{"id":20805,"date":"2014-02-21T16:22:19","date_gmt":"2014-02-21T15:22:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20805"},"modified":"2014-02-21T16:22:19","modified_gmt":"2014-02-21T15:22:19","slug":"hinweise-des-tages-2072","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20805","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20805#h01\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20805#h02\">Am bosnischen Wesen k&ouml;nnte Europa genesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20805#h03\">Asien, Euro-Peripherie, Schwellenl&auml;nder &ndash; The same procedure every few years<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20805#h04\">Finanztransaktionssteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20805#h05\">US-Schuldenstreit: Ein blaues Auge vermieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20805#h06\">Divergenzen beim Wachstum: Ein Riss geht durch die Euro-Zone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20805#h07\">Die Kanzlerin und der Genmais<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20805#h08\">Neues Gesetz gegen Abgeordnetenbestechung kann nur erster Schritt sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20805#h09\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20805#h10\">Stuttgarter Justiz aus dem Rahmen gefallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20805#h11\">Uni-Rektoren handelten satte Gehaltszulagen aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20805#h12\">&bdquo;Wir brauchen keine Fast-Food-Bildung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20805#h13\">Depesche nach Linz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20805#h14\">Rezension: Nation &ndash; Ausgrenzung &ndash; Krise<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20805&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ukraine &ndash; Cui bono?<\/strong><br>\n[&hellip;] Lassen wir allgemeine strategische Spekulationen, lassen wir Medienkritik, lassen wir Parteinahmen pro oder contra beiseite, so gut es irgendwie geht. Fragen wir nur: Cui bono? Wem n&uuml;tzt diese neuerliche und absehbare Eskalation? Genauer, in wessen Interesse stand die aktuelle Radikalisierung, die just in dem Moment einsetzte, als allseits von Entspannung zu sprechen begonnen wurde? In dem von Janukowytsch? Dem der Bev&ouml;lkerung? Der Opposition? Russlands? Der EU? Der USA? Oder anderer Kr&auml;fte, die nicht bisher ungenannt sind? [&hellip;]<br>\nSchauen wir auf die Bev&ouml;lkerung. Richtig schreiben Beobachter &uuml;ber die generelle Motivation der Massenproteste auf dem Majdan: &bdquo;Viele einfache Menschen, besonders Rentner, leben an der Armutsgrenze, wobei gleichzeitig Mitglieder der Regierung sich Pal&auml;ste bauen. Bei Gericht Gerechtigkeit zu finden, ohne hohe Schmiergelder zu zahlen, ist fast unm&ouml;glich, der Mittelstand ist praktisch vernichtet, die Industrie und die Landwirtschaft verk&uuml;mmern. Viele Menschen k&ouml;nnen keine Arbeit finden, um ihre Familie zu ern&auml;hren.&ldquo; [&hellip;]<br>\nInzwischen hat die Militarisierung der Majdancamps die sozialen Proteste jedoch l&auml;ngst &uuml;berrollt. Trotz der Aufrufe der Oppositionsf&uuml;hrer zu Generalstreik und Bildung von regionalen bewaffneten B&uuml;rgerwehren haben die Majdan-Aktivit&auml;ten sich auf eine militante Minderheit organisierter &bdquo;Besch&uuml;tzer&ldquo; verengt. Eine weitere Einengung der Proteste auf bewaffnete Auseinandersetzungen liegt auf dieser Spur; liegt aber eindeutig nicht im Sinne der sozialen Proteste der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung, weder in Kiew, noch in den Regionen des Landes. [&hellip;]<br>\n Eher sieht es so aus, als ob die Beteiligten &bdquo;player&ldquo; die Geister, die sie riefen nicht mehr zu bannen imstande sind, kurz gesagt, dass das Programm zum Sturz der Regierung Janukowytsch ein bisschen aus dem Ruder gelaufen ist und man jetzt von allen Seiten zur Schadensbegrenzung zusammeneilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kai-ehlers.de\/texte\/aktuelle-beitrage\/2014-02-19-ukraine-cui-bono\">Kai Ehlers<\/a><\/li>\n<li><strong>Kampf um die