{"id":20756,"date":"2014-02-18T09:00:34","date_gmt":"2014-02-18T08:00:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20756"},"modified":"2014-02-18T09:00:34","modified_gmt":"2014-02-18T08:00:34","slug":"hinweise-des-tages-2068","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20756","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20756#h01\">Edathy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20756#h02\">Fu&szlig;ball WM Katar: &Uuml;ber 450 indische Arbeiter 2012\/2013 gestorben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20756#h03\">Merkel blockt Griechen-Hilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20756#h04\">TTIP: &raquo;Es geht hier nicht um EU versus USA&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20756#h05\">Steuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20756#h06\">VW-Chef verdient am Tag so viel wie andere im Jahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20756#h07\">Premier Abe: Japan steht Lohn-&Uuml;berraschung bevor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20756#h08\">Papst Franziskus und der Marktgott<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20756#h09\">Streit um Undercover-Reportage &ndash; Daimler verklagt den SWR<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20756#h10\">Ein Jugendlicher wird etwa 10.000 Stunden l&auml;nger arbeiten als sein Vater<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20756#h11\">Infrastruktur verf&auml;llt: Investitionen &uuml;ber 120 Milliarden n&ouml;tig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20756#h12\">Finanzinvestoren am Wohnungsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20756#h13\">Der vergessene Einsatz: Deutsche Soldaten vor der K&uuml;ste des Libanon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20756#h14\">Gehirn-Gymnastik mit Hitler und Josef Joffe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20756#h15\">zu guter Letzt: Der steinige Weg zum Audio-Podcast<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20756&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Edathy<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wolfgang Bittner &ndash; Nur eine Schmierenkom&ouml;die?<\/strong><br>\n[&hellip;] Nach Aufdeckung der NSU-&bdquo;Informations- und Ermittlungspannen&ldquo; kam es zu mehreren R&uuml;cktritten leitender Beamter der Staatsschutzorgane. Seither ist zu vermuten, dass eine Kumpanei zwischen so genannten Staats- und Verfassungssch&uuml;tzern und Rechtsextremisten bestanden hat und eventuell noch besteht. Edathy hatte sich als Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses in diesen Kreisen sehr unbeliebt gemacht.<br>\nIst es gewagt, auf solche Hintergr&uuml;nde aufmerksam zu machen? Nat&uuml;rlich kommt sofort der Einwand, es handele sich um eine Verschw&ouml;rungstheorie. Aber in der Vergangenheit haben sich bekanntlich viele Verschw&ouml;rungstheorien als wahr erwiesen. Die Aff&auml;re um den Politiker Edathy entwickelt sich immer mehr zu einer Schmierenkom&ouml;die. Und die Frage, der bisher aus dem Weg gegangen wird, lautet: Wer steckt dahinter? Was ist die Absicht? Noch wichtiger ist allerdings die Frage, die sich inzwischen viele B&uuml;rger stellen: Gibt es keine dringenderen Probleme in Deutschland?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201402172991\/politik\/inland\/der-fall-edathy.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Strafrecht ist keine Moralkeule<\/strong><br>\nEdathys Handeln kann man verwerflich finden. Doch das Strafrecht darf nicht missbraucht werden, um Menschen zu outen, die keine Gesetze gebrochen haben. [&hellip;]<br>\nBei Edathy argumentieren Ermittler damit, dass ein Teil derjenigen, die strafrechtlich belanglose Nacktbilder von Jungen bestellen, auch strafrechtlich relevante Kinderpornografie ordern w&uuml;rden. Dass auch der andere Teil nach einem solchen Verfahren &bdquo;b&uuml;rgerlich und politisch tot&ldquo; ist, wie es die Strafrechtlerin Monika Frommel formuliert, nehmen sie billigend in Kauf.