{"id":20821,"date":"2014-02-24T08:20:27","date_gmt":"2014-02-24T07:20:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20821"},"modified":"2015-10-15T14:51:31","modified_gmt":"2015-10-15T12:51:31","slug":"geheime-rektoren-gehaelter-als-politikum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20821","title":{"rendered":"Geheime Rektoren-Geh\u00e4lter als Politikum"},"content":{"rendered":"<p>Mit der Ver&ouml;ffentlichung der aus Steuermitteln finanzierten &uuml;ppigen Geh&auml;lter von Hochschulrektoren, scheinen die NachDenkSeiten in ein Wespennest gestochen zu haben. Die ertappten Pr&auml;sidenten reden von &bdquo;Skandal&ldquo; und &bdquo;Rechtsbruch&ldquo; und sie erw&auml;gen Anzeigen wegen &bdquo;Geheimnisverrats&ldquo;. Es wird eine &bdquo;gezielte Indiskretion&ldquo; des Wissenschaftsministeriums unterstellt und dar&uuml;ber hinaus werden die eigenen Gehaltsangelegenheiten zum Politikum erhoben. Wieder einmal wird der Bote der Information beschimpft, um von der Botschaft selbst abzulenken. Die Rektoren sehen &bdquo;Vertrauen&ldquo; zerst&ouml;rt, wo doch sie selbst durch ihre &bdquo;Selbstbedienung&ldquo; Vertrauen gegen&uuml;ber den Hochschulangeh&ouml;rigen und der &Ouml;ffentlichkeit verloren haben. Ein beachtlicher Teil der Uni-Pr&auml;sidenten ist offenbar Opfer der Ideologie der &bdquo;unternehmerischen Hochschule&ldquo; geworden: Sie betrachten sich als Chefs der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihrer Hochschulen und wollen sich deren wissenschaftliche Leistungen auf ihrem Gehaltskonto gutschreiben lassen. Von <strong>Wolfgang Lieb<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDas Gehalt jedes\/r &ouml;ffentlich Bediensteten vom Dienstboten angefangen, &uuml;ber die Polizeibeamten, die Oberb&uuml;rgermeister, bis hin zu Ministerinnen oder der Ministerpr&auml;sidentin (<a href=\"https:\/\/recht.nrw.de\/lmi\/owa\/br_bes_text?anw_nr=2&amp;gld_nr=1&amp;ugl_nr=1102&amp;bes_id=4630&amp;aufgehoben=N&amp;menu=1&amp;sg=0#det209149\">&sect; 7 Landesministergesetz<\/a>, vom Grundschullehrer bis hin zum Professor (egal ob nach C oder W besoldet) ist mit <a href=\"https:\/\/recht.nrw.de\/lmi\/owa\/br_vbl_show_pdf?p_id=19820\">allen Details im Ministerialblatt des Landes NRW [PDF &ndash; 617 KB]<\/a> f&uuml;r alle nachzulesen. <\/p><p>Nicht nur im &Ouml;ffentlichen Dienst herrscht Transparenz, selbst die Vorst&auml;nde von deutschen Aktiengesellschaften m&uuml;ssen inzwischen per Gesetz ihre genauen Einkommen &ouml;ffentlich preisgeben. <\/p><p>Ausgerechnet mit der Offenlegung der aus Steuermittel finanzierten Geh&auml;lter von Hochschulpr&auml;sidenten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20753\">scheinen die NachDenkSeiten<\/a> jedoch in ein Wespennest gestochen  zu haben. <\/p><p>Die Ver&ouml;ffentlichung der Liste der mit den zwischen Rektoren und Hochschulr&auml;ten ausgehandelten Geh&auml;ltern wird von den Pr&auml;sidendentInnen als &bdquo;Skandal&ldquo; betrachtet. Der &bdquo;Chef der Ruhr-Uni  Bochum&ldquo; spricht von &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/politik\/uni-rektoren-handelten-satte-gehaltszulagen-aus-id9020033.html\">Rechtsbruch<\/a>&ldquo;. Der K&ouml;lner Rektor findet es &bdquo;&auml;rgerlich und irritierend&ldquo;, dass die Geh&auml;lter &ouml;ffentlich nachzulesen seien und sieht dahinter die Absicht, &ldquo;die Rektoren zu diskreditieren&ldquo; (K&ouml;lner Stadt-Anzeiger v. 22.