{"id":20825,"date":"2014-02-24T09:29:56","date_gmt":"2014-02-24T08:29:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825"},"modified":"2015-11-09T14:27:56","modified_gmt":"2015-11-09T13:27:56","slug":"hinweise-des-tages-2073","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825#h01\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825#h02\">&ldquo;Unfairer Vorteil&rdquo;: Au&szlig;enministerium kritisiert deutschen Export&uuml;berschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825#h04\">Reall&ouml;hne 2013 noch st&auml;rker gesunken als erwartet, Nominall&ouml;hne extrem schwach mit schlimmen Folgen f&uuml;r den Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825#h05\">Folgen der Sparpolitik: S&auml;uglingssterblichkeit in Griechenland steigt um 43 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825#h06\">Can the Internet democratise capitalism?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825#h07\">Irre! Kommt der Mindestlohn, verdienen Deutschlands Abgeordnete noch mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825#h08\">Barking vs. Biting: Understanding the German Constitutional Court&rsquo;s OMT reference &hellip; and its implications for EU Reform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825#h09\">Paul Krugman: The Stimulus Tragedy  &ndash;  Die Trag&ouml;die des Stimulus-Pakets<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825#h10\">Abbruch der Gespr&auml;che: Islands Regierung verzichtet auf EU-Beitritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825#h11\">Flughafen-Streik: Von 16 Euro die Stunde k&ouml;nnen andere Berufe nur tr&auml;umen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825#h12\">Jobcenter der Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825#h13\">Rechtsfreier Raum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825#h14\">Stuttgart 21: Deutschlandradio manipuliert bei Berichterstattung zur B&uuml;rgerbewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825#h15\">Kontrolle nach Hautfarbe &ndash; Wie der Staat Minderheiten schikaniert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825#h16\">Erkl&auml;rung des BdWi zum aktuellen Richtungskampf um die Hochschulreform<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20825&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie der Westen jetzt der Ukraine helfen muss<\/strong><br>\nDie Ukraine steht vor dem Staatsbankrott, unberechenbar, instabil und gef&auml;hrlich. Die Flucht nach Westen w&uuml;rde das Land zerrei&szlig;en. Alle Seiten m&uuml;ssen nun politisches Fingerspitzengef&uuml;hl zeigen. [&hellip;]<br>\nDie Aufgabe ist schwierig: Die Wirtschaft des 46-Millionen-Einwohner-Landes beruht nach wie vor auf einer starken Landwirtschaft, es mangelt aber an Energie und Bodensch&auml;tzen. Es geht um nicht weniger als eine wahrhaftige Wende: aus nach-sowjetischer Stagnation in eine neue Dynamik und wom&ouml;glich zu einem selbsttragenden Wachstum. Das erfordert zuerst Staatskunst im Innern, dann aber vor allem politische sowie wirtschaftliche und finanzielle Unterst&uuml;tzung von au&szlig;en. [&hellip;]<br>\nDer Westen zahlt jetzt den Preis daf&uuml;r, dass er sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion um das Schicksal der Ukraine und den f&auml;lligen Ausgleich mit Russland zu wenig gek&uuml;mmert hat. Dem russischen Anspruch auf privilegierte Beziehungen zum &ldquo;Nahen Ausland&rdquo; setzte der Westen die These entgegen, Interessensph&auml;ren seien altes Denken und die nunmehr souver&auml;nen Staaten Zwischeneuropas h&auml;tten schlie&szlig;lich selbst um Aufnahme gebeten. [&hellip;]<br>\nUnd nat&uuml;rlich braucht die Ukraine schnell eine legitime Regierungsgewalt, also Neuwahlen mit praktischen Fristen f&uuml;r Pr&auml;sidentenamt und Parlament und die Best&auml;tigung der Verfassung von 2004, die Janukowitsch sich nach Bedarf zurechtgebogen hatte. Ob dabei Julia Timoschenko, Vitali Klitschko oder andere Oppositionspolitiker den Preis der F&uuml;hrung davontragen, ist erst einmal von zweitrangiger Bedeutung. Gegen Julia Timoschenko spricht ihre Vergangenheit als Gas-K&ouml;nigin und das Debakel, das sie einst als Regierungschefin anrichtete; allerdings hat sie den Nimbus der M&auml;rtyrerin. Klitschko hat Weltruhm, aber nicht als Staatsmann, sondern als Sportler. Das zeigte er erst k&uuml;rzlich auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz. Emotion ist seine St&auml;rke, nicht die Schl&uuml;sselrolle im Gro&szlig;en Spiel der Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article125129150\/Wie-der-Westen-jetzt-der-Ukraine-helfen-muss.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dieser Artikel ist nat&uuml;rlich zu kritisieren, jedoch auch interessant, weil der Autor Michael St&uuml;rmer als einer der einflussreichsten &bdquo;Falken&ldquo; in den deutschen Medien gilt und bestens mit der deutschen und transatlantischen Sicherheits-Community vernetzt ist. Erstaunlicherweise tritt St&uuml;rmer auf die Bremse und pl&auml;diert f&uuml;r eine st&auml;rkere Einbeziehung Russlands. Dies spricht f&uuml;r die These des &bdquo;Zauberlehrlings&ldquo;. Das Programm zum Sturz Janukowitschs ist dem Westen vollends aus dem Ruder gelaufen. Mit einer plumpen und unbedachten Au&szlig;enpolitik haben EU\/USA\/Deutschland einen Konflikt angeheizt, f&uuml;r den sie &uuml;berhaupt keine erfolgsversprechende L&ouml;sung anbieten k&ouml;nnen. Und nun ist ihnen ihr eigener Erfolg unheimlich. So haben schon Kriege begonnen. Was wir heute erleben d&uuml;rfen, ist das genau Gegenteil zu Willy Brandts behutsam vorgehender Politik eines Wandels durch Ann&auml;herung. Die momentane Au&szlig;enpolitik erinnert eher an die brachiale Hau-Ruck-Politik von Kaiser Wilhelm II. Und das im Jahr, in dem sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal j&auml;hrt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Putin straft, Europa lockt<\/strong><br>\nJulija Timoschenko ist frei, Wiktor Janukowitsch abgesetzt, doch das ist erst der Beginn: Die Ukraine steht vor riesigen Problemen, dem Land droht die Staatspleite. Russland streicht zugesagtes Geld, die USA, der IWF und die EU bieten Hilfe an. [&hellip;]<br>\nSo ist das Land in akuter Finanznot: Russland hatte Kiew zwar Nothilfen von 15 Milliarden Dollar zugesagt, umgerechnet etwa 11 Milliarden Euro. Doch nach einer ersten Auszahlung setzte Moskau die weiteren Tranchen aus. Die Rating-Agentur Standard &amp; Poor&rsquo;s hatte Freitag vorausgesagt, das Land werde in die Pleite st&uuml;rzen, sollte Russland seine Hilfe stoppen. Kiew muss noch diesem Jahr 13 Milliarden Dollar an seine Gl&auml;ubiger zur&uuml;ckzahlen.