{"id":20582,"date":"2014-02-04T08:52:53","date_gmt":"2014-02-04T07:52:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582"},"modified":"2015-11-09T14:20:34","modified_gmt":"2015-11-09T13:20:34","slug":"hinweise-des-tages-2058","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582#h01\">J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer &ndash; Offener Brief an Joachim Gauck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582#h02\">Chaos Computer Club erstattet Strafanzeige gegen die Bundesregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582#h03\">Holocaust war &ldquo;grausame Trag&ouml;die des Umbringens&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582#h04\">Steuers&uuml;nderin Alice Schwarzer: Die Einzige und ihr Eigentum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582#h05\">Europas Krisenl&auml;nder und die Politik des Sparens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582#h06\">Want to end poverty? Brazil&rsquo;s answer: Give people money<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582#h07\">Paul Krugman &ndash; Die Wahnidee vom Scheitern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582#h08\">Mythos Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582#h09\">Neue Rentenpl&auml;ne: ungerecht, teuer &ndash; wegweisend?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582#h10\">Anti-Korruptionsbericht: EU-Kommissarin r&uuml;gt &ldquo;atemberaubende&rdquo; Korruption<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582#h11\">Die Linke muss &ouml;kologisch sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582#h12\">Der Geist von Wildbad Kreuth: Die CSU blinkt rechts und hetzt gegen &ldquo;Armutsmigration&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582#h13\">Der Krieg der Reichen gegen die Armen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582#h14\">Zu Ohren gekommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582#h15\">&bdquo;Die Anstalt&ldquo; kommt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582#h16\">Claus von Wagner und Max Uthoff zur neuen &bdquo;Anstalt&ldquo; im ZDF<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20582&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer &ndash; Offener Brief an Joachim Gauck<\/strong><br>\nLIEBER HERR BUNDESPR&Auml;SIDENT, Sie fordern, dass Deutschland mehr Verantwortung in der Welt &uuml;bernimmt. Auch milit&auml;risch. Wissen Sie wirklich, wovon Sie reden? Ich bezweifle es und habe daher vier Vorschl&auml;ge:\n<ol>\n<li>Ein Besuch im syrischen Aleppo oder in Homs. Damit Sie einmal pers&ouml;nlich erleben, was Krieg bedeutet.<\/li>\n<li>Vier Wochen Patrouillenfahrt mit unseren Soldaten in afghanischen Kampfgebieten. Sie d&uuml;rfen auch Ihre Kinder oder Enkel schicken.<\/li>\n<li>Ein Besuch eines Krankenhauses in Pakistan, Somalia oder im Yemen &ndash; bei unschuldigen Opfern amerikanischer Drohnenangriffe.<\/li>\n<li>Ein Besuch des deutschen Soldatenfriedhofes El Alamein in &Auml;gypten. Dort liegen seit 70 Jahren 4.800 deutsche Soldaten begraben. Manche waren erst 17. Kein Bundespr&auml;sident hat sie je besucht.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Nach unserem Grundgesetz haben Sie &ldquo;dem Frieden zu dienen&rdquo;. Angriffskriege sind nach Artikel 26 verfassungswidrig und strafbar. Krieg ist grunds&auml;tzlich nur zur Verteidigung zul&auml;ssig. Sagen Sie jetzt nicht, unsere Sicherheit werde auch in Afrika verteidigt. So etwas &auml;hnliches hatten wir schon mal. 100.000 Afghanen haben diesen Unsinn mit dem Leben bezahlt.<br>\nWie kommt es, dass ausgerechnet Sie als Bundespr&auml;sident nach all den Kriegstrag&ouml;dien unseres Landes schon wieder deutsche Milit&auml;reins&auml;tze fordern? Es stimmt, wir m&uuml;ssen mehr Verantwortung in der Welt &uuml;bernehmen. Aber doch nicht f&uuml;r Kriege, sondern f&uuml;r den Frieden! Als ehrlicher Makler. Das sollte unsere Rolle sein. Und auch Ihre.<br>\nIhr J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer<br>\nPS: Mir ist ein Pr&auml;sident lieber, der sich auf dem Oktoberfest von Freunden einladen l&auml;&szlig;t, als einer der schon wieder deutsche Soldaten ins Feuer schicken will. Von seinem sicheren B&uuml;ro aus. Fast bekomme ich Sehnsucht nach Wulff. Der wollte Menschen integrieren, nicht erschlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/JuergenTodenhoefer?ref=stream\">J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Chaos Computer Club erstattet Strafanzeige gegen die Bundesregierung<\/strong><br>\nDer Chaos Computer Club (CCC) hat zusammen mit der Internationalen Liga f&uuml;r Menschenrechte e. V. am Montag Strafanzeige beim Generalbundesanwalt erstattet. Sie richtet sich unter anderem gegen die Bundesregierung, die Pr&auml;sidenten des Bundesnachrichtendienstes, Milit&auml;rischen Abschirmdienstes und Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz. US-amerikanischen, britischen und deutschen Geheimdienstagenten und ihre Vorgesetzten, dem Bundesminister des Inneren sowie der Bundeskanzlerin werden verbotene geheimdienstliche Agentent&auml;tigkeiten sowie Beihilfe hierzu, Verletzungen des pers&ouml;nlichen Lebens- und Geheimbereichs und Strafvereitelung im Amt durch Duldung und Kooperation mit der NSA und dem GCHQ vorgeworfen.