\/23.02.2014 S. 8 <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/politik\/rektorengehaelter102.html\">siehe auch WDR<\/a>).  Der Siegener Rektor sieht gar eine Gef&auml;hrdung der Ann&auml;herung <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/nachrichten-aus-siegen-kreuztal-netphen-hilchenbach-und-freudenberg\/inidiskretion-gegenueber-uni-rektoren-schuert-vertrauenskrise-id9024176.html#plx392671416\">zwischen den Unis und dem Ministerium<\/a>.<\/p><p>Angeblich denken Rektoren sogar &uuml;ber eine Anzeige wegen Geheimnisverrats aufgrund der Ver&ouml;ffentlichung nach. Und die CDU-Opposition im Landtag, die sich schon immer gern zum Sprachrohr der Rektoren machte, <a href=\"http:\/\/www.cdu-nrw-fraktion.de\/cdu-landtagsfraktion-beantragt-sondersitzung-des-wissenschaftsausschusses.html\">beantragt eine Sondersitzung des Wissenschaftsausschusses<\/a>.   <\/p><p>Weil es so sch&ouml;n ins rektorale Feindbild passt, wird eine &bdquo;gezielte Indiskretion&ldquo; aus dem Ministerium unterstellt. Doch weder der Autor des Artikels, noch die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20753\">diesen Beitrag wiedergebenden NachDenkSeiten<\/a>, hatten vorher Kontakt mit dem Wissenschaftsministerium &ndash; geschweige denn mit einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin aus diesem Ressort. Geradezu verschw&ouml;rungstheoretisch wird es, wenn mit der Ver&ouml;ffentlichung eines Gastbeitrages auf den NachDenkSeiten eine Verbindung hergestellt wird, dass ich als Mitherausgeber dieses Internetportals vor nun <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/politik\/rektorengehaelter102.html\">14 Jahren einmal Staatssekret&auml;r im Wissenschaftsministerium gewesen sei<\/a>. <\/p><p>Das ist schon deshalb abwegig, weil der Autor des Beitrags &uuml;ber die Gehaltsliste der Rektoren schon 4 Tage vor den NachDenkSeiten detailliert in der Sendung Campus und Karriere im <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/02\/13\/dlf_20140213_1436_e637bdf0.mp3\">Deutschlandfunk berichtet hat [Audio &ndash; mp3]<\/a> und einen Tag  zuvor, am 12. Februar, schon bei WDR5 in der Sendung Westblick. <\/p><p>Die geradezu irrationalen Reaktionen der Rektorinnen und Rektoren auf die Offenlegung ihrer immensen Gehaltssteigerungen in relativ kurzer Zeitspanne lassen sich eigentlich nur damit erkl&auml;ren, dass sie sich bei ihrer Geheimniskr&auml;merei ertappt f&uuml;hlen und dass es ihnen offenbar peinlich ist, dass die Bediensteten an den Hochschulen und die Professorinnen und Professoren Nullrunden bei ihren Geh&auml;ltern hinnehmen mussten, w&auml;hrend sie sich selbst &uuml;ppige Gehaltssteigerungen genehmigten. <\/p><p>Es kommt eben bei den Hochschulangeh&ouml;rigen nicht so gut an, dass Uni-Rektoren innerhalb von 8 Jahren im Geheimen Gehaltserh&ouml;hungen zwischen 40 bis 