<br>\nWenn die Bundesregierung den Ankauf solcher Bilder f&uuml;r strafw&uuml;rdig befindet, muss sie ihn verbieten. Macht sie das nicht, m&uuml;ssen K&auml;ufer vor Verfolgung gesch&uuml;tzt werden. Schlie&szlig;lich ist auch nicht jeder Porschefahrer ein Tempos&uuml;nder &ndash; selbst wenn der Verdacht naheliegt. [&hellip;]<br>\n&Auml;hnlich ist die Lage derzeit beim Thema Prostitution. Ein Teil der Bev&ouml;lkerung dr&auml;ngt auf ein vollst&auml;ndiges Verbot. Die Bundesregierung lehnt das ab, plant aber einen fragw&uuml;rdigen Mittelweg: Die Freier von Zwangsprostituierten sollen bestraft werden. Weil in der Praxis der Nachweis kaum zu f&uuml;hren ist, d&uuml;rften zahlreiche Bordellbesucher geoutet werden, denen juristisch nichts vorzuwerfen ist.<br>\nAuch hier gilt: Wenn die Bundesregierung Prostitution f&uuml;r sch&auml;dlich h&auml;lt, muss sie sie direkt verbieten. Sie darf aber nicht den Umweg &uuml;ber das Outing w&auml;hlen. Strafrecht muss pr&auml;zise sein, es darf nicht als Moralkeule genutzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!133160\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Der Fall Edathy muss bleiben!<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140218_02.gif\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140218_02_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/\">Stuttmann Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fu&szlig;ball WM Katar: &Uuml;ber 450 indische Arbeiter 2012\/2013 gestorben<\/strong><br>\nNach Angaben der indischen Botschaft in Katar sind in den beiden vergangenen Jahren insgesamt &uuml;ber 450 indische Arbeitskr&auml;fte in Katar gestorben, Dies berichtet die Nachrichten-Agentur AFP. Im Jahr 2012 wurden 237, in den ersten elf Monaten 2013 218 Todesopfer verzeichnet. Der britische Guardian hatte zuvor bereits &uuml;ber Hunderte nepalesische Gastarbeiter, die im Emirat am Persischen Golf zu Tode gekommen waren, berichtet. Die indische Botschaft gab allerdings keine Details an, unter welchen Umst&auml;nden die indischen Arbeitskr&auml;fte. umgekommen waren. Erst in der vergangenen Woche hatte Katar verk&uuml;ndet, neue Arbeitsrichtlinien, die internationalen Standards entsprechen sollen, in die Tat umzusetzen. Amnesty International und der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) hatte bereits die Arbeitsbedingungen in Katar mehrfach angeprangert. Teilweise sollen die Arbeiter dort wie Sklaven behandelt worden sein. &ldquo;Katar w&auml;hlt offenbar den Weg, die moderne Sklaverei fortzusetzen. Dies ist die Wurzel f&uuml;r die unglaublich hohe Todesrate bei den Arbeitern&rdquo;, teilte IGB-Generalsekret&auml;rin Sharan Burrow AFP in einer Erkl&auml;rung mit.<br>\nDer Weltverband FIFA hatte zuletzt den Eindruck vermittelt, dass er trotz der offenkundigen Menschenrechtsverletzungen an der Vergabe der Endrunde 2022 an Katar festhalten wolle. &ldquo;Ein WM-Entzug w&auml;re absolut kontraproduktiv&rdquo;, hatte FIFA-Exekutivmitglied Theo Zwanziger nach der Anh&ouml;rung zum Thema Katar vor dem Menschrechtsausschuss der Europ&auml;ischen Union (EU) erst am vergangenen Donnerstag in Br&uuml;ssel gesagt. Zwanziger verwies darauf, dass erst die WM-Vergabe die Zust&auml;nde in Katar &ouml;ffentlich gemacht habe. Die Welt am Sonntag hatte hingegen berichtet, dass die FIFA &uuml;ber eine Neuvergabe der WM-Endrunde 2022 nachdenke. Es sei eine &ldquo;ernstzunehmende Option&rdquo;, dass die WM beim Kongress im Fr&uuml;hjahr 2015 neu vergeben werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/fussball-wm-katar-ueber-450-indische-arbeiter-2012-2013-gestorben\/9495750.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist an der Zeit, dass unsere in Sachen Sotschi so meinungsfreudigen Medien sich endlich zur WM in Katar eine Meinung bilden. Oder sind sie etwa der Meinung Zwanzigers, wie toll es sei, dass die WM-Vergabe die Zust&auml;nde in Katar erst &ouml;ffentlich gemacht habe. Was f&uuml;r eine &Ouml;ffentlichkeit w&uuml;rde erst die R&uuml;cknahme der WM-Vergabe herstellen. Ach ja, auch unser Bundespr&auml;sident k&ouml;nnte sein Scherflein beitragen und verk&uuml;nden, dass er nicht nach Katar reisen w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Merkel blockt Griechen-Hilfe<\/strong><br>\nGriechenland kann vor der Europawahl nicht mit neuen Finanzhilfen rechnen. Also werden die EU-B&uuml;rger im Mai wohl ihre Stimme abgeben m&uuml;ssen, ohne