{"id":20862,"date":"2014-02-25T08:52:19","date_gmt":"2014-02-25T07:52:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20862"},"modified":"2014-02-25T08:52:39","modified_gmt":"2014-02-25T07:52:39","slug":"hinweise-des-tages-2074","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20862","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20862#h01\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20862#h02\">Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20862#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20862#h04\">Kompromiss nach Steuerhinterziehung &ndash; Feilschen um die&nbsp;Strafe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20862#h05\">Kostenexplosion bei Strom, &Ouml;l, Gas: Energiearmut in&nbsp;Deutschland nimmt drastisch zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20862#h06\">Trilog-Verhandlungen zur Durchsetzungsrichtlinie der&nbsp;europ&auml;ischen&nbsp;Entsenderichtlinie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20862#h07\">Die Jobcenter richten gro&szlig;en Schaden an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20862#h08\">In Europa stehen elf Millionen Wohnungen leer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20862#h09\">Rentenkasse und Di&auml;ten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20862#h10\">Die Bonit&auml;t der Bahn br&ouml;selt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20862#h11\">Die gr&ouml;&szlig;ten Parteispender 2012<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20862#h12\">Der Ex-Abgeordnete Hempelmann wird Lobbyist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20862#h13\">Das Kreuz mit dem Pluralismus (Teil 13)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20862#h14\">Kampf um kluge K&ouml;pfe: Wissenschaftler wandern aus&nbsp;Deutschland ab<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20862&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Internationale Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Kiew<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union hat der Ukraine Finanzhilfen in Aussicht gestellt. Die EU stehe f&uuml;r eine finanzielle Unterst&uuml;tzung bereit, sobald es eine politische L&ouml;sung des Konflikts und eine neue Regierung gebe, sagte Wirtschaftskommissar Olli Rehn am Sonntag am Rande des G20-Finanzministertreffens in Sydney. Die neue Regierung in Kiew m&uuml;sse aber institutionelle und wirtschaftliche Reformen ernsthaft angehen. Am Abend stellte auch Au&szlig;enminister Steinmeier wirtschaftliche Unterst&uuml;tzung in Aussicht. &ldquo;Eine Ukraine, die bankrottgeht, die zahlungsunf&auml;hig wird, wird eine zu gro&szlig;e Belastung sowohl f&uuml;r den gro&szlig;en Nachbarn im Osten wie f&uuml;r die Europ&auml;ische Union&rdquo;, sagte der SPD-Politiker in der ZDF-Sendung Berlin direkt. Auch die USA st&uuml;nden zur Unterst&uuml;tzung bereit, &ldquo;um die wirtschaftliche Stabilit&auml;t wieder herzustellen&rdquo;, sagte ein US-Regierungsbeamter in Sydney.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/umbruch-in-der-ukraine-opposition-sichert-sich-die-macht-1.1895987\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Wenn das keine Drohungen sind. Die Menschen in der Ukraine sollten sich etwa die Situation in Griechenland genau ansehen, nicht dass es ein b&ouml;ses Erwachen in der &ldquo;marktkonformen&rdquo; Demokratie gibt. Ob die Menschen in der Ukraine wirklich daf&uuml;r gek&auml;mpft und gelitten haben nun  mit der Verelendungsstrategie von EU-Kommission und IWF &uuml;berzogen zu werden? Gasprinzessin Timoschenko, die nun vollmundig f&uuml;r einen Beitritt der Ukraine zur EU wirbt, braucht das nat&uuml;rlich nicht zu st&ouml;ren, sie wird ihre Milli&ouml;nchen bereits ins Trockene gebracht haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wirtschaftskrise in der Ukraine: Reformen oder Pleite<\/strong><br>\nDie Opposition hat Pr&auml;sident Wiktor Janukowitsch aus Kiew vertrieben, die Probleme aber sind geblieben. Das Land ist &uuml;berschuldet, abh&auml;ngig von russischem Gas und Moskaus Geld. Die Wirtschaft stagniert, im chronisch korrupten Energiesektor versickern Milliarden, die das Land gar nicht mehr hat. [&hellip;]<br>\nDamit das Geld in der Ukraine aber nicht einfach versickert, wird der Westen erneut jene Reformen fordern, die bereits der IWF bei fr&uuml;heren Verhandlungen &uuml;ber Hilfen verlangte &ndash; und die jede Regierung schmerzen w&uuml;rden:\n<ul>\n<li>Wechselkurs-Flexibilisierung: Der IWF dringt darauf, dass die Ukraine den Wechselkurs der Grywna frei gibt. Janukowitsch hatte versprochen, den Kurs der W&auml;hrung an den Dollar zu koppeln. Er glaubte, dass Julija Timoschenko 2010 die Pr&auml;sidentschaftswahlen auch deshalb verlor, weil sie 2008 als Premierministerin die W&auml;hrung von f&uuml;nf Grywna auf acht Grywna pro Dollar abwerten musste. Viele B&uuml;rger empfanden das als schleichende Enteignung.