70% ausgehandelt haben, w&auml;hrend eine Umfrage des DGB &uuml;ber die Besch&auml;ftigungsbedingungen an nordrhein-westf&auml;lischen Hochschulen Folgendes ergab: <\/p><p>&bdquo;79 Prozent der Wissenschaftler an Universit&auml;ten hatten in der Umfrage angegeben, befristet besch&auml;ftigt zu sein, an den Fachhochschulen sind es 57 Prozent. Zudem machen rund zwei Drittel aller vollzeitbesch&auml;ftigten Wissenschaftler nach eigenen Angaben regelm&auml;&szlig;ig &Uuml;berstunden. Bei den Halbtagsbesch&auml;ftigten ist die Lage noch dramatischer, hier sind es 75 Prozent, die &ndash; zumeist unbezahlte &ndash;  &Uuml;berstunden leisten. Vier von zehn Befragten halten zudem ihr Einkommen f&uuml;r nicht angemessen, <a href=\"http:\/\/hochschulblog-nrw-dgb.de\/node\/778\">jeder f&uuml;nfte Besch&auml;ftigte klagt &uuml;ber eine zu hohe Arbeitsbelastung<\/a>&ldquo;.<\/p><p>Es geh&ouml;rt zu den ganz typischen Verteidigungsstrategien, wenn Personen des &ouml;ffentlichen Lebens mit unangenehmen, bisher geheim gehaltenen Informationen konfrontiert werden: Man beschimpft den Informanten und beschuldigt den Boten der Nachricht und streut dar&uuml;ber hinaus den Verdacht des Geheimnisverrats aus, um von der Botschaft selbst abzulenken.<\/p><p>Doch damit ist es in diesem Falle nicht genug: Die RektorInnen erheben ihre eigenen Gehaltsangelegenheiten zum Politikum, indem sie deren Ver&ouml;ffentlichung im politischen Streit um die Novelle des NRW-Hochschulgesetzes in Stellung bringen. Dadurch werde die &bdquo;inhaltliche Diskussion &uuml;ber die Zukunft der Hochschulen in NRW&ldquo; belastet, meint der K&ouml;lner Rektor Axel Freimuth. Man tut von Seiten der Hochschulleitungen also so, als sei ein Gesetzgebungsakt vom gegenseitigen &bdquo;Vertrauen&ldquo; zwischen der Ministerin  und den RektorInnen abh&auml;ngig. Die Gesetzgebung wird nicht mehr als &ouml;ffentliche politische Debatte, sondern sozusagen als &bdquo;Vertrauenssache&ldquo; zwischen der Ministerin und den Rektoren verstanden. Die Pr&auml;sidentinnen steigern sich in eine Rolle hinein, als m&uuml;sse der Gesetzgeber Gesetze wie Vertr&auml;ge mit ihnen als souver&auml;ne Rechtssubjekte ausverhandeln,  gerade so als k&auml;me es auf andere Mitglieder der Hochschule oder auf gesellschaftliche Belange gar nicht mehr an.  <\/p><p>Wie sehr zumindest  ein beachtlicher Teil der Pr&auml;sidentInnen von der Wirklichkeit entr&uuml;ckt und Opfer eigener Managementphantasien geworden ist, belegt eine Bemerkung des Siegener Rektors Holger Burckhart. Er rechtfertigt die Gehaltssteigerung von 84.000 auf 131.000 Euro f&uuml;r die Rektoratst&auml;tigkeit wie folgt: &bdquo;Die Uni Siegen ist immerhin ein Unternehmen mit 2000 Mitarbeitern, 18 000 Azubis und einem Umsatz von 250 Millionen Euro.