{"id":21080,"date":"2014-03-13T08:40:28","date_gmt":"2014-03-13T07:40:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080"},"modified":"2014-03-13T10:12:53","modified_gmt":"2014-03-13T09:12:53","slug":"hinweise-des-tages-2086","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080#h01\">Zum Hoene&szlig;-Prozess<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080#h02\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080#h03\">Arm stirbt fr&uuml;her<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080#h04\">Die Linke fordert h&ouml;heres Rentenniveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080#h05\">Bsirske: &ldquo;Die wollen Wildwest spielen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080#h06\">58 Milliarden Arbeitsstunden &ndash; h&ouml;chster Stand seit 20 Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080#h07\">Arbeitszeiten in Kliniken &ndash; &ldquo;&Uuml;berdenken Sie Ihren Stundenzettel noch mal&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080#h08\">Bundeskabinett beschlie&szlig;t Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2014 und   Eckwerte f&uuml;r die Jahre 2015 bis 2018<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080#h09\">Gastspiel beim S-21-Geologen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080#h10\">Drei Jahre Fukushima &ndash; verdr&auml;ngt und vergessen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080#h11\">Initiative fordert Werbeverzicht der &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080#h12\">Kurzer Prozess: &raquo;Zeit Online&laquo; und der geschasste 150-Euro-Reporter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080#h13\">Albrecht von Lucke: Die gespaltene Opposition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080#h14\">Der Neofaschismus in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080#h15\">China vor dem Burnout<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080#h16\">TV-Tipp: &ldquo;Die Anstalt&rdquo; wird am 15.03.2014 21 00h auf 3 SAT wiederholt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080#h17\">Nachruf auf G&eacute;rard Mortier von Michael Vesper<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080#h18\">THE TWINS &ndash; Jutta Winkelmann und Gisela Getty<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21080&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zum Hoene&szlig;-Prozess<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Hoene&szlig;&rsquo; Millionenspiele in der Schweiz<\/strong><br>\nIn gro&szlig;em Stil hat Uli Hoene&szlig; Millionensummen bewegt. Das war offenbar ganz im Sinn der Schweizer Vontobel Bank, die an seinen Devisengesch&auml;ften gut mitverdiente. Vontobel beruft sich nun auf das Bankgeheimnis &ndash; doch der Ruf ist angekratzt&hellip;<br>\nDass ihn sein Bankberater nicht stoppte, liegt schlicht an der Tatsache, dass ein Finanzinstitut an jedem Kauf, Verkauf und bei Krediten mitverdient. Hat Hoene&szlig; wirklich bis zu 50.000 Transaktionen get&auml;tigt, d&uuml;rfte er unter den individuellen Topkunden bei Vontobel gewesen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/hoeness-vontobel100.html?r=&amp;lid=314173&amp;pm_ln=10\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Zeugenaussage entlastet Uli Hoene&szlig;<\/strong><br>\nF&uuml;r den Pr&auml;sidenten des FC Bayern M&uuml;nchen sah es schlecht aus, als das Gericht feststellen musste, dass er auch &uuml;ber die tats&auml;chliche H&ouml;he der hinterzogenen Steuergelder gelogen hatte. Die Aussage eines EDV-Experten scheint die entlastende Wirkung seiner Selbstanzeige zu st&auml;rken&hellip;<br>\nEs werden aber Fragen bleiben. Die Frage zum Beispiel, ob es selbst in diesen Finanzkreisen wirklich ganz gew&ouml;hnlich ist, einen Kumpel (in dem Fall den fr&uuml;heren adidas-Chef Richard Dreyfuss) mal eben um 20 Millionen anzupumpen, um ein wenig zum Privatvergn&uuml;gen Zocken zu gehen.<br>\nZumal dieser Kumpel durchaus wirtschaftliche Interessen mit Hoene&szlig;&rsquo; Arbeitgeber, dem FC Bayern M&uuml;nchen, hatte. Daraus ergibt sich dann die Frage, ob denn eins der Schweizer Konten tats&auml;chlich nur ein privates Hoene&szlig;-Konto war. Daran schlie&szlig;t sich wiederum die Frage an, ob der immer seri&ouml;se FC Bayern tats&auml;chlich so viel erhabener ist, als andere europ&auml;ischen Klubs, die sich mit Tricks und Mauscheleien und illegalen Gebaren durchbetr&uuml;gen. Wenn sich das herausgestellt h&auml;tte, w&auml;re das Lebenswerk des Uli Hoene&szlig;, n&auml;mlich der FC Bayern, zerst&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/prozess-wegen-steuerhinterziehung-zeugenaussage-entlastet-uli-hoeness\/9608172.html?ajaxelementid=%23commentInput&amp;pageNumber=0%20\">Tagespiegel<\/a>\n<p><strong>Dazu passt:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Zweieinhalb Jahre Haft f&uuml;r Schuberts Geliebte<\/strong><br>\nDie Geliebte des Frankfurter &ldquo;Bierk&ouml;nigs&rdquo; Bruno H. Schubert, Swetlana M., wurde zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil sie keine Steuern f&uuml;r die zahlreichen Geschenke des Million&auml;rs zahlte. Sie soll dem Fiskus noch &uuml;ber eine halbe Million Euro Schulden.<br>\nVon M&auml;rz 2004 bis Januar 2008 hat Swetlana M. nach &Uuml;berzeugung des Gerichts insgesamt Geld und andere Geschenke im Wert von etwa 2,5 Millionen Euro erhalten, ohne daf&uuml;r Schenkungssteuer zu bezahlen. Die Steuerschuld hatte die Staatsanwaltschaft auf rund 770.000 Euro beziffert, von denen etwas mehr als eine halbe Million noch nicht zur&uuml;ckgezahlt wurde&hellip;<br>\nStrafmildernd rechnete das Gericht an, dass Swetlana M. nicht vorbestraft ist. Und dass sie bereits ein knappes dreiviertel Jahr in U-Haft gesessen hat. Und dass sie gr&ouml;&szlig;tenteils gest&auml;ndig ist&hellip;<br>\nDie zumindest teilweise erfolgte Schadenswiedergutmachung war zumindest nach Meinung des Gerichts &bdquo;mit einer gewissen Taktik verbunden&ldquo;&hellip;<br>\nAll dies f&uuml;hrte letztlich dazu, dass die Strafe aus Sicht des Gerichts nicht mehr zur Bew&auml;hrung ausgesetzt werden k&ouml;nne. Schlie&szlig;lich landeten auch Steuerbetr&uuml;ger, die aus echter wirtschaftlicher Not handelten, schon bei geringeren Summen oft im Gef&auml;ngnis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt\/zweieinhalb-jahre-haft-fuer-schuberts-geliebte,1472798,26524122.