{"id":21035,"date":"2014-03-07T17:31:18","date_gmt":"2014-03-07T16:31:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21035"},"modified":"2014-03-07T17:31:18","modified_gmt":"2014-03-07T16:31:18","slug":"hinweise-des-tages-ii-145","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21035","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21035#h01\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21035#h02\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21035#h03\">Casinokapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21035#h04\">Betriebliche Altersversorgung: Kapitaldeckung entt&auml;uscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21035#h05\">BMW: Mitarbeiter dritter Klasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21035#h06\">&raquo;Abwertendes Menschenbild&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21035#h07\">Entgeltungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21035#h08\">Prek&auml;re Besch&auml;ftigung von Frauen f&uuml;hrt zu Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21035#h09\">Uncle Sam und die CS-Filiale am Z&uuml;rcher Flughafen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21035#h10\">Gesetz gegen Homosexualit&auml;t in Uganda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21035#h11\">Werbematerial untergejubelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21035#h12\">Rezension: &ldquo;Soziale Ungleichheit, Bildung und Habitus&rdquo; &ndash; ein Buch &uuml;ber die ganz normale Ausgrenzungspraxis deutscher Schulverh&auml;ltnisse<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21035&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Putsch in Kiew: Welche Rolle spielen die Faschisten?<\/strong><br>\nMonatelang haben Hunderttausende auf dem Kiewer Maidan protestiert &ndash; f&uuml;r eine demokratische Ukraine. Doch von Anfang an spielten dort auch rechtsextreme Kr&auml;fte wie die ultranationalistische Partei &ldquo;Swoboda&rdquo; eine wichtige Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2014\/ukraine357.html\">NDR Panorama<\/a>\n<p>dazu: <strong>Das Programm der Allukrainischen Vereinigung &bdquo;Svoboda&ldquo; &ndash; &bdquo;Programm zum Schutz der Ukrainer&ldquo;<\/strong><br>\nWir dokumentieren dieses Programm dieser rechtsnationalistischen Vereinigung, die nicht nur mehrere Minister der &bdquo;&Uuml;bergangsregierung&ldquo;, einen Vizepremier und den Generalstaatsanwalt stellt, sondern auch die neuen Verwaltungschefs von sechs Gebieten in der Westukraine.<br>\n&bdquo;Diese Partei, die sich bei ihrer Gr&uuml;ndung noch Sozial-Nationale Partei der Ukraine nannte, unterh&auml;lt freundschaftliche Beziehungen zur NPD. Im Mai 2013 war eine dreik&ouml;pfige Swoboda-Delegation bei der Fraktion der Rechtsextremisten im Dresdner Landtag zu Besuch.<br>\nDie Begeisterung der NPD f&uuml;r Swoboda ist erkl&auml;rbar. Denn die Partei definiert die Nation als &ldquo;Gemeinschaft, die durch Blut und Geist verbunden ist&rdquo;, und r&uuml;hmt den Kampf ukrainischer Kollaborateure an der Seite der Hitlertruppen. Die Waffen-SS-Division &ldquo;Galizien&rdquo;, rekrutiert aus westukrainischen Nationalisten, habe, so Swoboda, doch &ldquo;nur an der Front gegen die Bolschewiken gek&auml;mpft&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/krim-krise-die-fatalen-fehler-der-kiewer-regierung-a-956680.html\">SPON<\/a><\/p>\n<p><em>Unser Leser hat die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140307_Svoboda-Programm.pdf\">Stellen im Text gefettet [PDF &ndash; 165 KB]<\/a>, die nicht nur Putin Sorge machen, sondern vor allem auch westlichen Politikern Angst machen m&uuml;ssten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>The Ukraine crisis through the whimsy of international law<\/strong><br>\nListening to U.S. President Barack Obama bang on this week about the importance of world opinion and obeying international law and respecting sovereignty and being on the right side of history, you had to wonder whether he didn&rsquo;t have a little voice in his head whispering: &ldquo;Really? Seriously? I&rsquo;m actually saying this stuff?