{"id":21018,"date":"2014-03-07T09:07:06","date_gmt":"2014-03-07T08:07:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018"},"modified":"2015-11-09T12:29:56","modified_gmt":"2015-11-09T11:29:56","slug":"hinweise-des-tages-2082","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018#h01\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018#h02\">Professor Bernd Lucke und die Europhobie (Teil 2)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018#h03\">Gekommen, um Mut zu machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018#h04\">Kritische Lage der Gemeinschaftsw&auml;hrung: Einstimmen auf &ldquo;apr&egrave;s l&rsquo;Euro&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018#h05\">IG-Metall-Chef Detlef Wetzel: &bdquo;Freihandelsabkommen sofort stoppen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018#h06\">Paul Krugman: The Inflation Obsession  &ndash;  Die Inflationsbesessenheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018#h07\">Schuldenexporteur Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018#h08\">Bund will Zuschuss k&uuml;rzen &ndash; Weniger Geld f&uuml;r die Krankenkassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018#h09\">Armut ist nicht gottgegeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018#h10\">Kommunales Eigentum: 42 Milliarden Euro Substanzverlust seit 2003 &ndash; Investitionsr&uuml;ckstand allein 2013 um 4,5 Milliarden gewachsen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018#h11\">Schmiergeldzahlungen bei R&uuml;stungsdeals &ndash; Mit die Hand aufgehalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018#h12\">Es gibt ein Rassismusproblem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018#h13\">NRW-Hochschulgesetz: An die Leine genommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018#h14\">Wissen(schaft) ist Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018#h15\">B&uuml;rger fordern transparente Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018#h16\">Heikle Praktika<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21018&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Krim-Referendum vorverlegt &ndash; Kiew will die Krim-Regierung absetzen<\/strong><br>\n&Uuml;rspr&uuml;nglich hatte das Krim-Parlament beschlossen, die Abstimmung der Krim-Bewohner parallel zur Pr&auml;sidentschaftswahl am 25. Mai zu organisieren. Letzte Woche, am 1. M&auml;rz wurden das geplante Referendum auf 30. M&auml;rz vorverlegt. Die nun erneute Vorverlegung auf 16. M&auml;rz spielt den pro-russischen Kr&auml;ften auf der Krim in die H&auml;nde.<br>\nDie neue ukrainische Staatsf&uuml;hrung ergreift Ma&szlig;nahmen zur Aufl&ouml;sung des regionalen Parlaments auf der Halbinsel Krim. Ein entsprechendes Verfahren werde vom Parlament in Kiew eingeleitet, sagte &Uuml;bergangspr&auml;sident Alexander Turtschinow am Donnerstag in einer Fernsehansprache.<br>\nDie EU h&auml;lt das vom Krim-Parlament angesetzte Referendum &uuml;ber einen Beitritt der Halbinsel zu Russland f&uuml;r &ldquo;illegal&rdquo;, wie Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem Sondergipfel in Br&uuml;ssel mitteilte. Merkel sagte am Donnerstagabend, die geplante Volksabstimmung sei &ldquo;nicht mit der ukrainischen Verfassung vereinbar&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.format.at\/articles\/1410\/945\/373250\/krim-referendum-kiew-krim-regierung\">Format.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Formal haben Merkel und Obama Recht, wenn sie darauf hinweisen, dass ein nur auf die die autonome Republik Krim bezogene Volksabstimmung gegen die ukrainische Verfassung verst&ouml;&szlig;t. Danach sind solche Referenden, die das Staatsgebiet betreffen nur in der gesamten Ukraine zul&auml;ssig. Sie m&uuml;ssen sich allerdings auch fragen lassen, ob die &bdquo;&Uuml;bergangsregierung&ldquo; in der Ukraine, mit der die EU und die USA offenbar ganz selbstverst&auml;ndlich zusammenarbeiten, legal an die Macht gekommen ist. Entsprach die Absetzung des Pr&auml;sidenten Janukowisch dem in der geltenden Verfassung daf&uuml;r vorgesehenen Verfahren?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>M&uuml;nchhausen-Check: Putin und der legitime Pr&auml;sident der Ukraine<\/strong><br>\nDer einzig legitime Pr&auml;sident der Ukraine &ldquo;ist juristisch gesehen zweifelsohne Janukowitsch&rdquo;, sagt Russlands Staatschef Wladimir Putin. Die SPIEGEL-Dokumentation macht den Faktencheck: Hat Putin &ldquo;juristisch gesehen&rdquo; recht? [&hellip;]<br>\nDie Voraussetzungen f&uuml;r eine Amtsenthebung nach Artikel 111 sind gegeben, wenn ein Fall von &ldquo;Hochverrat&rdquo; oder eines anderen Verbrechens vorliegt. Dann muss auf Antrag des Parlaments eine Untersuchungskommission gebildet und auch das Verfassungsgericht zur Pr&uuml;fung eingeschaltet werden. Erst wenn solche Pr&uuml;fverfahren die Voraussetzungen f&uuml;r eine Amtsenthebung als gegeben erachten, kann die Rada mit einer Dreiviertelmehrheit den Pr&auml;sidenten seines Amtes entheben.<br>\nDoch solch ein Amtsenthebungsverfahren nach Artikel 111 gab es am Samstag, 22. Februar, nicht. So beruft sich die Resolution der Rada vom 23. Februar auch nicht auf Artikel 111, sondern auf Artikel 112. Dieser aber besagt lediglich, dass im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Pr&auml;sidentschaft nach Gr&uuml;nden der Artikel 108 bis 111 (Tod, R&uuml;cktritt, Krankheit, Amtsenthebung) die Amtsbefugnisse bis zur Wahl eines neuen Pr&auml;sidenten auf den Vorsitzenden des Parlaments &uuml;bergehen.<br>\nDer in der Resolution genannte Amtsenthebungsgrund, n&auml;mlich der, dass sich Janukowitsch von der Aus&uuml;bung der Macht &ldquo;selbst zur&uuml;ckgezogen&rdquo; habe, aber ist in den hier einschl&auml;gigen Artikeln 108 bis 111 der Verfassung nicht enthalten. [&hellip;]<br>\nFazit: Betrachtet man den Pr&auml;sidentschaftswechsel in der Ukraine &ldquo;rein juristisch&rdquo;, hat Putin recht. Eine andere Frage ist, inwieweit diese Sicht in revolution&auml;ren Zeiten politisch ma&szlig;geblich ist &ndash; und es ist eine noch andere, ob Putin einen glaubw&uuml;rdigen Anwalt des Rechtsstaats abgibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ukraine-faktencheck-putin-und-der-legitime-praesident-a-957238.