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vor dem Gesetz sind alle gleich. Wirklich alle?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Steuerbetrug leicht gemacht &ndash; Fahnder auf verlorenem Posten<\/strong><br>\nSteuerbetr&uuml;gereien fliegen meist nur dann auf, wenn geheime Konten im Ausland bekannt werden. So ist es bei Uli Hoene&szlig; und tausenden Steuerhinterziehern. Oft sind es Nachbarn, Ehefrauen, vermeintliche Freunde, die den Steuers&uuml;nder verraten, oder der Name steht auf einer gekauften Bankdaten-CD. Nur so gelingt es den deutschen Steuerbeh&ouml;rden die Betr&uuml;ger zu &uuml;berf&uuml;hren, da sich Steueroasen wie die Schweiz, &Ouml;sterreich oder Luxemburg auf ihr Bankgeheimnis berufen und keine Kontodaten nach Deutschland &uuml;bermitteln.<br>\nFrontal21 &uuml;ber den schweren Kampf gegen Steuerhinterzieher.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/Frontal-21\/Themen-Frontal21-Sendung-vom-11.-M%C3%A4rz-2014-32247874.html\">frontal 21<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/kanaluebersicht\/aktuellste\/460#\/beitrag\/video\/2109484\/Steuerbetrug-leicht-gemacht\">ZDF mediathek<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Erhard Eppler: Putin, Mann f&uuml;rs B&ouml;se<\/strong><br>\nDer Westen sollte Wladimir Putin nicht verteufeln, sondern sein Verhalten in der Ukraine-Krise zu verstehen versuchen. Kein russischer Pr&auml;sident w&uuml;rde geduldig dabei zusehen, wie eine eindeutig antirussische Regierung in Kiew versucht, die Ukraine in Richtung Nato zu f&uuml;hren&hellip;<br>\nDass die provisorische Regierung der Ukraine keine ausreichende Legitimation hat, die Zukunft des Landes zu bestimmen, ist rechtlich so einleuchtend wie das Pochen des Westens auf die Unversehrtheit des Territoriums der Ukraine. Aber die Weltgeschichte ist kein Amtsgericht. Wir Deutschen haben immer auf unser Selbstbestimmungsrecht Wert gelegt. Haben die Russen auf der Krim dieses Recht nicht? Muss das, was der Diktator Nikita Chruschtschow 1954 aus Laune dekretiert hat, auch gelten, wenn die Ukraine sich gegen jenes Russland stellt, dem die Mehrheit der Krimbewohner sich verbunden f&uuml;hlt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/russlands-praesident-wladimir-putin-mann-fuers-boese-1.1909116\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Altkanzler Kohl mahnt zu Besonnenheit<\/strong><br>\n&bdquo;Es hat seitens des Westens in den vergangenen Jahren hier gro&szlig;e Vers&auml;umnisse gegeben. Die Aufbruchstimmung in der Ukraine wurde nicht mehr klug begleitet. Ebenso hat es an Sensibilit&auml;t im Umgang mit unseren russischen Nachbarn gemangelt, insbesondere mit Pr&auml;sident Putin.<br>\nWir k&ouml;nnten heute schon viel weiter sein. &Uuml;ber Nacht lassen sich die Dinge jetzt nicht l&ouml;sen. Wir brauchen Zeit und vor allem Besonnenheit. Das gilt f&uuml;r alle Seiten und alle Fragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/helmut-kohl\/mahnt-in-ukraine-krise-zu-besonnenheit-35030200.bild.html\">Bild.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Sahra Wagenknecht warnt vor dem &ldquo;dritten Weltkrieg&rdquo;<\/strong><br>\nEin Anschluss der Krim an Russland ist nach einem Referendum zu akzeptieren, und die Gr&uuml;nen sind blind f&uuml;r die &ldquo;faschistischen Teile&rdquo; der &Uuml;bergangsregierung in Kiew &ndash; sagt die Linke Sahra Wagenknecht. Und &auml;u&szlig;ert Verst&auml;ndnis f&uuml;r die &Auml;ngste Moskaus&hellip;<br>\nWagenknecht sagte, ein Anschluss der Krim an Russland nach einem Referendum auf der Halbinsel m&uuml;sse akzeptiert werden. Sie &auml;u&szlig;erte Verst&auml;ndnis f&uuml;r &Auml;ngste Russlands, die unter anderem begr&uuml;ndet seien durch eine m&ouml;gliche Aufnahme der Ukraine in die Nato. Das Interesse von Russland in der Region sei zu ber&uuml;cksichtigen, meinte die Linken-Politikerin. Der Einmarsch russischer Soldaten auf der Krim sei zwar ein Bruch des V&ouml;lkerrechts, jedoch auch eine &ldquo;Reaktion auf eine Fehlentwicklung&rdquo; &ndash; die Einsetzung der &Uuml;bergangsregierung in Kiew&hellip;<br>\nSanktionen gegen Russland nannte sie zugleich &ldquo;l&auml;cherlich&rdquo;, die Russen w&uuml;rden davon nur &ldquo;sehr begrenzt&rdquo; beeindruckt sein. Den abgesetzten Regierungschef Viktor Janukowitsch nannte sie einen &ldquo;Ganoven&rdquo;. Die jetzige ebenfalls von Oligarchen gest&uuml;tzte &Uuml;bergangsregierung sei aber nicht besser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/krim-krise-sahra-wagenknecht-warnt-vor-dem-dritten-weltkrieg\/9605202.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Bilder des Kalten Krieges<\/strong><br>\nEin Berliner Osteuropa-Experte erhebt schwere Vorw&uuml;rfe gegen die Ukraine-Politik und die Ukraine-Berichterstattung in der Bundesrepublik. Berlin und die EU h&auml;tten jahrelang russische Kooperationsangebote systematisch ignoriert und Moskau massiv provoziert, urteilt Stefan Meister, Russland-Spezialist des European Council on Foreign Relations (ECFR). Sie tr&uuml;gen daher &ldquo;eine gro&szlig;e Mitschuld&rdquo; an der aktuellen Kriseneskalation. Insgesamt werde der Konflikt mit Russland im Westen &ldquo;zu einseitig&rdquo; beurteilt: &ldquo;Wir bedienen &hellip; Bilder des Kalten Krieges&rdquo;. W&auml;hrend Politik und Medien die &Ouml;ffentlichkeit auf eine weitere Eskalation vorbereiten, zeichnen sich f&uuml;r den Fall, dass die Bev&ouml;lkerung der Krim am Sonntag f&uuml;r den Anschluss an Russland stimmt, erste Ans&auml;tze f&uuml;r eine Destabilisierung der Halbinsel ab. So stellen militante ukrainische Faschisten in Aussicht, sie w&uuml;rden ihr &ldquo;Vaterland bis zum Ende verteidigen&rdquo;; ihre Mobilisierung hat inzwischen begonnen. Einige von ihnen k&auml;mpften bereits in Tschetschenien als Milizion&auml;re gegen die russischen Streitkr&auml;fte. Zudem hei&szlig;t es, Moskau habe mit Angriffen aus dem salafistischen Spektrum der muslimischen Krim-Tataren zu rechnen. Einige dieser Salafisten haben Kampferfahrung aus dem Syrien-Krieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58821\">German-Foreign-Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Das staubige Reich der Oligarchen<\/strong><br>\nIm ostukrainischen Donbass w&auml;chst die Wut auf die alten Eliten. Der Versuch der neuen Regierung, sich mit den Oligarchen zu verb&uuml;nden, droht zu scheitern.