&rdquo;<br>\nThis is the commander-in-chief of a military that operates a prison camp on Cuban soil, against the explicit wishes of the Cuban government, and which regularly fires drone missiles into other countries, often killing innocent bystanders.<br>\nHe is a president who ordered that CIA torturers would go unprosecuted, and leads a nation that has invaded other countries whenever it wished, regardless of what the rest of the world might think.<br>\nDisclaimer here: Vladimir Putin&rsquo;s proclaimed justification for invading Ukraine &mdash; protecting Russian-speaking &ldquo;compatriots&rdquo; in that country from some imagined violence &mdash; stinks of tribalism.<br>\nHis rationale is essentially ethnic nationalism, something responsible for so much of the evil done throughout human history.<br>\nStated motivation aside, though, what Putin is doing is really no different from what other world powers do: protecting what they regard as national self-interest.<br>\nAnd so far, he&rsquo;s done it without bloodletting.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cbc.ca\/news\/world\/the-ukraine-crisis-through-the-whimsy-of-international-law-1.2559980\">CBC<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Klitschko wird nicht Pr&auml;sident&rdquo;<\/strong><br>\nWas passiert auf der Krim? Und warum hat Timoschenko bei der Wahl bessere Chancen als Klitschko? Der Politologe Alexander Rahr erkl&auml;rt bei &ldquo;Jung &amp; Naiv&rdquo; den Umsturz in der Ukraine.<br>\nDer Schauplatz des Umbruchs in der Ukraine hat sich verlagert &ndash; vom Maidan in Kiew auf die Krim. Seit Tagen beherrscht die Krim-Krise die Nachrichten. Doch worum geht es bei dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine eigentlich? Und welche Rollen spielen die Pr&auml;sidentschaftskandidaten Julia Timoschenko und Vitali Klitschko dabei? Tilo Jung sprach f&uuml;r &ldquo;Jung &amp; Naiv&rdquo; mit Alexander Rahr (hier k&ouml;nnen Sie das Videointerview sehen). Der Politikberater hat lange bei der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP) gearbeitet, ist jetzt Forschungsdirektor des deutsch-russischen Forums und ber&auml;t den Pr&auml;sidenten der deutsch-russischen Auslandshandelskammer.<br>\nRahr hat russische Wurzeln, ist zweisprachig aufgewachsen und tritt f&uuml;r einen vern&uuml;nftigen Umgang zwischen Russland und Europa ein &ndash; allein schon aus wirtschaftlichen Gr&uuml;nden. &ldquo;Nach dem chinesischen Markt ist Russland der zweitgr&ouml;&szlig;te.&rdquo; Er schrieb mehrere B&uuml;cher &uuml;ber Wladimir Putin und sorgte im vergangenen Jahr zusammen mit Hans-Dietrich Genscher f&uuml;r die Amnestie des Kremlkritikers Michail Chodorkowski.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/jung-naiv-zur-ukraine-klitschko-wird-nicht-praesident-2094368.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Kalte-Kriegs-Logik durchbrechen<\/strong><br>\nDie Entscheidung des Krimparlaments sich umgehend der russischen F&ouml;deration anzuschlie&szlig;en ist zweifellos ein Bruch der ukrainischen Verfassung und wahrscheinlich auch des V&ouml;lkerrechts. Sie ist eine weitere Stufe in der Eskalationsdynamik in Richtung eines neuen kalten Krieges, der regional auch schnell in einen hei&szlig;en Krieg umschlagen kann.<br>\nDie treibende Kraft hinter dieser Eskalationsdynamik und der damit einhergehenden Erosion des ukrainischen und internationalen Rechts ist jedoch nicht Russland, sondern schon seit Monaten EU und USA: Schon Wochen vor der anvisierten Unterzeichnung des EU-Ukraine-Assoziierungsabkommens warnte die russische Seite, dass die die Art und Weise der Konstruktion dieses Abkommens sowie der Zusatzbedingungen als bedrohlich f&uuml;r Russland angesehen w&uuml;rde, weil sie die Ukraine nicht als Br&uuml;cke zwischen EU und Russland halten, sondern in Stellung gegen Russland bringen w&uuml;rde. Russland w&uuml;rde entsprechend &bdquo;reagieren&ldquo;, wie es der russische Botschafter auf einem Symposium Anfang November 2013 in Berlin zum Ausdruck brachte.