{"id":20902,"date":"2014-02-28T09:06:19","date_gmt":"2014-02-28T08:06:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20902"},"modified":"2014-02-28T09:06:19","modified_gmt":"2014-02-28T08:06:19","slug":"hinweise-des-tages-2077","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20902","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20902#h01\">Eine Ministerin in Erkl&auml;rungsnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20902#h02\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20902#h03\">DIW-Studie zur Verm&ouml;gensverteilung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20902#h04\">Urteil ohne Nachhall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20902#h05\">Robert Misik &ndash; Gebt uns eure Steuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20902#h06\">Euromemorandum 2014: Europa spaltet sich. Die Notwendigkeit f&uuml;r radikale Alternativen zur gegenw&auml;rtigen EU-Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20902#h07\">TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20902#h08\">Europaweit stehen elf Millionen Wohneinheiten leer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20902#h09\">Im Strudel der Deregulierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20902#h10\">IWF-Studie: Ungleiche Einkommen &ndash; schlechteres Wachstum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20902#h11\">&raquo;Wir werden siegen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20902#h12\">Die M&auml;r vom Sozialtourismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20902#h13\">Sebastian Edathy geht in die Offensive. Wie geht die SPD mit Edathy um?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20902#h14\">Kaum Ausbildungspl&auml;tze f&uuml;r Hauptsch&uuml;ler<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20902&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eine Ministerin in Erkl&auml;rungsnot<\/strong><br>\nNach zwei Sitzungsstunden entf&auml;hrt Svenja Schulze ein Satz von entwaffnender Offenheit: &bdquo;Wenn ich nur noch das im Internet lese, was freundlich &uuml;ber mich berichtet wird, bleibt nicht viel &uuml;brig.&ldquo; Die Wissenschaftsministerin versucht da gerade den Abgeordneten des Landtagsausschusses zu erkl&auml;ren, warum sie das Portal &bdquo;Nachdenkseiten.de&ldquo; des Ex-Staatssekret&auml;rs Wolfgang Lieb (SPD) bei Facebook als bevorzugte Lekt&uuml;re anpreist. Dummerweise hat jenes Portal j&uuml;ngst eine Ministeriumsliste mit vertraulichen Gehaltszulagen der Hochschulrektoren ver&ouml;ffentlicht, weshalb die Landespolitik mit einem Datenskandal in die Karnevalspause geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/region\/sauer-und-siegerland\/eine-ministerin-in-erklaerungsnot-aimp-id9045663.html\">WAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Aff&auml;re um die Ver&ouml;ffentlichung der Rektorenbez&uuml;ge wird immer mehr zu einer Posse. Nun muss sich die zust&auml;ndige Wissenschaftsministerin Schulze schon vor dem Landtagsauschuss rechtfertigen, dass sie die NachDenkSeiten liest? Hallo? K&auml;men die Fragesteller aus dem Landtag auch auf die Idee, eine Ministerin &uuml;ber ihre Vorliebe zur S&uuml;ddeutschen Zeitung zu befragen, wenn die Liste nicht von den NachDenkSeiten, sondern von der S&uuml;ddeutschen ver&ouml;ffentlicht worden w&auml;re?<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Auch Ministerin stellt in Geh&auml;lter-Aff&auml;re Strafanzeige<\/strong><br>\nHochschulministerin Svenja Schulze (SPD) hat dem Wissenschaftsausschuss des Landtags Rede und Antwort zur Ver&ouml;ffentlichung der Rektoren-Geh&auml;lter gestanden. Schulze sagte, das Ministerium habe seinerseits Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Auch gegen Schulze selbst liegt bereits eine Anzeige vor &ndash; wegen Geheimnisverrats.<br>\nDer Blog &ldquo;Nachdenkseiten&rdquo; hatte eine Liste mit Geh&auml;ltern der Rektoren und Kanzler von 30 Hochschulen ver&ouml;ffentlicht. Deren Bez&uuml;ge stiegen demnach zwischen 2000 und 2012 um bis zu 70 Prozent &ndash; vor allem aufgrund der seit der schwarz-gelben Hochschulreform frei verhandelbaren &ldquo;Funktionsleistungsbez&uuml;ge&rdquo;. Die Liste war auf Anfrage der Piraten 2012\/13 im Ministerium zusammengestellt worden. In der Antwort waren die Zulagen anonymisiert worden; vorige Woche wurden sie dann auf den &ldquo;Nachdenkseiten&rdquo; nach Hochschule aufgeschl&uuml;sselt ver&ouml;ffentlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/nrw\/auch-ministerin-stellt-in-gehaelter-affaere-strafanzeige-aid-1.4067090\">Rheinische Post<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Von den erstaunlichen Rektorengeh&auml;ltern spricht in den NRW-Zeitungen niemand mehr, hier geht es nun um &bdquo;Geheimnisverrat&ldquo;. Anstatt das eigentliche Problem aufzugreifen, wird lieber der Bote der schlechten Nachricht ins Visier genommen. Eine &auml;hnliche Taktik verfolgen ja auch die US-Beh&ouml;rden in der Causa Snowden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Jazenjuks Kamikaze-Kabinett<\/strong><br>\nIn der neuen ukrainischen Regierung hat die Timoschenko-Partei die Kontrolle, auch die Nationalisten sicherten sich wichtige Posten. Premier Jazenjuk wei&szlig;: Es wird hart.