{"id":21053,"date":"2014-03-11T08:38:40","date_gmt":"2014-03-11T07:38:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053"},"modified":"2014-03-11T08:38:40","modified_gmt":"2014-03-11T07:38:40","slug":"hinweise-des-tages-2084","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053#h01\">Hoene&szlig;-Prozess<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053#h02\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053#h03\">TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053#h04\">Die Europarty ist vorbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053#h05\">Export&uuml;bersch&uuml;sse stoppen mit h&ouml;heren L&ouml;hnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053#h06\">Hypo Alpe Adria ben&ouml;tigt weitere Staatshilfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053#h07\">Lebensversicherungen: Gesetzesvorhaben k&ouml;nnte Kunden Milliarden kosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053#h08\">Ungleiche Verm&ouml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053#h09\">MEMORANDUM-Kurzfassung 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053#h10\">Ulrike Herrmann &ndash; Die Mittelschicht wollte es so<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053#h11\">Banken &ndash; Implizite Garantien sind Milliarden wert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053#h12\">Gewerkschaftsfreiheit in Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053#h13\">M&auml;r vom Ingenieurmangel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053#h14\">Rentenpolitik &ndash; Ab in die Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053#h15\">Zwei von f&uuml;nf Allein- Erziehenden auf Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053#h16\">Die Interessenverb&auml;nde haben sich den Staat unterworfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053#h17\">Weniger Rotz auf Obst und Gem&uuml;se<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053#h18\">Die Schule macht die Sch&uuml;ler krank<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21053&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hoene&szlig;-Prozess<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ein Sozialschmarotzer &ndash; was sonst?<\/strong><br>\nWenn Hartz-IV-Empf&auml;nger als Schwarzarbeiter erwischt werden, nennt man sie oft &bdquo;Sozialschmarotzer&ldquo;. Dass Uli Hoene&szlig; dieses Wort am ersten Tag des Steuerprozess nicht f&uuml;r sich gelten lie&szlig;, ist mehr als k&uuml;hn.<br>\nWer eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen kann, verdient in seinem Leben in Deutschland durchschnittlich 1,3 Millionen Euro. Ist er Akademiker, darf er eine Million mehr erwarten. Die Zahlen sollte im Kopf haben, wer erf&auml;hrt, dass Ulrich Hoene&szlig; &ndash; Pr&auml;sident des FC Bayern M&uuml;nchen und Wurstfabrikant &ndash; am Montag zum Prozessauftakt gestanden hat, er habe den Fiskus um 18, 5 Millionen Euro betrogen.<br>\nDas ist nicht nur deshalb beachtlich, weil Hoene&szlig; damit eine deutlich  gr&ouml;&szlig;ere Beute gestanden hat als ihm in der Anklage zur Last gelegt wird: 3,5 Millionen Euro. Interessant ist vor allem, dass Hoene&szlig; beteuerte, in den vergangenen Jahren f&uuml;nf Millionen Euro gespendet und im letzten Jahrzehnt 50 Millionen Steuern gezahlt zu haben: &bdquo;Ich bin kein Sozialschmarotzer.&ldquo;<br>\nDas ist eine k&uuml;hne Behauptung. Einer, der 50 Millionen Euro Steuern zahlt und damit 18,5 Millionen weniger, als er zahlen m&uuml;sste, einer, der f&uuml;nf Millionen Euro spendet und damit 13,5 Millionen Euro der Beute f&uuml;r sich beh&auml;lt, darf durchaus als Sozialschmarotzer angesprochen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/debatte\/-hoeness-prozess-sozialschmarotzer-was-sonst-,15188012,26517042.html\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Absolut treffend!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Desaster im Champions-League-Format<\/strong><br>\nMit dem neuen, nach oben offenen Zig-Millionen-Gest&auml;ndnis des Uli Hoene&szlig; zerplatzt seine Selbstanzeige wie eine Seifenblase. Hoene&szlig; behauptet erneut &ndash; nun wirklich &ndash; alles offen gelegt zu haben. Gut m&ouml;glich, dass es daf&uuml;r zu sp&auml;t ist. Die Gesch&auml;ftsgrundlage f&uuml;r die laufenden Gesch&auml;fte des Bayern-Pr&auml;sidenten ist entfallen. [&hellip;]<br>\nWird die Staatsanwaltschaft m&uuml;ndlich eine Nachtragsanklage erheben, wird das Gericht daraufhin einen Einbeziehungsbeschluss f&auml;llen und so die neuen f&uuml;nfzehn oder noch mehr Millionen an hinterzogenen Steuern auf diese Weise zum Gegenstand des laufenden Verfahrens machen &ndash; und dann auf die Verfolgung der neuen Millionen verzichten und das Verfahren insoweit einstellen?<br>\nDas ist wom&ouml;glich das Kalk&uuml;l der Verteidigung: alles, aber wirklich alles auf den Tisch zu legen, um kein neues, kein weiteres Strafverfahren mehr zu riskieren. Zugleich versucht sie, Hoene&szlig; als Super-Gest&auml;ndigen zu pr&auml;sentieren, als den Reuigsten aller Reuigen, als den Mann, der dem Fiskus Wiedergutmachung in gr&ouml;&szlig;tem Umfang verspricht.