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Zum Fazit von SPON: Wer sich die Pressekonferenz von Putin einmal anschaut, wird man feststellen (ab 7:50), dass Putin mehrfach explizit erw&auml;hnt, dass er ausschlie&szlig;lich juristisch argumentiert. Dass dabei die &bdquo;normative Kraft des Fakitischen&ldquo; keine Rolle spielen kann, ist klar.<\/em><\/p>\n<p><strong>Vollst&auml;ndige Pressekonferenz zur Ukraine des russischen Pr&auml;sidenten in Video mit deutscher &Uuml;bersetzung:<\/strong><\/p>\n<p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"450\" height=\"253\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/k_9ZK31a86k\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=k_9ZK31a86k\">RT via YouTube<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gouverneure: Timoschenkos Leute sind entweder Oligarchen &ndash; oder Faschisten<\/strong><br>\nBei der Besetzung der Regionalverwaltungen &ndash; noch deutlicher als bei der Regierungsbildung &ndash; macht die Vaterlandspartei von Deutschlands Lieblingsoligarchin ganze Arbeit: 10 von 21 Chefs darf Svoboda, die Bruderpartei der NPD stellen, und auch 2 der reichsten sehr ehrenwerten Kollegen der Gasprinzessin werden Gouverneur. Diejenigen, die tats&auml;chlich wegen demokratischer Anliegen auf dem Maidan waren sehen nun ihre Erwartungen&hellip;sagen wir mal: Unerf&uuml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/926015.neue-machthaber-in-8232-kiew-verteilen-die-beute.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><strong>Putin, Hitler und die Clinton<\/strong><br>\nIm Zuge der Krim-Krise hat die fr&uuml;here US-Au&szlig;enministerin Hillary Clinton den russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin in die N&auml;he von Adolf Hitler ger&uuml;ckt. Nach diesem Paukenschlag relativiert die m&ouml;gliche US-Pr&auml;sidentschaftskandidatin ihre Aussagen &ndash; und r&auml;t dennoch, aus der Geschichte zu lernen.<br>\nDas soll sie dem Zeitungsbericht (hier der Originalartikel) zufolge mit folgenden Worten gemacht haben: &ldquo;Wenn einem das bekannt vorkommt, es ist das, was Hitler damals in den 30er Jahren tat. Hitler sagte stets, die ethnischen Deutschen, die Deutschen per Abstammung, die in Gebieten wie der Tschechoslowakei oder Rum&auml;nien waren, werden nicht richtig behandelt. Ich muss mein Volk besch&uuml;tzen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/aussagen-zu-ukraine-krise-hillary-clinton-hitlerputin-vergleich-war-kein-vergleich-1.1905684\">SZ<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Litauens Pr&auml;sidentin vergleicht Putin mit Stalin<\/strong><br>\n&ldquo;Ich sehe nicht nur die R&uuml;ckkehr des Sowjetstils, sondern sogar des Stalin-Stils.&ldquo; &hellip;<br>\nSie verwies darauf, dass die Sowjetunion vor und nach dem Zweiten Weltkrieg in andere L&auml;nder mit dem Argument einmarschiert sei, es gelte ihre Staatsb&uuml;rger dort zu sch&uuml;tzen. &ldquo;Die Sprache, die Rhetorik und das Verhalten waren damals nahezu identisch mit heute&ldquo;, sagte die Politikerin&hellip;<br>\nGrybauskaite forderte eine &ldquo;st&auml;rker sichtbare Milit&auml;rpr&auml;senz&ldquo; der Nato in der Region &ndash; &ldquo;nicht nur in der Ukraine, sondern auch im Baltikum&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/krim-krise-litauens-praesidentin-vergleicht-putin-mit-stalin\/9576656.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> An Clintons Verweis auf Hitler und an Grybauskaites Vergleich mit Stalin kann man ablesen, wie primitiv und zugleich agitatorisch westliche Politiker die Krise in der Ukraine betrachten und welches Freund-Feindschema hier aufgebaut werden soll. Hier werden Aggressionen gesch&uuml;rt, die irrationaler sind als im &bdquo;Kalten Krieg&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Julia Timoschenko und Vitali Klitschko heute zusammen am Spitzentreffen der konservativen Europ&auml;ischen Volkspartei (EVP) in Dublin.<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140307_01.jpg\" alt=\"Julia Timoschenko und Vitali Klitschko\" title=\"Julia Timoschenko und Vitali Klitschko\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.blick.ch\/news\/ausland\/russland-versenkt-eigenes-schiff-um-zugang-zu-blockieren-id2708643.html\">Blick.ch<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Warum muss ich bei diesem Bild nur immer an H&auml;nsel und Gretel denken?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ukraine-Konflikt: Wir sind die Guten<\/strong><br>\n&bdquo;Auf nach Kiew&ldquo;, &bdquo;Der Westen muss Putin Grenzen setzen&ldquo;, &bdquo;Appeasement hilft nicht weiter&ldquo;: In deutschen Zeitungen wird wieder gehetzt. Die gro&szlig;en Medien hierzulande ergreifen Partei &ndash; und zwar von seltenen Ausnahmen abgesehen dieselbe. Viele Journalisten scheinen mental unf&auml;hig zu professioneller Neutralit&auml;t. Sie denken in Schemen von Freund und Feind, von Wir und Die, von Schwarz und Wei&szlig;. Viele Journalisten glauben selbst so sehr an ihre verzerrten Darstellungen, dass sie wichtige Entwicklungen nicht verstehen. Die Berichte und Kommentare zum Konflikt in der Ukraine zeigen das &uuml;berdeutlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.novo-argumente.com\/magazin.php\/novo_notizen\/artikel\/0001530\">NovoArgumente Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Professor Bernd Lucke und die Europhobie (Teil 2)<\/strong><br>\nGegen eine Demokratisierung der Entscheidungen auf europ&auml;ischer Ebene ist grunds&auml;tzlich nichts einzuwenden, sie w&auml;re in vielerlei Hinsicht begr&uuml;&szlig;enswert. Nur fragen wir uns, was dabei herauskommt, wenn Politiker wie Bernd Lucke Einfluss erhielten, die sich als fachlich kompetent pr&auml;sentieren und auch von manchen so wahrgenommen werden, obwohl sie sich, wie hier gezeigt, entweder nicht auskennen oder bewusst Vorurteile sch&uuml;ren und offenbar nichts Konkretes zur L&ouml;sung der Eurokrise beizutragen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/professor-bernd-lucke-und-die-europhobie-teil-2\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p>dazu: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/professor-lucke-und-die-europhobie\/\">Professor Bernd Lucke und die Europhobie (Teil 1)<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gekommen, um Mut zu machen<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Gauck kommt mit vielen guten Worten nach Griechenland. Er will dem krisengeplagten Volk Mut machen, und er will Verantwortung f&uuml;r Naziverbrechen anerkennen. Das reicht den Gastgebern aber nicht. Sie wollen finanzielle Entsch&auml;digung.