<br>\n&bdquo;Und wissen Sie was? Dieses Volk ist 20 Jahre lang gepl&uuml;ndert worden, und es wird weiter gepl&uuml;ndert werden. Weil wir immer nur stillhalten und uns verstecken. Soll ich Ihnen noch mehr sagen?&ldquo;&hellip;<br>\nNach seiner Darstellung geht dieser Betrug so: Irgendein Oligarch mit guten Beziehungen zum Staat wirbt ein paar arbeitslose Bergleute an, M&auml;nner wie diesen Sascha mit seinen Witzen.<br>\nDie malochen dann in ihren Maulwurfsl&ouml;chern, ohne Schutz, ohne Rechte und Sicherheitsvorkehrungen, rund um die Uhr bis zum Umfallen, f&uuml;r zehn Euro am Tag. Die gewonnene Kohle, billiger als jedes legale Bergwerk sie je f&ouml;rdern kann, wird dann in eine staatliche Grube geschmuggelt und zu &bdquo;legaler&ldquo; und damit viel teurerer Ware umdeklariert. Zus&auml;tzlich kassiert der jeweilige Oligarch dann noch eine Staatssubvention f&uuml;r jede &bdquo;legalisierte&ldquo; Tonne&hellip;<br>\nNach Janukowitschs Sturz aber ist ein neues Element hinzugekommen. Seit dem Tag, an dem das ukrainische Publikum zum ersten Mal einen Blick in die Pal&auml;ste, Lustg&auml;rten und goldenen Toilettensch&uuml;sseln der gest&uuml;rzten Seilschaft werfen konnte, macht sich ein lange unterdr&uuml;ckter Zorn gegen die Leute dieses F&uuml;hrers Luft, gegen die Stahl- und Kohlebarone des &bdquo;Donezker Clans&ldquo;&hellip;<br>\nWeil die Oligarchen aber in den letzten Tagen versucht haben, sich mit der neuen Macht in Kiew zu arrangieren, weil Interimspr&auml;sident Oleksandr Turtschinow zwei von ihnen im Osten sogar zu Gouverneuren gemacht hat, f&auml;llt diese neue Wut nun in eins mit dem traditionellen Ressentiment des &bdquo;russischen&ldquo; Ostens gegen den &bdquo;ukrainischen&ldquo; Westen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/ukraine-versuche-der-neuen-regierung-drohen-zu-scheitern-12842167.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Verhandeln ist besser als schie&szlig;en<\/strong><br>\nFriedensbewegung warnt vor weiterer Eskalation in der Ukraine<br>\nPositionspapier des Bundesausschusses Friedensratschlag ver&ouml;ffentlicht. Pressemitteilung.<br>\nInsbesondere w&auml;ren alle Ma&szlig;nahmen &ndash; auch wenn sie im Einvernehmen mit der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung auf der Krim getroffen w&uuml;rden &ndash; rechtswidrig, die auf eine einseitige Lostrennung der Krim oder anderer Regionen aus dem ukrainischen Staatsverband hinausliefen. Nach der Charta der Vereinten Nationen ist eine Sezession unzul&auml;ssig, es sei denn sie beruht auf einer einvernehmlichen Regelung der betroffenen Parteien &ndash; in diesem Fall also der Gesamt-Ukraine. Die Trennung Tschechiens und der Slowakei oder die Unabh&auml;ngigkeit S&uuml;dsudans waren Beispiele erlaubter &bdquo;Sezessionen&ldquo;. Die einseitige Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung der serbischen Provinz Kosovo dagegen war v&ouml;lkerrechtswidrig, weil sie gegen den Willen Serbiens erfolgte. F&uuml;r problematisch halten wir auch das Argument Moskaus, Truppen zum &bdquo;Schutz&ldquo; der Bev&ouml;lkerung stationieren zu k&ouml;nnen. Es gibt kein Recht auf eine &bdquo;humanit&auml;re Intervention&ldquo; und die Friedensbewegung hat oft genug gegen so oder &auml;hnlich begr&uuml;ndete Milit&auml;raktionen Position bezogen (z.B. NATO-Krieg gegen Jugoslawien, Afghanistan-Krieg, Irakkrieg, Luftkrieg gegen Libyen, Frankreichs Krieg in Mali).\n<p>Wir weisen aber ausdr&uuml;cklich darauf hin, dass die russischen Ma&szlig;nahmen nur vor dem Hintergrund der massiven Einmischung des Westens in die inneren Angelegenheiten der Ukraine und der Gewalteskalation in Kiew zu verstehen sind. In der Stellungnahme des Friedensratschlags hei&szlig;t es hierzu: &ldquo;Wenn deutsche, US-amerikanische oder polnische Politiker die Antiregime-Demonstrationen auf dem Maidan unterst&uuml;tzten, wenn der CIA in Kiew Oppositionspolitiker anheuerte, wenn NATO und EU von Beginn an auf einen Regimewechsel hingearbeitet haben, wenn Milliarden Dollar investiert wurden, um die Ukraine aus ihrer historischen Beziehung zu Russland heraus zu rei&szlig;en, wenn schlie&szlig;lich die illegalen Ma&szlig;nahmen des ukrainischen Parlaments (von der Absetzung des gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten bis zur Annullierung des Sprachengesetzes) kommentarlos hingenommen und zu den faschistischen Umtrieben geschwiegen wird: Dann hat der Westen jede Glaubw&uuml;rdigkeit verloren, die Ma&szlig;nahmen Russlands unter Bezugnahme auf das V&ouml;lkerrecht zu kritisieren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Ukraine1\/baf2.html\">AG Friedensforschung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Sind Sanktionen gegen Russland richtig?<\/strong><br>\nJa, sagt Rebecca Harms (Gr&uuml;ne), denn die EU m&uuml;sse klarmachen, welchen Preis Putin zu zahlen habe. Nein, sagt Stefan Liebich (Linkspartei). Er pl&auml;diert f&uuml;r reden, reden, reden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F03%2F13%2Fa0158&amp;cHash=4ee07f52b98c3bf631a05dec7f858a98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Scholl-Latour: Wir leben in einer Zeit der Massenverbl&ouml;dung<\/strong><br>\nZu seinem 90. Geburtstag wirft der Journalist und Islamexperte, der Gott und die Welt kennt, einen Blick auf sein Leben und auch auf die Krise in der Ukraine: &hellip; Wenn Sie sich einmal anschauen, wie einseitig die hiesigen Medien, von TAZ bis Welt, &uuml;ber die Ereignisse in der Ukraine berichten, dann kann man wirklich von einer Desinformation im gro&szlig;en Stil berichten, flankiert von den technischen M&ouml;glichkeiten des digitalen Zeitalters, dann kann man nur feststellen, die Globalisierung hat in der Medienwelt zu einer betr&uuml;blichen Provinzialisierung gef&uuml;hrt. &Auml;hnliches fand und findet ja bez&uuml;glich Syrien und anderen Krisenherden statt. &hellip;&nbsp; Ich frage mich, was sich die EU von einer Ann&auml;herung der Ukraine erhofft. In Br&uuml;ssel sollte man sich besser auf eine Konzentration und Konsolidierung ausrichten, statt die Ausweitung nach Osten voranzutreiben. Schon mit der Aufnahme Rum&auml;niens und Bulgariens haben sich die Kommissare in Br&uuml;ssel &uuml;bernommen. K&auml;me nun noch die Republik von Kiew hinzu, wo von den Tataren die Wurzeln des heutigen Russlands gelegt wurden und die Bekehrung zum Christentum stattfand, dann w&uuml;rde das aufgebl&auml;hte Territorium der fragilen Europ&auml;ischen Union bis rund dreihundert Kilometer an jenes Schlachtfeld heranr&uuml;cken, das unter dem Namen Stalingrad ber&uuml;hmt wurde. Haben die Deutschen jedes Gesp&uuml;r f&uuml;r die Tragik der eigenen Geschichte verloren?