zu wissen, wie das griechische Schuldendrama ausgeht. Dabei hatte Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) bereits von einem &ldquo;begrenzten Anschlussprogramm&rdquo; in H&ouml;he von 10 bis 20 Milliarden Euro gesprochen, gekoppelt an Auflagen, die einen m&ouml;glichen Wahlsieger Tsipras ausbremsen sollten. Doch daraus wird nichts. Merkel bremste Sch&auml;uble n&auml;mlich aus. Dabei schert sie sich weniger um Griechenland als um einen m&ouml;glichen Wahlerfolg der europakritischen AfD in Deutschland. Merkel f&uuml;rchte, dass die AfD bei der Europawahl von neuen Griechenland-Hilfen profitieren w&uuml;rde, meldete der Spiegel. Das Kanzleramt habe der Regierung in Athen mitgeteilt, das sie nicht mit neuen Hilfen rechnen k&ouml;nne. Bei der Eurogruppe in Br&uuml;ssel waren am Montag frische Gelder kein Thema mehr. Das Land k&ouml;nne noch 22 Milliarden Euro aus dem aktuellen Hilfsprogramm abrufen. Vor einer Freigabe wolle man die endg&uuml;ltigen Etatzahlen f&uuml;r 2013 sehen, betonte Dijsselbloem. Diese werden Anfang Mai erwartet. Zudem muss die Troika gr&uuml;nes Licht geben. Sie hat ihre seit Wochen geplante Inspektion in Athen jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben. Kurz: Die Geldgeber halten Griechenland hin &ndash; erst nach der Europawahl sollen die W&uuml;rfel fallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2014%2F02%2F18%2Fa0071&amp;cHash=698daacfdd8a591a208ae6fad07e9c4f\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>TTIP: &raquo;Es geht hier nicht um EU versus USA&laquo;<\/strong><br>\nInterview mit Elmar Wigand zu transatlantischem Freihandel und Arbeitsrechten [&hellip;]<br>\nVon dieser Vorstellung muss man sich komplett l&ouml;sen, dass es hier um EU versus USA geht. Das ist im Grunde altes Denken, das heutzutage mehr denn je &uuml;berholt ist, weil die Konzerne &ndash; besonders zwischen Deutschland und den USA &ndash; l&auml;ngst miteinander verwoben sind. Wir argumentieren von einem kosmopolitischen Arbeitnehmerstandpunkt aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/arbeitsunrecht.de\/ttip-interview-elmar-wigand\/\">arbeitsunrecht in deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steuern<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Steuerparadies Deutschland<\/strong><br>\nDas Autoimperium Fiat verl&auml;sst sein Ursprungsland Italien, um in Gro&szlig;britannien Milliarden Euro am Fiskus vorbei zu steuern. Aus dem gleichen Grund haben US-Multis wie Google und Starbucks ihre Europazentralen nach Holland oder Irland verlegt. Solche Seitenspr&uuml;nge sind von DAX-Konzernen unbekannt. Doch zahlen sie deshalb braver Steuern?<br>\nDer renommierter Fiskalexperte Ralf Maiterth zweifelt: &raquo;Die ganze Messung ist sehr schwierig&laquo;, &raquo;weil wir keine verl&auml;sslichen Steuerdaten haben.&laquo; Die 30 gr&ouml;&szlig;ten deutschen Konzerne, zusammengefasst im Deutschen Aktienindex (DAX), ver&ouml;ffentlichen auch in der diesj&auml;hrigen B&ouml;rsenberichtssaison nur handelsrechtliche Jahresabschl&uuml;sse. Darin werden zwar Gewinnsteuern genannt, aber nicht, wo diese gezahlt wurden. Beispiel Daimler: &raquo;Da haben sie alles, was Daimler verdient und was Daimler an Steuern gezahlt hat&laquo;, es werde aber nicht unterschieden nach In- und Ausland, so Maiterth. Es sei daher nicht zu beurteilen, ob Steuern hierzulande korrekt abgerechnet w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/924143.steuerparadies-deutschland.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Wir sind die Dummen&rdquo;<\/strong><br>\nSteuerfahnder und Finanzbeamte treiben f&uuml;r den Staat Milliarden ein, doch sie werden beschimpft und bedroht, einige gehen nebenher putzen. Meist bleiben sie im Hintergrund. Hier erz&auml;hlen sie von ihrer Arbeit &ndash; und davon, wie die Politik sie oft im Stich l&auml;sst<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/07\/steuerfahnder-finanzbeamte\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Ich betr&uuml;ge, also bin ich<\/strong><br>\nIch habe mich mal erkundigt. Ein Konto in der Schweiz kostet rund 300 Euro im Jahr. Wird ein Kraftakt mir eines anzulegen. Und dann will es ja auch mal gef&uuml;llt sein. Von was, wei&szlig; ich noch nicht. Aber da in Deutschland mittlerweile jeder Maurer oder jede Lagerfachkraft eines hat, m&ouml;chte ich nicht nachstehen.