Ukraine: Schachspiel im Minenfeld<\/strong><br>\nDer blutige Konflikt in der Ukraine k&ouml;nnte zum Ausl&ouml;ser einer neuen Ost-West-Konfrontation werden. Es geht l&auml;ngst nicht nur um die EU oder einen wom&ouml;glich korrupten Pr&auml;sidenten, sondern um Dominanz in Europa. Die Ukraine selbst k&ouml;nnte in den B&uuml;rgerkrieg abgleiten. [&hellip;]<br>\nEs ist ein Schachspiel auf einem Minenfeld. Wie vermint das Gebiet ist, das Ukraine hei&szlig;t, deutete der fr&uuml;here russische Ministerpr&auml;sident Jegor Gajdar, ein liberaler Reformer und Freund des Westens, 2008 in einem Hintergrundgespr&auml;ch an, ein Jahr vor seinem Tod.<br>\nWer die Ukraine in die Nato f&uuml;hren wolle wie der damalige ukrainische Pr&auml;sident Wiktor Juschtschenko, &uuml;bersehe, dass Russland damit im Ernstfall nicht mehr verteidigungsf&auml;hig sei. Man solle, so der Rat des erfahrenen Politikers, davon lieber die Finger lassen.<br>\nUS-Geopolitiker Brzezinski w&uuml;rde Russland gern matt setzen. In seinem Werk &ldquo;The Grand Chessboard&rdquo; (Titel der deutschen Ausgabe: &ldquo;Die einzige Weltmacht&rdquo;) schreibt er, &ldquo;ohne die Ukraine&rdquo; w&auml;re Russland &ldquo;im Wesentlichen ein asiatischer imperialer Staat&rdquo;, der sich mit Konflikten in Zentralasien herumschlagen m&uuml;sse. Mit der Kontrolle &uuml;ber die Ukraine und ihren gro&szlig;en Ressourcen jedoch, so der Ex-Pr&auml;sidentenberater, w&auml;re die Russische F&ouml;deration ein &ldquo;m&auml;chtiger imperialer Staat&rdquo;. Eine Gefahr sieht der amerikanische Stratege in einer &ldquo;deutsch-russischen Abmachung&rdquo; und einer &ldquo;Verst&auml;ndigung zwischen Europa und Russland mit dem Ziel, Amerika vom Kontinent zu verdr&auml;ngen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/kampf-um-die-ukraine-schachspiel-im-minenfeld-a-954527.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Am 17. Mai 1990 sagte der damals amtierende NATO-Generalsektet&auml;r Manfred W&ouml;rner: &bdquo;Schon der Fakt, dass wir bereit sind, die NATO-Streitkr&auml;fte nicht hinter den Grenzen der BRD zu stationieren, gibt der Sowjetunion feste Sicherheitsgarantien.&ldquo; Die Sowjetunion ist Geschichte, aber von den &bdquo;festen Sicherheitsgarantien&ldquo; ist f&uuml;r Russland nichts geblieben. Die NATO steht (bis auf Finnland, Wei&szlig;russland und der Ukraine) in allen L&auml;ndern, an die Russland im Westen grenzt. Das ist es, was Brzezinski in seinem Buch &bdquo;The Grand Chessboard&ldquo; empfohlen hat. Auch an der S&uuml;dflanke Russlands verfolgte der Westen Brzezinskis &bdquo;Schachbrett-Strategie&ldquo; nahezu buchstabengetreu &ndash; hier jedoch mit wesentlich weniger Erfolg aber daf&uuml;r mit sehr viel Blutvergie&szlig;en (Tschetschenien, Inguschetien, Georgien). Hier lautete Brzezinskis Vorschlag &uuml;brigens, die alte Afghanistan-Strategie fortzusetzen und zusammen mit Saudi-Arabien den militanten Islam im S&uuml;den der ehemaligen Sowjetunion zu st&auml;rken. Dies sollte Russlands Kr&auml;fte im S&uuml;den binden, um den Blick von der Westgrenze abzulenken, an der man selbst seinen Einflussbereich ausweiten wollte und dies dann auch tat. So viel zum Thema &bdquo;aggressive russische Au&szlig;enpolitik&ldquo;. Wenn ein Machtblock seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion seinen Einflussbereich mit &auml;u&szlig;erster Aggressivit&auml;t erweitert hat, dann ist dies der Westen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Chaos in Kiev: a mess made by the West<\/strong><br>\n[&hellip;] What started as a fairly minor spat over an EU agreement on trade, which Yanukovich refused to sign, making EU-leaning Ukrainians angry, has been transformed by the infantile interference of Western politicians into a fiercely violent clash between various sections of Ukrainian society. In essence, Western politicians made the protest camps into the legitimate government of Ukraine, handing them a moral mandate to behave as they pleased. Both American and German politicians took the extraordinary step of visiting the camps and imploring their inhabitants to continue fighting for a more European Ukraine. In