{"id":20914,"date":"2014-03-03T09:00:53","date_gmt":"2014-03-03T08:00:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20914"},"modified":"2015-11-09T12:31:10","modified_gmt":"2015-11-09T11:31:10","slug":"hinweise-des-tages-2078","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20914","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20914#h01\">Krim-Konflikt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20914#h02\">Hans Magnus Enzensberger  &ndash; Wehrt Euch!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20914#h03\">Rudolf Hickel &ndash; EU-Kommissar Barnier schont Zocker- und Schattenbanken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20914#h04\">Paul Krugman: No Big Deal  &ndash;  Kein Drama<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20914#h05\">Wie schlimm sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20914#h06\">Leiharbeit auf dem Vormarsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20914#h07\">Neue Runde f&uuml;r Hartz-IV-Kritikerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20914#h08\">Der Arbeitsmarkt im Fokus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20914#h09\">Streikverbot vor dem Bundesverwaltungsgericht: Auf dem Weg zur supranationalen EMRK?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20914#h10\">Mappus forderte offenbar harten Polizeieinsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20914#h11\">Herr Sarrazin f&uuml;hlt sich verfolgt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20914#h12\">Gewerkschaften und Europawahlen im Mai 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20914#h13\">Das Allerletzte: Kerry macht sich l&auml;cherlich<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20914&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Krim-Konflikt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Lehrst&uuml;ck der Realpolitik<\/strong><br>\nDie Hektik, die sich nach der russischen Ank&uuml;ndigung einer Intervention in der Ukraine am Samstag auf allen diplomatischen Kan&auml;len ausbreitete, war erwartbar. F&uuml;r den politischen Beobachter ist lediglich die internationale &Uuml;berraschung &uuml;berraschend: Zu absehbar sind bei dem Machtspiel in der Ukraine Aktion und Reaktion, als dass irgendjemand &uuml;ber die Ereignisse erstaunt sein sollte.<br>\nDoch zumindest im Falle der EU d&uuml;rfte die Ratlosigkeit glaubhaft sein, wurde doch von Br&uuml;ssel und den Mitgliedsstaaten sowohl die Situation in der Ukraine als auch die Rolle Russlands von Beginn an gr&uuml;ndlich missverstanden.<br>\nAnders ist die bedingungs- und kritiklose Unterst&uuml;tzung der EU f&uuml;r eine Opposition mit zweifelhafter Zusammensetzung und unklarer Orientierung gegen eine gew&auml;hlte Regierung nicht erkl&auml;rbar.<br>\nDa kann auch nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass die neue F&uuml;hrung in Kiew einen baldigen EU-Beitritt als Ziel nennt (ganz abgesehen davon, dass ein solcher v&ouml;llig unrealistisch ist). Die ukrainische Maidan-Bewegung besteht nicht nur aus der Timoschenko-Partei &ldquo;Vaterland&rdquo; und Vitali Klitschkos &ldquo;Udar&rdquo; [&hellip;] sondern st&uuml;tzt sich vielmehr auf einen Strau&szlig; von rechtsextremen, ultranationalistischen, holocaustleugnenden, antisemitischen und antirussischen Gruppierungen.<br>\nGerade die Besetzung des Zentrums der Hauptstadt Kiew, ohne die der Umsturz nicht m&ouml;glich gewesen w&auml;re, wurde ma&szlig;geblich von der rechtsextremen Svoboda-Bewegung organisiert und auch die Schl&auml;gertrupps &ldquo;Rechter Sektor&rdquo; und UNA-UNSO waren willkommene Mitstreiter des von der EU hoffnungsfroh unterst&uuml;tzten B&uuml;ndnisses. Die Erledigung der schmutzigen Arbeit lassen sich diese Gruppen klarerweise nun belohnen, und so erhielt &ldquo;Svoboda&rdquo; mehrere wichtige &Auml;mter in der neuen Staatsf&uuml;hrung, bis hin zum Posten des Generalstaatsanwaltes und des stellvertretenden Regierungschefs.<br>\nGesetze zum Schutz der Minderheiten sind in dieser neuen Machtkonstellation nat&uuml;rlich Makulatur, und somit wird Moskau die M&ouml;glichkeit gegeben, die Karte der Schutzmacht f&uuml;r die russischsprachige Bev&ouml;lkerung zu spielen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1392686840484\/Lehrstueck-der-Realpolitik\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Krim-Konflikt<\/strong><br>\nDie deutsche Kriegsmarine entsendet parallel zur Eskalation der Krise um die Krim ein Spionageschiff in Richtung Mittelmeer. Berichten zufolge hat die &ldquo;Alster&rdquo;, die bereits das syrische Kriegsgebiet ausspionierte, ihren Heimathafen verlassen; ob sie ihre Fahrt durch das Mittelmeer weiter ins Schwarze Meer fortsetzen wird, h&auml;lt die Bundeswehr geheim. Mit den Auseinandersetzungen um die Krim erreicht der Machtkampf um die Ukraine ein Gebiet von immenser geostrategischer Bedeutung f&uuml;r Moskau. Auf der Halbinsel ist die russische Schwarzmeerflotte stationiert; die Krim gilt dabei als &ldquo;Sprungbrett ins Mittelmeer&rdquo;, wo Russland seit 2013 wieder st&auml;rkere Aktivit&auml;ten entfalten und ein Gegengewicht zu den USA bilden will. Die prowestliche Umsturzregierung in Kiew k&ouml;nne das Stationierungsabkommen k&uuml;ndigen und damit der russischen Stellung eine zentrale Grundlage entziehen, ist zu h&ouml;ren. Moskau hat ohnehin seit dem Kollaps der Sowjetunion 1991 ansehen m&uuml;ssen, wie die NATO ihre Stellung im Schwarzen Meer immer st&auml;rker ausgebaut hat &ndash; auf russische Kosten und unter Beteiligung der Bundeswehr. Die geostrategische Bedeutung der Krim erkl&auml;rt, wieso die Bundesrepublik &ndash; anders als etwa im Falle des ehemaligen Jugoslawien &ndash; versucht, die Abspaltung der Halbinsel und ihre politische Ann&auml;herung an Russland mit allen Mitteln zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58811\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Russlands Strategie auf der Krim: &ldquo;Was der Westen denkt, ist Putin inzwischen egal&rdquo;<\/strong><br>\nMoskau handelt auf der Krim schnell, hart und ohne R&uuml;cksicht auf den Westen. Putin wolle Fakten schaffen, sagt Dmitrij Trenin vom Moskauer Carnegie-Center. Zur Ukraine habe Putin kein Vertrauen mehr &ndash; und sein Image in Europa sei ihm egal. [&hellip;]<br>\nSPIEGEL ONLINE: Ist dem Kreml die Reaktion des Westens egal?