{"id":20711,"date":"2014-02-17T08:57:32","date_gmt":"2014-02-17T07:57:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711"},"modified":"2015-11-09T14:25:40","modified_gmt":"2015-11-09T13:25:40","slug":"hinweise-des-tages-2067","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711#h01\">Machen Sie linke Politik, Frau Wagenknecht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711#h02\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711#h03\">Heribert Prantl &ndash; Fall Edathy &ndash; Strafrecht ist kein Moralrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711#h04\">Was erlauben Karlsruhe?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711#h05\">Mini-Wachstum nicht ausreichend, um Arbeitslosigkeit zu senken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711#h06\">Hohe Erwerbs- und Verm&ouml;genseinkommen aus dem Ausland &ndash; ein gutes Argument zur Verteidigung deutscher Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711#h07\">TAFTA: Das Kapital gegen den Rest der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711#h08\">Deutschlands Problem mit der Geldw&auml;sche-Bek&auml;mpfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711#h09\">Paul Krugman &ndash; Inequality, Dignity and Freedom  &ndash;  Ungleichheit, W&uuml;rde und Freiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711#h10\">GUTE Arbeit als Menschenrecht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711#h11\">Renzi, der &bdquo;Verschrotter&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711#h12\">Raus aus der Vergangenheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711#h13\">Faire Arbeitsbedingungen f&uuml;r gute Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711#h14\">Bildungspolitik der CSU: Ein Schwenk wie bei den Studiengeb&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711#h15\">Unsere teuren Toten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711#h16\">Michael Schlecht schreibt uns zu unserem Hinweis #8 der HdT II vom letzten Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20711&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Machen Sie linke Politik, Frau Wagenknecht!<\/strong><br>\nNicht der Euro, sondern die Nationalisten spalten Europa. Die Linke macht keine linke Politik, wenn sie aus Angst vor der AfD beim Anti-Euro-Populismus mitmacht. von Sven Giegold<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-02\/linke-anti-euro-populismus-gastbeitrag\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> In diesem Beitrag wird das wahre Gesicht des Sven Giegold sichtbar: Einer der sich f&uuml;r Kampagnen benutzen l&auml;sst. Er &uuml;bernimmt Vorurteile und die gerade g&auml;ngigen Behauptungen, ohne sich um Belege zu k&uuml;mmern<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Machen Sie linke Politik, Herr Giegold!<\/strong><br>\nSven Giegold hat in der &ldquo;Zeit&rdquo; unter dem Titel &ldquo;Machen Sie linke Politik, Frau Wagenknecht!&rdquo; Sahra Wagenknechts Haltung zum Euro kritisiert und mit der Haltung von Rechtspopulisten verglichen. Hat sich einer der wenigen Hoffnungstr&auml;ger der Gr&uuml;nen in die Kampagne der &ldquo;Zeit&rdquo; einspannen lassen? Steht der Gegner der Gr&uuml;nen im Europawahlkampf links?<\/p>\n<p>Offener Brief<\/p>\n<p>Lieber Herr Giegold,<br>\nich glaube es w&auml;re hilfreich gewesen, die Ebene Kritik an der Analyse der Eurokrise und Kritik an der politischen Strategie von Frau Wagenknecht strikter auseinander zu halten. Was die Analyse der Eurokrise betrifft, muss man feststellen, dass Frau Wagenknecht die neoliberale Politik f&uuml;r die Krise verantwortlich macht und nicht den Euro. Die Pr&auml;misse unter der Frau Wagenknecht eine Debatte um den Euro verlangt, ist doch, dass sie an den Zusammenbruch des Euros (mit sicherlich dramatischen Folgen) glaubt. Sollte so etwas eintreten, dann m&uuml;sste man auch klar feststellen, dass dies durch die Weigerung der Regierung, das deutsche Lohndumping zu beenden, bzw. durch die Agenda-Politik von Rot-Gr&uuml;n-Schwarz-Gelb verursacht wurde. Eine Sorge um den Euro scheint ja nicht ganz unberechtigt zu sein, da nun selbst Frankreich (die Eurozone besteht nicht nur aus S&uuml;deuropa) durch die deutsche Wettbewerbsverzerrung soweit in Schwierigkeiten geraten ist, dass eine Marktradikalisierung (insb. &bdquo;Arbeitsmarkt&ldquo;) Frankreichs offenbar im Gange ist. Dies k&ouml;nnte die Eurozone selbstverst&auml;ndlich in eine Deflationskrise st&uuml;rzen und den Euro destabilisieren.<\/p>\n<p>In Bezug auf die politische Strategie werfen Sie Wagenknecht vor, in Sachen Euro der AfD hinterher zu laufen. Dieser Vorwurf ist etwas merkw&uuml;rdig, da die Eurodebatte in DIE LINKE schon vor der AfD begonnen hatte und Frau Wagenknecht in der Regel nur &uuml;ber den Euro redet, wenn sie danach gefragt wird. Ist es nicht die AfD, die versucht links zu klingen, indem sie &bdquo;das Leid der Griechen&ldquo;1 thematisiert macht oder Attac-Mottos wie &bdquo;Gelder in Investitionen statt Banken&ldquo; plakatiert (S-H), eine Forderung die der marktradikalen, neoliberalen Haltung der AfD schlie&szlig;lich v&ouml;llig widerspricht? (&hellip;)<\/p>\n<p>Machen Sie linke Politik, Herr Giegold! &Uuml;berzeugen sie Ihre Parteikollegen von der Krisenverantwortung und Sch&auml;dlichkeit der deutschen Politik (langj&auml;hrige Lohnzur&uuml;ckhaltung und Austerit&auml;tszwang), k&auml;mpfen sie mit diesen f&uuml;r eine andere Politik und machen sie damit die Euro-Debatte &uuml;berfl&uuml;ssig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=4153\">Maskenfall<\/a><\/p>\n<p><strong>passend dazu: &raquo;Das Gegenteil des Programms der AfD&laquo;<\/strong><br>\nEuro-Kritik der Linkspartei richtet sich explizit gegen deutsche Dumpingstrategie bei L&ouml;hnen und Steuern. Gespr&auml;ch mit Sahra Wagenknecht<br>\nSahra Wagenknecht ist Vizevorsitzende der Partei Die Linke, die am Wochenende ihren Europaparteitag abhielt<br>\nMan hat den Eindruck, da&szlig; die Partei Die Linke jede Debatte &uuml;ber die Zukunft des Euro scheut. Im Europawahlprogramm findet man zur Perspektive der gemeinsamen W&auml;hrung nur Wunschdenken: Ginge es dort nur solidarischer und demokratischer zu, dann werde es schon. Da kommt Ihre Wortmeldung, die bei Spiegel online unter der &Uuml;berschrift steht: &raquo;Wagenknecht fordert Abschaffung des Euro&laquo; firmierte, &uuml;berraschend. Was fordern Sie genau?