{"id":209,"date":"2005-08-31T15:56:28","date_gmt":"2005-08-31T14:56:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=209"},"modified":"2016-03-06T09:27:25","modified_gmt":"2016-03-06T08:27:25","slug":"hoffnung-kam-nach-koln-und-zur-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=209","title":{"rendered":"Hoffnung kam nach K\u00f6ln und zur Welt"},"content":{"rendered":"<p>Eine NachDenkSeite aus der Ferne von Friedrich Hitzer, 24.08.2005<br>\n<!--more--><br>\nAls Benutzer der NachDenkSeiten m&ouml;chte ich auf den <a href=\"?p=850\">Beitrag<\/a> von Wolfgang Lieb &uuml;ber den Weltjugendtag in K&ouml;ln mit besonderem Dank eingehen, zumal der Verfasser sich hier pers&ouml;nlich einbringt, seine Stellung zur Religion umrei&szlig;t und als Bewohner K&ouml;lns seine Beobachtungen von diesem bedeutsamen Ereignis schildert und wertet. Der Mitherausgeber und Kommentator von zumeist politischen und sozial&ouml;konomischen Beitr&auml;gen, die den kritischen Blick auf Staat und Gesellschaft in unseren Tagen sch&auml;rfen und ein selbst&auml;ndiges Urteil bilden helfen, weitet damit die Perspektive auf all die Felder aus, die ich seit vielen Jahren an den Akademien der Katholischen und Evangelischen Kirche als unverzichtbaren Dialog zwischen Gl&auml;ubigen und Nichtgl&auml;ubigen &uuml;ber die dr&auml;ngenden Fragen des Lebens in mir aufnehmen und zum Teil mitgestalten durfte. Und wenn ich mich, dem Beispiel Liebs folgend, zu Religi&ouml;sem &auml;u&szlig;ere, sei erw&auml;hnt, dass ich Glaube und Wissen, Bindung und Ferne zwischen Menschen &ndash; so sehe ich religio &ndash; nicht trennen kann: Ein Gl&auml;ubiger, der am Glauben nicht zweifelt, ist mir so unverst&auml;ndlich wie ein Agnostiker oder gar Atheist, der die Wissenschaft als unzweifelhafte Grundlage seines Bewusstseins und Daseins wertet und nichts anderes gelten l&auml;sst. Erst recht gilt das f&uuml;r die Politik in unserer Zeit, deren P&auml;pste und Weltweise f&uuml;r &ldquo;alternativlose Reformen&rdquo; werben, die immer mehr Menschen f&uuml;rchten wie das Hochwasser, das derzeit unsere Gebiete &uuml;berflutet und Stoibers Bayern so hilflos macht wie noch vor kurzem Biedenkopfs Sachsen. <\/p><p>Mein &ldquo;Zwillingsbruder&rdquo; unterm Firmament, der orthodoxe Erzpriester Alexander Men, Reformator und Dissident seiner Kirche, bedeutender Schriftsteller und Prediger, erz&auml;hlte mir im Jahr der Wende (als die Berliner Mauer fiel), die wir beide nicht erwarteten, warum und wie er, ein bedeutender Biologe, sich weihen lie&szlig; &ndash; n&auml;mlich in der Zeit, als Chruschtschow erkl&auml;rte, die Menschheit werde zwanzig Jahre sp&auml;ter alle Religionen &uuml;berwunden haben. Darauf erwiderte ich, evangelisch getauft, in einer gemischt katholischen und protestantischen Verwandtschaft aufgewachsen, zu jener Zeit h&auml;tte ich den Marxismus entdeckt. Wie sich herausstellte, waren wir &ndash; unter Ber&uuml;cksichtigung der Datierung nach dem gregorianischen und julianischen Kalender &ndash; am selben Tag, im selben Jahr, geboren worden. In L&auml;ndern mit M&auml;chtigen an der Spitze, die im 20. Jahrhundert mit gro&szlig;en L&uuml;gen Millionen Menschen zum Hass erzogen, in Vernichtungskriege f&uuml;hrten und damit zu Weltmeistern im Blutvergie&szlig;en wurden. Wenige Monate vor der Ermordung Mens &uuml;bersetzte ich, auch im Gedankenaustausch mit seinem damaligen Gespr&auml;chspartner, Hans K&uuml;ng, Dissident f&uuml;r die Kurie in Rom, dessen Worte &ndash; (er berief sich auf Paulus in einem Brief an die R&ouml;mer:&ldquo;L&ouml;scht den Geist nicht aus!