{"id":20800,"date":"2014-02-21T08:56:47","date_gmt":"2014-02-21T07:56:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20800"},"modified":"2014-02-21T08:56:47","modified_gmt":"2014-02-21T07:56:47","slug":"hinweise-des-tages-2071","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20800","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20800#h01\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20800#h02\">Ende der Zur&uuml;ckhaltung? Wie die Politik auf mehr Milit&auml;reins&auml;tze einstimmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20800#h03\">Reall&ouml;hne 2013 um 0,2 % gesunken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20800#h04\">Axel Troost: F&uuml;r ein Europa mit Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20800#h05\">Wer f&uuml;r die Kirch-Millionen zahlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20800#h06\">Neuer Job f&uuml;r Josef Ackermann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20800#h07\">Median-Kliniken: Mitarbeiter m&uuml;ssen nicht auf &Uuml;berstunden verzichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20800#h08\">Bundeskartellamt genehmigt Mega-Klinik&uuml;bernahme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20800#h09\">Nicht die SVP hat gewonnen, sondern die R&auml;uberbarone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20800#h10\">Der Besserwessi ist zur&uuml;ck &ndash; jetzt sogar global<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20800#h11\">Nahost: Kerry verst&auml;rkt den Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20800#h12\">Die geheimen Immerbesserverdiener &ndash; Gehaltsboni f&uuml;r Hochschulchefs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20800#h13\">Drittmittel sind ungleich verteilt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20800#h14\">Linke will Ende des Kooperationsverbotes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20800#h15\">Wir verschenken unser Buch &ldquo;&Uuml;berwachtes Netz&rdquo; &ndash; Der Sammelband zum NSA-Skandal<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20800&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kugelhagel in Kiew<\/strong><br>\nIn der ukrainischen Hauptstadt beschie&szlig;en sich Regierungsgegner und Polizei gegenseitig. Bis zum Abend erneut Dutzende Tote. &Auml;rzte best&auml;tigten, da&szlig; die Sicherheitskr&auml;fte scharfe Munition einsetzten. Amateurvideos zeigen Polizisten mit Scharfsch&uuml;tzengewehren im Anschlag. Das Innenministerium ordnete der Nachrichtenagentur dpa zufolge an, Sicherheitskr&auml;fte k&ouml;nnten landesweit mit scharfer Munition gegen radikale Demonstranten vorgehen. Aber auch die militanten Demonstranten sind inzwischen im Besitz von Schu&szlig;waffen und benutzen sie. In der Nacht hatten die F&uuml;hrer der parlamentarischen Opposition noch einen Waffenstillstand mit Pr&auml;sident Wiktor Janukowitsch ausgehandelt. Aber die militante Gruppe &raquo;Rechter Block&laquo; erkl&auml;rte von Anfang an, sie f&uuml;hle sich an die Vereinbarung nicht gebunden. Anh&auml;nger der Gruppe eroberten den Europaplatz und das anliegende &raquo;Ukrainische Haus&laquo; zur&uuml;ck. Dabei fielen etwa 60 Polizisten in ihre H&auml;nde, die im Schlaf &uuml;berrascht worden waren. Die Regierungsgegner drohten mit Gewalt gegen die Geiseln, wenn die Polizei ihre Angriffe nicht einstelle. Die Eskalation der K&auml;mpfe hat dazu gef&uuml;hrt, da&szlig; immer mehr Bewohner des Kiewer Stadtzentrums ihre Wohnviertel verlassen und aus der Stadt oder auf das linke Dnipro-Ufer fliehen. Auf den Br&uuml;cken bildeten sich lange Staus, da die U-Bahn seit zwei Tagen nicht f&auml;hrt. Lange Schlangen gab es auch vor Tankstellen und Geldautomaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/02-21\/001.