{"id":20598,"date":"2014-02-05T09:16:47","date_gmt":"2014-02-05T08:16:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20598"},"modified":"2014-02-05T09:16:47","modified_gmt":"2014-02-05T08:16:47","slug":"hinweise-des-tages-2059","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20598","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20598#h01\">Die Anstalt ist zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20598#h02\">Jakob Augstein: &ndash; Das Gerede vom Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20598#h03\">Robert Misik &ndash; Die Vernichtung des Sozialstaats, das ist reine Ideologie&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20598#h04\">Die Kanzlerin ist m&ouml;glicherweise der Beihilfe schuldig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20598#h05\">Barry Eichengreen: Deflation ist eine grosse Gefahr f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20598#h06\">Warum die US-Regierung keine Arbeitslosenhilfe mehr zahlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20598#h07\">Erwerbst&auml;tigkeit von Paaren mit Kindern &ndash; 2012 und 1996 im Vergleich: Stark r&uuml;ckl&auml;ufige Vollzeitarbeit von M&uuml;ttern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20598#h08\">Auf Kosten der Kranken: Vivantes will Heim f&uuml;r psychisch Betreute in Sch&ouml;neberg verkaufen &ndash; an den H&ouml;chstbietenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20598#h09\">Langzeitarbeitslosigkeit: Drei Millionen Menschen ben&ouml;tigen dauerhaft Hartz-IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20598#h10\">Arbeitgeber fordern neue Anreize f&uuml;r Aufstocker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20598#h11\">Der Anstieg, der ein R&uuml;ckgang war<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20598#h12\">Sterbenlassen, abwehren und wegschauen: Europas Umgang mit syrischen Fl&uuml;chtlingen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20598#h13\">Wieso wir Angst vor dem Fremden haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20598#h14\">Eine Geschichte des Hasses: Hintergr&uuml;nde, Bilder und Sinnstruktur des Antiziganismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20598#h15\">Th&uuml;ringen: Rektoren protestieren gegen Finanzpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20598#h16\">&bdquo;Bitte kehren sie um, aber tun sie es ohne mich &hellip;&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"www.nachdenkseiten.de\/?p=20598&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Anstalt ist zur&uuml;ck<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Die Anstalt&ldquo; vom 4. Februar 2014<\/strong><br>\n&ldquo;Die Anstalt&rdquo; ist zur&uuml;ck &ndash; mit den neuen &ldquo;Leitern&rdquo; Max Uthoff und Claus von Wagner sowie Simone Solga, Nico Semsrott und Matthias Egersd&ouml;rfer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek#\/beitrag\/video\/2081928\/Die-Anstalt-vom-4-Februar-2014\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Ein guter Einstieg der neuen Macher. Sehr sehenswert.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Chapeau! Uthoff, von Wagner und das Anstalt-Team haben es geschafft, in die gro&szlig;en Fu&szlig;stapfen ihrer Vorg&auml;nger zu treten. Chapeau &uuml;brigens auch an das ZDF, das mit der Anstalt und der heute Show zeigt, dass &ouml;ffentlich-rechtliches Kabarett auch kritisch und &ndash; man wagt es ja heute kaum offen zu sagen &ndash; links sein kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die neue &bdquo;Anstalt&ldquo; des ZDF &ndash; Sie wollen deutlich weniger Merkel wagen<\/strong><br>\nGeneration Satire: Max Uthoff und Claus von Wagner sind die Neuen in der selbstbez&uuml;glichen ZDF-Reihe &bdquo;Anstalt&ldquo;. Den m&ouml;glichen Erfolg des Formats beurteilen sie n&uuml;chtern, Pointen aus der Wundert&uuml;te schlie&szlig;t das nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/die-neue-anstalt-des-zdf-sie-wollen-deutlich-weniger-merkel-wagen-12783294.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Dieser Mann ist das Satire-Botox f&uuml;r das ZDF<\/strong><br>\nHeute beginnt die neue Staffel von &ldquo;Neues aus der Anstalt&rdquo;, eines der letzten Formate, das noch hildebrandtschen Geist atmet. Erfunden hat sie Stephan Denzer, der auch Urheber der &ldquo;Heute-Show&rdquo; ist. [&hellip;]<br>\nEr hat die &ldquo;Heute-Show&rdquo; erfunden und &ldquo;Neues aus der Anstalt&rdquo;. Beides Formate, die zu Aush&auml;ngeschildern des Senders geworden sind. Er hat den Mainzelm&auml;nnern die Angst davor genommen, &uuml;ber sich selber zu lachen. In der &ldquo;Heute-Show&rdquo; treten sie als amoklaufende Spie&szlig;b&uuml;rger auf, und wenn es sein muss, kotzen sie dem Moderator Oliver Welke schon mal auf den Tisch.<br>\nDas Format l&auml;uft am sp&auml;ten Freitagabend. Irgendwie hat es Stephan Denzer geschafft, es auf diesen Sendeplatz zu hieven, den das Kulturmagazin &ldquo;Aspekte&rdquo; jahrzehntelang blockiert hatte, noch so eine Heilige Kuh. Ein Kraftakt, das r&auml;umt er ein. &ldquo;Jede Programm&auml;nderung ist auch irgendwie eine politische Frage.&rdquo; Dabei wirkt Denzer kein bisschen ehrgeizig oder gar verbissen, eher wie einer, der beim Sport nicht schwitzt. In der Comedy-Szene eilt ihm der Ruf voraus, er habe eben ein Kreuz, breit genug, um Gefechte um Gelder, Ideen und K&ouml;pfe auszutragen. Anders k&ouml;nne man in dieser hierarchisch strukturierten Anstalt nichts bewegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/kultur\/article124507260\/Dieser-Mann-ist-das-Satire-Botox-fuer-das-ZDF.