<\/li>\n<li>Knallhartes Sparprogramm: Der Staat gibt weitaus mehr Geld aus als er einnimmt, und das nicht nur, weil das Umfeld von Pr&auml;sident Janukowitsch in die eigene Tasche gewirtschaftet hat. 2011 und 2012 lag das Haushaltsdefizit bei 6,2 Prozent beziehungsweise 7,2 Prozent der Wirtschaftsleistung, im vergangenen Jahr waren es drei Prozent. Weil Einnahmen fehlen, lebt der Staat seit Jahren &uuml;ber seine bescheidenen Verh&auml;ltnisse. Bei den n&auml;chsten Wahlen k&ouml;nnte die neue Regierung aber f&uuml;r K&uuml;rzungen abgestraft werden.<\/li>\n<li>Reform des undurchsichtigen Gassektors: Vor Jahren scheiterten die Verhandlungen &uuml;ber ein Hilfspaket mit dem IWF an dessen Forderung nach mehr Transparenz in der Energiebranche. Der IWF dringt auf eine massive Anhebung der Gaspreise f&uuml;r Privathaushalte, die bislang von der Regierung subventioniert werden. W&auml;hrend Industriebetriebe die vollen Kosten tragen, bezahlten Privatkunden zuletzt nur rund 16 Prozent der tats&auml;chlichen Kosten f&uuml;r russisches Gas.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/ukraine-in-der-wirtschaftskrise-schulden-und-korruption-a-955263.html\">SPON<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Man glaubt einfach nicht was man hier liest. Es ist genau dasselbe Austerit&auml;tsprogramm, das den EU-Krisenl&auml;ndern aufoktroyiert wurde, &ouml;ffentliche Ausgaben k&uuml;rzen, Energiepreise und Steuern heraufsetzen. Die Menschen in der Ukraine k&ouml;nnen einem leid tun, sie haben den Teufel mit dem Belzebuben ausgetrieben.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Zitat SPON: &bdquo;W&auml;hrend Industriebetriebe die vollen Kosten tragen, bezahlten Privatkunden zuletzt nur rund 16 Prozent der tats&auml;chlichen Kosten f&uuml;r russisches Gas.&ldquo; &ndash; bei uns, im freien Westen, ist das genau umgekehrt. Seltsam.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Alexander Turtschinow &ndash;  Prediger, Autor, Mann des Geheimdienstes<\/strong><br>\nDass Alexander Turtschinow es zum &Uuml;bergangspr&auml;sidenten brachte, verdankt er der Entmachtung des bisherigen Staatschefs Viktor Janukowitsch durchs Parlament. Der 49-J&auml;hrige ist die &laquo;rechte Hand&raquo; der wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilten ehemaligen Regierungschefin Julia Timoschenko. Sie kam im Zuge des Umsturzes durch die Janukowitsch-Gegner am Samstag vorzeitig aus der Haft frei.<br>\nAls &Uuml;bergangspr&auml;sident will Turtschinow die Ukraine auf EU-Kurs trimmen. Er k&uuml;ndigte bereits an, dass die Integration der Ukraine in die Europ&auml;ische Union f&uuml;r ihn Priorit&auml;t habe. Moskau m&uuml;sse &laquo;die europ&auml;ische Wahl der Ukraine ber&uuml;cksichtigen&raquo;, sagte er in einer Fernsehansprache.<br>\nAuf jeden Fall kann Turtschinow in seiner jetzigen Position Timoschenko, deren weitere politische Zukunft noch nicht feststeht, st&auml;ndig auf dem Laufenden halten. Denn, wie der politische Analyst Wolodimir Fesenko aus Kiew es ausdr&uuml;ckt: Turtschinow ist in erster Linie Timoschenkos &laquo;getreuer Gehilfe&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/europa\/Prediger-Autor-Mann-des-Geheimdienstes\/story\/23496778\">Tagesanzeiger<\/a><\/li>\n<li><strong>Schr&ouml;pft die Oligarchen!<\/strong><br>\nW&uuml;rden sich die Ukrainer bei ihren Oligarchen bedienen, die bis zum Beweis des Gegenteils ihren Besitz unrechtm&auml;&szlig;ig erworben haben, w&auml;ren sie aus dem Gr&ouml;bsten raus. Statt f&uuml;r Kredite zu werben, von denen die Oligarchen wieder ordentlich was abzweigen, k&ouml;nnte der Staat jene einfach zur Kasse bitten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/krise-in-der-ukraine-schroepft-die-oligarchen-,1472602,26336842.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Da die Schmalspur-Oligarchin Julia Timochenko nun offenbar die m&auml;chtigste Frau im Staate ist und die westukrainischen Oligarchen durchaus gute Verbindungen zu den Oppositionsparteien haben, wird dies nicht passieren. Es stellt sich hier ohnehin eine ganz andere Frage: Selbst wenn die Politik, die Oligarchen schr&ouml;pfen wollte, wie sollte sie dies tun? Als der Maidan kochte, registrierte die Luftraum&uuml;berwachung einige hundert Starts von Privatmaschinen &ndash; meist mit dem Ziel Schweiz, &Ouml;sterreich, S&uuml;dfrankreich oder London. Man kann also durchaus davon ausgehen, dass die Oligarchen einen Gro&szlig;teil ihres Verm&ouml;gens schon l&auml;ngst vor dem Zugriff der ukrainischen Politik entzogen haben. Nicht zu letzt der ganze Rummel um die angedrohten Sanktionen d&uuml;rfte dazu gef&uuml;hrt haben, dass auch die letzten Gelder von Konten, auf die theoretisch