussichten auf t&ouml;nernen F&uuml;&szlig;en stehen. Auch wundert sich der Leser &uuml;ber den merkw&uuml;rdigen Kontrast zwischen dem von der Bundesagentur positiv gewerteten R&uuml;ckgang der Sparquote einerseits und den Sparempfehlungen und erst recht der staatlichen Sparf&ouml;rderung f&uuml;r die private Rente andererseits.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/arbeitslosigkeit-sinkt-aber-bemerkenswert-ist-nur-die-ideologie-der-bundesagentur\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Die FAZ und ihr Kampf gegen gesetzliche Mindestl&ouml;hne<\/strong><br>\nDie Gegner des von der Gro&szlig;en Regierungskoalition vereinbarten gesetzlichen Mindestlohnes von 8,50 Euro in der Stunde wittern Morgenluft. Auf Initiative der FAZ wird ein neues Aufregerthema durch die Medien getrieben:<br>\nWieder einmal geht es um die Korrektur der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA). Diesmal musste die Zahl der Aufstocker mit Vollerwerbst&auml;tigkeit erheblich nach unten korrigiert werden. Damit &ndash; so die FAZ- seien die Argumente f&uuml;r den von der Gro&szlig;en Koalition vereinbarten gesetzlichen Mindestlohn umso fragw&uuml;rdiger. Der Versuch einer Neuauflage des politisch und medial hochgespielten Skandals um die Vermittlungsstatistik der BA von 2002 kann allerdings auch diesmal nicht gelingen &ndash; so auch die Selbsterkenntnis der FAZ.<br>\nEs reicht weder f&uuml;r den &ldquo;Traum&rdquo; einer Agenda 2020 oder sogar einer versch&auml;rften Neuauflage der Hartz-Gesetze. Au&szlig;erdem fallen die notwendigen Korrekturen bei der Anzahl der Aufstocker mit Vollzeitt&auml;tigkeit vor allem in die Verantwortung der Betriebe und ihrer Meldungen an die Besch&auml;ftigtenstatistik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/02\/die-faz-und-ihr-kampf-gegen-gesetzliche-mindestlohne-von-ursula-engelen-kefer\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/p>\n<p><strong>Zum Thema: Wisse, wo dein Platz in der Gesellschaft ist<\/strong><br>\n&Uuml;ber die Festschreibung des Niedriglohnsektors.<br>\nDie Fl&auml;che, die der fl&auml;chendeckende Mindestlohn abdecken wird, ist nur eine sehr kleine. Ein Ausschnitt der Gesamtfl&auml;che gewisserma&szlig;en. Es gibt so viele Ausnahmeregelungen, dass Millionen Menschen davon ausgeschlossen sein werden. Diese Arbeitsmarktpolitik bedient sich des Mittels der Exklusion und schafft die Grundlagen eines Zwei-Klassen-Arbeitsmarktes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/02\/wisse-wo-dein-platz-in-der-gesellschaft.html\">ad sinistram<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&raquo;Armutsimport&laquo;: Wer betr&uuml;gt hier wen?<\/strong><br>\n&bdquo;Wer betr&uuml;gt, der fliegt&ldquo; &ndash; was klingt, als ob es auf einen bekannten M&uuml;nchner Fu&szlig;ballklub und seine beiden Spitzenfunktion&auml;re Hoene&szlig; und Rummenigge oder einen CSU-Generalsekret&auml;r mit &bdquo;Dr.&ldquo;-Titel gem&uuml;nzt w&auml;re, ist der sch&auml;ndliche Auftakt zum Wahljahr 2014. Vor den Kommunal- und Europawahlen im M&auml;rz und Mai haben die &bdquo;Christsozialen&ldquo; eine antiziganistische Kampagne gestartet, die Wasser auf ihre Wahlkampfm&uuml;hlen leiten soll. Einmal mehr wird auf dem R&uuml;cken einer Minderheit, deren Mitglieder angeblich stehlen, l&uuml;gen und betr&uuml;gen, rassistische Stimmungsmache betrieben.