<br>\nHoene&szlig;, ein T&auml;ter also, der sein Opfer mit ungeheuer viel Geld befriedigt und der Anklage so den Mund stopft? Das w&auml;re ein Deal &ndash; wie ihn aber der zust&auml;ndige Richter immer abgelehnt hat. Eigentlich m&uuml;sste er jetzt das Verfahren aussetzen, auf dass die neuen Informationen genau gepr&uuml;ft werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/prozess-gegen-uli-hoeness-desaster-im-champions-league-format-1.1909026\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Man darf gespannt sein, ob die Strategie der Verteidigung aufgeht. Sollte sich das Gericht auf einen deratigen Deal einlassen, w&auml;re der Schaden f&uuml;r den Rechtsstaat kaum auszudenken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>13 Milliarden am deutschen Fiskus vorbeigeschleust<\/strong><br>\nHoene&szlig; vor Gericht ist ein spektakul&auml;rer Einzelfall &ndash; das Problem der Steuerhinterzieher ist in Deutschland viel gr&ouml;&szlig;er.<br>\nFriedrich Schneider, Professor an der Universit&auml;t Linz, hat dies untersucht. F&uuml;r 2013 kommt er auf einen Wert von insgesamt 13,3 Milliarden Euro, hei&szlig;t es in seiner bisher unver&ouml;ffentlichten Sch&auml;tzung. Demnach werden insbesondere Kapitaleink&uuml;nfte hinterzogen. Die 13,3 Milliarden Euro entsprechen fast 2,5 Prozent der Steuereinnahmen von Bund und L&auml;ndern im vergangenen Jahr.<br>\nF&uuml;r 2012 hatte Schneider den Steuerausfall auf 12,5 Milliarden Euro gesch&auml;tzt. Der Anstieg im vergangenen Jahr hei&szlig;t nun nicht unbedingt, dass es pl&ouml;tzlich mehr Steuerhinterzieher gibt. Vielmehr liegt es an der Methode, mit der Forscher versuchen, sich dem schwarzen Loch Steuerhinterziehung zu n&auml;hern. Schneider arbeitet mit Umfragen zur Steuermoral, um den Umfang der Schattenwirtschaft zu messen. Diese werden dann mit realen Wirtschaftsdaten kombiniert, mit Kapitalfl&uuml;ssen, dem Wirtschaftswachstum, den Steuerraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/schaetzung-zur-steuerhinterziehung-im-jahr-milliarden-am-deutschen-fiskus-vorbeigeschleust-1.1908150\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es gibt Sch&auml;tzungen, die sogar von 50 Milliarden Euro ausgehen, die dem Staat j&auml;hrlich durch Steuerhinterziehung entgehen. Dazu kommen ebenfalls gesch&auml;tzte 200 Milliarden Euro Schwarzgeld auf schweizer Konten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Forscherin: Fehlende Steuermoral und soziale Ungleichheit h&auml;ngen zusammen<\/strong><br>\nDie internationale Zusammenarbeit gegen Steuerhinterziehung und Steuervermeidung kommt voran, aber es bleiben Schlupfl&ouml;cher. &ldquo;Wenn der internationale Datenaustausch kommt, wird Steuerhinterziehung via Ausland schwieriger, aber das Problem ist noch nicht gel&ouml;st. Auch, weil Staaten mit einer gro&szlig;en Finanzindustrie weiterhin versuchen werden, deren Gesch&auml;fte zu sch&uuml;tzen&rdquo;, sagt Prof. Dr. Brigitte Unger. Die Wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung und Professorin an der Universit&auml;t Utrecht forscht zu Steuerkriminalit&auml;t und ber&auml;t unter anderem die Europ&auml;ische Union bei Ma&szlig;nahmen gegen Geldw&auml;sche.<br>\nDie Wissenschaftlerin warnt davor, die Debatte &uuml;ber Konsequenzen aus spektakul&auml;ren F&auml;llen von Steuerhinterziehung verengt zu f&uuml;hren: &ldquo;Ich bin auch daf&uuml;r, die Sanktionen bei Selbstanzeigen zu versch&auml;rfen. Aber die entscheidenden Fragen sind grunds&auml;tzlicher.&rdquo; So sei es zum einen &ldquo;irrational, wenn Staaten per Steuerwettbewerb Standortpolitik machen wollen.&rdquo; Denn damit setzten sie eine Spirale nach unten in Gang: &ldquo;Wenn einer anf&auml;ngt, m&uuml;ssen die anderen fr&uuml;her oder sp&auml;ter nachziehen. Am Ende hat keiner einen Wettbewerbsvorteil, aber alle haben geringere Einnahmen.&rdquo;<br>\nZum anderen sieht Unger einen Zusammenhang zwischen wachsender Ungleichheit bei Einkommen und Verm&ouml;gen und fehlender Steuermoral: &ldquo;Wie wir wissen, ist die Verteilung der Einkommen auch in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren sp&uuml;rbar ungleicher geworden. Dabei ist der Anteil der Gewinn- und Verm&ouml;genseinkommen gewachsen. Und diese Einkommensarten sind f&uuml;r den Staat intransparenter als Arbeitseinkommen, von denen bereits der Arbeitgeber Abgaben abf&uuml;hrt&rdquo;, erkl&auml;rt die WSI-Direktorin.<br>\nBei den Verm&ouml;gen sei die Verteilung sogar &ldquo;stark polarisiert&rdquo;. Damit gewinne ein psychologischer Faktor an Gewicht, den die Forscherin bislang vor allem in Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern beobachtet hat: &ldquo;Wer richtig reich ist, braucht die &ouml;ffentliche Infrastruktur nicht mehr so dringend. Wenn meine Kinder eine Privatschule besuchen und ich auf einen Sicherheitsdienst statt auf die Polizei vertraue, wozu soll ich dann f&uuml;r &ouml;ffentliche Einrichtungen zahlen? Solche Leute f&uuml;hlen sich mit der Gesellschaft nicht mehr verbunden.