<br>\nEs sollte kein ganz einfacher Besuch werden, das war dem Gast schon vor der Anreise klar. Ganz ohne kritische Worte, das wussten auch die Gastgeber, w&uuml;rde es nicht abgehen, wenn ein deutscher Pr&auml;sident einen griechischen trifft. [&hellip;]<br>\nMitten in der schwersten Krise der griechischen Nachkriegsgeschichte will Gauck dem &uuml;berschuldeten Land Mut machen, den Reformprozess durchzuhalten. Die Emiss&auml;re der EU-Troika sind im Land, bald werden sie ihren Bericht vorlegen, ob Griechenlands Wirtschaft auf dem Weg der Besserung ist. Anzeichen gibt es, doch die Folgen des Sparkurses bleiben dramatisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundespraesident-gauck-in-griechenland-gekommen-um-mut-zu-machen-1.1906369\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Man muss schon weit nach unten scrollen, um den Bericht, der doch eigentlich brandaktuell ist und erst gestern Abend online gestellt wurde, &uuml;berhaupt zu finden. &Uuml;berschrift und Artikel passen auf den ersten Blick ganz gut zusammen. Aber vielleicht ist Constanze von Bullion w&auml;hrend des Verfassens ihrer Zeilen dann irgendwann klar geworden, dass Vieles, was der Bundespr&auml;sident Gauck seinen Gastgebern zumutet, an Zynismus kaum noch zu &uuml;berbieten ist. Mehr als 50 Prozent der jungen Menschen in Griechenland sind ohne Arbeit oder &ldquo;wer mit einer Gehaltsk&uuml;rzung von einem Drittel davon kommt, ist ein Gl&uuml;ckspilz!&rdquo; kann man da lesen. Zahlen, die mal eben so hingeschrieben werden und die den Eindruck erwecken wollen, als sei die allt&auml;gliche griechische Katastrophe schon normal.<br>\nSind wir schon so abgestumpft, dass uns derartige Nachrichten kalt lassen? Oder sind wir einfach nur falsch informiert und von der Politik und den Medien manipuliert?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kritische Lage der Gemeinschaftsw&auml;hrung: Einstimmen auf &ldquo;apr&egrave;s l&rsquo;Euro&rdquo;<\/strong><br>\nDem erleichterten Urteil, die Euro-Krise sei praktisch &uuml;berwunden, stehen kritische Stimmen gegen&uuml;ber. Mike Shedlock, Berater der Sitka Pacific Capital Management, erw&auml;hnt den wieder gestiegenen Anteil von Staatsanleihen in den Bankbilanzen, der bei steigenden Zinsen zum Problem werde. Das Freiburger Centrum f&uuml;r Europ&auml;ische Politik weist auf Basis seines CEP-Default-Indexes warnend darauf hin, dass die Ausl&ouml;ser der Euro-Krise fortbestehen und die Erosion der Kreditf&auml;higkeit von Euro-Staaten, auch nordischen, anh&auml;lt. Angesichts der ungel&ouml;sten Probleme bewertet Jean-Marc Vittori, Kommentator des franz&ouml;sischen Wirtschaftsblattes &laquo;Les Echos&raquo;, die &Uuml;berlebenschancen des Euro auf unter 50%. Im Grunde sei nichts geregelt, die Euro-Zone bleibe gefangen im Teufelskreis zu hoher Schulden und zu geringen Wachstums. Gerettet worden seien die Banken und Unternehmen &ndash; auf Kosten der Bev&ouml;lkerung, denn jeder achte Bewohner der Euro-Zone im arbeitsf&auml;higen Alter sei arbeitslos. Die Skepsis gegen&uuml;ber der EU und dem Euro wachse, wie beispielsweise Umfragen in Frankreich zeigten. Europa, gemeint ist die europapolitische Elite, habe sich gegen die V&ouml;lker gestellt. Da die Chancen einer Vertiefung und Solidarisierung in der Union gering seien, bliebe keine andere Wahl, als die Euro-Zone zu demontieren und sich auf die Zeit nach dem Euro, auf &laquo;apr&egrave;s l&rsquo;Euro&raquo;, einzustellen. Im Dezember sei das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Euro-Zone noch immer 3% niedriger als Anfang 2008 gewesen, betont Kevin Hjortsh&oslash;j O&rsquo;Rourke, Wirtschaftshistoriker an der Universit&auml;t Oxford, im Magazin &laquo;Finance and Development&raquo; des Internationalen W&auml;hrungsfonds IMF. In einigen L&auml;ndern sei der Einbruch noch deutlich heftiger ausgefallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/finanzportal\/einstimmen-auf-apres-leuro-1.18254672\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die NZZ gibt die Position des Wirtschaftshistorikers Kevin Hjortsh&oslash;j O&rsquo;Rourke nicht ganz korrekt wieder. O&rsquo;Rourke empfiehlt nicht einfach den &ldquo;R&uuml;ckbau der W&auml;hrungsunion&rdquo;, sondern sieht durchaus als Alternative: &ldquo;jump forward to a federal political Europe.