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>R&uuml;cktritt oder B&uuml;rgerkrieg<\/strong><br>\nDie Erst&uuml;rmung des Maidan durch die Sicherheitskr&auml;fte war von langer Hand geplant. Janukowitsch muss die Verantwortung daf&uuml;r &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!133347\/\">taz<\/a>\n<p>und: <strong>Eskalation in Kiew &ndash; Drehbuch aus Moskau<\/strong><br>\nPutin setzt alles daran, dass die Ukraine auseinanderbricht. Der treibende Akteur ist dabei ausgerechnet Wiktor Janukowitsch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Eskalation-in-Kiew\/!133486\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM zu beiden Kommentaren:<\/strong> Die taz ist ein Hetzblatt geworden. Sie heizt den B&uuml;rgerkrieg und den Krieg an. Soweit sind wir schon. Die meisten einigerma&szlig;en kritischen Menschen verm&ouml;gen die Tendenz von BILD einzuordnen; die taz halten viele f&uuml;r ein aufkl&auml;rendes Blatt. Nutzen Sie solche Kommentare, um ihnen die Augen zu &ouml;ffnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ratingagentur S&amp;P warnt vor Bankrott der Ukraine<\/strong><br>\nAnleihen werden nur noch mit &ldquo;CCC&rdquo; bewertet und erhalten negativen Ausblick &ndash; &ldquo;Politische Situation hat sich dramatisch verschlechtert&rdquo; [&hellip;]<br>\nS&amp;P sieht eine wachsende Gefahr, dass die Ukraine in die Staatsinsolvenz schlittert. &ldquo;Die Herabstuftung spiegelt unsere Ansicht wider, dass sich die politische Situation in der Ukraine dramatisch verschlechtert hat&rdquo;, hie&szlig; es. Man m&uuml;sse nun um die Fortsetzung der russischen Finanzhilfe f&uuml;r das Nachbarland f&uuml;rchten; ohne ihr aber sei die F&auml;higkeit der Regierung, ihre Schulden zu bedienen, in Gefahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1392685837308\/Ratingagentur-SP-warnt-vor-Bankrott-der-Ukraine\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der &ouml;konomische Aspekt wird vor allem von Seiten der &bdquo;Pro-Europ&auml;er&ldquo; immer gerne vergessen. Die Ukraine ist vor allem in US-Dollar verschuldet. Unter dem pro-westlichen Pr&auml;sidenten Juschtschenko halbierte sich der Wert der nationalen W&auml;hrung gegen&uuml;ber dem Dollar. Unter Janukowitsch blieb der Kurs lange konstant. Seit Beginn der Unruhen gab er jedoch um weitere 20% nach. Wie die Ratingagentur S&amp;P vollkommen zu Recht anmerkt, steht und f&auml;llt die finanzielle Lage des ukrainischen Staates mit der Bereitschaft Russlands, seine Finanzhilfen fortzusetzen. Dass die EU oder die USA sich in einem &auml;hnlichen Ma&szlig;e finanziell engagieren, d&uuml;rfte n&auml;mlich als ausgeschlossen gelten. Das Szenario eines Staatsbankrotts ist f&uuml;r den Fall, dass Russland sich aus der Ukraine zur&uuml;ckzieht, durchaus realistisch.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ende der Zur&uuml;ckhaltung? Wie die Politik auf mehr Milit&auml;reins&auml;tze einstimmt<\/strong><br>\nDas Timing war wohl kein Zufall: Deutschland m&uuml;sse sich &bdquo;fr&uuml;her, entschiedener und substanzieller&ldquo; in der Welt einbringen, forderte Bundespr&auml;sident Gauck auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz vor wenigen Tagen. Verteidigungsministerin von der Leyen sekundierte umgehend, &bdquo;rumsitzen und abwarten&ldquo; sei keine Option. Und Au&szlig;enminister Steinmeier mahnte, Deutschland sei zu gro&szlig;, &bdquo;um Weltpolitik nur von der Au&szlig;enlinie zu kommentieren&ldquo;. Doch geht es den Ministern und dem Pr&auml;sidenten wirklich um mehr Verantwortung &ndash; etwa f&uuml;r die Menschen in Mali und Zentralafrika? Oder geht es vor allem um den Druck und die Erwartungen der B&uuml;ndnispartner, wie Frankreich und USA, die schon lange ein st&auml;rkeres milit&auml;risches Eingreifen Deutschlands fordern. Das scheiterte in der Vergangenheit oftmals am sogenannten Parlamentsvorbehalt. Und genau der soll jetzt auch noch massiv beschr&auml;nkt werden, wenn es nach der Union geht<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2014\/0220\/militaer.php5\">WDR Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Reall&ouml;hne<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Reall&ouml;hne 2013 um 0,2 % gesunken<\/strong><br>\nDie Reall&ouml;hne, das hei&szlig;t die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste, sanken in Deutschland im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 0,2 %. Nach drei Jahren mit Reallohngewinnen ist dies der erste R&uuml;ckgang der Reall&ouml;hne seit dem Krisenjahr 2009. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Grundlage vorl&auml;ufiger Ergebnisse weiter mitteilt, lagen die Nominall&ouml;hne im Jahr 2013 um 1,3 % &uuml;ber dem Vorjahreswert. Die Verbraucherpreise erh&ouml;hten sich im selben Zeitraum um 1,5 %.