{"id":20950,"date":"2014-03-05T09:04:49","date_gmt":"2014-03-05T08:04:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20950"},"modified":"2014-03-05T11:23:16","modified_gmt":"2014-03-05T10:23:16","slug":"hinweise-des-tages-2080","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20950","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20950#h01\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20950#h02\">Peter Bofinger: Die gro&szlig;en Herausforderungen der Gro&szlig;en Koalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20950#h03\">Professor Bernd Lucke und die Europhobie (Teil 1)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20950#h04\">Lucas Zeise: Hoffmanns Erz&auml;hlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20950#h05\">TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20950#h06\">Trotz Jobkahlschlag: Verstaatlichte Royal Bank of Scotland zahlt Millionenboni<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20950#h07\">You are not a loan! Oder: Kapitalismus als Schulden&ouml;konomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20950#h08\">Anhaltende Wirtschaftskrise in Kroatien: Ern&uuml;chterung nach dem EU-Beitritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20950#h09\">H&ouml;chster Krankenstand seit Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20950#h10\">Mindestlohn: Feilschen um die Ausnahmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20950#h11\">Duell der Stromgiganten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20950#h12\">Studentische Stellungnahmen zum &bdquo;Hochschulzukunftsgesetz&ldquo; in NRW<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20950#h13\">Gl&uuml;ck, das geht anders<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20950#h14\">Rezension: Austerit&auml;t als politisches Projekt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20950#h15\">Das Allerletzte: &bdquo;Die Zeit&ldquo; m&ouml;chte nicht auf die NachDenkSeiten verlinken<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20950&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Schlafwandler des 21. Jahrhunderts<\/strong><br>\nWeshalb Russland und der Westen endlich in der gleichen Realit&auml;t ankommen m&uuml;ssen.<br>\n&ldquo;Wir erwarten von Euch Russen, dass Ihr Euch wie eine westliche Demokratie verhaltet, aber wir werden Euch behandeln als w&auml;ret Ihr weiterhin die Sowjetunion.&rdquo;&hellip;<br>\n&ldquo;Der Kalte Krieg ist f&uuml;r Euch vorbei, aber nicht f&uuml;r uns&ldquo;.<br>\nDieses Gef&uuml;hl hat die russischen Eliten nachhaltig gepr&auml;gt. Und es findet Unterst&uuml;tzung in der Bev&ouml;lkerung. Erst im 21. Jahrhundert sei man &ldquo;von den Knien auferstanden&rdquo;, so eine popul&auml;re Formulierung. Dieses unterschiedliche Verst&auml;ndnis der neunziger Jahre ist pr&auml;gend f&uuml;r Russland&hellip;<br>\nZu glauben, dass eine EU-Ann&auml;herung der sechs L&auml;nder der &Ouml;stlichen Partnerschaft genauso reibungslos verl&auml;uft wie die EU-Osterweiterung, an dem ja mit den drei baltischen Staaten auch ehemalige Sowjetrepubliken beteiligt waren, ist nur durch eines zu erkl&auml;ren: Eine Hybris, die sich aus den neunziger Jahren speist. Wir sind stark, auf der richtigen Seite der Geschichte und Russland ist schwach und auf der falschen Seite&hellip;<br>\nDeshalb sollten wir alles daran setzen, die so unterschiedlichen Analysen der 90er Jahre zumindest ansatzweise in Einklang zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/europa\/artikel\/detail\/die-schlafwandler-des-21-jahrhunderts-295\/\">Internationale Politik und Gesellschaft IPG<\/a><\/li>\n<li><strong>No wonder Vladimir Putin says Crimea is Russian<\/strong><br>\nWith irresponsible talk of EU and Nato membership, the West has badly mishandled relations with Ukraine &ndash; and with Moscow&hellip;<br>\nMuch recent comment on Ukraine in the British press has been marked by a barely forgivable ignorance about its history and politics, an overhasty willingness to put the blame for all its troubles on Vladimir Putin, and an almost total inability to suggest practical ways of bringing effective Western influence to bear on a solution&hellip;<br>\nRussia and Ukraine negotiated a sensible agreement to allow the Russian Black Sea Fleet to remain in Crimea. With well-judged concessions, the Ukrainians assuaged the demands of Crimea&rsquo;s Russian inhabitants for closer ties with the motherland. But the Ukrainians were unlucky in their country&rsquo;s new leaders, most of whom were incompetent or worse. They failed to modernise the economy; corruption ran out of control. Then Putin arrived in 2000, ambitious to strengthen Russia&rsquo;s influence with its neighbours. And the West began its ill-judged attempts to draw Ukraine into its orbit regardless of Russian sensitivities.