{"id":2081,"date":"2007-02-05T09:48:10","date_gmt":"2007-02-05T08:48:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2081"},"modified":"2007-02-05T09:48:11","modified_gmt":"2007-02-05T08:48:11","slug":"hinweise-des-tages-321","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2081","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Die private Rente ist sicher?<\/strong><br>\nMillionen Deutsche haben mit einer privaten Rentenversicherung vorgesorgt. Nun m&uuml;ssen die ersten erkennen: Nicht alles, was versprochen wurde, wird auch ausgezahlt.<br>\nBei 33 von 69 Versicherungen, die die Analysefirma Assekurata befragt hat, betr&auml;gt die &Uuml;berschussbeteiligung laufender Renten f&uuml;r das Jahr 2007 exakt null. Weitere 32 Anbieter bringen es auf weniger als ein Prozent. Zwei schaffen genau ein Prozent. Nur der Direktversicherer Europa und der Volkswohl Bund aus Dortmund gew&auml;hren ihren &ldquo;Rentnern&rdquo;, die vor Juli 2000 eine Police abgeschlossen haben, noch etwas mehr als ein Prozent &Uuml;berschuss. Kaum besser sehen die Zahlen f&uuml;r sp&auml;ter geschlossene Vertr&auml;ge aus &ndash; die monatlichen Auszahlungen sinken. Sicher ist nur noch der Garantiezins.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/finanzen-versicherung\/versicherung\/:Private-Rentenversicherung-Wenn-Geld\/581185.html\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Unbeschadet der Kritik an privaten Rentenversicherungen macht der stern auf der gleichen Seite Reklame f&uuml;r das Riester-Sparen oder Fonds-Auszahlpl&auml;ne.<br>\nDass Dividende aber in jedem Fall von der wirtschaftlichen Entwicklung abh&auml;ngen, bleibt aber unerw&auml;hnt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Warum Preisabsprachen?<\/strong><br>\nDie j&uuml;ngste EU-Rekordstrafe gegen praktisch die gesamte weltweite Elektrotechnik-Industrie enth&uuml;llt eine illegale Marktverfassung, die weit um sich gegriffen hat und den Beteiligten offenbar von der &ldquo;&ouml;konomischen Rationalit&auml;t&rdquo; aufgezwungen wird<br>\nDass die EU-Kommission wegen Preisabsprachen im Energieanlagenbau vergangenen Freitag ein Rekordbu&szlig;geld &uuml;ber insgesamt 751 Millionen Euro verh&auml;ngt hat, hat kaum Aufsehen erregt. Dies offenbar, weil die j&uuml;ngste Kartellstrafe gegen praktisch die gesamte weltweite Elektrotechnik-Industrie kein Einzellfall ist. Denn wo auch immer der Teppich ein wenig angehoben wird, finden sich illegale Kartelle, Preisabsprachen und &auml;hnliche Delikte &ndash; und dies offenbar mit System. Da derartige Gesch&auml;ftspraktiken in den westlichen Industriestaaten aber zunehmend hart bestraft werden &ndash; inklusive unbedingter Gef&auml;ngnisstrafen f&uuml;r verurteilte Manager &ndash; dr&auml;ngt sich doch die Frage auf, wie stark die &ldquo;&ouml;konomischen Zw&auml;nge&rdquo; denn sein m&uuml;ssen, um die Manager diese Risiken auf sich nehmen zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=24544&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Glaube an die Segnungen des freien Marktes ist ersch&uuml;ttert<\/strong><br>\nDie Zauberformel, die als &raquo;Washingtoner Konsens&laquo; in die Geschichte eingehen sollte, lautete so: Wenn alle Nationen dem Staat Z&uuml;gel anlegen und sich der unsichtbaren Hand des Marktes anvertrauen; wenn sie Steuern senken, Haushalte sanieren, Inflation bek&auml;mpfen, &ouml;ffentliche G&uuml;ter privatisieren und Kapitalinvestoren mit offenen Armen empfangen &ndash; dann werden alle Menschen auf der Erde ihr trauriges Los verbessern.<br>\nAber: &Ouml;konomische Vorstellungen sind nie allein &ndash; &ouml;konomisch. Sie propagieren ein Weltbild und enthalten Aussagen &uuml;ber das gute Leben, &uuml;ber des Menschen Wohl und Wehe. Vor allem die Musterkofferwelt des Neoliberalismus scheint nur den Homo oeconomicus zu kennen, der seine Haut billig zu Markte tr&auml;gt in einem Kapitalismus ohne Staat und ohne Steuern. Das ist eine sehr spartanische Vorstellung vom menschlichen Gl&uuml;ck, eigentlich gar keine. Ihr geht es allein ums &Uuml;berleben, um das Rattenrennen zwischen Siegern und Verlierern. Doch indessen wachsen Zweifel auch in der eigenen Zunft. Nicht wenige &Ouml;konomen verabschieden die Vorstellung vom kalt kalkulierenden Subjekt, das im Alltagsleben, im operativen Gesch&auml;ft seines endlichen Daseins, allein der &ouml;konomischen Vernunft h&ouml;rig ist.