zugegriffen werden k&ouml;nnte, auf sicherere Konten transferiert wurden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Venezuela<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Auch Venezuela steht vor einem B&uuml;rgerkrieg<\/strong><br>\nDie dunklen Motorr&auml;der r&ouml;hren zu Dutzenden auf den Altamira-Platz in Caracas. Sind es Polizisten oder von der Regierung bewaffnete Banden, genannt &bdquo;colectivos&ldquo;? Sie schie&szlig;en in alle Richtungen, w&auml;hrend sie auffahren, ein unaufh&ouml;rlicher Strom. Vermutlich feuern sie Tr&auml;nengas-Patronen auf die H&auml;user, aus denen Anwohner diese Machtdemonstration in der Nacht des 19. Februar filmen. Man sieht aus dem ganzen Land solche Szenen im Internet: Brennende Barrikaden, Polizisten, die T&uuml;ren eintreten, schlie&szlig;lich brennende Wohnungen. H&auml;userkampf. Ein Land am Rande des B&uuml;rgerkriegs.<br>\nSolche Aufnahmen haben alle rund 300 Exilvenezolaner und Freunde im Kopf, die am Samstag vor dem K&ouml;lner Dom (und in mehreren anderen gro&szlig;en St&auml;dten) demonstrierten: f&uuml;r ein Venezuela, in dem jeder seine Meinung sagen darf.<br>\nSeit einer knappen Woche sitzt Oppositionsf&uuml;hrer Leopoldo L&oacute;pez im Gef&auml;ngnis. Sein Lager und die sozialistische Regierung stehen sich seit Jahren unvers&ouml;hnlich gegen&uuml;ber, beschimpfen sich als Faschisten oder M&ouml;rder, doch seit dem 12. Februar wird auch in die Menge geschossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/politik\/auch-venezuela-steht-vor-einem-buergerkrieg-id9030052.html\">waz<\/a><\/li>\n<li><strong>Venezuelan Protests: Another Attempt by U.S.-Backed Right-Wing Groups to Oust Elected Government?<\/strong><br>\nJUAN GONZ&Aacute;LEZ: Well, George Ciccariello, who is Leopoldo L&oacute;pez? The Washington Post describes him as a 42-year-old, Harvard-educated, left-leaning moderate. What do you know about his history?<br>\nGEORGE CICCARIELLO-MAHER: Left-leaning moderate would be quite a stretch. Leopoldo L&oacute;pez represents the far right of the Venezuelan political spectrum. In terms of his personal and political history, here&rsquo;s someone who was educated in the United States from prep school through graduate school at the Harvard Kennedy School. He&rsquo;s descended from the first president of Venezuela, purportedly even from Sim&oacute;n Bol&iacute;var. In other words, he&rsquo;s a representative of this traditional political class that was displaced when the Bolivarian revolution came to power.<br>\nIn terms of his very specific political history, his first party that he came to power as a representative of, Primero Justicia, was formed through the&mdash;at the intersection of corruption and U.S. intervention&mdash;corruption by his mother purportedly funneling funds, you know, from Venezuela&rsquo;s oil company into this new party and, on the other hand, funding from the NED, from USAID, from U.S. government institutions, to so-called civil society organizations. Now, after&mdash;as Ch&aacute;vez came to power, the traditional parties of Venezuela collapsed, and both the domestic opposition and the U.S. government needed to create some other vehicle through which to oppose the Ch&aacute;vez government, and this party that Leopoldo L&oacute;pez came to power through is one of those&mdash;is one of those vehicles. So this is really where he&rsquo;s coming from.<br>\nIn this moment, though, even his former compatriot from that party, Henrique Capriles, who was the unified presidential candidate for the opposition in April, has realized that the line of taking street action in an attempt to oust a democratic government is simply not going to work. And Leopoldo L&oacute;pez, as well as other far-right leaders like Mar&iacute;a Corina Machado and Antonio Ledezma have really gone all-in with this attempt to oust the government.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.democracynow.org\/2014\/2\/20\/venezuelan_protests_another_attempt_by_us\">Democracy Now<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Minister werden abgeh&ouml;rt &ndash; na und?<\/strong><br>\nAbstumpfung ist ein normales menschliches Verhalten. Wenn man immer wieder von der gleichen Sache h&ouml;rt, ist sie irgendwann nicht mehr interessant, selbst wenn sich neue Details ergeben. So verh&auml;lt es sich auch beim Umgang mit den Aktivit&auml;ten des US-Geheimdienstes NSA.<br>\nNun werde zwar nicht mehr Merkels Handy abgeh&ouml;rt, daf&uuml;r aber die Mobiltelefone anderer Minister, lautet die neueste, recht realistische Vermutung. Regt das noch irgend jemanden auf? Offenkundig nicht. Verr&auml;terisch sind die Aussagen von Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier im j&uuml;ngsten Spiegel-Interview. Er gehe davon aus, dass die &Uuml;berwachung der politischen F&uuml;hrung befreundeter Staaten &bdquo;beendet wird&ldquo;, sagt der Sozialdemokrat. Hei&szlig;t das, zur Zeit findet sie noch statt? Und warum sollte die &Uuml;berwachung dann irgendwann enden?