<br>\nTrenin: Russland glaubt, dass die EU Wiktor Janukowitsch Hand in Hand mit der Opposition aus dem Amt gedr&auml;ngt hat. Europa habe auch geschwiegen, als die &Uuml;bereinkunft mit dem Pr&auml;sidenten vor einer Woche verletzt wurde, auf Druck des Maidan. Ja, Emp&ouml;rung in der westlichen &Ouml;ffentlichkeit ist dem Kreml egal, inzwischen zumindest. Putin und Russland sind in den vergangenen Monaten im Westen so gr&uuml;ndlich d&auml;monisiert worden, dass Putin heute nicht glaubt, dass es noch schlimmer f&uuml;r ihn kommen kann. [&hellip;]<br>\nSPIEGEL ONLINE: Die Nationalisten sprechen von einer &ldquo;nationalen Revolution&rdquo;&hellip;<br>\nTrenin: Der Maidan hat leider die Chance verpasst, sich zu einem Aufstand gegen die Korruption zu wandeln. Alle ukrainischen Machthaber der vergangenen Jahre waren korrupt, wenn es auch selten so offensichtlich und so widerlich war wie bei Janukowitsch. Der Kampf gegen das korrupte System h&auml;tte die Menschen einen k&ouml;nnen in Ost und West. Aber die Nationalisten haben die Revolution gekapert und gestohlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/interview-mit-dmitrij-trenin-zur-krise-auf-der-krim-a-956381.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Daf&uuml;r das Trenin Chef des Carnegie-Centers in Moskau ist, sind seine Aussagen erfrischend offen und ehrlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Staatsstreich als Strafe f&uuml;r Nein-Sager<\/strong><br>\nDer ukrainische Pr&auml;sident Viktor Janukowitsch wurde f&uuml;r sein Nein gegen&uuml;ber dem Westen bestraft, wie andere vor ihm. Der Westen fordert von den Putschisten nun &ldquo;Reformen&rdquo; (&hellip;)<br>\nDem ukrainischen Pr&auml;sidenten wurde neben den entt&auml;uschten Hoffnungen der Ukrainer zum Verh&auml;ngnis, dass er sich den westlichen Interessen verweigerte, als er im November 2013 das Assoziierungsabkommen mit der EU auf Eis legte. Janukowitsch meinte, das Land sei &bdquo;wirtschaftlich noch nicht reif f&uuml;r eine Partnerschaft mit der Europ&auml;ischen Union&ldquo;. Das h&ouml;rten nicht nur jene in der Ukraine mit Schrecken, die sich ausgerechnet von der EU erhoffen, dass diese ihre Lage bessert. W&auml;hrend sie auf dem Kiewer Maidan-Platz protestieren gingen, wurden im Westen die Regimewechsler aktiv. Janukowitsch hatte sich auch erlaubt zu sagen, dass das Abkommen mit der EU erst unterzeichnet werde, &bdquo;wenn es unseren Interessen entspricht, wenn wir unter normalen Bedingungen verhandeln k&ouml;nnen&ldquo;. Dazu bezeichnete er auch noch das Verhalten des Internationalen W&auml;hrungsfonds als &bdquo;erniedrigend&ldquo;. Das rief jene auf den Plan, die seit vielen Jahren die Ukraine als Bollwerk gegen den &bdquo;russischen Imperialismus&ldquo; sehen, um die eigene Vorherrschaft zu sichern. [&hellip;]<br>\nHofbauer bezeichnete in der &ouml;sterreichischen Zeitung Die Presse das ukrainische Nein nicht nur als &bdquo;&ouml;konomisch vern&uuml;nftig&ldquo;. In Neues Deutschland bezifferte er auch den Preis, den Janukowitsch von der EU f&uuml;r ein Ja erwartete: &bdquo;Er will von Br&uuml;ssel 160 Milliarden Euro f&uuml;r den Fall, dass er doch noch unterschreiben sollte &ndash; und zwar als Kompensation f&uuml;r zu erwartende Ausf&auml;lle im Ostgesch&auml;ft.&ldquo; Damit d&uuml;rfte er endg&uuml;ltig zu weit gegangen sein und den Westen gegen sich aufgebracht haben. Dass dessen Regimewechsler auch in Kiew aktiv wurden, davon zeugen nicht nur die vielen Politiker und Berater aus dem Westen, die sich nicht nur an den Feuern der Demonstranten auf dem Maidan-Platz w&auml;rmten. Am 30. November erkl&auml;rte das US-Aussenministerium: &bdquo;Wir werden weiter die Bestrebungen des ukrainischen Volkes unterst&uuml;tzen, eine wohlhabende europ&auml;ische Demokratie zu werden. Die europ&auml;ische Integration ist der sicherste Kurs f&uuml;r Wirtschaftswachstum und um die ukrainische Demokratie zu st&auml;rken.&ldquo; Das ist die Linie, die Zbigniew Brezinski schon 1997 in seinem Buch &bdquo;Die einzige Weltmacht &ndash; Amerikas Strategie der Vorherrschaft&ldquo; beschrieb. Die f&uuml;r Europa und Eurasien zust&auml;ndige Abteilungsleiterin des US-Au&szlig;enministeriums Victoria Nuland flog kurz darauf nach zu einer OSZE-Konferenz in Kiew, wo sie sich am 6. Dezember 2013 mit &bdquo;Oppositionsf&uuml;hrer&ldquo; Witali Klitschko traf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/hans-springstein\/staatsstreich-als-strafe-fuer-nein-sager\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Putin nimmt sich, was er will<\/strong><br>\nRusslands Pr&auml;sident Wladimir Putin hat eine Woche nach dem Umsturz in Kiew seine Antwort auf die Revolution formuliert: Er will die Gegenrevolution. Putin will die Verh&auml;ltnisse in der Ukraine wieder &auml;ndern &ndash; und offenbar ist er bereit, das gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Risiko daf&uuml;r einzugehen: Krieg.<br>\nDiese Kaltbl&uuml;tigkeit l&auml;sst fr&ouml;steln. Nie zuvor, auch nicht w&auml;hrend des Georgien-Krieges 2008, hat man die Entr&uuml;cktheit und H&auml;rte des russischen Pr&auml;sidenten so klar erkennen k&ouml;nnen. Nicht nur die Krim, sondern die gesamte Ukraine ist f&uuml;r ihn der casus belli. Er ignoriert das Selbstbestimmungsrecht eines Volkes und die Souver&auml;nit&auml;t der Ukraine. Putin sieht den Nachbarstaat als Vasallen &ndash; und behandelt ihn entsprechend.