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/voices\/comment\/ukraine-crisis-no-wonder-vladimir-putin-says-crimea-is-russian-9162734.html\">The Independent<\/a><\/li>\n<li><strong>Russland hat viel zu verlieren<\/strong><br>\nWirtschaftliche Sanktionen spielen in der Krim-Krise bislang keine Rolle, dabei k&ouml;nnte gerade damit Druck auf Putin ausge&uuml;bt werden. Russlands Wirtschaft schw&auml;chelt &ndash; und ist von westlichen Investitionen abh&auml;ngig.<br>\nRusslands Pr&auml;sident Wladimir Putin h&auml;lt die Welt in Atem. Mit der Annektierung der Krim durch seine Soldaten l&ouml;st er hektische Aktivit&auml;ten in den Hauptst&auml;dten Europas wie in Washington aus. Staatschefs telefonieren und debattieren &uuml;ber Reaktionen. Doch der Westen wirkt gegen&uuml;ber dem selbstbewussten russischen Pr&auml;sidenten z&ouml;gerlich und uneinig. Selbst die Worte des US-Pr&auml;sidenten Barack Obama, der erkl&auml;rte, das Vorgehen Russlands werde &ldquo;einen Preis&rdquo; haben, wirken merkw&uuml;rdig hohl.<br>\nDabei g&auml;be es Mittel, Putin seine Grenzen zu zeigen &ndash; und zwar durch wirtschaftlichen Druck. Alle Verantwortlichen in Politik und Verb&auml;nden vertreten die Meinung, f&uuml;r den Krim-Konflikt d&uuml;rfe es nur eine diplomatische L&ouml;sung geben. Auch wirtschaftliche Sanktionen m&uuml;ssten vermieden werden &ndash; die w&uuml;rden auf beiden Seiten Schaden anrichten. Doch die EU und Amerika sollten ihre Macht gegen&uuml;ber dem st&uuml;rmisch-machohaft auftrumpfenden Putin aber nicht untersch&auml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/sanktionen-gegen-moskau-russland-hat-viel-zu-verlieren-1.1904637\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Wie in diversen Mainstreammedien versucht wird, richtiggehend &ldquo;Politik zu machen&rdquo;, l&auml;sst einen mitunter sprachlos werden. So auch hier wieder. Und nat&uuml;rlich kann man auch in dem Kommentar von Karl-Heinz B&uuml;schemann wunderbar die alte Einteilung &ldquo;B&ouml;ser Osten- Guter Westen&rdquo; wieder finden. Interessant und vor allem entlarvend die Einsch&auml;tzungen zu m&ouml;glichen wirtschaftlichen Sanktionen, die aufgelistet werden. So kann man u.a. nachlesen, dass in Deutschland etwa 200.000 Arbeitspl&auml;tze vom Export mit Russland abhingen. Das w&auml;re, so Experten, zu wenig, um erpressbar zu sein. Wie hier mit Zahlen jongliert wird, ist mehr als verwunderlich. Dass dahinter vor allem Menschen stehen, erf&auml;hrt der Leser nicht. Aber um Menschen geht es bei diesem Konflikt schon l&auml;ngst nicht mehr!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Es stimmt, die Medien versuchen in der Tat &bdquo;Politik zu machen&ldquo;. Ganz vorne dabei ist neben der S&uuml;ddeutschen einmal wieder die WELT. Dort versucht man sich bereits <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article125433226\/Steinmeier-riskiert-in-Krim-Krise-grosse-Blamage.html\">an einer ganz hinterh&auml;ltigen Interpretation<\/a>: Sollte die Strategie des ausw&auml;rtigen Amts, die Lage durch Gespr&auml;che zu deeskaltieren, misslingen, so sei dies eine &bdquo;gro&szlig;e Blamage&ldquo; f&uuml;r Steinmeier. Warum sollte es eine Blamage sein, wenn man &ndash; im Zweifel auch erfolglos &ndash; versucht, eine Katastrophe durch einen Dialog abzuwenden? Die einzige Blamage, die es diesbez&uuml;glich geben kann, ist jede weitere Eskalation. In ihrer Argumenation erinnern Teile der Medien an testosterongeladende Schulhofschl&auml;ger.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Peter Bofinger: Die gro&szlig;en Herausforderungen der Gro&szlig;en Koalition<\/strong><br>\nDie einzige Alternative zu einer besseren politischen Kontrolle &uuml;ber die nationalen Haushalte der Mitgliedstaaten besteht in der von vielen &Ouml;konomen propagierten &bdquo;Marktdisziplin&ldquo;. Letztlich besagt das nichts anderes, als dass Geld die Welt regieren solle. Anstelle einer Kontrolle der Finanzm&auml;rkte durch die Staaten w&uuml;rde es zu einer Kontrolle der Staaten durch die Finanzm&auml;rkte kommen. Nach dem unglaublichen Versagen der Akteure in Banken, Investmenth&auml;usern und Hedgefonds ist es schon erstaunlich, dass &uuml;berhaupt an eine solche L&ouml;sung gedacht wird. Wenn wir also nicht wollen, dass Finanzm&auml;rkte &uuml;ber die Zukunft unserer Gesellschaft bestimmen, sollten wir alles tun, dass Europa von wirksamen, demokratisch legitimierten Instanzen regiert wird.<br>\n&bdquo;Mehr Europa&ldquo; ist derzeit alles andere als popul&auml;r. Doch genau hierin besteht die epochale Chance der Gro&szlig;en Koalition. Deutschland muss den ersten Schritt tun, wenn eine neue integrationspolitische Dynamik in Europa entfaltet werden soll. Und nur im Konsens der gro&szlig;en Parteien wird es m&ouml;glich sein, die Menschen in Deutschland davon zu &uuml;berzeugen, dass das, was auf den ersten Blick &uuml;berwiegend Nachteile f&uuml;r Deutschland mit sich zu bringen scheint, auf Dauer die beste L&ouml;sung f&uuml;r Wohlstand und Besch&auml;ftigung ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsimit_2014_02_kommentar.pdf\">WSI Mitteilungen [PDF &ndash; 70KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Professor Bernd Lucke und die Europhobie (Teil 1)<\/strong><br>\nEin Leser hat uns gebeten, uns einen langen Vortrag auf youtube anzuh&ouml;ren und anzusehen, den der Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke, Sprecher der Alternative f&uuml;r Deutschland, in Freiburg gehalten hat. Angek&uuml;ndigt wird eine wissenschaftliche Einsch&auml;tzung (&bdquo;ein argumentativer Sachvortrag&ldquo;), keine Wahlkampfrede.