<br>\nNach Monaten immer neuer Ver&ouml;ffentlichungen aus den Snowden-Dokumenten &uuml;ber massenhafte geheimdienstliche &Uuml;berwachung und offensive Angriffe auf informationstechnische Systeme besteht l&auml;ngst Gewi&szlig;heit dar&uuml;ber, da&szlig; durch in- und ausl&auml;ndische Geheimdienste gegen hiesige Strafgesetze versto&szlig;en wurde. Mit der Strafanzeige gegen die Bundesregierung sollen daher endlich die &uuml;berf&auml;lligen Ermittlungen des Generalbundeswanwalts angesto&szlig;en werden. Der CCC ist &uuml;berzeugt, da&szlig; die Verantwortlichen in den Nachrichtendiensten und in der Bundesregierung die verbotenen geheimdienstlichen T&auml;tigkeiten nicht nur geduldet, sondern aktiv und in erheblichem Umfang gef&ouml;rdert und somit Beihilfe geleistet haben.<br>\nDies ist strafbar gem&auml;&szlig; &sect; 99 StGB (verbotene geheimdienstliche Agentent&auml;tigkeit), &sect;&sect; 201 ff. StGB (Verletzungen des pers&ouml;nlichen Lebens- und Geheimbereichs) und &sect; 258 StGB (Strafvereitelung) und mu&szlig;, gegebenenfalls mit weiteren Straftatbest&auml;nden, vom Generalbundesanwalt verfolgt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ccc.de\/de\/updates\/2014\/complaint\">CCC<\/a>\n<p><strong>dazu: Die verlogene Strafanzeige gegen Angela Merkel<\/strong><br>\nSind die Mitglieder des &ldquo;CCC&rdquo; nun f&uuml;r Offenheit im world wide web oder nicht? Die Antwort ist: Ja, aber nicht f&uuml;r alle. Das hat wenig mit dem Willen zur Aufkl&auml;rung und viel mit Doppelmoral zu tun. [&hellip;]<br>\nDas war eine pr&auml;gnante Kurzformel, und deshalb wirkt die Klage des CCC und der mit ihm verb&uuml;ndeten Gruppen zun&auml;chst auch naiv. Was steht in den ersten S&auml;tzen der &ldquo;Hacker-Ethik&rdquo; des Chaos Clubs? &ldquo;Der Zugang zu Computern und allem, was einem zeigen kann, wie diese Welt funktioniert, sollte unbegrenzt und vollst&auml;ndig sein. Alle Informationen m&uuml;ssen frei sein.&rdquo; Das denkt die NSA schon lange. Oh, f&uuml;r sie gilt das nicht? &ldquo;&Ouml;ffentliche Daten n&uuml;tzen, private Daten sch&uuml;tzen&rdquo; lautet der letzte Satz der CCC-Ethik. Ach so. Und wer bestimmt in der Internetwelt, was &ouml;ffentlich ist und was privat?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article124500350\/Die-verlogene-Strafanzeige-gegen-Angela-Merkel.html\">WELT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die WELT schafft es wieder einmal im Niveau-Limbo einen neuen Negativrekord zu erreichen. Die Herrn und Damen vom Springer-Verlag d&uuml;rfen nat&uuml;rlich der Meinung sein, dass die NSA im Recht ist und Datensch&uuml;tzer im Unrecht sind. Aber was soll dieser unterirdische Artikel mit seinen unzul&auml;ssigen Verzerrungen? Nat&uuml;rlich sagt die &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.ccc.de\/de\/hackerethik\">Hackerethik<\/a>&ldquo; nicht, dass der Staat Zugriff auf alle Dokumente haben soll. Stattdessen steht dort &bdquo;&Ouml;ffentliche Daten n&uuml;tzen, private Daten sch&uuml;tzen.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Holocaust war &ldquo;grausame Trag&ouml;die des Umbringens&rdquo;<\/strong><br>\nDer Iran will verlorenes Vertrauen zur&uuml;ckgewinnen. In der Frage des Atomprogramms zeigt sich Teheran verhandlungsbereit. Erneut verurteilt der Iran die Massenvernichtung der Juden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/irans-aussenminister-holocaust-war-grausame-tragoedie-des-umbringens-2087368.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wie kommen Stern, Frankfurter Rundschau, WELT und andere eigentlich auf die Idee, diese Nachricht mit einem Bild des lachenden iranischen Au&szlig;enministers zu bebildern?