<br>\nFaktisch hat Russland die Krim bereits besetzt, noch bevor das Parlament in Moskau der Entsendung von Truppen zugestimmt hat. Jetzt gilt ein umfassenderes Mandat: Der F&ouml;derationsrat und Putin haben sich eine Option zur milit&auml;rischen Intervention in der gesamten Ukraine geschaffen. Putin spielt dabei mit geringem Risiko. Er ist nicht nur zum Milit&auml;reinsatz entschlossen, er hat auf der Krim Fakten geschaffen, ehe eine andere bewaffnete Macht ihm zuvor kommen konnte. Und er wei&szlig;, dass niemand in der Ukraine und geschweige denn im Westen diese Intervention mit Milit&auml;rgewalt zur&uuml;ckdr&auml;ngen kann. Es siegt die nackte Gewalt.<br>\nF&uuml;r diese Unverfrorenheit des Pr&auml;sidenten gibt es keinen Vergleich. Der Mann, der &uuml;ber Monate hinweg selbst jede humanit&auml;re Intervention in Syrien unter Verweis auf die staatliche Souver&auml;nit&auml;t verhinderte, bricht das V&ouml;lkerrecht und l&auml;sst die Krim milit&auml;risch besetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/krise-auf-der-krim-putin-nimmt-sich-was-er-will-1.1901823\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die deutschen Mainstreammedien, zu denen auch Kommentator Kornelius geh&ouml;rt, stellen den Sachverhalt teilweise auf drastische Weise auf den Kopf; siehe z.B. auch das &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/#\/beitrag\/video\/2101542\/ZDFspezial:-Kalter-Krieg-auf-der-Krim\">ZDF-spezial<\/a>&ldquo; vom letzten Samstag, in dem Russland unterstellt wird, es betreibe einen &bdquo;Kalten Krieg&ldquo;. Besser h&auml;tte es vermutlich auch George Orwell (&bdquo;1984&ldquo;) nicht formulieren k&ouml;nnen.<\/em><br>\n<em>Mit China unterstellte bereits vor einigen Tagen ein st&auml;ndiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat dem Westen im Umgang mit Ru&szlig;land bez&uuml;glich des Ukraine-Konflikts die Mentalit&auml;t des Kalten Krieges; mehr dazu hier: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ukraine-china-unterstellt-westen-kalte-kriegs-mentalitaet-a-955922.html\">Streit um Ukraine: China unterstellt Westen Kalter-Kriegs-Mentalit&auml;t<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Die Berichterstattung zur Krim-Krise ist in den gro&szlig;en deutschen Medien wirklich unterirdisch schlecht. Was hatten die Gro&szlig;strategen in den Redaktionen denn gedacht? Nat&uuml;rlich kann man Putins forsches Vorgehen kritisieren. Aber dann sollte man bitte nicht so tun, als sei Russland das einzige Land, dass in den letzten Jahrzehnten das V&ouml;lkerrecht mit F&uuml;&szlig;en getreten h&auml;tte. Was war denn mit dem Irak? Was war mit Afghanistan? Und auch das so f&uuml;rchterlich musterg&uuml;ltige Deutschland hat sich mit seiner Teilnahme am Kosovo-Krieg, der ebenfalls nicht durch ein UN-Mandat gedeckt war, an einem v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg beteiligt. Es ist auch noch gar nicht so lange her, da lie&szlig;en Russland und China die westlichen Staaten ein Flugverbotszone &uuml;ber Libyen einrichten, die dann zu einer milit&auml;rischen Intervention genutzt wurde, die nicht durch das V&ouml;lkerrecht gedeckt war. W&auml;re man nun zynisch, k&ouml;nnte man sagen, &bdquo;Putin hat vom Westen gelernt&ldquo;. Leider lassen jedoch s&auml;mtliche Kommentare in den gro&szlig;en Zeitungen jeden Hauch von Selbstkritik vermissen. Wieder einmal wird die Welt ohne Sinn und Verstand und ohne sachliche Gr&uuml;nde in gut und b&ouml;se aufgeteilt. Wir sind die Guten und m&uuml;ssen uns daher auch nicht an Regeln oder gar das V&ouml;lkerrecht halten. Doch was dem Herrn geziemt, geziemt noch lange nicht dem Knecht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<p><\/p>\n<\/li><li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hans Magnus Enzensberger  &ndash; Wehrt Euch!<\/strong><br>\nWer sich nicht dauernd mit den digitalen Nachstellungen von Unternehmen und Geheimdiensten herumschlagen will, muss nur ein paar einfache Regeln befolgen. Zehn sind es an der Zahl, die Hans Magnus Enzensberger b&uuml;ndig formuliert.<br>\nF&uuml;r Leute, die keine Nerds, Hacker oder Kryptographen sind und die Besseres zu tun haben, als sich st&uuml;ndlich mit den Fallgruben der Digitalisierung zu befassen, gibt es zehn einfache Regeln, wie sie sich ihrer Ausbeutung und &Uuml;berwachung widersetzen k&ouml;nnen:\n<ol>\n<li>Wer ein Mobiltelefon besitzt, werfe es weg. Es hat ein Leben vor diesem Ger&auml;t gegeben, und die Spezies wird auch weiter existieren, wenn es wieder verschwunden ist. Der abergl&auml;ubischen Verehrung, die ihm zuteil wird, sollte man nichts abgewinnen. Smart sind nicht diese Ger&auml;te oder die sie benutzen, sondern die sie uns anpreisen, um unermessliche Reicht&uuml;mer anzuh&auml;ufen und gew&ouml;hnliche Menschen zu kontrollieren.<\/li>\n<li>Wer immer einem ein kostenloses Angebot macht, ist verd&auml;chtig. Man sollte unbedingt alles ausschlagen, was sich als Schn&auml;ppchen, Pr&auml;mie oder Gratisgeschenk ausgibt. Das ist immer gelogen. Der Betrogene zahlt mit seinem Privatleben, mit seinen Daten und oft genug mit seinem Geld.<\/li>\n<li>Online-Banking ist ein Segen, aber nur f&uuml;r Geheimdienste und f&uuml;r Kriminelle.<\/li>\n<li>Regierungen und Industrien m&ouml;chten das Bargeld abschaffen. Ein gesetzliches Zahlungsmittel, das jeder einl&ouml;sen kann, soll es nicht mehr geben. M&uuml;nzen und Scheine sind Banken, H&auml;ndlern, Sicherheitsbeh&ouml;rden und Finanz&auml;mtern l&auml;stig. Plastikkarten sind nicht nur billiger herzustellen. Sie sind auch unseren Aufpassern lieber, denn sie erlauben es, jede beliebige Transaktion zur&uuml;ckzuverfolgen. Deshalb tut jeder gut daran, Kredit-, Debit- und Kundenkarten zu meiden. Diese st&auml;ndigen Begleiter sind l&auml;stig und gef&auml;hrlich.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/enzensbergers-regeln-fuer-die-digitale-welt-wehrt-euch-12826195.