{"id":2087,"date":"2007-02-06T13:26:34","date_gmt":"2007-02-06T12:26:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2087"},"modified":"2016-01-14T16:27:46","modified_gmt":"2016-01-14T15:27:46","slug":"nochmals-sprache-im-neoliberalen-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2087","title":{"rendered":"Nochmals: Sprache im neoliberalen Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>In der letzten Zeit haben wir uns &ouml;fters mit der Umdeutung, ja der Korruption unserer Sprache und damit auch des Denkens befasst. Wir haben dabei unter Hinweis auf Victor Klemperers &bdquo;Lingua Tertii Imperii&ldquo;, einem Tagebuch &uuml;ber die Sprache des Dritten Reiches, oder unter Bezug auf George Orwells Jahrhundertroman &bdquo;1984&ldquo; auf historische und literarische Parallelen zum heutigen &bdquo;Neusprech&ldquo; verwiesen. Einer unserer Leser, Dieter Staadt, hat uns sein ABC des Neoliberalismus zugeschickt &ndash; ein Falschw&ouml;rterbuch aus W&ouml;rtern, die absichtlich zu politischen Zwecken umgedeutet wurden.<br>\n&bdquo;Die Dinge falsch benennen, hei&szlig;t das Ungl&uuml;ck der Welt zu vergr&ouml;&szlig;ern&ldquo;, hat Albert Camus einmal gesagt.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>ABC des Neoliberalismus<\/strong><\/p><p><strong>A<\/strong><\/p><p><strong><em>Angebotsorientierte Politik<\/em><\/strong><br>\nEiner der Schl&uuml;sselbegriffe der Neoliberalen (N.). Sie meinen, dass alleine die Renditeerwartungen der Unternehmer und Kapitalm&auml;rkte dar&uuml;ber entscheiden, ob Arbeitspl&auml;tze entstehen. Deshalb m&uuml;ssten die Angebotsbedingungen (L&ouml;hne, Arbeitszeiten, Arbeitsschutz, Bildung, Infrastruktur, Steuern) an den Interessen der Kapitalgeber ausgerichtet werden. (<em>Neoliberalismus, B&uuml;rokratie<\/em>)<\/p><p><em><strong>Arbeit<\/strong><\/em><br>\n &bdquo;Sozial ist, was Arbeit schafft&ldquo; und &bdquo;Vorfahrt f&uuml;r Arbeit&ldquo; sind zentrale Thesen der N. Gemeint ist: L&ouml;hne sollen gesenkt, Arbeitszeiten verl&auml;ngert und Arbeitsschutzgesetze abgebaut werden. Denn Tarifvertr&auml;ge, Arbeitsschutzgesetze, zu hohe L&ouml;hne und zu kurze Arbeitszeiten f&uuml;hrten zu nicht marktgerechten Einkommen und seien die Ursache f&uuml;r Massenarbeitslosigkeit. Die Lohnfindung solle den Marktkr&auml;ften &uuml;berlassen und der Niedriglohnsektor ausgebaut werden. (<em>Markt<\/em>)<\/p><p><strong>B<\/strong><\/p><p><strong><em>B&uuml;rokratie<\/em><\/strong><br>\nF&uuml;r N. eines der Haupt&uuml;bel. Sie verstehen heute unter B&uuml;rokratie nicht die obrigkeitsstaatliche Bevormundung freier B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, sondern halten den &uuml;berwiegenden Teil gesetzlicher und tariflicher Regulierungen (zum Beispiel im Arbeits-, Gesundheits&ndash;, Verbraucher- und Umweltschutz) f&uuml;r sch&auml;dliche B&uuml;rokratie, die abgeschafft werden muss.<\/p><p><em><strong>Bevormundung<\/strong> G&auml;ngelung<\/em><\/p><p><strong><em>Blockierer<\/em><\/strong><br>\nAuch Bremser.  Diffamierender Begriff der N. f&uuml;r Personen und Organisationen, die sich Sozialabbau, Lohnsenkung und Arbeitszeitverl&auml;ngerung widersetzen. (<em>Funktion&auml;re<\/em>) <\/p><p><strong>C<\/strong><\/p><p><strong><em>Chancen<\/em><\/strong><br>\n&bdquo;Chancen f&uuml;r alle&ldquo; hei&szlig;t die Website der &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo;. W&auml;hrend die traditionellen Wirtschaftsliberalen noch &bdquo;Wohlstand f&uuml;r alle&ldquo; versprachen, ist die moderne Philosophie der Neoliberalen, dass alle, wenn sie sich denn marktkonform verhielten, nur die Chance h&auml;tten, Wohlstand zu erreichen. (<em>Soziale