<br>\nEine Ursache f&uuml;r den Reallohnverlust im Jahr 2013 war der R&uuml;ckgang der h&auml;ufig erfolgsabh&auml;ngigen Sonderzahlungen. Rechnet man die Sonderzahlungen aus der Verdienstentwicklung heraus, so l&auml;ge der Anstieg mit + 1,7 % &uuml;ber der Entwicklung der Verbraucherpreise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/02\/PD14_058_623.html;jsessionid=2754E15179C374405CA91A482C225038.cae2\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Bundesregierung ging in ihrem k&uuml;rzlichen Jahreswirtschaftsbericht 2014 von einem Wachstum von 1,8 Prozent aus. Nicht nur das Wirtschaftsministerium sondern auch die sog. Sachverst&auml;ndigen st&uuml;tzen sich bei ihren optimistischen Einsch&auml;tzungen auf den privaten Konsum. Aber wo soll der Konsum bei sinkenden Reall&ouml;hnen herkommen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschlands sinkende L&ouml;hne<\/strong><br>\n[&hellip;] Doch dies sind Krisenl&auml;nder &ndash; in Deutschland, der Konjunkturlokomotive Europas, ist die Lage anders. K&ouml;nnte man glauben. Doch das stimmt nur bedingt. So stiegen im vorigen Jahr zwar die deutschen Bruttomonatsverdienste um 1,3 Prozent. Da die Inflationsrate aber bei 1,5 Prozent lag, ergibt sich ein realer Lohn-Verlust von 0,2 Prozent.<br>\nWarum ist das so, trotz des deutschen &bdquo;Arbeitsmarktwunders&ldquo;? Das Statistische Bundesamt nennt einen Grund: Die h&auml;ufig erfolgsabh&auml;ngigen Sonderzahlungen gingen 2013 zur&uuml;ck. Klammert man Sonderzahlungen aus, so zeigen die deutschen Monatsverdienste ein Plus von 0,2 Prozent. Dies ist allerdings auch sehr mager und zeigt: Der strukturell und langfristig schwache Lohntrend in Deutschland ist noch nicht gebrochen. Hinter ihm stehen die bekannten Faktoren: die Deregulierung des Arbeitsmarkts, die Zunahme sogenannter atypischer Besch&auml;ftigungsformen wie Teilzeit, die sinkende Arbeitszeit pro Besch&auml;ftigtem, die schw&auml;chere Signalwirkung von Tarifabschl&uuml;ssen auf den gewachsenen Sektor der nicht-tarifgebundenen Unternehmen, die Drohung von Firmen mit Abwanderung ins billigere Ausland und ihr Verweis auf die harte Kostenkonkurrenz auf dem Weltmarkt &ndash; schlie&szlig;lich bleibt die deutsche Wirtschaft abh&auml;ngig von ihren Export-Erfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/einkommen-deutschlands-sinkende-loehne,10808230,26299620.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Sinkende Reall&ouml;hne und fallende Erzeugerpreise<\/strong><br>\nGerade erst hat der Bundesminister f&uuml;r Wirtschaft und Energie ein Bild der deutschen Wirtschaftsentwicklung gezeichnet, das auf die Binnennachfrage und produktivit&auml;tsorientierte L&ouml;hne setzt. Sinkende Reall&ouml;hne im Jahr 2013, die das Statistische Bundesamt heute meldete, stehen dazu in deutlichem Widerspruch&hellip;<br>\nGleichzeitig meldete das Statistische Bundesamt fallende Erzeugerpreise &ndash; &ldquo;der st&auml;rkste Preisr&uuml;ckgang im Vorjahresvergleich seit M&auml;rz 2010 (&ndash; 1,8 %).&rdquo; Selbst ohne Ber&uuml;cksichtigung der stark gefallenen Energiepreise sanken die Erzeugerpreise gegen&uuml;ber Vorjahr noch um 0,3 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/02\/sinkende-reallohne-und-fallende-erzeugerpreise-in-deutschland\/#sthash.j6OAuicu.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Axel Troost: F&uuml;r ein Europa mit Zukunft<\/strong><br>\nAm aktuellen Zustand der Europ&auml;ischen Union gibt es reichlich Kritik. Auch in der gesellschaftlichen Linken und der Partei DIE LINKE wird &uuml;ber das Verh&auml;ltnis zu EU und Euro gestritten. Kritik an der EU ist in vielerlei Hinsicht unverzichtbar und dringend n&ouml;tig. Leider ist es zu einem beliebten Mittel der vorherrschenden Medien geworden, Kritik an der EU pauschal als anti-europ&auml;isch abzustempeln. EU-Kritik ist keineswegs prinzipiell anti-europ&auml;isch &ndash; aber genauso wenig ist eine m&ouml;glichst scharfe EU-Kritik der Ausweis wahrer Europafreundlichkeit.<br>\nIm Kern geht es um die Frage: Ginge es Europa ohne die Europ&auml;ische Union besser, weil diese eine ohnehin schon h&auml;ufig neoliberale Politikausrichtung noch weiter zuspitzt oder ist die Europ&auml;ische Union eher nur die Erscheinungsebene, in der sich die neoliberale Politikausrichtung der Nationalstaaten widerspiegelt?