{"id":2108,"date":"2007-02-12T10:51:10","date_gmt":"2007-02-12T09:51:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2108"},"modified":"2007-02-12T10:51:10","modified_gmt":"2007-02-12T09:51:10","slug":"hinweise-des-tages-327","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2108","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Jeder Dritte schleppt sich krank zur Arbeit<\/strong><br>\nRund ein Drittel der Arbeitnehmer geht einer Befragung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK zufolge auch gegen den ausdr&uuml;cklichen Rat des Arztes zur Arbeit. Seit Beginn der 1990er Jahre hat sich der Krankenstand nach Angaben der Betriebskrankenkassen fast halbiert. 7,2 Tage fehlte der durchschnittliche Arbeitnehmer im Jahr 2006 krankheitsbedingt. Die Krankenst&auml;nde in den deutschen Unternehmen sind in den vergangenen zehn Jahren um rund 20 Prozent gesunken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/arbeitundberuf\/526930.html\">Netzzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Bertelsmannisierung der Schule<\/strong><br>\nBildung f&uuml;r alle, das war fr&uuml;her, in den Aufbruchszeiten der siebziger Jahre und danach. Noch ist die Schule und auch der gr&ouml;&szlig;ere Teil der allgemeinen Bildung im &ouml;ffentlichen Bildungswesen organisiert und als soziales Recht f&uuml;r alle garantiert. Neu ist, dass Bildung als wirtschaftliche Investition das Humankapital, also den Menschen selbst, optimieren soll. Der Mensch wird nicht gebildet, sondern in seinen Kompetenzen f&uuml;r den Weltmarkt optimiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.anti-bertelsmann.de\/schule\/bertelsmannisierung_schule.pdf\">anti-bertelsmann.de [pdf &ndash; 84KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Norbert Bl&uuml;m im Phoenix-Interview &uuml;ber die Rente<\/strong><br>\nEin interessantes Interview.<br>\nQuelle: Phoenix Podcast<br>\n<a href=\"http:\/\/content.zdf.de\/podcast\/phx_dialog\/dialog_v.xml\">Video Podcast<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/content.zdf.de\/podcast\/phx_dialog\/dialog_a.xml\">Audio Podcast<\/a><\/li>\n<li><strong>Buchbesprechung: Norbert Bl&uuml;m, Gerechtigkeit &ndash; Eine Kritik des Homo oeconomicus<\/strong><br>\nWir haben es mit einer Wirtschaft zu tun, die sich anschickt, totalit&auml;r zu werden, weil sie alles unter den Befehl einer &ouml;konomischen Ratio zu zwingen sucht. Das jedoch ist eine verkr&uuml;ppelte Ratio. [&hellip;] Eine Wirtschaftsordnung, die Entlassungen regelm&auml;ssig mit Gewinnsteigerung beantwortet, wird nicht &uuml;berleben. Die Menschen werden es sich nicht gefallen lassen.<br>\nNorbert Bl&uuml;m, Gerechtigkeit, Herder Verlag, Freiburg 2006<br>\nISBN 3451057891, Kartoniert, 192 Seiten, 7,00 EUR<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit-fragen.ch\/ausgaben\/2007\/nr4-vom-3012007\/gerechtigkeit-versus-neoliberalismus-und-globalisierung\/\">Zeit-Fragen<\/a><\/li>\n<li><strong>Werner Pirker bespricht das Buch Neoliberalismus und Rechtsextremismus in Europa<\/strong><br>\nDer reflexhafte Antifaschismus verkennt, dass der zentrale Angriff auf die Demokratie nicht von rechtsau&szlig;en, sondern aus dem liberalen Zentrum erfolgt.<br>\nIn Ungarn war es nicht die rechtspopulistische Opposition, die die parlamentarische Demokratie als verlogene Veranstaltung verh&ouml;hnte und das mit der Botschaft verband, dass in Zeiten versch&auml;rfter &raquo;Sachzw&auml;nge&laquo; definitiv gegen die Interessen der Mehrheit regiert werden m&uuml;sse, sondern der postkommunistisch-ultraliberale Premier Ferenc Gyurcsany. Ihm zur Seite eilte der &raquo;linksliberale&laquo; &ouml;sterreichische Politologe Anton Pelinka, der unverhohlen zur Kenntnis brachte, dass nur Diktatoren die Wahrheit sagen k&ouml;nnten, Demokraten aber genau abw&auml;gen m&uuml;ssten, wie viel Wahrheit der Bev&ouml;lkerung zugemutet werden k&ouml;nne.