{"id":20656,"date":"2014-02-11T07:44:05","date_gmt":"2014-02-11T06:44:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656"},"modified":"2014-02-11T07:44:05","modified_gmt":"2014-02-11T06:44:05","slug":"hinweise-des-tages-2063","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656#h01\">Schweizer Volksabstimmung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656#h02\">Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656#h03\">Deutsche &bdquo;Agenda 2010&ldquo;-Politik f&uuml;hrte zu Wachstums- und Besch&auml;ftigungsverlusten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656#h04\">Sollte Griechenland in der Eurozone bleiben &ndash; und falls ja, warum?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656#h05\">Commerzbank-Boni sollen Gewinn um das Dreifache &uuml;bersteigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656#h06\">Steuerhinterziehung &ndash; Volkssport Mogeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656#h07\">Gesamtverwaltungskosten der Jobcenter in Berlin 2005 bis 2013\/14<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656#h08\">Finanzbranche will Renten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656#h09\">Reichtum f&uuml;r Zukunftsinvestitionen einsetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656#h10\">Das Gesch&auml;ft mit den F&ouml;rdermillionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656#h11\">Gustav Heinemanns Antrittsrede als Bundespr&auml;sident<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656#h12\">NSU &ndash; Nicht eigenst&auml;ndig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656#h13\">Vorreiter Ostdeutschland? SPD erlaubt linke Regierungschefs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656#h14\">Unterrichtsmaterial unter der Lupe &ndash; Wie weit geht der Lobbyismus in Schulen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656#h15\">Deutschlandstipendium &ndash; Empfehlungen des Beirats<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656#h16\">Georg F&uuml;lberth &ndash; Nachruf auf Reinhard K&uuml;hnl<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20656&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Schweizer Volksabstimmung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bosbach sieht Schweizer Votum als Vorbild<\/strong><br>\nDie Schweizer haben knapp daf&uuml;r gestimmt, die Anzahl der Migranten zu begrenzen. CDU-Innenpolitiker Bosbach deutet dies als Argument f&uuml;r strengere Regeln gegen sogenannte Armutsmigration in Deutschland.<br>\nDer CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach wertet die Schweizer Volksabstimmung zur Begrenzung der Zuwanderung als Argument f&uuml;r strenge Regeln gegen Armutsmigration. &bdquo;Wir m&uuml;ssen die anhaltende Zuwanderung in die Sozialsysteme deutlich begrenzen, sonst wird uns diese Debatte immer wieder begegnen&ldquo;, sagte der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses dem Handelsblatt.<br>\nAuch die Schweizer h&auml;tten wenig einzuwenden gegen Einwanderer, die im Land eine Arbeit aufn&auml;hmen. &bdquo;Die Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit in der EU darf nicht zu einer freien Auswahl des Sozialsystems f&uuml;hren&ldquo;, sagte Bosbach. Denn diese werde von dem weit &uuml;berwiegenden Teil der Bev&ouml;lkerung abgelehnt, wie die Entscheidung der Schweizer zeige.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/armutsmigration-bosbach-sieht-schweizer-votum-als-vorbild\/9456382.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>AfD will Zuwanderungsrecht nach Schweizer Modell<\/strong><br>\nDie Stimmen zum umstrittenen Einwanderungsvotum in der Schweiz waren kaum ausgez&auml;hlt &ndash; da warnten viele Experten schon vor einem beunruhigenden Signal f&uuml;r ganz Europa. In vielen Staaten k&ouml;nnte die Abschottung der Schweiz Zustimmung &ndash; und im schlimmsten Fall Nachahmer &ndash; finden. Nur einen Tag sp&auml;ter gibt es die erste entsprechende Stimme aus Deutschland.<br>\nDie eurokritische Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) will offenbar aus der Diskussion Profit schlagen &ndash; und empfiehlt die Schweiz als gutes Beispiel f&uuml;r die Kontrolle der Einwanderung. &ldquo;Unabh&auml;ngig vom Inhalt des Schweizer Referendums ist auch in Deutschland ein Zuwanderungsrecht zu schaffen, das auf Qualifikation und Integrationsf&auml;higkeit der Zuwanderer abstellt und eine Einwanderung in unsere Sozialsysteme wirksam unterbindet&rdquo;, forderte AfD-Sprecher Bernd Lucke am Montag.<br>\n&ldquo;Auch daf&uuml;r sollten gegebenenfalls Volksabstimmungen erm&ouml;glicht werden, wenn die Altparteien das Problem weiter ignorieren&rdquo;, erg&auml;nzte er. Volksabstimmungen zeigten, wo dem Volk der Schuh dr&uuml;cke und welche Probleme von der Regierung vernachl&auml;ssigt w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/afd-fordert-zuwanderungsrecht-nach-schweizer-modell-a-952471.