<br>\nInfamer h&auml;tte die CSU die seit dem 1. Januar geltende Freiz&uuml;gigkeit f&uuml;r Bulgaren und Rum&auml;nen wohl nicht begr&uuml;&szlig;en k&ouml;nnen. Schlagzeilen wie &bdquo;Osteurop&auml;er sitzen auf gepackten Koffern&ldquo; oder &bdquo;Europas &Auml;rmste auf dem Weg nach Deutschland&ldquo; taten ein &Uuml;briges, um &Auml;ngste vor massiven Wohlstandsverlusten zu sch&uuml;ren. Denn, so wird insinuiert, viele Hunderttausende seien bereits auf dem Sprung, um Transferleistungen des deutschen Sozialstaates abzugreifen. Innerhalb der Mehrheitsgesellschaft bestehende Ressentiments gegen&uuml;ber Roma werden so aufgegriffen und verst&auml;rkt, deren soziale Probleme kurzerhand ethnisiert und damit Menschen kriminalisiert, die auf der Suche nach Arbeit sind und hier auf ein besseres Leben hoffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/februar\/%C2%BBarmutsimport%C2%AB-wer-betruegt-hier-wen\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schavan soll deutsche Botschafterin im Vatikan werden<\/strong><br>\nNeue Aufgaben f&uuml;r Annette Schavan: Die ehemalige Bildungsministerin soll neue &ldquo;Botschafterin beim Heiligen Stuhl&rdquo; werden. Der derzeitige Vertreter im Vatikan geht im Sommer in den Ruhestand &ndash; dann w&auml;re der Weg frei f&uuml;r die CDU-Politikerin.<br>\nEs gibt deutlich unattraktivere Posten als die deutsche Vertretung im Vatikan. Man residiert im sch&ouml;nen Rom. Der Titel ist einzigartig: &ldquo;Botschafter beim Heiligen Stuhl&rdquo;. Und in Franziskus hat man es mit einem der interessantesten Staatschefs der Welt zu tun. Dieser Papst schm&uuml;ckt inzwischen ja sogar das Cover des Rolling Stone. Annette Schavan hat also allen Grund zur Freude.<br>\nDie ehemalige Bildungsministerin soll nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung neue Botschafterin beim Vatikan werden. Der derzeitige Vertreter Deutschlands, Reinhard Schweppe, wird im April 65. Er soll im Sommer in den Ruhestand versetzt werden. Dann ist der Weg frei f&uuml;r Schavan. Ein Jahr nach ihrem R&uuml;cktritt wegen der Plagiatsaff&auml;re h&auml;tte sie eine neue Aufgabe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/wechsel-nach-rom-schavan-soll-deutsche-botschafterin-im-vatikan-werden-1.1878227\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong>  Eine studierte Theologin, die als Betr&uuml;gerin entlarvt wurde, wird als Botschafterin in den Kirchenstaat geschickt. Das muss einem erst einmal einfallen! Der Kommentar in der S&uuml;ddeutschen ist ein Paradebeispiel daf&uuml;r, wie kritiklos m&ouml;gliche Entscheidungen der Politik durch unsere Mainstream-Medien hingenommen werden. Dass Schavan wegen der Plagiatsaff&auml;re zur&uuml;cktreten musste, wird gerade mal in einem einzigen Satz erw&auml;hnt. Im &Uuml;brigen gibt es nur Lob, besonders ihr &ldquo;geh&ouml;riges Ma&szlig; an Diplomatie&rdquo; wird hervor gehoben. Klar, die Frau ist es gewohnt, nicht mit offenen Karten zu spielen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>ADAC in der Krise &ndash; Akt der Selbstzerst&ouml;rung<\/strong><br>\nErstaunlich, wie lange die Republik nur zugeschaut hat: ADAC-Pr&auml;sident Meyer schlie&szlig;t bei seinem Automobilclub nichts mehr aus. Doch wenn Unkorrektheiten systemimmanent sind, muss man das System radikal &auml;ndern.<br>\nSkandalgeschichten haben, wie Krimis, ihre eigene Dramaturgie: Meist gibt es ein paar Verd&auml;chtige &ndash; am besten vertraute Gesichter, die man kennt. In der Regel geht es um Sudeleien von ein paar Leuten. Der tiefe Fall des ADAC mit seinem &uuml;berforderten Pr&auml;sidenten Peter Meyer liegt anders.<br>\nDas eigentliche Problem sind nicht die Regelverletzungen von Absahnern &ndash; das eigentliche Problem ist die Kultur dieses seltsamen Gebildes, das sich aus einem blasenhaften Verein und einem un&uuml;bersichtlichen Konzern zusammensetzt.