&rdquo; Daher sei es wichtig, neben einer durchgreifenden internationalen Kooperation gegen Steuerflucht auch eine Verminderung der sozialen Ungleichheit anzustreben, &ldquo;etwa durch h&ouml;here Steuern auf Verm&ouml;gen&rdquo;, so Brigitte Unger.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/14_46143.htm\">Pressemitteilung Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/46062_46080.htm\">Interview mit Brigitte Unger in B&ouml;ckler Impuls 4\/2014<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ein Ring, sie zu knechten<\/strong><br>\nNordafrika, Naher Osten, Ukraine: Die europ&auml;ische Au&szlig;enpolitik legt dem alten Kontinent einen Ring aus Brandherden um den Hals<br>\nDer Konflikt um die Ukraine eskaliert in ungeahnter Geschwindigkeit. Der deutsche Au&szlig;enminister spricht von der &ldquo;sch&auml;rfsten Krise seit dem Mauerfall&rdquo;. F&uuml;r Gro&szlig;britanniens Au&szlig;enminister William Hague handelt es sich um die &ldquo;gr&ouml;&szlig;te Krise in Europa im 21. Jahrhundert&rdquo;. Trotzdem l&auml;sst sich keinerlei Absicht zur Deeskalation erkennen. Im Gegenteil: Heute k&uuml;ndigt die NATO eine engere Kooperation mit der Ukraine an, welche zur Zeit nicht einmal eine gew&auml;hlte Regierung aufweisen kann, und die USA verlegen F-16-Kampfflugzeuge nach Polen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41194\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Redezeit mit Fritz Pleitgen: Die Krimkrise und die russische Politik<\/strong><br>\nFritz Pleitgen, langj&auml;hriger ARD-Korrespondent in Russland, mit seinem Blick auf die Krise.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/radio\/podcasts\/wdr5\/redezeit104.html\">wdr5<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/podcast-ww.wdr.de\/medstdp\/fsk0\/36\/362266\/362266_3677250.mp3\">Podcast<\/a><\/li>\n<li><strong>Mit Nazi-Symbolen gegen Putin<\/strong><br>\nDer Umbruch in der Ukraine wurde getragen vom Maidan. In vorderster Front k&auml;mpften dort nationalistische Paramilit&auml;rs des Rechten Sektors &ndash; ausger&uuml;stet mit Nazi-Symbolen. Zusammen mit der Swoboda-Partei fordern sie nun ihren Anteil am Sieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/weltspiegel748.html\">ARD Weltspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Verst&auml;ndnis f&uuml;r Russland, bitte!<\/strong><br>\nIch stelle mir vor, der russische Au&szlig;enminister Lawrow w&auml;re, sagen wir w&auml;hrend der Unruhen in Los Angeles 1992, nach Kalifornien geflogen und h&auml;tte zum Sturz des Gouverneurs aufgerufen.<br>\nDas h&auml;tten Sie seltsam gefunden?<br>\nUnd wie fanden Sie es, dass der deutsche und der US-Au&szlig;enminister nach Kiew reisten, um in &ouml;ffentlichen Reden den Aufruhr gegen den dortigen Pr&auml;sidenten zu unterst&uuml;tzen?<br>\nIch bin in Sibirien geboren, weil mein Vater im Arbeitslager war. Mir ist die gegenw&auml;rtige Restalinisierung Russlands durchaus suspekt. Ich bin alles andere als ein Freund von Putin, schon gar nicht von Janukowitsch &ndash; auch wenn man mir das vorwerfen wird, denn in dieser Republik findet sich immer jemand, der einen aus dem ehemaligen Osten kommenden Frager reflexm&auml;&szlig;ig mit dem Dann-geh-doch-r&uuml;ber-Argument abwatscht.<br>\nUnd doch empfinde ich die Berichterstattung in unserem Land im Augenblick als &auml;u&szlig;erst einseitig. Wo sind die Fragen? Wo sind die Zweifel? Wo sind die Ma&szlig;st&auml;be f&uuml;r die Bewertung politischer Handlungen?<br>\nVor wenigen Tagen wurde Janukowitsch in einer f&uuml;hrenden deutschen Zeitung mit Gaddafi verglichen. Ja, geht es noch? Jeder wei&szlig;, dass Janukowitsch vor gerade drei Jahren demokratisch zum Pr&auml;sidenten der Ukraine gew&auml;hlt worden ist. Gewiss kann man gegen einen Pr&auml;sidenten protestieren, zum Beispiel wenn man meint, er h&auml;tte ein Assoziierungsabkommen unterzeichnen m&uuml;ssen, von dem allerdings selbst der ehemalige Vizepr&auml;sident der EU, G&uuml;nter Verheugen, meint, dass es &ldquo;keine klare Perspektive f&uuml;r dieses Land er&ouml;ffnet&rdquo;. Aber woher wissen wir eigentlich, dass die Mehrheit der ukrainischen Bev&ouml;lkerung tats&auml;chlich f&uuml;r dieses Abkommen in dieser Form ist? Und selbst wenn das der Fall w&auml;re: Seit wann akzeptieren die Westeurop&auml;er diese Art des Plebiszits, das nicht einmal nach Zahlen fragt, sondern nach Pr&auml;senz auf der Stra&szlig;e?