<br>\nWie ich auf so einen Gedanken komme? Na ja, ich habe neulich mal eines dieser gut gelaunten Morgenmagazine gesehen. Als das mit der Schwarzer noch aktueller war. Die haben da in einem Einspieler explizit unterstrichen, dass Steuerbetrug kein Reichensport sei, sondern in allen Gesellschaftsschichten vorkomme. Unterlegt haben sie diese Botschaft mit Bildern eines mit Kelle und M&ouml;rtel arbeitenden Kerls; kurzer Schwenk und pl&ouml;tzlich befand sich der Zuseher in einem riesigen Hochregallager, in dem sich schemenhaft einige menschliche Gestalten abzeichneten. Ich nehme an, das sollte mir sagen: Hey, Kumpel, Maurer und Lagerist haben so ein Schwarzgeldkonto &ndash; und du?<br>\nOder man wollte damit ausdr&uuml;cken, dass die Reichen ihr Geld &uuml;ber die Grenze bringen und die, die auch schwitzen, wenn sie sich Geld in ihrer t&auml;glichen Tretm&uuml;hle beschaffen m&uuml;ssen, tricksen halt bei der Steuererkl&auml;rung. Als ob beides dasselbe ist. Und welche M&ouml;glichkeiten hat man denn schon, wenn man mit einem j&auml;hrlichen Brutto von 23.000 oder 28.000 Euro auskommen muss? Da gibt es ja kaum Spielr&auml;ume f&uuml;r nen netten Zuverdienst. Und welcher normale Kerl wei&szlig; schon, wie er seine Steuererkl&auml;rung so konjugiert, dass dabei was rumkommt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/02\/ich-betruge-also-bin-ich.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>VW-Chef verdient am Tag so viel wie andere im Jahr<\/strong><br>\nEin deutscher Arbeitnehmer muss im Durchschnitt ein Jahr arbeiten, um so viel Geld zu bekommen wie Volkswagen-Boss Martin Winterkorn jeden Tag verdient. Ein Vergleich.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140218_01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140218_01_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaft-in-zahlen\/gehaltsvergleich-vw-chef-verdient-am-tag-so-viel-wie-andere-im-jahr-12806295.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> &bdquo;Verdient so viel wie andere im Jahr&ldquo; ist seltsam unpr&auml;zise. Winterkorns Tageseinkommen liegt &ndash; um genauer zu sein &ndash; fast 10% &uuml;ber dem Durchschnittseinkommen eines deutschen Haushalts, also doppelt so hoch wie das Durchschnittseinkommen pro Person. Indem die FAZ hier einen &bdquo;Arbeitnehmer in der deutschen Privatwirtschaft&ldquo; statistisch heranzieht, kommt sie nat&uuml;rlich auf einen h&ouml;heren Wert. Die Situation ist also noch bedr&uuml;ckender als es die FAZ darstellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Premier Abe: Japan steht Lohn-&Uuml;berraschung bevor<\/strong><br>\nNach zwei Jahrzehnten der Stagnation schaffte die japanische Wirtschaft im Jahr 2013 die positive Trendwende. Und mit der Ankunft der von uns so bezeichneten &bdquo;Lohn-&Uuml;berraschung&ldquo; wird sich die Zukunft noch vielversprechender gestalten.<br>\n(&hellip;)<br>\nAls ich die Statistik zum ersten Mal sah, war ich entsetzt: das Lohnniveau in Japan war seit dem Jahr 2000 j&auml;hrlich um durchschnittlich 0,8 Prozent gefallen. Im Vergleich dazu lag das durchschnittliche Nominallohnwachstum in den Vereinigten Staaten und Gro&szlig;britannien bei 3,3 Prozent und in Frankreich bei 2,8 Prozent. Im Jahr 1997 erhielten die Lohnempf&auml;nger in Japan brutto insgesamt 279 Billionen Yen; bis 2012 war dieser Wert auf 244,7 Billionen Yen gefallen.<br>\nAnders ausgedr&uuml;ckt: die japanischen Lohnempf&auml;nger haben in den letzten f&uuml;nfzehn Jahren 34,3 Billionen Yen eingeb&uuml;&szlig;t &ndash; dieser Wert liegt h&ouml;her als das j&auml;hrliche BIP von D&auml;nemark, Malaysia oder Singapur. Nur wenn es gelingt, diesen Trend umzukehren, wird Japans Wirtschaft wieder einen langfristigen Aufw&auml;rtskurs nehmen k&ouml;nnen.