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41168\/1.html\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.phoenix.de\/content\/phoenix\/die_sendungen\/diskussionen\/815496\">Phoenix: Alfred Schier mit Peter Scholl-Latour<\/a><\/li>\n<li><strong>Im Zweifel f&uuml;r Zwischent&ouml;ne<\/strong><br>\nAls Wladimir Putin ank&uuml;ndigte, er behalte sich eine &ldquo;humanit&auml;re Mission&rdquo; auf der Krim vor, annektierte er einen Begriff, der nur unserer Welt zusteht. Da sind die Ohren empfindlich, sie reagieren auf ein gestohlenes Konzept wie auf einen schrillen Misston. Unser Geh&ouml;r ist geeicht, es trennt das Statthafte vom Unstatthaften, da gibt es kein Vertun. Ich habe mich oft gefragt, wie dieses Geh&ouml;r zustande kommt, diese instinktive Selbstverortung, die es den meisten Menschen erlaubt, zu komplizierten internationalen Krisen im Handumdrehen eine Meinung zu haben. In diesen Tagen l&auml;sst sich lernen, wie ein Echoraum entsteht, aus dem es zur&uuml;ckschallt, wie hineingerufen wird, in einer Mono-Ton-Qualit&auml;t, die man f&uuml;r l&auml;ngst vergangen hielt, in unseren zersplitterten &Ouml;ffentlichkeiten des 21. Jahrhunderts. Es gibt Stimmen abseits des Mono-Tons, Zwischenrufe; sie kommen eher von der Seite, von Schriftstellern, Wissenschaftlern, Wirtschaftsexperten. Der politische Journalismus hingegen neigt stets dazu, sich hinwegtragen zu lassen, dorthin, wo er eigentlich nicht mehr gebraucht wird, weil da schon alle sind, die auf nichtjournalistische Weise &Ouml;ffentlichkeit pr&auml;gen und Geh&ouml;re eichen.<br>\nJeder Krieg, jeder Konflikt braucht eine Erz&auml;hlung, die Gut und B&ouml;se definiert, die einordnet, vereinfacht und Interessen bedient. Erst dann setzt sich jene gro&szlig;e Maschinerie in Gang, die wie von magischer Hand gesteuert nur noch eine Richtung zu kennen scheint. Der Journalismus ist dabei T&auml;ter ebenso wie Opfer. Denn eigentlich ist es heute schwer geworden mit den glatten Erz&auml;hlungen: Weil die westliche Politik moralische Ma&szlig;st&auml;be und v&ouml;lkerrechtliche Grunds&auml;tze mit einer geradezu opulenten Widerspr&uuml;chlichkeit handhabt. Kosovo, Kroatien, Libyen, &Auml;gypten, S&uuml;dsudan, Mali, Syrien, Zentralafrika: Ob neue Staaten erlaubt sind, ob ein Referendum G&uuml;ltigkeit hat, ob ein Putsch legitim ist, eine Intervention gerechtfertigt, eine Bombardierung geboten, all dies ist schlicht eine Frage von Interessen. &ndash; Ich pl&auml;diere nicht f&uuml;r einen Werterelativismus. Sondern f&uuml;r das Zulassen von Zweifeln, f&uuml;r eine Kultur des Zweifels. F&uuml;r das Abweichen vom Mono-Ton, f&uuml;r den zumindest versuchsweisen Widerspruch gegen die bei uns hegemonialen Erz&auml;hlungen. Vor kurzer Zeit wurde auf verschiedenen Foren in den USA und in Europa &uuml;ber den Unterschied zwischen aktivistischem und professionellem Journalismus debattiert. Letzterer reklamiert f&uuml;r sich gern die Neutralit&auml;t, w&auml;hrend der Aktivist bestimmten Interessen und Zielen verpflichtet sei. Im Fall Ukraine erlebt man gerade den Aktivismus des Mainstreams. Wer sich einem Kollektiv zugeh&ouml;rig f&uuml;hlt, schreibt zweifelsarm. Nicht zweifelsfrei, aber doch zweifelsarm. In dieser Hinsicht ist der Mainstream und seine herbeifabulierte Freie Welt nur das denkbar gr&ouml;&szlig;te Kollektiv. Es gibt in diesem Kollektiv stillschweigende Vereinbarungen; sie sind den meisten nicht bewusst und gerade deswegen so wirkm&auml;chtig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F03%2F12%2Fa0105&amp;cHash=a68ce13c107523d4c94e0afed4ed2144\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nur zwei Dinge: Der Journalismus ist T&auml;ter. Es w&auml;re eine Beleidigung f&uuml;r diesen Stand, die vierte Gewalt so zu untersch&auml;tzen. Der gestandene Journalist hat gelernt, dass seine Herkunft, seine Sozialisation, seine Bequemlichkeit, seine pers&ouml;nlichen Neigungen und Interessen seiner Recherche und Analyse h&auml;ufig im Wege stehen. Er bleibt T&auml;ter, wenn er sich von diesen Einfl&uuml;ssen nicht l&ouml;sen kann oder will. Die Frage ist, inwieweit er dann noch Journalist ist. Zum Zweiten gibt es nat&uuml;rlich Grenzen (neben denen des eigenen Verstandes und Verm&ouml;gens) &ndash; z.B. aus begrenzten Informationen eine Meldung zu machen. Aber er kann das kenntlich machen, vor allem aber kann er die Recherche intensivieren. Auf einer eher psychologischen Ebene &ndash; und das ist eher eine pers&ouml;nliche Beobachtung &ndash; kann das Anrennen gegen hegemoniale &ldquo;Erz&auml;hlungen des Mainstreams&rdquo; in Politik und Medien dazu f&uuml;hren, dass man sich den Methoden des &ldquo;Gegners&rdquo; ungewollt anpasst &ndash; z.B. indem man selbst zu Vereinfachungen greift oder in einem blinden Kontra verharrt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Arm stirbt fr&uuml;her<\/strong><br>\nDiabetes. Herzkreislaufkrankheiten. Psychische St&ouml;rungen. Magenkrebs. Immer sind sozial benachteiligte Menschen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig betroffen. Neue Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) deuten nun darauf hin, dass sich die Schere bei den &ldquo;Gesundheitschancen und Krankheitsrisiken&rdquo; zwischen oben und unten, arm und reich weiter &ouml;ffnet&hellip;<br>\n&hellip;auch bei der sogenannten ferneren Lebenserwartung zeigt sich un&uuml;bersehbar der Einfluss der sozialen Lage: Ab einem Alter von 65 Jahren liegt der Unterschied zwischen Menschen mit niedrigem Einkommen und Menschen mit einem hohen Einkommen bei 5,3 Jahren (M&auml;nner) beziehungsweise 3,8 Jahren (Frauen).