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Das war leider nicht anders zu erwarten. Von einer Kontingentierung des Schwarzgeldes, das in die Schweiz flie&szlig;t hat man allerdings noch nichts geh&ouml;rt. Da sind die Schweizer dann doch nicht so streng.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die spinnen, die Schweizer&rdquo;<\/strong><br>\nEmp&ouml;rung und Wut &uuml;ber die Schweizer helfen aber nicht. Die EU sollte vielmehr &uuml;berlegen, warum die Menschen so viel Angst vor Zuwanderern haben. Nicht nur in der Schweiz, sondern auch innerhalb der Europ&auml;ischen Union. Populistische Parteien machen &uuml;berall in Europa Stimmung gegen Ausl&auml;nder &ndash; leider mit wachsendem Erfolg.<br>\nZulange haben die Verantwortlichen in Br&uuml;ssel abgewiegelt. Die EU-Kommission verweist gerne auf ihre Statistiken: Danach ist Zuwanderung ein Gewinn, &uuml;berall in Europa. Weil alternde Gesellschaften frische Kr&auml;fte aus anderen L&auml;ndern dringend brauchen. Und weil Zuwanderer die Sozialsysteme im Schnitt nicht st&auml;rker belasten als die Einheimischen. Eine viel zu b&uuml;rokratische Argumentation. Vor der Lage in sozialen Brennpunkten hat Br&uuml;ssel dagegen lange die Augen verschlossen &ndash; in der Dortmunder Nordstadt oder im Duisburger Stadtteil Hochfeld. Dort ziehen die armen EU-B&uuml;rger hin, aus Rum&auml;nien und Bulgarien. Dieses Problem haben die Verantwortlichen in der EU zu lange ausgeblendet.<br>\nNach dem Referendum in der Schweiz m&uuml;ssen sie Farbe bekennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/aktuell\/klartext\/schweiz140.html\">WDR 2 Klartext<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rudolf Hickel: Angriff auf die Parlamente<\/strong><br>\nDie Weichen f&uuml;r den transatlantischen Handel sollen neu gestellt werden, zugunsten der multinationalen Konzerne. Es steht viel auf dem Spiel. Nur vordergr&uuml;ndig geht es um den Abbau von Z&ouml;llen zwischen den USA und der EU. Denn die belaufen sich in der EU auf durchschnittlich 5,2 Prozent und in den USA auf 3,5 Prozent. Im Zentrum der Verhandlungen um das &ldquo;Transatlantische Handelsabkommen und Investitionspartnerschaft&rdquo; (TTIP) stehen vielmehr die sogenannten nichttariflichen Handelshemmnisse. Dazu z&auml;hlen politisch gewollte Regulierungen zu Produktqualit&auml;t und Produktionsbedingungen. Die Logik vom Schutz profitwirtschaftlicher Investoren erm&ouml;glicht prinzipiell, das Tarifvertragssystem, die Mitbestimmung, ja selbst die Mindestl&ouml;hne als &ldquo;Investitionshemmnis&rdquo; wegzuklagen. Dabei d&uuml;rften neoliberale Kr&auml;fte im Inland darauf spekulieren, die ungeliebten, jedoch grundgesetzlich gewollten Regulierungen &uuml;ber diesen Umweg zu demontieren. Bei Lichte besehen f&uuml;hrt der Schutz des ausl&auml;ndischen Kapitals vor indirekter Enteignung zu einer Enteignung der nationalstaatlichen Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F02%2F11%2Fa0096&amp;cHash=2fafa1ee9c85f19877e7034ab2b09a9e\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>EU verspricht Transparenz bei TTIP<\/strong><br>\nDie EU-Kommission will das Europ&auml;ische Parlament und die Zivilgesellschaft regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber die Verhandlungen mit den USA &uuml;ber die angestrebte Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) informieren. Das sei ein ganz wichtiger Teil des Prozesses, um die Akzeptanz sicherzustellen, sagte der Chefunterh&auml;ndler der EU, Ignacio Garcia Bercero, am Mittwoch bei einem Gespr&auml;ch mit den Mitgliedern des Ausschusses f&uuml;r Wirtschaft und Energie. Auf Fragen der Abgeordneten nach dem Zeitrahmen sagte Bercero, in diesem Jahr sei kein Abschluss der Verhandlungen zu erwarten. Man m&uuml;sse sich auch die Zeit nehmen, das Abkommen richtig zu gestalten, damit das Ergebnis am Ende im Einklang mit den europ&auml;ischen Ambitionen stehe. Er zeigte sich aber &uuml;berzeugt, dass am Ende ein gutes Ergebnis stehen werde.