Gerechtigkeit<\/em>) <\/p><p><strong><em>Chicago Boys<\/em><\/strong><br>\nHeute allgemeine Bezeichnung f&uuml;r Anh&auml;nger des neoliberalen &Ouml;konomen Milton Friedman. Urspr&uuml;nglich eine Gruppe von 30 Chilenen, die bei Friedman an der University of Chicago studierten, nach Chile zur&uuml;ckkehrten und dort unter dem Diktator Pinochet wirtschaftspolitische Machtpositionen eroberten und die chilenische Volkswirtschaft nach neoliberalen Vorstellungen umw&auml;lzten. Folge war ein ausgeblutetes Land und eine verarmte Bev&ouml;lkerung. Das chilenische Modell war Vorbild f&uuml;r viele neoliberale &bdquo;Restrukturierungsma&szlig;nahmen&ldquo; auf der s&uuml;dlichen Halbkugel.  <\/p><p><strong>D<\/strong><\/p><p><strong><em>Deregulierung<\/em><\/strong><br>\nBedeutet die Beseitigung von gesetzlichen und tarifvertraglichen Regulierungen, die die Entfaltung der Marktkr&auml;fte und das Gewinnstreben behindern. (<em>Markt<\/em>)<\/p><p><strong>E<\/strong><\/p><p><strong><em>Eigentum<\/em><\/strong><br>\nDas Privateigentum und die Mehrung desselben sind f&uuml;r die N. die wichtigste Triebkraft im Wirtschaftsleben. Der Schutz des Eigentums an Produktionsmitteln und die Freiheit, dieses uneingeschr&auml;nkt nutzen und vermehren zu k&ouml;nnen, sei die wichtigste Aufgabe des Staates. (<em>Staat<\/em>)<\/p><p><strong><em>Eigeninitiative<\/em><\/strong><br>\nAuch  -verantwortung. Alternative zu G&auml;ngelung und Zwangskasse. Hinter dem eigentlich positiven Begriff verbirgt sich die Absage der N. an solidarische Sicherungssysteme; der Einzelne soll sich ungesch&uuml;tzt den Wolfsgesetzen des Marktes aussetzen und sich in uneingeschr&auml;nkter Konkurrenz behaupten m&uuml;ssen.   <\/p><p><strong><em>Elite<\/em><\/strong><br>\nF&uuml;r N. die tragende S&auml;ule der Gesellschaft. Zur Elite k&ouml;nne naturgegeben nur eine Minderheit geh&ouml;ren: &bdquo;Der schlimmste aller Irrt&uuml;mer ist, dass die Natur jedem Menschen gewisse Rechte verliehen habe&hellip;Die Natur ist nicht freigiebig, sondern geizig. Die biologische Ausstattung des Menschen beschr&auml;nkt starr das Feld, in dem er dienen kann. Die Klasse derjenigen, die die Gabe haben, ihre eigenen Gedanken zu denken, ist durch eine un&uuml;berbr&uuml;ckbare Kluft getrennt von derjenigen Klasse, die dies nicht k&ouml;nnen.&ldquo; (Ludwig von Mises\/neoliberaler Ideologe) (<em>Unternehmer<\/em>)<\/p><p><strong>F<\/strong><\/p><p><strong><em>Freiheit<\/em><\/strong><br>\nSchl&uuml;sselbegriff der N. &bdquo;Die Freiheit wurde zum Hauptargument aller westlichen Pl&auml;ne f&uuml;r die Begr&uuml;ndung der sittlich guten Gesellschaft. Sie erzeugte die Laisser Faire-Philosophie, der die Menschheit alle beispiellosen Errungenschaften des kapitalistischen Zeitalters verdankt&ldquo; (Ludwig von Mises\/neoliberaler &Ouml;konom).  &bdquo;Freiheit&ldquo; taucht bei den N. h&auml;ufig gemeinsam mit dem Begriff &bdquo;Ordnung&ldquo;  (&bdquo;Ordnung der Freiheit&ldquo;\/Horst.K&ouml;hler) oder &bdquo;Ordnungspolitik&ldquo; auf (&bdquo;Die Deutschen haben keine Verfassung der Freiheit&hellip;Hier muss jeder ordnungspolitische Aufbruch f&uuml;r Deutschland ansetzen&ldquo;\/Otto Graf Lambsdorff). Gemeint sind nicht politische Freiheiten, sondern die uneingeschr&auml;nkte Freiheit des Unternehmers zur Gewinnmaximierung. <\/p><p>Im Zweifel sind N. eher f&uuml;r Freiheit als f&uuml;r eine umfassende Demokratie. Denn Entscheidungen von parlamentarischen Mehrheiten k&ouml;nnen Freiheit im neoliberalen Verst&auml;ndnis einschr&auml;nken. &bdquo;Die heute praktizierte Form der Demokratie ist zunehmend ein Synonym f&uuml;r den Prozess des Stimmenkaufs und f&uuml;r das Schmieren und Belohnen von