<br>\nMonatelang hat uns die (alte) Bundesregierung versichert, alles werde gut, wenn erst das No-Spy-Abkommen mit den USA vereinbart sei. Inzwischen wissen wir, dass Washington &uuml;berhaupt kein Interesse daran hat. Die Bundesregierung hat sich t&auml;uschen lassen, und sie hat die deutsche &Ouml;ffentlichkeit get&auml;uscht. Steinmeier bezweifelt jetzt, dass uns so ein Abkommen viel weiterbringen w&uuml;rde &ndash; wie auch, wenn es gar keines geben wird. Die Regierung glaubt selbst nicht mehr daran, in dieser Sache in Washington irgendetwas erreichen zu k&ouml;nnen. Und hofft auf unser Abstumpfen. Den Gefallen sollten wir ihr nicht tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/meinung\/kommentar-zu-spionage-minister-werden-abgehoert---na-und-,10808020,26332284.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Auf bestem Weg zum totalit&auml;ren Polizeistaat<\/strong><br>\nNSA-Whistleblower William Binney &uuml;ber die Folgen der massenhaften Aussp&auml;hung durch den US-Geheimdienst<br>\nWilliam Binney arbeitete mehr als 30 Jahre lang bei der National Security Agency (NSA &ndash; Agentur f&uuml;r Nationale Sicherheit). Dem US-Verteidigungsministerium unterstellt, ist die NSA heute der gr&ouml;&szlig;te Geheimdienst der USA. &hellip; Nach jahrelangen Bem&uuml;hungen, eine Untersuchung der NSA durch die US-Beh&ouml;rden zu veranlassen, ging Binney am 20. April 2012 mit einem Interview in der Fernsehsendung &raquo;Democracy Now&laquo; erstmals an die &Ouml;ffentlichkeit. Durch die Enth&uuml;llungen Edward Snowdens im vergangenen Jahr sehen sich Binney und die anderen fr&uuml;heren NSA-Whistleblower in ihren Forderungen best&auml;tigt. Im Februar war Binney in Berlin, um seine Erfahrungen und Ansichten der deutschen &Ouml;ffentlichkeit bekannt zu machen. Elsa Rassbach nutzte die Gelegenheit f&uuml;r ein Gespr&auml;ch&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ag-friedensforschung.de\/themen\/Geheimdienste1\/binney.html\">Interview aus neues deutschland vom 20. Februar 2014, dokumentiert beim Friedensratschlag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kompromiss nach Steuerhinterziehung &ndash; Feilschen um die Strafe<\/strong><br>\nDie Schweizer Bank UBS ist offenbar bereit, 200 Millionen Euro wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu zahlen. Es w&auml;re der h&ouml;chste Betrag, den ein ausl&auml;ndisches Geldhaus deswegen je an Deutschland &uuml;berwiesen hat.<br>\nNoch steht die exakte Summe nicht fest, noch wird gefeilscht zwischen den Schweizer Bankern und den deutschen Beh&ouml;rden. Doch am Ende d&uuml;rfte die h&ouml;chste Strafzahlung stehen, die ein Bankhaus jemals in Deutschland wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung gezahlt hat: Bis zu 200 Millionen Euro will die UBS offenbar auf den Tisch legen, um sich von weiteren Ermittlungen frei zu kaufen.<br>\nDas w&auml;re deutlich mehr, als andere Schweizer Banken bezahlt haben. So kam das Bankhaus Julius B&auml;r mit 50 Millione Euro davon und Credit Suisse mit 150 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kompromiss-nach-steuerhinterziehung-feilschen-um-die-strafe-1.1897588\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Deutschland l&auml;sst die UBS viel zu billig wegkommen. An die USA &uuml;berwiesen die Steuerhinterziehungsbeihelfer der UBS 780 Millionen US-Dollar. Die im Artikel genannte Credit Suisse musste in den USA bereits 143 Millionen Euro Strafe zahlen, die H&ouml;he der Einigungssumme steht noch aus, da die Credit Suisse weiterhin ermittelt wird &ndash; die Summe d&uuml;rfte aber durchaus vergleichbar mit der der UBS-Einigung sein. Deutschland ist doch sonst nicht so bescheiden? Warum l&auml;sst es dann die Schweizer Banken mit vergleichsweise niedrigen Vergleichszahlungen davonkommen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kostenexplosion bei Strom, &Ouml;l, Gas: Energiearmut in Deutschland nimmt drastisch zu<\/strong><br>\nStrom, Heizung und Warmwasser sind f&uuml;r immer mehr Bundesb&uuml;rger kaum noch bezahlbar. 6,9 Millionen Haushalte m&uuml;ssen nach Informationen von SPIEGEL ONLINE mehr als jeden zehnten Euro f&uuml;r Energie ausgeben &ndash; 2008 waren es erst 5,5 Millionen Haushalte.<br>\nSteigende Energiekosten werden zu einem Problem f&uuml;r immer mehr B&uuml;rger in Deutschland. Allein von 2008 bis 2011 ist der Anteil sogenannter energiearmer Haushalte in der Bundesrepublik von 13,8 auf 17 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion hervor, die SPIEGEL ONLINE vorliegt. Damit gilt inzwischen mehr als jeder sechste Haushalt als energiearm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/gruenen-anfrage-energiearmut-in-deutschland-nimmt-drastisch-zu-a-954688.