<br>\nIch unterst&uuml;tze in dieser Kontroverse die Position des Spitzenkandidaten der europ&auml;ischen Linkspartei Alexis Tsipras: &raquo;Wir wollen die Eurozone ver&auml;ndern. Und hier stellen sich drei Aufgaben. Erstens m&uuml;ssen wir andere Ideen entwickeln. Zweitens m&uuml;ssen wir eine entsprechend ver&auml;nderte Krisenpolitik betreiben. Und drittens m&uuml;ssen wir zwangsl&auml;ufig die Institutionen, ja die ganze Grundlage der EU ver&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/fileadmin\/users\/sozialismus\/pdf\/Sozialismus_extra_Troost_2-2014_Web.pdf\">Sozialismus.de extra [PDF &ndash; 450 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wer f&uuml;r die Kirch-Millionen zahlt<\/strong><br>\nMit 925 Millionen Euro kauft sich die Deutsche Bank aus dem Verfahren mit den Kirch-Erben heraus. Anlegersch&uuml;tzer kritisieren den Vergleich scharf. Geht die Deutsche Bank jetzt gegen ihren Ex-Vorstandschef Breuer vor?<br>\nDer ber&uuml;hmte Satz Breuers &bdquo;Was alles man dar&uuml;ber lesen und h&ouml;ren kann, ist ja, dass der Finanzsektor nicht bereit ist, auf unver&auml;nderter Basis noch weitere Fremd- oder Eigenmittel zu stellen.&ldquo; wird damit zu einem der teuersten Spr&uuml;che der Wirtschaftsgeschichte&hellip;<br>\nDer Vergleich bel&auml;uft sich auf insgesamt 925 Millionen Euro, und setzt sich aus einer Basiszahlung &uuml;ber 775 Millionen Euro plus diverser anderer Aufwandsposten zusammen. Der Vergleich werde aufgrund der vorhandenen Risikovorsorge zu einer Ergebnisverringerung von rund 350 Millionen nach Steuern im vierten Quartal 2013 f&uuml;hren, erkl&auml;rte die Bank&hellip;<br>\nInsgesamt ist die au&szlig;ergerichtliche Einigung damit etwa 100 Millionen Euro teurer als beim Vergleichsanlauf unter dem fr&uuml;heren Vorstandschef Josef Ackermann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/deutsche-bank-wer-fuer-die-kirch-millionen-zahlt\/9510698.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das war wohl das teuerste Interview eines Bankers. Gibt es Konsequenzen, wird Breuer oder werden andere Vorst&auml;nde, die nun zus&auml;tzliche Millionensummen zu verantworten haben, auch  zur Verantwortung gezogen. Warum wartete eigentlich die Deutsche Bank keinen Gerichtsentscheid ab und verglich sich nun so teuer au&szlig;ergerichtlich? Gab es da Leichen im Keller?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neuer Job f&uuml;r Josef Ackermann<\/strong><br>\nJosef Ackermann, der fr&uuml;here Chef der Deutschen Bank und Ex-Pr&auml;sident der Zurich Insurance Group, ist vom Oligarchen Viktor Vekselberg engagiert worden. Ackermann wird im neu bestellten Verwaltungsrat der Renova Management AG Einsitz nehmen, wie es in einer Mitteilung heisst.<br>\nDamit wird der Banken- und Finanzspezialist Ackermann nun auch Industrieller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finews.ch\/news\/finanzplatz\/14537-neuer-job-fuer-josef-ackermann\">fine news<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Median-Kliniken: Mitarbeiter m&uuml;ssen nicht auf &Uuml;berstunden verzichten<\/strong><br>\nDie ersten Urteile im Mammutprozess gegen die Median-Kliniken auf dem Kueser Plateau sind gefallen: In 33 F&auml;llen wurde den Klagen der Angestellten stattgegeben. Die Klinik hatte nachtr&auml;glich &Uuml;berstunden von Arbeitszeitkonten gek&uuml;rzt. &Uuml;ber 150 Angestellte zogen daraufhin vor Gericht. Einige erwirkten Vergleiche.<br>\nWorum es geht: Gut 400 Angestellten der Median Reha-Kliniken auf dem Kueser Plateau wurde in einem Brief vom 24. Juni 2013, der dem TV vorliegt, mitgeteilt, dass r&uuml;ckwirkend auf drei Jahre bereits geleistete &Uuml;berstunden gestrichen und k&uuml;nftig nicht mehr so wie bislang abgerechnet werden. Hierbei handelt es sich um Arbeitszeiten, an denen ein Feiertag auf einen Werktag fiel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volksfreund.de\/nachrichten\/region\/mosel\/aktuell\/Heute-in-der-Mosel-Zeitung-Mitarbeiter-muessen-nicht-auf-Ueberstunden-verzichten;art671,3792127\">Trierer Volksfreund<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bundeskartellamt genehmigt Mega-Klinik&uuml;bernahme<\/strong><br>\nEs wird der mit Abstand gr&ouml;&szlig;te Klinikkonzern Deutschlands: Das Bundeskartellamt erlaubt Helios, 40 Rh&ouml;n-Kliniken zu &uuml;bernehmen. Manche &Auml;rzte f&uuml;rchten den Deal.