<br>\nDas Ergebnis ist, um es vorweg zu sagen, schockierend: Hier werden Fakten manipuliert, falsche Behauptungen in die Welt gesetzt und Schlussfolgerungen gezogen, die durch nichts zu rechtfertigen sind. Die Sto&szlig;richtung lautet: Der Euro spaltet Europa, denn vor dem Euro gab es einen wirtschaftlichen Aufholprozess der &auml;rmeren L&auml;nder in Europa, der seit der Einf&uuml;hrung des Euro zum Erliegen gekommen ist f&uuml;r diejenigen &auml;rmeren L&auml;nder, die den Euro eingef&uuml;hrt haben. Seitdem seien n&auml;mlich die reicheren Eurol&auml;nder nicht nur st&auml;rker gewachsen als die &auml;rmeren, sondern letztere seien sogar geschrumpft, so dass der Abstand beim Wohlstand zugenommen habe. Hingegen h&auml;tten &auml;rmere europ&auml;ische L&auml;nder, solange sie nicht der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion (EWU) beigetreten seien, ein st&auml;rkeres Wachstum als die reicheren Eurol&auml;nder zustande gebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/professor-lucke-und-die-europhobie\/\">Flassbeck Economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Hoffmanns Erz&auml;hlungen<\/strong><br>\nDas Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) stellt fest, da&szlig; die Verm&ouml;gensverteilung im Land besonders ungleich ist. Von 2002 bis 2012 habe sich die ungleiche Verm&ouml;gensverteilung wenig ver&auml;ndert, stellt die Studie au&szlig;erdem fest, merkt aber an, da&szlig; die Stichproben, auf die sich die Forscher st&uuml;tzen, die sehr hohen Verm&ouml;gen nicht korrekt erfassen und vermutlich untersch&auml;tzen. Die Autoren f&uuml;gen in knochentrockenem &Ouml;konomenjargon hinzu, es k&ouml;nne &raquo;vermutet werden, da&szlig; es in den vergangenen zehn Jahren zu einem Anstieg der Verm&ouml;gensungleichheit gekommen ist, da nach der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung die Einkommen aus Unternehmert&auml;tigkeit und Verm&ouml;gen im Vergleich zu den Arbeitnehmerentgelten &uuml;berdurchschnittlich gestiegen sind.&laquo; Wir haben es also mit einer nach oben offenen Verm&ouml;gensverteilung zu tun.<br>\nWas passiert nun mit den Erkenntnissen, die die Studie liefert? Es meldet sich der k&uuml;nftige DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann zu Wort. Schlie&szlig;lich fordert er die Regierung auf, die &raquo;kalte Progression&laquo; bei der Lohn- und Einkommensteuer zu mildern. Das k&ouml;nne &raquo;dazu beitragen, die Kluft zwischen Reich und Arm zu schlie&szlig;en&laquo;. Die progressive Einkommensteuer ist f&uuml;r Lohnabh&auml;ngige mit mittleren Einkommen tats&auml;chlich &auml;rgerlich. Jeder kleine Zuwachs wird, weil der Steuersatz zunimmt, aufgefressen. Ohnehin sind die L&ouml;hne im vergangenen Jahr, also inmitten des von Regierung und rechter Presse ausgerufenen Booms, in realer Rechnung, also nach Abzug der geringen Inflation, gesunken. H&ouml;here Einkommen werden von der kalten Progression noch st&auml;rker getroffen. Ganz hohe nicht mehr, weil der Spitzensteuersatz erreicht ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/03-01\/054.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>TTIP<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kritische Stimmen zum geplanten EU-US-Freihandelsabkommen nehmen zu<\/strong><br>\nEs hat recht lange gedauert, bis die Verhandlungen um das geplante EU-US-Freihandelsabkommen (TTIP) die Aufmerksamkeit der breiten &Ouml;ffentlichkeit gefunden haben. Noch l&auml;nger hat es gedauert, bis die Fragw&uuml;rdigkeit dieses Abkommens breit thematisiert wurde. In den letzten Tagen und Wochen aber mehren sich erfreulicherweise die kritischen Stimmen&hellip;<br>\nEinige dieser j&uuml;ngeren kritischen &Auml;u&szlig;erungen seien im Folgenden beispielhaft zitiert&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1347\">annotazioni.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Ulrike Herrmann zum Freihandelsabkommen mit Kanada: Das Schweigen der EU<\/strong><br>\nDie EU-Kommission verh&auml;lt sich verd&auml;chtig: Mit Kanada hat sie ein Freihandelsabkommen fertig ausgehandelt &ndash; aber sie ver&ouml;ffentlicht es nicht. Stattdessen kursieren nur geleakte Passagen. Aber diese d&uuml;rftigen Schnipsel reichen, um alarmiert zu sein. Sie offenbaren, dass die EU-Kommission nicht f&auml;hig oder willens ist, die Interessen der europ&auml;ischen B&uuml;rger zu wahren. Besonders fatal sind die Klauseln zum &ldquo;Investorenschutz&rdquo; ausgefallen, die die Sonderklagerechte f&uuml;r ausl&auml;ndische Konzerne regeln. Bei einer Anh&ouml;rung im kanadischen Parlament kamen Juristen zu dem Ergebnis: Das Freihandelsabkommen mit Europa sei &ldquo;der investorenfreundlichste Vertrag&rdquo;, den die kanadische Regierung jemals abgeschlossen habe. Die EU-Kommission hat offenbar massiv darauf gedr&auml;ngt, die Sonderrechte f&uuml;r Konzerne auszuweiten.