<br>\n(&hellip;)<br>\nIn diesem Zusammenhang sticht die Lohn-&Uuml;berraschung hervor, denn nur wenn diese lange versch&uuml;ttete Verbindung zwischen Unternehmensgewinnen und L&ouml;hnen wieder hergestellt ist, werden Investitionen in H&auml;user, Autos und andere Gebrauchsg&uuml;ter sowie der Verbrauch der Haushalte im Allgemeinen Japan aus seiner Deflation befreien und seine Wirtschaft auf einen nachhaltigen Wachstumspfad f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/shinzo-abe-unveils-a-concerted-effort-to-raise-japanese-workers--pay-\/german\">Project Syndicate<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser J.Z.:<\/strong> In Japan hat man nach zwei Jahrzehnten Krise endlich erkannt, dass L&ouml;hne nicht nur Teil der Kosten der Unternehmen sind, sondern ebenso deren wichtigste Erl&ouml;squelle darstellen.<\/em><br>\n<em>Das Beispiel zeigt, dass eine Volkswirtschaft mit einer hinreichend nicht-produktivit&auml;tsorientierten Entlohnung schrumpft, sobald der inl&auml;ndische Nachfrageausfall nicht durch Auslandsnachfrage kompensiert wird. Das bedeutet allerdings auch, dass diese Strategie relativer oder absoluter Lohnsenkungen (Euphemismus: Strukturreformen) nicht von allen L&auml;ndern gleichzeitig praktiziert werden kann, will man eine schrumpfende Weltwirtschaft vermeiden.<\/em><br>\n<em>Je gr&ouml;&szlig;er ferner eine Einzelwirtschaft ist und je st&auml;rker eine interne Abwertung &uuml;ber die L&ouml;hne ausf&auml;llt, umso unwahrscheinlicher ist die M&ouml;glichkeit, das Problem der ausfallenden Binnennachfrage &uuml;berhaupt &uuml;ber das Ausland externalisieren zu k&ouml;nnen.<\/em><br>\n<em>F&uuml;r die in diesem Kontext riesige Eurozone werden die negativen Auswirkungen des andauernden Rattenrennens der internen Abwertungen sozusagen gehebelt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Papst Franziskus und der Marktgott<\/strong><br>\nWei&szlig; Gott, der Papst hat sich etwas gedacht, als er in seinem Lehrschreiben &bdquo;Evangelii Gaudium&ldquo; verk&uuml;ndete: &bdquo;Diese Wirtschaft t&ouml;tet.&ldquo; Es ist ein absoluter Satz. Wahrhaft p&auml;pstlich. Und nicht die einzige Formulierung mit der Kraft eines Bannstrahls. Weitere anklagende Worte des Franziskus seien hier zitiert: &bdquo;Die Anbetung des antiken goldenen Kalbs hat eine neue und erbarmungslose Form gefunden im Fetischismus des Geldes und in der Diktatur einer Wirtschaft ohne Gesicht und ohne ein wirklich menschliches Ziel.&ldquo;<br>\n&bdquo;Wir haben neue G&ouml;tzen geschaffen.&ldquo; &bdquo;Es entsteht eine neue, unsichtbare, manchmal virtuelle Tyrannei, die einseitig und unerbittlich ihre Gesetze und ihre Regeln aufzwingt.&ldquo; &bdquo;In diesem System, das dazu neigt, alles aufzusaugen, um den Nutzen zu steigern, ist alles Schwache (&hellip;) wehrlos gegen&uuml;ber den Interessen des verg&ouml;ttlichten Marktes, die zur absoluten Regel werden.&ldquo; Die Exkommunikation des Marktradikalismus durch den Vatikan erfolgt unmissverst&auml;ndlich, ungehalten, unerbittlich.<br>\nUnd wie reagieren die Leib- und Liebediener eben jenes unfehlbaren Marktes? &bdquo;Der Papst irrt&ldquo;, erkl&auml;rt Marc Beise mit k&uuml;hnem Gestus in der S&uuml;ddeutschen Zeitung. In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zeiht Rainer Hank den katholischen Oberhirten erbittert der &bdquo;sp&auml;tmarxistischen&ldquo; Theologie. Verst&auml;ndlich, dass jetzt in den Wirtschaftsredaktionen der Teufel los ist. Hat man doch &uuml;ber Jahre und Jahrzehnte die Segnungen des Marktes gepredigt, hat man doch Tag f&uuml;r Tag der unsichtbaren Hand des Marktes gehuldigt, hat man doch das Heil beschworen f&uuml;r und f&uuml;r, das anbrechen werde von Ewigkeit zu Ewigkeit, wenn dereinst den Geboten des Marktgottes Gen&uuml;ge getan werde. Und nun dies: Ein Antikapitalist auf dem Stuhle Petri!<br>\nSo jedenfalls belieben die Wortf&uuml;hrer der Marktgl&auml;ubigen zu behaupten. In der Welt unterschiebt die stellvertretende Chefredakteurin Andrea Seibel dem Papst die Sentenz: &bdquo;Kapitalismus t&ouml;tet&ldquo;, als Zitat wohlgemerkt, in Anf&uuml;hrungszeichen. Und Seibel r&uuml;ffelt den Papst: &bdquo;Franziskus h&auml;tte den Satz besser nicht gesagt.&ldquo; Er hat den Satz auch nicht gesagt. Im p&auml;pstlichen &bdquo;Evangelii Gaudium&ldquo; ist die Passage nicht zu finden. Dort lautet die Formulierung: &bdquo;Diese Wirtschaft t&ouml;tet.