December, the German foreign minister, Guido Westerwelle, told the protesters it was clear &lsquo;the hearts of the people of Ukraine beat for the EU&rsquo;. American Republican senator John McCain also visited the camps. &lsquo;We are here to support your just cause&rsquo;, he said. [&hellip;]<br>\nGerman chancellor Angela Merkel told her parliament that the protesters are &lsquo;fighting for the same values that guide the European Union and that is why they must be supported&rsquo;. US secretary of state John Kerry declared that &lsquo;the United States stands with [the protesters]&rsquo;. In the wake of such statements from global leaders, the protesters started to storm and claim authority over institutions such as Kiev&rsquo;s City Hall and the Ministry of Justice. That wasn&rsquo;t surprising &ndash; having effectively been handed the status of Ukraine&rsquo;s true rulers by powerful outside forces, they were assuming their positions of Merkel-mandated governorship. [&hellip;]<br>\nOn Monday this week, Merkel met with Ukrainian politician and de facto spokesman for the upheaval, Vitali Klitschko, who later said he was &lsquo;very pleased with the course of the discussions&rsquo; he is having with Western politicians, who are working to make Ukraine &lsquo;a political and economically stable country&rsquo;.<br>\nIt is not surprising that the most serious violence followed just days later. Merkel&rsquo;s latest round of interference, alongside that of Kerry, McCain, French President Francois Hollande, and even US President Barack Obama &ndash; who has praised the protesters for having a &lsquo;very different view and vision of their country&rsquo; to Yanukovich&rsquo;s &ndash; pushed the situation in Ukraine to the edge. It both emboldened the protesters, whose brazenness and storming of government buildings has risen in direct proportion to the issuing of pro-protest statements by Western leaders, and it isolated President Yanukovich, transforming him, effectively, into an illegitimate ruler who has a &lsquo;very different view&rsquo; to the good protesters, to use Obama&rsquo;s words.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiked-online.com\/newsite\/article\/chaos-in-kiev-a-mess-made-by-the-west\/14693\">spiked<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Am bosnischen Wesen k&ouml;nnte Europa genesen<\/strong><br>\nJahrzehntelang hat man der bosnischen Bev&ouml;lkerung demokratiepolitische L&auml;hmung vorgeworfen. Jetzt stellt sie sich auf eigene Beine, zum Schrecken ihrer Politiker und zum Unbehagen der internationalen Verwalter, die das Monopol auf den Handel mit jenen Rollatoren halten, die sich &ldquo;westliche Demokratie&rdquo; nennen. [&hellip;]<br>\nDie bosnischen Verh&auml;ltnisse sind beileibe kein lokales Problem, sondern die lokale Filiale eines globalen Zusammenhangs. So wie die Warlords der Welt nicht ohne Mensdorf-Pouillys auskommen, brauchen die Haiducken des freien Marktes Kredite und Anlagem&ouml;glichkeiten. Hier treten Big Gangs wie die Hypo Alpe Adria und Raiffeisen auf den Plan. 90 Prozent des bosnischen Finanzsektors sind in &ouml;sterreichischer Hand. Nicht zu vergessen auch das heldenhafte Engagagment der Admiral Casinos &amp; Entertainment AG und der Novomatic Group, die daf&uuml;r sorgen, dass die Umverteilung von den kleinen in die gro&szlig;en Brieftaschen keinen m&uuml;den Cent ausl&auml;sst. Besonders gerne er&ouml;ffnen diese alpinen Verbrecherkonzerne ihre Spielh&ouml;llen auch am Balkan neben den Schulen.<br>\nVon all dem haben die angeblich so passiven Bosnier die Nase voll. Erste Anzeichen daf&uuml;r gab es 2012, als Kriegsveteranenverb&auml;nde der F&ouml;deration Spenden f&uuml;r ihre ehemaligen Gegner in der Republika Srpska sammelten, nachdem beiden von den eigenen politischen Kriegstreibern auf Befehl des IWF die Renten gek&uuml;rzt worden waren. Oder im selben Jahr bei den Gedenkfeierlichkeiten von Srebrenica, wo die Angeh&ouml;rigen der Opfer sowohl lokalen Politikern als auch Vertretern der internationalen Gemeinschaft erstmals das Rednerpult verweigerten. Als die es sich dennoch nicht nehmen lie&szlig;en, wurden