<br>\nDer Vertrag mit Kanada gilt als Blaupause &ndash; f&uuml;r die TTIP-Verhandlungen mit den USA, die gerade laufen. Dieser Zusammenhang d&uuml;rfte erkl&auml;ren, warum die EU-Kommission so obstinat schweigt: Sie wei&szlig;, dass TTIP scheitern w&uuml;rde, wenn bekannt w&auml;re, was mit Kanada vereinbart wurde. Das Schweigen der EU ist verd&auml;chtig, offenbart aber auch die Hilflosigkeit der Kommission. Denn ein Geheimabkommen nutzt ihr nichts. Ein Vertrag ist nur g&uuml;ltig, wenn er von den Parlamenten ratifiziert wurde. Die Anti-Freihandels-Aktivisten haben also bisher gewonnen. Gl&uuml;ckwunsch!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F03%2F04%2Fa0091&amp;cHash=9884351b80693117cf237f388d182fd1\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu: CETA: PIRATEN leaken geheime Dokumente aus EU-Freihandelsabkommen mit Kanada<\/strong><br>\nKonkret handelt es sich dabei um das Kapitel &raquo;Immaterial Property Rights&laquo; (IPR), in dem es um geistige Eigentumsrechte, Patentrechte und Markenschutz geht. Der Urheberrechtsexperte und EU-Kandidat der Piratenpartei Deutschland, Bruno Gert Kramm, dem die Dokumente zugespielt wurden, findet klare Worte f&uuml;r den bisher neuesten Beleg intransparenter Lobbypolitik auf europ&auml;ischer Ebene: &ldquo;Die Dokumente offenbaren ein weiteres Mal das vollkommen aus dem Gleichgewicht geratene Selbstverst&auml;ndnis von EU-Kommissaren und Vertretern gro&szlig;er Konzerne und Verb&auml;nde. Im Windschatten der oberfl&auml;chlichen &ouml;ffentlichen Debatte um Chlorh&uuml;hnchen im transatlantischen Freihandelsabkommen zwischen USA und Europa entsteht mit CETA ein weiteres Abkommen im Stile von ACTA&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.02elf.net\/politik\/ceta-piraten-leaken-geheime-dokumente-aus-eu-freihandelsabkommen-mit-kanada-394107\">02elf D&uuml;sseldorfer Abendblatt<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Trotz Jobkahlschlag: Verstaatlichte Royal Bank of Scotland zahlt Millionenboni<\/strong><br>\nDie Royal Bank of Scotland (RBS) will offenbar trotz eines radikalen Jobabbaus und voraussichtlich hoher Verluste Boni in H&ouml;he von 550 Millionen Pfund zahlen &ndash; das sind umgerechnet rund 670 Millionen Euro. Die britische Bank habe von den zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden bereits gr&uuml;nes Licht f&uuml;r die Aussch&uuml;ttungen bekommen und werde sie mit den Jahresergebnissen f&uuml;r 2013 an diesem Donnerstag vorlegen, berichtet der Sender Sky News. Die RBS wollte sich demnach nicht zu den Bonuszahlungen &auml;u&szlig;ern. Die RBS wurde in der Finanzkrise mit Steuergeldern von umgerechnet 55 Milliarden Euro vor dem Zusammenbruch bewahrt. Seitdem geh&ouml;rt sie zu 81 Prozent dem Staat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/royal-bank-of-scotland-zahlt-offenbar-millionen-boni-a-955749.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eigentlich sollte die Bonusregelung der EU, Begrenzung der Boni auf das Doppelte des Festgehalts, bereits greifen. Das bedeutet, dass die Festgeh&auml;lter der Top-Banker ziemlich hoch ausfallen. RBS-Chef McEwan meinte, es m&uuml;sse eine &bdquo;faire&ldquo; Bezahlung der Investmentbanker geben. Die RBS hat seit 2008 jedes Jahr Verlust gemacht. Leistungsorientierung sieht anders aus. &ndash; Bei der HSBC, der zweitgr&ouml;&szlig;ten Bank weltweit, hat man eine sch&ouml;ne M&ouml;glichkeit gefunden, die Bonusregelung zu umgehen. HSBC f&uuml;hrt f&uuml;r ihre Spitzenleute eine fixe Zulage ein, die viertelj&auml;hrlich teils in bar, teils in Aktien ausbezahlt wird. Diese wird von der EU als Teil des Grundgehalts anerkannt und <a href=\"http:\/\/www.finance-magazin.de\/maerkte-wirtschaft\/banken\/hsbc-erhoeht-gehaelter-trotz-bonusdeckel\/\">unterliegt damit nicht der neuen Regelung f&uuml;r Boni<\/a>. Dadurch umgeht die Bank nicht nur die Bonus-Regel , sondern erh&ouml;ht auch die erlaubte absolute H&ouml;he der Boni. Diese Zulagen k&ouml;nnen von der Bank j&auml;hrlich neu festgelegt werden, womit sie exakt die Funktion variabler Boni erf&uuml;llen, ohne so genannt zu werden. Die Zulage des Chefs der HSBC, Stuart Gulliver, liegt bei 1,7 Millionen Pfund. Dadurch steigt sein Mindestgehalt 2013 auf 4,2 Millionen, inklusive des Bonus landet er bei 8 Millionen Pfund, also knapp 10 Millionen Euro. Allein 239 Mitarbeiter sollen eine Sonderzahlung von einer Million Pfund  oder mehr bekommen. Es kann davon ausgegangen werden, dass andere Banken diesem Beispiel folgen werden. &ndash; Diese Chuzpe l&auml;sst ahnen, wie die Banken