<br>\nIch habe nicht die Abschaffung des Euro gefordert. Das ist eine typische Spiegel-Ente. Ich habe in dem Interview, auf das sich der Spiegel bezieht, darauf hingewiesen, da&szlig; eine gemeinsame W&auml;hrung nur unter bestimmten Bedingungen funktionieren kann. Dazu geh&ouml;rt, da&szlig; nicht einzelne L&auml;nder versuchen, durch brutales Lohndumping andere L&auml;nder niederzukonkurrieren und sie damit auch unter Lohnsenkungszwang zu setzen. Das gleiche gilt, wenn L&auml;nder ihre Unternehmens- und Verm&ouml;genssteuern weit unter den Durchschnitt senken und damit einen Senkungswettlauf ausl&ouml;sen. Gerade Deutschland hat sich in der Vergangenheit mit einer solchen Dumpingstrategie hervorgetan. Das Ergebnis sind riesige &Uuml;bersch&uuml;sse in der deutschen Leistungsbilanz und dauerhafte Defizite, Arbeitslosigkeit und Deindustrialisierung in anderen L&auml;ndern. Niemand kann diesen Zustand in die Zukunft fortschreiben wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/02-17\/045.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Digitale Aufr&uuml;stung<\/strong><br>\nEU-Politik: Worum es bei Martin Schulz&rsquo; Initiative f&uuml;r eine netzpolitische Bewegung wirklich geht<br>\nDie NSA-Aff&auml;re, Amazon-Streiks, Google-Expansion: Erst wollte es scheinen, als ob das Thema der digitalen Datenabsch&ouml;pfung und Monopolmacht der Internetkonzerne im Europawahlkampf keine gro&szlig;e Rolle spielen w&uuml;rde. Doch es kam anders. Unter der &Uuml;berschrift &raquo;Warum wir jetzt k&auml;mpfen m&uuml;ssen&laquo; ver&ouml;ffentlichte die FAZ am 6. Februar einen ganzseitigen Aufruf, der vor einer &raquo;Verbindung von neoliberaler und autorit&auml;rer Ideologie&laquo; warnt. Ein Mehr an Lebensqualit&auml;t, Demokratie, Freiheit, Sicherheit und Effizienz sei nicht automatisch durch die Digalisierung zu erreichen. Gegen eine Entwicklung, in der der &raquo;B&uuml;rger nur zum Wirtschaftsobjekt degradiert wird und der Staat ihn unter Generalverdacht stellt&laquo;, helfe nur eine neue &raquo;soziale Bewegung&laquo;, welche &raquo;die Unverletzlichkeit der menschlichen W&uuml;rde ins Zentrum ihrer &Uuml;berlegungen stellt&laquo;. Die Technik m&uuml;sse &raquo;zum Nutzen der vielen und nicht der wenigen in unsere Gesellschaft integriert werden&laquo;. (&hellip;)<br>\nIn seinem lesenswerten Buch &raquo;Der europ&auml;ische Traum und die Wirklichkeit&laquo; zeigt Andreas Wehr, wie Schulz die Rolle sowohl der SPD als auch der Europ&auml;ischen Kommission als best&auml;ndige Antreiber f&uuml;r mehr &ouml;konomische Deregulierung und Privatisierung best&auml;ndig relativiert und verharmlost. Die Agenda 2010 wird von dem Parteifreund Gerhard Schr&ouml;ders als Ma&szlig;nahme bezeichnet, mit der &raquo;Deutschland wieder fit&laquo; gemacht worden sei. Was die EU betrifft, geht es Schulz auf Biegen und Brechen darum, die bestehenden Nationalstaaten zugunsten eines zentralistisch-f&ouml;deralen Gebildes zu &uuml;berwinden. Das jedoch h&auml;tte unter den gegenw&auml;rtigen Klassenmachtverh&auml;ltnissen zur Folge, &raquo;da&szlig; soziale und demokratische Rechte weiter ausgeh&ouml;hlt w&uuml;rden&laquo;, so Andreas Wehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/02-17\/010.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Funkhaus Wallrafplatz: Medien(macher) im Gespr&auml;ch<\/strong><br>\nOb Datenschutz im Internet, das Verh&auml;ltnis von Politik und Medien oder die neuen Trends bei Radio- und Fernsehformaten &ndash; im WDR 5 &ldquo;Funkhaus Wallrafplatz&rdquo; diskutieren Programmmacher, Prominente und Medienwissenschaftler mit H&ouml;rerinnen und H&ouml;rern.<br>\nFunkhaus Wallrafplatz: Sendung vom 15.02.2014<br>\nThema: Das Ende des Privaten: Sch&uuml;tzt der Staat noch seine B&uuml;rger? \/ G&auml;ste: Volker Tripp, politischer Referent bei &ldquo;Digitale Gesellschaft e.V.&rdquo; und Dr. Konstantin von Notz, MdB von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen \/ Moderation: Thomas Guntermann<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/radio\/podcasts\/wdr5\/funkhaus_wallrafplatz106.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><strong>EU plant neue Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nDaten &uuml;ber alle ausl&auml;ndischen Reisenden sollen auch von Polizei und Geheimdiensten benutzt werden k&ouml;nnen<br>\nDie EU-Kommission will eine Vorratsdatenspeicherung aller ausl&auml;ndischen Reisenden in der Europ&auml;ischen Union anlegen. Dies betr&auml;fe s&auml;mtliche Ein- und Ausreisen &uuml;ber eine der EU-Au&szlig;engrenzen, egal ob aus gesch&auml;ftlichen, touristischen oder schutzbed&uuml;rftigen Gr&uuml;nden. Das geplante &raquo;Ein-\/Ausreisesystem&laquo; ginge mit einem weiteren Programm zur Bevorzugung von &raquo;vertrauensw&uuml;rdigen Vielreisenden&laquo; einher, die zuvor im Rahmen des &raquo;Registrierungsprogramm f&uuml;r Reisende&laquo; ihre biometrischen Daten abgegeben haben. Zusammen bilden sie das &raquo;Ma&szlig;nahmenpaket intelligente Grenzen&laquo;, das nach gegenw&auml;rtigem Stand 1,35 Milliarden Euro kosten w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/02-17\/031.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Massenklage in den USA: Libert&auml;re machen gegen Barack Obama mobil<\/strong><br>\n380.000 US-B&uuml;rger haben eine Sammelklage gegen die Regierung eingereicht wegen des Verdachts, dass die massenhafte &Uuml;berwachung des Telefonverkehrs durch den Geheimdienst NSA gegen die verfassungsm&auml;&szlig;igen Grundrechte verst&ouml;&szlig;t. Zu den Kl&auml;gern geh&ouml;rt auch der republikanische Senator Rand Paul, der eine Pr&auml;sidentschaftskandidatur 2016 anstrebt.  Gemeinsam mit konservativen Gruppen forderte Paul, die Sammlung sogenannter Metadaten von Telefongespr&auml;chen in den USA durch den Geheimdienst NSA einzustellen. Neben Barack Obama werden in der Klage F&uuml;hrungsmitglieder der US-Geheimdienste genannt, darunter NSA-Chef Keith Alexander. Die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der B&uuml;rger und der Politiker in der breiten Mitte &auml;u&szlig;ert wenig Bedenken gegen die &Uuml;berwachungsprogramme der US-Dienste im In- und Ausland. Kritik &uuml;ben vor allem B&uuml;rgerrechtsorganisationen wie die American Civil Liberties Union (ACLU), die zum linken Spektrum z&auml;hlen, sowie eine zahlenm&auml;&szlig;ig gr&ouml;&szlig;ere, sehr spezielle Gruppe der Republikaner: sogenannte Libert&auml;re, die sich &uuml;berwiegend in der &bdquo;Tea Party&ldquo;-Bewegung organisiert haben und als &bdquo;rechts&ldquo; gelten. Zu ihnen z&auml;hlt Senator Rand Paul. Die Libert&auml;ren wollen den Staat zur&uuml;ckdr&auml;ngen, betonen die Freiheit und Selbstverantwortung der Individuen und lehnen staatliche Eingriffe ab. Das gilt f&uuml;r soziale F&uuml;rsorge ebenso wie f&uuml;r &Uuml;berwachungsprogramme.<br>\nQuelle. <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/massenklage-in-den-usa-libertaere-machen-gegen-barack-obama-mobil\/9480656.