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><strong>Viel Spott, wenig Satire<\/strong><br>\nNachwuchs in der &bdquo;Anstalt&ldquo;: Die Gastgeber der ZDF-Kabarettsendung wechseln, das Konzept leider nicht. Die Chance zu einer formalen Neuerung wurde verpasst.<br>\nUnter den Vorschl&auml;gen zur aktuell laufenden Preisrunde des diesj&auml;hrigen Grimme-Preises waren acht Sendungen, die dem klassischen Kabarett zuzurechnen sind. Einige dieser Nennungen begegnen den Gremienmitgliedern alle Jahre wieder. Sie wurden noch nie mit einer Nominierung bedacht, aber die Sender bleiben hartn&auml;ckig. Damit verschenken sie Pl&auml;tze aus ihrem begrenzten Vorschlagskontingent, denn sie missachten fahrl&auml;ssig jenen Passus aus den Grimme-Statuten, der den eingereichten Sendungen abverlangt, dass sie &bdquo;die spezifischen M&ouml;glichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen&ldquo;.<br>\nDas klassische Kabarett ist eine B&uuml;hnendarbietung aus der Zeit vor der Erfindung des Fernsehens, die mal mehr, mal minder geschickt von Kameras aufgenommen und in die Wohnstuben &uuml;bertragen wird. Erstaunlich genug, dass sich diese Kleinkunstvariante bis ins 21. Jahrhundert gehalten hat. Dieter Hildebrandt hatte schon 1973 aufgezeigt, wie eine TV-spezifische Form der politischen Satire aussehen kann: Bei &bdquo;Notizen aus der Provinz&ldquo; bediente er sich der Konventionen des politischen Fernsehmagazins und dabei auch dokumentarischer Filmmaterialien. Weshalb Fernsehrat und Sendeleitung alsbald Ansto&szlig; nahmen und eingriffen, wohlmeinend nat&uuml;rlich, aus Sorge um den vollends verwirrten Zuschauer, der vor lauter geistiger Armseligkeit zwischen ernsthafter Berichterstattung und Hildebrandts gesellschaftskritischen Satiren nicht mehr zu unterscheiden vermochte. Im November 1979 wurde &bdquo;Notizen aus der Provinz&ldquo; abgesetzt und dem Urheber Hildebrandt eine &bdquo;Denkpause&ldquo; verordnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/tv-kritik\/zdf-kabarett--die-anstalt---viel-spott--wenig-satire-,1473344,26092444.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Nat&uuml;rlich kann man Kritiken auch so schreiben wie es Herr Keller von der Frankfurter Rundschau gemacht hat. Man beschr&auml;nkt sich auf das scheinbar rein Handwerkliche einer &ldquo;Kabarettsendung&rdquo; und demontiert sie dann nach allen Regeln der Kunst. All das in der Hoffnung, die Zuschauer ignorieren die vortrefflichen Spitzen, die Uthoff, von Wagner &amp; Co. gesetzt haben. Aber die Zuschauer haben diese eben, sicher zum Missfallen des Kritikers gerade nicht ignoriert. Im Gegenteil: Sie haben sich am&uuml;siert &uuml;ber die vermeintlichen &ldquo;Verbalinjurien&rdquo;, denn die Pointen waren zum Teil hervorragend gesetzt und mitunter, so z.B. beim (leider etwas zu schrillen) Vortrag von Matthias Egersd&ouml;rfer, blieb einem das Lachen im Halse stecken. Auch die Beitr&auml;ge zu Frau von der Leyen und den &ldquo;sedierten Uhu&rdquo; Gauck waren pr&auml;zise und das Publikum belohnte nicht nur die gekonnten Vortr&auml;ge, sondern mehr noch die Inhalte. Letztere hat der Kritiker scheinbar bewusst ignoriert, m&ouml;glicherweise ist er aber selbst sediert. Ein willenloser, parteiischer Medienmensch eben!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jakob Augstein: &ndash; Das Gerede vom Krieg<\/strong><br>\nVor kurzem hat Au&szlig;enminister Steinmeier gesagt, Deutschland sei &ldquo;zu gro&szlig;, um die Weltpolitik nur zu kommentieren&rdquo;. Und Verteidigungsministerin von der Leyen fand: &ldquo;Wir k&ouml;nnen nicht zur Seite schauen, wenn Mord und Vergewaltigung an der Tagesordnung sind.&rdquo; Jetzt hat Bundespr&auml;sident Gauck auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz noch einen drauf gesetzt und verk&uuml;ndet, Deutschland solle sich &ldquo;fr&uuml;her, entschiedener und substantieller einbringen&rdquo;. Diese Politiker gebrauchen das Wort Krieg nicht. Aber nichts anderes ist gemeint, wenn Steinmeier von &ldquo;t&auml;tiger Au&szlig;enpolitik&rdquo; spricht und Gauck die Deutschen auffordert, &ldquo;sich der Welt zuzuwenden&rdquo;. Vor der Wahl haben sie so nicht geredet, weil sie wissen, dass die W&auml;hler das alles nicht wollen. Sie haben den Kurswechsel, den sie zweifellos schon l&auml;nger planen, nicht angek&uuml;ndigt. Das ist dreist. Und es ist doppelter Unsinn. Diesem Denken liegt eine &uuml;berkommene Vorstellungen von Sicherheit und Verantwortung zugrunde. Und von deutschem Isolationismus kann l&auml;ngst keine Rede mehr sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jakob-augstein-ueber-den-einsatz-von-soldaten-der-bundeswehr-im-ausland-a-950725.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Ich denke Augstein trifft die Sache sehr gut. Bitte, folgende Frage an Herren Gauck richten: &ldquo;Wof&uuml;r also ist der Hauptgefreite Sergej Motz gestorben, der dort [Afghanistan] am 29. April 2009 um 19.10 Uhr von einer Panzerfaust getroffen wurde? Der erste deutsche Soldat nach dem Zweiten Weltkrieg, der im Gefecht sein Leben verlor. Und all die anderen nach ihm. Im Afghanistan-Krieg starben 54 deutsche Soldaten und Polizisten, davon 36 im Kampf.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Was w&uuml;rde Gauck den Angeh&ouml;rigen und Freunden dieser M&auml;nner sagen? &ldquo;Der Einsatz der Bundeswehr war notwendig, &hellip;..