<br>\nEigentlich wollte Russland aktuell f&uuml;r zwei Milliarden Dollar ukrainische Anleihen kaufen. &ldquo;Letze Woche haben wir dar&uuml;ber gesprochen. Aber seitdem hat sich die politische Lage dramatisch ge&auml;ndert. Jetzt m&uuml;ssen wir warten, bis es eine neue Regierung gibt&rdquo;, sagte der russische Finanzminister Anton Siluanow. Zugleich r&uuml;ckte Russland erstmals &ouml;ffentlich von Janukowitsch ab. Die j&uuml;ngsten Ereignisse zeigten den Machtverlust des Staatschefs, sagte der Vorsitzende des Ausw&auml;rtigen Ausschusses der Staatsduma, Alexej Puschkow: &ldquo;Ein trauriges Ende f&uuml;r einen Pr&auml;sidenten.&rdquo;<br>\nDer Ukraine finanziell beispringen k&ouml;nnte der Internationale W&auml;hrungsfonds. Dessen Chefin Christine Lagarde sagte: &ldquo;Wenn die ukrainischen Beh&ouml;rden sich an den IWF wenden, sei es mit der Bitte um Beratung, sei es wegen Diskussionen &uuml;ber finanzielle Hilfen, gekoppelt an Wirtschaftsreformen, stehen wir selbstverst&auml;ndlich bereit.&rdquo; Der IWF m&uuml;sse nat&uuml;rlich legitime Gespr&auml;chspartner haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ukraine-eu-steht-fuer-finanzhilfe-bereit-a-955133.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> SPIEGEL Online ist mal wieder in H&ouml;chstform. Dass Russland seine milliardenschweren Anleihenkaufprogramme erst einmal auf Eis gelegt hat, ist angesichts der politischen Turbulenzen absolut verst&auml;ndlich. Alles andere w&auml;re dem russischen Steuerzahler auch kaum zu vermitteln. Was das mit einer &bdquo;Strafe&ldquo; zu tun hat, wei&szlig; wohl nur der SPIEGEL. Auch wird hier wieder unzul&auml;ssig personalisiert. Sobald der russische Staat, oder genauer die Russische F&ouml;deration, eine politische Ma&szlig;nahme beschlie&szlig;t, die dem SPIEGEL nicht in den Kram passt, dann war es &bdquo;Putin&ldquo;. Auf der anderen Seite steht nicht EU-Kommissar Rehn, sondern &bdquo;Europa&ldquo;. Die Botschaft: Russland ist eine Diktatur, Europa demokratisch. Fragt sich nur, wer von beiden Akteuren demokratisch legitimiert ist? Putin, der vom russischen Volk gew&auml;hlt wurde? Oder Rehn, der von den europ&auml;ischen Regierungschefs ernannt wurde und weder vom Volk noch einem Parlament gew&auml;hlt wurde?<\/em><br>\n<em>F&uuml;r die Oppositionellen vom Maidan k&ouml;nnte es schon bald ein b&ouml;ses Erwachen geben. Selbstverst&auml;ndlich sind die &bdquo;Hilfen&ldquo; von EU und IWF an konkrete &bdquo;Reformen&ldquo; gekoppelt. &bdquo;Reformen&ldquo;, die ganz sicher nicht im Sinne der Demonstranten auf dem Maidan sind. Griechenland l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Ihr d&uuml;rft jetzt nicht aufh&ouml;ren&rdquo;<\/strong><br>\nWenige Stunden nach ihrer Freilassung hat die fr&uuml;here ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko die Demonstranten auf dem Unabh&auml;ngigkeitsplatz in Kiew zur Fortsetzung der Proteste aufgerufen. &ldquo;K&auml;mpft bis zum Ende&rdquo;, rief sie den mehr als 100.000 Menschen zu, die sich versammelt hatten. &ldquo;Ihr m&uuml;sst bleiben bis zum Ende, bis Politiker gew&auml;hlt sind, die das Vertrauen verdienen. Wir m&uuml;ssen es vollenden. Ihr habt ein neues Land verdient&rdquo;, betonte Timoschenko. Immer wieder warnte sie davor, den Maidan zu r&auml;umen.<br>\nWie in einer Bewerbungsrede f&uuml;r das Pr&auml;sidentenamt warb Timoschenko zugleich um Vertrauen. &ldquo;Ich werde die Garantin daf&uuml;r sein, dass Euch niemand verr&auml;t und niemand Hinterzimmerabsprachen trifft&rdquo;, sagte sie. Bereits bei ihrer Ankunft in Kiew hatte sie deutlich gemacht, dass sie bei Neuwahlen f&uuml;r das Pr&auml;sidentenamt kandidieren wolle. (&hellip;)<br>\nDie Reaktionen auf die Rede unter den Demonstranten waren gemischt: W&auml;hrend viele die Ansprache begr&uuml;&szlig;ten, pfiffen andere. Das spiegelt Timoschenkos Status wider: Die 53-J&auml;hrige ist eine der schillerndsten, aber auch umstrittensten Figuren der Ukraine. Die machtbewusste Politikerin war eine der F&uuml;hrerinnen der Orangenen Revolution von 2004.<br>\nBevor Timoschenko politisch breit in Erscheinung trat, war sie erfolgreiche Unternehmerin. Ihr Verm&ouml;gen wurde 2007 auf mehrere hundert Millionen Dollar gesch&auml;tzt, die sie im Energiesektor verdiente. In diesem Zusammenhang gab es mehrfach Ermittlungen gegen Timoschenko. 2011 war sie wegen angeblichen Amtsmissbrauchs festgenommen und zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Sie hatte dies stets als politisch motiviert bezeichne<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ukraine1072.html\">Tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dieser Bericht ist einer der wenigen Berichte in den deutschen Medien, der zumindest darauf hinweist, dass Timoschenko auf dem Maidan keinesfalls als &bdquo;Oppositionsf&uuml;hrerin&ldquo; gefeiert wurde. Wer sich ihre Rede im Livestream angeschaut hat, kommt zu einem noch h&auml;rteren Urteil. Als Timoschenko &ndash; Showgirl wie eh und je &ndash; mit &bdquo;br&uuml;chiger&ldquo; Stimme, blass und ungeschminkt im Rollstuhl sitzend ihre ersten Worte sprach, wurde sie in der Tat mit einem ordentlichen H&ouml;flichkeitsapplaus empfangen, der jedoch in keinem Vergleich zu dem frenetischen Jubel steht, mit denen andere Aktivisten begr&uuml;&szlig;t wurden. W&auml;hrend ihrer Rede wurde sie mehrfach von gro&szlig;en Teilen des  Publikums ausgepfiffen und als sie ihre Rede beendete, blieb der Maidan ungew&ouml;hnlich still. Hier wurde keine &bdquo;Oppositionsf&uuml;hrerin&ldquo; gek&uuml;rt, ganz im Gegenteil. Erstaunlich, dass man davon in den allermeisten Berichten deutscher Medien nichts erfahren hat.