<br>\nDie neue ukrainische Regierung steht trotz breiter Unterst&uuml;tzung im Parlament vor schweren Aufgaben. Timoschenkos Partei hat die Kontrolle, auch die Nationalisten haben sich wichtige Posten gesichert. Klitschkos Partei ist in der Regierung nicht vertreten. [&hellip;]<br>\nDie zwei anderen Oppositionsparteien sehen das offenbar anders: Mindestens f&uuml;nf der neuen Regierungsmitglieder geh&ouml;ren der Timoschenko-Partei Batkiwschina an, drei Minister entstammen der Swoboda-Partei des Nationalistenf&uuml;hrers Oleh Tjahnybok. Insgesamt scheint es, als habe Timoschenkos Block die Kontrolle &uuml;bernommen: Ihr engster Vertrauter ist Parlamentspr&auml;sident und &Uuml;bergangspr&auml;sident in Personalunion, und mit Arsenij Jazenjuk stellt ihre Partei nun auch den Premierminister. [&hellip;]<br>\nNeben dem Einfluss des Maidans merkt man der neuen Regierung jedoch auch den Einfluss einer &auml;u&szlig;eren Kraft an: der USA. Premierminister Jazenjuk ist der Favorit der Amerikaner, wie seit dem geleakten Telefonat von Victoria Nuland &ouml;ffentlich bekannt ist. Jurij Prodan, der bis 2010 schon einmal Energieminister war, kehrt auf diesen Posten zur&uuml;ck: Laut den Wikileaks-Depeschen ist er ein Verfechter amerikanischer Interessen auf diesem Posten. Er hatte den Amerikanern unter anderem versprochen, das angereicherte Uran f&uuml;r die ukrainischen Atomkraftwerke k&uuml;nftig nicht mehr von russischen, sondern von amerikanischen Zulieferern kaufen zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2014-02\/ukraine-regierung-timoschenko-jazenjuk-klitschko\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es sieht so aus, als haben sich die USA zun&auml;chst einmal mit ihren Interessen zumindest gegen&uuml;ber Deutschland durchgesetzt. Jazenjuk ist &bdquo;Washingtons Mann&ldquo; (siehe dazu die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20781\">&Uuml;bersetzung des Nuland-Pyatt-Telefonats<\/a>) und hat nun die Z&uuml;gel in der Hand, w&auml;hrend &bdquo;Berlins Mann&ldquo; Klitschko au&szlig;en vor steht. Da ja zumindest geplant ist, dass schon bald Neuwahlen stattfinden, k&ouml;nnte dies jedoch auch ein Pyrrhussieg sein.<br>\nLeider muss man die Zusammensetzung der neuen Regierung jedoch auch als neue Eskalationsstufe werten. W&auml;hrend die westukrainischen Nationalisten in der Regierung vertreten sind und sogar der rechtsextreme &bdquo;rechte Sektor&ldquo; eingebunden wurde, wurden die russische Minderheit und die Vertreter der Ost- und S&uuml;d-Ukraine komplett ignoriert. Hinter den Kulissen spielt man mit dem Feuer und z&uuml;ndelt dabei mit Vorsatz am Pulverfass. Es w&auml;re naiv, anzunehmen, dass eine &Uuml;bergangsregierung, die ausschlie&szlig;lich aus den Hardlinern des einen Konfliktlagers besteht, zur Entspannung der Lage beitragen k&ouml;nnte. Doch naiv sind die Verantwortlichen hinter den Kulissen &ndash; es d&uuml;rfte klar sein, dass die Zusammensetzung der Regierung nicht auf Mist des Maidan gewachsen ist &ndash; ganz sicher nicht. Daher ist diese Eskalation auch gewollt. Und dies ist wohl das schlimmste aller denkbaren Zeichen aus Kiew.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Geopolitisches D&eacute;j&agrave;-vu<\/strong><br>\nGut hundert Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges verzetteln sich die Gro&szlig;m&auml;chte abermals in einem riskanten geopolitischen Great Game um Einfluss und Macht in der Ukraine. Das gro&szlig;e Schulterklopfen in Deutschlands konservativem Leitmedium, der FAZ, setzte nur kurz nach dem Coup von Kiew ein. Deutschland h&auml;tte bei der diplomatischen Intervention in Kiew, bei der &ldquo;eine &Uuml;bereinkunft zwischen der ukrainischen F&uuml;hrung und der Opposition&rdquo; erzielt worden sei, endlich &ldquo;Verantwortung &uuml;bernommen&rdquo;. Die Bundesrepublik sei &ndash; in Gestalt des deutschen Au&szlig;enministers Frank-Walter Steinmeier &ndash; hierbei ihrer &ldquo;F&uuml;hrungsrolle in Europa nachgekommen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41112\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Seien Sie vorsichtig bei dem, was Sie f&uuml;r die Ukraine w&uuml;nschen<\/strong><br>\nDie westlichen Regierungen jubeln &uuml;ber den Fall des ukrainischen Pr&auml;sidenten Viktor Janukowitsch. Russland dagegen empfiehlt, dass der Westen vorsichtig sein sollte bei dem, was er sich in Kiew w&uuml;nscht. David P. Goldman w&auml;hnt Russland in wesentlich besserer Ausgangslage f&uuml;rs gro&szlig;e Spiel des Abwartens, das nun folgt: die Zeit favorisiert die schier unendliche russische Schmerztoleranz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.larsschall.com\/2014\/02\/27\/spengler-seien-sie-vorsichtig-bei-dem-was-sie-fuer-die-ukraine-wuenschen\/\">Lars Schall<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>DIW-Studie zur Verm&ouml;gensverteilung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das Elend der Politik<\/strong><br>\nDeutschland ist wieder mal Weltmeister &ndash; nicht nur im Exportbusiness, sondern auch bei der ungleichen Verteilung von Verm&ouml;gen in der Eurozone. Die Zahlen zeigen, dass sich die tiefe Kluft zwischen Reich und Arm in den letzten zehn Jahren auf hohem Niveau verfestigt hat. Real d&uuml;rfte die Ungleichheit sogar noch h&ouml;her ausfallen, denn die Reichen lassen sich nicht gern in die Karten schauen, ihr Nettoverm&ouml;gen wird statistisch untererfasst.<br>\nVor allem die SPD, aber auch die Gr&uuml;nen d&uuml;rften die Daten mit einigem Unwohlsein studieren. Sie haben die enorme Ungleichheit gef&ouml;rdert: durch die rot-gr&uuml;nen Steuerreformen Anfang der 2000er Jahre, durch die Hartz-Reformen und den gewachsenen Niedriglohnsektor. Deutlich zeigt sich, dass seither die Ersparnisse der Arbeitslosen drastisch gesunken sind und die Verschuldung der einkommensschw&auml;chsten Personen gestiegen ist. Und just am Dienstag kam die Meldung, dass die Besch&auml;ftigten im Schnitt 2013 real weniger Lohn in der Tasche haben als noch im Jahr 2000.