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41210\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Linke fordert h&ouml;heres Rentenniveau<\/strong><br>\nDie Fraktion Die Linke macht sich in einem Antrag (18\/767) daf&uuml;r stark, das Rentenniveau in der gesetzlichen Rentenversicherung wieder anzuheben. Dar&uuml;ber hinaus fordert sie, die Ursachen der Altersarmut zu bek&auml;mpfen.<br>\nDie Abgeordneten kritisieren, dass die Rentenreformen der vergangenen Jahre dazu f&uuml;hren w&uuml;rden, dass das Rentenniveau von 53 Prozent im Jahr 2001 auf 43,7 Prozent im Jahr 2030 sinkt. Eine Rente von 1.000 Euro werde dann nur noch 800 Euro wert sein. Unter dieser Voraussetzung m&uuml;sse eine durchschnittlich verdienende Person 35 Jahre statt bisher 26 Jahre lang arbeiten, um eine Rente oberhalb der Grundsicherung im Alter zu bekommen. Besch&auml;ftigte im unteren und mittleren Einkommensbereich w&uuml;rden k&uuml;nftig nur noch sehr schwierig auf eine Rente oberhalb der Grundsicherungsniveaus kommen, bef&uuml;rchten die Parlamentarier. Sie werfen der Regierungskoalition au&szlig;erdem vor, dass die von ihr geplanten Leistungsverbesserungen in der Rente &bdquo;absurderweise&ldquo; dazu beitragen, das Rentenniveau weiter zu senken. &bdquo;Denn erh&ouml;hte Rentenleistungen schm&auml;lern &uuml;ber den sogenannten Nachhaltigkeitsfaktor zuk&uuml;nftige Rentenanpassungen&ldquo;, so die Argumentation.<br>\nSie verlangen, dass das Rentenniveau von derzeit knapp 48 Prozent wieder auf mindestens 53 Prozent angehoben und dort dauerhaft stabilisiert wird. Die Abgeordneten fordern au&szlig;erdem eine R&uuml;cknahme der Rente mit 67 und die Schaffung flexibler &Uuml;berg&auml;nge. Versicherten mit 40 Beitragsjahren (inklusive gleich gestellter Zeiten) soll ab Vollendung des 60. Lebensjahres ein abschlagsfreier Zugang zu einer Altersrente gew&auml;hrt werden. Neue M&ouml;glichkeiten der gef&ouml;rderten Altersteilzeit sowie deutlich leichtere Zug&auml;nge zu Erwerbsminderungsrenten geh&ouml;ren ebenfalls in den Forderungskatalog der Linken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2014_03\/2014_124\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bsirske: &ldquo;Die wollen Wildwest spielen&rdquo;<\/strong><br>\n<em>Wie genau soll der Mindestlohn angepasst werden, nachdem er 2015 eingef&uuml;hrt wird?<\/em><br>\nDie Entwicklung soll sich an den Lohnabschl&uuml;ssen wichtiger Branchen orientieren. Ein j&auml;hrlicher Rhythmus w&auml;re sinnvoll, mit Sitzungen am Ende des Jahres, wenn klar ist, was in wichtigen Branchen passiert ist. Das Mindestlohnniveau darf nicht durch lange Zeitabst&auml;nde bei der Anpassung entwertet werden. Ich kritisiere ausdr&uuml;cklich die Entscheidung der Koalition&auml;re, den gesetzlichen Mindestlohn bis 2017 einzufrieren.\n<p><em>Wann soll er Ihrer Meinung nach das erste Mal angepasst werden?<\/em><br>\nAm besten direkt nach seinem Inkrafttreten, also 2015. Er sollte dann schnell auf zehn Euro steigen. Im internationalen Vergleich sind wir schon heute mit 8,50 Euro ganz unten. Frankreich hat 9,53 Euro, die Niederlande 9,11 Euro.<\/p>\n<p><em>In Frankreich wird der Mindestlohn als eine Ursache f&uuml;r die hohe Jugendarbeitslosigkeit gesehen. Die Arbeitgeber hierzulande wollen Ausnahmen f&uuml;r J&uuml;ngere und Langzeitarbeitslose.<\/em><br>\nDie h&ouml;here Jugendarbeitslosigkeit in Frankreich h&auml;ngt damit zusammen, dass es kein System der dualen Ausbildung gibt und der &Uuml;bergang von der Schule in die Arbeitswelt schwieriger ist. Das ist bei uns besser geregelt. Ausnahmen vom Mindestlohn sollte es hier nur f&uuml;r Auszubildende, Pflichtpraktika und Ehrenamtler geben &ndash; also dort, wo kein Arbeitsverh&auml;ltnis besteht. Sonst droht ein Flickenteppich, der der Funktion Mindestlohn nicht gerecht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/wams\/wirtschaft\/article125588106\/Die-wollen-Wildwest-spielen.html\">Welt.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>58 Milliarden Arbeitsstunden &ndash; h&ouml;chster Stand seit 20 Jahren<\/strong><br>\nIm Jahr 2013 arbeiteten die Erwerbst&auml;tigen in Deutschland insgesamt 58,1 Milliarden Stunden. Das war ein Plus von 0,2 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahr. Mehr gearbeitet wurde zuletzt im Jahr 1994 mit 58,2 Milliarden Stunden, berichtete das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Mittwoch.<br>\nDas Wachstum des Arbeitsvolumens ist auf die gestiegene Zahl der Erwerbst&auml;tigen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. &bdquo;In Erwartung einer wiederanziehenden Konjunktur haben Betriebe im letzten Jahr trotz nur m&auml;&szlig;ig gef&uuml;llter Auftragsb&uuml;cher die Besch&auml;ftigung weiter erh&ouml;ht&ldquo;, erkl&auml;rte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs &bdquo;Prognosen und Strukturanalysen&ldquo;. Die Erwerbst&auml;tigkeit habe im Jahr 2013 um 0,6 Prozent zugenommen und mit 41,8 Millionen einen neuen H&ouml;chststand erreicht. Allerdings fiel der Anstieg geringer aus als in den beiden Vorjahren: 2011 lag der Zuwachs noch bei 1,4 Prozent, 2012 bei 1,1 Prozent.<br>\nAnders als das Arbeitsvolumen insgesamt ist die durchschnittliche Jahresarbeitszeit der Erwerbst&auml;tigen 2013 um 0,4 Prozent zur&uuml;ckgegangen. Sie lag bei 1.388 Stunden. Auf die besch&auml;ftigten Arbeitnehmer bezogen, also ohne die Selbst&auml;ndigen und mithelfenden Familienangeh&ouml;rigen, sank die Jahresarbeitszeit um 0,3 Prozent von 1.316 Stunden auf 1.313 Stunden. Vollzeitbesch&auml;ftigte arbeiteten im Jahr 2013 durchschnittlich 1.640 Stunden, Teilzeitbesch&auml;ftigte 637 Stunden.<br>\nBeim Urlaub und bei den sonstigen Freistellungen zeigte sich im Jahr 2013 ein leichter Anstieg. Dabei spielte auch eine Rolle, dass Arbeitnehmer infolge der Hochwasserkatastrophe im Sommer 2013 nicht zu ihren Arbeitsst&auml;tten gelangen konnten.<br>\nDie bezahlten &Uuml;berstunden gingen etwas zur&uuml;ck: 2013 waren es knapp 47 Stunden je Besch&auml;ftigten, im Vorjahr noch knapp 48.