&rdquo; Der Tot von 54 deutsche Soldaten und Polizisten und von tausenden Afghanen war notwendig?<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Wir sind die Guten; Zur Debatte um die deutsche Verantwortung in der Welt<\/strong><br>\nDer Gleichklang ist beeindruckend. Ob Bundespr&auml;sident, Verteidigungsministerin oder Au&szlig;enminister &ndash; sie alle fordern zu Beginn des Jahres, beinahe unisono, eine aktivere Rolle Deutschlands. Es sei nicht genug, &ldquo;Weltpolitik nur zu kommentieren&rdquo; ( Steinmeier ), man solle sich &ldquo;entschiedener und substanzieller einbringen&rdquo; ( Gauck ) und die Menschen in den Krisenregionen nicht &ldquo;im Stich lassen&rdquo; ( von der Leyen ). Was steckt hinter dem auff&auml;llig einm&uuml;tigen Vorpreschen in dieser kontroversen Frage? Die Suche f&uuml;hrt schnell zu einem Strategiepapier, das, wie sich zeigt, die eigentliche Blaupause s&auml;mtlicher der genannten Redebeitr&auml;ge ist. Bereits im Oktober vergangenen Jahres legte die regierungsnahe Denkfabrik Stiftung Wissenschaft und Politik gemeinsam mit dem German Marshall Fund of the United States eine Studie vor, in der sich viele der Formulierungen Gaucks, Steinmeiers und von der Leyens beinahe wortw&ouml;rtlich wiederfinden. Ihr Titel: &ldquo;Neue Macht &ndash; neue Verantwortung&rdquo;. Das Forum der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz bot nun nach Regierungsbildung wohl die passende Gelegenheit, mit der neuen Strategie an die &Ouml;ffentlichkeit zu gehen. Gauck und Co. erscheinen mehr als &ldquo;Vorleser&rdquo;. In der Studie hei&szlig;t es:<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40913\/1.html?utm_medium=twitter&amp;utm_source=twitterfeed\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.swp-berlin.org\/fileadmin\/contents\/products\/projekt_papiere\/DeutAussenSicherhpol_SWP_GMF_2013.pdf\">Neue Macht. Neue Verantwortung &ndash; SWP [PDF &ndash; 259 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Abrecht M&uuml;llers ausgezeichnete Analyse und Einordnung der Rede unseres Bundespr&auml;sidenten endet mit dem Fazit: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20578\">Eine Rede zur Restauration und eine Auftragsarbeit<\/a>. Es hat wohl niemand gedacht, dass die Redenschreiber von Gauck, Steinmeier und von der Leyen bei einer Auftragsarbeit des Ausw&auml;rtigen Amtes (&ldquo;gef&ouml;rdert durch den Planungsstab des Ausw&auml;rtigen Amts&rdquo;) abgekupfert haben, an dem sage und schreibe 50 Autoren beteiligt waren (Es lohnt sich, die Liste am Ende genauer zu studieren). Kein Wunder, dass ein sprachlicher und gedanklicher Einheitsbrei herauskam, sodass die Rede Gaucks nur so von aufgeblasenen Klischees und Spr&uuml;chen (M&uuml;ller) wimmelte. Rede wie Auftragsarbeit geben Zeugnis des heute &uuml;blichen geopolitischen Geschw&auml;tzes in Reinkultur &ndash; ein Richelieu, Metternich und Bismark rotieren im Grabe &ndash; ohne gedankliche Tiefe und Sch&auml;rfe und bar jeden Geschichtsbewusstseins. Einheitsbrei stimmt nat&uuml;rlich nicht ganz. Es gibt nat&uuml;rlich Dissensen, in anschaulichen K&auml;sten ersichtlich. Aber verdeckt von einem Konsens, der in S&auml;tzen, wie diesen, jeden echten Dissens unglaubw&uuml;rdig macht: &ldquo;Aus Deutschlands gewachsener Macht und seinem gestiegenen Einfluss folgt dabei auch ein Mehr an Verantwortung. Jahrzehntelang war Deutschland Konsument von Sicherheit, garantiert von der NATO und insbesondere von den USA. Heute erwarten Verb&uuml;ndete und Partner, dass Deutschland selbst Sicherheit produziert; und nicht nur f&uuml;r sich selbst.&rdquo; Jedes einzelne Wort ist zu hinterfragen. Ich breche ab, bevor ich die Fassung verliere. &ndash; Paul Schreyer zitiert am Ende seines Beitrags auf Telepolis aus der Antrittsrede von Gustav Heinemann, der auch &uuml;ber nationale Verantwortung spricht. Vielleicht ist das unfair und ein wenig tut mir Gauck auch leid, aber zwischen ihm und Heinemann liegen Welten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Robert Misik &ndash; Die Vernichtung des Sozialstaats, das ist reine Ideologie&hellip;<\/strong><br>\nEr ist Assistenzprofessor in Harvard, hat den Verm&ouml;gensrechner &ldquo;Binichreich?&rdquo; programmiert und bloggt hier regelm&auml;&szlig;ig auf der Seite der Gr&uuml;nen Bildungswerkstatt. &ldquo;Alle glauben, sie sind Mittelklasse, aber das stimmt nicht&rdquo;, rechnet der &Ouml;konom Maximilian Kasy vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.misik.at\/sonstige\/die-vernichtung-des-sozialstaats-das-ist-reine-ideologie.php\">misik.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Kanzlerin ist m&ouml;glicherweise der Beihilfe schuldig<\/strong><br>\nF&uuml;r die Sprecherin des Chaos Computer Clubs, ist in der NSA-Aff&auml;re die Aufnahme von Ermittlungen gegen die Bundesregierung unumg&auml;nglich. Offensichtlich habe es eine Duldung und Kooperation der Geheimdienstt&auml;tigkeiten auf deutschem Boden gegeben, sagte Kurz im Deutschlandfunk. Daher habe der CCC Strafanzeige unter anderem gegen die Kanzlerin gestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/strafanzeige-des-ccc-die-kanzlerin-ist-moeglicherweise-der.694.de.html?dram:article_id=276544\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Barry Eichengreen: Deflation ist eine grosse Gefahr f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nBarry Eichengreen, Wirtschaftshistoriker in Berkeley, warnt im Interview mit der FuW davor, die Eurokrise als beendet zu betrachten:  Die Finanzm&auml;rkte tendieren zu &Uuml;bertreibungen. Sie &uuml;bertrieben, als sie im Sommer 2012 den Zusammenbruch der W&auml;hrungsunion bef&uuml;rchteten, und sie &uuml;bertreiben auch heute, wenn sie ein Ende der Eurokrise einpreisen. Die niedrigen Zinsen in Europa sind bloss Ausdruck der riesigen Liquidit&auml;t an den Finanzm&auml;rkten, die verzweifelt nach Rendite sucht. &hellip; Keines der grunds&auml;tzlichen Probleme der W&auml;hrungsunion wurde gel&ouml;st. Das europ&auml;ische Bankensystem ist immer noch krank, die geplante Bankenunion wurde viel zu komplex und falsch konzipiert. Die Politiker glauben, sie k&ouml;nnten den Schulden&uuml;berhang &uuml;ber einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren abbauen. &hellip; Spanien und Portugal haben es geschafft, ihre Lohnst&uuml;ckkosten zu senken und wieder mehr zu exportieren. Griechenland hat seine Kosten ebenfalls gesenkt, doch in erh&ouml;hten Exporten schl&auml;gt sich das nicht nieder. Italien und Frankreich haben derweil weiter an Wettbewerbsf&auml;higkeit verloren. Aber Achtung: Trotz aller Fortschritte im Exportbereich schlummern im spanischen Bankensystem immer noch gewaltige Verluste, die fr&uuml;her oder sp&auml;ter zum Vorschein kommen. Und &uuml;ber allem besteht jetzt auch noch das Risiko, dass die Eurozone in die Deflation rutscht. &hellip; Wenn in der gesamten W&auml;hrungsunion Deflation herrscht, bedeutet das einen Abfall der aggregierten Nachfrage. Im Kern der W&auml;hrungsunion, vor allem in Deutschland, m&uuml;sste etwas mehr Inflation herrschen, um die Deflation an der Peripherie auszugleichen. F&auml;llt die Eurozone in eine Deflation, wird das angesichts der hohen privaten und &ouml;ffentlichen Verschuldung zu einem R&uuml;ckfall in die Rezession und in die Krise f&uuml;hren. &hellip; Der Internationale W&auml;hrungsfonds beziffert das Deflationsrisiko auf 20 bis 30%. Ich denke, es sind mehr als 30%. Die EZB ist viel zu z&ouml;gerlich und geht ein grosses Risiko ein. Draghi sollte sich an die Bernanke-Doktrin erinnern und die Deflationsgefahr pr&auml;ventiv bek&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/deflation-ist-eine-grosse-gefahr-fur-europa\/\">FuW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nur zur Kl&auml;rung: Barry Eichengreen ist nicht nur einfach Wirtschaftshistoriker, sondern hat sich vor allem um die Geschichte des Finanzsystems verdient gemacht. Auch hat er ein wichtiges Buch &uuml;ber das nach dem Zweiten Weltkrieg anhaltende Golden Age des Wirtschaftswachstums und dessen nachfolgenden R&uuml;ckgang geschrieben. &ndash; Im Interview spricht Eichengreen von der Bernanke-Doktrin. Der fr&uuml;here Pr&auml;sident der amerikanischen Notenbank, Ben Bernanke, hat stets betont, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um eine Deflation abzuwenden, selbst wenn eine solch ultralockere Geldpolitik Gefahr liefe, &uuml;ber das Ziel hinauszuschie&szlig;en. Die EZB solle also frisches Geld drucken und damit Anleihen aufkaufen, wie es die Notenbanken der USA und anderer Industriel&auml;nder getan haben und tun (Die US-Notenbank kauft  Monat f&uuml;r Monat f&uuml;r 85 Milliarden Dollar Staatsanleihen und Immobilienpapiere) 2012 hatte Draghi versprochen, die EZB werde bei Bedarf und unter bestimmten Bedingungen in unbegrenzter H&ouml;he Staatsanleihen von Probleml&auml;ndern kaufen. Bislang musste Draghi jedoch kein solches Kaufprogramm starten. Allerdings ist die Bundesbank ein scharfer Gegner von &lsquo;Quantitative Easing&rsquo; (lockere Geldpolitik). Zudem gibt es rechtliche Probleme (Verbot der Staatsfinanzierung). Zuletzt hatte die EZB angedacht, mit negativen Einlagenzinsen jene Banken bestrafen, die das Geld bei der EZB horten.- Man muss nicht jeden Aspekt von Eichengreens Analyse teilen, aber festzuhalten ist, dass er aktuell wie manch anderer ausl&auml;ndischer &Ouml;konom die Gefahr einer Deflation in der Eurozone sieht und auf l&auml;ngere Sicht f&uuml;r eine W&auml;hrungsunion einen zwischenstaatlichen Finanzausgleich f&uuml;r notwendig erachtet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Warum die US-Regierung keine Arbeitslosenhilfe mehr zahlt<\/strong><br>\nWashington finanzierten Hilfe &ndash; Emergency Unemployment Compensation (EUC) &ndash; erhalten Arbeitslose noch mindestens weitere vierzehn Wochen Unterst&uuml;tzung. Die EUC ist vor langem zwischen die parteipolitischen Fronten geraten. 2008 wurde sie eingef&uuml;hrt, danach mehrfach blockiert und ver&auml;ndert, 2012 im Rahmen des American Taxpayer Relief Act bis 1. Januar 2014 ausgedehnt. Der Senat konnte sich nicht auf eine abermalige Verl&auml;ngerung einigen. Deshalb ist die EUC Anfang dieses Jahres eingestellt worden. Das US-Researchteam von Morgan Stanley (MS 28.95 -1.9%) geht davon aus, dass viele der insgesamt 1,35 Mio. EUC-Empf&auml;nger nun aus der statistisch erfassten Erwerbsbev&ouml;lkerung ausscheiden werden. Die Erwerbsquote in den USA, die mit 62,8% bereits auf dem niedrigsten Stand seit den Siebzigerjahren liegt, werde daraufhin noch mehr abnehmen. Es k&ouml;nnte in der Folge zu einem geradezu perversen Effekt kommen: Die Arbeitslosigkeit nimmt ab, und die Arbeitslosenrate von 6,5%, die die US-Notenbank als Ziel anstrebt, wird erreicht. Dazu gen&uuml;gen ein R&uuml;ckgang der erfassten Erwerbst&auml;tigen um ein Zehntel und eine Zunahme der Neueinstellungen um 200 000 Einheiten. Beides sind plausible Annahmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/xcor-der-chart-des-tages\/\">FuW<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140205_02.