<br>\nDer Entscheidung von Janukowitsch im November, auf russischen Druck die Unterzeichnung des Abkommens zu suspendieren, folgten zwei parallele Prozesse, die sich in der Maidan-Bewegung gegenseitig verst&auml;rkten: Einerseits brach sich in den Demonstrationen die jahrelang aufgestaute Unzufriedenheit mit dem in der Ukraine extrem ausgepr&auml;gten und geopolitisch oszillierenden Oligarchensystem &ndash; der Selbstbereicherung und politischen Einflussnahme durch einige hundert Familien &ndash; Bahn. Andererseits wurde diese Bewegung von Anfang an massiv geopolitisch &uuml;berlagert und organisatorisch und ideologisch von rechtsextremen und zum Teil  &auml;u&szlig;erst gewaltsam vorgehenden Kr&auml;ften wie der Partei Swoboda und dem rechten Sektor dominiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140307_Hunko.pdf\">Andrej Hunko (MdB &ndash; Die Linke) [PDF &ndash; 25 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die EU will wissen, wer im Internet l&uuml;gt<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union will wissen, welche Informationen im Internet wahr und welche falsch sind. Dazu finanziert sie das Forschungsprojekt &ldquo;Pheme&ldquo;: Wissenschaftler verschiedener EU-L&auml;nder arbeiten an einer Software, die in Echtzeit &ouml;ffentliche Quellen auf ihren Wahrheitsgehalt hin &uuml;berpr&uuml;fen soll. Soziale Netzwerke seien bislang dazu genutzt worden, falsche Anschuldigungen zu verbreiten, hei&szlig;t es in der Projektbeschreibung. Als Beispiel werden die Meldungen &uuml;ber Wahlbetrug in Kenia oder die Behauptungen, Barack Obama w&auml;re ein Muslim, genannt. Auch die Anwender hinter den Informationen sollen analysiert werden: &ldquo;Die Software wird Quellen automatisch in Kategorien einteilen&ldquo;. So soll sie Internetnutzer in Kategorien wie Journalisten, potentielle Augenzeugen, Experten, Personen des &ouml;ffentlichen Lebens oder Bots einteilen. Die Software soll die Verbreitung von Informationen r&uuml;ckverfolgen und selbst entscheiden k&ouml;nnen, ob eine Information wahr oder falsch ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/Europ%C3%A4ische-Union-Pheme-Internet-Forschungsprojekt-EU-32199156.html\">heute.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.W.:<\/strong> Eine weitere M&ouml;glichkeit der Manipulation bzw. &Uuml;berwachung im Netz durch Staat und Wirtschaft&hellip; Alles f&uuml;r einen guten Zweck nat&uuml;rlich!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>CIA-Spitzel im US-Senat<\/strong><br>\nDer US-Geheimdienst CIA soll Computer des US-Senats ausgesp&auml;ht haben, um an brisante Informationen &uuml;ber Folter und Verschleppung von Terrorverd&auml;chtigen zu kommen. Die Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, Dianne Feinstein, best&auml;tigt eine interne Untersuchung bei der CIA.<br>\nBest&auml;tigt sich der Verdacht, k&ouml;nnte die CIA gegen Gesetze versto&szlig;en haben, die dem Dienst das Aussp&auml;hen des parlamentarischen Kontrollgremiums untersagen.<br>\nKonkret geht es um einen 6300 Seiten umfassenden Bericht des Ausschusses, der die CIA schwer belasten soll. Das Gutachten wurde bereits Ende 2012 fertiggestellt, aber bislang auf Druck des Geheimdienstes nicht ver&ouml;ffentlicht. Nach Medienberichten ist in dem Papier detailliert beschrieben, welcher Methoden sich die CIA in den Jahren nach den Anschl&auml;gen vom 11. September 2001 im sogenannten Anti-Terror-Krieg bedient hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/cia-cia-spitzel-im-us-senat,1472596,26489792.html\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Casinokapitalismus<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/03\/06\/dlf_20140306_2027_d7c9c38a.mp3\">Deutschlandradio [MP3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Betriebliche Altersversorgung: Kapitaldeckung entt&auml;uscht<\/strong><br>\nSeit gut zehn Jahren gibt es Pensionsfonds in Deutschland. Damit sollte eine besonders renditetr&auml;chtige Form betrieblicher Altersversorgung entstehen. Diese Hoffnung hat sich bislang nicht erf&uuml;llt. Ein Investment, das weniger abwirft als die Durchschnittsrendite nahezu risikoloser Staatsanleihen, l&auml;sst sich kaum als Erfolg bezeichnen. Die rund 30 Pensionsfonds in Deutschland haben nach Zahlen der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht von 2006 bis 2010 im Schnitt eine Rendite von j&auml;hrlich 2,75 Prozent erzielt. Dies geht aus einer Auswertung von G&uuml;nter Pochmann hervor, Professor an der Hochschule f&uuml;r Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Die Umlaufrendite f&uuml;r Anleihen der &ouml;ffentlichen Hand betrug in diesen Jahren im Mittel 3,51 Prozent. Entsprechend schreibt Pochmann in seiner von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderten Studie: &ldquo;Insgesamt muss das Ergebnis der Kapitalanlagen f&uuml;r Rechnung und Risiko der Arbeitnehmer und Arbeitgeber entt&auml;uschen. Pensionsfonds gibt es in Deutschland seit 2002. Verglichen mit Pensions- und Unterst&uuml;tzungskassen oder Direktversicherungen gelten f&uuml;r Pensionsfonds &ldquo;wesentlich liberalere Kapitalanlageregelungen&rdquo;, erl&auml;utert Pochmann. Dahinter stand die Hoffnung, dass die Fonds am Aktienmarkt mehr aus dem eingesetzten Kapital machen, als mit den traditionellen Instrumenten m&ouml;glich w&auml;re. &ndash; Aus den ver&ouml;ffentlichen Angaben l&auml;sst sich immerhin eines ablesen: Die schwache Rendite f&uuml;r Arbeitnehmer ist sicher nicht damit zu erkl&auml;ren, dass die Pensionsfonds am Kapitalmarkt hohe Gewinne erwirtschaftet, sie aber nicht weitergereicht h&auml;tten. Im Schnitt haben die deutschen Pensionsfonds nur in einem der f&uuml;nf Untersuchungsjahre eine leicht positive Eigenkapitalrendite erwirtschaftet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/46062_46072.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>BMW: Mitarbeiter dritter Klasse<\/strong><br>\nDer bayerische Autobauer schafft es nicht, wie angek&uuml;ndigt die Zahl seiner Leiharbeiter zu senken. Noch dazu setzt der Konzern immer mehr auf Werkvertr&auml;ge.  2012 hatte sich BMW verpflichtet, die Leiharbeiterquote von damals rund 15 Prozent bis 2015 an den deutschen Standorten deutlich zu reduzieren. Doch wie die taz berichtete (18. 2.), tut sich BMW damit bislang schwer. Allein an den vier gr&ouml;&szlig;ten BMW-Standorten, M&uuml;nchen, Dingolfing, Leipzig und Regensburg (samt Wackersdorf), sind &ouml;rtlichen Arbeitnehmervertretern zufolge derzeit insgesamt etwa 15.000 Leiharbeiter besch&auml;ftigt. Noch im Herbst 2012 hatte die IG Metall die Zahl der bundesweit t&auml;tigen BMW-Leiharbeiter mit 11.000 bis 12.000 angegeben. Wenn es um Werkvertragler geht, nennt der Fahrzeugbauer keine Zahlen. Doch allein bei BMW Leipzig soll es 1.500 bis 2.000 von ihnen geben. W&auml;hrend ein BMW-Bandarbeiter dort 14 Euro plus Zulagen in der Stunde verdient, bekommen manche Dauerbesch&auml;ftigte von Fremdfirmen angeblich weniger als 8 Euro brutto. Das sagte der &ouml;rtliche Betriebsratschef Ende November. Auch aus Regensburg gab es solche Berichte. Mit Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen spart BMW viel Geld &ndash; zulasten der Besch&auml;ftigten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2014%2F03%2F06%2Fa0117&amp;cHash=b5274a58e381706a5e324179e128560f\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&raquo;Abwertendes Menschenbild&laquo;<\/strong><br>\nSeit Inkrafttreten der Agenda 2010 stehen Erwerbslose unter Dauerbeschu&szlig;. Politiker und Medien stellten sie immer wieder als &raquo;dreiste Kostg&auml;nger in der sozialen H&auml;ngematte&laquo; dar. Bereits 2001 setzte Altkanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) mit