mit all den anderen neuen Finanzmarktregulierungen umspringen werden, welche die Finanzwelt soviel sicherer machen sollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>You are not a loan! Oder: Kapitalismus als Schulden&ouml;konomie<\/strong><br>\nAls im September 2008 die US-Investmentbank Lehman Brothers zusammenbrach, wurde der Gesamtwert aller Schulden weltweit mit 160 Billionen Dollar beziffert. Ein Wert, der das globale Bruttoinlandsprodukt um das Dreieinhalbfache &uuml;berstieg. Viele &Ouml;konomen sehen in dieser gigantischen Schuldenexplosion blo&szlig; einen spekulativen Exzess und pl&auml;dieren f&uuml;r die Regulierung des gegen die Realwirtschaft gerichteten aufgebl&auml;hten Finanzsektors und die R&uuml;ckkehr zur G&uuml;ter und Dienstleistungen produzierenden Wirtschaft. Kapitalismuskritische Theoretiker schauen sich dagegen an, inwiefern der Kapitalismus sich von Grund auf ver&auml;ndert hat, und analysieren seine neoliberale Phase als die einer Schulden&ouml;konomie neuen Typs, in der die Finanz- mit der Realwirtschaft eng verzahnt ist. Wie hat die Schuldner-Gl&auml;ubiger-Beziehung das Feld des Wirtschaftlichen, aber auch das des Sozialen und Politischen transformiert?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/03\/04\/dlf_20140304_1914_09efa033.mp3\">Deutschlandfunk [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man muss das einmal ganz langsam sacken lassen: Der Jahresproduktion der Welt stehen drei Mal soviel Forderungen gegen&uuml;ber. Oder anders gesagt: Die Welt muss (ohne Zinsen) drei Jahre arbeiten um diese Forderungen zu bedienen. Da realisiert das Finanzkapital bald die Quoten von Menschh&auml;ndlern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Anhaltende Wirtschaftskrise in Kroatien: Ern&uuml;chterung nach dem EU-Beitritt<\/strong><br>\nNiemand erwartete, dass die wirtschaftlichen Probleme durch den Beitritt gleichsam weggeblasen w&uuml;rden. Doch so gering die Erwartungen auch waren, die Zwischenbilanz f&auml;llt f&uuml;r die meisten Kroaten dennoch entt&auml;uschend aus. Nicht der Hauch einer wirtschaftlichen Belebung scheint feststellbar. Die seit 2009 anhaltende Rezession, die das Bruttoinlandprodukt (BIP) um kumulierte 12% hat einbrechen lassen, kommt zu keinem Ende. T&auml;glich verschwinden Unternehmen und Stellen. Die Lebensumst&auml;nde im 4,3 Mio. Einwohner z&auml;hlenden Land, dessen BIP pro Kopf bei 59% des EU-Durchschnitts liegt, sind seit dem Beitritt zur EU nochmals eine Spur schwieriger geworden. Dem Land schienen der Optimismus und die Energie abhandenzukommen, diagnostizierte unl&auml;ngst Staatspr&auml;sident Ivo Josipovic in einer ungewohnt freim&uuml;tigen Rede, die nichts zu besch&ouml;nigen und nichts zu kaschieren versuchte. Die Wirtschaft stagniere nicht nur, sondern bewege sich r&uuml;ckw&auml;rts, der &ouml;ffentliche Sektor sei &uuml;bertrieben gross, ineffizient und gebe seit Jahren weit mehr aus, als er einnehme, der Sozialstaat taumle unter der Last von Armut sowie sozialer Not, und das Land, so das triste Fazit, drohe in Hoffnungslosigkeit zu versinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/wirtschafts-und-finanzportal\/ernuechterung-nach-dem-eu-beitritt-1.18249751?extcid=Newsletter_24022014_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die NZZ liefert den &uuml;blichen M&auml;ngelkatalog, um die schlechte Bilanz zu erkl&auml;ren: der aufgebl&auml;hte Staatsapparat, der mangelnde Konsolidierungswillen, hohe Steuern, Korruption, rigide Arbeitsm&auml;rkte, komplexe Bewilligungsverfahren und fehlende Rechtssicherheit usw. Die wesentliche Frage, die f&uuml;r viele EU-Mitglieder Osteuropas stellt, wird nicht einmal ansatzweise tangiert. Wie soll ein &ouml;konomisch relativ r&uuml;ckst&auml;ndiges Land sich mit den hoch entwickelten Volkswirtschaften des europ&auml;ischen Kerns austauschen? Vollst&auml;ndiger Freihandel ist f&uuml;r diese L&auml;nder Gift. Selbst die von Stiglitz initiierte Analyse des &bdquo;East Asian Miracle&ldquo; durch die Weltbank kam zu dem Ergebnis, dass nur eine sorgf&auml;ltig abgestimmte Abfolge interventionistischer Politiken bis hin zu verschiedenen Liberalisierungsschritten einen erfolgreichen Entwicklungsprozess garantieren kann. Der letzte Schritt, die vollst&auml;ndige &Ouml;ffnung der Volkswirtschaft, ist selbst heute von so einem erfolgreichen Aufholer wie China noch nicht vollzogen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>H&ouml;chster Krankenstand seit Jahren<\/strong><br>\nKrankenkasse: Fehlzeit von 14,7 Tagen pro Person<br>\nBesch&auml;ftigte sind 2013 l&auml;nger krank gewesen als in den Vorjahren. Der Krankenstand der bei der Techniker Krankenkasse (TK) Versicherten habe erstmals wieder die Vier-Prozent-Marke &uuml;berschritten, teilte die Krankenkasse am Dienstag auf Basis von Vorabdaten f&uuml;r ihren Gesundheitsreport 2014 mit. Durchschnittlich blieben im vergangenen Jahr 4,02 Prozent der Erwerbst&auml;tigen der Arbeit fern. Das entspricht einer Fehlzeit von 14,7 Tagen pro Person &ndash; knapp ein halber Tag mehr als 2012.