<br>\nF&uuml;r die Sozialdemokraten sind die Zahlen eine doppelte Bl&ouml;&szlig;e. Die SPD hat nicht nur Weichenstellungen vorgenommen, die zur aktuellen Situation beitragen. Sie hat in den Koalitionsverhandlungen auch die Forderung nach einer gerechteren Besteuerung h&ouml;herer Einkommen und Verm&ouml;gen geschwind ad acta gelegt. W&auml;hrend die Gr&uuml;nen, in die Opposition verbannt, umgehend ihren Spitzenkandidaten k&ouml;pften, der am vehementesten auf etwas mehr soziale Gerechtigkeit gedr&auml;ngt hatte. Darin zeigt sich das ganze Elend einer politischen Haltung, die ihr F&auml;hnchen stets dann anders in den Wind h&auml;ngt, wenn nur genug Gegenwind von Lobbyverb&auml;nden und einem Teil der Medien bl&auml;st. Die Zahlen aber zeigen: Nichts ist so aktuell wie der Ruf nach Umverteilung von oben nach unten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F02%2F27%2Fa0173&amp;cHash=3551b99b4b71caf2c888f6056c9f0aca\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Arbeitslose haben deutlich weniger Verm&ouml;gen als vor zehn Jahren&laquo;<\/strong><br>\nHerr Grabka, Sie haben die Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland analysiert. Wie hoch ist das individuelle Nettoverm&ouml;gen im Durchschnitt?<br>\nAntwort: Im Durchschnitt haben die Erwachsenen in Deutschland im Jahr 2012 ein Nettoverm&ouml;gen in H&ouml;he von etwa 83.000 Euro. Das setzt sich zusammen aus dem selbst genutzten und sonstigen Immobilienbesitz, aus Geld- und Betriebsverm&ouml;gen, sowie Verm&ouml;gen bei Bausparkassen. Hypotheken und auch Konsumentenkredite werden davon abgezogen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.438712.de\/14-9-2.pdf\">DIW Berlin [PDF &ndash; 460 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Armes Deutschland, reiches Deutschland<\/strong><br>\nDeutschland ist Europameister, wenn es um die Leistungsf&auml;higkeit der Wirtschaft geht. Gleichzeitig sind wir das Schlusslicht der Eurozone, wenn es um die gerechte Verteilung von Verm&ouml;gen geht. Boom kommt, Rezession geht, Ungleichheit bleibt. Die Unterschiede zwischen Arm und Reich sind nach wie vor riesig, wie eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung zeigt (DIW).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++412924bc-9fb7-11e3-815d-52540023ef1a\">klartext 09\/2014<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Urteil ohne Nachhall<\/strong><br>\nDer Wulff-Prozess hat nicht das geleistet, was sich manche neben einem Urteil erhofft hatten: eine Grenzziehung zwischen erlaubtem Netzwerken und unerlaubtem Gemauschel. Der Absturz Wulffs zeigt, dass ein Bundespr&auml;sident von einer breiten Mehrheit getragen werden muss &ndash; und nicht aus taktischen Gr&uuml;nden nominiert werden sollte.<br>\nFast vier Monate nachdem das Verfahren gegen den ehemaligen Bundespr&auml;sidenten Christian Wulff begonnen hat, gibt es die erste gute Nachricht aus dem Landgericht Hannover: Es ist vorbei.<br>\nWulff hat den Freispruch bekommen, der erwartet worden war, sogar einen mit Schleifchen dran. Und jetzt endlich, nach all dem Stochern in anderer Leute Radieschentellern und W&uuml;hlen in fremden Hotelbetten, kommt die Gelegenheit zur&uuml;ck, Bilanz zu ziehen. Nicht &uuml;ber das, was im Gerichtssaal geschehen ist; da sind kaum noch Fragen offen.<br>\nDennoch hat die Verhandlung das, was sich manche neben einem Urteil &uuml;ber Wulff davon versprochen hatten, nicht geleistet. Eine Grenzziehung zwischen erlaubtem Netzwerken und unerlaubtem Gemauschel w&auml;re so ein Ergebnis gewesen, mit dem nachfolgende Politiker- und Lobbyisten-Generationen etwas h&auml;tten anfangen k&ouml;nnen. Der Prozess in Hannover hat nicht einmal gekl&auml;rt, ob es n&ouml;tig ist, Champagnerflaschen auf oder unter den Tisch zu stellen, wenn ein Fotograf kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prozess-gegen-ex-bundespraesident-wulff-ein-urteil-ohne-nachhall-1.1900332\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Ein differenzierter Kommentar zur &ldquo;Causa Wulff&rdquo;, der lesenswert ist und auch nachdenklich macht. Sicher kann man von einem Gericht nicht verlangen, Grenzen aufzuzeigen, die von den Protagonisten nicht &uuml;berschritten werden sollten. Der Richter ist dazu da, Recht zu sprechen. Ob das allen Beteiligten gef&auml;llt, ist eine andere Frage, erst recht, wenn auch noch die Gerechtigkeit ins Spiel kommt. Vor Gericht bekommt man ein Urteil, damit m&uuml;ssen dann alle leben. Gleichwohl sollte es sich  mittlerweile doch herum gesprochen haben, was das Volk von einem Politiker erwartet. Er sollte noch nicht einmal den Anschein erwecken, k&auml;uflich zu sein. In dieser Beziehung hat Wulff die vorbereiteten Fettn&auml;pfchen bereitwillig betreten. Unsere Eliten haben bis heute scheinbar nicht verstanden, dass die Grenzen, die nicht &uuml;berschritten werden sollten durchaus sichtbar sind. Nat&uuml;rlich wird eine Freima&szlig; auf dem Oktoberfest nicht gleich als Korruptionsverdacht anzusehen sein, aber steter Tropfen h&ouml;hlt nicht nur den Stein, sondern auch den politischen Widerstand und wom&ouml;glich &Uuml;berzeugungen, die von heute auf morgen pl&ouml;tzlich nicht mehr gelten. Leider vergessen unsere Volksvertreter viel zu oft, dass sie eben vom Volk gew&auml;hlt worden sind, das ist aber vermutlich weniger, als von bestimmten Interessengruppen &ldquo;aus&rdquo;-erw&auml;hlt worden zu sein. Hier w&auml;ren die Medien gefragt! Aber auch bei diesen hat man leider viel zu oft den Eindruck, dass auch sie nur Rosinenpickerei betreiben. Denn gerade die Jagd auf Wulff war alles andere als ein Ruhmesblatt. Wie soll der B&uuml;rger dann noch unterscheiden, was richtig ist und was falsch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Robert Misik &ndash; Gebt uns eure Steuern<\/strong><br>\nNeueste Recherchen &uuml;ber die EU-Krisenpolitik der vergangenen Jahre zeigen im Detail, wie fatal Angela Merkel als Lobbyistin der Banken agiert hat. Wie sich das im Detail abspielte, kann man nun in einem druckfrischen Buch nachlesen: &ldquo;Europas Strippenzieher&rdquo; hei&szlig;t es, und es stammt von Cerstin Gammelin und Raimund L&ouml;w. Sie ist Br&uuml;ssel-Korrespondentin der S&uuml;ddeutschen Zeitung, er Korrespondent des &ouml;sterreichischen Fernsehens ORF. Das Buch ist eine kleine Sensation, und zwar aus einem simplen Grund: Die Autoren haben Zugang zu den streng geheimen Protokollen des Gipfeltreffens der EU-Staats- und Regierungschefs erhalten. Wei&szlig; Gott, wie ihnen das gelungen ist. Aber was man hier liest, ergibt ein recht haarstr&auml;ubendes Bild.