<br>\nDer Krankenstand lag im Jahresdurchschnitt 2013 bei 3,72 Prozent und war damit etwas h&ouml;her als im Jahr 2012 (3,59 Prozent). Grund daf&uuml;r waren die erh&ouml;hten Krankenstandsquoten im Februar und M&auml;rz 2013 infolge der Grippewelle.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/az13.aspx\">IAB<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/arbeitsmarktdaten\/tab-az2013.pdf\">Eine Tabelle zur Entwicklung der Arbeitszeit [PDF &ndash; 85.4 KB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/arbeitsmarktdaten\/AZ_Komponenten.xlsx\">Eine lange Zeitreihe mit den Jahreszahlen ab 1991<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vergleicht man allerdings die lange Zeitreihe so zeigt sich, dass das Arbeitsvolumen der besch&auml;ftigten Arbeitnehmer (also der nicht selbstst&auml;ndigen Erwerbst&auml;tigen) seit 1991 von 51.768 Millionen Stunden auf 49.047 Millionen Stunden im Jahre im Jahre 2013 verringert hat.<\/em><br>\n<em>Das Arbeitsvolumen der Vollzeitbesch&auml;ftigten hat sich im gleichen Zeitraum von 47.635 Millionen Stunden auf 40.099 Millionen Stunden verringert, w&auml;hrend sich das Arbeitsvolumen der Besch&auml;ftigten in Teilzeit von 3.818 auf 8.223 Millionen Stunden erh&ouml;ht hat. Das hei&szlig;t in der Tendenz, dass sich das Arbeitsvolumen auf mehr K&ouml;pfe verteilt hat und vor allem die Teilzeitarbeit erheblich angestiegen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeitszeiten in Kliniken &ndash; &ldquo;&Uuml;berdenken Sie Ihren Stundenzettel noch mal&rdquo;<\/strong><br>\nEin Arzt in Polen schiebt 175 Stunden lang Dienst &ndash; auch in deutschen Kliniken ist der Arbeitsdruck oft enorm. Junge Mediziner in der Facharztausbildung berichten von nicht verg&uuml;teten &Uuml;berstunden und gef&auml;lschten Arbeitszeiten. Die Gewerkschaft ist machtlos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/assistenzaerzte-leiden-unter-arbeitsbedingungen-in-kliniken-a-955563.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bundeskabinett beschlie&szlig;t Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2014 und Eckwerte f&uuml;r die Jahre 2015 bis 2018<\/strong><br>\n&bdquo;Die heutigen Beschl&uuml;sse der Bundesregierung zum Bundeshaushalt markieren eine Z&auml;sur. Ab 2015 nimmt der Bund keine neuen Schulden mehr auf. Wir geben nicht mehr aus, als wir einnehmen&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Pressemitteilungen\/Finanzpolitik\/2014\/03\/2014-03-12-PM8-bundeshaushalt-eckwerte.html\">Bundesfinanzministerium<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Politik der &bdquo;schw&auml;bischen Hausfrau&ldquo; hat sich durchgesetzt. Siehe dazu <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/130522_wup3.pdf\">&bdquo;Der Staat ist keine schw&auml;bische Hausfrau&ldquo; [PDF &ndash; 2.9 MB]<\/a>. Die Investitionsquote ist auf einem Tiefpunkt, der private Konsum d&uuml;mpelt auf niedrigem Niveau und der Staat spart.<\/em><br>\n<em>Das sind &uuml;blicherweise die Voraussetzungen f&uuml;r eine rezessive Wirtschaftspolitik. Impulse werden offenbar weiter nur &uuml;ber den Export erwartet. Und das bei einem riesigen inl&auml;ndischen Investitionsbedarf in marode Br&uuml;cken und Bauten und den Schienenverkehr. <\/em><br>\n<em>Hinzu kommt Sch&auml;uble spart auf Kosten der Sozialkassen, er k&uuml;rzt den Bundeszuschuss an die Gesetzlichen Krankenkassen, er finanziert die &bdquo;M&uuml;tter-Rente&ldquo; &uuml;ber die Rentenkasse und er finanziert das aus den Rentenbeitr&auml;gen. Die Handlungsspielr&auml;ume des Staates f&uuml;r eine aktive Wirtschaftspolitik und f&uuml;r Zukunftsinvestitionen werden massiv verbarrikadiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gastspiel beim S-21-Geologen<\/strong><br>\nDas Tiefbahnhofprojekt Stuttgart 21 ist bis heute nur in Teilen genehmigt. Ob die Deutsche Bahn den Tunnelbahnhof zu Ende bauen darf, entscheidet das Eisenbahnbundesamt (EBA). An der Neutralit&auml;t der Beh&ouml;rde tauchen nun Zweifel auf: Ein hochrangiger Beamter tritt als Redner beim Chefgeologen des Milliardenprojekts auf, w&auml;hrend er zeitgleich wichtige Bauantr&auml;ge des Gastgebers pr&uuml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/154\/gastspiel-beim-s-21-geologen-2082.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em>Hinweis: Auch in der aktuellen Ausgabe wieder eine Reihe interessanter Beitr&auml;ge, u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Mappus&lsquo; Mamba:<\/strong> Sie war Stefan Mappus&rsquo; wichtigste Ministerin. Nach der historischen Wahlniederlage der CDU kehrte Tanja G&ouml;nner Land und Politik den R&uuml;cken. Jetzt, im zweiten Schlossgarten-Untersuchungsausschuss, holt die Vergangenheit sie ein.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Causa nostra:<\/strong> F&uuml;r Stuttgart 21 m&uuml;ssen rund 60 Kilometer Tunnelr&ouml;hren unter der Stadt gebohrt werden. Der unterirdische Bahnhof ist damit eines der lukrativsten Projekte in Europa f&uuml;r Tunnelbauer, die sich gern als gro&szlig;e Familie sehen. <\/em><\/li>\n<li><em><strong>Ein Prosit auf Putin:<\/strong> Olympia ist, wenn alle Freunde sind. Besonders gut kann das der Pr&auml;sident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach. Vor allem mit Wladimir Putin. Olympiasieger Dieter Baumann z&auml;hlt nicht zu den Freunden. F&uuml;r Kontext zieht er seine Sotschi-Bilanz.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Russki, go home:<\/strong> Schluss jetzt mit dem Anti-Amerikanismus, wettert Peter Grohmann, sonst kommen hier aber mal ganz schnell die Drohnen. <\/em><\/li>\n<li><em><strong>Die Rechten vom Maidan:<\/strong> Rechtsextreme haben beim Protest auf dem Maidan kr&auml;ftig  mitgemischt. In der neuen Regierung besetzen Mitglieder der Allukrainischen Partei Swoboda Schl&uuml;sselpositionen. Und die pflegt sein Jahren freundschaftliche Kontakte zur NPD.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Am Samstag als Beilage zur taz. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Drei Jahre Fukushima &ndash; verdr&auml;ngt und vergessen?