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie beruhigend f&uuml;r unseren Stolz: Alle NATO-Partner werden auf Augenh&ouml;he von den USA ausspioniert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Heribert Prantl &ndash; Fall Edathy &ndash; Strafrecht ist kein Moralrecht<\/strong><br>\nKinderpornografie gilt als Terrorismus des Alltags. Entsprechend massiv und exzessiv wird ermittelt. Bisweilen wird das Strafrecht missbraucht, um dann &uuml;ber die Moral eines Beschuldigten &ouml;ffentlich herzuziehen. Geht es beim Fall Edathy um die Verfolgung eines strafrechtlich Unschuldigen? [&hellip;]<br>\nIm Fall des Sebastian Edathy ist zu beachten, dass nach Feststellung der Experten des Bundeskriminalamts die von dem Politiker als Privatmann bestellten Filme nichts Strafbares zeigen, also nicht illegal sind. Das war ganz fr&uuml;hzeitig, zu Beginn der Vorermittlungen, bekannt. Wenn das so ist, dann liegen all diese Filme unter der Strafbarkeitsschwelle; Edathy durfte sie bestellen. Wohlgemerkt: Wir reden vom Strafrecht, nicht von Moral.<br>\nDie Filme werden auch vom neuen, hochsensibilisierten Strafrecht nicht erfasst. Wenn das aber so ist, dann ist ein monatelanges Ermittlungs- beziehungsweise Vorermittlungsverfahren problematisch. Noch viel problematischer sind die Haus- und B&uuml;rodurchsuchungen bei Edathy. Sie sind nicht nur hochproblematisch, sie sind wohl rechts- und verfassungswidrig. Wenn die Filme legal sind, dann gibt es keinen Anfangsverdacht. Wenn es schon keinen Anfangsverdacht gibt, dann erst recht keinen Verdacht, der f&uuml;r eine Durchsuchung ausreicht. Voraussetzung jeder Durchsuchung ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte Straftat bereits begangen ist &ndash; hierf&uuml;r m&uuml;ssen zureichende tats&auml;chliche Anhaltspunkte vorliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fall-edathy-strafrecht-ist-kein-moralrecht-1.1890180\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Was erlauben Karlsruhe?<\/strong><br>\nUnsere Verfassungsrichter haben den Anspruch, &uuml;ber den Dingen und Interessen zu stehen. Das kann nur scheitern, wenn sie &uuml;ber eine sehr streitbare &ouml;konomische Frage urteilen sollen &ndash; wie die Euro-Rettung der EZB. Mit ihren j&uuml;ngsten Einsch&auml;tzungen dazu haben sie sich derart auf die Seite einer ganz speziellen und zweifelhaften &Ouml;konomensicht gestellt, dass dies mit ihrem Mandat und hehren Anspruch kaum in Einklang zu bringen ist.Kleiner Nachklapp zu unseren Verfassungsrichtern und Euro-H&uuml;tern. Es ist gesetztlich festgelegte Aufgabe der EZB, unsere W&auml;hrung zu sichern und den Zahlungsverkehr zu gew&auml;hrleisten (und auch Staatsanleihen zu handeln). Beides war &ndash; nach aller Wahrscheinlichkeit &ndash; in der Eskalation der Euro-Krise 2011\/12 akut gef&auml;hrdet, weshalb die EZB ihrem Mandat in diesem Sinne sehr wohl nachgekommen ist, als sie als Lender of last Resort einschritt, eine Garantieerkl&auml;rung f&uuml;r die W&auml;hrung abgab und die Kriseneskalation damit offenbar gestoppt hat.<br>\nH&auml;tte sie das nicht getan, w&auml;re mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit unsere (!) W&auml;hrung akut gef&auml;hrdet gewesen, mit unabsehbaren Folgen f&uuml;r unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand.<br>\n&Uuml;ber diesen Befund (die akute Eskalationsgefahr) gibt es international und auch bei ausgeruhten deutschen &Ouml;konomen wenig Dissens. Aber es gibt eben die Sinns und andere deutsche Rand&ouml;konomen, die im Grunde immer noch so tun, als sei die gesamte Krisenentwicklung so eine Art gerechte und &ouml;konomisch rational begr&uuml;ndbare Strafe f&uuml;r Fehlverhalten. Und klar: Wenn man letzteres meint, ist nat&uuml;rlich eine Intervention der Notenbank per Definition und selbsterkl&auml;rend falsch und st&ouml;rend. Nur scheint das eben einfach ein Streit unter &Ouml;konomen und nichts, &uuml;ber das man als Verfassungsrichter ein juristisch vermeintlich klares Urteil f&auml;llen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2014\/02\/14\/was-erlauben-karlsruhe\/#more-22700\">WirtschaftsWunder<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Bundesverfassungsgericht &uuml;berweist Fragenkatalog an den Europ&auml;ischen Gerichtshof<\/strong><br>\nIn Karlsruhe wei&szlig; die Mehrheit der Richter am Bundesverfassungsgericht nun offenbar, was sie guthei&szlig;en will an der Krisenpolitik der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) und was nicht. Doch weil die EZB nicht der deutschen Gerichtsbarkeit unterliegt, Karlsruhe also der EZB keine Vorschriften machen kann, wird nun der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg eingeschaltet. Wir haben bereits in zwei Beitr&auml;gen letztes Jahr zu dem Thema Stellung bezogen, wollen das aber erneut tun, weil sich unsere Bef&uuml;rchtungen best&auml;tigt haben, dass hier Juristen auf der Basis problematischer und zum Teil falscher &ouml;konomischer Modellvorstellungen urteilen.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat dem EuGH verschiedene Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt (Pressemitteilung vom 7. Februar 2014). Dabei geht es um die Outright Monetary Transactions, ein im Sommer 2012 von der EZB beschlossenes Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen (OMT-Programm).<br>\nDie EZB hatte zu dieser Zeit angek&uuml;ndigt, unter bestimmten einschr&auml;nkenden Bedingungen am Sekund&auml;rmarkt Staatsanleihen ausgew&auml;hlter Mitgliedstaaten der Eurozone zu kaufen. Die damals auf erhebliche Werte angestiegenen Renditeaufschl&auml;ge z.B. spanischer und italienischer Staatsanleihen gegen&uuml;ber den als Referenz betrachteten deutschen Staatsanleihen gingen daraufhin zur&uuml;ck, ohne dass die EZB im Rahmen des OMT-Programms tats&auml;chlich Staatsanleihen gekauft h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/bundesverfassungsgericht-ueberweist-fragenkatalog-an-den-europaeischen-gerichtshof\/\">flassbeck-economics<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mini-Wachstum nicht ausreichend, um Arbeitslosigkeit zu senken<\/strong><br>\n&ldquo;Europa geht auf Wachstumskurs&rdquo;, titelt tagesschau.de. &ldquo;Wirtschaftswachstum in Eurozone &uuml;bertrifft Erwartungen&rdquo;, meldet der Deutschlandfunk. Der &ouml;ffentliche Rundfunk ist zumindest was die Wirtschaftsnachrichten anbelangt sein Geld nicht wert; kein Wunder, dass er es per Gesetz eintreiben muss.<br>\nAllein dieser Satz in der Meldung des Deutschlandfunks spricht B&auml;nde (kursive Hervorhebung, T.H.): &ldquo;Nach Angaben des Statistikamtes Eurostat legte das Bruttoinlandsprodukt im Zeitraum Oktober bis Dezember im Vergleich zum vorherigen Quartal um 0,3 Prozent zu. Experten hatten 0,2 Prozent erwartet.