Sonderinteressen, ein Auktionssystem,&hellip;ein Erpressungs- und Korruptionssystem&hellip;mit dem Wortfetisch Demokratie belegt&ldquo; (Friedrich August von Hayek\/neoliberaler Ideologe). Die demokratische Republik war kein Ziel der Wirtschaftsliberalen: &bdquo;Die europ&auml;ischen Liberalen erstrebten die Ersetzung des k&ouml;niglichen Absolutismus durch die parlamentarische Monarchie, nicht die Errichtung einer republikanischen Regierung&ldquo; (Ludwig von Mises). (<em>Neoliberalismus<\/em>)<\/p><p><strong><em>Funktion&auml;re<\/em><\/strong><br>\nFunktion&auml;re sind f&uuml;r N. das, was f&uuml;r die Kirche der Teufel ist. Funktion&auml;re sind demokratisch gew&auml;hlte Vertreter von gesellschaftlichen Organisationen, die nicht dem Profitdenken unterworfen sind. Sie s&auml;hen ihre Hauptaufgabe darin, die unternehmerische Freiheit durch Gesetze, Verordnungen, Tarifvertr&auml;ge und &auml;hnliches Teufelszeug einzuschr&auml;nken. Gewerkschaften<\/p><p><strong>G<\/strong><\/p><p><strong><em>G&auml;ngelung<\/em><\/strong><br>\nAuch Bevormundung. Gerne gebrauchter Begriff der N., um soziale Schutzgesetze, solidarische Versicherungssysteme (<em>Zwangskasse<\/em>) oder andere gesellschaftlich n&uuml;tzliche Regulierungen zu diffamieren. Das Gegenteil von G&auml;ngelung sei die Eigenverantwortung, was in der Praxis bedeutet, dass sich Arbeitgeber weniger oder gar nicht mehr an der Finanzierung der Sozialsysteme beteiligen sollen.<\/p><p><strong><em>Geldpolitik<\/em><\/strong><br>\nEine zentrale These der Milton Friedman-Schule ist, dass die Begrenzung des Wachstums der Geldmenge der Schl&uuml;ssel zu wirtschaftlichem Erfolg sei (Geldmengentheorie\/Monetarismus). Eine restriktive Geldpolitik der Notenbanken w&uuml;rde die Inflation eind&auml;mmen. In der Wirklichkeit hat diese Theorie nur Schaden angerichtet. &Uuml;berall dort, wo Regierungen und Notenbanken dieser Politik folgten, wuchs die Massenarbeitslosigkeit. H&auml;ufig gelang es nicht einmal, die Inflation zu beschr&auml;nken. <\/p><p><strong><em>Gewinn<\/em><\/strong><br>\nDas Streben nach Gewinn im uneingeschr&auml;nkten Wettbewerb ist f&uuml;r N. der Hauptantrieb in der Marktwirtschaft. Diese gerate in die Krise, wenn das Streben nach dem Maximalgewinn behindert wird.<\/p><p><strong><em>Gewerkschaften<\/em><\/strong><br>\nF&uuml;r die N. gegnerische Organisationen, die durch ihre sozialistische Politik der Kollektivvertr&auml;ge (&bdquo;Tarifmonopole&ldquo;) die Freiheit des Einzelnen einschr&auml;nken und durch Streik &ndash; &bdquo;wenn es ihnen beliebt, St&auml;dte und L&auml;nder durch Hunger und Durst, durch K&auml;lte und Dunkelheit zur Gef&uuml;gigkeit zwingen&ldquo; (Ludwig von Mises). F&uuml;r N. sind Gewerkschaften ein Relikt der Vergangenheit, Dinosaurier, die als <em>Bremser und Blockierer<\/em> gro&szlig;en Schaden anrichten. &bdquo;Es ist noch nicht allgemein erkannt, dass die wirklichen Ausbeuter in unserer Gesellschaft nicht egoistische Kapitalisten oder Unternehmer, sondern Organisationen sind, die ihre Macht aus der Unterst&uuml;tzung kollektiven Handelns herleiten.&ldquo; (Friedrich August von Hayek) <\/p><p><strong><em>Globalisierung<\/em><\/strong><br>\nVon N. gerne gebrauchter Begriff f&uuml;r die weltweite Dominanz einer unregulierten, kapitalistischen Marktwirtschaft, die sich vermeintlich schicksalhaft und naturw&uuml;chsig durchgesetzt hat. In der weltweiten, unbegrenzten Konkurrenz k&ouml;nnten sich Gesellschaften nur behaupten, wenn sie sich den Marktgesetzen unterwerfen und gegeneinander konkurrierten.