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/11\/pro-russische-position-eugen-ruge\/komplettansicht\">ZEIT<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>TTIP<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gef&auml;hrliche Geheimnisse &ndash; Wie USA und EU den Freihandel planen<\/strong><br>\nIn diesen Wochen verhandeln die USA und die EU hinter verschlossenen T&uuml;ren &uuml;ber ein transatlantisches Freihandelsabkommen, das 2015 in Kraft treten soll. Die Geheimverhandlungen bedrohen massiv die Rechte der B&uuml;rger in Europa. Das geplante Regelwerk ist in erster Linie ein Angriff auf den Verbraucherschutz &ndash; auch in Deutschland. Nicht Parlamentarier, sondern Fachbeamte und Konzernberater sitzen bei den Verhandlungen exklusiv am Tisch. Eine Teilhabe demokratisch legitimierter Akteure ist nicht vorgesehen. Setzen sich die Unternehmen und ihre Lobbyisten durch, k&ouml;nnten Deutschland und Europa hinter gesetzte Standards zur&uuml;ckfallen: Grenzwerte f&uuml;r toxische Belastung k&ouml;nnten sinken, das Recht auf Privatsph&auml;re eingeschr&auml;nkt, die Errungenschaften des Arbeitsschutzes aufgeweicht und die Fortschritte der Klimapolitik zunichte gemacht werden. Staaten und Regierungen w&uuml;rden zudem einen Gro&szlig;teil ihrer Souver&auml;nit&auml;t verlieren, sodass Kritiker von einem &ldquo;Staatsstreich in Zeitlupe&rdquo; sprechen. Sollte es in Einzelf&auml;llen zum Streit kommen, w&uuml;rden demokratisch nicht legitimierte Schiedsgerichte entscheiden. Um den Konzernen leichteren Zugang zu den M&auml;rkten der Partnerl&auml;nder zu verschaffen, zielt das Abkommen darauf ab, &ldquo;transatlantische&rdquo; Standards zu definieren. Danach k&ouml;nnte es zum Beispiel erlaubt sein, in Deutschland H&auml;hnchenfleisch zu verkaufen, das mit Chlor desinfiziert wurde. Auch k&ouml;nnte Schweinefleisch in den Handel kommen d&uuml;rfen, das mithilfe von Wachstumshormonen produziert wurde. Zudem strebt die dem US-Pr&auml;sidenten Barack Obama unterstellte Beh&ouml;rde f&uuml;r Au&szlig;enhandel an, dass in der Freihandelszone das gelten soll, was auch in den USA gilt: Dass gentechnisch ver&auml;nderte Lebensmittel nicht gekennzeichnet werden m&uuml;ssen. Aber das k&ouml;nnte erst der Anfang sein. Noch sind nicht alle Details der Verhandlungen durchgesickert.<br>\nDie 3sat Wissenschaftsdokumentation &ldquo;Gef&auml;hrliche Geheimnisse&rdquo; erkundet, welche Gefahren das transatlantisches Freihandelsabkommen birgt und wie es die Demokratie bedroht.<br>\nSendetermin: 20. M&auml;rz, 20:15, 3sat<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/programm\/?viewlong=viewlong&amp;d=20140320&amp;dayID=ClnDaN20&amp;cx=86\">3sat<\/a><\/li>\n<li><strong>Im Namen des Geldes<\/strong><br>\nEs tagt in Washington hinter verschlossenen T&uuml;ren: Ein geheimnisvolles Gremium aus drei Richtern kann eine Regierung zu Strafen in Milliardenh&ouml;he verurteilen, wenn ein Konzern seine Gesch&auml;fte bedroht sieht. Eine Paralleljustiz ist entstanden, die bald noch m&auml;chtiger werden k&ouml;nnte.<br>\nEs ist ein Geb&auml;ude der Weltbank, einer Institution, deren Aufgabe es ist, verarmten L&auml;ndern Geld zu leihen. Hier hat ein merkw&uuml;rdiges Gericht seinen Sitz: das Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten, kurz ICSID.<br>\nVor diesem Gericht k&ouml;nnen Unternehmen gegen ausl&auml;ndische Staaten klagen, und zwar dann, wenn sie der Meinung sind, diese L&auml;nder h&auml;tten auf unfaire Weise den Wert ihrer Investitionen geschm&auml;lert, ohne sie daf&uuml;r zu entsch&auml;digen.<br>\nUnbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit, ist rund um das Gericht eine ebenso kraftvolle wie profitable Justizmaschinerie entstanden, bedient von Wirtschaftsanw&auml;lten international operierender Gro&szlig;kanzleien. Wer sich anschaut, wie diese Maschinerie funktioniert, findet neue Antworten auf die alte Frage, wie viel Macht auf dieser Welt die Staaten haben und wie viel die Konzerne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/10\/investitionsschutz-schiedsgericht-icsid-schattenjustiz\">ZEIT<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Europarty ist vorbei<\/strong><br>\nIn Europa scheint &ldquo;Krise&rdquo; sich als Lebensgef&uuml;hl zu verankern. Dabei geht es nicht nur um die Sicherheit von Sparguthaben und die Stabilit&auml;t der gemeinschaftlichen W&auml;hrung. Das Zutrauen in die Verl&auml;sslichkeit und Leistungsf&auml;higkeit der Institutionen hat auf nationaler und auf europ&auml;ischer Ebene drastisch abgenommen. Auf dem ganzen Kontinent wird 100 Jahre nach dem Beginn der europ&auml;ischen Urkatastrophe des Ersten Weltkriegs nationalistisch aufger&uuml;stet.<br>\nAuf den ersten Blick mag diese Referenz unangemessen erscheinen. Zwar kann sich kaum einer heute noch einen Krieg zwischen europ&auml;ischen M&auml;chten vorstellen. Mittlerweile gibt es aber auch andere Formen der Bedrohung des Friedens. Es k&auml;me wom&ouml;glich einer Mobilmachung der Streitkr&auml;fte gleich, wenn man etwa einem Staat wie Griechenland drohte, ihn in die Pleite zu schicken, sollte dessen Regierung den Forderungen europ&auml;ischer Finanzminister nicht nachkommen.<br>\nDie EU ist eine Schicksalsgemeinschaft geworden. Der wechselseitige Verzicht auf Gewaltaus&uuml;bung hat auch deshalb h&ouml;chste politische Priorit&auml;t. Die Abwesenheit von Kriegen konventioneller Art garantiert allein aber noch nicht den sozialen Frieden in und zwischen den Staaten des Kontinents. Wirtschaftliche Gegebenheiten (Wettbewebsf&auml;higkeit, Handelsbilanzunterschiede et cetera) haben zur Versch&auml;rfung mancher Interessenunterschiede beigetragen und zu einer Wiederbelebung nationaler Vorurteile und Ressentiments gef&uuml;hrt.