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/MS-US-Benefit-Claims-in-EUC-Program.jpg\">Department of Labor via FuW<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Meldung ist ein gutes Beispiel daf&uuml;r, aus dem heraus dann wenig informierte Obama-Entt&auml;uschte dem Pr&auml;sidenten vorwerfen, kapitalh&ouml;rig den Sozialstaat abzubauen. Da ist eine Frau Merkel viel m&auml;chtiger. Oder kann sich jemand vorstellen, wie sich in unserem Parlament eine Mehrheit finden k&ouml;nnte, die ein Vorhaben der Merkel-Regierung scheitern l&auml;sst?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Nur zur Kl&auml;rung: Man k&ouml;nnte aus dieser Graphik zum falschen Schluss kommen, dass es keine Arbeitslosenhilfe mehr gibt, was nicht der Fall ist. Diese Graphik zeigt nur die Zahlungen aus der verl&auml;ngerten Arbeitslosenhilfe, die jetzt abgelaufen ist und nicht verl&auml;ngert wurde. So wie es im Artikel steht, bleiben die 26 Wochen Arbeitslosenhilfe bestehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Erwerbst&auml;tigkeit von Paaren mit Kindern &ndash; 2012 und 1996 im Vergleich: Stark r&uuml;ckl&auml;ufige Vollzeitarbeit von M&uuml;ttern<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140205_01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140205_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Arbeitsmarkt\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbIV83_Grafik_Monat_02_2014.pdf\">Sozialpolitik aktuell [PDF &ndash; 140 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Auf Kosten der Kranken: Vivantes will Heim f&uuml;r psychisch Betreute in Sch&ouml;neberg verkaufen &ndash; an den H&ouml;chstbietenden<\/strong><br>\nVivantes-Grundst&uuml;cken, beispielsweise dem Auguste-Viktoria-Klinikum, zu suchen&rdquo;, so die Vivantes-Sprecherin. Stadtr&auml;tin Klotz jedoch sieht die Gefahr, dass man nur am Rande der Stadt &uuml;berhaupt einen Platz f&uuml;r diese Menschen findet, die aus geschlossenen Psychiatrie-Einrichtungen kamen. &ldquo;F&uuml;r diese Menschen, die im Rahmen der Enthospitalisierung 1998 in ihren Heimatbezirk Sch&ouml;neberg zur&uuml;ckzogen und erfolgreich dort integriert wurden, bedeutet das eine Katastrophe&rdquo;, sagt sie. Ihnen sei versprochen worden, dass sie bis zum Lebensende dort wohnen d&uuml;rften. Es best&uuml;nden auch gute Kontakte in die Nachbarschaft, auch in die nahe Kirchengemeinde.<br>\nUm &uuml;berhaupt Chancen im Bieterverfahren zu haben, erh&ouml;hte die gemeinn&uuml;tzige Einrichtung ihren Kaufpreis zuletzt auf 2,5 Millionen Euro. Das Mindestgebot betrug 1,6 Millionen Euro. Pinel-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Bernd Gander hatte der Erh&ouml;hung zugestimmt, nachdem ihn Vivantes im vergangenen Oktober dazu aufgefordert hatte. Er sollte sein Angebot im Bieterverfahren nachbessern. Die Angebotsfrist war eigentlich am 31. August abgelaufen. Weil Pinel die Liegenschaft so wichtig ist, entschied sie sich im Januar 2014 auf das Angebot der Erh&ouml;hung einzugehen &ndash; selbst mit dem Risiko, dass der Betrag m&ouml;glicherweise doch nicht durch Lotto-Mittel zu finanzieren ist. Doch der Aufsichtsrat gab den Zuschlag vor wenigen Tagen an einen anderen. Es soll sich nach Informationen der Morgenpost um das &ldquo;Buddhistische Zentrum Berlin Mitte&rdquo; handeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/printarchiv\/berlin\/article124506067\/Auf-Kosten-der-Kranken.html\">Berliner Morgenpost<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein Schelm, der B&ouml;ses dabei denkt: Mario Czaja, der als Gesundheitssenator f&uuml;r die psychisch Kranken zust&auml;ndig ist, sitzt gleichzeitig im Aufsichtsrat der Vivantes<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Langzeitarbeitslosigkeit: Drei Millionen Menschen ben&ouml;tigen dauerhaft Hartz-IV<\/strong><br>\nNicht nur die besten Bewerber einstellen &mdash; das fordern die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und die Kommunen. Um die Langzeitarbeitslosigkeit zu bek&auml;mpfen, sollten Unternehmen auch Menschen mit &bdquo;Br&uuml;chen im Lebenslauf&ldquo; eine Chance geben. Bei einer Pressekonferenz am Dienstag sagte Heinrich Alt, Vorstand der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen seit zwei Jahren stagniere. Momentan seien drei Millionen erwerbsf&auml;hige Menschen dauerhaft auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen. Damit mehr Menschen einen Arbeitsplatz finden und behalten, sollen die Berater der Jobcenter k&uuml;nftig besser ausgebildet werden und die Angebote st&auml;rker darauf abstimmen, ob beispielsweise eine alleinerziehende Mutter oder ein Jugendlicher ohne Ausbildung Hilfe ben&ouml;tige. Zudem k&ouml;nnten ehrenamtliche Paten die Betroffenen bei ihrer Suche unterst&uuml;tzen und Kampagnen wie &bdquo;Perspektiven im Betrieb&ldquo; Firmen miteinbeziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/langzeitarbeitslosigkeit-drei-millionen-menschen-benoetigen-dauerhaft-hartz-iv\/9430836.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie unwissend man doch ist. Oder haben Sie gewusst, dass die Berater der Jobcenter bei ihrer Hilfestellung, alleinerziehende M&uuml;tter oder Jugendliche ohne Ausbildung &uuml;ber einen Kamm scheren. Und dann diese ehrenamtlichen Paten. Sind wir ein Sozialstaat oder bei der Caritas?