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Unfairer Vorteil&rdquo;: Au&szlig;enministerium kritisiert deutschen Export&uuml;berschuss<\/strong><br>\nDas Ausw&auml;rtige Amt schlie&szlig;t sich der europ&auml;ischen Kritik am hohen deutschen Export&uuml;berschuss an und fordert, zu dessen Abbau die Binnennachfrage anzukurbeln. &ldquo;Genau wie die Defizitl&auml;nder in der Pflicht stehen, ihre Situation zu verbessern, gibt es auch eine Verpflichtung f&uuml;r die sogenannten &Uuml;berschussl&auml;nder wie Deutschland&rdquo;, sagte der Europa-Staatsminister im Ausw&auml;rtigen Amt, Michael Roth (SPD).<br>\nRoth kritisierte: &ldquo;Durch den ausufernden Niedriglohnsektor in Deutschland, durch die Zunahme von prek&auml;rer Besch&auml;ftigung haben wir uns einen unfairen Vorteil gegen&uuml;ber unseren Partnerl&auml;ndern verschafft. Der muss perspektivisch beseitigt werden.&rdquo; Die Abmilderung der Leistungsungleichgewichte in der Europ&auml;ischen Union sei &ldquo;nicht nur eine Aufgabe der Defizitl&auml;nder, sondern auch eine Aufgabe von Deutschland&rdquo;.<br>\nDie Aussagen sind beachtlich, weil die Bundesregierung Kritik am deutschen Handels&uuml;berschuss bislang stets zur&uuml;ckgewiesen hatte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/auswaertiges-amt-kritisiert-deutschen-exportueberschuss-a-955056.html\">Spiegel Online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eine Stimme der Vernunft im anhaltenden Irrsinn, interessanterweise gerade aus dem Ministerium des Agenda-2010-Consigliere Steinmeier, der f&uuml;r die hier kritisierte Politik ma&szlig;geblich mitverantwortlich ist. Nur verstehe ich nicht das Wort &ldquo;Vorteil&rdquo; &ndash; in Lohndumping-Deutschland haben vielleicht die Unternehmen Vorteile, aber die Arbeitnehmer &ndash; f&uuml;r mich &ldquo;Deutschland&rdquo; &ndash; doch erhebliche Nachteile.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Debatte im Bundestag: Aus Vorratsdatenspeicherung wird Private Vorsorgespeicherung<\/strong><br>\nGestern gab es einen kleinen &Uuml;berblick, wie es um die aktuelle Debatte zur Vorratsdatenspeicherung steht. Heute wurde das Thema im Bundestag besprochen. Den Auftakt machte Konstantin von Notz von B&uuml;ndnis90\/Die Gr&uuml;nen und f&uuml;hrte aus, dass die Vorratsdatenspeicherung &ldquo;ma&szlig;los, weitestgehend nutzlos und unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig&rdquo; sei &ndash; und damit abzulehnen. Es habe seitens der SPD nur einen kurzen &ldquo;b&uuml;rgerrechtlichern Sturm im Wasserglas&rdquo; gegeben, aber mittlerweile sei  Justizminister Maas eingeknickt. Besonders stellte Notz heraus, dass die VDS im Angesicht des &Uuml;berwachungsskandals indiskutabel ist und es sicher dazu kommen werde, dass eine etwaige Umsetzung vom Bundesgerichtshof wieder als verfassunswidrig deklariert werde:<br>\nBon Voyage bei der Umsetzung einer deutschen  Vorratsdatenspeicherung beim Bundesverfassungsgericht, wo Richterinnen und Richter aus Angst vor &Uuml;berwachung nur noch mit Stift und Papier in Besprechungen gehen.<br>\nDem zu erwartenden Kinderpornoargument versuchte er vorsorglich entgegenzusetzen, dass es auch andere Ma&szlig;nahmen als die VDS gebe und diese endlich umgesetzt werden m&uuml;ssten.<br>\nVolker Ullrich von CDU\/CSU warf Gr&uuml;nen und Linken daraufhin vor, dass sie mit der Sprache und der Angst spielten und f&auml;lschlicherweise die VDS im Zusammenhang mit der NSA erw&auml;hnten. Es gehe darum, &ldquo;Daten bei Providern, die sowieso da sind, zur Aufkl&auml;rung von Straftaten gegen wichtigste Rechtsg&uuml;ter zu nutzen&rdquo; und den bestm&ouml;glichen Datenschutz f&uuml;r diese Daten zu gew&auml;hrleisten, unter Ber&uuml;cksichtigung des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes. Das erinnert stark an den Artikel von Thomas Heilmann, der Ende Januar bei der Zeit erschienen ist, und in dem versucht wurde, VDS als neuen Datenschutz darzustellen.Dann spielt Ullrich selbst mit der Sprache und will die VDS umbenennen in: private Vorsorgespeicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2014\/debatte-im-bundestag-aus-vorratsdatenspeicherung-wird-private-vorsorgespeicherung\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesrat will pr&auml;ventive Spionage erlauben<\/strong><br>\nTelefone abh&ouml;ren, R&auml;ume verwanzen und in Computer eindringen: All dies soll dem Schweizer Nachrichtendienst erlaubt sein &ndash; auch wenn keine Straftat vorliegt. Zudem soll er wie die NSA das Internet anzapfen d&uuml;rfen.<br>\nDas Parlament muss entscheiden, ob der Nachrichtendienst k&uuml;nftig pr&auml;ventiv Telefone anzapfen darf. Der Bundesrat hat die Botschaft zum neuen Nachrichtendienstgesetz an die eidgen&ouml;ssischen R&auml;te geleitet.<br>\nGrosse &Auml;nderungen brachte die Regierung nach der Vernehmlassung nicht an: Nach ihrem Willen soll der Nachrichtendienst k&uuml;nftig pr&auml;ventiv Telefongespr&auml;che abh&ouml;ren, private R&auml;ume verwanzen oder in Computer eindringen d&uuml;rfen. (&hellip;)<br>\nVor sechs Jahren ist der Bundesrat mit &auml;hnlichen Vorschl&auml;gen im Parlament gescheitert. Damals ging der Mehrheit der geplante &laquo;Lauschangriff&raquo; zu weit.