&rdquo; Die Abschaffung des Euro f&uuml;hre zweifellos zu einer gro&szlig;en Krise. Diese sei nicht w&uuml;nschenswert. Welche M&ouml;glichkeit wir auch immer ergreifen w&uuml;rden, wir sollten es demokratisch tun und nicht l&auml;nger warten. Auf den neuesten Stand bez&uuml;glich der griechischen Volkswirtschaft bringt Sie Yanis Varoufakis mit seinem Paper <a href=\"http:\/\/varoufakis.files.wordpress.com\/2014\/03\/greece-update-for-blog1.pdf\">&ldquo;What you should know about Greece&rsquo;s present state of affairs &ndash; an update&rdquo; [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a>. Die erw&auml;hnte Lancet-Studie, &ldquo;Greece&rsquo;s health crisis: from austerity to denialism&rdquo;, finden Sie <a href=\"http:\/\/download.thelancet.com\/pdfs\/journals\/lancet\/PIIS0140673613622916.pdf?id=caa4yUuFYn5qc_FBk7jsu\">hier [PDF &ndash; 290 KB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>IG-Metall-Chef Detlef Wetzel: &bdquo;Freihandelsabkommen sofort stoppen&ldquo;<\/strong><br>\nDie genauen Inhalte werden von einer kleinen Gruppe im Hinterzimmer verhandelt. Deshalb wollen wir, dass dieses Thema endlich in einer breiten &Ouml;ffentlichkeit die Aufmerksamkeit erh&auml;lt, die es verdient. Die Diskussion ist weder so richtig in den Parteien angekommen, noch in den Gewerkschaften oder bei den Arbeitgebern. Zweitens halten wir das Abkommen f&uuml;r gef&auml;hrlich: Es hat keinen erkennbaren Nutzen, w&uuml;rde aber viel Schaden anrichten. Die Verhandlungen m&uuml;ssen gestoppt werden&hellip;<br>\nSolche Prognosen sind doch Kaffeesatzleserei. Kein Mensch kann aus den geplanten Ma&szlig;nahmen exakte Wachstumsziffern &uuml;ber Jahrzehnte herausrechnen. Zumal bei der Bertelsmann-Studie unseri&ouml;serweise nur Zuw&auml;chse berechnet wurden, m&ouml;gliche Negativeffekte aber nicht.<br>\nHinzu kommt, dass dem Freihandel schon fr&uuml;her enorme Wachstumswirkungen angedichtet wurden &ndash; gehalten hat er die Versprechen nie. Aber selbst wenn die Prognosen zutr&auml;fen &ndash; der Zuwachs w&auml;re l&auml;cherlich gering.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/freihandelsabkommen-eu-usa--freihandelsabkommen-sofort-stoppen-,1472780,26460308.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Paul Krugman: The Inflation Obsession  &ndash;  Die Inflationsbesessenheit<\/strong><br>\nEgal, ob man in den letzten f&uuml;nf Jahren CNBC verfolgt, die Meinungsseiten des Wall Street Journal gelesen, oder, na ja, prominenten konservativen Wirtschaftlern zugeh&ouml;rt hat, immer herrschte da der Alarmzustand wegen der galoppierenden Inflation, die jetzt jeden Tag kommen k&ouml;nnte. Was sie nie tat.<br>\nWoher diese Versessenheit auf die Inflation kommt? Zun&auml;chst einmal unterschieden die Inflationsbesessenen nicht zwischen grundlegender Inflation und kurzfristigen Schwankungen der Zahlen in den Schlagzeilen, die haupts&auml;chlich auf  den volatilen Energie- und Lebensmittelpreisen beruhen. Besonders die Benzinpreise haben jedes Jahr starken Einfluss auf die Inflation, und wenn die Preise an den Zapfs&auml;ulen steigen, gibt es immer wieder d&uuml;stere Warnungen, aber solche Werte  sagen ja nun gar nichts &uuml;ber eine k&uuml;nftige Inflation aus.<br>\nAuch verstanden sie nicht, dass das Drucken von Geld in einer Wirtschaftsflaute nicht inflation&auml;r ist. Das h&auml;tte ich ihnen sagen k&ouml;nnen, was ich ja auch getan habe. Vielleicht war es ja sogar noch fast verst&auml;ndlich, dass sie das 2008 oder Anfang 2009 nicht einsehen konnten.<br>\nNun ist es aber so, dass die Inflationsbesessenheit immer weiter ging, Jahr f&uuml;r Jahr, sogar dann noch, als die Geschehnisse die angeblichen Rechtfertigungen widerlegten. Und das zeigt doch, dass es sich hier um mehr als nur schlechte Analyse handelt. Ganz grunds&auml;tzlich geht es hier um Politik.<br>\nZiemlich deutlich wird das, wenn man sich ansieht, wer diese Inflationsbesesssenen sind. Es gibt zwar ein paar Konservative, die glauben, die Fed solle mehr und nicht weniger tun, aber die haben nur wenig oder gar keinen wirklichen Einfluss. Im Gro&szlig;en und Ganzen haben wir die Situation, dass die Mehrheit der Konservativen inflationsbesessen ist, und dass fast alle Inflationsbesessenen konservativ sind.<br>\nWarum das so ist?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/03\/03\/opinion\/krugman-the-inflation-obsession.html?_r=0\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schuldenexporteur Deutschland<\/strong><br>\nLange duldete der Handelsweltmeister keine Nestbeschmutzung. Unter Druck der EU &auml;ndert sich nun die Tonlage der Regierung in der Exportdebatte. Sie sollte mehr tun, damit sich Deutsche &ouml;fter Autos von den Franzosen oder Urlaub bei den Griechen leisten k&ouml;nnen &ndash; und nicht nur deren Schulden in die H&ouml;he treiben.<br>\nJedes Jahr im Februar sorgt eine Meldung aus Wiesbaden unter Deutschlands Spitzenpolitikern und Gro&szlig;kommentatoren f&uuml;r erste zarte Fr&uuml;hlingsgef&uuml;hle. Das Statistische Bundesamt gibt dann bekannt, wie viele Waren und Dienstleistungen deutsche Unternehmen und B&uuml;rger im Jahr zuvor im Ausland ver- und gekauft haben. Ist nichts Gr&ouml;&szlig;eres schiefgelaufen, erklingt der immer gleiche Jubelruf: Deutschland ist Handelsweltmeister!<br>\nHandelsweltmeister. Das klingt wie Fu&szlig;ballweltmeister, wie Eurovisionssieger, das ist Balsam f&uuml;r die Seele eines Landes, das sein politisches Selbstbewusstsein immer noch &uuml;berwiegend aus seiner schieren &ouml;konomischen Wucht bezieht. Kein Wunder also, dass jede Kritik an dem enormen Missverh&auml;ltnis zwischen deutschen Im- und Exporten, wie sie etwa die EU-Kommission nun &uuml;bt, beinahe hysterisch als Neid, Gemeinheit oder Nestbeschmutzung gegei&szlig;elt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/streit-ueber-ausfuhrueberschuesse-schuldenexporteur-deutschland-1.1905111\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Noch vor ein paar Monaten w&auml;re die Schlagzeile &ldquo;Schuldenexporteuer Deutschland&rdquo; undenkbar gewesen. Setzt etwa tats&auml;chlich ein Umdenken ein? Es w&auml;re fast zu sch&ouml;n, um wahr zu sein. Daher wird am Ende des Artikels in einem Satz auch sicherheitshalber gleich darauf hingewiesen, dass die vorzeitige Rente nat&uuml;rlich fehl am Platz ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bund will Zuschuss k&uuml;rzen &ndash; Weniger Geld f&uuml;r die Krankenkassen<\/strong><br>\nDer Bund will im Jahr 2015 seine Zahlungen an die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) k&uuml;rzen. Das hat das Gesundheitsministerium best&auml;tigt. Statt der im Gesetz festgeschriebenen 14 Milliarden Euro werden 2015 nur 11,5 Milliarden Euro als Bundeszuschuss dem Gesundheitsfonds zur Verf&uuml;gung gestellt&hellip;<br>\nDie Politik hatte den Bundeszuschuss eingef&uuml;hrt, um die versicherungsfremden Leistungen, wie die beitragsfreie Mitversicherung von Ehegatten, st&auml;rker &uuml;ber Steuermittel zu finanzieren. Gesundheitsminister Hermann Gr&ouml;he versichert, dass die Zahlungen ab 2017 zur&uuml;ckflie&szlig;en werden, da er mit Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble eine Erh&ouml;hung des Bundeszuschusses auf 14,5 Milliarden Euro ab 2017 verabredet habe.