&rdquo; Die so genannten Experten sind in der Regel Bankvolkswirte, die ebenso regelm&auml;&szlig;ig mit ihren Vorhersagen daneben liegen, und: Aus 0,1 Prozentpunkten Differenz &uuml;berhaupt eine Meldung zu machen, ist nat&uuml;rlich noch l&auml;cherlicher.<br>\nSo erfreulich es ist, dass sich die wirtschaftliche Aktivit&auml;t im Durchschnitt der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion (EWU) zumindest leicht zu erholen scheint, so darf dabei erstens nicht &uuml;bersehen werden, dass das Wirtschaftswachstum f&uuml;r das gesamte Jahr 2013 erneut negativ ausgefallen ist (-0,4%). F&uuml;nf Jahre nach Ausbruch der Finanz- und Eurokrise. Wie schwach die wirtschaftliche Performance der EWU ist, zeigt der Vergleich mit den USA, die das europ&auml;ische Amt f&uuml;r Statistik, Eurostat, regelm&auml;&szlig;ig mit meldet: W&auml;hrend sich die EWU erst seit drei Quartalen (gegen&uuml;ber Vorquartal) m&uuml;hselig aus dem Minus bewegt (gegen&uuml;ber Vorjahresquartal erst seit einem Quartal), wachsen die USA bereits seit dem zweiten Quartal 2011 vergleichsweise kr&auml;ftig. Immerhin meldet der Deutschlandfunk auch: &ldquo;Begr&uuml;ndet wurde der st&auml;rkere Anstieg mit den Aktivit&auml;ten der Volkswirtschaften in Deutschland, Frankreich und Italien.&rdquo; Es ist also l&auml;ngst noch kein Aufschwung, der die EWU tr&auml;gt, und selbst die marginale Wachstumsrate in Deutschland (0,4%) ist kein Anlass, &uuml;berhaupt von einem Aufschwung zu sprechen. Es ist eine leichte Erholung in einigen Volkswirtschaften erkennbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/02\/bruttoinlandsprodukt-deutschlandewu-mini-wachstum-nicht-ausreichend-um-arbeitslosigkeit-zu-senken\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hohe Erwerbs- und Verm&ouml;genseinkommen aus dem Ausland &ndash; ein gutes Argument zur Verteidigung deutscher Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse?<\/strong><br>\nSchon l&auml;nger steht die Fortsetzung der Serie aus, die ich &uuml;ber die Argumente des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) zur Verteidigung der deutschen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse schreibe (hier die bisher dazu ver&ouml;ffentlichten Beitr&auml;ge: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 4a, Teil 4b und Teil 5). Am Rande: Der Link zu dem Papier des Ministeriums &uuml;ber dessen Webseite, den ich urspr&uuml;nglich angegeben hatte, funktioniert inzwischen nicht mehr. Vielleicht ist andernorts aufgefallen, dass die Schw&auml;chen des besagten Papiers gar zu offensichtlich sind, so dass man es lieber nicht mehr zug&auml;nglich halten wollte? Wie dem auch sei, da die in ihm angef&uuml;hrten Argumente in der &Ouml;ffentlichkeit eine Rolle spielen, setze ich mich dennoch weiterhin damit auseinander. (Wer das Papier noch einmal im Original lesen will, wird hier f&uuml;ndig.) Nun also der n&auml;chste Teil der Serie, der sich mit dem nach meiner Aufz&auml;hlung sechsten Argument des BMWi auseinandersetzt, das folgenderma&szlig;en lautet:<br>\n&ldquo;Es gehen rund ein Drittel des Leistungsbilanz&uuml;berschusses auf Erwerbs- und Verm&ouml;genseinkommen aus dem Ausland zur&uuml;ck. Das bedeutet: ein Drittel des Leistungsbilanz&uuml;berschusses beruht nicht auf dem Au&szlig;enhandel, sondern auf Ertr&auml;gen aus in der Vergangenheit im Ausland investiertes oder angelegtes deutsches Kapital. Dies hat mit den Fragen der Exportst&auml;rke der deutschen Wirtschaft oder der Binnennachfrage in Deutschland &ndash; und darum geht es bei der Kritik &ndash; nichts zu tun.&rdquo;<br>\nUm dieses Argument beurteilen zu k&ouml;nnen, ist es hilfreich, sich im Aufbau der Leistungsbilanz ein wenig auszukennen, also jener Rechnung, die die G&uuml;ter-, Erwerbseinkommens-, Verm&ouml;gens- und finanziellen &Uuml;bertragungsstr&ouml;me zwischen In- und Ausland wertm&auml;&szlig;ig erfasst. (&hellip;)<br>\nIm n&auml;chsten Teil dieses Beitrags sehe ich mir die Zusammensetzung der deutschen Leistungsbilanz f&uuml;r einen l&auml;ngeren Zeitraum, n&auml;mlich ab 1960, genauer an, um die fr&uuml;here deutsche Wettbewerbsf&auml;higkeit und ihre m&ouml;glichen Echoeffekte bei der Auslandsverm&ouml;gensposition bzw. den Verm&ouml;genseinkommen aus dem Ausland zu beurteilen und zur Frage der Persistenz des heutigen Saldos der Verm&ouml;genseinkommen Stellung zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/hohe-erwerbs-und-vermoegenseinkommen-aus-dem-ausland-ein-gutes-argument-zur-verteidigung-deutscher-leistungsbilanzueberschuesse-teil-1\/\">Flassbeck Economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>TAFTA: Das Kapital gegen den Rest der Welt<\/strong><br>\nWas allerdings pessimistisch stimmen muss: Die erste Schlacht um TAFTA\/TTIP ist l&auml;ngst verloren. Denn die Verhandlungen zwischen der EU und Kanada um ein ganz &auml;hnliches Abkommen namens CETA sind bereits abgeschlossen. Zwar sind die Vereinbarungen noch geheim, an einem Vertragstext wird noch gebastelt, aber gro&szlig;e &Auml;nderungen d&uuml;rfen wir nicht mehr erwarten. Nach allem, was wir wissen, haben sich weder die EU-Kommission noch die kanadische Regierung um die Bedingungen der EU-Parlamentarier geschert: Vorrang f&uuml;r den gew&ouml;hnlichen Rechtsweg und f&uuml;r die nationale Gerichtsbarkeit vor dubiosen Schiedsgerichten. Deshalb bleibt dem EU-Parlament gar nichts anderes &uuml;brig, als den Vertrag schon wegen der vorgesehenen Schiedsgerichtsbarkeit insgesamt abzulehnen. Sollte CETA dagegen in Kraft treten, w&auml;hrend die Verhandlungen zu TAFTA\/TTIP noch laufen, h&auml;tten die Amerikaner einen entscheidenden Vorteil errungen. &Uuml;ber ihre kanadischen Standorte und T&ouml;chter k&ouml;nnen die US-Konzerne dann jederzeit zu gleichen Bedingungen auf den europ&auml;ischen Markt vordringen wie kanadische Unternehmen &ndash; umgekehrt w&auml;re das schon erheblich schwieriger. Eigentlich br&auml;uchten die Amerikaner TAFTA dann gar nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/januar\/tafta-das-kapital-gegen-den-rest-der-welt\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.B.:<\/strong> Sollte diese Sicht zutreffen, k&auml;mpfen wir bei TAFTA m&ouml;glicherweise an einer Front zweiter Priorit&auml;t.<\/em><br>\n<em>Zwischen den USA und Kanada gibt es bereits ein Freihandelsabkommen, das die schlimmsten Bef&uuml;rchtungen best&auml;tigt (z.B. den Entsch&auml;digungsstreit zwischen Quebec und dem US-Frackingunternehmen Lone Pine). Kommt ein Europ&auml;isch-Kanadisches Freihandelsabkommen hinzu, k&ouml;nnten US-Multis wie oben erl&auml;utert, den Widerstand gegen TAFTA umgehen und trotz eines breiten Widerstands der EU-Bev&ouml;lkerung ihre Ziele erreichen.