<br>\nInzwischen halten viele die Gesetzes&auml;nderungen f&uuml;r n&ouml;tig, trotz der Diskussionen um die &Uuml;berwachungst&auml;tigkeiten des US-Geheimdienstes NSA. In der Vernehmlassungen waren die Vorschl&auml;ge des Bundesrates mehrheitlich auf Zustimmung gestossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/schweiz\/standard\/Bundesrat-will-praeventive-Spionage-erlauben\/story\/16811472\">Tages Anzeiger<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundeswehr: Abh&ouml;rstationen k&ouml;nnen auch Handydaten abgreifen<\/strong><br>\nWie das Bundeswehr-Journal berichtet, hat die Bundeswehr im Oktober 2013 einen sogenannten MoGeFA-Systemdemonstrator von Plath erworben. Die Abk&uuml;rzung MoGeFA steht f&uuml;r &ldquo;Mobiles Gesch&uuml;tztes Fernmeldeaufkl&auml;rungssystem&rdquo;. Konkret handelt es sich um ein System, das laut Hersteller mit gro&szlig;er Bandbreite und hoher Scangeschwindigkeit Kommunikationsdaten aller wichtigen Frequenzbereiche mitschneiden kann. Selbst hohe Datenaufkommen sollen sich durch automatisierte Verfahren schnell auswerten lassen. Derzeit ist das System in Daun stationiert. Laut Netzpolitik.org will die Bundeswehr diese MoGeFA-Systeme ab 2016 in gr&ouml;&szlig;eren St&uuml;ckzahlen beschaffen.<br>\nVom Gr&uuml;nen-Politiker Hans-Christian Str&ouml;bele wurde am Mittwoch dieser Woche im Bundestag die Frage aufgeworfen, ob es neben der erw&uuml;nschten Erfassung milit&auml;risch relevanter Daten auch dazu kommen k&ouml;nne, dass zivile Kommunikationsdaten mitgeschnitten wird und ob ein Datenschutzbeauftragter in das Projekt involviert sei. Laut Verteidigungsministerium sei es zwar nicht gew&uuml;nscht, aber durchaus m&ouml;glich, zivile Daten als unerw&uuml;nschten Beifang zu erfassen.<br>\nEine konkrete Auskunft, wie mit diesen Daten umgegangen werden soll, konnte der Vertreter des Verteidigungsministeriums nicht geben. Die Weitergabe an Dritte sei ihm zufolge jedenfalls nicht beabsichtigt. Ein Datenschutzbeauftrager scheint bisher in das Projekt nicht involviert zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Bundeswehr-Abhoerstationen-koennen-auch-Handydaten-abgreifen-2120909.html?wt_mc=nl.ho\">heise online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Reall&ouml;hne 2013 noch st&auml;rker gesunken als erwartet, Nominall&ouml;hne extrem schwach mit schlimmen Folgen f&uuml;r den Euro<\/strong><br>\nDie Nominall&ouml;hne (die hier in einer Kopfbetrachtung eingehen, bei der auch Teilzeit- und geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte enthalten sind) sind mit 1,3 Prozent Zuwachs 2013 &ndash; mit Ausnahme des Rezessionsjahres 2009, da waren es nur 0,1 Prozent wegen des extrem starken Anstiegs der Kurzarbeit &ndash; so schwach gestiegen wie zuvor nur in den Jahren 2003 bis 2006 und 1996 bis 1999&hellip;.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140224_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140224_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Der Index der Arbeitskosten je geleisteter Arbeitsstunde (blaue Linie), der in Hinblick auf die Kostensituation der Unternehmen aussagekr&auml;ftiger ist, befindet sich ebenfalls auf dem Weg nach unten und liegt im vergangenen Jahr trotz des Ausrei&szlig;ers im ersten Quartal im Jahresdurchschnitt unter zwei Prozent.  Man kann an der Abbildung &uuml;brigens gut erkennen, wie brutal vor allem in den Jahren 2005 und 2006 die L&ouml;hne nach unten gedr&uuml;ckt wurden, um die deutsche Wettbewerbsf&auml;higkeit zu verbessern.<br>\nUnd das passiert im Jahr f&uuml;nf der Eurokrise, die urs&auml;chlich auf das deutsche Lohndumping zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/realloehne-2013-noch-staerker-gesunken-als-erwartet-nominalloehne-extrem-schwach-mit-schlimmen-folgen-fuer-den-euro\/\">Flassbeck Economics<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Folgen der Sparpolitik: S&auml;uglingssterblichkeit in Griechenland steigt um 43 Prozent<\/strong><br>\nMehr Totgeburten, HIV-Neuinfektionen, Tuberkulose- und Depressionsf&auml;lle sowie Suizide: Der drastische Sparkurs in Griechenland hat einer Studie zufolge verheerende Auswirkungen. Eine Hilfsorganisation spricht von einer vollst&auml;ndigen Verletzung der Menschenw&uuml;rde&hellip;<br>\n&ldquo;Griechenlands Gesundheitskrise: Von der Sparpolitik zur Realit&auml;tsverweigerung&rdquo; haben die Forscher der britischen Universit&auml;ten Cambridge, Oxford und London ihre Studie betitelt, die im Medizinjournal &ldquo;The Lancet&rdquo; ver&ouml;ffentlicht wurde.<br>\nIn der Tat ergibt die Auswertung offizieller Umfragen und Statistiken sowohl der griechischen Regierung als auch der EU-Kommission ein erschreckendes Bild: Demnach hat die drastische Sparpolitik w&auml;hrend der seit sechs Jahren andauernden Krise in Griechenland verheerende Folgen f&uuml;r die Gesundheit der Bev&ouml;lkerung. Folgen, die von der Regierung in Athen und internationalen Krisenmanagern wider besseren Wissens bestritten werden, wie die Forscher feststellen (<a href=\"http:\/\/download.thelancet.com\/pdfs\/journals\/lancet\/PIIS0140673613622916.pdf?id=aaaMh5sd7otiHcz6Rsuru\">hier die Studie im PDF-Format [PDF &ndash; 288 KB]<\/a>).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/studie-sparkurs-hat-verheerende-folgen-fuer-gesundheit-der-griechen-a-954879.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man fragt sich wie viele Meldungen dieser Art es noch braucht damit auch die Masse der Menschen erkennt, dass es sich beim Neoliberalismus um eine menschenverachtende Ideologie handelt?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Wir in Deutschland sollten jedoch nicht mit dem Zeigefinger auf andere zeigen. Es gibt zu diesem Thema hierzulande genug Probleme, die seit Jahren bekannt sind:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Hartz IV&rdquo; reduziert die Lebenserwartung, dies ist staatspolitisch uneingestanden erw&uuml;nscht!<\/em><br>\n<em>Zynisch k&ouml;nnte hinzugef&uuml;gt werden: Dieses Ph&auml;nomen ist erfolgreich exportiert und &uuml;bertroffen worden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Can the Internet democratise capitalism?