<br>\nSchuld an den vielen Krankschreibungen waren laut TK vor allem Erk&auml;ltungskrankheiten: 2013 war jeder Erwerbst&auml;tige durchschnittlich 2,4 Tage aufgrund einer Atemwegserkrankung arbeitsunf&auml;hig. Im Vergleich zum Vorjahr haben diese Fehlzeiten um 24,3 Prozent zugenommen.<br>\nDie Krankschreibungen aufgrund psychischer Diagnosen blieben 2013 hingegen auf Vorjahresniveau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/925918.hoechster-krankenstand-seit-jahren.html\">ND<\/a> \n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140305_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140305_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Im Jahr 2012 lag der Krankenstand der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei 3,64 %. Dieser Wert besagt, dass im Jahresdurchschnitt 3,64% der in den Gesetzlichen Krankenkassen pflichtversicherten Besch&auml;ftigten als arbeitsunf&auml;hig gemeldet waren. Dem entspricht ein Krankenstand von durchschnittlich 9,2 Arbeitstagen im Jahr&hellip;<br>\nDer R&uuml;ckgang des Krankenstandes im Jahr 2012 ist nicht leicht zu erkl&auml;ren. Denn die vergleichsweise gute Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich in diesem Jahr fortgesetzt, zugleich ist die Besch&auml;ftigungsquote &Auml;lterer weiter gestiegen.<br>\nAuf jeden Fall deuten die Daten darauf hin, dass die h&auml;ufig ge&auml;u&szlig;erte These, der Krankenstand werde infolge der Entgeltfortzahlung durch Missbr&auml;uche nach oben getrieben, keine Best&auml;tigung findet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Arbeitsbedingungen\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbV1.pdf\">Sozialpolitik-aktuell [PDF &ndash; 110 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Daten der Techniker Krankenkasse sind mit einer gewissen Skepsis zu betrachten. Die Zahlen von Sozialpolitik-aktuell kommen vom Bundesgesundheitsministerium. Bevor jedoch eine Debatte aufkommt, die Deutschen w&uuml;rden zu oft &bdquo;krank feiern&ldquo;, sollte man sich in Erinnerung rufen, dass der Krankenstand in den letzten vier Jahrzehnten deutlich gesunken ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mindestlohn: Feilschen um die Ausnahmen<\/strong><br>\nDie meisten Bundesb&uuml;rger wollen den Mindestlohn von 8,50 Euro. Doch in der Frage, welche Ausnahmen gelten sollten, gehen die Meinungen auseinander. Das Bundesarbeitsministerium hat an die Branchenverb&auml;nde und Gewerkschaften jetzt Frageb&ouml;gen verschickt, um bis zum 7. M&auml;rz die W&uuml;nsche nach &ldquo;flexiblen Anpassungen&rdquo; zu sammeln und die &ldquo;konkreten Probleme&rdquo; bei der Umsetzung zu eruieren. Ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums sagte der taz, noch vor Ostern solle ein Gesetzentwurf dem Bundeskabinett vorgelegt werden. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat bisher erkl&auml;rt, lediglich Auszubildende und Praktikanten w&auml;hrend einer Ausbildung vom Mindestlohn auszunehmen. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;ert sich Christoph Schmitz, Sprecher von Ver.di. Die Gewerkschaft sehe &ldquo;keine Notwendigkeit f&uuml;r branchenbezogene Ausnahmen und Ausnahmen f&uuml;r bestimmte Personengruppen&rdquo;. Gerechtfertigt seien Ausnahmen nur f&uuml;r Auszubildende und Teilnehmer eines Pflichtpraktikums, so Schmitz zur taz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2014%2F03%2F04%2Fa0050&amp;cHash=fca606a92e0944855070f8a5aa2ba09b\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider verbleibt Andrea Nahles in der Kontinuit&auml;t ministerialer Praxis, einzelwirtschaftliches Interesse f&uuml;r ein so wichtiges gesamtwirtschaftliches Projekt mitentscheiden zu lassen. Fehlt nur noch, dass Anw&auml;lte der Arbeitgeberverb&auml;nde das Gesetz vorformulieren, weil das Arbeitsministerium nicht &uuml;ber gen&uuml;gend Kompetenz verf&uuml;gt &ndash; ein wohlbekanntes Argument. Die Umfrageaktion ist l&auml;cherlich. Das ganze letzte Jahr wurde in einer Ausf&uuml;hrlichkeit, wie selten zu einem Thema, von allen Seiten diskutiert. Auch zum Thema Ausnahmeregelungen hat gerade die Unternehmerseite viel Fantasie entwickelt. Die Diskussion m&uuml;sste den Fachleuten des Ministeriums allm&auml;hlich zu den Ohren heraustropfen. Oder sollte Frau Nahles gar so viel Machiavellismus an den Tag legen, so dass diese Befragung nur ein Scheinman&ouml;ver w&auml;re, um der Wirtschaft zu signalisieren: Wir haben euch zugeh&ouml;rt.