<\/em><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140204_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\n<em>Ist das Thema etwa in irgendeiner Art und Weise &bdquo;lustig&ldquo;? Will man den Eindruck erwecken, der iranische Au&szlig;enminister h&auml;tte sich &bdquo;nur einen Spa&szlig; erlaubt&ldquo;? Wie es auch besser geht, zeigt diesmal die S&uuml;ddeutsche Zeitung:<\/em><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140204_02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist sehr bedauerlich, dass manche Zeitungen, es angesichts der neuen T&ouml;ne aus dem Iran nicht lassen k&ouml;nnen, den kalten Krieger zu mimen. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/sicherheitskonferenz-westen-umwirbt-irans-aussenminister-sarif-a-950664.html\">So schreibt der allwissende Spiegel<\/a> zum Auftreten des iranischen Au&szlig;enminister Sarif bei der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz: &ldquo;Die neue iranische Regierung hat es f&uuml;rs Erste geschafft, den Westen zu verf&uuml;hren. Doch wie in jeder Beziehung ist die Entzauberung des Partners programmiert.&rdquo; Welche Bedeutung der Pr&auml;sident der USA den &uuml;ber ein halbes Jahr angesetzten Verhandlungen mit dem Iran beimisst, hat er in seiner Rede zur Lage der Nation klargemacht: F&uuml;r den Fall, dass der US-Kongress eine Versch&auml;rfung der Iran-Sanktionen verabschiede, solange die Verhandlungen liefen, w&uuml;rde er, Barack Obama, sein Veto einlegen. Der Spiegel scheint dagegen das pr&auml;sidiale Wort von der Verantwortung auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz allzu w&ouml;rtlich zu nehmen: &ldquo;Wir brauchen das NATO-B&uuml;ndnis. Und gerade wenn die Vereinigten Staaten nicht st&auml;ndig mehr leisten k&ouml;nnen, m&uuml;ssen Deutschland und seine europ&auml;ischen Partner f&uuml;r ihre Sicherheit zunehmend selbst verantwortlich sein.&rdquo; Ist eigentlich jedem klar, was das hei&szlig;t? Die NATO ist ein Milit&auml;rb&uuml;ndnis. &ndash; Klar der Spiegel hat das so nicht gemeint. In einem kleinen Anfall von Profilneurose hat es nur wieder einmal versucht, gegen den Trend, gegen die Hoffnung auf eine Normalisierung des Verh&auml;ltnisses zwischen dem Westen und dem Iran zu st&auml;nkern. Nat&uuml;rlich ist es viel schwieriger, die M&ouml;glichkeiten neuer Wege auszuloten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Steuers&uuml;nderin Alice Schwarzer: Die Einzige und ihr Eigentum<\/strong><br>\nWas Alice Schwarzer mit ihrem Geld anstellt, ist eigentlich ihre Sache. Dennoch ist es gut, dass ihre Steuers&uuml;nde nun &ouml;ffentlich wurde: Sie k&ouml;nnte Talkshow-Redaktionen dazu bringen, Schwarzers Telefonnummer aus dem Kurzwahlverzeichnis zu l&ouml;schen. [&hellip;]<br>\nSeit Menschengedenken wird Alice Schwarzer zu jeder Talksendung eingeladen, in der auch nur im Entferntesten &uuml;ber so etwas wie Frauenrechte geredet wird. &ldquo;Jede gesellschaftspolitische Frage, sei es die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder die Frauenquote, findet seit Jahrzehnten nur eine einzige feministische Antwort, n&auml;mlich &lsquo;die Antwort&rsquo; von Schwarzer&rdquo;, sagt Miriam Gebhardt, Historikerin an der Universit&auml;t Konstanz und Autorin des Buches &ldquo;Alice im Niemandsland&rdquo;. Alice Schwarzer h&auml;lt das Monopol auf die mediale Vermittlung des Feminismus in Deutschland.<br>\nOb Schwarzer der Sache der Frauen (bei allen Verdiensten in der Vergangenheit) mit ihrer ewigen Dauerpr&auml;senz als Ober-Feministin mittlerweile mehr schadet als n&uuml;tzt, ist eine Frage, die unter bewegten Frauen seit Jahren kontrovers diskutiert wird. [&hellip;]<br>\nWer heute eine beliebige Talkshow im deutschen Fernsehen einschaltet, mag den Eindruck bekommen, Arnulf Baring sei ein zeitgem&auml;&szlig;er, relevanter Historiker, Hans-Olaf Henkel habe nach wie vor eine leitende Position in der deutschen Wirtschaft inne und Alice Schwarzer spreche f&uuml;r die deutsche Frauenbewegung.<br>\nTats&auml;chlich sprechen und werben diese TV-Dauerg&auml;ste vor allem f&uuml;r sich selbst: f&uuml;r ihre neueste Kampagne, ihr neuestes Buch, ihre n&auml;chste Talkshow-Einladung. Sie sind in den Medien pr&auml;sent, weil sie als Instanzen gelten, und sie gelten als Instanzen, weil sie in den Medien pr&auml;sent sind. Sie f&uuml;hren mit den immer gleichen Kontrahenten die immer gleichen, &uuml;ber Jahrzehnte einge&uuml;bten Debatten. Sie werden eingeladen, weil man sie kennt und wei&szlig;, was von ihnen zu erwarten ist: pointierte Phrasen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/alice-schwarzer-steuersuende-die-feministin-und-ihr-eigentum-a-950789.