<\/strong><br>\n&ldquo;Candour demands that even the most enthusiastic apologists of contemporary Western democracies admit that the latter come much closer to Aristotle&rsquo;s definition of oligarchy than to his depiction of democracy. There simply is not, at least according to Aristotle, enough Demos in our Democracy today. Put differently, even though Socrates would not have been poisoned by the British or French Parliaments for smuggling subversive ideas into the mind of the young (protected, thankfully, by an impressive panoply of juridical authority), our electorates (&lsquo;We, the People&rsquo; in the language of the American Constitution) exercise no power over daily life which might be comparable to that of Athenian citizens. Moreover, there is a deep sense in which the power actually exercised (by both citizens and their elected representatives) has been declining steadily with every twist and turn of our recent political history.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/yanisvaroufakis.eu\/2014\/02\/21\/can-the-internet-democratise-capitalism\/\">Yanis Varoufakis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Irre! Kommt der Mindestlohn, verdienen Deutschlands Abgeordnete noch mehr<\/strong><br>\nDer gesetzliche Mindestlohn soll 2015 greifen. Davon k&ouml;nnten auch die Abgeordneten finanziell profitieren. Der Grund: Die Di&auml;ten werden k&uuml;nftig entsprechend der Lohnentwicklung steigen. Dieser Sondereffekt beschert den Parlamentariern unter Umst&auml;nden ein ordentliches Di&auml;ten-Plus. [&hellip;]<br>\nSie legen nahe, dass sich die turnusgem&auml;&szlig;e Di&auml;tenerh&ouml;hung im Jahr 2016 um mindestens 2,8 Prozentpunkte zus&auml;tzlich erh&ouml;hen wird, wenn  vom 1. Januar 2015 an der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde greift. Das liegt daran, dass die Abgeordnetenbez&uuml;ge k&uuml;nftig entsprechend der durchschnittlichen Lohnentwicklung aller Arbeitnehmer steigen sollen und diese statistische Gr&ouml;&szlig;e wiederum auch vom Mindestlohn beeinflusst wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/neues-diaetenrecht-mindestlohn-koennte-abgeordneten-saftiges-diaetenplus-bescheren_id_3634707.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Anscheinend ist kein &ldquo;Argument&rdquo; zu bl&ouml;de, um nicht gegen den Mindestlohn ins Feld gef&uuml;hrt zu werden.<\/em><br>\n<em>Im &Uuml;brigen w&auml;re es eine zus&auml;tzliche Erh&ouml;hung des Durchschnittslohns in Deutschland um 2,8 oder mehr Prozent &auml;u&szlig;erst w&uuml;nschenswert und l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig; leider ist zu bef&uuml;rchten, da&szlig; die Erh&ouml;hung deutlich niedriger ausf&auml;llt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Barking vs. Biting: Understanding the German Constitutional Court&rsquo;s OMT reference &hellip; and its implications for EU Reform<\/strong><br>\nIn short, even if the CJEU does not agree with the GFCC&rsquo;s limiting interpretation of the OMT program (in para. 4d), the Court says that the German government and parliament will nevertheless be under a duty to &ldquo;legitimise the assumption of powers&rdquo; claimed by the ECB and ratified by the CJEU.  Or, if &ldquo;this is not feasible or wanted,&rdquo; then they must &ldquo;pursue [a] reversal &hellip; with legal or political means&rdquo; and &ldquo;to take adequate precautions to ensure that the domestic effects remain as limited as possible.&rdquo;  Either way, the likely fall-out of Friday&rsquo;s OMT reference is that the German government will find itself, whether it wanted to be or not, clearly aligned with the project of EU reform and treaty change.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/eutopialaw.com\/2014\/02\/10\/barking-vs-biting-understanding-the-german-constitutional-courts-omt-reference-and-its-implications-for-eu-reform\/\">eutopia law<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.J:<\/strong> M.E. der bislang fundierteste Kommentar zur Entscheidung des BVerfG &uuml;ber das OMT-Programm der EZB. Die sog. Vorlagefragen an den Europ&auml;ischen Gerichtshof sind rethorisch, weil die gew&uuml;nschte Antwort schon feststeht. Bejaht der EuGH nicht die erheblichen Einschr&auml;nkungen, die das BVerfG verlangt, droht eine abweichende Entscheidung nur f&uuml;r Deutschland, mit der Verpflichtung f&uuml;r die deutsche Bundesregierung, entweder auf eine kompetenzerweiternde &Auml;nderung der EU-Vertr&auml;ge zu Gunsten der EZB hinzuwirken oder das OMT-Programm politisch und juristisch zu bek&auml;mpfen und seine Auswirkungen auf Deutschland m&ouml;glichst zu begrenzen. Da ersteres einem politischen Wunder gleichk&auml;me, bedeutet der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts unter dem Strich eine erhebliche Versch&auml;rfung der politischen Auseinandersetzung &uuml;ber die Zukunft des Euro und Europas. Der Autor sieht das wom&ouml;glich optimistischer: Hoffentlich beh&auml;lt er Recht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Paul Krugman: The Stimulus Tragedy  &ndash;  Die Trag&ouml;die des Stimulus-Pakets<\/strong><br>\nF&uuml;nf Jahre sind vergangen, seit Pr&auml;sident Obama den American Recovery and Investment Act  unterzeichnet hat  &ndash;  das &bdquo;Stimulus-Paket&ldquo;. Mit der Zeit ist deutlich geworden, dass das Gesetz sehr viel Gutes bewirkt hat. Es hat dazu beigetragen, dem wirtschaftlichen Absturz ein Ende zu bereiten; Millionen Jobs hat es geschaffen oder erhalten; Und es hat uns ein bedeutendes Verm&auml;chtnis &ouml;ffentlicher und privater Investitionen hinterlassen.<br>\nGleichzeitig war es politisch ein Desaster. Und eine Folge dieses politischen Desasters  &ndash;  die Meinung n&auml;mlich, das Stimulus-Paket sei ein Fehlschlag gewesen  &ndash;  h&auml;ngt der Wirtschaftspolitik immer noch an.<br>\nBeginnen wir mit den positiven Auswirkungen des Stimulus-Pakets.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/02\/21\/opinion\/krugman-the-stimulus-tragedy.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Abbruch der Gespr&auml;che: Islands Regierung verzichtet auf EU-Beitritt<\/strong><br>\nIsland in der EU? Nein, danke! Die Regierung in Reykjav&iacute;k hat die Beitrittsverhandlungen ausgesetzt und will die Kandidatur des Inselstaats zur&uuml;ckziehen. Die Bewohner des Landes w&uuml;rden dar&uuml;ber am liebsten in einem Referendum abstimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/islands-regierung-will-auf-eu-beitritt-endgueltig-verzichten-a-955011.