<\/em><br>\n<em>Ziemlich naiv ist die Vorstellung, dass Jugendliche in einer total &ouml;konomisierten Gesellschaft nicht den Wert einer Ausbildung gegen&uuml;ber einem Job bei McDonald&rsquo;s erkennen k&ouml;nnten. (Ganz abgesehen davon, dass auch jetzt der Lohn als &ldquo;Jobber&rdquo; h&ouml;her als in den meisten Ausbildungsberufen ist). D.h. allerdings nicht, dass f&uuml;r Auszubildende in bestimmten Bereichen Verg&uuml;tungen und gute Arbeits- und Lernbedingungen nicht zu optimieren w&auml;ren. Ausnahmeregelungen f&uuml;r Jugendliche w&auml;ren verheerend, weil sie zu Verdr&auml;ngungseffekten f&uuml;hren w&uuml;rden. Wenn Jugendliche keinen Mindestlohn bek&auml;men, w&uuml;rden die Firmen Mindestlohnberechtigte h&ouml;heren Alters durch junge Besch&auml;ftigte ersetzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Duell der Stromgiganten<\/strong><br>\nDerzeit herrscht ein &Uuml;berangebot an Strom, weil erneuerbare Energien neben den alten fossilen Kraftwerken zugebaut werden. Das Angebot steigt also, die Nachfrage stagniert, weil die Konjunktur schwach ist. Das spiegelt sich an der Stromb&ouml;rse wider. In der vergangenen Woche kostete die Megawattstunde Grundlaststrom 35 Euro &ndash; ein historischer Tiefstand. Der niedrige Preis zeigt, dass die H&auml;ndler f&uuml;r die kommenden Jahre in Deutschland mit einem &uuml;ppigen Stromangebot rechnen. F&uuml;r die Kraftwerkseigner ist der Preisverfall verheerend, die fossilen Kraftwerke sind h&auml;ufig nicht mehr rentabel. EnBW-Konzernchef Frank Mastiaux sieht damit die Gesch&auml;ftsmodelle der gro&szlig;en Versorger &ldquo;fundamental infrage gestellt.&rdquo; RWE-Konzernchef Peter Terium formuliert es &auml;hnlich: &ldquo;Unser traditionelles Gesch&auml;ftsmodell erodiert.&rdquo; Die Betreiber k&ouml;nnten die Gro&szlig;handelspreise stabilisieren, m&uuml;ssten daf&uuml;r aber Kraftwerke abschalten. &ldquo;Aber keiner will der Erste sein&rdquo;, sagt Tobias Federico vom Berliner Analystenhaus Energy Brainpool. Der Grund: Sobald Kraftwerke vom Netz gehen, werden die verbleibenden Anlagen profitabler. Also hoffen alle Betreiber, dass jeweils die anderen zuerst die Rei&szlig;leine ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2014%2F03%2F03%2Fa0062&amp;cHash=87f27426acf36aca0b13e06f9f3c51c6\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Studentische Stellungnahmen zum &bdquo;Hochschulzukunftsgesetz&ldquo; in NRW<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.asta.uni-koeln.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/LAT-NRW-Stellungnahme-HZG-Sankt-Augustin-19-Feb-2014.pdf\">Landes-ASten-Treffen [PDF &ndash; 120 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.asta.uni-siegen.de\/2014\/02\/26\/gekuerzte-stellungnahme-des-asta-zum-hzg\/\">ASta Uni Siegen<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.asta.uni-siegen.de\/2014\/03\/04\/die-uni-als-unternehmen\/\">Die Uni als Unternehmen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gl&uuml;ck, das geht anders<\/strong><br>\nMit Geld oder G&uuml;tervermehrung kann man nur in sehr armen L&auml;ndern das Wohlergehen steigern. Gemeinschaft, Freundschaft und Selbstbestimmung hingegen sind zentrale Bed&uuml;rfnisse, ja Urw&uuml;nsche &ndash; f&uuml;r alle Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F03%2F01%2Fa0062&amp;cHash=503772f25166b6b793ea7434edccb398\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein recht seltsamer Artikel, der damit beginnt, &uuml;ber die s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenl&auml;nder die Nichtigkeit &ouml;konomische Kennziffern gegen&uuml;ber Indikatoren wie Lebenszufriedenheit des UN-Gl&uuml;cksbericht belegen zu wollen. Warum die Bewohner dieser L&auml;nder seit der Krise immer unzufriedener wurden, l&auml;sst sich allerdings mit &ouml;konomischen Kennziffern sehr konkret belegen: mit der hohen Arbeitslosigkeit, der zunehmenden Armutsgef&auml;hrdung, mit dem Absenken der L&ouml;hne und Renten, dem generellen Abbau des Sozialstaates bis hin zum Zusammenbruch des griechischen Gesundheitssystems.<\/em><br>\n<em>Auch brauchen wir nicht die mehrheitliche Meinung konservativer Kreise, um festzustellen, dass unser Wirtschaftssystem ungerecht sei. Die Zahl hierzu lautet 0,78 und beinhaltet den Ginikoeffizienten, d.h. das Ma&szlig; f&uuml;r die im internationalen Vergleich hohe Verm&ouml;gensungleichheit in Deutschland. Bei einem Gini-Koeffizenten von 0 w&uuml;rde in Deutschland eine vollkommene  Gleichverteilung herrschen, d.h. jeder Deutsche w&uuml;rde &uuml;ber das gleiche Verm&ouml;gen verf&uuml;gen. Bei einem Gini-Koeffizienten von 1 w&uuml;rde eine Person &uuml;ber das ganze Verm&ouml;gen und der Rest &uuml;ber nichts verf&uuml;gen. Damit ist auch f&uuml;r Nichtmathematiker augenf&auml;llig, wohin die Reise geht &ndash; in das Ungl&uuml;ck.<\/em><br>\n<em>Dann wird das Gl&uuml;cksministerium des K&ouml;nigreiches Bhutan bem&uuml;ht, das durch Befragungen ermittle, wonach der Sinn seiner B&uuml;rger st&uuml;nde. Da werden dann als Rahmenbedingungen Bildung, Gesundheit oder eine intakte Natur genannt, als ob die Realisierung dieses Rahmens nicht einkommensabh&auml;ngig w&auml;re. Der Artikel mutet einerseits naiv andererseits zynisch an. &ldquo;Mit Geld oder G&uuml;tervermehrung kann man nur in sehr armen L&auml;ndern das Wohlergehen steigern.