<br>\nDie Haushalts- und Schuldenpolitik in manchen Staaten hat im Zusammenwirken mit international t&auml;tigen Banken in Teilen der europ&auml;ischen Gemeinschaft katastrophale Folgen nach sich gezogen. Krankhafte Raffgier bestimmter Akteure auf den Finanzm&auml;rkten, politische Nachl&auml;ssigkeiten und hochriskante Gesch&auml;ftsmodelle haben zu einem staatskapitalistischen Systemversagen beigetragen, das sich nun auch auf das wichtigste Projekt der Nachkriegszeit in Europa auszuwirken beginnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41167\/1.html\">heise online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Export&uuml;bersch&uuml;sse stoppen mit h&ouml;heren L&ouml;hnen<\/strong><br>\n&bdquo;EU r&uuml;gt deutsche Export&uuml;bersch&uuml;sse&ldquo;, hie&szlig; es vor ein paar Tagen in den Medien. Das stimmt nicht ganz. Die EU &auml;u&szlig;ert lediglich den Wunsch, Deutschland m&uuml;sse mehr f&uuml;r seine inl&auml;ndische Nachfrage tun. Die Diagnose ist zwar richtig. Das Rezept von W&auml;hrungskommissar Olli Rehn jedoch kuriert nicht die Krankheit.<br>\n&hellip; ohne h&ouml;here L&ouml;hne wird es keine durchgreifende St&auml;rkung der Binnennachfrage geben. Erstens w&auml;re die Wirkung deutlich st&auml;rker, da der private Konsum mehr als die H&auml;lfte der Wirtschaftsleistung ausmacht, die Investitionen dagegen gerade mal 17 Prozent. Zweitens: Dass die Investitionen in Deutschland seit Jahren schwach sind und sinken, liegt genau an der schwachen Inlandsnachfrage. Angesichts flauer Absatz-Aussichten in Deutschland investieren die Unternehmen nicht im Inland, sondern tragen ihr Geld &uuml;ber die Grenzen und setzen dort Hunderte von Milliarden in den Sand.<br>\nAn h&ouml;heren L&ouml;hnen zum Abbau der Ungleichgewichte f&uuml;hrt kein Weg vorbei. Die Tarifeinkommen m&uuml;ssen wieder deutlich st&auml;rker steigen. Der verteilungsneutrale Spielraum plus einer Umverteilungskomponente muss ausgesch&ouml;pft werden.<br>\nDie Politik kann sich nicht damit herausreden, sie habe das Lohnniveau nicht in der Hand. Die Rahmenbedingungen f&uuml;r die gewerkschaftliche Durchsetzungsmacht werden politisch gesetzt.<br>\nZentral ist wieder die Ausweitung der Tarifbindung. Heute arbeiten gerade einmal 50 Prozent der Besch&auml;ftigen unter dem Schutz eines Fl&auml;chentarifvertrages. Die Gewerkschaften m&uuml;ssen viel leichter Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r eine Branche als allgemeinverbindlich festsetzen k&ouml;nnen. Der Tarifflucht muss mit verschiedenen gesetzlichen Regeln ein Riegel vorgeschoben werden.<br>\nUnd es geht um Verbot der Leiharbeit, Eingrenzung befristeter Arbeitsverh&auml;ltnisse, die Umwandlung von Mini-Jobs in sozialversicherungspflichtige Arbeitspl&auml;tze, die Beseitigung des Sanktionsregimes von Hartz IV, um nur einige Ma&szlig;nahmen zu nennen. Die Besch&auml;ftigen m&uuml;ssen wieder fl&auml;chendeckend besser abgesicherte Jobs erhalten, damit sie bei Teilnahme an gewerkschaftlichen Aktionen nicht sofort mit Sanktionen bedroht werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/exportuberschusse-stoppen-mit-hoheren-lohnen.html\">Michael Schlecht MdB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hypo Alpe Adria ben&ouml;tigt weitere Staatshilfen<\/strong><br>\nFinanzminister Michael Spindelegger sagte, er sei ersch&uuml;ttert &uuml;ber die neuerliche Kapitall&uuml;cke. Erst Ende 2013 hatte die Hypo Alpe Adria gut eine Milliarde Euro an Hilfen f&uuml;r ihren anstehenden Jahresabschluss erhalten&hellip;<br>\nEine von Nationalbankgouverneur Ewald Nowotny angef&uuml;hrte Expertengruppe hatte empfohlen, die Krisenbank ohne umfassende Staatsgarantien abzuwickeln. 17,8 Milliarden Euro an faulen Krediten und nicht verkaufsf&auml;higem Gesch&auml;ft sollen in eine Abwicklungsanstalt &uuml;berf&uuml;hrt werden. Dadurch w&uuml;rde allerdings die Staatsverschuldung um 5,5 Prozentpunkte auf rund 80 Prozent sowie das Haushaltsdefizit im laufenden Jahr um 1,2 Prozentpunkte steigen&hellip;<br>\nInsgesamt k&ouml;nnte die Abwicklung des Instituts nach Einsch&auml;tzung der Experten &Ouml;sterreich noch bis zu vier Milliarden Euro kosten. Das entspricht in etwa jener Summe an Staatshilfen, die die EU-Kommission bereits f&uuml;r die Bank genehmigt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/oesterreichs-krisenbank-hypo-alpe-adria-benoetigt-weitere-staatshilfen\/9595262.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lebensversicherungen: Gesetzesvorhaben k&ouml;nnte Kunden Milliarden kosten<\/strong><br>\nUnter den seit Jahren sinkenden Zinsen leiden nicht nur die Sparer, sondern auch die Versicherungen. Den Konzernen will die Bundesregierung jetzt offenbar mit einem Gesetzespaket helfen: Der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; zufolge k&ouml;nnte das Versicherte Milliarden kosten&hellip;<br>\n&ldquo;Sowohl beim Thema Bewertungsreserven als auch beim Garantiezins und einigen anderen Dingen gibt es &Auml;nderungsbedarf&rdquo;, zitiert die &ldquo;SZ&rdquo; eine Ministeriumssprecherin. Das Gesetz k&ouml;nnte demnach Versicherte, deren Vertr&auml;ge in diesem Jahr auslaufen oder die k&uuml;ndigen, insgesamt mehr als zwei Milliarden Euro kosten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/lebensversicherer-gesetzesvorhaben-koennte-kunden-milliarden-kosten-a-957777.