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Was f&uuml;r ein Unsinn. Ein Philosophen-Million&auml;r wie Enzensberger kann es sich nat&uuml;rlich leisten, sein Handy &bdquo;wegzuwerfen, w&auml;hrend Otto Normalverbraucher keine Sekret&auml;rin hat, die ihm wichtige Nachrichten in der Droschke hinterherschickt. Otto Normalverbraucher hat auch nicht den Luxus, sich die Zeit zu nehmen, f&uuml;r jede kleine &Uuml;berweisung zur Bank zu laufen und auf das Online-Banking zu verzichten. Enzenberges Vorschl&auml;ge kommen mitten aus dem Elefenbeinturm und haben zudem eine verheerende Botschaft. Der m&uuml;ndige Verbraucher muss daf&uuml;r sorgen, dass wir die moderne Technik ohne Gefahren und ohne G&auml;ngelungen nutzen k&ouml;nnen. Ein Verzicht auf diese Technik spielt &ndash; da komplett unrealistisch &ndash; nur denen in die Karten, die diese Techniken missbrauchen. Herr Enzensberger h&auml;tte ja beispielsweise einmal auf die Open-Source-Bewegung hinweisen k&ouml;nnen, deren Produkte &uuml;brigens in vielen F&auml;llen auch kostenlos sind. Aber nein, was &bdquo;kostenlos&ldquo; ist, ist ja laut Enzensberger des Teufels. Ist es zu viel verlangt, von einem Philosophen zu erwarten, dass er sich zun&auml;chst einmal mit den Themen zu besch&auml;ftigen, zu denen er gewichtig klingende Aufs&auml;tze im Feuilleton der FAZ schreibt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Rudolf Hickel &ndash; EU-Kommissar Barnier schont Zocker- und Schattenbanken<\/strong><br>\nErst durch die Verortung der Ursache der Finanzmarktkrise l&auml;sst sich seri&ouml;s die Frage beantworten, wie k&uuml;nftig solche Zusammenbr&uuml;che mit Folgen f&uuml;r die Weltwirtschaft zu vermeiden sind. Historisch ist der Start in den Boom und Absturz der Finanzm&auml;rkte eindeutig: Am 27. Ok-tober 1986 hatte Maggy Thatcher mit dem &bdquo;Big Bang&ldquo;  &uuml;ber Nacht sch&uuml;tzende Regeln f&uuml;r die Gesch&auml;fte am Finanzplatz London aufgeho-ben. Im hei&szlig;en Klima der Neoliberalismus folgten die USA mit der Auf-hebung des Trennbankensystems und einer Explosion hochgradig spe-kulativer, von der realen Wertsch&ouml;pfung entkoppelter Finanzmarktpro-dukte. Deutschland verschaffte mit einigen Ma&szlig;nahmen vor allem in der Phase der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung den entfesselten M&auml;rkten Spielraum. Das Ende dieses sich weltweit verbreitenden Kasinokapita-lismus ist schnell erz&auml;hlt. Nachdem sich die Finanzm&auml;rkte gegen&uuml;ber der realen Wertsch&ouml;pfung immer mehr entkoppelten, kam es sichtbar ab 2007 zum Absturz. Spekulativ hochgetriebene, strukturierte Wert-papiere erwiesen sich als wertlos, als toxische Produkte. Banken muss-ten ihren Schrott in &bdquo;Bad Banks&ldquo; auslagern, die reale Produktionswirt-schaft geriet in Mitleidenschaft und schlie&szlig;lich hat der Reparaturbe-trieb Staat seine Steuerzahlerinnen und Steuerzahler belastet.<br>\nIm jetzt achten Jahr der Finanzmarktkrise muss immer noch die bange Frage gestellt werden, ob ein erneuter Zusammenbruch des fragilen Systems der Investmentspekulationen droht.  Die weltweit gro&szlig;e Zahl von Aktivit&auml;ten zur Regulierung und Kontrolle scheinen gegen einen weiteren Handlungsbedarf zu sprechen. Dazu z&auml;hlen Ma&szlig;nahmen zur Ausstattung der Banken mit Eigenkapital gegen Gesch&auml;ftsrisiken, zum Verbot des krisenanf&auml;lligen Eigenhandels mit spekulativen Finanz-produkten durch die Banken, zur Trennung des Kundengesch&auml;fts vom Investmentbanking, zu Haftungs- und Bonifragen sowie zur Einschr&auml;n-kung des Turbohandels an den B&ouml;rsen. Jedoch zeigt sich, dass die Wirksamkeitsschwelle der vielen Regulierungen insgesamt viel zu ge-ring ausf&auml;llt. Der Bankenlobby ist es wieder einmal gelungen, die Ma-n&ouml;ver der Politik unter dem Druck einer tief frustrierten &Ouml;ffentlichkeit zu verw&auml;ssern. Dies gilt auch f&uuml;r die vielen Aktivit&auml;ten der EU-Kommis-sion, die weitergehende, kluge Vorschl&auml;ge des Europ&auml;ischen Parla-ments nicht aufgenommen hat. Noch Anfang des Jahres hat der zu-st&auml;ndige EU- Kommissar Michel Barnier zur Trennung von normalem Kundengesch&auml;ft gegen&uuml;ber den Handelsaktivit&auml;ten mit spekulativen Finanzprodukten eine Mogelpackung vorgelegt. Das &bdquo;Wallstreet Jour-nal&ldquo; schrieb vom Triumph der Lobbyisten. Den Zockerbanken wurde auch k&uuml;nftig ausreichender Spielraum zugesichert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140303_taz_schattenbanken.pdf\">Rudolf Hickel [PDF &ndash; 53 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Paul Krugman: No Big Deal  &ndash;  Kein Drama<\/strong><br>\nWie allgemein bekannt, liegt das wirtschaftspolitische Programm der Obama-Administration angesichts der bedingungslosen Opposition der Rebublikaner auf Eis. Und das ist nicht gut: Die amerikanische Wirtschaft st&auml;nde viel besser da, wenn Vorschl&auml;ge der Administration wie etwa der American Jobs Act Gesetz geworden w&auml;ren.<br>\nWeniger bekannt ist die Tatsache, dass die internationale wirtschaftspolitische Agenda der Administration auch festgefahren ist, wenn auch aus ganz anderen Gr&uuml;nden. Besonders bei dem Kernst&uuml;ck diser Agenda  &ndash;  der vorgeschlagenen Trans-Pazifischen Partnerschaft oder TPP  &ndash;  scheint es nicht viel Fortschritt zu geben, und das liegt an einer Kombination von Verhandlungsschwierigkeiten im Ausland und partei&uuml;bergreifender Skepsis im Inland.<br>\nUnd wissen Sie was? Das ist gut so. Es ist n&auml;mlich &uuml;berhaupt nicht sicher, dass die TPP eine gute Idee ist. Und noch mehr kann man anzweifeln, ob Pr&auml;sident Obama da so viel politisches Kapital einsetzen sollte. Ich bin ja im Allgemeinen ein Vertreter des Freihandels, aber ich w&auml;re nicht traurig und eigentlich sogar ein bisschen erleichtert, wenn die TPP einfach in der Versenkung verschwinden w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/02\/28\/opinion\/krugman-no-big-deal.