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeitgeber fordern neue Anreize f&uuml;r Aufstocker<\/strong><br>\nNur wenige der sogenannten Aufstocker arbeiten ganzt&auml;gig. Um st&auml;rkere Anreize zur Aufnahme einer vollen Berufst&auml;tigkeit zu schaffen, treten der Deutsche Landkreistag und die Arbeitgeber daf&uuml;r ein, die Zuverdienstregeln bei Hartz IV zu &auml;ndern.<br>\nDer Deutsche Landkreistag und die Arbeitgeber treten daf&uuml;r ein, die Zuverdienstregeln bei Hartz IV zu &auml;ndern, um st&auml;rkere Anreize zur Aufnahme einer vollen Berufst&auml;tigkeit zu schaffen. Neue Zahlen zur Vollzeit- und Teilzeitbesch&auml;ftigung zeigten deutlich, dass nur wenige der sogenannten Aufstocker ganzt&auml;gig arbeiten, sagte der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Landkreistages, Hans-G&uuml;nter Henneke der Berliner Tageszeitung &bdquo;Welt&ldquo; (Dienstagsausgabe). Von 1,2 Millionen Aufstockern arbeite mehr als die H&auml;lfte ausschlie&szlig;lich geringf&uuml;gig, 30 Prozent sozialversicherungspflichtig in Teilzeit und nur 18 Prozent in Vollzeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mz-web.de\/wirtschaft\/-hartz-iv-arbeitgeber-fordern-neue-anreize-fuer-aufstocker,20642182,26074058.html\">Mitteldeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: L&auml;nger oder k&uuml;rzer<\/strong><br>\nVollzeitbesch&auml;ftigte wollen weniger, Mini-Jobber mehr arbeiten.<br>\nW&auml;hrend sich Vollzeitbesch&auml;ftigte verringerte Arbeitszeiten w&uuml;nschen, w&uuml;rden Mini-Jobber und Teilzeitarbeitnehmer gerne l&auml;nger arbeiten. Das ergab eine Analyse des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in N&uuml;rnberg, die am Montag ver&ouml;ffentlicht wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/index.php?id=274&amp;tx_ttnews[tt_news]=7918&amp;cHash=0239aac8eada828a7b524247557d4149\">Ihre-Vorsorge.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Anstatt &uuml;ber die Hinzuverdienstregelungen zu diskutieren und &ldquo;Aufstocker&rdquo; &ouml;ffentlich zu diskreditieren, sollten insbesondere die Arbeitgeber die selbst geforderten Stellen mit Vollzeitarbeit schaffen. Das ist ihre ureigene Aufgabe als Arbeitsgeber und nicht etwa Sache der Politik.<\/em><br>\n<em>Die IAB-Analyse zeigt sehr deutlich, dass die geringe Arbeitszeit von Mini-Jobbern und Teilzeitarbeitnehmern nicht ihren W&uuml;nschen entspricht.<\/em><br>\n<em>Daher, liebe Arbeitsgeber (das k&ouml;nnen ja auch die Kommunen sein), nicht kleckern und meckern, sondern klotzen und endlich f&uuml;r mehr Vollzeitstellen sorgen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Anstieg, der ein R&uuml;ckgang war<\/strong><br>\nMitte letzter Woche hie&szlig; es, dass es seit Dezember letzten Jahres rund 263.000 Arbeitslose mehr in Deutschland gibt. Aber bitte keine Panik, bat unter anderem der Wirtschaftsexperte des SWR Rheinland-Pfalz im Radio. Das sei saisonbereinigt gesehen ganz normal. Und nicht nur das. Wir stehen sogar besser da als gedacht &ndash; und besser als letztes Jahr. Der Anstieg ist eigentlich ein R&uuml;ckgang.<br>\nWenn K&auml;lte und Eis Saison haben, so sagen die Arbeitsmarktstatistiker, dann gibt es in bestimmten Sparten einfach weniger Besch&auml;ftigungs-m&ouml;glichkeiten. Das klingt auch ganz nachvollziehbar. Aber warum wirkt sich dieser verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig milde Winter, den der gr&ouml;&szlig;te Teil der Republik seit Monaten erlebt, nicht positiv auf die ohnehin frisierten Arbeitslosenzahlen aus? W&auml;re dieser warme Winter nicht Grund genug daf&uuml;r, dass diesmal der &Uuml;bergang von Dezember zu Januar ohne Einbr&uuml;che vonstatten geht? Man muss doch nur mal mit offenen Augen durch die St&auml;dte fahren. An Baustellen wird trotz faktischen Winter gearbeitet. Und die Gastronomie war bis k&uuml;rzlich terrassentauglich. Wir reden hier immerhin von zwei Branchen, die sonst im Winter k&uuml;rzertreten m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/02\/der-anstieg-der-ein-ruckgang-war.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sterbenlassen, abwehren und wegschauen: Europas Umgang mit syrischen Fl&uuml;chtlingen<\/strong><br>\nAm 1. Januar 2013 waren 475.000 syrische Schutzsuchende in die unmittelbaren Nachbarstaaten  geflohen &ndash; zw&ouml;lf Monate sp&auml;ter waren es bereits &uuml;ber 2,3 Millionen. Dar&uuml;ber hinaus sind &uuml;ber 6,5 Millionen Menschen aktuell im B&uuml;rgerkriegsland auf der Flucht. In die Nachbarregion Europa haben es seit Beginn der Revolte gegen das Assad-Regime im M&auml;rz 2011 lediglich etwas mehr als 60.000 Schutzsuchende geschafft &ndash; auf eigene Faust, unter Lebensgefahr. Das  kleine Nachbarland Libanon mit seinen 4,5 Millionen EinwohnerInnen hat in diesem Zeitraum bereits knapp 900.000 Fl&uuml;chtlinge aufgenommen. Und weil dies so ist, und die wenigen bis jetzt beschlossenen Fl&uuml;chtlingsaufnahmeprogramme &ndash; beispielsweise in Deutschland &ndash; sehr klein, sehr b&uuml;rokratisch sind und vor allem sehr langsam greifen, sind Schutzsuchende aus Syrien weiterhin gezwungen &uuml;ber &Auml;gypten und Libyen nach Italien zu fliehen. &bdquo;Left to die&ldquo;, das Sterbenlassen auf See, geh&ouml;rt offensichtlich nach wie vor zur EU-Abschreckungspolitik gegen&uuml;ber Fl&uuml;chtlingen. In den vergangenen 25 Jahren sind infolge des europ&auml;ischen Grenzregimes mehr als 20.000 Fl&uuml;chtlinge gestorben, die Dunkelziffer d&uuml;rfte um ein Vielfaches h&ouml;her liegen. Die EU-Kommission hat Anfang Dezember 2013 in ihrem Ma&szlig;nahmenpaket zu &bdquo;Lampedusa und die Folgen&ldquo; alle fl&uuml;chtlingsfeindlichen Vorschl&auml;ge der letzten Dekade recycelt