&ldquo; Mit dem Satz meint der Papst ausdr&uuml;cklich den Marktradikalismus &ndash; nicht etwa den Kapitalismus als Ganzes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/berliner-republik\/papst-franziskus-und-der-marktgott\/57057\">Cicero<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Streit um Undercover-Reportage &ndash; Daimler verklagt den SWR<\/strong><br>\nEs war ein sch&ouml;ner Coup f&uuml;r den S&uuml;dwestrundfunk (SWR). Monatelang hatte der Fernsehreporter J&uuml;rgen Rose zu Dumpingl&ouml;hnen in der deutschen Wirtschaft recherchiert, gut zwei Wochen arbeitete er selbst f&uuml;r eine Logistikfirma im Untert&uuml;rkheimer Mercedes-Werk &ndash; unerkannt und mit versteckter Kamera. Dann, zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr, lief sein Beitrag im Mai 2013 in der ARD. Titel: &bdquo;Hungerlohn am Flie&szlig;band: Wie Tarife ausgehebelt werden.&ldquo; Hauptbotschaft: selbst f&uuml;r den &bdquo;Nobelkarossenbauer&ldquo; Daimler seien neben der gut entlohnten Stammbelegschaft Menschen t&auml;tig, die so wenig verdienten, dass sie davon nicht leben k&ouml;nnten. Bei einem Bruttosal&auml;r von 1220 Euro, rechnete Rose vor, h&auml;tte er als Familienvater mit vier Kindern Anspruch auf Hartz-IV-Aufstockung von 1550 Euro. Dabei habe sich seine T&auml;tigkeit kaum von jener der regul&auml;ren Daimler-Kollegen unterschieden. Mit denen, das schienen die heimlich gefilmten Bilder zu belegen, arbeitete der Reporter &bdquo;Hand in Hand&ldquo;.[&hellip;]<br>\nNun aber schl&auml;gt Daimler zur&uuml;ck. Eine Viertelmillion Euro soll der SWR als Ordnungsgeld zahlen, wenn er die von Rose gedrehten Bilder noch einmal zeigt. Ersatzweise sei Ordnungshaft zu verh&auml;ngen, &bdquo;zu vollziehen an dem Intendanten&ldquo;, also Peter Boudgoust. So fordert es der Autokonzern, vertreten durch den Vorstandschef Dieter Zetsche, in einer beim Landgericht Stuttgart eingereichten Klageschrift.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.streit-um-under-cover-reportage-daimler-verklagt-den-swr.81e1f04e-c15f-469b-bcb9-6d7a6125d418.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ein Jugendlicher wird etwa 10.000 Stunden l&auml;nger arbeiten als sein Vater<\/strong><br>\nDie durch&ouml;konomisierte Gesellschaft und ihr Arbeitswahn ist das Thema des Buches Tyrannei der Arbeit von Ulrich Renz. Telepolis sprach mit dem Mediziner &uuml;ber das Mantra von Politik, Wirtschaft, Medien und Eliten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40861\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Infrastruktur verf&auml;llt: Investitionen &uuml;ber 120 Milliarden n&ouml;tig<\/strong><br>\n&Uuml;berlastete Autobahnen, marode Br&uuml;cken und langsame IT-Netze &ndash; rund 120 Milliarden Euro m&uuml;ssten einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge in den n&auml;chsten zehn Jahren in die Infrastruktur flie&szlig;en, damit der Standort Deutschland seinen internationalen Wettbewerbsvorteil nicht verliert.<br>\nDie heimischen Unternehmen bewerten den aktuellen Zustand derzeit noch mit der Note &ldquo;gut&rdquo;, wie das arbeitgebernahe Institut am Montag unter Berufung auf eine Umfrage unter 2800 Firmen mitteilte.<br>\nFast zwei Drittel der deutschen Unternehmen sehen aber durch M&auml;ngel im Stra&szlig;enverkehrsnetz ihre Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit beeintr&auml;chtigt, wie aus der Umfrage hervorgeht. Rund 54 Prozent der Befragten bewerteten den Zustand der Kommunikationsnetze als Hemmnis f&uuml;r ihre Arbeit. Mit Blick auf eine sichere und bezahlbare Stromversorgung waren es 43 Prozent.<br>\nDer genannte Investitionsbedarf sollte zu je einem Drittel in Fernstra&szlig;en und Br&uuml;cken flie&szlig;en, in die Modernisierung der IT-Netze sowie in den Ausbau der Stromnetze im Zuge der Energiewende. Im Stra&szlig;enverkehr gehe es dabei vor allem um den Ausbau und die Erhaltung der Hauptverkehrsachsen, erl&auml;uterten die Forscher.<br>\nLangfristig zahlten sich Investitionen in die Infrastruktur erfahrungsgem&auml;&szlig; aus, rechnet das IW vor: &ldquo;Steckt die Politik zehn Milliarden Euro sinnvoll in Stra&szlig;en, Stromnetze und Co, erh&ouml;ht das laut Faustformel die Wirtschaftsleistung um 2,5 Milliarden Euro pro Jahr.&rdquo; Die Investitionen lohnten sich schon nach vier Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/unternehmen\/firmen-klagen-ueber-maengel-deutsche-infrastruktur-braucht-120-milliarden-euro_id_3620716.