<br>\nSch&auml;uble will mit der K&uuml;rzung erreichen, f&uuml;r 2015 einen Haushalt ohne neue Schulden vorlegen zu k&ouml;nnen. Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben derzeit eine Liquidit&auml;tsreserve von 30 Milliarden Euro.<br>\n&ldquo;Dies ist ein sehr solides Polster&rdquo;, best&auml;tigt der Gesundheitsminister. Man k&ouml;nne sich deshalb leisten, zur Haushaltskonsolidierung beizutragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/krankenkasse136.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Man&ldquo; k&ouml;nne es sich leisten, zur Haushaltskonsolidierung beizutragen. Diese oder dieser &bdquo;man&ldquo; sind niemand anders als die gesetzliche Krankenversicherten. In den Koalitionsverhandlungen schloss die CDU eine Steuererh&ouml;hung f&uuml;r Besserverdienende kategorisch aus, aber den gesetzlich Krankenversicherten darf in die Tasche gegriffen werden, um versicherungsfremde Leistungen &ndash; also z.B. Mitversicherung von Kindern oder Mutterschaftsgeld, d.h. Leistungen f&uuml;r die Allgemeinheit &ndash;  zu finanzieren. Siehe die Kritik des <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/startseite\/artikel\/news\/kuerzung-des-bundeszuschusses-fuer-krankenkassen-paritaetischer-warnt-vor-griff-in-die-sozialkassen\/\">&bdquo;Parit&auml;tischen Gesamtverbandes&ldquo;<\/a>, des <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++c7efbd26-a520-11e3-af17-52540023ef1a\">DGB<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Armut ist nicht gottgegeben<\/strong><br>\nDer Staat hat verlernt, dass Not nicht einfach nur arm, sondern auch leistungswillig machen kann. Der Staat hat verlernt, dass er nicht der mildt&auml;tige Vater ist, sondern der Helfer derer, die den Aufstieg aus eigener Kraft trotz allen Bem&uuml;hens nicht schaffen. Dieser Staat will allen helfen, und er wird Deutschland deshalb allm&auml;hlich in ein industrielles Ostelbien verwandeln &ndash; ein Land, das stabil ist, aber nicht mehr kreativ; ein Land, das nicht gottergeben ist, wohl aber schicksalsergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article125367851\/Die-deutsche-Sozialhilfe-wird-zum-Gefaengnis.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> Es handelt sich hier um ein Paradebeispiel einer falschen, rechtsreaktion&auml;ren Gesellschaftsanalyse.<br>\nKrauel behauptet, dass sozusagen der gesellschaftliche Flaschenhals, der verhindert, dass es den Menschen, insbesondere den Armen, besser geht, die Faulheit und moralische Verdorbenheit der Armen selber ist.<br>\nEr bietet ein Beispiel f&uuml;r Arme aus der Unterschicht, die es nach oben geschafft haben und sich vor anderen durch diesen Flaschenhals gezwungen haben. Auf die Idee, dass daf&uuml;r andere Menschen auf dieser Passage scheitern mussten, kommt er nicht. Flaschenh&auml;lse haben es nun einmal so an sich, den Durchlass zu limitieren.<br>\nAber die gesellschaftliche Wahrheit ist eine ganz andere: Der wirkliche Flaschenhals in unserer Gesellschaft befindet sich in den K&ouml;pfen der Machteliten mit ihrem beschr&auml;nkt betriebswirtschaftlichen Denken.<br>\nDie Manager f&uuml;hren keine Investitionen mehr durch, da diese aus ihrer individuellen Perspektive nicht vorteilhaft erscheinen. Politiker sparen. Die F&uuml;hrungsriege in allen Positionen h&auml;lt sich mit Ausgaben zur&uuml;ck um dadurch die individuelle Position dem Nachbarn gegen&uuml;ber zu verbessern, aber die allgemeine Sparsamkeit in der Gesellschaft, macht die Gesellschaft kaputt und l&auml;sst sie  verarmen.<br>\nIn Wahrheit muss nicht gespart werden und es gibt den Flaschenhals des knappen Geldkapitals gar nicht. Der Autor macht sich dar&uuml;ber lustig, dass Geld ja nicht vom Himmel falle. In Wirklichkeit ist die Vorstellung von vom Himmel fallendem Geld aber richtiger als die einer durch den Staat determinierten Geldmenge. Auch gibt es fast unendliche Geldmengen auf den Konten der Reichen.<br>\nAuch auf dem Bereich des Realkapitals gibt es nur sehr wenige wirkliche Knappheiten. Letztendlich sind alle Maschinen aus &bdquo;Dreck&ldquo; gemacht und Dreck gibt es nun einmal wie Sand am Meer. Ausnahme sind hier vielleicht die seltenen Erden und in Zukunft auch fossile Energietr&auml;ger. So bed&uuml;rfte es gerade auf diesem Gebieten beherzter Zukunftsinvestitionen, die aber im allgemeinen Sparwahnsinn unter die R&auml;der kommen.<br>\nBedingt werden die ausbleibenden Investitionen durch unzureichenden Konsum und mangelnde Nachfrage. Die sich immer weiter auftuende Schere zwischen Arm und Reich sorgt daf&uuml;r, dass die Produkte in den Schaufenstern liegen bleiben und sich Investitionen f&uuml;r Unternehmen gar nicht mehr lohnen.<br>\nEs gibt bei unseren Eliten einen tief verwurzelten Glauben, dass die Bev&ouml;lkerung geschunden und geknechtet werden muss und Schmerzen erleiden muss, damit es wieder aufw&auml;rts gehen kann.<br>\nGespeist wird dieser Glauben aus der &Uuml;berzeugung der eigenen &Uuml;berlegenheit, der keine Zweifel daran aufkommen l&auml;sst, dass die eigene Position auch durch Zufall oder anf&auml;nglich gl&uuml;ckliche Umst&auml;nde erreicht worden sein k&ouml;nnte.<br>\nManchmal gewinnt man den Eindruck, diese Menschen wollten die gesamte Gesellschaft in einen gro&szlig;en Zirkus Maximus umwandeln.<br>\n&Uuml;berleben und sich durchsetzen werden dann nur die Besten (oder Brutalsten) und der soziale &Uuml;berlebenskampf der unteren Schichten dient nur der Selbstbest&auml;tigung der Herrschenden.<br>\nUnd vielleicht auch zu deren Belustigung?