sie mit Pfeifkonzerten empfangen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dastandard.at\/1392685781353\/Am-bosnischen-Wesen-koennte-Europa-genesen\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Asien, Euro-Peripherie, Schwellenl&auml;nder &ndash; The same procedure every few years<\/strong><br>\nNachdem die globalen Wachstumshoffnungen in den letzten Jahren, in denen sowohl die USA als auch Europa taumelten, auf den Schwellenl&auml;ndern lagen, hat sich die Einsch&auml;tzung in den vergangenen Monaten radikal ver&auml;ndert. Brasilien, Indien, S&uuml;dafrika, Indonesien und die T&uuml;rkei gelten mittlerweile nicht mehr als Wachstumsst&uuml;tzen, sondern werden als die &bdquo;fragilen F&uuml;nf&ldquo; bezeichnet.<br>\nDie Lehre, die aus den letzten beiden gro&szlig;en Wirtschaftskrisen und den j&uuml;ngsten Turbulenzen in einigen Schwellenl&auml;ndern zu ziehen sind, lautet also, dass der Blick auf  g&auml;ngige Gr&ouml;&szlig;en wie Staatsschuldenquote, Inflation oder BIP-Wachstum nicht nur zu verk&uuml;rzt ist, sondern die Gefahr einer Krise geradezu verschleiert.  Um k&uuml;nftige Krisen fr&uuml;hzeitig einzud&auml;mmen, m&uuml;ssen Leistungsbilanz und Auslandsschulden dringend st&auml;rker in den Fokus r&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2014\/02\/20\/fabian-fritzsche-asien-euro-peripherie-schwellenlander-the-same-procedure-every-few-years\/\">WirtschaftsWunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Finanztransaktionssteuer: Schlappe f&uuml;r die Bundesregierung beim deutsch-franz&ouml;sischen Regierungsgipfel<\/strong><br>\nDie seit Monaten von elf europ&auml;ischen Staaten verabredete Finanztransaktionssteuer droht zu versanden. Denn nachdem die franz&ouml;sischen Sozialisten sich von ihrer Finanzlobby haben einwickeln lassen, fehlt dem Projekt der R&uuml;ckhalt. Frankreich und Italien haben bereits im nationalen Alleingang stark abgespeckte Steuern beschlossen, mit denen sie sich begn&uuml;gen wollen. Nur Deutschland und &Ouml;sterreich sprechen sich klar &ndash; und im Sinne der bisherigen Beschlusslage &ndash; f&uuml;r eine breite Steuerbasis aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Troost_Oetsch_Finanztransaktionssteuer.pdf\">Axel Troost und Rainald &Ouml;tsch [PDF &ndash; 10 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>US-Schuldenstreit: Ein blaues Auge vermieden<\/strong><br>\nDas Drohen mit dem Staatsbankrott, das Feilschen bis zur letzten Minute, das unerbittliche Verteufeln des politischen Gegners &ndash; all dies geh&ouml;rt so sehr zum vertrauten Ritual bei amerikanischen Budgetdebatten, dass man sich nun die Augen reibt: Was nur ist mit den Republikanern im Kongress geschehen, dass sie urpl&ouml;tzlich die Waffen strecken und den Wunsch der Demokraten nach einer vor&uuml;bergehenden Aufhebung der Schuldengrenze erf&uuml;llen? Pr&auml;sident Obama und seine Demokraten sind gut beraten, nicht voreilig zu triumphieren. Ein Blick auf das Resultat im Repr&auml;sentantenhaus verr&auml;t n&auml;mlich, dass sich an den Kr&auml;fteverh&auml;ltnissen nicht viel ge&auml;ndert hat. Nur 28 von 232 Republikanern stimmten f&uuml;r die Vorlage, gerade genug, um zusammen mit den Stimmen der Demokraten auf eine Mehrheit zu kommen. Revolution&auml;r ist h&ouml;chstens, dass die republikanische F&uuml;hrung eine parteiintern derart unbeliebte Vorlage &uuml;berhaupt zur Abstimmung brachte. Gem&auml;ss einem ungeschriebenen Gesetz weigert sich Speaker Boehner normalerweise, dem Plenum etwas vorzulegen, das nicht auch in der eigenen Fraktion mehrheitsf&auml;hig ist. Boehner selbst hatte vor drei Jahren die Doktrin formuliert, wonach die Regierung den Schuldenberg k&uuml;nftig nur noch im selben Umfang erh&ouml;hen darf, wie sie sich zu langfristigen Einsparungen verpflichtet. die Republikaner k&ouml;nnen sich einen weiteren Showdown &uuml;ber solche Grundsatzfragen momentan schlecht leisten. Sie haben im letzten Herbst den Bogen &uuml;berspannt, als sie im Streit um Pr&auml;sident Obamas Gesundheitsreform eine Stilllegung von Teilen der Bundesverwaltung provozierten. Das Vorgehen wurde vom Volk nicht goutiert, nach zwei