<br>\nEin besonders bizarres Beispiel deutscher Blockade bietet sich, als der damalige EZB-Pr&auml;sident Jean-Claude Trichet das bisher Undenkbare zu tun gedenkt und sich die R&uuml;ckendeckung Axel Webers, des deutschen Vertreters im EZB-Rat, holt. Der sagt: &ldquo;Die EZB muss Staatsanleihen kaufen.&rdquo; Dieser Satz macht den Weg frei zur Verteidigung der angeschlagenen Mitgliedsl&auml;nder. Doch am n&auml;chsten Tag zieht Weber seine Zustimmung per E-Mail zur&uuml;ck. Einige Monate sp&auml;ter r&auml;umt er seinen Stuhl. Immer wieder muss sich Merkel der Macht des Faktischen und N&ouml;tigen beugen, aber bis sie das tut, vergeht wertvolle Zeit und wird viel Geld verspielt. Am Ende wird ein Eurorettungsschirm aufgespannt, sp&auml;ter als ESM als Quasibank institutionalisiert. Viele Fachleute fordern, dass der ESM direkt Banken rekapitalisieren sollte, damit der Kreislauf von Bankschulden und Staatschulden endlich durchbrochen wird. Aber Merkel will, dass es weiter l&auml;uft wie gewohnt: Die Staaten retten die Banken und der ESM rettet dann die Staaten. Wieder wird Zeit verloren, bis sich auch die deutsche Seite nicht mehr v&ouml;llig der Vernunft widersetzen kann.  &hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F02%2F28%2Fa0107&amp;cHash=c477aa5a5a532d2f3531c675fe3579cb\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Euromemorandum 2014: Europa spaltet sich. Die Notwendigkeit f&uuml;r radikale Alternativen zur gegenw&auml;rtigen EU-Politik<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union (EU) beginnt sich von der Rezession zu erholen, doch in Teilen Europas herrschen depressions&auml;hnliche Zust&auml;nde. Die Arbeitslosigkeit in den peripheren L&auml;ndern der Eurozone ist sehr hoch und es sieht nicht danach aus, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt in naher Zukunft verbessern wird. Die harten Sparma&szlig;nahmen f&uuml;hrten zu einer starken sozialen Polarisierung und einer industriellen Umstrukturierung in Europa: die wirtschaftliche Position von Deutschland und den Staaten im Norden Europas hat sich verbessert, w&auml;hrend Produktionskapazit&auml;ten in S&uuml;deuropa abgebaut werden. Im Laufe der Krise verschob sich auch die Einkommensverteilung. Die Reall&ouml;hne sind in den meisten   L&auml;ndern au&szlig;erhalb der Eurozone, genauso wie in der Peripherie der Eurozone und in vielen L&auml;ndern Osteuropas gesunken. Gleichzeitig hat sich das hierarchische Machtgef&uuml;ge zwischen den Mitgliedstaaten durch die gest&auml;rkte Position Deutschlands und einiger anderer L&auml;nder im Norden Europas weiter zugespitzt. Den geschw&auml;chten s&uuml;dlichen L&auml;ndern Europas werden weite Bereiche ihrer Wirtschaftspolitik schlicht von Br&uuml;ssel vorgegeben. Das Vorgehen der EU-Kommission ist weiterhin von einem schweren Demokratiedefizit und einem Mangel an Transparenz gekennzeichnet. Wesentliche Entscheidungen werden in geschlossenen Sitzungen beschlossen, &uuml;ber die weder den nationalen Parlamenten noch dem Europ&auml;ischen Parlament gegen&uuml;ber Rechenschaft abgelegt werden muss; daf&uuml;r &uuml;ben einflussreiche Lobbyisten starken Einfluss auf die Entscheidungen aus. In mehreren L&auml;ndern haben Parteien vom rechten Fl&uuml;gel &ndash; in einigen L&auml;ndern sogar Neofaschisten &ndash; Kapital schlagen k&ouml;nnen aus der weitverbreiteten Unzufriedenheit mit der EU und den strengen Sparvorgaben aus Br&uuml;ssel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www2.euromemorandum.eu\/uploads\/euromemorandum_2014_german_final.pdf\">EuroMemorandum 2014 [PDF &ndash; 575 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>TTIP<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>EU will laut Geheimdokument Sonderrechte f&uuml;r Konzerne<\/strong><br>\nZEIT ONLINE ver&ouml;ffentlicht erstmals die Position der EU-Kommission in den Freihandelsgespr&auml;chen. Das TTIP-Dokument zeigt, welche Schutzrechte die EU plant.<br>\nUmstritten sind vor allem die Investitionsschutzklauseln, um die es im zweiten Kapitel geht. Weitere Kapitel besch&auml;ftigen sich mit der Liberalisierung von elektronischen oder Finanzdienstleistungen. Auch diese Punkte stehen in der Kritik.<br>\nSiehe: EU draft proposal on trade in services, investment and e-commerce for the TTIP negotiations<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-02\/freihandelsabkommen-eu-sonderrechte-konzerne\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bei der Diskussion des Transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP) sollte man auch von folgender Institution mit Sitz in Washington geh&ouml;rt haben. Dem Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten, kurz ICSID. Vor diesem sogenannten Schiedsgericht k&ouml;nnen Unternehmen gegen Staaten klagen, und zwar dann, wenn sie der Meinung sind, diese Staaten h&auml;tten auf unfaire Weise den Wert ihrer Investitionen geschm&auml;lert, ohne sie daf&uuml;r zu entsch&auml;digen.