&ldquo; <\/p><p>Er erkl&auml;rt also die derzeit 255 Professorinnen  und die rund 1.600 wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Bediensteten der Universit&auml;t schlicht zu &bdquo;Mitarbeitern&ldquo; (s)eines Unternehmens, als deren Chef er sich offensichtlich f&uuml;hlt. Die Studierenden (&uuml;brigens wie die Hochschullehrer eigenst&auml;ndige Tr&auml;ger der Wissenschaftsfreiheit) sind f&uuml;r ihn &bdquo;Azubis&ldquo; seines Betriebes. Die 250 Millionen, die der Rektor als &bdquo;Umsatz&ldquo; seines Unternehmens Universit&auml;t betrachtet, sind &ndash; das scheint v&ouml;llig aus dem Blickfeld geraten zu sein &ndash; zum ganz &uuml;berwiegenden Teil staatliche Zusch&uuml;sse f&uuml;r den laufenden Betrieb und f&uuml;r das Personal aus dem Landeshaushalt. Auch die Tatsache, dass die Universit&auml;t Siegen im Jahr 2013 <a href=\"http:\/\/www.uni-siegen.de\/start\/news\/forschung\/565073.html\">voller berechtigtem Stolz Drittmittelbewilligungen &uuml;ber 40 Millionen ausweisen konnte<\/a>, ist vor allem ein Verdienst der Wissenschaftler\/innen dieser Hochschule und zum kleineren Teil ein pers&ouml;nlicher Erfolg des Rektors. Diejenigen, die diese Gelder eingeworben haben, d&uuml;rften sich zurecht fragen, warum sich ihre Leistungen nun allein im Gehalt des Rektors niederschlagen sollte. Im &Uuml;brigen d&uuml;rfte der L&ouml;wenanteil der Drittmittel gleichfalls aus &ouml;ffentlichen Kassen und somit aus Steuergeldern flie&szlig;en. Hier wird &bdquo;freie Wirtschaft&ldquo; mit Steuermitteln gespielt.<\/p><p>Wie absurd das Selbstbild des Siegener Rektors als Unternehmensmanager ist, wird deutlich, wenn man es einmal beispielhaft auf andere Bereiche des &ouml;ffentlichen Sektors &uuml;bertr&auml;gt: Legt man den Haushaltsplan des Landes NRW zugrunde, so h&auml;tte die Ministerpr&auml;sidentin des Landes einen &bdquo;Umsatz&ldquo; von knapp 60 Milliarden Euro und sie h&auml;tte rd. 300.000 &bdquo;Mitarbeiter&ldquo;. Welches Gehalt w&auml;re f&uuml;r sie &bdquo;angemessen&ldquo;, wenn man der Logik des Siegener Rektors folgte?  Man k&ouml;nnte diese absurde Rechnung f&uuml;r ganz viele &ouml;ffentliche Bereiche aufmachen: So &bdquo;besch&auml;ftigte&ldquo; etwa die Schulministerin etwa 150.000 Lehrer oder der Innenminister h&auml;tte 40.000 Polizistinnen und Polizisten als &bdquo;Mitarbeiter&ldquo;. Beide geh&ouml;rten zu den Chefs der gr&ouml;&szlig;ten &bdquo;Unternehmen&ldquo; im Lande. Kein Mensch w&uuml;rde jedoch auf die Idee kommen, diese Minister wie die Vorstandsvorsitzenden von Thyssen-Krupp oder RWE zu bezahlen. <\/p><p>Es ist bemerkenswert, dass die Kommentatoren in den nordrhein-westf&auml;lischen Medien fast durchg&auml;ngig kein Problem darin sehen, wenn sich Hochschulrektoren im Hinblick auf ihre Bezahlung an Managern der &bdquo;freien Wirtschaft&ldquo; (z.B. Kerstin Meier im K&ouml;lner Stadt-Anzeiger v. 22.\/23. Februar) messen. In den gleichen Medien wird allerdings st&auml;ndig auch dar&uuml;ber hergezogen, dass die Landesregierung zu viele Schulden mache. Wenn an Hochschulen als vom Land getragene K&ouml;rperschaften des &ouml;ffentlichen Rechts Steuergelder nach Gusto von nicht zur Verantwortung ziehbaren Hochschulr&auml;ten an Pr&auml;sidentinnen und Pr&auml;sidenten verteilt werden, dann soll das allerdings erstens geheim bleiben und zweitens brauchen sich die Geh&auml;lter nicht mehr an dem Gehaltsgef&uuml;ge zu orientieren, das bei Direktoren von Schulen, bei Gerichtspr&auml;sidenten, bei Oberb&uuml;rgermeistern oder sonstigen durchaus mit vergleichbarer Verantwortung beladenen &ouml;ffentlichen Funktionen als ganz selbstverst&auml;ndlich, ja <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20811\">oft sogar als &uuml;berh&ouml;ht betrachtet wird<\/a>.