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kommunales Eigentum: 42 Milliarden Euro Substanzverlust seit 2003 &ndash; Investitionsr&uuml;ckstand allein 2013 um 4,5 Milliarden gewachsen<\/strong><br>\nDie St&auml;dte und Gemeinden in Deutschland haben auch 2013 wieder massiv von ihrer Substanz gezehrt. Die Abschreibungen auf kommunale Bauten, Infrastruktureinrichtungen, Maschinen und den sonstigen Kapitalstock lagen im vergangenen Jahr um knapp 4,5 Milliarden Euro h&ouml;her als die Investitionen der Kommunen. Damit setzte sich der Wertverlust beim kommunalen Eigentum im 11. Jahr in Folge fort. Seit 2003 haben die Abschreibungen die Investitionen um insgesamt 42 Milliarden Euro &uuml;bertroffen. Das zeigen neue Berechnungen des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\n&ldquo;Viele Kommunen m&uuml;ssen offensichtlich weiter auf Verschlei&szlig; fahren, da gibt es keine Trendwende&rdquo;, erkl&auml;rt IMK-Forscherin Dr. Katja Rietzler. Die Expertin f&uuml;r &ouml;ffentliche Finanzen hat die kommunale Abschreibungs- und Investitionsbilanz auf Basis der aktuellsten Daten aus der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) kalkuliert. Ihr l&auml;ngerfristiger Vergleich zeigt: Der Wertverlust im vergangenen Jahr war der dritth&ouml;chste seit 2003. Die positive Entwicklung der Gemeindefinanzen &ndash; im vergangenen Jahr wiesen die deutschen St&auml;dte und Gemeinden in der VGR einen Einnahme&uuml;berschuss von 3,5 Milliarden Euro aus &ndash; gebe offensichtlich nur einen Teil der Realit&auml;t wieder, warnt die Forscherin: &ldquo;Die Kommunen insgesamt haben nicht genug Spielraum, um auch nur die Abschreibungen auszugleichen. Gleichzeitig wissen wir, dass sich finanzstarke und finanzschwache St&auml;dte und Gemeinden immer weiter auseinanderentwickeln. In den &auml;rmeren Kommunen d&uuml;rfte der Investitionsr&uuml;ckstand also besonders drastisch wachsen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.idw-online.de\/en\/news576157\">Pressemitteilung IMK auf idw<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schmiergeldzahlungen bei R&uuml;stungsdeals &ndash; Mit die Hand aufgehalten<\/strong><br>\nEs geht um Millionen: Deutsche Manager sollen sich nach SZ-Informationen an Schmiergeldzahlungen bei R&uuml;stungsdeals in Griechenland bereichert haben. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Den korrupten Mitarbeitern droht Haft.<br>\nErst gab es Verhaftungen und Schmiergeld-Gest&auml;ndnisse in Griechenland, nun folgt ein Strafverfahren in Deutschland. Die M&uuml;nchner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen fr&uuml;here Manager des R&uuml;stungskonzerns Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und des Vorg&auml;ngerunternehmens Wegmann wegen Steuerhinterziehung in Millionenh&ouml;he. Die Beschuldigten sollen beim 196 Millionen Euro teuren Verkauf von Panzerhaubitzen (PzH 2000) an den griechischen Staat nicht nur in Korruptionsdelikte verwickelt gewesen sein, sondern vor rund zehn Jahren auch noch pers&ouml;nlich die Hand aufgehalten haben. Der Verdacht der Strafverfolger: Ein erheblicher Teil des Geldes, das bei KMW f&uuml;r die Bestechung von Amtstr&auml;gern in Athen abgezweigt worden sei, soll als sogenanntes Kick-Back an Konzernmanager zur&uuml;ckgeflossen sein. Dem deutschen Fiskus soll das aber verschwiegen worden sein. Steuerhinterziehung kann mehr als zehn Jahre lang verfolgt werden, Korruption hingegen nur f&uuml;nf Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/schmiergeldzahlungen-bei-ruestungsdeals-mit-die-hand-aufgehalten-1.1906631\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Es gibt ein Rassismusproblem<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Bundestagspr&auml;sident Wolfgang Thierse (SPD) warnt vor zunehmender Hetze und Gewalt gegen Asylbewerber. &ldquo;Ich f&uuml;rchte, dass wir demn&auml;chst Wahlk&auml;mpfe auf dem R&uuml;cken von Fl&uuml;chtlingen erleben&rdquo;, sagte er am Mittwoch auf einem Pressetermin in Berlin. Thierse &auml;u&szlig;erte sich besorgt &uuml;ber vermehrte Angriffe auf Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte. Die Politik m&uuml;sse rechtsextreme Instrumentalisierungen von B&uuml;rger&auml;ngsten &ldquo;klar ausgrenzen&rdquo;. Zuvor hatte die taz &uuml;ber Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) berichtet, das im letzten Jahr 58 &Uuml;bergriffe auf Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte z&auml;hlte &ndash; mehr als eine Verdoppelung zum Vorjahr, als es noch 24 waren. Und es geht weiter: Laut der Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS) gab es in diesem Jahr bereits 24 &Uuml;bergriffe, darunter 12 Brandstiftungen und 7 t&auml;tliche Attacken. &ldquo;Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wieder Unterk&uuml;nfte brennen&rdquo;, warnte Timo Reinfrank von der AAS. &ndash;  AAS und Pro Asyl wollen nun bundesweit 100.000 Brosch&uuml;ren verteilen, die Kommunen Argumente f&uuml;r die Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen liefern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2014%2F03%2F06%2Fa0116&amp;cHash=7922be8c8f2809ba7dc895d25fd896a1\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jetzt m&uuml;ssen schon den &ldquo;Kommunen Argumente f&uuml;r die Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen&rdquo; geliefert werden. Als ob den Kommunen Argumente f&uuml;r Menschlichkeit abhanden gekommen w&auml;ren. Im &Uuml;brigen sind Hetze und Gewalt gegen&uuml;ber jedem Mitmenschen egal aus welchen Gr&uuml;nden zu verurteilen. &ndash; Die vom BKA genannten Zahlen d&uuml;rften zu niedrig sein, da das BKA solche Attacken in einem definitorisch engem Rahmen bewertet. Das Internetportal <a href=\"http:\/\/www.dok-maar.de\/?page_id=24\">&bdquo;Monitoring Agitation Against Refugees in Germany&ldquo;<\/a> z&auml;hlt fast doppelt so viele Angriffe oder rassistische Aktionen gegen Asylbewerberheime als die offizielle BKA Statistik.