<\/p><p><strong>H<\/strong><\/p><p><strong><em>Haushalte, &ouml;ffentliche<\/em><\/strong><br>\nDas Wachstum der &ouml;ffentlichen Haushalte in den vergangenen Jahrzehnten ist f&uuml;r N. ein grundlegender Versto&szlig; gegen die Prinzipien der freien Marktwirtschaft. Da &ouml;ffentliche Ausgaben zuerst den gesellschaftlichen Bedarf befriedigen sollen und nicht dem Prinzip der Gewinnmaximierung unterworfen sind, seien sie grunds&auml;tzlich marktwidrig. Deshalb ist die Beschr&auml;nkung der &ouml;ffentlichen Ausgaben und R&uuml;ckf&uuml;hrung der Staatsquote ein zentrales Anliegen der N.   <\/p><p><strong>I<\/strong><\/p><p><strong><em>Individualisierung<\/em><\/strong><br>\nDarunter verstehen N. nicht die freie Entfaltung des Individuums und die Befriedigung individueller Bed&uuml;rfnisse im Rahmen sozialstaatlicher und kollektiver Rechte, sondern die Vereinzelung des Menschen als Objekt im Wirtschaftsprozess, das sich den Marktbedingungen unterordnet und in Konkurrenz zu anderen Individuen seine Interessen durchsetzt. Im Gegensatz zum Individuum steht f&uuml;r N. das <em>Kollektiv<\/em>.<\/p><p><strong><em>Inflation<\/em><\/strong><br>\nDer Kampf gegen die Inflation ist f&uuml;r N. ein Dogma. Er hat Vorrang vor der Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit und Armut. Eine restriktive, neoliberale <em>Geldpolitik<\/em> zur Inflationsbek&auml;mpfung hat h&auml;ufig zur Geldaufwertung (Deflation) und mehr Massenarbeitslosigkeit gef&uuml;hrt.<\/p><p><strong>K<\/strong><\/p><p><strong><em>Kapital<\/em><\/strong><br>\nVerzinsung und Vermehrung des Kapitals ist das Hauptanliegen des N. Die &bdquo;ordnende Hand des Marktes&ldquo; ist nichts anderes als die uneingeschr&auml;nkte Durchsetzung von Kapitalinteressen. Dass sich hinter dem abstrakten &bdquo;Kapital&ldquo;  konkrete Menschen (Kapitaleigner) verbergen, wird gerne durch den Begriff &bdquo;die Kapitalm&auml;rkte&ldquo; verschleiert. Was die Kapitalm&auml;rkte verlangen, ist f&uuml;r N. Ma&szlig;stab allen Handelns.<\/p><p><strong><em>Keynesianismus<\/em><\/strong><br>\nF&uuml;r N. nach Sozialismus und Sozialstaat die dritte Tods&uuml;nde. Der Keynesianismus basiert auf der Wirtschaftstheorie von John Maynard Keynes, der aus der Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts die Lehre zog, dass Staat und Regierungen den Kapitalismus wirtschafts-, besch&auml;ftigungs- und finanzpolitisch regulieren m&uuml;ssen. Insbesondere in Zeiten von Konjunktur- und Besch&auml;ftigungskrisen m&uuml;sse der Staat durch antizyklisches Verhalten (h&ouml;here Ausgaben und Investitionen), durch niedrige Zinsen sowie Besch&auml;ftigungsprogramme das Wachstum f&ouml;rdern und die Arbeitslosigkeit bek&auml;mpfen. Die Senkung von Inflation und Staatsverschuldung sei in Krisenzeiten nachrangig. F&uuml;r N. sind diese Thesen Ketzertum und ein nicht hinnehmbarer Angriff auf die Freiheit der M&auml;rkte. Neoliberale Wirtschaftsprofessoren, Netzwerke, Denkfabriken, Lobbygruppen, Journalisten und andere Meinungsmacher bek&auml;mpfen seit Jahrzehnten den Keynesianismus. In ihrer Propagandasprache taucht er regelm&auml;&szlig;ig mit dem Adjektiv &bdquo;gescheiterter&ldquo; auf.<\/p><p><strong><em>Kollektiv<\/em><\/strong><br>\nDazu geh&ouml;ren Gewerkschaften aber auch alle solidarischen Versicherungssysteme, die dem Individuum die Freiheit rauben w&uuml;rden. Der Kampf gegen den &bdquo;Kollektivgeist&ldquo; hat f&uuml;r N. Priorit&auml;t. (<em>Individualisierung<\/em>)<\/p><p><strong>M<\/strong><\/p><p><strong><em>Markwirtschaft<\/em><\/strong><br>\nSie steht f&uuml;r N. &uuml;ber allem. Die &bdquo;ordnende Hand des Marktes&ldquo; kann alles und regelt alles zum Besten der Menschheit. Die freie Marktgesellschaft ist nicht nur ein &ouml;konomisches Konzept. Sie wird zum  &bdquo;Endpunkt menschlicher