Wochen mussten die Republikaner mit leeren H&auml;nden aufgeben. Aus dem damaligen Fehler hat Boehner offensichtlich gelernt. Statt einen neuen Nervenkrieg um die Verschuldungsgrenze zu beginnen, den seine Partei kaum h&auml;tte gewinnen k&ouml;nnen, hat er das Thema elegant umschifft. Er erspart der Grand Old Party damit nicht nur ein weiteres blaues Auge, sondern positioniert sie auch besser f&uuml;r die Kongresswahlen im November. Ein Budgetstreit h&auml;tte nur von dem Thema abgelenkt, das die Republikaner ins Zentrum ihres Wahlkampfes stellen wollen: die nach wie vor unpopul&auml;re Gesundheitsreform Obamas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/kommentare\/an-einem-blauen-auge-vorbei-1.18242115\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dass die Schuldenobergrenze bis Mitte M&auml;rz 2015 ausgesetzt wird, war hierzulande nur eine Nebenmeldung wert. Dabei verweist das Einlenken der Parteispitze, dass mit den Republikanern bei den Zwischenwahlen im Herbst zu rechnen ist, da die Spitze sich als lernf&auml;hig erweist und Ballast &uuml;ber Bord wirft. D.h. die Demokraten werden in Zukunft nicht nur auf Tea-Party-Niveau angegriffen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Divergenzen beim Wachstum: Ein Riss geht durch die Euro-Zone<\/strong><br>\nPer Ende Dezember ist die Wirtschaft der Euro-Zone w&auml;hrend dreier Quartale in Folge gewachsen. Das l&auml;sst viele Beobachter vorsichtig aufatmen. Der Boden der Krise scheint durchquert zu sein. Das sich in den einzelnen L&auml;ndern bietende Bild ist aber sehr unterschiedlich. Vor allem einige der am heftigsten betroffenen Krisenl&auml;nder leiden noch immer unter r&uuml;ckl&auml;ufiger Wirtschaftsentwicklung. In anderen Staaten f&auml;llt das Wachstum weiterhin bescheiden aus. Auch dauern sektorielle Diskrepanzen fort. W&auml;hrend die Wachstumsimpulse f&uuml;r die deutsche Wirtschaft vor allem von den Exporten stammen, ist in Frankreich die Binnennachfrage von gr&ouml;sserem Gewicht. Viele Kommentatoren halten aber f&uuml;r eine Verbesserung des wirtschaftlichen Gleichgewichts in der Euro-Zone bzw. der Europ&auml;ischen Union eine Umkehrung dieser Entwicklung f&uuml;r notwendig.<br>\nSollten sich Erwartungen einer konjunkturellen Erholung nicht nur in der Euro-Zone, sondern auch in anderen Regionen erf&uuml;llen, bleibt das Problem, dass die globale Finanzkrise Wirtschaftskraft in grossem Mass vernichtet hat. Inwieweit die zwischen Trend-Potenzial und Ist-Zustand aufgegangene L&uuml;cke schliessbar ist, h&auml;ngt nicht zuletzt davon ab, wie nachhaltig die Wirtschaft durch die Krisen beeintr&auml;chtigt worden ist bzw. wie permanent die Verluste an Wirtschaftskraft sind. Bei den Notenbanken scheine ein Supply-Side-Pessimismus entstanden zu sein, meint Gavyn Davies, Pr&auml;sident von Fulcrum Asset Management. Viele der seit 2008 eingetretenen Produktionsverluste hielten die Notenbanken nun f&uuml;r permanent. Die nur schwer messbaren &laquo;output gaps&raquo; seien geringer als bisher angenommen. Die pessimistische Sicht der Europ&auml;ischen Zentralbank erkl&auml;re ihre Zur&uuml;ckhaltung, auf die sinkende Inflation mit gelockerter Geldpolitik zu reagieren. Die US-Notenbank zweifle, ob der R&uuml;ckgang der Besch&auml;ftigungsquote gedreht werden k&ouml;nne. Und die Bank von England habe ihre Sch&auml;tzung der ungenutzten Kapazit&auml;t der britischen Wirtschaft auf nur noch 1,0% bis 1,5% des BIP reduziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/finanzportal\/ein-riss-geht-durch-die-euro-zone-1.18244709\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Kanzlerin und der Genmais<\/strong><br>\nMorgenmagazin: Wer will denn den Genmais?<br>\nDrobinski-Weiss: [&hellip;] Ich sage jetzt mal ganz deutlich, die Kanzlerin will den Genmais. Die beiden anderen beteiligten Ministerien, Frau Wanka und Herr Gr&ouml;he wollen den Genmais. Und nat&uuml;rlich wollen den Genmais auch die Hersteller dieser Genmaissorten. Und das sind ja nicht einflusslose Unternehmen; internationale Konzerne.<br>\nMorgenmagazin: Das hei&szlig;t, die Politik beugt sich den Multis?