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>NRW-Hochschulgesetz: An die Leine genommen<\/strong><br>\nSie ist Wissenschaftsministerin in NRW und will Unis st&auml;rker kontrollieren. Er ist Pr&auml;sident aller Rektoren &ndash; und will sich das nicht gefallen lassen. Ein Streitgespr&auml;ch.<br>\nDIE ZEIT: Frau Schulze, als Wissenschaftsministerin sollen Sie Forschung und Lehre f&ouml;rdern &ndash; stattdessen f&uuml;hren Sie mit den Hochschulen Krieg. Aus &Auml;rger &uuml;ber Ihren Entwurf f&uuml;r ein neues Hochschulgesetz haben die Unis Ihnen die Zusammenarbeit aufgek&uuml;ndigt. Die Bildungsrepublik fragt sich: Was ist da los in Nordrhein-Westfalen?<br>\nSvenja Schulze: Wir befinden uns in der Auseinandersetzung um ein Gesetz. Seit zweieinhalb Jahren reden wir mit allen Gruppen &uuml;ber die Ver&auml;nderungen, die wir mit dem neuen Gesetz vornehmen m&uuml;ssen. Das ist ein normaler demokratischer Prozess &ndash; und kein Krieg&hellip;<br>\nSchulze: Im Augenblick hat das Land so gut wie keinen Einfluss auf die Hochschulplanung. Als Ministerin muss ich aber an die Interessen des Landes denken. Ich kann es nicht jeder Hochschule &uuml;berlassen, mit &ouml;ffentlichem Geld ihre Interessen zu verfolgen. Als Land sind uns die H&auml;nde gebunden, wenn es etwa darum geht, die Vielfalt der kleinen F&auml;cher zu erhalten. Wenn eine Universit&auml;t beispielsweise beschlie&szlig;en w&uuml;rde, das einzige Studienangebot in den Agrarwissenschaften zu schlie&szlig;en, dann kann ich nichts machen. Das geht nicht.<br>\nHippler: Aber solche Pl&auml;ne gibt es doch gar nicht!<br>\nSchulze: Ein anderes Beispiel: Wir haben kaum M&ouml;glichkeiten, die Hochschulen dazu zu bewegen, neue Studienpl&auml;tze in bestimmten F&auml;chern zu schaffen. Nehmen Sie die Berufsschullehrer, die wir f&uuml;r unser duales System h&auml;nderingend suchen. F&uuml;r eine einzelne Hochschule besteht wenig Anreiz, sich darum besonders zu k&uuml;mmern. Deshalb m&uuml;ssen wir die Ausbildung dieser Lehrer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/10\/hochschulautonomie-svenja-schulze-horst-hippler\/komplettansicht\">Die Zeit.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bitte lesen Sie sich dieses Streitgespr&auml;ch einmal in Ruhe durch und pr&uuml;fen Sie die sachliche Substanz der Argumente der Wissenschaftsministerin und des Vorsitzenden der Rektorenkonferenz. Hippler hat kein einziges sachliches Argument das tragen w&uuml;rde. Seine Einw&auml;nde basieren durchg&auml;ngig auf  einem irrationalen (ideologischen) &bdquo;Misstrauen&ldquo; gegen&uuml;ber dem Staat  und dem demokratischen Gesetzgeber. Der Vorsitzende der Rektoren reitet auf dem Kampfbegriff der &bdquo;staatlichen Kontrolle&ldquo; herum, scheint aber den Gesetzentwurf bis heute nicht studiert zu haben, sonst h&auml;tte er erkennen m&uuml;ssen, dass die vorgesehene Regelung freiheitsverb&uuml;rgender ist <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19384\">als das geltende Gesetz<\/a>.<br>\nInteressant ist auch, wie die ach so journalistischen Interviewer der Zeit nahezu durchg&auml;ngig Partei f&uuml;r die Rektoren ergreift. Das geht mit der &Uuml;berschrift (&bdquo;An die Leine genommen&ldquo;) schon los und im Untertitel weiter (NRW &bdquo;will Unis st&auml;rker kontrollieren&ldquo;) und kulminiert schlie&szlig;lich in der Feststellung die Ministerin &bdquo;f&uuml;hre mit den Hochschulen Krieg&ldquo; bzw. Sie habe die Zusammenarbeit abgebrochen, wo doch die Landesrektoren einen Eklat ausl&ouml;sten und sich vor Weihnachten kollektiv weigerten die Leistungsvereinbarungen f&uuml;r die Jahre 2014\/2015 <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20014\">zu unterzeichnen<\/a>.<br>\nDie Zeit-Interviewerin Marion Schmidt hatte von Anfang an f&uuml;r die Hochschulleiter\/innen Partei ergriffen. Zu ihrem Beitrag <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/48\/hochschulgesetz-nordrhein-westfalen\">&bdquo;R&uuml;ckkehr zur Planwirtschaft&ldquo;<\/a> vom 3. Dezember 2013 siehe noch einmal <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19384\">&bdquo;Pawlowsche Reflexe aufgrund ideologischer Konditionierung&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wissen(schaft) ist Macht<\/strong><br>\nDie Kritik am Referentenentwurf eines Hochschulzukunftsgesetzes f&uuml;r NRW hat geradezu hysterische Z&uuml;ge angenommen. Im Kern gehet es dabei vor allem um eines: Macht.<br>\nEs geht um die Vermachtung der ver&ouml;ffentlichten Meinung im Sinne der konservativen Wortf&uuml;hrer. Es geht um die Entmachtung der Kritiker der &bdquo;unternehmerischen&ldquo; Hochschule, die kaum noch zu Wort kommen Und es geht um eine neue Machtverteilung in den Hochschulen. Was soll genaue sich ver&auml;ndern? Das &uuml;berraschende Ergebnis: nicht viel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nds-verlag.de\/\">Ein Beitrag von Wolfgang Lieb in der nds, die Zeitschrift der Bildungsgewerkschaft PDF Ausgabe S. 11ff. zum Download<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>B&uuml;rger fordern transparente Politik<\/strong><br>\nDas B&uuml;ndnis &bdquo;NRW blickt durch&ldquo; nimmt dem Landtag Arbeit ab. Die Initiative aus dem Bund der Steuerzahler NRW, Mehr Demokratie und der Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland hat &hellip; einen Entwurf f&uuml;r ein Transparenzgesetz an Landtagspr&auml;sidentin Carina Goedecke (SPD) &uuml;bergeben. Der Entwurf wurde mit Hilfe von B&uuml;rgern im Internet entwickelt. &bdquo;Wir wollen damit die Parlamentsdebatte &uuml;ber die Offenlegung von Verwaltungsdaten voran bringen&ldquo;, sagte Alexander Trennheuser vom Transparenzb&uuml;ndnis.<br>\nEin Transparenzgesetz soll Verwaltungen verpflichten, Vertr&auml;ge zur Daseinsvorsorge, Gutachten, Statistiken, Verwaltungsvorschriften und &auml;hnliche Daten offenzulegen. Bislang k&ouml;nnen B&uuml;rger zwar auf Antrag Einsicht in Akten und Dokumenten nehmen. Doch in der Realit&auml;t ist das oft umst&auml;ndlich, teuer und nicht immer erfolgreich. &bdquo;Mehr Transparenz bedeutet auch mehr Kontrolle und das wird sich bei Steuergeldverschwendung, Baukostenskandale und Korruption positiv auswirken&ldquo;, erkl&auml;rte Heinz Wirz vom Bund der Steuerzahler NRW. Auch die Informationsbeschaffung von Journalisten und Wirtschaftsunternehmen werde erleichtert. Mehr Transparenz st&auml;rke aber auch das Vertrauen in Politik und Verwaltung und mache diese moderner und b&uuml;rgerfreundlicher.