Geschichte&ldquo; erhoben und zielt auf eine &bdquo;Entthronung der Politik&ldquo; (Friedrich August von Hayek). (<em>Neoliberalismus<\/em>)<\/p><p><strong><em>Manager<\/em><\/strong><br>\nSie geh&ouml;ren f&uuml;r N. zu der Elite, vorausgesetzt, sie h&ouml;ren auf die Anweisungen der Kapitalgeber. Sie verstehen es am besten, Marktkr&auml;fte und Marktbewegungen richtig einzusch&auml;tzen und das Kapital zu vermehren. Mitbestimmung ist &uuml;berfl&uuml;ssig, denn Managementfehler werden vom Markt bestraft. <\/p><p><em><strong>Monetarismus<\/strong> Geldpolitik<\/em><\/p><p><strong><em>Monopole<\/em><\/strong><br>\nAuch N. f&uuml;rchten Monopole. Vor allem sogenannte &bdquo;Staatsmonopole&ldquo; und die von Gewerkschaften erzwungenen &bdquo;Tarifmonopole&ldquo;. Wirtschaftsmonopole f&uuml;rchten sie dagegen weniger. Die Ideologen des N. sind sich uneinig, ob es &uuml;berhaupt staatlicher Antimonopolgesetzgebung bedarf. Der Markt  k&ouml;nne zwar zu Monopolbildung f&uuml;hren, durch das Auftreten von neuen Wettbewerbern w&uuml;rde sich das Monopol aber wieder aufl&ouml;sen. <\/p><p><strong>N<\/strong><\/p><p><strong><em>Neu<\/em><\/strong><br>\nH&auml;ufig von N. verwendeter Begriff: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, neues Verantwortungsbewusstsein,  neues Denken, neue Wirtschaftspolitik, neue Besch&auml;ftigungspolitik und so weiter. Die inflation&auml;re Verwendung soll verdecken, dass an den neoliberalen Konzepten in Wirklichkeit &uuml;berhaupt nichts neu ist sondern sie auf Ideologien aus der Zeit des Fr&uuml;hkapitalismus beruhen. (<em>Neoliberalismus<\/em>)<\/p><p><strong><em>Neoliberalismus<\/em><\/strong><br>\nIndividuelles Gewinnstreben und uneingeschr&auml;nkte Marktkonkurrenz von G&uuml;tern und Menschen f&uuml;hren zum allgemeinen Wohlstand. Voraussetzung daf&uuml;r ist die Freiheit des Individuums.  Das ist die Grundidee des Neoliberalismus. Im Prinzip werden deshalb Kollektivvertr&auml;ge sowie staatliche Gesetze, Regulierungen und Eingriffe abgelehnt, die die M&auml;rkte &bdquo;fesseln&ldquo; und den &bdquo;freien Wettbewerb&ldquo; verhindern. <\/p><p>Der Neoliberalismus hat seine historischen Wurzeln im Laissez-Faire-Kapitalismus und im Wirtschaftsliberalismus des 18. Jahrhunderts. Der uneingeschr&auml;nkte  Laissez-Faire (lasst-machen)-Kapitalismus war noch eng mit der feudalistischen Ordnung des Absolutismus verbunden. Der Wirtschaftsliberalismus war dagegen die Ideologie des aufgekl&auml;rten, aufstrebenden B&uuml;rgertums zu Beginn der Industrialisierung, das sich gegen aristokratische Privilegien, Sklaverei, Ausbeutung der Kolonien und f&uuml;r Freihandel einsetzte. Im Gegensatz zum klassischen Wirtschaftsliberalismus (Adam Smith), der nicht nur individuelles Gewinnstreben sondern auch &bdquo;Menschlichkeit&ldquo; und &bdquo;Vernunft&ldquo; des Unternehmers in den Vordergrund r&uuml;ckte, vertritt der heute vorherrschende Neoliberalismus meist einen extremen Marktradikalismus, der sich am Laissez-Faire-Kapitalismus orientiert. <\/p><p>Zu den geistigen V&auml;tern des heutigen Neoliberalismus geh&ouml;ren die &Ouml;konomen Ludwig von Mises,  Friedrich August von Hayek und Milton Friedman. Sie machten die &bdquo;Mont P&egrave;lerin Gesellschaft&ldquo; in den 40er und 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zur Denkschule des Neoliberalismus und bauten sie zu einer einflussreichen Organisation gegen den &bdquo;sozialistischen und sozialdemokratischen Kollektivismus&ldquo; aus. Sie waren sehr erfolgreich und geh&ouml;rten zu den Wegbereitern der neoliberalen Wende in den USA und Gro&szlig;britannien (Reagan, Thatcher.) Ihre Ideologie dominiert heute die Volkswirtschaftslehre in Deutschland. <\/p><p>Eine weitere Str&ouml;mung des Wirtschaftsliberalismus ist die sogenannte &bdquo;Freiburger Schule&ldquo;. Bereits im Dritten Reich konzipierte Ludwig Ehrhard gemeinsam mit den &bdquo;ordoliberalen&ldquo;<br>\n&Ouml;konomen der Freiburger Schule das Konzept der <em>sozialen Marktwirtschaft<\/em>.  