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Flughafen-Streik: Von 16 Euro die Stunde k&ouml;nnen andere Berufe nur tr&auml;umen<\/strong><br>\nMit Warnstreiks legen die Sicherheitsleute heute den Frankfurter Flughafen lahm. Ver.di fordert eine Lohnerh&ouml;hung von 37 Prozent &ndash; auf bis zu 16 Euro pro Stunde. Davon k&ouml;nnen andere Branchen nur tr&auml;umen.<br>\nDie Lohn-Forderungen der Gewerkschaft Ver.di f&uuml;r das Sicherheitspersonal am Frankfurter Flughafen stellt d&uuml;rften vielen Arbeitnehmern happig erscheinen: Ein Plus von 37 Prozent, ein Sprung von 11,70 Euro auf 16 Euro. Das ist fast doppelt so viel, wie der geplante bundesweite Mindestlohn.<br>\n11,70 Euro sind f&uuml;r viele Angestellte eine f&uuml;rstliche Summe, zumal die sogenannten Luftsicherheitsassistenten, die die Flugg&auml;ste vor dem Gate kontrollieren, keine berufsbezogene Ausbildung absolvieren m&uuml;ssen. Das Luftsicherheitsgesetz schreibt lediglich mehrere Fortbildungen vor. Ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport erkl&auml;rt, generell k&ouml;nne eine solche Stelle jeder bekommen, der vorher bewiesen habe, dass er zuverl&auml;ssig und dem Arbeitsalltag gewachsen ist &ndash; zum Beispiel durch eine Berufsausbildung oder mehrj&auml;hrige Berufserfahrung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/arbeitsmarkt\/flughafen-sicherheitspersonal-streikt-von-16-euro-die-stunde-koennen-andere-berufe-nur-traeumen_id_3632007.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Hetze gegen Gewerkschaften und Lohnforderungen wird hier in einer Art &ldquo;Neiddiskussion&rdquo; gegen an angefacht: nur weil schon so viele Menschen im  unterbezahlt im Niedriglohnsektor arbeiten, sollen es auch alle anderen tun?)Was w&auml;re denn der gerechte Lohn f&uuml;r einen FOCUS-Propaganda-Schreiber, der wohl weniger durch eine &ldquo;berufsbezogene Qualifikation&rdquo; als durch seine arbeitgeberfreundliche Haltung brilliert?<\/em><br>\n<em>Besonders asozial ist der Satz  &hellip;<\/em><br>\n<em>&ldquo;11,70 Euro sind f&uuml;r viele Angestellte eine f&uuml;rstliche Summe, zumal die sogenannten Luftsicherheitsassistenten, die die Flugg&auml;ste vor dem Gate kontrollieren, keine berufsbezogene Ausbildung absolvieren m&uuml;ssen.&rdquo;<\/em><br>\n<em>&hellip; 11,70 Euro &ndash; im Schichtdienst!! -, mit denen man z. B. in einer teuren Stadt wie Frankfurt gerade so &uuml;ber die Runden kommt, sind wohl f&uuml;r niemanden ein &ldquo;f&uuml;rstliches&rdquo; Gehalt &ndash; und au&szlig;erdem ist der Beruf des Flugsicherheitskontrolleurs verantwortungsvoll und wichtig. L&auml;cherlich wird die FOCUS-&ldquo;Argumentation&rdquo;, wenn erw&auml;hnt wird, da&szlig; die Luftsicherheitsassistenten sehr wohl eine Berufsausbildung und\/oder in mehrj&auml;hriger Berufserfahrung ihre Zuverl&auml;ssigkeit bewiesen haben m&uuml;ssen, die Voraussetzungen f&uuml;r den Beruf also keinesfalls nahe Null sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Jobcenter der Zukunft<\/strong><br>\nEntwicklungsnotwendigkeiten der Jobcenter aus Sicht der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerinnen und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer. Stellungnahme des Bundesnetzwerks Jobcenter<br>\nWichtig ist auch zu erkennen, dass die Arbeit in Jobcentern au&szlig;erordentlich anspruchsvoll und fordernd ist. Nur besonders qualifizierte und hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter k&ouml;nnen die Aufgaben des SGB II gut und rechtssicher erf&uuml;llen. Das erfordert gute Ausbildung, eine leistungsgerechte Verg&uuml;tung und vor allem langfristige Entwicklungsperspektiven f&uuml;r die Betroffenen. Fehlt es daran, werden die Jobcenter schnell zu &bdquo;Durchlauferhitzern&ldquo; mit hohen Fluktuationsquoten, zunehmend demotiviertem Personal, nachlassender Dienstleistungsqualit&auml;t, schlechtem Image und entsprechend geringer Attraktivit&auml;t f&uuml;r leistungsf&auml;hige und leistungsbereite Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dadurch kann ein Teufelskreis von schlechten Arbeitsbedingungen, sinkender Leistungsf&auml;higkeit und schlechtem Ansehen entstehen, der zu einer massiven Destabilisierung des Systems insgesamt f&uuml;hrt. Solche Entwicklung f&uuml;hren nicht zu einem neuen Gleichgewicht auf niedrigerem Niveau, sondern es entsteht ein Abw&auml;rtssog, in den alle hineingerissen werden &ndash; Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kunden und nicht zuletzt auch die Tr&auml;ger der Grundsicherung, die bei einer sinkenden Effizienz des Systems u.a. steigende Finanzierungslasten tragen m&uuml;ssen. Qualitativ gut ausgestatte Jobcenter sind kein Luxus, den man sich nur bei guter Haushaltslage leisten mag, sondern geradezu die Voraussetzung f&uuml;r die Verhinderung eines unkontrollierten Ausgabenwachstums im Bereich der sozialen<br>\nSicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.harald-thome.de\/media\/files\/JOBCENTER-der-Zukunft_END_22-01-2014_mit-Anhang-01.pdf\">Harald Thom&eacute; [PDF &ndash; 183 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> An vieles haben die Jobcenter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer gedacht. Einen ganz wesentlichen Umstand zur Verbesserung der Situation von Erwerbslosen und Jobcenter-Mitarbeiterschaft haben sie (Absicht oder Zufall?) jedoch nicht einmal erw&auml;hnt:<\/em><br>\n<em>Die Anzahl der offenen (Ausbildungs-)Stellen in Relation zur Bewerberzahl;<\/em><br>\n3.178.501 Bewerberprofile sowie 719.518 Stellen und 268.861 Ausbildungsstellen (Stand 21.02.2014; aus: <a href=\"http:\/\/jobboerse.arbeitsagentur.de\/\">arbeitsagentur.de<\/a>).