<br>\nDrobinski-Weiss: Das ist jetzt sehr hart forumliert, aber im ersten Impuls sage ich &bdquo;ja&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=AjqOJgPcN3w\">Morgenmagazin via YouTube<\/a>\n<p><em><strong>dazu schreibt uns unser Leser J.Z.:<\/strong> Im Interview zwischen Reporterin Christiane Meier vom Morgenmagazin und ihrer Interviewpartnerin Elvira Drobinski-Weiss, SPD-Politikerin, verbraucherpolitische Sprecherin und Mitglied im Ausschuss f&uuml;r Ern&auml;hrung und Landwirtschaft beantwortete Frau Drobinski-Weiss die Frage, warum sich die Bundesregierung trotz des Koalitionsvertrages in Br&uuml;ssel zur Zulassung des Genmais 1507 der Stimme enthalten habe. Ich dachte, das k&ouml;nnte den Einen oder Anderen interessieren.<\/em><\/p>\n<p><em>dazu passt auch ein <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=FDGhpAW6ny0\">Beitrag von Report M&uuml;nchen<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Neues Gesetz gegen Abgeordnetenbestechung kann nur erster Schritt sein<\/strong><br>\nZusammen mit einer kr&auml;ftigen Di&auml;tenerh&ouml;hung hat der Deutsche Bundestag heute ein neues Gesetz gegen Abgeordnetenbestechung beschlossen. Es ist bedauerlich, dass die w&auml;hrend einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung am Montag ge&auml;u&szlig;erte Kritik nur zu minimalen &Auml;nderungen am Gesetzentwurf gef&uuml;hrt hat. Die Wirksamkeit des neuen Gesetzes, das am 1. September in Kraft treten soll, ist damit zweifelhaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/wp-content\/uploads\/Pressemitteilung-Verabschiedung-108e.pdf\">LobbyControl [PDF &ndash; 105 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Syrien<\/strong><br>\nSyrien ist das einzige traditionell anti-westliche Land, das von der Welle des &ldquo;Arabischen Fr&uuml;hlings&rdquo; 2011 erfasst wurde. Was als friedliche Protestbewegung begann, ist zu einem komplexen blutigen Konflikt geworden. Keine Seite kann milit&auml;risch gewinnen. Die Hoffnungen richten sich auf die politischen Verhandlungen, die im Januar 2014 in Genf begannen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/internationales\/weltweit\/innerstaatliche-konflikte\/54705\/syrien\">bpb<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man muss den Schlussfolgerungen Carsten Wielands nicht in allem folgen. Dennoch ist ihm f&uuml;r die Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung ein informativer Text gelungen, an dem man sich abarbeiten kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Stuttgarter Justiz aus dem Rahmen gefallen<\/strong><br>\nP&uuml;nktlich um 6:20 stehen Sie vor Ihrer T&uuml;r &ndash; f&uuml;nf Beamte der Stuttgarter Polizei und Staatsschutz!!. Sie suchten ein Tatwerkzeug und zwar ein Megaphon! Mal wieder Hausdurchsuchung in Stuttgart. Und das obwohl die Aktionsk&uuml;nstlerin &ldquo;Loubi&rdquo; und ihre Anw&auml;ltin bereits bei der letzten Verhandlung zur Sache eben genau dieses Megaphon zur Verf&uuml;gung stellen wollte. Damals ging am es um den Vorwurf der K&ouml;rperverletzung gegen drei Mitarbeitet einer Sicherheitsfirma mit Hilfe eines Megaphon.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=tTEXZHn4sgk\">YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dieses Video ist vor allem f&uuml;r diejenigen interessant, die der festen &Uuml;berzeugung sind, dass Deutschland mit Kunst-Aktivisten ganz anders umgeht, als Russland mit Pussy Riot. Und wo bleibt eigentlich die Einladung von BILD-Chef Diekmann f&uuml;r &bdquo;Loubi&ldquo;? Er ist doch bekanntlich ganz hingerissen von politischen Aktionsk&uuml;nstlerinnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Uni-Rektoren handelten satte Gehaltszulagen aus<\/strong><br>\nEin Geheimnis-Verrat im NRW-Wissenschaftsministerium l&auml;sst den seit Wochen andauernden Streit zwischen den Uni-Rektoren und der Ministerin Svenja Schulze (SPD) eskalieren. Offenbar aus der Beh&ouml;rde heraus ist eine Liste an die &Ouml;ffentlichkeit gelangt, aus der detailliert hervorgeht, wie viel Geld die Rektoren, Pr&auml;sidenten und Kanzler der Universit&auml;ten und Fachhochschulen im Land verdienen.