<br>\nDie das Unternehmen f&uuml;hren, sind normale Kaufleute. Gute und weniger gute vermutlich. Das Sagen haben aber die &ldquo;Ehren&auml;mtler&rdquo;. Bei denen ragen manchmal, wie sich zeigt, Ehrenamt und Lebensunterhalt ineinander. Aber schlimmer ist noch ihr Geltungsdrang mit all dem Getue ihrer angeblichen Bedeutsamkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/auto\/adac-in-der-krise-akt-der-selbstzerstoerung-1.1878145\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash;  &Uuml;ber die N&ouml;te der T&uuml;rkei<\/strong><br>\nAlso wer hat das blo&szlig; bestellt? Bei all unseren anderen Problemen brauchten wir nun wirklich nicht noch eine Wirtschaftskrise in einem Land, das obendrein noch von politischen Unruhen geplagt ist. Es stimmt zwar, dass die T&uuml;rkei mit ihrer Wirtschaft in der Gr&ouml;&szlig;enordnung derer von Los Angeles die Welt als Ganzes nicht direkt erheblich beeinflussen wird. Aber man h&ouml;rt das gef&uuml;rchtete Wort &bdquo;Ansteckung&ldquo;  &ndash;  Ansteckung der Art, die einst eine Krise in Thailand auf ganz Asien und unl&auml;ngst eine in Griechenland auf ganz Europa ausgeweitet hat, und die jetzt, so f&uuml;rchtet man, die t&uuml;rkischen Probleme auf die M&auml;rkte der anderen Schwellenl&auml;nder &uuml;berschwappen lassen k&ouml;nnte.<br>\nIn vielerlei Hinsicht ist das eine altbekannte Geschichte. Aber gerade deshalb ist die Lage auch so gef&auml;hrlich: Warum gibt es diese Krisen immer wieder? Und vor allem: Die Abst&auml;nde zwischen den Krisen scheinen immer k&uuml;rzer zu werden, und die Nachwirkungen jeder neuen Krise scheinen die der vorigen zu &uuml;bertreffen. Was geschieht hier?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/01\/31\/opinion\/krugman-talking-troubled-turkey.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>SPD-Politiker f&uuml;r &raquo;progressiv-linkes Reformb&uuml;ndnis&laquo;<\/strong><br>\nPapier: F&uuml;r &raquo;Machtperspektive 2017&laquo; sollen &raquo;inhaltliche und strategische Differenzen&laquo; links der Union &uuml;berwunden werden<br>\nF&uuml;hrende Politiker der SPD, die zum linken Fl&uuml;gel der Partei gerechnet werden, wollen sich verst&auml;rkt f&uuml;r eine k&uuml;nftige Kooperation mit Gr&uuml;nen und Linkspartei auf Bundesebene engagieren. F&uuml;r ein &raquo;progressiv-linkes Reformb&uuml;ndnis mit einer Machtperspektive 2017&laquo; m&uuml;sse man &raquo;die bestehenden inhaltlichen und strategischen Differenzen zwischen allen Parteien links der Union&laquo; beseitigen, hei&szlig;t es in einem Positionspapier, aus dem zuerst die &raquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&laquo; zitiert hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/922644.spd-politiker-fuer-progressiv-linkes-reformbuendnis.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Das Papier ist ein Fortschritt. Doch l&auml;ngst scheint die Zeit des Papiereschreibens und der Theorie abgelaufen zu sein. Es ist endlich an der Zeit zum Handeln: Ein B&uuml;ndnis mit der Linkspartei ist lange &uuml;berf&auml;llig (und scheiterte bisher an der SPD-Spitze) und die Gr&uuml;nen schielen inzwischen schon l&auml;ngst zu den Unionsparteien.<\/em><br>\n<em>Es stellt sich allerdings die Frage nach dem Einfluss der SPD-Linken innerhalb ihrer Partei: K&ouml;nnen sie sich gegen die derzeitige Partei-Spitze, die au&szlig;enpolitisch auf R&uuml;stungsverk&auml;ufe sowie NATO und Milit&auml;reins&auml;tze und innenpolitisch auf Sozialabbau setzt, durchsetzen?<\/em><br>\n<em>Auch ist so manche Unterschrift zumindest irritierend: Insbesondere Unterzeichner mit US-Hochschulabschluss lassen zuweilen jede sozialdemokratische Handschrift vermissen und ihre linke Rhetorik scheint lediglich ihrem eigenen Interesse n&uuml;tzlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>George Lakoff: &lsquo;Conservatives don&rsquo;t follow the polls, they want to change them &hellip; Liberals do everything wrong&rsquo;<\/strong><br>\nHow the progressives have got it wrong and if they don&rsquo;t start to get it right, the conservatives will maintain the upperhand<br>\n&ldquo;The progressive mindset is screwing up the world. The progressive mindset is guaranteeing no progress on global warming. The progressive mindset is saying, &lsquo;Yes, fracking is fine.