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Dieser Beitrag ist vor allem interessant, weil ein SpiegelOnline-Journalist die obskure Einladungspraxis der Talkshows offen legt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Kuzmany tut gerade so, als ginge es in den TV-Talkshows um Qualit&auml;t. Nat&uuml;rlich ist Arnulf Baring kein relevanter Historiker. Sein vorprogrammierter reaktion&auml;rer Geifer bringt allerdings &bdquo;Action&ldquo; und damit Quote. Das wissen sowohl die Fernsehmacher als auch die Think-Tanks, die Baring gekonnt platzieren. Wenn wir &uuml;ber TV-Talks sprechen, sollten wir daher zuallererst &uuml;ber Qualit&auml;t sprechen. Dann erledigt sich das Problem der TV-Dauerg&auml;ste von allein.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Die verlogene Ehre der Alice S.<\/strong><br>\nAlice Schwarzer hatte ein Konto in der Schweiz, sie hatte dort nach SPIEGEL-Informationen einen Millionenbetrag deponiert &ndash; Geld, das urspr&uuml;nglich aus rechtm&auml;&szlig;ig versteuerten Einnahmen stammte. Aber die Zinsen, die sie daf&uuml;r in der Schweiz kassierte, hatte sie nicht dem deutschen Fiskus gemeldet.<br>\nAlice Schwarzer war damit eine Steuers&uuml;nderin, schon seit den achtziger Jahren, offenbart hat sie das dem Fiskus erst im vergangenen Jahr. Zu einem Zeitpunkt, als Schweizer Banken reihenweise ihre deutschen Schwarzgeldkunden aufforderten, sich steuerehrlich zu machen. Zu einem Zeitpunkt, als die &ouml;ffentliche Diskussion um Steuer-CDs und Schwarzgeldkonten im Ausland nicht gerade erst begann, sondern schon seit Jahren lief. Zu einem Zeitpunkt, als die Journalistin Alice Schwarzer schon zig Mal in der Zeitung davon gelesen haben musste. [&hellip;]<br>\nDass Schwarzer jetzt auf den SPIEGEL zeigt und ihm eine illegale Ver&ouml;ffentlichung vorwirft, kann deshalb nur davon ablenken, dass sie selbst ihre Ehre verloren hat. Wie sehr, machte sie selbst am Sonntag in einem langen Beitrag &ldquo;In eigener Sache&rdquo; auf ihrer Homepage klar.<br>\nDort vermeldete sie n&auml;mlich nicht nur, vermutlich ohne die Reichweite der Aussage zu erfassen, dass sie seit den achtziger Jahren ihr Schwarzgeld-Depot in der Schweiz hatte. Sie lie&szlig; auch wissen, dass sie nur die Steuern f&uuml;r die vergangenen zehn Jahre nachgezahlt habe. Zehn Jahre? Schwarzer hatte mehr als 20 Jahre Steuern hinterzogen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/spiegelblog\/alice-schwarzers-steuersuende-und-der-spiegel-verlogene-ehre-a-950731.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Europas Krisenl&auml;nder und die Politik des Sparens<\/strong><br>\nDie Troika der EU arbeitet nach einem Konzept, das der IWF schon in anderen Regionen der Welt erprobt hat: Die Hilfe ist konditioniert. [&hellip;]<br>\nDas Heer der Erwerbslosen ist nach wie vor bedrohlich gro&szlig;, die Wirtschaft liegt am Boden, die Gesundheitsversorgung ist in einigen Regionen katastrophal. Dennoch sparen die Krisenl&auml;nder unverdrossen weiter. Wer profitiert davon? Brauchen die anderen nur noch ein wenig Geduld und der allgemeine Aufschwung kommt? Wissenschaft und Politik streiten dar&uuml;ber. Der US-&Ouml;konom Michael Ash sieht die drastischen Sparauflagen als Krisenkatalysator und pl&auml;diert f&uuml;r eine v&ouml;llige Kehrtwende der Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/finanzkrise-warten-auf-erfolg.976.de.html?dram:article_id=276527\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Want to end poverty? Brazil&rsquo;s answer: Give people money<\/strong><br>\nHere is a brilliant idea for how to help poor people: give them money. Specifically, give them enough money to end their poverty.<br>\nThis is from Brazil&rsquo;s social development minister Tereza Campello, who was in Washington this week discussing the country&rsquo;s first decade of experience under the highly-touted Bolsa Familia cash transfer program.<br>\nIt&rsquo;s a discussion relevant to the U.S., involving a simple social contract that hands over cash &ndash; with no strings attached on how it is spent or who is considered part of a family &ndash; as long as any kids involved attend school.<br>\nBrazil confronted a similar political landscape when it began discussing a broad assault on poverty more than a decade ago. The poor were predominantly black, clustered in the north, and uneducated. There were strong arguments that simply giving away money would be a massive rip-off for taxpayers.<br>\nPlunged into the usual moral thicket, the response was simple: forget about all that. Though controversial, the government a decade ago decided that any family under the poverty line would be given enough money to put them over it.<br>\nThe transfers, which now go to 14 million people, has helped decrease income inequality in the country &ndash; incomes for the poorest are growing faster than Brazil&rsquo;s top earners.