<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Rechtsfreier Raum<\/strong><br>\nBundesregierung ber&auml;t &uuml;ber Hartz-IV-Versch&auml;rfungen. Sozialrechtler fordert Opposition und Verb&auml;nde zur Gegenwehr auf<br>\nMassenhaft fehlerhafte Bescheide und juristische Marathonk&auml;mpfe um lebensnotwendige Kleinstbetr&auml;ge: Hartz IV bleibt ein Rechtsdesaster. Derweil sich die Bundestagsabgeordneten am Freitag eine Di&auml;tenerh&ouml;hung um 830 auf 9082 Euro pro Monat genehmigten, bereitet die Regierung weitere H&auml;rten f&uuml;r Bezieher von Arbeitslosengeld II und Grundsicherung vor (jW berichtete). 24 von 120 &Auml;nderungsvorschl&auml;gen einer Bund-L&auml;nder-Arbeitsgruppe unter dem Titel &raquo;Rechtsvereinfachungen im Zweiten Sozialgesetzbuch&laquo; fanden am Mittwoch bei einem ersten &raquo;Fachgespr&auml;ch&laquo; im Bundestag bereits Anklang. Der Referent f&uuml;r Erwerbslosen- und Sozialrecht, Harald Thom&eacute;, rechnet damit, da&szlig; die Gesetzesnovelle im Herbst beschlossen wird. Er hat die &raquo;bejubelten&laquo; Punkte gepr&uuml;ft, das Ergebnis sei &raquo;erschreckend&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/02-22\/026.php\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Unter dem Begriff &bdquo;Rechtsvereinfachung&ldquo; werden eine Vielzahl von SGB II-&Auml;nderungen und Versch&auml;rfungen diskutiert, dazu eine Stellungnahme von Harald Thom&eacute; zu den Konsenspunkten der AG<\/strong><br>\nIm Rahmen einer Bund-L&auml;nder-Arbeitsgruppe werden derzeit SGB II Gesetzes&auml;nderungen vorbereitet. Insgesamt gibt es 120 Vorschl&auml;ge zur &Auml;nderung, bei bisher 24 Vorschl&auml;gen hat sich ein Konsens aller Beteiligten rausgebildet. Im Rahmen eines Fachgespr&auml;ches im Bundestag vom 19. Feb. habe ich dazu ein Papier geschrieben in dem ich diese Rechts&auml;nderungen mal einer genaueren Pr&uuml;fung unterzogen habe, was das f&uuml;r Folgen f&uuml;r die Leistungsberechtigten hat.<br>\nDas Ergebnis ist erschreckend, unter dem verharmlosenden Titel der &bdquo;Rechtsvereinfachung&ldquo; soll das SGB II-Recht deutlich versch&auml;rft werden und zunehmend ein Hart IV-Sonderrecht etabliert werden.<br>\nDie Jobcenter entwickeln sic zunehmend zu Sonderrechtszonen und zu &bdquo;Gefahrenzonen&ldquo; f&uuml;r Erwerbslose. Es wird Zeit sich dieser Entwicklung entgegenzustellen und jetzt die &ouml;ffentliche Debatte &uuml;ber die SGB II &ndash; Gesetzes&auml;nderungen zu beginnen. Das bedeutet Kritik an den &Uuml;berlegungen, aber auch Einbringen von eigenen Forderungen. Ich m&ouml;chte die Verb&auml;nde und Aktiven zur Aufnahme der Debatte aufrufen und ermutigen. Nach gut Informierten Kreisen sollen die SGB II-&Auml;nderungen Richtung Herbst durchgef&uuml;hrt werden.<br>\nMeine Stellungnahme gibt es <a href=\"http:\/\/www.harald-thome.de\/media\/files\/Bewertung-der-Konsense-ASMK-19.02.2014-HT.doc.pdf\">hier [PDF &ndash; 177 KB]<\/a>.<br>\nHier noch der Zwischenbericht: <a href=\"http:\/\/www.harald-thome.de\/media\/files\/ASMK-Rechtsvereinfachungen-SGB-II---27.09.2013.pdf\">ASMK &ndash; AG, auf den sich meine Stellungnahme bezieht [PDF &ndash; 429 KB]<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tacheles-sozialhilfe.de\/harry\/view.asp?ID=2253\">Tacheles e.V.<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die Thom&eacute;-Newsletter enthalten viele interessante Hinweise und Informationen, die auch f&uuml;r Nicht-Erwerbslose durchaus von Interesse sein k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Stuttgart 21: Deutschlandradio manipuliert bei Berichterstattung zur B&uuml;rgerbewegung<\/strong><br>\nIm L&auml;nderreport von Deutschlandradio Kultur gab es gestern, am 21.02.2014 einen Bericht, der sich mit der B&uuml;rgerbewegung gegen Stuttgart21 besch&auml;ftigte. Michael Brandt berichtet darin vom Ausstieg der Gr&uuml;nen, des VCD, des BUND und von ProBahn aus dem Aktionsb&uuml;ndnis und analysiert die Ver&auml;nderung innerhalb des Protests gegen Stuttgart 21. Doch leider geriet der Bericht &auml;u&szlig;erst einseitig und sollte ganz offensichtlich dem Zuh&ouml;rer suggerieren, dass die B&uuml;rgerbewegung gegen Stuttgart 21 sich &raquo;radikalisiere&laquo; und ihr Ende gekommen sei. Um diesen Eindruck zu untermauern, schreckte der &ouml;ffentlich-rechtliche Sender selbst vor offensichtlicher und sehr dreister Manipulation von O-T&ouml;nen nicht zur&uuml;ck. (Ein Kommentar von Zwuckelmann.) (&hellip;)<br>\nDer unwissende Zuh&ouml;rer gewinnt also abermals den Eindruck, dass die Tausend Montagsdemonstranten inzwischen ein radikaler, verbohrter Haufen geworden w&auml;ren, die vor vern&uuml;nftigen, gem&auml;&szlig;igten Gegnern keinen Respekt mehr h&auml;tten. Selbst ihre eigenen Leute br&uuml;llten sie inzwischen nieder. Doch hier manipuliert das Deutschlandradio in einer Art und Weise, wie man es ihm nicht zugetraut h&auml;tte. Denn die eingespielten L&uuml;genpack-Rufe (hier ab Minute 13:50) gab es bei dieser 208. Montagsdemo, auf der Peter Conradi seit langem einmal wieder aufgetreten ist und auf die sich die Zitate beziehen, gar nicht. Das hei&szlig;t, die Radioredakteure haben von einer anderen Montagsdemo die Aufzeichnungen der L&uuml;genpack-Rufe, die in einem ganz anderen Zusammenhang entstanden sein m&uuml;ssen, in diesen Bericht montiert, um bewusst falsche Aussagen mit O-T&ouml;nen zu untermauern. Dieses Vorgehen kann man nicht anders als Betrug und bewusste T&auml;uschung nennen. Wer sich davon &uuml;berzeugen mag, dass es keinerlei L&uuml;genpack-Rufe gab, sondern im Gegenteil gro&szlig;en Applaus, sehe sich die Rede von Peter Conradi auf der 208. Montagsdemo hier an.