<br>\nDie Notwendigkeit von mehr Transparenz zeigt sich nach Meinung von Wirz aktuell bei der Debatte &uuml;ber das von der Landesregierung angestrebte Hochschulzukunftsgesetz. Darin geht es auch um die Offenlegung von Forschungsauftr&auml;gen, die an Universit&auml;ten in Nordrhein-Westfalen vergeben werden. Drittmittel tragen in NRW rund eine Milliarde Euro zur Hochschulfinanzierung bei. Davon stammen etwa 20 Prozent aus Unternehmen. Die Ver&ouml;ffentlichung von Informationen hierzu ist im Landtag umstritten. &bdquo;Unser Transparenzgesetz-Entwurf sieht vor, den B&uuml;rgern solche Daten zug&auml;nglich zu machen&ldquo;, erkl&auml;rte Wirz&hellip;.<br>\nSPD und Gr&uuml;ne haben die Verabschiedung eines Transparenzgesetzes in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart. Auch FDP und Piraten bef&uuml;rworten ein solches Gesetz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.transparency.de\/2014-02-18_NRW-blickt-durch_Ge.2460.0.html\">Transparency International<\/a>\n<p>Dazu: <strong>GEW: Rektorengeh&auml;lter sind keine Privatsache &ndash; Wer Transparenz fordert, f&uuml;hrt keine Neiddebatte<\/strong><br>\nWer Transparenz der Hochschulen einfordert, f&uuml;hrt keine Neiddebatte. Er fordert Rechenschaft &uuml;ber sechs Milliarden Euro Steuergelder. Vor mehr als zehn Jahren formulierte Gerhard Cromme (Chef der damaligen Kodex-Kommission f&uuml;r Corporate Governance) im Gespr&auml;ch mit der F.A.Z: &ldquo;Gehaltsfragen wurden in Deutschland bislang als Pers&ouml;nlichkeitsrecht angesehen. Dieser Zug ist abgefahren.&rdquo;<br>\nBei den Geh&auml;ltern von Rektoren und Kanzlern handelt es sich um Einkommen in &ouml;ffentlichen F&uuml;hrungs&auml;mtern und um die Verwendung von &ouml;ffentlichen Mitteln, mit denen die Hochschulen und ihr Spitzenpersonal, aber auch das gesamte wissenschaftliche und Verwaltungspersonal finanziert werden.<br>\nEs komme bei den Hochschulbesch&auml;ftigten nicht gut an, so die GEW-Landesvorsitzende, dass Rektoren innerhalb von acht Jahren im Geheimen Gehaltserh&ouml;hungen zwischen 40% und 70% ausgehandelt haben, w&auml;hrend die Gehaltssteigerungen im &Ouml;ffentlichen Dienst im gleichen Zeitraum unter Einbeziehung der Tariferh&ouml;hung vom letzten Jahr keine 16% ausmachten.<br>\nDer Ma&szlig;stab f&uuml;r Transparenz in &ouml;ffentlichen F&uuml;hrungs&auml;mtern gelte, so Sch&auml;fer abschlie&szlig;end, an staatlich finanzierten Hochschulen ebenso selbstverst&auml;ndlich wie in anderen Bereichen des &ouml;ffentlichen Dienstes, ob f&uuml;r B&uuml;rgermeister oder f&uuml;r Sparkassendirektoren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew-nrw.de\/index.php?id=2904\">GEW NRW<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Heikle Praktika<\/strong><br>\nEs geht in die Endrunde beim Mindestlohn. Bis Ostern will Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) den Gesetzentwurf f&uuml;rs Kabinett fertig haben. Nahles will nur Auszubildende und Praktikanten w&auml;hrend einer Ausbildung von der Lohnuntergrenze von 8,50 Euro ausnehmen. Ansonsten sollen die 8,50 Euro brutto als Mindestlohn in tariflosen Bereichen bereits ab 2015, fl&auml;chendeckend dann ab 2017 kommen. Es ist ein Experiment, dessen Nebenwirkungen nicht vorhersehbar sind. Die Debatte um Ausnahmen dient jetzt auch dazu, diese Unsicherheit einzuhegen.<br>\nIn Gro&szlig;britannien etwa gilt f&uuml;r junge Leute ein niedrigerer Mindestlohn. So etwas fordern auch hiesige Wirtschaftsverb&auml;nde. Aber das w&auml;re Altersdiskriminierung und europarechtlich nicht haltbar. Man stelle sich nur vor, 21-j&auml;hrige, die ihr Studium mit Nebenjobs finanzieren, w&uuml;rden mit geringeren &bdquo;Jugendl&ouml;hnen&ldquo; abgespeist. Das funktioniert nicht.<br>\nEtwas anders sieht es bei den Regelungen f&uuml;r Praktikanten aus. F&uuml;r Praktika nach einer Berufsausbildung oder nach Studienabschluss soll in Deutschland ab 2015 der Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde gelten. Ein Praktikant in Vollzeit m&uuml;sste damit fast 1 400 Euro brutto bekommen. In der Kreativbranche ist das zu viel. Praktika in diesen Bereichen w&uuml;rden dann m&ouml;glicherweise nur noch als unbezahlte &bdquo;Freiwilligenarbeit&ldquo; angeboten. Daf&uuml;r gilt kein Mindestlohn. Der Schuss ginge nach hinten los.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Mindestlohn-\/!134283\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Liebe taz, ja, ein Mindestlohn wird auch Euch etwas kosten, da er hoffentlich auch f&uuml;r Praktikanten gilt. Das &ndash; mit Verlaub &ndash; dumme Argument, dass es sich irgendeine Branche nicht leisten kann, ihre Mitarbeiter ordentlich zu bezahlen, ist derart abgedroschen, dass man gar nicht glauben maG, dass nun auch die taz auf diesen Zug springt. Und das gilt auch und insbesondere f&uuml;r die &bdquo;Kreativbranche&ldquo;. Wenn alle(!) Anbieter ihren Praktikanten 8,50 Euro bezahlen m&uuml;ssen, steigen die Preise bei allen(!) Anbietern. Das hat auch die taz bei anderen Branchen durchaus eingesehen, nur im eigenen Haus sollen diese volkswirtschaftlichen Regeln pl&ouml;tzlich nicht gelten? Sicher, die taz ist &ndash; anders als andere Medienh&auml;user &ndash; sicher nicht auf Rendite getrimmt. Aber auch &bdquo;die Guten&ldquo; sollten ihre Mitarbeiter ordentlich bezahlen. Traurig ist an diesem Artikel vor allem, dass die taz sich offenbar &uuml;berhaupt nicht von arbeitgebernahen Publikationen unterscheidet, die auch immer dann laut aufjaulen, wenn es ihnen oder ihren Geldgebern an den Geldbeutel gehen soll. Schade taz, damit macht Ihr Euch unglaubw&uuml;rdig.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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