<\/p><p>Ja, es ist richtig, dass Rektoren fr&uuml;her zu gering bezahlt worden sind, das gilt aber bis heute auch f&uuml;r Grundschulrektoren oder f&uuml;r Professorinnen und Professoren ganz allgemein. Es kann jedoch nicht der richtige Weg sein, dass an den Hochschulen oder im gesamten &ouml;ffentlichen Sektor die Geh&auml;lter zwischen Leitungsebenen und den &uuml;brigen Bediensteten wie im privaten Sektor immer weiter auseinanderdriften. <\/p><p>Ja, die Geh&auml;lter im &ouml;ffentlichen Sektor sind gemessen an der privaten Wirtschaft in den letzten zwei Dekaden immer weiter in R&uuml;ckstand geraten und man muss sich gerade f&uuml;r die  Hochschulen Gedanken dar&uuml;ber machen, wie man im Wettbewerb mit dem Ausland und mit der privaten Wirtschaft hochqualifizierte Leute einwerben und behalten kann. Das Problem ist jedoch bei Wissenschaftlern (vor allem Nachwuchswissenschaftlern) dr&auml;ngender als bei Rektoren. <\/p><p>Ohne Zweifel k&ouml;nnten viele Wissenschaftler an der Hochschule in der Privatwirtschaft ein h&ouml;heres Einkommen erzielen. Ob sie damit eine vergleichbare Altersversorgung h&auml;tten, ist eine andere Frage. Sicher ist allerdings, dass sie au&szlig;erhalb der Hochschule ihrem gr&ouml;&szlig;ten Privileg &ndash; n&auml;mlich der Garantie ihrer Freiheit in Wissenschaft und Forschung &ndash; weitgehend verlustig gingen.<\/p><p>Es ist nachvollziehbar, dass die Rektorinnen und Rektoren in ihrer Managementmentalit&auml;t dieses Freiheitsprivileg nicht mehr empfinden und sich deshalb auf den materiellen Vergleich ihrer Einkommen mit F&uuml;hrungskr&auml;ften der Wirtschaft zur&uuml;ckziehen. <\/p><p>Da stellt sich allerdings die Frage, ob den Hochschulen und den Wissenschaftlern Leitungskr&auml;fte mit einer solchen Motivation gut tun. <\/p><p>Was bei dieser Debatte unter den &bdquo;Exzellenzen&ldquo; der Hochschulen ohnehin v&ouml;llig verloren gegangen zu sein scheint, das ist der Bezug zu den ganz normalen Einkommensbeziehern nicht nur an den Hochschulen, sondern auch in der &uuml;brigen Gesellschaft.<\/p><p>Hinweise:<\/p><ul>\n<li><strong>Geheime Rektoren-Geh&auml;lter ver&ouml;ffentlicht<\/strong><br>\nEs riecht nach gezielter Indiskretion. Im Internet sind die geheimen Zusatzbez&uuml;ge aller Hochschul-Rektoren aus NRW aufgetaucht. Daraus geht hervor, dass deren Geh&auml;lter deutlich gestiegen sind. Die Ver&ouml;ffentlichung platzt mitten in den Streit um das neue Hochschulgesetz&hellip;<br>\nDie CDU dagegen ist entsetzt &uuml;ber den &ldquo;Geheimnisverrat&rdquo; und beantragt eine Sondersitzung des Wissenschaftsausschusses.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/politik\/rektorengehaelter102.html\">WDR1<\/a><\/li>\n<li><strong>Inidiskretion gegen&uuml;ber Uni-Rektoren sch&uuml;rt Vertrauenskrise<\/strong><br>\nEtliche Uni-Rektoren in NRW sind erbost &uuml;ber die Offenlegung ihrer Geh&auml;lter &bdquo;ohne R&uuml;cksprache&rdquo;. Die Quelle vermutet Siegens Rektor Holger Burckhart im NRW-Wissenschaftsministerium. Die Indiskretion gef&auml;hrdet die Ann&auml;herung zwischen den Unis und dem Ministerium.