<br>\nDer Medizintechnikkonzern Fresenius darf &uuml;ber seine Tochter Helios wie geplant 40 Krankenh&auml;user und 13 medizinische Versorgungszentren vom Konkurrenten Rh&ouml;n &uuml;bernehmen. Das Bundeskartellamt hat den Deal genehmigt.<br>\nDadurch entsteht der mit weitem Abstand gr&ouml;&szlig;te private Klinikkonzern Deutschlands mit mehr als 100 Kliniken. Helios war schon vor der &Uuml;bernahme mit 72 Kliniken und einem Jahresumsatz von 3,2 Milliarden Euro deutscher Marktf&uuml;hrer.<br>\nKartellamtspr&auml;sident Andreas Mundt sagte: &ldquo;Wettbewerbliche Bedenken wurden auf vier Krankenhausm&auml;rkten festgestellt&rdquo;. Sie seien im Laufe des Verfahrens aber ausger&auml;umt worden. Patienten vor Ort st&uuml;nden weiterhin Alternativen zur Wahl. Um regionale Monopole zu verhindern, lie&szlig; das Kartellamt lediglich drei Kliniken und zwei Versorgungszentren aus dem &Uuml;bernahmepaket nehmen.<br>\nDie &Uuml;bernahme ist umstritten. Konkurrierende Kliniken bef&uuml;rchten, dem riesigen Konzern im Wettbewerb nichts mehr entgegensetzen zu k&ouml;nnen. &Auml;rzte haben die Sorge, dass der steigende Renditedruck auf Kosten von Personal und Patienten gehen k&ouml;nnte. Helios behauptet dagegen: Profit und Qualit&auml;t seien kein Gegensatz. Das soll die &uuml;berdurchschnittliche Anzahl geretteter Leben in Helios-Kliniken zeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/uebernahme-von-rhoen-krankenhaeusern-bundeskartellamt-genehmigt-mega-klinikuebernahme-1.1894247\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Profit und Krankenpflege seien also kein Gegensatz. Ich lag gerade 6 Tage in einer Klinik und jeder der das selbst erfahren hat, wei&szlig; wie absurd diese Aussage ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nicht die SVP hat gewonnen, sondern die R&auml;uberbarone<\/strong><br>\nSollen wir den Gotthard schlie&szlig;en? Oder nur noch vom Amerikaner und Chinesen kaufen? Oder alle Subventionen streichen? Die politische Diskussion nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative ist absurd geworden &ndash; weil der falsche Feind ins Visier genommen wird&hellip;<br>\nDie Wirtschaft befindet sich noch in einer Schockstarre. Nur ihr Hoforgan, die NZZ, geht bereits wieder in die Offensive. Was dabei herauskommt, ist kl&auml;glich. NZZ-Wirtschaftschef Peter A. Fischer hat am Samstag unter den Titel &laquo;Die Oase darf nicht austrocknen&raquo; so ziemlich jedes Klischee des Neoliberalismus der letzten 30 Jahre wiederholt. &laquo;Mehr Wettbewerb im Binnenmarkt, bei der Infrastruktur und im Gesundheitswesen oder Verbesserungen im Bildungswesen k&ouml;nnten die Schweiz fitter machen. Aus eigener Kraft gest&auml;rkt statt geschw&auml;cht werden sollte der flexible Arbeitsmarkt. Usw. usw.&raquo; Offensichtlich hat es sich noch nicht bis an die Falkenstrasse herumgesprochen, dass gerade der Frust und die Wut &uuml;ber diese Wirtschaftspolitik ein wesentlicher Grund f&uuml;r das Ja zur SVP-Initiative war&hellip;<br>\nWarum die Konfusion? Ist der kollektive Wahnsinn ausgebrochen oder was? Das Problem wird auf der falschen Ebene mit den falschen Mitteln bek&auml;mpft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.watson.ch\/SVP\/articles\/243141482-Nicht-die-SVP-hat-gewonnen%2C-sondern-die-R%C3%A4uberbarone\">Watson<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Besserwessi ist zur&uuml;ck &ndash; jetzt sogar global<\/strong><br>\nDer Besserwessi ist zur&uuml;ck. Er belehrt aber nicht mehr Ostdeutsche, sondern ist auch in ihnen aufgegangen. Nun hat er einen globalen Auftrag. [&hellip;]<br>\nMan muss sich nur mal anh&ouml;ren, was die politischen Eliten f&uuml;r besserwisserische Phrase drechseln, wie sie &raquo;humanit&auml;re Eins&auml;tze zur Schaffung der Demokratie&laquo; fordern oder Lebensweisen von V&ouml;lkern aus anderen Kulturkreisen unverst&auml;ndig kritisieren. Ihr habt doch keine Ahnung wie man arbeitet, sagte dieser Typus fr&uuml;her zu seinen Landsleuten aus dem Osten; ihr habt keine Ahnung, wie man in der modernen Welt lebt, sagt er heute den Muslimen, Indern oder Afrikanern. Nur rumsitzen im volkseigenen Betrieb, lieber Landsmann, das bringt es nicht, erkl&auml;rte er einst; ihr m&uuml;sst eure Betriebe f&uuml;r unsere Ideen und Innovationen &ouml;ffnen und noch billiger fertigen, wei&szlig; er heute den Schwellenl&auml;ndern zu berichten. Marktwirtschaft macht frei, erkl&auml;rte er dem Ossi; Marktwirtschaft macht frei, sagt er dem bulgarischen Tagel&ouml;hner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/924693.der-besserwessi-ist-zurueck-jetzt-sogar-global.