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der SPIEGEL vermeldet eine Steigerung der Energiekosten um 43 Prozent in elf Jahren (von 2002 bis 2013). Das entspricht 3,3 Prozent Zunahme pro Jahr, immerhin deutlich &uuml;ber der allgemeinen Inflation, aber ganz sicher nicht die vom SPIEGEL herbeigeschriebene Kostenexplosion. Die L&ouml;hne sind in dem Zeitraum um 17 Prozent gestiegen, gerade 1,44 Prozent pro Jahr und damit noch unter der Inflationsrate. W&auml;ren die L&ouml;hne normal gestiegen, um Inflationsrate plus Produktivit&auml;tszuwachs, dann w&auml;ren das ebenfalls in etwa 3,3 Prozent pro Jahr gewesen, womit die Steigerung bei den Energiekosten h&auml;tte aufgefangen werden k&ouml;nnen.<\/em><br>\n<em>Der Skandal ist also nicht die (&uuml;berdurchschnittliche) Kostensteigerung bei der Energie, sondern die krass zur&uuml;ckgebliebenen L&ouml;hne. Der SPIEGEL, der jahrelange Propaganda f&uuml;r die Lohndr&uuml;ckerei gemacht hat, und auch die Gr&uuml;nen, die das Lohndumping politisch zu verantworten haben, schreien also &ldquo;Haltet den Dieb!&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Trilog-Verhandlungen zur Durchsetzungsrichtlinie der europ&auml;ischen  <\/strong><br>\nEntsenderichtlinie: DGB und ZDH: Gemeinsame Erkl&auml;rung f&uuml;r Rechte entsandter Besch&auml;ftigter in Europa<br>\nFaire Wettbewerbsbedingungen und eine Verbesserung der Situation entsandter Besch&auml;ftigter auf europ&auml;ischer Ebene &ndash; das fordern DGB und ZDH in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung. Derzeit verhandeln Europ&auml;ischer Rat, EU-Kommission und EU-Parlament &uuml;ber die Richtlinie zur Entsendung von Arbeitnehmern in Br&uuml;ssel&hellip;<br>\nZiel der Durchsetzungsrichtlinie ist es, die  Umsetzung und Durchsetzung der Entsenderichtlinie zu verbessern und damit die Rechte entsandter Besch&auml;ftigter zu st&auml;rken. Doch das   Gegenteil ist der Fall: DGB und ZDH bef&uuml;rchten weitere Verschlechterungen im Bereich der Entsendung, indem zum Beispiel die Kontrollm&ouml;glichkeiten f&uuml;r die Mitgliedsstaaten eingeschr&auml;nkt werden k&ouml;nnten. Aus Sicht von ZDH und DGB ist es deshalb unverzichtbar, dass die Trilog-Verhandlungen* genutzt werden, um entscheidende Verbesserungen zu erzielen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++be8767e2-99fa-11e3-85e1-52540023ef1a\">Die Erkl&auml;rung von ZDH und DGB zu den Trilog-Verhandlungen zur Durchsetzungsrichtline der europ&auml;ischen Entsenderichtlinie zum Download beim DGB [PDF &ndash; 28.8 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Jobcenter richten gro&szlig;en Schaden an<\/strong><br>\nDirk Kratz hat untersucht, was Langzeitarbeitslosen wirklich hilft. Er sagt: Die Betreuung l&auml;uft grundlegend falsch. Arbeitslose werden behandelt wie kleine Schulkinder.\n<p>ZEIT ONLINE: Herr Kratz, f&uuml;r Ihre Doktorarbeit haben Sie untersucht, welche Hilfe Langzeitarbeitslose br&auml;uchten &ndash; und welche sie vom Amt bekommen. Mit welchem Ergebnis?<\/p>\n<p>Dirk Kratz: So wie die Hilfe derzeit angelegt ist, richten die Jobcenter gro&szlig;en Schaden an. Sie machen mehr kaputt, als dass sie helfen. Das ist ein ganz zentrales Ergebnis meiner Arbeit.<\/p>\n<p>ZEIT ONLINE: Sie haben ausf&uuml;hrlich mit Langzeitarbeitslosen gesprochen. Was sind die gr&ouml;&szlig;ten Probleme?<\/p>\n<p>Kratz: Ihre komplette bisherige Berufsbiografie wird vom Amt entwertet. Das sind ja alles Erwachsene, mit einer eigenen Lebens- und Berufserfahrung. Man k&ouml;nnte diese Erfahrung als Basis nutzen, aus der sich etwas Neues entwickeln kann. Aber in der standardisierten Fallbearbeitung der Jobcenter findet sie gar nicht mehr statt. Die Erfahrungen der Leute werden als Defizit angesehen, als etwas, das es zu beheben gilt.<\/p>\n<p>ZEIT ONLINE: Was bedeutet das konkret?<\/p>\n<p>Kratz: Das kann so weit gehen, dass die Arbeitssuchenden behandelt werden wie kleine Schulkinder. Sie werden zum Beispiel in Ma&szlig;nahmen gesteckt, in denen sie einfache mathematische Aufgaben l&ouml;sen oder ihre Rechtschreibung verbessern sollen. Aber dadurch lernen sie vor allem, dass ihre jahrzehntelange Berufserfahrung wertlos ist, dass man sie nur als Problemf&auml;lle wahrnimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/\/wirtschaft\/2014-02\/langzeitarbeitslose-jobcenter-interview\">ZEIT<\/a><\/p>\n<p><em>Hier die <a href=\"http:\/\/athene.bibl.unibw-muenchen.de:8081\/node?id=90731\">Dissertation<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>In Europa stehen elf Millionen Wohnungen leer<\/strong><br>\nK&ouml;nnten alle Obdachlosen in die europaweit leer stehenden Wohnungen ziehen &ndash; es g&auml;be keine mehr. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfangreiche Recherche des britischen Guardian. Demnach stehen in den EU-L&auml;ndern insgesamt mehr als elf Millionen Wohnungen leer. Genug Platz, um den nach EU-Angaben 4,1 Millionen Wohnungslosen theoretisch mehr als ein Dach &uuml;ber dem Kopf zu bieten.<br>\nIn Deutschland sind es demnach beispielsweise etwa 1,8 Millionen Wohnungen, die leer stehen. Am st&auml;rksten betroffen ist Spanien, wo dies f&uuml;r mehr als 3,4 Millionen Einheiten und damit f&uuml;r 14 Prozent des gesamten Bestands gilt. Etwa zwei Millionen sind jeweils in Frankreich und Italien ungenutzt, etwa 700.000 in Gro&szlig;britannien.<br>\nViele Geb&auml;ude sind dem Guardian zufolge w&auml;hrend des Immobilienbooms vor der Finanzkrise entstanden &ndash; in erster Linie als Geldanlage, ohne dass die Besitzer sie tats&auml;chlich nutzen wollten. Zahlreiche Wohneinheiten stehen insbesondere in Urlaubsorten im S&uuml;den leer, weil sie nach der Finanzkrise nicht mehr an wohlhabende Touristen verkauft werden konnten. Hunderttausende halbfertigte Geb&auml;ude sollen au&szlig;erdem nur deswegen wieder abgerissen worden sein, um den Preis bestehender nach oben zu treiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/wohnungsmarkt-elf-millionen-wohnungen-fuer-vier-millionen-obdachlose-1.1896791\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rentenkasse und Di&auml;ten<\/strong><br>\nEnde vergangener Woche gab es zwei denkw&uuml;rdige Entscheidungen des Bundestages: Der Beitragssatz der Deutschen Rentenversicherung bleibt trotz reichlich gef&uuml;llter Rentenkasse unver&auml;ndert bei 18,9 Prozent. Kurz darauf beschlossen die Abgeordneten mit gro&szlig;er Mehrheit, dass ihre Di&auml;ten in zwei Schritten auf 9.082 Euro erh&ouml;ht werden.<br>\nNat&uuml;rlich hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Weder werden die Abgeordneten aus der Rentenkasse bezahlt, noch m&uuml;ssen sie Beitr&auml;ge dorthin abf&uuml;hren. Doch vielleicht liegt genau hier das Problem. Weil die Abgeordneten pers&ouml;nlich mit der Rentenversicherung als der zentralen Altersabsicherung der Arbeitnehmer so gut wie nichts zu tun haben, tun sie sich etwas schwer mit dem Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Rentner. Die werden nach einem langen Berufsleben oft mit rund 1.000 Euro und in vielen F&auml;llen sogar deutlich weniger abgespeist. Und bekommen ab Juli diesen Jahres eine Erh&ouml;hung ihrer Rente von rund 2 Prozent &ndash; das macht rund 15 Euro im Schnitt.<br>\nDie Abgeordneten genehmigen sich in zwei Schritten eine Erh&ouml;hung um 830 Euro. Dass vielen Rentner das bitter aufst&ouml;&szlig;t, ist verst&auml;ndlich. Was aber wirklich &auml;rgerlich ist: Die Rentenbeitr&auml;ge bleiben nicht etwa deshalb oben, um f&uuml;r heutige und k&uuml;nftige Rentner das Rentenniveau zu stabilisieren oder gar zu verbessern. Nein, es geht um etwas anderes: es werden in den kommenden Jahren viele Milliarden Euro ben&ouml;tigt, um versicherungsfremde Leistungen wie die M&uuml;tterrente aus der Rentenkasse zu bezahlen. Und weil die aktuellen &Uuml;bersch&uuml;sse hierf&uuml;r nicht reichen, m&uuml;ssen die Rentenbeitr&auml;ge daf&uuml;r demn&auml;chst sogar erh&ouml;ht werden. Ein unglaublicher Raub aus der Rentenkasse, welcher Beitragszahler und Rentner teuer zu stehen kommen wird. Nicht hingegen die Abgeordneten, die das ganze beschlossen haben. Die zahlen ja in die Rentenkasse nicht ein.<br>\n&Uuml;brigens: Es gab in Sachen Di&auml;tenerh&ouml;hung auch 115 Gegenstimmen (18,2 %). Darunter 58 von den Gr&uuml;nen und 52 von den Linken. Und 5 Gegenstimmen aus den Reihen der GroKo: Laut abgeordnetenwatch.de stimmten gegen die Auff&uuml;llung der eigenen Geldb&ouml;rse:<br>\nRalf Kapschack (SPD) Ennepe-Ruhr-Kreis II, Kordula Kovac (CDU) Wolfach im Schwarzwald, Martin Patzelt (CDU) Frankfurt\/Oder, Rene R&ouml;spel (SPD) Ennepe-Ruhr-Kreis I, Andreas Schwarz (SPD) Bamberg. Chapeau!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vorsorgeluege.de\/newsletter\/index.html\">vorsorgeluege.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Bonit&auml;t der Bahn br&ouml;selt<\/strong><br>\nEs ist vor allem eines, was Burkert f&uuml;rchtet: &ldquo;Wenn nicht ganz schnell deutlich mehr Geld ins Schienennetz flie&szlig;t, verkommt die Infrastruktur, und die Bahn droht ihr Double A Rating zu verlieren.&rdquo; In der Folge m&uuml;sste der Konzern nach seiner Einsch&auml;tzung &ldquo;pro Jahr bis zu 180 Millionen Euro mehr an Zinsen zahlen&rdquo;. Geld, das dann ebenfalls f&uuml;r dringend n&ouml;tige Investitionen fehlen w&uuml;rde.