<br>\nAm Schluss kann man sich nur fragen, was Brandt mit diesem Beitrag bezweckt. Denn er sagt selbst, dass sich alle Bef&uuml;rchtungen der Gegner bewahrheitet h&auml;tten: der Kostendeckel sei gesprengt, der urspr&uuml;ngliche Zeitplan sei deutlich verschoben, das Mineralwasser bereite der Bahn doch gr&ouml;&szlig;ere Probleme, die Leistungsf&auml;higkeit w&uuml;rde zunehmend in Frage gestellt. Damit zeigt Brandt doch gerade, dass es Gr&uuml;nde genug gibt, auch heute noch gegen Stuttgart 21 zu protestieren. Aber anstatt sich &uuml;ber so unerschrockenes b&uuml;rgerschaftliches Engagement zu freuen und alles daf&uuml;r zu tun, dass die L&uuml;gen der Bahn weiterhin an die &Ouml;ffentlichkeit kommen, kompromittiert er den Protest und schreckt dabei sogar vor dreister Manipulation nicht zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cams21.de\/stuttgart-21-deutschlandradio-manipuliert-bei-berichterstattung-zur-buergerbewegung\/\">cams21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kontrolle nach Hautfarbe &ndash; Wie der Staat Minderheiten schikaniert<\/strong><br>\nGeorg Restle: &bdquo;Stellen Sie sich vor, Sie m&uuml;ssten bei jeder Zugfahrt und bei jedem Gang durch einen Bahnhof damit rechnen, von der Polizei angehalten, an die Wand gestellt und durchsucht zu werden, als seien Sie ein Schwerverbrecher. Wenn Sie das f&uuml;r absurd halten, dann wahrscheinlich nur deshalb, weil Sie wei&szlig; sind und wie ein Mitteleurop&auml;er aussehen. Ansonsten droht Ihnen n&auml;mlich genau das: Immer wieder Kontrollen und peinlichste Befragungen &ndash; und das mitten in der &Ouml;ffentlichkeit. Racial profiling nennt sich das, anders gesagt: polizeilicher Rassismus. Und der ist alles andere als ein Hirngespinst, wie Ihnen jetzt Peter Onneken und Isabel Schayani zeigen.&ldquo;<br>\nKontrolliert, manchmal sogar an die Wand gestellt. Ohne Verdacht. Das kennen die meisten Deutschen nicht. Passiert aber jeden Tag tausendfach in Deutschland &ndash; nur eben so gut wie keinem Wei&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2014\/0220\/polizei.php5\">Das Erste.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Allt&auml;gliche Diskriminierung und Rassismus erleben zu viele Menschen auch in zahlreichen anderen Lebensbereichen: Zum Beispiel bei Ausl&auml;nderbeh&ouml;rden, auf dem Wohnungsmarkt und wenn es um das Erhalten von Sozialleistungen geht.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Urteil des Bundesgerichts: &ldquo;Drecksasylant&rdquo; ist f&uuml;r Schweizer Richter keine Rassendiskriminierung<\/strong><br>\nDie Ausdr&uuml;cke &ldquo;Sauausl&auml;nder&rdquo; und &ldquo;Drecksasylant&rdquo; sind nicht diskriminierend &ndash; so hat das Schweizer Bundesgericht in Lausanne geurteilt. Die Richter gaben damit einem Polizisten recht, der einen algerischen Asylbewerber beschimpft hatte. (&hellip;)<br>\nAufgrund dieser &Auml;u&szlig;erungen wurde der Polizist von der Basler Justiz wegen Rassendiskriminierung schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Mann wehrte sich gegen diesen Schuldspruch. Nun hat das Schweizer Bundesgericht in Lausanne geurteilt, dass die genannten Ausdr&uuml;cke nicht diskriminierend seien, sondern nur eine Beschimpfung darstellten. (&hellip;)<br>\nDie &ldquo;Neue Z&uuml;rcher Zeitung&rdquo; schlussfolgert: &ldquo;Wer einen dunkelh&auml;utigen Mann als &lsquo;schwarze Sau&rsquo; tituliert, begeht demnach einen rassistischen Angriff, wer denselben Mann als &lsquo;Drecksnigerianer&rsquo; bezeichnet, nicht.&rdquo;<br>\nAu&szlig;erdem urteilte das Gericht in Lausanne, dass Begriffe wie &ldquo;Sau&rdquo; oder &ldquo;Dreck&rdquo; im deutschen Sprachraum seit jeher h&auml;ufig verwendet w&uuml;rden, um jemanden zu beleidigen. Sie w&uuml;rden daher als blo&szlig;e Beschimpfung, nicht aber als Angriff auf die Menschenw&uuml;rde empfunden.<br>\nDie Entscheidung des Bundesgerichts d&uuml;rfte die Diskussion &uuml;ber die Behandlung von Ausl&auml;ndern in der Schweiz weiter anheizen. Das Land war international in die Kritik geraten, nachdem sich die W&auml;hler in einem Referendum mehrheitlich daf&uuml;r aussprachen, die Einwanderung aus dem EU-Ausland zu begrenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/schweizer-gericht-polizist-darf-auslaender-drecksasylant-nennen-a-954910.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Erkl&auml;rung des BdWi zum aktuellen Richtungskampf um die Hochschulreform<\/strong><br>\nDerzeit ist ein heftiger, bundesweit mit gro&szlig;er Lautst&auml;rke gef&uuml;hrter Streit um einige Landeshochschulgesetznovellen entbrannt. Diese Novellen sind vom verbalen politischen Anspruch getragen, alternative Entwicklungswege zur &ldquo;unternehmerischen Hochschule&rdquo;, die sich etappenweise seit Ende der 90er Jahre als hochschulpolitisches Leitbild in den meisten Bundesl&auml;ndern durchgesetzt hat, zumindest zu probieren. Die Gegner dieser Initiativen bestimmen derzeit die mediale &Ouml;ffentlichkeit in ihren Versuchen, dieses der Betriebswirtschaftslehre entstammende Leitbild verbissen zu verteidigen. Das Ganze hat Formen eines Glaubenskrieges angenommen. Zugleich zeigen die Inkonsequenzen der vorliegenden Novellen auch: Die unternehmerische Hochschule l&auml;sst sich nicht halb abschaffen, sondern nur vollst&auml;ndig. Das gelingt nicht, wenn man ihre zentralen autokratischen Strukturen weitgehend unangetastet l&auml;sst, indem man ihnen lediglich etwas staatlichen Dirigismus beimengt sowie ein wenig Mitbestimmung zul&auml;sst, ohne die akademische Selbstverwaltung und Gruppenvertretung gegen&uuml;ber Hochschulleitung und Hochschulrat substantiell zu st&auml;rken. Das sind die wesentlichen M&auml;ngel etwa des Referentenentwurfes zum Hochschulzukunftsgesetz (HZG) in Nordrhein-Westfalen.<br>\nAuseinandersetzungen wie diese pr&auml;gen derzeit eine ganze Reihe von Bundesl&auml;ndern. Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass die hegemoniale Vormachtstellung des Prinzips unternehmerische Hochschule ideologisch ersch&ouml;pft ist, in einer spezifischen politischen Gemengelage, dessen Grundlagen aber weiterhin die praktische Gestaltung von Hochschulgesetzentw&uuml;rfen bestimmen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bdwi.de\/bdwi\/positionen\/7363781.html\">Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi)<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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