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wie schlimm sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich?<\/strong><br>\nIn einer neuen Studie kommt der IWF zum Schluss, dass eine ungleiche Verm&ouml;gensverteilung das wirtschaftliche Wachstum hemmt. In die gleiche Richtung geht die Argumentation des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), wobei die Studie in Zusammenarbeit mit der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung erstellt wurde und das DIW schon vor einiger Zeit ein Modell einer Verm&ouml;gensabgabe f&uuml;r die Gr&uuml;nen erarbeitet hat.<br>\nDie FAZ fasst die Studienergebnisse sehr sch&ouml;n zusammen, wei&szlig;t allerdings auf den wichtigen Punkt hin, dass in Deutschland schon erhebliche Umverteilung erfolgt. Mehr Umverteilung w&uuml;rde folglich wenig f&uuml;r das Wirtschaftswachstum bringen. Das stimmt vermutlich. Wobei sich die Umverteilung vor allem an den Einkommen orientiert. Hier w&auml;re zu pr&uuml;fen, ob die wahre Umverteilung sich eher an den Verm&ouml;gen orientieren sollte &ndash; im Gegenzug aber mit weniger Umverteilung von Einkommen. Nicht zus&auml;tzlich!<br>\nEs ist interessant, dass nun erneut das Thema Verm&ouml;gen thematisiert wird. Da werden Verm&ouml;gensabgaben zur L&ouml;sung der Schuldenkrise vom IWF angeregt, dann kommen die Krisenprofessoren Reinhart und Rogoff zum Schluss, dass wir eine Schuldenrestrukturierung in Europa brauchen, gefolgt von der Bundesbank, die Verm&ouml;gensabgaben (nat&uuml;rlich nur in den Krisenl&auml;ndern&hellip;.) fordert. Und nun wird noch bewiesen, dass Umverteilung das Wachstum st&auml;rkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/think-beyondtheobvious.com\/stelters-lektuere\/wie-schlimm-sind-die-unterschiede-zwischen-arm-und-reich\/\">beyond the obvious<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: The Real Job Killers<\/strong><br>\nHouse Speaker John Boehner says raising the minimum wage is &ldquo;bad policy&rdquo; because it will cause job losses.<br>\nThe U.S. Chamber of Commerce says a minimum wage increase would be a job killer. Republicans and the Chamber also say unions are job killers, workplace safety regulations are job killers, environmental regulations are job killers, and the Affordable Care Act is a job killer. The California Chamber of Commerce even publishes an annual list of &ldquo;job killers,&rdquo; including almost any measures that lift wages or protect workers and the environment.<br>\nMost of this is bunk.<br>\nWhen in 1996 I recommended the minimum wage be raised, Republicans and the Chamber screamed it would &ldquo;kill jobs.&rdquo; In fact, in the four years after it was raised, the U.S. economy created more jobs than were ever created in any four-year period. (&hellip;)<br>\nFinally, it&rsquo;s important to remember the real source of job creation. Businesses hire more workers only when they have more customers. When they have fewer customers, they lay off workers. So the real job creators are consumers with enough money to buy.<br>\nEven Walmart may be starting to understand this. The company is &ldquo;looking at&rdquo; whether to support a minimum wage increase. David Tovar, a Walmart spokesman, noted that such a move would increase the company&rsquo;s payroll costs but would also put more money in the pockets of some of Walmart&rsquo;s customers.<br>\nIn other words, forget what you&rsquo;re hearing from the Republicans and the Chamber of Commerce. The real job killers in America are lousy jobs at lousy wages.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/robertreich.org\/post\/78130228939\">Robert Reich<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Ein Vergleich mit der Situation in Deutschland ist nicht abwegig. In Anlehnung an Reich k&ouml;nnte hinzugef&uuml;gt werden: Vergessen Sie, was sie von Neoliberalen z.B. aus FDP, CDU\/CSU oder wirtschaftsnahen &Ouml;konomieinstituten h&ouml;ren. Es ist an der Zeit, die Binnenkonjunktur ma&szlig;geblich in Schwung zu bringen und daf&uuml;r ist der gesetzliche, fl&auml;chendeckende und nicht zu tief ansetzende Mindestlohn ein Instrument.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Leiharbeit auf dem Vormarsch<\/strong><br>\nDie Leiharbeitsbranche boomt weiter. Wie aus einer Unterrichtung der Bundesregierung (18\/673) zur Entwicklung der Arbeitnehmer&uuml;berlassung im Zeitraum 2009 bis 2012 hervorgeht, ist sowohl die Zahl der Verleihfirmen als auch die Anzahl der verliehenen Mitarbeiter in den Jahren deutlich gestiegen. So wurden im zweiten Halbjahr 2012 bundesweit 18.024 Verleihbetriebe mit mindestens einer Leiharbeitskraft registriert. Im zweiten Halbjahr 2008, zum Ende des vorangegangenen Berichtszeitraums, waren es noch 15.581 Betriebe. Das entspricht einem Anstieg um rund 16 Prozent.<br>\nDen Angaben zufolge waren im zweiten Halbjahr 2012 insgesamt 11.218 Unternehmen ausschlie&szlig;lich oder &uuml;berwiegend als Verleihbetriebe aktiv im Vergleich zu 10.085 im zweiten Halbjahr 2008. Das entspricht einer Steigerung um rund elf Prozent. Die Zahl der Mischbetriebe, die nicht nur im Verleih, sondern &uuml;berwiegend in anderen Branchen t&auml;tig sind, stieg um rund 24 Prozent, von 5.496 im Jahre 2008 auf 6.806 im Jahre 2012.<br>\nIm Jahresdurchschnitt stieg die Zahl der Leiharbeiter im Berichtszeitraum von 625.411 im Jahre 2009 auf 877.599 im Jahre 2012. Zwischenzeitlich lag die Zahl der Leiharbeiter im Jahre 2011 mit 881.728 sogar noch h&ouml;her. Der absolute H&ouml;chststand wurde im August 2011 mit 927.103 Leiharbeitern erreicht.<br>\nDer Anteil der Frauen an der Leiharbeit kletterte von 28 Prozent im Dezember 2008 auf 30 Prozent im Dezember 2012. Die Leiharbeit sei weiter von M&auml;nnern dominiert, hei&szlig;t es in dem Bericht, wenn auch ihr Anteil seit 2002 kontinuierlich zur&uuml;ckgehe. In der Zeitarbeit gew&auml;nnen inzwischen Bereiche wie Gesundheit, Soziales, Lehre oder Erziehung an Bedeutung, in denen &uuml;berwiegend Frauen in den Kundenunternehmen t&auml;tig seien.