Dieses Konzept dominierte neben dem <em>Keynesianismus<\/em> von den 50ern bis in die 80er Jahre Wirtschaftspolitik und Volkswirtschaftslehre in  der Bundesrepublik Deutschland. <\/p><p>Zwischen den Glaubensrichtungen des Neo- und Wirtschaftsliberalismus gibt es zahlreiche &Uuml;berschneidungen. Doch die Dogmatiker sind sich spinnefeind. Ludwig von Mises sah in der sozialen Marktwirtschaft der &bdquo;Freiburger&ldquo; das Gift des sozialistischen Staatsinterventionismus wirken, w&auml;hrend Anh&auml;nger der &bdquo;Freiburger Schule&ldquo; der &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo; das Recht absprechen, den Titel &bdquo;Soziale Marktwirtschaft&ldquo; zu tragen, weil sie als Marktradikale mit dieser nichts in Sinn h&auml;tten.<\/p><p><strong>O<\/strong><\/p><p><strong><em>Ordnungspolitik<\/em><\/strong><br>\nAuf unregulierten, freien M&auml;rkten herrscht Unordnung, Chaos und die Macht des St&auml;rkeren. Um dies zu verdecken, f&uuml;hren N. den Begriff &bdquo;Ordnung der Freiheit&ldquo; oder &bdquo;Ordnungspolitik&ldquo; so oft im Mund. Gemeint ist damit, dass Regierungen die freie Marktwirtschaft mit Privatisierung und Deregulierung durchsetzen. (<em>Freiheit<\/em>)<\/p><p><strong>P<\/strong><\/p><p><strong><em>Privatisierung<\/em><\/strong><br>\nBesch&ouml;nigendes Wort f&uuml;r Kommerzialisierung beziehungsweise Profitorientierung. &Ouml;ffentliche G&uuml;ter und Dienstleistungen, die bisher vorrangig gesellschaftliche Bed&uuml;rfnisse deckten, sollen durch Privatisierung der Gewinnmaximierung dienen. Auch die geforderte Privatisierung der gesetzlichen Altersvorsorge und anderer solidarischer Versicherungssysteme dient diesem Ziel. (<em>Nachtw&auml;chterstaat<\/em>)<\/p><p><em><strong>Profit<\/strong> Gewinn<\/em><\/p><p><strong>R<\/strong><\/p><p><strong><em>Reform<\/em><\/strong><br>\nEigentlich eine Verbesserung des Bestehenden. Im Neusprech der N. ein besch&ouml;nigender Begriff f&uuml;r Sozialabbau. Von N. h&auml;ufig verwendet im Zusammenhang mit &bdquo;umfassender&ldquo; oder &bdquo;Struktur-&bdquo;. Gemeint ist immer ein radikaler Abbau von sozialen Leistungen und Rechten, oft verbunden mit <em>Deregulierung<\/em>, <em>Eigenverantwortung<\/em> oder <em>Privatisierung<\/em>.<\/p><p><strong>S<\/strong><\/p><p><strong><em>Soziale Marktwirtschaft<\/em><\/strong><br>\nDas Konzept der &bdquo;sozialen Marktwirtschaft&ldquo; geht auf die &bdquo;Freiburger Schule&ldquo; der &Ouml;konomen Walter Eucken., Alfred M&uuml;ller-Armack, Wilhelm R&ouml;pke und Alexander R&uuml;stow zur&uuml;ck. Nachdem durch Weltwirtschaftskrise und Faschismus der Kapitalismus in Deutschland in eine schwere Legitimationskrise geraten war, sollte die &bdquo;soziale Marktwirtschaft&ldquo; zum einen das Gegenkonzept zu den Vergesellschaftungs- und Mitbestimmungsforderungen der Sozialdemokraten, Sozialisten und Gewerkschaften sein, das Privateigentum an Produktionsmitteln sichern und die abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten mit dem Kapitalismus auss&ouml;hnen. Zum anderen sollte es in Abkehr von der reinen Lehre des Wirtschaftsliberalismus durch staatliche Interventionen, Konjunkturprogramme, Anti-Kartellgesetzgebung und den Ausbau des Sozialstaats die negativen Folgen eines ungez&uuml;gelten Wettbewerbs verhindern. Die These: Die Marktwirtschaft bed&uuml;rfe &bdquo;erheblicher sozialer, politischer, raumplanerischer und konjunkturpolitischer Sicherung.