<\/em><br>\n<em>Ich f&uuml;rchte, die engen Bindungen zwischen Kanada und Gro&szlig;britannien bzw. zwischen dem frankophonen Teil Kanadas und Frankreich werden einen Widerstand gegen CETA deutlich erschweren, wenn es denn je auf dem &ouml;ffentlichen Radar erscheinen sollte.<\/em><br>\n<em>Kanada wird in der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung als sehr viel &bdquo;europ&auml;ischer&ldquo; wahrgenommen als die dominant auftretenden US-Amerikaner. Es ist Teil des Commonwealth und erkennt auch heute noch (die englische) K&ouml;nigin Elisabeth II als Staatsoberhaupt an.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschlands Problem mit der Geldw&auml;sche-Bek&auml;mpfung<\/strong><br>\nLasche Gesetze und l&ouml;chrige &Uuml;berwachung: Der deutsche Immobilienmarkt l&auml;dt Kriminelle geradezu ein, Geld aus Verbrechen zu waschen. Finanzexperten und Kriminalbeamte kritisieren vor allem die Politik. &ldquo;Der Immobilienmarkt ist der zweitgr&ouml;&szlig;te Wirtschaftszweig in der Bundesrepublik Deutschland. Mit knapp einer Million Transaktionen im Jahr, mit einem Geldvolumen von rund 150 Milliarden. Das zeigt schon, hier kann unbemerkt viel Geld durchgeschleust werden von der Organisierten Kriminalit&auml;t.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/02\/10\/dlf_20140210_1840_8838b987.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Inequality, Dignity and Freedom  &ndash;  Ungleichheit, W&uuml;rde und Freiheit<\/strong><br>\nNach dem ausdr&uuml;cklichen Dementi des Congressional Budget Office, es habe gesagt, Obamacare vernichte Jobs, haben nun einige (aber bei weitem nicht alle) Republikaner ihre Verbreitung von L&uuml;gen dar&uuml;ber aufgegeben und sich einer anderen Argumentation zugewandt. Also gut, sagen sie, jede mit der Gesundheitsreform verbundene Reduktion der Arbeitszeit mag auf freier Entscheidung der Besch&auml;ftigten beruhen  &ndash;  aber schlecht ist das immer noch, weil ja, so dr&uuml;ckte es der Abgeordnete Paul Ryan aus, &ldquo;die W&uuml;rde der Arbeit&rdquo; verloren geht.<br>\nSehen wir uns doch einmal an, was das im Amerika des 21.Jahrhunderts bedeutet.<br>\nEs ist ja sch&ouml;n und gut, so abstrakt &uuml;ber die W&uuml;rde der Arbeit zu reden, aber zu behaupten, dass Arbeitnehmer trotz der enormen Ungleichheit in der Bezahlung die gleiche W&uuml;rde haben k&ouml;nnten, ist doch t&ouml;richt. 2012 haben 40 Hedge-Fund-Spitzenmanager und -Wertpapierh&auml;ndler insgesamt Zahlungen von 16,7 Milliarden Dollar erhalten, was den Einkommen von 400.000 normalen Arbeitnehmern entspricht. Kann irgendjemand bei diesem Missverh&auml;ltnis ernsthaft an eine gleiche W&uuml;rde der Arbeit glauben?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/02\/14\/opinion\/krugman-inequality-dignity-and-freedom.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>GUTE Arbeit als Menschenrecht? Eine Stimme f&uuml;r progressive Ver&auml;nderung in der Arbeitswelt<\/strong><br>\nDie Arbeitswelt befindet sich im Wandel. &bdquo;Traditionelle Arbeitsverh&auml;ltnisse&ldquo;, sprich (meist m&auml;nnliche) dauerhafte Vollzeitstellen mit umfassender sozial- und arbeitsrechtlicher Absicherung, geregelter Normalarbeitszeit und kontinuierlichem Entgelt, weisen kaum nennenswerte Zuwachsraten auf. Atypische Arbeitsverh&auml;ltnisse wie geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung und Teilzeit, Leiharbeit und neue Selbst&auml;ndigkeit kommen immer h&auml;ufiger vor. F&uuml;r viele ArbeitnehmerInnen sind sie harte und oft auch ungew&auml;hlte Realit&auml;t. Hinzu kommen neue Rekordwerte an arbeitslosen Menschen, die in weiten Teilen Europas noch drastischer sind als hierzulande. Erwerbsarbeit ist f&uuml;r Viele keine Selbstverst&auml;ndlichkeit. Doch dem nicht genug: Auch in &bdquo;traditionellen Arbeitsverh&auml;ltnissen&ldquo; l&auml;uft vieles schief: Unbezahlte &Uuml;berstunden und steigender Arbeitsdruck stehen in vielen Unternehmen auf der Tagesordnung. Zudem wird es immer schwieriger, ein Auskommen mit dem Einkommen zu finden. Der Druck auf die ArbeitnehmerInnen steigt. Die Frage nach &bdquo;GUTER Arbeit&ldquo; in all ihren Facetten besitzt unbestreitbare Aktualit&auml;t und Berechtigung. Die von Seiten der AK mit initierte Deklaration f&uuml;r &bdquo;GUTE Arbeit&ldquo; bietet die M&ouml;glichkeit ein klares Bekenntnis abzugeben.<br>\nDas Thema ist jedoch kein Neues. Es hat die ArbeitnehmerInnenbewegung immer schon begleitet. Mit der Verankerung grundlegender arbeitsbezogener Rechte in der Allgemeinen Erkl&auml;rung der Menschenrechte (UN-Menschenrechtscharta) wurde im Jahr 1948 ein wesentlicher Baustein gelegt. In Artikel 23, Absatz 1 steht geschrieben, dass jeder &bdquo;das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit&ldquo; hat. Artikel 23, Absatz 3 und 4 f&uuml;hren weiter aus, dass jeder, der arbeitet &bdquo;das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen W&uuml;rde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls erg&auml;nzt durch andere soziale Schutzma&szlig;nahmen&ldquo; hat und dass auch jeder &bdquo;das Recht [hat], zum Schutze seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten&ldquo;. Von einer Situation, die all diesen grundlegenden Erfordernissen in der Arbeitswelt entspricht, sind wir auch im wohlhabenden Europa immer noch weit entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/gute-arbeit-als-menschenrecht-eine-stimme-fuer-progressive-veraenderung-in-der-arbeitswelt\/#more-4849\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Renzi, der &bdquo;Verschrotter&ldquo;<\/strong><br>\nMatteo Renzi hat seinem Beinamen alle Ehren gemacht. Doch ob der Volkstribun mehr kann als opponieren, muss sich erst noch zeigen. (&hellip;)<br>\nZwei Faktoren machten den rasanten Aufstieg m&ouml;glich. Da ist zum einen die tiefe Krise, in der sich das Land befindet.<br>\nSeit 2007 st&uuml;rzte Italien dramatisch ab, verlor fast 10% seiner Wirtschaftsleistung, fast ein Viertel seiner Industrieproduktion. Gewiss, die Haushaltssanierung machte gro&szlig;e Fortschritte &ndash; doch der Preis war hoch. Offiziell weist die Arbeitslosenstatistik knapp 13% aus, doch Experten sch&auml;tzen, stolze sechs Millionen Menschen seien ohne Job, h&auml;tten oft genug aber entmutigt die Suche aufgegeben.<br>\nTief entt&auml;uscht sind die meisten Italiener in dieser Situation von der Politik &ndash; und vom Gros der Politiker. Immer wieder hie&szlig; es, da sei Licht am Ende des Tunnels, erst unter der Expertenregierung Mario Montis, die 2011-2013 amtierte, dann nach den letzten Wahlen unter der Links-Rechts-Koalition Enrico Lettas.