<br>\nAuch die Zahl der ausl&auml;ndischen Leiharbeiter w&auml;chst weiter. Waren im Dezember 2008 noch 13 Prozent Ausl&auml;nder in der Branche registriert, stieg ihr Anteil auf 17 Prozent im Dezember 2012.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2014_02\/2014_108\/06.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neue Runde f&uuml;r Hartz-IV-Kritikerin<\/strong><br>\nKlage von Inge Hannemann auf Weiterbesch&auml;ftigung im Jobcenter abgewiesen<br>\nDie Hartz-IV-Kritikerin Inge Hannemann kann vorerst nicht an ihren alten Arbeitsplatz im Jobcenter Hamburg-Altona zur&uuml;ckkehren. Das Arbeitsgericht der Hansestadt hat am Freitag nachmittag ihre Klage auf Weiterbesch&auml;ftigung als Arbeitsvermittlerin f&uuml;r Jugendliche abgewiesen. Wie Gerichtssprecher Esko Horn auf Nachfrage von jW mitteilte, habe die Kl&auml;gerin einen entsprechenden Antrag zu sp&auml;t gestellt. &raquo;Wenn sie innerhalb einer Woche Einspruch einlegt, geht das Verfahren von vorn los.&laquo; Horn vermutet dahinter &raquo;einen taktischen Zug&laquo; der fr&uuml;heren Jobcenterangestellten. Ihr Anwalt zeigte sich nach der Verhandlung zufrieden. Jetzt sei es m&ouml;glich, einen Neubeginn des Verfahrens in erster Instanz zu erreichen. Gegen&uuml;ber jW hatte Hannemann bereits angek&uuml;ndigt, notfalls bis vor das Bundesarbeitsgericht zu ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/03-01\/015.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Arbeitsmarkt im Fokus<\/strong><br>\nDie Lage auf dem &ouml;sterreichischen Arbeitsmarkt ist sehr angespannt. Eine neue Ausgabe der AK-Analyse &bdquo;Arbeitsmarkt im Fokus&ldquo; zeigt dabei einige Probleme auf, die Handlungsbedarf erzeugen: die Besch&auml;ftigung w&auml;chst &uuml;berwiegend in Teilzeit, Arbeitslosigkeit ist l&auml;ngst kein Randph&auml;nomen mehr und die Zahl der Notstandshilfe-BezieherInnen steigt. Was am Arbeitsmarkt los ist und wo die wichtigsten Ansatzpunkte liegen.<br>\nTrotz wachsender Besch&auml;ftigung und niedrigster Arbeitslosenquote im EU-Vergleich gibt es eine Reihe struktureller Arbeitsmarktprobleme, hier einige der wichtigsten Aspekte. (&hellip;)<br>\nImmer mehr Menschen sind auf Notstandshilfe angewiesen<br>\nF&uuml;r die Menschen bedeutet Arbeitslosigkeit neben der sozialen Stigmatisierung vor allem auch ein existenzielles Problem, da sich das Einkommen der Betroffenen innerhalb k&uuml;rzester Zeit halbiert.  Jene, die l&auml;nger arbeitslos sind, k&ouml;nnen nach 20 bis 52 Wochen (je nach Alter und Dauer der arbeitslosversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung) kein Arbeitslosengeld mehr beziehen. Sie sind auf die oft deutlich niedrigere Notstandshilfe angewiesen (2013: durchschnittlich 690 Euro monatlich). Die Anzahl der BezieherInnen von Notstandshilfe ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen (rund 15 Prozent). Dazu kommen noch viele Menschen, &uuml;berwiegend Frauen, die aufgrund der Anrechnung des PartnerInneneinkommens gar keine Notstandshilfe beziehen.<br>\nWo k&ouml;nnte man unter anderem ansetzen?\n<ul>\n<li>St&auml;rkere Regulierung des Arbeitskr&auml;fteangebots, beispielsweise &uuml;ber eine Sanktionierung von ArbeitgeberInnen, die systematisch ihren MitarbeiterInnen die Bezahlung von Mehr- bzw. &Uuml;berstunden vorenthalten.<\/li>\n<li>Eine antizyklische Wirtschaftspolitik durch mehr Investitionen in Zukunftsbranchen (v.a. soziale Dienstleistungen) und einen Ausbau des &ouml;ffentlichen Wohnbaus, um mehr Besch&auml;ftigungsm&ouml;glichkeiten zu schaffen.<\/li>\n<li>Bessere Arbeitsmarktchancen f&uuml;r &Auml;ltere durch ein Bonus-Malus-System, welches jene Betriebe sanktionieren soll, die &auml;lteren ArbeitnehmerInnen keine Chance geben.<\/li>\n<li>Verl&auml;ngerung der Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld und Anhebung der H&ouml;he des Arbeitslosengeldes und der Notstandshilfe. Ein Entfall der PartnerInneneinkommensanrechnung bei der Notstandshilfe, die insbesondere Frauen benachteiligt und die Verbesserung der Rechtssicherheit f&uuml;r Arbeitslose bei Leistungsstreitigkeiten.<\/li>\n<li>Weiterentwicklung der Arbeitslosenversicherung in Richtung &bdquo;Besch&auml;ftigungsversicherung&ldquo;. Das bedeutet auch einen Ausbau von hochwertigen Ausbildungsm&ouml;glichkeiten mit Rechtsanspruch, wie etwa dem Fachkr&auml;ftestipendium (erleichterter Zugang und Sicherstellung der Finanzierung).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/der-arbeitsmarkt-im-fokus\/#more-4961\">Arbeit&amp;Wirtschaft<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Boomender Teilzeitsektor, steigende Zahl der Inanspruchnahmen von &ouml;ffentlichen Hilfsleistungen sind f&uuml;r die Leserschaft der NachDenkSeiten keine Fremdw&ouml;rter. Auch hierzulande ist Arbeits- bzw. Erwerbslosigkeit l&auml;ngst keine Randerscheinung mehr. Die genannten Ansatzpunkte zur Verbesserung der Arbeitssituation k&ouml;nnten und sollten auch in Deutschland gefordert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Streikverbot vor dem Bundesverwaltungsgericht: Auf dem Weg zur supranationalen EMRK?<\/strong><br>\nBeamte d&uuml;rfen nur noch f&uuml;r eine &Uuml;bergangszeit generell vom Streikrecht ausgeschlossen werden. Das hat das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 27.02.2014 unter Berufung auf die EMRK und die einschl&auml;gige Rechtsprechung des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschenrechte (EGMR) entschieden (Az. 2 C 1.13). Damit wird eine &uuml;ber hundertj&auml;hrige Tradition in Deutschland gekippt.<br>\nDoch damit nicht genug: Was vor allem aufhorchen l&auml;sst an diesem Urteil, ist sein Rechtsfolgenausspruch. Auch wenn bislang nur die Pressemitteilung vorliegt, wird doch deutlich, dass das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil einen Gesetzgebungsauftrag an die Adresse der Legislative formuliert und die bestehende Rechtslage nur f&uuml;r eine &Uuml;bergangszeit hinnimmt. Man fragt sich verwundert: das Bundesverwaltungsgericht? Ist nicht allein das Bundesverfassungsgericht der Gespr&auml;chspartner &bdquo;auf Augenh&ouml;he&ldquo; des Gesetzgebers?