&ldquo; Die Wahlkampfparole des CDU-Kanzlers &bdquo;Wohlstand f&uuml;r alle&ldquo; war das Versprechen, dass die soziale Marktwirtschaft den gesellschaftlichen Reichtum gerechter verteilen werde. Im Gegensatz zu den heutigen Neoliberalen forderten die &bdquo;Freiburger&ldquo; eine &bdquo;quantitative Steigerung der f&uuml;r &ouml;ffentliche Dienste bestimmten Finanzmittel&ldquo;. <\/p><p><strong><em>Shareholder Value<\/em><\/strong><br>\nDer &bdquo;Shareholder-Value-Kapitalismus&ldquo; beschreibt ein Wirtschaftssystem, dessen vorrangiges Ziel die Steigerung des Werts (value) der Aktien (share) im Interesse der Aktion&auml;re (shareholder) ist.<\/p><p><strong><em>Soziale Gerechtigkeit<\/em><\/strong><br>\nAus Sicht der N. hat dieses Wort &bdquo;f&uuml;r eine Gesellschaft freier Menschen &uuml;berhaupt keinen Sinn&ldquo;&hellip; &bdquo;Der vorherrschende Glaube an &sbquo;soziale Gerechtigkeit&rsquo; ist gegenw&auml;rtig wahrscheinlich die schwerste Bedrohung der meisten anderen Werte einer freien Zivilisation&ldquo;, schrieb der neoliberale Papst Friedrich August von Hayek.<\/p><p><strong><em>Staat<\/em><\/strong><br>\nEr ist f&uuml;r N. ein notwendiges &Uuml;bel. Er soll seine T&auml;tigkeiten auf das beschr&auml;nken, was Unternehmen nicht besser (profitabler) k&ouml;nnen. Insbesondere soll er eine ausreichende Infrastruktur zur Verf&uuml;gung stellen und durch Gesetze sowie das staatliche Gewaltmonopol (Justiz, Polizei, Armee) daf&uuml;r sorgen, dass das Privateigentum unangetastet bleibt und frei ausgehandelte Vertr&auml;ge notfalls mittels der Justiz durchgesetzt werden k&ouml;nnen. Fr&uuml;her wurde ein solches Staatswesen Nachw&auml;chterstaat genannt &ndash; im Neusprech der N. heisst er schlanker Staat. Der demokratische Sozialstaat oder Wohlfahrststaat ist f&uuml;r N. der direkte &bdquo;Weg in die Knechtschaft&ldquo;. &bdquo;Jede Handlungsweise der Regierung, die sich dauerhaft als direktes Ziel die Wohlfahrt der Armen vornimmt, muss letztlich zur Zerst&ouml;rung des Marktes f&uuml;hren&ldquo; (von Hayek).  <\/p><p><em><strong>Selbstbestimmung<\/strong> Eigeninitiative<\/em><\/p><p><strong><em>Sozialismus<\/em><\/strong><br>\nF&uuml;r N. ein System der Knechtschaft. Bereits der Sozial- und Wohlfahrtsstaat und solidarische, gesetzliche Versicherungssysteme sind f&uuml;r N. eine Form des Sozialismus, die es zu bek&auml;mpfen gilt.<\/p><p><strong><em>Subventionen<\/em><\/strong><br>\nSteuerfreie Schichtzuschl&auml;ge f&uuml;r Arbeitnehmer, Pendlerpauschale, Eigenheimheimzulage und staatliche Sozialleistungen sind f&uuml;r N. marktwidrige Subventionen, die zu verringern oder abzuschaffen sind. Steuerverg&uuml;nstigungen f&uuml;r Unternehmen, steuerfreie Spekulationsgewinne, &ouml;ffentliche Investitionszusch&uuml;sse, Forschungsgelder, Steuerschlupfl&ouml;cher oder Steuerfreiheit f&uuml;r Verm&ouml;gen sind f&uuml;r N. keine Subventionen, sondern Teil einer <em>angebotsorientierten<\/em> Wirtschaftspolitik, die der freien Entfaltung der Marktkr&auml;fte, Investitionen ansto&szlig;en  und damit dem allgemeinen Wohlstand dienen.<\/p><p><strong>T<\/strong><\/p><p><strong><em>Tarifvertrag<\/em><\/strong><br>\nF&uuml;r N. wahlweise ein sozialistisches oder kollektivistisches Folterwerkzeug, das verhindert, dass sich der Preis der Arbeitskraft frei auf den M&auml;rkten bilden kann. &bdquo;Alle Gewerkschaftsmonopole beruhen auf der zwangsweisen Unterdr&uuml;ckung des Wettbewerbs&ldquo; (von Hayek).