{"id":2066,"date":"2007-02-01T09:02:23","date_gmt":"2007-02-01T08:02:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2066"},"modified":"2016-01-15T11:26:44","modified_gmt":"2016-01-15T10:26:44","slug":"nachtrag-zur-berlinpolis-studie-wie-sozial-ist-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2066","title":{"rendered":"Nachtrag zur \u201eberlinpolis\u201c-Studie \u201eWie sozial ist Europa\u201c"},"content":{"rendered":"<p>In unserem <a href=\"?p=2062\">gestrigen Beitrag<\/a> haben wir darauf hingewiesen, dass &bdquo;berlinpolis&ldquo; kein unabh&auml;ngiges wissenschaftliches Institut sondern eher eine PR-Agentur im neoliberalen Reform-Zirkus ist. Ein Leser, der gleichfalls erstaunt ist, dass die gewerkschaftsnahe Hans-B&ouml;ckler-Stiftung (HBS) an ein solches &bdquo;Institut&ldquo; Forschungsauftr&auml;ge vergibt, hat uns auf weitere Aktivit&auml;ten von &bdquo;berlinpolis&ldquo; aufmerksam gemacht. Das sollten Sie wissen, wenn Sie wieder mal etwas von dieser Agentur lesen. Wolfgang Lieb.<br>\n<!--more--><\/p><blockquote><p>Verdienstvoll, dass Ihr die von HBS und berlinpolis herausgegebene Brosch&uuml;re kritisch beleuchtet habt.<br>\n&Uuml;ber die Zusammenarbeit von HBS mit berlinpolis kann ich nur &ndash; wieder einmal &ndash; den Kopf sch&uuml;tteln.<br>\nBei berlinpolis handelt es sich um einen neoliberal\/neokonservativen think tank, der ausweislich seiner Brosch&uuml;ren &uuml;berwiegend von der &ldquo;Wirtschaft&rdquo; gesponsert wird.<br>\nAus der Brosch&uuml;re &ldquo;Zumuten oder Zutrauen &ndash; Zur Verantwortung politischer F&uuml;hrung in Deutschland&ldquo; &ndash; erfahren wir, dass eine Mehrheit der Deutschen bereit ist, auch Reformen zu unterst&uuml;tzen, die Einschnitte f&uuml;r sie bedeuten. Herausgegeben wurde die Brosch&uuml;re gemeinsam mit Vodafone.<br>\nDie Brosch&uuml;re &ldquo;F&uuml;r eine neue Bildungsfinanzierung&rdquo; pl&auml;diert f&uuml;r ein Bildungssystem, wie es die Arbeitgeber gerne h&auml;tten. Herausgeber der Brosch&uuml;re ist neben Dettling Christoph Prechtl, Leiter der Abteilung Bildung der vbw &ndash; Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e.V. und des VBM &ndash; Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie.<br>\nUnd die Brosch&uuml;re &ldquo;Parteien in der B&uuml;rgergesellschaft&rdquo; pl&auml;diert &ndash; so w&ouml;rtlich &ndash; f&uuml;r eine B&uuml;rgergesellschaft jenseits von Verb&auml;nde- und Mediendemokratie und fragt, wer regiert: Parteien, Medien oder B&uuml;rger? Dies ist gegenw&auml;rtig zwar sehr modern und populistisch &ndash; die Abl&ouml;sung der kritisierten parlamentarischen &ldquo;Parteiendemokratie&rdquo; durch eine &ldquo;B&uuml;rgergesellschaft&rdquo; ist aber mindestens ein Projekt der Neocons &ndash; wenn nicht mehr. Der angepriesene Download heisst: &ldquo;Kann die Demokratie die Medien &uuml;berleben&rdquo; &ndash; was unterstellt, Medien seien der Demokratie etwas Fremdes.<br>\nDiese ganze neoliberale und neokonservative Suppe von berlinpolis wird garniert durch ein Sahneh&auml;ubchen aus &ldquo;jugendlicher Modernit&auml;t&rdquo;, Anglizismen und dem sonstigen bekannten Neusprech.<br>\n&Uuml;brigens: In der Vorstellung der Euro-Brosch&uuml;re ist von &ldquo;Wohlfahrtsregimes&rdquo; die Rede; bei Regimes denken die meisten erst einmal an Pinochet und Folterkeller jedenfalls ein Herrschaftsformen die nicht gerade etwas mit Demokratie zu tun haben.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserem <a href=\"?p=2062\">gestrigen Beitrag<\/a> haben wir darauf hingewiesen, dass &bdquo;berlinpolis&ldquo; kein unabh&auml;ngiges wissenschaftliches Institut sondern eher eine PR-Agentur im neoliberalen Reform-Zirkus ist. 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