<br>\nAuf Fragen nach Problemen schilderte der EU-Vertreter, die EU sei besonders sensibel im Bereich Landwirtschaft, und in den USA gebe es eine besondere Sensibilit&auml;t bei Dienstleistungen und &ouml;ffentlichen Beschaffungen. In keinem Bereich werde es aber zur Senkung des europ&auml;ischen Schutzniveaus kommen, sagte er. Mit Blick auf die NSA-Spionageaff&auml;re zeigte sich Bercero &uuml;berzeugt, dass die USA eine zufriedenstellende Antwort auf die von Europa gestellten Fragen geben w&uuml;rden. Eine L&ouml;sung m&uuml;sse es vor Ratifizierung des Abkommens geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2014_02\/2014_060\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Kapital gegen den Rest der Welt<\/strong><br>\nWer erinnert sich noch an das MAI? Das Multilaterale Abkommen &uuml;ber Investionen, gestartet von OECD und Europ&auml;ischer Union im Jahre 1995, scheiterte drei Jahre sp&auml;ter &ndash; weil die Verhandlungen zwar unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit gef&uuml;hrt wurden, aber nicht geheim blieben. Was durchsickerte, reichte aus, um einen Proteststurm zu entfachen. Am Ende weigerten sich einige europ&auml;ische L&auml;nder, Frankreich voran, &uuml;ber das Abkommen zu verhandeln. Ein Fiasko, das den beteiligten Akteuren leider keine Lehre war. Sie machen weiter, immer nach dem Motto: &bdquo;Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Beim n&auml;chsten Mal schaffen wir es, die Utopie der flachen Weltscheibe zustande zu bringen &ndash; den endlich eingeebneten Raum der globalen Konkurrenz.&ldquo;<br>\nTAFTA und TTIP &ndash; unter diesen beiden K&uuml;rzeln ist nun die neue transatlantische Freihandelszone im Anmarsch: &bdquo;Sie wird Europa und Nordamerika einen neuen Aufschwung bescheren, einen sanften Weg aus dem tiefen Tal der Stagnation und Depression.&ldquo; So verk&uuml;ndet es die EU-Kommission, so predigt es Kanzlerin Merkel, so hat es Pr&auml;sident Obama Anfang dieses Jahres versprochen. Warum aber gerade jetzt?<br>\nGeht es nach den Erfindern, wird aus TAFTA mehr als die gr&ouml;&szlig;te Freihandelszone der Welt mit &uuml;ber 800 Millionen Kunden auf beiden Seiten des Atlantik (oder rund einer Milliarde, wenn man die Nordamerikanische Freihandelszone, NAFTA, und die Beitrittskandidaten der EU hinzunimmt). Es wird ein transkontinentaler Binnenmarkt, der Atlantik zum mare nostrum, zum Binnensee Transatlantiens. Mehr als ein Drittel des Welthandelsvolumens wird hier abgewickelt, gut die H&auml;lfte des globalen Bruttosozialprodukts wird hier erwirtschaftet &ndash; und dank TAFTA soll das Ganze endlich wieder wachsen. Allerdings wird dieses Wachstum selbst nach den optimistischen (und methodisch h&ouml;chst fragw&uuml;rdigen) Prognosen, die die EU-Kommission in Auftrag gegeben hat, h&ouml;chst bescheiden ausfallen &ndash; kaum 0,5 Prozent zus&auml;tzlich pro Jahr. Das sind einige hunderttausend Jobs, wenn es gut geht.Wie die Geschichte &auml;hnlicher Freihandelsabkommen, etwa der NAFTA, zeigt, muss es aber nicht gut gehen. Am Ende kann sehr wohl ein Nettoverlust an Besch&auml;ftigung herauskommen &ndash; wegen absehbarer Rationalisierungseffekte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/januar\/tafta-das-kapital-gegen-den-rest-der-welt\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche &bdquo;Agenda 2010&ldquo;-Politik f&uuml;hrte zu Wachstums- und Besch&auml;ftigungsverlusten<\/strong><br>\nMit Unterst&uuml;tzung der deutschen Bundesregierung wird die unter dem Titel &bdquo;Agenda 2010&ldquo; ber&uuml;hmt gewordene deutsche Angebotspolitik &ndash; Reformen des Arbeitsmarktes, Sozialk&uuml;rzungen, Druck auf die L&ouml;hne und eine restriktive Finanzpolitik &ndash; den heutigen Krisenl&auml;ndern im Euroraum als gro&szlig;er Erfolg empfohlen und teilweise sogar aufgezwungen. F&uuml;r viele ist die Agenda 2010 nach wie vor ein Erfolgsmodell. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass die Strukturreformen des letzten Jahrzehnts vor allem die gesamtwirtschaftliche Nachfrage in Deutschland &uuml;ber einen langen Zeitraum gesenkt haben. Mit einer alternativen Lohn- und Finanzpolitik w&auml;ren bessere Ergebnisse m&ouml;glich gewesen, etwa ein Besch&auml;ftigungsgewinn von rund eineinhalb Millionen Personen.<br>\nMit der Agenda 2010 wollte die Politik damals vor allem die Kosten f&uuml;r die Unternehmen senken &ndash; L&ouml;hne, Sozialabgaben und Steuern. Die Arbeitsmarktreformen hatten das explizite Ziel, den deutschen Niedriglohnsektor auszuweiten; durch die Reformen der Arbeitslosenversicherung, der Krankenversicherung und der Rente sollten zudem die Lohnnebenkosten gesenkt werden.<br>\nDiese rein auf die Verringerung der Kosten fixierte Politik konzentrierte sich ausschlie&szlig;lich auf die Angebotsseite, &uuml;bersah aber die Nachfrageseite, die durch die Reformen geschw&auml;cht wurde. Damals konnte Deutschlands Wirtschaft daher fast nur durch die Nachfrage aus dem Ausland wachsen. Auf diese Weise entstanden zwangsl&auml;ufig Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse, die durch Schulden der importierenden L&auml;nder &ndash; nicht zuletzt vergeben durch deutsche Banken &ndash; finanziert wurden.