<br>\nKurzum, was sich im Augenblick ver&auml;ndert, ist der Diskurs, die Rede &uuml;ber den Markt und seine M&ouml;glichkeiten. Sie scheint skeptischer und illusionsloser, und der dogmatische Kern der alten Lehre verfl&uuml;ssigt sich. Sollte der Kapitalismus eine Religion sein, so m&ouml;gen jedenfalls immer weniger an ihn glauben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/zeus.zeit.de\/text\/2007\/04\/Neoliberalismus\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Helmut Schmidt spricht von Raubtierkapitalismus und fordert eine staatliche Aufsicht  &uuml;ber die neuen Gro&szlig;spekulanten!<\/strong><br>\nDie wild wuchernden und global agierenden Fonds m&uuml;ssen genauso &uuml;berwacht werden wie die Banken und der Wertpapierhandel. Das ist ein Gebot der Vernunft und der Moral.<br>\nZugleich mit dem Spekulationismus erleben wir einen Verlust an Anstand und Moral. Kreditfinanzierte &Uuml;bernahmen gut gehender Unternehmen &ndash; zunehmend durch Private Equity Fonds &ndash; sind an der Tagesordnung. Dazu kommt vielfach eine grandiose Selbstbereicherung. Finanzmanager treten als Eigent&uuml;mer auf und entscheiden zum eigenen kurzfristigen Vorteil &uuml;ber das Schicksal eines fremden Unternehmens und all seiner Mitarbeiter. Deutschland ist ein Zielland f&uuml;r feindliche &Uuml;bernahmen geworden &ndash; Mannesmann war kein Einzelfall. Die Wachstumsraten von Private-Equity-H&auml;usern liegen weltweit um ein Mehrfaches h&ouml;her als das allgemeine Wirtschaftswachstum. Man darf von Raubtierkapitalismus sprechen.<br>\nSchmidt appelliert an die Regierenden, f&uuml;r mehr Durchsichtigkeit zu sorgen und ihren staatlichen Finanzaufsichtsbeh&ouml;rden die M&ouml;glichkeit zu geben, gegen Missbr&auml;uche einzuschreiten und das Eingehen unvern&uuml;nftiger Risiken zu unterbinden. Es grenzt an groben Unfug, wenn jede kleine Sparkasse unter allt&auml;glicher Aufsicht durch die Beh&ouml;rde steht, andererseits aber hundertmal finanzkr&auml;ftigere private Finanzinstitute vollkommen frei agieren k&ouml;nnen.<br>\nDie Regierungen der gro&szlig;en OECD-Staaten k&ouml;nnten den Banken und Versicherungen im eigenen Lande verbieten, privaten Finanzinstituten Kredite zu geben, die sich durch einen rechtlichen Sitz auf jenen Inseln der Aufsicht der eigenen Regierung entziehen. Unsere Regierungen k&ouml;nnen dar&uuml;ber hinaus im eigenen Land ganz allgemein die Kreditaufnahme von Hedgefonds, Private Equity Fonds und dergleichen beschr&auml;nken.<br>\nWir h&auml;tten ein vitales Interesse daran, dass die wild wuchernden und global agierenden Fonds in &auml;hnlicher Weise unter Aufsicht kommen wie Banken und Versicherungen oder der Wertpapierhandel. Gegenw&auml;rtig kann niemand ausschlie&szlig;en, dass ein einzelner Kollaps, ein einzelnes dramatisches Ereignis, eine katastrophale politische Entwicklung im Raume zwischen dem Gaza-Streifen und Afghanistan oder eine neue &Ouml;lpreisexplosion eine Finanzkrise ausl&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2007\/06\/Globale-Finanzmaerkte?page=all\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Urs Widmer: Die &bdquo;Sprache der neuen &Ouml;konomie&ldquo; verschleiert Widerspr&uuml;che und besch&ouml;nigt<\/strong><br>\nDer Schweizer Schriftsteller Urs Widmer vergleicht den heutigen Sprachgebrauch drastisch mit der Sprache des Nationalsozialismus.<br>\nDer Schriftsteller zog eine Parallele zum Gebrauch der Sprache in der NS-Zeit und fragte: &ldquo;Gleicht die Kraft von damals nicht der Power von heute?