und mit mehr Finanzmitteln ausgestattet. Zynischerweise verkauft die EU-Innenkommissarin Malmstr&ouml;m dieses sch&auml;bige Kompendium als Beitrag, um den &bdquo;Verlust von Leben im Mittelmeer&ldquo; zu verhindern. Die Strategie der EU zielt jedoch darauf, sich freizukaufen von der Verantwortung Fl&uuml;chtlingen Schutz zu gew&auml;hren. Transitstaaten werden noch st&auml;rker als T&uuml;rsteher in die Pflicht genommen und sollen Schutzsuchende vom Territorium der Europ&auml;ischen Union fernhalten. Bezeichnenderweise wurde unter gro&szlig;em Jubel in Europa am 16. Dezember 2013 das Abschiebeabkommen  zwischen der EU und der T&uuml;rkei unterzeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/30379\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wieso wir Angst vor dem Fremden haben<\/strong><br>\nWieso identifizieren wir uns &uuml;ber Abgrenzung? Das besch&auml;ftigte eine Tagung des Freiburger Arbeitskreises Literatur und Psychoanalyse. &ldquo;Wer betr&uuml;gt, der fliegt&rdquo;. Es bedurfte nicht erst dieser Aussage &uuml;ber osteurop&auml;ischen Migranten, um der Freiburger Tagung Aktualit&auml;t zu geben. Aber die Parole bot sich nat&uuml;rlich an f&uuml;r die Auseinandersetzung mit dem Fremden &ndash; und wurde von den Wissenschaftlern sogleich aufgegriffen und analysiert: &ldquo;Wenn ich sage, ich muss mich jetzt sch&uuml;tzen und bewahren gegen&uuml;ber denen, die da reinkommen, dann kann ich sagen, die nehmen uns was weg, die dringen bei uns ein, die beuten uns aus und missbrauchen unsere Sozialsysteme. Das mache ich aber nur, wenn ich mich selber sehr stark abgrenze, wenn ich selber unsicher bin, wenn ich selber mich in meinen Grenzen verunsichert und unklar f&uuml;hle. Es ist entscheidend, dass wir das hinterfragen.&rdquo; Eine Forderung, die der Psychiater Prof. Joachim K&uuml;chenhoff von der Universit&auml;t Basel formulierte, der sich mit der Konstruktion und Dekonstruktion des Fremden auseinandersetzte. Er benannte die Angst, dass andere, Ausl&auml;nder gar, uns Einheimischen etwas wegnehmen k&ouml;nnten, wie zum Beispiel Arbeitspl&auml;tze oder Renten &ndash; und dass sie mehr bekommen und wir leer ausgehen k&ouml;nnten. Diese Angst verweist laut K&uuml;chenhoff auf unbearbeitete Konflikte um Versorgung und Autarkie. &ldquo;Also der Fremde ist gewisserma&szlig;en der Bildschirm, auf den viele eigene Vorstellungen &ndash; und zwar gerade unliebsame Vorstellungen, die ich in mir nicht gerne wahrnehmen m&ouml;chte &ndash; projiziert werden.&rdquo; &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/01\/30\/dlf_20140130_2010_2d50a573.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich bietet eine Tagung von Wissenschaftlern keine Handlungsanweisungen f&uuml;r die Politik. Dennoch ist das Nachdenken des Psychologen dar&uuml;ber, was uns gegen&uuml;ber dem Fremden so &auml;ngstlich macht, Voraussetzung f&uuml;r praktische Handlungsanweisungen. Genauso wie der Hinweis der Ethnologie, dass unsere nationale Kultur im Zeitverlauf in au&szlig;erordentlichem Ma&szlig;e von einst fremden Kulturen durchdrungen wurde. Es versteht sich, dass die Ausblicke aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen in einer solchen Sendung nur angerissen werden k&ouml;nnen. So w&auml;re das Buch von K&uuml;chenhoff, Joachim: Die Achtung vor dem Anderen &ndash; Psychoanalyse und Kulturwissenschaften im Dialog, geeignet, seine Perspektive besser kennenzulernen. Bei Hartmut B&ouml;hme m&ouml;chte ich auf seine Besprechung des Buches von E. O. Wilson: Die soziale Eroberung der Erde, <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/literatur\/article116715654\/Wenn-ihr-nicht-werdet-wie-Insekten.html\">hinweisen<\/a> und ihn aus einem Interview zitieren: &ldquo;Weltoffenheit ist ein gef&auml;hrlicher Zustand. Es w&auml;re l&auml;cherlich, wollte man die Lage des Menschen in der Welt als ungef&auml;hrlich oder paradiesisch ansehen. Die prim&auml;re Erfahrung ist, dass wir aus dem Paradies versto&szlig;en sind. Das Paradies stellt eine retrograde Imagination dar, die niemals wirklich war. Das &Uuml;berleben der Menschen mittels der Kultur hie&szlig; immer, sich auf die Gef&auml;hrlichkeit des Lebens einzulassen. Das ist auch das, was Nietzsche programmatisch vom neuen, vom &bdquo;&Uuml;bermenschen&ldquo; fordert: er soll dem Imperativ &bdquo;Gef&auml;hrlich leben!&ldquo; gewachsen sein. Man w&uuml;rde heute neutraler und weniger pathetisch sagen: Wir sind angewiesen auf risikoaffines Verhalten. Im &uuml;brigen ist unsere Weltoffenheit, der wir unseren Erfolg gegen&uuml;ber allen anderen Lebewesen verdanken, f&uuml;r die &uuml;brigen Lebewesen, <a href=\"http:\/\/www.denkanstoesse.de\/Dossier\/209-Die%20Dauer%20der%20Kultur%20und%20die%20Kultur%20des%20Wandels\">ja f&uuml;r die Erde insgesamt gef&auml;hrlich<\/a>.