<br>\nDas Urteil aus Leipzig dokumentiert einen Bedeutungsverlust des Bundesverfassungsgerichts, der den Richtern in Karlsruhe alles andere als gleichg&uuml;ltig sein d&uuml;rfte. Sie sind &ndash; aus Gr&uuml;nden, die im Einzelnen noch erl&auml;utert werden m&uuml;ssen &ndash; im konkreten Fall die eigentlichen Verlierer im institutionellen Dreiecksverh&auml;ltnis zwischen Leipzig, Karlsruhe und Stra&szlig;burg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verfassungsblog.de\/de\/streikverbot-vor-dem-bundesverwaltungsgericht-auf-dem-weg-zur-supranationalen-emrk\/#.UxMYTs4Xi1g\">Verfassungsblog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mappus forderte offenbar harten Polizeieinsatz<\/strong><br>\nHat Baden-W&uuml;rttembergs fr&uuml;herer Ministerpr&auml;sident Mappus ein hartes Vorgehen gegen Stuttgart-21-Gegner angeordnet? Notizen leitender Beamter deuten daraufhin, dass der CDU-Politiker Einfluss auf den Einsatz mit Wasserwerfern an der Baustelle des Tiefbahnhofs genommen hat &ndash; mit schlie&szlig;lich 164 Verletzten.<br>\nAus einem Bericht des Innenministeriums, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, geht hervor, &ldquo;die oberste politische Ebene&rdquo; habe den Beamten rigide Vorgaben gemacht. Damit gibt es erstmals klare Hinweise aus der Polizeif&uuml;hrung, dass Stefan Mappus den umstrittenen Einsatz am 30. September 2010 beeinflusst hat. Mappus und der damalige Stuttgarter Polizeipr&auml;sident Siegfried Stumpf hatten stets erkl&auml;rt, es habe keine politische Einflussnahme gegeben.<br>\nIn dem Bericht werden vor allem Notizen mehrerer Beamter nach einer &ldquo;Tagung Polizeilicher Aufgaben&rdquo; am 10. September zitiert. Bei der Tagung handelt es sich um regelm&auml;&szlig;ige Besprechungen der obersten operativen F&uuml;hrungsebene der Polizei. Das Ministerium bilanziert: &ldquo;W&auml;hrend das offizielle Protokoll keinen R&uuml;ckschluss auf irgendeine Form der politischen Einflussnahme zul&auml;sst, legen die Notizen einzelner Besprechungsteilnehmer die Annahme nahe, dass Polizeipr&auml;sident a.D. Stumpf auf der Tagung von solch einer Einflussnahme berichtet hat.&rdquo; (&hellip;)<br>\nIn Notizen zu einer F&uuml;hrungstagung der Bereitschaftspolizei findet sich der Hinweis, dass die Politik die Vorgabe gemacht habe, dass bei massiven Auseinandersetzungen auch Wasserwerfer eingesetzt werden sollten. Ein &ldquo;Softkurs&rdquo; sei nicht anzustreben, hei&szlig;t es darin. Das Ministerium folgert: &ldquo;Die genannten Notizen k&ouml;nnten als Anhaltspunkte f&uuml;r eine m&ouml;gliche politische Einflussnahme oder Einflussnahmeversuche auf den Polizeieinsatz gewertet werden.&rdquo; Bei dem Einsatz zur R&auml;umung des Schlossgartens f&uuml;r die Baustelle des Tiefbahnhofs waren nach Angaben des Innenministeriums 130 Demonstranten und 34 Polizisten verletzt worden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/stuttgart-21-protest-mappus-forderte-offenbar-harten.1818.de.html?dram:article_id=278825\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Mappus und Stuttgart 21: &ldquo;Bringen Sie den Bagger rein!&rdquo;<\/strong><br>\nEin Bericht des Stuttgarter Innenministeriums belastet Stefan Mappus. Als Ministerpr&auml;sident soll er der Polizei einen harten Kurs gegen Stuttgart-21-Demonstranten vorgegeben haben. Auch beim Abriss des Nordfl&uuml;gels preschte er gegen den Willen der Polizei vor.<br>\nBaden-W&uuml;rttembergs fr&uuml;herer Ministerpr&auml;sident Stefan Mappus hat nach Darstellung leitender Polizisten beim harten Einsatz gegen Stuttgart-21-Gegner 2010 die Marschroute vorgegeben. Das geht nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa aus einem Bericht des Innenministeriums hervor.<br>\nDemnach hat den Beamten zufolge &ldquo;die oberste politische Ebene&rdquo; rigide Vorgaben gemacht. Damit w&uuml;rde es erstmals klare Hinweise aus der Polizeif&uuml;hrung geben, dass der CDU-Politiker Mappus den umstrittenen Einsatz am 30. September 2010 beeinflusst hat &ndash; sogar die Vorgabe zum Einsatz der Wasserwerfer soll aus der Politik gekommen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/mappus-durch-bericht-aus-innenministerium-bei-stuttgart-21-belastet-a-956384.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Herr Sarrazin f&uuml;hlt sich verfolgt<\/strong><br>\nAlle sind sie hinter ihm her. Alle grenzen sie ihn aus und schweigen ihn tot. Meint Thilo Sarrazin. Aus diesem diffusen Gef&uuml;hl hat er ein Buch gemacht (siehe Rezension) und er posaunt es weitgehend unwidersprochen in Talkshows und Interviews hinaus. Christoph Baumgarten wagt einen pers&ouml;nlichen Blick in die Untiefen des Sarrazinschen Geistes.<br>\nThilo Sarrazin hetzt sich von Talkshow zu Podiumsdiskussion zu Talkshow, hat einen Interviewtermin nach dem anderen, Tageszeitungen wie die FAZ widmen ihm ihre Titelseiten, Spiegel Online mehrere Kolumnen.<br>\nNebenbei hat sein erstes Buch die Schwelle von 1,5 Millionen verkauften Exemplaren &uuml;berschritten und ist der erfolgreichste politische Titel im deutschsprachigen Raum nach &ldquo;Mein Kampf&rdquo;. Sein neuestes Werk &uuml;ber den angeblichen Tugendterror hat eine Startauflage von 100.000 St&uuml;ck.<br>\nSo totgeschwiegen, ausgegrenzt, tugendterrorisiert und den Mund verboten bekommen wie der Mann m&ouml;chte ich einmal werden. Er hat mein vollstes Mitgef&uuml;hl. (&hellip;)<br>\nDer Herr kann offenbar besser austeilen als einstecken.<br>\nDass er daraus ein neues Buch macht und sich zum Opfer dunkler Machenschaften stilisiert und nicht des eigenen &ndash; wenn auch vorhersehbaren &ndash; intellektuellen Versagens, dass er seine Wehleidigkeit in Stammtischparolen kleidet, die er noch f&uuml;r Produkte seines eigenen Geistes h&auml;lt, das ist ein Verbrechen am An- und Verstand.