&rdquo; Wer im Jargon der neuen &Ouml;konomie spreche, zeige, dass er zu den Siegern geh&ouml;ren wolle. Aber &ldquo;nicht nur die Liebe macht blind, sondern auch der Wille, zu den Siegern zu geh&ouml;ren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/public\/article\/aktuelles\/kultur\/mehr_kultur\/397593\">Rheinische Post Online<\/a>\n<p>Zur F&auml;lschung in der Sprache auch:<br>\nIn einer zunehmend virtualisierten Welt scheint das Fake allgegenw&auml;rtig zu sein und gewisserma&szlig;en selbst Realit&auml;t zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.links-netz.de\/K_texte\/K_hirsch_fake.html\">links-netz.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Nobelpreistr&auml;ger Phelps: &bdquo;Das &ouml;konomische Modell Europas ist f&uuml;rchterlich&ldquo;<\/strong><br>\nEr beklagt die f&uuml;rchterliche deutsche Tradition, den Arbeitern im Vorstand des Unternehmens eine Stimme zu geben. Die Gemeinschaft toleriere, dass man dem Unternehmer die Stimme nimmt, dass man ihn in seiner Rolle ersetzt, das sei eine Art Angst vor der Freiheit des Anderen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.elpais.com\/articulo\/economia\/modelo\/economico\/europeo\/terrible\/elpepueco\/20070204elpepieco_6\/Tes\">El Pais<\/a><br>\n&Uuml;bertragung: <a href=\"upload\/pdf\/070205_hinweis_6.pdf\">Ulrich Fischbach [pdf &ndash; 72KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Die neue Zinsabgeltungssteuer ein Steuergeschenk f&uuml;r reiche Kapitalanleger<\/strong><br>\nHochwillkommen d&uuml;rfte das neue System all jenen sein, deren pers&ouml;nlicher Einkommensteuersatz oberhalb von 25 Prozent liegt &ndash; und je weiter sie dar&uuml;ber liegen, je mehr sie also verdienen, umso mehr profitieren sie von der Steuersenkung. Muss ein wohlhabender Investor bislang noch auf einen Zinsertrag von 20 000 Euro etwa 8 400 Euro Steuern zahlen, so sind es ab 2009 nur noch 5 000 Euro &ndash; ein Plus von 40 Prozent.<br>\nCharme hat die Abgeltungsteuer auch f&uuml;r jene, denen die Reichensteuer droht. Denn die Steuer wird pauschal und anonym von der Bank an das Finanzamt &uuml;berwiesen, in der pers&ouml;nlichen Steuererkl&auml;rung kommen die Einkommen aus Kapitalanlagen nicht mehr vor. Dadurch sinkt das pers&ouml;nliche Steuerbrutto, der Reiche wird auf dem Papier &ldquo;&auml;rmer&rdquo;. Sinkt sein Einkommen damit unter 250 000 Euro, dann kann er so der Reichensteuer von 45 Prozent entkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/wirtschaft\/626160.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Gewalt- und Konfliktbild des Islams bei ARD und ZDF<\/strong><br>\nEine Untersuchung &ouml;ffentlich-rechtlicher Magazin- und Talksendungen<br>\nVon Prof. Dr. Kai Hafez und Carola Richter, M.A.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/070205_hinweis_8.pdf\">PDF 116KB<\/a><\/li>\n<li><strong>L&auml;ngere Laden&ouml;ffnungszeiten ein Flop<\/strong><br>\nZu wenige Kunden nehmen das Angebot wahr, Personalkosten und andere Overheads verhinderten, dass sich das lange &Ouml;ffnen lohne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,464124,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Dass nicht die Kunden ein Problem mit der &ldquo;Freiheit&rdquo; (&aacute; la FDP), sondern kein Geld in der Tasche haben, scheint dem SPIEGEL wohl undenkbar.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kollektiv versagt am Jahrhundertbauwerk Berliner Hauptbahnhof<\/strong><br>\nZwei Wochen nachdem der Orkan &ldquo;Kyrill&rdquo; einen Stahltr&auml;ger des Berliner Hauptbahnhofs abriss, ist der Schaden beseitigt. Hinter den Kulissen tobt nun ein Streit um die Schuldfrage &ndash; und dar&uuml;ber, ob der Unfall gef&auml;hrliche L&uuml;cken im Baurecht offengelegt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/data\/2007\/02\/04\/1200050.html%20\">Welt am Sonntag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die folgende Einzelheit ist interessant. Auch hier zeigen sich die Folgen einer &uuml;bertriebenen Deregulierung. Die Einhaltung von Baubestimmungen wird  nicht mehr &ouml;ffentlich kontrolliert.