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Dass sich neoliberale Leitmedien wie der Focus &uuml;ber die verfallende Infrastruktur echauffieren ist eigentlich blanker Zynismus. Sind doch Steuersenkungen und Schuldenbremse wesentliche Teile des neoliberalen Mantras. Dass der &ouml;ffentlichen Hand dann keine Mittel mehr zur Verf&uuml;gung stehen muss keinen verwundern. Gerade mit der Schuldenbremse ist es gelungen ein entscheidendes Element der neoliberalen Strategie institutionell zu verankern um so die sozialen Interventionsm&ouml;glichkeiten des Staates signifikant zu limitieren.<\/em><br>\n<em>Aber selbst mit Schuldenbremse w&auml;re die Aufrechterhaltung bzw. Verbesserung der &ouml;ffentlichen Infrastruktur kein Problem, wenn nur die ebenfalls politisch gewollte Nachl&auml;ssigkeit bei der Bek&auml;mpfung der Steuerhinterziehung und aggressiven Steuervermeidung gerade der Unternehmen aufh&ouml;ren, und damit der Allgemeinheit die gesch&auml;tzten 50 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung stehen w&uuml;rden, die ihr j&auml;hrlich durch Steuerhinterziehung entgehen.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Der gepl&uuml;nderte Staat<\/strong><br>\nViele Bauvorhaben l&auml;sst der Staat von privaten Investoren finanzieren. Doch oft werden sie dadurch nicht g&uuml;nstiger, sondern kosten Steuer-Milliarden. Niemand kontrolliert solche Projekte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/ndr-fernsehen\/45-min\/der-gepluenderte-staat?documentId=19741608\">NDR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Finanzinvestoren am Wohnungsmarkt<\/strong><br>\nSchnelle Rendite suchen Investoren, die mit Hunderttausenden ehemals &ouml;ffentlich gef&ouml;rderter Wohnungen spekulieren. Die Folge: Mieten steigen, Sch&auml;den werden nicht mehr repariert &ndash; Wohnung wird zur Ware.<br>\nMonatelang hat Nataliya Chestnova der Hausverwaltung Briefe und Fotos geschickt, die belegten, dass ihr Keller nach einem Rohrbruch bis zur Wade unter Abwasser stand &ndash; ohne Reaktion. Der Besitzer, ein Investmentfonds aus Australien, l&auml;sst den Hochhausblock in K&ouml;ln-Chorweiler verwahrlosen. Viele Kommunen, L&auml;nder und der Bund haben in den vergangenen zehn Jahren ihre einst gemeinn&uuml;tzigen Best&auml;nde verkauft. Einige St&auml;dte, wie Dresden, sind stolz darauf &ndash; andere rudern zur&uuml;ck. Denn bundesweit fehlen vier Millionen Sozialwohnungen; daran werden auch die jetzt diskutierten Reformen kurzfristig nichts &auml;ndern. In den St&auml;dten w&auml;chst die Wohnungsnot &ndash; und der Widerstand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/dok5\/finanzinvestorenamwohnungsmarkt100.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der vergessene Einsatz: Deutsche Soldaten vor der K&uuml;ste des Libanon<\/strong><br>\nEin vergessener Einsatz, obwohl jedes Jahr Hunderte von deutschen Soldaten daf&uuml;r abgestellt werden. Sie &uuml;berwachen den rund 200  Kilometer langen und 82 Kilometer breiten Seeraum. Gesucht werden Schiffe, die Waffen, zum Beispiel Raketen f&uuml;r die Hisbollah-Miliz, schmuggeln. So lautet der urspr&uuml;ngliche Auftrag der Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon. &ndash; Fregattenkapit&auml;n Matthias Elvert  ist der deutsche Verbindungsoffizier zur libanesischen Marinef&uuml;hrung. Der schlanke Brillentr&auml;ger geh&ouml;rt vor&uuml;bergehend zur deutschen Botschaft. Sonst ist er Inspektionschef an der Marineoperationsschule in Bremerhaven. &ldquo;Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, die libanesische Marine zu unterst&uuml;tzen und zu bef&auml;higen, indem wir Projekte realisieren, die in den Bereichen liegen Ausstattung, Ausr&uuml;stung und eben Ausbildung. Und da das Ganze sich au&szlig;erhalb des Unifil-Rahmens abspielt, bin ich quasi derjenige, der dann bei der libanesischen Marine ermitteln muss, was ist eigentlich der Bedarf, in welchen Schritten soll sich hier die Marine weiterentwickeln, und der dann auf der anderen Seite Kontakte nach Deutschland pflegt zum Verteidigungsministerium und zum Ausw&auml;rtigen Amt, um feststellen zu lassen, welche Projekte