<br>\nDoch wenig bewegte sich, echte Reformen blieben aus, au&szlig;er Steuererh&ouml;hungen und K&uuml;rzungen staatlicher Leistungen hatte die Politik wenig zu bieten. Schlimmer noch: Zugleich wurden reihenweise Skandale bekannt, die alle um ein Thema kreisten: um den ungebrochenen Willen der politischen Klasse, sich selbst zu bereichern. (&hellip;)<br>\nIn dieser Lage gedieh eine Stimmung, die gepr&auml;gt war vom abgrundtiefen Misstrauen gegen die etablierten Politiker ebenso wie von einem verbreiteten Wunsch nach einem Wundert&auml;ter, der es richten soll. Zwei Drittel der Italiener zeigen sich in Meinungsumfragen &uuml;berzeugt, das Land brauche &bdquo;einen starken Mann&ldquo; an der Spitze.<br>\nAuf der Rechten wird diese Nachfrage seit Jahren schon durch Silvio Berlusconi befriedigt. Mit Ausf&auml;llen gegen die &bdquo;Politikaster&ldquo; in Rom inszenierte der sich als der Deus ex machina, der schon durch seine Person die Wende garantiert &ndash; und so absurd es ist, auf der italienischen Rechten greift dieses Versprechen immer noch.<br>\nBei den Wahlen vom Februar 2013 gesellte sich ein zweiter Volkstribun hinzu: Beppe Grillo mit seiner F&uuml;nf-Sterne-Protestliste, der aus dem Stand 25% eroberte, indem er gegen die &bdquo;Zombies&ldquo; in Rom wetterte und einen kompletten politischen Aufbruch versprach.<br>\nEben dies ist der zweite Faktor, der Renzis Erfolg m&ouml;glich machte: dass auf der Linken vor ihm eine vergleichbare Person v&ouml;llig fehlte. Renzi stie&szlig; in diese L&uuml;cke, nachdem der PD im Jahr 2013 unter ihrem alten Chef Pierluigi Bersani den eigentlich sicher geglaubten Wahlsieg dramatisch verfehlt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Neue-Regierung-in-Italien\/!133065\/\">taz.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Angebliche &bdquo;Reformen&ldquo;, die mit Steuererh&ouml;hungen, K&uuml;rzungen staatlicher Leistungen und Politiker, die sich offenbar selbst bereichern wollen: Das sollte auch in Deutschland nicht unbekannt sein. Ebenso ist hierzulande die &bdquo;politische Klasse&ldquo; nicht herausragend beliebt. Aber anders in Italien bleibt es in Deutschland vergleichsweise ruhig. Grund daf&uuml;r k&ouml;nnte u.a. die &uuml;ber die meinungsmachenden Medien vermittelte Merkel-Botschaft sein, Deutschland gehe es gut.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Operation Verschrottung<\/strong><br>\nDer italienische Ministerpr&auml;sident Enrico Letta ist mit seinem Regierungsprogramm &raquo;Impegno 2014&laquo; (Verpflichtung 2014) gescheitert. Das Regierungsprogramm war die Antwort auf den Austritt der Mitte-Rechts-Partei Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi aus der Koalition im vergangenen Dezember. PolitikerInnen der Mitte-Links-Partei Partito Democratico (PD) dr&auml;ngten auf seinen R&uuml;cktritt, um den Weg f&uuml;r den jungen PD-Vorsitzenden Matteo Renzi freizumachen.<br>\nSchwerpunkt des neuen Programms waren Ma&szlig;nahmen zur F&ouml;rderung des Wirtschaftswachstums und der Wettbewerbsf&auml;higkeit der italienischen Industrie. Letta plante au&szlig;erdem ein Ma&szlig;nahmenpaket, um die Gefahr eines Wirtschaftswachstums ohne zus&auml;tzliche Besch&auml;ftigung abzuwenden. Zur F&ouml;rderung der Industrie strebte er Schritte zur Steuervereinfachung, Anreize f&uuml;r die Internationalisierung von Klein- und Mittelunternehmen, zur Reduzierung der Energiekosten, zum einfacheren Zugang zu Krediten, zur Digitalisierung und Entb&uuml;rokratisierung an.<br>\nAu&szlig;erdem sollte mehr Geld f&uuml;r &ouml;ffentliche Investitionsprogramme bereitgestellt werden, um die Besch&auml;ftigung anzukurbeln. Damit hoffte Letta ein Wirtschaftswachstum von einem Prozent im laufenden Jahr 2014 und von zwei Prozent 2015 zu erreichen. Auch den Kampf gegen das organisierte Verbrechen und den Einsatz f&uuml;r mehr Legalit&auml;t im Land wollte seine Regierung verst&auml;rken. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r Renzi spricht, dass er in wenigen Wochen einen Reformkompromiss f&uuml;r eine &Auml;nderung des Wahlrechts und die Umwandlung der zweiten Parlamentskammer zustande gebracht hat. Dass dieser Kompromiss, der sobald wie m&ouml;glich vom Parlament verabschiedet werden muss, mit Silvio Berlusconi zustande kam, hat viele auf Seiten der Linken ver&auml;rgert. Renzi ist zwar ein populistischer Profi, aber seine Ziele liegen im Ungef&auml;hren. Er proklamiert nur eine vage gesellschaftliche Erneuerung.<br>\nWie gro&szlig; die Entt&auml;uschung &uuml;ber die politische Klasse ist, wird auch daran deutlich, dass die PD-F&uuml;hrung mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit Letta das Vertrauen entzogen hat. Das war in dieser Partei, deren Mehrheit aus dem fr&uuml;heren sozialistisch-kommunistischen Lager kommt, bis vor kurzem undenkbar. Renzi und die PD haben alles auf eine Karte gesetzt: Gelingt die Operation Verschrottung nicht, wird Italien weiter in einem krisenhaften Abw&auml;rtsstrudel versinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/operation-verschrottung\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Raus aus der Vergangenheit<\/strong><br>\nSeit der Wahl ist die Linke die gr&ouml;&szlig;te Oppositionspartei im Bundestag. An diese neue Rolle muss sie sich noch gew&ouml;hnen<br>\nWo steht die Linkspartei? Die letzte Bundestagswahl hat sie in einer paradoxen Situation zur&uuml;ckgelassen: Einerseits hat sie verloren &ndash; 12 Sitze weniger als beim letzten Mal. Andererseits hat die Linke gewonnen: Fraktionschef Gregor Gysi ist Oppositionsf&uuml;hrer. Aber als gr&ouml;&szlig;te Oppositionspartei steht sie nun unter besonderer Beobachtung der &Ouml;ffentlichkeit. Die Linkspartei kann sich &uuml;ber diese Entwicklung freuen. Die Frage ist, was sie jetzt daraus macht.<br>\nKatja Kipping hat neulich in einem Interview gesagt: &bdquo;Die Linke braucht eine Doppelstrategie. Einerseits den Linkspopulismus. Nicht in dem Sinne, dass man Ressentiments bedient. Sondern als zugespitzte Ansprache der Armen und Entrechteten, aber auch der durchschnittlichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegen ,die da oben&lsquo;. Andererseits m&uuml;ssen wir das kreativ-alternative Milieu ansprechen.&ldquo;<br>\nDas hat mir eingeleuchtet. Ich habe in der Politik nichts Grunds&auml;tzliches gegen Populismus einzuwenden. Aber er birgt Risiken. Wenn man die markierte Piste verl&auml;sst, muss man h&ouml;llisch aufpassen. Es kommt da leicht zu St&uuml;rzen. Und mein Eindruck ist: Die Linke neigt zu solchen St&uuml;rzen.