seiner Parole &raquo;Es gibt kein Recht auf Faulheit&laquo; den Ton in der Debatte. F&uuml;nf Jahre darauf forderte sein Parteigenosse Franz M&uuml;ntefering, da&szlig; nicht essen solle, wer nicht arbeite. Exau&szlig;enminister Guido Westerwelle (FDP) bezeichnete Hartz-IV-Bezieher 2010 als &raquo;sp&auml;tr&ouml;misch dekadent&laquo;. Bild titelte immer wieder mit Schlagworten wie &raquo;Schnorrer&laquo;, &raquo;Jobverweigerer&laquo; oder &raquo;Betr&uuml;ger&laquo;, die den Sozialstaat pl&uuml;nderten. Da&szlig; sich die Hetze in vielen K&ouml;pfen festgesetzt hat, zeigte Ende 2012 eine Umfrage der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit: Mehr als die H&auml;lfte hielt Erwerbslose f&uuml;r &raquo;tr&auml;ge und faul&laquo;. Studien belegten indes stets das Gegenteil. Auch Psychologen der Ruhr-Universit&auml;t Bochum haben jetzt mit dem Jobcenter Kaufbeuren vergeblich nach faulen Hartz-IV-Beziehern gefahndet, wie der Informationsdienst Wissenschaft (IDW) in dieser Woche mitteilte.<br>\nF&uuml;r die psychologische Analyse befragte ein Projektteam um die Psychologen Philip Frieg und Rebekka Schulz sowie Alexander Weisel vom Jobcenter Kaufbeuren 133 Arbeitssuchende und 274 Sachbearbeiter der Beh&ouml;rde in der bayrischen Kleinstadt. Was es dabei zutage f&ouml;rderte, l&auml;&szlig;t sich knapp zusammenfassen: Erwerbslose sind nicht fauler als Berufst&auml;tige. Ihre soziale Anpassung weiche &raquo;nicht bedeutsam&laquo; von jener ihrer lohnabh&auml;ngigen Mitb&uuml;rger ab. Arbeitssuchende seien, so die Experten, &raquo;nicht generell faul, antriebsarm und unsozial&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/03-07\/021.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Entgeltungleichheit<\/strong><br>\nFrauen verdienen in Deutschland durchschnittlich 23 Prozent weniger als ihre m&auml;nnlichen Kollegen (gemessen an den jeweiligen durchschnittlichen Brutto-Stundenverdiensten). Die H&ouml;he des Gender Pay Gap blieb in den letzten Jahren erstaunlich konstant. Umso dringlicher stellt sich die Frage nach m&ouml;glichen Ursachen f&uuml;r die geringere Entlohnung von Frauen. Die nachfolgenden Abbildungen liefern Ergebnisse zu einzelnen als wichtig erachteten Einflussfaktoren.&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsi_38965.htm\">WSI GenderDatenPortal siehe dort auch die Grafikbl&auml;tter<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Verdienst von M&auml;nnern und Frauen: Deutschland weist Europas gr&ouml;&szlig;te Gehaltsl&uuml;cke auf<\/strong><br>\nNirgendwo in Europa klafft der Verdienst von M&auml;nnern und Frauen so  weit auseinander wie in Deutschland. Das zeigt die j&uuml;ngste Statistik der OECD. Daran konnten auch Initiativen wie der Weltfrauentag und der &ldquo;Equal Pay Day&rdquo; nichts &auml;ndern&hellip;<br>\nDie j&uuml;ngste Statistik der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt, dass in keinem anderen europ&auml;ischen Land der OECD die Gehaltsl&uuml;cke zwischen Frauen und M&auml;nnern so gro&szlig; ist wie in Deutschland. Hier verdienen Frauen durchschnittlich 21 Prozent weniger als M&auml;nner. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 15 Prozent. Jedes Jahr rechnet das Frauennetzwerk Business and Professional Women (BPW) Germany den Tag aus, bis zu dem Frauen arbeiten m&uuml;ssen, um genauso viel zu verdienen, wie ihre m&auml;nnlichen Kollegen bis zum Ende des Vorjahres erhalten haben. In diesem Jahr f&auml;llt der &ldquo;Equal Pay Day&rdquo; auf den 21. M&auml;rz. Die durchschnittliche Deutsche arbeitet also &ndash; symbolisch betrachtet &ndash;  mehr als zwei Monate ohne Bezahlung&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/verdienst-von-maennern-und-frauen-deutschland-weist-europas-groesste-gehaltsluecke-auf-1.1904669\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Prek&auml;re Besch&auml;ftigung von Frauen f&uuml;hrt zu Altersarmut<\/strong><br>\nDamit die Gleichstellung von Frauen eine Chance hat.