<\/p><p><strong>U<\/strong><\/p><p><em><strong>Unternehmer<\/strong> Elite<\/em><br>\nSie sind f&uuml;r N. diejenige gesellschaftliche Gruppe, die durch ihre sch&ouml;pferische Kraft, ihre F&auml;higkeiten und ihr unternehmerisches Geschick die Bed&uuml;rfnisse der Verbraucher erf&uuml;llen und damit den allgemeinen Wohlstand f&ouml;rdern. N. wie einer ihrer Cheftheoretiker, Ludwig von Mises, zur Rolle der unternehmerischen Elite: &bdquo;Der Rest der Menschheit zieht Gewinn aus den T&auml;tigkeiten dieser drei Pioniergruppen (Unternehmer\/Kapitalgeber\/Techniker). Ganz gleich, welchen Dingen und Aufgaben sie (der Rest der Menschheit) sich widmen, sie sind nur die Nutznie&szlig;er dieses Fortschritts, zu dessen Entstehung sie selbst nichts beigetragen haben.&ldquo;<\/p><p><strong>V<\/strong><\/p><p><strong><em>Verm&ouml;gen<\/em><\/strong><br>\nIst f&uuml;r N. eine Quelle des Wohlstands, wenn es den Unternehmen als Kapital zur Verf&uuml;gung gestellt wird und &bdquo;arbeitet&ldquo;.<\/p><p><strong>W<\/strong><\/p><p><em><strong>Wandel<\/strong> (tiefgreifender) Reform<\/em><\/p><p><strong><em>Wettbewerb<\/em><\/strong><br>\nJeder gegen jeden, der freie Wettbewerb in der freien &reg;Marktwirtschaft ist in der Ideologie der N. Garant f&uuml;r allgemeinen Wohlstand. Solidarit&auml;t ist hingegen Ausdruck kollektivistischen Denkens, das den freien Wettbewerb behindert. <\/p><p><strong>Z<\/strong><\/p><p><strong><em>Zwangskasse<\/em><\/strong><br>\nAlle Formen gesetzlicher und solidarischer Versicherungssysteme werden von N. als Zwangskasse diffamiert und &ndash; selbst wenn sie selbstverwaltet sind &ndash; der abzubauenden Staatsquote zugerechnet. Im Gegensatz dazu stehen Eigenverantwortung und freiwillige, kapitalgedeckte Privatvorsorge bei kommerziellen Lebensversicherungen, die ohne Beteiligung der Arbeitgeber und ausschlie&szlig;lich auf der Basis privatrechtlicher Vertr&auml;ge (also ohne gesetzliche Anspr&uuml;che) gegen Lebensrisiken absichern soll. <\/p><p>Wir m&ouml;chten Sie gerne auf das soeben im VSA-Verlag erschienene Buch &ldquo;ABC zum Neoliberalismus&rdquo; (Herausgeber: Hans-J&uuml;rgen Urban) hinweisen. Das in der Otto-Brenner-Schriftenreihe erschienene Buch  enth&uuml;llt zum einen, was sich hinter den neoliberalen Sprechblasen verbirgt, zum anderen zeigt es Alternativen zu neoliberaler Politik auf.<\/p><p>Weiteres zum ABC des Neoliberalismus: <a href=\"http:\/\/www.otto-brenner-stiftung.de\/publikationen\/obs-schriftenreihe\/produktdetail\/112\/backpid\/142.html\">Otto Brenner Stiftung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der letzten Zeit haben wir uns &ouml;fters mit der Umdeutung, ja der Korruption unserer Sprache und damit auch des Denkens befasst. Wir haben dabei unter Hinweis auf Victor Klemperers &bdquo;Lingua Tertii Imperii&ldquo;, einem Tagebuch &uuml;ber die Sprache des Dritten Reiches, oder unter Bezug auf George Orwells Jahrhundertroman &bdquo;1984&ldquo; auf historische und literarische Parallelen zum<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2087\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[123,205],"tags":[],"class_list":["post-2087","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kampagnentarnworteneusprech","category-neoliberalismus-und-monetarismus"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2087","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2087"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2087\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30235,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2087\/revisions\/30235"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2087"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2087"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2087"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}