<br>\nDas deutsche Wirtschaftswachstum war &uuml;ber einen Zeitraum von zehn Jahren eines der niedrigsten im Euroraum. Die Angebotspolitik war ein Misserfolg. Vergleichsweise besser wurde es erst mit der aktiven Nachfragepolitik in der Krise 2008\/2009 und der st&auml;rkeren Lohnentwicklung in den vergangenen Jahren. Nur so konnte sich die gro&szlig;e L&uuml;cke bei Wachstum, L&ouml;hnen und Besch&auml;ftigung zum restlichen Europa teilweise schlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/deutsche-agenda-2010-politik-fuehrte-zu-wachstums-und-beschaeftigungsverlusten\/\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sollte Griechenland in der Eurozone bleiben &ndash; und falls ja, warum?<\/strong><br>\nGriechenland sollte die W&auml;hrungsunion nicht verlassen, sagt Dimitris Katsikas. Ein Austritt aus der Eurozone k&ouml;nnte zu schweren Krisen f&uuml;hren &ndash; auch &uuml;ber das Land hinaus: Die Schuldzinsen f&uuml;r andere Krisenl&auml;nder w&uuml;rden steigen und so best&uuml;nde die Gefahr, dass auch Spanien oder Italien ihrer Schulden nicht mehr bedienen k&ouml;nnen. Der Austritt Griechenlands w&auml;re daher, so Katsikas, deutlich teurer als seine Rettung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/internationales\/europa\/europa-kontrovers\/172131\/standpunkt-dimitrios-katsikas\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Commerzbank-Boni sollen Gewinn um das Dreifache &uuml;bersteigen<\/strong><br>\nF&uuml;r das vergangene Gesch&auml;ftsjahr will Commerzbank-Chef Martin Blessing seine Manager &uuml;ppig belohnen. Mehr als 300 Millionen Euro soll der Bonustopf f&uuml;r 2013 enthalten, wie das &ldquo;Handelsblatt&rdquo; aus Finanzkreisen erfuhr: &ldquo;Der Bonus-Topf wird gr&ouml;&szlig;er ausfallen als der Konzerngewinn&rdquo;, zitiert die Zeitung einen Insider.<br>\nDie zweitgr&ouml;&szlig;te deutsche Bank, die 2008 vom Staat vor der Pleite gerettet werden musste, wollte sich zu dem Thema nicht &auml;u&szlig;ern und verwies auf die Pr&auml;sentation der Zahlen am Donnerstag dieser Woche. Analysten sch&auml;tzen aber, dass der Jahres&uuml;berschuss 2013 nur bei rund 77 Millionen Euro lag.<br>\nBlessing will die Pr&auml;mienzahlung f&uuml;r die Top-Manager der Commerzbank &ndash; Investmentbanker und die beiden F&uuml;hrungsebenen unterhalb des Vorstands &ndash; durchsetzen, um sie f&uuml;r den bevorstehenden Strukturwandel zu motivieren. Aktion&auml;rssch&uuml;tzer wie Klaus Nieding haben daf&uuml;r jedoch wenig Verst&auml;ndnis: &ldquo;Boni sind in einer gewissen Gr&ouml;&szlig;enordnung in Ordnung, wenn die Aktion&auml;re auch etwas davon haben&rdquo;, sagte der Vize-Pr&auml;sident der Deutschen Schutzvereinigung f&uuml;r Wertpapierbesitz dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo;. In der Summe m&uuml;sse den Anteilseignern jedoch genauso viel zur Verf&uuml;gung stehen wie den Mitarbeitern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/bonus-zahlungen-der-commerzbank-sollen-gewinn-uebersteigen-a-952523.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Wieder eine Meldung bei der einem die Spucke weg bleibt und man sich fragt, wie es m&ouml;glich sein kann, eine h&ouml;here Summe an Boni als die des erwirtschafteten Gewinns auszusch&uuml;tten? F&uuml;r welche Leistungen bekommen denn die h&ouml;heren Chargen der Commerzbank eigentlich die Bonuszahlungen? Und vor allem aus welchem Topf werden diese gezahlt? Man sollte nicht vergessen, dass die Commerzbank durch viele Steuermilliarden gerettet wurde. Anfang 2009 hatte der Bund &uuml;ber den Bankenrettungsfonds Soffin die Bank mit einer Kapitalspritze von insgesamt 16,4 Milliarden Euro gest&uuml;tzt und zus&auml;tzlich 25 Prozent plus eine Aktie erworben. Irgendwelche moralische oder ethische Bedenken scheinen bei den Bankern nicht mehr zu existieren? Die Bundesregierung schweigt dazu obwohl immer noch 17 Prozent der Commerzbank im Besitz des Bundes sind. Aber in der markkonformen Demokratie geh&ouml;ren derartige Exzesse offenbar dazu?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steuerhinterziehung &ndash; Volkssport Mogeln<\/strong><br>\nSteuerhinterziehung gibt es in allen Schichten der Gesellschaft &ndash; die Hybris, sich nach deren Aufdeckung zum Opfer zu stilisieren, scheint aber unter Intellektuellen und Moralaposteln besonders ausgepr&auml;gt. Den Vogel abgeschossen hat die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer: Dass ein Nachrichtenmagazin &uuml;ber ihr verschwiegenes Konto in der Schweiz berichtete, gei&szlig;elte sie als &bdquo;Rufmord&ldquo;, der offenbar von ihrer eigenen Kampagne gegen Prostitution ablenken solle. Und dass sie stillschweigend eine gesch&auml;tzte Million Euro au&szlig;er Landes geschafft hat, ohne die Zinsertr&auml;ge zu versteuern, versuchte sie mit fr&uuml;heren Angriffen auf sich zu entschuldigen, die sie ans Auswandern h&auml;tten denken lassen. Als sei die Bundesrepublik der achtziger Jahre auch nur ann&auml;hernd vergleichbar mit jenem Land, das in brauner Vorzeit Juden in die Emigration trieb.