<br>\nDie Rektoren sind &uuml;ber die Ver&ouml;ffentlichung ihrer intern ausgehandelten Zulagen erz&uuml;rnt und sprechen von einem Skandal. Vermutet wird eine &bdquo;gezielte Indiskretion&ldquo;, um die Kritik der Rektoren an dem geplanten Hochschulgesetz des Ministeriums in ein eigenn&uuml;tziges Licht zu r&uuml;cken. Elmar Weiler, Chef der Ruhr-Uni Bochum, sagte: &bdquo;Die Ver&ouml;ffentlichung der Zahlen ist eindeutig ein Rechtsbruch.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/politik\/uni-rektoren-handelten-satte-gehaltszulagen-aus-id9020033.html\">der Westen, WAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es wird mal wieder das &uuml;bliche Spiel gespielt, nicht etwa die Selbstbedienung bei den Geh&auml;ltern soll der Skandal sein, sondern die Enth&uuml;llung des Skandals. Was soll daran ein &bdquo;Rechtsbruch&ldquo; sein, dass Geh&auml;lter, die &uuml;ber Steuergelder finanziert werden, &ouml;ffentlich werden? Wenn jetzt die Ver&ouml;ffentlichung der Geh&auml;lter genutzt wird, um Widerstand gegen die geplante Novelle des Hochschulgesetzes anzuheizen, dann l&auml;sst sich daran ablesen, dass es bei dieser Auseinandersetzung nicht mehr um die Sache, sondern um die Verteidigung von Privilegien geht.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Geh&auml;lter der Uni-Rektoren &ndash; Zu rasant<\/strong><br>\n&hellip; bei der Besoldung sind zwei Welten aufeinandergetroffen. In den f&uuml;r die Bezahlung des Spitzenpersonals zust&auml;ndigen Hochschulr&auml;ten sitzen oft Leute aus der Wirtschaft. F&uuml;r die sind Summen von 100.000 bis 150.000 Euro als Jahresgehalt normal. Da beschlie&szlig;t ein Hochschulrat schon mal die rapide Erh&ouml;hung. Zumal das Geld nicht aus den Taschen seiner Mitglieder kommt. Das bringt der Steuerzahler auf. Fremdes Geld ist leicht ausgegeben. Doch der Anstieg ist zu rasant, er muss nachvollziehbar bleiben. Derzeit wirkt er willk&uuml;rlich. Deshalb wird es Zeit, dass die Landesregierung nachsteuert und die Entwicklung zumindest begrenzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finanzen.net\/nachricht\/aktien\/Neue-Westfaelische-Bielefeld-Kommentar-Gehaelter-der-Uni-Rektoren-Zu-rasant-CARSTEN-HEIL-3315165\">Neue Westf&auml;lische in finanzen.net<\/a><\/p>\n<p>Dazu noch: <strong>Rund 130.000 bis 150.000 Euro Jahresgehalt f&uuml;r den Rektor einer Universit&auml;t &ndash; ein Skandal?<\/strong><br>\nUnsinn! An den drei gro&szlig;en Ruhrgebiets-Unis etwa studieren jeweils 30.000 bis 40.000 junge Menschen. F&uuml;r Lehre und Forschung bewegen diese Hochschulen riesige Summen, verf&uuml;gen &uuml;ber Etats in dreistelliger Millionenh&ouml;he. Die Verantwortung, die ein Rektor angesichts dieser Zahlen tr&auml;gt, ist enorm. Zumal die heimischen Unis inzwischen weltweit mit anderen Einrichtungen konkurrieren. Und nebenbei: Im Gehaltsgef&uuml;ge kommen die Uni-Chefs h&ouml;chstens auf ein Drittel dessen, was die Stadtsparkassenchefs von Bochum oder Dortmund und die Stadtwerkechefs von Duisburg oder Essen einstreichen.<br>\nKein Skandal, aber h&ouml;chst &auml;rgerlich ist dagegen die Heimlichtuerei der Unis um die Besoldung ihrer Spitzenkr&auml;fte. Wir reden hier von &ouml;ffentlichen &Auml;mtern an Bildungseinrichtungen, die mit Steuermitteln und aus Beitr&auml;gen finanziert werden &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finanznachrichten.de\/nachrichten-2014-02\/29482277-waz-heimlichtuerei-an-den-unis-kommentar-von-walter-bau-007.htm\">WAZ in finanznachrichten.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Wir brauchen keine Fast-Food-Bildung&ldquo;<\/strong><br>\nDGB-Vize Hannack fordert bundesweite R&uuml;ckkehr zum Abitur nach neun Jahren<br>\nIn vielen Bundesl&auml;ndern wackelt das Turbo-Abitur (G 8). Die Gewerkschaften fordern jetzt, eine Reform bundesweit abzuwickeln. Mit der stellvertretenden DGB-Vorsitzende Elke Hannack sprach SZ-Korrespondent Hagen Strau&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/sz-berichte\/politik\/Wir-brauchen-keine-Fast-Food-Bildung;art2815,5149223\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Depesche nach Linz<\/strong><br>\n1934 Vor 80 Jahren scheitert der Aufstand &ouml;sterreichischer Arbeiter gegen das austrofaschistische Dollfu&szlig;-Regime. Danach ist der autorit&auml;re St&auml;ndestaat nicht mehr aufzuhalten<br>\nDie Erste Republik in &Ouml;sterreich nach 1918 war gepr&auml;gt von der st&auml;ndigen Konfrontation zwischen Sozialdemokraten und Christlich-Sozialen. 