<br>\nEin aktueller Fall vor dem ICSID ist z.B. die die Klage des Stromkonzerns Vattenfall gegen die Bundesrepublik auf vier Milliarden Euro Schadensersatz, da dieser auf Grund des Atomausstieges, die von ihm betriebenen Kernkraftwerke Brunsb&uuml;ttel und Kr&uuml;mel stilllegen musste.<br>\nDieses Schiedsgericht unterscheidet sich von regul&auml;ren Gerichten nicht nur dadurch, dass es keine fest zugeordnete und beamtete Richter gibt, diese werden von den Streitparteien f&uuml;r das jeweilige Verfahren berufen, sondern auch dadurch, dass alle Verhandlungen grunds&auml;tzlich unter dem Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit stattfinden, und dass gegen ein Urteil des ICSID keinerlei Rechtsmittel vor einer h&ouml;heren Instanz eingelegt werden k&ouml;nnen. Die Urteile des ICSID sind unab&auml;nderlich.<br>\nDazu geh&ouml;rt auch, dass sich das Verklagen von Staaten vor dem ICSID inzwischen zu einem eintr&auml;glichen Gesch&auml;ft entwickelt hat, das von speziell darauf ausgerichteten Unternehmen, meist internationale Gro&szlig;kanzleien, betrieben wird. Den Unternehmen wird dabei eine kostenfreie Klagevorbereitung und -abwicklung unter Beteiligung an der zu erzielenden Schadensersatzforderung angeboten. Dieses Gesch&auml;ftsmodell beruht also wieder einmal darauf sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern, da bei einer erfolgreichen Klage vor dem ICSID die betroffenen Staaten ohne Chance auf Berufung zu zahlen haben.<br>\nEs bedarf wenig Phantasie um sich die Folgen von diesen sogenannten Investitionsschutzabkommen auszumalen. Es spielt dabei keine Rolle ob eine Regierung ein umweltzerst&ouml;rendes Produktionsverfahren oder ein giftiges Pestizid zum Schutz der eigenen B&uuml;rger verbietet. Ein betroffenes Unternehmen kann sofort Klage vor dem ICSID wegen entgangener Profite erheben.<br>\nLetztendlich muss man die Frage stellen weshalb die Merkel-Regierung (unter Beteiligung der SPD) so vehement f&uuml;r die Unterzeichnung des TTIP eintritt, dessen wesentlicher Bestandteil ein Investitionsschutzabkommen zwischen der EU und den USA ist. Merkel tritt also daf&uuml;r ein, dass ordentliche deutsche Gerichte ihre Souver&auml;nit&auml;t verlieren, dass die Bundesrepublik ein guten Teil ihrer Souver&auml;nit&auml;t an dubiose Schiedsgerichte &uuml;berantwortet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rudolf Hickel: TTIP: Internationale Megakonzerne verhindern die soziale und &ouml;kologische Gestaltung der Globalisierung<\/strong><br>\nDie geplante &bdquo;Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft&ldquo; zwischen den USA und der EU ist heftig umstritten. Das K&uuml;rzel TTIP (Transatlantic Trade and Investmentpartnership) taucht bereits auf den Plakaten nicht nur der Globalisierungskritiker auf. Zwei Positionen stehen sich ziemlich unvers&ouml;hnlich gegen&uuml;ber. Die Bef&uuml;rworter eines entgrenzten Freihandels betonen die Wohlfahrt sgewinne f&uuml;r alle durch sinkende Preise, mehr an Wirtschaftswachstum und neue Arbeitspl&auml;tze. Die Kritiker dieser Globalisierung mit abgeschmolzenen arbeits- und verbraucherbezogenen, sozialen sowie &ouml;kologischen Mindeststandards bef&uuml;rchten den Machtgewinn internationaler Konzerne gegen&uuml;ber dem Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern und Besch&auml;ftigten. Die modellhaft skizzierbaren Vorteile einer grenz&uuml;berschreitenden Liberalisierung der M&auml;rte durch den Abbau protektionistischer H&uuml;rden und damit sinkender Preise werden durchaus gesehen. In der Realit&auml;t der international monopolistischen Konkurenz dominieren jedoch die einzelwirtschaftlichen Gewinninteressen zu Lasten breiter Wohlstandsgewinne.<br>\nWie ist die erst einmal durch die EU ausgesetzte transatlantische &Ouml;ffnung der M&auml;rkte zu bewerten? Gibt es zu dieser Globalisierung, die durch die Interessen der internationalen Konzerne zum Wegkonkurrieren von Mindeststandards vorangetrieben wird, eine Alternative?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www2.alternative-wirtschaftspolitik.de\/uploads\/m0314.pdf\">Alternative Wirtschaftspolitik [PDF &ndash; 95 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Paul Krugman &ndash; No Big Deal<\/strong><br>\nEveryone knows that the Obama administration&rsquo;s domestic economic agenda is stalled in the face of scorched-earth opposition from Republicans. And that&rsquo;s a bad thing: The U.S. economy would be in much better shape if Obama administration proposals like the American Jobs Act had become law.<br>\nIt&rsquo;s less well known that the administration&rsquo;s international economic agenda is also stalled, for very different reasons. In particular, the centerpiece of that agenda &mdash; the proposed Trans-Pacific Partnership, or T.P.P. &mdash; doesn&rsquo;t seem to be making much progress, thanks to a combination of negotiating difficulties abroad and bipartisan skepticism at home. [&hellip;]<br>\nAbroad, the news from the latest meeting of negotiators sounds like what you usually hear when trade talks are going nowhere: assertions of forward movement but nothing substantive. At home, both Harry Reid, the Senate majority leader, and Nancy Pelosi, the top Democrat in the House, have come out against giving the president crucial &ldquo;fast-track&rdquo; authority, meaning that any agreement can receive a clean, up-or-down vote.<br>\nMy guess is that we&rsquo;re looking at a combination of Beltway conventional wisdom &mdash; Very Serious People always support entitlement cuts and trade deals &mdash; and officials caught in a 1990s time warp, still living in the days when New Democrats tried to prove that they weren&rsquo;t old-style liberals by going all in for globalization. Whatever the motivations, however, the push for T.P.P. seems almost weirdly out of touch with both economic and political reality.