wollen und k&ouml;nnen wir realisieren, was macht Sinn und was ist finanzierbar. &hellip; &ldquo;Gutes Beispiel daf&uuml;r ist diese K&uuml;stenradarstation. Wir haben hier entlang der libanesischen K&uuml;ste Radarstationen, neun St&uuml;ck an der Zahl, aufgebaut, mit denen die Libanesen in der Lage sind, ihre Territorial-Gew&auml;sser zu bewachen, zu kontrollieren. Und zun&auml;chst einmal wurde das anf&auml;nglich durch Ausbildungskommandos begleitet, die aus Deutschland kamen und nun ist es so, quasi in der Fortsetzung dessen, dass die beiden Ausbilder, die Unifil zugeh&ouml;ren, die weitere oder kontinuierliche Ausbildung auch sicherstellen.&rdquo; &ndash; &Uuml;ber die Kosten des Einsatzes  will kein Offizier in Beirut reden: &ldquo;Wei&szlig; ich nicht!&rdquo;, &ldquo;Kenn ich nicht&rdquo;, sind die Standardantworten. Auf eine parlamentarische Anfrage nennt die Bundesregierung 75,1 Millionen Euro einsatzbedingte Zusatzausgaben &ndash; f&uuml;r die ersten zw&ouml;lf Monate. Das war 2007. Nach sieben Jahren Unifil-Einsatz kommen so &ndash; grob gesch&auml;tzt-  fast eine halbe Milliarde Euro zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/naher-osten-der-vergessene-einsatz.1076.de.html?dram:article_id=276400\">Deutschlandradio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gehirn-Gymnastik mit Hitler und Josef Joffe<\/strong><br>\nJosef Joffe, der Herausgeber der &raquo;Zeit&laquo;, &auml;u&szlig;ert sich in der aktuellen Ausgabe zu Kritik an seiner Arbeit:<br>\nEin Wort in eigener Sache: Dieser Autor hat vor zwei Wochen (Zeitgeist 6\/14) mit Blick auf die &raquo;Raus mit Lanz&laquo;-Petition geschrieben: &raquo;In analogen Zeiten hie&szlig; es: &rsaquo;Kauft nicht beim Juden!&lsaquo;&laquo; Das geht gar nicht, echauffierten sich die Hohepriester des Digital-Tempels und deren J&uuml;nger.<br>\n(sic!)<br>\n&raquo;Die ZEIT sei ein &rsaquo;Schei&szlig;blatt&lsaquo;, war einer der subtileren Kommentare. Und: &rsaquo;Mir f&auml;llt zu diesem Vergleich nichts mehr ein.&lsaquo; Dieser Spruch stammt &uuml;brigens von Karl Kraus, dem zu Hitler nichts mehr eingefallen war.&laquo;<br>\nAnscheinend habe ich Joffe also dadurch, dass ich geschrieben habe, dass mir zu seinem Vergleich nichts mehr einf&auml;llt, versehentlich mit Hitler verglichen.<br>\nJoffe h&auml;lt den Nazi-Vergleich aber f&uuml;r zul&auml;ssig, prinzipiell und konkret im Fall der Petition gegen Markus Lanz. Er kritisiert die &raquo;Sprachpolizei&laquo; und schreibt:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/gehirn-gymnastik-mit-hitler-und-josef-joffe\/\">Stefan Niggemeier<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Der steinige Weg zum Audio-Podcast<\/strong><br>\nUnsere Audio-Podcasts erfreuen sich gro&szlig;er Beliebtheit. J&ouml;rg Wellbrock spricht regelm&auml;&szlig;ig ausgew&auml;hlte Beitr&auml;ge der Redaktion auf, zahlreiche H&ouml;rer nutzen den Service der NachDenkSeiten.<br>\nBis ein Audio fertig ist, braucht es eine Weile. Dabei kommt es nat&uuml;rlich auch zu Fehlern und Versprechern.<br>\nWellbrock hat ein paar &bdquo;Outtakes&ldquo; nicht wie &uuml;blich in den &bdquo;Rundordner&ldquo; bef&ouml;rdert, sondern einen kleinen Zusammenschnitt gemacht.<br>\nHier das Ergebnis.\n<div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1524\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-20756-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170114_NDS_Audio_Podcast_Outtaktes_Joerg_Wellbrock.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170114_NDS_Audio_Podcast_Outtaktes_Joerg_Wellbrock.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170114_NDS_Audio_Podcast_Outtaktes_Joerg_Wellbrock.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170114_NDS_Audio_Podcast_Outtaktes_Joerg_Wellbrock.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=20756-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170114_NDS_Audio_Podcast_Outtaktes_Joerg_Wellbrock.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170114_NDS_Audio_Podcast_Outtaktes_Joerg_Wellbrock.mp3\">Download<\/a><\/p>\n<p>Wir w&uuml;nschen viel Spa&szlig; beim H&ouml;ren!<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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