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nahost: Kerry verst&auml;rkt den Druck<\/strong><br>\nDer US-Au&szlig;enminister wird Rahmenplan f&uuml;r die Friedensgespr&auml;che vorlegen. Weder Israel noch die Pal&auml;stinenser wollen f&uuml;r ein Scheitern verantwortlich sein. Martin Indyk, US-Sondergesandter f&uuml;r den israelisch-pal&auml;stinensischen Friedensprozess, glaubt, dass US-Au&szlig;enminister John Kerry in einigen Wochen sein Papier f&uuml;r den Friedensprozess auf den Tisch legen wird. Je n&auml;her der Termin r&uuml;ckt, desto nerv&ouml;ser wird der Ton auf beiden Seiten.- Vermutlich, um im Vorfeld der Ver&ouml;ffentlichung Reaktionen einzuholen, lie&szlig; Martin Indyk, US-Sondergesandter f&uuml;r den israelisch-pal&auml;stinensischen Friedensprozess, der Kerry bei seinen Vermittlungsbem&uuml;hungen zur Seite steht, einige Punkte des Rahmenplans durchsickern. Besonders empfindlich d&uuml;rften die Israelis darauf reagieren, dass dort Jerusalem als pal&auml;stinensische Hauptstadt sowie die Grenzen von 1967 festgehalten sind. Die Pal&auml;stinenser sind umgekehrt zur Flexibilit&auml;t aufgefordert, wenn es um die Definition Israels als j&uuml;discher Staat geht, um ein Ende des Konflikts und keine weiteren Anspr&uuml;che von Seiten der Fl&uuml;chtlinge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2014%2F02%2F05%2Fa0063&amp;cHash=f1aeaa315b3d679591707bcbfff9b9da\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da wird in den Medien viel &uuml;ber die recht pers&ouml;nlichen Angriffe auf John Kerry <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1389859576941\/John-Kerry-im-Auge-des-israelischen-Taifuns\">berichtet<\/a>, aber wenig Inhaltliches zu den Verhandlungen. Dabei gleicht es doch einer Sensation, dass Pr&auml;sident Mahmud Abbas u.U. bereit sei, in einer &Uuml;bergangszeit israelische Truppen im Westjordanland <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/02\/03\/opinion\/abbass-nato-proposal.html\">zu akzeptieren<\/a>. Avi Primor hat des &Ouml;fteren ausgef&uuml;hrt, dass nur das Sicherheitsbed&uuml;rfnis der Mehrheit der Israelis der Gr&uuml;ndung eines pal&auml;stinensischen Staates eigentlich im Wege st&uuml;nde. So sei der Austausch von Territorien zwecks eines einheitlichen Landes kein Problem. Dazu l&auml;gen schon seit Jahren auf beiden Seiten entsprechende Pl&auml;ne in den Schubladen. Mit einer begleitenden, vor&uuml;bergehenden Stationierung von NATO- oder UNO-Truppen d&uuml;rfte sich ein Szenario wie im Gazastreifen, dessen R&auml;umung von den Israelis als Gegenteil von Sicherheitszuwachs erlebt wird, nicht wiederholen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die geheimen Immerbesserverdiener &ndash; Gehaltsboni f&uuml;r Hochschulchefs<\/strong><br>\nDie Uni ein Selbstbedienungsladen? Deutschlands Rektoren verdienen nicht schlecht. Als Spitzenbeamte bringen sie es allein mit ihrem Grundgehalt auf j&auml;hrlich bis zu 100.000 Euro. Das ist l&auml;ngst nicht alles: Mit zus&auml;tzlichen Leistungsbez&uuml;gen und weiteren Zulagen kommen heute schon mal 50.000 Euro und mehr oben drauf. Das war mal anders. So setzten etwa in Nordrhein-Westfalen die goldenen Zeiten erst mit dem &ldquo;Hochschulfreiheitsgesetz&rdquo; ein. Seither darf dort ganz im Geheimen Kasse gemacht werden. Wieviel, wurde jetzt publik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1607-gehaelter-fuer-hochschulchefs.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Drittmittel sind ungleich verteilt<\/strong><br>\nAn Universit&auml;ten steigt der Anteil von Drittmitteln, besonders abh&auml;ngig sind Naturwissenschaften. Vor allem die Gelder aus der freien Wirtschaft sind umstritten.