<br>\nBislang allerdings ist Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) &auml;u&szlig;erst zur&uuml;ckhaltend, wenn es darum geht, der Bahn mehr Geld f&uuml;r den Erhalt des Schienennetzes zu geben. Zun&auml;chst einmal will Dobrindt wissen, warum die 2,75 Milliarden Euro, die der Konzern derzeit bekommt, nicht ausreichen, um Gleise und Br&uuml;cken in Schuss zu halten. Burkert h&auml;lt diese Kontrolle zwar f&uuml;r wichtig, er f&uuml;rchtet aber, dass sie &ldquo;ein erstes Indiz daf&uuml;r ist, dass der Minister der Bahn am Ende gar nicht mehr Geld geben will&rdquo;.<br>\nDas hielte er f&uuml;r verheerend. Denn schon jetzt beziffert Bahn-Chef Grube den Sanierungsstau auf 30 Milliarden Euro. Bei 1400 von insgesamt 25 000 Eisenbahnbr&uuml;cken bestehe dringender Handlungsbedarf. Doch mit dem derzeitigen Budget k&ouml;nnen Grube zufolge nur 125 Br&uuml;cken pro Jahr saniert werden. Mit anderen Worten: Das Durchschnittsalter der Schienen-Infrastruktur steigt stetig an, sie verliert an Wert. &ldquo;Und das wird sich zwangsl&auml;ufig irgendwann auf das Rating des Konzerns auswirken&rdquo;, meint Burkert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/deutsches-schienennetz-die-bonitaet-der-bahn-broeselt-1.1896589\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> Das zynische daran ist, dass es den Verantwortlichen offensichtlich nur um das Bonit&auml;tsrating geht und nicht um ein gut ausgebautes &ouml;ffentliches Verkehrssystem zum Nutzen der B&uuml;rger.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die gr&ouml;&szlig;ten Parteispender 2012<\/strong><br>\nHeimlich, still und leise hat Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert heute die Parteispenden f&uuml;r das Jahr 2012 ver&ouml;ffentlicht. Die Diskretion ist insoweit erstaunlich, als dass der Deutsche Bundestag die &Ouml;ffentlichkeit ansonsten beinahe t&auml;glich mit Pressemitteilungen unterrichtet. In diesem Fall wurden die Rechenschaftsberichte allerdings ohne Verlautbarung auf die Parlamentshomepage gestellt &ndash; gut versteckt auf einer Unterseite.<br>\nWer sind die gr&ouml;&szlig;ten Parteispender des Jahres 2012? Von welchen Unternehmen und Verb&auml;nden wurden die Ver&ouml;ffentlichungsregeln umgangen? Wieviel spendete die R&uuml;stungsbranche? abgeordnetenwatch.de hat die Rechenschaftsberichte der Parteien f&uuml;r 2012 ausgewertet &ndash; lesen Sie hier die wichtigsten Erkenntnisse.<br>\nWie schon im Jahr zuvor sind die Top-Gro&szlig;spender 2012 der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie, die Daimler AG, die Deutsche Verm&ouml;gensberatung (inkl. Tochterfirmen, Privat- und Verbandsspenden) und BMW. Was auff&auml;llt: Im Vergleich zu 2011 ist die Spendensumme der Unternehmen und Verb&auml;nde teils deutlich zur&uuml;ckgegangen. Damals spendete bspw. der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie insgesamt noch 521.000 Euro &ndash; 2012 waren es rund 100.000 Euro weniger.<br>\nErneut haben zahlreiche Unternehmen und Verb&auml;nde ihre Zuwendungen in mehrere Teilzahlungen gest&uuml;ckelt und dadurch &ndash; ob gewollt oder ungewollt &ndash; die bestehenden Transparenzregeln umgangen. Die Folge: Da nur Spenden mit einem Betrag oberhalb von 50.000 Euro unverz&uuml;glich auf der Bundestagshomepage ver&ouml;ffentlicht werden m&uuml;ssen, blieben geringere Einzelspenden bis heute verborgen, obwohl sie in der Summe &uuml;ber 50.000 Euro lagen.<br>\nUnd so kommt es, dass die CDU allein von drei Spendern aus dem Umfeld der Deutschen Verm&ouml;gensberatung AG, dem gr&ouml;&szlig;ten deutschen Finanzdienstleister, Zuwendungen von jeweils &uuml;ber 50.000 Euro kassierte &ndash; von denen die &Ouml;ffentlichkeit aber bis heute nichts ahnte.<br>\nDer Ex-Abgeordnete Hempelmann wird Lobbyist<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/beta.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2014-02-24\/die-20-top-parteispender-2012\">abgeordnetenwatch.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Ex-Abgeordnete Hempelmann wird Lobbyist<\/strong><br>\nNach seiner politischen Karriere als Bundestagsabgeordneter zieht es SPD-Mann Rolf Hempelmann doch nicht so ganz zur&uuml;ck an die Ruhr. Der 65-J&auml;hrige beh&auml;lt einen Schreibtisch in Berlin &ndash; besser gesagt sogar zwei. Hempelmann wechselt auf die Seite der Wirtschaft und wird Berater der Essener Unternehmen Steag und Trimet. Sowohl der Energieerzeuger als auch der Aluminiumproduzent haben mit dem Thema Energiewende zu k&auml;mpfen und sich deshalb den Energie-Experten Hempelmann ins Boot geholt, der nun Lobbyarbeit im politischen Berlin machen soll.<br>\nHempelmann befindet sich damit in bester Gesellschaft. Nicht selten kommt es vor, dass Politiker nach ihrer Karriere in die Dienste der Wirtschaft wechseln. Eine Debatte, die nicht erst seit Ronald Pofalla gef&uuml;hrt wird. Bleibt da ein Geschm&auml;ckle, Herr Hempelmann? Nein, findet dieser. Er habe vor anderthalb Jahren klar gesagt, dass er nicht mehr f&uuml;r den Bundestag kandidieren werde. Das sei ein wesentlicher Unterschied. Sein Schritt sei ein klares Nacheinander und &uuml;berhaupt f&auml;nde er gut, wenn es mehr Austausch zwischen Politik und Wirtschaft g&auml;be.