<br>\nDie &ouml;ffentliche Meinung hat sich mittlerweile in erfreulicher Weise gewandelt. Galt es fr&uuml;her als l&auml;ssliche &bdquo;S&uuml;nde&ldquo;, dem Gemeinwesen seinen Obolus vorzuenthalten, ist mittlerweile klar: Steuerhinterziehung ist Wirtschaftskriminalit&auml;t. Beigetragen dazu hat das Bundesverfassungsgericht, das klargestellt hat: Wenn der Staat Abgaben fordert, muss er auch &uuml;berpr&uuml;fen, dass jedermann diese Pflicht gleicherma&szlig;en erf&uuml;llt. Datenschutz und Bankgeheimnis m&uuml;ssen dahinter zur&uuml;ckstehen; auch jedem Arbeitnehmer wird gnadenlos die Lohnsteuer vom Gehalt abgezogen. Hinzu kommen sch&auml;rfere Gesetze, seit die meisten Hinterzieher das gro&szlig;herzige Amnestieangebot des damaligen Bundesfinanzministers Hans Eichel (SPD) ausgeschlagen haben. Und dank internationaler Zusammenarbeit und moderner Datenverarbeitung zieht sich das Netz um hartgesottene Abgabenverweigerer immer enger zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/recht-steuern\/steuerhinterziehung-volkssport-mogeln-12793123.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Dass es in diesem Land f&uuml;r Steuerhinterzieher immer ungem&uuml;tlicher wird kann leider so nicht gesagt werden. Eine Reportage in der aktuellen Ausgabe der ZEIT spricht leider eine andere Sprache. So gibt es bei bundesweit 2750 Steuerfahndern einen Fehlbedarf von 5000 Stellen. Der laxe Umgang mit Steuerbetrug ist also politisch gewollt, das gilt es ebenfalls in der &Ouml;ffentlichkeit zu Thematisieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gesamtverwaltungskosten der Jobcenter in Berlin 2005 bis 2013\/14<\/strong><br>\n2012 betrugen die &ldquo;Gesamtverwaltungskosten&rdquo; der 12 Berliner Jobcenter insgesamt 420,8 Millionen Euro bzw. 997 Euro pro erwerbsf&auml;higem Leistungsberechtigten (Alg II) und Jahr &ndash; von 1.117 Euro in Treptow-K&ouml;penick bis 905 Euro in Reinickendorf. Vier Jahre zuvor, im Jahr 2008: 308,6 Millionen Euro bzw. 691 Euro pro erwerbsf&auml;higem Leistungsberechtigten und Jahr &ndash; von 766 Euro in Steglitz-Zehlendorf bis 598 Euro in Spandau. Die deutlich h&ouml;heren Ist-Ausgaben in 2013 wurden bisher nicht ver&ouml;ffentlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-materialien\/37-texte\/453-gesamtverwaltungskosten-der-jobcenter-in-berlin-2005-bis-201314.html\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe  (BIAJ)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Finanzbranche will Renten<\/strong><br>\nAndrea Nahles legt eine Rentenreform vor und Wirtschaft, Wissenschaft und Medien regen sich f&uuml;rchterlich auf. Der Wirbel ist ein gutes Lehrst&uuml;ck in Sachen Verteilungsk&auml;mpfe in der Bundesrepublik. Gesch&uuml;rt werden die Konflikte zwischen Alt und Jung, M&auml;nnern und Frauen, besser und schlechter Verdienenden sowie zwischen Erwerbst&auml;tigen und Erwerbslosen.<br>\n&Uuml;berdeckt wird damit der Verteilungskampf zwischen Wirtschaft und Finanzbranche einerseits sowie andererseits den Arbeitnehmern und Rentnern. Die Wirtschaft will die Arbeitskosten senken, Banken und Versicherungen wollen ein gr&ouml;&szlig;eres St&uuml;ck vom Kuchen der beitragsfinanzierten gesetzlichen Altersrente f&uuml;r ihre Kapitalanlagen.<br>\nDie gro&szlig;e Mehrzahl der durch Pflichtbeitr&auml;ge Versicherten erhebt zu Recht Anspruch auf eine gesetzliche Altersrente, die den Lebensstandard ma&szlig;geblich sichert und vor Altersarmut sch&uuml;tzt. Nat&uuml;rlich hat es bei allen gr&ouml;&szlig;eren Rentenreformen gro&szlig;e Konflikte gegeben. Das geh&ouml;rt dazu. Insbesondere bei der Riester-Reform und ihrer Einf&uuml;hrung der kapitalgedeckten Zusatzversorgung auf Kosten der gesetzlichen Altersrente. Mit den Finanzkrisen seit 2008 und der Entwertung kapitalgedeckter Zusatzrenten haben diese Verteilungsk&auml;mpfe allerdings an Sch&auml;rfe deutlich gewonnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F02%2F10%2Fa0072&amp;cHash=d1c00daf1abcf45cc9b83972c883ea4a\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Reichtum f&uuml;r Zukunftsinvestitionen einsetzen<\/strong><br>\nDie Kluft zwischen Arm und Reich w&auml;chst weltweit. Nicht nur die Chefin des Internationalen W&auml;hrungsfonds, Christine Lagarde, sieht darin eine ernste Gefahr f&uuml;r die Stabilit&auml;t der Weltwirtschaft. J&uuml;ngste Studien best&auml;tigen: Weltweit konzentriert sich sehr viel Verm&ouml;gen in sehr wenigen H&auml;nden. Verm&ouml;gen, das zur Finanzierung von Zukunftsaufgaben und zum Schuldenabbau dienen k&ouml;nnte. Eine Studie der Schweizer Bank Credit Suisse zeigt, dass der Anteil der Dollarmillion&auml;re an der erwachsenen Weltbev&ouml;lkerung nur 0,7% betr&auml;gt. Allerdings halten diese mit rund 99 Billionen US-Dollar rund 41% des globalen Geldverm&ouml;gens.