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Eine Geschichte des Hasses: Hintergr&uuml;nde, Bilder und Sinnstruktur des Antiziganismus<\/strong><br>\nVorurteile sind Teil einer Wahrnehmungsstruktur, die nicht viel oder gar nichts mit den Beurteilten zu tun hat, aber sehr viel mit den Verurteilenden. Der Antiziganismus als Vorurteil gegen Roma, Sinti und andere als &sbquo;Zigeuner&lsquo; Diffamierte speist sich aus kulturell vermittelten Bildern, Stereotypen und Sinngehalten, aus &sbquo;Wissen&lsquo; also, das Jahrhunderte alt ist und in immer neuen Variationen tradiert wird und sozio-historische Hintergr&uuml;nde hat. Antiziganismus ist auf verschiedenen Ebenen zu begreifen: Erstens m&uuml;nden Vorurteile in sozialen Interaktionen und Praktiken, die f&uuml;r Betroffene massive Einschr&auml;nkungen ihrer Lebenschancen und h&auml;ufig schwerste Sch&auml;den an Hab und Gut, an Leib und Leben bedeuten. Insbesondere in Deutschland und auch &Ouml;sterreich muss eine Besch&auml;ftigung mit Antiziganismus immer vor dem Hintergrund des nationalsozialistischen Genozids an Roma, Sinti und anderen als &sbquo;Zi&lsquo; Stigmatisierten geschehen (vgl. Maciejewski 1996, 9). Zweitens sind diese sozialen Praktiken eingebettet in historische und politische Rahmenbedingungen, die die Manifestationen des Antiziganismus f&ouml;rdern oder hemmen. Dazu z&auml;hlt beispielsweise die Finanz- und Wirtschaftskrise der letzten Jahre, die h&auml;ufig f&uuml;r eine Versch&auml;rfung antiziganistischer Diskriminierung und Ausgrenzung verantwortlich gemacht wird. Eine zentrale Motivation, diskriminierende oder ausgrenzende Handlungen zu vollziehen, kommt drittens aus den Vorurteilen und Stereotypen, die in der Kultur der Mehrheitsbev&ouml;lkerung weit verbreitet sind. Die Sinnstruktur eines Vorurteils bezeichnet viertens eine abstraktere Bedeutungsebene, die den einzelnen Vorurteilen zu Grunde liegt. Die Ursache des Antiziganismus kann f&uuml;nftens in den sozialen Normen und Strukturen der Mehrheitsgesellschaft gesehen werden. Das antiziganistische Bild beinhaltet meist einen Versto&szlig; gegen die herrschenden Normen und Moralvorstellungen.  &hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/30317\">MALMOE via Linksnet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Th&uuml;ringen: Rektoren protestieren gegen Finanzpolitik<\/strong><br>\nDie Th&uuml;ringer Hochschulen f&uuml;hlen sich von einer Landespolitik get&auml;uscht, die den Unis erst Sparbeschl&uuml;sse abn&ouml;tigt und dann die eigenen Zusagen nicht einh&auml;lt. Die Rektoren erkl&auml;rten sehr eindringlich, dass die Leistungen der Hochschulen keine K&uuml;r sein d&uuml;rfe, die sich das Land nur leiste, wenn Geld &uuml;brig sei. Die vier Prozent Zuwachs j&auml;hrlich, da sind sich die Rektoren der Th&uuml;ringer Hochschulen einig, sind kein wirkliches Wachstum, sondern decken nur die wachsenden Kosten f&uuml;r Personal, Technik und Energie. Damit k&ouml;nnten die Hochschulen leben und ihre Aufgaben erf&uuml;llen. Das war der Haken, mit dem Kultusminister Christoph Matschie, SPD, die Hochschulen gek&ouml;dert und zu schmerzhaften Strukturanpassungen gedr&auml;ngt hatte. Nun aber ist aus Erfurt durchgesickert, dass Matschies Strukturentwicklungsplan und damit die j&auml;hrliche vier prozentige Steigerung im Schwarz-Gr&uuml;nen Regierungskabinett an Finanzminister Vo&szlig; gescheitert ist. Und wenn das Land kein Geld mehr habe, dann m&uuml;sse eben das Kooperationsverbot fallen und der Bund in die Hochschulfinanzierung einspringen &ndash; so Christoph St&ouml;lzl, Pr&auml;sident der Musikhochschule Weimar. Die Zukunft der Th&uuml;ringer Hochschulen sei zu wichtig, um sie dem beginnenden Landtagswahlkampf zu opfern. &ldquo;Hochschulen sind ja ein Gesamtkunstwerk oder wie eine gro&szlig;e Maschine, wo ein Rad ins andere greift. Bei Musikhochschulen besonders einfach zu erkl&auml;ren: Ein Orchester ist ein Orchester ist ein Orchester. Sie brauchen von der Piccolofl&ouml;te bis zur Tuba, brauchen sie das, damit sie Musik machen k&ouml;nnen. Wenn nun das Nullwachstum kommt, das ist ein negatives Wachstum, wie man wei&szlig;, wenn also die Tarife von innen das aush&ouml;hlen, dann wird jede zuf&auml;llig frei werdende Stelle nicht mehr zu besetzen sein. Dann haben sie in 5 Jahren eine Musikhochschule ruiniert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/02\/03\/dlf_20140203_1445_bf88c123.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Bitte kehren sie um, aber tun sie es ohne mich &hellip;&ldquo;<\/strong><br>\nHamburger Morgenpost: Der freie Mitarbeiter Jan Freitag will nicht mehr f&uuml;r das Blatt schreiben, weil die &ldquo;Mopo&rdquo; mit den Berichten u.a. um die Rote Flora &ldquo;Kampagnenjournalismus&rdquo; betreibe.<br>\nSehr geehrter Herr Niggemeier, lieber Kollege, werter Auftraggeber, [&hellip;]<br>\nAls diverse soziale Initiativen f&uuml;r den 21. Dezember 2013 zu einer Demonstration gegen die &ouml;rtliche Fl&uuml;chtlings-, Sozial- und Stadtplanungspolitik am Beispiel von Lampedusa, den Esso-H&auml;usern oder der Roten Flora aufgerufen hatten, hat die Mopo, wie auch ich Ihr Blatt bislang fast liebevoll genannt habe, von Beginn an s&auml;mtliche Prinzipien journalistischer Berichterstattung ignoriert, wenn nicht verraten und somit eine Form des Kampagnenjournalismus formuliert, der selbst auf dem Boulevard beispiellos ist.<br>\nBereits im Vorfeld wurde diese Demonstration nicht nur kompromisslos kriminalisiert; unter Ausmalung unausweichlicher Gefahren f&uuml;r Leib und Leben rieten diverse Artikel bis hin zur Titelgeschichte f&ouml;rmlich von der Wahrnehmung dieses demokratischen Grundrechts ab. Als sie dann wie von der Morgenpost insinuiert, man ist geneigt zu vermuten: wie gew&uuml;nscht eskalierte, hat Ihre Zeitung die Einseitigkeit in einer Weise versch&auml;rft, die jedem Ethos unseres gemeinsamen Berufes Hohn spricht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.journalist.de\/ratgeber\/handwerk-beruf\/menschen-und-meinungen\/offener-brief-an-die-mopo-bitte-kehren-sie-um-aber-tun-sie-es-ohne-mich.html\">Journalist<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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