<br>\nKinderbetreuung darf nicht zur Sackgasse werden. Deshalb brauchen  Frauen bessere berufliche Entwicklungsperspektiven, Entgeltgleichheit  und Ma&szlig;nahmen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern.<br>\nDas will die IG Metall gemeinsam mit den Frauen durchsetzen &ndash; in den Unternehmen und in der Gesellschaft&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/SID-1C06DA34-5F74C3DF\/prekaere-beschaeftigung-von-frauen-fuehrt-zu-altersarmut-13079.htm\">IG Metall-Meldung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Uncle Sam und die CS-Filiale am Z&uuml;rcher Flughafen<\/strong><br>\nDie Untersuchung der Sonderkommission des Senats zeigt zum ersten Mal, wie tief die Credit Suisse ins Gesch&auml;ft mit US-Kunden verstrickt war. Und wie hartn&auml;ckig sie sich gegen die Aufdeckung von Kundennamen wehrt. Der demokratische Senator Carl Levin erkl&auml;rte, die Bank habe ein sehr weitreichendes Amerikagesch&auml;ft betrieben, ohne dies je vollst&auml;ndig aufgedeckt zu haben. Wie erfinderisch die Credit Suisse vorging, erl&auml;utert die Untersuchungskommission an mehreren Beispielen. Zwischen 2006 und 2009 etwa betrieb die Bank im Flughafen Z&uuml;rich eine den Steuerfl&uuml;chtigen offen stehende Filiale. Sie hatte den Codenamen SIOA5 und betreute 9400 US-Kunden mit einem Verm&ouml;gen von 1,1 Milliarden. Diese Aussenstelle habe den Kunden erspart, in die Stadt zu reisen und dort in einem Hotel eine Papierspur zu hinterlassen. Heikle Dokumente zu den Konten konnten am Flughafen &uuml;bergeben werden, ohne dass die Kundenberater in die USA h&auml;tten reisen m&uuml;ssen. Die Credit Suisse betrieb das US-Gesch&auml;ft zun&auml;chst in acht Abteilungen, bevor Sondereinheiten gebildet wurden. Die Tatsache, dass mehr als 1800 Berater auf die US-Kunden angesetzt wurden, widerspricht der Behauptung, wonach die Steuerflucht lediglich durch einige wenige schwarze Schafe in der Bank beg&uuml;nstigt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/unternehmen-und-konjunktur\/Uncle-Sam-und-die-CSFiliale-am-Zuercher-Flughafen\/story\/14277941\">Tages-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Anh&ouml;rung des Spitzenpersonals der Credit Suisse (Romeo Cerutti, Brady Dougan, Robert Shafir und Hans-Ulrich Meister) im amerikanischen Senat versuchte der Chef der CCS, Brady Dougan gleich zu Anfang die Situation zu entsch&auml;rfen, indem er versicherte, dass der Schweizer Bankenplatz viel wettbewerbsf&auml;higer w&auml;re, wenn er nur versteuerte Gelder entgegenn&auml;hme. Auf die Frage von Senator Ron Johnson, weshalb die Amerikaner und andere so viel Geld in die Schweiz br&auml;chten, antwortete Hans-Ulrich Meister, etwa wegen der Stabilit&auml;t des Landes oder der W&auml;hrung. Auf Nachfrage r&auml;umte Dougan ein, dass sie auch gekommen seien, um ihr Geld vor dem Fiskus zu verstecken. Wie sehr die CS-Spitze immer noch am Vertuschen festh&auml;lt, zeigte sich hinsichtlich der CS-Filiale am Z&uuml;rcher Flughafen, die Dougan damit erkl&auml;rte, dass diese Filiale als Annehmlichkeit f&uuml;r ausl&auml;ndische Kunden eingerichtet worden sei, die etwa f&uuml;r Skiferien in der Schweiz weilten. &ldquo;Wetten, dass sie dies taten&rdquo;, kommentierte Senator John McCain sakastisch. Der Versuch von CS-Chef Dougan die Verantwortung f&uuml;r den Bruch amerikanischen Rechts auf einige einzelne Banker abzuschieben, ist inzwischen vom Schweizerischen Bankpersonalverband (SBPV) scharf verurteilt worden. Vielleicht sei Dougans Aussage vor dem US-Senatsausschuss taktisch begr&uuml;ndet gewesen und diene der Reduktion der zu erwartenden Busse. Dougan verunglimpfe aber viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nichts mit der Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu tun h&auml;tten. Dass die Banken auf Steuerhinterziehung setzten, sei allgemein bekannt und lange ihr Gesch&auml;ftsmodell gewesen, schreibt der Personalverband. Der