<br>\nRechnet man noch jene mit einem Nettoverm&ouml;gen zwischen 100.000 und 1 Million US-Dollar dazu, so besitzen 8,4% der Weltbev&ouml;lkerung mit &uuml;ber 200 Billionen US-Dollar mehr als 83% des privaten Nettoverm&ouml;gens. Mit ihrem Verm&ouml;gen k&ouml;nnten sie fast drei Mal alle Waren und Dienstleistungen kaufen, die in einem Jahr weltweit produziert werden. Die Kehrseite: 69% der Menschheit haben nur Ersparnisse in H&ouml;he von maximal 10.000 US-Dollar, viele Arme haben gar nichts oder sind sogar verschuldet.<br>\nDoch damit nicht genug: Laut &bdquo;World Ultra Wealth Report 2013&ldquo;, der von der Schweizer Investmentbank UBS gesponsert wird, besitzen 200.000 Superreiche (also diejenigen mit einem Netto-Geldverm&ouml;gen von mindestens 30 Millionen US-Dollar) 27,8 Billionen US-Dollar. Das hei&szlig;t: 0,003% der Weltbev&ouml;lkerung besitzen 12% des weltweiten Geldverm&ouml;gens. Das entspricht 38 % der globalen Wirtschaftsleistung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++45e62182-9240-11e3-8e2b-52540023ef1a\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das Gesch&auml;ft mit den F&ouml;rdermillionen<\/strong><br>\nIn Sachsen-Anhalt ist die Wirtschaftsf&ouml;rderung in Verruf geraten. Geld, das innovative Firmen im Land f&ouml;rdern und Arbeitspl&auml;tze sichern sollte, floss nach MDR-Recherchen auch nach S&uuml;ddeutschland und sogar nach Israel. Und nicht jede der knapp 200 gef&ouml;rderten Firmen war innovativ. Vielmehr geh&ouml;rten auff&auml;llig viele einem SPD-Bundestagsabgeordneten und seiner Familie. Zudem hat der ehemalige Chef der F&ouml;rdergesellschaft an unterst&uuml;tzten Firmen durch private Beteiligungen kr&auml;ftig mitverdient.<br>\nSteuergeld in die Wirtschaft zu pumpen; ist &uuml;blich &ndash; zumal Banken immer z&ouml;gerlicher werden, Privat-Kapital f&uuml;r Einsteiger-Firmen einzusetzen &ndash; zu ungewiss, ob die sogenannten Start-Ups wirklich den gew&uuml;nschten Erfolg bringen und somit Kapital. Doch in Sachsen-Anhalt ist einiges aus dem Ruder gelaufen. Die Opposition vermutet Filz und hat einen Untersuchungsausschuss im Landtag durchgesetzt.<br>\nMDR-Reporter sind den Ungereimtheiten bei der Wirtschaftsf&ouml;rderung in Sachsen-Anhalt nachgegangen. Sie sto&szlig;en auf Mauern des Schweigens &ndash; in der Wirtschaft und der Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/exakt\/die-story\/exakt-die-story-geschaeft-foerdermillionen100.html\">MDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gustav Heinemanns Antrittsrede als Bundespr&auml;sident: &ldquo;Ich sehe als erstes die Verpflichtung, dem Frieden zu dienen&rdquo;<\/strong><br>\nDer amtierende Bundespr&auml;sident Joachim Gauck hat mit seiner j&uuml;ngsten Rede vor der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz jede Menge Staub aufgewirbelt. Nicht nur deswegen, weil er der R&uuml;ckkehr des Krieges in die deutsche (Au&szlig;en-)Politik das Wort redete, sondern auch weil er mit seiner Rede ganz eindeutig die Grenzen seines Amts &uuml;berschritten hat. Nach dem Grundgesetz der (alten und neuen) BRD bestimmt die Richtlinien der Politik einzig und allein der\/die Bundeskanzler\/in (Art. 65 GG) &hellip;<br>\nWir wollen im Folgenden mit der Dokumentation der Antrittsrede von Bundespr&auml;sident Gustav Heinemann vom 1. Juli 1969 zeigen, wie anders man doch &uuml;ber deutsche Verantwortung, au&szlig;enpolitische Zur&uuml;ckhaltung, Geschichtsbewusstsein und einem dem V&ouml;lkerrecht verpflichteten Friedensauftrag sprechen kann. Insofern sind die Worte Heinemanns, von zeithistorischen Besonderheiten abgesehen, auch heute noch lesenswert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Deutschland1\/heinemann.html\">AG Friedensforschung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>NSU &ndash; Nicht eigenst&auml;ndig<\/strong><br>\nDie 2007 in Heilbronn ermordete Polizistin Mich&egrave;le Kiesewetter soll rein zuf&auml;llig Opfer des &raquo;Nationalsozialistischen Untergrunds&laquo; geworden sein &ndash; dies wird bereits vor Abschlu&szlig; der gerichtlichen Beweisaufnahme in einem Bericht festgeklopft, den Baden-W&uuml;rttembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) am morgigen Mittwoch dem Landtag vorlegen will. Das Motiv f&uuml;r den versuchten Doppelmord an Mich&egrave;le Kiesewetter und ihrem Kollegen Martin A. ist demnach allgemeiner Ha&szlig; auf den Staat, der pl&ouml;tzlich in den Vordergrund trat, nachdem die Terroristen neun Jahre ohne nennenswerten Fahndungsdruck im Untergrund gelebt und &ndash; soweit bekannt &ndash; ausschlie&szlig;lich aus rassistischen Gr&uuml;nden get&ouml;tet hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/02-11\/041.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Vorreiter Ostdeutschland? SPD erlaubt linke Regierungschefs<\/strong><br>\nNach dem SPD-Chef gibt auch die Generalsekret&auml;rin den ostdeutschen Landesverb&auml;nden R&uuml;ckendeckung: Sie d&uuml;rften in eine Koalition unter F&uuml;hrung der Linken gehen. Zumindest f&uuml;r Th&uuml;ringen ist das eine realistische Option.