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ungleiche Verm&ouml;gen<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140311_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=46081&amp;chunk=1\">B&ouml;ckler Impuls<\/a> <\/p>\n<p><strong>Dazu: Aus &bdquo;Bild&rdquo; wird &bdquo;Bald&rdquo;<\/strong><br>\nDie Bildzeitung sch&uuml;rt bislang vor allem Vorurteile gegen die VerliererInnen des Wirtschaftssystems: gegen Fl&uuml;chtlinge, GriechInnen, Arbeitslose&hellip;<br>\nEine solche &bdquo;Bild-Zeitung&rdquo; gab es noch nie:<br>\nZur Aktionswoche Anfang April erscheint die &bdquo;Bald&rdquo;, eine Zeitung, die (fast) so aussieht als k&auml;me sie aus dem Hause Springer. Sie hat etwas zu feiern: Denn sie erscheint am 1. April und jubelt &uuml;ber die Einf&uuml;hrung der Verm&ouml;gensteuer, die Erhebung einer europaweit koordinierten Verm&ouml;gensabgabe und konsequentere Besteuerung hoher Einkommen und Erbschaften. Fiktion. Aber eine, f&uuml;r die es sich zu streiten lohnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.umfairteilen.de\/\">umfairteilen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>MEMORANDUM-Kurzfassung 2014<\/strong><br>\nDie Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik hat in den vergangenen Tagen die Kurzfassung des MEMORANDUM 2014 an ihre Unterst&uuml;tzerinnen und Unterst&uuml;tzer versandt. Wer sich f&uuml;r die MEMORANDUM-Kurzfassung 2014 und die M&ouml;glichkeit der Unterst&uuml;tzung (durch Unterschrift und Spende) interessiert, kann sie am einfachsten &uuml;ber diesen Link anfordern (kostenlos).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/wer_wir_sind\/unterstuetzung\/index.html\">Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann &ndash; Die Mittelschicht wollte es so<\/strong><br>\nFinanzminister Sch&auml;uble will einen ausgeglichenen Bundeshaushalt produzieren &ndash; und bedient sich bei den gesetzlichen Krankenkassen. Er streicht einen Teil des Steuerzuschusses, der die &ldquo;versicherungsfremden Leistungen&rdquo; ausgleichen soll. Dieser sperrige Begriff umschreibt, dass Kinder beitragsfrei versichert sind, was eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Der Steuerzuschuss ist also kein Geschenk &ndash; und es ist ein Skandal, dass er gek&uuml;rzt wird. In der gesetzlichen Krankenkasse sind bekanntlich nur die Angestellten versichert, w&auml;hrend Beamte und die meisten Selbstst&auml;ndigen Privatkassen angeh&ouml;ren. K&uuml;nftig d&uuml;rfen die Angestellten allein daf&uuml;r zahlen, dass fast alle Kinder beitragsfrei versichert sind &ndash; auch die Kinder von Selbstst&auml;ndigen. Denn viele Freiberufler haben angestellte Partner, die in der gesetzlichen Kasse sind, und nutzen gern den Trick, ihre Kinder dort kostenfrei anzumelden. &ndash; Mitleid mit den Angestellten ist trotzdem nicht angebracht. Sie wollten es so. Mehrheitlich haben sie f&uuml;r Parteien gestimmt, die gegen Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r die Reichen waren. Die Quittung wird jetzt pr&auml;sentiert: Wer die Privilegierten schont, muss selbst zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F03%2F06%2Fa0157&amp;cHash=546fde40f68d4cb30ac8aeebcc7123db\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Banken &ndash; Implizite Garantien sind Milliarden wert<\/strong><br>\nAktuell profitieren systemrelevante Banken stark von ihrem &bdquo;Too big to fail&ldquo;-Status. Sie sparen jedes Jahr Zinsen in Milliardenh&ouml;he, weil das Vertrauen der Investoren, dass der Staat diese Institute notfalls retten w&uuml;rde, ihre Bonit&auml;t erh&ouml;ht. F&uuml;r 2012 hat die Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) diesen Zinsvorteil f&uuml;r 17 gro&szlig;e deutsche Banken in einer Studie auf insgesamt 20 bis 30 Milliarden Euro gesch&auml;tzt. Dies verzerrt den Wettbewerb zulasten kleinerer Banken, die solche Zinsvorteile nicht genie&szlig;en. Wie OECD-Volkswirt Sebastian Schich, einer der Autoren der Studie, in der aktuellen Ausgabe unseres &bdquo;Genossenschaftsblatts&ldquo; erkl&auml;rt, bestehen diese milliardenschweren Zinsvorteile bis heute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.rwgv.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/RWGV-Genossenschaftsblatt-01-2014-OECD-Interview.pdf\">rwgv.de [PDF &ndash; 1.7 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gewerkschaftsfreiheit in Gefahr<\/strong><br>\nDie Pr&auml;sidentin des Bundesarbeitsgerichts, Ingrid Schmidt, warnt vor Eingriffen in das Grundgesetz. Sie warnt davor, den Grundsatz der Tarifeinheit &ndash; &bdquo;ein Betrieb &ndash; ein Tarifvertrag&ldquo; &ndash; per Gesetz festzuschreiben. Denn dadurch werde der Wettbewerb der Gewerkschaften um den besten Tarif in jedem Unternehmen verhindert.