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/blogs\/wonkblog\/wp\/2014\/01\/31\/want-to-end-poverty-brazils-answer-give-people-money\/\">Washington Post<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Die Wahnidee vom Scheitern<\/strong><br>\nDie republikanische Antwort auf die Rede zur Lage der Nation kam von Cathy McMorris Rodgers, einer republikanischen Abgeordneten aus Washington  &ndash;  und was sie bemerkenswert machte, war ihre Inhaltslosigkeit. Ein bisschen erbauliche pers&ouml;nliche Geschichte und eine Checkliste sch&ouml;ner Dinge, die ihre Partei sich w&uuml;nscht, ohne jeglichen Hinweis darauf, wie sie die umzusetzen plant.<br>\nEine wirkliche Aussage machte sie bestenfalls, als sie von ihrer W&auml;hlerin &ldquo;Bette in Spokane&rdquo; sprach, deren Krankenversicherungsbeitr&auml;ge nach Aufl&ouml;sung ihres alten Vertrages angeblich um 700 Dollar h&ouml;her sein sollten. &ldquo;Das Gesetz funktioniert einfach nicht,&rdquo; dr&ouml;hnte Frau McMorris Rodgers.  Und das verdeutlicht nun auf perfekte Weise, wie die Republikaner versuchen, die W&auml;hler zu t&auml;uschen  &ndash;  und damit sich selbst t&auml;uschen.<br>\nAuf  &ldquo;Bette in Spokane&rdquo; komme ich gleich noch zu sprechen, aber zun&auml;chst einmal, &ldquo;funktioniert&rdquo; Obamacare wirklich nicht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/02\/03\/opinion\/krugman-delusions-of-failure.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mythos Mindestlohn<\/strong><br>\nDer Mindestlohn ist wie ein Wackelbild: Mal erscheint er als Schreckgespenst f&uuml;r die Arbeitgeber, dann wieder als Allheilmittel f&uuml;r Gerechtigkeitsprobleme. Dabei gibt es genug Erfahrungen, auch aus dem Ausland, die diese Mythen gleicherma&szlig;en entzaubern. M&ouml;glicherweise l&auml;uft es am Ende n&auml;mlich ganz anders. Ein Blick in die Grauzonen der privaten Dienstleistung l&auml;sst die Vermutung aufkommen, dass die Regulierung der L&ouml;hne am Ende zu neuen Deregulierungen bei den Arbeitsbedingungen f&uuml;hren k&ouml;nnte. Ein Mindestlohn von 8,50 Euro vermindert die Angst vor Lohndumping etwa durch den Zuzug von Arbeitskr&auml;ften aus dem EU-Ausland. Das ist ein wichtiger politischer Effekt. Die Auswirkung auf die hiesigen Erwerbsbiografien halten sich aber in Grenzen. Kommen in Deutschland die 8,50 Euro als Untergrenze, erreichen Besch&auml;ftigte mit diesem Mindestlohn auch nach 40 Jahren Ackerei in ihrer sp&auml;teren Rente nicht das Niveau der Grundsicherung (Hartz IV). Das ist ein Skandal, der in der Rentenpolitik noch ge&auml;ndert werden muss. Auch die Zahl der sogenannten Aufstocker, die neben dem Arbeitsverdienst Hartz-IV-Leistungen beziehen, wird nicht nennenswert abnehmen, hat das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) prophezeit. Die meisten Aufstocker arbeiten in Teilzeit oder haben Familie.<br>\nDie interessante Frage wird sein, wie Arbeitgeber in der privaten Dienstleistung an anderer Stelle die Kosten f&uuml;r die h&ouml;heren Stundenentgelte ausgleichen. Denn die Nachfrage nach Putz- und Kellnerdiensten bleibt ja bestehen. Es ist also falsch, immer von drohenden Jobverlusten zu reden. Der einfachste Weg, schlichtweg die Preise zu erh&ouml;hen, ist dabei nicht immer gangbar. Vom Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ver&ouml;ffentlichte Erhebungen zur Geb&auml;udereinigung zeigen, dass mit der Einf&uuml;hrung von Branchenmindestl&ouml;hnen in diesem Bereich die Preise kaum gesteigert werden konnten, der Wettbewerb ist einfach zu hart. Also wird getrickst. &ndash; Mit dem Mindestlohn d&uuml;rften die Gestaltungsm&ouml;glichkeiten in der privaten Dienstleistung nicht verschwinden, sondern umso intensiver genutzt werden, um Kosten zu dr&uuml;cken. Mehr Regulierung durch den Mindestlohn f&uuml;hrt so am Ende zu mehr Deregulierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F02%2F03%2Fa0088&amp;cHash=5c432f561580a56cb549a3ab077449fe\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So ganz einleuchtend ist der Schluss, mehr Mindestlohn gleich mehr Deregulierung nicht. Es ist nicht einzusehen, warum eine allgemeine Lohnsteigerung &uuml;ber den Mindestlohn den Wettbewerb versch&auml;rfte, da doch alle Unternehmen davon betroffen sind. Getrickst wurde im Gastgewerbe, im Handel und bei den Reinigungsdiensten schon immer. Aber warum sollten h&auml;ufigere Kontrollen und sch&auml;rfere Sanktionen nicht Abhilfe schaffen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Neue Rentenpl&auml;ne: ungerecht, teuer &ndash; wegweisend?<\/strong><br>\nEs hagelt Kritik: Die Rentenpl&auml;ne von Arbeitsministerin Andrea Nahles seien unausgereift, auf Kosten j&uuml;ngerer Generationen und zu teuer. Ist die Kritik berechtigt oder gibt es auch positive Aspekte?