<br>\nDen jedenfalls will Hempelmann f&uuml;r die beiden Essener Unternehmen in Berlin nun angehen. Folgt nun Lobbyarbeit gegen die Energiewende? Schlie&szlig;lich ist auch Hempelmann daf&uuml;r bekannt, dass er in der Vergangenheit eher f&uuml;r die Interessen des Kohlelandes NRW eingetreten ist. Er, langj&auml;hriger energiepolitischer Sprecher der SPD -Fraktion, verneint: &bdquo;Mir war wichtig, dass es den Unternehmen nicht darum geht, gegen die Energiewende einen Abwehrkampf zu f&uuml;hren&ldquo;. Steag wie Trimet k&ouml;nnten wichtige Beitr&auml;ge zum Gelingen dieser leisten, und das Thema wolle er begleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/essen\/der-ex-abgeordnete-hempelmann-wird-lobbyist-id8950865.html#plx39129128\">waz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Kreuz mit dem Pluralismus (Teil 13)<\/strong><br>\nZentrales Thema aller bisherigen Folgen unserer demokratiekritischen  Artikelreihe war der Prozess der politischen Willensbildung in den entwickelten repr&auml;sentativen Demokratien. Es zeigte sich, dass diese Demokratien ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht werden. Es geht in ihnen nicht mehr demokratisch zu. Tats&auml;chlich sind sie hierarchische und oligarchische Systeme, in denen demokratisch nicht mehr legitimierte Machteliten ihre undemokratische Herrschaft von oben nach unten aus&uuml;ben. Die weiteren Folgen r&uuml;cken nun den wahren Machthabern  etwas n&auml;her auf den Pelz und untersuchen die Macht der Wirtschaftsverb&auml;nde und -unternehmen sowie die Macht ihrer organisierten Interessen. Dazu ist zun&auml;chst ein rudiment&auml;res Verst&auml;ndnis des Pluralismus und der Pluralismustheorien erforderlich&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41065\/1.html\">Artikel von Wolfgang J. Koschnick in telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu passt: Zynische Banker: US-Reporter schleicht sich bei Wall-Street-Geheimbund ein<\/strong><br>\nWie vergn&uuml;gen sich Finanzgr&ouml;&szlig;en? Der Bericht eines US-Reporters liefert peinliche Einblicke in ein Geheimtreffen der Wall-Street-Bruderschaft Kappa Beta Phi. Deren Mitglieder bedenken die unteren 99 Prozent der Gesellschaft mit Spott und Hohn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/zynische-banker-us-reporter-beobachtet-wall-street-geheimbund-a-954975.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kampf um kluge K&ouml;pfe: Wissenschaftler wandern aus Deutschland ab<\/strong><br>\nIm weltweiten Wettbewerb um die kl&uuml;gsten K&ouml;pfe weist Deutschland nach SPIEGEL-Informationen nur eine m&auml;&szlig;ige Bilanz auf. Zu diesem Ergebnis kommt die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) in einem bislang unver&ouml;ffentlichten Gutachten, das sie diese Woche an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) &uuml;berreichen wird.<br>\n&ldquo;Deutschland verliert viele der besten Wissenschaftler durch Abwanderung. Zwar gibt es R&uuml;ckkehrer, jedoch k&ouml;nnen nicht Wissenschaftler gleicher Qualit&auml;t zur&uuml;ckgewonnen werden&rdquo;, schreiben die sechs von der Bundesregierung als Berater bestellten Wirtschaftsprofessoren. &ldquo;Insbesondere f&uuml;r die Besten scheint das deutsche Forschungssystem derzeit nicht attraktiv genug zu sein&rdquo;, kritisieren die EFI-Experten.<br>\nDer Befund stellt die Wirksamkeit der R&uuml;ckholprogramme in Frage, f&uuml;r die Staat und Wissenschaftsorganisationen Millionen Euro ausgeben. Trotz des Werbens um Forscher wanderten zwischen 1996 und 2011 rund 4000 Wissenschaftler mehr ab als ins Land kamen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/jobundberuf\/spiegel-zu-braindrain-wissenschaftler-wandern-ab-a-955141.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich kann das Gutachten dieser Expertenkommission aus famili&auml;rer Erfahrung nur best&auml;tigen. Mein Sohn konnte als Diplomand an einem Promotionsprogramm in Maastricht &ndash; also gleich hinter der Grenze &ndash; teilnehmen. Er erhielt eine ordentliche Bezahlung, ein eigenes B&uuml;ro, konnte auf Kosten der Hochschule an zahlreichen Kongressen teilnehmen und vor allem er war als &bdquo;young researcher&ldquo; Mitglied des Departments und nicht wie in Deutschland Knecht eines Institutschefs. Was die Organisationsstruktur an unseren Hochschulen anbetrifft, leben wir nur in einem mittelalterlichen Zunftsystem.<\/em><br>\n<em>Vor vielen anderen L&auml;ndern haben junge Wissenschaftler auch eine weitaus bessere Chance eine Dauerstellung zu erhalten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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