<br>\nIn der FAZ erkl&auml;rt Schmidt: &bdquo;Die Tarifeinheit ist darauf angelegt, Gewerkschaftskonkurrenz zu verhindern.&ldquo; Der im Grundgesetz gesicherte plurale Wettbewerb der Gewerkschaften &bdquo;wird durch Regelungen zur Herstellung von Tarifeinheit behindert. Es geht deshalb [&hellip;] um einen schwerwiegenden Eingriff in die gewerkschaftliche Bet&auml;tigungsfreiheit&ldquo;, f&uuml;hrt Schmidt aus&hellip;<br>\nUnion und SPD haben per Koalitionsvertrag vereinbart, den Grundsatz der Tarifeinheit gesetzlich vorzuschreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Streit-um-Tarifeinheit\/!134503\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Pr&auml;sidentin des Bundesarbeitsgerichts, Ingrid Schmidt, hat in ihrem Gespr&auml;ch auch die Unternehmen ermahnt, das geltende Arbeitszeitgesetz einzuhalten. Nach den geltenden Regeln d&uuml;rfen Arbeitnehmer nur acht Stunden am Tag arbeiten, in Ausnahmef&auml;llen auch einmal zehn Stunden. Au&szlig;erdem brauchen sie eine Ruhezeit von mindestens elf Stunden. Daran halten sich viele Unternehmen jedoch nicht, besonders wenn es um E-Mails nach Dienstschluss geht. Sie sprach von einem &bdquo;gro&szlig;en Vollzugsdefizit&ldquo;. Die personelle Ausstattung der Gewerbeaufsichts&auml;mter in den L&auml;ndern verhindere, dass h&auml;ufig und effektiv genug kontrolliert werde. http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/recht-steuern\/bag-praesidentin-ingrid-schmidt-chefs-missachten-oft-arbeitszeiten-12835283.html &ndash; Zur Freude der Arbeitgeber scheint der Staat soweit &ldquo;gesund&rdquo; geschrumpft worden zu sein, dass immer mehr Aufsichtspflichten kaum mehr wahrgenommen werden: Ganz generell Arbeitsbedingungen, Schwarzarbeit bzw. illegale Arbeit, Fleischindustrie (Mastvieh) , Nahrungsmittelindustrie bis hin zu Steuerfahndung und wahrscheinlich demn&auml;chst die Kontrolle der Einhaltung von Mindestl&ouml;hnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>M&auml;r vom Ingenieurmangel<\/strong><br>\nJunge M&auml;nner und Frauen str&ouml;men in die Ingenieurstudieng&auml;nge &ndash; mit der Hoffnung auf einen sicheren Job und ein gutes Gehalt. Doch immer mehr Absolventen landen bei Leiharbeitsfirmen. Experten warnen den Nachwuchs vor einer Kampagne der Arbeitgeber.<br>\nSchenkt man Politik und Wirtschaft Glauben, dann ist er einer der begehrtesten M&auml;nner Deutschlands &ndash; beruflich gesehen. Personalchefs m&uuml;ssten bei ihm Schlange stehen, wom&ouml;glich sogar Headhunter auf ihn ansetzen und zus&auml;tzlich zum Vertrag noch einen Kugelschreiber in den Briefumschlag legen. Doch nachdem Peter M&uuml;ller sein Ingenieurstudium beendet hatte, ging er zum Jobcenter und meldete sich arbeitslos. M&uuml;ller, der wie die anderen Betroffenen in diesem Text nicht mit seinem wirklichen Namen genannt werden m&ouml;chte, hat Luft- und Raumfahrt studiert und mit einer guten Note abgeschlossen. In der Forschungsabteilung eines deutschen Autobauers schrieb er seine Diplomarbeit, alles sah nach einem Selbstl&auml;ufer aus. Doch schon vor Beginn der Abschlussarbeit machte ihm die Firma klar: Einen festen Job gibt es hier nicht f&uuml;r ihn.<br>\nEigentlich m&uuml;sste M&uuml;ller ein Einzelfall sein. Laut dem Verein Deutscher Ingenieure fehlen der Industrie 63 700 Ingenieure &ndash; bei 30 000 arbeitslosen Ingenieuren. Hans-Peter Kl&ouml;s, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Instituts f&uuml;r Wirtschaft in K&ouml;ln, beklagt einen Ingenieurmangel und warnt sogar vor einer &ldquo;Bedrohung des Gesch&auml;ftsmodells Deutschlands&rdquo;. Und die Rufe nach Ingenieuren auch in den Medien zeigen offenbar Wirkung. In Scharen st&uuml;rmen Abiturienten Studieng&auml;nge wie Elektrotechnik und Mechatronik. Seit 2000 hat sich bundesweit die Zahl der Ingenieurabsolventen auf mehr als 50 000 pro Jahr fast verdoppelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/arbeitslosigkeit-bei-fachkraeften-die-maer-vom-ingenieurmangel-1.1908246\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rentenpolitik &ndash; Ab in die Altersarmut<\/strong><br>\nDeutschland hat das Bismarck&rsquo;sche Rentensystem abgeschafft, ohne etwas Ad&auml;quates an seine Stelle zu setzen. Sogar Gro&szlig;britannien macht es besser.<br>\nZu Beginn des Millenniums notierten die Briten erfreut, dass der Titel des &bdquo;kranken Mann Europas&ldquo; an die Bundesrepublik &uuml;bergegangen war, die schleppendes Wachstum und reformbed&uuml;rftige Sozialsysteme plagten. Inzwischen bewundert man Deutschland von der Insel aus wieder vorbehaltslos f&uuml;r seine wirtschaftliche St&auml;rke. Gelobt werden in dem Zusammenhang besonders die einschneidenden Sozialreformen der Regierung Schr&ouml;der. Dieses Lob ist kurzsichtig.<br>\nDie deutschen Rentenreformen folgten dem &bdquo;Drei-S&auml;ulen-Modell&ldquo;, das seit den 1990er Jahren von Weltbank und EU besonders jenen L&auml;ndern vehement empfohlen wurde, die sich bis dato haupts&auml;chlich auf gro&szlig;z&uuml;gige, einkommensbezogene gesetzliche Renten st&uuml;tzten.