<br>\nSPD-Generalsekret&auml;rin Yasmin Fahimi hat den ostdeutschen Landesverb&auml;nden bei der m&ouml;glichen Wahl eines linken Ministerpr&auml;sidenten freie Hand zugesichert. Zuvor hatte dies bereits SPD-Chef Sigmar Gabriel getan. &ldquo;Da ist der Landesverband v&ouml;llig autonom&rdquo;, sagte sie dem &ldquo;Spiegel&rdquo;. Bereits im Januar hatte auch Gabriel betont: &ldquo;Das entscheiden die Landesverb&auml;nde.&rdquo;<br>\nBislang ist die SPD Koalitionen mit der Linken auf Landesebene nur dann  eingegangen, wenn sie selbst als gr&ouml;&szlig;erer Partner den Regierungschef<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/SPD-erlaubt-linke-Regierungschefs-article12241351.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Unterrichtsmaterial unter der Lupe &ndash; Wie weit geht der Lobbyismus in Schulen?<\/strong><br>\nWie die Auswertung der im Materialkompass bewerteten Medien zeigt, ist erh&ouml;hte Vorsicht geboten, wenn die Herausgeber aus der Wirtschaft oder aus wirtschaftsnahen Institutionen oder Verb&auml;nden kommen. Sie zeichnen sich &uuml;berproportional oft durch interessengeleitete oder einseitige Informationen aus. &Uuml;ber die Materialien wird versucht, bestimmte Branchen in einem guten Licht darzustellen, Kritikpunkte zu verschweigen oder einfach Produktwerbung zu machen. Wie weit dieser &bdquo;Lobbyismus an Schulen&ldquo; geht, wird auch eindr&uuml;cklich in einem gleichnamigen Diskussionspapier deutlich, das von LobbyControl im April 2013 ver&ouml;ffentlicht wurde. Hier wird gezeigt, wie private Gesch&auml;ftsinteressen mit dem &ouml;ffentlichen Bildungsauftrag vermischt werden und &uuml;ber sogenanntes &bdquo;Deep Lobbying&ldquo; Meinungsmache betrieben wird, um mittel- und langfristig auf das politische Klima einzuwirken &hellip;<br>\nEs bleibt also festzuhalten, dass die Qualit&auml;t von Unterrichtsmaterialien h&auml;ufig stark leidet, sobald kommerzielle Interessen ins Spiel kommen. Deshalb ist es notwendig, ein bildungspolitisches Klima zu schaffen, in dem klare Regeln und Grenzen f&uuml;r die Einflussnahme au&szlig;erschulischer Partner auf das Unterrichtsgeschehen definiert und durchgesetzt werden. Das in vielen Bundesl&auml;ndern im Schulgesetz verankerte &bdquo;Werbeverbot an Schulen&ldquo; muss konsequent umgesetzt werden. Au&szlig;erdem ist es wichtig, Lehrkr&auml;fte und Schulleitungen zu sensibilisieren und so bei Lehrenden ein Bewusstsein f&uuml;r diese Problematik zu schaffen und sie bei der zeitaufw&auml;ndigen Auseinandersetzung mit dem Thema zu unterst&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vzbv.de\/cps\/rde\/xbcr\/vzbv\/Verbraucherbildung-Analyse-Unterrichtsmaterialien-vzbv-2014.pdf\">Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. &ndash; vzbv [PDF &ndash; 150 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Merkw&uuml;rdig ist, dass der Bundesverband der Verbraucherzentrale eine solche Untersuchung machen muss und nicht die staatlichen Schulbeh&ouml;rden sich um diesen Lobbyismus k&uuml;mmern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutschlandstipendium &ndash; Empfehlungen des Beirats<\/strong><br>\n&Uuml;berwiegend positive Erfahrungen hat der Beirat Deutschlandstipendium dem 2011 gestarteten nationalen Stipendienprogramm in seiner j&uuml;ngsten Empfehlung attestiert. Dabei r&auml;t das zw&ouml;lfk&ouml;pfige Gremium, dem unter anderem Vertreter von Studierenden, Gewerkschaft, Hochschulen und F&ouml;rderern angeh&ouml;ren, den Umgang mit privaten F&ouml;rderern beim Deutschlandstipendium den gleichen Regeln zu unterstellen wie denen f&uuml;r die generell gepflegten Kontakte zu privaten Mittelgebern, zum Beispiel im Rahmen einer Stiftungsprofessur. F&uuml;r den Umgang mit den Akteuren des Deutschlandstipendiums gelten die Prinzipien der Unabh&auml;ngigkeit der Hochschule, der Freiheit der Wissenschaft und der Transparenz.<br>\nHieraus leitete der Beirat konkrete Empfehlungen f&uuml;r die F&ouml;rderpraxis ab. Das Gremium st&uuml;tzte sich dabei auf an Hochschulen bereits bew&auml;hrte Verfahren bei der F&ouml;rdererakquise, bei Bewerbung und Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie bei der Vernetzung von Studierenden, F&ouml;rderern und Hochschulen. Dar&uuml;ber hinaus regt der Beirat in seiner Empfehlung an, das Deutschlandstipendium auch in den hochschuleigenen Code of Conduct einzubinden oder zum Anlass daf&uuml;r zu nehmen, einen solchen zu verabschieden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandstipendium.de\/de\/2577.php\">BMBF<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandstipendium.de\/_media\/Empfehlungen-Beirat-Deutschlandstipendium.pdf\">Deutschlandstipendium [PDF &ndash; 50 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong><\/em> <em>Dazu erkl&auml;rt der freie Zusammenschluss der Studentinnenschaften:<br>\n&ldquo;Anspruch an Integrit&auml;t gescheitert&rdquo;<br>\nDer freie zusammenschluss von studentInnenschaften widerspricht den Empfehlungen des Beirats zur F&ouml;rderpraxis des Deutschlandstipendiums und fordert alle Beteiligten auf, das Scheitern des Projekts einzugestehen.