<br>\nPeter Bathke\/Susanne Spindler (Hrsg.), Neoliberalismus und Rechtsextremismus in Europa. Zusammenh&auml;nge &ndash; Widerspr&uuml;che &ndash; Gegenstrategien (Reihe: Texte\/Rosa-Luxemburg-Stiftung, Bd. 29), Karl Dietz Verlag, Berlin 2006,, 225 S., brosch., 14,90 Euro (ISBN 3-320-02086-2; 978-3-320-02086-6)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/02-10\/018.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Jeder zehnte Erwachsene ist pleite<\/strong><br>\nNach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Creditreform meldeten 121.800 Bundesb&uuml;rger privat Konkurs an &ndash; 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Gemessen an der Zahl der &uuml;berschuldeten Bundesb&uuml;rger seien die Verbraucherinsolvenzen aber nur der Spitze des Eisbergs. Nur Gro&szlig;britannien hatte unter insgesamt sieben untersuchten Staaten eine noch h&ouml;here Insolvenzquote.<br>\nEin ganz anderes Bild zeigt sich dagegen bei den Unternehmen. Dank der guten Konjunktur sank 2006 die Zahl der Firmenpleiten deutlich. Insgesamt 31.300 Unternehmensinsolvenzen registrierte Creditreform &ndash; 15 Prozent weniger als im Vorjahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,465302,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Anmerkung:<\/strong> <em>&Uuml;berschuldung in einem Land mit der h&ouml;chsten Sparquote. Und wo laut Bundesbankpr&auml;sident jeder Haushalt <a href=\"?p=1359\">im Durchschnitt 70.000 Euro Nettogeldverm&ouml;gen hat<\/a>. Daran kann man einmal mehr ablesen, wie wenig realen Aussagewert Durchschnittszahlen haben. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Georg Kronawitter: Mehr Gerechtigkeit<\/strong><br>\nEin leidenschaftlicher Appell des ehemaligen M&uuml;nchner Oberb&uuml;rgermeisters an seine SPD.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/programmdebatte.spd.de\/servlet\/PB\/menu\/1680881\/index.html\">Programmdebatte spd<\/a><\/li>\n<li><strong>Die INSM freut sich &uuml;ber ein Thesenpapier des Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stiftung<\/strong><br>\nSelbst die die Propagandaagentur des neoliberalen Zeitgeistes &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo; ist erstaunt: &bdquo;Ungewohnt wirtschaftsliberal hat sich der Managerkreis der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung j&uuml;ngst in seinem aktuellen Thesenpapier &ldquo;Soziale Gerechtigkeit morgen&rdquo; ge&auml;u&szlig;ert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/Umfragen___Studien\/Studien\/Studien\/FES-Thesenpapier___Soziale_Gerechtigkeit_morgen_.html;jsessionid=949CE0ADD973D484D298A61A1B09388F#top%20\">INSM<\/a>\n<p><strong>Anmerkung:<\/strong> <em>Deutschland habe zu lange an einem sozialstaatlichen Fundamentalismus gehangen. Solche Thesen k&ouml;nnen inzwischen unter dem Namen der FES verbreitet werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Friedhelm Hengsbach: Gute Arbeit?<\/strong><br>\nNur drei Prozent der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten sch&auml;tzen ihre Arbeitssituation insgesamt als gut ein. Gute Arbeit bleibt eine fromme Tr&auml;umerei, solange b&uuml;rgerliche Eliten den Tarifvertrag, n&auml;mlich die Verhandlungsmacht abh&auml;ngig Besch&auml;ftigter auf gleicher Augenh&ouml;he mit den Kapitaleignern, schlecht reden. Und so lange die Regierenden den Sozialstaat, der eine Schranke gegen die Vermarktung menschlicher Arbeit errichtet, mutwillig oder fahrl&auml;ssig verformen oder gar sprengen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1071585&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1%20\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>M&uuml;ntefering will &bdquo;gute Arbeit&ldquo; in Europa<\/strong><br>\nDie Sozialpolitik ist das Stiefkind in der Europ&auml;ischen Union (EU). Das hindert den deutschen Arbeitsminister Franz M&uuml;ntefering (SPD) nicht, mutig zu bleiben und unter der deutschen Ratspr&auml;sidentschaft die Vision vom sozialen Europa voranzutreiben, gemeinsam mit den kommenden EU-Pr&auml;sidenten von Portugal und Slowenien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1071536&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell&amp;em_ivw=fr_polstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a>\n<p><strong>Anmerkung unseres Lesers Orlando Pascheit:<\/strong> <em>Es ist eher absurdes Theater, was da auf der europapolitischen B&uuml;hne veranstaltet wird. Nachdem M&uuml;ntefering Hartz I-IV mitverantwortet hat und f&uuml;r die Rente 67 steht, m&ouml;chte er sein Werk in Europa fortf&uuml;hren.