&rdquo;): &ldquo;Wenn bei uns der Geist erlischt, ob im Westen oder im Osten, werden wir allm&auml;hlich verfallen, ob unter den Bedingungen des Komforts oder der Armut.&rdquo;<\/p><p>An diese Worte Alexander Mens denke ich unentwegt. Angesichts so vieler Zeichen der Verdummung und Gleichschaltung des Denkens und F&uuml;hlens, ob in der politischen Kultur, dem Gebrauch der Sprache, dem Grundwissen &uuml;ber Religionen, Geschichte, Philosophie und Naturwissenschaft, &uuml;ber Gesellschaften und die weitverbreitete Reduzierung des Daseins auf den homo oeconomicus. Flankiert von den t&auml;glichen Gebetsm&uuml;hlen der TV-B&ouml;rsenbeschw&ouml;rer und absurder Wirtschaftsweiser, denen viele Intellektuelle und Politiker aus allen Parteien nachplappern wie Papageien. Und eben deshalb m&ouml;chte ich &ndash; angeregt von Wolfgang Liebs &ldquo;pers&ouml;nlichem Eindruck&rdquo; in K&ouml;ln &ndash; die Gedanken eines Fernsehers in Wolfratshausen beisteuern.<\/p><p>Vorweg sei gesagt, dass mich die Fragen nach Wandel oder Kontinuit&auml;t, dem Verhalten, der K&ouml;rpersprache und Ausdrucksweise des Papstes aus Bayern zwar auch interessieren, aber die Bilder, Worte und Kl&auml;nge, die &uuml;ber Lautsprecher und Monitor der Television ins Zimmer kamen, zogen mehr Aufmerksamkeit auf sich als die Pers&ouml;nlichkeit des Papstes und die unterschiedlichen Meinungen &uuml;ber den Streit innerhalb der katholischen Kirche, den dieser mit verursachte.<\/p><p>Die Gedanken aus der Ferne, ausgel&ouml;st durch intensives Fernsehen bei der Vigil in der Nacht und der Messe am Morgen, kreisten vor allem um die Frage nach der Form des Massenspektakels, die einst der polnische Papst im Vatikan durchsetzte. Karol Woityla wollte, als der reale Weltkommunismus scheinbar unbezwingbar schien, ein Gegenfest zu den Weltjugendfestivals der &ldquo;Kommunistischen und Arbeiterbewegung&rdquo; f&uuml;r die Rechristianisierung ins Leben rufen, ohne zu ahnen, dass die Perestroika aus dem Kreml selbst kommen w&uuml;rde. Woityla erlebte diese Festivals hautnah, bevor er Papst wurde. Er rechnete mit einem langen Wettbewerb zwischen katholischen und kommunistischen Festivals der Weltjugend. Zugleich wusste er aus unmittelbarer N&auml;he, wie die &ldquo;Ideale des Kommunismus&rdquo; gerade die jungen Menschen im Regime des &ldquo;realen Sozialismus&rdquo; frustrierten. Manche nutzten die aktive Teilnahme als Sprungbrett f&uuml;r Karrieren in der Nomenklatura von Staat und Partei. Sie schufen damit ein geistiges Vakuum, so dass, wie mir scheint, Karol Woityla die alten Herren der Kurie leichter davon &uuml;berzeugen konnte, die Pilger nicht mehr nur in Rom zu empfangen, sondern zu den Massen in aller Welt zu gehen. Wie lange das gut geht, wird man sehen. Jetzt ist alles noch frisch und neu. Auch die Doppelpremiere des ersten Nachfolgers &ndash; nach 500 Jahren leitet der erste Deutsche auf dem Stuhl des Heiligen Vaters sein erstes katholisches Weltjugendfest im vereinten und doch vielfach gespaltenen Deutschland. Wir sollten uns aber davor h&uuml;ten, dieses Weltfest nur am Profil und der Akzeptanz des in Bayern geborenen Benedikt XVI. zu messen.