st&auml;ndige Druck und die falschen Anreize h&auml;tten dazu beigetragen, dass die Mitarbeiter die von Dougan erw&auml;hnten Weisungen so verstanden, dass neue Kunden um jeden Preis her mussten. Dougan m&uuml;sse sich nun &ouml;ffentlich bei den nicht betroffenen Angestellten entschuldigen, <a href=\"http:\/\/www.sbpv.ch\/aktuell\/a\/n\/cs-mitarbeitende-duerfen-in-den-usa-nicht-zum-suendenbock-werden-entschuldigung-von-brady-dougan-ge\/\">verlangt der Verband<\/a>. &ndash; Wenn Sie die Anh&ouml;rung ganz oder in Ausz&uuml;gen verfolgen wollen, k&ouml;nnen Sie dies <a href=\"http:\/\/www.c-span.org\/video\/?318003-1\/hearing-offshore-tax-evasion-panel-1\">hier tun<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gesetz gegen Homosexualit&auml;t in Uganda<\/strong><br>\nDas ostafrikanische Uganda taucht meist nur im Zusammenhang mit seinen krisengesch&uuml;ttelten Nachbarl&auml;ndern &ndash; zuletzt der S&uuml;d-Sudan &ndash; in den deutschen Medien auf. Eines der wenigen Themen, die es dennoch geschafft haben etwas Aufmerksamkeit zu erregen, sind die k&uuml;rzlich vom Parlament und dem seit 1986 regierenden Pr&auml;sidenten verabschiedeten Versch&auml;rfung der aus der Kolonialzeit stammenden Gesetzgebung zur Kriminalisierung von Homosexualit&auml;t. Unter dieser neuen Gesetzeslage werden nun &ldquo;besonders schwere F&auml;lle&rdquo; von gleichgeschlechtlicher Sexualit&auml;t mit lebenslangen Haftstrafen belegt. Dies, aber insbesondere auch die urspr&uuml;nglich diskutierte Todesstrafe, hat zu scharfen internationalen Verurteilungen und zum Einfrieren von Hilfsgeldern mehrerer westlicher Regierungen gef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aussengedanken.de\/gesetz-gegen-homosexualitaet-in-uganda\/\">AussenGedanken<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Werbematerial untergejubelt<\/strong><br>\nBald wird Helmut Schorlemmer seinen Kampf aufgeben, nach 15 Jahren. Der Schulleiter aus dem nordrhein-westf&auml;lischen Unna ist ehrenamtlicher Landesbeauftragter f&uuml;r Schulsponsoring. Der Einzige in Deutschland. Mit Infobrosch&uuml;ren und Veranstaltungen sensibilisiert er Lehrer und Verb&auml;nde f&uuml;r das Thema. Zuletzt hatte er sich vor Anfragen kaum retten k&ouml;nnen: &ldquo;Sponsoring an Schulen hat in den letzten Jahren enorm zugenommen&rdquo;, sagt Schorlemmer. &ldquo;Dabei sind gute Partnerschaften entstanden, andererseits versuchen immer wieder Anbieter, ihre Angebote zu instrumentalisieren.&rdquo; Mittlerweile gebe es eine Flut von ungepr&uuml;ftem Lehrmaterial, das Unternehmen, Stiftungen und andere Organisationen kostenlos f&uuml;r den Unterricht zur Verf&uuml;gung stellten. Einfallstore f&uuml;r Lobbyismus. Vor Kurzem hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) die Ergebnisse der Analyse im &ldquo;Materialkompass Verbraucherbildung&rdquo; ver&ouml;ffentlicht. &ldquo;Wir haben gro&szlig;e Unterschiede bei der Qualit&auml;t festgestellt, je nachdem, von welchem Anbieter das Material kommt&rdquo;, sagt Tatjana Bielke vom VZBV. W&auml;hrend die Angebote aus &ouml;ffentlicher Hand zu drei Vierteln mit &ldquo;sehr gut&rdquo; oder &ldquo;gut&rdquo; benotet wurden, wurde nur ein Drittel der Materialien aus der Wirtschaft positiv bewertet. &ldquo;Oft werden Sachverhalte nicht objektiv, sondern verk&uuml;rzt und einseitig dargestellt&rdquo;, sagt Bielke. So verschweigt etwa die Volkswagen AG in der Brosch&uuml;re &ldquo;Mobil im Klimaschutz&rdquo; unmotorisierte Verkehrsalternativen und Tetra Pak wirbt mit der eigenen Markenfigur in Texten zum Thema Recycling. Der Gedanke dahinter: In Schulen erreichen die Unternehmen die Konsumenten von morgen. Eine Onlinestudie der Universit&auml;t Augsburg ergab, dass mittlerweile etwa drei Viertel der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Unternehmen eigenes Unterrichtsmaterial zur Verf&uuml;gung stellen, insgesamt wurden im Jahr 2012 fast 900.000 Materialien frei zug&auml;nglich im Netz angeboten. Lehrer nutzen diese Angebote gerne: Sie sind aktueller und spezialisierter als Schulb&uuml;cher &ndash; und meist kostenlos. Dabei sind sich viele der m&ouml;glichen Einflussnahme durch Unternehmen nicht bewusst: &ldquo;Vor allem in naturwissenschaftlichen F&auml;chern fehlt die n&ouml;tige Sensibilit&auml;t&rdquo;, sagt Bielke. Au&szlig;erdem gebe es keine einheitlichen Standards, an denen sich die Lehrkr&auml;fte orientieren k&ouml;nnten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2014%2F03%2F04%2Fa0051&amp;cHash=ed27b0129f8c5b7e93979c0ccf4c66cc.