<br>\nKatharina Mahrt, Vorstandsmitglied im fzs, dazu: &ldquo;Es ist unverst&auml;ndlich, dass der Beirat immer noch von &uuml;berwiegend positiven Erfahrungen mit dem Deutschlandstipendium sprechen kann, wenn selbst die Bundesregierung im Koalitionsvertrag realisiert hat, dass die angestrebten Zielzahlen nicht mehr erreicht werden k&ouml;nnen. Die Bem&uuml;hungen in den Empfehlungen m&ouml;gen den Zweck haben, die schlimmeren Ausw&uuml;chse bei der Vergabe der Deutschlandstipendien einzufangen, legitimieren aber nur den Versuch, die Nachwuchsf&ouml;rderung im Mittelstand als Studienfinanzierungsma&szlig;nahme zu verkaufen. Die Beteiligung von F&ouml;rderern im Auswahlverfahren, selbst in &ldquo;nur&rdquo; beratender Funktion, wird niemals zu unabh&auml;ngigen Entscheidungen des Auswahlgremiums f&uuml;hren. Besonders zynisch ist hier, dass der Beirat empfiehlt, nur eine*n Studierende*n im Auswahlgremium zu beteiligen, w&auml;hrend in vielen Auswahlgremien l&auml;ngst wesentlich mehr Studierende sitzen.&rdquo;<br>\nDer Beirat des Nationalen Stipendienprogramms ver&ouml;ffentlichte j&uuml;ngst Empfehlungen an die Hochschulen zur F&ouml;rderpraxis der Deutschlandstipendien und zum Zusammenwirken von Hochschulen, privaten Mittelgebern und Studierenden. Unter anderem wird Hochschulen empfohlen, Stipendiat*innen zur Mittelgewinnung einzusetzen und die Beteiligung von F&ouml;rderern im Auswahlverfahren n&auml;her ausgestaltet.<br>\nKatharina Mahrt weiter: &ldquo;Wenn Hochschulen dazu aufgefordert werden, den Kontakt zwischen Sponsoren und Stipendiat*innen zu f&ouml;rdern, wenn Stipendiat*innen in Video-Clips f&uuml;r das Stipendienprogramm schaulaufen sollen, ist nicht nur das Deutschlandstipendium gescheitert, sondern auch jeglicher Anspruch an dessen Integrit&auml;t. Alle Beteiligten sollten endlich offen das Scheitern des Projekts eingestehen und das Deutschlandstipendium abschaffen.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Georg F&uuml;lberth &ndash; Nachruf auf Reinhard K&uuml;hnl<\/strong><br>\nAm Morgen des 10. Februar 2014 verstarb in Marburg der Politikwissenschaftler Reinhard K&uuml;hnl.<br>\n1936 in Sch&ouml;nwerth (Tschechoslowakei) geboren, studierte er in Marburg und Wien Geschichte, Soziologie, Politikwissenschaft und Germanistik. Er wurde ein Sch&uuml;ler Wolfgang Abendroths. Mit seiner Dissertation von 1965, &bdquo;Die nationalsozialistische Linke 1925 &ndash; 1930&ldquo;, schrieb er sich sofort in die erste Reihe der damals noch jungen Faschismusforschung. 1967 erschien &bdquo;Die NPD &ndash; Struktur, Programm und Ideologie einer neofaschistischen Partei&ldquo;. Nach seiner Habilitation &ndash; die Ernst Nolte mit einer publizistischen Kampagne zu verhindern suchte &ndash; wurde er 1971 Professor f&uuml;r Politikwissenschaft in Marburg. Auf Einladung seines Freundes Walter Grab bekleidete er 1973 eine Gastprofessur in Tel Aviv.<br>\nIn den folgenden Jahrzehnten entfaltete Reinhard K&uuml;hnl eine sehr fruchtbare wissenschaftliche und publizistische T&auml;tigkeit. Sein Buch &bdquo;Formen b&uuml;rgerlicher Herrschaft: Liberalismus &ndash; Faschismus&ldquo; erreichte von 1971 bis 1990 zahlreiche hohe Auflagen. Eine &auml;hnlich gro&szlig;e Wirkung erzielte seine Gesamtdarstellung der Faschismustheorien. Reinhard K&uuml;hnls B&uuml;cher wurden in 14 Sprachen &uuml;bersetzt&hellip;<br>\nSchwerpunkt seiner Forschungen und seiner Lehre blieben Ursachen und Geschichte des Faschismus. In der Praxis wurde er so zum Mitstreiter in den K&auml;mpfen der Friedensbewegung und im Bem&uuml;hen um Verteidigung und Erweiterung der Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ifg.rosalux.de\/2014\/02\/10\/trauer-um-reinhard-kuehnl-1936-2014\/\">Mehring1<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-20656","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20656","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20656"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20656\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20661,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20656\/revisions\/20661"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20656"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20656"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20656"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}