<\/p><p>Man hat auch die Formate der Organisation und des Theaters f&uuml;r Massen zu beachten und blickt auf Inszenierungen der weltlichen Konkurrenten f&uuml;r Welt&uuml;bertragungen. Nicht nur die der untergegangenen kommunistischen Weltjugendfestspiele. Der Held ist nicht nur der Papst und seine professionellen Mitspieler in kostbaren Soutanen. Die Teilnehmenden sind hier so wichtig wie das Volk im Amphitheater der Antike, geht es doch auch um Grundfragen des Daseins und nicht nur um ein atemberaubendes Rockkonzert. Es geht um Freud und Leid. Leben und Tod. Elend und Glanz einer immer verg&auml;nglichen Existenz. Die Million Menschen aus allen Kontinenten an der Basis in K&ouml;ln verbinden viele F&auml;den mit den h&ouml;chsten W&uuml;rdetr&auml;gern unter dem modernen Baldachin und auf freiem Feld. Diese F&auml;den k&ouml;nnen halten oder rei&szlig;en. Zun&auml;chst habe ich &ndash; bequem im Stuhl zu Hause sitzend &ndash; die physische, psychische und spirituelle Kraft und Ausdauer des fast achtzigj&auml;hrigen Papstes Benedikt XVI. bewundert und neugierig angenommen, wie er sich bewegte und redete.<\/p><p>Der Beobachter auf Pl&auml;tzen und Stra&szlig;en, in Wirtschaften und Bussen in und um K&ouml;ln teilt die Freude der G&auml;ste und Gastgeber. Auch in vielen Familien, die zusammenr&uuml;cken und Fremden gern ein Nachtquartier und Essen anbieten. Alle Menschen scheinen nur freundlich und heiter zu sein, nicht so hektisch und hysterisch wie bei Pop und Rock, erst recht nicht so aggressiv wie bei manchen Fu&szlig;ballkriegen. &Auml;ngste vor mutwilliger Randale bei so vielen Menschen sind wie weggeblasen &hellip; All das &uuml;bertrug sich auch ins Wohnzimmer des Betrachters aus der Ferne. Man kriegte auch akustisch mit, dass rund eine Million vor allem junger Menschen, die gerade noch ihre Arme schwangen oder in rhythmischem Klatschen und Sprechch&ouml;ren (&ldquo;Be-ne-d&eacute;-tt-o&rdquo;), pl&ouml;tzlich still sein konnten. Ich erlaube mir hier eine pers&ouml;nliche Deutung: <\/p><p>Bleiben wir beim St&uuml;ck, das im Wechsel von Musik, Bildern und W&ouml;rtern in vielen Sprachen und Trachten aufgef&uuml;hrt wurde. Dass solch ein Ruhe einkehrte und kein Gel&auml;chter ausbrach, wo doch Weihnachten im August und nicht im Dezember gefeiert wird, ist gar nicht selbstverst&auml;ndlich. Dazu bedarf es nicht nur guter Organisation und Technik, Ausstattung und Regie, sondern auch der angemessenen Sprache, die der Begeisterung nicht den Elan nimmt und zur Stille einl&auml;dt. Man sp&uuml;rte, neben der Logik im Aufbau der gesprochenen Botschaften, den Gestus der &Uuml;berzeugung und nicht des Verkaufens einer Botschaft. Ja, es wirkte, bei aller Dogmatik, um die ein Protestant den Katholiken mal beneidet, mal ablehnt, ein Geist der Duldsamkeit.<\/p><p>Was mich am meisten irritierte, war die Unf&auml;higkeit der Reporter, die Besucher sich selbst erz&auml;hlen zu lassen: Warum bist du, der keine Mittel und Wege scheute, nach K&ouml;ln gereist? Man fragte nach Banalit&auml;ten, als ob man gar nicht wissen wollte, was diese heitere, freundliche und zur Welt hin offene Jugend bewegt.