<br>\nAber M&uuml;ntefering kennen wir inzwischen, &auml;rgerlich ist der unkritische Journalismus, dem eine solche Aussage nicht aufst&ouml;&szlig;t wie: &bdquo;Daf&uuml;r eintreten, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber auch auf europ&auml;ischer Ebene mehr mitreden k&ouml;nnen&ldquo; Ist der berichterstattenden Journalistin nicht bekannt, dass in Br&uuml;ssel rund 50 000 gut organisierte Lobby-B&uuml;ros operieren, deren Mitarbeiterzahl insgesamt auf gut 200 000 gesch&auml;tzt wird &ndash; und gewiss nicht auf der Gewerkschaftsseite stehen. Oder wenn M&uuml;ntefering von dem Traum spricht, in seiner EU-Amtszeit, &ldquo;gute Arbeit&rdquo; f&uuml;r alle schaffen zu wollen: f&uuml;r Junge, f&uuml;r Frauen, f&uuml;r Niedrigl&ouml;hner und f&uuml;r Alte. Gute Arbeit f&uuml;r Niedrigl&ouml;hner!<br>\nHinzu kommt, dass die Verfasserin dieses Artikels ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat. Das dort so gelobte finnische Reformmodel beinhaltet in seinem Kern immer noch die Volksrente mit 65. Neu ist, dass neben der Abschaffung von Regelungen, die einen fr&uuml;hen Austritt aus dem Erwerbsleben beg&uuml;nstigen, Arbeitnehmer finanziell belohnt werden, wenn sie l&auml;nger erwerbst&auml;tig bleiben. So steigt der Rentenanspruch zwischen dem 63. und dem 68. Lebensjahr &uuml;berproportional um 4,5 Prozent pro Jahr gegen&uuml;ber dem normalen Rentenzuwachs von 1,5 Prozent des Jahreseinkommens. Der Lohn eines verl&auml;ngerten Erwerbslebens liegt also in einer &uuml;berproportional h&ouml;heren Rente. Es ist dann nur logisch, dass &bdquo;Politische Streiks, wie sie derzeit Gewerkschaften in Deutschland gegen die Rente mit 67 Jahren ausrufen, &hellip; beim skandinavischen Nachbarn undenkbar&ldquo; sind. Es haben ja auch in Finnland Arbeitgeberverb&auml;nde, Gewerkschaften und Rentenversicherungstr&auml;ger im November diese Reform beschlossen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die S&uuml;dwestdeutsche Medienholding wird die Anteile an der Zeitungsgruppe Stuttgart &uuml;bernehmen &ndash; feine Umw&auml;lzungen, die mittelbar aber sogar die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; betreffen k&ouml;nnten<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/02\/10\/a0262.1\/textdruck\">taz<\/a>\n<p><strong>Der stille Riese SWMH <\/strong><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/02\/10\/a0260.1\/textdruck\">taz<\/a><\/p>\n<p><strong>Anmerkung:<\/strong> <em>Der Konzentrationsprozess bei den Medien beschleunigt sich rapide und die journalistische Qualit&auml;t wird zunehmend kaputt gespart.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Frankfurter Rundschau: Sparprogramm kostet weitere 200 Stellen<\/strong><br>\nNach schwierigen Verhandlungen haben sich Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und Betriebsrat der &bdquo;Frankfurter Rundschau&ldquo; (FR) am 19. Januar auf einen Interessenausgleich und einen Sozialplan geeinigt: Der Plan sieht den Abbau von weiteren rund 200 der zuletzt rund 750 Stellen vor. In der Redaktion sollen 15 Stellen gestrichen werden, insbesondere bei den Au&szlig;enredaktionen.<br>\nDie Verlagspolitik bei der FR wird seit Juli vergangenen Jahres wesentlich durch das K&ouml;lner Verlaghaus M. DuMont Schauberg (MDS) bestimmt. MDS hatte damals die Mehrheit (50 Prozent plus eine Stimme) an der &bdquo;FR&ldquo; &uuml;bernommen.