<br>\nDie Rente ist ein sensibles Thema: Ist sie gerecht? Bleibt genug Geld, um davon leben zu k&ouml;nnen? Diese Fragen spalten die Generationen regelm&auml;&szlig;ig in zwei Lager. Vor allem die j&uuml;ngeren Generationen bef&uuml;rchten, zwar viel Geld zu investieren, jedoch sp&auml;ter kaum etwas davon zur&uuml;ckzubekommen. Dabei beruht das deutsche Rentensystem auf dem Generationenvertrag: man selbst zahlt die Renten der &auml;lteren Generation &ndash; und wird im Alter von nachfolgenden Einzahlern abgesichert. Schon in den letzten Jahren ist dieses Prinzip jedoch ins Wanken geraten. Es gibt immer mehr &Auml;ltere, im Schnitt aber weniger Kinder &ndash; und somit einen Zahlungsengpass. Doch die Politik wiegelt ab: die Rente sei sicher, heute und auch in den kommenden Jahren. Um die Rente zu sichern, ja sogar zu verbessern, hat die Arbeitsministerin Andrea Nahles nun eine Reform angek&uuml;ndigt. Eine teure: rund 160 Milliarden Euro soll sie bis 2030 kosten &ndash; allein an Mehrausgaben. Viel zu teuer, sagen Kritiker. Und viel zu ungerecht. Immerhin w&uuml;rden kommende Generationen noch st&auml;rker belastet als derzeit schon, sei es &uuml;ber Steuern, aber auch &uuml;ber die Rentenbeitr&auml;ge selbst. Gerd Bosbachsieht die aktuellen Rentenpl&auml;ne kritisch. Zum einen soll die M&uuml;tterrente aufgestockt werden, von nun an sollen auch M&uuml;tter von Kindern, die vor 1992 geboren wurden, gerechter bezahlt werden. Auch Kranke, die gesundheitsbedingt fr&uuml;hzeitig auf das Arbeiten verzichten m&uuml;ssen, sollen mehr Geld erhalten. Als gr&ouml;&szlig;ter Kritikpunkt gilt jedoch die abschlagsfreie Rente mit 63, die einem nach 45 Beitragsjahren gew&auml;hrt wird. Experten warnen vor Missbrauch, aber auch die Ungerechtigkeit ist ein gro&szlig;es Thema. Besonders Frauen w&uuml;rden so gut wie gar nicht von der Regelung profitieren. Wie gerecht sind die Pl&auml;ne also? Kann durch die Reform die Altersarmut bek&auml;mpft werden? Dar&uuml;ber haben wir mit Gerd Bosbach gesprochen. Er ist Rentenexperte und Demographieforscher am RheinAhrCampus in Remagen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/detektor.fm\/politik\/neue-rentenplaene-ungerecht-teuer-wegweisend\/\">Radio detektor.fm (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/detektor.fm\/images\/uploads\/mp3\/Wie_gerecht_ist_die_neue_Rentenreform_web.mp3\">Radio detektor.fm (Interview mit Gerd Bosbach) [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Anti-Korruptionsbericht: EU-Kommissarin r&uuml;gt &ldquo;atemberaubende&rdquo; Korruption<\/strong><br>\nDie wirtschaftlichen Kosten, die durch Korruption in der EU verursacht werden, sch&auml;tzt die Kommission auf j&auml;hrlich bis zu 120 Milliarden Euro. Das ist ein Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts der EU. Die EU-Kommission fordert Deutschland auf, h&auml;rter gegen Bestechung und Bestechlichkeit gew&auml;hlter Amtstr&auml;ger vorzugehen. Die Bundesrepublik solle in diesem Bereich &ldquo;abschreckende straf- und verwaltungsrechtliche Sanktionen&rdquo; erlassen, hei&szlig;t es in dem Bericht. &ldquo;In Deutschland gibt es eine hohe Zahl von gew&auml;hlten Amtstr&auml;gern, die per se f&uuml;r Bestechungsdelikte strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden k&ouml;nnen&rdquo;, stellt die EU-Beh&ouml;rde fest. Die Br&uuml;sseler Fachleute schlie&szlig;en sich mit ihrer Forderung unter anderem dem Europarat in Stra&szlig;burg an, dessen Antikorruptions-Gremium Greco in diesem Bereich seit langem sch&auml;rfere Gesetze anmahnt. Die EU-Kommission bem&auml;ngelt auch &ldquo;die vor allem im &ouml;ffentlichen Sektor fehlenden Regelungen bei Interessenkonflikten nach Ausscheiden aus dem Amt&rdquo;. J&uuml;ngstes Beispiel hierf&uuml;r ist der m&ouml;gliche Wechsel des fr&uuml;heren Kanzleramtsministers Ronald Pofalla zur Deutschen Bahn. Einen solchen Dreht&uuml;r-Effekt gelte es zu vermeiden, hei&szlig;t es von der Kommission. Generell schnitten die skandinavischen Staaten am besten ab, w&auml;hrend Griechenland, Italien und Rum&auml;nien hinten liegen. Dies zeigt eine ebenfalls ver&ouml;ffentlichte Umfrage unter den EU-B&uuml;rgern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-02\/eu-kommission-anti-korruptionsbericht\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Am &ldquo;Dreht&uuml;reffekt&rdquo; l&auml;sst sich sch&ouml;n aufzeigen, was der Koalitionsvertrag wert ist bzw. wie er sich zurecht biegen l&auml;sst. Dort war eine &bdquo;angemessene Regelung&ldquo; f&uuml;r ausscheidende