{"id":2102,"date":"2007-02-10T11:59:16","date_gmt":"2007-02-10T10:59:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2102"},"modified":"2007-02-12T08:43:20","modified_gmt":"2007-02-12T07:43:20","slug":"hinweise-des-tages-326","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2102","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL\/KR)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>&ldquo;Umfassende Information f&uuml;r die Sch&uuml;ler&rdquo;<\/strong><br>\nNach Kritik an der Schulaktion &ldquo;Ideen sind etwas wert&rdquo; der &ouml;sterreichischen Musik- und Filmwirtschaft will das Bildungsministerium k&uuml;nftig von Interessenverb&auml;nden erstellte Unterrichtsmaterialen genauer pr&uuml;fen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/futurezone.orf.at\/it\/stories\/170768\/\">ORF.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> So einen Umgang w&uuml;rde man sich auch in Deutschland w&uuml;nschen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz &ndash; eine private Angelegenheit des  Herrn Teltschik?<\/strong><br>\nDer M&uuml;nchner B&uuml;rgermeister Hep Monatzeder kritisierte scharf die j&uuml;ngsten &Auml;u&szlig;erungen des Konferenz-Veranstalters Horst Teltschik. Dieser hatte in einem Interview des Bayerischen Rundfunks in Bezug auf die Gegendemonstrationen davon gesprochen, es sei die &ldquo;Tragik&rdquo; der Demokratie, &ldquo;dass bei uns jeder seine Meinung &ouml;ffentlich vertreten darf&rdquo;, in Diktaturen w&uuml;rde so etwas nicht passieren. Dazu Monatzeder: &ldquo;Wer Diktaturen huldigt, zeigt welch Geistes Kind er ist.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Sicherheitskonferenz-Unterst%FCtzung-Bataillonsst%E4rke\/582209.html\">stern<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Horst_Teltschik\">Wikipedia \/ Biografie des Privatmanns Horst Teltschik<\/a><\/li>\n<li><strong>Regierung sch&uuml;tzt Stromkonzerne gegen billige Newcomer<\/strong><br>\nOffiziell will die Regierung die Macht der Strom-Monopolisten brechen, damit die Preise sinken. Doch in Wahrheit protegiert sie die etablierten Konzerne: Eine neue Verordnung, deren Entwurf SPIEGEL ONLINE exklusiv vorliegt, stellt Newcomer vor un&uuml;berwindbare H&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,465375,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Heiner Flassbeck: Riskantes Spiel mit der Zinsdifferenz<\/strong><br>\nInstitutionelle Investoren wie Hedge Fonds leihen sich f&uuml;r drei Monate den Gegenwert von einer Million US-Dollar in japanischen Yen in Tokio. Weil in Japan die kurzfristigen Zinsen von der Zentralbank &ndash; wegen Deflationsgefahr &ndash; extrem niedrig gehalten werden, zahlen kreditw&uuml;rdige Kunden f&uuml;r einen solchen Kredit nur einen Zins nahe am offiziellen Notenbankzins von 0,25 Prozent. Nun tauscht man die Yen f&uuml;r drei Monate in Euro um, wo man f&uuml;r die Anlage einer gro&szlig;en Summe sicher drei Prozent erzielt, oder noch besser in britische Pfund oder amerikanische Dollar, wo sogar 5 Prozent geboten werden.<br>\n&Uuml;ber das &Uuml;berschussland China schimpfen alle, weil dort die Zentralbank den Wechselkurs stabilisiert, zu Japan f&auml;llt keinem etwas ein, weil es da ja der weise Markt ist, der die Ungleichgewichte verst&auml;rkt. Also geht das sch&ouml;ne Gesch&auml;ft immer weiter, solange die Zinsen nicht angeglichen werden oder die Politik direkt auf dem Devisenmarkt eingreift. Irgendwann werden die Ungleichgewichte im Handel so gro&szlig;, dass die Politik ihre ideologischen Barrieren &uuml;berwinden und f&uuml;r eine Wechselkurskorrektur sorgen muss. Bis dahin destabilisieren die carry trader systematisch die M&auml;rkte &ndash; und die &Ouml;konomen schweigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=189&amp;blogId=16\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>V&eacute;ronique Riches &ndash; Asiens W&auml;hrungsschock trifft Europa<\/strong><br>\nEuropas Wirtschaft hat gegen&uuml;ber Japan w&auml;hrungsbedingt mehr als 60 Prozent seiner Wettbewerbsf&auml;higkeit verloren. Ein enormer Schaden. Die Finanzminister haben allen Grund, Asiens W&auml;hrungspolitik beim G7-Treffen am Wochenende zu thematisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=193&amp;blogId=16\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Detlef Hensche zum Gemeinsamen Wort des Rates der Evangelischen Kirche und der Deutschen Bischofskonferenz: Demokratie braucht Tugenden<\/strong><br>\nDas Gemeinsame Wort stellt die Dinge auf den Kopf: Die B&uuml;rger sollen der Politik vertrauen und sie nicht durch bornierte Gegenwartsinteressen st&ouml;ren; tun sie es dennoch, hat die Politik mit Mut, Kraft und Risikobereitschaft gegenzuhalten, auch gegen Mehrheitsmeinungen.