<\/strong><br>\nAuch drei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami in Japan lassen sich die langfristigen Folgen der Atomkatastrophe von Fukushima noch nicht erahnen. Noch immer gibt es kaum Zugangsm&ouml;glichkeiten zur Reaktorruine und immer wieder gelangt kontaminiertes Wasser in den Pazifik. Dessen ungeachtet verk&uuml;ndete Japans Premierminister Abe Shinzo im September 2013 w&auml;hrend seiner Bewerbungsrede f&uuml;r die olympischen Sommerspiele 2020 vor dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Buenos Aires voller &Uuml;berzeugung: &bdquo;Lassen Sie mich Ihnen versichern: Wir haben die Situation komplett unter Kontrolle. Der Unfall hatte noch nie und wird nie Auswirkungen in Tokio haben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/maerz\/drei-jahre-fukushima-%E2%80%93-verdraengt-und-vergessen\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Initiative fordert Werbeverzicht der &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten<\/strong><br>\nNach den Berechnungen und Prognosen der KEF werden die Rundfunkanstalten bis zum Ende der Periode 2013 bis 2016 30.814,0 Mio. EUR aus den Rundfunkbeitr&auml;gen einnehmen. Das sind 1.145,9 Mio. mehr als von den Anstalten im April 2013 angemeldet. Vielfach wird nun empfohlen, schon jetzt Entscheidungen &uuml;ber die Verwendung dieser Mehreinnahmen zu treffen, obgleich eine gr&uuml;ndliche Evaluierung f&uuml;r 2014 zur Vorbereitung der Entscheidungen beschlossen war mit dem Ziel, Lastengerechtigkeit und Beitragsstabilit&auml;t des Rundfunkfinanzierungssystems besser sicherzustellen.<br>\nDer Initiativkreis zur F&ouml;rderung des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks K&ouml;ln (I&Ouml;R) regt<br>\ndringend an, zur Vorbereitung dieser Entscheidungen eine Debatte dar&uuml;ber zu f&uuml;hren, wie die voraussichtlichen Mehreinnahmen auch f&uuml;r den &bdquo;Einstieg in den Ausstieg aus der Werbung in der ARD&ldquo; genutzt werden k&ouml;nnten.<br>\nWerbung f&uuml;hrt zu einem Verlust an &ouml;ffentlich-rechtlichem Profil mit der Gefahr einer<br>\nEntwicklung zur Konvergenz der Programme im dualen System. Die Legitimation und<br>\nZukunftsf&auml;higkeit des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks erfordert aber ein klares Profil, das sich von den Privatsendern unterscheidet. Im Zuge der Digitalisierung &auml;ndert sich das<br>\nNutzungsverhalten auch in Bezug auf Werbung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140313_ioer_beschluss.pdf\">I&Ouml;R [PDF &ndash; 20 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kurzer Prozess: &raquo;Zeit Online&laquo; und der geschasste 150-Euro-Reporter<\/strong><br>\nUnter den Artikeln, die der freie Journalist Moritz Gathmann f&uuml;r &raquo;Zeit Online&laquo; &uuml;ber die Ukraine geschrieben hat, steht seit kurzem folgender Hinweis:<br>\nOffenlegung: Der Autor arbeitet f&uuml;r die vom russischen Staat mitfinanzierte Zeitungsbeilage Russland heute. Dies entspricht nicht unseren Grunds&auml;tzen. Wir entschuldigen uns daf&uuml;r.<br>\nTestfrage: Wof&uuml;r genau entschuldigt sich &raquo;Zeit Online&laquo;?<br>\nDavid Schraven leitet das Ressort &raquo;Recherche&laquo; bei der Funke-Mediengruppe (&raquo;WAZ&laquo;), er sitzt im Vorstand von &raquo;Netzwerk Recherche&laquo; und er hat, was wom&ouml;glich nicht ganz unwesentlich ist, eine andere Meinung zu den Vorg&auml;ngen in der Ukraine als Gathmann. &raquo;Eher voreingenommen und gef&auml;rbt&laquo;, nennt er dessen Artikel.<br>\nEr fand einen Weg, sehr schnell etwas dagegen zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/kurzer-prozess-zeit-online-und-der-geschasste-150-euro-reporter\/\">Stefan Niggemeiner<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass Chefredakteure unliebsame Redakteure feuern oder auf Linie  zwingen ist nichts Neues. Dass aber nun selbst Kollegen sich untereinander denunzieren und andere Meinungen durch Denunziation bei Chefredakteuren bek&auml;mpfen, hat eine ganz neue Qualit&auml;t.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Albrecht von Lucke: Die gespaltene Opposition<\/strong><br>\nAus Linkspartei und Gr&uuml;nen wird in den n&auml;chsten Jahren keine Liebesbeziehung werden.<br>\nNein, das neue &bdquo;Oppositionsb&uuml;ndnis&ldquo; verdient seinen Namen nicht. Es ist kein B&uuml;ndnis aus Wunsch, sondern allenfalls aus Zwang: Dort, wo Linke und Gr&uuml;ne in der Opposition tats&auml;chlich zur Zusammenarbeit verdammt sind, etwa zwecks Einberufung eines Untersuchungsausschusses, werden sie notgedrungen kooperieren. Ansonsten aber herrscht ein gewaltiges Distanzierungsbed&uuml;rfnis &ndash; auch und vor allem von Seiten der Gr&uuml;nen&hellip;<br>\nSo sehr sich Gregor Gysi in den diversen gemeinsamen TV-Interviews mit Vertretern der Gr&uuml;nen auch anstrengte, gemeinsame Projekte in der Opposition auch nur anzudenken, so sehr lie&szlig;en ihn Katrin G&ouml;ring-Eckart und Cem &Ouml;zdemir, ja selbst der vermeintlich linke Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter dabei abblitzen. Und zwar immer mit der gleichen, sehr durchschaubaren Strategie: Wir Gr&uuml;ne stehen f&uuml;r seri&ouml;se, immer auch regierungsf&auml;hige Oppositionsarbeit, die Linkspartei blo&szlig; f&uuml;r Fundamentalopposition&hellip;<br>\nDie Devise der Gr&uuml;nen ist dabei klar: Man spielt nicht mit den Schmuddelkindern. Schlie&szlig;lich galt man lange selbst als eben solche, mit denen keiner koalieren wollte&hellip;<br>\nAnders als die Linkspartei begreifen sich die Gr&uuml;nen l&auml;ngst als eine Regierung im Wartestand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++d357dd30-a9f6-11e3-8bdb-52540066f352\">Gegenblende<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Jetzt pl&auml;diert sogar Albrecht von Lucke daf&uuml;r, dass die Linke auf den neuen au&szlig;en- und milit&auml;rpolitischen Kurs der Bundesregierung einschwenkt. Politik reduziert sich auf Koalitionsspekulationen in ferner Zukunft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Neofaschismus in Europa<\/strong><br>\nIn Europa sind gegenw&auml;rtig &uuml;ber 100 neofaschistische Terrorgruppen, Kampfb&uuml;nde und Parteien aktiv &ndash; allein in Ru&szlig;land treiben etwa 30 Organisationen, die diesem Spektrum zuzurechnen sind, ihr Unwesen&hellip;<br>\nDie vierte und j&uuml;ngste Expansionsphase des Neofaschismus hat sich im Gefolge der aktuellen Euro-Krise entwickelt. Als die Regierungen der europ&auml;ischen Peripheriel&auml;nder unter dem Diktat der &raquo;Troika&laquo; aus EU-Kommission, Internationalem W&auml;hrungsfonds und Europ&auml;ischer Zentralbank um die Jahreswende 2009\/2010 krisenversch&auml;rfende Austerit&auml;tsprogramme durchsetzten, l&ouml;sten sie eine soziale Katastrophe aus, die in vielem an die osteurop&auml;ischen &raquo;Schocktherapien&laquo; der 1990er Jahre erinnerte. Auch von dieser Entwicklung konnten neofaschistische Organisationsans&auml;tze profitieren. Der Neofaschismus hat inzwischen in mehreren s&uuml;d- und s&uuml;dosteurop&auml;ischen L&auml;ndern tiefe Wurzeln geschlagen.