Kabinettsmitglieder, Staatssekret&auml;re und politische Beamte angek&uuml;ndigt worden. Inzwischen ist von nur noch von einer Selbstverpflichtung der Politiker die Rede, also kein neues Gesetz. Ein wenig leidet der Bericht unter der Differenz von Korruptionswahrnehmung und tats&auml;chlich vorgenommener Bestechung. In L&auml;ndern wie Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Estland und Frankreich gehen zwar  mehr  als  die  H&auml;lfte  der  Befragten von weitverbreiteter Korruption aus, aber nur  wenige  Personen  gaben an, dass  sie  schon  einmal  ein Bestechungsgeld  zahlen  mussten  (rund  2%). Selbst in L&auml;ndern, die wie Ungarn (13 %), in der Slowakei (14 %) und in Polen (15 %) einige mehr angaben, pers&ouml;nlich Erfahrung mit Bestechung gemacht zu haben, ist die Korruptionswahrnehmung bedeutend h&ouml;her (82%  in Polen, 89% in Ungarn und 90% in der Slowakei).  Vor allem sind dies Durchschnittswerte, die die Verteilung der Korruptionskosten von 120 Milliarden Euro nicht ber&uuml;cksichtigen. Deutlicher wird ein zitierter Bericht  &uuml;ber die Aufdeckung von Korruption im &ouml;ffentlichen Auftragswesen in der EU.  Dort fielen an direkten Kosten der Korruption  im &ouml;ffentlichen  Auftragswesen in nur f&uuml;nf Sektoren (Stra&szlig;en und Schienen, Wasser und Abfall, Raumplanung\/Wohnungsbau, Bildung sowie Forschung und Entwicklung) in acht Mitgliedstaaten im Jahr 2010 von 1,4 Mrd. bis 2,2 Mrd. EUR an. D.h., dass auf relativ hoher Ebene von Verwaltung und Politik ein Gro&szlig;teil des Schadens anf&auml;llt. Siehe die immer mehr werdenden Berichte &uuml;ber Korruption w&auml;hrend des Baubooms z.B. in Spanien. Etwas fadenscheinig wirkt die Kommission in ihrer Aussage zu einem eigenen Kapitel &uuml;ber EU-Institutionen, das zwar geplant war, aber aus Mangel an externer Bewertung ausfiele. Nun ist aber Br&uuml;ssel der wohl lobbygetr&auml;nkteste Fleck Erde in der EU mit vielen weitreichenden Entscheidungen f&uuml;r die Wirtschaft Europas, die nat&uuml;rlich viele potente Unternehmen mit vielen M&ouml;glichkeiten der Einflussnahme in das Rennen schickt. &ndash; Desweiteren ist zu bem&auml;ngeln, dass viel von Antikorruptionsma&szlig;nahmen die Rede ist, aber wenig von strukturellen Problemen. Wenn z.B. in Ungarn, in der Slowakei und in Polen oder in Lettland und Griechenland sich die Bestechung auf das Gesundheitswesen konzentriert, so hat das doch offensichtlich damit zu tun, dass die jeweiligen Gesundheitssysteme nicht die Grundbed&uuml;rfnisse der Bev&ouml;lkerung abdecken &ndash; zum Teil auch wegen der Sparauflagen der  des IWF oder der EU. Leider wurde und wird das soziale Europa, das Europa der sozialen Sicherungssysteme auf dem Altar der Wirtschaftsunion geopfert. Dabei geht beileibe nicht darum z.B. das Niveau Deutschlands auf die europ&auml;ische Peripherie zu &uuml;bertragen, sondern funktionierende soziale Sicherungssysteme nach Ma&szlig;gabe der jeweiligen Wirtschaftskraft der L&auml;nder einzurichten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Linke muss &ouml;kologisch sein<\/strong><br>\nDie Politologin Chantal Mouffe &uuml;ber die Agonie der Gro&szlig;en Koalition, den neoliberalen Modernisierungskurs der SPD und die Notwendigkeit von Protesten<br>\ntaz: Frau Mouffe, in Deutschland regiert seit Kurzem eine Gro&szlig;e Koalition. Was bedeutet dies f&uuml;r die politische Streitkultur?<br>\nChantal Mouffe: Ich glaube nicht, dass eine Gro&szlig;e Koalition gut f&uuml;r die Demokratie ist. Aber Koalitionen sind nicht einfach eine arithmetische Frage. Eine linke Koalition h&auml;tte eines politischen Projekts bedurft. Vielleicht ist im Moment kein linkes Projekt m&ouml;glich, da das Problem tiefer sitzt.<br>\nInwiefern?<br>\nWir brauchen Parteien mit unterschiedlichen Programmen und echten demokratischen Alternativen. Im Moment erleben wir eher eine postpolitische Situation, die sich in einer Krise der repr&auml;sentativen Demokratie ausdr&uuml;ckt.<br>\nWovon leiten Sie das ab?<br>\nViele Protestbewegungen, die wir in letzter Zeit gesehen haben, gingen von Menschen aus, die sich nicht mehr repr&auml;sentiert f&uuml;hlen. Ein Slogan der Indignados in Spanien war: &ldquo;Wir haben eine Stimme, aber wir haben keine Wahl.&rdquo; Und das ist es, was ich meine. Der Unterschied zwischen Mitte-links und Mitte-rechts ist wie die Auswahl zwischen Coca-Cola und Pepsi-Cola.<br>\nBeschreiben Sie da nicht eigentlich die Krise des politischen Personals?