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/070212_Hinweis12.pdf\">DGB mediennewsletter<\/a><\/li>\n<li><strong>Unruhe im globalen Kasino<\/strong><br>\nIn der Chefetage des IWF w&auml;chst die Nervosit&auml;t. Und manche Banker halten den Ausbruch der n&auml;chsten Finanzkrise f&uuml;r vorprogrammiert. Der Geld&uuml;berhang auf den globalen Finanzm&auml;rkten gibt risikofreudigen Tradern bei den Hedgefonds viel Spielkapital in die Finger.<br>\nHeute gibt es mindestens 10 000 Hedgefonds, vier von f&uuml;nf davon sind auf den Kaimaninseln beheimatet. Dabei werden 80 Prozent der Transaktionen von nur 400 dieser Fonds get&auml;tigt. Jeder von ihnen verf&uuml;gt &uuml;ber ein Portefeuille von &uuml;ber einer Milliarde Dollar. Derzeit gibt es keinerlei Mittel, um diese Spekulationsfonds zu &uuml;berwachen, die Aktiva in H&ouml;he von 1 500 Milliarden Dollar halten. Ihr Tagesumsatz mit globalen Finanzderivaten bel&auml;uft sich auf knapp 6 000 Milliarden Dollar, das entspricht der H&auml;lfte des Bruttosozialprodukts der USA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/10\/13.1\/mondeText.artikel,a0006.idx,0%20\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Fehlpass<\/strong><br>\nF&auml;lschungssicher, Missbrauch ausgeschlossen: die Worte des Staates bei der Einf&uuml;hrung des elektronischen Ausweises. Er hat unrecht: Die Daten des neuen E-Passes k&ouml;nnen offenbar gescannt und unberechtigt gelesen werden.<br>\nSeit November 2005 kleben die Beh&ouml;rden in jeden neuen Pass einen elektronischen Chip, auf dem die Passdaten, ein Foto und von M&auml;rz an auch der Fingerabdruck des Inhabers gespeichert sind. 59 Euro verlangt der Staat f&uuml;r einen solchen &bdquo;E-Pass&ldquo;.<br>\n613 Millionen Euro kostet den Steuerzahler die Einf&uuml;hrung des neuen Passes. Plus 330 Millionen Euro laufende Kosten im Jahr.<br>\nEx-Innenminister Schily trat nach seinem Abtritt aus der Regierung den Aufsichtsr&auml;ten von zwei Biometrie-Firmen bei: die Safe ID Solutions AG und die Byometric Systems AG. Die Firmen verdienen ihr Geld mit Maschinen f&uuml;r die Produktion von biometrischen P&auml;ssen, dem Verkauf einer Technik, die Schily zu Amtszeiten mit Nachdruck gef&ouml;rdert hatte. Die Firmen verdienen ihr Geld mit Maschinen f&uuml;r die Produktion von biometrischen P&auml;ssen, dem Verkauf einer Technik, die Schily zu Amtszeiten mit Nachdruck gef&ouml;rdert hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/dritte-seite\/archiv\/10.02.2007\/3053670.asp\">Tagesspiegel<\/a><br>\nSiehe auch: <a href=\"?p=1510\">nachdenkseiten<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie CHE-Hochschulrankings &bdquo;Qualit&auml;t&ldquo; messen<\/strong><br>\nDazu ein Zitat aus einem Schreiben der Hochschulleitung der Technischen Universit&auml;t M&uuml;nchen an das Physikdepartment:\n<blockquote><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br>\ndas Centrum fuer Hochschulentwicklung (CHE) fuehrt aktuell erstmalig ein europaweites Ranking der besten Universitaeten und Fachbereiche durch.<br>\nIm Zuge dieses Rankings wird auch das Physik-Department befragt.<br>\nUm europaweit vergleichbare Drittmittelzahlen angeben zu k&ouml;nnen, wurde mit dem Hochschulreferat 1 (Controlling, Organisation, Planung) vereinbart, dass eingeworbene Messzeiten als Geld&auml;quivalent ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnen.<br>\nDiesbez&uuml;glich bitte ich Sie freundlichst um eine kurze e-mail, ob und in welchem monet&auml;ren Umfang Messzeiten in den Jahren 2004, 2005 und2006 eingeworben wurden (bitte nach Jahren aufschl&uuml;sseln). Sollte das Hochschulreferat 1 tats&auml;chlich nachfragen, sollten diese Zahlen nachvollziehbar sein. Evtl. erteilen die wissenschaftlichen Leiter der in Frage kommenden Einrichtungen Auskunft dar&uuml;ber, wie z.B. die Kosten f&uuml;r eine Stunde Messzeit anzusetzen sind.<br>\nGefragt wird auch nach den &ldquo;ten most important international conferences in the field of Physics organised by your department in your city \/ at your university (descriptive) from the beginning of 2003 to January 2007&rdquo;. Auch zu dieser Frage bitte ich freundlichst um &ldquo;Input&rdquo;.