<br>\nIm Ergebnis dieser vier Aufschwungphasen ist der Neofaschismus wieder zu einem Machtfaktor aufger&uuml;ckt, der in zunehmendem Ma&szlig;e auf die sozialen, kulturellen und politischen Verh&auml;ltnisse Europas einwirkt&hellip;<br>\nDer Neofaschismus ist dabei, sich in Europa zu einem von erheblichen Teilen der Unterklassen mitgetragenen Ph&auml;nomen der sozialen Regression und des neuerlichen Wegs in die Barbarei zu entwickeln. Sein politischer Hauptfeind ist und bleibt die Linke in allen ihren Schattierungen &ndash; obwohl sie durch ihren &uuml;berm&auml;chtigen institutionellen Fl&uuml;gel bis zur Unkenntlichkeit deformiert ist. Wenn wir uns den damit einhergehenden Herausforderungen stellen wollen, m&uuml;ssen wir zuallererst mit einer radikalen Selbstkritik anfangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/1-2014&amp;textfile=2519\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>China vor dem Burnout<\/strong><br>\nKann die Volksrepublik eine Transformation des kreditgetriebenen Wachstums vollf&uuml;hren und ein nachfrageorientiertes Wirtschaftsmodell etablieren?<br>\nSeit 2008 ist die chinesische Konjunktur nicht mehr Export-, sondern Investitionsgetrieben, w&auml;hrend der Binnenkonsum weiterhin keine relevante Rolle spielt. Das Land wurde mit Infrastrukturprojekten &uuml;berzogen und mit ganzen Geisterst&auml;dten zugepflastert, deren Wohneinheiten auch Jahre nach Fertigstellung keine K&auml;ufer finden. In diesen f&uuml;nf Jahren ist die Gesamtverschuldung Chinas von 120 Prozent des BIP auf nun 190 Prozent angestiegen, wobei ein Gro&szlig;teil des Kreditwachstums auf den Schattenbanksektor zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist, der vor 2008 kaum eine Rolle spielte&hellip;<br>\nDie sich immer deutlicher abzeichnende Schuldenkrise in China birgt &uuml;brigens &ndash; zusammen mit den einsetzenden Verwerfungen in vielen Schwellenl&auml;ndern &ndash; auch f&uuml;r das exportfixierte deutsche &bdquo;Gesch&auml;ftsmodell&ldquo; ein enormes Krisenpotenzial. Bekanntlich konnte Deutschlands Exportindustrie die einbrechende Nachfrage im krisengesch&uuml;ttelten Europa, das von der Bundesregierung auf eine wirtschaftlich und sozial verheerende Hungerdi&auml;t gesetzt wurde, durch einen raschen Anstieg der Exporte im au&szlig;ereurop&auml;ischen Ausland kompensieren. Neben den USA waren hiervon China, S&uuml;dostasien und viele Schwellenl&auml;nder betroffen. Die deutschen Ausfuhren nach China sind von 5,6 Milliarden 1996, &uuml;ber 27,5 Milliarden 2007, bis auf 66,6 Milliarden 2012 angestiegen. Der chinesische Absatzmarkt spielt insbesondere f&uuml;r den deutschen Maschinenbau und die Fahrzeugindustrie eine wichtige Rolle&hellip;<br>\nDie drohende Schuldenkrise in der Volksrepublik d&uuml;rfte somit auch das exportfixierte deutsche &bdquo;Gesch&auml;ftsmodell&ldquo; in Schieflage bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++8713f5b0-a8fe-11e3-83fc-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>TV-Tipp: &ldquo;Die Anstalt&rdquo; wird am 15.03.2014 21 00h auf 3 SAT wiederholt<\/strong><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Nachruf auf G&eacute;rard Mortier von Michael Vesper<\/strong><br>\nIm Alter von 70 Jahren verstarb in der Nacht zum Sonntag der Musikmanager G&eacute;rard Mortier nach schwerer Krankheit. Mortier hat in vielen Festspiel- und Opernh&auml;usern quer durch Europa seine k&uuml;nstlerischen Spuren hinterlassen. 2002 ist er ins Ruhrgebiet gekommen und hat die Ruhrtriennale erfunden und geschaffen. Industrieanlagen und von der Montanindustrie verw&uuml;stete Landschaften wurden zu Spiel- und Ereignisst&auml;tte f&uuml;r Opern, Theater, Musik, Tanz und bildende Kunst. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140313_wuerdigung_mortier.pdf\">Ein Nachruf von Michael Vesper [PDF &ndash; 37 KB]<\/a><\/li>\n<p>.<\/p>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>THE TWINS &ndash; Jutta Winkelmann und Gisela Getty<\/strong><br>\nPr&auml;sentation, Freitag, 14.03.2014, 19.30 Uhr, Millerzimmer<br>\nEinladung zur Lesung, Ausstellung und Pr&auml;sentation des in der Edition-Bildstein-Leipzig-Dresden neu erschienenen Buches &ndash; Unter dem Cherrytree f&uuml;r Viktor P.<br>\nBegr&uuml;&szlig;ung: Matthias Gangkofner<br>\nLaudatio: Ingo Groepler- Roeser<br>\nLesung: Jutta Winkelmann und Gisela Getty<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kuenstlerhaus-muc.de\/programm\/2014\/03\/cherrytree.php\">M&uuml;nchner K&uuml;nstlerhaus<\/a>\n<p><strong>dazu: Logbuch einer Abenteuerreise ins Ungewisse<\/strong><br>\nSie waren von unberechenbarer Erotik, androgyn und verf&uuml;hrerisch: die 70er-Ikonen Gisela Getty und Jutta Winkelmann. Mit &ldquo;Unter dem Cherrytree&rdquo; ver&ouml;ffentlichen sie ein Poesiealbum ihrer Erinnerungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/kultur\/literarischewelt\/article125474302\/Logbuch-einer-Abenteuerreise-ins-Ungewisse.html\">WELT<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-21080","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21080","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21080"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21080\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21086,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21080\/revisions\/21086"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21080"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21080"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21080"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}