<br>\nMit der Ver&ouml;ffentlichung seines Gehalts hat Holger Burckhart, Rektor der Universit&auml;t Siegen, kein Problem. Im Prinzip jedenfalls. Weil er zur H&ouml;he steht. Weil er es f&uuml;r angemessen h&auml;lt f&uuml;r den Verantwortungsbereich und im Verh&auml;ltnis zum Verdienst normaler Professoren oder mittelst&auml;ndischer Unternehmer: &bdquo;Die Uni Siegen ist immerhin ein Unternehmen mit 2000 Mitarbeitern, 18 000 Azubis und einem Umsatz von 250 Millionen Euro.&ldquo; Was ihn und seine Kollegen aber erbost ist die Weitergabe ohne R&uuml;cksprache zum gegenw&auml;rtigen Zeitpunkt: &bdquo;Wie soll da Vertrauen entstehen?&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/nachrichten-aus-siegen-kreuztal-netphen-hilchenbach-und-freudenberg\/inidiskretion-gegenueber-uni-rektoren-schuert-vertrauenskrise-id9024176.html#plx392671416%20\">WAZ.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Rektoren verdoppeln ihre Geh&auml;lter und kritisieren Transparenz<\/strong><br>\nZu der geleakten Gehaltsstatistik der Uni-Rektoren sagt Dr. Joachim Paul, Fraktionsvorsitzender der Piraten im Landtag NRW:<br>\n&bdquo;Wer heimlich an der Schokolade nascht, darf sich nicht wundern, wenn das rauskommt. Es ist schon bemerkenswert, wenn sich Rektoren offensichtlich ihre Bez&uuml;ge innerhalb von acht Jahren verdoppeln lassen. Dass sie sich aber dann dar&uuml;ber emp&ouml;ren, dass diese Tatsache &ouml;ffentlich bekannt wird, ist eine Frechheit. Die Bez&uuml;ge der Uni-Rektoren werden aus Steuermitteln finanziert &ndash; der Steuerzahler hat grunds&auml;tzlich ein Anrecht darauf zu erfahren, was mit seinem Geld passiert. Wer auch immer die interne Gehaltsstatistik geleakt hat, hat richtig gehandelt!<br>\nMit der Kritik an der &sbquo;gezielten Indiskretion&lsquo;, wie es die Rektoren nennen, wollen sie lediglich von der unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Gehaltserh&ouml;hung ablenken. Gute Arbeit soll auch mit gutem Geld belohnt werden &ndash; aber anstatt die Hochschule als Selbstbedienungsladen zu missbrauchen, sollten die Rektoren ihre Bez&uuml;ge an den Geh&auml;ltern der eigenen Mitarbeiter messen: deren Geh&auml;lter sind um keine zehn Prozent gestiegen.<br>\nEs wird h&ouml;chste Zeit f&uuml;r ein neues Hochschulgesetz, welches Transparenz in den Mittelpunkt stellt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.piratenfraktion-nrw.de\/2014\/02\/gehalter-skandal-an-den-unis\/\">Piratenfraktion im Landtag NRW<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Ver&ouml;ffentlichung der aus Steuermitteln finanzierten &uuml;ppigen Geh&auml;lter von Hochschulrektoren, scheinen die NachDenkSeiten in ein Wespennest gestochen zu haben. Die ertappten Pr&auml;sidenten reden von &bdquo;Skandal&ldquo; und &bdquo;Rechtsbruch&ldquo; und sie erw&auml;gen Anzeigen wegen &bdquo;Geheimnisverrats&ldquo;. 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