1929 gelang es den reaktion&auml;ren Kr&auml;ften, eine Verfassungsreform durchzudr&uuml;cken, die markante &Auml;nderungen Richtung autorit&auml;rer Staat setzte. Die Christlich-Sozialen hatten erkannt, dass die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) unf&auml;hig war, sie zu stoppen. Also galt es, davon zu profitieren. Im M&auml;rz 1933 schaltete Kanzler Engelbert Dollfu&szlig; unter formalen Vorw&auml;nden das Parlament aus und regierte fortan mit Hilfe des Kriegswirtschaftlichen Erm&auml;chtigungsgesetzes von 1917. Sein Programm war ein faschistisches geworden, seine wichtigste St&uuml;tze in der europ&auml;ischen Nachbarschaft hie&szlig; Benito Mussolini.<br>\nDie Opposition fand sich nach dieser Ausbootung des Parlaments zwar noch nicht in die Illegalit&auml;t gedr&auml;ngt, aber ihr Aktionsfeld wurde fortw&auml;hrend eingeschr&auml;nkt, auch wenn Landtage und Gemeinder&auml;te nach wie vor in alter Besetzung tagen durften. Zumindest vorerst. Viele Sozialdemokraten sp&uuml;rten, sollten sie in dieser Lage nichts unternehmen, w&uuml;rde die Arbeiterbewegung als politische Kraft bald ausgespielt haben. St&auml;ndig kam es zu &Uuml;bergriffen auf die SDAP. Der Republikanische Schutzbund, die paramilit&auml;rische Formation der Sozialdemokratie, war bereits verboten. Deren Parteispitze reagierte auf die Attacken &auml;u&szlig;erst defensiv und zur&uuml;ckhaltend, vor allem wollte sie das &bdquo;Rote Wien&ldquo; sichern und halten.<br>\nIn den Morgenstunden des 12. Februar 1934 wollte die Polizei in einem Linzer Parteiheim nach Gewehren und Munition suchen, um die von Dollfu&szlig; angeordnete Entwaffnung der Sozialdemokraten fortzusetzen. Doch widersetzten sich dort verbarrikadierte Schutzb&uuml;ndler und er&ouml;ffneten das Feuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/depesche-nach-linz\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rezension: Nation &ndash; Ausgrenzung &ndash; Krise<\/strong><br>\nWer im Zusammenhang mit der Eurokrise an Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus denkt, dem wird als erstes die Situation in Griechenland in den Sinn kommen. Dort sitzt die neofaschistische Partei &bdquo;Goldene Morgenr&ouml;te&ldquo; mit 21 Abgeordneten im Parlament &ndash; bei der Parlamentswahl im Mai 2012 hatte sie 7 Prozent der Stimmen erhalten, Umfragen sahen sie danach zwischenzeitlich bei 15 Prozent. Sebastian Friedrich und Patrick Schreiner haben einen Sammelband herausgegeben, der sich umfassend &ndash; und nicht nur mit Blick auf Griechenland &ndash; mit der Wechselbeziehung von Nationalismus, Ausgrenzung und Krise auseinandersetzt. Das Buch  gliedert sich in zwei Teile. Die Aufs&auml;tze im ersten Teil nehmen l&auml;nder&uuml;bergreifende und zum Teil theoretische Perspektiven ein: So setzt sich im ersten Beitrag Christoph Butterwegge mit dem Verh&auml;ltnis von neoliberaler Standortlogik auf der einen sowie Nationalismus und rassistischer Ausgrenzung auf der anderen Seite auseinander. Im umfangreicheren zweiten Teil des Buchs werden dann in 13 sehr informativen L&auml;nderstudien aktuelle Formen von Nationalismus und Ausgrenzung in den Fokus genommen. Bewusst haben sich Herausgeber, wie sie in der Einleitung schreiben, dabei nicht auf jene Staaten beschr&auml;nkt, &bdquo;die in Politik, Medien und Wissenschaft im Zusammenhang mit der Krise ohnehin immer wieder thematisiert werden.&ldquo; Sebastian Friedrich und Patrick Schreiner k&ouml;nnen f&uuml;r sich beanspruchen, die erste umfangreiche, systematische und kritische Analyse der zunehmenden Ausgrenzung und Entsolidarisierung infolge der Eurokrise vorgelegt zu haben. Wer sich mit der Eurokrise und ihren Folgen befasst, sollte das Buch gelesen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1259\">annotazioni.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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