<br>\nIch glaube nicht, dass es allein eine Frage der Macht ist. Sozialdemokratische Parteien bieten keine Alternativen zur neoliberalen Hegemonie in ihren Programmen an. Ich sehe derzeit keine sozialdemokratische Partei, die sich f&uuml;r ein anderes Projekt starkmacht. (&hellip;)<br>\nIch glaube, dass zum Beispiel die Studentenproteste in Chile zeigen, dass eine solche Allianz m&ouml;glich ist. Camila Vallejo ist eine charismatische Studierendenf&uuml;hrerin, die die Kommunistische Partei dort zu einer Regierungsbeteiligung bewegt hat. Trotzdem hat die dortige KP eigene Projekte und kritisiert, wo sie es f&uuml;r angemessen h&auml;lt.<br>\nDie Deutschen scheinen das aber nicht zu wollen. SozialdemokratInnen wollen mit Merkel regieren, die mit gro&szlig;em Vorsprung die Wahl gewonnen hat.<br>\nDas ist wahr, denn die Mehrheit der SozialdemokratInnen scheint damit gl&uuml;cklich zu sein, in eine Gro&szlig;e Koalition zu gehen. Aber Angela Merkel k&ouml;nnte ein Indiz daf&uuml;r sein, was ich gesagt habe. Erh&auml;lt Merkel nicht vielleicht mangels wirklicher Alternative so viel Zuspruch? Die Frage ist also: Sind Menschen wirklich gl&uuml;cklich oder sind sie nicht einfach ein bisschen fatalistisch geworden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=ku&amp;dig=2014%2F01%2F31%2Fa0098&amp;cHash=2f8974cfedb476942ed32121beef63fe\">taz.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Geist von Wildbad Kreuth: Die CSU blinkt rechts und hetzt gegen &ldquo;Armutsmigration&rdquo;<\/strong><br>\nKurz vor dem Jahreswechsel tauchte eine Beschlussvorlage f&uuml;r die Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im bayrischen Wildbad Kreuth auf, die eine Debatte um sogenannte Armutsmigration ausl&ouml;ste. Seit dem 1. Januar 2014 gilt in der Europ&auml;ischen Union (EU) die volle Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit, auch f&uuml;r B&uuml;rgerInnen aus Rum&auml;nien und Bulgarien.<br>\nDie der Presse zugespielten S&auml;tze des CSU-Papiers wurden auf der Klausurtagung dann auch im Kern beschlossen: Es gebe einen fortgesetzten Missbrauch der europ&auml;ischen Freiz&uuml;gigkeit durch &raquo;Armutszuwanderung&laquo;, weshalb die CSU &raquo;falsche Anreize zur Zuwanderung&laquo; verringern wolle. Au&szlig;erdem werde eine generelle Aussetzung des Sozialleistungsbezuges f&uuml;r die ersten drei Monate des Aufenthaltes in Deutschland gepr&uuml;ft und dem &raquo;Sozialleistungsbetrug&laquo; der Kampf angesagt. Die kurze Formel lautet: &raquo;Wer betr&uuml;gt, der fliegt&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1335\">anntazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Krieg der Reichen gegen die Armen<\/strong><br>\nWarren Buffet, einer der reichsten M&auml;nner der Welt, hat dies so formuliert. Mehrmals. Betrachtet man die Zitate in chronologischer Reihenfolge, f&auml;llt etwas auf. Kann es sein, das bei ihm ein Umdenken eingesetzt hat?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aristoblog.de\/2014\/02\/der-krieg-der-reichen-gegen-die-armen\/\">Aristoblog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu Ohren gekommen<\/strong><br>\nUnsere Epoche scheint beispiellos zu sein. Jedenfalls k&ouml;nnte man diesen Eindruck erlangen, wenn man so h&ouml;rt, was die Medien alles verbeispiellosen. Jede Woche ein neuer Fall von beispielloser Tragweite. Zuletzt waren es die demographische Entwicklung, die NSA-Aff&auml;re oder Hartz IV als Erfolgsmodell. Alles ohne Beispiel. Derzeit firmieren unter diesem Etikett Artikel zu einem Hochhaus-Abbruch in Bockenheim &ndash; und so gut wie alle Empfehlungen f&uuml;r diverse Kandidaten f&uuml;r den Friedensnobelpreis sind mit diesem Adjektiv ausgestattet. Dieses Bem&uuml;hen des Wortes beispiellos ist wirklich beispiellos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/02\/zu-ohren-gekommen.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;Die Anstalt&ldquo; kommt!<\/strong><br>\nMax Uthoff und Claus von Wagner &uuml;bernehmen &bdquo;Die Anstalt&ldquo; &ndash; ab Dienstag, 4. Februar, um 22.15 Uhr!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/2079532\/Die-Anstalt-kommt%2521\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Claus von Wagner und Max Uthoff zur neuen &bdquo;Anstalt&ldquo; im ZDF<\/strong><br>\nAus dem ZDF-Satire-Flaggschiff &bdquo;Neues aus der Anstalt&ldquo; wird &bdquo;Die Anstalt&ldquo;. Die bisherigen Gastgeber machen Platz f&uuml;r die beiden M&uuml;nchner Kabarettisten Claus von Wagner und Max Uthoff. In den radioSpitzen reden sie sich schon mal warm &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/podcast\/mp3-download\/bayern2\/mp3-download-podcast-radiospitzen.shtml\">Bayer2 &ldquo;Radiospitzen&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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