<\/p><p>In seinen Worten brachte der Papst sehr oft die Begriffe Gerechtigkeit und Frieden zu Geh&ouml;r. Die Versammelten h&ouml;rten zu, dass ein Kind (vor &uuml;ber 2000 Jahren!) zur Welt kam. Auf das sogar m&auml;chtige Leute wie K&ouml;nige neugierig waren. Sie gingen erst zum Regenten des Landes. Der wusste davon gar nichts. War sofort misstrauisch. Aber da musste doch etwas dran sein, war un&uuml;bersehbar. Auch an der Hoffnung so vieler Menschen, die nach K&ouml;ln kamen. Hoffnung aus fast 200 L&auml;ndern aller Kontinente. Ganz gleich, ob sie zu Hause regelm&auml;&szlig;ig in die Kirche gehen, morgens die Hostie und abends die Pille nehmen (wie Franz Alt meint). Mir teilte sich die F&auml;higkeit einer Million Menschen zur Stille darin mit, dass sie genau das h&ouml;ren wollten, wonach sie sich zu Hause sehnen und was sie sich f&uuml;r die Welt heute und morgen w&uuml;nschen. Auf der gro&szlig;en Wiese vor K&ouml;ln h&ouml;rten sie nicht das Gequassel der &uuml;blichen Politiker und Moderatoren im Fernsehen. Nicht die aufgeblasenen Spr&uuml;che der Pr&auml;sidenten und Weltweisen des Geldes, die Aggressionskriege sch&ouml;nreden, dabei mit Worten &ldquo;Frieden&rdquo; auf den Lippen nur Furcht und Schrecken, Tod und Zerst&ouml;rung bringen, in einem angeblichen &ldquo;Krieg gegen den Terror&rdquo;. Hier h&ouml;rten sie etwas anderes. Ihre Hoffnung war zu Wort gekommen. Deshalb sind ihnen die Streitereien zwischen den Theologen, unter den Pharis&auml;ern der Medien die Hauptsache, nicht so wichtig. Die Botschaft des sie einenden Glaubens wiegt mehr: Statt Hass komme Liebe unter die Menschen, statt Vergeltung die Vers&ouml;hnung, statt Krieg der Friede, statt der L&uuml;ge die Wahrheit. F&uuml;r einen jeden einzelnen gibt es eine Chance der Hoffnung, wenn er sie ergreift. Und bei einer Million Menschen will das schon etwas hei&szlig;en &hellip; Hat man unter den Besuchern vielleicht deshalb nur banale Fragen stellen lassen? Was h&auml;tte denn Sabine Christiansen am Tag, als das Fest zu Ende war, bei einer solchen Botschaft in ihrer sonnt&auml;glichen Vigil mit &ldquo;K&ouml;nigin&rdquo; Merkel und &ldquo;Pharis&auml;er&rdquo; Miegel noch ausrichten k&ouml;nnen? Wenn junge Menschen, die in unserer Region im Kloster Benediktbeuren, die Schizophrenie unserer Ern&auml;hrungs- und Lebensweise in Zahlen, Zeugnissen und Bildern verdeutlichen, wo knapp eine Milliarde Menschen st&auml;ndig hungert und &uuml;ber eine Milliarde geistig und k&ouml;rperlich verfettet, spirituell verelendet und vereinsamt? Wo die Jugend das Alter nicht zum Teufel w&uuml;nscht, weil sie den Demagogen der privaten Versicherungswirtschaft nicht auf den Leim gehen? Wo der alte Papst vor dem jungen Menschen im Rollstuhl aufsteht &hellip;<\/p><p>An diesem Abend erlebte ich auch Daniel Barenboim mit der Witwe des Edvard Said, beim Konzert f&uuml;r den Frieden, der in einem sonst von Rache und Vergeltung, Hass und Zerst&ouml;rung gepr&auml;gten Ramallah Beethovens Schicksalsinfonie fulminanter als je zuvor zu Geh&ouml;r brachte &hellip; Da wie dort sah und h&ouml;rte ich aus der Ferne junge Menschen, die andere Wege gehen als die der Verf&uuml;hrung zur Sucht der Zerst&ouml;rung und Selbstzerst&ouml;rung, des gesch&uuml;rten Krieges zwischen Jung und Alt &hellip;<\/p><p>Nat&uuml;rlich verst&ouml;rt es einen, wenn man sich die Belehrungen eines Mannes, viele Jahre zust&auml;ndig f&uuml;r den richtigen Glauben, vergegenw&auml;rtigt, die beharrliche Weigerung, die H&auml;lfte der Menschheit &ndash; die Frauen &ndash; vom Priesteramt fernzuhalten. Mir ist jedoch die Herausforderung wichtiger, der sich der Papst stellt. Auch wenn er nicht so redet, wie das im politischen Diskurs der Aufkl&auml;rung in klaren Botschaften (nach Interessen und Parteien) erwartet