<br>\nWertneutral sollte angemerkt werden, dass Rankings zunehmend innerhalb und au&szlig;erhalb der TUM Beachtung finden.<br>\nEtwaige Unannehmlichkeiten bitte ich freundlichst zu entschuldigen.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>&Uuml;ber die &ldquo;Grenzen der Privatisierung&rdquo; schreibt Ernst Ulrich von Weizs&auml;cker in einem Buch f&uuml;r den Club of Rome herausgegeben Buch<\/strong><br>\nDas Wort &ldquo;Privatisierung&rdquo; ist l&auml;ngst zur Kampfvokabel geworden. Es war die neokonservative Revolution seit Augusto Pinochet, Margret Thatcher und Ronald Reagan, die die Privatisierung vormals staatlicher Betriebe und Funktionen zum Gradmesser &ouml;konomischen Fortschritts hochstilisierte.<br>\nSchon bei einem ersten Hinsehen war klar, dass die &Ouml;konomen-Behauptung eines durchg&auml;ngigen und systematischen Vorteilsgewinns durch Privatisierungen hinten und vorne nicht stimmte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-3D0AB75D-165983F3\/hbs\/hs.xsl\/107_85129.html?cis_mode=print\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a>\n<p><strong>Anmerkung:<\/strong> <em>Ich kenne nun meinen Freund Ernst Ulrich von Weizs&auml;cker schon ein halbes Leben lang. Er hatte im Allgemeinen den richtigen Punkt f&uuml;r seine Kritik gefunden, wollte aber immer einen Mittelweg finden, auf dem sich Gegner und Bef&uuml;rworter treffen k&ouml;nnten. Ich sch&auml;tze auch sein ziviles Engagement, nur kann ich seine Hoffnung nicht teilen, dass der Dritte Sektor, welcher weder Staat noch Privatwirtschaft ist, also die zivilgesellschaftlichen Organisationen die &ouml;ffentlichen Belange, die unter dem Machtzuwachs der Kapitalm&auml;rkte leiden, wieder zur Geltung zu bringen k&ouml;nnten.<br>\nWenn ich die &bdquo;zivilgesellschaftlichen&ldquo; und wirklich m&auml;chtigen gemeinn&uuml;tzigen  Organisationen von INSM bis zu Bertelsmann betrachte, kann ich nur mit Antonio Gramsci entgegenhalten und sagen, dass diese &bdquo;Zivilgesellschaften&ldquo; eine vorgeschobene Bastion kapitalistischer Machtentfaltung sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Ein-Prozent-Grundrecht<\/strong><br>\nWie schon seit Jahren, ist auch im Januar 2007 die Zahl der Asylbewerber in der Bundesrepublik deutlich gesunken. Nur noch 1 663 Fl&uuml;chtlinge haben die deutschen Beh&ouml;rden mit einem Antrag behelligt, 15,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Und gesunken ist selbstverst&auml;ndlich auch die Zahl der anerkannten Asylbewerber. Von den 2 642 Antr&auml;gen, &uuml;ber die das N&uuml;rnberger Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge im Januar entschied, wurde nur 26 stattgegeben. Das bedeutet: Lediglich ein Prozent der Fl&uuml;chtlinge wurde als Asylbewerber, also als politisch Verfolgte anerkannt. Wenn das so weitergeht, muss die politische Verfolgung auf die Liste der bedrohten Arten menschenfeindlichen Verhaltens gesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/.bin\/_print.php\/berliner-zeitung\/print\/meinung\/627601.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Das M&uuml;ll-Gesch&auml;ft<\/strong><br>\nKarawanen von M&uuml;llwagen werden demn&auml;chst in Richtung Deutschland rollen. Wer seinen Dreck loswerden will, findet hierzulande bald gute M&ouml;glichkeiten: Gegenw&auml;rtig sind etwa 40 neue M&uuml;llverbrennungsanlagen geplant oder sogar schon im Bau.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/02\/12\/a0183.1\/text\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/02\/12\/a0186.1\/text\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2108","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2108","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2108"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2108\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2108"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2108"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2108"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}