&rsquo; The progressive mindset is saying, &lsquo;Yes, genetically modified organisms are OK&rsquo;, when, in fact, they&rsquo;re horrible, and the progressive mindset doesn&rsquo;t know how to describe how horrible they are. There&rsquo;s a difference between progressive morality, which is great, and the progressive mindset, which is half OK and half awful.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/books\/2014\/feb\/01\/george-lakoff-interview\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Durch die Nacht mit G&uuml;nter Wallraff und Daniel Domscheit-Berg<\/strong><br>\nIn dieser Folge  treffen sich zwei M&auml;nner in Schweden, die wissen, was passiert, wenn man sich mit den M&auml;chtigen anlegt. &lsquo;Im Grunde macht er ja sowas &Auml;hnliches, wie wir bei Wikileaks gemacht haben&rsquo;, sagt der einstige Sprecher dieser Plattform und Informatiker Daniel Domscheit-Berg &uuml;ber den Journalisten G&uuml;nter Wallraff.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/048860-011\/durch-die-nacht-mit?autoplay=1\">arte<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Willy Brandt und die Sozialdemokratie<\/strong><br>\nZielperson des rechtskonservativen Lagers &ndash; eine Buchrezension von Wolfgang Bittner<br>\nVielen &Auml;lteren ist die kurze Epoche des Politikwechsels nach der bleiernen Zeit mit den Bundeskanzlern Adenauer, Erhard und Kiesinger noch in Erinnerung. Exponent dieses politischen Fr&uuml;hlings in Deutschland war zweifellos Willy Brandt, Kanzler der Bundesrepublik von 1969 bis 1974, der am 18. Dezember 2013 hundert Jahre alt geworden w&auml;re. Unehelich als Herbert Frahm geboren und schon fr&uuml;h politisch aktiv, fl&uuml;chtete er 1933 vor dem Hitler-Faschismus nach Norwegen, wo er sich neben einem Studium der Geschichte und journalistischer T&auml;tigkeit weiterhin politisch bet&auml;tigte, jetzt unter dem angenommenen Namen Willy Brandt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201401312978\/feuilleton\/literatur\/willy-brandt-und-die-sozialdemokratie.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Warnung vor einer &ldquo;Kristallnacht&rdquo; f&uuml;r die reichen 1 Prozent<\/strong><br>\nIm Wall Street Journal machte ein Venturekapitalist auf die &ldquo;D&auml;monisierung der Reichen&rdquo; aufmerksam und wird von der Murdoch-Zeitung unterst&uuml;tzt<br>\nBeginnen sich die Superreichen in den USA allm&auml;hlich unwohl zu f&uuml;hlen? Oder ist es nur individuelle Paranoia oder Kokettieren, wenn der bekannte Venturekapitalist Tom Perkins in einem Brief an das Wall Street Journal geschrieben hat, dass er einen &ldquo;wachsenden Hass auf die erfolgreichen 1 Prozent&rdquo; wahrnimmt.<br>\nF&uuml;r ihn ist das &ldquo;eine sehr gef&auml;hrliche Tendenz im amerikanischen Denken&rdquo;. Und er langt auch gleich mal in die Nazi-Kiste, um die Kritiker der in ihren Augen ungerechten Verm&ouml;genverteilung zwischen dem reichsten 1 Prozent und dem Rest der 99 Prozent in eine &uuml;bliche Ecke zu stellen: &ldquo;Kristallnacht war unvorstellbar in den 1930er Jahren. Ist ihr Nachkomme, der &lsquo;progressive&rsquo; Radikalismus heute unvorstellbar?&rdquo;<br>\n&ldquo;Kommt eine progressive Kristallnacht?&rdquo;, schreibt er und sieht: &ldquo;Parallelen zum Nazideutschland im Krieg gegen sein &lsquo;1 Prozent&rsquo;, also die Juden, mit dem progressiven Krieg gegen das amerikanische 1 Prozent, also die &lsquo;Reichen&rsquo;.