<br>\nSo don&rsquo;t cry for T.P.P. If the big trade deal comes to nothing, as seems likely, it will be, well, no big deal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/02\/28\/opinion\/krugman-no-big-deal.html?partner=rssnyt&amp;emc=rss&amp;_r=1\">New York Times<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Europaweit stehen elf Millionen Wohneinheiten leer<\/strong><br>\nElf Millionen Wohneinheiten stehen laut Recherchen des britischen &ldquo;Guardian&rdquo; in ganz Europa leer. In der Theorie w&auml;re also ausreichend Wohnraum f&uuml;r die 4,1 Millionen Obdachlosen, die es laut EU-Statistik gibt, vorhanden. Spitzenreiter in puncto Leerstand ist in der Statistik Spanien mit 3,4 Millionen leerstehenden Wohneinheiten. Mit etwas Abstand folgen Frankreich (2,4 Millionen), Italien (2 bis 2,7 Millionen) und Deutschland (1,8 Millionen). Auch in den krisengesch&uuml;ttelten L&auml;ndern Griechenland, Irland und Portugal gibt es gro&szlig;e Leerst&auml;nde. &ndash; Viele leere Wohnungen oder H&auml;user befinden sich in Urlaubsregionen und wurden zu Zeiten des Immobilienbooms aus dem Erdboden gestampft &ndash; bis 2007 und 2008 europaweit die Blasen platzten. Viele der Bleiben sind laut &ldquo;Guardian&rdquo; noch nie bewohnt gewesen. Au&szlig;erdem seien viele Wohnungen als Investment gekauft worden und ohne die Intention, jemals darin zu wohnen. Die Zahlen der leerstehenden Wohnungen, die aus nationalen Sch&auml;tzungen stammen, d&uuml;rften aber noch h&ouml;her sein: In den Zahlen des &ldquo;Guardian&rdquo; scheinen viele europ&auml;ische L&auml;nder, darunter &Ouml;sterreich und der ganze Osten, gar nicht erst auf.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1392686159494\/Europaweit-stehen-elf-Millionen-Wohneinheiten-leer?ref=nl\">Der Standard<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/society\/2014\/feb\/23\/europe-11m-empty-properties-enough-house-homeless-continent-twice#\">The Guardian &ndash; Scandal of Europe&rsquo;s 11m empty homes<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich beeindrucken die absoluten Zahlen in Spanien, aber setzt man die leeren Wohnungen in ein Verh&auml;ltnis zur Bev&ouml;lkerungszahl (Spanien ca. 47 Mio.), so stehen die Probleme in Portugal mit 735.000 leeren Wohnungen im Verh&auml;ltnis zur einer Einwohnerzahl von ca. 10 Mio. denen Spaniens kaum nach. Interessant ist auch, dass in Spanien der Leerstand in den letzten 10 Jahren (seit 2003) um &ldquo;nur&rdquo; 10 Prozent gestiegen ist, w&auml;hrend Portugal nach der Volksz&auml;hlung 2011 einen Anstieg von 35% seit 2001 ausweist. D.h., dass in Spanien bereits vor der gro&szlig;en Krise eine betr&auml;chtliche Anzahl von Wohnungen leer stand. Angestiegen ist seit der Krise wohl vor allem die Zahl der Zwangsversteigerungen und Zwangsr&auml;umungen, so dass Mar&iacute;a Jos&eacute; Aldanas von der Association Provivienda heute sagen kann, dass Spanien einen Punkt erreicht habe,&rdquo; wo wir zu viele Menschen ohne ein Zuhause haben und viel Wohnraum ohne Menschen.&rdquo; &Uuml;ber den Skandal der hohen Zahl von Obdachlosen hinaus geht es um bezahlbaren Wohnraum f&uuml;r uns Normalb&uuml;rger in Europa, allerdings bedarf es, wie Campbell Robb von Shelter, des gr&ouml;&szlig;ten britischen Hilfswerks f&uuml;r Obdachlose formuliert, seitens der Politik &ldquo;gro&szlig;er, k&uuml;hner Ideen&rdquo;, um den Mangel an verf&uuml;gbaren, bezahlbare Wohnungen zu bek&auml;mpfen. Angesichts eines Leerstandes von einem Drittel der Villen an Londons teuerster Stra&szlig;e, The Bishop&rsquo;s Avenue, auch &ldquo;Billionaires Row&rdquo; (Milliard&auml;rsstra&szlig;e) <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/society\/2014\/jan\/31\/inside-london-billionaires-row-derelict-mansions-hampstead\">genannt<\/a>, k&ouml;nnte man auch den Aufruf B&uuml;chners: &ldquo;Friede den H&uuml;tten! Krieg den Pal&auml;sten!&rdquo; weniger revolution&auml;r formulieren: Raus aus den H&uuml;tten, rein in die Pal&auml;ste.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Im Strudel der Deregulierung<\/strong><br>\nSeit den 1970er-Jahren wandelte sich die Wirtschaft vom Real- zum Finanzkapitalismus. Das war keine zuf&auml;llige Entwicklung. Der Wirtschaftsforscher Stephan Schulmeister erkennt ein Muster, nach dem Deregulierung regelm&auml;&szlig;ig Probleme schuf, die wiederum mit weiterer Deregulierung bek&auml;mpft wurden&hellip;<br>\nAuf die Freigabe der zuvor festgeschriebenen Wechselkurse Anfang der 1970er-Jahre folgte ein massiver Wertverlust des US-Dollars, worauf die OPEC-L&auml;nder mit h&ouml;heren &Ouml;lpreisen reagierten, was wiederum Rezessionen mit zunehmender Arbeitslosigkeit und starken Preissteigerungen ausl&ouml;ste. Um die Inflation zu stoppen, setzten die Notenbanken auf Hochzinspolitik &ndash; in Europa lagen die Realzinsen seither fast durchg&auml;ngig &uuml;ber der Wachstumsrate der Wirtschaftsleistung. Dadurch verschlechterte sich die Situation der produzierenden Wirtschaft, w&auml;hrend Finanzanlagen attraktiver wurden.<br>\nMit der Deregulierung der Finanzm&auml;rkte und dem Aufkommen neuer Derivatem&auml;rkte in den 1980er-Jahren verlor die Realkapitalbildung gegen&uuml;ber dem Finanzsektor weiter an Boden. Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung stiegen. Die politische Konsequenz: Die Staaten sollten sparen, besonders im Sozialbereich. Anfang der 1990er-Jahre fand diese &Uuml;berzeugung in den Maastricht-Kriterien Ausdruck. Inzwischen ist der sogenannte Fiskalpakt hinzugekommen.