wird. Die Million Menschen, die sich als Hoffnung in K&ouml;ln einfanden, bindet ihn n&auml;mlich genau so ein wie er es von denen erwartet, f&uuml;r die er das Menschsein eines katholischen Christen auslegt. Mit dem hohen Anspruch einer Macht, die keine PR-Agentur braucht. Die Stille w&auml;re nicht denkbar gewesen, h&auml;tte es die falschen T&ouml;ne von Scholz &amp; Friends gegeben. Bei diesem Teatrum Mundi, auch einem Festival der vielen Sprachen, Instrumente und W&ouml;rter f&uuml;r Frieden, Gerechtigkeit und das Geistige hie&szlig; die Hauptfigur: Hoffnung, die ohne Liebe und Glaube stirbt, bevor sie auflebt. Das verpflichtet auch den Papst, vor allem in dem Punkt, wo er davon redete, dass die Welt nicht von den M&auml;chtigen (des Hasses, der Gewalt und Ausbeutung) erneuert werden wird, sondern von solch einer Million lebendiger Menschen, die aus ihrem Glauben heraus die Zukunft der Menschheit verk&ouml;rpern. In K&ouml;ln waren es vor allem die Katholiken, die sich der Welt erschlossen. So wie sich zeigten, wissen sie auch: ihren Weg machen sie nicht allein, sondern mit vielen anderen, Gl&auml;ubigen und Nichtgl&auml;ubigen, die auf der Grundlage &ldquo;vern&uuml;nftigen Vertrauens&rdquo; eine menschenw&uuml;rdige Zukunft f&uuml;r alle erstreben. Die Modelle unter dem Diktat des Geldes um des Geldes willen (derzeit verkauft als &ldquo;Globalisierung&rdquo; und &ldquo;Reform des Sozialstaates&rdquo;) kommen bei solcher Hoffnung nicht mehr an. Noch ein Blick zur&uuml;ck ohne Zorn auf den charismatischen Papst aus Polen: Als er die katholische Kirche mit Erfolg in den Wettbewerb mit den kommunistischen Weltjugendfestspielen f&uuml;hrte, war nicht abzusehen, dass aus der Nomenklatura des sowjetischen Komsomol die raffgierigsten Milliard&auml;re, so genannte &ldquo;Oligarchen&rdquo;, hervorgingen. Die &ldquo;Ideale des Kommunismus&rdquo;, mit denen sie ihre Karriere begannen, m&uuml;ndeten nicht in Kan&auml;le der christlichen Soziallehre, sondern die der neoliberalen Dogmatik f&uuml;r Globalisierungskonzerne, denen der Kanadier Joel Bakat das &ldquo;pathologische Streben nach Profit und Macht&rdquo; nachweist (vgl. Joel Bakat. &ldquo;Das Ende der Konzerne. Die selbstzerst&ouml;rerische Kraft der Unternehmen&rdquo;, Hamburg-Leipzig-Wien, 2005) und nicht wenigen, ach so linkischen Intellektuellen zwischen M&uuml;nchen und Berlin, Stuttgart und Hamburg den Verstand tr&uuml;bt, jedenfalls weit mehr als Dr. Joseph Ratzinger, Pr&auml;fekt der R&ouml;mischen Glaubenskongregation, jetzt Papst Benedikt XVI.\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine NachDenkSeite aus der Ferne von Friedrich Hitzer, 24.08.2005<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[199,161],"tags":[525],"class_list":["post-209","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kirchen-religionen","category-wertedebatte","tag-papst"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/209","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=209"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/209\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31867,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/209\/revisions\/31867"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=209"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=209"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=209"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}