&rdquo; Die Reichen w&uuml;rden &ndash; siehe Occupy-Bewegung &ndash; &ldquo;d&auml;monisiert&rdquo;, das k&ouml;nne man jedem Wort entnehmen, das im San Francisco Chronicle, seiner Lokalzeitung, geschrieben werde. (&hellip;)<br>\nDer Hintergrund ist die Sorge, dass die Diskussion &uuml;ber Einkommensungleichheit zu einer h&ouml;heren Besteuerung der Superreichen f&uuml;hren k&ouml;nnte. Das soll auf diese Weise d&auml;monisiert und als Klassenkampf gegei&szlig;elt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/155776\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Reiche Deutsche sollen zahlen: Der miese Enteignungstrick mit den Zwangsanleihen<\/strong><br>\nDie Deutsche Bundesbank unterst&uuml;tzt einen Vorschlag des IWF, bei Bankenrettungen eine einmalige Verm&ouml;gensabgabe von zehn Prozent vorzunehmen. Diese k&ouml;nnte nach Berechnungen des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung einmalig 230 Milliarden Euro in die Staatskasse sp&uuml;len.<br>\nVor wenigen Wochen klang es noch wie ein schlechter Witz. Anfang November brachte der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) erstmals eine Sonderabgabe auf Gro&szlig;verm&ouml;gen ins Spiel, um damit Staaten aus Schieflagen zu retten. Nun hat die Bundesbank den Vorschlag in ihrem Monatsbericht aufgegriffen &ndash; und steht ihm positiv gegen&uuml;ber. Vor allem dann, wenn damit Banken gerettet werden sollen. M&uuml;ssen sich in Deutschland jetzt Unternehmer, Erbengemeinschaften und andere Verm&ouml;gende auf eine kalte Enteignung einstellen, damit sich der Staat aus seiner Schuldenmisere befreit?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/banken\/groesste-enteignung-aller-zeiten-sonderabgabe-auf-grossvermoegen-wuerde-in-deutschland-230-milliarden-euro-einbringen_id_3582922.html\">Focus Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.G.:<\/strong> Typisch Focus: Kaum wird &uuml;ber eine Verm&ouml;gensabgabe nachgedacht, schon springt der Focus seiner Klientel bei. Allein die aufmachende Abbildung einer Zwangsanleihe des deutschen Reiches von 1922 ist schon allerhand. Danach wird das klassische Schreckensszenario der kalten Enteignung aufgemacht wie es rei&szlig;erischer kaum noch geht. Da wird von einem schlechten Witz geredet, von einem miesen Trick. Das ganze gipfelt dann in der Panikmache, die Reichen w&uuml;rden dann wohl fluchtartig das Land verlassen.<\/em><br>\n<em>Dieses Argument brachte mich dann aber auf einen ganz anderen Gedanken. Endlich verstehe ich die Angst von Horst Seehofer vor der massenhaften Einwanderung aus Bulgarien und Rum&auml;nien in unsere Sozialsysteme. Bisher argumentierte ich immer, dass nur wenige Menschen rein aus finanziellen Gr&uuml;nden ihre Heimat verlassen w&uuml;rden, um dann in Deutschland zu leben, schon gar nicht von Hartz 4. Aber Seehofer schlie&szlig;t ja von seiner eigenen Klientel, die dem Focus zufolge beim ersten Anzeichen von Mehrbelastung ohne mit der Wimper zu zucken ihre Heimat verlassen w&uuml;rden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-20557","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20557","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20557"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20557\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28518,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20557\/revisions\/28518"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20557"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20557"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20557"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}