<br>\nBoomende Finanzm&auml;rkte und geschw&auml;chte Sozialstaaten erh&ouml;hten die Ungleichheit und d&auml;mpften die Konsumnachfrage, so Schulmeister. Die Besch&auml;ftigung stagnierte weiter. Zum Abbau der Arbeitslosigkeit wurden nun die Arbeitsm&auml;rkte dereguliert und die Entstehung prek&auml;rer Jobs gef&ouml;rdert oder zugelassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/45592_45620.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>IWF-Studie: Ungleiche Einkommen &ndash; schlechteres Wachstum<\/strong><br>\nGro&szlig;e Einkommensunterschiede schaden einer IWF-Studie zufolge dem Wirtschaftswachstum. Eine ma&szlig;volle Politik der Umverteilung dagegen k&ouml;nne f&uuml;r die &ouml;konomische Entwicklung f&ouml;rderlich sein, urteilten Experten des Internationalen W&auml;hrungsfonds in einer neu ver&ouml;ffentlichten Untersuchung. Nur im Falle extrem hoher Steuern oder Transferleistungen f&uuml;r sozial Schwache wie in manchen europ&auml;ischen L&auml;ndern sei eine Beeintr&auml;chtigung der Konjunktur zu bef&uuml;rchten.<br>\nWissenschaftliche Studien des IWF, der die Volkswirtschaften seiner 188 Mitgliedsl&auml;nder analysiert, geben nicht die offizielle Position des Fonds wieder. Doch IWF-Chefin Christine Lagarde hatte schon im vergangenen Jahr gesagt, dass &ouml;konomische Stabilit&auml;t nicht zu erreichen sei, ohne Einkommensunterschiede anzugehen.<br>\nEntwicklungshilfeorganisationen zeigten sich &uuml;ber die &Auml;u&szlig;erungen erfreut. &bdquo;In den schlechten alten Tagen forderte der IWF von den Regierungen eine K&uuml;rzung der &ouml;ffentlichen Ausgaben und der Steuern&ldquo;, sagte etwa der Chef des Oxfam-B&uuml;ros in Washington, Nicolas Mombrial. &bdquo;Wir hoffen, dass diese Studie und Christine Lagardes j&uuml;ngste Bemerkungen auf einen Sinneswandel hindeuten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/iwf-studie-ungleiche-einkommen-schlechteres-wachstum-12823267.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&raquo;Wir werden siegen&laquo;<\/strong><br>\nVor zehn Monaten wurde Inge Hannemann von ihrem Dienst im Jobcenter Hamburg-Altona suspendiert. Der Grund: Sie hatte das Hartz-IV-System &ouml;ffentlich als unmenschlich und verfassungswidrig kritisiert. Und sie hatte sich geweigert, ihren Klienten bei &raquo;Fehlverhalten&laquo; das Geld zu k&uuml;rzen. Dazu steht die 45j&auml;hrige bis heute. Statt nun klein beizugeben, k&auml;mpft Hannemann weiter vor Gericht. Sie will zur&uuml;ck an ihren alten Arbeitsplatz als Vermittlerin f&uuml;r junge Erwachsene unter 25 Jahren, das System &raquo;von innen verbessern&laquo; Im Eilverfahren war sie im vorigen Jahr gescheitert, ein G&uuml;tetermin war geplatzt. Am morgigen Freitag soll die Entscheidung fallen.<br>\nSchon bei der ersten Verhandlung im August hatte der Richter alles darangesetzt, den Fall schnell &uuml;ber die B&uuml;hne zu bringen. Mit der Auffassung, die Suspendierung bei vollem Lohn k&ouml;nne nicht ewig dauern, hatte er zur Eile gemahnt. Ein Kompromi&szlig; m&uuml;sse gefunden werden. Das Jobcenter sieht diesen jedoch nur in einer anderen T&auml;tigkeit, jenseits der unmittelbaren Arbeit mit Hartz-IV-Betroffenen. Wer das System ablehne, k&ouml;nne eben nicht darin arbeiten, meinte die Beh&ouml;rde. Das aber sieht Hannemann anders. Dadurch ger&auml;t wiederum die Stadt Hamburg, bei der Hannemann angestellt ist, in die Bredouille: Sie m&uuml;&szlig;te ihrer Mitarbeiterin k&uuml;ndigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/02-27\/054.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die M&auml;r vom Sozialtourismus<\/strong><br>\nEine EU-Studie widerlegt das Bild von Osteurop&auml;ern, die scharenweise das westliche Sozialsystem aush&ouml;hlen w&uuml;rden. Die Debatte sei &ldquo;polemisch und oberfl&auml;chlich&rdquo;, sagt EU-Kommissionsvertreter Richard K&uuml;hnel und unterst&uuml;tzt damit den Standpunkt der Caritas [&hellip;]<br>\nDass sich in der aufgeheizten Debatte nicht nur Unw&ouml;rter, sondern vor allem Unwahrheiten verbergen, belegt eine von der EU-Kommission in Auftrag gegebene Studie: Der Anteil von EU-Migranten ohne Besch&auml;ftigung innerhalb der Union liegt demnach bei 0,7 bis ein Prozent, Tendenz sinkend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1392686503098\/Die-Maer-vom-Sozialtourismus\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sebastian Edathy geht in die Offensive. Wie geht die SPD mit Edathy um?<\/strong><br>\nSie droht Edathy mit Ausschluss. Zumindest hat die Parteispitze ein Parteiordnungsverfahren gegen ihn eingeleitet. Man habe das Verfahren an die Bezirksschiedskommission in Hannover &uuml;bergeben, sagte Generalsekret&auml;rin Yasmin Fahimi. Bereits vor einer Woche hatte der SPD-Vorstand das Ruhen der Mitgliedsrechte beschlossen. Damit geht automatisch ein Parteiordnungsverfahren einher, das &uuml;ber das weitere Vorgehen entscheiden muss. Denn das Ruhen der Rechte ist zun&auml;chst immer nur auf maximal drei Monate begrenzt und kann beschlossen werden, wenn &bdquo;eine schwere Sch&auml;digung der Partei eingetreten oder mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist&ldquo;. &Uuml;ber den weiteren Fortgang des &bdquo;Parteiordnungsverfahrens nach Sofortma&szlig;nahme&ldquo; muss nun die Bezirksschiedskommission Hannover entscheiden. Allerdings gibt es Unmut gerade in Niedersachsen &uuml;ber das rigorose Vorgehen gegen Edathy. Fahimi begr&uuml;ndete den Schritt mit moralisch unkorrektem Verhalten Edathys, das nicht zur Haltung der SPD passe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/kritik-an-ermittlungsbehoerden-sebastian-edathy-geht-in-die-offensive\/9531594.