<br>\nLehnt die Bev&ouml;lkerung beispielsweise ab, was ihr als Reform angedient wird, und h&auml;lt sie an Prinzipien und Institutionen sozialstaatlicher Freiheit und Vorsorge fest, schl&auml;gt nicht etwa die Stunde der Umerziehung &ndash; neudeutsch: des Akzeptanzmanagements &ndash; bei unbeirrt fortgesetztem Reformeifer. Vielmehr liegt es an der Politik, umzudenken und zum Beispiel von wirtschaftspolitischen Dogmen Abschied zu nehmen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2490\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><br>\nQuelle 2:  <a href=\"http:\/\/www.dbk.de\/imperia\/md\/content\/schriften\/dbk6.gemeinsametexte\/gt_19.pdf\">Demokratie braucht Tugenden, Gemeinsames Wort des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz zur Zukunft unseres demokratischen Gemeinwesens [PDF &ndash; 228 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Sch&auml;ubles Quasi-Krieg<\/strong><br>\nKaum hatte das Jahr begonnen, unterbreitete Bundesinnenminister Wolfgang Sch&auml;uble eine neue Rechtfertigung f&uuml;r den Abschuss von durch Terroristen entf&uuml;hrten Zivilflugzeugen. Demzufolge sollen in einem derartigen &bdquo;Quasi- Verteidigungsfall&ldquo; die Regeln des Kriegsv&ouml;lkerrechts zur Anwendung kommen, also vor allem die Regeln des Genfer Abkommens zum Schutz der Opfer bewaffneter Konflikte, womit ein Abschuss angeblich rechtm&auml;&szlig;ig w&uuml;rde. Die Vorstellung des Bundesinnenministers Sch&auml;uble, nun einen Quasi- Verteidigungsfall in die Verfassung einzuschreiben, ist ein katastrophales Missverst&auml;ndnis der Bedeutung der Menschenw&uuml;rde als Kern unserer Verfassung und der durchsichtige Versuch, sich um das Urteil des Bundesverfassungsgerichts herumzumogeln. Von Burkhard Hirsch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2489\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Kampfschauplatz Armut: Der Unterschichtendiskurs in den Vereinigten Staaten<\/strong><br>\nDie gesellschaftlichen Auseinandersetzungen in Deutschland und in den USA weist interessante Parallelen auf &ndash; vor allem mit Blick auf die Diskussionen &uuml;ber den politisch induzierten Abbau des Sozialstaates. Indem man Armut und Ausgrenzung vorrangig als Problem (des Verhaltens) einer ethnischen Minderheit definiert, l&auml;sst sich die Mehrheitsbev&ouml;lkerung umso leichter gegen den Sozialstaat mobilisieren. Die Stigmatisierung der Minderheit ist die diskursive Begleitmusik, die die Bev&ouml;lkerung auf die n&auml;chste Runde anstehender K&uuml;rzungen des angeblich so &uuml;berforderten Sozialstaats einstimmen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2499\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Die trojanische Kriegserkl&auml;rung<\/strong><br>\nDie Polizei soll sich nach dem Willen der Bundesregierung bald in unsere Computer einschleusen d&uuml;rfen. K&ouml;nnen wir uns davor sch&uuml;tzen? Technisch nur sehr eingeschr&auml;nkt. Wirklich wirksam gegen PC-Schn&uuml;ffeleien ist nur politischer Protest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/02\/09\/a0185.1\/textdruck\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Mit zivilem Ungehorsam gegen Studiengeb&uuml;hren<\/strong><br>\nIn Baden-W&uuml;rttemberg versch&auml;rft sich der Protest gegen Studiengeb&uuml;hren. Drei Hochschulen boykottieren die Campusmaut. Jetzt droht den Studenten der Rausschmiss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1070110\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Straubhaar: Warum die &bdquo;Todessteuer&ldquo; abgeschafft geh&ouml;rt<\/strong><br>\nWer spart, Verm&ouml;gen aufbaut, um es den Kindeskindern zu vererben, macht exakt das, was alle Nachhaltigkeitspropheten verlangen: Sie konsumieren nicht, sie sparen und sorgen so daf&uuml;r, dass Saatgut f&uuml;r kommende Generationen bereit steht. Als Dank daf&uuml;r, dass sie im Laufe des Lebens nicht alles verzehrt haben, was ihnen zur Verf&uuml;gung stand, werden sie am Ende mit einer Todessteuer entm&uuml;ndigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,465227,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Bei Straubhaar str&auml;uben sich einem wirklich nur noch die Haare.