<br>\nDer Sozialschmarotzer auf hohem Niveau<br>\nUm es in den Stammtischparolen zu sagen, derer er sich beflei&szlig;igt: Thilo Sarrazin ist ein geistiger Minderleister und war Zeit seines Lebens Sozialschmarotzer auf hohem Niveau, ein Parteibonze, wie er im Buche steht und h&auml;lt das alles f&uuml;r seine eigene Leistung. Er ist eine l&auml;cherliche und widerliche Figur, die allen, die nicht seiner Meinung sind, den Mund verbieten will.<br>\nDas wird man doch noch sagen d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hpd.de\/node\/17975\">Humanistischer Pressedienst<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.H.:<\/strong> Das Bild ist interessant, Sarrazin ist also auch bei der ehemaligen Haider-Partei FP&Ouml; in &Ouml;sterreich ein gern gesehener Redner &ndash; man glaubt es nicht, aber das Bild l&uuml;gt wohl nicht&hellip; .<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung C.R.:<\/strong> Das Foto erinnert an die FDP-Sympathien des ehemaligen SPD-Mitglieds Clement. Sind FP&Ouml;-Auftritte mit einer SPD-Mitgliedschaft vereinbar sowie moralisch-korrekt und passend zur Haltung der SPD? Insbesondere die SPD-Spitze m&ouml;ge sich angeregt f&uuml;hlen, erneut ein Parteiausschlu&szlig;verfahren gegen Sarrazin einzuleiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gewerkschaften und Europawahlen im Mai 2014<\/strong><br>\nEin neuer Weg f&uuml;r Europa &ndash; f&uuml;r gute Arbeit, Investitionen und Gleichheit k&auml;mpfen. Europ&auml;ische Demonstration in Br&uuml;ssel &ndash; Aktionstag &ndash; Freitag 04.04.14 \/ Die EGB-Kampagne &ldquo;A New Path for Europe&rdquo; \/ Gewerkschaftsaufrufe zur Wahl\n<ul>\n<li>Ein neuer Weg f&uuml;r Europa &ndash; f&uuml;r gute Arbeit, Investitionen und Gleichheit k&auml;mpfen. Europ&auml;ische Demonstration in Br&uuml;ssel &ndash; Aktionstag &ndash; Freitag 04.04.14<br>\n<em>&ldquo;Im Vorfeld der Europawahlen ruft der Europ&auml;ische Gewerkschaftsbund zu einer europ&auml;ischen Demonstration in Br&uuml;ssel auf. Als Gewerkschaften fordern wir einen Investitionsplan f&uuml;r Wachstum und Besch&auml;ftigung um insbesondere die dramatisch hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen europ&auml;ischen Nachbarl&auml;ndern zu beseitigen. Es geht aber auch um unsere Freiheit. Nationalistische Parteien nutzen die aktuelle Finanzkrise, um das Vertrauen in die Gemeinschaft Europas zu schw&auml;chen. Damit versuchen sie von den eigentlichen Ursachen einer fehlgeleiteten Sparpolitik abzulenken. Mit der Vorstellung, dass die &bdquo;eigene&ldquo; Nation an erster Stelle stehen sollte, schaden sie dem Solidarit&auml;tsgedanken einer Staatengemeinschaft. Gemeinsam mit unseren europ&auml;ischen Kolleg_innen werden wir ein Zeichen f&uuml;r ein demokratisches und soziales Europa setzen!&rdquo;<\/em> Siehe dazu:\n<ul>\n<li>Crisis cannot be solved without sound social basis &ndash; ETUC announces European demonstration for 4 April<br>\nETUC-Aufruf vom 18.12.2013<\/li>\n<li>Ein neuer Weg f&uuml;r Europa: Investieren statt Kaputtsparen. Perspektiven f&uuml;r gute Arbeit und soziale Gerechtigkeit in ganz Europa. DGB-Aufruf zur Demonstration des Europ&auml;ischen Gewerkschaftsbundes am 4. April 2014 in Br&uuml;ssel<br>\nDie Europawahl steht vor der T&uuml;r. Der Europ&auml;ische Gewerkschaftsbund (EGB) ruft deshalb wenige Tage vor der letzten Sitzung des Parlaments in Br&uuml;ssel zu einer Demonstration f&uuml;r einen Kurswechsel in Europa auf: F&uuml;r ein soziales Europa, Vollbesch&auml;ftigung und eine sichere Zukunft f&uuml;r Jung und Alt. Die Europawahl wird mit dar&uuml;ber entscheiden, ob in Europa k&uuml;nftig eine Politik f&uuml;r gute Arbeit und soziale Gerechtigkeit gemacht wird. Wir fordern: Investitionen und Gute Arbeit&hellip;&rdquo; Aufruf beim DGB vom 26.02.2014 externer Link. Aus dem Text: &ldquo;&hellip; Wir brauchen im Europ&auml;ischen Parlament Abgeordnete, die das Europ&auml;ische Projekt f&uuml;r sozialen Fortschritt gestalten, um die ungerechte Sparpolitik, Arbeitslosigkeit, Armut, Ungleichheit sowie Lohn- und Steuerdumping zu &uuml;berwinden. Sie sollen eintreten f&uuml;r ein Europa, das die Menschen und nicht die M&auml;rkte in den Mittelpunkt stellt. Ein soziales Europa ist m&ouml;glich! Der Europ&auml;ische Gewerkschaftsbund, die Stimme der europ&auml;ischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, ruft die Besch&auml;ftigten auf, an den Wahlen zum Europaparlament teilzunehmen und am 4. April in Br&uuml;ssel f&uuml;r das soziale Europa zu demonstrieren. Europa hat das Potential, um die Krise zu &uuml;berwinden&hellip;&rdquo; <\/li>\n<li>Gewerkschaften rufen auf nach Br&uuml;ssel<br>\n&ldquo;Die Krise in Europa ist noch lange nicht &uuml;berwunden. Arbeitslosigkeit und Armut sind in vielen L&auml;ndern dramatisch gewachsen. Arbeitnehmerrechte werden abgebaut, Grundrechte missachtet. Im Vorfeld der Europawahl ruft der Europ&auml;ische Gewerkschaftsbund am 4. April zu einer Demonstration nach Br&uuml;ssel auf&hellip;&rdquo; Aufruf der GEW vom 24.02.2014<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/politik\/gw\/krise08gew\/gewerkschaften-und-europawahlen-im-mai-2014\/\">LabourNet Germany<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Kerry macht sich l&auml;cherlich<\/strong><br>\nIm Ticker von standard.at lief gestern folgende Meldung: &bdquo;Russland verhalte sich wie im 19. Jahrhundert und marschiere in andere L&auml;nder unter Verweis auf frei erfundene Gr&uuml;nde ein, sagte der US-Au&szlig;enminister am Sonntag.&ldquo; \n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dazu f&auml;llt noch nicht einmal mir etwas ein. Manchmal ist die Grenze zwischen Politik und Satire flie&szlig;end.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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