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Sebastian Edathy, dem -zumindest bisher- keine Straftat nachgewiesen werden kann, soll aus der SPD ausgeschlossen werden. Als Begr&uuml;ndung wird offensichtlich &ldquo;moralisch unkorrektes Verhalten&rdquo; genannt. Welches Verhalten ist moralisch korrekt, welches nicht und nach welchen Kriterien wird dar&uuml;ber entschieden?<br>\nIst das Verhalten des Herrn Thilo Sarrazin f&uuml;r die SPD-Spitze moralisch korrekt? Den hatte sie nicht aus der Partei schlie&szlig;en k&ouml;nnen (oder wollen).<br>\nWenn die Parteimitgliedschaft vom moralisch-korrekten Verhalten abh&auml;ngig ist, soll dann -als m&ouml;gliches zuk&uuml;nftiges Szenario- etwa jedes SPD-Mitglied per Hausbesuch kontrolliert werden, um festzustellen, ob jemand z.B. (bisher heimlich) Alkohol (evt. auch andere Drogen), vielleicht zuviel S&uuml;&szlig;igkeiten oder Fast Food konsumiert oder wie sexuell veranlagt ist -m&ouml;glicherweise noch vor Aufnahme in die SPD?<br>\nSind der recht oft stattfindende, rasche Meinungswechsel des &ldquo;Harzer Rollers&rdquo; oder der Anruf beim BKA-Pr&auml;sidenten durch den SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Oppermann moralisch korrekt und passend zur Haltung der SPD?<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Kinderpornografie: Rechtsexperten kritisieren Maas&rsquo; Verbotspl&auml;ne<\/strong><br>\nJustizminister Maas will den gewerbsm&auml;&szlig;igen Handel mit Nacktfotos von Kindern unter Strafe stellen. Experten halten nichts von diesen Pl&auml;nen: Sie empfehlen einen anderen Ansatz &ndash; und fordern, das Sexualstrafrecht zu entr&uuml;mpeln.<br>\n&ldquo;So nicht&rdquo;, sagen f&uuml;hrende Sexualstrafrechtsexperten zu den Pl&auml;nen von Bundesjustizminister Heiko Maas. Fachleute bef&uuml;rworten zwar eine Reform des geltenden Sexualstrafrechts &ndash; dabei sollte aber das gesamte Normengef&uuml;ge einer kritischen Pr&uuml;fung unterzogen werden. Besonders das geplante Verbot des gewerbsm&auml;&szlig;igen Handels mit Nacktfotos von Kindern wird kritisiert: Sinnvoller w&auml;re, die Verbreitung von Nacktfotos als Pers&ouml;nlichkeitsrechtsverletzung zu bestrafen. (&hellip;)<br>\nIn einem sind sich die Experten au&szlig;erdem einig: Das Sexualstrafrecht, und gerade auch die Kinderpornografie, zu &ldquo;entr&uuml;mpeln&rdquo;. Je&szlig;berger fordert eine &ldquo;grundlegende systematische Reform, die das Sexualstrafrecht wieder &uuml;bersichtlicher &ndash; und damit f&uuml;r den B&uuml;rger verst&auml;ndlicher und f&uuml;r die Praxis handhabbarer macht&rdquo;.<br>\nVor allem die Strafbarkeit der sogenannten fiktiven Kinderpornografie m&uuml;sse &uuml;berdacht werden, so die Experten. Denn realistische Zeichnungen, Computergrafiken oder auch fiktionale Texte fallen hierzulande nach dem Gesetz ebenfalls unter Kinderpornografie. Damit nimmt Deutschland schon jetzt eine Sonderstellung ein: In den europ&auml;ischen Vorgaben wird das gar nicht verlangt, die meisten L&auml;nder verzichten deshalb darauf. Und der amerikanische Supreme Court hat 2001 die Bestrafung solch einer virtuellen Darstellung als Versto&szlig; gegen die &ldquo;freedom of speech&rdquo; &ndash; die Redefreiheit &ndash; gewertet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/nacktfotos-von-kindern-kritik-an-plaenen-von-justizminister-heiko-maas-a-955342.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kaum Ausbildungspl&auml;tze f&uuml;r Hauptsch&uuml;ler<\/strong><br>\nDeutschland kann derzeit mit unter acht Prozent Jugendarbeitslosigkeit auftrumpfen &ndash; der geringsten Quote in der Europ&auml;ischen Union. Das deutsche System der dualen Ausbildung gilt daher vielen L&auml;ndern als Vorbild. Doch der sch&ouml;ne Schein tr&uuml;gt. Ein Drittel der Jugendlichen, unter jenen mit Hauptschulabschluss sogar die H&auml;lfte, findet keine Ausbildungsstelle, sondern beginnt eine berufsvorbereitende Ma&szlig;nahme im sogenannten &Uuml;bergangssystem. Einige k&ouml;nnen zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt noch eine Ausbildung beginnen, dennoch gelten &uuml;ber 15 Prozent (2,2 Millionen) der jungen Menschen in Deutschland im Alter von 20 bis 34 Jahren als ausbildungslos (Autorengruppe Bildungsberichterstattung 2012; Bundesinstitut f&uuml;r Berufsbildung 2012). Gleichzeitig berichten viele Betriebe von Schwierigkeiten, Ausbildungspl&auml;tze zu besetzen. Wirtschaft und Politik erwarten in naher Zukunft einen Fachkr&auml;ftemangel. Die Situation ist paradox: Hauptsch&uuml;lerinnen und Hauptsch&uuml;ler haben heute nur geringe Chancen auf dem Ausbildungsmarkt, obwohl ihnen doch die demografische Entwicklung in die H&auml;nde spielen m&uuml;sste. Finden sie einen Ausbildungsplatz, dann meist in Berufsfeldern, die mit schlechteren Ausbildungs- und Erwerbsbedingungen verkn&uuml;pft sind. Obwohl gesetzlich kein (bestimmter) Schulabschluss f&uuml;r eine duale Ausbildung vorgeschrieben ist, sind stabile Muster der Zuordnung der allgemeinbildenden Schulabschl&uuml;sse zu attraktiveren und weniger attraktiven Berufen zu beobachten. Diese vertikale Differenzierung von Ausbildungsberufen wird als Segmentation bezeichnet. Die Situation hat sich auch bei einem ausgeglichenen Verh&auml;ltnis von Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt nicht verbessert &ndash; im Gegenteil: In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Lage zugespitzt. Das deutsche Ausbildungssystem hat an Integrationskraft verloren, Hauptsch&uuml;lerinnen und Hauptsch&uuml;ler bleiben auf der Strecke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bibliothek.wzb.eu\/wzbrief-bildung\/WZBriefBildung282014_protsch.pdf\">Wissenschaftszentrum Berlin f&uuml;r Sozialforschung [PDF &ndash; 110 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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