<br>\nDie Regierung Schr&ouml;der war von der Idee der drei S&auml;ulen &uuml;berzeugt, das hei&szlig;t, sie glaubte, dass eine Mischung aus gesetzlicher, betrieblicher und individueller Vorsorge dem demografischen Wandel und der &ouml;konomischen Globalisierung besser widerstehen k&ouml;nne. Das Modell Bismarck wurde deshalb 2001 abgeschafft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Rentenpolitik\/!134497\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zwei von f&uuml;nf Allein- Erziehenden auf Hartz IV<\/strong><br>\nAlleinerziehende in Deutschland sind besonders h&auml;ufig von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen. Die Studie wurde von der Darmst&auml;dter Juraprofessorin Anne Lenze erstellt. Ihr zufolge benachteiligt das Steuerrecht die Betroffenen. Au&szlig;erdem greife der Staat M&uuml;ttern nicht genug unter die Arme, wenn V&auml;ter ihren Unterhaltspflichten nicht nachkommen. Auch die Industriel&auml;nder-Organisation OECD hatte schon mehrfach die starke Abgabenlast von Alleinerziehenden in Deutschland kritisiert. Rund 2,2 Millionen Kinder wachsen laut Lenze inzwischen mit nur einem Elternteil auf. Die Tendenz sei steigend. Neun von zehn Alleinerziehenden sind demnach Frauen. In jedem zweiten Fall zahlten die V&auml;ter den Unterhalt nicht in voller H&ouml;he. Zwar k&ouml;nnten die betroffenen M&uuml;tter als Ausgleich den sogenannten Unterhaltsvorschuss bei den Kommunen beantragen. Dieser sei jedoch auf maximal sechs Jahre und auf das zw&ouml;lfte Lebensjahr beschr&auml;nkt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2014%2F03%2F10%2Fa0033&amp;cHash=cd9d893d64408f026a4e352388cf96be\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/de.slideshare.net\/BertelsmannStiftung\/studie-alleinerziehende-unter-druck\">Studie &ndash; Alleinerziehende unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Interessenverb&auml;nde haben sich den Staat unterworfen<\/strong><br>\nIm Folgenden wird beschrieben, wie die Lobbyisten, die Wirtschaft und ihre Verb&auml;nde die Gesetzgebung aushebeln. Nur der Staat k&ouml;nnte die Grenzen ziehen, innerhalb derer das Gemeinwohl und damit die Selbsterhaltung der Gesellschaft gesichert bleibt. An dieser Aufgabe ist er jedoch in den entwickelten Demokratien gescheitert. Und deshalb entgleitet ihm die Grundlage, auf der er seine Staatsgewalt aus&uuml;ben darf. Der Staat gibt vor, im &ouml;ffentlichen Interesse zu handeln und beansprucht deshalb das Gewaltmonopol. Aber die Legitimit&auml;t dieses Anspruchs ist ersch&uuml;ttert. Die B&uuml;rger entziehen ihm und seinen Repr&auml;sentanten das Vertrauen, sie f&uuml;hlen sich in wachsendem Ma&szlig;e von Staat und Politik verraten und verkauft. Nein, das ist schon nicht mehr wahr: Sie werden von ihm verraten und verkauft. Das ist nicht mehr blo&szlig; ein Gef&uuml;hl, das ja tr&uuml;gen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41186\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Weniger Rotz auf Obst und Gem&uuml;se<\/strong><br>\n[&hellip;] Nach vielen Jahren hat der Krankenstand mal wieder ein Plus verzeichnet. Er lag 2013 so hoch wie seit 14 Jahren nicht mehr. Das ist keine schlechte Meldung, auch wenn sie nicht ausdr&uuml;cklich als frohe Botschaft markiert wurde. Nicht weil Menschen krank sind. Das ist schlecht. Aber wenn sie es schon mal sind, dass sie sich nicht zum Arbeitsplatz schleppen, weil sie um ihren Arbeitsplatz f&uuml;rchten oder ihr Boss Druck macht, das ist doch nicht &uuml;bel. Eine Trendwende mag das nicht sein. Die Techniker Krankenkasse, die die Zahlen lieferte, erkl&auml;rt es dann ja auch mit einer Erk&auml;ltungswelle. Aber dass die Patienten die sozialstaatliche Errungenschaft der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall auch in Anspruch nehmen, wenn es n&ouml;tig wird, zeigt doch, dass nicht alles schlecht ist in diesem Land.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/03\/weniger-rotz-auf-obst-und-gemuse.html\">Ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Schule macht die Sch&uuml;ler krank<\/strong><br>\nAchtj&auml;hriges Gymnasium, erh&ouml;hter Leistungsdruck und Lehrermangel: Schule macht Sch&uuml;ler oft krank, warnt der Berufsverband der Kinder- und Jugend&auml;rzte&hellip;<br>\nFast jeder dritte Sch&uuml;ler klagt laut einer Umfrage der Krankenkasse DAK aus dem Jahr 2013 &uuml;ber Kopfschmerzen, Schlafprobleme, Gereiztheit oder Niedergeschlagenheit. Vor allem M&auml;dchen sind betroffen, 40 Prozent der Sch&uuml;lerinnen geben sogar an, mehrmals in der Woche unter psychosomatischen Beschwerden zu leiden. Eine Studie des Landesamts f&uuml;r Statistik in Th&uuml;ringen kommt zu dem Schluss, dass sich die F&auml;lle von Asthma bei Achtkl&auml;sslern in den letzten sechs Jahren mehr als verdoppelt haben. Auch die Anzahl der Verhaltensauff&auml;lligkeiten ist rapide angestiegen.<br>\nF&uuml;r die Kinder- und Jugend&auml;rzte sind das alarmierende Zeichen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/jugendmedizin-die-schule-macht-die-schueler-krank-1.1907311\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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