\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rezension: &ldquo;Soziale Ungleichheit, Bildung und Habitus&rdquo; &ndash; ein Buch &uuml;ber die ganz normale Ausgrenzungspraxis deutscher Schulverh&auml;ltnisse<\/strong><br>\nDie unter dem Titel &ldquo;Soziale Ungleichheit, Bildung und Habitus&rdquo; ver&ouml;ffentlichte Dissertation von Fabian van Essen f&auml;llt in eine Zeit, in der die schulische Inklusionsdebatte viele Menschen erreicht. Gleichzeitig wird jedoch der mit inklusiver Bildung untrennbar verbundene Anspruch auf Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung der Beliebigkeit preisgegeben. Bildungs- und gesellschaftspolitischer Ausdruck dieser Beliebigkeit ist das unver&auml;ndert z&auml;he Festhalten an selektiven Strukturen, die soziale Ungleichheit, Diskriminierung und Exklusion hervorbringen. Van Essens Publikation ist ein unverzichtbarer, gelungener Beitrag, diesen Tendenzen aus wissenschaftlicher Perspektive entschieden zu widersprechen. Dies geschieht mit der umfassend theoretisch und empirisch begr&uuml;ndeten Aussage, dass das selektive, hierarchisch gegliederte Schulsystem mit dem Subsystem F&ouml;rderschule nicht legitimierbar ist&hellip;<br>\n&hellip;macht van Essen in aller Sch&auml;rfe sichtbar, dass die Reproduktion von sozialer Ungleichheit &uuml;ber die Organisation institutionalisierter Bildungsprozesse systemisch angelegt ist und als Verteidigung von Privilegien durch die privilegierten Gesellschaftsschichten verstanden werden muss&hellip;<br>\nAusgangspunkt f&uuml;r den theoretischen Teil ist die materielle, soziale und kulturelle Kapitalarmut der F&ouml;rdersch&uuml;ler, die der Autor mit R&uuml;ckgriff auf vorhandene Studien &uuml;berzeugend belegt. Sie erleben die Schule als Milieubruch mit den ihnen vertrauten Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsstrukturen, die ihren sozialisationsbedingten Habitus pr&auml;gen. Trotz ihrer geringen Kapitalausstattung werden sie in der Schule an Normen und Habitusformen der kulturellen Mittel- und Oberschicht gemessen.<br>\nDiese Art der Gleichbehandlung macht sie zu &ldquo;Bildungsverlierern&rdquo; und privilegiert kapitalstarke Sch&uuml;ler, die den habitusbezogenen Erwartungen der Schule entsprechen&hellip;<br>\nSkepsis &auml;u&szlig;ert der Autor bezogen auf die Durchsetzung &ldquo;einer Schule f&uuml;r alle&rdquo; und verweist dabei nicht nur auf kontr&auml;re und konfligierende Entwicklungen in der Bildungspolitik, sondern auch auf &ldquo;eine gesteigerte &acute;Kampfbereitschaft` um wertvolles Bildungskapital&rdquo; in der Gesellschaft&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/a\/90561\/soziale-ungleichheit-bildung-und-habitus-ein-buch-ueber-die-ganz-normale-ausgrenzungspraxis-deutscher-schulverhaeltnisse\/\">bildungsklick<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-21035","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21035","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21035"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21035\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21039,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21035\/revisions\/21039"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21035"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21035"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21035"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}