<br>\nAuszug aus dem Artikel: &bdquo;Solche Details, hei&szlig;t es, seien erst in der Ausf&uuml;hrungsplanung enthalten, die meist von der ausf&uuml;hrenden Firma erstellt und sp&auml;ter durch einen Pr&uuml;fstatiker freigegeben wird. Laut der Bauordnung Berlins wird dessen Ergebnis jedoch nicht mehr kontrolliert. Was wohl dazu gedacht ist, die Verwaltung von Genehmigungsverfahren zu entlasten, k&ouml;nnte einem Fehler Vorschub geleistet haben: Wen immer der Senat beauftragt hat, eventuelle statische M&auml;ngel am Prestigebau zu entdecken &ndash; die unzureichende Sicherung des Stahltr&auml;gers hat er schlicht &uuml;bersehen.<br>\nHans-Peter Andr&auml;, Pr&auml;sident der Bundesvereinigung der Pr&uuml;fingenieure f&uuml;r Bautechnik, sieht deshalb auch die Politik in der Pflicht: &ldquo;In den meisten Bundesl&auml;ndern wird die Einhaltung der technischen Baubestimmungen seit einigen Jahren nicht mehr kontrolliert&rdquo;, schrieb er j&uuml;ngst in einem Aufsatz, &ldquo;weil eine h&ouml;here Risikoakzeptanz kurzfristig zu Kosteneinsparungen bei Bauherren und Bauverwaltung f&uuml;hrt und W&auml;hlerstimmen bringt.&rdquo; <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschlands Ehrgeiz am Arbeitsmarkt<\/strong><br>\nDeutschland registriert im europ&auml;ischen Vergleich viele Arbeitslose. Nachbarn stehen besser da. Dort gibt es aber mehr Menschen, die Rente oder Sozialhilfe beziehen.<br>\nvon Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1066015&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/dokumentation&amp;em_ivw=fr_doku&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wenn Alt darauf hinweist, dass der Anteil der Menschen, die Rente wegen verminderter Erwerbsf&auml;higkeit beziehen, in Schweden 9,4 Prozent, in den Niederlanden 8,8 Prozent, in Gro&szlig;britannien 7,7 Prozent, in Deutschland dagegen nur 3,1 Prozent, betr&auml;gt, hei&szlig;t das nicht zwangsl&auml;ufig, dass wir in Deutschland uns in also &ldquo;bewusst dagegen entschieden [haben], Menschen mit der Zahlung einer Sozialleistung aus dem aktiven Erwerbsleben auf ein Abstellgleis zu schieben.&rdquo;<br>\nBeschreitet  Deutschland tats&auml;chlich &ldquo;den humaneren und sozialpolitisch ehrgeizigeren Weg&rdquo; als Schweden, welches in der OECD (2005) mit 73.1%  Erwerbst&auml;tigen der 55- bis 64-J&auml;hrigen f&uuml;hrend ist, w&auml;hrend Deutschland mit 52,1 das untere Drittel anf&uuml;hrt? Auch das Erwerbsaustrittsalter ist in Schweden h&ouml;her. Bevor man solche gewagten Thesen in die Welt setzt,  m&uuml;ssen die genannten Statistiken zumindest genauer analysiert werden.<br>\nGrunds&auml;tzlich stellt sich aber die Frage, ob eine vern&uuml;nftige Arbeitsmarktpolitik nur die Umsetzung des SGB II beinhaltet, wie der Artikel suggeriert. Wie wollen doch nicht vergessen, dass Hartz I &ndash; X Ausdruck und Ausgeburt einer gescheiterten Wirtschaftspolitik  einer makro&ouml;konomisch versagenden Politik darstellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Interessenvertreter sollen Geldquellen offenlegen, fordert die EU-Kommission<\/strong><br>\nDer Vizepr&auml;sident der EU-Kommission, Siim Kallas, hat von Lobbyisten die Offenlegung ihrer Geldquellen gefordert. &ldquo;Es muss klar zu sehen sein, woher das Geld stammt&rdquo;, sagte der aus Estland stammende Kommissar gestern im Tagesspiegel. Die EU-Kommission strebe eine Lobbyisten-Datenbank an, aus der der jeweilige Zweck und die finanziellen Quellen einer im Rahmen der EU t&auml;tigen Lobbygruppe hervorgehe, sagte der EU-Kommissar. Im M&auml;rz werde die Kommission mit der Diskussion &uuml;ber die Details der Datenbank beginnen. Nach Sch&auml;tzungen gibt es 15.000 Lobbyisten und 2600 Interessenverb&auml;nde in Br&uuml;ssel. &ldquo;Alle Organisationen verst&auml;rken ihre Pr&auml;senz in Br&uuml;ssel. Deshalb brauchen wir Klarheit&rdquo;, sagte Kallas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/02\/05\/a0149.1\/textdruck\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2081","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2081","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2081"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2081\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2081"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2081"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2081"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}