&rdquo; Was soll das? Das Gleiche gilt f&uuml;r ebenso f&uuml;r Arme, und nicht nur f&uuml;r sehr Arme, innerhalb von reichen L&auml;ndern wie Deutschland oder den USA. Arbeitslosigkeit hei&szlig;t hierzulande in der Praxis Verlust an Gemeinschaft, schon alleine weil man sich die Freizeitaktivit&auml;ten der Freunde nicht mehr leisten kann. Schon Schulkinder von Hartz-IV-Beziehern werden von den relativ teuren Aktivit&auml;ten ihrer Mitsch&uuml;ler ausgeschlossen. Selbstbestimmung? K&ouml;nnen sich Hatz-IV-beziehende Eltern Gitarrenunterricht f&uuml;r ihre Kinder leisten? Oder Klavierunterricht? Solange die Anschaffung einer Waschmaschine f&uuml;r einen Niedrigl&ouml;hner, Rentner, Hartz-IV-Bezieher ein Problem darstellt, ist G&uuml;tervermehrung eine Voraussetzung, ohne deren Erf&uuml;llung sich jede Frage nach einer Gl&uuml;cksbeh&ouml;rde erledigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rezension: Austerit&auml;t als politisches Projekt<\/strong><br>\nWenn heute in Politik, Wissenschaft und Medien &uuml;ber die Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa diskutiert wird, dann in erster Linie &uuml;ber Staatsverschuldung. Die Krise gilt schlechthin als &bdquo;Staatsschuldenkrise&ldquo;. Schuldenst&auml;nde insbesondere der Krisenstaaten in S&uuml;deuropa werden hoch und runter analysiert, ihr Abbau in einem gescheiterten &bdquo;Anpassungsprogramm&ldquo; oder &bdquo;Memorandum&ldquo; nach dem anderen als Ziel definiert, staatliche Ausgaben entsprechend mehr und mehr gek&uuml;rzt. Dieser Umgang mit der Eurokrise kommt nicht von irgendwoher, wie Ingo St&uuml;tzle zeigt: Vielmehr wurde das neoliberale Dogma des &bdquo;ausgeglichenen Staatshaushalts&ldquo; im Rahmen des europ&auml;ischen Integrationsprozesses seit mindestens den 1970er Jahren erfolgreich durchgesetzt, wobei Deutschland eine besonders aktive und tragende Rolle spielte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1224\">annotazioni.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer nicht die Zeit findet, das Buch von Ingo St&uuml;tzle zu lesen, kann sich auch die Videobeitr&auml;ge von St&uuml;tzle in der Seminarreihe &ldquo;Das neue Europa, die deutschen Pl&auml;ne und die linken Kritiker&rdquo; anschauen, anh&ouml;ren, samt anschlie&szlig;ender Diskussion: &ldquo;Die deutsche Strategie in der Krise&rdquo; und &ldquo;Die Last der Linken mit Europa&rdquo;. Die Seminarreihe bei <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/news\/40051\/-98707ec29b.html\">Rosa-Luxemburg-Stiftung<\/a> ist ein Beispiel daf&uuml;r, wie verf&auml;lschend die ver&ouml;ffentlichte Meinung &uuml;ber die Diskussion der &ldquo;Linken&rdquo; zu Europa berichtet. Desweiteren sei auf eine Sammlung von Beitr&auml;gen aus Griechenland, Spanien, Frankreich, Kroatien, &Ouml;sterreich, Italien, Deutschland und anderen L&auml;ndern hingewiesen: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/fileadmin\/rls_uploads\/pdfs\/sonst_publikationen\/Europalinks_nd-beilage_2014.pdf\">&ldquo;Europa hat eine andere Zukunft&rdquo; [PDF &ndash; 5.8 MB]<\/a> Zu den Beitr&auml;gen lie&szlig;e sich viel anmerken, auch Kritisches, aber bei der vielf&auml;ltigen Herkunft ist das kein Wunder.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Allerletzte: &bdquo;Die Zeit&ldquo; m&ouml;chte nicht auf die NachDenkSeiten verlinken<\/strong><br>\nUnser Leser O.M. schreibt uns: Heute habe ich <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2014-03\/ukraine-russland-presseschau-international?commentstart=89#cid-3427953\">einen Kommentar bei ZEIT-Online gelesen<\/a> und wollte mich beim Verfasser mit einem Link auf Ihre Seite bedanken. Die Redaktion hat meinen Kommentar mit folgendem Hinweis gel&ouml;scht:\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140305_02.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Mit anderen Worten ist der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19751\">Artikel von Herrn M&uuml;ller zum Thema Edel-Mafia<\/a> ein zu hei&szlig;es Eisen f&uuml;r die Herren der Redaktion.<br>\nWow, ich h&auml;tte nicht gedacht, dass die ZEIT-Redaktion einen kritischen Artikel als Unterstellung interpretiert und <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2014-03\/ukraine-russland-presseschau-international?commentstart=129#cid-3428568\">habe einen weiteren Kommentar geschrieben<\/a>.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(OP\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-20950","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20950","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20950"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20950\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20978,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20950\/revisions\/20978"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20950"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20950"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20950"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}