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140221_01.gif\" alt=\"Drittmittel an Hochschulen sind ungleich verteilt\" title=\"Drittmittel an Hochschulen sind ungleich verteilt\"><\/p>\n<p>Den gr&ouml;&szlig;ten Anteil mit 34 Prozent hat dabei die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die als wichtigster F&ouml;rderer von Forschung in Deutschland gilt. 20,7 Prozent der Drittmittel kamen aus der gewerblichen Wirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/studium\/hochschule\/2014-02\/Drittmittel-an-Hochschulen\">ZEIT<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>Mehr als 232 000 Euro an Drittmitteln je Universit&auml;tsprofessor\/-in im Jahr 2011<\/strong><br>\nIm Jahr 2011 warb eine Professorin beziehungsweise ein Professor an deutschen Universit&auml;ten (ohne medizinische Einrichtungen\/Gesundheitswissenschaften) im Durchschnitt Drittmittel in H&ouml;he von 232 300 Euro ein. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 5,7 % mehr als im Vorjahr.<br>\nIn anderen Hochschularten waren die durchschnittlichen Drittmitteleinnahmen einer Professorin\/eines Professors niedriger: An den Fachhochschulen (ohne Verwaltungsfachhochschulen) betrugen sie 25 500 Euro (+ 10,3 % gegen&uuml;ber 2010), an den Kunsthochschulen 14 200 Euro (+ 5,6 %). Im Durchschnitt aller Hochschulen (ohne Verwaltungsfachhochschulen) lagen die Drittmitteleinnahmen einer Professorin\/eines Professors im Jahr 2011 bei 160 800 Euro (+ 4,3 %).<br>\nVon den insgesamt 5,9 Milliarden Euro, die von den Universit&auml;ten (einschlie&szlig;lich medizinische Einrichtungen) eingeworben wurden, entfielen 26,2 % auf die medizinischen Einrichtungen. Nach F&auml;chergruppen betrachtet bezogen Universit&auml;tsprofessorinnen und -professoren der Ingenieurwissenschaften die h&ouml;chsten Drittmitteleinnahmen: Im Jahr 2011 erzielten sie jeweils durchschnittlich 572 000 Euro (+ 4,3 % gegen&uuml;ber 2010). An zweiter Stelle folgten die Universit&auml;tsprofessorinnen und -professoren der Humanmedizin (ohne Gesundheitswissenschaften) mit Einnahmen in H&ouml;he von 534 000 Euro (&ndash; 2,4 % zum Vorjahr). Mit 111 000 Euro (+ 7,2 %) waren die Drittmitteleinnahmen je Universit&auml;tsprofessorin\/-professor in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften deutlich niedriger. In den Sprach- und Kulturwissenschaften warben die Professorinnen und Professoren durchschnittlich 105 500 Euro ein (+ 15,1 % gegen&uuml;ber 2010).<br>\nDie meisten Drittmittel warben unter den Universit&auml;ten (ohne medizinische Einrichtungen) im Jahr 2011 die Technische Hochschule Aachen (knapp 231 Millionen Euro), die Technische Universit&auml;t M&uuml;nchen (rund 213 Millionen Euro) und die Technische Universit&auml;t Dresden (etwa 167 Millionen Euro) ein. Die h&ouml;chsten Drittmitteleinnahmen je Professor\/-in erzielten die Technische Hochschule Aachen (716 900 Euro) und die Universit&auml;t Stuttgart (605 500 Euro). Aber auch kleinere Hochschulen, wie die Technische Universit&auml;t Bergakademie Freiberg (604 300 Euro), belegten vordere R&auml;nge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/02\/PD14_055_213.html\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Drittmittel nehmen zwar durchschnittlich  immer noch erst ein gutes Viertel der gesamten Hochschulbudgets aus (wohlgemerkt durchschnittlich), das sagt jedoch nichts &uuml;ber die Forschungsbudgets aus. An der H&ouml;he der durchschnittlichen (!) Drittmitteleinwerbungen der Uni-Professoren mag man erkennen, dass Drittmittel nicht mehr daf&uuml;r da sind, dass man zus&auml;tzliches Geld f&uuml;r die Forschung ausgeben kann, wie das fr&uuml;her einem gedacht war, sondern dass dieses Geld inzwischen Grundvoraussetzung f&uuml;r die Forschung &uuml;berhaupt ist. Das ist insofern bedenklich, dass nicht mehr das individuelle Forschungsinteresse (also die Forschungsfreiheit) die Forschungsentwicklung bestimmt, sondern die M&ouml;glichkeiten zur Einwerbung von Drittmittel und damit die Kriterien und Interessen der Drittmittelgeber.