<br>\nEin Beispiel: &bdquo;Die Europ&auml;ische Union war einst eine Hoffnung f&uuml;r die Menschen. Aber was haben die Raubz&uuml;ge der Gro&szlig;banken, der B&uuml;rokratismus und die Uners&auml;ttlichkeit der R&uuml;stungskonzerne daraus gemacht? Sp&auml;testens seit dem Vertrag von Maastricht wurde die EU zu einer neoliberalen, militaristischen und weithin undemokratischen Macht, die nach 2008 eine der gr&ouml;&szlig;ten Krisen der letzten 100 Jahre mit verursachte. Viele verbanden mit der EU: mehr internationale Solidarit&auml;t. Herausgekommen sind mehr faschistische Parteien, rechtspopulistische Hetzer und mehr Menschenjagd in und an den Grenzen der EU&ldquo;, hie&szlig; es im Leitantrag zum Europawahlprogramm der Linken. Und weiter: &bdquo;Wir setzen uns f&uuml;r einen Austritt Deutschlands und anderer EU-Staaten aus den milit&auml;rischen Strukturen der NATO ein.&ldquo; Dieser mittlerweile gestrichene Passus f&uuml;r das Europa-Wahlprogramm der Linken ist ein gutes Beispiel f&uuml;r missgl&uuml;ckten Linkspopulismus. Und zwar nicht, weil die Kritik grunds&auml;tzlich falsch w&auml;re. Aber die Linke legt mit ihrer Rhetorik ein solches Tempo vor, dass sie aus der Kurve fliegt.<br>\nDie EU ist eben im Kern keine &bdquo;militaristische und weithin undemokratische Macht&ldquo;. Europa ist eine emanzipatorische und freiheitliche Idee. Und bei aller Kritik sollte man der EU und ihren Institutionen nicht absprechen, diese Idee zu verfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/jaugstein\/raus-aus-der-vergangenheit\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Immerhin spricht Augstein lediglich die j&uuml;ngere Vergangenheit der Linkspartei an und kommt nicht mit etwaigen &bdquo;Moralkeulen&ldquo; a la &bdquo;rote Socken&ldquo; an.<\/em><br>\n<em>Jedoch: Ob linke Politik in Deutschland eine Chance bekommt, h&auml;ngt nicht lediglich von der Linkspartei und deren Vertreter\/innen, sondern gegenw&auml;rtig viel wesentlicher von der SPD-Spitze ab, die eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei auf einem Parteitag formal beschlie&szlig;en lie&szlig;, auf L&auml;nderebene den Landesverb&auml;nden die jeweilige Entscheidung &uuml;berlassen will, jedoch bisher selber kaum aktiv geworden ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Faire Arbeitsbedingungen f&uuml;r gute Wissenschaft<\/strong><br>\nWissenschaftsbeh&ouml;rde verst&auml;ndigt sich mit Hochschulen, Gewerkschaften und Personalr&auml;ten auf Ma&szlig;nahmen zum Abbau prek&auml;rer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse<br>\nIn den letzten Jahren sind an den deutschen Hochschulen zunehmend unsichere Besch&auml;ftigungsbedingungen entstanden, die sich nachteilig auf das gesamte Wissenschaftssystem auswirken. Als problematisch haben sich insbesondere die Aspekte Befristung und kurze Befristungsdauer, Teilzeitbesch&auml;ftigung sowie unsichere Berufsperspektiven erwiesen. Die Wissenschaftsbeh&ouml;rde hat in einer Arbeitsgruppe mit Vertretern von Hochschulen, Gewerkschaften, Personalr&auml;ten, Deutschem Hochschulverband und der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten Verabredungen getroffen, um die Arbeitsbedingungen f&uuml;r Hamburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie andere Besch&auml;ftigte an den Hochschulen zu verbessern. Die Regelungen werden im Hamburgischen Hochschulgesetz sowie in einem Verhaltenskodex (Code of Conduct) umgesetzt. Die Initiative entspricht der Zielsetzung im Arbeitsprogramm des Senats, die Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft zu verbessern. Einen entsprechenden Bericht an die Hamburgische B&uuml;rgerschaft hat der Senat heute beschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news572945\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Auch an anderen Hochschulen gibt es Intiativen, die sich f&uuml;r bessere Bedingungen des sogenannten Mittelbaus einsetzen; ein Beispiel ist hier zu sehen: Mittelbauinitiative.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bildungspolitik der CSU: Ein Schwenk wie bei den Studiengeb&uuml;hren<\/strong><br>\nErst Bekenntnisse und Durchhalteparolen, dann die gro&szlig;e Wende: Bei der Debatte um die Abkehr vom achtj&auml;hrigen Gymnasium erinnert der Kurs der CSU stark an eine alte Geschichte &ndash; bei der sich schlie&szlig;lich die B&uuml;rger durchsetzten. Nun zeichnen die Freien W&auml;hler die Zukunft vor, wieder einmal. Nicht um Energie geht es dabei, sondern um die Bildung. Seitdem die Freien W&auml;hler mit ihrem Volksbegehren die erste H&uuml;rde geschafft haben, wird an allen Fronten die Abkehr vom reinen achtstufigen Gymnasium vorangetrieben. Die restliche Opposition, SPD und Gr&uuml;ne, zieht langsam mit. Vor allem aber gibt es Bewegung bei der CSU. Noch gibt es keinen, der offen voran in die neue Richtung geht, aber die Diskussion l&auml;uft. Einer, der mit Seehofer von Anfang an im bayerischen Kabinett sitzt, sagt, er sei sich &ldquo;hundertprozentig sicher&rdquo;, dass der CSU-Chef die Abkehr vom reinen G 8 durchzieht. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r liegen auf der Hand. Monatelang hat der Regierungschef nun versucht, die Bildungsprobleme klein zu reden. Doch sie gehen eben nicht weg, und Kultusminister Ludwig Spaenle bekommt seinen Arbeitsauftrag einfach nicht hin, f&uuml;r &ldquo;Ruhe an der Bildungsfront&rdquo; zu sorgen. Weder Eltern, noch Sch&uuml;ler noch Lehrer m&ouml;gen das G 8 &ndash; ein klarer Fall f&uuml;r Seehofers &ldquo;Koalition mit der Bev&ouml;lkerung&rdquo;. F&uuml;r den Ministerpr&auml;sidenten bietet der Fall ein weiteres Mal die Lehre, dass die Freien W&auml;hler seine gr&ouml;&szlig;te Konkurrenz sind. Seehofer nimmt Aiwangers Truppe ernster als die SPD und die Gr&uuml;nen &ndash; auch weil sie Fleisch vom CSU-Fleisch sind und das Haupthindernis sind auf dem Weg zur&uuml;ck zu 50 Prozent plus X f&uuml;r die CSU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/bildungsspolitik-der-csu-ein-schwenk-wie-bei-den-studiengebuehren-1.1889266\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> All die Umfragen und Studien, die G 8 best&auml;tigen sollten, sind f&uuml;r die Katz. Bundesweit sprechen sich immer mehr die einzig Kompetenten in dieser Frage, die Eltern, gegen G 8 aus. Selbst vorher wussten viele Sch&uuml;ler oft nicht, wie es weiter gehen sollte, was sie studieren sollten. Und anschlie&szlig;end geht es in ziemlich verschulte Bachelor-Studieng&auml;nge, die letztlich auch der Verk&uuml;rzung der Studienzeit dienen sollten. Selbst die Wirtschaft schaut schon mit etwas Bangem auf 21-j&auml;hrige Hochschulabsolventen ohne Horizont und Lebenserfahrung. Dabei war das alles sowieso nie p&auml;dagogisch angedacht. Im Vordergrund standen Sparen und fr&uuml;he Verwertbarkeit des Humankapitals. Deutschland sei nicht mehr konkurrenzf&auml;hig, da die Abiturienten bzw. die Studienabg&auml;nger im internationalen Vergleich zu alt seien. &ndash; Wer wei&szlig;, vielleicht war es gerade das Mehr an Zeit vor G 8 und Bachelor, das Deutschlands Wettbewerbsf&auml;higkeit ausmachte. Mehr Zeit, um im Trial-and-Error-Verfahren die eigenen Bef&auml;higungen und Neigungen