<br>\nMit dem Begriff &bdquo;Todessteuer&ldquo; kn&uuml;pft er an die schon begrifflich polemische Kampagne der amerikanischen &bdquo;Neocons&ldquo; mit der &bdquo;death-tax&ldquo; an.<br>\nEr tut so, als ob es um das m&uuml;hsam ersparte sprichw&ouml;rtliche &bdquo;Oma ihr klein H&auml;uschen&ldquo; ginge und nicht um einen leistungslosen Erwerb von keineswegs nur &bdquo;erspartem&ldquo;, sondern auch von Vielen erarbeitetem Gro&szlig;verm&ouml;gen. Die Erbschaftssteuer ist der letzte (zaghafte) Reflex auf die ungleiche Prim&auml;rverteilung in der Gesellschaft, die eine der wichtigsten Ausgangsbedingungen f&uuml;r die ungleiche Verteilung der Chancen in der Gesellschaft ist.<br>\nWarum sollte der leistungslos privilegierte Erbe nicht wenigstens ein kleines St&uuml;ckchen dazu beitragen, das die Nachfolgegeneration der &Auml;rmeren (etwa &uuml;ber eine bessere Bildung) in eine ein wenig fairere Leistungskonkurrenz treten k&ouml;nnen? Warum sollte der Erbe von Gro&szlig;verm&ouml;gen nicht wenigstens ein kleines St&uuml;ckchen zeigen m&uuml;ssen, dass er den &bdquo;Leistungen&ldquo; seines Erblassers gerecht wird? Warum sollte der Konzentration von Reichtum nicht ein kleines St&uuml;ckchen entgegengewirkt werden und ein wenig mehr &bdquo;Leistungs&ldquo;-Gesellschaft hergestellt werden?<br>\nMan muss sich das mal vor Augen halten um welche Dimensionen es hier geht: Die Abgabenlast von leistungsbasiertem Arbeitseinkommen liegt bei weit &uuml;ber 300 Milliarden und die Erbschaftssteuer f&uuml;r ererbtes Verm&ouml;gen bei unter 4 Milliarden Euro.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol><p><strong>Hinweis zum Hinweis Nr. 13 vom  9. Februar 2007:<\/strong> <\/p><p><strong>Investitionen in die Zukunft: Uni Bremen soll bis 2010 ihren Etat um 100 Millionen abschmelzen.<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/591481\/\">DLF<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/24\/24615\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><p>Dazu schrieb uns ein Leser: <\/p><blockquote><p>1999 wurde die &ldquo;International University Bremen&rdquo; gegr&uuml;ndet, an der heute zwischen 900 und 1000 Studierende eingeschrieben sind. Damals wurde die IUB massiv staatlich gef&ouml;rdert (118 Mio. &euro; Anschubfinanzierung durch das Land Bremen, 40 Mio. &euro; aus der Hochschulbauf&ouml;rderung des Bundes und zus&auml;tzlich noch einen Kredit des Landes in H&ouml;he von 50 Mio. &euro;). Trotz dieser &ouml;ffentlichen F&ouml;rderung hat die IUB sich bis heute finanziell nicht auf eigene Beine stellen k&ouml;nnen. Erst im Dezember 2006 hat die Jacobs-Stiftung die IUB mit insg. 200 Mio. &euro; zur Sicherung der IUB beigetragen.<\/p>\n<p>Man muss sich das vor Augen f&uuml;hren: Das Haushaltsnotlageland Bremen st&uuml;tzt eine kleine, private Elite-Universit&auml;t mit mindestens 118 Mio. &euro;, w&auml;hrend die Ausstattung der &ouml;ffentlichen Universit&auml;t Bremen mit 20.000 Studierenden erheblichen Schaden nimmt. Nicht einmal 10 Jahre sp&auml;ter muss sich die Uni Bremen einem Spardiktat  von 100 Mio. &euro;. unterwerfen. Eine fragw&uuml;rdige Priorit&auml;tensetzung der klammen Bremer Landesregierung.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL\/KR)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2102","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2102","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2102"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2102\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2102"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2102"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2102"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}