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Linke will Ende des Kooperationsverbotes<\/strong><br>\nDie Fraktion Die Linke will das Kooperationsverbot zwischen Bund und L&auml;ndern in der Bildung abschaffen. Das Verbot der Zusammenarbeit von Bund und L&auml;ndern gelte seit der von der damaligen gro&szlig;en Koalition verabschiedeten F&ouml;deralismusreform von 2006 und sei auf Druck der unionsregierten L&auml;nder Bayern, Hessen und Baden- W&uuml;rttemberg ins Grundgesetz aufgenommen worden, hei&szlig;t es in einem Antrag der Fraktion (18\/588). Seitdem habe sich die Situation bei der Finanzierung der Bildungsaufgaben durch Bund, L&auml;nder und Kommunen nicht verbessert. Im Gegenteil: Angesichts von Krise und Schuldenbremse sei die Finanzierung guter Bildung in den L&auml;ndern und Kommunen deutlich schwieriger geworden, schreibt die Linke. Die schlechte Ausgangslage bei der Finanzierung &ouml;ffentlicher Bildung werde durch wachsende &ouml;ffentliche Armut verst&auml;rkt. Gute Bildung sei ein gesamtgesellschaftliches Anliegen und m&uuml;sse auch so finanziert werden. Der Aufgabe, Bildungsfinanzierung als Gemeinschaftsaufgabe von Bund, L&auml;ndern und Kommunen zu begreifen, fehle derzeit die geeignete Grundlage.<br>\nDie Linke fordert den Bundestag auf, statt des Kooperationsverbots eine umfassende Gemeinschaftsaufgabe Bildung im Artikel 91b des Grundgesetzes zu verankern. Dar&uuml;ber hinaus soll das Kooperationsverbot in Artikel 104 Grundgesetz aufgehoben werden. Im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Bildung und auf der Grundlage der Erfahrungen aus der Bildungsberichterstattung soll als kooperatives Gremium ein Bildungsrat berufen werden, in dem neben Vertretern von Bund, L&auml;ndern und Kommunen und Wissenschaftlern sowie wichtigen gesellschaftlichen Akteuren auch Sozialpartner &ndash; also auch Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverb&auml;nde &ndash; vertreten sind. Diese sollen regelm&auml;&szlig;ige Empfehlungen f&uuml;r die inhaltliche und strukturelle Ausgestaltung des Bildungssystems geben.<br>\nSp&auml;testens mit dem Bildungsgipfel 2008 in Dresden h&auml;tten alle im Bundestag vertretenen Parteien anerkannt, dass das Bildungssystem unterfinanziert sei, schreibt die Linke in ihrem Antrag. Die Bundeskanzlerin und die Ministerpr&auml;sidenten h&auml;tten das Thema damals einm&uuml;tig zur Chefsache erkl&auml;rt. Mit der Ausrufung der Bildungsrepublik sollte eine Steigerung der Bildungsausgaben auf sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) einhergehen. Wie dringend diese St&auml;rkung der Bildungsfinanzierung sei, werde durch den internationalen Vergleich deutlich. F&uuml;r das Jahr 2010 (neuere Daten l&auml;gen noch nicht vor) wendete Deutschland bei Ber&uuml;cksichtigung der &ouml;ffentlichen wie auch der privaten Ausgaben nur 5,3 Prozent seines BIP f&uuml;r Bildung auf. Das sei ein Prozentpunkt weniger als der OECD- Durchschnitt (6,3 Prozent) und damit 2,6 Prozent weniger als der Spitzenreiter D&auml;nemark, das 7,9 Prozent des BIP in Bildung investiere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2014_02\/2014_096\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wir verschenken unser Buch &ldquo;&Uuml;berwachtes Netz&rdquo; &ndash; Der Sammelband zum NSA-Skandal<\/strong><br>\nMitte November ist unser Buch &ldquo;&Uuml;berwachtes Netz. Edward Snowden und der gr&ouml;&szlig;te &Uuml;berwachungsskandal der Geschichte&rdquo; als eBook in verschiedenen Stores erschienen, kurz vor Weihnachten erschien eine gedruckte Version. Rund 50 Autorinnen und Autoren aus aller Welt reflektieren in dem Sammelband die Folgen des NSA-&Uuml;berwachungsskandals und schauen voraus:<br>\nWie m&uuml;ssen wir als Gesellschaft(en) darauf reagieren, dass Geheimdienste im Hintergrund in den vergangenen Jahren das Netz zu einer globalen &Uuml;berwachungsinfrastruktur umgebaut haben? Was sind konkrete Folgen dieser &Uuml;berwachung? Und was muss technisch und politisch jetzt getan werden, damit wir unser Netz und unsere Privatsph&auml;re zur&uuml;ck erobern k&ouml;nnen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2014\/wir-verschenken-unser-buch-ueberwachtes-netz-der-sammelband-zum-nsa-skandal\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-20800","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20800","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20800"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20800\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20802,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20800\/revisions\/20802"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20800"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20800"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20800"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}