zu entdecken und zuallerletzt die Nutzung am Markt zu bedenken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Unsere teuren Toten<\/strong><br>\nWir leben in Nachkriegszeiten: 2012 &ndash; zweihundert Jahre Napoleons Russlandfeldzug, 2013 &ndash; zweihundert Jahre &ldquo;V&ouml;lkerschlacht bei Leipzig&rdquo;, 2014 &ndash; hundert Jahre &ldquo;Ausbruch&rdquo; des Ersten Weltkriegs. Alle diese Jubil&auml;en, bei denen es nichts zu jubeln gibt, fanden und finden gro&szlig;e mediale Aufmerksamkeit. In Ausstellungen kann man diese Vergangenheiten aus der N&auml;he betrachten, und hervorragende B&uuml;cher bieten historische R&uuml;ck- und &Uuml;berblicke aus der Vogelperspektive der Gegenwart. Beim Kriegsgedenkjahr 1914\/2014 k&ouml;nnte man geradezu von einer Materialschlacht der Erinnerung sprechen. Dieses Gedenkjahr wird jedoch h&ouml;chstens zehn Monate dauern, denn im November j&auml;hrt sich der &ldquo;Mauerfall&rdquo; zum f&uuml;nfundzwanzigsten Mal. Die Vergegenw&auml;rtigung der Fernsehbilder von &ldquo;Neunundachtzig&rdquo; wird die alten Geschichten von &ldquo;Vierzehn-Achtzehn&rdquo; &uuml;berlagern und verdr&auml;ngen.\n<p>Unsere unmittelbar eigene Nachkriegszeit, eben die Epoche nach dem Kalten Krieg, die noch immer so unabgeschlossen ist wie die sogenannte Neue Weltordnung, wird mit tagesaktuellen Anspr&uuml;chen unsere Aufmerksamkeit an sich rei&szlig;en. Mit Recht: Die gegenw&auml;rtigen und noch bevorstehenden Probleme beispielsweise in Afghanistan, Afrika und Arabien sind wichtiger als ein vor hundert Jahren totgeschossener Erzherzog. Der Tod eines einzigen deutschen Soldaten in Afghanistan oder eines franz&ouml;sischen in Mali wiegt f&uuml;r uns schwerer als die Hinschlachtung von 47 000 M&auml;nnern in der dritten Schlacht von Ypern im Sommer 1917.<\/p>\n<p>Seit der Erschie&szlig;ung des ersten Bundeswehrsoldaten bei einem Auslandseinsatz am 14. Oktober 1993 in Kambodscha sind &uuml;ber hundert Bundeswehrsoldaten bei solchen Eins&auml;tzen ums Leben gekommen. Milit&auml;risch gesehen sind das wenige, politisch gesehen inzwischen aber so viele, dass der Wehrbeauftragte der Bundesregierung, Hellmut K&ouml;nigshaus, Ende 2013 in einem Interview darauf gedrungen hat, nicht nur f&uuml;r die psychologische Betreuung der Hinterbliebenen zu sorgen, sondern auch Strukturen f&uuml;r die administrative Abarbeitung der Todesf&auml;lle &ldquo;nach Checkliste&rdquo; zu schaffen, wie er es formulierte. Die Truppe d&uuml;rfte die Signale des Wehrbeauftragten positiv aufgenommen haben. Gleichwohl steckt hinter den &ldquo;administrativen Strukturen&rdquo; und der &ldquo;Checkliste&rdquo; die Etablierung eines Routinehandelns, das nicht n&ouml;tig w&auml;re, g&auml;be es nicht die Bef&uuml;rchtung, dass bei internationalen Eins&auml;tzen die Todesf&auml;lle zu Regelf&auml;llen werden.<\/p>\n<p>Die von der neuen Verteidigungsministerin vorangetriebene Umwandlung der Bundeswehr zum Normalarbeitgeber hat ebenfalls mit der Entdramatisierung milit&auml;rischen Interventionshandelns zu tun. Die Kosten der Kinderbetreuung in den Kasernen geh&ouml;ren zu dem, was an Infrastruktur zu Hause f&uuml;r die Kampfbereitschaft der Truppe im Ausland aufgewendet werden muss.<\/p>\n<p>Jedenfalls sind die derzeitigen Kosten eines Milit&auml;reinsatzes, mitgerechnet die Behandlung verletzter Soldaten, die Therapie &ldquo;Posttraumatischer Belastungsst&ouml;rungen&rdquo; und die Versorgung der Hinterbliebenen relevanter f&uuml;r die gegenw&auml;rtige Kassenlage als die Erinnerung an die ungeheuere Verschwendung von Menschen und Material in der Vergangenheit. Man hat ausgerechnet, wie viel ein deutscher Soldat des Ersten Weltkrieges statistisch wert war (1 354 Dollar) und wie viel es, wiederum statistisch, die Entente gekostet hat, ihn zu t&ouml;ten (36 485 Dollar und 48 Cent). Umgekehrt war ein Brite oder Amerikaner 1 414 Dollar wert (ein Russe 700 Dollar), und die Reichswehr kostete es 1 1344 Dollar und 77 Cent, ihn zu t&ouml;ten. Man k&ouml;nnte auch ausrechnen, was die &ldquo;Herstellung&rdquo; (Schulung, Training und Versorgung) eines Bundeswehrsoldaten heute im Durchschnitt kostet, in welchem Verh&auml;ltnis das zum &ldquo;Materialwert&rdquo; eines Talibank&auml;mpfers steht und in welchem Verh&auml;ltnis die Behandlungs- und Versorgungskosten der Soldaten im Afghanistan-Einsatz zu den Materialkosten stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/02\/14.mondeText1.artikel,a0010.idx,3\">Le Monde diplomatique<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Michael Schlecht schreibt uns zu unserem Hinweis #8 der HdT II vom letzten Freitag:<\/strong><br>\nmit dem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20706#h08\">&bdquo;Hinweis des Tages II&ldquo; Nr. 8 vom 14.2.2014<\/a> seid ihr selbst einer verdrehten Meldung der Zeit auf den Leim gegangen.<br>\nIm Jahreswirtschaftsbericht soll die Lohnh&ouml;he mit der Produktivit&auml;t korrespondieren. Die Preissteigerung fehlt. Insofern war es absolut korrekt, dass das Handelsblatt (!) Gabriel die Orientierung der Lohnm&auml;&szlig;igung am Mittwoch letzter Woche vorhielt. Ich habe ihn dann im Wirtschaftsausschuss mit diesem Vorwurf, den ich auf Basis des JWB teile, konfrontiert. Er hat dann sofort reagiert und sein Wissen und Position auf Basis ehemaliger Gewerkschaftsschulungen pr&auml;sentiert: Die L&ouml;hne m&uuml;ssten gem&auml;&szlig; Produktivit&auml;t und Preissteigerung und zus&auml;tzlich auch einer Umverteilungskomponente steigen. Er hat die Flucht nach vorne ergriffen, denn er hat bef&uuml;rchtet, dass DIE LINKE und insbesondere ich als wirtschaftspolitischer Sprecher und als ehemaliger Gewerkschaftsfunktion&auml;r seine gewerkschaftsfeindliche Haltung kommunizieren w&uuml;rde.<br>\nIm Grundsatz finde ich das prima, jedoch steht zu bef&uuml;rchten, dass Gabriel &uuml;ber die verbale Bekundung seiner Erkenntnisse aus fr&uuml;hen Jahren nicht hinauskommt, letztlich m&uuml;sste er die massive Umverteilungskomponente unterst&uuml;tzen, die Heiner Flassbeck f&uuml;r die n&auml;chsten zehn Jahre immer fordert um die Lohnverluste der Zeit seit 2000 ausgleichen w&uuml;rde.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-20711","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20711","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20711"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20711\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28525,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20711\/revisions\/28525"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20711"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20711"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20711"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}